Indiana Tribüne, Volume 13, Number 231, Indianapolis, Marion County, 9 May 1890 — Page 4
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4. -? 3 ß ? i U JndmsspoliZ. Ind., 9. SJttai 1890.
Aer Protest der Deutschen. Gln fein sche W,ksammt'oua pro testlrt gfften den verfall & SchulratdS auf deu d ntschm Nutcrricht. Gestern Abend fand in der Männerchor HaUe eint gut besuchte Versammlung von DeuiZHkN statt, eiche ekommen waren. um Peotest zu erbeben gegen daS unver antwortliche Vorgehen der eigentlichen MnoriM deS SckulrathZ. die ewn ge ekgntten Moment denüde. um den Un ieni&l in der deutschen Sprache au? unseren Öffentlichen Schulen zu virban nen. Unter den Ansesenden befand sich auch ine Anzahl deutscher Frauen, ab,r nicht sa diele wie wir gerne dort gesehen bä tm. denn die Mütter sind in dieser Angelegenheit gemib nicht weniger inte resstrt aI8 die VS:er. Eröffnet wurde die Versammlung durch Herrn Clemens Vonnegut, fr., welcher vorschlug, dab man die Beamten welche in der Vorvrrsammlung gedient haben, auch für diesen Abend wähle und dieser Vor schlag wurde gutgzheißen. Herr Adolph Setdensttcker Übernahm hierauf den Vor sitz. Herr Philip Rappzpott und Herr A. 2Ji. Kühn sollten als Sekretäre fungiren da der fifettm verhindert war, zu er scheinen, wurde da? Bureau in der Weise vervoMndizt, dak man die zoü atiie ,en Sekretäre an 3 den Vertretern der dtutschrn Pttsse wählte. Al Sekretäre fungirten daher: Herr Rappaport. (Tri büne) Herr Xdudium, sTelegravd) Herr Lad. (Glocke) Herr Skidenfticker hielt dei Uedernahme des VorfidtS eine An spräche, in welch er den Zweck der Versammlunz erklärte. Er sagte. daS Vor gehen einer temporären Masorltät deS SchulrathS fei wie e n Blitz au? heivrm Himmel gewesen. , Da? kam daher, weil man sich sicher kühlte, indem man ei?e Mehrheit im Schulrath wußte, welche für Beibehal tung des Unterrichts sei. Unsere Pflicht als Eltern deutscher Kinder sei eZ nun, dafür einzutreten, dab der Beschluß rückgängig gemacht werde, um so mehr als wir in diesem Falle an dem Gesede eine Stütze hätten. Herr Seidenstlcker erklärte dann, daö sich die Redner, welche zur Tagesordnung zu sprechen wünschen, zum Worte melden sollten und Herr Rappaport beantragte, bal Herrn I. B J;up. dem Redakteur deS .Telegraph-, zuerst daß Wort ertheilt werde, weil derselbe durch BerusSpflichten bald wieeer abgerufen werd:. Herr Jeup hielt eine längere Rede. Er sagte, daß die die zweite Rede sei. die er in Jndia napollS halte. Die erste Rede habe er gelegentlich der Seymour Campagne at halten. Schon damals habe er den denk dar besten Eindruck von den Jndianapo Usern dekommen und heute, da er diese ernsten und Ehrfurcht gebietenden Deut schen vor sich sehe, sei er stolz darauf, ein Indianapolis zu sein, und er freue sich, daß er zu dem Entschlüsse gekommen ist, seine Lebensjahre hier zu beschließen. Redner sprach über den Werth der deutschen Sprache und die Verdienste, welche sich die Deutschen um dieses Land erworben haben, und welche sie berechtigt, eine würdevolle Behandlung Sitten? der Amerikaner erwarten zu dürfen. Man durchwandere nur die Straßen von In dianapoli? und überzeuge sich selbst da von, daß die Namen der bedeutendsten Geschäftshäuser deutsche Namen tragen. Herr Philip RappapZrt war der nächste Redner. sagte, daß die Deutschen in dieser Frage einander verstehen, daß sie Alle von dem gleichen Gefühle durch drungen seien, und daß er sich deshalb kurz fasten könne. Er schilderte daS Ge bahren der Schulrüthe. welche die Abschaffung de? deutschen Unterricht? durch selten und meinte, daß die Art und Weise, wie die? geschah, mit seinen Be griffen über Recht und Billigkeit nicht Übereinstimme. Man werde j?tzt den Herren eine Gelegenheit geben, zu zeigen, ob e? wirklich ihre geplante Absicht war, die Majorität der Bevötterunz in einem günstigen Augenblick um ihr gute? Recht zu berauben, oder ob sie gewillt sind durch Wiedersägunz des Bzschlufft ihre Handlungsweise wieder gut zu machen, Thun sie letziereS nicht, so habe man ein Recht zu behaupten, daß die Herren ver gesien haben, daß S ein Ehrenposten ist, jür den sie gewählt wurden. Die Herren wissen, daß dieDeutschen an ihrerSprache hängen und sie wollen den Kindern der Deutschen, die Gelegenheit, diese Sprach? zu lernen, rauben, und bedienen sich dazu eint! Verfahrens, da kein rechtlich Den kender "fair" nennen kann. Die Herren haben un petS so viel über "lass and
'S Vsji--,! M,MU' örnter' zü ZagenwlL woLtt ihnen ein mal lasen. WZ ' latt Mä Mmess" ist. Die deutsche Sprache ist für unö Deutsche ein Schatz, den v!r uns nicht gutwillig rauben lassen, denn sie hängt mit unserm ganzen Gefühlsleben, mit unserm ganzen Wesen und unserm Faml lienleben aus'S innigste zusammen. Ich will den Amerikanern gern den deutschen Kaiser schenken, ich will ihnen gern den ganzer deutschen Adel für ihre Töchter überlasten, aber die deutsche Sprache kann ich nicht opfern. Zum Schlüsse erwähnte der Redner noch, daß er inen Brief von Adolph Frey erhalten habe, worin dieser ihm mittheilt, daß er Petitionen für den deutschen Un terricht in; Umlauf gesetzt und dabes in Erfahrung gebracht habe, daß in Schule No. 24, eine Schule für Farbige, nicht weniger al 135 Kmdee an dem deutschen Unterricht Theil nehmen. Die weißen Amerikaner, meinte der Redner. könnten sich an dieser Thatsache ein Bei spiel nehmen, vielleicht wäre sie sogar auch für manche Deutschamerikaner ein gute Beispiel. Hierauf verlas Herr Rappaport die folgende vom Komlte au? gearbeitete Adresse: An die Bürger und .an den Schulroth von Indianapolis. Der Hauptgrund für Abschaffung des deutschen Unterricht? in den öffentlichen Schulen von Indianapolis ist die angebiiche Nothwendigkeit, inen Theil der ge. genwärtigen Ausgaben zu sparen. Nack den statistischen Angaben und Berichten der Schulbehörde von Jndla napolis belief sich das Gefammteinkom men derselben vom Juni 1883 bis zum Juni 1889 auf $252 004 93. Die Au? gaben, einschließlich derjenigen für den deutschen Unterricht, beliefen sich für den selbkn Zeitraum auf $247.47.11, wonach also ein Ueberschuß von $3,621 83 ver bleibt. ES kann nun sein, daß die Ausgaben in diesem oder auch im nächsten Jahre höher sind, aber die Einnahmen nehmen auch zu. DaS steuerpflichtige Eigen thum dieser Stadt zeigte im vergangenen Jahre eine beträchtliche Zunahme, wo durch daS städtische Schuleinkommen in gleichem Maße eine Erhöhung ersahren wird. Die GesammtauSgaben für den deut schen Unterricht d,S laufenden JahreS bi tragen $9 822 50 Diese Summe schließt die Saläre sämmtlicher deutscher Lehrer ein. auch derjenigen, welche in den beiden Annexen neben deutschem Unterricht auch solchen in anderen Zweigen ertheilen. Von genannter Summe sollen nun laut Beschluß der Schulbehörde $5400 50 ab. gischnitten werden, oder mehr als zwei Drittel. Wir haben die Steuerllsten der Stadt Indianapolis für da? laufende Jahr durchsehen lassen und finden, daß der Gesammtbetrag aller kollektirten oder noch zu kollektirenden Steuern sich auf $1.156,742.93 beläuft. Wir haben ferner jene Beträge zusam menstellen lassen, welche von obiger Summe von deutsch.sprechenden Mitbürgern bezahlt wurden oder noch zu bezahlen sind und finden, daß dkesilben sich aus $450,919 80 belaufen. Da? heißt in anderen Worten, 49 Prozent aller Steu in, welche von Bürgern der Stadt Indianapoli? zu entrichten stnd, werden von Deutschen bezahlt. ES wird wohl kaum bezweifelt werden. daß die Deutschen sich einstimmig für Fortbestehen deS deutschen Unterricht in den Sffintlichen Schulen erkläken. Doch dieser Urterrkcht, welcher weniger als $10.000 für einen vom Gesetz anerkannten UnterrlchtSzwelg vom Schulein kommen von $252,000 fordert, und jedes Jzhr erbettelt werden mußte und zwar von Steuerzahlern, welche 40 Proc. der Gesammtsteuern entrichten und für welchen jede Jahr petitionirt wird, soll jetzt aus angeblichen SparsamkeitSrück sichten vom Schulplan gestrichen werden. Und den Bezahlern von 40 Proc. aller Steuern wird gerathen, ihre Kinder aus den öffentlichen Schulen zu nehmen und Privatschulen zu errichten, sollte eS aus irgend einem Grunde für sie wünschen werth sein, daß ihre Kinder sich die Kenntniß der deutschen Sprache eignen. anSollte de? Beschluß der Schulbehörde ausgeführt werden, so würde dadurch einer großen Anzahl Kinder, welche mit dem Erlernen der deutschen Sprache an gefangen haben, die Gelegenheit genom fern, dieses Studium fortzulegen, und Zeit und Mühe, welche bis dahin darauf verwendet wurden, wären verloren. Die? wäre offenbar ungerecht. ES ist behauptet worden, daß von 14 000 Schülern, welche die öffentlichen Schulen besuchen, nur 617 an dem deutschen Unterricht Theil nehmen und gar nur 33 denselben zu Ende führen. Die statistischen Angaben der Schulbehöedk zeigen, daß mährend deS vergangenen Jahres über 2000 Schüler Unterricht in der deutschen Sprache erhielten und daß von 776 Schülern an den beiden Hochschulen 131 deutsch lernen. In seinem Bericht von Jahre 1833 sagt Suvkrlntendent JoneS: .In allen Schulsystemen, mit welchen ich bekannt bin, kann man die Wahrnehmünz machen, dan nach dem vierten Schuljahr die Schülerzahl merklich abnimmt und diese Abnahme steigert sich in Bisorgniß erregender Weise in den Höheren Graden. Wenn eS em stichhaltiges Argument ist. den deutschen Unterricht in den öffent lichtn Schulen deshalb abzuschaffen, weil von 20C0 Schülern nur 131 denselben be endigen (oder 1 von 15) so ließe sich dl. selbe Logik uch auf den englischen Unterricht anwenden. Darnach müßten die fünf unteren Grade der. öffentlichen
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Schulen abgeschafft werden, weil von 15000 Schülern nur 776 (also nur 1 von 19) den ganzen Kursus durchgehen. Selbstverständlich wird Jeder eine solche Forderung zurückweisen und eine solche Logik lächerlich finden, doch bringen Viele dies allen Ernste vor als wen Grund, den deutschen Unterricht für 1635 Schüler abzuschaffen und denselben auf 371 zu beschränken. Wenn die Resolution de Schulraths ausgeführt wird, so wird einem großen Theile der Schüler, welche da? Erlernen der deutschen Sprache begonnen haben, dieser Unterricht in der Mitte abge schnitten, und sie werden um die Früchte mehrjähriger Arbeit und Mühe b:raubt. Etner der Hauvlbeweggrunde zur Gründung deutscher Vrivatschulen und der Einführung der deutschen Sprache als Lehrgkgenstand in den öffentlichen Sckulen. itt iedenkall der. daß in Deutschland geborene Eltern sehr ungern sehend wie schnell ihre Kmder das Deutsche vergessen. Letzteres sührt natürlich häufig zu Stö ruugen im Familienleben, macht die An flrengungen der Eltern in der Erziehung ihrer Kinder zu nichte und beeinträchtigt die Achtung der Kinder vor ihren Eltern. Die große Maffe der eingewandertkn Deutschen lernt nicht genügend englisö'. um ihre Kinder zu verstehen, wenn di selben sich miteinander unterhalten, und unfähig deren Geheimnisse zu ergründen, sind sie nicht im Stande dieselben zu warnen, zu führen und auf den richtigen Pfad zu leiten. Daß sich auS solchen Verhältnissen viele Uebelftände ergeben müssen, ist leicht zu begreifen. ES ist nur natürlich, wenn deutscht Eltern eS vorziehen, sich zu Haus, der Sprache zu bedienen, in welcher sie von Jugend auf gewöhnt waren, ihren besten Gedanken und hkllegsten Gifühlen AuS druck zu verleihen. Ebenso natürlich ist eS. wmn dieselben wünschen, dak auch ihre Kinder dieselbe verstehen. Wo dieselben einen großen Theil der Bevölkerung bilden, deren Gedeihen und Wohlfahrt innig mit ihrem eigenen Wohlergehen verknüpft ist. würde eS so wohl ungerecht wie lächerlich sein, deren Wünscht unberücksichtigt zu lassen und ihnen die Vorzüge der VolSschule zur Erreichung ihres ZvccktS vorzuenthalten. Die Bkvö'.kerung der Ver. Staaten ist eine au? verschiedenen Nationen zusam mengesetzte. DaS wünschenSmerthe Ziel, diese verschiedenen Element zu verelni gen und zu einem Ganzen zu macher kann nicht auf einmal und in kurzer Zeit erreicht werden, sondern nur langsam und stetig. DaS beste und einzige Mitte! zu diksem Z-vkcke ist die Volksschule. Wir sehen also, daß eS wichtige Güad, sind, warum der Deutsche seine Kindn auch in seiner Muttersprache unterrichtet haben will und ist eS ihm nicht möglich. die? in den öffentlichen Schulen zu u reichen, so wird er sie zur Pelvatschule schicken und die Verschmelzung der Be völkttungSelemente mird dadurch ge hemmt. Aber nicht nur von diesem Stand. punkte au ist e? nöthig, da? Deutsche in den Schulen zu lehren, sondern e? btsör deet auch auf eine außerordentlich günstige Weise die geistige Entwickelung deS Schü lers. Nichts regt den Geist mehr an, als die Erlernung einer fremden Sprache. Dr. Ki)dle. früherer Schul-Superin tendentin New Vork schreibt: In sol chen Schulen, in welchen die deutsche Sprache die meiste Aufmerksamkeit ge funden hatte, waren auch die Leistungen in englischer Grammatik und in Auf sätzm am besten. ES zeigte sich, daß die Schüler im Stande waren, ihre Gedan ken klarer und fließender auszudrücken, und, indem sie' eine genauere Kenntniß von der Bedeutung der Wörter in ihrer eigenen Sprache erhielten, trug es auch zu gleicher Z it dazu bei. ihr Gedächtniß zu üben und zu stärken. Aehnliche Resultate berichten unS Dr. W. T Harrt?, früher Superintendent zu Et. Louis, Dr. Rickom. Supt. zu Cleveland und noch viele andere Pädagogen VZ Ruf. Herr John B. PeaSlkk, seit langen Jahren Supt. der Schulen in Cincinnati, O , bemkrkt in dieser Hinsicht : .Warum sollen unsere Kinder eine Sprache nicht erlernen, die so verständ. lich ist. wie die deutsche Sprache, eine Sprache, deren Grundelemente so innig mit denen de? englischen verbunden sind und die uns so unzemein nützlich ist im Verkehr mit Tausenden von Bürgern in allen Staatm der Uaio . ? Außerdem siid unsere deutsch m Mitbürger die stärksten Stitzm unserer SchuIm und diese UnterstZtzung ist hundertmal weethvoller für diese Stadt und die sm Staat als die Kosten des deutschen UJte?richtS. Die deutsche Sprache ist. nach der englischen, die .Handelssprache der Welt; ihre Literatur ist eine großar tige. Außrrdem, und dies kann nicht oft genug gesagt werden, hat das Erlernen zweier Sprachen noch den Vortheil, daß es ohne irgend welchen Schaden für die eine, im Gegentheil zum besseren Verständniß für beide beiträgt. Ja, die Vortheile der Erlernung zweier Sprachen sind so groß, daß eS wohl der Mühe werth wäre, eine fremde Sprache
v'siiiwjhito;..- . e-söeeiM Sssee? naO zum UnterrichtSgegenstand in unseren Schulen zu machen, selbst wenn keine Bürger einer fremden Zunge in unserer Mitte leben würden. Die große Anzahl der deutschsprechen den Bürger in diesem Theile de Landes ist der Grund, warum hier das Deutsche in den Schulen eingeführt werden sollte, in New Orleans sollte natürlich auS dem selben Grunde französisch gelehrt wer den." Wir stnd der Meinung, daß die so große Anzahl von deutschen Kaufleuten, Arbeitern und Fabrikanten, welche, ganz abgesehen von der Thatsache, daß sie alS Steuerzahler einen Theil aller Ausgaben mit bestreiken, durch ihren Fleiß und ihre Thätigkeit so viel zum allgemeinen Auf schwung unserer Gemeinde beitraget?, auch da Recht haben, einen Verhältniß mäßig kleinen Theil deS Schulfond für ihrenZweck denützen zu dürfen. Jedenfalls sollte denselben mit Achtung und Aus merksamkeit entgegengekommen werden und nicht mit leichtfertigen Argumenten. Denn wag andere als ein leichtfertigeS Argument ist eS, wenn behauptet wird, die Stadt Indianapolis hätte nicht Geld genug, um einige Tausend Kinder in der Sprache ihrer Eltern zu unterrich ten, in einer Sprache, die von Millionen der besten Borger diese Landes gespro chen wird, in einer Sprache in welcher verschiedene hundert Zeitungen und Zeit schristen dieses Landes erscheinen und welche so verbreitit ist, daß die Kenntniß derselben jedenfalls von außerordentlichem Ruhen im Geschästsleben und gesellZchastlichen Verkehr ist? Ist eS gerechtfertigt zu sagen, daß dte Stadt nur verpflichtet sei. unseren Kindern eine gewöhnliche Schulerziehung zu geben und daß alle UnterrichtSzweige, welche einen höheren Bildungsgrad bezwecken nicht auf Gemeindekosten ertheilt werden sollen, wenn wir bedenken, daß in unseren Schulen. Latein, Griechisch Musik, Zeichnen, Physiologie etc. gelehrt wird. Fächer, welche von weit geringerer Wichtigkeit stnd. als die deutsche Sprache und für welche nur ine außerordentlich kleine Anzahl von Schülern jemals in ihrem Leben Verwendung findet ? Wenn es wahr ist, daß die Gemeinde nur zu einer gewöhnlichen Volksschulerziehung verpflichtet ist. mit welchem Rechte unterhält dieselbe eine Hochschule ? Mit welchem Rechte unterhält der Staat eine Universität? Wenn das Prinzip richtig ist, daß nur in solchen Fächern Unterricht ertheilt wer den soll, welche gleich nützlich und noth endig für alle stnd. haben dann nt jene Tausende von Bürgern, welche geswungen stnd. ihre Kinder stühzeitig aus der Schule zunehmen, so daß die Höhe ren Klaffen der Volksschule und die Hoch schule praktisch für dieselben gar nicht vorhanden find und welche doch Steuern auf ihr bischen Eigenthum bezahlen. aus wtlchen Steuern zum Theil dies; Schulen errichtet werden, und die dann doch nur denen zu Gute kommn die b besseren Verhältnissen leben, haben jeiie Bürger nicht da? Rkcht. gegen die Errichtung von höheren Schulen aus Ge meindemitttln zu opponiren ? Wenn es der Fall ist. daß auf öffent licht Kosten Unterricht in Fächern ertheilt wird, welche bloß für diejenigen von Nutzen stnd. welche sich einem gelehetm Berufe widmen, wenn e der Fall ist. daß die höheren Schulklaffen, welche praktisch nur für den Gebrauch derer vorhanden stnd, welche am besten im Stande stnd. selbst dafür zu bezahlen, aus öffentliche Kosten erhalten werden, dann ist eS sicher iich von Seiten der Deutschen nich unge recht und nicht unbescheiden, zu verlangen, daß auch die deutsche Sprache in den öf fentlichen Schulen gelehrt wird, umso mehr al uns die Gesetze diese Staates da? Recht dazu geben. Wir können uns httk nicht näher auf die Auslegung des betnffenden Gesetzes einlassen, aber wir stnd überzeugt, d.ß ganz lnerlci mit welchen rechtSvirdrehe rttchen Mitteln und Haarspaltereien daS Gesetz auszuleben oeesuchm wied.der Geist deS Gesetze der ist. daß tun K'ndrr I w . . . lkver ozule. vorausgesetzt die nöthig Anzahl verlangt eS. eine Gelegenheit gegeben werde, Deutsch zu lernen und wir können kicht umhin, jede Bemühung di? r . ni .r . ... i sürs anoekS auszulegen als einen Versuch zu bezeichnen, nicht daS Gesetz zu beobachten sondern dasselbe zu umgehen. Vorstehend habm wir einige der Gründe angeführt wzShalb der kürzlich aefafcti Beschluß der Schaldehökde nicht ,ur AuS sührnng kommen, sondern in Wiederer wägung gezogen werden sollte. Wir sind unS wohlbewußt. daß. wie bei allen öffentlichen Fragen, so auch bei dieser MeinungSversöiidenheiten bestehen, doch über einen Punkt derselben werden die Ansichten kaum auseinander gehen : Wenn gleichzeitiger Unterricht in zwei Sprachen für ein Hinderniß anstatt für einen Vortheil der allgemeinen Erziehunq erklärt wird; wenn der deutsche Unterricht in unseren Schulen derart beschnitt ten werden soll, daß daS gänzliche Aufhören desselben nur die Frage einiger weniger Jahre sein kann; wenn daS Ge setz, welches den Unterricht in deutschkr Sprachein unsere Schulen vorschreibt. fs gehandhabt wird, daß der wahre In
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Agenten für Buttericrs Muster. halt desselben zur Illusion wird, wenn ferner die Petionen und Gesuche derjeni gen Bürger, welche 2j5 aller Steuern be zahlen, deshalb unbeachtet bleiben, weil von einem Einkommen von $252 000 $10,000 nöthig stnd. um das zu eelan gen, was das Gesetz ihnen zusichert; wenn 1,635 unserer Kender das genommen werden soll, worauf sie die Arbeit mehrerer Jahre verwandten, wenn dies alles geschehen soll, so sollte S wenigftenS erst nach gehöriger Berathung und Bekanntmachung und nur von der vollzähligen Schulbehörde" gethan werden. i Hiervon ist nichts geschehen. Die Mitglieder deS SchulrathS und fast alle diestgen Bürger wissen, daß wenn jener Beschluß dem vollzählige Schulrath vorgelegen hätte, derselbe mit 6 gegen ö Stimmen vtrworfen worden wäre. EineS der SchulrathSmitglieder, über dessen Ansichten in dieser Frage keine Zweifel bestehen können, befindet sich auf Urlaub in Europa; ein anderes Mitglied, wel ches soeben eine schwere Krankheit über. standen hat, war abwesend, well eS etwas derartige nicht erwartete. ES fällt unS nicht ein. die Majorität in der kürzlichen Abstimmung über deut schen Unterricht in den Schulen zu beschuldigen, sie wollten ihre Auffassung vermittelst eines Ueber'alls oder eines unehrinhastkS ZkniffeS oder Parlamentärs schtn GewalistreichS der wirklichen Mojorität aufzwängen. Ueberfälle, Gewaltstreiche und Kniffe gehören sicherlich nicht in berathende Köiperschasten, am weniggm paffm sie in Echulbthörden. Wir glauben nicht, daß die Mitglieder dtr ttllZporaren Majorität dies beabsich' tigten. Sie könnten unS nur in dem Falle überzeugen und sich selbst übttsüh' ren, falls sie ine WiederersSgung dieses Akte? verhindern odtrvemeigern. Wtr ersuchen Sie achtungsvoll die betreffende Resolution in Wiedererwägung zu ziehen und dadurch jeden Verdacht gegen Sie als unbegründet zu lemonstriren. Wir ersuchen Sie darum im Interesse der Billigkeit. Gerechtigkeit und Ehren hasttgkeit in allen öffentlichen Angelegenheilen. Räch Verlesung der Adresse wurde dieselbe von den Versammelten einstimmig angenommen. Sodann wurde eine L sie von Namen vzrgelegt. deren Träger ein ExccutivKomite bilden sollen, um die Adresse dem Schulrath vorzulegen und die weiteren in der Angelegenheit zu ergreifenden Schritte zu treffin. Dieselben wurden wie folgt gutgeheißen. A. Skidensticker, PH. Rappaport. Aug. Kühn, Herm. Lieber. Alb. Sahm. George Kothe. Henry Schnull Louig Hollweg, Albert Minier. Christ. Off. Otto Stech han. Wm. JungclauS. Alb. Lieber, Con tab RieS, Heinrich Kütst. Paul Zanke. R'r. I. PiterS. Otto Feenzek, Henry Severin. Tbeo Sander. Albert Kopp, Ch aö. Krauß, Nikolaus Mrz. HenryRüffe. rnst Knodel. John Schmidt. Lorenz Schmidt, Carl von Haie, Robert Kipp. H Thudium Peter L tz. Fr. Maus. Ed. Müller. Cd. Scholl. Jacob Fritz. Anton Scherter. Clem. Vonnegut jr., Herry Bauer. Albert Kcull und Jakob Metzger Herr Hermann Licher wurde noch zum Sprechen aufgefsrdut, dsch erklärte der selbe, daß die Redner und die angenom mene Adresse den Gegenstind zur Genüge erschöpft hätten und ernich'.Z mehr hinzuzufügen habe. Hierauf folgte Vertagung. Acht 'Monate litt ich an einem destkaen Nieren- und Leberleiden, doch wurde ib durch die Anwendung von Dr. August Ltönig'S Hamburger Tropfen vollständig pedeilt. Lou,S Huber, Sa Francisco. Czl. kS- Au der Ossice der Bücheragenten Crast k Clay. Zimmer No. 49 Thorve Block wurde gestern Abend ein Wechsel von 575 gestohlen. Das Urtheil der vauSlrauen aebt einstimmig dahin, daß H. Schwede!' Bürsten die besten sind. 423 Virgina Ave. Verlangt Muöo' .Best Havanna Tigsr. j
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