Indiana Tribüne, Volume 13, Number 294, Indianapolis, Marion County, 12 July 1890 — Page 3
Ai1(tiPv . 7r wOKW -V werden HssicU Vi7 ' ' rrekeilt MWN " j.Mw:'A,iiJfgy durch tL Sf Jakobs ÜeL 30 Jahre getttten. Hr. D. SS. Reanck, Consti?!ine,Miö..i ricbtet, daß er kreiß ig Jabre an Schmerzen in KüScz gelitten habe und ditweilen für WsScn gkjwZNZeAvax lii Ekltiu huie. Er sebrauckke St. te nur (at Stande mir jettJ?eise LmderuNg zu rcrschassez. Ich t brauckte rr 4 Zabre St. ZakodS Oel und wurde döllcrnd gebeiU. Sam'l B.Sh!plsr. Vgon, Ind. ,et Jahre ,Mcherzen i ttt Gettk. August. 1383. Zwei Fahre litt ich au heftigen Schmerzeu in der edtt. Nichts irachte Linderen dls ,ch einen Versuch mit St. ZakobK Oel machte, welches mich dauernd heilte. P. Lern mon, P. M., Nay wsod, Kss. Del und wurde d ernd geZeilt. I Bfeli Jahre g.l! : 13. Juri, 1SS3. Zch Utt 22 Jahre sn SchANzm im Ksxfe, die i Zahre 1852 durch einen Sonnen ßiche?ss!sßtwmdm. Ich war häustz Keisunzea da Bttt zu üxt und waren Aerj" VrciZ 59 ftntt; lu allen pithrkm z filtt TH CHARLES A. V0SELER CO.. BtRlrnort, M& Dr. Auzust Aönlg's O 0 isl tln ganz VorzZlgNcheZt Heilmittel gegen tZkschwüre. SchnUtwsnökU, Orflni vnK Vr2Z tosades. Freßbnlke, Hühnerauge. etc. 23 Tt. das Vs5et. In atm Srinjefta zu haben. TM CHARLES A. VOCELER CO.. Balämor. Md. I A Schwache Manner, ksSiSttboUe5?nneikrastundElaMtztbe Seistel ttltter ga erlangen wünsche, seUteu nicht erumen, cen ..JugenosreunV" zu Jen. TaS mit Diesen jkrankes?nanch!k erläuterte, reichlich cralqeft&ttete Werk gibt Vufjchlu aber ei neues Heilersahren, wodurch Tausende innerbalb kür. trfttr Hrit ahnt BSnif Ar' kirn RtlIiAlli ? r " " j - -l-j. r -V. ffH.,..M. trankhei, und den folgen der Jugend, künde ollSZndt wiederbnaeellt wurden. Stil. erfahre ebenso einfach all billig. Jeder neigen ant. Schickt Mfient in Gfarncl undNdr bekommt w eng eregeu NN Trane xozezcht S VN G,Vrioat KttniK nd ipensr,23 West IU Str., e gork, . F. Zl :''::: 8."' f Iss sek 0 KZ 4f I f Kauft Tickets via die li3W1YtUE.MWAl8ÄYgCH!CA0T" nach Chicago und dem NoLdwesten. Abfahrt von JndiänpaoU : 11 SWm.... ..Ankunft ia Chicago b IvNm 1S40V ..... 0 w 7LSV ö IbNm v m Monss S 05Vm Dbfahltdo Chicago : 9 0558m. ... ..Anluoft in Jndpl 0Nm s SSNm . . 8 4535m MononV.... 10 4015m Frachtzng No. 48 derlSßt Alabarnastr. Vard um 7 OS Am. Ticket.Office : No. 2S Sud Illinois Str. I. D. L?I!'vp'1, Diftkickt PaffHgler Lgent. 'iMiMiöiis! Hdlli fiii hl 5tftif oft Irs in inr IA tssojta in dnlassm beabftchttgeV, geh Sie tut Oüafl VSU.Offt. 66 pf jisgtf u KtraS Zxdiauspoltk, tat nzraze tu yazrPnle nzo saHkre theLsngrs. vesondne ?nfn?fäa?ett iz QanbiQänUxu sd OWig?NT6D ga?dt. 5!L-dfäh7t.Mct5 sch allm Plätze nr Wchni und Nordvchm k Oit bitttUÜ M RöH FOHT WAYN3S, TOLEDO DETßOH t Alea KMHu VtZdt C tVz zzZZSf CiiiP'OCic3j2cn, tz,dnZässizn sfchln nsd dsllKZsdize Sicher, Deu aq r re aroßs Wsbssh GsSu d!e PsZZagiBahA m UmniZs t w: 3?. woct VtSrMy2?sgZ. end Land.Szeit a.tt iiti ant. SI O 1 1 1 vsl VSet.sn2gtt. f . 1 1 rnll 1 1. vVäf es) TiSü-Äzl St. ADOLPH JB'BEY, (Old rreedoct wd Blgbt.) iVessentttcher k?otar, Cortf pondent n. Uebrs,tzsr. No. 1SS Mizabeth Str., iCtlZi CIti, nirlltch Hart) Cti,
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Blutes Stimme. Roman von Fri S ckar tfietn. (Fortstsuns.i Mant ' fad lanae nachvenMch in das reizende Gesicht des Mädchens. .Ja enigen Jakren wird Leilah eine roun, derschöne Schönheit s'insaqtt er sich in vorausahnender Gewißheit. Gerhard ist dann ein alter Mann, er zählt jetzt schon drelundvierzig ich aber, ich werde dann kaum dreißig Jahre alt sein, und dieses schöne Kind wird eS zu wärdigen wissrn, was es heißt, die Frau eines Franz Ullrich zu werden." Er war aber trotz aller Lebhaftigkeit i nicht der Mann, jemals ein Wort über seine Absichten zu verrathen; nur als, eine Erzieherin ms Haus kam, die das fremde Kind leiten und belehren sollte, l und Frau Sybille in rrüthenden Klagen über diese .fremden Weibsbilder" "eqen ihn ausbrach, sagte er, ironisch Iä.,.,nd: .Vu mutzt es doch ertragen, Mutter. I Dein Sohn kann doch unmöglich einst eine Halbwilde heirathen." $xau Wybllle schne auf, wle von der Tarantel gestochen. .Gerhard, hnrathen?" Franz lachte laut auf. .Nannte ich Gerbard V .Äch so," sagte sie mit tiefem Athemzug, .aber mein schöner Franz, du brauchst doch nicht an solch' von der Straße aufgelesenes Ding zu denken, jede Dame in der Residenz wird dir ihre Thüre öfsnen, wenn du anklopfst. .Wohl möglich, Mutter, aber keine Deiner vornehmen Stadtdamen wird nur annähernd die Schönheit dieses .von der Gasse ausgelesenen Dinges" erreichen außerdem" Eine teuflische Schadenfreude zuckte auf feinem Gesichte, er dachte an Gerhards Gefühle für daZ Kind da war ihm die Erbschaft dop pelt gesichert. Frau Sybille fragte nichts mehr, sie beklagte sich auch nicht mehr über die .fremden Weibsbilder", nein, sie begann in ihrer Art freundlich für das Kind zu sorgen und mit ihm zu reden. Bei Leilah aber war das vergebene Liebesmühe. Sie verstand noch wenig vsn der neuen Sprache, be! ihr mußte der Ton den Sinn ersetzen, und Frau SybiUenS scharfer, schneidiger Sopran flößte dem sensitiven Madchen fast Abscheu ein. Später sagte sie, eS habe immer geklungen, .wie Elfen auf Glas". ' An ihre neue Erzieherin aber schloß sich Leilah mit inniger Zärtlichkeit an. Fräulein Winter war ein noch junges Mädchen, ernst von Gemüthe, aber gü tig unv milde wie die Madonna, der sie mtt ihrem blonden Haar und Himmelblauen Augen zu vergleichen war. Von ihrem Munde lernte Leilah die Worte errathen und verstehen, nach kaum einem Jahre sprach das Kind schon in den schweren Lauten der deutschen Sprache unv die harten Worte klangen aus ihrem Munde wie ein fremdartiger Zauberklang. In der Residenz der Provinz, wenn man die kleine Mittelstadt eine Residenz nennen dars, kannte man die Pffegetochter des .allen Ullrich", und doch wurde man nie müde, sich zu sreuen, wenn daö kleine Ponnygefäyrt mit dem schönen Mädchen und der blonden Erzieherin durch die Straßen rollte. Leilah liebte, wie alle Orientalinnen, den Putz und Schmuck, sie flog gern von Laden zu La den, um bunten Tand zu erhandeln, und nur die Einsprache ihrer .Schwester Helene", wie sie Fräulein Winter liebkosend nannte, konme manchen thörichten Kauf verhindern. Dann aber war es sier. daß der Herr Franz wie zufällig dem Kinve daö begehrte Tandflück brachte und Leilah, die mit schwesterlicher Freundschaft an ihrem .Herrn Bruder hing, nahm freundlich die Gabe aus. Sie blieb überHaupt ein harmloses, kindliches Geschöpf, obgleich schon nach viel kürzerer Zeit, als man je vermuthete, aus der knofpenhaften Blüthe eine voll erschlossene Rose geworden war. Eine orientalische Blume im deutschen Eichenwald! Kaum drei Tage waren feit jener Ueberführung nach Europa vergangen, und schon hatten sich Franzen's VorAussetzungen aus das Glänzendste bewährt. Leilah war eine Schönheit geworden, wie nur Maler und Poeten sie zu erträumen vermögen. Das kaum fünfzehnjahnge Maochen trug den ganzen Zauber orientalischer Märchenvracht in sich, verbunden mit der Innigkeit und Keusch heit eines deutschen Mädchens. Es war Helene Winters Verdienst, ihrer Erziehung solche germanische Wendung gegeden u Kaben. Leilah war feine unserer modernen .höheren" Tochter, sie wußte weder etwas von Physik noch Chemie, von Botanik noch Geometrie, aber sie kannte ein Märchen über jede Blume, ein Lied auf das Heer der Sterne, ein Gebet über die Wunder der Natur. Sie konnte die schwere Tastatur des Klaviers nie meistern, aber ihre zarten Finger fanden von selbst Harmonien und Melodien auf der. kleinen Guitarre, die der gütige Herr auS dem Orient zur Erinnerung mitgebracht hatte. Nie zwängte sie ihre schlanke Gestalt in die einengende Panzerrüstung unserer Herrscherin Mode ; sie trug ihre leichten, luftigen Gewänder wie ern Elfenkind, ihr leichtbeflügelter Fuß berührte kaum dle spitzen des Grabes. Wie eine Heilige wurde der Liebling des .Vat?r Ullrich" vön seinen Untergebenen geehrt. Einer aber sah in ihr nur ein irdisches Weib, das war Franz, der in ihre blendende Schönheit verliebt, wie ein Schüler war. Ein Blick ihrer großen schmachtenden Augen konnte ihn zum willenlosen Sklaven machen, und überzeugt, daß es nur an feinem Entfchlusse läge, sie zum Weibe zu gewinnen, suchte er eines Abends nach beendeten Geschäften seinen Herrn und Bruder auf, um ihn um die Hand seiner Pflegetochter zu bitten. Gerhard Ullrich brauchte den Rath, hen ihm einst die deutsche Frau in Kairs gegeben, nicht zu bereuen. In seinem Hause glänzte der Sonnenschein von Leilah's Lächeln, seinem Herzen war sie die zärtliche Tochter geworden nur eine ffßittt?
Das fragte er sich immerwahrend.indeß
sein jüngerer Bruder ihm von seiner leidenschaftlichen Liebe für daö schöne Mädchen sprach. Liebte er sie wirklich nur wie eine Tochter? Weshalb denn dieser heftige Schmerz, der wie eine Marter sein Herz zerriß, als ein Anderer sie ' zum Weibe begehrte? Er rang -vergebens nach Worten, ein Herz schrie zu laut nach seinem Recht. Nach welchem Recht? Er wußte es plötzlich, er selbst, der alte Mann, liebte das kaum zum Weibe erblühte Kind. Seine Jugendjahre waren in rastlosem Streben, in schwerer Arbeit vergangen, dawar nicht Raum und Zeit für ein Nebeninteresse geblieben, und nun, an derSchwelle, st.? ixtv.sr.Mi.rf o.hSi ,! .! r rc..f VC VllllllMM(l0 ilU IVI lll S.IIUCI . C . 3 I t- ' I mir oem rnxnaen oeowene o panunenoe Liebe. c .Und welche Antwort gibst Du mir? Franz wurde ungeduldig. - .Leilah ist eben fünfzehn Jahre alt, noch ein Kind, ich möchte nicht so rasch 'hre harmlose Kindheit vergehen lassen - laß' ihr Zeit." .Du ,era.ißt, Gerhard, daß die Weider des OnentS mit anderen Ziffern zu berechnen sind, als unsere deutschen Madchen Leilah ist kein Kind mehr, sie ist ein Weib s laß mich bald sagen dürfen: .Mein Weib." Gerhard zuckte empor: .Ich will mit ihr sprechen heute noch ich will sie fragen, ob sie ihre Freiheit will oder den Mann ihrer Liebe, denn ich nehme an, Franz, daß Du überzeugt bist, von Leilah wiedergeliebt zu werden?" ES klang wie ein unterdrückter Angstschrei auS dieser Frage hervor, Franz verstand sie nur auf ferne Art. Er sah lächelnd in den Spiegel, der ihm seine stolze Mannesgestalt, seine ritterliche Haltung und den volllockigen Kopf zu rückstrahlte, dann meinte er mit leisem Neigen des Hauptes : .Sie erwiderte stets meine Artigkeit stets mit den freundlichsten Blicken von Liebe habt ich ihr nicht zu sprechen gewagt, ehe ich Deiner Einwilligung sicher war ich werde nie vergessen, was ich Dir als Herr und Bruder schulde." .Als Herr." Gerhards mildes Lacheln kehrte wieder. .Du thörichter Knabe, bin ich Dir ein strenger Herr?" Er zog Franz an der Hand naher und küßte ihn aus die männlich - bärtig Wange. .Geh' jetzt," bat er weich, .ich will Dir noch heute Abend LeilahS Antwort sagen." Franz ging, Gerhard saß lange in tiefem Sinnen. Ja, eS war sicher Thorheit, er, der Vater Ullrich". der waU Herr", wollte die thaufrische Rose an sein welkendes Herz nehmen! Wie ein junezer Gott hatte sein schöner Bruder vor ,hm gestanden, ja, an dessen Seite gehörte das süße Märchenkind, sie waren in ihrer Schönheit für einander bestimmt. Sie war ja nur seine Tochter, die durch Dankbarkeit an ihn gefesselt ar, jetzt sielen ihm alle die tausend kleinen Neckereien und Zärtlichkeiten ein, die zwischen Franz und Leilah vorgefallen waren. Gewiß, er wir wie mit Blindheit geschlagen gewesen, nicht zu bemerken, wie zärtlich sie mit Blicken aneinander hingen, wie bereitwillig Leilah fang, wenn Franz ihr die Guitarre reichte, wie sie zierliche Kränze auS Blumen wand, die er ihr in dem blütheduftenden Garten brach. Es wurde wunderbar, still und ruhia in ihm. .So möget Ihr glücklich werden, meine beiden Lieblinge. Ich will Euch auch ferner ein treuer Vater sein flüsterten seine Lippen, eS klang wie ein Gebet. Dem herbeicitirten Diener gebot er, Fräulein Leilah zu beauftragen,, einen Augenblick zu Herrn Gerhard' zu kommen, der im Rauchzimmer ihrer, harre. Leilah hatte eben ein Lied gesungen, welches Franz von ihr zu hören wünschte. Helene Winter saß über eine Stickarbeit gebückt, als der Diener mit seiner Mel dung eintrat. Franz lächelte still vsr sich hin. Leilah aber brach mitten in einer Erzählung ihrer heutigen Erlebnisse c.b, und eilte, dem Gebote Folge zu leisten. Als die Thür sich hinter ihr schloß, sagte Franz zu Fräulein Winter und seiner Mutter: .Sie ist eine. gehorsame Tochter, sie wird auch eine gehorsame Frau werden." Helene erröthete ein wenig und senkte ihre blauen Madonnenaugen, wie sie dies stets vor Franzens Hellem scharfen Blick zu thun pflegte. Leilah, das Kind, die poetische Fee eine gehorsame Ehefrau. .Was verstehen Sie unter Gehorsam, Herr Direktor?" fragte sie ein wenig xikirr, aber doch zu schüchtern, um ironisch zu werden. Frau Svbille erjparte ihm die Ant ort. .Gibt eS denn zweierlei Arten von Gehorsam, Fräulein Winter? Wie . rtr i c a C Sr.rt i er roeuer oem nccicr, ver v?oivai dem Vorgesetzten, ein Kind seinen Eltern, so hat die Frau dem Mann zu gehorchen, 8umm ohne Widerrede, nicht wahr, ranz?" Der Herr Director nickte ein wenig hochmüthig: .Meine Frau wenigstens", beeilte er sich zu sagen, und er maß das stille Mädchen mit feindlichen Blikken, als ob er plötzlich eine Gegnerin in ihr ahne. Helene gab den Wettkampf auf, nu. wagte sie noch leise hinzuzufügen: .In der Liebe gibt eS kein Befehlen und kein Gehorchen. Man erräth gegenseitig schon vom stummen Munde, vom Blick den Wunsch, und er ist erfüllt, ehe de? Laut ihm Gestaltung verliehen." .Ei, ei, Fraulein Winter, wo haben Sie denn so tiese Studien über die Liebe gemacht?" warf schneidend Frau Sv, bille em: öklene. über und über errS. thend, beugte sich tief auf ihre Stickerei, The sie erwiderte: .In meinem elterlichen. Hause -meine Eltern gaben mir dies herrliche Beispiel." Franz sah sie sinnend an. Welch' schönes Mädchen diese Helene war! Bl, auf den heutigen Abend hatte er daö übersehen; neben der farbenvrangenden Centifolie übersieht man ja olt dle blasse Lilie und doch,.w!e zart,, wie lieblich war diese schlanke , Lilie. Nem. waS ihm aus dem Kelch ihrer blauen Augen entgegenbltckte, das war kelne elnd fchaft, was ihre Äugen ferne Blies w meiden ließ, war kein Haß unruhig durchschritt er den Salon, am Klavier blieb er üeben.
Fräulein Winter, wollen Sie mlr ein Lied begleiten?" Sie erhob sich sofort und trat zu ihm: .Was wünschen Sie zu singen?" .Irgend ein Lied von der bösen, Herrlichen Liebe, die kein Gehorchen und kein Befehlen kennt," neckre er und weidete sich an ihrer Verlegenheit. Seine Don ' Juan-Natur trat in diesem Moment, ihm wohl selbst unbewußt, zu Tage, vielleicht auch, daß ihn der Ersolg der Stunde, den er mit passiver Sicherheit erwartete, berauschte, in demselben Augenblick, wo er um das geliebte, orientalische Märchenkind als Weib warb, schmeichelt es feiner Eitelkeit, die Neigung de
schonen, stillen, deutschen Madchens zu erlangen. ., Eine Gouvernnte, die man bezahlt hat sür ihre Dienste wozu sich diejen Epatz versagen? 1 . ' Helene, was soll ich singen Er nannte sie zum ersten Male Helene! ' ' Sie schlug das Mendelssohn-Album auf: .DaS erste beste Lied. Durch den Wald den stillen, geht holde FrührothMorgenstunde" wollen Sie?" Er beugte sich herab, fein Athem streikte ihre .Wange,, sie griff verwirrt einige Accorde,. ihre , Wangen .glühten wie im Feuer-?er lächelte in eitlem Tri-umph-morgen war Leilah s eine Braut, dann würden diese blauen Vergißmein-nicht-Augen von Thränenthau übcrfließen wie süß ist es, von einem schönen Mädchen geliebt zu werden ! Endlich das Vorspiel er fang. Seine olle Baritonstimme zwang er zu schmelzenden, halb in Klage erstickenden Tonen. Und dann wie Triumph : Also in den Winterharm ' Der die Seele mir umschlungen, Ist Dein Blick mir hold und arm, ' ' Frühlingsmächtig eingedrungen." Natürlich, er dachte nur an sich bei bem zaabermächtigen. Blick! Aber wo Leilah blieb ,es war, fast eine halbe Stunde vergangen eine . seltene Unruhe packte ihn. Noch einmal beugte er sich bis an das Ohr der armen Helene und flüsterte einen Örtlichen Dank sür ihre reizende Begleitung, dann verließ er den Salon. Fast absichtslos durchschritt erdie lange Reihe der Zimmer, die im Billardsaal endeten, hinter welchem nur noch das Rauchkabinet lag, wo jene Beiden weilten. Letzteres war vom Billardsalon nur durch eine Portiere getrennt. Franz suhlte sich unfähig, dem Drang des Härchens zu widerstehen. Leise glitt er bis an die Portiere und lauschte mit Auge und Ohr. Es war ganz ersichtlich aus der ruhigen Heiterkeit der schönen Leilah wie aus dem sorgenvollen Blick Gerhards, daß er 'noch nicht von dem ernsten Wendepunkte ihres LebenS gesprechen hatte. Einen Augenblick hatte Franz die Absicht, brüsk einzutreten und durch sein Kommen das entscheidende Wort herbeizuführen. In demselben Augenblick aber lenkte Gerhard das Gespräch auf seine Werbung er blieb gefesselt stehen.' .Du erzählst mir so viel von 'Deinen Blumen und Vögeln, Deinen Liedern und Sängen, meine liebe Leilah, hat nie ein ernster Gedanke in diesem kleinen Köpfchen Platz? Sage mir, hast Du nie daran gedacht, daß Dich eines Tages ein Mann lieben und zu seinem Weibe begehren wird?" Leilah schüttelte verwundert daS Lockenköpfchen. .Nein, nein, ich verlaß Dich nicht, Herr", flüsterte sie und drückte einen heißen Kuß auf feine Hand, .bei Dir will ich bleiben, stoß' mich nicht hinaus in die Welt, Du, Dein HauS, der jchSne Garten, das ist meine ganze Welt." Fürchte keine Trennung, mein theu reS Kind", sagte Gerhard, gerührt über ihre dankbare Anhänglichkeit, .hier.dieS Haus, dieser Park sollen Deine Heimath bleiben " Ein Jubelschrei deS Mädchens unterbrach ihn, sie wollte reden,' schloß aber fest den Mund. Franz sah mit Neid, wie sie vor ihm niederkniete und mit andächtig gefalteten Händen in feine Augen ihre glühenden Blicke senkte. (Jortstdungsolqt.) Der vrtnz u c uss. Am April 1801 wild im ganzen xk sengroßen Gebiete des britischen Welt reichs ein (snsus ausgenommen werden, wobei es. sich jedoch njcht, wie bei dem amerikanischen CensüS, um Feststellung von öieligionS- und Bevolkerungsclassen.' um Abstammung und Einwanderung, um . Geschäftsbeziehungen, Schulden, erbliche Krankheiten und körperliche Gebrechen, handeln wird, sondern schlechtweg um eine Volkszählung. Da im hritischen Reiche das amerikanische .Buhmsieber" unbekannt ist, da dort nicht gewisse Großstädte in albernster Weise rivaiisiren und nicht die tollsten Voranschlage ihrer Bevölkerung gemacht haben, so wird es sehr ruhig und sehr friedlich beim britischen Census hergehen, man wird das Resultat mit großer Seelenruhe hinnehmen und sich nicht wiewahnsinnig geierden, wenn diese oder jene Landschaft oder diese oder jene Stadt größere Fortschritte gemacht haben sollte, als die andere. Man rechnet darauf, daß die nächste Zählung feststellen wird, daß nicht weniger als 34000,000 Menschen dem britischen Weltreiche angehören, von welchen 39 Millionen aus das eizemliche Großbritannien und Jrland und 272 Millionen allein auf Indien kommen Der letzte britische Census ist im Jahre 1881 aufgenommen worden und seitdem hat sich das Reich mächtig an Gebiet vermehrt. Das obere Burmah mit seinen S Millionen Einwohnern wurde im Jahre 188S erobert und während der letzten fünf Jahre hat sich der britische Einfluß ausgedehnt über daS Bechuanaland, Britisch-Ostafrika, Britisch.Zambesia und den , Nigerdistrikt. DaS Zululand und das Nyassaland sind , seit 1881 britisch geworden, jetzt kommt noch Witu, Somali und Uganda hinzu. 'Außerdem ist die britische Machksphäre ganz gewaltig auf der Insel Aorneo 'angewachsen. Wahrscheinlich wird das britische Reich im Jahre 1891 soviel Einwohner aufzuweisen haben, als ganz Europa zusammengenommen. Jedoch das mächtige Weltreich wird kaum lange zusammengehalten werden können. In Australien und in Canada wächst der Wunsch nach UnabbänziLkül
von ayr zu Jahr und es mag rahiü kommen, daß Großbritannien im Jahre 1900 mehrere seiner wertvollsten und besten Eolonien eingebüßt haben wlrd. Tte nördliche Sonne.
Der von Teras wirklich begeisterte Schriftleiter des .Teras Vorwäns" sprecht: .Es gruselt Einem ordentlich hier, tief unren im Süden, wenn man die Berichte üoer die große Anzahl von SonnenstichFellen aus den nöidllchen Staaten und SlSöten liest. In Chicago kommen jetzt ungefähr 100 Fälle jeden Tag vor, wovon im Durchschnitt 20 tödtüch verlaufen. (Das Aufschneiden verstehen die Ternner.) Dasselbe Verhältniß herrscht in New Fork, Cmcinnati, St. Louis und allen anderen größeren Städten des Nordens und Westens. Und hier sitzen wir in dem als so heiß verschrieenen Teras, wissen und kennen nichts vom Sonnenstich und freuen uns des Lebens, allerdings bei einigen 9') Graden Hitze, aber auch einer angenehmen, kühlenden Brise, die wir aus erster Hand vom mettkai!'ch?n Meerbusen erhalten. Der Mensch schwitzt hier fortwährend bei Tage, selbst wenn er still sitzt und gar nichts thut,- aber er fühlt, dabei angenehm und die Nacht versöhnt ihn wieder mit .allem Ungemach, was er möglicherweise bei der Tagesarbeit und der $itz ertragen haben mag. Die linde, kühlende Nachtluft stärkt und kräftigt hier den Menfchen, während im Normen in jetziger Jahreszeit die Naäfr womöglich noch unangenehmer sind, als die Tage. Die Sonnenstrah' len selbst sind allerdings viel heißer als im Norden, und es w,id jetzt Niemand hier ein Hufeisen, welches von 10 Uhr Vormittags bis 2 Uhr Rächn: ittttgs den Sonnknstlahlen ausgesetzt ist. mit bloßen Handen aufheben, dennoch steigt daS Thermometer im Schatten höchst selten über 100 Grad Hitze, und selbst diese ist erträglich durch die kühlende Südost- und Süd. Brise. Wir möchten um alles in er Welt nicht mit dem nordlichen Klima tauschen. Lör zwei Jahren waren wir gelegentlich des L5. Noldamerikanischen Sänget festes Ende Juni in St'. Louis, und wir haben die Hitze dort im Schatten schwerer empfunden, fs wenn wir hier den ganzen Tag der Sonne ausgesetzt sind. Teras würde das reine Paradies sein, was das Klima anbetrifft, wenn wir ,m Frühjahr nicht die spaten Norder und Fröste, und im Juli und August etwas mehr Regen hätten." Attffchwung des Südens. Die Cenfusbcrichte über das Wachsthum einer größeren Anzahl südlicher Städte liegen jetzt vor und es ist daraus ersichtlich daß der .Buhm" des Südens, von welchem in den letzten Jahren die Rede war, wirklich und wahrhaftig eingetreten ist. Sind es doch nicht allein die neuen Eisenindustriestadte Birmingham und Chattanooga, wo der Ausjchwung besonders Heroortritt, sondern die Besserung ist auf der ganzen Linie ersichklich und läßt ein wirklich gesundes Wachsthum erkennen. Die beiden Städte Dallas und Fort Werth sind z. B. ganz riesenhaft gewachsen, ohne daß außerge wohnliche Mittel dazu beigetragen hätten. tZbenfaüs hat sich die alte so häu slg vom gelben Fieber heimgesuchte Ätadt Meuixhis mächtig herausgemacht, währerd der Aufschwung von Louisville, des Hauptmarkts des südlichen Binnenlan des. ein größerer gewesen ist, als ihn mehrere westliche Großstädte aufzuwcisen haben. Folgende Tabelle zeigt recht anschaulich die große Entwicklung des SüdenS während der letzten zehn Jahre: mi . im Prce. rÄiViae..... 123 7S8 IS .. 45 r a btS.... S3.59J "5.000 123 Sielizville . . ,3W ?Z.m 61 A iauta.... 37,41.9 65,0 100 !v5.UAah.... 41,21 41 JtaVA - ss.soa L50 Ea Ätonio.... 20,554 SaJÜ ttf Solrenon . . 22 24 35,0 0 S7 Cüattatiocga lib9J 32.0 148 (IR-t Skiftttöttit) 4ö,0)Ü Houston UMi 3ÖOO 93 HottW'-irtl, $ttm ZIW SS Bn ueb. m , ..,. äMi 787 föi t BorMdlkN).. .. 5, WO o rlusia5 ÄuS Berlin, 23.Mai.wird geschrieben: Bei dem Feste aus der Pfaueninsel, zu welchem der Kaiser Mitglieder deS Bundesraths und des Reichs? tagS eingeladen hatte, und das sich durch zwanglose Geselligkeit von anderen Hoffesten unterschied,' erneuerten ein vielgenannter freisinniger Abgeordneter und der Reichskanzler von Caprioi eine alte Bekanntschaft. Dieser Abgeordnete stand vor einigen dreißig Jahren als Einjähriger unter dem Commando deS Einjährigen-JnstructorS Lieutenant von Caprivi, und der. damalige Lieutenant und jetziger Reichskanzler erinnerte sich nicht nur des damaligen Einjährigen und jetzigen Abgeordneten, sondern auch noch dessen Kameraden. Im Laufe des Gefpräches, das diese Erinnerungen zeitigten, erwähnte der Freisinnige, daß schon damals die Einjährigen ihrem verehrten direkten Vorgesetzten eine glänzende Zukunft prohezeit hätten, wenn sie auch nicht an den Posten.eineS Reichskanzlers, der damals noch unbekannt war, gedacht hätten, und erzählte dem jetzigen Kanzler eine für den Lieutenant von Csprioi charakteristische wat)re Geschichte. EineS Tages waren die Einjährigen unter ihnen der Erjähler in einer Un, tersuchung gegen einen Feldwebel zur Zeugenvernehmung vorgeladen. Die drei, stolz auf ihre Theilnahme an der militärischen Gerichtsbarkeit, erschienen in der Kaserne und fragten den Unterossicier du jour nach der Stätte, wo der wichtige Gerichtsakt vor sich gehen sollte. .Natürlich beim Lieutenant Caprioi." Warum natürlich?" fragte einer der Freiwilligen. .Nu, der ist doch der einzige Lieutenant in der Kaferne, der auf feinem Zimmer Tinte hat." Der Reichskanzler amüsirte sich nicht wenig' über diese ebenso wahre als bezeichnende Anekdote. Unseres Wissens gilt das betreffende Kriterien des Unter, vssicierS noch heute, auch jetzt noch sollen in der .Naturgeschichte dks Lieutenants" zwei Klassen unterschieden erden, je nachdem dieselben Tinte auf der Stube baben oder nickt. Ob alle TintenBesitzer freilich deshalb auch Reichskanz ier weroen, moc?lc,: wir levocd derwelICiN.
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