Indiana Tribüne, Volume 13, Number 261, Indianapolis, Marion County, 8 June 1890 — Page 6

QnassZ. Vin denkwürdiges leben.

N.e g er ErzähU vo $?. ÜJiOlnttit. . Im Jahre 1 710 ankerte vor der afnZanlschen Westküste von Guinea ein Schiff. dkZ die franzosische Flagge fährte And für htn Seekundiaen ein Räthsel in fn . -r , V . 7 1rtbeiluni, ant p - j , ÄiH luni Waarentransvort hinwies. Zeigten wiederum die drohenden Kanonen, jchwnde. daß das Schift auch int Stande war, sich zu vertheidigen und wohl auch azugreise. Dre Bewohner der Küste waren beim Anblick deZ Schisses entsetzt geflohen. Sie wußten nur zu wohl, welchen Zweck das Erschtinen desselben hatte. ES war ein Sklavenschiff, das gekommen war. Von den Häuptlingen des Landes gegen Pulver, Branntwein, Glasperlen und p.dere Tauschartikcl lebende MenschenWaare einzutauschen. Der Capitän des ' Sclavcnfchiffes machte der Reibe nach den kleinen Hauptlingen an der Küste seine Besuche, gab ihnen Geschenke und bot ihnen eine recht verlockende Menge von Branntwein, Pulver und glanzenden Metallwaaren an, wenn sie ihm innerhalb einer Scwissen Frist so und so viel Sklave und Sklavinnen beschaffen ollten. Diese kleinenDespoten, die mit der unmenschlichen Tyrannei noch heute an einem gtoßen Theile der Westküste Afrika's vom Ca? des grünen Vorgebirzes an bis zum Cap Frio herrschen, hat. im schon seit Monaten aus daS Eintreft eines neuen Sklavenhändlers gewartet und ihre Maßregeln getroffen. In den nächsten Nächten wurden die uiu glückseligen Unterthanen von ihren eigeum Häuptlingen und deren Kriegern überfallen, wer sich widersetzte, wurde niedergemacht. Innerhalb einer Woche hatten, diese hab- und blutgierigen Turannen vielleicht zusammen zweitausend Sceger getodtet und fünfhundert lebend sn den Cap!:,: überliefert. Dieser feilschte und mäkelte mit KenztxUlä und nahm nur junge und krSflig? Männer und Frauen: Letztere aber nur ohne Kinder, weil solche an Bd zu viel Umständlichkeiten verursachten und beim Verkauf zu wenig einbrachten. Wollte sich jedoch eine Negerin nicht ohne weiteres von ihrem Kinde trennen, so smde dasselbe kurzer Hand über Bord $eosrfen, wo es zum Leckerbissen sür die Haifische ward, die das Schiff stets umgaben, weil sie wohl ahnen mochten, daß für sie mancher Bissen über Bord :d. Der Kapitän hatte seine Ladung von .ZNkscheriVaare beinahe beisammen und bedachte am nächsten Morgen abznsegslw. Den Abend verbrachte er bei einem der Nezerhäuptlinge, osn dem er Nrch einige rorttesjliche Sklaven zu er1l,Vss o.'h-r-M ki hlffr iLÖ& iticfit so ohne Weiteres herzugeben geneigt wr. Der Kapitän redete durch den Dolmetsche? und, soweit er der Neger spräche mächtig vo&r, selbst auf den HäuvtlinZ ein und nöthigte ihn immer nieder zum Bra5.ntweintrinken. Vlötzlich trat aus dem Kreise der Negcr, die daS Lagerfeuer umgaben, an welchem der Kapitän und der Häuptling faen, ein junqer, herkulisch gebauter Neger von vielleicht zwanzig Jahren hervor und sprach heftig zu dem Haupt"Der ist diese? Bursche?" fragte der Kspitän. Q ist Quassi. der Sohn des großen T? '."i .. .7 L :--ja ..k Cu?tt-rs? S. tJpnieiCCt5U3lClvJ UllV .quuwwh., iln vorigen Jahre gestorben ist. Er ist ier' Nachfolger seines Vaters und gilt siel bei unserem Stamme." Offenbar nahm sich der jugendliche sauberer die Freiheit heraus, demHäupt- , - ' S. nnge vorwürfe zu lnscci, uiw jui wÄ;:l!Ä durste er das auch, gestützt auf die eiaen2?t:ge Stellung, die er bei dem Stcr.;n; einnahm. Jetzt aber hatte der Brann!:rein den Häuptling um seinen Verstand gebracht. Er erhob sich und versuchte taumelnd nach dem jungen Mann zu schlag, der mit einem Zor- ,, eöb'.ick einen Schritt zurücktrat, da er . sich nicht denken konnte, daß der Häuptlina es wagen würde, gegen ihn, den gefürchteten Zauberer.dieHand zu erheben. 'Aber auch der französische Sklavenhänd,?er, der die prachtvolle Gestalt deS Negers mit Kennerblick gemustert hatte, .,v..,.. KJ sirtkrtffÄ nn fctn .sSäiint; Zinz, hlm er diesen fragte, ob er denn .! .. . , . L 1 - i t Ct Vtr? tttttrt.tt i i: ! i c uu ii. ni iiuu i - " r - unifr tct iijouuutviävtt "M i . .. - t l r i.'.r.tUiqjCi: Zlanoe Uno 00 Ciq iyin wtu llä;;!11' ' IM isictcn qar Der celrnnlene auputng jsrai imV - f 3 0l.aiTl t A tll. U k j jV V - iß-t-f----P-ffstpntirislfr5. um den Säupllina in mznhfcn, sich in seiner höchsten AutoTi:ä! i zeigen. , . , .ßlixn diesen Unvenchämten mt Dir!" fazte er dann zu dem Kapitän, .und qib mir dafür, was Dir gut dünkk Der Kapitän lachte vergnügt und gab seinen Matrosen ein Zekcken. Wenige Minuten später war Quassi trotz ,e,ner Körperkraft überwältigt und wurde nnÄ einem Boote geschleppt, daS ,hn an Bmd des SclavenschisZes bringen sollte. Alle anderen anwesenden Neger waren .r.er sich über daS Vorgehen ihreS O derbau?:cZ ; ein Geisterbeschwore? ' , " . . - - r 0! l i i l, "iiV " qen'.zleftn nichtigen Zaubere? als Sklaven ;n verkaufen. Die vornehmslen Krieger machten dem Häuptlinge Vorwürfe, erreichten aber dadurch nur den ccck, daß dieser zu Schleuderprnsen,"d. h. gegen geringe Quantitäten Branntwein, noch andere U-.terthanen n den Capitän verkaufte. Dieser deutzte den Zustand deS Häuptlings und ließ die neuen Sklaven sofort an Bord jchaffen. : i:iM"f Als der nächste Morgen hereingebrochen war, hatte der französische SklavenHändler seine Ladun? ' voll und wollte den den Befehl zum Aufbinden des AnkerS geben, , als der ernüchterte Hauptlina voller Angst an Bord kam und ihn

flehentlich bat. Quafsi. den Geisterbeschwöre? doch wieder freizugeben. Nachdem er nüchtern geworden war, hatte det Negerfürst doch eingesehen, daß er einen großen Fehler begangen hatte, der ihm bei seinem Stamme nicht nur den Thron, sondern auch das Leben kosten konnte. Sein ganzes Volk befand sich wegen der an Quassi begangenen Unbill in vollem Ausruhr. Aber vergebens versuchte er, den ntmenschten Sklavenhändler, der sich an der Angst des ernüchterten Negers weidete, zu erweichen, vergeblich bot er ihm zwei, drei, vier und schließlich noch mehrere andere Sklaven, erst bei dem Angebot von zehn Sklaven ließ dieser sich herbei, auf die Auswechselung einzugehen. Der Häuptling beorderte sosort vom Lande her zehn se,N!r Privalsklav:n an Bord. Kaum mxren dieselben jedoch ans dem Verdeck, als der Kapitän die Anker lichten und die Segel beisetzen ließ. Der erstaunte Negerhauptling wandte sich an den Sklavenhändler und fragte entsetzt: Was bedeutet daS? Warum fäÜrst Du ab? Laß mich an's Land und gib Quassi frei!" .Daß ich ein Narr wäre!" entgegnete der Sklavenhändler. Ntrn habe ich meine Ladung r)oll, und Du. Bursche mitsammt Deinem Quassi, ihr sollt mir dasselbe Geld einbringen, wie jeder Andere Deiner Unterthanen, die Du Schuf' an mich verhandelt hast! Mit der Treulosigkeit, welche jenen nichtöwürdigen Sklavenhändler auszeich nete, bemächtigte sich der Kapitän nun auch deS Negerhäuptlings, ließ ihn in Fesseln schlagen und zu den anderen Ge fangenen im unteren Raum des Schisses schassen. Hier lag nun der Tyrann, selbst ein wehrloses Opfer, die er im Trunke und aus Habgier verkauft hatte. In drei Verdecken übereinander lagen auf dem Boden dicht nebeneinande-r, stets zu Zwei und Zweien mit Handeisen und Fußschellen aneinander gefesselt, die unglücklichen Männer und Weiber durcheinander in einem Raum, der so niedrig war. daß er ihnen .kaum das Sitzen gestattete. Um eine solche Fahrt möglichst gewinnreich zu machen, pflegten die Sklavenhändler ohne jede Rücksicht auf die Menschlichkeit, ja selbst auf die Gesundheit ihrer lebenden Waare die Gefangenen ss zusammenzupferchen, daß Jeder nur gerade soviel Raum besaß, um liegen zn können. Unter der Tropensonne herrschte natürlich in diesen dumpsen, niedrigen Verdecken, in welche nur durch die Schifssluken etwas Licht und Luft kam, eine fürchterliche Atmosphäre. Man hörte das Heulen und Wimmern der Unglücklichen, welche mit Gewalt aus ihrem Vaterlande davon geführt wurden, die nach Vater und Mutter, nach Wech und Kindern schrieen ; man hörte die Verwünschungen der armen Schwarzen, die von ihren Göttern den Tod erbaten, um nicht lebend in jene furchtbare Sklaverei zu kommen, die sie sich mit allen Schrecken in ihrer Phantaste ausmalten. Einzelne Verwundete, roelüe sich bei der Gesangennehmung vertheidigt hatten, lagen im Wund sieber und schrieen in ihren Delirien. Aber nach vierundzwanzig Stunden sollte die Lage der Schwarzen noch viel schrecklicher werden ! Es kam ein Sturm, und die See ging so hoch, daß die Luken des Schiffes geschlössen werden mußten. Nun kam an die Verdecke, in denen die unglücklichen

Sklaven zusammengepfercht waren, ran Licht mehr, kaum noch etwas Luft.. Das Schiss schaukelte und stampfte und in der fürchterlichsten Weise brach die Seekrankheit unter den zufammengepferchten Mlnschen aus, die allein infolge des Geruches der durch die Krankheit erzeugten Ausleerungen fast erstickten. ' Quassi war durch eine bestialische Bosheit des CaxitänS mit dem unglückseligen Fürsten und Häuptling, der ihn verkaust hatte, zusammengefesselt worden. und lag gleich feinen anderen Genossen verzweifelt im Mitteldeck des Schiffes.in dem fttzt,währendder Sturm das Schiff auf den Wogen umherwarf, bei einzelnen Mitgliedern auö Angst und Schrecken der offene Wahnsinn ausbrach. Quassi stimmte nicht in das Gejammer der Uebrigen ein, er hoffte vielmehr auf den Tod, sei es durch Ersticken, sei es durch den Untergang des Schiffes. Ihm bangte am meisten vor der Sklaverei, und sein Sinnen war einzig und allein )arauf gerichtet, sich derselben um jeden Preis zu entziehen. Er achtete auch nicht aus das Gewimmer, des' Unglücklichen, der' ihn fo schnöde verrathen uno verkauft hatte. Der Negersürst war seiner Sinne nicht nehr mächtig; auch bei ihm brach der Wahnsinn der Verzweiflung aus, vielleicht am meisten hervorgerufen durch den Schreck , über feine Gefangennehmung und die furchtbare Kränkung, die ihm ?urch die Treulosigkeit des Sklavenhändlers angethan worden war. Zwei fürchterliche Tage gingen im Sturm vorüber, dann beruhigte sich daS Meer, und die Gefangenen wurden mit Gewalt aus den unteren Räumen auf das oberste Verdeck hinaufgebracht, um sich hier zu reinigen und etwas frische l'ufi'zu schöpfen. Die beiden Sturmnachte hatten indeß von den fünfhundert Sklaven vierzig das Leben gekostet, unter denen die Meisten an Wahnsinnöanfäl len, die in todtliche Krämpse übergingen, zu Grunde gegangen waren. Wohl athmeten die Unglücklichen, die aus dem entsetzlichen Gestank der unteren Raume heraufkamen, auf dem Verdeck mit Entzücken die frische Luft der See; als sie aber rund um sich nichts, als Wasser sahen, als, fo weit auch ihr, Auge umherschweifte, am Horizont ketne'Spur mehr von der heimathlichen Küste zu erblicken war, da brach das Gejammer und das Wehklagen aui's Neue los. Ehe die Matrosen es verhindern konnten, waren fünf Paare - zusammengeketteter Neger über Bord gesprungen und ihrem Willen gemäß ertrunken, bevor man noch Versuche zu ihrer Rettung machen konnte. So war der Capitän wieder um zehn Stück seiner lebenden Waare armer. Auch Quassi hätte gern den furchtbaren Sprung, der ; seinem Leben ein End gemacht, gewagt, wenn er sich nur seinem angeketteten Genossen, dem ehemaligen Negersürsten, hatte verstandlich machen können. Aber dieser blickte stier vor sich hin und sch ien gänzlich um feinen Ver; stand gekommen zu sein. Der Eapitän - .!; .!,!!, M;i!,i:ki!!7 " K..:':!':::!,!'!": :!: Hin ",!; r" .Xüv ! "

höhnte ihn mit nichtswürdigen' Worten, schlugen auch, um, wie er sagte, ihn aufzuheitern. . Der Wundarzt aber, der herantrat, erklärte schon nach flüchtiger Untersuchung, daß bei dem unglücklichen Negerfürsten ein typhöses Fieber im Anzugesei. Schrecken ergriff jetzt den SclavenHändler, er ließ Quassi sofort von dem unglücklichen, halb bewußtlosen Mann ab und an einen anderen Neger anschließen. Wenige Augenblicke später sahen dann die Neger, wie ihr ehemaliger Häuptling lebend über Bord geworfen wurde und unmittelbar darauf in den Wogen versank. Diese Maßregel sollte vnhindern, daß eine Seuche an Bord des Schisses ausbreche, und schonungslos mußte daher jeder einer Krankheit Verdächtige in's Meer ge-

i stürzt werden. Das Wetter blieb schon, und das Lors der Gefangenen wurde einigermaßen erträglich. Sie wurden täglich mehrere Stunden aus's Verdeck gebracht und man zwang sie, nach einer Pfeife zu tanzen, damit sie sich etwaö Bewegung machten. Diejenigen, welche am Tanze nicht theilnehmen wollten, wurden durch fürchterliche 'Hiebe zu dem Vergnügen" gez zwungen. Die Nahrung der Unglückliehen war eine ihnen durchaus ungewohnte. Sie echielten eine Abkochung von Reis und Mals, vermischt mit HamZwurzeln. Damit der Gesundheitszustand einigermaßen erhalten bleibe, wurde dieses Essen stark mit Oel, außerdem aber mit einer Psefferfauce übergössen. Viele der Neger wurden erst recht krank, und fast täglich wurden Morgens Todte aus den . unteren Näumen yerausgezogen, die über Bord gewarfen werden inuten. Ihr Tod hatte sür die unglücklichen Genossen wenigstens den Vortheil, daß mebr Platz sür die Uebcrlebenden wurde, der eö ihnen gestattete, sich auf ihrem Lager hin und wieder auch einmal umzuwenden, soweit dies die Fesseln erlaubten. Ein kleiner Theil der Gefangenen aber weigerte sich, Nahrung zu nehmen, weil er vorzog, lieber den Hungertod zu sterben, als lebend in die Sklaverei zu kommen. Zu diesen heroischen Staturen gehörte auch Quassi, und er glaubte, willensstark genug zu sem.um den Eapitan um dieFrucht feiner Nichtswürdigkeit und Bosheit zu bringen. Er hoffte bestimmt, auf der Ueberfahrt sich zu Tode zu hungern. Aber sowohl er wie seine zleichwilligen Genossen kannten die Habgier und Grausamkeit der Sklavenhändler und der Matrosen der Sklavenschiffe viel zu wenig. Es wurde mit der pein lichsten Sorgfalt darauf geachtet, daß die Sklaven auch wirklich aßen, weil mau die Absicht des SichtodthungernS sehr genau kannte. Diejenigen klaveu. welche die Annahme von Esse,n verweiWerten, wurden daher zuerst in der entsetzlichsten Weise mißhandelt und, wenn das ttichis half, brachte man andere Maßregeln gegm sie in Anwendung. Es wurden ihnen mit Brecheisen die Zähne ausgcbrochen.und das Esscil in den Mnn'ö hineingeschüttet, ja. mau legte ihnen glühende Kohlen aus das Gesicht, und wenn sie der furchtbare Schmerz zum Schreien zwang und sie den Mund öffneten, so benutzte man die Gelegenheit, um ihnen Instrumente cinzuschieben, duich welche man ihnen die Speisen mit Gewalt hineinzießen konnte. Auch Quasst wurde auf diese Weise gezwungen, Nahrung zu sich zu nehmen. Nach eincr Ueöerfahrt von sechs Wohen landete er mit dreihuudertzwanzig unglücklichen Genossen, die von fünf: lmudert übrig geblieben waten, an der Ostküste von Südamerika in FranzösischGuyana. Jener öde Landstrich, heute unter dem Namen Ca:)enne als französtsche Vcrbrechercolonie und Deportalionsstation bekannt, befand sich damals in noch traurigcrenVerhältnissen, als heute. Es gab dort kaum Ansiedler, sondern nur eine französische Besatzung. Diese aber kauste zur Eompletirung ihrer Mannschaft dem französischen SklavenHändler einige Mann ab, und Quassi wurde ebenfalls erhandelt und zum Trommelschläger in der französischen Armee gemacht. Er hatte damit eigen:lich noch einen GlückZzufall erlebt, denn trotz rauher Behandlung, und trotzdem man ihn, der ja der Sprache unkundig war, in rücksichtslosester Weise zum Solbaten drillte, hatte er eö doch besser, als die Mehrzahl feiner Genossen, mit denen der Capitän weiter segelte, um sie in Holländisch- und Englisch - Guyana zu verkaufen. Im Jahre 1712 machten die Franzosen einen Einsall in HolländifchlGuvana, welche indeß von deit mederlandtjchzn Truppen tapfer zurückgeschlagen wuroe. Die Holländer machten zahlreiche Gefang'ne, unter ihnen den Trommelschläger . w.s:: v. .:.., m S.iUUl, V(l JVUllUil IMIUl -)JIUUIV U19 Arbeitssklave verkauft wurde. Jetzt begann für den Unglücklichen die schlimmst: Zeit seines Lebens, denn die Behandlung, welche die holländischen Pflanzer ihren Sklaven zu Theil werden ließen, war eine unmenschliche. Wegen der gc rittgsteu Vergehen gab es die härtesten Strafen; Männer und Weiber wurden gepeitscht bis cuj'ö Blut und oft gemartert, und so war es kein Wunder, daß sie zu Hunderten in die Wälder entflohen und sich zu Banden zufammentbaten, gegen welche die holländische Ltegkerung fortwabrend Trappen ausschicken mußte. Diese Banden vereinigten sich später zu einem ganzen Heere und verursachten einen Jtrieg, in welchem sie? jahrelang Sieger blieben, und der erst durch Un kerhandlungen mit ihnen beendet iverden konnte, nach denen es ihnen gestattet war, einen eigenen Freistaat zu bilden. Quassi oina nicht mit in die Wälder, ! denn er entdeckte bald daß er das Mittel besaß, Zich die Freiheit zu ver,chzssen. indem er von seinen alten afrikanischen Zauberkünsten bei seinen Landöleuten Gebrauch mach e. Er verkaufte Amuleite, welche gegen Tod und Krankheiten vortreffliche Dienste- leisten sollten, und die Neger, welche an dergleichen ZauberMitteln mit Leidenschaft Hinzen, -kamen mit Erlaubniß ihrer Herren meilenweit her zu Quasst, um von dies m Amulette zn kaufen. Dieselben bestanden ' aus Muschelu, Fischgräten, Holz- und Steinsiückchen, welche von Quassi besonders geweiht worden waren. Die Herren der Neger sahen dieses abergläubische Treiben sehr gern, denn sie verwendeten die :

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Sklaven gegen ihre früheren Landsleute, gegen die flüchtigen Neger ; und diejeni: gen Sklaven, die sich im Besitze vor Amuletten befanden, waren auch di tapfersten Soldaten. Sie fürchteten eben den Tod nicht, da sie sich durch daS Zau bermittel für unsterblich hielten. Quassi erwarb sich durch den Verkaus dieser Amulette so viel Vermögen, daß er bei seinem Herrn den Antrag stellen, konnte, ihn gegen Zahlung der Kaufsumme, die jener für ihn bezahlt hat e, freizulassen. Quassi's Herr war aber zu chabgierig, meinen so werthvollen Skla'ven sür die Rückzahlung des gewöhnlichen Kaufpreises freizugeben. Er stellte eine fo ungeheuerliche Forderung, daß Quassi wohl daran verzweifeln mußte, sich jemals durch Freikaufen aus der Sklaverei zu bringen. Schon wollte er ebenfalls zur Gewalt seine Zuflucht nehmen, da verhalf ihm eine eigenthümliche Schicksalswendung auf friedlichem Wege zur Freiheit, ja zu 5cuhm und Ansehen. In jenen Eolonien berrschte. wie noch heute, das Fieber in der fürchterlichsten Weife, nur gab es damals noch gar kein Arzneimittel gegen diese Plage, wie wir es jetzt in dem Chinin besitzen. Auch der Herr Quafsis erkrankte am Fieber und war dem Tode nahe. Er wurde jedoch durch Quassi, der ihm eine puloerisirte Wurzel eingab, gerettet. In der nachsten Zeit nun befreite Quassi Hunderte von Fieberkranken von ihrem Leiden, denn es war ihm gelungen, jene Wurzel zu entdecken, die bis zur Auffindung des Chinins als eines der wirksamsten Fie bermittel galt, jene in Südamerika wach sende Wurzel aus der Familie der Bitterpflanzen. welche nach Quassi den Namen Quassia erhielt und bis heute noch unter diesem Namen bekannt ist, wenn sie auch jetzt in der Medicin seltener Ver-! wendung findet. Damals war aber die Entdeckung der Heilwurzel von fo außerordentlicher Wichtigkeit, daß die ganze Colonie, soweit sie aus Europäern bestand, zusammentrat und das ziemlich hohe Lösegeld für Quassi bezahlte, welches sein Herr für ihn forderte. Quassi wurde frei. Er erhielt nicht nur von Privaten, sondern auch von der Regierung Geschenke an Land und Geld, und sein Ruhm drang bis nach Holland, wo man Quassi persönlich kennen zu lerneu wünschte. Auf Kosten der Regierung wurde er nach dem europäischen Mutterlande geschafft und der ehemalige Negersklave wurde in Europa gefeiert wie ein großer Gelehrter. Hatte doch Linno, der unsterbliche Botaniker, eine eigene Abhandlung über die Quassiawurzel geschrieben und deren Entdeckung durch den Negersklaven veröffentlicht. Empsing doch sogar der Erbstatthalter von Holland wiederholt den ehemaligen Sklaven bei sich als Gast und überhäufte ihn mit Geschenken und Ehrenbezeuzungen ! Aber Quassi vergaß in diesem Glück nicht seiner armen und elenden ehemaligen Genossen. In solch' glühenden Farben schilderte er dem Erbjtatthalter von.Hglland die Leiden und die Noth der Sklaven, mit solcher Energie wußte er für die Rechte der armen, geknechteten Menschen zu sprechen, daß er das Herz des edlen Fürsten rührte, und dieser aus Quassi's Veranlassung für die Eolonie Guyana ein Gesetz erließ, wonach alle Sklaven sechs Monate, nachdem sie den holländischen Boden betreten hatten, ohne Weiteres frei wurden. Natürlich bedeutete dieses Gesetz nichts Anderes, als die Anfhübung der Sklave: in Guyana, und trotzdem sich die Pflanzer und holländischen Kaufleute gegen dieses Gesetz mit aller Macht sträubten, wurde es doch von der holländischen Regierung mit aller Energie durchgeführt, denn es trug sehr viel dazu bei, jene furchtbaren Zcegerausstände zu beendigen, welche seit Jahren der holländischen Zkcgie'rung so, viel Mannschaften und Geld gekostet hatten. Natürlich aber wurde Quassi als der Vesreier seines Volkes von den Negern in einer Weise gefeiert, wie er cs wohl selbst in seinem Leben nicht geahnt hatte. Man erwicö ihm die höchste Verehrung, und mit Stolz konnte er auf feine Erfolge zurückseben. Er, der ehemalige elende Negersklave war der Befreier von Tausenden seiner Genossen geworden! Das Schicksal, das dem Unglücklichen fo wohl wollte, scheukte ihm auch ein ausnahmsweife langes Leben. Quassi wurde über hundert Jahre alt und starb als wohlhabender Pflanzer am Ende des 18. Jahrhunderts in Holländisch - Guyana, das er im Anfange des Jahrhunderts als französischer Sklave und Trommel' fchläger betreten hatte. Herr D rahm ich war tagsicher Stammgast eine? Vierstube in Berlin O. Der Kellner Fritz, an dessen Tisch er stets Platz nahm, führte die Trinkgelder Drähmich's in seinem Eonto als sichere Einnahme" auf. Drähmich war auch schon sa an den aufmerksamen Kellner gewöhnt, daß sein Erstaunen Nicht gering war, als ihm eines Tages ein anderer, 5?ellner das Bier brachte. Fritz war anwesend, aberbeim Erscheinen seines treuen Stammgastes drückte er sich scheu in eine Ecke. Na. wo steckt denn der Fritz heute I? fragte Drähmich verwundert. Der i? da, aber darf Sie nicht mehr bedienen", erklärte der Kellner. Sehen Sie. wir hab'n ueilich miteinander jeknobelt un Fritze verlor alles Jeld. Und wie er, kein Jeld melr hatte, da knobelten wir die Stammgäste auö. Und da hatte ick dat Jlück Ihnen zu gewinnen. Her? Drähmich !" , , , : Unget heilte s Leid. Frem- . (ans der Gasse zu einem weinenden ! e.iien Knaben): Wanun weinst Dn denn so sehr. Junge Knabe: Meine Mntter hat. mir Schläge gegeben!". Fremder: Nun, es wird wohl nicht so arg gewesen sein!" Knabe:' ,DaZ nicht- aber mir hat sie Schläge gege, ben, und meinem Bruder' keine." k " 11 ,; Orakelhaft.,, Patient (zun Krzt): Mir fehlt's überall! Eatarrh. Husten ,'nd reißen! thut's mich in aller. Gliedern! ' --Sir;: Da brauchen Sie sich gar. nichts iarauz' zu michen, 'der Zustand ist ganz nocmcl. , iWer jetzt' bei der Witterung nicht ' krank ist, der , ist nit fondte

Mopperl auf Reisen. Von Marimilkan Kraemer. D Herr Rentier Wimmler fährt von Berl?n nach Cottbus zum Besuch seiner Tochter. Natürlich nimmt er auch Mopvcrl mit, der ihn stets begleitet. & H h. S .V2 : ,4-w.-fA Nun mußte Moprerl eigentlich in's Hundecoups, aber da sich Wimmler von ihm nicht trennen kann, so verbirgt er ihn unter seinem großen Neisemantel und nimmt ihn mit sich in das Eouv III. Elaste. Bon den Mitreisenden ist kein Protest oder Verrath zu befürchten. denn'Mopperl ist ein feines und artiges Thicrchen, das Niemand belästigt. Mopperl sitzt auch ganz ruhig und still uner dem großen Mantel. Wie aber plötzlich die Tbür aufgerissen wird und der Schaffner herein klettert, um die Billets zu coupircn, schlagt das wach same Mopperl an! Der Beamte sieht Herrn Wimmler, von dem das Gebell herzukommen scheint, scharf und prüfend an. Da der Rentier jedoch keine Miene vergeht, fo glaubt der Mann, daß er sich getauscht habe. ' M cr;rjivi!'i M? ü m?sx w Jfr-ii fit-L-f.' " ti.fVt-:4. tt -&-rzZ . 'r J,,. i J fC$ M?S) Wau, wau ! " ertönt es w'eder. Die Töne müssen unter dem Mantel des Passagiers hervorkommen, dieses Mal war es ganz genau zu hören. Der Schaffner fost den Mantel scharf in's Auge, aber nichts regt sich darunter. Er starrt also wieder Herrn Wimmler verwundert an, auf dessen Lippen ein ver: zweisclteS Lächeln erfcbtint. Aber der Schaffner deutet dieses Lächeln falsch, er glaubt des Näthsels Lösung gefunden zu haben. .Nun, das haben Sie aber gut ge. macht", sagt er schmunzelnd "zu Wimmler. Ich habe zuerst wahrhaftig geglaubt, Sie hätten einen kleinen Hund unter dem Mantel. Wie Sie aber gut Bauchreden können!" Der Schaffner lacht, die Passagier lachen und auch Herr Wimmler zwing! sich zu einem vergnügten Grinsen. Jh w?i;v.' rTzCA vv vi 'I v v t ptr . k- llföir Yi4L ST I 3 1 mmmm o wmm v wM' ,)i mkQÜ, ß imm Lmwr kssmmw - jfutiyZjfJt Af.JU jta m pWau, wau!" bellt Mopperl. Donnerwetter, das ist zu natürliche rust der Schaffner. Jetzt hab' ich aber doch gesehen, wie Sie dabei den Mund bewegt haben, vorher hab' ich's nicht gemerkt!" ' Der Nentier. der mit einem Schlage die Situation erkannt hat, spielt Nämlich seine Ä!olle so gescüickt. daß er, sobald Moppcrl bellt, die Kinnladen tacktmäßig bewegt. Gott- sei Dank!" sagt er, als der Schaffner sich entfernt hat. Das ist noch gut abgelaufen." - Aber er hat seine Rechnung obne die Neugier der Menschen gemachi. Auf der nächsten Station brir.gt der Schaffner eixen Collegen, dem er von dem spaßhaft ten Passagier erzählt hat, mit in das Coup6. Mch' bitte, bellen Sie noch ein Bischen!" ersucht der Mann den Rentier. .Ich habe meinem College von Ihnen erzählt und. der möchte den Spaß - auch 'mal hören. Unsereins hat so selten ein Vergnügen." . ' " "

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Was soll Wimmler thun? Mopperl ist unter dem Mantet glücklich eingeschla fen und bellt nicht mehr. Folglich muß Herr Wimmler ihn vertreten und bellen. Die j Schaffner lachen, daß ihnen die Tbränen über die Backen laufen nnd der Rentier bellt und heult, daß er beinahe den Klnnbackenkrampf bekommt. Die Beamten entsernen sich endlich mit vielem Danke für den Genuß. Herr Wimmler athmet auf, als der Zug an der letzten Station vor Cottbus hält. Da steigt plötzlich der Schaffner mit dem Zugführer iu das Cou?6. Der Zugführer' ist ein alter dicker Herr mit einem rochen, jorialen Gesicht. .Also Sie sind der Tausendkünstler, von dem mir der Schaffner erzählt hat!" redet er den Rentier freundlich an. Der Bauchredner" wartet erst gar .'eine Einladung zu einer Kunstprobe ab. Er stoßt ein so wüthendes, heiseres Gebell aus, daß der Zugführer erschreckt zurückweicht. Aber auch Mopxerl wird da-, durch aufgeweckt, er wittert die Concurrcnz und stimmt wüthend in das Gebell ?in. Herr und Hund bellen um die Wette, jede? sucht den anderen zu übertönen. HerrjefeS, fetzt macht er gar Hunde mit ei:iem Bauch !" ruft der Schsfsncr und reißt vor Verwundcrunkz L7iUnd und Augen auf. ÄhzrAU mm y v j rAJ x wzMm . Da versaat Herrn Wimmler die Lunge, er kann nicht mehr bellen nur noch ein heiseres Grunzen, dann bellt Mopperl allein. Und kaum merkt das kluZe chier, da, eS die Konkurrenz neschlaaen hat, als eS im Siegistaumel alle Manier vergißt und aus dem Mantel hervor auf den Schooß seines Herrn springt. Der yieit tt chweigen. Herr Wimmler kann kein Wort mehr herausbrin. er hat sich total heiser gebellt. Der Zngführer lacht, der Schaffner flucht und Mopperl wird ins Hundecoupö gesteckt. Gedsnkenklein. Zceine Welt ist so klein wie die große. Arbeit macht Hunger, Langeweile Appetit. Willst dv den Menschen nützen, diene ihnen; willst du sie ausnützen, bediene sie. Der Eine schüttelt mit Macht d'rauf loS. Dem Andern fällt die Frncht in den Schooß. Dem wirklich Geistreichen und Gebil beten bedeuten unsere modernen Salonmenschen das Einmaleins. Wenn er in die Lage kommt, mit ihnen rechnen zu muffen, betrachtet er sie als Nullen und Dutzendmenschen. M. Was die Gegenwart schasst, ist nur das Baugklüst für die Zukunft und wird wieder abgebrochen. Genie gcnnt oft. - ' " Der Mohr ist ein glücklicher Mensch. Er kann weder verleumdet noch betrogen werden, denn es ist ebensowenig möglich, ihn anzuschwärzen, als ihm c:waS weil zil wachen. .-' Manche Freunde gleichen dem Schah ten. So lange der Gegenstand ihrer Anhänglichkeit von der Sonne des Glücks beschienen ivird, hasten - sie au ihm, aber mit der Sonne verschwindcr auch sie. . - Der' schlechteste Menschenkenner wen der ledige Adam. ,-, -!;:. " ' , .. . , v . , :,. I m ? aufm 5 n n i f ch en Un )X r i ,ch' rj Lehrer: . ,Au f Sicht nennt inan - also diejenigen .Papiere Vetche' h on orirt werden inü sscn, so fort, wenn man sie. präsentiert Solche Papiere sind z. B. unser Papiergeld. Wer kann nur mebr nennen?.. Emüler : Wechsel auf Sicht. Lehrer: Richtig. ' Ruu. Hermann Schlaumever. Du ' hebst den Finger immer noch hoch.' weißt Du noch mehr aii f Sicht ? Schlaumeyer: Ja Polizeiaufsicht. ' Sonntagsheilig ung. Aber, Melanie, an einem so warmen Tage ' ziehst Du den Schleier über die Hügen"",!f-A müssen 1 ici, alle Schaufenster verhängt risdini" JSD'',chÄl 'im' !'a" I'.r'f ?ä':'. e; St : i jn V' e: r Hirte, warum steht denn , auf der Wiese dort das schwarze Kreuz?" '.Ander Stelle hat mein Herr seine jetzige Frau kennen gelernt. -

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Wenn tan Vekanntschaften au? dem Wasser macht.

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