Indiana Tribüne, Volume 13, Number 316, Indianapolis, Marion County, 3 August 1890 — Page 2
KÜIITJWXJS
Sine Elementarkatastrophe. wer eme Katastrophe im ooioaüi Vizakna (Salzburg) bei Hermannstedt 2 (SziuLT. w r wu(i.itvu((Ur wiiw vvu vw v' Lichtn: 9srn ;i YuTi srnisAm 9 irnS 3 USt Nachmittags, thürmten sich dichte Geivutcinjoum über Salzburg uns leinkchkuern au, : bald atnq cm turch'darer , Wolkenbriich nieder, massenhafte Hageli t J "JT i t ! I, AJoSm aImavB f ll n JV Itf wi"? gut ViHOfcjS yiiyituui-j fielen nieder, und die Ernte der beiden Gemeinden war in wenigen Minuten Vernichtet. Während des Niederganges ies Unwetters durchzuckten häufig Blitze, son, mächtigen Donnerschlägen begleitet, oie schroüle Luft, und bot sich dem VeSachter in einem längst aufge:assrnen rtT SnMif i vl'il'WtfttT Vp'HIJIUUftl, H4lr tttlV V Naturerscheinungen dar. Es erhob sich ans dieser, durch eine etwa 90 Meter dicke (?rbi6ic&t vom koaenannten Eckoi liauJic qcireunicu viuuc uus uc e a. - i . ! yr - ... c -? ine ca. 15 Meter hohe, etwa $ Meter . Jf .siM TtAlfAMd SC A I S I i iimle. die ibren schäumenden unbnfAcn en Gischt aarbenähnlich nach allen ' iP?'.?! ... ir.:.. r. 1 ozuzn wettym vcrsvrlyie. vjiroa z Stunde dauerte dieser imposante Anblick, wahrend elcher Zeit ein Brausen. ToI... r -1 . w i..;!.:fi.3 m ... jni, icjrotjne uno ummioiju; jiuus jchen unheimlich an's Ot)r drang ; es sah aus, als ob ein feuerspeiender Berg zum Ausbruch gekommen, der statt Feuer, Lava und Äsche Salzmasser in die Lust schleudere. Während dieses hochinteressauten Phänomens füllte sich der etwa 90 Meter von dieser Stelle gelegene, ein t6facheS Echo bis dahin gebende, etwa 9s0 nufttr t!,?, sfrWi-frnf nittrhenti W V 11 V I lich vernehmbarem unterirdischen Brausen und Tosen rapid an, es hatte ossenict ein unterirdischer Durchbruch zwiZchen jenem und diesem Schachte stattgefunden und wurden aus dem lebhast bewegten, wogenden und schäumenden Wasserspiegel neben reichlichem Gebälke und Brctterwerk, Kadaver von Schweisien, Hunden, Katzen, einer Kuh u. dgl. m. auch mehrere menschliche Leichen siehtbar. Es wollen mehrere in dieser Zeit im .Tökeliteiche" badende Kurgäste eine solche Steigerung der Wafsertemperatur dieser stärksten Sohle der Welt dieselbe enthält 07 Procent Koch falz in LSjung verspürt haben, daß dieselben, weil daS Wasser immer warme? und wärim, ja fast heiß wurde und sie eine Katastrophe befürchteten, schleunigst das Bad verließen. Auf Veranlassung des VergwerksvcrWalters Kremnitzki, welcher dieses großttige Naturereigniß genau beobachtet hatte, machten sich zweibeherzte Männer unter eigener LebcnLgesahr daran, die Leichen, fünf an der Zahl, heranszusischeu. Das Vorhaben glückte vollstänbig. Die Obduktion der Leichen wurde durch den königlichen Gerichtsarzt Dr. Heinrich JlSitig, Sonntag, den 6. Juli Vorgenommen und ergab wissenschaftlich Interessantes so viel, daß das Wesent.ich? aus dem Setttonsbefunde hier Platz . finden möge. idü, Z.nf 1 1 ffxit Citn Qst f 0i uftrtt Sft UiltitUllUfi. Utl Ufctk MrUllll UIUIIU' lschen Geschlechts und so gut erhalten, , . ' v r.i f. v : :2 . ony en einer versrzven wie tciuuuv fort sicher festgestellt werden konnte; dieser Kadaver besaß, sein Kopshaar, . Bart, Augenbrauen und Wimpern und wurde als der einstige Bettelooigt in Hermannstadt Matyas agnoscirt; dieser ar mit einem Hemd bekleidet, die übn gen vier zweisellos den am 4. Februar J84D in der Schlacht bierselbst aefallenen HonvedS angehörend, waren nackt sud zeigten reichliche scharsrandige Hieb, Stich- und Schußwunden. Sämmtliche IhA sst ff rt CAnw'Va rnrprt rtrn JMV VV V Februar 1849 nackt in knochenhart gefrorenem Zustande in den .Echoschacht" bweinaercorfen worden. Alle fünf Lei- ' V . r - hen gncyen 'piruusietcyen, rote .0icac tttirstt,trTT ti 1tnfrrt4ifaitn(f Ptt ... r I 7 j .l.i . x. ... ; verw:noei eroen. Deren Hautfarbe war aschgrau, keine Sru? von ViaulmB an den etoen roayrs . k sl?,,skl,rrr? kuarnerina? Hie Oberhattt hart, schnitt sich mt eme ' m - - r ; opcuicirauixe, xf(iif 4jinvi$twcv. ' . . - i, , . ' f t c. wie an irisch elngesalzenem Fleische, das Muskelfleisch schon rosen4s. V; iiti?ri frrtrt nflf frtfffi nS 7r , ' : t s . "i U 1 U . Ulk. Ifclllklfct V4 V . . m u! eryailen, nno zemlen Zungen, Perz lValken. Sehnensadkn zart wie an tu slyen ken), 'eocr, tttz, uwimjitif, ,; Ma.?en. Tarm ibre urwrünaliche Ätru!s v k f i .e n i. iti : ji. Ä . ' l J" . f L Ct i. k w , Mttii nn iifrm irviir III liilli Z11U..1 Uil LLUntVVII V V 1 41 M V. i . i 7 AtrT r iinnf n H iriri :ikti Tnnrrn kaum cenustenter als bei srlschen Zeichen. 1' :is' n-f. ..Jf. . . . 1 C 1 ( AsTfinnk JIC ICylCUlllVUJCH tilllUUU t . nn.i .fX fsf ituuitw " ' , - 7 1 ati lsnnnif iiitiiii ir iin ii nuuiuiiuiiü' . jiiii 'vv " -" ' - r .. !' I" Z "V T ' (; . , - T: t , mnken ölten, :r.n tr Jiaruüiaic tiuct . - -.r fv Xllttt ICBl ItVUJ IlttVli, tildl uviuuuvv. nnD)tiDcrm Draungfi&er,Drc!ter, ourcyI ' tt 4-1 a sv fyfttfi tirttftrtTthtt, TTI ' " ukM: " ' T ' V V innern 5 er ocorver rcicuuccc rouocuur k:.lm AtJr frt pCrtf frltrtsl t!t CftTt imuriirciiiu ittutMik tu jkMVHvv - (.. ä .-.t ..ir t- .,!, f VI . ... s . . V . . . . I l K . 1 1 I ... A II 1 A 0W.1TW0JirVTTT vn lillil lll H'tV"H w tt n r f .7 m ..111 im jir iiutuii l. . iuiilii ' . ,' rt .1. ..JU n Ita SIliilKn ! nrh rt2 u , ii - u. . u 1 - - L - " 7 'if"" 0 1 " 1-7 . irr ,.-. ff,ti tn CrrtiOnsTfftrm st rttrtfs Zttc.norm.ci DCiumci, uiiv u'mui uitjtvyui i1,!'''1' " v-- 1 W f f V. sSh Kit vi Ahttltm - - :..1L.U ii'C VUA fc- w v v vS!1' 1 ! f ri . rw- . rr JL ? f'iein rovrietnvuan occr ajrocjcis höhlen die Kristalle an deren Wanden dslch festsetzen. Auch in der unversehrten Bauchbohle deZ Selbstmörders hasteten viele solcher Krystalle fest an. 'tEine überraschende ge . schichtliche Entdeckung ist dem sonst so Vortresslichen neuen Meyer'schen EonDvttfftiionstencon geglückt. Dasselbe macht ämtich Cäsar und TacituZ zu i;e!taen?sicn der Kreuzfahrer, da iin 16. iL'auce, Seite 213, vorlebte Zeile, unttx Artikel .Waffen" sich folgende Stelle Daudet: Auch da5 Schwert Karls des Gk0?n war dieser Art, und wie Cäsar Wntft TacttuZ erzählen, sprangen auch noch währens der Kreuzzuge Heerführer ,d Nltt?r vor oder in der wchlacht vom Pferde und kämpften mlt dem angkch wert, eerpakyz, zu uzz. h My w Gelehria. Also der junge Mann wird von Ihnen im Komponiren nterrlchtet! Wie sind sie denn mit ihm zufrieden?" Na, anfänglich wollte kZ nicht recht gehen, aber jetzt stiehlt er schon ganz entzückend. , Ungezogen sind sammt kche LosjL mklneZ Prlva:oezt:)eÄ.
Der Eyrenderyer.
Eine SchüTkZfestzeschichte von Julius ffe. Kling! Kling! Zweimal rasch hintereinander wird die Entreeglocke gezogen. Guste, die in zarte Erinnerungen an ihren Maikäfer" versunken eben eifrigst damit beschäf tigt ist, den Schmorbraten verbrennen zu lassen, fährt erschrocken zusammen. Jott bewahre hat's der aber eilig!" Sie öffnet phlegmatisch die Thüre und zeigt dem unqedulvigen Ankömmlinz ein hochrothes Gesicht, von dem die ganze Gluth ihres blitzblanken Hndes widerstrahlt. Draußen steht ein junger Mann in schmuckem Schützenhabit, schlank, sonnenverbrannt, dunkle Augen, braunen Spitzbart. Seh? nett," denkt Guste, aber gar nichts gegen meinen Maikäfer!" Sie wünschen?" Herr Lehmann ist wohl momentar. noch im Bureau?" Gewiß doch ! Immer bis eins." Aber aber," der junge Mann scheint etwas verlegen, wenn vielleicht Fraulein Lehmann zu sprechen wäre" Euste macht auf dem Absatz kehrt und öffnet die Thür zur guten Stube. Fräulein ein fremder Herr!" Aber ehe sie nach weiter reden kann, fühlte sie sich vsn einer kräftigen Hand bei Seite geschoben, sieht sie den sremden Herrn" über die Schwelle stürmen Liest!" Heinz!" Guste läßt vor Schreck den großen Schöpflöffel zur Erde fallen, das war ja eine Umarmung ein Kuß ! Alle Wetter! Den hätte man bis auf die Straße hören können!" Langsam entfernte sie sich von der Thür, die der fremde Herr" ihr vor der Nase ins Schloß geworfen hat, und begibt sich wieder an ihren Hochofen. Der Schmorbraten ist inzwischen wirklich angebrannt, aber das macht nichts. Herr Lehmann hat keine so feine Zunge und das Fräulein mein Gott ! Der könnte man heute Kieselsteint, vorsetzen! Frisch verliebte Leute sind in derart!gen Küchenangelegenheiten meistens ungemein nachsichtig. Die drinnen umarmen sich noch immer. Liesl hat den rechten Arm fest um den Nacken des jungen Mannes geschlungen, mit der linken Hand hält sie des Vaters Flinte, deren Laus unter ihren lleißigen Fingern eben wieder so blank gewoiden ist, daß die Sonne in hellen blitzenden Lichtern daraus zurückstrahlt. Endlich, endlich löst sich das lange, selige Schwei, gen. Heinz, lieber Heinz, wo kommst Du )er?" Direkt aus Amerika, Liesl, als Abgesandter zum Schützenfest! Mädel was sagst Du dazu?" Und er weist stolz i. tr t ' r. ff aus oas 01:111c ozeicyen im jcuopuoqj. M cm nur neuzlerm aus das lanae Gesicht von Papa Lehmann beim Wiedersehen mit dem geliebten Nessen. Als er mich vor zwel Jahren freudigen Herzens davon gehen sah, da ahnte er nicht, vaß man mich ihm so bald als Schützenbruder vieder über den Hals senden würde. Er will einen siemden Schützen bei sich aufnehmen? Well! ich habe mich von der ommlssion thm zutheilen lassen hier ist mein Quartlerzettel." Aengttllch Ichmleat sich das Madchen an den jungen Mann. Hn,, fast fürchte ich mich! Wird er Dir dle Scene schon veraeben haben. die sich hier, h'er in demselben Zimmer vor zwei Jahren abspielte noch heut fang ich zu zittern an und das Her; will mir fast still stehen, wenn ich daran denke!" A bah, Liesl! Was ist da zu vergeben? Ungerechter Zorn verraucht schnell. Was hab' ich denn gethan? Mit dem aitterikanischen Anerbieten in der Hand bin ich vor ihn hingetretcn und üab' ihm gestanden, daß wir ns liebrn. Wär' feine Antwort Ja" gewesen, so hatt ich das Anerbteten zerrlzzen er hat Nein" gesagt und ich bin hinübergesegelt in die neue Welt. Daß dieses Nein" em blscheu derb und zorma onslliefallen ist ich vergeb's ihm! Kein Later entdeckt mit Vergnügen, daß man ihm Monate lang ein X sür ein U gemacyt hat." Liesl wurde roth bis über beide Ohren. Ja wird er mir's dann verzeihen. daß ich den Betrug fortgesetzt und weiter gewonnen habe? Man hat mir verhemrlicht, wo Du lebst, was Du treibst, nicht kiue armselige Zeile konnte ich Dir schreisen. ich muj;t rncht einmal, ob Du mir aoch gut bist, ob Du noch daran denkst. je wiederzukommen aber ich hab' all )ie bittereu Pillen heruntergeschluckt und gethan, als ob ich mit keinem Gedanken iehr an. Dich dachre sonst war s für mich hier ein Leben gewesen, wie in der f in- rrt r. t ix ..t rix. yuu(. acuuci uv 11 uu -ciiy ijturni ket, xaa und Nacht, btö Du endlich, endlich, doch gekommen bist." Heinz preßt sein Liebchen fest an sich und drückt einen Kuß auf das dichte, Aschblonde Haar. Weißt Du, LieSl. waS das Schwerste öei der Sache gewesen ist?" .Nun?" Daß ich nicht einmal gewußt habe ?b Du auf mich warten willst. Dag ich fort mußte, ohne ein letztes Wort,, shne eine Abschiedszeile von Dir!" - ' tf?t't-. U . " t. L jjnne eme '!!vi.yleoszette L" sie yorcyr rritaunt auf. Und der Brief, den ich Dir am letzten Tage geschrieben und in Winzer altes Arlesoersteck ge egt habe , zraußen im Vorzimmer im SchützenSccher?" Wie sollt ich zu dem gelangen, Fcyatz? Glaubst Du, daß mich Dein liebenswürdiger Papa damals einen Noment aus den Augen gelassen hat? Fr hat mir die Thür geöffnet, er hat mich hinauögcleitet damit ich a nicht mehr mit dem Töchterchen zusammenräse!" Liesl springt ganz erschrocken in die Höhe. Himmel! wenn Du den Brief nicht zenommen hast, Heinzdann Dann?" dann muß er noch draußen liezen!!" 1 Jetzt fährt euch Heinz wie elektrisirl von selNkm Stuhle empor.
Komm, Schatz, rasch wir ollen nachsehen!" Und nun stehen sie draußen im Vorzimmer vor dem altmodischen Schrankchen, auf dem der silberne Ehrenbecher prangt, den sich Vater Lehmann vor fünfzig Jahren bei irgend einer großen Schützenfeier erschossen hat. Kein Dienstbote durfte jemals mit täppischen Handen dem Prachtstück nahen, Lehmann berührte es selbst niemals aus Furcht, sein Heiligthum fallen zu lassen und durch einen Riß, eine Beule zu verunzieren. , - Nur Liesl durfte das Kleinod herunternehmen, abstauben und an hohen Feiertagen zur Wahrung des väterlichen Schützenruhmes hin und wieder einmal blank zu putzen. Und Liesl verstand ihr Ehrenamt in genialer Weise auszunützen. Sie machte aus dem Ehrenbecher einen Liebesbriefkästen. In seine blinkende Höhlung mußte Heinz beim Gehen und Kommen wenn er allein in Vorzimmer den Mantel ablegte oder anzog die zärtlichen Brieschen werfen, die er aus irgend einem Grunde dem allzugut behüteten Schätzchen nicht in die Hand geben konnte, dort holte sich Liesl die beglükkenden Zeilen, dort ja dort mußte auch noch der Abschiedsbrief liegen, den Liesl vor vollen zwei Jahren dem auswanderns den Liebsten mit zitternder Hand, Thrä-
l nen in den Augen, geschrieben hatte. V.i. 1 .. . c Pf. & r v l zeyi wiro ne jica aus ernmai oer schweren Schuld bewußt, den Schützenpreis" in all' der Zeit nur oberflächlich avgeitauvt, den Deckel memals abgenommen zu haben seit Heinz überS Meer gegangen war, hatte der Becher eben keine Rolle mehr in ihrem Leben gesvielt. Schon hebt sie ihre zierliche Gestalt auf den Fußspitzen, schon reckt sie den Arm, um den Deckel zu heben, da knarrt ein Schlüssel in der Entreethür! Papa Lehmann! Beide schlüpften in das 'Zimmer zuruck, ohne den Becher berührt zu haben. Dann tritt Papa Lehmann über die Schwelle. Was der, Teufel, Junge, Dur hier?" Etwas verlegen wird er nun doch der junge Herr aus Amerika. Jawohl, Onkel, erschreck nur nicht zu sehr! Sogar er holt den Zettel aus der Tasche sogar bei Dir einquartiert." Erst stutzt Lehmann ein wenig, dann denkt er sich: Ach was! Die alten Dummheiten sind längst vergessen und Liesl ist schon wer weiß wie lange über die Sache hinaus." Er streck dem Gast beide Hände entgegen: Na, denn willkommen. Junge!" Onkel Hans, Lehmanns Bruder, ein jovialer alter Herr mit freundlichem Nothspohngesicht, hat sich zum Essen eingefunden, und alle vier sitzen vergnügt um den appetitlich gedeckten Tisch und lassen sich den verbrannten Schmorbraten schmecken. Heinz und Liesl thun so fromm, als könnten sie kein Wässerchen trüben, Lehmann erzahlt von seinen Schützenthaten lange Renommirgeschich ten, Onkel Hans aber schüttelt ungläubig den Kopf dazu. Na, warte Du, ich hab' Dir auch eine Schützen:5!eminiscenz mitgebracht zur Abkühlung! Die zeig' ich Dir nachher, wenn wir allein sind!" Und dabei schmunzelt er, wie ein Kobold. Aber Lehmann läßt sich nicht irre machen. Beim Äundesschießen wird sich'S ja ausweisen," spricht er weiter, ob meine alten Augen noch so klar sind, wie damals vor fünfzehn Jahren. Wo ist mein Ehrenbecher?" Heinz undLiesl verfärbten sich Onkel Hans lacht, daß ihm die Thränen aus den Augen kommen. Ja, ja viel Wein konnte Lehmann niemals vertragen! Wo ist mein Ehrenbecher? Ich will daraus trinken auf das Gelingen unseres Bundesschiebens!" Aber der Becher ist ja so verstaubt! wirft LieSl ein, während ihr alle Glieder zittern. Und wahrscheinlich hat er auch Grünfpan angesetzt!" stottert Heinz. Was Staub was Grünspan ! Her mir dem Pokal!" befiehlt Lehmann und schon ist Onkel Hans hinaus, ihn zu holen, schon bringt er ihn herbei, schon hat Lehmann den Deckel abgehoben! Ein Brief?!" Die jungen Leute fassen sich kampsbereit bei den Händen. Lehmann beginnt zu lesen : Geliebter! Der Vater ist ein Tyrann ! Und wenn hundert Meere zwischen uns liegen wir j kommen doch zusammen ! Geduldig wartet auf Dich Deine Liesl." Wie Heinz das holt, kann er sich nicht halten und gibt Lehmann's Tochter schlankweg einen schallenden Kuß. Onkel Hans ruft Bravo!" und Lehmann weiß überhaupt nicht, was er sagen soll. Einige ganz besondere Liebenswürdig? ten, wie z. B. die Worte: Hinaus!" Rlemalsl' Fluch!" Enterbung!" scheinen aus seinen Lippen zu liegen. Ebe jedoch nur ein solche? Wort hörbar wird, hat Onkel Hans seinen Bruder energisch in's 3!ebenzimmer gezogen und yalk ihm nun folgende standrede: Berebner Schützenkönig ! Hein, hat sich drüben" eine gute und geachtete Stellung erworben. Liesl liebt den Jungen, und wenn Du nicht sofort Deinen hartnäckigen grundlosen Trotz ablegst und die prächtige Leute glücklich mächst, so untergrabe ich' Deine ganze. Familienautorität und blamire Dich ruu . !.- t mi ' memos, vermittels jener llelnen Schützen-Reminiscenz, von' der ich Dir vorhin bei Tisch schon gesprochen habe." Du mich blamirenZ" Jawohl, Brüderchen, dann zeig" ich den Leuten, was es mit dem Eihren? becher" für eine Vewandtniß hat. Meine Waffe ist auch ein Brief!" Er nimmt einen alten vergilbten Zettel aus der Brieftasche. . Da lies mal das Selöstbekenntniß, daß Du' mir vor fünfzehn Jahren unmittelbar nach der PreiSoer theilung auf der Festwiese geschrieben s-- m . fr. . j yau, 'jüu Alu quyenlon,g, uujVor Lehmann'S Augen tauchen die Ereignisse seneS Schützenfestes von damals, die im Nebel seiner Prahlsucht und Groß sprecherei nach und nach immer mehr vor jbm verschwunden waren, wieder
deutlich empor, wahrend er Zeilen von seiner Hand liest: .Liebster Bruder!
folgende Der Himmel hat ein sichtbares Wun. der an mir aethan. Gestern Abend habe ich im Rausch gewettet, daß ich (Du weißt, ich habe immer gern den Mund voll genommen)-mir auf dem Schützenfest unbedingt einen Preis erobern würde. 3, ber td nie eine Flinte Coögebrueft f fw f c . t - . 1 . . -j- 1 ctiitu uum 'itu isyt tu jvyk. . X1 . - US7 tL-'JL I
mein ungeschickter Nachbar mit dem Kol- vlevon den dichtgedrängten Zuzchauerben in die Seite, mein Gewehr geht los Mn zu den vorüberziehenden tremden - Krach! Eentmm! Ich hatte den chu?en hmüoer und von diesen zu den
fUfihff vin fttifrn vittstftiöiicr niiiiimicu l.tuvy. vinntm. . jy Breis! Ohne den nachbarlichen Kolbenstoß hätte ich ehec den Mond getrosfen, ' w. i ' " ' ils die Scheibe Tief qedemüthigt starrt Lehmann auf ies verjährte Selbstbekenntniß; Onkel Sans lächle ironisch : . . . 1 - . ffK'r uvtiuu. viinv vitvwfcuivi uiv" v aber nachgibst, dann Hort kein Mensch baoon und ich reiße da, Dokument ent, r.uu x.. re,!.m. 1 n.tttt 11 zwei, sofort, von oben bis unten. ' Lehmann seufzt tief auf. Weiß zu, Bruder, reiß zu." Die jungen Leute können sich noch immer nicht erklären, ieso die Dinge aus einmal eine so v'ortheilhakle Wendung genommen haben, denn Onkel Hans ist kk, r..s rr?i schweigsam e em leeres Grab. Lehmann schleicht mit seiner blanken schmuckeres Pärchen zu sehen, als Heinz und sein Schützenliesl". Zur Geschichte des Branntweins. tTs:. si cYfs.r. l er ich Nttoyolerzeuaer waren UNn..:.: f.'i. f.:ti. arv cri. . i . . I vit mv, vtn MUVMUi i v n i? iSTV - 9MA T rfMAmTaii t P lft LntlttaMtniUi cn.fA l v?IUKn"U0JSauere Milch wurde mit emem Stocke ,.. , t r. k üuhUg umgerührt dann machten die Weiber, welche das Bnntembrenen Hi, VtVlJUI UtU))f Vlll. 11111119 ytUCl UU ter einem Dreifuß, auf welchen der mit saurer Milch gefüllte Kessel aestellt wurde. Auf diesem Kesiel wurde ein hölzerner, ausgehöhlter, wohlpassender " X T f t r I Deckel be estlgt, ,n welchem zw vierfr f Y I eckige Oeiinungen angebracht waren. T et r i T , - f , , Der Nand des Kessels wurde meist Mit eym uno emem gur ver,cymierleneaet, m welchem em Lustloch war vermacht, 1 f l ' ä. rr . 1 . '" j iiiaurman am sZZ I mjM. AitiTTM y. t I . - ooer cunee gesuuren ocumrrog ge stellt, die Mhre mittels eines ausge höhlten gebogenen VaumasteS mit Leder überzogen und" auf beide Deckel öfsnungen gesetzt und verschmiert. !tas heuer wurde trennet und nach an derthalb Stunden war Branntwein fcrtlg. Die Kalmücken vervollkommneten dies Verfahren, indem sie ihren Branntwein dreimal destillirten. Nebst der Stuten, lSV-. Von den Mongolen erlernten dann die benachbarten Völker, die Russen und Tataren, die Alkoholerzeugung. In, der ersten Hälfte des 16. Jahr Hunderts war der Branntwein am rufstschen Hofe zu Moskau und beim Adel das vornehmste Getränk. Aber schon in t 5 - c. e,-. .. sCt.llCZdemselben Jahre kamen Erlane xieaen Krt2 mrrttmfrnrt ttnK W" 5.. vmw ........... ....V n jllll der Zar (.ns es . . rl,.' , !SS en wtiitiyiu ' vymwp' vvvvv4i, iwuf Y ai - i C ' r . t rn r . . ' !?,W-,fSBB mT k-W "N ubleS BePl zu geben ,n,m jge. l T mJuZ?Jr' -V andere Neg,erunge,,,shen Ich eranl.iit. i'Wfeßt neaen den iBrannfmeiit ernährn ! lae", nachdem er .elsach als Ans.u. o-o- "U7" IM O' . n.. ..V i. ni iBiuuwcMiacuu!,. V,,, 7r: " Vranntwem nach Finnland, candtnanz Wii nnX rtita n.rf.r. t.f sl. it ! y i- m ' r cl SÄ" 'S' ÄÄS ?tv 0 r öS1? . ' derselbe zuerst nur als Medicrn verkauft MJfilH : CZX..y. CVtU ..V , . . (TT . it.i. W.C.. t tl lli WlVllll lttV-KUiC sr uuu dv oie P ,i wuiyele, wuroe oer zuA TiliiC CfCIllUU' U19 iUl-CUltlll VCIVIUUCi : um.ii 1 x m . v. . und schon schulischen Zollregister vor. Im Jat)re 1662 wurdedort die erste BranntwemTropfen" verabreicht. t uu uw w. jiytvcyic 5zn Italien. Frankreich und Deutsche land wurden im Jahre 1400 Brannt wein auS Weinhese gebrannt. Die ersten Destillateure waren Neimundus Lullus und Arnold von Villanora. Diese er; zeugten eine Art Lebenswasser, setzten t .tt x . ? k... lym Vclilruuler, lns nlan, amtue. Wermuthkraut etc zu. Die fürstlichen Hausfrauen erzeugten im 16. Jahrhuni . t : k. . . tw C ir ' - . verl in iyrcn ucaen jrcavuaimmei unter dem Namen Acivl vitae jiaciittui ww niivctc uiiuiiucu srr A.i. v V. . 1 1 u 1. 1 Liavaiirre. Allmählich versuchte man. denAlkohol uver Gewürze saufen, zu laljen und er- - zeugte nun die Ratasiats", ..Rosoleo" 7 ... cn.iriM. v::f' . ; o-....? . uno -yurjini i uicrc iuuiücii in ,urn mit einem kleinen Zuzah von Bisam da?! gestellt. Johann Fr. de Pre schrieb über Unterluchung, von Brauch, von Mln brauch des Branntweins, Frankfurt und Leipzig 1723 em gediegenes Werk. In einer kleinen Stadt in welcher noch die Polizeistunde herrscht, ging cS kürzlich 7- so schreibt man - eines Abends im Gasthofe sehr ver gnügt,? zu. Man sang und trank, und trank und sang, und immer schneller verstrich die, Zeit. .Auf dem Thurme schlug es elf Uhr. drinnen aber ward ein neues Lied angestimmt. Im Chor- ertönte eS: Er kommt, er kommt, der Liebling unserer Seelen", und gleichzeitig . trat der M. -tm:-t, . izeldlener em. - , ... r - ' ijß i ele L e u te w ä ren. we n izer liebenswürdig, wenn sie gewisse Feh: 1er nickt besäken.
.Und in diesem Ruwt Hast Du Dich M' "". brausenden sünf,ehn Jaw lang gesonnt! Du Tu. Mu anregend und beuchend em, w g.nd pieciell' Wenn Du unvernünsiig Ma,,en aber eSkam ,ur d,e Mehrzahl bist, lese ich den Brief , wo Du hin der Zu,char noch ein bedeummer Äe kmmst-ei,t lei Heinz und LieSl. dann danke h.nzu der d,e Lust am chaul?"l im Bureau, dann am Stammtisch-- l Begeisterung ,Ie,ger,e. AZansah W 0 1 1 A 1 1 A M A 7 M M
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7;fistSfc. mfc?r fr,rtV;w ns Ja, es hallte aus die,
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a" r V melod en, welche den Zug begleiteten, den. Auch Fnednch Wilhelm I. von r auf die freie, anmuthiger! Preußen erlieg ein Verbot gegen den sn,rLnt hlr &Mhpn mtitt,
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im JahreSQl kam Branntwein fal Architect, dem die Abtheilung, der als Emtuhrmaare vom Ausland im L,..,.vst ? w rnTT,,
Der Schützen -Festzug in Berlin.
In der Stadt Berlin voll;oa sich au. vonntag Mittag ein Fest, welches in fpirc ni? ..w jl t-C-1a " rogartigreil uns Tchonyett n?llert,cyen Aeranstammg würdig das Olnmpiasen i anschloF, das Zer m Bezug am Betheiligung und Ausnahme gewaltig über das Kunstlerfefl "f"?0"! w jti irr 11 r 11 1! I w jvi si iinTT m ?T r n .1 - r nj y f trlVht hhtt Vft0t n O'.ifs.f iiPfr,".4;. vv.. o"vnuswuiwui( r f f " f t r t . Berlinern heruberflogen, glaubte m. mcht mehr aus dem Boden der zandig SUnr ,. , k ).,,.s man Mi, ii.chw uu u Neapel, zu sein Gewiß wirkt, lbenrelüe. imposante chaujp.el, 38 K tm Vere.n nui lfThTtfyi ilfh hmti nr hMiil ' 1 tcu -jjt.ai ;cu 4uuci - n t - crr . . t . ungeheuren jzei.zug ?Men,cher . roelch Wen zum Vergnügen 'rügen. Das wr rm ww v r r mr m t nnrrn Tvwnn - 11 riib war im nordischen Sparta etwas Neues, unerhörtes. Man sah ganze Schaaren von Ausländern, welche zum fröhlichen Wettstreit hinausgezogen auf den Schießplatz und diese fremden Schützen wurden in ' den Ange aller Deu,,che ten , t,x Ja. on: b chen zu NepraZendiesen aber boten öle Vewsyner oer elcysoaupi rar o h,r; m i n- nxr l, v . rx r -t .ei.i.i r0' " V V 14 V MMen bewegten Malzen schrei hervor nach ?eroruoeruna uno tjncoc, uaeuwagrenj f - (. c - .! . V C - f. Frieden, nach Beendigung dieser schrecklichen Zeit des bewanneten Friedens, in der die Wohlfahrt der Volker Europas langsam iiu Grunde gehen muß l" PJmttl mnr Arttnriifien n..r, .".tti y'" '"P"'""' tn- cr x, k.kti. TOrrmTrt fttn MT?nr gen zerstreute langsam die tiefgehenden, IO 0 ... . ' vk 3V !'' grauen Wolkenmassen und je weiter der f?s?a u , QArWrfirfu ' ) V V wv 0 v. .., f scher zerslatterte das Gewölk, bis mä) lichte Blau des Himmels zum zum Vorschein kam und die Sonne das schöne Schauspiel überglsnzte. Die Haltung der Zuschauer war musterhaft. Im Herzen Berlins, in den engen Gassen beim ,14fs,,,S iMrprt ht mtlfrftit '"j'rtitlrttVHU lk Hl VH.. 1HVV' ;,,x fliui,..,, .me VVU iVkHUVV.l nr ,,s rtf I., nnrur lfcvi. M.r vvvfc .vm., frflffn t als müüte in der dränaenden 1 w " - " j " .1 Bewegung eine schlimme Katastropht hereinbrechen, allein langsam fluthtten die Schaaren in ver chiedenen Ni I ' . . chtungen auseinander vorübe? und Niemand wurdi aeschädiat. Die Mitglieder der Sani tätswachen durchstreiften die Strcßer und wenn einer im Zuge schwach, odei im Gedränge ohnmächtig wurde, ss nah: nie sie sich des Sinkenden an und leitete,t ihn zu einer Thorfahrt hin. um ih Lust und Labung zu gewahren. Ein Herold zu Pferde, Pagen unr Wappeniräger eröffneten den Zug, di rirTOrw. Kadenisi;; ein malerisches Bil. Ei Theil derlei. M w! 2 ftm a (cZ. t i M t A A4 A 0K.tM ben, die Jndepcndent New Vork-Schüt-zeii, fuhr in Wagen, deren Ecken durch das Sternenbanner geschmückt waren. So bewegte sich ein Wald von bunten r. t l i c n-. r. . . c ir'.i.. aynen ourcy oie visirazzen un? mnie. SS.rB? IXZ 1 : , ri - m. den Wagen erichienen die kräftigen Ge: l l jc.mju-uvuih.. v. itfi' tt. r.. c.:.. F'? (.ljylu,W? ,v 1 l.I . I mwiji yiUßltu. iuiti uuacin Vijiiu vi ch"l'.der freien Schweiz, die Belgier ,trt) V(V'" " " j f I ..X CvlsiiiVi.i- KI II,, m CVf nfi. U IV lUVUUUVVt , Utt .ttUVlk. .tUttVIIV und giussen. Äae wurden von den Zu Wttun" j der Slraße durch Zur?fe. v" den Damen an den Fenster unt i.en Baikonen durch Zum rfen ' . , r , ,tt,n 1INN iiM,rimmr'nrn nrtrnt ZT 7" " 3 I - r . 7 ' .. . f "h,r A riiti iwltfAeCfr&esiunsl 6: I - 7 " ' ' 7 . ? ' 7 Mt r fit. Das war em lachender, Sr,Z m.-a erA6 lfcvvifc ji w vrj, '' anmutigen Dankesbezeugungen unX scherzhaften Zuru en. wie Berlin Aehn-. iiches vielleiaft nur bei der Heimkehr de, I T 1 ,iyrm 1 1 ' ninMin Anno erlebt I Un ' m tam bcr fitfloriicfie Tkeil des - ' ' lbourne ihre schöne Ausschmückung zu verdanken hatte. Hier setzte ?ine Gruppe mt dem Manwaaen der Marodsur gleich glücklich ein. Das Elend der Naubritterzeit spiegelte sich, in diese, Bande wieder. . Der sturmzerfetzte Planwagen mit den ruppigen Zügpferden, deun Geschirrt mit Stroh unterlegt waren, die verdäch: tizen Gestalten, die aus- dem Innern des WagenS hervorlugten nnd die hinte, dem Fuhrwerk hertroltenden Rüden, voi allen Dingen aber jene Burschen i .Znkeraina I N?,tniirk,nen easiümirt maren :,s Mthi Der Burscke mii I WtlVUlV vv. - " - - I '7 ' der nackten Brust, den blivendenMbner und tackenden Auaen, der so kcck die ab- ., . r . r "gerissene Filzmütze, um Almosen hei schend, hinhielt, war ein Prachtkerl und der Atarodeu?, welcher mit den Rüder, hinterherlief, trieb den Wahrheitskultuk bis zur Selbstaufopferung, denn er hatte den einen Fug m,l emem zerrissener Tchuh, den anderen när mit einem Filz. läppen bekleidet, so daß Zehen und Fen sen nackt den Boden betraten. In der Gruppe des 16. Jahrhunderti bildeten die mit Rosen bekränzten Buben einen gefälligen Gegensatz zu den phuntastischen Gestalten der Landsknechte, deren Hallptmann eine echte Falstasf-. sigur bot. An die hundert Bannertrage, und Landsknechte, Trommler und Pfei: fer, Bogenschützen und Rathsherren vereinigten sich M dieser Gruppe und ebensk stark war iene des 17. Jahrhunderts. welche die Jagden und Schützenfeste d Bürger jenes Jahrhunderts veranschaulichtes Reben den bunten Piqueurer
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schützen, den Nathsherren und Schützens ,n p'xntn Mr.n der Lafette. Vte schützen oes IS. " 7 " " -' -7 l ll . . ' w . ' durü ailde markirt. . I 4 m folgten nun die eltwagen ver, fchiedener Städte, an die ,'ick die SÄaa: rtn der 5Mnf.eg.jriiötitit Animiniteit. J . . f r r- i Frankfurt am Main, der Zchauplat) der Kaiserkrönunacn. charakterisirt die eit Karls V. Dem Waaen voran ritt em I!eichHherold, den Doppeladler tragend. Die 9!osie des Wagens wurden von Pagen geleitet und- sie Francofurtia, durch irl. Wehenkel dargestellt, erhob stch stolz über die Patrizier und Nathsherren. Zu beiden Seiten des Wagens aber ritten die Kurfürsten. Diesem Wagen folgten die frankfurter, Hessen und Nanauer. Die itadt Bremen erinnerte an die Blüthczeit der m?erbehcrrschenden Hansa durch ein Schiff der Hansa. Die Wagenpscroe wurden hier durch Lootfen geleitet, Schiffsleute im kettenpanzer bedienten die ezel uns jeöen. sobald tiefhanaende Guirlanden n Sicht kamen, den Mast nieder. Durch ine alleaonfche .vrauenarMe wurden ic Welttheile bezeichnet, mit denen die sansa Handel getrieben. Das bleuer ;. 1. .! .l.r narre cremen, eine rauenzeziaii im -othen Mantel und gothkfchen Kopstuch. t)ieiem ania.cuin solaren me cuuueu .uae von cremen, amvura. iesvig'HolstekN. Oldenburg und Mecklcniurg. Alle wurden froh begrüß? und ieim Aus;uz der Schleswig-Holsteiner rimmten Viele das Lied vom verlorenen öruder stamm an: , Schleswig kHolstcin neerumchlungen ' Hellen Jubel erregten die Tiroler, ,enen das ZvcuslkcorVS der u,'ieraner Schützen vzranzoz. Das waren kernige Sejtalten. die sich da in der National! bracht um das alte Hofer-Banner geÄaart hatten. Man glaubte. Defregzers .Auszug der Tiroler" fei lebendig teworden. als diese bärtigen, fonnge- . ... r n-r w . 1 . iraunicn vye raue m scr rcocnioppc lud den Kniehosen, im breiten Lesergurr tnd keckem, mir der Smelhahnfeder gezierten Hnr, mit dem Rucksack auf dem ttucken und dem luyen uder der er so stolz und kühn dahinzogen, bezlcitet von den schmetternden Tonen der Musik. Man konnte glauben, sie zogen siegestrunken vom Jselberg herab. Und nil ihnen waren drei irische, schmucke Dirndln, von dem Schlag, wie sie einst :m Paffeierty il den Schätzen die Büchsen zeladen. Heute aber zogen sie, unter ):m breitranöizen Hut keroor lachend znd grüßend, durch die ftaggengcschmück!en 'Strafen Berlins. ö!un kam der Wagen Wiens, eine Gruppe im Zeitbarakier der Marra queren. Die Lindobona wurde von grau Bauer, der Schwester des Frl. Barkany in schöner, charaklertstlscher Ekschnnung dargtstellt. Äestalten wie Prinz Eugen und Laudon, Nozart und andcrc historische Figuren', tauchten in der Umgebung dieser Bindozona aus. Die Gruppe erhielt durch besiegte Türken und ungarische Maglaten eine besonders farbenreiche und pittoreske Haltung. Den Hannoverrn und Braunschweiaern zoa eine zothische Welfenburg mit starken Thürmen und Mannen voraus auf- der Lurgzinne thronte der Welfenlöwe. Jn )er Mitte der Burg stand im Kettenpanter und Helm Heinrich der Löwe, em Vild des Trotzes und der Mannhaftigkeit, Stuttgart wurde durch eme Wagenzruppe heiteren Charakters aus der Zeit öer Frührenaissance versinnbildlicht. Vier Rappen ziehen den Wagen. Die Gestalt der Stuttgartia istl durch Frau Bildhauer Nick sehr gefällig dargestellt, Götz von Berlichingen und Eberhard der Greiner stehen unter Reben und blühenven Hopfenlauben, unter Rosen und Tannen des SchVarzyald'es. Sehr lustig wirkte der Aufzug der sieben Schwa ben. An der Rückseite der Laube war nämlich ein Hase angebracht, auf den die. fr ... r rt 'i r jl slcocn anzenirager von Jell zu ell UNter Zittern und Zagen einen Ausfall machten. An Stuttgart schlössen sichLandsknechte der Reichslande- an und zwei elsässische Bäuerinnen zu Pferde, -? : . . : f. J. cii-!i t : . ajiz jictiiujcn jnuciuwicii xyuicu vu nmtrr nÄ Msrnt. vitnrl ir frimt ntBadenser, Elsässer und Württem- -.. v V V berger. Eine überaus malerische Gruppe- bildete dann das Rheinschiff-Düsseldorfs. r . on . - - v k . f tt .... o
Jahrhunderts qrupplrten sich mit den? Berlins an die Helden aus ve, snies Hausitzeuwagen und den Stadtsoldatev großen Kursürsten und deZ ah "t vntz um einen Rococowagen voll zierlicher, anknüpfen würde, war vorauszuchen. anm,i!hig gekleideter Festjungfrauen. Berolins (Fräulein Schirrn) thro-? unAuch der Anfang unseres Jahrhunderts ter einem rothsammtenen Balds'kn. wurde durch einen Ausmz der Schüfeern Ihre Brust war in Silber MnzerlZ
yni ug lagcrie eine Gruppe, soaia und Angst Bebenden die Augen; derNheln, demeine Putte auf den Grund. mtn hielt, sie hatte gemerkt, daß man des Bechers schaut. Eine Kunstleraruppe c?lur einaet'abren war. man bob.
in der anmuthizenRococotracht poculirte mt Schatten eines golddurchwtrkten blur iTT..r cxr racngcicgmuaicii cgcia. vas zappen. l. - rv . 1 1 . Ti t tl cv f oes lucaitaiicna uano vor mnenama t f t x r . . . ' . (Frl. Hermann) Licht und freundllch wirken er, tfawp wssyi?, vc bunten Trachten, und die Pferde wurde von rheinischen Fuhrknechten in blauen Mtteln gefuhrt. Es folgen we rhemtk X fcJs f 1 4 am mDmm tf v. MiifsntV im Zeitcharakter des Barockstils. Eine Hopfenlaube erhebt sich über dem Wagen. Bier Jsabellen von Pagen in Prunkgewandern geführt, Ziehen den Wagen, Die Figur Dürers erfchemt vor der Baivuvii wMwuwii .wwitvuvii vuiiiiuv iw oana. HtnZer der Hopfenlanbe haben sich Biertrinker gelagert, denen die dankbarste Mfgabe im Zuge zugewiesen ist. Sie babe den Mankrua xn erbeben und manchen tiefen Trunk zu thun. Die dai- ' . . . nfchen (schützen folgen, geführt von dem Nürnberger Muuciq. Und dle Schützenbrüder Sachsens vereiniqen sich unter Führung derLipsia. Ein Obelisk ragt aus der uwne des Wagens, em Ge- .'.- : v rA.i ei.ti i er
um vti jjuuci icyi im ouioci gründ. Professoren und Studenten erinnern an di Gelehrtensta'vt, Trophäen anZdie Völkerschlacht. In mehreren Wagen kamen nun der Präsident des Bundesschützenfestes, Hen Dlersch,. mit dem Vorstande, dann der Germamawagen, eine der stolzesten und schönsten Erscheinungen des Zuges. Der Wägen wurde von vier Schimmeln gezogen, deren Zügel vier alte Bärenhäuter hielten. Die von Frau Eonrad dargestellte Germania erhob sich in golstrahlendem Gewand auf einer Felsenstaffel. Vor dieser, stand Hermann der Cherusker, hinter dem Felsen strebte eine reich belaubte Eiche auf. Germania erhob du Krone, als wolle sie den zu ihren Füßen f Hi:::""!"?. i j ' 1 ' 'r.i1' " ! '!iirf i-Ji ii
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pcheuvm Helden krönen. In ihrer ein saen altuna wirkte dieruppö feltt' uo riyaoen. w$ m m ,-v ' r f. C ff - . Wh iß S.x2 i"' - ' . von tyren Ämtern wallte an ja r?A mi i i-f t : jl Acaniez. mm ürieoensgoiiln jras über dem Borderthell des -aorus z; :s..c . ?. - iAwcoeu. er aroe zurs!.-? uu Derfslinger, der alte Fritz urrd semk Paladine erschienen theils auf Derc Wagen, theils hoch zu Noz; neben und ym ter demselben. Besonders ähnlich wal die slotte NeiterOkstalt des küStien Sevdlitz. Dies war der letzte Wagen im itae. Nun kamen die Schaaren der preußisch chutzen in völlig unabsehbarem Zuge, Anderthalb Stunden währte der Vorbei marsch und immer neue Bilder zeigtensich dem Auae. Die bunten flatternden Fahnen, die wechselnden Trachlen und männlich schönen Gestalten böten da Schaulust immer neuen Anreiz biö end lich ein Trupp reitender Schuvleute foi, letzten schützen von der nachsrangenden Volksmenge schied. Es war cin heiteres Volksfest, das eine Fülle uuvergeßlichei Eindrucke bot. Eine romanttfche Entführnns. Ein geh ei mni volles Dunkel umgibt noch immer eine gan sonderbare Affaire, welche sich vor einiger Zeit zugetragen hat und in der jetzt anscheinend- die Recherchen wieder aufgenommen sind'. Ein zunger Berliner Kaufmann war mit einer Kaufmannstochter ans Breslan verlobt. DaS junge Mädchen ist eine rr?rjr. . j ..r i c c ki t. r r i ! uacjt vcjoncir, uuo oas -ccimiin zwischen Braut und Bräutiaam wat das denkbar glücklichste. Da relsten die (Sl tern mit der Tochter m ein Bad des Alesengkbirges, wo die Familie die Bekannt schast eines Herrn von W. machte. Der Herr interessirte sich sofort für das bildschöne Mädchen, erwleS ihr Autmerr . I r. r 1 -r samtenen uno maazie iyr zticn. trotzdem er wußte, daß sie bereits versagt? war, eine Liebeserklärung. Ä!an brach. nun sofort jede Berbindung mit dem: eeirn ab, welcher auch bald daraus tief . .UlCr- i1f I r nfli Wochen die Eltern mit der Tochter nach, der Heimafy zurückkehrten, erhielt die CitMhitlll UVifclllt. ttUUf V Araut einen von iyrer zurunsllgen Schwiegermutter unterzcichneren Ariefz in welchem dem Mädchen der plötzliche Tod ihres Bräutigams mitgetheilt wuröe. Das Madchen war noch larr vor Entsetzen über das Gelesene, als der Packctpostwagen eine große Riste brachte. Als man dieselbe öffnete, fand man darin' einen Todtcnkranz und daneben einen Brief von dem verstorbenen Bräutigam, in welchem er seine Braut bat, ihm, zu. folgen und den Todtenkranz anzunehmen. Nun wurden Depejchen gewech zelt und die ganze Sache stellte sich als ein unerhärter frivoler Streich heraus. Der Bräutigam lebte, war gesund und guter Dmge. Mau schöpfte sofort gegen dieBekanntschaft aus dem Bade Verdacht, doch die Untersuchung ergab keine thatkräftigen Beweise. Da kam das junge Mädchen mit ihrer Mutter nach Berlinund'Aeide bezogen ein Logis in derTtallschreiberjtraße. Der Weg führte beide Damen des Qefteren nach der Großbeerenstraße, wo Verwandte wohnten. Eines Abends begab sich das junge .'cadchen allein nach der Großbeerenstraße; die - Mutter hatte noch Abhaltung und wollte' nachkommen. Unterwegs merkte das., Mädchen, wie eine Equipage immer neben ihr herfuhr. Unweit der Großbeerenstraße fuhr der Wagen plötzlich rasche vorbei, bog um die Ecke und hielt an. derselben. AIS das Mädchen nun her-. ankam, trat ihr ein elegant gekleideter Herr entaeaen und bat sie. in den Was gen zu. steigen. Die junge Dame wies das Anerbieten entrüstet zurück, im näch, sten Moment aber war sie von dem Herrn um die Taille gefaßt, der Kutscher r m m ' !!.. sprang vom Boa, yals it mix in den Wagen heben, der Herr nahm neben ihr Platz und fort oinas in sausender Eile. Die Vorhänge rn der Equipage waren heruntergelassen und der Herr bedeu!etet e . v a c . : . i in,. Ofuajer xieijc oic juamz, c wcioc 191: titt ji.hn ,,? f-ttttthtt ,liujt UVJ WUtil 1 WIUI.VV sie wieder in der Großbeerenstrasze. Sie mütte nur emer Handlung beiwohnen, und wenn es das Leben kofle.. Dann verband er der vsr Schrecken. 1 . . heraus und führte sie eine Treppe m, HZhc. Als ihr die Binde abaenom. ' - - mcn urde, lad sie sich in einem rlkganI w f : w i . v..,. I r ww.vt ,.vuv., wvtk Viwk elektrisches Licht erleuchtet war. Ihr , geaenüber stand Herr v. , W., der, Unbekannte aus dem schleichen Bade, Derselbe verbeuate sich, lies vor ihr. bat - t mit bewegter Stimme und thränenden I i f . t. ir 1 nrrnML ittti yfr?rinnncr tit nt vrTii ,h aber sie solle "um des Himmels. Barmherzigkeit halber ihm den' einen. Gefallen thun, welchen er erflehe. Eh sie sich's versah, hatten zwei andere Herrenibr einen Brautschleier überaeworfen .:en smrthnint vfatfrht urM ianW? bm der Nnfcrfnmt in ebrsarcktSoolln , Weise das Mädchen n der Hand u.,, I c.-.s,- f.-l??,,, r,Zr-r I 1 V iiir A w w.r... '-,,M vor sie es sich versab, war sie mit dem ' ' ' m " ' 'l , errn ai iraukvaar oskoaraLUltt. Hierauf wurden ihr wtederrun die Augen rt r -r l r r uiivuuym, viuu )n jr iir iDtui 1 Wagen, und als sie nach beendigtet 'Fahrig Mm N?NkM nnnlinr TtnS (1 n r hM 1 ai iv m w w ' 1 n. 1 1 GroßbeerevztraVe vor der Wohnung ldrer --5."--. -.-j-'-m t. .ytrr. i n n r 1 tu 1 iiu iru. ip r ti ihtti rnr 11 nnr n beschäftigt noch immer die Behörden und bis jetzt ist eS noch nicht gelungsni Licht in diese geheimnißoolle Angelegenheit zu bringen. Jetzt glaubt man endlich einen schwachen . Anhaltepunkt, gesunde zu haben, der darauf hindeutet, daß Herr v. W. unter falschem Namen auftrat und ein reicher irrsinniger Herr ist. DaS Weitere entzieht sich vorläusig der Vu ossentlichung. , " , 'Mr i , , m Ei ng e g a n g e n.' Ich liebe Ihre jüngste Tochter nur wegen Ihrer Bescheidenheit!" vAh, dann nehmen Sie lieber die Aelteste die ist noch viel bescheidener!"
und Jägern, de.n auernwagen und ise
