Indiana Tribüne, Volume 13, Number 268, Indianapolis, Marion County, 15 June 1890 — Page 6

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Weisicrspuk und Elektrizität. Entlarvung tintt splrttislischen Schwludlerttt. ScusatkottSreporter nZS Detecttveö. Nur wenige spiritisnsche Medien betre'l? Itn jetzt noch die Vorführung ihrer (Seijta als Gefchäst. Es haben so vic!e Cuthüllungett stattgefunden, last das Cittren der eiste?", so daß sie rcie !n Fleiich und Bluk zurückgzznuöert erscheinen, jetzt euch von den gläubigsten Cpiriiistcn meistens eis Humbug verdämmt wirb. Die neueste Enthüllung dieser Art ist i;i der letzten Woche von drei Ner erlern der New Yorker World" rorgenommen worden und zwar mit Zuhrlfenahzne von cigcnI für diesen Zwe construirten elektrischen Lampen. Ein Medium NamenS Frau Cadniell betrieb seit Jahren die Vorführung vdn Geistern als ein sehr lukratirts Geschäft in dem Haufe 2 U Lcrington Avenue in SBwoktyi, N. I. Ein kleiner aber sehr epserivilliger Kreis von Gläubigen pflegte sich in jenttn Hause zu vcrfammein, u:n sich dort den Sport des intimsteu Verkehrs mit den Geistern Abgeschieden zu gestatten. Frau CadwellS Einkommen wird auf mindestens $5000 per Jahr abgeschätzt. Sie ist eine Frau von 43 Zahlen, hat mehrere Kinder, welche in das Handwerk eingeweiht und ihr behilflich warnt; und sie hielt sich zwei Assistenten, welche den Auftrag hatten. sie in ihren Vorstellungen zu unterstütz? und gleichzeitig als Wächter zu dienen, im Falle irgend welche Unberufene sich in den Kreis der Gläubigen einschleichen sollten. H 'fi M:s. Cadwell. Neun Wochen laug hatten drei Neporker der World", eine Dame, ein Schriftsteller und ein Zeichner, zu arleiten, um sich Eingang in den Kreis zu verschaffen und die Vorbereitungen zur Enthüllung zu treffen. Die Pionier-, arbeit leistete die Dame, ine Reporterin der Wodd." Ein Frauenzimmer kann weit leichler Zutritt in den Kreis der Gläubigen erlangen, als ein Mann. Außerdem hatte der zartfühlende Lokalredalteur der World" gemeint, bei der Enthüllung roürde es sich besser schicken,' trenn die Schwindlerin von weiblichen Händen gepackt und festgehalten werden rourde. Fräulein Bleistift so wollen wir die hübsche Eollegin bei dieser Schilderung nennen, überzeugte sich schon bei ihrem ersten Besuches daß es ungeheuer fchwicrig fein würde, diese Schwindlerin zu entlarven. Die Cadvell hatte ihre Vorbereitungen gegen Entdeckung mit bewunderungsWÜrdigem Scharfsinn getroffen. Aber Fräulein Bleistift verfügte über eine wohlgespickte Börse und über eine großartige Verfiel"Itrags und Veredungskunst. Sie spielte ihre Rolle geschickt und wußte sich derart in das Herz des Mediums einzuschlcichen, dajj Letzteres ihr nach einigen Wochen gestatte, ihren Aruder Charles mit zu den Sitzungen zu bringen. Der Bruder Charles es war natürlich ein anderer Reporter der Wortd besaß eine hübsche Stimme, fang Xe?.r? my Ood to thee" und In tlie twect by antl by" vorzüglich, that ungemein fchön bei der alten Schwindlerin, stellte sich riesig glaubensfest und machte der Cadroell die besten Complimente über ihre ungeheure Kraft und über die großartigen Verdienste, roelche sie sich um die Wissenschaft erworben habe. Dabei legte der Bruder Charles stets 'ine Fünfdollar-Note auf den Sammelleller. Regelmäßig verkehrten von nun nn Fräul. Beistist und Bruder Charles im CadWell'schen Hain'e, wurden begeisierte Verehrer derselben und legten das größte Jntereffe sü? die Manifestationen n den Tag. Nachdem sich die beiden Verbündeten in das Vertrauen des Mediums eingeschmeichelt hatten, wurde li ihnen nicht schwer, einen dritten Verkündeten einen Zeichner der World" unter dem Namen Cousin Frank" einzuschmuggeln und kurz vor der Enthüüung war'das Quartett der World"Deteetivs durch einen Mr. Patterson eus Boston" vervollständigt. Ohne derartige wochenlang betriebene Vorbe-.' reitungen n?äre es den 9!eportern gar v mcht uiogllch gewesen, dte Enthüllung bewerkstelligen. cv t? ic elektrische Lampe. Inzwischen hatte man zwei elektrische Batterien construirt, von denen Vetter, Frank und Bruder Charles je eine in den Revolvertaschen ihrer Hosen trugen. Es waren sogenannte Vorraths - Batterien,, welche den Trager in den Stand setzen, zu beliebiger Zeit und ganz urplötzlich ei elektrische Lampen von je fünf Ker,en Leuchtkraft anzudrehen. Die Lampen, hatten ewe Vrennkraft von je 3 Stunden. Man veranstaltete verschiedene Proben damit und die Geschichte arbeitete vor--züglich. Ein Druck und das dunkelste Zimmer wurde urplötzlich von vier elekkrischen Elüblichiern erleuchtet, welche von zwei Männern wie gewöhnliche. Rampen in der Hand gehalten wurden. Die Trahklcitungen waren derartig gelegt, daß sie bequem um den Körper herum liefen, ohne den Träger zu incom mo'viren, oder denselben der Gefahr ausTusthen. Die Lampen waren klein und

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leicht im Nockarmel zu verbergen, so daß sie im Momente der Entlarvung rasch hervorgeholt erden konnten.

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i Wie die Batterie wurde. Selbstverständlich wird die Vorfübrung der "Geister" nur in fast vollständiger Dunkelheit ausgeführt. Zur Entdeckung ist ein Licht nothwendig, welches urplötzlich und lautlos einen grellen Schein auf die Scene wirft. Ehe man em Streichholz anstecken kann, ist der sehr vorsichtig auftretende und stets eine Entdeckung witternde Geist" hinter den Vorhängen eines NebcnzimmerS verschwunden. Zwar war ein Gaskandelaber im Zimmer, wo die Cadwell ihre Vorstellungen gab, aber die Reporter wußten, daß das Gas im Keller abgedreht war. Nur durch Elektrik citat konnte eine vollständige und alle anwesenden Gläubigen gründlich überzeugende Entlarvung vorgenommen werden. Der lange vorbereiteteTag war endlich gekommen. Die vier Verschworenen hatten ihre vorher verabredeten Sitze eingenommen. Der Zeichner Cousin Frank in der Nähe des mit schweren Vorhängen dravirten Seance Noom, der Bruder Charles und Frl. Bleistift in der vorderen Sitzreihe, der Mr. Patterson aus Boston in der Nähe eines der fest verschloffenen und durch vierfache Vorhänge gegen jedes Eindringen des Tageslichts geschützten Fenster. Nach und nach füllte sich der Sitzungsaal mit dem gläubigen Publikum. Es brannten vier Lampen im Zimmer, welche jedoch etwas später bis auf eine hinaus getragen wurden. Diese letzte Lampe wurde schwer verhüllt derartig in eine Ecke gestellt, daß sie einen kaum vernehmbaren Lichtschein verbreitete. Man konnte die Gesichter der nächstsitzenden Anwesenden nur mit Schwierigkeit erkcnnen. NeZse CeyNouö Gcist". Im Publikum machte sich ein gewisser Herr George Deleree sehr bemerkbar. Er diente nicht nur als Führer der Clague, sondern stellte auch die meisten Fragen an die Geister", welche nach und nach erschienen, und fungirte nebenbei als Vorsänger bei den Liedern, welche das Auditorium anstimmte. Sodann machte .ch eine Mrs. Nichardson, bemerkbar, sobald nur die geringste Be wegung mxttx ttn Anwesenden entstand. Diese Beiden waren Helfershelfer hcs Medmms. ?each Abstngung etncs Lledes wurde ein tiefer Seufzer der Cadwell vernehmbar und Deleree erklärte, daß die Geister jetzt anwesend seien. Nachdem noch eine Collccte für das Medium vorgenommen worden war (die natürlich einen sehr reichen Ertrag lieferte) horte man hinter dem Vorhang die Stimme des Mediums, welche einen der Geister" mit gutcr. Tag Nelfc" anredete. Damit war der Geist des vor einigen Iahren gestorbenen Minstrelsängers 3!else Seumour aus Baltimore gemeint, wet cher regelmäßig bei den Vorstellungen zu erscheinen pflegte. Nun folgte eine ziemlich langweilige Conversation zwischen dem Geiste Skelses und mehreren Mitgliedern des Auditoriums. Die Reporter erkannten in derStimme deutlich genug diejenige des Mediums, bestätigten aber, um jeden Verdacht zu vermeiden, die Erklärung Delerce's. daß der Geist wirklich die Stimme des längst Verstorbenen besitze. Endlich erschiene der Geist Nclfe's zwischen den Faltendes. Porhangs, aber nur so, daß man ganz undeutlich ein schnurrbärtiges Gesicht, einen Theil der Arme und den obersten. Theil eines weißen Hemdes sehen konnte. Auch der Geist der Mutter des Me; diums, sowie der angebliche Geist' der verstorbenen schwedischen Schriftstelkenn Friederike Bremer zeigten sich in ahnlicher Weise. Zu ihrem Schrecken erkannten die Reporter dann daß sich ein ungläubi--ger Thomas unter den Anwesenden bes' fand, ein Herr, der allerhand verfangliche Fragen an das Medium stellte Die Antworten darauf waren'sämmtlich ausweichend und zeigten, daß das Medium auf 'einer sehr niedrigen Bil, dungsstufe stand. Die Reporter fürchteten nun, daß in Folge der Fragen jenes Skeptikers das Medium besonders vorsichtig fein .und ihre .Geister", nicht aus den Falten des Vorhanges her ausschlüpfen lassen würde. Nur wenn' sich die Betrügerin vor den Vorhängen im Zimmer selbst zeigte, konnte sie g packt und entlarvt werden. , ' Jedoch der Skeptiker hatte schon langere Zett keine Fragen mehr gestellte Das Medium war wieder muthiger geworden , und plötzlich ging ein Geflüsteii durch bin Saal, daß der, Geist" der sru-

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heren Schauspielerin Lucille Western jetzt anwefend sei. Dann theilten sich die Vorhänge wieder und der Geist" der Lucille wurde sichtbar, ja, er kam näher, in langsamem, schleichendem, schleppendem Gange schien er vorwärts auf die wie gebannt dasitzenden Zuschauer zuzufchweben. Deleree machte sich nun wieder bemerkbar. Er sagte, daß der , . ,,r , r t crr i . i Getst weit tlemer, als das Medmm ner, als das Aeedum, Zl V, HZ Js (. aTY mau sei. Frl. Bleistift hatte sich halb von ( l;UUC uy i;uiy vt.i ihrem Sitze erhöbe... Der Znchnn ebenfalls. Er stand im Vcarisse, irrt WHivtttP 1 rfl I zwischen den Vorhang und das Medium zu stürzen. Der dritte Rexorler hatte sein Llcht so arrangirt, um es xlotzlich zu entzünden. Er sollte seine Eollegin bei deren Angriff auf das Medium decken. Da kam daö verabredete Signal. Well, reell!" rief der in der Nähe des Vorhanges stehende Zeichner. .Won derful, wonderful!", antwortete der nebcn Frl. Bleistift stehende Reporter und bei dem zweiten Wondersul" hatte die junge Dame daS Medium gepackt, währcnd gleichzeitig vier elektrische Lampen das Zimmer mrt blendendem Lichte übergössen. Der Zeichner, welcher dem Mediunt den Rückzug abschneiden sollte, wurde von Deleree und der Nichardson gepackt, es gelang ihm aber, sich loözumachen. Lucille Wes.ern's Geist". Nun stürzten sich die beiden Helfers Helfer und eine Tochter deS Mediums aus die Reporterin und deren Begleiter. Das Fräulein erhielt von Deleree einen Schlag ins Gesicht. Der Kerl stellte ihr gleichzeitig ein Bein, so daß die junge Dame niedersiel und das Medium frei wurde. Die Tochter des Mediums suchte dem Schriftsteller die Lampe zn entreißen, ja sie biß eine der beiden Lampen mit den Zähnen ab. Jetzt aber meldeten sich auch die übrigen Anwesenden. Die Allergläubigstcn waren jetzt die am meisten Entrüsteten. Eine Frau, welche erklärte, sie habe 10, 000 geopfert, um die Geister offenbarungen zu studiren, gcbehrdcte sich wie toll. Tie Entlarvung. Und das Medium? Sie stand da angethan mit einem langen weißen OberHemde, über dem Kopfe halte sie einen netzartigen Schleier, die Fuße steckten tu langen Strümpfen. Sie war wie gebannt. Endlich bettelte sie darum, man solle sie freilassen. Das gefchah denn anch, und nun gaben sich die verbündeten Reporten den Anwesenden zn erkennen. Die Wuth der Frau Nichardson und deS Deleree kannte gar keine Grenzen. Sie versuchten es, ihre Wnth an dem alten Herrn Patterson aus Boston" auszulassen, der beim ersten Aufflackern deS elektrischen Lichtes die Vorhänge des einen Fensters abgerissen hatte, lo daß nun auch das Tageslicht hineinströmte. Aber Patterson wehrte 'sich seine? Haut und fand auch bald Beistand bei feinen, Genossen. Beschämt zogen die Betrüger sich zurück und das Publikum verließ entrüstet das Haus. ES werden jetzt Anklagen gegen die ssadwell und deren Helfershelfer wegen' Erlangen von Geld unter falschen Vor-, wänden erhoben werden. , Fertig! v 1 . , ' E!n Vater hatte einen Sohn, ' ; 1 Der war Student, der lange s&on Nahm Vaters Börse tüchtig' her. Der gule Alte seulitesehr: Wä? nur mein Sohn schon fertig!" Die Zeit , verstrich, der Herr Student War immer noch sehr weit vom End', Der Prüfung noch gewärtig, Da war der Vaier fertig. - Väter unter sich. Sagen :! Sie mir, Sie kennen doch den jüngeren Bumödorff, waö halten Sie von ihm?. Wie, wollen Sie ihm denn Geld leihen? I bewahre, er hat nur um die Hand meiner Tochter angehalten.'- ' In de r Schul e. Lehrer : Wie zieht man am leichtesten eine Cubikwurzel aus? Schüler (Sohn eines Zahn,rzteS):Mit'LaHgaSM Mo

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as Tssedlstt der Zukunft. Von Leo CilSrrstettt. Gianni Betini, früherer Lientenant der italienischen Armee und nicht weitumsegelnder Opern-Tenor w:e ich gleich bemerken will, damit man nicht muthmaße, er habe ursprünglich Häuschen m . . . 7 t - J ' a r r 91tf Ak cl, .,..? GRirti'Uintt rt0Tifw -vjh i'niv . ivMuuiiij vw i mV. uvMvnv. aiift:Lt : älxr ZIZT". Z SV w ftrftrrt, ,fA,r Sn Ufinftfirnnhen fcH, ' ffnlänn icklät. 21 ir ' ---r -3'" n-a Rührend der alte Phonograpy den aus gespeicherten Schall der menschlichen . -V ' Jf. L ? ' tk AU4 - wie ein Elephantenrüssel an unser Ohr I fAmi ?rtt tu SfFfttArtr rtrT itr4i i

yuue iiicgi yrei wteuci vvii yivt, on . Redaktion deS Tageblattes in diefeSKästbern durch einen Schlauch welcher m,t Am über ihrem Bett. Das Kästchen seinem trompeten ormtaen Mundstuck nch ! die 9mtt tmtn gttomr

schnmgt, hat der neue Phonograph (auch So das ist ein Phonograph! Jetzt Tonbewahrer, Sprachkäpchen, Rede-'erstehe ich. Es ist also gewissermaßen sammler) die under,ame. E'genschaft, e Verbindung von Telephon und Phodie Sprache klar, frei und naturlkch er- ggraph. Das Telephon vermittelt die tönen zn lassen, au, hundertzwanzig Herleitung, der Phonograph bewahrt den Schrttt Entfernung, mtt fechz,g Procent ! Schall! So! Hm, hm!" Er hat sich der empfangenen challkraft, a!zo mtt , Bette halb aufgerichtet und den Deckel Unterschlagung von blos zwet fünftel, j bc Kastchens vorsichtig geöffnet: ! Sechsig Procent von dem Nacht.gal. ricf , sich vor die Stirn schlagend,

zcnltto einer ami vtym roccni Don ; oen ln fronen aemunzien .rzuern elues Botel! Wer bekäme da nicht Lust so lauge noch der kapitalistische Staat nicht einer neuen Unordnung der Dinge Play gemacht hat ein Aktienunternehmen zu gründen. ' Ja, es ist sogar eine eigen?tige geniale Idee aufgetaucht, für welche auch bereits eine Gesellschaft in Bildung begriffen ist, und da diese Idee noch nicht patentirt ist und deshalb äußerst verschwiegen gehalten wird, wie ein belgisches Preßbüreaugeheimniß, so bin ich in der Lage, dieselbe den verehrten Lesern öffentlich zum Besten zu geben. Diefe Idee benennt sich: das elektrische Tageblatt." Um em Vnd von diesem vorzüglichen unicTncamcn zu uuuen, krage uns ein r. . k. ... a ? 1 JW , y , , f , I Sprung um Wemges t der Zett vorb?L?bVÄ l? m den Mal desahres 189. MfW 4 V i O V i lf 1 f AM K 1 ; .uu, tr;itM Vl; W.nmannschen Gruppe lst soeben nach ; nimififmrtFtt, 9litT?nthlt tn ystrtFt ttrtrh Berlln zurückgekehrt. Em Lustballonj Eilzug hat ihn auf der Hochstation Thiergarten" an einem wunderschonen Maienabend abgefetzt, und da er sich müde und ruhebedürftig fühlte, war er sogleich in seine frühere Junggesellen wohnung geeilt, die er sich von Kairo aus telephonisch wieder bestellt hatte. Er schlief prächtig in den breiten Betten feines Vaterlandes. Gestärkt und frisch erwachte er am anderen Morgen. Durch die fest geschlossenen weißen Vorhänge fiel mit sanftein Dämmer daS Morgenlicht. Er klingelte nach dem heimischen Kaffee. Die Thür ging schüchtern auf und herein tritt zimperlich und jungferlich in ihrer blitzfchlanken Schürze und ihrem fäneeweißen Hänbchen die kleine, alte treue Wirthin. Ein Brett mit Kasseekännchen hielt sie in der Hand und knixte und lächelte verlegen und schien überaus froh, ihrem alten Zimmerherrn wieder einmal Guten Morgen sagen ;n können. Innerlich war Dammwitz nicht minder erfreut beim Erwachen, statt einem grinsenden Negergebiß dem, rosigen altfrischen Gesicht des neuen HauSgefchopfeS zu begegnen. Doch liebte er's, die kleine Frau in angstliche Hast zn bringen,drum that er recht barsch und kurz, als er sie fragte: Und die Morgenzeitung?!" Die Frau lächelte ruhig: Ach Gott! Häh? Die Zeitung ? die Zeitung ist ja über Ihrem Bette!" Danimwitz blickte erstaunt an die Wand hinauf. Aber da war nichts, nur einige alte vergilbte IZbotographlen, die eine vom verstorbenen Gemahl der Wirthin, Herrn West seelig, und eine andere mit einein großen, seidenen, parademäßigen Brautkleid, an welchem oben etwas heraussah, etwa einem Kopf, der irgid einem Dinge ähnlich sah, etwa Frau West. Und richtiZ! Da war noch ein Kästchen, so groß wie ein Handschuhkajlen, und ein schönes, großes Zifferblatt daran, mit zwei kräftigen, vergoldeten Zeigern. Dammwitz blickte seine Wirthin strenge an. Äch Gott! da! da sehen Sie! Das ist ja unser Tagblatt, unser neues seit einem halben Jahr ! " Beste Frau, Sie sprechen zn sehr in Gerhard Hauptmännischen Satztrümmern! Würden Sie sich nicht lieber einer klassisch zusammenhängenden Rede beflcißen wollen damit ich Sie auch verstehe?" Ach Gott! Sehen Sie?" Die kleine Frau wurde ganz verlegen, lächelte, hüstelte, strich mit' der Hand übr ihre Schürze uud fuhr erröthend fort: Dieses Kästchen sehen Sie das ist ja das Tageblatt!" Donnerwetter! Sie wollen mich doch nicht zum Narren halten." brach Dammwitz los, da soll doch gleich einer 'n Mohren zu Sahne schlagen! Nein so was!" Aber! Ach Gott! Lieber Herr Lieutenant, nur nicht gleich so hitzig. Ach Gott! Nun ja, Sie erinnern sich doch. Ach ! Sie waren nie so ausbrausend. Nun ja ! wie man früher GaS ins Haus geleitet bat, Waffer, Licht, Elektricität, Preßluft. Ach Gott ! ehe Sie abreisten da waren Sie noch viel sanfter!" Nun, aber weiter!" Nuu weiter. , Sehen Sie Herr Lieutenant, akurat so, aber just so auch die Tageszeitung. Sie öffnen nnr einen Hahn da Sie richten den großen goldenen Zeige? und haben ganz nach Wunsch, ganz wie Sie ihn stellen, einen Leitartikel, ein Feuilleton . . . .Gerichtssaal oder Verschiedenes." Dammwitz sah mit ganz verblüffter Miene zu dem wunderbaren geheimnißvollen Kästchen in die Hohe. Potztausend! Da faß do Einer der braunen Krieger am Nafenrlng! Aber doch nicht'in gaSfor.nigem oder flüssiaem Zustand?" Die Wirthin, da sie ihren ZimmerHerrn so in Verwunderung sah, strahlte förmlich vor Vergnügen. Eine flüssige Zeitung! Wie Sie spaßen können! Nein! Aber eine entsprechcnde'Zeitung! Stellen Sie nur den Zeiger auf V., und Sie hören ein Feuilleton, aus dem Kästchen heroortönen, , mit schönster, klarster Stimme gesprochen, oder auf I,., da kommt Lokales drauf oder gar R., ein Roman j , Ach nee, ach nee,' was der intereffant ist! Und sie kriegcntch gewiß

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mchs am Ende! O Vott, Ist das trau rig ! Der Vater will nicht ! (Die gute Frau schien wirklich betnrbt.) Aber schon ist der Roman doch ! Und wie vortresflich er gesprochen wird ! Mit was für einem Gefühl in der Stimme! Nein, dieses Gesühl!" Dammwitz starrte noch immer in die Hohe. Ja, aber wie geht das zu? Wie kommt das Elephantenweibchen ins Balletkorps?" Ach o.i, das weiß ich ja nicht! Elektrisch? Telephonisch? Durch diese Drähte, die mit so schöner, grüner Seide umwunden sind, kommt es direkt aus der - . . . . ... Stnt ' ba6 ich icht sofort darauf ver siel. DaZ in a -if kst ja genial einfach ! aber so einsach l Ach, wirklich!" Da, schauen Sie nur, liebe Frau, diese kleine mit Wachs überzogene Walze. nicht größer als eine Zwirnspule ist die Walze eines verbesserten Edisonschen oder vielmehr Vettinifchen Phonographen. Dieser Apparat ist heute auf die Höhe seiner Vollendung gebracht. Und hier dieser Grabstichel: er ist durch Drähte und Kabel mit der fernen Redaktion in elektrischer Äerbindung und wird von dort aus in Bewegung gesetzt. Alle Worte gräbt er in diese Walze, in dieses wächserne Gedächtniß, daß die Gedanken treu bewahrt und durch die leiseste Anregung wiedergibt. Es gibt sie wieder, " ,s nnnl, Mt,kiMxn (llVfll ? V UMAVW V chn hier in Schwingungen verfetzt, ganz Are Zunge, lteöe Frau! und' Zies! metallene Zunge spricht getreulich Wort . . ' um Wort wieder, klar und wohllautend, Unb gewandter irnd gelehriger als ein n U . . . a 7. , t. Papagei. Um Mitternacht, da eben die letzten Telegramme aus allen Richtungen eingetroffen sind nnd der Inhalt des Blattes wohl redigirt und gesichtet zur Verwendung bereit liegt, treten berufene Rapsoden vor das Redaktionstelephon und erzählen in natürlich fließender Sprache die Ereignisse des Tages und die gefühlvolle Rede erregt einen elektrischen Strom, der durch unterirdische Kabeln eilt, sich in hunderttausend Abzweigungen zu vertheilen, nach den Haufern der Abonnenten hin, um dort alles dem phonographifchrn Kästchen an der Wand oder auf dem Tische zuzuflüi stcrn . . . . " Ja, ja!" siel ihm die Wirthin ins Wort, um Mitternacht, da hören Sie auch manchmal im Kästchen an der Wand ein heimliches Nagen, ein Wispern und Piöpern, wie von Mäuschen, die sich angeschlichen. Das ist wohl der Inhalt des Blattes, der sich von selbst auf die Walze kritzelt. Und was die Walze anbetrifft, da bekomme ich jeden Monat beinl Abonnement eine neue zu: gestellt, die schiebe ich ein, und die alten hebe ich auf. Die kann man immer wieder brauchen, wenn man etwas vom vergangenen Monat nachlefen oder vielmehr nachhören will und den kleinen Zeiger da am Zifferblatt über den Zahlen 1 bis 41, den richtet man, wenn man das Blatt von einem der osrhergehendeil Tage hören will; dann dreht sich die Walze mit uud stellt sich richttg ein." .Also mit den Papicrzeit'ungen ist es endlich vorbei! Nur noch Extrablätter. Anch die werden nicht mehr ausgeschrieen. Eine besonders wichtige Nachricht wird von der Redaktion sofort allen Abonnenten mitgetheilt." Wunderbar!" rief Dammwitz köpf: schüttelnd. Sind großartige Schwerenöther, diese Berliner. Glaube, sie wären im Stande, einer f.ikanischen Venus Seife beizubringen " .Wie'" fragte Frau Zest. Giebt es denn dort keine?" Woher denn? Sie würden fürchten, unter der Seife abzufärben." Ach Gott, Sie spaßen, Her? Lieute nant!" Wie, wissen Sie nicht, liebe Wirthin, daß die schwarzen Damen sich nie waschen? Nur alle Morgen lassen sie sich mit etwas Stiefelwichse erhöhten Glanz geben. ..." Ach Gott, wie Sie spaßen", lächelte die kleine Frau und eilte hastig nach der Thüre. Dammwitz wandte sich schmunzelnd um. Höchst befriedigt, seiner Wirthin etwa? Völkerkunde beigebracht zu haben, öffnete er den Hahn: Wie leicht und spielend die Belehrung ins Ohr fließt!" sprach er zu sich: man hört die Ansicht eines glänzenden Leitartiklers, wie sie blitzgleich erhellend über die politisch: Situation fährt, und hällt sich, ganze fünf Minuten lang, für einen g-n feinen Kopf, der allen Staatsmännern in die Topfe geguckt. Man überstiegt eine geistreiche, lannige, herb gewürzte Kritik und emxsindct daö schone Traumgefühl, eine eigene Meinung zu haben. Wird ein College hinunterge rissen, das Buch eines Freundes zerza ist, so läßt man sich die amüsanten stellen mehrmals vorschnurrcu, bis man sie auswendig gelernt hat. Das hört sich im Morgenhalbdunkel des Zimmers so gemächlich an, alle die Ereignisse in ihrer pikaitten, geistreichen Fassung, welche die Redcc:eure mit ihrer feinen Feder ciselirt haben. Run, horch! die Parlamcntsberichte! Nein! wahrhaftige das ist ja die Stimme, WindhorstS, und jetzt spricht Bamberger; und da, da fällt ein Witz Richters! Ah. ich versteht Stenographen werden nicht mehr benutzt. Man sendet das Grmmaxhön Berlin er zur Litzung ins Abgeordnetenhaus, wo es alle Reden in sich aufnimmt, die es dann dem Nedactionstelsphon widergehen muß bis auf die feinsten Nüancen der Stimmen, bis auf den säuselnden Schmelz der Regierungsetreuen und die sarkastische Derbheit der Opposition, bis aufs Räuspern, das Wagerglasklirren, das Hm, hm!" Dammwitz stellte den goldenen Zeig auf .Sonntagsbeilage". .Vortrefflich", rief er, .Wunderbar! Natürlich, da man keine Illustrationen mehr bringen kann, bringt , man die Arien beliebterTenore. DaS sind ja die Italiener .aus dem Kroll'schen. Opernhaus.

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L cionna 6 mobile. Und jetzt, na .... " Dammwitz ver-. schluckte den Nachsatz ; er war ganz ent zückt. Er hörte, wie aus der itm herüberkimgend den Hammerschlag des jungen Siegsried, begleitet von dem traf; ligen Sang, der in die Weile zu oerhal? len schien: Nothuna ! Nothuna ! neidlicheZ Schwert, Vas mußtest Du zerspringen ! Endlich kam auch das öchenttiche itzblatr an die Reihe und bot ihm neu Überraschungen. Die Epigramme, die beißenden Gedichte, die tollen Anspiehingen wareü von der wohlbekannten na: Dammwitz erinnerte sich noch an eint alte Liebhaberei, welcher er in Afrika nicht fröhnen konnte, nämlich in deu Heirathsinseraten sich umzusehen. Er fand zu seiner Überraschung, daß einige Kandidaten eigenmündig annoncirt hah ten. Besonders fesselte ihn Eine durch ihre liebliche schüchterne Stimme, und machte ihn nachdenklich. Seine Anstrengungen, sich diesem Banne zn ent? ziehen, waren vergeblich. So frisch nnd bezaubernd klang es. Dammwitz blickte sinnend vor sich hin in das Dämmerlicht des Ziv"nerS. Schone Träume gaukelten uir, Bett. Solche Töne konnten nur au einem kleinen, zarten, rosigen Munde kommen. Er ließ sich das herzliche Geplaudr wiederholt vorsprechen: Eine junge Dame aus guter Familie, häuslich...." Dammwitz, der alte Junge bekar Heirathsgeeanken. Es ist wohl denkbar, daß Dammwitz dennoch nicht heirathen wird. Es ist aber undenkbar, daß eine Zeitung, wie die eben .beschriebene, nicht in zehn oder zwanzig Jahren in Berlin zur Ausführung kommt. Telephon und Phonograph gehen täglich mit großen Schritten ihrer Vollendung entgegen. Die praktischen Schwierigkeiten, die sich jener Combination in den Wejj stellen könnten, haben schon heute ftchere Aussicht, bewältigt zu werden. Es bedarf Nur eines specnlativen Kopfes, der Muth, Lust, Zeit und Geld hat. Guttenberp wird Edison weichen müssen. III -M" Arbeiter und Studenten Ut Ftstten. Aus Bologna wird berichtet: So wie die meisten Städte Jlalirns hak auch Bologna am 1. Mai seinen Krawall gehabt, und zwar wurde derselbe hier in zwei Akten aufgeführt. Zuerst fand nämlich in einem geschlossenen Lokal eine Zusammenkunft "von Arbeitern statt, bei welche? sich besonders ein hiesiger UnioersitätS-Professor, Dr. Filopanti, und mehrere Studenten durch feurige Reden zu Gunsten der Arbeiter hervorthaten, worauf sich die Versammelten in langem Zuge, unter Vortragung einer rothen Fahne deren Auftauchen mit dem gleichzeitigen Verschwinden eines rothen Vorhanges aus der Kirche von San Martins in Verbindung gebrecht wird nach dem Hauptplatzc Bologra's begaben. Die Demonstration wurde aser im Keim, d. h. nach der ersten zcrbrochenen Fensterfcheibe, durch das" Militär unterdrückt, welches schnell den Platz umzingelte und die Demonstranten daselbst wie in einer Mausefalle sing. Mehrere Verhaftungen fanden statt, namentlich die Studenten, welche Reden gehalten hatten, wurden festgenommen, und das Gleichgewicht schien in dieser Stadt, dem Sitz der Wissenschaft und der Musen, wiederhergestellt. Am folgenden Tage rückte aber die Polizei mit dem Aufgebot der ganzen bewaffneten Macht plötzlich ror das UuiversitStZgebäude, um die Auflösung einer daselbst stattsindniden, höchst friedlichen Berathung über die Abfassung einer Petition um Freilassung der' verhafteten Kameraden zu verlangen. Weit entfernt, an Aufruhr zu denken, folgten die versammelten Studenten der Aufforderung des Sceklors, auZeinanderzugehen. und schickten sich an. die Unioerstlät zu verlassen, jedoch nnter den Rufen: Ev. viva Filopanti! EvYiva la plebe!" Kaum waren aber die Studenten auf der Schwelle des Universitatsgebäudes angelangt, während das Thor sich hinter ihnen schloß, wurden die jungen Leute mit einem ihnen entgegengeschmetterten Trompetensignal empfangen, welches zum Auseinandcrgehen im Nametl deS Gesetzes aufforderte. Da aber vor ihnen die Truppen mit gefälltem Bajonett standen, konnten die Studenten weder der Aufforderung nachkommen, noch in die Universität zurückkehren. Da öffnete sich ihnen auf Geheiß des Professors Diosgosidk Vitali eine Seitenthur, welche in dessen chemisches Laboratorium führt, und ein großer Theil der Stubenten flüchtete sich dort hinein, wo Profesfor Eramician einen Vortrag über die Lehre von den Urstoffen" rmprovisirte, um das Verweilen der Studenten in diefem Lokal zn motioiren. Andere Stu denken blieben auf den ersten Stufen des Einganges stehen, denselben für unverlehlich erklärend. Die Soldaten undGendarmcn verlang, ten die Auslieferung der ins chemische Laboratorium geflüchteten Studenten und waren.im Begriffe, ins Local einzudringen. Da öffnete Professor Vitali ein Fenster, berief sich mit donncrnderStimme auf die akademifchen Privilegien, die keinem Sbirren das Betreten der Universiiätsramne gestatten, und versprach im Namen seiner Schützlinge deren rubiac Entfernung, sobald die bewaffneieMacht sichzuruckgezogni. Diese zog ab und bald folgten ihr die Studenten, von de ?5" mehrere jedoch der Polizei noch in d:e Hände fielen, und zwar theils weil sie leden ihnen begegnenden akademischen Lehrer mit Hochrufen begrößten, theils wett tc den Soldaten ein Spottlied nach? sangen. Professor Filopanti ist bereits auf dem Wege Nach Rom, um als Parlamcntsmitgltcd sich gegen die Vergewaltkgung der Universität durch die Polizei zu beschweren. Kafernofblüthen. Ser. geant: .. Mur immer Muth, Jun, genS das ' Ei des Columbus ist auch ntcht an einem. Tage gelegt wer-

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Mtt Vrier Mark MttartZ. In dem Staatsarchiv von Venedig ist öer Brief entdeckt worden, Welchen die Vv.ntntn M TU vj, . m mm von Frankreich '!uart an dcn Kouks über die Eren ordnn a Riccio'S richtete. Derselbe lanttt tm v. d. M. nabmen wir unsere Mend mahlzeit um 7 Nhr in unserem Cabinet nn. die Um unS waren unzere vrn Araule. unser Bruder. der Csnunandänt von Sts. Ei ocs und andere unserer Hausbeamten. da mW vms njegtn unserer Unpäßlichkeit und da ihren: Gtfolae. 100 Psrsönen. alle Ei

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und Ausaange unseres Pe.'atteS. so ds wie sie glaiibtn, Niemand lebend entko mm könnte. Während dcsstn wogte Lord Nuthven in voller Rüstung mit anderen seiner Anhänger, mit Gewalt in unsere Gemacher und in unser Kabinet in dringen und als er unseren Sekretär Dü Niccio mit anderen Bedien sie ten sah. so sagte er, er wünsche mit ihm sofort zu sprechen. Im gleichen Augenblick srg im wir den König, unseren Getnshl, cb er ztwas wisse über diese Vorgänge, und als er uns verneinend antwortete," besahlen wir Lord Nuthven, unsere Gegenwart zu verlassen unter Strafe, alZ Hochverrat her betrachtet zu werden und sagten, wir würden über Dcvid Riccio entscheiden und iln bestrafen, falls er eines Vergehens schuldig wäre. Trotz dessen ergriff Lord Authsen in unserer Gegenwart mit Gewalt den David, welcher sich zu seiner Sicherheit und zu seinem Skbn&e hinter unsere Person stellte. Ein Theil des Gefolges Lord Nutzens umzingelte uns darauf mit den Arkebusen in dc? Hand uud erhobemn Flinten und zo z David mit große? Grausamkeit aus unserem Kabine: und brachte

ihm am Eingang unserer Kammer ött Dolchwundeli bei. weswegen nnr uns , nicht nur aufs Tiefste venvunder?e, scn- ;. I dern auch große Furcht für unser Leben ,,W hegten Als der Provsft mn Edinburgh den Tumult in unserem Va '(; laste borte, ließ er die Glocken mit H'im- l '

mern lauten und ka:n räch unserem Pa laste zn unserer Hilfe, begleitet von einer großen Schall? Bewaffnete? nnd bat, mit uns reden zu dürfen, um zu erfahren, was uns geschehen wäre. Wl? konnten darauf nicht antworten wegen der hefkigen Drohungen der Verschwörer, welche uns ins Gesicht sagten, daß sie uns in Stücken über die Mauern werfen würden, um Steaks uZ uns ;u machen, falls wir uns einsallen ließen, zn sprechen. Der König, unser Gemahl, befahl darauf diesen Leuten, sich zurückzuzieben. Die ganze Nacht wurden wir in unserer Kammer gesungen gehalten und hatte?? kaum Gelegenheit mit unseren Dienerin neu zu sprechen." ttv iün&e Kronprinz von Italien hat in dem transkaspischen Rußland, in Samarkaud und Mw ein eigenartigeSStück Erde kennen gelernt. In MerW war der Prinz von ökeapcl am 20. April! angelangt und hatte sich mit seinem Gesolge dircct nach dem'Aezar begeben.! Der turkmenische Bazar in Mrw, erläuterte bei dieser Gelegenheit ein Verichtcrstatter dc? Nowosti, hzt mit den Äazaren in Orenburg, Bachara, Samarkand, wo der Handel meist in geschlossencn Hallen vor sich geht, nichts gemein. Er findet auf offenem Felde statt, wo sich auf Kameelen, Pferden, Mauleseln Kaufe? und Verläufe? auZ der ganzen Umgegend cinsindcn. Die Waaren waren cu) Tcppichen ode? Filz unterlagen, die dircct auf den Boden gebreitet werden. auIgefteUt. Da sitzt ein hagerer, hobcr Turkmene mit sonnverbrannten Zügen auf seinem schnellen Roß und bietet lässig einen slten'u'.ageren Hahn aus. Ein anderer verkauft zu Pferde, während fein kleines Söhnchen hinter ihin im Sattel hockt, ein paar Lämmer, die vorn vom Sattel herabhängen. NingS um den Bszar stehen Hecrdcn von Schafen und Rindern zum Verkauf, sowie auch Pferde starker turkmcnifcher Raffe und der kleineren bucharischen ötasse. Dann wieder handeln Armenier und Juden mit russischen Vaumwollstoffen,, ein russischer Bauer bietet allerlei EisenWaaren aus, hier präfcntirt ein Perser kunstvolle Graphitgefäße, dort ein anderer' gedörrtes Obst. Ebenso bunt ist: auch die Masse der Käufer. Neben den 1 schweigsamen, ernsten Türkinnen im dunklen Gewände steht der kleine Buchare in feinem bunten Ehelat und in feinem j weißen Turban, ein schön gewachsener Tjcherkesse in malerischer Tracht hebt Z sich von dem einfachen russischen Kosack ? ab; ein Perser in hoher Schassellmütze. mit rothem Bart schreitet neben den? '

blonden russischen Bauer einher ; einigeM, europAifch gekleidete Damen FraucnVA der Ofstciere und Beamten kommen Begleitung ihrer Diener, um ihre WeH cheneinkaufe auf dem Markt zu machen M und Alles ist in steter Bewegung. öuM', ropa und Asien berühren sich hier ,n eigenartiger Weise. Auf die italienischen Reisenden machte dies &ante Trrirell; f einen großen Eindruck." Noch ein NttMi

deres machte, wre der Eorrespondent beb: merkt, aus die Italiener großen Eins druck: der starke Appetit der russischen Begleiter, die mit ihnen reisen,, sowie die Menge von Schnaps, Weiü und Bier, die ste consumnen. Ds2 Ijt etwas, das wir absolut nicht $u leisten vermöchten ! " meinten die Italiener, ' die selbst nur Selterwasser, oder kaulasischm Wem uut Watte? nanktn. , Vor der Jnspi z ! $tjn g! Hauptmann: nmo, da 'r's wtlzk, Leute, morgen kommt de? Jnspector, der fragt Euch über -nicht'nur Mdch beviV Reglement, der fragt Euch aus dem Kopfe, z. B.: Kanonier Schmelz, sag'' Er mir einmal, zu was hat eigentlich der Staat sein Militär?" Schmelz: .Dos han i immer au Ichs denkt ! i Rücksichtsvoll. .,' . .Du. magst sagen, was D' willst der Bismarck ist und bleibt her kscheidt'ste

Mann in diesem Jahrhundert!" Net so laut, Großbauer! ! Hinler' unÄ fitzt der Bürgermeister da der'S eru' End' übelnimmt !" . : :-:v":,,iH-i:Äv5

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A mim l w ! iff"V i I k . I i ß i , 'stj. fV t--.: MS t i tM iiilUK , - f I r ! J? !! t- ; i ''&: , I; "..)' ''!!&. ; Mi- 'li.ii!1

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