Indiana Tribüne, Volume 13, Number 240, Indianapolis, Marion County, 18 May 1890 — Page 3

Igppesseöen.

Cill Nsins, in zw'i 531) fco Wilhelm Jeus,. (10. Fortsetzung.) Ich verstehe Dich nicht, Siloana, Koch es scheint. Du verstehst nüH noch weniger, hast eZ nicht gethan, seitdem wir uns kennen. Du fragst, warum ich hier bin? Weil ich Dich liebe, und die Liebe hi?ß mich Dir folgen, nachsinnen, wohin Du von jnir geflohen sein mochtest, und ein von Dir zurückgelassener Brief Deiner Freundin Anna brachte mir die Vermuthung nahe, Du hättest bei ih, Zustucht gesucht und gefunden. Warum aber ich Dir Alles gesagt Silvana siel ihr jählings in's Wort: Zum ersten Mal dnrchschoß es ihr den Kopf, daß sie auffahrend rief: W(chn kannst Du es wissen?" Und aus ihren Augen flackerte ein irrer Argwohn in das Gesicht Osilies. Dies stockte nicht, sie war auf die 'Frage bereitet, erwiderte gleichmüthig: Die alte Frau, welche Dich in fcci Nacht empsing, war vom allem unter-, richtet und ehemals meine Dienerin. Ich habe sie auf der Reise hierher aufgesucht irnd für gute Belohnung das Geheimniß !vsnihr erfahren." Von ihr weißt Du's? Nicht von Silvana fprach die letzte Frage nicht pi Ende, doch der Ausdruck des suchenden Mißtrauens losch in ihrem Blick hin. Osilie fuhr fort: Und ich theilte es Dir mit, weil uns ein gemeinsames Schicksal betroffen und zusammengeknüpft hat. Mich dünkt, es voax kein Zufall, der es damals so gefügt. Ich mußte Di5) finden, und Du mich, denn ich fühle, wir gehören zu einander, Silvana, zusammen auch unseren? gemeinsamen Hasse gegen Den zu leben, der uns Beide um unzer Lebens glück gebracht." Die Augen der Hörerin erweiterten sich zu einem groß starrenden Blick. Du? Du haßt ihn auch?" . .Barst Du denn ein Kind, das nicht An empfinden? Ich haste ihn wie Du. Und ich verlange nach Dir, um von meinem Hn mit Dir reden zu können." 0, dann vergrev mir, waS ich gezagt. gedaÄt dann vertraue ich Dir ganz 0 komme wieder zu mir, Silvana! Dich darum zu bitten, suchte ich Dich hier. Wir sind ja Schwestern und mein H:n Dir verwandter, verständnißooller für Dich, ais das glückliche eines Kindes, eine? Anna Lundmark." Doch die Kraft des Mädchens war ach der zu hohen Anspannung erschöpft. (55 ie hörte nicht mehr, vermochle sich nicht mehr auf den Füßen zu halten. Ohne es zu wissen, sagten ihre Lixpeu noch einmal mi: einem herzzerreißenden Ton: Nur eine Prüfung ", dann siel sie aus dsS Bett -urück. S e ch st e s C a p i t e l. . Johannes Schmidt begab sich nach dem Hafen, wo die Frciia" eben gelandet. Der Umschauende und Nachsinnende war mehrrnals bei feinem Hin- und Herschreiten ralj' an einer kleinen Matrosenschenke vorübergekommen, von der aus einem Fenster im oberen Stockwerk ein Kops bis Ankunft und daS Anlanden der Freza" beobachtet hatte. Danach sielen die irren Augen auf Johannes Schmid, blieben ans ihm haften, folgten ihm bei der Ninkehr mit einem scheuen und doch brennenden Verlangen, als suchten sie ihn zu sich heranzuziehen, entgegen. Nun njar.berte er wieder dicht an der Schenke v erb ei, als nnerwartet sein Name ihm in's Ohr klarig. Er wandte den Kovf und sah nichts doch da. hinter der offenen Thär im dunklen Hansflur stand etwas und jetzt stieß er hochüberrascht aus: 0 Herr Lundmark sind Sie es wirklich, Herr Lundmark und doch mit der Freyi zurückgekommen? O, wird d2 eine Freude in Ihrem Hause g?öcn wirb Fräulein Anna jubeln und lachen ich höre eS schon !" Eine Freude sagen Sie? Der (5apilän Karl Lundmark brachte nicht mehr als diese, dem Angesprochenen unverstlindiich klingende Frage heraus. Er sprach, nie wenn ihm etwas Erstickendes im Halse festgesessen, das er erst wcgränknen mcjste, um fortfahren zu tsnn?n: So ist nichts ich meine, so sind meine Fran und meine Tochter gefund und erwarten mich?" Mit großer Ungeduld, Her? Lundrncr!," Und wann wann haben Sie sie zu?eht gesehen i Eine sonderbar unverständliche Aengstlichkeit klang auch wieder aus dieser Frage; Johannes Schmid entgegnete: Heus Mittag, eben, vor kaum zwei Stunden." Nun etb:nete die Brust Lundmarks lanz und lies auf. Dann wird's ja sein," sagte er und fügte rasch etwas vernorren nach:Nein, ich bin nicht mit dem Schiff gekommen, sondern mit dem Zug . ". . r t . foeven ersr. izairenocyelne oring liche Sache vorher und kann auch jetzt noch nicht gleich. Wenn Sie nach Haus gehen, thaten Sie mir einen Gefallen mich vielleicht anzumelden daß ich bald käme. Und es wäre mir lieb enn '" meine Frau mir aüs dem Fenster entgeFknfähe so daß ich schon von Weitem gewahren könnte sie stehe dort." So hurtig wr Johannez Schmid noch laiim in seinem Leben gelaufen un die Treppenstufen hinangesprnr.gett. Fast einem großen Knaben gleich, beinahe wie Manuel am Mittag hinter dem blauen brasilianischen Schmetterling drein, stürmte kr in die Lnndmark'jche WoJ umrg und rief: Fräulein Anna! Frau, lein Anna!" .Da. kam sie. zusammen mit Manuel vom beendeten Mitlagstisch. WaS soll ich?" - ' Er ist da Ihr Papa kommt "Teich t ' Auch Freu Hedwig hörte es im Zinu m:r und flog heraus, vernahm, daß ihr Mann wünsche, sie möge ihm aus dem Fenster entgegen sehen. Unoerweilt wandte sie sich wieder und eilte dorthin ; ohne auf den Ausruf AnnaS achten: Siehst Du, Mama, nie richtig es war, vaß ich dies Jclctö angezogen yase!" Anna hlktt Manuel an ver . s: Ä. 'V ' ! ,"- :'" 1 1 UUÜ ' .W.Ufc lj VU.-W.V-izemder kür Herrn Lundmark. es ist wobl

besser, wenn er Sie beide erst mit Ihrem Papa allein läßt, bis heut Abend oder bis Sie ihn rufen. Er kann ja oben in die Kammer hinaufgehen, ich will ihm dort Gesellschaft leisten; vielleicht weiß er einen guten Rath für mich, für einen Auftrag, den ich habe." Anna hatte nicht daran gedacht; es ließ sich nicht vorstellen, daß Manuel für Jemanden ein Wildfrenider sein könne und obendrein für ihren Papa. Aber sie fah ein, wenn auch widerwillig, daß JohanneS Schmid recht habe, und Manuel bejahte dies ebenfalls. Er wollte durch: aus auf Annas Vater keinen unanzeneh: men Eindruck machen, diesem keine Freu-, denstörung bei der Heimkehr verursachen, sondern droben warten, bi er gerufen werde, wenn eS auch bis in die Nacht hinein dauern sollte. Nun stieg er hurtig mit Johannes Schmid die Treppe hinauf. Es war Zeit, denn Karl Lnndmar? hatte doch nicht mehr warten gekonnt, sich um kaum eine Minute später jenem nach begeben. Nur ging er lanzsamer und immer zögernder, bis er an die Ecke kam, von der er fein HauS zuerst erblicken mußte. Vor dem Umbiegen hielt er einen Äugenblick athemberaubt an was er: harrte ihn? Er wußte es nicht und dachte nichts, als daß die Gegenwart, der Tag. die Stunde noch fein feien. Im Grabe hatte er fchon gelegen und die Sonne vom Himmel niedergefallen geglaubt zu ewi: ger Nacht, aber er war aufgewacht, sit noch einmal zu sehen und zu fühlen. Wii lange, darauf gab es keine Antwort. Doch noch war sie, und Alles, was t nicht mehr zu hoffen gewagt, um das sein Leben allein noch in tövtlicher Sehnfuchtsqnal, gebangt, für das er c5 nichi von sich abgeworfen, sollte ihm zu Theil werden. Und war es nur eine Minute, so war sie einer Ewigkeit gleich. Doch wars denn wirklich, kein schrekt kenstollcr Betrug? Er konnte es nicht alauben, sein Körper zitterte so heftig,

daß er anhalten mußte, den Kopf nicht um die Ecke vorzuliegen vermochte. Er schloß die Augen, machte so einen Schritt vorwärts und nun öffnete er sie wie: der Da standen am offenen Fenster, das gestern Nacht schwarz und leblos übel seinem ansstarrenden Blick gelegen, zwei lichtgekleidete Gestalten und winkten ihm mit weißen Tüchern und Händen entgegen. Sein Herz sehte einmal ans, dann fühlte er, ohne etwas zu sehen, Stufen unter seinem Fuß dann war er von den Armen seiner Fran und seiner Tech: ter gehalten, umfaßt, umschlang sie mit den jeinigen nnd stieß besinnungslos aus : Jch habe Euch ich habe Euch noH emraai-imecer ! Das erschreckte feine Frau, ihr erstes Wort fragte ängstlich: Warum noch einmal?" Nun besann er sich. Jch war im Ka, nal in schwerem Sturm, Hedwig, und fürchtete, Euch nicht wieder zu sehn." Nnd dann saß Karl Lundknark, dtt Hände der Beiden haltend, im Zimmer. Nur ihre glücklich leuchtenden Gesichter sah er, nichts jonst von den altoertrauten Gegenständen um ihn her. Er befand sich in einem räum- und zeitlosen Da sein, fast auch ohne Gefühl der Leiblich keil, wie man in einem Traum körverlos uf einer Lichtschwelle dahinschwebt. Denn er empfand dabei, daß er nicht in der Wirklichkeit, sondern nur in einem wundersamen Tranni von der Schönheit des Erdenlebens dasitze, aus dem er aufwachen müsse, und Alles fei vorüber, dunkle Grabessinstcrniß, Kälte und Leere ewiger Nacht um ihn. Aber bis diese kam, um ihn zu fordern, wollte er nichts fürchten und denken, einzig mit jedem Herzschlag den feltgen .raumwahn des Glücks zu fühlen, ihm taufendfaltig leben. . Er war heiter, jprach und hörte, zog die Seinigen, zwischen ihnen auf einer Ruhebank sitzend, fest an sich. Wie die drei aneinandergeschlossen dafaßen, stellten sie so ein sonniges Bild schattenlosen Glückes zur Schau. Zugleich das deS Sommers und des ersten lächelnden Frühlina ; Mann und Fran standen in der Hohe des ersteren, und Anna gleich der Verkörperung lieblichen, himmelblauen Märztages, der sich ihnen anschmiegte. Auch ihr war es so fchwebend leicht und AlleS fo voll Blüthenduft um sie her, und sie trug wohl das Emvsinden in sich, das stamme nicht allem von der Wiederkunft ihres Vaters. Aber gegenwärtig dachte ihre Freudig.keit nur an ihn. Niemand maß die Zeit, als die alte Wanduhr, die ihre Zeiger. gleichmaßig wie immer rücken ließ, doch für die Wiederoereinten flogen sie dahin. Kaum glaublich schien's, daß schon eine Stunde über den nichtigen, wichtigen, beglückenden Hin und Herreden vergangen, dem Fragen und Beantworten von hundert sich im ersten Wcchselgespräch flüchtig herandrängenden, ergriffenen und schon nieder vorüberschwindenden Dingen. Ihr Geflatter mußte erst zur Nuhe kommen, um Anderem, Bedachtem, Bedeutenderem Eingang und längeres iLmgeycn zu verstatten. Endlich gelangte Frau Hedwig zum Mittheilen, daß Silvana sich seit einigen Tagen bei ihnen im Hause befinde, berichtete kurz über die seltsame Geschichte derselben, aus der sich noch nicht klar entnehmen lasse, ob Qrtlof von der Heide wirklich in einer Doppel lehe lebe oder nicht. Die Erzählende fügte noch, es sei doch undenkbar und müsse sich anders herausstellen. Denn wenn eS sich so verhielte, lasse sich doch kein größeres LeöenSeleno erdenken, als das der betrogenen, schuldlosen jungen Frau, für die eS ein Himmelsgläck gewesen wäre, ihren Mann nach der Hochzeit durch 'den plötzlichen Tob zu verlieren, ohne daß sie von dem Entsetzlichen er-. fahren. Dann hätte sie doch in der Erinnerung an ihn noch fortleben, den schönen Wahn in sich bewahren können, er habe sie allein geliebt, und es wäre keine feinoliche Trennung in ihrer Seele entstanden, der' Schmerz des Verlustes nicht' zu anklagendem bitteren Haß und Abscheu, sondern zu Thränen der Wehmuth, unauslöschlich bleibenden Liebes-, gedächtnisseS geworden. ' tausendmal eher den Tod beweis nen, schloß Hedwig ' Lundmark, 'als weiterathmen mit solchem nicht ertraa- : kallch Untreue seine! I t ' s; . :!!":" -VSr'öC Vy: I - ,

iJVt' U"lch?udernd über das Gesch.ck SrlvanaS, druckte sie ihren Kopf

se,r an oen leeren, leöendlgen ?U der Mußte diese Stunde nur ein Traun Brust thres Mannes. Dieser sah sein, oder dämmerte grade der neuen Er.

rezunaslos, ans inxen vionoen eun

. tf i . v I th"hliifnn i f.tttsf ,c.. i . t l ihm da ItVV V V ttUMI V . mitig daß tte mir nn raum ser. Nun hob - - t r a i,I w lorgloS Hlngelchnte ein wcmA die Vlirn un? ?rae: .'was rnmerr o an nr I u V W V V tfotR VTirrtn Brnsttazche. Carl abgest er mouth beschrieben und bei sich lrua. Ahnungslos ruhte die Wange seiner Fran an ihnen. Mußte es de.nn ein Traum sein, um wesenlos zu vergehen? Wenn die Flamme diese Blätter aufzehrte, wer wußte, was auf ihnen geitanven, wer erfuhr es temals ? nven wer ertnhr es lemals-f Doch Jemand wußte es aber wer ( i I W0i)tTf I .Nun sagte Anna, von einem Gedächt: Nlß berührt : - - r,' r cr,. v v.: ri -n i -p, fand ich auch ein Papier in einer Rock tasche von Dir,' droben in Deiner Kammer. Ich freute mich so darüber, eS stand etwas darauf geschrieben, aber ich glaube, es war portugiesisch, ich konnt' es nicht lesen, nur daß wohl ein Schiff, das ,Dolores hieß, darin vorkam. Onkel Detlev war gleich nachher bei mnr, der nahm das Blattchen mit und Z L J- V 9 -n9 nfrtfm t7r tiilmfit rtu , i fit .. .tr-i rTN ' j- I rv: v:i " v ' V paar age lpater skr den ganzen W.nter fort und , st erst heut' wiedergekommen. enen eniugoorg k' . . 0?r mnr rrisi? CTWm itr inn9 v vhttkijt i .h iwktm h x Wohin ? Das hatte Anna noch nicht erfahren, t r 0 r- t , , . ,1 boq ,gru Hewiz anliooricte: .Nach Ä war'S, als znckte es an Deiner Brust. Nein, Hedwig bleib' so. In Brasilien, sagtest Du, war Detlev Hellingborg? Ia. mit seinem Schiff. Ihr müßt dicht hintereinander gefahren sein, denn er ist. alaub' ich, auch erst heute zurückgekehrt und kam gleich hierher, um zu fragen, ob Du gekommen. Er erzählte iroVnV r 113 t -fTlT' -r v Ltt, beanne hab' ,ch mivtji vMpii, nnig mic immer an Dich dabe.u.d obDu wohl doq aus der Frcya ,eiest, und lch wein noch nicht. -Y. 'lax. v:- w.r.-r.:xt- i näca ivß iz vifcu,ic ana und ihrem Manne war, oder nicht, t 3rv tt" l Tint Taft 'fminn nnn fA rf I fr:,M" rssri"?,! s. 0.S teffi KZ bei mir ßtz? blieb. Damals tt Zähl'e t ir LrliPhanlsIn. ,Bt. ich slll- ti U&t st-Ke lasten, solange Du fctt'-oärcft,- und hcitt' Vr,:,iaz hielt er ebe.iss dc. Pendel wieder n. . .' . die Freya drunten vorüberdas könne noch jetzt, nach bald zwanzig Jahren sein. Ader so thöricht eö klingt und ist. es ist wirklich so, Carl; geahnt habe tch eS früher ab und zu einmal. ohne Dir davon zu sprechen, doch als ge. wiß gefühlt unerfahren hab' ich's erst Ulitl . MUU tUil !UU WMUV(.(MUi(y '-f..,. f. ....,s',',.s Wesen und Reden seit Deiner Fortreise. Lach' Deine Frau nur aus. daft die Thorr,;7; irnu-...;, rJ fiftf ikr mit frinfnbbif:iii fahren im - - " "7 " I I -li.l "Vj - I zwei Anqen außer Deinen, die noch kein altes Mültercken in ihr sehen und Dir 1 11 1 nur i 1 1 ii 1 n.11 iiiii . M 1 iinri r v i 11 11 : i .r .. Mi. .t .a .f. it I v vf v y .f., ... rvitrf.tA niAf,. v ViWW rsr.w. Ua Letzte des i freudige ?7,k nii hast, wie ich." und den Kopf wieder an die Brust ihres Mannes nirückleaend. sa.te ne ieM wieder laut wi- Dinar? ' Uebrigens ist Hellingborg Zehr schlecht nnäs.'K. ,;?k., ttAnf rttt uUfr sü.iu h ein, gekehlt. Er muß das Tropenfieber iivikutov, .vtv, ii vv ivtttit ' . - m lch haben, denn es faßte lhn beut' Mittag bei uns mit einem Ankall dajj ich erschrak und fürchtete, er könne nns leblos vom Stuhl sinken. Er bat, wenn Du heute, kommen solltest, machtest Du doch gleich einmal Lei ihm vorsehen." , In einem dumpfen Trieb halte Karl Lundmark versucht, das - zu thun, 3 Cry r . t r Waö e, geahnt, was thn dunkel r , r f . . st , . t hirnliA fAslit tt l?)tt?:t yltj.tptihhif fcr Herostlkch r- -? 1 "7 ' r " " " jetzt Alle Inner ... 3 war v cuca jjcuiuiTtfur, oer ic:ne 5tfl, lieble. DeiJan.e,anz hnmachlia tte! ctt Le.den.chz.t Balle dl k.cha,..W.kk.in die Hönb. b.. ;"77'3 "'" wiy''' nunä i ..uvau iunnic. . arc. ... . t? (Xc-ci it snüsi iwwvwii ,,ai4"15' Vlf!'1!4- IU dem erbarmungslosen, Willen noch nicht 'F. iC ...V VI i. c zwiZlyett 19 uu vic um igupicns den aelrertnl Warum wunren elne Frau, sein, Tch,.r noch nicht, was De.l H'll'nzbrg ugle. der heut M.itag

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fiXrrni fflu fär-cB i .iV. t Ü t i """ Blitzstrahl getroffk.,, keine ras, ktt'd KP Zeit l tl & b Lebens mehr in ib..,. sich 3tn U. w; abanderllches, gegen em unerbittliches Ät 'tol!? O'" S,n' Verhäng j Anna sprach ?n Die SmeKerin hob ihre L'pxen .dich, ?5kKa kt frhstim.mz wie n dZ Obr Lundi-iarkS und siiisterie. so "!.' uhngs,.chzen emeS das! Anna daö Weile ich, vernehm ., b" "M l L1.1' ? 3U J Ttt , hrt.ltt A i n T , i

f0Nlit( vl""f " VlMIIM V.lt VUUjU U Vvt?, . .Ich glaube, es gibt eine Frau, dje ?a! bw5V- J-S? -S"1!"0 sonwei Männern geliebt wird, schön sagt, und bat ängstlich chrenater Masehr lange, schon seit ihrer Mädch-nit l bcm wgen, vor Herrn Carlos her. Du lächelst vielleicht im Stillen Seloa. zu beschütze. en d,er von " f ' i nii e ist rMrii rtli tx (Ut.

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l die Lippen Fran Hedwigs. die das l J9 niis weif, n mit schalkhnst-übermüchigem Ton 'Herz. n.chNhr Kopnoch. Aber ich VlKcke? eieraum hatten, ging ein enn Dn ihn steyst, w.rd es Dir

s Lächeln ; sie fügte nach: Nein, f7 U u T'-1 7 f- r l,r H 6 f. m?mrtsirn, ssft) , schelten, da lch die Kinder das

seine jirau von lhm erwartete, den Mund sraate er weiter' Sxx einem Lache,, zu regen.' Doch es war - ellimzborg' sah ihn also auch hier, unmogltch. we,. L.?pen gehorch en .mcht, Jn ff ihm ebensalls? V blieben starr, nur ein geljtha !cx Aus- Jr1 tL i- r . im L n hht. , ' . . Ich glaube, versetzte Frau ökvwla.

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HZ j? Warum hat dieser gebeten. Jv mjU eich zu ihm kommen?

6?mkmmer itr vr -' 7 - - vjv ttuiiu . . , . w nrf,j. A minder in ttm " 7 - - - q iiwtVH aufheben? Niemand auf Eiden 24, , als die Blätter an semNru . u IC.! 4a ifitn ts a v ' . ' - . : i' 11 11 i c u war wlk r j. . .1. cy (, .,t beud. Ein kurzes ÄZort vom Mund, Annas war es: Manuel " Sie hatte die geflüsterten Worte ihre, Mutter nicht hören können, auch nicht darauf gehorcht, der Onkel Detlev interessirte sie durchaus nicht so, um ih, Obr und ibre Gedanken aeaenwärtia mil beschäftigen. Ganz Anderes sxnL na w rr s:... 'jjiv lvy vivit vjfiv- : v,rt irtrhfrnriinS ihre , J.b.rlcaen aekommenen Kovseö. bracktt l?ra,bnin mit stck. dan sie es Zent. da " . i- " : . - - thüat Auaenb c5e üitemanb redete, sin sehr zeit- und zweckgemäß betrachtete, z u . f - - . : ' ' " sagen : Manuel meinte auch, daß Onkes Detlev" Doch sie gelangte nicht weiter, den ihren Vater hatte es aus dem ersten Worj mit einem krampshaften Ruck durchsah, ren. Er beherrschte sich zwar nach diesenz mit i.i3 "-,', f mit übermächtiger Kraft, doch em Bebeu der Lippen konnte er trotzdem nicht zu: . t t .0 rückzwingen. als er fragte: 35 stichst Du, AttNa Z W?r ist Manuel? Sie katte diese 5?raae erwarten müi: y , . I zum Aussprechen zy Manuel saß fchoy xxsti Stunden wartend droben in de, Kammer, er mußte sich schrecklich lang: 1 r rtlfslf Vft?irtttM3 ßf(mi ;,,, nlj.m r.:7..ll Lk4..? vvfclwi'ui v whi ,h': ':,' Ja,.. ,bort lassen'. . Wch imch.. ich, ,mhr Z.h1, war's, denn letzt störte seine lLegenwart ja doch nicht mehr, und er säße doch viel hübscher und natürlicher mit hier unten. Und Anna entgegnete rasch aus die erharrte Frage, im Anfang ein klein wenig nicht ganz die Wirklichkeit ihre, rttiS'hWtrf'nS (T.Kr Vtj iimit. .T. ' J 9; nflfi Xli&i n0tt itlR1 Papa? Er ist anÄ aus Brasilien gekom! J mt mwti bsl Eelva Das .ft . m Name, nicht wahr, und Manuel c, ... . r.m ... x "ry " -w, curniÄfn cemf't i.'ülitta'S fi. 1 SÄ1!1!"3 fuia.v luiti) v vfc itikvtf 1 ' ' . ' um im, xm .rrt "ff auslöscht.. V HJ "! M 'ÄÄJ8 S, . . Z jX i r.l 1 ! T , M ..1 ngunubl hrtf pr rtitf r.iS etlny Vlutf nr shliw ?7. VW tHVIW ViHU M iVUK Vlll JCl'üiH, nach Brasilien znrückbrinaen lassen wolle. Denn er scheine ein strenaer Vater zu sein und nicht zu begreifen, daß vm,,.r 5. . i n i :t.:.. .luuiiv. iicuiiiW ültl lilCill UtClUiil IS . it. .... "r" 0 r . NL zu Sben n atzen - vorhin geuore. I m , , " - ' ' . aivnnvm uw IMMWU KU II : VilUC nniung war g gewe,en, an oen n," ni . An. Kutteln ggeben. Unbewegltch aletch e:ner LelÄe las der ""11 j tjt -CtlVfc I yuiti. . r J9' Vrau P'lg nochmals den. Mund zu einem Nun, wie Anna schwieg, hob Frau I iä5 n i U" ein zyr: u rm . ( j horjt etwas aus ihrem Sprechen, Carl. MtchUe .des ganzen Lebens genießen ; r" uns ie einen geoacyr. um, o l.t er. me u ud.') 'hn uns vergeblich erhofft und gewunicyr. , I rv : . ei rrr - . . 1 : r irnt rirn v na.Tsai , )V 0 tuui ivuviv iu i t f i -v . ciu aus oem cunoe unomarks: 0 ist er? Anna floa in die 5iöbe. . Droben in Deiner Kammer soll iÄ ihn rufen, fV nil ' ' 1 er 7 " - v apa 5Min! Nein Anna, nocb nicht." Der Antwortende hatte das Erste rasch herausgestoßen, dann daZ Folgende rtirrtS rtfS -rnr? iftv ., ?I I "'v üv i, m. vvil .tuiiuii e.? r,.r4B, w kn r j"-,,r . i uu. tiuv uty " r-r ' . ' . f.w. kA c:. .:.it,. 5 Sei Vj p.,i r i!mZ. rr.r . dä5.r i r w , l"'"' nanö ttU irno joaie;. Stunden waren schön. Ha!, ' t.t ' 7 I xJstNt CQ'Ur 1 ' ii t ! Er zog Frau und Tochter noch ein: i , ' . . i : J -' ' mal sest an c) uno suyr ort:,s :;, , aJtxir - ... u'cfn' ch rt bZa9 ich neA ,:.!?, n,brsendi Nnael,,',,!,.?

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Zum Abendessen komme ich zurück. Lebk wohl so lange, meine Lieben! . Aus der Schwelle wandte er den Kopf.

sie noch einmal anzusehen. Zum erste Mal jetzt nahm er die ungewöhnlich Kleidung Anna gewahr oder ezerieth sij m r 1 rr- . ' t tym zum ewuLl'eln. ur hici: an um sagte: .Das lst wohl Dein Kleid, in dem ich Dich damals nicht mehr sah. In bei Nacht, als ich absuhr, standest Du U vor mir unter dem Sternenhiminel. Fü, Silvana Nodwald war daö eine boz, Nacht, wie ich geHort behüte der Himmel Dein Leben vor solcher, Anna!" Ilnwlllkurlkäi war er wieder zurucraei kommen, das Mädchen antwortete: Ja. ich war überzeugt, daß Dn heute kämest, Papa, darum hatte ich das Kleid Ma: nuel sagt freilich, ich wäre ein brasilia, nischer Schmetterling. Sind sie wirb Ilch drüben so. Papa? Nein, so sind sie nur in Deutschland. Anna." Seine Hand glitt zärtlich über ihl Goldhaar, er setzte hinzu: Also für mich hast Du Dich so geschmückt das musz ich Dir doch nock danken." und er schloß ste in die Arm, und küßte tle. Dann drehte er stch um: 3ch glaube, die Mama ist eifersüchtig. Anna" und er schlang die Arme eben: falls um den Nacken seiner Frau zusam: men und küßte anch sie doch lange, m Vieles länger, daß sie sagte: Siehst Du, Anna, ich bekomme doch noch mehr, als Du, von Rechtswegen, denn mich kennt der Papa länger als Dich." .So lebt wohl, noch einmal! Es fäll! mir schwer, so bald wieder von Euch zu gehen, doch ich muß." .Schnell verließ Lundmark nun daZ Zimmer, auf dem Flur preßte er kurz die Hand krampfhaft auf die Augen, dann ging er. Der Traum war z, Ende. Klar gewahrte er Alles um sich, klar in sich das Ziel, das er erreichen mußte. Drobenher am Fenster sahen Hedwio und Anna ihm nach, wie er eilig üb die Straße davonschrltt. Die ersten lachte: Man sollte meicnn, es sei Ja; nuar, so geht der Papa in seinen Mantel gewickelt, mit hochaufgeschlagenem Kragen, daß man ihm begegnen könnte, ohne ihn zu erkennen." Anna erwiderte: Der Wind get heut' draußen noch stärker als gestern, nnd wenn Jemand Arad' aus den Tropenländern kommt, ist's ihm eben bei uns leicht zu kalt. Manuel fror im Anfang anch immer, aber nun ist er ganz ein Deutscher geworden und hat immer warme Hände, weiln, man sie anfaßt, ebenso warme, wie ich, mir kommt's vor, fast noch wärmer. Mein Gott, und er sitzt immer lisch oben ich will schnell hinanf meinst Du nicht, Main, wenn der Papa wiederkommt, dann kann er ihn doch gern bei uns sinden?" " Ja, das thu' nur. Kind ! Gewiß kann er das und wird stch freuen, wenn er iyn kennen lernt. Wir wollen es recht schon hent' Abend haben; nach dem Essen kannst Dn mit Manuel etwas inZ Nebenzimmer gehen, damit ich den Pap auch ein bischen sür mich habe." Grnt. Mama, gern, ich bin garnicht eifersüchtig, und Manuel nimmt's gewiß auch nicht übel." Siebentes Kapitel. Carl Lundmark schlug eilenden Schrit ,'cs nach dem Hause Detlev Hellingborgs ein, doch er brauchte nicht weit zu gehen, um diesen vorzusinden. Der Andere stand - hinter einem aufgrünenden Busch verlorgen, in einiger Entferung an einer Stelle, von wo er die Thür deS Lnndmark'scheu Hauses im Auge hielt. Gleich nachdem er diesen Platz eingenommen,, sah er den ihm unbekannten Johannes Schmidt hurtig auf die Thür zulaufen und in ihr verschwinden, danach wenige Minuten später Lundmark vom Hafen her zaudernd um die Ecke biegen. Heli lingdorg machte eine Bewegung, ihm entgegen zn eilen, doch im selben Augenblick gewahrte er oben am Fenster, mit den Tüchern und Händen winkend, die Fran und Tochter des bei diesem Anblick laufend Herankommenden. Nm Mix letzteren anzuhalten, hätte er es vor den Augen der droben Stehenden thun müsien ; vergeblich suchte er Lundmark ein Zeichen zu geben, der nichts sah nnd dachte, als die beiden ihm vom Fenster Entgegenblickeuden. So ließ Detlev Hellingborgden Arm niedersinken, über das Gesicht ging ein fatalistischer Zug, er sprach halblaut vor sich hin: Wie da? Schicksal es will !" Ohne Regung blieb er steheit, unverwandt mit starr vorgerichteten Augen nach den Fenstern Hins überblickend, stundenlang. Was seine Lippen gemurmelt, bildete der Grundzug seiner Natur, des Dn seins, das er geführt: Wie das Schick sal es wollte", war er zweimal mtt tu nem leichten Klippschooner über den Ocean, in der Wetteruacht hart vor dem Bnaivrit der Zreya vorüber nelaufen. Sturm und Wogen hatten ihn nicht in t, . c.aT rrxiri r.:Sie juere gerissen, ca juuwyu)i ftabneua nicht zermalmt und in den Grund gebohrt, es war nicht so bestimmt gewesen. Denn Alses, was geschah, stand unabänderlich festgesetzt; der Mensch glaubte nnr, mit eigener Kraft etwas xu erstreben, tu vollbringen, doch er war nichts als ein willenloses Werkzeug in der Hand des. Beschlusses über ihm, an dem sein Wollen und Thun nits änderte. WeschlofZen war es aeweken. daß Anna Lundmark in dem Auaenblick lachend und jubelnd mit Ma nuel da Selva in's Zimmer hercinstürlen. nnen solle Be chutzt mich, Kinkel Detlev!" wie sein Mund im Begriff gestanden, den verdangnizzlaweren rcamen ' . . , t '11. . ii . r.. auszuzpreazen. irr ane es unr meq? oekonnt. denn er hatte es nicht acsyllt. War es Schiafalswille. daß Manuel da Selva drüben jetzt ebenso mit Anna durch die Tbür hcreintrat, oder war es nicht? Zwei Stunden lang yarne teilet? Ci linabora reaunaslos auf das. waS be stimmt sei. Ihn,, daS .Werkzeug der . ir ,' Y . ' ..!JCv Uevermaqr, ging es inuji an, er vermnAtc ihr nickt in die üael vx reisen: Nur die eine Freiheit n?ar dem Menschen aegeben, den Kampf des, Lebens gegen zene zu becnbm, wenn er ihn nicht länger wollte. Seit zwanzig Jahren trug Hellinaborg in einer Kapsel stets ein äugenblicklich tödtendeS Gift bei sich.: ' ' , Jaei lanae. endlose Stunden verainaen dem Einsamen, da traf vlöhlich ein

einziger, ans todter Nnhe auffahrende, Herzjchlag gegen seme Brustwandung. Carl Lundmark kam wieder aus der Hausthür hervor, seine Erscheinung, w! er trotz dem Mai tief in den Mantel ge: wickelt ging, sprach, daß er verhindern wollte, von Jemandem erkannt zu werden ; droben am Fenster blickten, wie bej seinem Kommen, die beiden hellen Frauengestalten ihm freudig und lachend nach. Der Schicksalswille hatte es nicht beschlössen gehabt doch das konnte das plötzliche Aufklopfen in der Brust Detleo Hellingborgs nicht verursachen. In ihrer scheinbaren todten Nuhe lebte doch noch etwas ; der jähe Herzschlag zitterte glücklich für Anna auf, für die liebe kleine Anna Lundmark. Nun eilte er davon, fo schnell er konnte, durch einige Pcbengassen, trat an einer Umbiegung dem herankommenden Lundmark mit den Worten entgegen: Du willst zu mir, ich habe auf Dich gewartet." Der Angesprochene stutzte einen Augenblick, dann antwortete er: Da Du das gethan, wirst Du auch mit mir kommen. Deine Wohnung ist weit, ich bringe Dich an einen näheren Platz, denn ich habe zu viel zu thun und keine Zeit zu versäumen." Beide hatten sich grußlos angeredet, als ob sie sich vor einer Stunde zuletzt gesehen; Hellingborg nickte nur stumm Einmillignng, sie tauschten kein Wort mehr, schritten schweigend nebeneinander fort bis zu der Matrozenschänke, aus deren Fenster Lundmark im Beginn des Nachmittags geblickt. Dort führte er seinen Begleiter in das kleine Zimmer hinauf, wo er die Nacht erbracht hatte, und schloß die Thür. Einige Secunden lang standen sie sich

hier lautlos gegenüber, es war, als scheue sich Jeder vor nem Wort zum Beginnen. Dann hob Detlev Hellinaborg den Kopf und sagte: Was willst Du von mir, Carlos da Selva? Es war nicht feindselig gesprochen. nur eisig glcichgiltig gegen den, welcheni es galt, doch in seiner kalten Tonlosigkeit alles sagend. Und es löste die Zunge des Anderen, daß er erwiderte: .Zuerst will , ich Dir danken." .Was ich gethan oder nicht gethan - that ich nicht für Dich." .Das verringert meinen Dank nicht. Du liebst meine Frau, hast sie immer eel.evt?" .Wenn Du das weißt, warum fragst Du?" Weil es mich Dein Thun beqreifen und vergeben laßt. Die Liebe X mach ttger, alö unsere Kraft, unser Wille, sie zwingt uns, ihr zu gehorchen, auch wenn wir dadurch freveln." Nur mit tiefem Ernst, ohne Haß, ohne einen Vorwurf hatte Lundmark es ausgesprochen ; er klagte das Handeln Detleo Hellingborgs nicht an, sondern rechtfertlate es. Der Letztere entaeanetc : Du hast aesrcvklt, mcht ich. An die Liede, nach der ich begehrte, die ohne Dich vielleicht mein Eigenthum geworden wäre, hattest Du kein Necht, als die deS Betrugs." Sem düsterer Blick saate, rur den UrHeber des letzteren fei keine Fiber des Mltzefuols in ihm. Lundmark schwieg kurz. 'Ctze er antwortete: ,Du weißt Alles, doch Eins vielleicht nicht. Kennst. Dn meine kcnmt Du DoloreS da Selva?" Ja !" "lind Du begreifst nicht oder willst Du nicht begreifend" So qelalien klang. 5, doch m die Seele des Hörers hinein, !S ob cr gefragt: Willst Du nicht vegrel en, da es der Wille des Schicksals war, geaen das der Mensch ohnmächtig ist?" Hcllingborg stand, ohne zn erwidern; dann sagte er plötzlich: . Sas willst Du von mir?" Zugleich indeß zrg er mit rascher Vewezung ein Dolch messer hervor, warf eS klirrend auf den Tisch vd sehte hinzu: Wenn Du mich seht stumm machst, weiß es Niemand Mehr auf der Erde. hu's mir ist es em Freundesdienst, der ein Leben endet, das keinen Werth hat und niemals einen besessen." Ein Schauer durch fuhr Lundmark das hatte er vor einer Stunde auch noch gedacht. Nur die Blätter an seiner Brust wußten eS und Detleo Hellingborg. Wenn Beide nicht redeten, sei es nicht. Aber vor einer Stunde war des gewesen, jetzt nicht mehr. Ahnungslos hatte öas Verhängniß jener Beiden noch einen Dritten hinzugeselll, der nicht zum Schweigen gebracht werden konnte. Oder vielleicht fies selbst das möglich, ließ auch dafür sich' noch ein Mittel errenken. Doch wenn es geschehen könnte, war es dennoch zu spar. Noch Einer wußte es, der nicht schwieg, der nicht schweigen konnte. 'Nicht die Blätter auf der Brust, doch die Brust selbst. Hellingborg verstand nicht, waS lautlos in dem Anderen vorging: . da dieser stumm blieb, fügte er nach: Fürchtest Du, des Mordes beschuldigt zu werden, wenn Niemand mehr Dich ver Bigamie anklagen kann? Sei unbesorgt, ich will vorher auf ein Blatt schreiben, daß meine eigene Hand es gethan, und zu dem Bewußtsein dessen, aas Du schon trägst, kannst Du. auch das noch tragen. Es wird federleicht dagegen sein." . ' . Ja, daS sprach es ans. Federleicht gezen das andere Bewußtsein! Fast zwanzig Jahre lang hatte er eö wie in!nem rcrnni getragen, doch nun war er aufge, seckt worden und es ging nicht mehr. Seine Kraft brach unter der Last zusams men, der sie bisher widerstanden. Sie sar schon an ihm abgefallen gewesen, änd er konnte sie nicht wieder auf sich las ben mit bewußt:r Seele nicht mehr fein Doppelleben auf's Neue beginnen. Nur zwei Dinge hatte er noch zn vollbringen, zwei Pflichten feines Lebens. , r (Fortsetzung folgt.) Lange Ankunft. Gestern knüssen's unsere Männer wieder arg ge-.-rieben haben, meiner kam erst zwischen l und 3 Uhr heim. Und der Meinige ist von 2 bis 3 Uhr heimgekommen ! ;:';' E r k a nn t. Student: Ah reitende Cousine, im Wachen und, im ttaum, bei Tag und bei Nacht schwärme lch sür .Dich ! Cousine: Deswegen kommst Du auch immer so spät nach baülelW'M,'MMsM

Franz ißt als Kegler

' Zwischen Weimar und dem Großher ö glichen Lustschlosse Belvedöre liegtH ?,-. 1- . cr- fs. .. t i" JL .,; 1,1 letlwaris oas sreunone orr zjstz Weimar, nach welchem, da der Weg das ) bitt durch den prächtigen hl'toiijchen Park führt, die Jlesidenz'bcwohner gernl ;$ ihre Schritte lenken. In dem Wirth tif; Haus bestand tu Anfang der fünfziger' Iahte ein Kegel-Klub, dem unter Än , deren auch Hoffmann von Falleröleben. der Maler Friedrich Prellcr, JosefNauk und Mitglieder des Hoftheaters angehöre ,, ten und der jeden Dienstag und FreitagK dort zusammentrat. Die gesunde Bcwegung so erzählt uns ein Mitglied des Klubs aus seineil Erinnerungen hatte uns an einem schonen Herbsttag sämmtlich in die heiterste Stimmung versetzt, als : plötzlich in der Gartenthür Franz LiSzt ,,! erschien, begleitet von seinem Lieblings-vß schüler, dem jugendlichen Polen Taußig. ä Die Beiden machten auf mi den Ein- ;:! druck, wie Faust und Wagner in der Cpa- t ziergangsscene. Kaum hatten wir den von uns Allen hochverehrten Künstler erblickt, als er sich anch von uns umringt ; und in herzlichster Weise begrüßt, sah, und Hostmann von Fallerslebcn, ' ci Vorsitzender, forderte ihn in Humorist!: scher Weise auf, eine Ehrenkugel" mit uns zu schieben. Liszt lachte und Z meinte, auf seine langen, eigenthümlich, geformten Finger deutend, baß ihm. ang H Stücksicht auf diese eine so gewalkizi M Krastaußerung untersagt sei, ersuchte . t. L . a . . . f i . aver, oas üviei leinerwegen mcyr zu unterbrechen und nahm in unserer Mittl , Platz, mit Interesse die Partie versol. gend. Nach und nach begann sich übn' doch in dem Zuschauer die Lust an dem : : Vergnügen zu regen, und fo bat er. versuchsweise eine Kugel werfen zu dür fen, was natürlich von uns sreudig gestattet wurde. Tvdtenstille ' herrscht. , plötzlich, als Liszt, den langen Nod ' zurückschlagend und die Haarmähnt, schüttelnd, ziemlich linkisch antrat und n die schwere Kugel von Eichenholz mühsam ,Z anssctzte. Obwohl sie nur, wie, lti:f Kegelschieber es nennt, schleich end" da t)in sollte, so kam sie doch an's Ziel I in's Zentrum und Alle Neune!" V schrie der Kegeljunge und schwenkte feine Mütze. in unbeschreiblicher Jubel brach anS, man beglückwünschte den Mcisier und trank auf sein Wohl, wahrend dieser, ganz überrascht von seinem Wurfe, sprachlos dastand. Mitten in biescm Tumult erschien, von Belrödore kcm mend, im ossenkn Wagen Liszt'S Freun, din, die Fürstin Wittgenstcin, welcher der Künstler bis Oberweimar entgegen., gegangen war und die nun, ganz erstaunt, zum ersten Male von dem neuen Talent . ihres Freundes Kenntniß erhielt. Indem wir dett.Ltczclkönig" nochmals hochleben ließen, bestieg dieser den Wagen und fuhr in heiterster Stimmung davon. Es war daS erste, .aber auch das letzte Mal; : daß Liszt Kegel geschoben,, denn wie ich später erfuhr, waren ihm durch' den' Wurf der schweren Kugel die Näel am , Mittel- und Zeigefinger der rechten gani 1 abgebrochen und er dadurch rerhinöert, in "einer Swee" bei Hose zu l'pielen. Cln Qluter aus der guten, alten Jekt. In der alten Hauschronik hat das ,Lpz. Tgbl." folgende treffsichere Schiloerunz eines Stutzers aus der Mitte des vorigen Jahrhunderts eusgestoöert: ; .Wenn man so einen klx modeRatreu, betrachtet, mochte man schworen, daß er entweder ein verkleidetes Frauenöbild wäre oder doch alle Männlichkeit mit der - ., weiblichen Zartheit verwechselt hätten Dies n'.acht aber nach feinen Begriffen 4 den artiglichcn Mann aus. Niemand ' ! weiß den Kopf, dem Affekt der Rede gemäß, so gezicret zu drehen und wen-' im, weiß den Schnupftabak so geschickt ' in die Nase zu bringen, als eben dieser - ' Sein Kleid befiehlt er mit dem größten Fleiße auszukehren, die Perrücke muß immer frisch gepudert, die Schuhschnalle bell geputzt und der halbe Rock mit Vio- -lenmehl bestreut sein. In Gesellschaft , sitzt er stets bei den Frauenzimmern,. zischelt ihnen Süßes in die Ohren und schmeichelt ihrer (der Chroniker hat hier , ein sehr ungalantes Beiwort eingeschal 4 ter, welches wir aus Rücksicht auf die Damen weglassen) Einbildung. - Er macht viel Wesens von feinen glacirte : ; ;" Handschuhen und riecht nach Salben daß den Nasen widerstehet. Ganze ' Stunden muß man oft sein Gefasel und : abgeschmacktes Gewäsch anhören. (Sc'j ist einem Niechdöschen ähnlicher, n!5 einem vernünstigen Menschen. D Seine Augenbrauen bestreicht er mit Ä einem Wässerlein aus der Apotheke., Ec "4 schminkt die Knöchel an den Fingern mxV tq Nosentusche und balsamiret sich mit Moschus uno, Ambra. Seinen StraußÄ stecket er in die Knopflöcher der Weste , gebchrdet sich neben dem Frauenzimmers H als welle er ihnen die Hände wegbeißen , , und gibt beim Spielen die Karteu mit zween Fingern aus. Er schminket deS O Morgens die Backen mit Nosentusche unVW reibet das Gesicht mit dem feinsten holi-' ländischen Papier, auf daß es recht glatt A wird, und die Hände waschet,, er,, m!tD Lilienwasser. Und dabei mißglücket 'A ihm sehr, die Rolle eines gelstreichcnWz artigen,, ungemeinen Menschen zu spie-, . j len, denn man erkennet seine Blöße) oJ bald er das Maul auflhut. Seine ganze ; Ausführung ist Kinderei. Er füllt die Luft mit Komplimenten 'an, beuget und, windet sich stets wie ein Gewürm, schmatzet ohne Unterlaß, lässet Jtiemand zu Worte kommen und suchet etwas darinnen, auch wenn keine Narren vor Handen sind, immer als em rechter Obermeister ihrer Zunft aufzutreten. A?VnD: solcher Affe aber verdiente, daß er in ciW We.besueid gestehet und an den Sp:nnrocken gezetzet wurde." "WS Liebenswürdig. Er: Amalie, einen einzigen Kuß von Jbren Rosenlippen und dann sterben! Sie-' Na, es ist gut. (Küßt ihn, ' Hier haben Sie den belregenbtn-AüchÄiM,,, bitte ich mir aber aus, daß, '-a Wort r n ' " ' "V ' J: if" ' !?' 'ift.,1, halten! . , " E r k a n n t. Dienstmädchen (zum Arzt) : Ich hab' so ein , Prickeln und Brennen im Gesicht, ' Herr Doktor. waS ; soll ich da wäen?Mz',Z7Sagci?P Sie .Ihm", daß er stch besser rasiert !

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