Indiana Tribüne, Volume 13, Number 247, Indianapolis, Marion County, 25 May 1890 — Page 6
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mt guttu Hnckebeitt! s j Der Unglücksrabe. W. SUsch. ri t . " Hjn sieht man Fritz, den muntern Ansben, Reöft Huckebem, dem jungen Naben. Vd dieser Fritz, wie alle Knaben, Will einen Raben gerne haben. Schön rutscht er auf dem Ast daher, Der Vogelder mißtraut ihm sehr. Schlapp ! macht der Fritz von seine? Kappe Mit Listen eine Vogelklappe. Beinahe hatt' er ihn! Doch ach ! Der Ast zerbricht mit einem Krach. -o In schsarzen Beeren sitzt der Fritze Der schwarze Vögel m der Mütze. 11 Der Knabe Fritz ist schwarz betupft; ,V.'Der Nebe ist in Angst und hupft. Der schwarze Vogel ist gefangen, Er bleibt im Untcrfutter hangen.
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j,Jetzt hab' ich dich, Hans Huckebein l Wie wird sich Tante Lotte Zreu'n! Cir! Die Tante kommt auZ ihrer Thür ; '.Eil" spricht sie welch' ein guttt Thier!" Kaum ist das Wort dem Mund entflohen. Schnapp! hat er ihren Finger schon. . m Ach!" rüst sie er ist doch nichj J Ali i vjm; Weil er mir was zn'Leide thut! I .Hier lauert ln deZ Topfes Hohle, Hans Huckebein, die schwarze Seele. Den Knochen, den der Spitz gestohlen, Will dleser letzt sich wieder holen. .Sie zieh'n mit Knurren und Gekrachz. rr- . . . . . r . ii;ec ine ttnrs, ver Anore reczls. Schon denkt der Spitz, daß er gswinnt Da zwickt der Rabe ihn von hinN O eh ! Er springt auf SpihenS Nacken, ! Um'ihm die Haare auszuzwackcn. '33; 11 :,lr.,u :'".:, , ,5.5,M.... .,',..,5.5 .",5!,,. , ..,,. ,, . ;5., u.-r. , t,; . ,,;!
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Der Spitz, der ärgert sich bereits. Und rupft den Naben seinerseits. Derweil springt mit dem Schinkenbein Der Kater in den Tops hinein.' Da sitzen sie und schau'n und schan'n. Dem Kater ist nicht recht zu lrau'n. w&ft rWtrVI'K . jS'-v' l-4.iF JcO -rait. V Der Kater backt den Spitz, der schreit, DerWeistvMFttMM. Schnell faßt er, weil der Topf nicht ganz. Mit schlauer List den Katerschwanz. Es rollt der Topfl Es" krümmt voll . Quäle' r " Des Katers Schweif sich zur Spirale.
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Und Spitz und Kater flieh'n im Lauf Der größte Lump bleibt oben auf! ! - (Schluß folgt.)
Eine französische Schauspielerin.
Aus Varis wird schrieben: Edmond be, Goncourt kat feinen ,nterc,mnten Studien über das Leben dcö achtzehnten 5ka?,rrinn,vjs Nioaravul? der be j y w y ' ..ÄL...1.... r f tf AiAt 4rt und öcrortcute - ; über dle ckamoleler als Muster des tf i . r? . X AMAt I . 5 . . ' r. l,...,. i.;. ni4 der auzenbl.Zl,che,. Lam, übersenden, sondern lesen E,,ect md , des Wort vorher berechnenden BuhnenMnstlers dar. Wenn man aber ich . Soncomt sich d,e F,gr der ! Ä'V'. nZ,,,ni llnl ! lömaöen Seite in der Erexlnclrung w . ff.' ... , .'d"S Slhr. D' Cla.ron roar naml.ch ,m Leben gerade so. w.e aus der Bn!,n5. 1ker,ln,t alle lbre ecte und verleugnete in keiner Situation die Vühnenpri'nzessin. Eine Anekdote erzählt z. B., daß die Clairon einmaj krank im Lehnstuhl sau und von einer vornehmen Dame des Hofes einen Besuch erhielt. Wo leiden Sie. Fräulein Clairon? fragte dieje theilnehmcnd, und die Schauspieierin antwortete : . Am H . . . . n,. Prinzessin," trug aber diese verfänc;lichcn Worte mit einem so königlichen Anstünde vor, daß weder die Prinzessin noch di andern Anwesenden sie übel nehmcu konnten. So hat also im Grunde die Clairon )öch auch nur ihre eigene Natur auf die Bühne gebracht, da es in ihrer Natur lag, sich in jedem Moment zu beherrschen und auch im Leben immer eine bestimmte Nölle zu spielen. Goncourt hat auch nachgewiesen, daß sie in ihren Memoiren ganz das gleiche Princip verfolgt hat und dan dieselben daher voll von Tendenzlügen sind. Um sich schon von Geburt an interessant zu machen, erzählt die rf i- "s C if an iHiCaui zu ihucji, i äuyu vit , Clairon. sie bäbe während des Carnevals von einem als Harlekin verkleide-' ten Priester die Nothtaufe erhalten; stt l !n ji vc rr. :jc.i vyüatpuii iucii iiaui, ic gut uuyi während des Carnevals geboren wurde und ihr Taufakt keine Ungewöhnlichkeit ausweist. Er verrätb bloß, was die besonders die 17jährige Periode im Leben der Clairon interessant, wo sie, jchon üher die Vierziger hinaus, an dem kleinen deutschen Hose zu Anspach bei dem um zeh Jahre jüngeren Markgrafen die dloUc der Pompadöur mit solcher feierlicher Würde spielte, daß der Monarch schließlich ihrer überdrüssig wurde und sie durch eine muntere Engländerin erfetzte. Sie fuhr aber auch von Paris aus noch fort, in breitspurigen Evisteln politische Rathschläge für das Wohl des Attfpacher Landches zu geben, um die Abtretung an Preußen u verhindern, freilich ohne Erfolg. Merkwürdig ist, daß d:e Clairon bei einer sehr schwachen Gesundheit und nach einer ausschweifenden Jugend, über welche die Polizeiberichte, die Goncourt zu Rathe gezogen, unglaubliche Dinge melden, das hohe Alter von Ll) Jahren erreichen konnte., Bis in die letzten Jahre ihres Lebens nahm sie ein geradezu leidenschaftliches Interesse an' den Erfolgen ihres Schülerö Larive, wobei die mütterlichen Ge: fühle nur als Verwand gedient zu haben scheinen. EpKn onr Etttt! Durch tzie itslimisSen Blatter ging. kürzlich diie Nachricht, daß iil Venedig kin Schwan gestorben sei. der zweihundert volle Jahre alt gn?esen wäre. Ein ltritikus hat bajii die Bemerkung gemacht: Diese? Schwan ist wahrscheinlich eine Ente gewesen." .So sehr wahrscheinlich ist dies nun gerade nicht, obgleich s zuweilen vorkommt, daß die. seltensten Vögel sich ichließlich als'Enten entpappen. Der Schwan erfreut sich in der That eines, langen Lebens, wie denn überhaupt unter den Vögeln einige Arten durch ausfallend langes Leben sich auszeichnen. Der bekannte naturwissen, gastliche Schriststeller Henri de Parville hat kürzlich im Journal des I)ebats einige Belege dafür zusammmgestellt. In der Vogelwelt." schreibt er, gibt es mehrere Hundertjährige. Das längste Leben scheint dem - Schwan beschieden zu sein; es ird behauptet, daß er dreihundert Jahre alt werden könne. Knauer erzahlt, daß er einen Falken sah, der 162 Jahre alt war. Nach einigen Naturforschern ist ein Seeadler, der 1115 gefangen wurde und dort schon etliche Jahre alt war, erst 1819, also 104 Jahre später, gestorben. . Ein weißköpsig. Geier.-der 1700 gefangen wurde, starb erst 182U in einem Vogelhaus deö Schlosses Schönbrunn bei Wien, wo er 18 Jahre- in der Gefangenschaft zuges bracht hatte. f " , Die Papageien und die Naben können ebenfalls 100 Iah alt . werden., Seeund Sumpfvögel überleben mehrere Geuerationen der Menschen. Die Gefangenschaft kürzt natürlich das! Leben der Vögel Gefangene fElstern sterben nach 20 bis LS Jahren; Bin der Freiheit werden sie weit ülter.?Der Hahn lebt 15 bis L Jahre, die Eanbe ,10 Jahre. Die Nachtigall stirbt im Käsige nach 10Jahren, die Amsel nach 15 .Jahren. Kanarienvögel leben im Käsiz .lii bis 15 Jahre; im Freien in ihrer Heimath werden sie weit älter.- Die Vögel verbrauchen, im Allgemeinen viel Muskelkraft und darum izt auch ihr, Appetit so encrm. $&em, man nach dem Gewichte qeht. so verzehtt die Drossel, die zu klnereinjigen Mahlzeit eine dicke ?taup- verspeist, "verhältnißmäßi ebenso viel wie, wenn ein erwachsener Mensch aus einen Sih daS Hinteroiertel eines Ochsen anfessen wüide. DaS nämliche , Verhältniß herrscht bei anderen Vogelarten z kein anderes Thier z. V. kann so unaufhörlich fressen wie Hühner, Enten u. f. ro. Der Voarf liefert aber auch verhältnißmaßig viel Arbeit. . Seine Temperatur ist um einige Grade höher wie die des Menschen; sie steigt von 21$ bis 41 und ,42 Grad. Da ist ihre Bevorzugung auch hinsichtlich der Lebensdauer nicht auffaljend." Der Schwan von Venedig ist also möglicher Weise doch keine Ente, sondttn ein wirklicher Schwan gewesen.
via)aivi t'."r" "K" Jätgnrt man alttn Fttnnde a lieber Ift, eiste ... der Trgd' d m N g, Z,zzg,h. I adrhafilg. st uns e,n kma Z , zu,nien res . Sx..l einge Shr! . b,. .. , .ln nun sogar zw mal die Wchi schrieb ,ur sie e,e n!cht,zs!m S ollen , ..J' fc ...
Clairon verschweigt, daß sie das uneheliche Kind eines Wachtmeisters und einer
Mhterin gewesen ist. Mr Dcut'che lst
Der NettungSattker. Siu Dlldcheu aus dem, Leben, von Sil Vesch?
Natürlich sehr erfreut. Dich einma. oiederzufchen. Nttisomehr, als i unö gut, geht. . . . und in solcher Stimmung 5vtcit&. unb wenn hit Thn rttfittR I ? ? ' " " triffst, kannst Dn also aus einen Bratcq J' ' . J . Q. ' .. iVWHVUi JOUlJ .IIIU lil UU JUWUUI, ej( . . . . großartige Köchin qemden,hä., sie nur Gelegenheit zur Uebung habt. gbrigenS ganz mein Fällig Jch bin überzeugt, daß uz mir etwas NechleZ Swrde,Z wäre.-bätte man mir nur ei' ..... ,, A"" VUIU lik UUUlUi.UU, zumNeichsZanzkr-nnd dan zu,jk,chgie?e! Aber leider ollte ' . Q. , mxt.rman mich nicht einmal zum Buchhalter oder zum Werksuhrer machen. ' Nun Schwamm darüber! Die traurige Zeit ist vorbei ich habe einen Nettunssankcr gefunden. Ja, lieber Freund, einen Netlungsanrer! und wenn es noch eines Beweises für meine Genialität bedarf - da ist er. Ein Rettungsanker eigener Ersindung entdeckt wie so viel Geniales in der Stunde der größten Verzweiflung ausgeworfen ohne Hoffnung, mit knirschenden Zahnen und wildhämmerndem Herz und siehe da, der Anker saß fest und Dein, alter Hreund ist auf dem besten Wege, seinen Weg zu machen. Die Zctt der fleischlos Kartoffeln rst vorüber, Prinz und Bubi hat zu seinem letzten Geburtstag sogar einen Matrosenanzug erhalten eine ganze Sammlung von Ankern Anker auf der Mühe, Anker auf der Bloufe, Anker auf dem Beinkleid. Er sieht prächtig aus, der kleine Kerl, und Lina ist im siebenten Himmel. denn ein Matrosenanzuq für Bubi war für sie, was für mich der Braten zuivui juv u, vu jui imy vt. yiiu den Kartoffeln: der Traum iene? Stunden, die jeder Mensch bis zum Tode hat jene? Stunden oder jener Sekunden, I s..t. tt..ue tx . y in's Hans fällst swas immerhin nicht aerathen ist, da die Kartoffeln einstweilen nur zweimal in der Woche mit Begleijedes Kind sie ist überdies in der Mhe tes Bahnhofs. Auf baldiges Wiedersehen also. Viele Grüße von meiner Lina und so weiter. Dein alter Fritz. Ich hatte dem Freunde geschrieben, daß mich eine Freise durch .die Provinzstadt, in der er eine Stellung gefunden hatte, fuhren werde und daß ich ihn bei dieser Gelegenheit besuchen wolle. Der mitgetbeilte Brief war die Antwort auf wein Schreiben und die frohe Stimmung, die diese Antwort verrieth, bereis tete mir nicht wenig Freude. Denn der arme Mmjch war imben letzten Jahren in einer sehr traurigen Lage gewesen und diese traut ige Lage berührte mich um so schmerzlicher, als sie ein recht wehmüthiges Streiflicht auf diese beste aller Wel ten warf. Au dem Unglück deö armen Fritz war ja im Grunde genommen nichts anderes Schuld,' als das kleine und j'o weiter", am Schlüsse seines Briefes. Ein kleines, ganz kleines ud so weiter", lt! es zählte sechs Kopse v begann mit den, Alter von dre! Jahren und endigte mit dem Alter von zehn Jähren. Sechs blonde Köpfe, aufsteigend, wie die Pxeifm einer Orgel Bubi wurde das Jüngste genannt, , Agnes hieß das Aelteste. ' y Mein GöttZ es ist ja kein Verbrechen. Und doch wird es Einem in der Welt so oft als Verbrechen angerechnet. Zum Beispiel von den Hausbesitzern. Und auch sonst oft genug insbesondere dann, wenn man kein Geld hat. "Fritz war Ofsieier gewesen, und als er seine Lina heirathen wollte, quittirte er den Dienst. Von Caution konnte ja nicht die Nede sein, denn er war arm nnd Lina war arm. Trotzdem heiratheten sie, und mal, wird es ihnen vielleicht verzeihen, wenn man ersährt, daß Fritz die besten Aussichten hatte. Ein guter Freund, der ein großes Exportgeschäft besaß, stellte ihn mit einem Gehalte an, der fast doppelt so groß war, als sein Ofsiciersgehalt, und der in der Folge noch stieg. Sorge für die Zukunft konnte Fritz aber Nm so weniger kennen, als er ebenso begabt als fleißig war und fortwährend daran arbeitete, feine Kenntnisse zu vermehren. So lebten die Beiden denn in Glüä und Wenne dahin. Sie liebten sich, sie yatten ihr bescheidenes Auskommen und es war keine Ursache, düster in die Zukunst zu sehend Daß , der Storch jedes Jahr Ein kunst bei ihnen hielt, erhöhte nur ihre Frende, und wenn man sich mit der Aeit auch einschränken mußte und Lina endlich den- ganzen Tag über keine ruhtge Stunde hatte ihr (öluck wurde dadurch nicht beeinträchtigt. Plöylich aber traf sie ein schwerer Schlag' 'Der Besitzes des GeWsles genrth iii'' Konkurs, Fritz verlor seine Stellung Immerhin wär auch jetzt keine Ursache zu trüben Gedanken. Fritz würde schon wkder eine neue Stellung sindkn. Als Buchhalter, als Werkführer, als Verwalter er hatte ja kaufmäu' mische uno technische Kenntnisse, cr iv& ein Ehrenmann, fein Ehef batte ihm das beste sZe'ugniß auf den Weg gegeben, ttk.d gelang cs nicht, , in der Stadt ein llnterkoinknen zu si'lden, dann zog man eben weiter. Deutschland ist ja so groß und wenn Fritz,, keine Protektion baZte wer giebt" hcutzuraze noch et: was auf Protektion ! ; ; r. .'l ; ' Man war also guten Mutlzcs. ?lbei bald wurde das anders,' Monat auf Monat verging und alle Versuche blieben, erfolglos. Das sechste , Kind Bubi traf ein, und bereits waren all Ersparnisse aufgezehrt Fritz gerieth i düsteres Brüten. Sollte doch die Pro: tektion mehr gelten, als alles Andere? Und sich Freunde zu machen, daS hatte er allerdings versäumt.' Nach einem Jahre vergeblichen Nin gens wußte er indeß, daß nicht allein der Mangel an Protektion ihm im Wege stand.. Es waren nunjost aenus Unter j
tung erschetnen) rann thust Du am Besten, mich im Kontor abzuholen. Die chemische Fabrik von Anaerer ist Dir
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M ''lyj'-;iyifJi."f Sira ,jJrarTi;?4'"'"l'-?Tl y -ndlungen mit ihm eingeseitet worden kttd wikdeihoit hatte man schon nahe ror dem Abschluß gestanden. WaS ade? alle Plane zu rnchte machte, das war das kleine nnd so weiter", das waren die sechs Hrzelp seifen. Läb.-r Mann, ic wollen Sie denn mir dem Gehalt bei .sechZ Kindern anständig leben Nein, das ist keine Stellung für wie, das geht nicht." So und ähnlich lauteten die Worte, mit d:nen mau ihn sttts verabschiedete. Ein Arbeiter, ja, das ist auch etwas anderes. Der braucht auch nicht zu repräsentircn. der kann seine Kinder in Lumpen gehen !assen, dem kostet die Erziehung nichts, der braucht keine Dienst' Voten " Und dergleichen mehr. . Ach, brauchte denn Lina einen Dienstboten? Brauchen die Kinder Tailleurs und Modistittkun, wenn die Mutter so stink die Nadel führt? 5?ann man, wenn man mäßig und sparsam ist, nicht auch bei sechs Kindern sein Auskommen sinden, ohne feinen Chef zu betrügen, zu bestehlen oder durch Ätcbenarbeit- zu schädiacu. Mein, nein sechs Kinder das geht nicht. Am Ende gibt es noch Scandal Betteln Mordgeschichten.3a. ftrib habe auch solch einen Platz keinen gelernt, der ihm haN und trocken in's Gesicht sagte, wie es mitunter ende. ' ; ' r Itt'tiwenn man zeme amlttenvyllnlizr nicht mit dem Geldfäckel in Einklang vrmge. NUN Mann ten Bier und Alimentations-Gebühren zehn: mal mehr, als ein Familienvater meiner Art!" Aber darauf, hat man nur Achselzucken oder Schweigen. Manchmal auch eine Anrede, umder Sache ein End? zu machen. Zum Beispiel : Uebrigens sind Sie kein Stenograph, und St?nographk in h?i uns dringen? rtCs jf f?in läcttctt lein e ftnfe attcli " " v . VI , ectunden Kutte. Er half bis und da y tr " ' . c kleineren GeschSftsleuteu. ihre Bücher in Ordnung zu bringen, besorgte allerlei Schreibereien, versuchte es mit dem und jenem, und so schlug man sich eben nothdürftig durch. Daß dabei die Kartoffeln in Permanenz erklärt waren, ist selbstverständlich. Und nun war das alles wieder anders geworden. Fritz hatte eine Stellung gefunden und es ging ihm gut. Ich war wirklich begierig, zu erfahren, wie deun der Neklunos:inker beschassen war, den er gefunden hatte. Als ich in M., einer mitteldeutschen Vrovinzstadt, onksm, war mein erster Weg nach der chemischen Fabrik, in dar Fritz bedlcnster war. Ich traf ihn in einem eleganten Zimmer, neben dem Chef arbeitend, uno als er diesen fragte, ob er mich begleiten könnte, antwortete der Gewaltige mit einer ganz erstaunlichen Liebenswürdigkeit : Aber natürlich, lieber Freund. Sie sinö frei für heute. Bei Ihnen weiß man ja auch, .daß Sie morgen doppelt einbringen." Und so ginaen wir. Teufel'", sagte ich, ,Du hast Dich hie? aber rasch beliebt gemacht." Ja, ja", erwiderte er. Mer Du solltest nur langer Kur still. Ich bin nicht blos in, Geschäfte die rech:e Hand des CM, ich bin auch sonst eine allgemein geachtete und beliebte Persönlichkeit. Obwohl ich eigentlich außerhalb des Geschäftes keinen Verkehr habe und immer in meinem Schneckcnhaufe strckt .... Der Mann, der mich eben so freundlich gegrüßt hat, ist Herr Pflaumendaum, der erste Bankier unserer Stadt .... Bei dem habe ich freilich auch mein Depot liegen es ist also ein ' kleines egoistischcs Interesse dabei. Dein Depot?" fragte ich erstaunt. mJa, fagenir nur hast Du eine Erbfchaft gemacht " Leider nein", erwiderte er seufzend. .Aber bei Pstaumenbaum habe ich .ein sogenanntes verschlossenes Depot" liegen, für das ich pro Jahr 25 Mark bezahlen muß ein Kästchen mit Werrhpapieren. -Ein Kästchen mit Werthpapieren? Ja. Das war mein Stettungsanker." Jch verstehe Dich nicht." Ein eigenthümliches Lächeln glitt über seine Züge. Etnes Tages las ich wieder ein höchst verführerisches Inserat." Correspondent für eine chemische Fabrik gesucht. Bewerber muß der Stenographie machtig sein und gute Zeugnisse besitzen. Anfangsgehalt L40 Mark, Stellung bau ernd bei steigendem Salair." Als ich das las., war mir zu Muthe wie dem seligen Tankalus. Ich sah den Himmel voller Braten und Makrosenanzüge. Und! seit ein paar Tagen litten wir Noth, wie nie zuvor. Allerlei Mißgeschick war zusammengetrösfen, wir hungerten.' Und in dieser Stunde der Tantalusqual erfand ich meinen Rettungsanker. Ich setzt: mich hin' u.nd bewarb mich um die Stelle aber in ganz anderer Weise, als ich es bisher, gethan." Du machst mich wirklich neugierig. sagte ich, als er schwieg. Was hast Du g'sangen.". ' Ich schrieb einfach, daß ich eigentlich keine Stellung nöthig hätte, daß ich'von meinem Vermögen leben kann und lebe. Aber ich ä einM-nsch, der der Thätigkeit bedürfe, der krank werde, w:nn er nicht jeden. Morgen, um ,acht Uhr ins Bureau czehen könne, und da Stenographle meine besondere Liebhaberei, und'M. feiner yudlchen 'age uud angenehmen Lebcnsverhältnisse wegen vorthellhaft be: "annt fei, so wäre ich .nicht abgeneigt, die Stellung anzunehmen. Schließlich machte 'ich dann noch ein Postscrivtum mit der Bitte, mir gefälligst mitzutheilen, ob in M. sich en solides Bankhaus befinde, bei dem ich, im Falle der Ueberstedlung , , , meine '; ; Papiere deponiren NNN'',!"NS ivniuc. i Ich blieb stehen und sah ihn lachend anWWMMMWWHWWW ,Und daS war Dein Rettungsanker Das war mein Rettungsanker. Post: wendend kam erne günstige Antwort unk dem Manne siel eß gar ncht ein. ! . 'r" "'
nach meinen zvaMZenoerhaltnlNen z fragen. Ich hätte ein ganzes Dutzend Ftiuder haben können ! Und ich hätt sogar die 25 Mark für das Depot,, 'bei . Pstaumenbaum und die p?ei War? für
das verschließbare Kästchen spJren kZn, nen. Aber sicher ist sicher und all' dii Aitterntne, dre :ch erfahren mußte, ha, ben mich eben etwas ängstlich gemacht. Und so habe ich nun doch auch schss rsieder meine Serge!" Eme Sorge?" Ja. Ein paar Jahre noch dann sind meine ältesten Mädel heirsthssahiz. Und dann Und dann Mein Gott denke ich an das versiegelte Depsl bei PsiaumenbauM! Wu erden uns a vor Heirathslusiigen gar nicht retten können." Er lachte und dann wurde er plötzlich ernst und wies aus ein Fenster, in dem nicht weniger als vier blonde Kopfe nickten, nur einer mit einer Matrosen mutze schrie laut: Papa!" Wir sind zu Haufe," sagte Fritz. Gottlob, daß ich diesen Rettungsanker entdeckt habe." . Mue tunesisöje Prinzessin vor Gerkcyt. In Tunis erregt gegenwärtig ein Pro eeß großes Interesse, sowohl wezen der Sclavensraae, um die es sich dabei handelt, als auch wegen der Angeklagte und des genchtllchcn Verfahrens, we'.chcS be mrS 2w Bvi?n firnnri Hause eines reichen und vornchnun Tunesen Namens 'Sliman-Caya besindm, der eine Verwandte .des Bey seine Freu nennt, hatten eine Klage be! Gericht ein gebracht, daß sie in der Sclarerei cehalten und von ihrer Gebieterin in her MU samstcn Weise mißhandelt und ?:tw::nLei worden stttN. Die Angelegenheit wurde vor das tunesische Trib::nal von tonzgra gebracht, welches glüchzemz s cm..;.r.iu, s VIU tliilQIICU 1U,I gehend? Klage des BcrstandcZ u bclas venbefreiungIcomiteS war vom Gerichte rundweg abgewiesen worden ous Im Grunde, weil im Reiche Tunis die Ellas verei zwar abgeschafft und es verboten ist, Sklaven zu kaufen oder zu halten, i:rde? Hauptfache aber im betreffenden Gesetze keine Bestimmung getroffen ist, wonach Zuwiderhandelnde bestraft werden Iqiv nen. Daraufhin wandten sich bk beiden Klägerinnen an das muselmal'.'z'ch? Ge-' richt in der Absicht, wenigstens eine Ent-' schädigung für die Mißhandlungen, die sie erduldet, zu, erlangen und auI den Ketten, irr welche sie die Prinzessin Sil ::lZtt:Ca:)a geschlagen, erlöst zu wetden. Dadurch hat die Procedur einen außerordentlich pittoresken Anstrich gewonnen.' Es verursachte Untersuchungsrichter zwar keine Schwierigkeiten, die beiden Negerinnen zu Vernehmen, die vor. ihm mit ihrem Anwalt Jobard (einem Frau? Zofen) erschienen, mit derselben Einfach: heit vollzog sich auch das Wcrhor des Eh;:::anns der Prinzessin. Als es sich aber darum handelte, die Aussagen der Letzteren entgegegenzunthmkn legte der Bey sein entschikdenes Veto gegen jede persönliche Vernehmung ein. 9!och nie mals ist eine tunesische Prinzessin vorl er .von einem Manne gesehen orden. Der Bey erklärte nun rundweA, al? FöNZtlikNchtt. an SZ unmöglich sei. bte Frau von Sli:nan-C?a einem Richter gegenüber zu stellen, selbst rvenn derselbe ein Muselmann ist. Nach langen UnterHandlungen gelangte man, um den Lauf der (Aereangrelt mcjt uszuhsUctt.zn sei gendem Compromiß : Der Bey, welcher des Palastes de la Marsa mit der Vrin zessin hinter einem Vorhänge Play u::d bekundete selbst die Anweseuhäc und die Identität derselben. Aus der nderen Seite des Vorhangs stellte der Untersuchungsrichter unter Assistcuz der Parteianwälie seineFragen an die unsichtbaren Prinzessin und protskollirte ihre Ans sagen. Die letztere hat Zu ihrem Anwalte gleich falls einen Franzc'scn, Mr. Nieolas, gewählt, der natürlich mit derselben auch nicht anders als durch die Vermittlung des Ehemanns sich unterhalten konnte. Es ist dies das erste mal, daß eine Prinzessin von der Fami lie des Bey vor Gericht zu erscheinen hat. Aus den Ausgang des Prszeffes ist man weit über 'Tunis hinauf seh? gespannt. Tonst nd jetzig So konnte man die launigen Vc: sie! überschreiben, welche dieser Tage der ehe-, malige fahrende.- Gesell, nunmehr wohlbestallter und wohlbeleibte? sachscn-. rr f. ' ... , .. cn t . 4 nr an einen reuno m Kontgsverrz u Pr. geschickt hat. Die betreffende Host?arte lautet nach der Köniasb. Allqcmnucrr i, a 1 " ' Zeitung" : Merino, 12. April 1! txrr . Ov u. Im Frühlmg unter Palmen, fv m ommer auf ce vumrn, Im Winter iner Stadt: , Gespickt mit Geld die,Kahe Und ans berghohen Glatze Ein dürszig Lorbeerblatt. Einst zog ich in d:e Frein Di Mir einen: frischen Hemde Und dreißig 5lrenzer Geld; ' Der Straße Pappelbäume, Der Schenke kühle Raume War mir die weite Welt. Nehmt ab mir dreißig Jahre, , Dazu die grauen Haare Und meinen Hofrathsbauch z , , So laß ich euch die Mittel,,, So laß ich euch die, Titel Und meinen Lorbeer auch. Mit frohem Wanderqruß Ä. B. Inder .jUk-.iiuu, Künstlerinnen. Fremder: Wie V theuer istdieses Gemälde?" Gallerikdiener: Das ist nicht verkäuflich daS wird nur als Mitgift mitgegeben." , Lob. Sie: Reizend! Du has: ia einen schouen Rausch l Er: Na. Gott sei Dank, daß er zu Deiner Znsriedm tr , r t ti .5. ' "5. ' .
Straf- nnd reliawkcr Gcrkcht
yox tjt uns die wtrcttkglettcn zn'M?n
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auettt das dkecht hat, die Prmzezftnnen tt nes Hauses ;u sehm.nahm in einem Sazle
metNlNZlzyerolra:yr.lllooisaums bach aus dem Frühlingsglanze Siziliens
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