Indiana Tribüne, Volume 13, Number 227, Indianapolis, Marion County, 5 May 1890 — Page 1
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m vieler Spalte KKeA ö toti per Zeilk. Luzeigen te velchen Stelleu gesucht, oder offenrt dndea, sind unentgeltlich Nnfnaime. Dieselben bleiben Tage stehen, könuen aber ubeschrSntt erneuert werden. Anzeigen, welche bis MMagk I Nhr abge. gebe werden, finden noch am selbigen Tage VnfnahAe. Verlangt. langt: i arbier.Gkhils verein Lehrling ftxoii tirttig tm Stlch5ft. Si. l Moed Dlam, Strafe. uia erlngti !ugr Rutscher a, der mit Vfe,d' umzogth ,th:, in in? G5rtn,t. ach,fragn bti Zehn an. 827 Süd iMan tragt- ma fitt langt w Vidche, m a RSck ,u Sben. 113 Oft Wakhgton Straße. , M,lkgt: 2 gute Hrr,.Sch,tder. Stück od, ri-fKrictt 1.S4 016 i6itt)ftr. tm Cer langt ,Vki änrer sarkMttchrt. ach ,fkan b.t ri ft Slr.ottl, 113 OZt ,a,,,ng'0i,,!r. t erlangt w gntI Dienstmädchen. Nachzufra. gen 77 ord oble StraZe, 7m Stellegesuche. Gesucht: Sin Bis tot N Jadre sucht irgend te Bschlign?. A Dävii Straße ma su'ch t von ewrr Fra inige F,mttin, elchk rhr Wäsche ,um Sassen ser ä'ln übergeb,. achzufrag'n ia der OZsice d. Slatt, . Slö vm Zu verkaufen erkaufen: in Hotel ed Wirtschaft, im ?etrum der Stedt elegea M besonders deutsche unds,fr hat, ist unter ganyige edtnanug ,u erta.sen. äh.re, tn itt Otftce tt. ät7.a Zu vcrmiethen uoer miethen: Lier schönt Zimmer find ein. In ,u vermieihen an anftändlge juk Leute. Rachzuf 234 Oft Wajhtngtonftr. b Werschledeueö. u v erleihen: im dil ZiSM gegen erste H?xo. echee. 5hre,tder Offii d. lt. da stahlen der verlaufen: ine .orrelgelbbraune) Shre.lntt hoh'em Rücken. DerFia. der ist gebe. st btt Aran, eegmann, Sck or?i nd Sest Ltraße, abzagede. m Volitlscbe Nnkünbignng. Ala, Caudidat für Shkliff. Indlana verdln. Office. Daseld kSnne nie 5dche für HauZarbett w Hotels, um scheu. Wasche Ke, al HauSyäl. eNne Silken bekommen. Herrschaften, weich in Lutekädchen Suschen, möge Pch gefälligst an ich enden. ' Aru An chraff. 25 Sd labaa Strai. Dr. I. Q. Qutclisse ttschS:t!gt fich schließlich it undkr,tlich,n?. Hn ttu mit Geschlecht, un, UrwdanHette. Office: No. SS Oft Market Straße. Ofstee.etunden: S titg Uir Vonn. 2 bti 3 Uhr ach, sutag kulgnome. Tlxh94t. L erracht: Acker vom beste Sarteu Land, ils ein etl estitch von der Irr.nftalt mit gutem Hau, taLungen werden gebaut. Md ree grsz Farmen; mehur Häuser mit und hn , in und außerhald der ladt. Zu verkaufen: Häuser und Lotte in allen adttheile. Farmen klein nd groß, nah bei der tdt, ta diesem nd anderen Staaten, fowt eh rere gut gelegen S,schSfthZuser nd leer Lotten, ehre erie, SroriI,loou und ander, Seschfte. s.. sargler, o.ssx Ost Safhingian Straße. Allzemewk demsHe lgsslkWa Versammlung. Donnerstag, den 1. Mai '90, beut, S Uhr, la der Wönnerchor-Kasse ! Tagesordnung: Protest gegen die Abschaffung des deutschen Unterrichts in den öffentlichen Schulen.
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LsiHeN-Wes!steeV. Offi: 5b. 3 Süd Delsware Lträße. VNe'. 150, IM, lUt US, IkS Oft Vesrlst, Dledha LI. Off Ta ,d Nk ch'. Grabsteine und Monumente. AUGUST BIENE B, Bildhauer No, 253 Ost Qasbkugtonllr
DesthuaHriHten. WktterauSsiütkn. Für Jndiana: KühleS UübkS Wttter. DerChicago Turnbezirk. C h i c a g o. 4. Mai. Die Tagsatzung des Chicago TurnbezirlS delSlob heute der Federation of Labor $100 zur Ur.tttßübung der Achtstundenbewtgung zu übermachen. Ferner wurde beschlossen, die nächste BundeStagsatzung zu veran lassen. Beschlüsse zu Gunsten de Oiff nenS der Weltausstellung am Sonntag zu fassen, ebenso Beschlüsse zu Gunsten der allgemeinen Einführung bei austra lischm Wahlsystems
Die Lage in Chicago Chicago. 4. Mai. Die Küfer in den Fleichvttpackhaufern find enifchiossen, morgen, wtnn nicht Besondere eintritt, an den Streik zu gehen. Die streikenden Caepentkr haben beschlössen, mehrere M'tlieder .der alten Bo. Association gerichtlich dafür zu be langen, daß dieselben in kanadischen Blättern Anzeigen nach Arbeitern er likben. Man hat Beweise dafür in Hün den, daß solche Albliter hierhergebracht wurden. Die Sache soll in die Hand genommen werden, sobald die Angelegenheit mit der neuen BoßAssociatton in Ordnung gebracht ist. Bau Handwerker-Streik. St. Loui. 4. Mai. Wenn die CarpenterBosse die Forderungen ihrer Leute nicht bewilligen, so wird morgen ein allgemeiner Streik erfolgen D:: Arbeiter in den Hobelmühlen for derten gestern den achtstündigen Arbeit? tag. Die Sattler beabsichtigen morgen an den Streik zu geben. Diese Woche werden noch mehrere Streiks erwartet. er üähti. Rüstung zum Wtederftand. Der erste Mai. Berlin. 4. Mai. DaS erste bedeu tende Resultat der Agitation zur Feier de ersten Mai ist ine mächtige Bewegung unter Fabrikanten, Kaufleuten, Grubenbesitzern und anderen Personen, welche viele Arbeiter beschäftigen, um einen deutschen Bund gegen Streik? zu bilden. Die Idee hatte ihren Ursprung in den Verhandlungen zwischen den hiesigen Veeeinigungen von Kaufleuten und In dustriellen und solchen in Chemnitz. Ham bürg. Bremen und Frankfurt betreffs der Mal'Demonstration zu einer Zeit, wo die Feier einen allgemeinen Stillstand im Geschäftsverkehr zu veranlaffen drohte Diese Verhandlungen führten zu weiterim gemeinsamen Auftreten. In einer gestern stattgefudenen Versammlung von In. dustriellen in Cbemniß, der Vertreter verschieden? Berliner Industrien beiwohnten, wurde beschlossen, einen Schutz verein der Arbeitgeber zu gründen. Kommt diese? Plan zur Ausführung, so soll eine Liga gebildet werden, die ganz Deutschland mit einem R'bwerk von Ar beitgeber-Vereinigungen überzieht. Der osstzielle Zwlck deS ProsekteS ist gemeinsames Vorgehen gegen muthwillig erklärte Streiks, aber der Uebergang zu gemeinsamem Auftreten gegen Ansprüche der Arbeiter im Allgemeinen wird leicht und unvermeidlich sein. Die" Redner in Chemniß. welche der Meinung der Mehr, zahl der Arbeitgeber Ausdruck gaben, feierten das FiaSco der Mai-Feier als einen Sieg der Meister über die Arbeiter. Die meisten Zeitungen ziehen ähnliche Schlüsse: Dak die Arbeitgeber, wenn sie einig auftreten. die Sabersten Anstrengungen der unzufriedenen Arbeiter erfolglos machen können. Der Fehllchlag der Demonstration wird als eine Niederlage des SozialiSmu angesehen. Die Freisinnige Zei-tung-sagt : .Nachdem die sozialistischen Führer in ihrem zweideutigen Manifest ihren Wunsch verrathen hatten, daß die Arbeit so viel alS möglich ausgesetzt werden möge, zeigt der Umstand, dak die Bewegung auf isolirte Gruppen beschränkt war, wie erlag der Cinfiub der sozialistischen Abgeordneten in allem anderen, außer der Abgabe von Stimmen bei einer geheimen Wahl, ist Aber sowohl Arbeitgeber, wie Leitartikel der Pkksie übersehen die Thatsache. da& die Führer der Sozialdemokratle, mit fast einmüthiger Zustimmung der Arbeiter, itder Form von Demonstration opponirten. die zu einem Conflikt mit den Behörden oder den Arbeitgebern führen könnte. Ein Berliner fozialdemo kratischeS Organ erklärte am Vorabend de ersten Mai, Arbeiter, die im Besitze ihrer fünf Sinnen feien, würden nicht ungefedliche Demonstratioren vkkanslalten. während sie durch friedliche Mittel versuchten, gesetzgebende Körperschaften zur Gewährung ihrer Forderungen zu vnanlasien.
Die Führer der Sozlaldemokrate scheinen die Feier nicht als mißglückt z;' betrachten. Hr. Liebknecht sagte in einr? Unterhaltung darüber, die allgemeine Ee . Wartung, dab die Ordnung bedrohend, Demonstration veranstaltet werden '
würde, stamme von falschen Gerüchter. über die Art und Weise, wie die Arbeite? den Tag zu feiern gedächten, die weit verbreitet worden seien. ES sei eine friedliche und ordnungsgemäße Feler ge-
Wesen, ganz, wie die Sozialdemokraten k digen Arbeitstages wo möglich friedlich sie beabsichtigt hätten. Ein Artiktl taps rungen werden könne. daß aber Gewalt heutigen .Volksblatt" Preist den Tag als gewandt würde, wenn eS nicht ander die großartigste und vollkstmmenste Feier, ghe. Die Demonstration verlief in vol-
die möglich war. um einen lnternationa len sozialen Feiertag darzustellen. Dei Artikel sagt: .Obwohl viele deutsch, Arbeiter gezwungen waren, zu arbeiten haben sie doch Antheil an dem E'folg dek Festes Intriguen hinter der Scene. Berlin, 4 Mai. Die .Hamburger N ichricht" eröffnen ekne neue und überraschende Phase der geheimen Geschichte de Rücktritt Fürst Bismarck. indem sie als positive Thatsache behaupten, daß der Kaiser durch Feinde de Kanzler gegen denselben eingenommen worden sei. Man habe ihn glauben gemacht, daß Fürst VlSmarck so starke Dosen Morphkom nehme, daß er oft nicht tm Stande wäre, zusammenhängend zu denken Diese Gerüchte erreichten da Ohr de Kaisers in so glaubwürdiger Form, daß er eS für nöthig hielt, Professor Schwenninger rufen zu lassen, um ihn über Fürst BlSmarckS Befinden und Gewohnheiten zu btfragen. Der Kanzler war über diefeS Verhör ausgebracht, obwohl der Kaiser nach der erhaltenen Antwort von der Grundlosigkeit der Gerüchte übe,z?ugt war. Zu gleicher Zelt waren mtkresfttte Persönlichkeiten geschäftig, dem Kanzler den Eindruck beizubringen, daß der Kaiser entschlossen sei. sich von ihm A jeden Prei freizumachen, und Schritte tdue. um einen Nachfolger für ihn zu finden. während die Mitwisser in dieser Intrigue dem KZiser verficherten, Bimarck sei fest entschloffen, zuiück-utreten. Die .Nachrichten" fügen hinzu : .ES wird nicht lange dauern, b!S die Namen der Urheber dieser Intriguen bekannt werden. Der Artikel zeigt den Wunsch Fürst BiSmarSS. von Neuem enge Beziehungen zu dem jungen Kaiser anzuknüpfen. Die Depesche, die der Kaiser an den Ex Kanz ler von Straßburg sandte, war in den altm herzlichen Ausdrücken abgefaßt. Seitdem der Generaladjatant de Kai ser, Graf Lehndsrf. von seinem Besuch in FciedkichSruh zurückgekehrt ist. haben sich die Wolken zwischen Kaiser und EsKanzler ganz verzogen und alle Mißverständnisse sind ausgeklürt.' Einfuhr amerikanischer Produkte. Berlin, 4. Mai. Dr hiesige amerikanische Gesandte William Walter Phelp hat den Einfluß deS Kanzlers Caprivi in Anspruch genommen, um Er laubnin sür Buffaka Bill NS MHK West Sw" zu erwirken, nach Deutsch I lgnd zu kommen. Diese Thema führt? dazu, daß auch von den Hindernissen, die . der Einfuhr amerikanischen Schweineffei. sche und anderer amerikanischer Produkte in den Weg gelegt werden, gesprochen wurde. Die Bemerkungen de Kanzler damber ermuthigten Herrn Phelp, seine; Bemühungen, eine Modifizirung oder die gänzliche Aushebung jener Beschränkungen zu erlangen, fortzusitzen. Russische Paßbestimmungen Berlin. 4. Mai. Im ReichSkanz-ler-Lmte. gehen zahlreiche Beschwerden über die Härte der neuen Paßdestimmungen in Rußland ein. Nach denselben müssen die Pässe aller AuSlSnder die Reliaion der Inhaber anzeigen; geschieht M. nirfit (n mrhn h! 9lnhnrir nlS V M IV w Juden eingetragen und dürsen nur die' Distrikte, in welchen Jeden wohnen bürstn, bereisen. Ein Anzahl deutscher HandlungSrei sender, die eS unterließen, ihre Religion anzugeben, wurden ausgewiesen. Auch müssen nach den Paßbestimmungen 'alle Ausländer, die stch länger al. vierzehn Tage in Rußland aush rlten, nach der Hauptstadt der betreffmden Provinz reisen und dort ihre Pässe vistren lassen. Da nöthigt den Fremden oft zu einer kostspieligen Reise. Außerdem dürsen AuSlSnder sich ohne ministerielle Erlaubniß nicht länger al sechs Monate in Rußland aufhalten und müssen, wenn sie Handel treiben, eine JahreSgebühr von 600 Rubel zahlen. Diese Bestimmungen sind, wie behauptet wird, eine Verletzung de Völkerrechte und werden dazu süh ren, daß Rußland von dem Verkehr mit der kivttistrten Welt abgeschlossen wird. Die Kölnische Zeitung- erklärt, daß die ReichSbank e abgelehnt hat, wieder Darlehen aus russische Papiere zu gewähren.
Spanisch Sozi allsten., Madrid, 4. Mai. Eine große so zlalistische Demonstration fand heute hier statt. Die Theilnehmer marschlrten nach der Wohnung deS Ministers Sagasta und überreichten ihm durch eine Deputa-
tion Beschlüsse zu Gunsten deS achtstündigen Arbeitstages. Der Minister weilerte sich, die Sache in Erwägung zu Ziehen, worauf ihm die Deputation erttärte, daß die Einführung des achtstün ler Ordnung. Bückerstreik. Wien. 4. Mai. In Buda.Pesthfind 1500 Bäcker am Streik. Sie haben ein Lager mit Zelten auf einer Insel in der Donau bezogen. Sie haben Vieh dab:i ,:nd haben sich in den Stand gesetzt, auf diese Weise längere Zeit zu leben. Siebt'hundert Mädchen, welche die Arbeit i den Hanffjbriken niederlegten, sch'os-i-n stch ihnen an. Fünfhundert Bäcker 'i der Armee wurden abzelch!ckt. um t Stellen der Streike? einzunehmen. 5 ine Rtesendemonftration. London, 4. Mai. Eine Arbeiter-De-monstration wie die heutige im Hyde Park ist noch nicht dagewesen. Die Zahl Dersenigen, welche an dem-Umzüge theilnahmen, beläuft sich auf 200 000 und die der Anwesenden im Park nach der müßigsten Schätzung auf 500.090. Ja man hört die Gesammtzahl der Theilnehnee sogar aus eine Million schätzen. 150 'LkustkcorpS befanden stch im Z ege. Der Zug bestand auS drei Abtheilungen, der erste und größte bestand au Anhängern de Trade Couneil. einer nicht fozialistischen Körperschaft, der zweite etwa? kliinere Theil au Anhängern de Centralcomite, fozialistifch in Gesinnung und der dritte Theil auS Mitgliedern der fozialdemokeatifchen Föderation. Letztere trugen sämmtlich rothe Schärpen. Die Arrangement? waren gemeinschastlich getroffen ' und alle Möglichkeit eine Zwiste zwischen den verschiederien Organisationen war ausgeschlossen. E (errschte vollständige Einigkeit. Uiber 200 Fahnen und Banner wurden im Zuge mitgetragen und die Zahl der Mottos war eine riesige. Eine große Menge schlecht gekleideter Arbeitsloser zog mit und natürlich konnte die Ordnung im Zuge nicht immer auf' rscht erhalten werden. Am besten sahen eu und marschirten die Anhänger de f'zialistisch gesinnten Cen'ral-Komlte?. Diese und die Sozialisten lieferten auch die besten Redner. Sie bedienten stch alle bis aus Lafargue, der von Paris ge. kommen war. einer mäßigen Spraye Di, Zahl der Rednertribünen im Park war vierzehn. Unter den sozialistisch n Rednern befanden stch Hyndman, John BurnS und Annie Befant. E war bemerkenSwereh, daß sich die Polizei nicht sehen likß. Nicht eine einiflc Uniform war sichtbar, obwohl ein j kandigeS Auge in der Nähe deS Park Menge dstcherhettSwächter entdecken t . Mk 9 M l "' M m '-'nie. le leienoemonuratio n verltes die geringste Störung. C<fanftärfctita Angekommen in : NewPork: .Bottnia" von Llver- ? . 'l; .Umbria" von Liverpool; .City o? Ehester" von Liverpool; .La Bret.gne" von Havre; .Moravka" von H imburg. Baltimore; .Roßmore" von L verpool. Queenötovn: .Etruria" von New Aork nach Liverpool. Vom Ans land,. I lt 0 l fl t tl O t ? 0 M N t i s cd t . w m , ß "7 w tsüyrungsgeschlchte eme Berliner Lokal - Correspondenz aus dem Westen oar:- ... ....ser... trr'i. . . jcuui cijauicii. icu eiwa vlerzeyn Tagen erregt das heimliche Entweichen ine 19jährigen Mädchen, der Tochter eines in der Pstsdamerstraße wohnenden Nektiers Z., allgemeines Aufsehen in .dem betreffenden Stadtviertel ; Fräulein Z., das einzige Kind sthr begüterter Eltern, hatte im vorigen Sommer mit ihren Eltern da Bad Kissingen besucht, woselbst die Herrschasten in einem der ersten Hotels logirten. Dortselbst waltete seines Amtes ein junger Kellner, dessen überaus stattliche Erscheinung rvohl geeignet war, ein Mädchenherz zu bestechen. Ein Liebesverhaltniß zwischen der romantisch angehauchten , jungen Dame und dem hübschen Melbediensteten war die Folge deS Badeaufenthaltes,' das aber ein jähes Ende nahm, als die Eltern deS Mädchens dahinterkamen und mit ihrem darüber tief unglücklichen Kinde nach Berlin zurückreisten. Nun jmnß aber doch nachttäalich ein heimlicher brieflicher Verkehr zwischen den Liebenden stattgefunden haben, der eine Entführung de jungen Mädchens durch ihren flnbeter um Eraebm'ö htte. We ivS-
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