Indiana Tribüne, Volume 13, Number 282, Indianapolis, Marion County, 29 June 1890 — Page 2

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Eine Pariser Geschichte.

SÄÄ? ?Pris: Die kleine w?9nm heute erzählen VM,bezrnnlmderKrck,eFZntkttZ., ; ; t f f Änfi5r drei äBen g?yt bßianCfti sich im Schiffe dieser Kirche die spitzen des omciellen Baris . . fV . TBMH'-WUUHIlll, nttl oranlein Abadle beizuwohnen. ' Vnglöszeadne Versammlung !cnati iuu lieg im republikanischen Frankreich nicht oünfen. Die hübsche Braut sah uch unter ihrem weißen Schleier ganz glückscliz drein, wozu sie übrigens allen Grund hatte. Die Tochter eines hervorragenden Industriellen, des Besitzers . .der größten Cigarettenpapier-Fabrik der Bei bekam sie nun einen Gatten, der in o jungen Jahren bereits so hoch gestiegen war und dem wohl über kurz oder lang ein Minister- oder Botschastcr?osten zufallen mußte. So dachte wenigstens Papa Abadie, dem man es von dem freudestrahlenden Gesichte ablas, wie x Jtoli er auf seinen Schwiegersohn war. ji ahnte freilich noch nicht, welche anZ .nehme Ueöerraschung ihm dieser, ohne Z ;u wollen, vorbereitet hatte. Diese kleine Geschichte hat nämlich eine Vorgeschichte. Herr Louis Vignon gehört zu jenen leider aus sterbenden it erl angelegten Naturen, die nur die Schläge ' . ihrer ' Zukünstigen aber nicht deren Mitgift zahlen, zumal wenn es sich gerade trifft, datz der Vater dieser Zukünftigen mehrfacher Millionär ist. Aber in der Einsamkeit seines Bureaus, wenn er nicht unter dem Banne der schönen Augen feiner Braut stand, quälte ihn doch das Verlangen, zu wissen, wie es in der Kasse seines Schwiegerpava eigentlich aussehen möge. Die- . sen selbst zu befragen, verbot ihm natürlich sein Zartsinn. Allein er hatte das - auch nicht nothig, da ihm seine amtliche Stellung gestattete, sich auf anderem Wege Aufschluß zu holen. Er reschied einjach eines Morgens den Direktor der directen Abgaben zu sich und bat ihn, erheben zu lasten, wie hoch sich die Einkommensteuer Herrn Abadie's belaufe. Daraus den Schluß auf dessen Vermogen zu ziehen, sollte einem so gewiegten knammanne nicht schwer fallen. Es geschah, wie er gewünscht hatte, und die Antwort muß wohl fehr günstig gelautet . haben, denn auch der Bräutigam strahlte I am Hochzeitstage von lautem Liebesglück. Und als er vor dem Altare laut und vernehmlich fein Ja gesprochen hatte, rieb sich Herr Tlbadie vergnügt die Hände. ' Ob er dies auch noch heute thut? Das erste Viertel des Honigmonds, den das. junge Paar fern von Paris feiert, '.-iwar' noch nicht verflossen, als Herr Abawie unversehens auf das Steueramt geladen wurde. Was war geschehen? O! es handelte sich nur um eine 5tleinigkeit, um eine bloße Nichtigstellung. Da der Eabinetsdircctcr des FinanzministerS in eigener Person den Auftrag gegeben hatte, das Einkommendes Herrn Abadie zu ermitteln, so mußte etwas dahinter stecken", dachten die Beamten der Steuer- : Behörde. Und da sie durch die Van? ,ichke!srige Männer sind, beschlossen ; ,5 der,Sache auf den Grund zu gehen. 'ie begnügten sich also nicht mit der ' Feststellung der Ziffer des letzten Jahres, ' sondern gingen weiter zurück und unterzogen die verstaubten Actenbündel einem gewissenhaften Studium, wobei sie die hübsche Entdeckung machten, daß der ietr essende Contnbuable sich in einer . rüheren. Period e mehrere Jahre hindurch . )er Nothwendigkeit, Einkommensteuer , m bezahlen, überhoben geglaubt hatte. ,ür derartige Fälle hat oer Staat, der , onst keinen Spaß versteht, eine Reihe beliebter Scherze in Vereitschaft, die den .vergeßlichen Steuerträgern ziemlich theuer zu stehen kommen, i In Frankreich z.Ä. wird den letztern der dreißig fache Betrag als Strafe aufgebrummt, und in Folge dessen wurde Herr Abadie höflich, aber entschieden aufgeforvert, sich mit möglichster Beschleunigung der Summe von 405,000 Francs zu Gunsten des Fiscus zu entäußern. Was kann Herr Abadie nun hun? Er darf nicht einmal auf mildernde Umstände plaidiren und einen Nachlaß verlangen, denn jede Erleichte?ung. die man ihm vielleicht zu gewähren geneigt wäre würde von der'Oxposition, ie Wind von der Angelegenheit bekommen hat. gegen Herrn ötouoicr und die Regierung in unerbittlicher Weise ausgebeutet werden. Es wird also dem armen Millionär nichts anderes übrig bleiben, als tief in den Sack zu greifen und die Rechnung bei Heller und Pfennig zu begleichen. Herrn Vignon, dessen Fürsorge für die Staatsstnanzen allgemein gewürdigt wird, kann dieser Ausgang nur angenehm sein. ' Darauf ist der Lärm, der seit einigen Tagen in der Hetzpresse vom GaulokS bis zum Jntransigeant über eine groß- ' artige Steuerhinterziehung geschlagen , wird, zurückzuführen. Nach den geheiml nißoollen Andeutungen und versteckten Drohungen, in denen sich diese Blätter ergehen, durfte man sich auf siscalische Verbrechen gefaßt machen, die an das Tragische streifen. Wie Sie sehen, läßt r t ' . rr . .r. . atrf ' r Ji cit vor jiuzm iomaf an. Die komischste Scene steht allerdings noch aus. In ein paar Tagen kehrt Herr Vignon von der Hochzeitsreise zurück., Ich überlasse es unseren Lustspielvlchtern, auszumalen, wie der Empfang, den Herr Abadie seinem Schwiegerjohne aufspart, sich gestalten wird. L. F. Uebereinstimmung. In einer außeroroentllch langweiltgen Gefellschaft befindet sich der Lieutenant Kurt Greulich. Unter den anwesenden Ofsiziercn bemerkt er einen Major, den er nicht kennt, und dem er sich nntyltt vorstellen 'will. Lieutenant:' (sich vorstellend) : Greulich. Major ' (bestätigend): Scheußlich! Mißoerständniß. Dame: Sich, ich liebe die Kinder Flora!6 leidenschaftlich! Herr: Ja, ja, ich kann die kleinen Hunde auch ganz gut leiden! Man soll die Gelegen heit wohl beim Schöpfe fassen, aber man darf sie nicht an den Haaren herbeiziehen. Comvlimente find fal.'ch? Münzen, die aber Jeder gern nimmt. :

?7 um rer Trauung des Herrn Wmmnf Sliessohnes und Cabi7 , nttdmciolS des Fian;m!nisterS Nou-

DaS Kenzeichen. ' Von H. sche. Der Zunge Herr Rathmann hatte langere Zeit gebraucht, ehe er sich dazu cntschloß, ein Weib zu nehmen. Er war fast 32 Jahre alt geworden und hatte seine jungen Jahre reichlich genossen. Er war aus! reicher Familie und konnte ganz und gar nach Art der jungen Elegants leben, wie sie in Wien so vielfach zu sindcn sind. Zu seiner Ehre sei es übrigens gesagt, daß er keineswegs sich sinnlos in den Strudel der Vergnüzungen stürzte; er arbeitete fleißig im Comptoir seines Vaters, dessen Nachfolger er ja dereinst werden sollte und ließ sich vom Vergnügen und der Leidenschaft nie so weit hinreißen, daß er sich, scineli Namen, feine Stellung, seine Zukunft ve gaß. Endlich schlug auch seine Stunde! Sein Vater hatte ihn schon ost an'S Heirathen gemahnt und als feine Mutter gestorben war, trafen die Ermahnungen des Vaters auf günstigen Boden. Unser Max Rathmann lernte die junge und schone Tochter ' des EommerzienrathS Welten kennen; von keiner Seite her wurden seinen Wünschen Hindernisse eiltgegengestellt und so kam eS rasch zur' Verlobung und Heirath. Mar liebte seine junge Fran Marthz wirklich von Herzen ; er gewann täci.lich mehr die Ueberzeugung, daß sie schSner geistreicher, liebenswürdiger war, als die' sogenannten Verhrltnisse", denen er Geld und Zeit geopfert hatte. Aber ein gewisser leichter Sinn, aus der langen vergnügt und lustig verlebten Junggefellcnzeit, hatte ihn doch nicht ganz verlassen; außerdem stand er ja noch mit seinen früheren Vttgnügungsgknossen, die immer noch ledig geblieben waren, in vielfachem Verkehr. Es wurden ihm im Cafe oder Club, wo er seine Freunde traf, doch alle Verkommnisse der Lebewelt mitgetheilt: man erzählte ihm. wie Fräulein Rosa, ver Stern des X - Theaters einen verschuldeten Baron geheirathet habe, eine Mademoiselle Mimt, die vielgefeierte Balleteuse, durch Krankheit ihre Schönheit eingebüßt habe und von Stufe zu Stufe sinke, wie der einst vielgefeierte Liebling der Damen, ein Pole mit unaussprechlichen Namen, wegen Schulden verhaftet, wie der sogenannte schon? Ungar", den einst die Fürstin Wanda .so zärtlich geliebt habe, Ringe gestohlen und Wechsel gefälscht habe u. s. w., u. f. w. Er blieb also doch immer noch in steter Verbindung mit den Kreisen, in denen er sich früher mit Vorliebe bewegt hatte. Da war es denn na, türlich, daß ihm ab und zu wohl einmal wieder der Gedanke kam, sich doch auch einmal natürlich in allen Ehren! in den Vergnügungsstrudel hineinzustürzen. Daß seine Freunde ihn mit )tU ner Solidität aufzogen, läßt sich wohl erwarten. Namentlich sein Intimer, Baron von Geroldseck, neckte und höhnte ihn stets: Na, lzast Du denn die Schlafmützt schon ganz über die Ohren gezogen? Oder V Nun einmal wird Deine Gattin Dir wohl gestatten, auch einmal eine Nacht hindurch zu fchwärmen !" Und sie kam die fröhliche Faschingszeit! Alte Bilder tauchten vor Rothmann'S Augen auf! War denn etwas Böses dabei, sich an einem Abend einmal zu amüsiren, so ganz in aller Unschuld einen Volksball zu besuchen! Nein.gewiß nicht; man geht nur auf einen MaSkenball! Das 'ist nichts schlimmes! Deshalb bewahre ich meiner geliebten Martha meine Treue doch! Eines Abends saß Rathmann mit seiner Frau nach dem Diner vor dem Kamin! Er hatte sidj eine Cigarre angezündet und blies die Dampjmolken gedankenvoll vor sich hin. Er stand einen Augenblick auf, um sich einen Aschenbecher zu holen; da bemerkte seine Frau, daß er einen kleinen abgerissenen Zettel aus dem Jaquettäschchen verloren hatte! Neugierig sind ja alle Evastochter, sie fetzte deshalb ihr kleines Füßchen auf den Zettel und schob ihn .unter ihren Sessel, Nichts ahnend, kehrte Max auf skinen Platz zurück und verließ bald daruuf das Zimmer, um dem Diener einige Aufträge zu geben. Ihre Neugierde kaum mehr zu bewältigen im Stande, las sie Colosseum ; bin an Domino und drei Bändern grün, weiß, roth aus der rechten Schulter kenntlich! Nimm blauen Domino und dieselben Bänder auf Deinem Cylinder! Viele Ueberraschungen, sehr schöne Damen, ganzes Balletcorps!".... Daß es die Handschrift Geroldseck's war, den sie stets als früheren Speciälfrcund .ihres Mannes und als seinen Verführer wie sie annahm nicht hatte leiden mögen, wußte sie ganz genau, da sie schon früher Briefe von ihm zu lesen Gelegenheit gehabt hatte. Max kehrte, zurück! Nichts ahnend setzte er sich wieder auf seinen Platz, als feine Frau, die inzwischen ihre Erregung vollkommen hatte beherrschen können, ihn fragte:. , Begleitest Du mich heute Abend zu meinen Eltern? Du weißt doch, daß heute Joursir dort ist$ ,JH. hatte, mich schon .sehr darauf gefreut erwiderte ihr Mann allein es ist mir recht verdrießlich, .daß ich. es nicht möglich machen kann7 ,Da ist heute plötzlich eine Sitzung des Verwaltungsrothes der Stahl-'und Eisenbank anberäumt norden und da kann ich nicht fehlen! Ich fürchte fogür, daß , die Sitzung setr lange dauern wird, denn es kommen wichtige Dmge vor!" Ist nicht Dein Freund Gcroldseck auch dabei?", sagte Martha, indem sie es ersuchte, ihren Worten einen möglichst unbefangenen Ton zu geben; doch mochte eS ihr nicht ganz gelungen ssein denn er blickte sie fragend i an. Inzwischen hatte sie sich beruhigt Und sagte unbefangen. Freilich, er ist auch dabei!" Die Sache kam ihm etwas sonderbar or, doch leqte er ihr keinen groß m V:-l m" !,1I"I. .' '1 " 'J.;ll.l" Werth bei. Dennoch kam ihm noch ein mal es so vor, als solle er sich warnen lassen und zu Hause bleiben! Allein, as würden die Freunde sagen; wie würde Geroldseck ihn verhöhnen! Nein, er hatte es versprochen j Sein : Wort vollte er halten! - --.Ym .. '

. Es war kurz vor Mitternacht! Des Orchester spielte eine lustige Walzerweise; ein Theil der Gäste deS Colosseums ließ sich durch die Musik zu einem Tanze hinreißen ; der bei weitem größere Theil dagegen bekümmerte sich um das Tanzen nicht und müsirre sich durch allerhand Maskenfcherze, Plaudern und Jntriguiren mit Damen; hier sah man einen jungen Türken einer Nonne folgen ; dort" ssupirte ein Gartenmädchen mit einem Mönch; dort tranken Pole und Polin ihren Sect; kurz das rege Faichingsleöen hatte sich voll entwickelt. Zwei Damen crreglen plötzlich die allgemeine Aufmerksamkeit durch ihr schüchternes Auftreten! Dabei mußte man die elegante Kleidung anstaunen, denn beide rügen gleichmaßig weiße, seidene Kleider, den Domino über dem Arme, die Halbmaske vor.dem Gesichte. Man sah, daß beide hier nicht bekannt sein konnten, denn ihr Auftreten wurde, je weiter sie in den Saal traten, immer langsamer! Bald folgte ihnen ein großer Zug von Lebemännern, namentlich Diejenigen, die gern einmal etwas anderes als die Gesellschaft ihrer ibnen bekannten Soubretten genießen wollten, an der Spitze des Zuges zwei Herren in Dominos der eine schwarz, der andere blau mit roth:weißgrünen Schleifen, die bei dem einen auf der rechten Schulter, bei dem andern auf dem Cylinder sichtbar waren! Wohin des Weges, schone Masken." rief der blaue Domino, wollt Ihr nicht mit uns ein Souper einnehmen? Du scheinst verheirathet!" sprach ein: der weiblichen Masken ganz leise, und gehst hier auf die Weiberjagd!" Ich bin nicht verheirathet!" war die 'Zlnkwort, und wenn ich es wäre, würde es nicht gerechtfertigt sein, er Gesell schaft eines ewig langweiligen WcibeS zu tntgehen ." lang langweilig?" bracht die Dame in höchster Erregung heraus. Und plötzlich erhielt der blaue Domino eine so schallende Ohrfeige, daß Hut und Maske ihm entfielen. Allgemeine Aufregung ; vielfaches Lachen! In dem allgemeinen Wirrwarr waren beide Da men verschwunden. . Nachts drei Uhr! Auf einer Chaiseiongue im Schlafzimmer lag Frau Rathmann im ö!eglige noch wach und bittere Gedanken hinderten ihren Schlummer. Da plötzlich hört man einen Männerschritt auf der Treppe, endlich öffnete sich die Thür des Schlafzimmers und herein tritt in etwas verstörtem Aufzuge Herr Ziathmann ! Du noch ans, liebe Martha?" Ja, mir war so ängstlich um Dich and deshalb wollte ich 5ich erwarten!" Aber wie kannst Du Dich nur ängstizen! Unser Sitzungslocal ist ja ganz in der Nähe und in belebter Gegend !" Du irrst, lieber Mann, das Colosseum ist ziemlich entfernt und liegt in der Lorderstadt!" Das Eolosseum?! Wie kommst Du denn darauf?! Kleine, liebe Frau, woher stammt diese Idee? Aus Deinem schönen Köpfchen? WaS so ein Franenköpfchcn doch für merkwürdige Gedanken birgt! Ich muß es küssen!" Das wage nicht!" rief Frau Martha erregt und sprang von ihrem Lager auf. Versuche es nicht, an mich heranzukommen ! Deine Lippen sollen mich nicht benlhren! .Wer weiß, an welchen geschminkten Lippen sie vorher gehangen haben! Hinweg, gehe zu Deinen Ballfchönheiten zurück, von denen Du gekommen " Aber liebe, gute Martha, ich versteh: Dich nicht!" Du wirst mich scbon verstehen! Warst Du auf dem Colosseumball ?" Aber, liebe Frau, ich bitte Dich, wie kannst Du so etwas von mir glauben!" Also Du wastst eS noch zu leugnen ? ! " Aber, liebe Freu, ich verstehe Dich nicht ! Wie kommst Du zu solcher Behauptung! Ich fordere einen Beweis für diese beleidigende Behauptung!" Einen Beweis, ein Kennzeichen, wodurch Du Deine tolle Behauptung auch nur zu stützen wagst !" - . Ein Kennzeichen, vorläufig hier!" Und bei diesen Worten trat die leidenschastlich erregte, in allen ihren Gefühlen tief gekränkte grau näher an ihren Mann heran und ehe eresu hindern vermochte, hatte e? eine Ohrfeige bekommen, genau wie die, die ihm schon heute einmal verllbrcicht worden war! . ' Siehst Du. das ist das Kennzeichen ! " keuchte die empörte Martha hervor. Ist das nicht ganz dieselbe Qualität, die Du schon auf dem Balle zn' kosten bekamst. Wer kann denn die Verabreicherin wohl gewesen fein, da Du Dich nicht in Ge-

felljchatt Deines ewig langweiligen" Weibes befunden hast! So, das war das Kennzeichen! Und hier nun noch der Beweis!" Hierbei ofsnete sie die Thür des anstoßenden Zimmers und ihre Schwester Bertha trat herein mit zwei Domino's und einer U.'tasrc vor dem Gesicht. ' .Hier der Beweis, meine Schwester. die mich zum Colosseumballe begleitet hat! Nun also Kennzeichen und Bewe,s!" Es dauerte lange, ehe die Wunde im Herzen der Frau vernarbte. Mar bereute tief und ausrichtig. .Schließlich wurde Frieden , aefcülossen. und selbstverständlich tiefes Stillschweigen von aller Aethelllgten gelobt. : 'Daß ich Dir, lieber Leser; ; hvti Ge schichte erzählen kann, hat seinen ' Grund dann, dün ich spater die schone Nertha' Frau Marthas Schwester, heimführte und in ner vertraulien Stunde er zahlte sie mir die kleine Geschichte Vielleicht hatte sie auch die Absicht, mich f ' i- , . ' vor kleinen Mrakouren zu warnen. Ich will von keinem Kennzeichen etwas wissen! , i . . E m v f utV l ich.., Herr: Ich habe meinem früheren Diener, für' jede Ohrfeige eine Mark Schmerzensgeld gegeben. Diener: Gnädiger Herr, ich bin ungefähr für fünfzig Pfennige empsindlicher. .... . . Abgewies en. Sonntagsjäger: Herr Oberförster, werden nur nicht bald zusammen auf die Jaad aehen ? : Oberförster: Jetzt nicht, jetzt ist Schonzeit für Treiber, Katzen Hunde und ei, 1. 1 : rr ä' , m- '...T:.' : ..;,n : ,' i .'..Mi':' ;:. :i oenoe ,ylere vv?: yrf-'MB

Der magische WUffspietz.

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zsM m&zH ?jCr--fj& Man nehme eine aewohnliche Nähna del- von mittlerer Größe mit scharfer Spitze, stelle sich etwa drei Schritte vor einer gewöhnlichen Bretterwand hin. balte die Madel zwischen Daumen und Zeigefinger und versuche, dieselbe in das Holzwerk zu werfen. Auch nicht dem r " rr. r, ' ' t ' l auergeiHMleslen Speerwerfer wtro es gelingen. Sobald er aber einen Faden durch das Nadelohr zieht, und dadurch die Nadel in einen Pfeil verwandelt, wird er das Holzwerk jedes Mal tressen. Man wird als außerordentlich kunstfertig und wurfsicher gelten, wenn man Andere erst den Versuch mit einigen Nadein ohne Faden machen, läßt, dann die Nadeln aufhebt und die Zuschauer aus bereit gehaltenem bunten Zwirn einen Faden sür jede Nadel auswählen läßt, um zu demonstriren, daß eS dieselben Nadeln, mit welchen sie gefehlt haben, sind, und keine anderen, dafür substituirten. Auf diese Weise macht man die Leutchen glauben, daß der Faden, indem das ganze Geheimniß steckt, nur als Mittel dienen soll, um Täuschung zu verhindern. Aehnlichkichkeit mit diesem Kunststücke hat das mit der Feder und den Papierflügeln, wie in obigem Bild dargestellt, welches schon manchem Schüler eine Strasstunde eingetragen ha welcher mehr sür Wurfexperimente schwärmte, als jür Virgil ur.d Homer. Praktische Verwerthung eines lä fttgen vourfchnelders. wyzwM j&mtM i7 - m Wirst Du jetzt endlich aufhören zu jaulen. Du unartige Range? Sonst kommt der schwarze Mann! ääMk V&0rVWK r jQ$kj WÄ L 55!ZM I pm- zii Himmel ! schon wieder dieser unauSsiehliche Assessor. Halt ! eine Idee f: ."!.-' hAü w:r;ivv'' ?;-3tsr.-R W. MWWQ ?. ?. -"f;p3 '.1f . . Jmmf&zrpftfiA Ma.iz&j': Wahrhastig! Der Mensch geht richtig in die Falle. Siehst Du wohl, dort ist der böse frn.... .ts.. ? je 1. i! t;A. jwvuim. jcim juu nun mui urug oii, so nimmt er Dick aleicö mit ! -ttcb danke Ihnen mein Herr, Sie können jetzt wieder geyen. Ganz einfach. :: Doetor: .... Ich weiß genau, wie ynen zu helfen rjt. wie mujjen jeden Morgen zwei Tassen nicht zu starken Thee rrrnreni" Patient: DaS thu' ich ja schon sei Jahren ! " . .i ' M& Doctor: Aber, dann lassen S' 'n " r .,. . . w . .,!; -li.i-:... ,-, ... '!!' . : ,hr 00Q . 1 ä . m :l v K--'

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Die Ausstattung einer Kaiser

iviifim CUt für Santa.) Unsere Leserinnen werden gewiß mit lebhaftem Interesse einige Einzelheiten über die Ausstattung der nmgen Äraur, m.r. n 0 C -n : x viriocrionin aiene ans oem 0 iiciuji scheu Kaiserhause vernehmen. Das Brautkleid wird mit an, kostbaren vieux points ä'UFletterrs (englischen Spitzen) bedeckt sein. Gleiche Spitzen decken ras Devant d?S MelveZ uno oraviren das (?rsa?s montant (hochschließende Taille).welchcs ein einngeS grolzeS Murtbcnbouauet schmückt. Während die Brauttoilette der Frau Erzherzogin Gisela eine in Silber gestickte Schleppe hatte, wird die Hoch'.elisrobe der jung sien zcaiZertocytcr cios eme vier Fleier lange Schlepp? aus Seidenstoff erhalten, welche von vier Paaen getragen wird. rr , rf- . ? C Y . I - Im Falle kühlen Wetters wird die Frau Erzherzogin einen Zvcamei. aus cloudls 1'elueUs in weißer Farbe mit Verbrämung aus Straußfedern tragen. Die Myrtcnkrone und der lange Schleier .a (vn n .. r : V!. aus ciiaiiem ituu vervl?un"v'ttc" Bramtoilette. Zu einem Kleide aus Chine, Des sin Pampadour auf weißem Grunde, mit kleiner Schleppe, werden zwei Taillen, eine dekolletirte und eint yochanschllenende. aearbertet, d,e Verzrerung bilden anch hier werthoolle xit, zen. Ein kleines Meisterwerk durste ei, Robe aus (?röpo äe Chine k rzois werden, an welcher Rock und Taille in einem geschnitten sind und den duftigen Stoss nur wie drapirt erscheinen lassen. Auch dieses Kleid erhält die kleine Schleppe. An einer hellblauen Toilette aus Arrnure (einem vöquinartiacn Seidenstoffe) wird die decollctirte Taille reich mit Stahl gestickt und für ein anderes Kleid ist Lröve de lainc tou-tcrclle in Aussicht genommen. Bei den Sommerkleidern wird dem Geschmacke die Erzherzogin, die tut Einfachheit netat. volle Nechnuna getra gen, sie werden aus iZattste nni, und zwar rosa, gelb, grau und 6eru gefertigt und theils geschlungen, theils mit Stickerei geziert. Reicher ausgestattet sind die leichten Matinees, deren der Trousseau eine große. Anzahl birgt: sür kullere Tage ist em Schlafrock aus paillefarbcnem Kaschmir und ein solcher auS blauer ecaillc (ein Gewebe aus Seide und Wolle) bestimmt ; eine Nedingote aus schwarzem Sammt, ganz Mit Alausuchs aefuttert, em Theatermantel aus weißem Peluche mit Besatz aus wkllzen Straußfedern find bereits fertig. Geniren" ein hedräischeS Wort ! Diese Entdeckung macht ein Feuilletonljt der lUg. Zeitung",, indem er schreibt: Wenn ich sage, daS Wort stamme auS dem Hebräischen, so ist das kein Druckfehler ; eS bildet wie Littro bemerkt die Geschichte des Genirens" eines der merkwürdigsten Beispiele, wie Zeit und Umstände den Sinn eincS Wortes in das Gegentheil verkehren . s' r . t . 1 s rönnen. :n fo unjcyuiolges )lng wie in der Jetztzeit war im Diittelalter das Geniren" nicht. Dem modernen Französisch ist es allerdings (wie sich aus dem Uet!onnAir i'Acaäümis ergibt) vollständig in Pergessenheit gekom- , . Tt l men, oay nrkprungilcy gencz n,cyls geringeres bedeutete, als Foltern". Verfolgen wir das Wort weiter, so heißt die peinliche Frage in den Assisen von Jerusalem, oem Gesetzbuche der Kreuzfahrer, la gahinc. Das mittelalterliche Iraire a Uahinc" fuhrt uns dann auf die Gehenna der Juden, welche sich ac fallen lassen Mußte, nach und nach von einem paradiesischen Vergnügungssrte zum Begnsse der Holle herabzusinken. Das Thal des Sobnes, eines gewissen Hinnom, den Ilinnorn oder abgekürzt. (Fsdinnom, war em mit Sprma: brünncn, Luftspendendem Gesträuch und fruchtbeladenen Bäumen geschmückter Garten vor den Mauern von Jerusalem, das Nendezvous der schönen Welt von dazumal. Aber das abtrünnige Volk Gottes baute eines Tages daselbst dem Moloch emen Tempel und brachte dort die von seinem Cultus geforderten vlutrgen Opfer dar. Als nun der fromme König Josta den Götzendienst zerstört hatte, ließ er, um die entweihte Stätte in einem Orte des Abscheus und Entsetzens zu machen, allen Unrath der Stadt dort abladm und aufhäufen; man kann sich denken, was dies für Folgen für die Niechorgane der Bewohner von Jerusalem und Umgebung hatte. Er erreichte auch seinen Zweck vollständig z für die späteren Juden war der Name Gehenna der Jnbegrkss alles chreck: lichen geworden, so daß man zuletzt, wie rs. t . - . r' Kr erwaynr, oen zjti ocs argfien Vcyreuens, die Hölle, damit bezeichnete. Insofern eS dem echten Deutschen an jedem Orte, wo er nicht in Hemoärmeln sitzen kann. äußerst unbehaglich ist, kann man denn wohl auch noch heutzutage behauvten, daß die Mehrzahl unserer Nation jedes Sicbaenirenmüssen immerbin als eine Art von Hellen- oder , doch Folterquale? ansieht. ' 7 , ; !! ; Freiheit. In der Jugend sind wir die Skläoen der brummigen Alten, Späterhin unterjocht hrt uns die Leiden schaft, " Und der Greis, den ehrfurchtsvoll die ' jrw 0 r iLnret umfcyaaren. ird ?vsm Alter selbst ohne Erbarmen f - . t,.t.-.fXf ,s . WVt iaS siü liebt, das neckt si ch." Weißt ,Du'S, .schsn, liebes Männchen ? Unserm Nachbar ist gest leine ivrau durckaebrsnnt ! " .Wirk lich ?! Der Arme! " Nun, wenn ick daS lo macken - wollte. , was würden da wohl, Deine Freunde sagen ! ?" Hm . ii : , da müßt' ich ihnen so fort da? rM m:. k..rr. i vi?i ,. tJ4Vt üul ytV,Vi.0i9VV. k Nu x i: Herr (vl einem Dienert der ihn an der- Thür mit dem Bescheide empfängt daß Niemand zu Hause ist) : Sind die Herrschaften alle wohl? Diener (frijch vom Lande): Dank' schon, mir geht s fo weit noch ganz gut nur das gn adige Fräulein ist grad' et wenig erraltek. ,

Der veryänsniZzvolle Spitz. 1.

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2. Verschiedenartige Küsse. Der Kuß des Gatten. Was hast Du gesoffen? ' Eskimo küßt Eskimaid. Die Tante wohnt bei ihnen. Lehrerin: Warum warst Du gestern nicht in der Schule, Johnny? Johnny : Wir haben em neues Aaby bekommen, Maam. Lehrerin : -Ach so ! Emen Bruder oder eine Schwester? ' - Johnny: Kemeö von Beiden, Wiam. Lehrerin : W a a s? Johnny: Eine Cousine, Maam! DaS falsch Kompliment . (fi i . l i Sie: Und würdest Du mich genommen haben, wenn ich arm gewesen wäre? , Er: Ich würde Dich gar nicht gekannt haben, Täubchen l 1 , "

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DerZensuözähler. -

,i?? Sind Sie ein Weißer, ew Schwarzer, ein Chinese der ei Indianer? ZweiselyasteS Vertrauen. r9 V I KjL jfV i 4-.Wj? Sie haben wohl kein Vertrauen zn mir, weil Sie mir die hundert Mark nicht leihen wollen?" B: 0 doch volles Vertrauen . . . . aber sehen Sie, ich bin halt gar fo oft schon engefchmiert 'worden!" ?ine hfivfchc 2:::ekdote von TYlerS wird neuerdings in einem französischen Blatte erzählt. Der berühmte Staatsmann und Historiker war das ProZotrp der modernen parlamentarischen Benvsamkeit, ein wahrer Eauseur auf derTribüne. Die meisten seiner Reden trueen das Gepräge des Unvorbereiteten soeben Einstandenkn an sich, und dochwußten alle feine Freunde, daß er jede 9!ede vorerst niederschrieb. So fa:;d ihn einst Nemusat vor einer großen. Kammerschlacht am Schreibtische sitz?n. Thiers war sehr erfreut über dw Besuch und bat seinen Gast, die Rede, welche er soeben fertig coricipirt hatte, anzuhören. Nömusat hörte mit lebhaftem Interesse zn und sprach sich zum Schlüsse voll BeMeisterung aus, nur meinte er, es fehleoer Nedc jenes Etwas, daß den Neben. Thierö' den unvergleichlichen Duft deZ. frifch Entstandenen gebe. Sie haben Recht, erwiderte Tlüerö, ich habe noch die kleinen NachlÄfsigkeiten nicht angebracht." Damit fetzte er sich wieder au den Schreibtisch und strich einzelne Stellen, schrieb einige Wiederholungen in den Tert und gab demselben dadurch ein ganz anderes Gesicht". ', An diese Anekdrte knüpft ein geistvolle? französischer Schriitsteller einige treffende Bemerkungen über die moderne parlamens tarische Vercdsamkcit, die himmelweite verschieden ist von jener der vonnarzl!chen Zeiten. Damals faß noch das Pathos auf dem Thron, heute wirkt man. nur noch durch gesunden Mcnschenverstand und etwas Malice. Phrasen wie: die folgende, deren sich einst Ehatcaubriand mit großem Effecte bediente, würden heute einfach Gelächter erregen. Der berühmte Dichter sagte nämlich in einer Sitzung des Senats nach der JulisNevo lution: AlS unnütze Kassandra habe ich lange den Thron und die Pairs desReiches mit meinen damals verachteten Weissagungen belästigt. Es bleibt mir nichts übrig, als mich auf den Trümmern. ineS Schiffbruches niederzusetzen den ich so oft prophezeit habe." So etwas, zieht heutzutage selbst in Frankreich nichf mehr. Eine gute Seele. Atelier Putzerin: .,Ssg'n S' mir nur, warum, sind S' denn immer gar so traun?" Maler: Das versteh Sie nicht, gute Frau; ich bin von der Jury der letzten Gemäldeausstellung 'einfach Übergängen worden und das überlebe ich nicht!" Vutzerin: Uebergangcn sän S wor'n! 0 mei des is fo arg net! Den7en S' Jhna, was dees wär', wenn ma Ihn Überfahren hätt'!" Furchtbare Strafe. Sie: Mit unserm Zimmernachbar ist es nicht mehr auszuhalten ; er hat sich heute wieder fehr unhostich ' gegen mich benom men !" Er: Na wart', dem Grobian werd' ich schon kommen! Heute noch . kriegt unsere Eoa Klavierstunde; und i-j sollte er sich wieder einmal so eine Frechheit erlauben, fo erhält sie sofort auch SingsUnkerricht!" l Heirathöannonce. Eine junge Dame, welche das Gluck hatte, bei der Ausstellungslotterie eine herrliche Eigarrenspitze zu gewinnen (geschnitzter . Meerschaum und Bernstein) sucht auf diesem, nicht mehr ungewöhnlichen Wege ; einen dazu passenden Ehegefährten. ! Gest. Zuschriften unter Trabueco". il Vorsi ch ii g. . Mutter: Heut. 1 Abend, Hänschen, kommt der liebe Papa ' von feiner Reise zurück. . EUlngtDirM Apfelsinen mit Nun wirst Du aber auch doch heute recht artig seiwnichtW wahr?" Hans: Sind die Apfelsinen auch groß?"., nu. " 3$ ' , Mi ß verstandn iß. Nichter (dictirt): , Der Angeklagte ist sofort zu verhaften, weil er der Flucht verdächlig ist!" Actüar (schreibj):. Der,Ange-, , klaate ist sofort zu verhaften, well er : V . f-m r '"'! j :. " ' ?s " " " 4, Pf rcrflNQl veicac?:lg ijir ' . ,.:

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. ;..Ei M an n d ei;:,1 G "-rx. T: .jnt-i iijj!iii!i?!i;! h eit. Guten Taq, Herr B-lter wo kommen dennSiek.her?5k draußen . in... der städtischen Badeanstalt. Wissen S', V geh' alle Jahr einmal zum Baden ob's .nothwendig is oder net ! Z U -t i " ' '' '' I "" ' ""' -ii11.'1. ':;!!'' is ' : All u w ortlrch g e n o m ! men. . Alles nimmt mei' Frau wörtlich! Gestern sag' ich zu ihr im Zorn, sie soll zum Teufel geh'n" gleich hat flej: sich angezogen und ist zu - ihrer Mutter 1

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