Indiana Tribüne, Volume 13, Number 268, Indianapolis, Marion County, 15 June 1890 — Page 4
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S A je ""v , v gfrk tfm .-;,T tr! S'ÄX-C iV r , i 'i i kndiana ' Tribüne. MB Sonntaaö'Qusgabs. QsSeet 130 S. srölandSL. JndiankpoliS, Ind., 15. Juni 1890. Medizinische Nund schau. lim einen guten Appetit ist eS eine , schone ivache. W:r frnden lhn mjt In denen, die ihn nicht befriedigen können, und er fehlt meist Solchen, die es recht j-ai dazu hätten, die aber ihren Magen burch allzureiche Tsclgenüsse verdorben haben. Nicht allen Lesern wird jene Geschichte bekannt sein, die sich zwischen einem Lord und einem Bettler zugetrage Haien soll. Der arme Teufel bittet den vornehmen Herrn um eine Gabe. Während dieser iu die Tafche greift, ehklagt der Bettler, ihn hungere so, er habe teil drei Taqen noch nichts gegessen. J333? Sunoer bast Du? Beneidenserther! Geh! ich null Dir dein Glück. nicht rauben!" Sprach's Neckte seine Guinee in die Tasche und überließ den Hungrigen seinem Glück. Indessen ist UebersLttiauna nur eine der zahlreichen Ursachen mangelnder Eß lust. Schon bei einem kleineu Schnupfenfieder laßt dieselbe nach; sie schwindet vollständig bei schweren Krankheiten, und je elender roir erden, desto weniger mögen wir zu uns nehmen. Aber auch umgekehrt: ir erden um so elender, je : weniger wir genießen; der Ofen brennt ; aus, wenn er nicht frische Kohlen hi kommt. Oft könnte der Patient noch j genesen, wenn er nur die durch das Fie- j der verzehrten Gewebstheile durch neue Zusuhr von Eiweiß flössen ersetzte, allem es ist ihm rein unmöglich, etmaS, außer , Wasser, über die Lippen zu bringen. ! Daher besteht eine der wichtigsten Äufgaben des Arztes, bei Krankheiten, die . eine längere Daner in Aussicht stellen, i rechtzeitig sur Erhaltung der Kräfte, d. j h. sur ausrelchende Ernährung zu sorgen. Fängt der Kranke an, etwas zu genie tzen, dann dürfen ir auf Genesung hoffen, mag er von Essen und Trinken uichis wissen, so steht die Sache schlimm. Wie reizen ir nun die schlaffen Ma genneroen, ie erwecken ir den schlum mernden Appetit? Der Arzneischatz besitzt nun allerdings eine recht geringe Zahl von Mitteln, welche in dem öiuj stehen, die darniederliegende Verdauung anzuregen. Chinarindentinktur, Pomes ranzenelirir, kleine Nhabarbergaben ie überhaupt alle Bitterstoffe, desgleichen Sardellen und sonstige salzige und pikant Sachen haben die Meinung für sich, daß sie den trägen Magen zur Vernunft bringen. Ost entspricht der Erfolg bei Erwartung, eben so oft aber bleibt er aus, und gerade in den Fällen, o von der Hebung der Eßlust, so zu sagen von einem Wolfshunger, die Lebensretwna abhängt. Ein roirkliches Msgenmittek soll den Appetit steigern, die Absonde rung des Magensafts vermehren, du Verdauung beschleunigen, den Aufent halt der Speisen im Magen verkürzen, kurz alle Funktionen desselben energisch bethätigen. Ein hungererweckendes Mit' tel im wahren Sinne des Wortes hat bis jetzt gefehlt. Es gewinnt den Anschein, als ob dies, empfindliche Lücke im Heilschatz jetzt auS: gefüllt are. Professor Penzoldt in Erlangen erhielt Gelegenheit, mit einem von den Herren Paal und Busch dargestellten Präparat, dem salzsauern Phenyldihpdrochinazolin (!) Versucht an Menschen und Thieren anzustellen. Es ist dies ein in heißem Wasser leicht lösliches, krystallisirtes, anfangs bitter, später brennend schmeckendes Salz, wel cheS bei Thieren zu 0,33 pro Kilo krampfhafte Erscheinungen hervorruft. Ein Eandidat der Medicin, eichen der Professor mit der Prüfung deS Mittels beauftragte, empfand bei Dosen von 1,0 leichte Uebelkeit, Schmindelaesühl, Hitz, im Kopse und Röthung des Gesichts, dagegen nach dem Genuß von 0,5 ein ausfallend frühzeitiges und starkes Huw gergesü'zl, so daß der Herr doppelt t viel, wie sonst essen mußte ein Ergebniß, welches sich bei spateren Va; suchen mit Anderen fa häusig bestätigte, daß Herr Penzoldt das neue Mittel mi! dem Namen Orerin (sie Eßluft) tauftk bei der Anwendung der chemischen Bezeichnung äre allerdings dieZung in ernste Gefahr gerathen. " Wie Herr Penzoldt in den Ther' peutifchen Monatsheften mittheilt,wurde schon bei 0,25 Orerin die Weißbrodoer, dauung uno bei 0,5 die eines BeafsteakS un eine halbe Stunde und daS Auftre: ten freier Salzsäure um eine ganz, Stunde beschleunigt. Nach den Gesunden kam nun die Neih an die Kranken. Keinem urde etwas von der beabsichtigten Wirkung der Arznei gesagt, und einstimmig priesen alle den riesigen Appetit, den sie danach bekommen hätten; ein tief herabgekommener Schwindsüchtiger rühmte, er habe ' den aanzen Taa Hunaer; sein Gewicht stieg mnerhalb fünf Wochen von IIS 'auf t2l Pfund. Einem schwindfüchkigen Schreiner konnte beim Gebrauch , des Wttttels seine Frau .nicht genug F Essen herbeischaffen. Bei einem Brauer mit Wassercrguy in der Brusthöhle und Fieber wirkte'das Orerin so, daß er die Nacht vor Hunger nicht schlafen konnte; eine sechzigjährige, mir Gicht, Herz und Nierenleiden behaftete, bis dahin völlig appetillsse Frau bekam solchen Appetit, daß sie in einem Tage mehr genoß, als , sonst in 6 Wochen. Ist das nicht staunenerregend ? : Das Orerin tritt nicht mit dem' Am spruch der Unfehlbarkeit auf. Unter den 36 mit ihm behandelten Fällen war bei S kein Erfolg wahrzunehmen; bei der überwiegenden Mehrzahl der übrigen aber war er ein überraschender, nicht blos durch die Zunahme der Eßlust, son l . dern durch die gleichzeitige Steigerung P des Gewichts und des Wohlbesindens. ES rsird noch vielfacher Erfahrungen ie dürfen, bevor roir ein sicheres Urtheil übet die Brauchbarkeit gewinnen. An' scheinend aber wird eS eine Zukunft haben ,' . r-rr cm TX 4,- C.! sC m iauen iciiut aArn,, v kriftung nach großen Operationen, bei Blutarmuth und beginnender Lungen schindfucht, besonders da, so die Er ährung und Eßlust gesunken sind. I. 2 ir rade das Gebiet der
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.'. ren dilrcten haöen so möge hiek ein nicht unwichtiger Gegenstand aus dem Fach der Nahrungsmittel - Hygienie berührt werden. Gegen die Aufbewahrung der Fische auf Eis zieht Laurence Hamilton in der englischen medizinischen Zeit schrift .The Lancet" zu Felde. Man bät bisher geglaubt, daß durch Eis das Fischfleisch seine Festigkeit und Schmackdaftigkeit unverändert behalte; der Werfasser behauptet das Gegentheil ; es werde vielmehr dadurch weick. fade und schlupf rig. Schwere Vergiftungsfälle sollen öfter nach dem Genuß von derartig ausbewahrten Fischen auftreten, wahrend dies weit seltener geschehe, wenn die Fische nur einfach an einem kühlen Ort aufbewahrt worden sino. Anstatt die Faulniß zu verzögern, scheint das Eis sie durch die fortwahrende Feuchtigkeit, welche eine Fülle von Faulnißbacteriex mit sich führt, zu begünstigen. Muthmaßlich entwickeln sich hierbei die thierischen Alcaloide oder Ptomaine, welche die oftmals beobachteten furchtbaren VergiftungSersch einungen nach dem Genuß von Fischen hervorrusen. Durch trockenkühle Ausbewahrung dagegen wird die Faulniß verzögert und Vergiftungen durch trocken ausbewahrte Fische verlaufen viel weniger heftig und stürmisch. Als zweckmäßiges Mittel, in NahrungSgegenständen die Fäulniß zu verhindern, macht neunding Dr. C. Rüger's Barmenit von sich reden. Als Beweis dafür wird gemeldet, daß Salamiwurste, welche vor 66 Monaten von Barmen nach Shanghai in China bgelöickt worden, dort frisch ankamen und on Deutschen und Amerikanern mit gu, sem Appetit verspeist wurden ; um ihre Haltbarkeit noch weiter zu erproben, lvurden einige der Würste wieder nach Lärmen zurückgesandt und kamen daselbst in ganz vorzüglichem Zustand an. Für die Frage der Verpflegung von Armeen und Seefahrern erscheint daS neukrsundcne Präparat von erheblicher Be reutung. Bekanntermaßen bedienen sich Sie Haussrauen zur längeren Eonseroikung von Eßvorräthen, besonders von eingemachten Früchten der Salicylsäure, welche in hohem Grade geeignet ist, den Hinzutritt von Fäulnißbacterien abzuhalten. Ob daZ Barmenit" jene Säure ls Bestandtheil enthält, wissen wir nicht. 1 1 ' i Theaterfrühling. Wenn auf der Erde die ersten Spuren des kommenden Frühlings deutlich werden, da ist es aus einem kleinen Plätzchen m User der Wien längst Frühling ge worden, ein strahlender Frühling voll üvpigen Grüns. Doch was da strahlt, tst nicht d'ie liebe Sonne, fondern eitel Kunstbegeisterung, welche in den Augen der aisolvirten Eleven und Elevinnen der Opern- und Schauspielschule des ConservatoriumZ erglüht, und daS Grün ist kein Chlorophyll, sondern derAbglenz der Hossnung. welche die jungen Künstlerpflanzen freudig erfüllt. Es ist aber duch keine Kleinigkeit, seinen Namen zum erstenmale schwarz auf Weiß gedruckt zu sehen, noch dazu von Lob umrahmt, und u lesen, ie aller Welt kund und zu wissen gethan wird, daß schon beim ersten Auftreten Beifallsstürme denMusikvereinSfaal durchtobten, welche fo stark gewesen, daß sie wie ein gewohnlicher Sturm die Hüte und Mützen ihre Bescheidenheit fortgewirbelt hatten. Nun treten sie aus dem Schulzimmer in die freie Luft der Künstlerfchsft, und wersen auf der Straße verwunderte Blicke nach rechts und links, daß noch nicht alle Welt sie kannte. Wir gewöhnlichen Menschenkinder, welche nur nach der Sonne sehen, um uns zu vergewissern, ob wir nicht schon den Winterrock mit dem Ucberzieher vertauschen sollen, wir wandeln ahnungslos neben Jeuen emher, und sind eines TageS überrascht, Leute, welche an uns seit Jahren mit kaltem Gruße orüiergeaangen sind, hexte plötzlich vor uns stehen bleiben zu sehen, ihren armen Händedruck zu fühlen, während sie sich nach unserem Befinden so angelegentlich erkundigen, al ob ihr ganzes Wohl und Wehe von der Antwort abhinge. Man klagt ihnen, daß man den gan zen Winter an einem gebrochenen Fuße daniedergelegen, man sei nämlich gcfalleu . . . . Gefallen?" unterbricht der Mann hastig. .Weil Sie just von gefallen reden haben Sie gelesen, wie meine Tochter in der Conservatoriums-Borstel-lung gefallen hat 1 Etwas verblüfft verneinen wir. Da reißt er mit einem Ruck ein ZeitungSblstt aus der Tafche, welches an den Falzrändern ganz zerschlissen ist, trotzdem es daS heutlge Datum trägt, und deutet mit dem Singer auf eine ganz schmutzig gelesene Stelle. Stun sino die Schleusen seines Enthusiasmus geöffnet und der Rest seiner Verschamcheit und Zurückhaltung wird fortgeschwemmt. Wie? Sie kennen meine Tochter gar nicht? Unglaublich. Ob sie schön ist? Na, ich will nicht unbescheiden lein, aber so etwas hat die Welt noch nicht gesehen. I ssir: r? ' c .r. i" m uhw cuic iiranic qai ic, vag ole zpaii! ,or Neid gelb werden könnte. Der Iahn war pasf, als er sie hörte, ich sageJhnen ganz paff. ,Wnd :r sie engagiren?" .Hm meine Tochter will nicht. Sie wissen ja, diese erbgesessenen Sängerinnen, welche nichts mehr können als intriguiren . . . . " Es ist auch besser auf kleinen Bühnen anzufangen." Der Mann mißt uns mit homerischem Lächeln von oben bis unten. .Auf kleinen Bühnen? Hahaha! Die Directoren der . ersten Bühnen stellen sich fLrm lich an, um nur früher bei meiner Tochter vorgelassen zu werden. Voll Angst vor einer weiteren Steigernng deS väterlichen Enthusiasmus em pfehlen wir uns -schleunigst. ' Im Hause der jungen Sängerin beginnt nun eine Geschäftigkeit wie vor einer Hochzeit. Stoffe liegen über die Möbel gebreitet. Kostümbilder werden studirt und die Scheiderinnen beherrschten die Wohnung. Es ist ja auch ein Brautstand, der Brautstand mit der, w:.f o-.-i t t! an .wiili viczrr catcrjniyiing. Papa beginnt über die Ausgabe zu erschrecken, er tröstet sich jedoch damit, daß daS nächste Engagement zehnfache Entschädigung brinaen wird, üieraut wird aroberuni
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rienräth gehalten, uni üv5thre"küfNgen Theaternamen zu entscheide. Diefnn muß natürlich ein Kosenamen vorgesetzt werden, und von vorgeschlagenen : Kitty, Mimi. Fisi. Lili. wird der letztere er wählt. .Nun kommt ein monatelageS'i Hangen und Bangen, ein llederlauzen der Theateragenten, bis man endlich ei nen Kontrakt in Händen hat. Allerdings nicht von einer, ersten Bühne; die Gage ist wohl ziemlich hinter den Erwartungen zurückgeblieben es soll ja doch nur einmal ein Anfang gemacht werden. Nun geht es fort mtt vollen Ktsten und Korben. Papa hat sich dafür auf Jahre hinaus große Raten aufgebürdet wer denkt jetzt daran. Mama geht natürlich mit und Papa ist zu einem einsamen'Lebm voll Unbehaglichkeit und Unbequemlichkeit verurtheilt wer denkt jetzt daran, an der Schwelle des Ruhms und des Reichthums? Man ist am Ziele der langen Reise angelangt und stellt sich , dem Direktor vor. Dieser grüßt mit kurzem Köpfnicken, ignorirt die Mama und mustert die Tochter. Er hat zu eniz Zeit, u höflich zu sein. Der Tag des ersten Auftretens ist da. Die junge Sängerin betritt die Bühne und ist erstaunt über die kühle Zurückhaltung ihrer Collegen. Man spricht von ihr, als ob sie nicht anwesend wäre. Die komische Alte sagt mit einem sonderbaren Seitenblick auf sie: .Hat sich der Alte wieder zwei Sängerinnen eines FacbeS engagirt! Er wird Eine halt wieder wegschicken." , Die komischen Alten haben daS BeZürfniß. aufrichtig zu fein. Die junge Sängerin lächelt zu alledem. Ist ihre Debutrolle doch dieselbe, mit welcher sie in Wien solche Triumphe gefeiert. Sie lächelt auch, als ihr der Komiker kurz vor dem Auftreten zuruft: .Nur Muth! Es wird schon schief geh'n!" Und sie gefällt, gesällt ehrlich und ohne das übliche eoiriger la fortune, und geht glücklich zu Bette. Die Kritik am anderen Mor gen urtheilt durchmegS günstig. Lili oill sich eben darüber freuen, da kommt ver Theaterdiener und holt die Rolle wieder ab. Die Sängerin fragt erstaunt nach dem Grunde dessen, der Theaterdiener zuckt die Achseln. Theaterdiener zucken immer die Achseln, wenn etwas saul ist. Nun vergeht einige Zeit ohne Beschäftigung, und eine Morgens kommt ein rekommandirter Brief folgenden InHaltes: .Sehr geehrtes Fräulein! Zu meinem Bedauern bin ich genöthigt, o dem 2 deS Contractes Gebrauch zu machen, und mache Sie darauf aufmerksam, daß Ihr Engagement bei mir in Vierzehn Tagen zu Ende geht." Mama bekommt Herzkrämpfe, unH öili stürzt bebend zum. Direktor. Sie ird nicht vorgelassen und dringt, nach viederholten vergeblichen Versuchen, ihn zu sprechen, gewaltsam zu -ihm' ein. .Das ist ja nicht möglich' daß Sie nir kündigen!" schreit sie auf. .Ich iabc ja doch dem Publikum und der Kritik gefallen!" .Was geht mich das Publikum und )ie Kritik an! Mir müssen Sie gefallen." .Sagen Sie doch wenigstens den Grund, warum ich die wette, theure tteise umsonst gemacht haben soll!" .Laut 2 kann ich ganz nach eigenem Ermessen handeln und bin Niemandem über mein Thun Rechenschaft schuldig." Der Theater-Secretär tritt ein und unterbricht das Gespräch. Es gehört z dessen Obliegenheiten, den sür den Direktor unliebsamen Gesprächen ein End zu machen. Auf dem Heimwege begegnet die Sängerin dem Kapellmeister. .Sie sind gekündigt," sagt dieser mit einem Blick auf ihre Verzweiflung? miene. .Ich wußte eS noch vor Ihre Auftreten, daß eS so kommen werde." .Bin ich denn wirklich schlechter ft meine Rivalin, elchedoch von HZubliku und Kritik fallen gelassen wurde?" . .Sie haben wohl besser gefallen, Ihre Rivalin ist dem Direktor geselliger. Wenn Sie aber einen Rath nehmen wollen, so gehen Sie zum Direktor aber nicht mit Leichenbittermiene und erklären Sie ihm, für geringere Gage bleiben zu wollen." .Warum sagt er mir dS nicht gleich?" .DaS darf er ja nicht als Mitglied der BuhnenoeretnS." .Er thut es also auf dem Ueg der Kündigung, weil er weiß, daß u dst Zeit kein anderes Engagement mehr z haben ist und daß ein Mitglied, welche kaum die Mittel zur Rückreise besitzt, um der Schande deS Fortgefchicktwerden entgehen, ganz in feine Hände gegeben ist. Seien Sie nur ruhig, Sie erden beim Theater noch ganz andere Dinge erleben. Der Herr Director läßt sich erbitten und schließt mit der Sängerin inen neuen Vertraa. wober die Gaae selbst rückwirkend sür den verflossenen Monat aus die Halste herabgesetzt wird, solch öceducttonen linb etwas GewöynuqeS, o daß man bei manchen Direktoren mit ihnen rechnet. Es kommt selten vor, daß ein betroffenes Mitglied deshalb die Klage dem, Buhneaoerem erhebt; den abgesehen davon, daß der'Director sich dabei wohl ein Hmterthurchen offen gelassen haben wird, erhält daS Mitglied doch in keinem Falle die entgangene Gage zurückerstattet. Auch umere iunae Sängerin maate I Ute Miene zum boien Spiel und trötete sich damit, daß sie sich doch enigstenö wc?de einen Namen machen können. Eitle Hoffnung! Kleine Gage, kleine sollen, ist fast Gesetz beim Theater, und Lili kam fo über die musikalischen Anmelderollen gar nicht hinaus. Einst ward sie zur Probe beschieden, gar um trommeln zu lernen. Ihre neue Rolle war die eines Tambours, der nichts zu thun hatte, als ein paar Takte zu trommeln. Entrüstet sandte sie die Rolle zu rück und wurde dafür mit .einem Abzug von einem Viertelmonat Gaae bestraft. Für die fernere .Renitenz" urde ihr mit ganzlicher Entlassung gedroht : denn laut 3 des Contractes hat der Director L i r . nn i c . j . J . oas slecyr, vas tllgliev ganz nay genem Ermessen zu beichastigen. ' .Aber nur innerhalb der Kustgat tung. für die ich verpflichtet bin ," agte i ; - ie Vangerm emzurserien. .,
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