Indiana Tribüne, Volume 13, Number 279, Indianapolis, Marion County, 26 June 1890 — Page 3

Neuralgie

ist ein untcrZroiLe ntx Schmerz in de Nervt, welch dauernd a eh eilt HAW wird durch die An---!" weubuniz von St. Jakobs cl. -47Oin Iahx gelktte. 34 lj über ekn 34r lsn? as de ?eft:gst ralguchkn Schmerzes im Stnft, doch wurde Ich as skchkskik; AnVendung von St. Jakobs Oel VsLskändizzeheilt. W. A. Bace Vswell, Nebr. .i-V,,, ;; , :: : - IS S Sackett-Str., BrsÄyI, N. D., . . 31. tan, 1S89. 3ch Satte Mische Schmerzea in der Seite vsd litt sechs Mone. Durch die Anedug v St. Jä5,bs Oel wurde ich wieder ?2stÄatiz sestrA.-Aichttl NcGkoz. f H CHARLES A. V0GILER CO.. BaKtaort, Ild, DhAWGbKwnM IST gegeu alle Arankheiren der q Brust, der Lungen und der 57ehle. Nur l2 OrkzZ2ar.Dscketcn. 25 Gents. YSf Vack:tk für $l. I alle $piSefai it hebe, ,der wird nach Emrfanz de Betrages fr i crssÄdk. Ma adressire : TH KASL3 A. VOGELER CO., LiAmo. UL Schwache Männer, reti&t ISte to i Ut ff? atrarS rraf t nnl ßTalHiH st Ofitil mietet jn ilancsfn teünjdjen, Zollte icht mit itlen Srsnkengejchlchkkn Uusfitt, ichlich anS?e?attee Werk gibt Auflchluj über ein neues llanf Ahtetl. toDfcur laufmk lnnrfia!fc f A. maumf n. cti ..--iuat nEtrun" m ,,,,, ci - - t -w , . I viqiinfivi rranihtf trn un den slge or Jugend, A , . - . t i . J' '! H nhn SqTTff sl Xron G HjfklaJ. innern cuiunoi? nittctröerafiitiit uttta. tu erfahren e5nra einfach all iiatj, JkdnZeiek,n Änt. Cckti 25 Cent in Staats und thr Mommi ftl ch fTf.fgfU SS franco ,zkschi 3 feff uVrtccl Sttnik 0 ciptnfttnr n mft xu Ltt., Re goifv a. g. KM' Seils : E? ft'c f f S3nn m$ ein Sozxon,Such faufm verkaufen k Jhe Sik dea fslgende Preisen für den Monat I : Qenlz.r als 75 Pfd- aufinz!7Se rer 100 Pfd. 75 iii 100 Pfd. aus einmal 50c xer 100 Pfd 150 di 500 Pfd. aas einmal 40; pir ICO Pfd. 500 bt 2,000 Pfz. aas einmal Z5e , lOOPffc. 2JX0 tii Wsgenladunz auf ttntiul 25; pei i1 Pfd. Ran spreche in meinem Rita'.l Sis-De xt, ISO iDdlana Ayonue, or. Fuhrlkiiten ist d nicht gtfUttet, Ä antraf n o5 zufchlttß. CDsu-HroB?-Da? beste üEatt?sriöf BkZSÄ BHEATHIHG & BUILDINÖ PAPERS. Peck, Thee? und Trinidad Zttphalt lof los, f statt 2 k VlY Readtz Roofiag Vlles zs hädm 6ri Y T. Emittier. Derselbe fabri zrrt serntt .Vthracene Dismfeetant, Motten Papier und MottenVachs und Rapthaline. Wer gntes Material wi l, Kulme zu W il HMITMEE, lOt) W,Z Marvland OttaO. und Monumente. DIENE S, Vildhoucr. No 218 OS rJasblngtonvr Zac MetzgerSCo., 80 und 32 Cil Yland Str.. fferiren solgmde Weine in Flasche Importttke Zi?el'w.ie : Mdeshewtt Blfchsftberg. Oppenhewer. NiersitZner. Oder Jogelhümer. Frsnzostlche Rothwewe: Yontet Canet, Narzauxund St. Sultan Supnleor. Talifornische Weine: Zwfavdel No. 1,8 gkndrr, Riesling, Sntedel, Sherrtz, Augeltra, süße Muskateller Y?rner : reine Tatadbs 5F71iZkZ.ii. 407 I'Befiellnngen werde nach allen Thei Z der Skadi prompt abgettefert. '

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Ueber dem Mgrund !

Roman don Reinhold Ortmann. lFortsesuna. Geiß ; anfänglich sprach er die Ms sicht aus, das Geld nicht anzugreifen : aber schon nach vier Wochen flickte er jemand mit der ersten Anweisung. Und dann kamen die anderen in sehr rascher Folge." Watter hatte nach feiner Mütze gegriffen. Ihm war, als müsse er unter der zermalmenden Last sein Elend laut hinsusschreien, und er war außer Stande noch länger in dies ruhige, geschäftsmäßiz nüchterne Antlitz zu blicken. .Ich kann Ihnen aus alles dies jetzt keine Antrosrt gehen, Herr Goldbergerlsagte er mit einem verzweifelten Versuch, wenigstens äußerlich gefaßt zu erscheinen. Aber ich werde mich bemü.ben ich werde versuchen Sie sollen zedenfalls voll befriedigt sein, ehe ich zu meinem Fkegiment zurückkehre! Darauf gebe ich Jhnm mein Ehrenwort ! Die beschwichtigende Erwiderung des Banquiers nicht mehr abwartend, stürzte er hinaus. Mit gesenktem Haupt und durch die einsamsten Straßen kehrte er zu seinem Vaterhause zurück. Er wollte sich selber überreden.datz Goldberger nur durch ein zufälliges Zusammentreffen verdachtkger Umstände irregeführt sei, daß sein strenger ehrenfester Vater weder ein leichtfertiger Schuloenmacher, noch ein Verbrecher fein könne. Aber das Schreckgespenst ließ sich nicht mehr verscheuchen, und mit einem Male fielen ihm hundert kleine, unbedeutende, bisher nicht beachtete Dinge ein, von denen jedes jetzt zu einer Bestätigung des furchtbaren Verdachts anwuchs. Kaum noch eines klaren Gedankens, und jedenfalls keines rettenden Entschlusses fähig, ging er .durch die prächtigen Zimmer, deren elegante Einrichtung ihn plötzlich mit unsäglichem Widerwillen erfüllte. Vor dem Eingange zum Arbeitszimmer des Präsidenten traf er auf seine Schwester Wanda. Zum ersten Male bemerkte er den starren Ausdruck auf ihrem bleichen Gesicht und die verbitterten Züge um ihre Lippen. Und ohne daß er wußte, wie er zu dieser Annahme kam, erschien sie ihm lS eine Mitschuldige an dem Elend, vor velchem er sich umgeben sah. Warum hat man mir verschwiegen, bag wir Bettler sind?" rief er ihr mit der brutalen Rücksichtslosigkeit der Ver zmeiflung entgegen. Warum soll ich die ganze Last einer Schande auf mich nehmen, die ein Anderer heraufbeschwor ten hat?" Sie fah ihm fest ins Gesicht und e, zuckte verächtlich um ihre Lippen. .Nicht von mir fordere eine Antwort ms diese Fraaenl Ist es Dir jemals kknaefallen. Dich um unsere Vermögens Verhältnisse zu kümmern, als Du zur Befriedigung Deiner verschwenderifchen Neigungen immer neue Anforderungen an den Vater stelltest ? Vielleicht würde es besser um unß stehen, wenn er dergae gegenDich weniger freigebig gewefenwäre. Walter fragte nichts weiter. Das anklagende Wort hatte ihn wie ein Mefserstich getroffen. Er schloß sich in dem Studirzimmer deS Präsidenten ein und beaann aufs Neue den Inhalt des Schreibtisches zu durchforschen, diesmal' nicht sorgfältig Blatt um Blatt wendend wie vorhin, sondern in den Rechnungen und Papieren gleich einem Unsinnigen ühlend. , Und in einem Fach, welches feiner Aufmerkfamkeit früher entgangen war, fand er endlich, was er gesucht und doch zu finden gefürchtet hatte, ein kleines unscheinbares, mit Zahlen gefülltes Buch, welches der PrasidVt bis in die letzten Wochen hinein zu den Aufzeichnungen über seine Vennogensoerhältnisse benutz! hatte. Wenn der junge Ofsicier bis dahin doch nsch irgend eine fchvache Hoffnung gehegt, so hatte er die Gewißheit erlangt, daß dieselbe eine trügerische gewesen war. Und nun, wo eS keinen Zweifel mehr gab und keine andere Aussicht auf Rettung als durch ein offenbares Wunder, nun machte seine rathlose Verzweiflung einer stumpfen Ergebung und Entschloszenheit Platz. Er würde morgen dem Vormundfchaftsrichter erklären müssen, daß sein allgemein geachteter und verehrter Vater die' ihm anvertrauten Waisengelder unterschlagen habe, ohne daß seine Hinterbliebenen im Stande seien, den Verlust zu ersetzen ; und er würde gleichzeitig sein Abschiedsgesuch einreichen müfsen, da für den Sohn eines gemeinen Verbrechers kein Platz war in den Reihen deutscher Ofsiciere ! Aber er wollte weder das Eine thun noch das Andere! Die Armuth hätte er vielleicht ertragen können, aber für die Last der Schande fehlte ihm die moralische Kraft. Wenn der herbe Vorwurf seine? Schwester ein berechtigter war, wenn er durch seine Leichllebigkeit wirklich einen Antheil hatte an dem namerlosen ölend, so wollte er sich dafür seiner Strafe nicht entziehen. Aber nicht mit einem Dasein voll Schmach und Verachtung gedachte er seine Schuld zu losen, sondern da mit daß er dies werthlos gewordene Dasein, dies elende Leben, das feiner Meinung nach fortan keinen Zweck und keinen Inhalt mehr haben würde, frei willig von sich warf wie eine überlästig, Bürde. Nur wenn er nicht zögerte, den Tod der Schande vorzuziehen' konnte er daraus rechnen, sich die Achtang seiner Ka meraden zu erhalten und er hatte sich die besonderen Ehrbegriffe seiner Standesgenossen bereits so vollständig zu eigen gemacht, daß ihm der zweifelhafte Gewinn dieser Achtung über das Grab hi nauS hoher stand als die Rücksicht auf die beiden schutzlosen Frauen, die er allein nd ohne Beistand in der unbarmherzigen Welt zurückließ. Jener Egoismus, der bei aller persönlicher Liebenswürdigkeit doch jederzeit der hervorstechendste Zug seines Charakters gewesen war, offenbarte sich Zn der folgenschwersten Entscheidung feines LebenS noch einmal in seiner ganzen Rücksichtslosigkeit und Feigheit. Der Dragoner - Lieutenant löste daS Ehrenort ein, daß er dem Banquier Goldberger verpfändet. Er vermochte für feine Befriedigung nicht zu forgen, aber er kehrte auch nicht zu seinem Regiment zurück. Er bezahlte die Schulden seines Vaters mit seinem Herzblut, da er außer Stande war. siemit seinem Gelde m

iZsgen. Wer wollte dann noch wagm, einen Stein auf ihn zu werfen! Mit diesem Entschluß stand er vom Schreibtisch des Präsidenten auf und verlies zum zweiten Male das HauS, diesmal, um lebend nicht mehr dahin zurückzukehren. Der große ungeheuere Abgründ, in dem Tausende und Abertausende untergehen er sollte auch ihn ver, schlingen! XII. .Nehmen Sie noch eine Tasse Thee, Herr Jmmenhofen!" Eine sanfte angenehme Stimme hatte die Frage ausgesprachen, und eine schmale Hand hatte den Arm des Ingenieurs berührt, der am Fenster des hohen Speisezimmers stand und mit ernstem Gesicht hinabschaute auf die anmuthige Flußlandschaft zu feinen Füßen." .Ich danke nein, Miß Taulot!" gab er zurück, sich iNur halb nach der Fragenden umwendend. " Ich würde Ihnen ohnedies mit meiner Gesellschaft nicht länger lästig fallen, wenn ich nicht einer wichtigen Besprechung egen die Iiückkehr Ihres Herrn Vaters von seinem Spazierritt erwarten müßte." Die großen ausdrucksvollen Augen sahen ihn befremdet an. .Wann wäre uns Ihre Gesellschaft jema!Z lästig gewesen? Habe ich Sie denn beleidig daß Sie heute so wenig freundlich gegen mich sind?" Die Antwort wurde ihm erspart, denn eine frische, jugendliche Männerstimme rief mit liebenswürdiger Heiserkeit Vom Speisetische herüber: .Lassen Sie doch den deutschen Baren, Miß Ellinor! Er weiß gar nicht, wie gut er es hat, und vielleicht geht ihm auch irgend eine weltbewegende neue Ersindung im Kopfe herum." Es war ein Sonntag Nachmittag und seit JmmenhofenS Rückkehr von Europa war eS zur fast eingebürgerten Siite geworden, daß er diese Nachmittage und Abende im Landhause Hugh TaylorS vor der Stadt verbrachte. Dort waltete Ellinor mit geräuschloser Anmuth ihres Hausfrauenamtes, und jeder dieser stil len Abende denn andere Gaste erschienen selten nur in dem traulichen Hause am Flusse war für den Ingemeur ein Fest, dessen Herannahen er während der ganzen Woche ersehnt hatte und dessen bloße Erinnerung hinreichend war, ihn heiter und freudig zu stimmen. Jn den letzten Wochen aber schien zuweilen ein leichter Schatten das sonnige Bild dieses fröhlichen BeifammenlebenS verdunkelt zu sehen. Johannes Immen-, hofen war nicht mehr der einzige ständige Sonntagsbefucher deS Landhauses gehlieben, und mit dem neuen Gaste war eine lautere gerausckvollere Heiterkeit eingkogen, als sie sonst in dem buen retire Hugh Tarsior's üblich gewesen .war. Ein hübscher junger Mann mit lachenden blauen Augen und mit einem frischen runden Gesicht von prächtiger Offenheit war dem Oberingenieur eines Tages als Master Douglas Wyndhem, der Sohn eines vertrauten Freundes des Hausherrn vorgestellt worden, und e? wer Immenhofen mit so freundlicher Bescheidenheit entgegengekommen, daß sich schon nach wenig Stunden ein ganz kameradfchaftliches und herzliches VeriMltniß zwischen ihnen herausgebildet hatte.

j Auch Taylor uud seine Tochter fanden viel Woyigesallen an et in yarmwZen Geplauder und den gutmüthigen Scherzen des neuen Gesellschafters. Die Art, in welcher Wyndham Ellinor seine Huldigunge darbrachte, a? von einer so liebenswürdigen Naivetät, daß man ihm unmöglich böse sein konnte, auch wenn er sich gelegentlich mehr herAUSnahm, als jedem anderen jungen Manne gestattet worden wäre, und lo war eS wohl erklärlich, wenn Jmmenhofenden Eindruck gewann, daß die Beziehungen zwischen Ellinor und Douglak immer inniger würden, je öfter und regelmäßiger sich die Besuche deS Letzteren wiederholten. Und obwohl er selber der Tochter seine Wobltbatns eigentlich niemalt den Hof gemacht hatte, veränderte sich fein Veneh wen gegen sie doch ganz auffallend, feitdem ex jene Entdeckung gemacht zu habe glaubte. Er kam Nach wie vor an den Sonntagen indaS Landhaus hinaus, und er ließ es bei keiner Gelegenheit an der schuldigen Artigkeit gegen Ellinor fehlen, aber er war viel wortkarger geworden als früher. Viertelstunden lang faß er oft schweigend da, wahrend Douglas Wundhams lustige Einfälle wie ein unaufhorliches Feuerwerk von Raketen sprühten, und nur, wenn ihn Hugh Taylor in ein Gespräch über technische Angelegenheiten verwickelte, trat hier und da seine, alte Lebhaftigkeit zu Tage. Gegen den jungen Amerikaner selbst war er von immer gleicher Freundlichkeit, und wenn er ihm gegenüber jetzt vielleicht etwas mehr ZurückHaltung beobachtete, als eS anfänglich der Fall gewesen, so hatte sich die Veränderung doch in einer so zarten Weise vollzogen, daß Wyndham in seiner autherzi I gen Arglosigkeit gar nichts davon be- - i- ..fi.'.ftf vu.' fcr r r incTuc uno og er rrirnenyosen Vieruieyt mit stetig wachsender Vertraulichkeit behandelte. So offenkundig wie heute war die Mißstimmimg des Ingenieurs noch nie zuvor zu Tage getreten, und es war denn auch das erstemal, daß Ellinor ihrer Verwunderung über den Wechsel in seinem Benehmen Ausdruck gegeben. Und doch hatte sich Jmmenhofen auf dem Wege zum Landhause fest vorgenommen, diesmal Herr zu bleiben über feine äußere Haltung und weder durch Mienen noch durch Worte einen Gemüthszustand zu verrathen, der seiner Meinung nach in den Augen Hugh Taylors und feiner Tochter ein überaus lächerlicher feinmußte. Aber schon der Augenblick seines Eintritts in daS Empfangszimmer hatte alle guten Vorsätze schmählich zu Schanden werden lassen. TouglaS Wyndham mußte unmittelbar vor ihm angekommen fein, und er war von Ellinor, die allein anwesend war, empfangen worden. Wahrscheinlich waren sie nicht darauf gefaßt gewesen, daß ihre Begrüßung durch eineu'Dritten gestört werden könnte: denn Jmmenhofen sah noch, wie Wyndham die Hand des jungen Mädchens mit großer Innigkeit an jeineLivpen drückte und wie sie ihm dieselbe beisnnem Anblick .it inem Erröthen entzog, das der Jngenieur nur als eine unwillkürliche Aeußerung des Unwillens über feine vorzeitige Dazwischenkunft zu deuten wußte. Er wäre daraufhin am liebsten sogleich wiej der umgekehrt, hcnn die freundlichen Be1 srüßungsworte EllinsrS. .Wfjuj ia jiru

Möglich ausrtchng gemeint nxt konnten, erhöhten ihm nur das Peinliche seiner Lage. Aber durch eine solche Flucht, für die es an jeder halbwegS einleuchtenden Erklärung gefehlt hätte, würde er seinen Wohlthker, der ihn gerade heute zurBenchterstattung über eme bedeutsame geschaftliche Angelegenheit bestimmt erwarten durfte, empfindlich beleidigt haben ; und er wußte gut genug, daß HughTay lor bei all feiner Jovialität und echten Herzensgüte nicht der Mann war, eine wirkliche Kränkung leicht zu verzeihen. So war er denn geblieben, und feine festgewurzelte Ueberzeugung, daß er den Anderen lästig sei, hatte nicht eben dazu -beigetragen, ihn zu einem angenehmen Gesellschafter zu machen. Wohl zürnte tx sich selbst wegen seiner Wortkargheit mnd feines unbeholfene Wesens, aber :stine grundehrltchkNawrrsarnun einmal .ungefchickt zu jeglicher Verstellung, und mußte sich sagten, daß eS kein anderes Mittel gebe, der Wederkehr so peinlich Situationen vorzubeugen, als ein dauerndeS Fernbleiben von dem Hause, daS ihm noch vor Kurzem der theuerste Zu. fluchtsort auf der ganzen weiten Welt gewesen war. Durch DouglaS WyndhamS ZwiscbenLuf war Ellinor ohne Antwort aus rhre Vorwurfsvolle Frage geblieben. Wohl hatte sie ihren forschenden Blick nicht sogleich von Jmmenhofen gewendet, als erwarte sie, daß er dennoch etwas sagen, daß er sich gegen die erhobene Anklage vertheidigen werde ; aber er bemerkte es nicht, da er sein Gesicht schon wieder dem Fenster zugekehrt hatte, und schwieg. Wyndham plauderte unterdessen lustig weiter, und seine glänzenden Augen hingen an der Gestalt der junaen Dame allerdings mit einem Ausdruck, der kaum einen Zweifel an der Natur der Empsindüngen lassen konnte, welche er sür Ellinor hegte. Wenige Minuten später wurde Ellinor abgerufen, und zwischen den beiden jungen Männern blieb eS eine Weile still, da Wyndham nicht sogleich die rechte Anknüpfung für ein Gefpräch mit dem schweigsamen Ingenieur zu sinden schien. Plötzlich aber trat er auf ihn zu und legte ihm vertraulich die Hand aus die Schulttr. Begleiten Sie mich mit Ihren guten Wünschen, Master Jmmenhofen, wie der tapfere Freundsberg den Johann Huß oder war es der Doctor Luther? Auch ich erwarte unseren Freund Taylor zu einer wichtigen Besprechung, aber eS wird sich um ernsthaftere Dinge handeln als um Locomotiven oder um Drefchmaschinen mit Dampfbetrieb. Noch der heutige Tag soll über daS Glück meines Lebens entscheiden." Johannes Jmmenhofen hatte wahrlich lieber im Kugelregen einer Schlacht gestanden, als daß er sich zum Bertrauten für Douglas Wyndhams HerzenSangelegenheiten machen ließ. Aber eine ZurückWeisung dieses Vertrauens wäre nicht nur unhöflich, sondern auch lächerlich gewesen, und so erwiderte er denn, sich energisch zusammenraffend: .Wenn Ihnen meine Wünsche irgend welchen Nutzen bringen können. Master Wyndham, fo fallen dieselben nicht fehlen ! Aber wenn ich Ihre Andeutungen richtig verstehe, meine ich doch, Sie werden sich für die Erreichung Ihres Zieles hauptsächlich auf sich selbst verlaslen müssen." (VorNsduna folgt.) Friede vei den Freisinnige. Der Krieg zwischen den Wadenstrümpflern und den Wasserstieflern in der deutfchfreisinnigen Partei, eigentlich zwischen den monarchischen und den demokratischen Elementen ist vorüber und die Demokraten haben gesiegt. Richter ist wieder Vorsitzender des Siebener - Ausschusses geworden. Es wird darüber gemeldet: DaS Centralcomite faßte einstimmig den Beschluß, die Mitglieder deS weiteren (13crj Ausschusses zu ersuchen, eine anderweitige Constituirung unter Wiederwähl VirchswS und BambergerS zum Vorsitzenden bezw. Stellvertreter desselben vorzunehmen ; ferner aber die Wiederwahl der bisherigen sieben Mitglieder des engeren Ausschusses, sowie die Wahl Eugen Richter zum Vorsitzenden desselben und die Wahl Schraders zum Stellvertreter herbeizufuhren. Die Vorsitzenden und die Stellvertreter der beiden Ausschüsse sind insofern gleichberechtigt, als dieselben in den

Sitzungen des betreffenden Ausschusses avwecyzelno ren Aorzitz führen und v weilig befugt fern sollen, eine Sitzung einzuberufen. Dazu bemerkt ein freisinniges Blatt: Im Interesse der Partei und der von ihr verfochtenen Sache des Rechtsstaates und der Volks freiheir sprechen wir die Erwartung aus, daß die wiederhergestellte Einigkeit eine dauernde sein und für den endlichen Sieg der freiheitlichen Grundsätze die heilsamsten Folgen haben werde. OiederaufnKe des rnimProcesses. Nachdem BiSmarck, der Feind des früheren Pariser Gesandten Graf Harry von Arnim, gestürzt ist. machen die Erben deS Verstorbenen Anstrengungen, einen neuen Proceß bewilligt zu erhalten. Es soll sehr gute Aussicht vorhanden sem, daß der Antrag bewilligt werden wird. Zur Stellung eines Antrages auf WieKeraufnahme des Verfahrens sind, im Falle der Verurtheilte verstorben, der Ehegatte, Eltern, Kinder und die Geschmster befugt. ES leben noch die Mutter und der einzige Sohn des Grafen Harry von Arrnm, die alfo ausschließlich berechtigt sind, einen bezüglichen Antrag zu stellen. DaS Wiederaufnahmeoerfahren würde aber wahrfcheinlich nur den Proceß vor dem StaatSgerichtShofe betreffen, elcher den inkolge seiner früheren Verurtheilungen inS Ausland geflüchtet! Grafen wegen seiner 1875 veröffentlichten Broschüre Pro mdilo wegen Landesserraths, Beleidigung deS deutschen Kaisers und des Fürsten Bismarck in contumaciam zu fünf Jahren Zuchthaus verurtheilte. Noch bei Lebzeiten strebte Graf Harry selbst eine Wiederaufnahme des Contumacialurtheils an und war im Begriff, sich nach erlangtem freien Geleit dem Reichsgericht persönlich zu stellen. Nur Jer Tod verhinderte ihn daran, der ihu ckm 19..Wsl 5S.S1 tu.Wiu5 errMe, 7

Die letzte Schlsözt in Dshomeh. Am 17. April erfuhr der französische Resident in Kctonu, Her? Wallot. daß die Dahomey - Leute einen Angriff auf Porto-Novo planten. Er begab sich fofort mit Oberlieutenant Terrillon und einem großen Theil der Befatzung von Kotonu nach dem gefährdeten Platze, der Tags darauf erreicht wurde. Am 20. April, um 6 Uhr früh, marfchirten die Truppen von Porto-Novo ab, dem Heere der Dahomenser entgegen. Die Vorhut bildeten S00 schwarze Krieger des Königs von Porto-Novo, Namens Tossa. Jh-1 nen folgte eine Compagnie schwarzer) Senegal-Schützen, dann die weiße Mannschaft unter Oberst-Lieutenant Terrillon's Befehl mit drei Geschützen, und den Nachtrab bildeten wieder Seneaal - Schützen. Im Ganzen batte Oberst - Lieutenant Terrillon '500 schwarze Krieger und 350 reguläre und weiße und schwarze Soldaten unter seinem Befehle. Nachdem man etwa sieben Kilometerweit marfchirt war, stieß die Vorhut auf den Feind, der sofort das Feuer eröffnete. Die Porto-Novo-Neger liefen spornstreichs davon, nicht ohne acht Todte, darunter ihren Führer, auf dem Plan zu lassen. Die Dahomey-Krieger waren ihnen in hitziger Verfolgung aus den Hacken und kamen mit den Flüchtlingen fast zugleich vorder Front der Regulären an. Der Befehlshaber ließ ein Carree bilden, das die Dahomey - Leute mit mörderischem Ge, wehr- und Kartätschenseuer empfing. Die Wirkung war verheerend. Der Feind stutzte einen Augenblick, dann griff er aber mit äußerster Todesverachtung an. Es wurde Allen klar, daß sie das ganze DahomeyHeer vor sich hatten. Oberstlieutenant Terrillon schätzte dieses aus 6000 mannliche Krieger und 2000 Amazonen. Die wilden Schwarzen stürmten immer wieder auf das Carree los und juchten in dasselbe einzubrechen. Reihenweise mußten die Amazonen, die eine unglaubliche Hartnäckigkeit an den Tag legten, mit der blanken Waffe niedergestoßen werden, da sie bis an das Carree herankamen, obschon dessen Feuer sie in den letzten 200 Metern vor den vier Fronten schwadenweise niederstreckte. Dieses Gemetzel dauerte etwa eine Stunde, ohne daß das Häuflein der Franzosen ernstlich erschüttert wurde. Da aber das Dahomeycheer sich dann theilte und die eine Hälste Miene machte, nach dem von Vertheidigern entblößten Porto-Novo zu ziehen, während die andere das Carree., umgab, entschloß sich Terrillon zum Rückzüge, den er unter großen Schwierigkeiten äußerst langsam antrat. Er behielt die Viereck:Formation bei und machte auf der kurzen Strecke bis Porto-Novo fünf- oder sechsmal Halt, um sich der Verfolger zu erwehren, doch erreichte er schließlich die Feste vor dem Feinde. Er verlor im Ganzen 63 Mann an Todten und Verwundete?, darunter 15 Europäer, fast ein Fünftel feiner Leute. Das Dahomeyheer soll ein Viertel seines Bestandes, gegen 2000 Krieger und Amazonen, verloren haben. - i vsm VnSIav,. V ie Engländer behan delnAlt-EgYPten mit einer erschrecklichem nüchternen Pietätlosigkeit. Vor einigen Jahren wurden beispielsweise Versuche gemacht, fragwürdige Inschriften von Pyramiden an Museen zu verkaufen, dann an den Import von geheiligten Katzen von dem Riesenfriedhos zuBubostiS, von denen einige dann auch nach Berlin in die Museen der Hasenhaide kamen, während die überwältigende Menge zu etnem billigen Preise auch als Kunstdüng auf die Wiesen und Felder AltEnglands verstreut wurde. Die neueste Verschleuderung aus dem Ausverkaufe übertrifft aber alle früheren an Pietätlostgkeit um ein Gewaltiges. Dem Centralcomite der 1893 in Chicago zu veranstaltenden internationalen Weltausstellung ist von einem gewissen Alexander Dann in Alexandrien gegen 12,000 Pf. Sterling (also die. kleine Viertelmillion Mark) zum Kauf angeboten worden, was noch übrig geblieben ist oon-Kleopatra. Der Sarg, die Asche, den übrigen Inhalt der Gruft, er will sie billig im Ramsch fortgeben. Und um die Amerikaner seinem Anerbieten geneigter zu machen, fügt er gleich ein Probeschächtelchen voll Asche bei, etwa einen Theelöffel voll, dasdieDirek tion nun zunächst unter gan; besondern Vorsichtsmaßregeln in die feuersicheren Gewölbe einer Nationalbank gethan hat. Die archäologische Gesellschaft in Chicago soll zunächst angegangen werden, die Asche oder den Staub der schonen Kleopatra zu untersuchen. Als echt würde sie angesehen werden, wenn sich noch Spuren von Natterngift darin finden sollten. DaS Angebot ist thatsächlich erfolgt. Es ist kein schlechter Scherz, sondern bewegt sich vollkommen in dem Jdeengang, welcher Engländern geläufig ist. Man muß sie nur selbst in unsern modernen Schlössern sehen, und mit welcher Andacht sie die gleichgiltigsten Dinge betrachten, die ei nem Prinzen gehörten, von dessen Erb stenz sie vorher nie eine Ahnung hatten, man muß ihre Verehrung sür .relies" gleichviel welcher Art kennen, um es verständlich zu finden, daß der Besitzer des Grabes der Kleopatra damit ein Schaustück allerersten Ranges zu besitzen vermeint. Aller Voraussicht nach wird der Ankauf iedoÄ nicht zu Stande kommen. Kaufe Mucko'S .Beft Havsnno TigarS".

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