Indiana Tribüne, Volume 13, Number 233, Indianapolis, Marion County, 11 May 1890 — Page 8
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rSWii MT JMü nni ht MiimHi AMn ist rY jjvM? vvjti rv ttMtuitt yt.t vm nsch:edenen Leiden der Lunge und Kehle, Rf me yunen, Heiserkeit, Bräune, mii ung, Engbrüstigkeit. Jnftuenza. LustrZbren Entzündung, sowie gegen die ersten Grade der Sch!ndZuiKt und zur rleiöteruna sckwwdsüchtiaer Kranken. t att die Krankdiit schon tiefe Sin ichritte gemacht hat. Preis. 25 Cents. ..., pyaggS i V? L V O T? äs & Jdi2sspolis. M.. 11. Mai 1890, ciiollUaudSregister. O Ä U Ml UfZi-jütul s e b u r t N. H e i r a t d e . Charles Kasting mit Anna Stoll. Jzstk Bray mit Elenor SlooH. TodeSlöllk El gebt niÄiö über die Gesundheit. Dr. Aug. ttönlg'S Hambueger ffmtlien Medizinen sind die besten Mittel sie zu erhalten. Lebte Woche wurden 33 Pärchen in HyAenS'Ftsseln geschmiedet. DaS Urtdei! der Hausfrauen geht einstimmig dahin, daß H. LsSmedel'S oSrßen die besten Und. 423 VirginaUve. tQF 2ft!i Wsche wurden hier 61 BaupermitS erlangt. Eisenwaaren jeder Act, Pulver. Munition u. f. w., m mSktzen Preisen in neuen Lden von B H. Äanier, N. . Ecke der VtorriS und IReittiirr Str. S- Frau Maria RhodiuS hat da WohadauS der Frau CdMina vuz, No. 515 Nord Meridian Straße, für $13,(300 gekauft. Wollene J?graia und Raz.Ea? pttk u den ntkdktgzn Vttisen bei Wm. Strack. Na. 76 Äirgmiz Ave. 9 Aus dkrn Wohnhaule von Char leSKMy. 210 Union Ssraö'. wurden ine Uhr im 2Bm& vo? $100 und $10 in Geld gestohlen. Kaufe .Best Havanna Staari". tzy Anna E DyneS hat Richter Hooland daium anaegangen. daß die Eg.ifumsrZ G'S TkuJ Co. ezwunzen werde, ihre Bücher und Papiere einer Untersuchung unterweefen zu lassm. DieMitglteder der ?x cutivcomitkS in der Vchulanelkgendeir sind ersuch sich nächsten Bkontsg Nichm'tksg um Uhr zu einer Belorschun im Veobezim er der MSklnerchokh zll einzkistde. tS Eine Frau 2Jl.nr) Rtvlky von Southvort wurde gistrn Assnd nzH dem Howital gebracht. Sie war dort g'saZen und hvtU sich zleralich schwer nerletzi. Sie p??br,t hicr in der Stadt. No. 123 Wtst Maryland Straße. I 'n H-ddericd naeb Haughvlll w rdn beute ffne Qtraßenbbuwasen lauf. Vlundfabrt mit 10 (TtS. Für alle Ecfrisckougen iü brtleii aesorat. Dle bt rübmte Vadeanttalt kann bei der Gelegenbekt ebenfalls benutzt werv-n. Die Van Camp Packinz Cow' vanu bat stÄ bereit? da? TomLtoi'Er. gebnch von 1.000 Acker gesichert. DaS selbe wird ohngefÄhr 2.6W.000 Bushel ergeben, und die, ist bet Weikem nicht der ganze Betrag, der in dem Etablissement verarbeitet werden wild. Der veirathSmarkt ist im Wonne raoaat Mai immer sehr lebhaft. tunaen Aärchen sollten aber, ehe sie stch HSuSlich niederlassen, daraus sehen, daß ihre Zimmer durch hübsche Tapeten ein sreunvl SeS AuSskhen erhauen. rsay rene Leute sind der Anstlbt. da man die schönsten unk billiasten Tapeten' bei Carl Möller. 161 Ost Washington Etrade u kommt. Vor Master in Chancery- Fish back im Bundesgerichte sind die VerHand langen in der Klage der C. H. & D. Ei senbahn gegen Wm. McKeen, dem Prä fidenten der Vandalia Bahn im Gange. Die Klage ist für die Kleinigkeit vor. 5889.500. Der kleine Napoleon, JvkS, kaufte nämlich für diesen Betrag Aktien der Vandalia Bahn, bezahlte dafür aber nkcht mit seinem Gelde, sondern mit dem der C. H. & D. Elsendahncompigntt Ledere behauptet nun McKttn habe daS gewußt, nnd verlangt ihr Geld zumck. Merrill Svzr- und Leibvereinver sammelt sich i:den Mittwoch Abend bei r t. ri- n w o n : im zz. laeuer. VL u? JUINVI II. Die erste Zahlung von Beitragen beginnt am 7. Mai 1390. NoÄ eiaiae Antheile u baSen. Antheile S200. BeitrSge 60
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StS. Aufnahme 25 Etl. Joseph Borinstein. Vküstdent. Jaeod Buennagel. Sekretär. Lorenz Schmidt, Schatzmeisttr. Zum HedderlÄ nach Zaugbvllle werden deute oft ene Otcaßenbabnwatten laufeu. Nuudfabrtrn nur 10 (Itö. 5?ür alle (Zrfrischungeu 'iü bekeuS gesorgt. De berübte Oadeaayalt kaun bei der (Jelegenbelt ebenfalls benützt werden.
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'":i- .1-. im.'y-r iSÄ-"-'. " 5 M ÄrtzettittsA !il ZMjÜßvsttS. I T - Dle Arbtlterorgantlationest von hier feiern nächsten Donnerstag den Sieg der Achtstundenbewegung durch ein, große Picnic auf dem AuLstellungSplatze. Dasselbe beginnt um 10 Uhr Vormittags mit Konzert.Mustk derUnion Band. Um 10 Uhr folgt eine Ansprache deS Hrn. D. ff. F. Kennedy und um 12) Uhr spricht Herr Wm. NlcholS über die Ziele der Geverk schaftSbewegung. Dann wird da Mittagesten eingenommen und amNachmit tag können sich die Einen bei PceiSsPielen. dle Andlrn btim Tanz amüstren. Am Abend ist Konzert, wobei der So zialistische Sängerbund mitwirken wird. Die Ansprache am Abend wird von Herrn Philip Rappaport gehalten. Der Eintrittspreis zum Platze beträgt 10& . Kinder unter 12 Jahren sind frei. Man hofft, daß sich die Arbeiter und ihre Familien zahlreich an der Feier betheilizen und S sind alle Arrangements getroffen, um dieselbe zu einem Erfolg zu machen. Z?F,lVS It1tTt. Unter diesem Namen besteht eine von der Central Lobor Union getroffene Sin riütung, unter welcher jeden zweiten Samstag Abend in der Mansur Halle ein Vortrcg mit darauffolgender Diskussion stattfindet. Giftern Abend sprach Rich tee Howe über da Thema : WaS kann durch das Gesetz sür die Arbeiter und wie kann eS geschehen? Er zeigte, wie verschiedene Gesetze zu Gunsten der Arbeiter geändert wrrden könnten, und wie? besonder odf die Nothwendigkeit eines Hastpflichtgesetze hin, das Arbeitgeber für die Verunglückung ihrer Arbeiter verantwortlich macht, wenn dieselbe durch die Nachlässigkeit deS ArbettgederS oder eine? NebenarbeiterS herbeigeführt wird. Er empfahl Festhalten an der Organi fation. strikte Überwachung der Gesetzgeber ohne Unterschied der Partei, und ermähnte die Arbeiter besonders, sich von professionellen Politikern fernzuhalten. Richter Howe sprach mit sehr viel Ver ständniß sür die Arbciterfkage, meinte jedoch, daß politische Parteien, wtlche auS besonderen Klaffen bestanden, noch keinen Erfolg gehabt hätten. Herr Rappapokt, der nach Bemdigung deS VortrazS zum Sprechen aufgefokdert wurde, widerlegte dtefen Irrthum des Richters durch den Hinweis auf die sozial demokratlsch? Partei in Deutsch?and Er meinte, ein unabdängige politische Ar deiterdkw'gunz sei nothwendig, um dm Arbeiter zu wlsen. So lange dieselbe jedoch nicht sei. halte er allerdings du Vorschläge deS Richters Howe für dle besten In ähnlichem Sinne sprachen sich noch einige ondrre Anwesende auS. Wir f'gen noch bei, daß wir von der in dem Vo?trag auZgelprochenen aufrich tigen Gesinnung deS Richter Howe aus'S Angenehmste üdenafcht waren. eti A!4,U' Mary Halcott gezen John Halcoit, jr.. sowie dessen Vaer und Andere. Kläge rin giebt an, daß sie feinem Zeit gegen den junzen H2kcott eine VaierschaftS' klage andäigiz machte, baß derselbe ist die Jail mußte und sie schlie:tich aus Zu reden seine? VaeeS heiratete. Nn hst er sie aber verlaffzn und sie verlangt !cß sein Vter und der Arbsitgeber idrek MznnkS dafür sorgen, daß ihr der Lohn deS lktzteren ausbezahlt werde. Albert S. Caldwell gegen L.'wi Shively u. A. BesitzrechtSk!age. C. C. Gilmore gegen Charles A SateS. Nstenklage auf $1,000. Taubheit kaun ntSt ad'i!t wkrdeu durch tccale Applicationen, weil sie den tranken Theil des OhreS nicht erreichen können. ES giebt nur einen Weg. di. Taubheit zu kurtren. und der ist durch konstitutionelle fteUmiiht. Taubheit wird durch einen entzündeten Zustand der fchlelmiaen Auskleidung der Custachtscher. Röhr verursacht Wenn diese Röhre sich entzündet, habt ihr einen ruwpklnder. Ton oder unvollkommenes Gehör; und wenn sie ganz geschloffen ist. erfolgt Taub, heit, und wenn die Entzündung nicht ge. Hoden und diese Röhre wieder in ihren gehörigen Zustand versetzt werden kann, wird daS Gehör für immer zerstört wer dm; neun Fälle unter zehn sind durch Katarrh vervriacht. welcher nicdtS ois ein ntzündelerZustand der schleimigen Oberflächen ist. Wir wollen einhundert Dollars fü leben (durch Katarrh verursachten) Fall von Taubheit geben, den wir nicht durch Einnehmen von ballS Kataarb Kur heilen können. Laßt Euch umsonst Cirkulare kommen. F ?k. Cbeney k Co. Toledo. O. Preis 75 Cents VN tUwt B5aö,di Die Herren Robert Kempf und CaSvar Heß unternehmen am 1. Juni ine Be such? reise nach Deutschland Capt. Albert Moorehouse ein alter Veteran, ist gestern aus seiner Farm in der Nähe von Jrvington gestorben. ausrts Dan. Swktnev. Anbau an HauS an Süd Tenneffee Straße, nahe McCarth Str. $500 Albert Smock, Collage an No. 13 Vtf Jntire Stc. $200, Indianapolis Glue Co., Stall an MeJntire Straße. $100. S. S. Rower. Backgein.Gebäude an N. 16 und 18 West Washington .Str. $20.W0. . Der Mkzer Verein giebt am 8 Juni eine Excursion nach Blue River Park.
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.:, M ÄäMuMel!, LelceS nächsten Dienstag Abend beginnt, ist ein musikalisches Erekgniß für unsere Stadt. Dle letzten Proben de auS 600 Stimmen bestehenden MaffenchoreS ha ben bereit Garantie dafür gegeben, daß die Leistungen, denen vom letzten Jahre würdig an die Seite gestellt werden kön nen. Direktor BaruS verfügt in seinem Chor über aukgezelchneteS Material und der wahre Kunstfreund mag sich mit Recht auf dle Konzerte freuen. Speziellen Ge nuß wird da große Orchester gewähren, welches aus lauter Künstlern besteht. Der Ruf der Solokräfte ist ein so be deutender, 'daß e Eulen nach Athen tragen hieße, wollten wir liefelben befon der? rühmen. Wir rathen jedem unserer Leser wenigsten eine der Konzerte zu besuchen All, Uebrige besagt dle Anzeige. Tagfatznntz deS Jndiana Turnb zirkS. Heute beginnt im Saale de Sozialen Turnverein die Tagsatzung deS Jndiana TurndezilkS. Die Nomen der Delega ten sind : Valentin Ulrich, Carl Echultz, John Schlotterbick von der Louisville Turngemeinde; Robert Winkler, Herr mann Rieke, Andrea Pecklenk vom Vor wärt in Louisville; Ernst Willkomm von EvanSville; Wm Fhck. Otto Schiffe!, OScar Pflamm, Theodor Stempfel. Loui Sielken vom Jndiana polis Soz-alen Turnverein; George Vonnegut und George Kothe für den Vorort. Die Tagsatzung wird heute Morgen um 8 Uhr durch den Sprecher de Vororts, Herrn G. Vonnegut, eröffnet werden. In der Tagsatzung wird die Frage zur Besprechung kommen, ob e nicht rakhsam wäre, den Jndiana Turnbezirk eingehen zu (äffen, damit sich die Vereire einem gköberen Bezirk anschließen tön nen. Die hiesigen Delegaten sind dem gemäß instruut. Wahrscheinlich werden sämmtliche Ge schüste heute erledigt werden. Mucho' Cigarrenlsden befindet sich aia 1W Ost ÄZatbinakott Strake. Kritische Neisebrief,. lBeUmer Tazedlatt.) Bochum. Ist Essen der Krieg, so ist Bochumder ßrieden. In Artillerie-Materlal thut eS der Krupp'schen Fabrik Keiner gleich ; für Eisenbahn- und Schifssbedarf sorgt in unübertroffener Weise das große Bochumer Vereins-Werk. DaS Essener Etablissement giebt sich so amtlichsgeheimnißooll. so königlich preußisch; der Bochumer Verein öffnet seine Pforten dem Fremdling, der sich-zu unterrichten wünscht, weit und gastlich. Mit dem Unterrichten ist das nun frei, lich eine eigene Sache ; trotzdem ich den trefflichen Oberingenieur' und liebenswürdigsten Cicerone zum Führer hatte, bin ich in die Geheimnisse der Gußstahls fabrik!ion doch nicht sehr tief eingedrungen. Es ist. als ob man Einem beim Dichten zusähe; davon wirds auch Keiner lernen. Aber man gewinnt bei solchem Nundgang an der Seite eines erläuternden Fachmanns doch einen Ueberblick über den Umfang des Werkes, eine An schuung von der Verschiedenart der Fabrikation und einen heillosen Respekt vor dieser schweren Arbeit. Auch daT Bochumer Werk ist eine Stadt für sich, ein abgeschlossenes Ge, meinwesen, daS mit seinem Heer von SS00 Arbeitern, mit seinen innerhalb des Betrieb SraumeS belegenen Zechen, mit seinen 4 Hochofen und 220 Dampf kesseln, mit seiner Schienenfabrikation, semem Stahlalockenguß, seiner Kanonen Werkstätte und seinen Schiffmontirung Fabriken, seinen 40 Dampfhämmern uud zahlreichen Schmelzöfen, mit seiner eigenen Bahnanlage und seinem nach Tausenden von Achsen zählenden rollenden Material eine Summe von Arbeit produ cirt, die nur von dem Krupp'schen Riesenetablissement quantitativ Übertrossen wird. ES ist felbstVerstSnUich, daß zwei ss gewaltige, in ihrer Leistungsfähig reit mit einander ringende Werke gleichmäßig auf der Höhe der Zeit und der Technik stehen. Krupp ist Specialist in Geschützen, die er, wenn wir Frankreich auSnehmen, shl schon sür alle Culturstaaten geliefert hat; aber auch Bochum hat erst ganz kürzlich 120 Kanonen für da klassische Land deS Weins, der Gesänge und der Pronuciamentos gegsssen ; für China, daS sich seine Bronzerohre selber fertigt, liefert eS nur die Stahlringe, die 'zu Hunderten fertig liegen. Bochumer Specialität sind SchisiSwellen und Schrauben für die Kriegs- und Handels marine. Ich sah so ein glühendes Ungethüm von 600 Cerrtnern, das unter dem großen Dampfhammer zurecht stutzt wurde; ich sah Gußstahlstücke für hydraulische Pressen bis zu 1200 Centner Gewicht. Specialität sind ferner die Glocken au Stahlsa?onguß, von vollerem Ton und größerer Haltbarkeit, alö die Bronzeglocken, dabei nur halb so theuer. Eine weitere Specialität bilden die Eisenbahnschienen. Hier imponirt die Raschheit der Fabrikation. E kommt vor, daß Tausende von Centnern alten Eisens, Hufeisen und Abfälle aller Art heute dem Werke zugeführt werden, sofort in die Hochöfen und Schmelztiegel wandern, zu massigen Blocks geformt alsbald die Feuerstätten aussuchen, o sie gedehnt und gepreßt werden, um gleich darauf den letzten Schliff zu ern pfangen und dann, 24 Stunden nach Eingang, als betriebfertige Schienen in die weite Welt hinauszugehen. Welche Processe, welche Wandlungen hat dieses alte Brucheisen in wenig Stunden durchgemacht! Staunend steht man vor den sinnreichen Maschinen, die mit glühenden Centnerblöcken Fangball spielen; mit ängstlicher Bewunderung sieht man den Feuerarbeitern zu. die, abgestumpft durch rabrelanae Gewöbnuna. mlt undearnt - ÄÄ .. X.. r t vrx !lüer Subnbtlt und. Slcherittt zwischen
mtfib, ' i iJv'-:, t, s fiV.:, ' V & ktMGikieiiHWM7: WH nA'ßvlem Muthe, an strafbarer Verchssigung der vorgeschriebemn Sicherheitsmaßregeln fehlt es nicht. Ich bin Zeuge, wie mehrere an den Dampfgeblasen arbeitende Leute erst beim Erscheinen des Oberingemeurs ibre Schubbrillen und ihre Asbesthandschuhe hervorkamen. Es ist den Leuten bequemer, ohne diese Schutzmittel zu arbeiten. Oder sir verabsäumen, vor dem AuSheben der glühenden Schmelztiegel, welche dre Kleinigkeit von 1800 Grad Resumur Hitze entwickeln, die AsbestUeiduag mit Wasser zu begießen und fangen dann plötzlich trotz der Unverbrennbarkeit der Stoffe Feuer. Unter ben zahllosen Schornsteinen beö Werkes ist ein Niese, der, in öder Fmulasigkeit aufragend, nicht iel höher erscherst als die andere; erst aus der Ferne tritt dle gewaltige Höhe dick UngethümS in Erscheinung ; er nzt nicht weniger als 340 Fuß, d. h. er überragt die meisten Kirchthürme da Welt. Vor Jahren zeigte er bedenllich Neigung, dem Thurm von Pifa nachzu eifern; ein sinnreiche WMtel, nämtich eine einseitige Beschwerung durch Was ser, hat den gebeugten Gesellen wieder in Loth gebracht. Jetzt steigt er schnür gerade auf und verkündet in qualmende! Phantasie-Lettern den Ruhm seines ErbauerS. Der Stolz der Bochumer Werke sind seine Wohlfahrtseinrlchtungen für die Arbeiter, vor Allem seine weit und breit bekannte Arbeiterkaserne, die 1200 unverheirateten Arbeitern eine bequeme und billige Heimstätte bietet. Für 75 Pfennige in den Sommer- und für 1 M. in den Wintermouaten erhält der Pensionär dieses ArbeiterheimS, der bezüglich seiner Zeit keinerlei Beschrankung unterwarfen ist, Wohnung., Heizung, Sß6 leuchtung, Brot, reichliche und fchmack hafte Mittags- und Abend kost. Die Einrichtunzen sind in jeder Beziehung rnustrrgiltig. Es wird mit Dampf gekocht, nur gute Ingredienzien finden Verwendung. Ein Kuhstall, mit 120 Wiederkäuern belegt, liefert Milch und Butter in bester Qualität; ein mächtiger Garten versorgt die Küche mit Gemüsen. Der große Speisesaal sowohl wie daZ behagliche Restaurant im Souterrain der Kaserne bilden Sammelpunkte für die erholungsbedürftigen Arbeiter. Qualitöt und Preis des Bieres unterliegt ftändiger Controle. Auch die Oberbeamten kneipen gern in den gothischen Hallen des Soutrrrams Restaurants und führen auch ihre Gäste dorthin. Und nun zur Stadt Bochum selber. Entwickelung und Aufschwung der Stadt hängen eng mit dem Emporblühen deS Gußstahlwerkes zusammen, ähnlich wie in Essen. Bochum, das noch vor 40 Jahren den dörflichen Spitznamen Kaubaukum" (Kuh-Bochum) trug, hat sich heute zu einem respectabeln stadtischen Gemeinwesen von 4S.000 Seelen heraufgearbeitet, und sein literarifcherLocalHeros Dr. Kortüm, der geistige Vater deS gottseligen Candidatcn HieroirvmuS Jobs, früher der einzige Stolz und die einzige Berühmtheit des westfälischen Landstadtchens, hat heute, bescheiden in den Hintergrund zu treten vor den Errungenschasten der machtig aufstrebenden Mittelstadt. DaS moderne Bochum besitzt einen Oberbürgermeister und einen Landrath, die beide ziemlich liberal denken, , vier Zeitungen, ein großartiges Krankenhaus .Berzmannsheit", Wasserleitung und Kläranlagen, einen neuen Schlacht- und Viehhof, einen prächtigen und ausgedehnten Stadtpark, ein neues Gnamim, ein riesiges VeraramlungSlocal Schützenhof', odie StrLelnstigen der ganzen Stadt Platz finden, einen Verein .Harmonie", wo die Capitalskrait herrscht, und einen dito Kanone", wo die gebildete Jugend sich die Zägel schießen laßt, viel Consumvereine und sehr hohe Communalsteuern; desgleichen besitzt Bochum kein Theater die sich anfindenden und rasch wieder verschwindenden Meerschweinchen zählen nicht , keinen Musiksinn, keine Pferdebahn, keine öffentliche Badeanstalt und keine incorporirten Vororte. Ferner ist Bochum kein Eisenbahn Centralpunkt, was eS seiner Lage und Bedeutung nach eigentlich sein mußte, sondern hat sich die Gelegenheit, es zu erden, vor einigen Jahren entq hen lassen. Hoffentlich nicht sür immer; denn mit der jetzigen Centralstnrion Wanne, die so ungeschickt wie möglich liegt, wird Bochum, wenn es eittige Opfer zu bringen entschlossen ist, Kosfentlich noch concurriren können. Bo chums Bedeutung wird demnächst auch staatlicherseits dadurch anerkannt werden, daß es ein Landgericht erhält, bislang hat es sich mit einer detachirten Strafkammer begnügen müssen. , Die Zukunft der Stadt wird natürlich von ihrem großen Stahlwerk nicht loszulösen sein. Und da letzteres sich un abläjsig vergrößert so erst kürzlich wieder durch Ankaus des Werkes Bo.hu wer Stahlindustrie und der Rt&t .Hasenwinkel" so werden auch i:mer neue Fortschritte des städtischen Gemeinmesens zu verzeichnen sein. Und wenn diese in hoheiem Grade, als es in anse ren Städten der Fall ist. der Arbeiterbevölkerung und ihrem Wohle Rechnung tragen müssen, um so besser sür Bochum. Die starken Wurzeln seiner Kraft liegen in seiner Kohlen-.und Eisenindustrie, rnifc die dauernde Förderung dieser letzteren ist unzertrennlich von einem Zuwachs an. Gesittung und Wohlstand der Arbeiter. 6. II, Der Nutzen des StreikenS. Dom DextanerFkitj Tintenklez. Schon die grauen Volker des Al! thums kannten daS Streiken. Juden, sie auf dem Bau zu Babel beschäftigt waren, wurde er nie fettig. Denn ihre Foi de: rungen waren sehr hoch und sie zo.;en von bannen. Der Herr warf sie einfach runter. Dieses thut auch der liebe Papa, mh cher sich von Bauten gewöhnlich näb; t Obgleich er nicht weiß, wie ruensA der Tisch heißt, verdient er das Baugeld be: deutend. Darum nennt man Latein eine todte Sprache. Will jedoch derÄrbeiter mehr Geld, so würde der Vater läng I f rc .j!.v- cau-zua ' i- pivcu. iythtti4 jetteln Aeben. Der Knabe liebt leiney V "M 'm .m -i wrr- .-.'
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Der Sommer kommt heran. Was immer sür politische Streitfragen bestehen stimmen. Alle, welche unsere Kleider in dieser Saison gesehen haben, stimmen darin
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iT "M"3w wnr!. sagen, dab thöricht ist, trenn Ihr Em. , Me,d nach Mak, feri,gn Ht, Wir kSnnen Such Kkcker ,igm. die s !k5t eschwUe. und so gu. genäht und sind, wie gend em Schneid sie sür Euch mache kann. Wir machen auf uns? Sack- und FraS.n,lq. von ?Z bÄ J15Y : aulmekllam. 3)fIfim finS AnSiMu n.r... ir rr..i.l. rx .. " t J ""'" :u
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AT fO W R. Äater schmerzhaft; darum würde ihm das wehe thun. Er würde ihm helfen. Er müßte weinend schon in Serta von der schönen, edlen Schule abgehe uni daS Brot eines Rollmopses oder eines Lausjungen ergreisene Denn dieses schmeckt süß und die Wurst thut den Kinde weh, wenn man daran gewöhnt ist und sie ist nicht mehr darauf. Sache! Darum hat demgemäß das Streiken deZ Arbeiters für Manchen keinen Nutzen, wenn er mehr Geld fordert. Er will nur acht Stunden arbeiten. Auch würde er es mit weniger gern thun. Aber achte höchstens. Dann könnte nicht mehr. Auch der Schüler hat gewöhnlich zu. iel Stunden täglich meistens. Vier Vor-, zwei Nachmittags-, zwei Nach-bleiben-, eine Nachhilfe- und andere Ar beiten. Auch das Klavier ist eine schöne Sache. Aber ist der Knabe fertig, dann erst fühlt er sich frisch, dann sängt er erst an. Er liest heimliche Bücher, er sammelt, er amüsirt sich mit netten Jungen anständig. Oder er sieht sich ihre Hefte an. Oder er stählt sich den Körper aus der Straße. Gern bliebe er länger auf ; aber der Vater ist hausig von Eisen ge roöhnlich. Doch er ist folgsam und ge horcht gern, damit es ihm wohl gehe. Der denkende Knabe streikt nie. So gern er auch niemals nachsäße. Ob gleich Latein sehr schmierig und todt ist ; spater nun gar erst Griechisch. Er rot tet sich nie zusammen und rührt nie die ganze Klasse auf, so daß sie ganz wegbleibt plötzlich. Auch ginge es nur schwierig. Denn man hat häusig Memmen und Theekindek, welche Hetzen und doch kämen. Aber dennoch thäte er es niemals. Indem dann die Herren Leh rer ohne Brod wären, welches schon nicht groß sein soll. Die Zeitungen klagen beständig darüber. Ich glaube eS. : Der Knabe liebt den Herrn Lehrer innig. Es thut ihm dies leid ; denn er wünflht ihm das Beste. Der Herr Lehrer hat es schwer. Am Tage erzieht er den Knaben zum nützlichen Menschen und bessert beständig; in der Rocht streicht er viele Stöße Hefte roth an. Auch vräparirt er sich auf morgen häufig. Den, noch verdient er nicht viel dabei. Er stirbt gewöhnlich arm. Es ist traurig. Oder an der Schwindsucht. Ein Bau kier ist unwissend und meistens reich als der Lehrer. Er kann dem Knaben leid thun. Daraus sieht man, daß auch das Strei: ken seinen Nutzen haben kann, wenn ß der Verständige betreiben würde. Jndew die Herren Lehrer alle streikten, freut sich die Knaben herzlich. Denn sie wür den gewiß ihre Lage verbessern, meht Geld bekommen und weniger zu arbeii ten haben täglich. Die Knaben sin, unersetzlich und nothwendig wie di Steinkohle. Darum würde es scheu gehen, auch wenn eS lange dauerte. Du Schüler sammelten gerne für die Lehrn und wären inzwischen im Stillen seht fleißig. Ach, wenn ste'S doch thaten I Aber sie thun es ja doch nicht. Friedliche Gedanken. EZ wird eine Zeit kommen, wo ein fliehender Herrscher rufen wird: Ein Dreirad! Ein Dreirad! Mein Königreich für ein Dreirad! Herrlich sind die Schlller'schen Verse: Alle Menschen erden Bruder, Wo Dein sanfter Flügel weilt. Unter einem sanften Flügel denke ich mir ellerdings einen, auf dem nicht gespielt wird. Dem Mime flicht auch die Nach velt keine Kränze, die er nicht selbst bezahlt. ' Als Schiller sagte: Gehorsam ift beS Christen Schmuck, tzat er rsohl micht daran gedacht, wie viel falscher Schmuck eriftirt. E in l e i tu n g. Fräulein: Wawm sinren Sie meine Hand?" 'Herr: Jch möchte höflichstem dieselbe bitten!".
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Clui lnt resttvlrte Cltze 01.30 und 31 00. Allgemekner Eintritt S1.00 und 73c.
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