Indiana Tribüne, Volume 13, Number 286, Indianapolis, Marion County, 3 July 1890 — Page 3
c.
u. hiy...;. i;'ii.jij iii-iff-.- . rfen vAi, ,ut.i -r !:,s?!s : i', L??!!Ü''MB ;!
k
r
i j"r 4f i lr
f2rrs?irr-
eerenungen xint Quetschungen wr. sicher li gft und rasch geheilt V. - Jfcf Jf-n',J'"4ir- i MMWU durch Jaliobs OcZ Bier Monate bettlä gerig. Ich zog mir eine Verletzurg dkS RöckruS zu u-nd wir aezwunakn ,ier Monsre' im B'rr:e in bleiten. Er. 3ksbZ Del heilte mich dsukisd.-3.C.S:5ät, Thszer, 3a. chcn war k.b $e;tttmgen in emem 'Smhle zu siyrn,,da ich nicke liefen ksnme. St. ÄakobA Oel hat ich dauerkd geheilt.--ChaS. Z. HeK!k?. Fkel aus einer Höh an ÄS Fuß. OueeNStawn, l. Febr., 1SS3. Ich siel aus einer Höhe ven 3? Fuß, rso durch ich mir schwere Vkrlekungkn zu;?gund aezwllnzeg war iroci lochen an Krücken zu qebe. Sk.Jskob Orl teilte mich. I. L. Wa?. 2 UZttn&te Schmer jtti im Kücken, S?rsse, N. It. FkSr.. Ich litt drei Monake an einer Verletzung et RückrK, die ich mir tmch einen fftll zuzrzszea hatte; ftchö Wo THI CHARLES A. V0CELER CO., Baltlrnort. US. D?.AwPonngd wsm gegkn alle Blutkrankheiten, Leber und Magenleiden. 7HI CHARLES A. VOGELER CO.. Baltlmor. Ui. V SHwache Männer, wklcbe ifcre volle ZNanneökrast undSlastslätde elstf wieder iu lanze ünlchen. seilten nit versäume, rea ..Jugendfreund" zu lesen. Tal !mit tteleit ranken, eschlchke erläuterte, reichlt avSzestiUete Werk gibt Aufschluß übe? i neues Heilverfahren, wodurch Tausende innerhalb Nr, !,kstkr Zeit vhve Bemi?störuvz von Sefchlechlk, kranrqeite uns den oise er Jugend liüRXn oUst5vtg wtederherqestellt wurde. Heil, rfshre ebenfs einfach alt billia. Jeder lein elaever nr. sqt2sent? latampA ulldJdr bekomm bfti uch versiegelt an franco ,UgeZchictt 3 dn t,ynrft Klinik und pliotnfjrnr 23 West IX. etr SZew Fort, . V. L UM ö A li I. & v 5. ZWi O-Ät?' ?SW 3 Win le ein luxsVch taifcn, erkaufe wir Ihnen St,a ti fokgkndt Pretsen f5r den Monat J,ni : W,ig'r als 7S Yf auf ,wzl 7Se re, IM Pfd. 75 b- 10O Pfd aus einmal 50e rr 10) Ct. 150 i 1 500 Pfd. auf etnval W'. per 10 Pf. 50 ftit 2,000 f. f irnl Jöc per tOO.lPk. WXQ tii W,ig?n!adug auf trrnU 2; pet 10 Pfd. Van spreche in ra tim 3! U l S i r D t p ot $ 1520 XncllaxxM. Avonu, r. Fuhrleuten ist el nicht g:par. antrat. oC ufch ttZen. CDrajr'Ilcoii? - Da? bette , MiZtzMÄ. SHEATEINÖ & BUILDIG PAPERS. YeS, Zhr vnd ria'dad Vkphalt Rof. Kg ferner 2 t DU? ReadY Roofi g Alle zu haben bet Y S. Smtthrr. Dkrseld- fabri zirt fnner.Vptdraeeue Disiofeetant, MottenPapier und Mottewachk und Napthaline. Wer gutes Material rri l, komme zu VS I1 fWfMW M. ll. iiilii k .Z&Jtti 9 100 Weü Ma?vland Otrag Grabsteine und Monumente. AU6UST BIENSE, Bildhauer, 253 Oft üIasbiugtonftr. Iac.MetzgerCo., 20 und 32 OsZ Msrhland tr , ffenren folgende Weine in Flasche I?orttrte ftltmint : RSdetheimer Bischofiberg. Oppenheimer. Nierßtiner. Ober 2rgelh:imer. Französische RoihVnne: Ponket Canet, Warganxnnd St. Julian SuperZenr. Ealisornische Wewe : Ziufandel Ns. 1, Bur. grtndn, Wemg, Gntedel, Sherrh, Augeliea, Mm Mußkateller. Kernn : reinen Cataroba. irvlLF,?ivl ,407. t Bestellungen werden nach allen Tbei lea her Statt prompt abgklusert.
StX-,
NrX-v
(I
CffE
I
r
I
w?sr n
VV i 11 il
rtf ; ' rt W WMrlhIßW lU-i y M Z. u Stz? 4.
afi'v. Pr
ESilo
i
igBwaff38BfBwnaiw
- Neöer dem Abgrund ! Roman do Nein hold Ort manu. (ifariie&imft.l So richten Sie meine Vestellungoem Herrn Neglerungsbaumeister Nochau aus!" erwiderte er kurz. Und oeben Sie Ihren Leuten Befehl, die roelteren Arbeiten an den Pfeilern unverzüglich einzustellen." Wohl zehn Minuten vergingen, ehe der Gerufene erschien. Dann kam er - hastlg mit gcröthetemGeftcht zwischen den aufgestapelten Feisstücken und Aaumaterialien daher. Wie können Sie sich unterfangen besann er feine Anrede; aber eine gebieterifche Armbewegung Jmmenhafens machte ihn verstummen. j Sie gestatten wohl, daß ich mit dem ' w e rt r ' fragen ven 'Ansang macye", nel er lym kalt und ruhig ins Wort. Wodurch glauben Sie sich berechtigt, von den Anorbnungen abzuweichen, welche ich in Vezug auf die Gründung des Pfeilers gc lrosfen hatte?" , Tie offene Frage zwingt mich zu einer offenen Antwort. Herr Ingenieur!" , M, All Ifc. tl H M 1 I 1 M CS Jt ! IUUI UIC I' ff "07 hielt mich dazu für berechtigt durch meine Ansicht, daß der von Ihnen beliebte Knkiopenbau für ein Werk dieser Art eine Unmöglichkeit ein offenbarer Unsinn ist. Man mag ja zu Ihrem Scharfsinn und zu Ihren langjährigen Erfahrungen an einer gewissen Stelle alles mögliche Vertrauen haben; ich für meine Person bin aber nicht geneigt, zur Ausführung von Maßregeln mich herzugeben, die den wissenschaftlichen Grundsätzen und der erprobten Praris schnürstracks widersprechen." Jmmenhofen hatte ihm zugehört, ohne die mindeste Bewegung zu verrathen, obwohl Thomas Nochau laut genug gesprachen hatte, um auch den in der Nähe befindlichen Arbeitern verständlich zu werden. Ihre Rechtfertigung damit erschöpft, Herr Negierungsbaumeister V fragte er mit jener eisigen Gelassenheit, die bei der Ueberlegcnheit seiner Stellung am empsindlichsten auf den Anderen einwirken mußte. Nun wohl, so gebe ich Ihnen zn bedenken, daß Sie mich ach den Befehlen des Hvrn Ministers für die Dauer unserer gemeinschaftlichen Thätigkeit an diesem Eisenbahnbau als Ihren Vorgesetzten zu betrachten nd sich meinen Verfügungen widerspruchslos Nttterzuordnen haben. Das Recht der Kritik will ich Ihnen durchaus nicht verkümmern, und es ist ja möglich, daß Sie an den sachverstäniigen Tagelöhnern, für welche Ihre vorige Rede berechnet schien, dafür ein dankbares Publikum siitden: mir genügt es vollkommen, wenn Sie meinen Willen kennen ; dafür, daß dieser Wille überall zu Geltung gelange, werde ich schon selbst zu sorgen n?isfen. Er machte Miene, sich von dem Zornbebenden abzuwenden, doch Thomas Rochau trat ihm mit ein:r fast drohenjden Gebärdc in den Weg. Sie werden eö nicht wac;en, die Ar? beiten an btm Pfeiler wirklich einzustellen! " knirschte ex. Sie werden nicht!" Der Oberingenieur hatte seine ruhige Haltung noch immer nicht verloren. Der Felsen, auf weichem der Pfeiler gegründet werden soll, wird unoerzüglich in seinen vorigen Zustand zurückoer fetzt werden, Hrr Negierungsbaumeister." Ah. da? ist eine Infamie! Aber ich dulpe es nicht! Ich will dsch sehen, rvem meine Lcuke eigentiick gehorchen!" So werde ich Sie kraft des mir zustehenden Rechtes von dem Bauplatze entfernen lassen! Ich denke, Sie thaten im eigenen Interesse besser, mein Herr Nochau, keinen Versuch zur Einsetzung Ihrer Autorität gegen die meinige zu machen, denn dieser Versuch müßte nothendig kläglich mißlingen." Nie zuvor hatte Jmmenhofen ein so abscheuliches Bild eines von unsinnigster Wuth gepackten Menschen gesehen, als es das ohnehin schon so wüue und bru, tale Antlitz Thomas Nochau's in diesem Augenblick dardor. Der Sohn des Oberbauratbs hat:e dem siegreichen Geg, ner seines Vaters eine empsind'.iche NieVerlage im Kleinen bereiten wollen, und das Ende war. daß er selber auf das Schimpflich sie gedemüthigt wurde. Für eine kurze Zeit hatte es ganz den Anschein, als ob er ebenso wie dereinst im Kneiplokal der Hasso-Germanen seine heißen Rachegelüste durch einen korperllchen Angriff auf den Verhaßten bethä tig: wolle, aber der ihm da gegenüber- t stand , war nicht mehr der hagere, schwächlich aussehende Student aus dem , Mansardenstübchen beim Münsterlhurm; in diesem seftgepragten entjchlo'jenen Männergesicht zuckte keine Muskel, und der Angreifer durfte sicherlich auf alles Andere eher gefaßt sein, als auf ein muthloses Zurückweiche. So siegte denn die Feigheit Vcochan's über seinen Zorn; er stie einige kaum verstandliche Worte wie Abrechnung und Genugthuung hervor und schleuderte mit dem Fuße einen vor ihm liegenden Felsstein so wuchtig von sich, daß er klatschend über den kleinen Abhang in da3 hoch aufspritzende Wasser der Hardeck stürzte. Dann wandte er sich zu dem nächsten Bauaufseher und ertheilte ihm selbst die auf den Abbruch des bisher errichteten Pfeilerfußes bezüglichen Befehle. Der Tag verging, ohne daß sich die Wege der beiden Gegner noch einmal gekreuzt hätten; denn der schwierigere Theil der Arbeiten war gegenwärtig im Tunnel zu verrichten, und Jmmenhosen hielt sich deshalb ausschließlich in diesem auf. Am Abend wanderte der Regierungsbaumeister, seine Cigarre rauchend, auf der Landstraße dahin, als er plötzlich hart an seiner Seite in italienischer Sprache die Worte horte: Erbarmen, Herr! Haben Sie Mitleid mit einem Unglücklichen schenken Sie mir eine kleine Gabe!" Aus dem vom feinen Regen durchtränkten Grase des fischen Chausseegrabens erhob sich, eine dunkelhaarige, in dem schmutzigen, mehrfach zerrissenen A.zvge recht wild und unheimlich auslebende Gestalt. Es waren die stieren i Augen des Trinkers, die dem Regierungs.bsumeisterentLeüe.ngarrtn. aber
er Hatte für keine Sbere rneafchNche Schwäche so viel Nachsicht, als gerade für diese. Da er des Italienischen mächtig war, antwortete er dem Kerl in seiner Muttersprache: Wer bist Du und weShalb treibst Du Dich hier herum? Wenn Bu zu den Tunnelarbeitern gehörst, warum bist Du nicht bei Deinen Kämecaden?" Ich gehöre nicht zu ihnen!" war die sinstere Entgegnung. Man hat mich aus der Arbeit entlassen wegen eines armseligen kleinen Rausches fortgejagt wie einen räudigen Hund." Nur wegen eineS Rausches? Das magst Du einen anderen glauben machen. Eure Aufseher sind nicht gar so streng in diesen Dingen." O, nicht die Ausseher, gnadiger Herr! Aber er dieser Oberherr er hat mich hinausgestoßen und hat mich: betrogen um meinen sauer und schwer erwordenen Lohn!" Nochau wandte dem Menschen plötzlich eine erhöhte Aufmerksamkeit zu und faßte ihn zugleich scharfer in's Auge. Woher stammst Du denn, Bursche?" fragte er. Mir ist, als müßte ich Dich schon einmal irgendwo gesehen haben!" Ja, gnädiger Herr! Ich fuhr in Saterno mehr als einmal Ihren Wagen!" Richtig, und rsarst eines TageS verfchwunden, weil man Dich wegen eineS TodlschlagS oder eines ähnlichen kleinen EcherzeS in'S Gefängniß gesperrt hatt War es nicht so?" Luigi Gucci grinste, iaß die meisten seiner perlenweißen Shne zwischen den rothen Lippen sichthr wurden. Ich bin freigekommen, Herr! ES konnte Keiner etwas beweifen." Freilich, Du wirst Dir keine Zeugen dazu mitgenommen haben! Aber waS faseltest Du vorhin von dem Oberherrn, der Dich bestohlen hätte? Meintest Du etwa den Oberingenieur Jmmenhofen?" Die nervigen Fauste deS Italieners ballten sich. Ja, ihn, Herr! Die Pest an seinen Leib!" Du scheinst zahmer geworden zu sein, mein Lieber, seitdem man Dich in Sa lerno die Gefängnißsuppe schmecken ließ ; denn Du würdest Dich vorher wohl kaum mit einer machtlosen Verwünschung begnügt haben. Aber was willst Du von mir? Ein Almosen damit Du eS vertrinkst und morgen noch um so viel elender bist als heute? Warum kehrst Du nicht in Deine Heimath zurück?" Jch habe kein Geld. Herr! Und ich muß auch warten, bis Er vollendete den begonnenen Sah nicht, aber der ausdrucksvolle Blick, wtU chen er nach jener Richtung sandte, o die Bahnarbeiten betrieben wurden, und die drohende Bewegung seines Armes ließen kaum einen Zweifel über die Vedeutung seiner Worte. ThomaS Nochau sah den aufgelegten Menschen ein paar Sekunden lang mit beinahe wohlgefälliger Miene an. Hin ter seiner niedrigen Stirn schien eine Idee aufzudämmern, für die er freilich vor der Hand noch vergebens nach einem zweckentsprechenden Ausdruck suchte. Hör' einmal, mein lieber Luigi", sagte er endlich, ich hofse, Du wirst Dich nicht abermals auf eine Dummheit einlassen, die Dir diesmal leicht genug Kopf und Kragen kosten könnte. Die deutschen Gerichte sind nicht von der langmüthigen Art, wie diejenigen Deiner schönen Heimath. Wer sich hier eines unbequemen Gegners entledigen will, der muß das Stilet dabei hübsch in der Tasche lassen, denn es braucht bei unS nicht immer nothwendig eine? Augenzeugen, um einen Mörder zu über führen." Der Italiener lächelte wieder. Die Herablassung, mit welcher sich der vor nehme Herr in eine so lange Unterhaltung mit ihm einließ, schmeichelte ihm offenbar nicht wenig, und überdies raubte ihm wohl seine Berauschiheit einen Theil seiner gewöhnlichen Schlauheit und Vorsich. . .Wer spricht von einem Morde, gnädiger Herr! Ich bin ein harmloser Mensch, der keiner Katze ein Leid zusügen kann. Aber der Oberherr ist ein rollküyner Mann. Ich sah ihn oft noch in halber Dunkelheit an den Felsen und auf den Gerüsten herumsteigen, wenn keine Menschenseele zu seinem Beistande mehr in der Nähe war. Wie leicht kann cs geschehen, daß er dabei einmal einen Fehltritt thut, oder dß ein Brett unter ihm in's Wanken kommt! Ich will nicht sagen, daß eS sich ereignen muß, aber eS rft doch auch nicht unmöglich. Und ich kann immerhin hier noch ein wenig war, ten. Meine Kameraden lassen einen braven Kerl nicht verhungern, wenn ti auch mit dem Trinken herzlich schlecht bestellt ist. Geschieht dem Oberherrn' etwaS Menschliches, so kann eS ja wohl sein, daß ich doch wieder bei den Tunnelarbeiten mein Brot finde und daß mir auch mein rückständiger Lohn noch auSbezahlt wird." ES bedürfte nicht gerade eines beson, deren Scharsblicks, um den schurkischen Jveengang im Kopfe deS Burschen zu errathen. Aber Thomas Nochau hatte kein Interesse daran, zu zeigen, daß er ihn verstanden habe. Er zog ein kleines Geldstück aus der Tasche und indem er dasselbe dem Italiener reichte, sagte er; Wenn ein so unerhörtes und unwahrscheinliches Ereigniß wirklich einträse, so würde allerdings ich selbst um unserer alten Bekanntschaft willen mich verpflicht tet suhlen. Dir zu Deinem Rechte zu verhelfen, mein lieber Luigi. Und ich wurde Dich vielleicht sogar für tüchtig genug halten, um Dir den Posten eines Aufsehers zu geben. Aber so lange dieser Jmmenhofen die Arbeiten leitet, bin ich vollständig machtlos, und ich werde Dich nicht einmal schützen können, wenn er an einem der nächsten Tvge seine Absicht ausführt, Dich als Landstreicher durch einen Gendarmen aus der Gegend fortschassen zu lassen." Er nickte dem perdutzt dreinschauenden Burschen noch ein? mal freundlich zu und setzte dann mit der früheren Gesassenheit seinen Weg durch den melancholischen regennassen Abend fort. Wenn der Hallunke Ernst macht ! nurmelte er vor sich hm. Aber diese Italiener sind Prahlhanse, die den Mund nicht voll genug nehmen können!" In gleichmäßiger angestrengter Arbei! waren den Männern, die dem harten Gestein eine Gasse für daS schnaubende Dampfroß abgewinnen mußten, mehrere weitere Taae vera.sna.en. Johannes
ssssss Jmmuchosett' halte cZegrÄnd'eke Hofsnung gehabt, mit dem glücklichen Fortschreiten des WerkeS zufrieden zu sein ; aber der dumpfe Druck, welcher so schwer aus set- ! aem Hauple unv aus femem herzen u stete, ließ keine irkliche Genugthuung in ihm auskommen. Mechanisch, wie der geringste seiner Tagelöhner, verrichtete er die ihm obliegenden Pflichten, und sein schlechtes Aussehen bestärkte Beam te und Aufseher, denen die Veränderung feines Wesens Nicht entging, in d.'M Glauben, daß er im Begriff fei, irgend einer schweren Krankheit zu verfallen. Eben war Jmmenhofen auS dem fornf len Tunnelstollen in's Freie hinausge: treten, und die Fülle des hellen Tageslichtes blendete ihn für einen Moment so stark, daß er die Augen mit der Hand beschatten mußte, um die Dinge zu unterscheiden. Da leate sich eine derbe Faust auf seine Schulter, und eine hei-! tere markige Stimme, dte lhm nne aus . einer fernen Welt in's Ohr tonte, rief ! mit dem Ausdruck der vollsten Zufrieden- j heit: Nun, ist daS eine Ueberrafchung ' oder ist eS keine? BlS mitten hinein in den Ameisenhaufen bin ich gedrungen, nur UM Ihnen in höchsteigener Person mitzutheilen, daß ich endlich da bin ein willkommener Gast hoffentlich, und hoffentlich ein lange erwarteter." Wenn man dem Oberingenieur vor einer Stunde gesagt hätte, daß'ihm gerade jetzt eine Ueberrumpelung durch Hugh Tavlor bevorstände, so würde er vielleicht vor dieser Begegnung geflohen ein, so weit es nur immer möglich geween wäre. Nun aber, da das Gesürchtete o jäh und unerwartet über ihn gekom men war, nun war doch während den ersten Sekunden in seinem Herzen für nichts anderes Raum, als für eine helle, große, laut aufjubelnde Freude. worNezung folgt.) Prebsttmme ver eerr deutsch englischen Serttaz. Köln. Zeitung": Mit besonderer Freude begrüßen wir es, daß bei dieser Gelegenheit die englische Regierung sich entschlossen hat, einen Wunsch zu erfüllen, der auf deutscher Seite stets aufs Wärmste gehegt und wiederholt dringend angeregt und befürwortet morden ist, die Abtretung der Insel Helgoland an Deutschland. Ein geistreicher Diplomat verglich Deutschland mit einer schönen Dame, deren Gesicht durch eine Warze entstellt welde. Die Warze sei Helgaland, und diesen Schönheitsfehler zu befciligen, liege im Interesse Deutschlands. Das Abkommen trägt unver kennbar den Stempel, daß beide betheiligte Regierungen alles ausgeboten haben, der Freundschaft, die zwischen den beiden Staaten dasteht, volle Rücksicht zu trafen, sie im Interesse deS europäischen Friedens zu kräftigen und zu befestigen und die coloniale Ehe, welche zwischen ihnen geschlossen ist, zu einem harmonischen und angenehmen Bunde sich entwickeln zu lassen. Dieses gegen seitige Bestreben bedingt es. dag"auf beiden Seiten Opfer gebracht werden mußten, und diese Opfer werden auf beiden Seilen denjenigen um so größer erscheinen, welche ausschließlich colonialpolitische Interessen in den Vordergrund stellen. Diese Opfer werden in Deutsch land doppelt schwer empfunden, weil hier unsere Eolonialbewegung erst allerjüngsten Datums, reich an bittern Erfahrungen und Enttäuschungen und na turgemäß arm an lohnenden Erfolgen ist. die erst nach längerer Entwicklung der jetzt in den fruchtbaren Boden gelegten Keime zur öußcren Erscheinung gelangen können." Nordd. Allg. Ztg": So kann neben den großen Vortheilen, welche für England itt d.m Vertrage statuirt werden, auch das deutsche Reich mit voller Befriedigung auf das von ihm Erreichte b'.icken, und wir sehen uns in der erfreulichen Lage. England sowie Deutschland zu einem gri:de,isschlnsse bealückwünschen zu können, in welchem 'es keine Besiegte sondern nur Sieger gibt und welcher eine Situation begründet, die in mater,eller wie in idealer Beziehung als ein hochwichtiger und bedeutsamer Erfolg unsrer EoloniaZpoliiik in der Geschichte sich d-kt stellen wird." Berliner Tagfhlstt"; Dieser Erfolg unserer d.utjchen Cclonialpolilik wild vsn aller Welt verstanden werden, und im Norden wie im Süden des Vater landes witd jenes Gefühl intimer Sicher heit sich mehr und medr festwurzeln, welches in der Ueberzeugung beruht, daß die neue Regierung das rechte Versiändniß für die Interessen deö Reichs besitzt, und daß diese Interessen in der Obhut der neuen Männer in festen und zuverlässigen Händen ruhen." Vo'sizche Zeitung": Der Inhalt diefes Abkommens wird allenthalben mit der Kraft einer gelungenen Ueberrafchung wirken. In Afrika hat sich Deutschland zu Zugeständnissen herbeigelassen. Insbesondere bar f England von allen Erfolgen hinsichtlich der Interessensphäre und dem Einfluß auf kleinere Gebiete abgesehen die Zustimmung zu der Uebernahme des Protektorats über Zan zibar als einen glänzenden Erfolg betrachten. Deutschland seinerseits kann mit der Zusicherung zufrieden sein, daß die englische Regierung für die Abtretung des der Deutsch-Ostafrikanifchen Gesell schaft verpachteten Gebiets an Deutsch land wiiken wird, wodurch freilich die Eolonialpolitik auf vollkommen neue Grundlagen gestellt würde." Bcrl. National Zeitung" (Hauptoilan der deutschen Colonialschwärmer): Osttfrika wird nun eine Kroncolonie weiden müssen. So wenig wie die englischen Blätter, welche die Interessen ihres Landes vertreten, haben wir geglaubt, jede Forderung- durchzusetzen; auf beiden Seiten war man sich aber bewußt, wie ein billiger Ausgleich auch davon abhing, haß von keiner Seite zu früh in weitgehender Verzicht geleistet wurde. Beiden Völkern ist nun ein Gebiet rolonialer Unternehmungen gesichert, das für die Arbeit von Jah'rhunbetten Raum bietet ; möge dieselbe in Afrika fortan in nngestörtem Einvernehmeu vor sich aehen und der ersolate Aus gleich der Ansprüche die Freundschaft ? Deutschlands und Englands in Europa 1 festigen. Berliner Postfreiconservativ): Für die großen Concefsionen, welche Deutfchland dem befreundeten Lande in Afrika macht, gibt ihm dieses eine materiell kleine Entschäd'iauna. die Insel Helao,
22503383
SKÄBSS3S32SEB52SS
'sssssBBKaamtei
kand. In der That gewährt der Besitz dieser Insel Deutschland materiell so gut wie keinen Gewinn. Die Engländer selbst haben auf die Insel auch niemals einen großen Werth gelegt, aber es lag auf der Hand, daß sie einen Besitz, und sei er noch so unbedeutend, niemals verschenken könnten oder würden, fondern selbst wenn sie ihn für febr unbedeutend erachten, doch immer die Gelegenheit ab warten würden, wo sie denselben in einer Eompensation verwerthen könnten. Der Besitz Helgolands muß dem deutschen Nationalgefühl Befriedigung gewähren. Die Elemente, welche Zwietracht zwischen den befreundeten Nationen sehen konnten, sind beseitigt. Berliner Börsen Courier": Das Protectorat über Sansibar ist für England, die Erwerbung des sansibari schen Küstenstriches, den seither die, deutsche ostafrikanische Gesellschaft gepachtet hatte, ist für Deutschland ein großerGewinn. ES mag fein, daß England in Afrika mehr von Deutschland erlangt als es an Deutschland gewährt hat. "Aber abgesehen selbst von Helgoland: daS bau, ernde gute Einvernehmen mit England ist für unS mehr werth, als irgend ein afrikanischer Besitz es sein könnten" Dom VluSlanve. I n einem Gasthause zu Nishni-Siowgorod siel dieser Tage ein Kaufmann, der allerdings auch ein sehr weites Gewissen hatte, einer Gauner bände zum Opser. Ein Unbekannter osserirte ihm 3,000 Rubel und empfing einen Sack mit Papieren, den er aber selbst im Gasthause nicht offnen sollte, damit Niemand etwas von den falschen Banknoten bemerke. Kaum hatte er jedoch dl? Straße betreten, als ihn zwei Strolche anfielen, ihm zuriefen, daß er falsches Geld habe und ihn auf die Polizei zu schleppen drohten. Um sie loS zu werden, gab er ihnen ein Prämien billet und seine Uhrkette, die Uhr hatte einer der Strolche selbst an sich genom men. Die ganze Scene hatte indeß ein Polizist mit angesehen, der im letzten Augenblick einschritt und die ganze Gesellschaft mitnahm. Im Polizeibureau ergab sich, daß der Reisesack kein Papier, geld, weder falsches noch echtes, sondern nur in Format von Papiergeld zuge. schnittenks gewöhnliches Papier enthielt, Der erste Gauner war mit. den dreihun. dert Rubeln unterdessen verschwunden; die deiden anderen Gauner erklärten, de, Kausmann habe ihnen daS Billet und Uhr nebst Kette freiwillig gegeben, uni der so schmählich Hereingefallene hatt, statt des gehofften Gewinns von einige tausend Rubeln jetzt nur Schaden un, Spott zu ertragen. Aus London, 4. Juni wird geschrieben: Darf ein abgedankter Liebhaber die von seiner Geliebten wäh. rend des Brautstandes erhaltenen Brief, veröffentlichen? Diese heikle Frage hatt, Richter Kau zu entscheiden. Ein ältliche, Handelskommis, Joseph Boothman. machte vor einigen Jahren die Bekannt schast einer im greifen Alter stehende Dame, Mary Howell, der Tochter, eines Mannes mit einem Jahreseinkommen von 400,000 Mark. Die beiden rei sen" Leute trafen sich im Hauö eines Be: kannten, verlobten sich und da Boothman gänzlich mittellos war, wurde das Ver: löbniß geheim gehalten. Dann entspann sich ein lebhafter Briefwechsel und.Booth: man veranlaßte seine Braut, ihm eine Handwechsel für 5000 M. zu geben. Im letzten Oktober wurde das Verhältnik abgebrochen und Miß Howell heirathet, e nen Herrn Moon. Natürlich ärgert, es den Herrn Boothman, daß ihm di reiche Beute entgangen war, und er drohte der Frau 'fk'oon, er werde rore Briefe in einigen Lokalblättern veröffentlichen, falls ihm nicht eine gewisse Summe ausgezahlt werde. Die Frau Moon legt, gegen diese Bedrohung Klage ein uni verlangte Herausgabe der Brufe dn Richter Kay entschied, daß Boothman' Besitzrecht auf die Briefe nicht bestrittev werden könne, doch dabe er nicht die Befugniß, sie der Oeffentlichkeit zu über: geben. Eine junge Frankfurt terin klagte dieser Tage auf der Eivilkammer gegen einen Forstpraktikanten ruf Ehellchung oder Zahlung einer Summe von VQOQ M. Der Beklagte schützte als Grund seines Rücktrittes öör. daß das Mädchen herzleisend sei, waS bkstrittcn wurde; dabei wurde folgendes Zeugniß eines Badearztes in Nauheim vorgelegt: Ich beicheinige. daß das Fraulein gesund ist und ihm von meiner Seite nichls im Wege steht, zumal das Eingehen einer Ehe auf das Her; des Menschen keinen schädlichen Einfluß ausübt." Eine S land a l a ff aire in Monte-Carlo läßt sich das B. T." melden. Eine deutsche Dame von großer Schönheit, eine Eliäsierin, so wird mitgetheilt, war in Monte Earlo eingetroffen und hatte in der dortigen Spielhölle im Spiel, das sie mit Leidenschaft betrieb, ihr gesammtes Vermögen von 70,000 Francs in kurzer Zeit verloren. Als die geplündeste Dame in ihrer Verzweiflung von den Bankhaltern die Mittel zur Heimreise crbat, wurde sie von mehreren Angestellten der Spielbank überfallen, die ihr in fchamloser Weise Gewalt anthaten. Die Unglück'iche ist verschwunden, von ihrem Verbleib fehlt jede Spur, und man glaubt, daß sie einen Selbstmord begangen habe oder durch ein Verbrechen um's Leben gekommen sei. Die nämliche Geschichte, nur daß es sich damals m eine Amerikanerin handelte, ist vor etwa einem halben Jahre durch die Blätter gegangen, sodaß man eS hier wohl mit der Mystisication eines sensationslüsternen 3!eporterS zu thun hat. der nicht einmal so viel Phan? tasie besitzt, sich seine Geschichten selbst 111 wachen". Eine gro ße Eul e stattete dieser Tage der Wohnung deS Dr. PhillippS in Gainesville, Florida, einen Besuch ab und pflanzte sich aus dem Rahmen eineS Gemäldes uf, das über dem Schreib tisch deö Doktors hing. Letzterer war ob des unerwarteten Besuchs etwas über rascht, besonders, da der Gast sich nicht vertreiben lassen wollte. Die Eule ist jetzt ein Pet im PhillippS'schen 'Haufe. . , Die Weinernte in Delamart ist schon stramm im Gange.
WMWWWMWZ
Eroßohm, Soldat bin ich Und mein Gefang'nee Sitt Doch fürchte Dich nur nicht, bleib' sitzen ganz in Ruh'!.
wir stch'n hier auf der wacht, daß nicht der Feind aU5knei
Sevor er sich ergeben dein Seneral sr Santa Claus
IßitÄtW. 1
Nur fabttzirt von
M.JXmBMK&Co Chicago:
Sitti? Lwch
Auf GerichtSbefehl muß da Lager rnn chiilW und
ausverkauft
Großen Sheriff's -Verkauf!
Die Gläubiger von Hugh Twy:r & Co., dkren Lagt! wir vttkauken find ti müde und bestehen darauf, daz Alles fon muß innerhalb 10 Tagen. 8 Gents am WoUa?. Wer di Vortheile will, muß gleich kommen, denn nach Ablauf von 10 Tageu Übergeben wir die ganze Geschichte einem Schuhdändlir. Etwas für die nässten Tage. Für G9 TentS. Ein paar gute Kid oder Dongola Damtn.ttnopf-Schuht veit $2 75. Für 89 Cevtb Ein paar feine Kid-Schuhe; fechte Kvdflöcher. werth $3.00. K6r 61.14. Ein Paar C. Crx f asz Donaola Schuhe, werth $1.00. Für 82 0 Aukwahl in den folgmden Macharten : Ludkow & Co.. RyaoldS BeoS., Jodn Kelley und Gray Bros. Dies llnd sehr seine franz. Damen Kaopschuhk, vtkth Z6 Dam-n Hausfckub,, Stt CentS Wählen Sie unter 900 Paar Dongola Oxford TieS ; vtkth $1.25 bis $2 C0. 7 CentS Feine franz. Dongola niedrige Schade. giknSpft. geschnürt oder Nesport Tltö werth $2 00. Für 33 C.ntS Ein Paar seine Damen 5k,d Op ra SauSichude werth $1 00. Für gute Damen-HauSschube. wertb 50 Cent?. Herr,tt-Cckube. $1.25 Aebe'tkschue. w'tche wir sg, L0c vtrkaufen. Putaian'S. Butt öc PackardS. LiUie Biackard kö SSupe wekcke wir für $Z verkouken. Akchte Känaush u f orz. danbvnüN? ficfd werth $5 (X) kür $1 90. Dttse Ple.se pur sür die , Sästea tztl Tog?.
sheriffsvetksnf bon SSuhen und Hznssguhen, Zlo. SS Sü) ZlNnois Straße. ' t- Mhl aus die rothe Fahne. Q&m U2i&RR&'9 Neeewes.
Offen blö 9 Ubr Abends.
?ffMMP8lJ8
8
rewing
Kontrvllirt die C F. Schmidt Qrouerei, Y. Lieber Brvkna Co., E. Maus Branssek. Liefert folgende Bieres VerübmteS Wiener ! Opccl ai Vrew, Lager 1 Vllferzer 0iec !
HAUPT - OFFICEt FraÄtliN'Geböude. Ecke Ekele und Marletstr., Indianapolis, Ind. 8ALE5I ALEIEU5I!
Oofbeäu!
Quf nach dem Broad Nipple Var?. MM a Zapf." tagirnst Wi?ldi?llIdi, Agtut für clurora Vkr. Telophon Mo. 103.
a i
K 1
v
HflD Kssge! verden bei dem Company 9 im J H o fb vü u!
Stieseln
