Indiana Tribüne, Volume 13, Number 297, Indianapolis, Marion County, 15 July 1890 — Page 3
fBUÄ? MM il'k Av-gW ?.MM!z.MK TROPFEM Gegen Vlutkrankheiten, Leberund Magenleiden. NnflU, das iefieVNttek. rci, ent d rlsgtaZchkZ.0:iUeAVtthekniuhaben, ?iif il.oo Vdea,Ailk ZkaZch t , st frei fandi. HKlWÄKMUs B.Ä RXJST THE irgfB flt ßranf&tlfm Ire Brust. Llmgenu.zzq Kehle. uvw OrZ,nar.??ackktn. tt ?ent. I len Axstbtn ja habe, oder wird nach Smpsang ftSBtra;tl f r i srssnbl. Man adressire : THI CHARLES A.V0GELER CO.. S,Mmor.Us. Schwache Manner, bi!4 ihre voVeZZZanneSkrast unbElaWlatbeS 5Mi wieder zu erlasze wünschen sollkeu nicht verläumes. Im ..Jugendfreund" n lesen. Tat mit riklka krznlkllqkjchichkk trllnttttt, ttil akstzttete Werk ist uttchlud Kbee ein neu, Htlversahren. wodurch Tausende tnserhalb kür. Mer Zett ohne BerukSstörunz von Geschlechts, trnkZ,elten und den folgen Itx Jugend, findeit vollständig wikderberaeSellt worden. Heil rfah ebenso eiTfach alt tilliz. Jeder seinekßener ant. Schickt 23 (Seal luSkamr ad dr bekommt U Uly verziezelt ad sraneo ,0gkscht d'Z la tPHoat Klinik und pl,pensry,3z j ik'.l ii. vrr., vuo gott, tu v. I rr A i. (SfII KW Mi Qüz .. 3Df ! . Saust Tickets in die ijfluisvjue Mm'ÄtMi CffCACQ Su&F nach Chicago und dem Nordwchen. Vbfahkt tca 3nMantoU: Kl 20VN.'. Ankunft U Ähiesgo & 10Nm I2 4lni .. . .. IbN 7 8öVm Monsa 9 66 SB 3i dfahltdkm Chicago : 0535 a Ankunft in Jad'pls 8 ONm SSöZ! S4bVm Mouou Vkk m 10 4l)Vm grachtzug Na 43 verläßt Alabsmsstr. Yard U 7 05 V. Ticket-Office: Ro. 26 Süd Illinois Str. I. D. Baldwln Dtftktckt Pagsgier Agent. BOÜTß ! ßeH CU die Stadt ach irgend ine? Mch. iz?ghw zs dnlasstt btaisichtigen, gkht? SU z, Osissh ricket-Offiee. Xto. 56 pi? 5?AsZwsu Ktfsß5, Id!anapol!k, 'd erftage, dir Fahrpreise nb säheren ZAii ltZtUssg. VeZssdere Äfskr5Zü?eU ww ZaLd-Qäuseen H . (IQlgrantsv ZtSSLt. Z-dfchkZ.Tikt5 ach allen PMtz? Irr m$xx sd Nordvche I Oit dik-kteSs Lini, mach FOBTWAYIIE, fc TOLEDt), . DJETHOn il3 IgiliM CllXU Cm m W 3 yelTp-OigleftseZe, pinSIt llLschlsß nnd dollKäattz, Lttchn. heU schm bi, ?I?oLs Qabash OalttZ die VaH-gittÄLZA k Nmika ! S. X'T'QÄS, Ct?rtti$&1ft3ta ub LaudVsnil ; . anMinintlll I , SsS. Ötl, vnl rlcket.Nas. L. h i l tl i Oay a(f TiZet-Vgl Gt&rnU.CS. ADOLPH FBEV, 011 rreedom &aX Slgbt. ' iQtüeuÜiÖit Clotat, Goztel pövdentu Ueberseyer. t S!o. 196 Eltzabeth k?tr ; IC4 liU'.4 nittl
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- Des Blutes Stimme. Roms hon FrlK Eckartftein. lFortseuna.l Prüfungen. Ein volles Jahr verging, aber mit den Früchten des nahenden Herbstes war auch den beiden Ehepaaren eine süße Hoffnung erettt: neues innaes Glück sollte bald Wirklichkeit und Leben werden. Im Parterre, wo Gerhard mit Leilah wohnte, wob zärtliche Sorgfalt eine schutzende Hülle um das zarte Geheimniß, Helme ber trug schwer an einem verborgenen Kummer, der ihre schönen blauen Augen trübte und langsam, aber sicher ihre Ge sundheit untergrub. Ach, alle selbstlose Liebe hatte nicht vermocht, jenes finstere Gefühl in ihres Gatten Brust zu lösen, das ihr in seinen Gründen nicht mehr so unerklärlich schien roie einst. Manch aufgefangener leidenschaftlicher Blick auf Leilah, ein spöttisches oder boshaftes Wort auf den altenJüngling Gnhard" hatten ihr kundgethan, was Franzens Haß und Zorn hervorrief, aber noch mit keinem Worte hatte er sich verrathen, daß feine Leidenschaft für Leilah dieselbe geblieben war. Es hatte der armen Helene wenig geholfen, ihm jene Liebe einzuflößen, die .kein Befehlen und kein Gehörchen kennt," die Liebe, .die vom stillen Mund zu lesen versteh,"; er hatte damals Recht gehabt, als er behauptete, seine grau müsse gehorchen, wie der Soldat dem Vorgesetzten, wie der Sklave dem Herrn.- Sie war noch immer oaS scheue bescheidene Weib, das die Fülle des Glücks, von dem so lange heimlich Geliebten wieder geliebt zu werden, nicht fassen konnte, und es dünkte ihr zuerst himmlisches Glück, seinen Wünschen willenlos zu gehorchen. Nur kurze Zeit dauerte indeß diese säße Selbsttäuschung, sie endete mit dem zärtlichen Klang seiner Stimme! Als er nicht mehr schmeichlerisch, fondern kurz und peremptorisch befahl,da wurde die' Binde von ihren Augen gelöst. Das war an jenem Tage, als Ger hard mit semer jungen Frau unerwartet heimkehrte! Helene wußts' plötzlich, wenn sie auch nicht die Ursachen ahnte, daß er sie nie geliebt hatte, daß er damals im vollen Ernst um Leilah geworben. Des balb sein verstörtes Aussehen bei ber Rückkehr in den Salon! Aber er hatte ihr ja schon vorher, wenn auch nicht mit Worten gestanden, daß er sie, die blonde Madonna, liebe. Zwischen Glauben an ihn und Ze!fel schwankte ihr krankes Her; seine Seele in ihrer ganzen Schlechtigkeit zu erkenne, war ihrem reinen Herzen un möglich. Franz wurde noch einmal freundlich nd rücksichtsvoll für seine Frau, als die schwere Zeit der Erfüllung nahte. Helene wußte jetzt, daß ihr hohes herrliches Glück unwiderbringlich verloren war. Als sie aber das neugeborene kleine Bubchen im Arme hielt, da war sie sich bewußt, daß ein ebenso himmlisches Glück jhr durch den Besitz ihres Kindes vorbegalten war ; wenn ihre Franenliebe gejchwächt war, so wuchs stündlich ihre Mutterliebe. Sie wurde nicht müde, das kleine Geschöpf zu betrachten und wie ein liebliches Wunder zu entrathseln. Skeh nur", sagte sie zu ihrer treuen Leilah, die, eigenem Mutterglück entgegensehend, nur wenige Minuten bei ihr weilen durfte. sagen die Menschen immer, alle neugeborenen Kinder sähen einander ahnlich. Ich bin überzeugt, daß ich mein geliebtes kleines Wesen unter tausend anderen herauskennen würde, und Dir wird es gewiK ebenso ergehen". Leilah lächelte. Sie vermochte in der That keine Merkmale zu finden, an welchen man das kleine Bübchen herauskennen wurde, doch glaubte sie gern, daß die Augen einer Mutter schärfer zu sehen vermögen. Zwei Tage spater hätte sie sich selbst davon überzeugen können, wenn nicht heftiges gieber ihre schonen Augen umfchleiert Halle. Gerhard aber hielt in namenlosem Glück seinen eben zum Leben erwachten Sohn im Arme und dankte Gott in stummem Gebet, daß er ihm den Stab und die Stütze seines Alters beschieden hatte. .Franz, Helene, wünscht mir Glück, einen prächtigen Jungen hat mir Gott gegeben!" rief er schon unter der Thür ihnen zu und schloß Helenens kleine, blasse Hand in die (einigen. Er selbst brachte ihnen ins Krankenzimmer hinauf die Botschaft. .Und wie geht s Leilah?" fragte besorgt Helene. Seine Augen umflorten sich. . .Nicht gut, der Arzt ist nicht ohne Besorgniß um sie." Helene stöhnte schmerzcequält. lind ich unfähig, zu ihr zu eilen, sie zu pflegen." Tröste dich, Helene, Mutter ist an ihrer Seite und steht ihr mit Rath und Thet ihrer Erfahrung bei." Franz sagte es, und es ward ihm schwer, den bittern Haß zu verbergen, den die Nachricht von diesem neuen Ankömmt llng ihm erregte. Leilah in Gesahr! Vielleicht sterbend ? D?e alte Leidenschaft wollte ,n ihm aufwollen, er rang sie-nieder. Wenn sie stürbe, was würde er gewinnen? Nichts, nichts, nichts ihr Erbe würde sie überleben ! Wenn es noch ein Mädchen gewesen wäre, dann hatte man seinen Sohn schoi; in der Wiege ihr zum künstigen Gatten bestimmen können aber so! Ein Sohn, ein Erbe, ein Nachsolger der Firma Gerhard Ullrich l Franz trug die Strafe sür sein frevelHaftes Horchen in semer unbefriedigten Neugierde. Er konnte doch unmöglick seinem Bruder gestehen, daß er ihn und Leilah an .'jenem Verlobungsabend belttschk hatte, und doch brannte er vor nenlvser Begierde, zu erfahren, weShalb Gerhard ss schnell seinen Sinn geändert habe, und warum der Entschluß, ihn zum Compagnon zu erheben, unausgeführt blieb. .Ich gehe mit Dir hinunter, Gerhard, ich muß selbst sehen, roie es unserer LeiIah geht, und das kleine Kronprinzchen begrüßen," .sagte Franz,Anter der MaSke der' Herzlichkeit 'seinen Aerger verber gend. jGechard mußte noch erst HelenenS PSoldkind ansehen..oh.enickt.lÄYNvie1
tzüblch'er gewörden'Väre;' er'küßte Helenen, in der er LeilahS treue Freundin und Franzens Gattin liebte und verehrte, herzlich die bleiche .Wauge, dann zog er Arm in Arm mit seinem Bruder" zu seiner kranken Blume. Leilah lag in regungsloser, Apathie, der Arzt wollte sie nicht gestört wissen. Franz stierte in Schmerz und Qual auf ihre engelhafte Schönheit, die durch die plastische Ruhe zur höchsten Vollendung kam. Die großen Märchenaugen weit geöffnet, sah sie ins unbegrenzte Leere, der rothe Mund, der purpurn im Fieber erglühte, ließ die kleinen weißen Zähne hindurchschimmern, das reich gestickte weiße Battistgewand lieg die schlanken Linien ihres lieblichen Halses frei, der von den schwarzen Ringellocken voll eingerahmt wurde. Aber Leilah's Bübchen, daS Frau Svbille nun in seinem Bettchen präsentirte! .Ein netter Kerl, sieht gerade aus wie unser Junge", meinte Franz und tippte mit der Fingerspitze auf daS kleine Grei-sengesicht-in der Windel, .Helene beHaupte zwar, ihr Baby sei ein Unikum, aber ich behaupte, wenn mir zur Stunde die beiden Bübchen jemand vertauschteich würde sie nicht auseinander erkennen." .Was ist Dir, Mutter?" fragte besorgt Gerhard und legte seinen Arm um sie. Fast brüsk schob sie ihn zurück.
Mutter hat sich in den letzten Tagen zu sehr angestrengt", warf Franz"rasch ein dieselbe Verstörtheit, die aus ihren Zü gen schien, hatte ihn ergriffen. Er athmete mühsam, dann zeigte er auf das leuchtende Sonncngold in den Park hinaus, .Ich glaube, Mutter, eine kleine Spazierfahrt wird Dir außerordentlich gut thun." .Du hast Recht, Franz, ich will sofort das Ausspannen befehlen, Mutter ist zu sehr überbürdet worden. In drei Tagen zwei Enkelsöhne nicht wahr, Großmütterchen, die werden nicht wenig Lärm ins Haus bringen." Gerhard klopfte ihr lächelnd die Wange, nicht einen Moment dachte sein Herz an die eigene Jugendzeit zurück, wo auch zwei Buben im Hause waren ; wahrlich, sie war ihm stets eine böse Stiefmutter wefen, aber er hatte alles, alles verAeffen, den Druck der Armuth, die arbettS schweren Lasten der halbreifen Jugend. Das war längst abgethan wie ein böser Traum, er vergalt BSseö mit Gutem und Gott hatte ihn so reich, so reich gesegnet. Ansehen- und Reichthum, einen lieben Bruder, eine treue Mutter, ein himmlischeS, liebendes, schönes Weib und nun, den Schlußstein allen Glückes, einen drallen herzigen Buben hatte er ihm ggeben. Thränen drangen ihm auS Dank gegen Gott in die Augen, dann kroch banae Furcht wieder in seine Seele, und er forschte ängstlich: .Glaubst Du, Mutter, daß eine ernstliche Gesahr für Leilah Vorhanden ist?" Frau Sybille sah noch immer erdfahl, mit demselben verstörten Blick in Franzens Augen, die wie magnetisch gebannt an ihr hingen. .Nein, ich glaube nicht," murmelte sie endlich, sich beherrschend. .Leilah ist nur noch sehr schwach und bedarf großer Ruhe, dann wird sie sich rasch erholen." Dasselbe sagte der Arzt, der nun zu ihnen trat. Gerhard beruhigte sich und kam auf die Spaziersahrt zurück. .Ich werde Mutter selbst ein Stundchen aus fahren", sagte Franz und legte einen Shaml um ihre Schultern .eö muß beute ja doch alles kopfüber in derFadrik sein ich höre. Du haft ihnen ganze Fässer Bler geschickt, damit sie die Geburt Deines Thronfolgers gehörig be: gießen!" Seines Sohnes Geburt var natürlich als ein einfaches Ereigniß vorübergegangut. Gerhard lächelte: .Die guten Leub. !atten Abgeordnete vor den Park ge chickt, damit sie nicht einen Moment zu spät die frohe Nachricht erhielten, daß mir ein Thronfolger geboren sei, ich weiß, eS bedürfte nicht erst des gespendeten Bieres, um ihre Freude zu erhöhen, ich war eS ihnen übrigens noch für Dei, cn Erbprinzen schuldig, mein lieber Zunge" Sie schüttelten sich die Hände, und Franz führte langsam seine Mutter die Bestibültreppe hinab. t Seltsam, so seji ihre Blicke vorhin in einander geruht, so ängstlich vermieden sie jetzt sich anzusehen. Das kleine Ponnvgespsnn hielt bereits vor der Thür, der Grom stand dabei. Franz hob seine Mutter hinein, dann nahm er dem Reitknecht die Zügel aus der Hand und wies mit dem Stiel der Peitsche in die Fabrik hinüber, woher das Getöse von Lachen und Sprechen klang. James, Du kannst mitfeiern da drüben, ich werde selbst fahren. Sei in einer Stunde zurück, nm die Ponnies abzuwarten diese Stunde aber schenke ich Dir zum Vergnügen." James zog den Hut und dankte, indem er giinftnd seine langen, englischen Zähne entblößte. Der Wagen rollte über den Kies zum Parkgitter hinaus. Mutter und' Sohn waren , allein. Die Abendsonne lachte über die leicht angebräunten, herbstlichen Wald- und Feldbilder ein himmlischer Friede lag über GotteS schöne Natur gebreitet. Ein müder, bungriaer Wanderer, der, um Arbeit in UllrichShauseu zu suchen, bestaubt die Chaussee herunter kam, sah mit Bewunderung, in der sich ein gewisser Wunsch regte, , theilzunehwen, auf daS schöne, landwirthschastliche Bild und seine Staffage. .Die Haben's gut. murmelte der arme Kerl, .da geht'S besser als zu Fuß, die Glücklichen. Er sah nur eine alte Frau mit ehr-, würdigen, weißen Haaren, einen schönen Mann, der fest nnd stolz- die Zügel führte aber in die, Herzin dieser beiden konnte er nicht sehe, dahin fiel kein Strahl von Gottes Sonne. dort war Nacht, finstere Nacht der Bosheit! und des Neides, hie Freundinnen, die Förderinnen jedes Verbrechens. Weitere - zwei Tage vergingen. In Leilah'S Befinden war weder eine Aenderung zum Guten noch zum- Schlimmen eingetreten. Apathischem Schwäche-, hielt sie darnieder. Der Arzt schüttelte beunruhigt den Kopf und sprach von einer Transfusion des Blutes. Gerhard hatte nach Berlin telearavhirt und den berühmten Professor m . um seine lcbleuniae
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Herkunft'gebeten.'VierundzwanzigStun den später subr der Wagen nach dem Bahnhofe, und Franz selber holte den Prosessor ab. Es war (in diesem Wechsel) von Tag zu Tag auch in dem Befinden der anderen jungen Frau ein so plötzlicher Umschwung eingetreten, daß der Arzt statt einer Schwerkranken deren zwei vorsand. Helene raste in wilden Fieberphantasien. Unaushörlich schrie fie nach ihrem Kinde, das doch neben ihr in der zierlichen Korbwiege sanft schlafend ruhte. Als der Ant ihrdaS dralle Bübchen hinreichte, um sie zu beruhigen, wehrte fie es ab : Mein Kind will ich, mein Kind, das ist nicht mein Kind", jammerte sie, und der helle Wahnsinn leuchtete ihr aus den Augen. Franz war betrübt und verlegen . zugleich, der Arzt drückte ihm tröstend die Hand: .Ein heftiges Fieber, wie es zuweilen im Wochenbett heftig auftritt. Der ParonsmS .ird sich legen und mit ihm der Wahn, der sich in dem Jrrtbum mit dem Kinde kund thut." Und bei Leilah war feine Zuversicht noch größer. Der heftige Blutverlust konnte durch eine Trans' fusion gesunsen Menschenblutes gedecktwerden. Wer wollte, wer konnte es missen ? Franz, der mit einem Angstgefühl die letzten Stunden durchlebt hatte, fühlte sich berufen, daS Opfer zu bringen.' Es war eine merkwürdige Veränderung mit ihm vorgegangen ; er trug den braunen Lockenkopf nicht mehr so hoch und stolz, sein kaltes Herz zuckte zusammen, wenn er den wahnsinnigen Schmerz und Jammer in feines jungen Weibes gramzerrissenen Geficht sah. Er konnte neben Leilahs Bett sitzend, deren kleinen Knaben im Arme halten und die kleine zarte Stirn mit heißem Kuß hedeckey einmal, als Helenens Schreie zu ihm herunterdrangen, wollte er, das Kind im Arm, zu ihr hinaufeilen. Frau Svbylle Nahm es ihm ab und bettete es in seine Wiege zurück erließ eö geschehen, aber sein Weib suchte ex zu dieser Stunde nicht auf. Poch sein Blut gab er willig für neue Lebenskraft des einst so heißgeliebten Weibes her. Die Operation gelang über asses tzrwarten günstig, schon nach einigen Tagen war Leilah außer aller Gefahr. Helene aber, die sanfte, stille Helene, war unrettbar dem Irrsinn verfallen. - Es war Herbst, ein sonniger, warmer. Nachmittag, als Leilah zum ersten Male ihren geliebten Park betrat. Man hatte ihr den betrübenden Zustand Helenens verschwiegen. Franz hatte sein feisteskrankes Weib in die berühmte Pnoatn stalt des rheinischen Arztes Vrauensels gebracht. DaS Kind war unter Zuziehung einer Amme der Obhut seiner Großmutter anvertraut geblieben. Es war ein stilles, sanftes Bübchen mit großen braunen Augen und dunklen Haarringeln; eS konnte stundenlang die kleinen Fauste an den Mund drücken und still vor sich hindämmern, wahrend Leilah's .Kronprinzchen" das Leben und die Benogung selbst war und durch seine ewige Ursache alles in Athem hielt. Man hatte einen singirten Grund sür HelenenS Abreise ohne Lebewohl gefunden, aber Leilah errieth mit dem Instinkte der Liebe, deß es ein schmerzlicher sei. Auch die kummervollen Blicke von Helenens Mutter, die fast alle Tage aus einen kur? ,en Besuch berauskam, bestätigten ihre Ahnung, und als an diesem sonnigen Herbsttag ihr Schwager allein in der Veranda erschien.- da war es unmögr lich, länger die Wahrheit zu Verschweiß aen. .Franz, sage mir die Wahrheit, wa5 ist mir Helene?" Dieser warf einen scheuen Blick auf das kleine Bündel Battist und Spitzen, welches fie im Arm hatte, und die rosigen kleinen Hände, die lebhast fich krallten uud ballten er athmete schwer, ehe er erwiderte. .ES wird vorübergehen, gewiß, liebe Schwägerin, Doktor Brauensels versicherte, daß solche Geistesstörungen ebenso hausig wie vorübergehend find." Geistesstörungen?" Leilah vermochte es nicht zu fassen. Sie dachte an die rasenden tobenden Derwische ihrer Heimath, die, in heiligem Wahnsinn der Unmenschlichkeit erunstaltet, das Mitleid und Entsetzen der Jugend herausforderten. Ihre Helene, ihre klare stille Helene eine Wahnsinniae? Fortsetzung folgt.) Aus dem Leben von Char: leS DlckenS erzählt seine Tochter in einem englischen Journal eine Reihe xeizender und bezeichnender Züge. Sein Haus in Chatam nahm sein-ganzes Interesse in Anspruch.. indem er Nicht aufhörte, es zu verschönern und zu vergrößern. Bald war es ein unterirdischer Weg, den der Dichter zur Verbindung seiner Gärten graben ließ, bald ein Neubau oder die neue Ausschmückung eines Salons. Der Dichter hätte eine besondere Vorliebe für die grüne Farbe, für Spiegel und rothes Geranium. Als er einjt seinen Speise? saal gänzlich mit Spiegelscheiben hatte decoriren lassen, ftazte e? seine kleine Tochter mit selbstznsr:edeuer Miene, wie sie mit der Aenderung zufrieden sei. Papa," antwortete das Kind, ich glaube, wenn Du wirst ein Engel 'geworden sein, wirst Du Flügel von Glas und eine Krone von Geranium tragen." Mit den zahlreichen grünen Rasenplätzen seines- Gartens HZeUen Fensterladen, Thüren, Gitter seines Hauses gleiche Farbe. Dickens war ein geborener Arzt ; in dem Krankenzimmer war er unschätzdar; stets fröhlich, ruhig und sorgsam,, putzte er den Kranken durch diesen MagetiSmuS seiner Rede zu beruhigen und zu stärken. Eine Eigmthümlichkeit des Dichters war, daß-er sich nur schwer entschließen konnte, beim Abschied einem Freunde Lebewohl zu sagen; er glaubte,' daß dieses Wyrt für jenen Unglück herbeiführe. N n e r s u ! l d a r e Zum nthung. A.: W-nn Sie mit Jhrem Gehalt nicht auskommen, da an sollteu Sie sich eben doch'n bischen nach der Decke strecken! B.: Jeht nicht mehr! die wandelte jestern ooch ins Pfandhaus! Von den am Rhein eingezogenen Reservisten werden Uniformen für den Lendsturm zur Probe 'getragen, lose übende 'Kittel von dunkelblauem Stoff, die durch die Säbelkoppel auf den ! Dusten zusammeneyalten werden.
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Mn Mittel egen die holera. t Die Nachrichten aus Spanien lassen öle nachfolgenden, von einem Fachmanne zugehenden Mittheilungen als sehr zeitgemäß erscheinen: Die Forschungen der jüngeren Zeit haben zu der Ueberzeugung geführt, daß die Cholera keine Allgemeinerkrankung ist, die im Blnte steckt, sondern eine Art von Darmfäulniß, wobei entweder giftige Substanzen gebildet werden oder nicht. Im letzteren Fall entsteht die gutartig verlaufende Lnolera nostras, im ersteren die gesährliche asiatische Cholera. Der Keim Kom-MbacilluS--welcher bei den letzteren die giftige Substanzen Torine erzeugt, wird zwar, sobald er in den luftabgeschlossenen Darm kommt, widerstandsloser, schwacher, als er, sonst außerhalb des Organismus, wo Luft zutreten kann, ist. Aber diese Thatsache war sür die Cholerabehandlung lange Zeit werthlos, weil im Darme und im Darmsaste keine, b ziehungsweise viel zu unbedeutende Säuregrade vorhanden sind, als daß durch sie der Keim vernichtet werden könnte. Es würde sich also sür die Be-, Handlung der Cholera darum handeln, in den Darm vom Magen aus kräftige Säuren einzusühren, welche die Bacillen todten und den Fäulnißprozeß unterbrechen. Aber wie soll man das machen? Einerseits zersetzen sich genossene Säuren bereits im Magen und anderseits sinh manche davon äußerst giftige Verbindungen, welche wohl äußerlich eine vielsättige Anwendung erfahren, innerlich genommen aber in wirksamen Quanti taten nicht zu verwenden sind. Wer kennt nicht die Karbolsäure mit ihren großartigen antiseptischen Tugenden einerseits und ihrer Giftigkeit im Falle innerer Verabreichung anderseits? Sie wäre gewiß das richtige Medicament, welches den Choleradacillen das Leben im Darme sehr schwer machen könnte. Wie soll man sie aber unzersetzt und ohne Lehensgefahr in den Darm des Eholerakranken dringen? Diese Frage ist heute gelöst. In unseren Tagen hat sich die W!edicin eines der Chemie schon bekannten Stosses bemschligt, dessen pharmakologische Prüfung eine geradezu wunderbarek.hatsache an den Tag brachte. Dieser Stoff ist das Salol oder, mit dem längeren chemischen Namen, der Salicvlsäurkphenyläther. Es wird aus der Salicylsäure und' Karbolsäure fabriksmaßig als weißes, fast geschmackloses, aber schwach a omatisck riechendes Pulver hirgestcllt und löst sich leicht in Mcohol und Aether, schwer- in Wasser. An dieser Substanz nun hat man die Entdeckung gemacht, daß sie, in den Magen aufgenommen, diesen unzersetzt passirt und erst im Darme in ihre Bestandtheile, in Salicyl- und Karbolsäure, zufällt. Beide Säuren sind bekanntlich in hohem Grade antiseptisch, und es läßt sich leicht denken, daß ihnen alS Vernich, tern der Eholerafäulnißkeime kaum, etwas sonst gleichkommt. In der That wird das Mittel in Indien, dem Mutterlande der Krankheit, bereits angewendet und soll sich nach den Berichten indischer Aerzte glänzend bewähren. Hoffentlich bewähren sich auch diese Berichte; dann stünde die medicinische Wissenschaft vor einem itrer größten Triumphe. Das Mitte! izt leicht zu nehmen und hat nur bei übertriebenem Ger.usse die der Salicylsäure eigenthümlichen Nebenerscheinungen starke Transspiration und Ohrensausen zur Folge. Mäßige Ga? den in diesem Falle 3 bis 4 Gramm im.Tage lassen sich ohne Schaden nehmen, wobei selbstverständlich manche Individucn noch mehr, manche etwas weniger vertragen. Deutsche und französische Ssl. daten. . Daß ein deutscher Infanterist gegenwartig so viel werth ist, wie drei franzö sische, beweist ein militärischer Mitarbeiter der nationalliberalen .Hamburger Nachrichten", indem er im Anschluß an Artikel der französischen Presse im einzeknen ausführt, daß verdeutsche Infanterist im Felde thatsächlich 195 immer ausreichende Patrsnen bei sich führt, der sranzssijche nur 6 1. Die 43 Patronen, welche außerdem der Franzose im Tornisier bei sich führt, können im Gefecht Nicht erst herausgenommen werden. Das Uebergewicht ist nicht allein die Folge der besseren Tragweise der Patronen auf Seiten der Deutschen, sondern auch ihres neuktz weit leichteren Gewehres. Das Gewehr AI. 88 wiegt 3,3 Kilogr., 160 Patronen wiegen 5,03 Kilogramm, im Ganzen 8,83 Kilogr. ; das französische Gewehr Ltt wiegt dagegen 4,78 Kilogr., die 112 Patronen wiegen 3,292 Kilogramm. im Ganzen 8,072 Kilogr. In fast gleicher Belastung trägt also der deutsche Infanterist 38 Patronen mehr, und. das Verhältniß verschiebt sich noch weit mehr zu Ungunsten der Franzosen, wenn man die beiderseitig in den Munitionswagen befindlichen Patronen in Ansatz bringt, indem dann auf den deutschen Infanteristen 223 Patronen kommcn gegen 111 beim französischen. Dald schuldenfrei. Um das Jahr 1900 werden die Ver. Staaten keine Schulden mehr haben, wenn nämlich nach derselben Rate, wie seither, abgezahlt und nicht wieder neue Schulden gemacht werden. Die Gesammtschulden der Ver. Staaten sind auf 983,H5,512, zurückgegangen. Bringt man davon in Abrechnung die SS4,i!23,öt 2, welche die Pacisic-Vahnen schulden, von denen man ein Recht hat, zu erwürten, daß sie ihre Schulden selber bezahlen werden ; ferner dir $25,002,008 Scheidemünze, welche im Schatzamt als uudisponirbare Aktiva behandelt werden lind $9, 765, 383 aufgelaufene Zinsen, so beläuft die gesammte Nationalschuld sich aus, nicht mehr als auf $300,784,371. Am 31. August 1865 stand die Nationalschuld am höchsten, als sie $2,756, 431,571 betrug. Also in einem Zeiträum von nicht ganz 25 Jahren bat sich die öffentliche Schuld um 1866 Millionen Dollars vermindert. Die zinstragcnde Schuld belauft sich auf 1725,313, U0 gegen 52,381.530. 2 4 in 1865. Während des verstoßenen Jahres hat (Ich dj? össkntlk'che Schuld um 6 j-Millionen D'Uurs eermindeu,
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