Indiana Tribüne, Volume 13, Number 230, Indianapolis, Marion County, 8 May 1890 — Page 1
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mr i ktosZeK JH" Wenn sogar solch ttz?onse;vzt!ve Blätter, wie daS Journal" die Emfüh. runz deS achtstündigen Arbeitstages als eineNothwendigkeit anerkennen, dann ist eö wohl klar, daß eS .nicht mehr lange dauern kann, und man wird den Achtstundentag für ebenso selbstverständlich halten, wie heute den zehnstündigen. Langsam zwar gehen dergleichen Aenderungen im Schoße der Gesellschaft vor flch, aber sie gehen vor sich, und weder kann der mächtige Einfluß des Kapitals, noch die Schlechtig keit der Politiker, noch die Dummheit und Feigheit der großen Mafss es verhindern. Vergegenwärtige man ffch nur für ei' nen Augenblick die ungeheure Crsparniß an Arbeitskrast, welche in den letzten Jahrzehnten durch die Eisindung neuer und Vnbtfferung alter Maschinen eingetreten ist. Ueber diesen Punkt spricht sich der er sie Jahresbericht des RegierunAsbureaus für ArbeitSstatistik etwas ausführlich aus. So beißt eS darin unter Anderm : Füriföundert Personen würden vöthip sein, um durch Handarbeit so viele Schuhe hekzustellm, wie von einhundert Personen mt HUfj von Maschinen hergestellt wzrden. Eme groe Bisenfabrik beschäftigte in 1879 siedenz'hn gksch'ckte Arbeiter um 500 Dutzend Besen wöchentlich zumachen. Sechs Jahrs später, machte diese Fabrik 1,200 DuZend wöchentlich m:t neun Arbeitern. In ftüherer Znt brachte ein Weber mit dem Handwebestuhl wöchentlich 42 bis 43 Jard gewöhnlichen Shirting fer tig. Jrtzt fertigt ein Mann, der sechs Dampfwebstühle bedient, wöchentlich 1500 Yards. In der Zubereitung des Holzes für musikalische Instrumente vermittelst Ma schinen besorgt jetzt ein Knabe die Arbeit zu welcher früher 25 Manner nöthh waren. In der Papicrfabrikation besorgt eine Maschine, zu deren Bedienung v:er Män, ner und sechs Mädchen nöthig sind, die Arbeit, zu welcher früher hunders Pnso.nen röthiz waren." In dieser Wnse geht eS in dem Bericht vitle Seiten lang fort. Schließlich aber w'rd darin durch Zahlen bloß das biwiesen, was Jeder ohneduS we!ß. nämlich daß durch die fortwährende Erleichterung und demzufolge Vermehrung der Produktion immer mchr menschliche Arbeitskraft überflüssig wird. DaS Ueberflüsstgwerden menschlicher Arbeitskraft bedeutet aber Arbeitslos keit für Menschen, welche ohne Arbeit kein Brod haben. Nzch einer sehr konservit vm Schätz ung des vorgenannten Bureau's gab es im Jahre 1833 in den Ver. Staaten 993.839, also rund eine Mlllioi Arbeits koser. DaS heißt, eS gab in jenem Jahre fünf Millionen Menschen (Frauen und Kinder eingerechnet), welche wegen er zzungener Arbeitslosigkeit die Mittel zum Lebensunterhalte nicht besaßen. Da nun der menschliche GeniuS nicht aushöit zu wirken, da tagtäglich neue Ersindunzen gemacht werden, tagtäglich mehr menschliche Arbeitskrast übnflüssig wird, die Zahl der Arbeitslosen von Tag zu Tag wächst, so müssen schließlich die Volksmassen in daS größte Elend versinken, wenn nicht irgend etwaS geschieht, die Masse derjenigen, welche vergeblich nach Arbeit suchen, und den Lohn der Ar beitenden dadurch Herabdrücken, daß sie sich um jchen Preis anbieten, zu vermin dern. An und für sich ist Alles, waS dem Menschen Arbeit spart, ein Segen, also auch die Maschinen. DaS herrschende gesellschaftliche System aber, unter dem dese Maschinen Privatbesitz sind, und dadurch die Wirkung haben, daß die Ar beitsersparniß nicht sich auf Alle ver theilt, sondern daß auch Frauen und Kin der in die Fabriken gepreßt und Millio nen von Männern brodloS werden, macht die Maschinen zum Fluche. Und so lange dieses System noch dauert, solange der Staat den Privatbesitz der Arbeitsinstrumente noch duldet, gi:bt es nur ein einziges Mittel, der Ar beitslosigkeit und dem stetigen Sinken deS Lohnes Einhalt zu gebieten. DieseS ein zige' Mittel ist die Verkürzung der Arbeitszüt. Die Verhältnisse fordern sie gebieterisch und die Bolksmassen verlangen ihren Antheil an den Segnungen der Z'vilisat:on und des Fortschritts.
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DratynaWytm. ttteraukstSten. Für Jndlana: Wärmues hübsches Wetter. Die Tarikbill. Washington. 7. Mal. Mit der Debatte tytt die Tarisbill wurde heute begonnen und während der nächsten Woche wird dieselbe jedenfalls sortgesetzt werden. Heute Nachmittag hielt McKin In, der Vorsitzer deS Comite für Mittel und Wege eine zweiftündlze Äede zu Gunsten der Bill, welche unter dem Na men McKinley Bill bekannt ist, nach ihm sprach Mills, der Vorsitzer deS CositeS für Mittel und Wege deS vorigen Cor. gttffeZ gegen die Bill. MillS ist derienige. nach dem die im vorigen Congnß vorgelegte sogenannte MllS Bill getauft Dar. !
Der Irren haubrand. Longue Pointe. Quebec. 7. Mai Die genaue Anzahl der Opfer der furcht baten Beandkatastrophe wird man wohl niemals erfahren. Nach dem letzten Berichte an die Regierung befanden sich 1780 Insassen in der Anstalt, und aller Wadrlchtinttchkeit nach find wenigstens 150 Menjchen um' Leben gekommen. U:ber die Verwaltung der Anstalt wer den letzt ungemein viele Klagen laut, ebenso über die Behandlung der Insassen. Die Regierung bezahlte den OrdenS schwestern $100 per Jahr für jeden In fasten und kümmerte sich dann weiter nicht um sie. EZ ist sicher, daß in manchen UbtSeilungen alle darin B.ftidltchen umkamen W e in allen Irrenhäusern, so hatten auch hier die Thüeen an der Innenseite keine Klinken, und wo eS nicht mehr mög lich war. die Thüren rechtzeitig mit A'xten einzuschlagen, da war für die Unglücklichtn U'-n Entrinnen ehr. FeuzrcommisZSr Perry sagt daS Ge bäude sei ine wahre Menschenfalle und eine Schande für ein nvilifirteS Land gewefen. (Merkwürdia. daß man daS immrr e'st nach dem Uaglöck weiß ) Vom Feld der Arbeit. E h i c a q o. 7. Mai. Die Küfer der FZeifchversandthäuler haben ihren Streik aufg'geden und find urtee den alten Be öingun.zen wieder an die Arbeit ge gangen. Ungtsähr 600 Gerber stellten heute die Arbeit ein. Fort W a y n e. 7. Mai. DaS Kon. feem;comite der Z'mirnltute und der Bauunternehmer bemüht sich schon seit drei Tagen eine Einigung zu erzielen, ad:r bis j'tzt vlredlich. New P ork. 7 Mai. Die hiesigen Carpmte, haben ihre Forderungen durchgesetzt. Boston, 7. Mai. Die hiesigen Car penterS haben eine beabsichtigte' (SnU rlstungSversammlung aufgegeber, wett sie glauben, daß sie siegen werden, ehe eint solche Veifammlung abgehalten wer den kannte S t. L o u i S, 7. Mai. Guüchtaeise verlautet di r. doß da Nächste, was die Ftderition of Labor thun wird, die An ordnung eine ollzemtintn Kohlengräder streik am 15 Mai fein wird. (?) Der todte Bundessenator. Lrxtngton. Ky., 7. Mai. Die Leihe deS Senators Beck von Kentucky kam heute, begleitet von einem Comite beider Häuser des Congreffe hier an und wird morgen in der Kirche auSgestillt werden. Die Lyncher in Süd Saroli na Columbia, S. C.7. Mai. Bei dem Jffqeeft übe? die Leiche LeaphamS wurden die Namen Mehrerer an der Ee mordung derselben Betheiligter festgestellt Der Solicitor wird weitm Anstrengungen machen, sie zu verfolgen. Die Be treffenden stellen ihre Theilnahme gar nicht in Abrede. ES ist kein 3 vkif.tk. daß der junge Negee unschuldig war. W-r ßabl. Die Deutschen in Afrika. London. 7. Mai. Die Deutschen sind eifrig daran, möglichst viel Gebiet in Afrika zu gewinnen und man ist hier erstaunt, üdcr die Umsicht mit der die Sache bkteiedin wird. Sie bauen Fort und veranlassen die freundlich gesinnten Eingeborenen sich ring um dieselben niederzulassen, sie unterrichten sie im Ge brauch der Feuerwaffen, in rationeller Bonnkultur und machen sich diestlbtn u nüdlichkn VerbÜnditen. Diese' Fort werden in nicht zu großen Entfernungen von einander gebaut und werden ach md nach den Sklavenhandel unmöglich machen. Die Elptdition unttr den vtfthlt dt?
Major Wißman. die kürzlich räch Kil way abging, war erfolgreich. Der Plstz wurde am 4. Mal besetzt. Der Widkr stand war unbedeutend. Die deutschen Kanonenboote bombardirten den Ort und die Eingeborenen waren durch das Feuer der Schiffe wie gelähmt. Noch schlimmer wie bei uns. Buenos Ayres. 7. Mai. Im hieftgen Zollamte wurden riesige Unter
schlagungen entdeckt. Diiselben beliefm sich sicherlich auf zehn Millionen Dollar jährlich. chiffSskHtt?e Angekommen in : New York: .Maakdam von Rot terdam, .Majeftic" von Liverpool, .Wefternland- von Antwetpen. QueenStovn: .Alseka" und .Teutonlc- von New ZZoek. Moville. .Devonia" von New York. Vom NuSlande. In welcher Weife dieJm send der deutschen Gymnasien zu politi scher Gesinnungstüchtigkeit erzogen wird, berichtet die .Berliner Volksztg.", tv giebt sich ü. A. wieder aus einzelnen Thematen, welche in den oberen Klaffen eine Gymnasiums der Provinz Sach fen für den deutsen Aufsah gegeben worden sind. Den Abiturienten d'esselben wurde zu Ostern d. I. die heikle Aufgabe gestellt, da Wort des Marquis Posa: Ich kann nicht Fürstendiener fein, mit dem Tasso'schen : Der Mensch ist nicht geboren, frei zu sein, und für den Edlen ist kein schöner Glück. alS einem Fürsten, den er ehrt, zu dienen" zu vergleichen." Falls der Abiturient irgend auf seinen Vortheil bedacht ,ist, muß er sich natürlich voll und ganz" auf TassoS Boden stellensonst könnten ihm wegen versuchter Demokraterei" rm Examen recht dose Dmge begegnen. Anderer Art, aber nicht minder verfang: lich, ist ein in der Obersekunda nestellteS jThema: Hat Kaiser Wilbelm I. alle ldie Eigenschaften besessen, die nach der unecht Beleg m der iznethzofsage ein König . haben muß? ".Wenn sich nun in unglückseliger Odersekundaner bei' jkommen ließe, daS zu bezweifeln? Di, Zersetzung nach der Pnma steht bevor, und so lobt er denn dem Kaiser Wilhelm ldlindlingS alles an, was irgend von deinem Monarchen Großes und Schöne .verlangt werden kann. Noch weit iute: pressanter aber ist ein Thema aus dem 'Vorjahre: Inwiefern kann die Kanz 'lerrede vom 6. Februar ein Meisterstüc! iwahrer Beredtfamkeit genannt werden?" Wenn sich in der Jugend liberalisirend, Regungen zeigen, so schreit die ganz lxhilologische, pädagogische und politisch, Reaktion: Die Jugend muß von der iPolitik fern gehalten werden! sie aber izur Lobhudelei vor dem Herrn Reichs' jkanzler zu erziehen, ist erlaubt, ja gebo-. 'ten. Ob's wohl so bleiben wird, jetzt, wo der Letztere Erreichskanzler ist? Wir ollen die nächsten Programme abwav ten. Nicht gegrüßt hatte der -städtische Aichmeister W. zu Neustadt in Oberschlesien den regierenden Vürger, eister. DaS gestrenge Stadtoberhaupj erhängte darauf im Interesse des Dien: 'steS gegen den widerfpenstiqen Beamten eine Ordnungsstrafe von 2 M. W. erhob Hiergegen Beschwerde, wurde jedoch von hem RegiernngsprSsidenten zu Oppeln wegen Friftoersäumnig und von dem Obervräsidenten von Schlesien wegenUn, Zuständigkeit abgewiesen. Als am 27. Oktober W. die Thüre öffnete, um sich Mch der Kirche zu begeben, ging der Bürgermeister mit feinem Sohne vorbei, fragte den W., ob er nicht grüßen wolle? W. entgegnete hierauf, daß er dies thun erde, wenn er bei dem Herrn Bürgermeiste? vorbeigehen würde. Der Bür germeister erblickte in der Unterlassung des Gruße seitens deö W. eine Verlet,ung der ihm schuldigen Achtung, setzte daher gegen W. eine Ordnungsstrafe von S M. fest und drohte zugleich demselben die Dienstentlassung als Aichmeister und Zurücknahme der Penfion ' als Hilfst erecutor an. Die von W. erhobene Ve schwerde wurde von dem Rezierungspräs sidenten zu Oppeln deshalb abgewiejen, weil durch die amtliche Auskunft deS Bürgermeisters festgestellt sei, daß W. denselben absichtlich nicht gegrüßt habe, hierin aber eine Verletzuig'der Achtung, die W. als städtischer Beamtea dem Bürgermeister als seinem Vorgesetzten schuldig sei, und daher auch eine Verletzung der dem W. obliegenden Amtspflichten zu erblicken sei, und hiemach die Ordnungsstrafe gerechtfertigt erscheine. W. klagte nunmehr gegen len RegicrungSPräsidenten auf Aufhebung deS BescheideS desselben und der Strafverfugung, und eS erkannte das Oberoerwaltungst gericht am 16. April 1890 auf Klage abweifung mit folgender Begründung: ES würde der konventionellen Sitte entsprochen haben, daß der an den m der Hausthür stehenden W. herantretende Bürgermeister demselben zunächst den Gruß geboten hatte. Wenn nun aber W. gegen den an ihn herangetreten Bürgermeister auf die Frage desselben, ob er ihn grüßen wolle, den Gruß unterlifß und erwiderte, daz er dies thun erde, wenn er bei demselben vorbeige, He werde, so hat er hierdurch die dem Vorgesetzten schuldige Ehrfurcht außer G4U?!lei leiten?
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