Indiana Tribüne, Volume 13, Number 254, Indianapolis, Marion County, 1 June 1890 — Page 2
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Wim Häuptling vsn Mandara Ein Engländer, welche? bei dem Enii fange einer deutschen Karawane es ist offenbar diejenige deS Lieutenants tzhlers gemeint durch den Häuptling Mandara in Moschi (am Kilimand? scharo) zugegen gewesen ist, macht dem Standard- einige Mittheilungen, denen zusolge Mandara mit den ihm vom Kai? fer Wilhelm gesandten Geschenken nicht zufrieden gewesen zu sein scheint. Der König, fs erzählt er, sei an dem Tage nach der Ankunft der Karawane (19. Februar 1830) krank gewesen und habt desbalb die aus drei Deutschen bestehend Gesandtschaft gebeten, ihren Besuch zu Verschieben; trotzdem sei diefetbe in die Wohnung des Königs gekommen, um ihm die Geschenke zu übergeben. Der Berichterstatter giebt folgendes Verzeichs niß derselben: Ein massiver Ring mit Diamanten und Rubinen im Werthe von vielleicht 50Lstr. (der König hatte keim Ahnung von dem Werthe der Diaman, ten), eine schwere Halskette, ein mehrere Pfund schwerer Helm mit dem deutschen Adler, ein prachtvolles Gewand mitSeit be und Pelz, in welches der schmuigt und kranke König sofort gehüllt wurde, k!n massives silbernes Gefäß, eine Stas chenfchale, ein Medaillon mit deSKaiserZ Bildniß. Spielzeuge, wie : ein klettern der Feuerwehrmann, ein geigender Asse, eine sprechende Puppe und ein Elephant, ferner eine kleine Feuerspritze, einModell einer Dampfmaschine, welche in Gang gesetzt wurde, worauf der König eine wirkliche Maschine zu haben wünschte, vier kleine Schiffskanoncn auf Lafetten, ein Fäßcheu Pulver, Hunderte von müh tärischen Spielzeugen, wie: eine Feldeisenbahn, Caoallerie, Infanterie, Ar tillerie. ein Modell zn einem Räder: damxsboot, für welches jedoch kein Wasscr vorhanden war, eine Uhr und eim Kuh, welche muhte, wenn man ihrenKopf bewegte und die durch ein Loch aus $em Rücken gefüllt wurde, einige Gummi Zölle, acht Ladungen Eisendrähte und in: Nähmaschine. Alle diese Dingt Wurden an zwei anfeindkr folgenden Ta 'gen überreicht, wobei Oberst A.. der Äerichterstattcr bezeichnet die Deutschen als Oberst A., Lieutenant V. und Stafu ian C. bei der Uebergabe erklärte, Idaß dieselben von dem Könige EuroPas kämen. Man versuchte, den KöÄig zu bewegen, auf die Veranda hmaus Zukommen, weil man ihn photographiren Jvollte, allein der kranke Mann weigerte sich, dies zn thun, ließ sich jedoch auf seinen Stuhl bis an die Thür schieben, Wobei der Oberst ausrief: ,Sehet Euren König, gekleidet wie der König von Europa." Der Sack, in Welchem sich ein Theil der Sachen befun, den hatte, war während der Ceremonie fast vor den Füßen des Königs wegge stoßen worden und es gab deshalb eine Äeme Störung, weil Mandara zu gleit hext schien, daß einer der Swehili-Träger mit dem Sack durchgegangen sei; er hat stets geleugnet, daß seine Leute Diebe "seien. Dann erzählt der Englander zoeiter : Gerade als wir im Begriff waren, fortzugehen, näherte sich Oberst A. dem Könige und sagte: Wir haben Dir inige schone Sachen gebracht, willst Du dnir einige Deiner feinen Speere geben, AN sie an den Konig vzn Europa zu Jenden?" Ein guter Moschi-Speer ist ungefähr El Lstr. werth, wahrend die Geschenke, selche der König empfangen haite, ein.schließlich der Transportkosten einen jWerth von ungefähr 3M) Lstr. hatten. Die niedrige Gesinnung Mandaras ist aus seiner Antwort zu ermessen: ES sind lauter Spielzeuge", sagt er, welche Ihr mir gegeben habt, kein Zeug, keine Gewehre." Aber die Kanonen", -warf Oberst A. ein, sich verbeugend. Die taugen nicht dazu, einen anderen Menschen zu bekämpfen, lautete die Antwort. .Adieu", sagte Oberst A., iich werde dem Könige von Europa sagen, daß Du ein schlechter König bist," drehte sich scharf um und befahl sei nen Leuten abzuziehen. Halt! haltl" xicf der Monarch, welcher zu schwach zvar, um aufzustehen, aber einsah, da 'er einen Fehler gemacht hatte. Seine Worte blieben jedoch unbeachtet und seine Besucher eilten davon. Sie waren halbWegs bis zu ihrer Station angekommen, als zwei Boten, von denen der eine der Premierminister war, Jeder mit einem der besten Speere in der Hand, abgessndt wurden, um folgende Botschaft zu überbringen: Sage dem Warzvngu, baß ber König seine Worte bereut und entschuldigt zu sein wünscht, weil er zu !v!el Pompe getrunken hat." Man denke, in König sendet Boten, um seine Worte zu entschuldigen, weil er zu der Zeit beurunken warZ Das Friedensanerbieten Wurde klugerweise abgelehnt und das Erjgebniß war, daß Mandara sich nun ernstlich bemühte, seinen Character in den Augen feiner hochmüthigen Besucher lx rechtfertigen. Einige Tage später sah man zwanzig Träger eine hohe Flaggenstange nach dem Hause des Königs tragen, und es scheint, daß für ein monatlicheS Geschenk die deutsche Flagge taglich in der Nähe des königliazen Hauses gehitzt werden soll." Soweit die Darscellung des Engländers, welcher sicher nicht unparteiisch ist. Auch ist bereits rsn anderer Seite gemeldet worden, daß die Mission deZ Lieutenants Ehlers er, jolgreich gewesen ist. "Bedien ten-L ogik. Joßann: Jetzt rreeß ich wirtlich nicht: sollte ich den Herrn Baron um 8 oder 9 Uhr wecken? Wecke ich ihn zu früh, giebts Krach, wecke ich ihn zu spät. giebtS euch Krach ; da ist cS wohl das Einfachsie, ich wecke ihn gar nicht!" , Er hat nicht Unrecht. Alfa auch , Du meinst, daß Freunde in der Noth selten sind? Mensch, glaube daS doch nicht! Ich kann Dir versichern, daß taS Gegentheil der Fall ist! Kaum habe ich ein paar neue Freunde erworben, gleich sind sie in Noth und pumven mich an ! -, ' , , f r us einem Vortrage: Der Mönch Verthold Schwarz hat das Pulver erfunden, obgleich er durchaus nicht von ungewöhnlicher Begabung war. Er mag ja immerhin einige . chemische Kenntnisse gehabt haben, aber das Pulder hatte er sicher nicht erfunden. j :,. m !i njHt;;7j. ;;i Wchi,!,
SEKSEKSniUC
Wien Jugend-Srinnerungen. WonJssefLewivsky. Zum LY-.ührizeu VüYnen.JubWL Ludiz Larna's. Das 20-ahrige Schauspieler-Jubiläunl Ludwig Barnau's ruft mir jene Tage jn, gendfrohen Zusannnenlebens in die Er: innerung, die dem Beginn feiner theatra: lischen Laufbahn vorangingen. Es war zu Ende der fünfziger Jahre. Ich bewohnte mit meinem alten Freundk Adolf Weiß, einem Landsmann Barnay's, ein bescheidenes Zimmer in da Alservorftadt der österreickiicöen Residen.;. Mein Wohngenosse war' Besucher hij Akademke, wahrend lch mrch für die Opci ausbildete. Schmalhans war bei uns Beiden oft Küchenmeister; doch unsei Humor erhob uns über die gemeinen Anforderungen des Daseins. Es war nur natürlich, daß die begab' testen Zöglinge der Akademie Kamerad: schaft zusammen hielten und wir hatte die Freude, diese Elite hossnungsvollcr Künstle? allsonntäglich bei uns versam melt zu sehen. Hans Makart, Gabriel Mar, Eduald Kurzbauer, Wilhelm Grogler u. A. waren da unsere Gäste. Doch die bildenden Künste waren es nich! allein, die in unserem Verein Vertretung fanden. Auch der Poesie, der Musis. der Schauspielkunst war unsere gastlich Pforte geöffnet. Ein frischer Seist kam aber mit den. Erscheinen Ludwig Barnaus in unser, Gesellschaft. Dieser, Weiß und mu von Pest her befreundete Himmelsstür. mer, bei dem die Liebe zur Schauspiel-, kunst eben zum Durchbruch gekommen war, hatte Manrerfchurz, Zirkel irni Winkelmaß an den Nagel gehängt, und war den Urhebern feines Daseins bei Nacht und Nebel durchgebrannt nach Wien. Mit aller Begeisterung einer seu, rigen Natur und aller Eßlust eines lCi jährigen Menschen, dessen gsnze Baar, sehest in Hoffnungen" besteht, nahm et an unseren künstlerischen wie kulinari: schm Bestrebungen, den lebhastesten An theil. Bei der herzlichsten Freundschaft, die ich für ihn empfand, erfüllte mich sein Besuch stets mit einer gewissen Unruhe; denn die freien Phantasien", wo: mit er mein altersschwaches Instrument zu traktiren pflegte, waren meist so stürmischer Art, daß eine Anzahl zerrissen Saiten,, gebrochener Hämmer, taubge-. wordener Tasten (mit welchen wir fast das gleiche Schicksal theilten) als musi kalische Opfer seiner entfesselten Thätig, keit das Schlachtfeld bedeckten. Eine, unserer Dichter fühlte sich auch veranlaßt, die Wirkung dieser wildgewordene Phantasie durch eine Variante der be: kannten. Uhland'schen Verse zum poktischeu Ausdruck zu bringen : Noch eine hohe Saite zeugt von ent: schwundner Pracht: Auch diese, schon erschüttert, kann reißen über Nacht. ..." Glücklicherweise waren diese Parforce Touren auf dem Gebiete der Music nicht die einzige Aeußerung seiner vielseitiger Begabung. Ungetheitten Beifalls hatte sich namentlich die dramatischen Erstlinge des werdenden Schauspielers bei uns zu erfreuen: sie erstreckten ' sich von Schillers .Don EarloS bis zu Kotze. bueS Verzweiflung". Jede neu stu: dlrte Nolle wurde zuerst in unsere Kreise gespielt, vor einem Partern von Kritikern", aber auch von ausrichti: gen Freunden. Mit einer kleinen Episode, die sich n jener Zeit zugetragen, hat es folguiy; Bewandtniß. EineS Äiends war Varnay bein Studium einer neuen Rolle, von Müdig' keit übermannt, auf feinem Lager einge: schlafen. Die Sonne leuchtet in sein Gemach, als er erwachte; sein erste, Blick siel auf die geliebte Rolle. Doch was war das! Vom Titelblatt war bei Name Ludwig Barnau, welcher am vor: herigen Abend noch darauf gestanden eggerissen. Der aufgetaumelte Mime rieb sich dl, Augen, um sich zu vergewissern, daß el nicht träume. DaS war doch seltsam. Sollte etwa Man.... Nach der Lösung des Räthsels im Zimmer forschend, siel sein Blick auf das Sopha, und da unnennbare Freude da lag die Lösung des Räthsels friedlich schlummernd auf dem Sopa in Gestalt seiner Mutter. Die Sehnsucht nach dem ungerathenen", doch wirklich geliebten Sohne hatte sie hergeführt. Wie er, blos durch ein Billet von den Ihren Abschied nehmend, war sie heimlich nach Wien gereist, wo sie, des Nachts angelangt, sich durch den Portier das Haus öffnen ließ. In das Zimmer ihres Sohnes eintre: tend, fand sie ihn beim herabgebrannten Licht fest schlafend. Die Ueberraschung ihres Anblicks sollte ihm erst bei seinem Erwachen werden. Mit thränenfeuchten Augen wollte sie ihm noch eine gute Nacht" zuwinken, da siel it)r Blick aus die auf dem Nachttisch liegende Nolle sie las auf dem Titelblatt: Die Räuber." Trauerspiel in fünf Akten von Friedrich Schiller. Kosinskn: Herr Ludwig Barnay. Ritch ! war der Name Ludwig Ban nan" von den Räubern" getrennt und mit jenem Friedrich Schillers zugleich vom Blatte gerissen, worauf die wackere Frau sehr beruhigt und erleichtert sich auf ihr improvisirtes Bett begab. Der Riß half der Mutter gleichwohl nichts. Zaar, als sie mit der ganzen UeberreiungSkunst des Mutterherzens auf ihn einstürmte, fügte er sich schließ? lich ihren Bitten und versprach ihr, der Bühne zu entsagen und die vom Vater gewünschte Archnektenlaufbahn emzu schlauen, zu welchem Zwecke er das psly technische Institut besuchen sollte. Dik ob der Kursänderung ihres VObneS hoch erfreute Mutter versah ihn wieder mit angemessener Kleidung und dem nöthigen Gelde, ließ ihn in's Polytechnikum auf: nehmen und miethete in der Nähe dessel ben in der -Karlstrcße auf der Wieden auch eine Wohnunq für ihn. Doch das Schicksal ist starker als alle menschliche UeberredunaS kunst. Die Mutter miethete unbewußt ein Zimmer für !hrenL!ebl!ng in einem Haufe, dessen ersten Stock der berühmte Ho fsüauspieler Mmk LSwk ikm.bU'. Sreni, in in zweiten Eta ge Her H o sschau spieler Ad o l f Ü2r.if I 0.UAMH GslMMA.t rtfiutcuiyui, tut iuuüijuiuuu auiuy sein Heim hatte. ; rj, . -.!!.1irt!rttU:.li!iÜ V,!,
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. Derartige Versuchungen hatten ihn gerade noch gefehlt. Gar bald sah sich der junge Polytechniker wieder mitten unter Schauspielern nnd sprach und hört, von nichts anderem als vom Theater Die kaum in den Schlaf gelullte Lied, zur Schauspielkunst erwachte stürmischer, denn zuvor; Blsi, Zirkel, Winkel, maaß und Zeichenbrett wurden bei Seit geworfen, und Gothe, Schiller, Shakespeare und Lessing mehr und mehr zu Gast gebeten, daö Polytechnikum wurdt allmälig vergessen, bis es der sahnen, flüchtige Architekt, als Schüler Sonnen thals, für immer verließ. Alle diese Vorgänge wurden natürlich mit der ganzen Sympathie gleichgesinw ter Seelen von uns verfolgt. Wenn e, auch einem Machtspruche des strenger Vaters, der ihn für eine .solide" bür: gerliche Lebensstellung nach Hause berief, sich für den Augenblick noch beugte, s, wußten wir doch, daß diese Resignatiok nicht von langer Dauer sein werde, denr. schon zu mächtig hatte die Leidenschafj für die Bühne in seiner Seele Wurzel gefaßt. Und in der That, schon nach kurzer Frist erschien Ludwig mit triumphi renderMiene wieder in unserer malerischen Klause. Ich hab' ein Engagement, Kinder! rief er in seiner lebhaften Weise. . An welchem Hoftheater?" An dem Vorhoftheater zu Meidling." Fü, welches Fach?" Als erster Held unh Liebhaber mit 20 fl. Gage beim Directo, Forst." Das war allerdings eine große Er, rungenfchaft. Meidling, ein Dorf U Wien, galt zu jener Zeit als Versuchs: station angehender Rosciusse, die bei der Nähe des Burgtheaters mit Sicher: heit darauf rechneten, von Heinrich Laub hier entdeckt" zu werden. Auch Barna hoffte mit Zuversicht auf das Erscheinen dieses dramatischen Eolumbus. Wi, waren nicht wenig gespannt auf des ersten schauspielerischen Erfolg unseres Freundes. Nachdem wir dem hoff: nungsvollen Karl Moor daö Versprechen gegeben, bei seinem ersten Debüt in oorporo ein freies Leben" führen wollen, fuhr er hin gen Meidling. Die Thränen des Abschieds waren hu dessen in ihren Augen noch nicht getrock net, als Barnay zu unserer Verwundernng wieder bei uns erschien. Das Burg theater war es nicht, das ihn so schleunig zurückberufen hatte. . . . Wir lebten da, mal noch in jener schönen Zeit, in U nur die Spitzbuben das Privilegium ge nossen, ohne Legitimation reisen zu dürr fen, wohin sie Lust hatten, die ehrlichen Leute dagegen, wenn sie sich eine halb Stunde weit von ihrem Wohnorte ent; fernten, einen Paß vorzeigen mußten. Der boben Obrigkeit war oblder Kar! Moor des Meidlinger Mufentempels de, ' c? t i i ? . c vigiiicgicu vringeno veroaa)iig, oenn bis er am Vorabend 'seines ersten Auftretens im Wirthshaufe keinen Paß aufzuweisen hatte, wurde ihm unter Androhung wen terer Besörderung mittels Schud" du kategorische Weisung, das Gebiet Meid' lings binnen 24 Stunden zu verlassen. Noch vor Ablauf der ihm gestellten Frist kam er der freundlichen Aufforderung nach den sogenannten Menschen Meidlings den Fehdehandschuh der fält schen, heuchlerischen Krokodillenbrut" ins Antlitz zu schleudern, war ihm allerdings nicht vergönnt. So endete das ttU Engagement" Ludwig Varnays. Wenn im Alterthum sieben Städte erle siebt schlichten später berühmten Sladtcher Trautenan hzt Ludwig Barnay am 2. Mai 1830 unter dem Namen Lacroir du Feuertaufe des Schauspielers erhalten. Seine erste Nollc war die deS Baron vor Horn in Töpfers Zurücksetzung." sein Debüt endete leider mit einer totaler. Niederlage. Wenn trotz des wenig versprechender. Anfangs die dreißigjährige Wiederkehr jenes TaaeS von der deutschen Bühnen: wclt im Verein mit den zahlreichen Ver, ehrern des Künstlers in enthusiastische! Weise gefeiert wird, so muß doch woh! aus dem verunglückten Debütanten vor Trautenau noch ein respektabler Schausvieler geworden sein. Ueber Zurück, setzung wird sich der jubilirende Lacroir an diesem 2. Mai- hoffentlich nicht zi beklagen haben. Der verfehlte" Schop fungSs s.edanke. Mener lebt mit seiner Gattin Sarah in unglückll icher Ehe. Eines Tages bricht ein heftizer Streit zwischen Beiden aus und Meyer streckt nach viertelstundigcm Kampfe vor der siegreichen Bcredtsamkeit ferner Frau die Waffen. Während diese nun unentwegt weitn keift, versinkt Mener in stummes Grü. betn. Die barsche Frage: Siehst Du endlich Dein Unrecht ein? rüttelt den Grübler auf und er antwortete: Jch sehe ein. daß sich unser Herrgott bei der Erschaffung des Menschen viel überflüs sige Mühe hätte ersparen können." Wieso?" Siehst Du, Sarchenleöen, nach $tt Bldel hat Gott den ersten Menschen aus dem virdenstaub geschaffen, darum harn er nach meiner ticfinnigen Uebcrzcuguna die Eva zuerst in's Leben rufen müssen. Waunn, Du Narr?" Wäre die i&va zuerst zur Welt gekommen, so hätte sich Avam schon ganz allem aus dem Staube gemacht." . D er Netter. ..Ja. schauer S', meine Herrn, gestern Stacht, wie ich heimgeht, seh ich auf einmal drei Kerls schrecklich auf einen ,Me schen. töSschM gcn. Als couregirter Mann schwing' ich mein Parasol und fahrdazwischeu: Mht pumpen, wollt Ihr gleich nuSrcißenjA wahr' mich fjaUn:jit'fiMg Vors ich t i g. Na, Mannes. hast Du lvezen Deinem l?ehm Koxj Doctor gefragt?". -r- Jawohl et meinte, ich selle keine geistigen Getränkt trinken!" SchnapS auch nicht?" DaS hab' !ch mir nicht getraut, ihn zu fragen er hätt' mir vielleicht den auä noch verboten! p'v::!;;:!??;1! Sstou,'!! .etkitjsiij'lwiilSi,,, äyyivli!;' f . r .
Griechenlands um dte hre.dtt Eeburtsstatte des großen Sänger Homer zu sein. einander stritten, so will ich, foweii die geistige W',!rt ur.srw? in eJi. ... - t MjT t? rrjf..
ttiaae iiimi, ver ;((r.raiütu o:e vawi
ichtern. Die Wiege feineö Ruhmes
unzweifrlbakt in Bobmen. 5:t den
Und ich Zag Ihnen, aus der kcli' Haber sie ihn gehen lassen!" ..Hah silü iie auseerissen. die StixXZ'f 'Be
ans Dttckebein, der Unglücksrabe.
Ion W. Busch. (Fortsetzung und Schluß.) JScM mmmmmr m ! i a" tu vis z. w zrxixzi fs . Nichts Schön'reS gab's für Tante Lotte,, Als schwarze Heidelbeerkompotte. Doch Huckebein verschleudert nur Die schone Gabe der Natur. Die Tante naht vollZZrn und Schrecken ; Hanö Huckebein verlädt daö Becken. PS7 tsaSJylxrSSXU '.r,S, i ' 'MM S JT. r l i ' IT t Und schnell betritt er, augstbeflügelt. Die Wasche, welche frisch gebügelt. O weh! Er kommt in's Tellcrbord ; Die Teller rollen rasselnd fort. 5luch fällt der Korb, worin die Eier i O jemineh ! und ssnd so theuer! Vatsch ! fällt der Krug. DaS gute Bier Ergießt sich in die Stiefel hier. Und auf der Tante linken Fuß Stürzt sich des ElmerS JHasierguö. äalif'is-'jA1''.'?! Isll'l'iljij1':,;'-: -i X , v,t Sie hält die Gabel in der Hand, , ' auch der Fritz konntt angerannt. ' i . ...
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Perdums ! da liegen sie. Dem Fritze Dringt durch das Ohr die Gabelspitze. Dies rcird des Naben Ende fein So denkt man wohl doch leider nein? 7 jsy rDenn schnupp ! Der Tante Nuse faßt er ; Und nochmals triumphirt das Lästert Jetzt aber naht sich das Malör, Denn dies Getränke ist Likör. Es dustkt Nlß.HanS Huckebein .Taucht seinen Schnabel froh hinein. Und laßt mit stillvergnügtem Sinnen Den ersten Schluck hinunterrinnen. Nicht übel! Und er taucht schon wieder Den Schnabel in die Tiefe nieder. Er hebt das GlaS und schlürst den Nest, Weil er nicht gern was übrig laßt. Ei, ei! Ihm wird s wunderlich, So ltiöt und doch 9 absunderlich. " ,frmlh
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Er krächzt mit freuökgem (Aelon Und muß auf einem Beine steh'n. r m . vtaiq v i'X -f--m ' -r . .- h i Mimmm C5töteäV '. T--- i ! i. Der Bogel, welcher fonsttn fleuch:, Wird hier zu einem Thier, was kreucht. M Und Uebermutb kommt zum Beschluß, Der Alles ruiniren muß. Er zerrt voll roher Lust und Tücke Der Tanre künstliches Gestricke. Der Tisch ist glatt der Böse taumelt Das Ende naht, sieht da! er baumelt.' Die Bosheit war fein Hauptpläsir, Drum" spricht die Tante .hängt er ier 1" Englischer MrÄhofshumor. Vom englischen Kirchhofshumor gibt die Neue Sür. Ztg." in wort- und sinngetreuer Uebersetzung einige Proben. So findet sia) folgende Grabschrift auf dem Friedhofe zu Ätarnhull: Gehst du vorbei, dann denk' anmich. Wie du seht Hist, so war auch ich, Wie ich setzt bin, so wirst du sein, Nüste dich denn und folg mir sein. Diese Inschrift erhielt von unbekannt ter Hand folgenden Nachsatz: Euch zu folgen, bin ich bereit. Wenn ich erst weiß, wo Ihr jetzt seid! Vom Kirchhof zu Austn: Hier liegt AleranderMcPherson, v'ine gar merkwürdige Person. Er maß sechs Füß zwei Zoll, Stehend auf bloßer Sohl' ; Erschlagen ward er, oh l Bei Waterloo. Die Erlöserkirche in Ssuthwark(Lon don) zeigt u. A. folgenden Ärabvers: Hier liegt der Leib von Marianne Sulvcr, - . Sie starb beim Trinken von Seidlitz Pulver; Zur himmlischen Nuhe ein sie ging. Da sie es trank, eh' eö zu brausen an ' ' m- sing! Die Kathedrale zu Ehichester : H!er ließt merttWerv. hier tafet sie liegen. Die Heit'gcn sich mit mir vergnügen. Den Schlug mache hier hie Inschrift eines, ,Grabkreuzes in Wolverhampton: ,. " -' i-fll ü : ; jl ' ii ; 'I',:" ' -2' y ; .' : . . . . ;, , " . . ; Hier liegt Meister Geizhals der niemals , rief jam satls . t , ES würd' ihn wecken, müßt' er. Du lasest die Inschrift gratis. ,.
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Clubgeschichke Oberst G.: Ei, ei, Herr Oberzerichtsrath. wo waren Sie denn dieser Tage? Man hat Sie sehr vermißt. Sie waren doch nicht unwohl? ObergerichtZrath A. : Danke für gütige Nachfrage. Herr Oberst; urwohl war ich zwar nicht, aber recht wohl ist mir auch nicht gewesen : Ich wr nämlich zur Beerdigung d:3 prozectirten Erbonkels Gott sei ihm gnädig! nach Jnncrstadt. Oberst G.: So, so, mein herzlichstes Beileid. Also der alle Herr ist todt ! Hm. hm, habe ihn früher ut gekannt: Ein braver, wsh!:?sllcnder Mann. Obcrgerichtsrath ?l.: Wohlwollend? Doctor Ticsnunt:- Wie kam denn das? Obergcrichkörath A.: Ja. wie das so kommt bei ähnlichen Veraulassungen, so hatten sich im Sterbchause Verwandte, Freunde und Bekannte nm die Leiche zu sammcngcrottet. Nachdem nun der Geistliche in einer, nur durch Kürze her, vorragenden Leistung den geringen königlichen Verdiensten des Dahiugeschiedenen unmäßiges Lob gespendet, seiner Schwächen und Fehler aber gar keine Erwähnung gethan hatte, setzte ich mich Einfallspinsel auf den allgemeinen Wunsch der Leidtragenden an den vortrefflichen Steinwan -Flügel, um ein! ge erbauliche Stücke rcrzulrcgen, wüh, rend der blumenstrotzende Sarg die königliche Treppe hinunter geleitet'ward. Unter dem ergreifenden Spiele meiner liebeigenen Fingerspitzen vergaß ich Him, mel und Erde nnd kam erst wieder zu mir selber, nachdem der letzte s-)l!l-Akkord des königlich Aecthooen'fcher. Trauermarsches verrauscht war. Polle, ein Glaö Grog von Arrak! Ich blickte rundum und schauderte bis in die innersten Gebeine, denn auch de Sarg und die Leidtragenden waren spurloZ verrauscht und die öden Wände deS unheimlichen Trauer hauseS starrten mich mitleidig an, als ich die Treppe hinab stürmte, um den Lcichcnzug wieder zurrwischen. Während ich die suchenden Augen au3 dem Hausthor warf, singen meine feuchten Blicke eben noch den nachschleppenden Schwanz einer Reihe schwarzer Gestalten auf, der sich ganz hinten um die allerletzte Straßenecke schlangelte und dem ich mit fliegenden Nockschößen nach schnob. Lieutnant ren Dcderew: Ha, ha! Das hätt' ich sehen mögen! Obergcrichtsrath A. : Sehr fchmeichel hast! aber es gelang meinen ausge'dehn ten Beinen endlich, den verfolgten Eondukt zu ereilen, als die Letzten des langen Gefolges den cypresscnhasten königlichen Friedhos bevölkerten, denen ich mich unbekanntermsßcn anfchloh, um mich jn u pen zu dem mir gebührenden Platze in dem EykluS der nächsten Verwandten vorzudrängen. plötzlich wirbelten Welhrauchdüfte in mein zartes Niechorgan Polle, noch ein GlaS Grog l und erschrocken auf blickend gewahrte ich die breite roeißi Stola eines katholischen Geistlichen. Daö ergriff mich so underbar, daß ich mich an meinen, ebenso wenig rasirten wie bekannten Nebenmann mit ter Fragt wandte: ,, Seit wann ist denn der alte Amcicr katholisch geworden?" Der also Angeredete zerrte grinsend seinen Mund, deutete mit der schwarzbe lederten Hand nach deS a:3 Schlund, an dem eben der Sarg nieoergesetzt wurde und erwiderte kopfschüttelnd: Dat is jo nich de ole Amcuer, dat is jo de ole Äemüllern. Oberförster N.: Also totsliter rer spürt! Nächstes Mal nehmen Se en Hund mit. Obcrgerichtsrath A.: Dem ange schossenen Eber gleich rannte ich nun wieder aus dem Kirchhosstho? hinaus und suchte dann, wie ein vcrirrtes Lämmleiu seinen Stall, den richtigen evangelischen Kirchhof auf, wo ich nur rtArfs ivt sf"rtStttrri"i" frsS V.r -trtW $srl IIVU VVtl VVIViVjlUVVt Vfcfr Mit Vill frischen Grabhügel meines hefsentlichen Erbonkels zeigte. Nachdem ich dort ein kurzes, abn königliches Stoßgebet gesprochen hatte, lenkte ich meine frommen Gedanken wieder dem Sterbehause zu, wohin ihnen so rasch wie möglich die bevollmächtigten Füße folgten, denn gleich nach der Äeerdigung sollte in der Wohnung des Entschlafenen die TestamentS-Erösfnung stattsinden. Mit einem Vufen voll wachsender Hoffnungen kam ich eben noch zur rechten Zeit, um zu erfahren, daß die, nach Abzug verschiedener Legate, übrige königliche Summe von 67,000 Mark uutcr diefenigen Neffen vertheilt werden sollte, die die sterblicheHülledes Onkels Zum Grabe begleiten und eine Handvoll Eide auf den Sarg werfen würden. Doctor Ticftruyk: Armer Herr Obergerichterath ! Da müssen Sie am Ende bäs Grogtrinken aufgeben, bis es Ihnen gelingen wird, eine reiche Frau zu erwerden. Obcrgericbtsrath A. (es wird ibm das dritte Glas Garn oebracktt: Etürtt das Scheusal indie königliche Wolfsschlucht t" (Gießt das dampfende Gemisch auf ein mal hinunter und wirst dem Doctor einen vernichtenden Blick zu.) Welche- abenteuerliche Vorstellungen in Bezug auf das in VerL. - K - . . . Im am I. il'tstt erwartete m cm Vororten und sonst bei Nichtberlir.ern geberrscot Laben müssen, zeigen syu:rtomatisch, wie das Berliner Tagbl." Lerichw 5? fnfAAMrt .Wm l"t " W L L - , ' (I " - i" JT 'W- . 'WL ;: .ymnazium uno anucicn tauiuct Wtifrftst tnTtfv ti m'&tfjüiirrt mit hm ' VJ-nftrt fn&t iirSrt !r.sf frr Scbüler fast sämmtlich. Ein llll AJklft Ud h -V V V IVlfelW": tnrM thu? der roheren bieuaen SrattlSL'erzählte einem Herrn, der'einen Fremden dort aufsuchZe, sie, bis Halnkchte , . rtr .rt. ir-a. T .r jtrcincn in zezug uux as vsiicjcipucii t des Vuntaa.esabgerelst.' Die GartenbünUnsitellunU mer frnh. fcV söcncn Wetters aerina berXi ItHnii .AM' Yisn iiinif (aiiju. '" '' i : -t, L, iri'. I 1 1 li II ' ii I iU 11 1 Ulllllt U L Ltll 1U11I1 UCiir.l testen Stellen, Z.B. an dem Thiede'schen Bouquet-Tempel, an dem Erbbcgräbniß, n d er Eh ine st sch e n Stube zeitweise nicht einen einzigen Besuchersinden ! , ' rm ;Mh
e nach dem! Vt hat er nicht mal dtt Äeisespesen rcrgütct, obgleich ich ihm noch cin's aufgcspiel: habe.
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