Indiana Tribüne, Volume 13, Number 226, Indianapolis, Marion County, 4 May 1890 — Page 4
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tt-'J-ffT, gfljBMggaggg JMMS Triböue. SonntsgS'AuSgabe. OsSstt 130 S&s5iÄßM& JNdianayoliS, Ind.. 4 Mai 1890. Ueber die Thlerrselt im Togo, gebiete fat Premierlieutenant Kling einen ebens ausführlichen wie lebensvollen Bericht eingesandt, den die Mittheilungen aus den deutschen Schutzgebieten" verössentlichen. Unter den wilden Thieren sind die Vögel am zahlreichsten von denen viele große Arten in Menge erscheinen; neben den Nutzvogeln ist das Raubzeug vom Habicht bis zum Adler vertreten. Haufig sind die Krokodile sowohl an der Kusie. in der Lagune, als im Innern. Schlangen sind in vielen Arten vorhanden, sowohl giftige als nicht glftlge; auch ist die Niesenschlange ziemllch haUstg. Der Löwe wird hin und wreoer beobach tet, scheint sich aber dauernd dort nicht aufzuhalten. Antilopen, Stachelschweine und Nagethiere werden viel bemerkt, von den letzleren kommen drei Arte von Rat- .... C' i. t. ich vor. oic oci ucu vsuiycuviciu IS Leckerbissen gelten. Unbeschreiblich ist die 2M Grhthiir Wrtrfi s?inkruck Thier für den Urheber dieser Musik hält. Ern brennendes Licht ist sofort der Ziel, punkt eines WettftuzeS. Große und kleine, braune und zrune Gottesanbeterinnen , Stabheuschrecken, ändernde Blätter, häßliche braune, weißgerönderte und schwarze Kakerlaken mit ihren eaig bciveglichen Fühlern, flies gende Ameisen und Termiten, Motten und größere Nachtschmetterlinge, EinXy'tmr ltrh V ftt in vT r . I V. Ä5 Tra m den ' Vlatz um das Licht .und. fetzen ihre , Abenopromenade im geschäftigen, wirren I Duchetnander fort, nm lyren baldigen iob in der Flamme oder dem heißen In, halt der Eßgeschirre zu finden. Das Essen wird dann zu einem mehr nothwendigen, als angenehmen Geschäft. Hin und wieder kommt auch ein ungeschickte? Mistkifer angesummt und fällt, on der Flamme abprallend, mit lautem Geklatsch in die Kasseetasse. um hier seine unfreiwilligen Schwimmüöunzen abzuhalten. Aeiritt man Abends mit einnn Lichte das Zelt, so eilen große, schwarze, übelriechende Ameisen ans ihre Schlumpfwinkeln hervor, Moskitos stellen sich ein, große, haarige Spinnen fluchten in eine dunkle Ecke, während außer den unvermeidlichen Kakerlaken auch wohl walzenförmige Tausendfüße, Skolopendoc und VI Ctm. lange Skorpione sich einnnden. Einmal erwachte ich mitten in der Nacht in Folge eines sonderbaren Brenneng des linken Handgelenkes. Nachdem ich Licht gemacht, fand ich eine ungehener dicke, mindestens 12 Centimeter lange, braune, haarige Raupe auf meiner Decke kriechend. Ich hatte sie im Schlafe berührt und mir ihre glasharten, spröden, mit Widerhaken versehenen Haare in das Handgelenk gestoßen." Bon Hausthieren ist das verbreitetste das schwarze Schwein, welches sich ohne Ausnahme in allen Dörfern findet. Es lebt fast qanz frei, sucht sich feine Nahrung selbst, und wird nur hin und wieder zum Schutze vor- Naubthicren Nachts in einen Zaun eingepfercht ; fast überall hält man auch eine'kleine muntere und helle Hausziege, ebenso das Mähnenfchaf ; Rindvieh in verschiedenen Nassen findet man an der Küste ud im Innern, kleinere magere Pferde kommen vereinzelt als Rettthiere im Innern vor. Eine Lrt Schäferhund von röthlichrgelber Farbe trifft man allenthalben; auch kdatzen sieht man häufig. Hühner von allen Farben und Größen sind überall vertreten. Tauben wie die unserigen an Größe und Farbe trifft man ebenfalls in vielen Dörfern an ; Perlhühner kommen nur an der Küste und hinter dem Gebirge vor. Die gewöhnliche Ente ist an der Küste verbreitet, die türkische im Innern; Truthühner sind an der Küste eingeführt, wo hin und wieder auch Gänse vorkommen. Der große Witterungswechsel , giftige Pflanzen, Fliegen, Schlangen, Ratten und Raubböget verringern in sehr bedenklicher Weise den Hausgcflügelstand trotz oller Pflege und Aufmerksamkeit. Sie Oeheimnisse des Himmels. Von E. LZ. Ehrltten. Sehr, sehr lange hatte er seine Ge beimniffe bewahrt, 'der gestirnte Himmel. Man muß zugeben, daß sich vor zweitausend Jahren die Leute auch wenig über diese Geheimnisse den Kopf zerbrachen. Sie hatten gar nicht den Ehrgeiz darnach. Die Naturwissenschaften find in ihrer Wesenheit ein Ergebniß der letzten zwei Jahrhunderte und ihre entschiedenften Fortschritte haben sie sogar erst in den letzten Decennien gemacht. Die alten Griechen hatten bekanntlich sehr wenig Natursinn; dafür besaßen sie einen künstlerischen Schönheitssinn, der in der Culturgeschichte ohne Gleichen dasteht. Die Römer hatten es fich nnn einmal in Un Kopf gesetzt, die Welt zu erobern, und auch sie kümmerten sich wenig um den gestirnten Himmel. Die alten Volker mochten meinen, daß die glänzenden, flimmernden Fleckchen nur dazu da seien, um den Menschen die Nacht unmuthiger und erfreulicher zu machen. Wenn die mächtigen Gestirne, die im unendlichen Weltraum ihren Sphärentanz vollenden, damals hätten aus die Erde herabgesehen, ohne Zweifel, sie hatten, um mit Heine zu sprechen, feurige Thränen gelabt, etwa so, wie wir über die Lafontainezche Fliege -lachen, welche meint, die Kutsche fahre so tapfer darauf loS weil sie auf deren Dache mit ihren Belnen forthaspelt. Oas Positive, was unS die Gelehrten des Alterthums überlieferten, beschränkte sich auf die Festhaltung einiger Sterniilder. wie der Vega", Cassiopeja", des Pollur" u. s. w. Zwei Jahrhunderte nach Christo Ausgang der alten Welt, stellt PtolesäuS dS erste Weltsystem auf. Man
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yatti inltchen üt Äerocznüj der Ster ne bcobachitt, und der genannte Weise folgerte, daß die Erde den Mittelpunkt des Weltalls bilde, nm welchen dieSonne Und die Gestirne tanzen, natürlich vom Schöpfer dazu bestimmt, unsere Tage und Nächte zu erleuchten. Diese sogenannte geocentrische Weltanschaunna entsprach vollkommen dem biblisch . christlichen Stculdvunkt. 4 1 ' ' . ' . . - l Der Menzch war der Herr der vcyop- , st. . , r sung. und Gott hatte seinen eingeborenen Sohn auf die Erde gesandt, um deren Bewohner zu erlösen. Wir könnur unä heute saust vorstellen, roelcke snmnl, von Kübnbcit und aenialem Scharfsinn es bedürfte, um diese Anfaimng umzustoßen. Kopernikus faßte .erst den Gedanken, daß die Sonne das Zentrum sei, um welche sich die, seintn ungenügenden Instrumenten zus5n8ue'ii Gestirne drehen. Er stellte atnt Planetensystem auf, welches aus Merkur, der Erde, Venus, MarS, Jupiter und Satnrn besteht. Diese Geixne wegen sich kreisförmig um die Sonne. Dle kleinen Sterne. Ästersiden genaiintr welche in großer Anzahl zitlcn 2ar un0 Jupiter kreisen, sowie O0n tx Sonne entferntesten Planetm anu3 und Neptun, endlich die unserem System angehorigen Planeten, urden erst soäter entdeckt. MM4'""1 lrlV1, , c.M ft..rnikuk fand hen SJ1 land den ef3lten -üWJnOr UNS vttnaye sicö soaar auf das Wort Gottes. Satte nicht Josua der Sonne geboten, stille '., . , . . ' zu tkeyen , uno slano oie onne mqi still, bis sein Werk gethan ar? Sie konnte also kein Firstern sein?! Und ie hätte Gott seinen Sohn nach einem gemeinen, obscuren S'ernlein geschickt, welches nur so unter den Anderen mit , tanzte?! Galileo Galilei, ein hervorragender Gelehrter des sechzehnten JahrKunderts, der sich zu der Kopernikani- , , . j-, . t . , ' "'s. schen Weltanschauung bekannte würd. on d w, glaubigten Auslagen sogar durch die Folter. Er soll bei dieser Gelegenheit den be rühmten Ausspruch gethan haben: E pur ai rnuave (und sie bewegt sich doch", die Erde nämlich). Und irklich keine Inquisition vermochte, den Sieg der neuen Idee aufzuhalten. Kopernikus hatte den Schlüssel zu den Geheimnissen des Himmels gefunden. Wie eine Geheimschrift klar wird, wenn man nur einmal das Schlüsselwort gefunden, so lernte man jeHt die feurigen Runen entzifsern.welche dort oben in den unerreichbaren Aetherhöhen geschrieben standen. Noch wollte Manches in den neugefundenen Rechnungen nicht stimmen durch Kepler's Entdeckung, daß die Planeten nicht Kreise, sondern Ellipsen beschreiben, in deren einem Brennpunkt die Sonne steht, kam völlige Klarheit in dem Lauf des Planetensystems. Der englischeAstro nom Newton fand das Gesetz der gegenseitigen Anziehung (Attraktionsgefetz), wodurch sich die Himmelskörper im Schweben halten. Aber diese Forschung;ergebnisse, so unvergleichlich sie in ihrer Art waren, beschränkten sich doch mehr oder minder aus unser Planetensystem. Was den späteren Forschern gegen ihre Vorgänger zu statten kam, war die fort? schreitende Verbesserung der Vesbachz tungs-Jnstrumente. Sir John Herfchel konstruirte sein Riesen-Teleskop, ein Wunderwerk für seine Zeit (1783 1822), welches indeß gegen die optischen Instrumente unserer Zeit als ein Kindcrspielzeug erscheint. Von nun an gab es kein Halten mehr. Immer tieser, immer weiter drang der menschliche Geist in den Weltraum vor. Man entdeckte, daß dieser ohne Ende und ohne Grenze mit Himmelskörpern anaefüllt ist, mit Firsternen und Planetensstemen ohne Zahl. Man entdeckte die Kometen und die kosmisch: Nebel, welche sich in den verschiedensten Stadien der Verdichtung besinden. Unser Sonnensustem selbst gleicht in dem grenzenlosen Gewimmel des Weltraums dem Tropsen im Meere. Wobin man aucb die Teleskope richtete, wie sehr man dieselben schärfe und verbessere an der äußersten Grenze des Sehfeldes tauchen immer und immer wieder neue Nebel auf, die sich als neue unerforschte Sternhaufen enthüllen. Es ist ein Gedanke, eine Vorstellung welche jeder dichterischen Phantaste spottet: aus dem Staubchen Erde der Mensch, selbst weniger, als ein Stäubchen, ein Nichts, ein Hauch und doch mit seinem kühnen Forschergeist das Universum durchdringend. Aber die Ergründung der Geheimnisse des Himmels beschrankte sich nicht auf den Raum und dessen Erfüllung. Die genauere Beobachtung der Himmelskörper aab Veranlassung zu der Kant-Lap: laceschen Theorie, die sich hauptsachlich IBV7- Vy V ; ? V23 Pi auf dieKenntm der kosmi chen Nebel . . gründet. m..L v : o.c uuj uicici u ium oacuni Tl er Wttlreum
hchs.hrlchml'ch . Mlicimlj h,b, Sie eine Äorstr.fc? - 7Vrfav'e ,aV-" ' ".: Und nen Se mir jleich heilchtele tmch ,! remerdm r,n War- n$m atb MnBte .z itJtS)t rnt sNb nrt. , un, nach und nach , Es kämmt ja beinahe jeden Tag Xlfät nt? irthZ t F'ischez in! - Präs.i Sie ftOcn m ti V ( , tnne"'i 6t cm beattKh auch totgtn Betteln; bestrast fein. - mWASTS ng'kl.: Herr Jerich.hf. blß keen. korfkr kennen sich fmmll,ch m den Beleidigung! Seh'n Se mir mal n: r,ch,edesten Stadien der Erkaliunz. ,orscheÄeibie unser Eener brauch, Un,eie Sonne ist heute im luhend ga,. sich doch nich mit' Betteln abjuzeben. im, 3Btnb Vn ncIÄcm flein bet jg, steil, je wir me Seiten i -Lg. st. uns das L.cht und die Warme s' .ch g MonaleGesänz. ju ixenden. ton nt zum Lebe bedur- zenKörxerverlitzunz verzeichnet.sm. Ohne Zioeisel ird auch sie einst Angekl.: Nanu br,' mi? aber Sener 'n und, usgluhen und unser S.n. Storch - aber 'n inilöernen ! Ach. bet nel?s!" ?d dann al, ein todter 5.l is k ag ie Schutzleute "5'l M'chanmuz im.Welt. de Köxre aneinander rannten!-Prf.: um kre.ke. Wer noch ,uk andere s jj , Sie geben als, die in den Gegen, . .uk denen r i-.. Akten aukgesührten Vorstrafe ,u? - enttanz man dem H.mmn seme Geheim. Angekl.: Herr JerichtZhos. wenn ic! n,e zunächst us d m der Berechnung. Um$ , faß , M.t un,rg?e,chl,chem charsiinn. kmmerzuh! - Wenn ick so a er dem La.en nicht k ar zu machen .st Alles behalten sollie. den müßte man l v n Sii Slhrt itttn IrrttFrrtitnAtt . . . , ' ' .
Vl" be. K&ti5Zrechne, welche eben nur der Mathemal.k gg. December eine dem Polizeilieuienan, . "3?'r t . Bernhard qehSrizi Lamxe in dem Poli. DaZ gre Publikum hat meist e.ne üreau Odirbergerstraße zertrSmmer, eoenko unricktiae als romantlsme Vor- ?.. . .n. t.
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IfrrtS Mbedes'ron.. f'"- .ti'ä1 sich in diesem M.e j,en.jer anzerührr.-Präs.: N. 'S war
Fernrohr bewaffnet nachtlicher Zwiesprache mit den Sternen. an wuiideroollen Limmelssckaussielen
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sich ergtzenb. Das Äag rooljl üüc zittreffen, aber den weitaus größten Theil seiner Arbeitszeit sitzt der Astronom mit der Feder in der Hand an seinem Pulte und rechnet die schwierigsten Aufgaben aus, welche die Mathematik bietet. Für die entfernteren Fixsterne ergaben sich, um ihren Abstand von der Erde zu messen. Resultate, welche auszudrücken unser Zahlensystem nicht ausreicht. Man -r . r se-'.l t rt! -s nahm als Einheit die Geschwindigkeit des Lichtes an, die weitaus größte, die wir kennen. Das Licht legt in einer Sekunde 42.000 deutsche Meilen zurück. Es brauckt 7 Minuten, um von der Sonne wr Erde zu aelanaen. aber Jahrtaufende, um von den fernen Fixsternen zu uns zu gelangen. Nach einer Angabe des Werliner popularkwissenfchaftlichen Instituts Urania gelangt es von dem fernsten der bekannten Fixsterne m 14,000 Iahten zu uns, d. h. die Lichtstrahlen, die dieser Stern uns heute sendet, sind vor soviel Jahrta?lsenden von dort auSgegangen und derselbe Stern könnte schon seit fast ebenso viel Jahrtausenden erloschen sein, wahrend wir ihn n-ch immer am Himmel glänzen sehen. Aus dieser Erscheinung erklärt sich vie mögliche Ungleichzeitigkeit von himmlischen Ereinissen, welche wir heute als gleichzeitig beobachten. Gäbe eS aus anderen Weltkörpern ebenso unterrichtete Beobachter . r . . n ir rr i n le UNS, o ronnlen ne UN eren rooau Eutwicke- . .7 . V r. l q; r. Uil?iUWkii VW ViV .Ufl" strahlen, die er damals in den Weltraum sandte, erst heute zu ihnen gelangen. Wir brauchen wobl kaum hinzuzufäen. da man die Sterne ansylt bat. Die dem freien Auge sichtbaren betragen . tan n.tr t;. , rjc.i -i. nnn -1-. n -t-f 4.1 s tJL-li. ctivynai, da man gewohnt ist, von Milliarden Sternen zu sprechen. Diejenigen, welche durch die Instrumente gesehen und beobÄtet erden, beziffern sich aus etwa 80 Millionen. DaS neueste ForfchungSergebniß auf dem Gebiet der Himmelskunde dürfte den aenialen Arbeiten eineS Kopernikus, Kepler, Newton und Herschel würdig an die Seite zu stellen sein. Wir sprechen von der Spektralanalyse. Schon Newton machte die Entdeckung, daß das weiße Sonnenlicht in sieben Farben zu zerlegen sei, welche Erscheinung er .Spektrum nannte. Man fand, daß jeder leuchtende Stoff sein Spektrum habe, ferner, daß eigenthümliche Linien in den Spektren entstehen, wenn die Lichtstrahlen der leuchtenden Stosse durch verschiedene Medien gehen, und daß diese Linien die chemische Beschaffenheit des leuchtenden Körpers verrathen. Diese Linien heißen nach ihrem Ent decker Frauenhofer und sie bilden die Grundlage der von Bunsen und Kirch-. Hof entdeckten Spektralanalyse, d. h. der Wissenschaft, durch das Spektrum die Beschaffenheit eines Körpers festzustel len. Und nun entriß man dem Himmel ein neues Geheimniß: man analy: firte daS Licht der Sterne und fand, daß die Himmelskörper zumeist dieselben Stoffe enthalten, aus welchen die Erde und ihre Wesen gebaut sind, eine wun: derbare und unvergleichliche Entdeckung, welche von dem großen Publikum noch nicht genügend gekannt und gewürdigt ist. Um so mehr drängt fich uns nun du Frage auf: Sind die Himmelskörper bewohnt und bewohnbar?" Die Antwort kann nur eine bedingte fein, fo fern sie sich in dem richtigen Stadium der Er: kaltung befinden, wie unsere Erde, Wasser und eine Atmosphäre besitzen, sofern sie nicht glühende sind wie die Sonne und auch nicht von eisiger Nacht umhüllt, wie der sonnenferne Neptun, warum nicht? Vielleicht gibt eS ueit vollkom: menere Wesen im Weltall als uns wir wissen es nicht. Dieses Geheimniß wird der Himmel noch längere Zeit sm sich behalten ! Berliner Serichtsseene. Eine Berliner Wäscherin. Eine wahre Plage für die Anwohnn des Arkonaxlatzes ist die Wäscherin Hed wig Jaeckel, geb. Buse, welche wegen groben Unfugs, Beleidigung, Wider ftandes und Sachbeschädigung vor dem Schöffeng ri ht am Landgericht I. stand. Die 42 Jayre alte Frau, welche ganz manierlich gekleidet ist und gerade jetzl eine Viermonatliche Strafhaft abzuma chen hat, führt einen förmlichen Krieg gegen die Polizei und die Polizeiwach in der Oderbergerftraße scheint ihren beSonderen Groll zu erregen. Außer sechs chwereren Strafen, darunter auch 1j Jahr Zuchthaus, hat Frau Jaeckel etwa ein Dutzend Vorstrafen wegen Gewalt: thätigkeiten auszuweisen Präs.: Daß ist ja eine riesige Liste von Vorstrafen. Anaekl.: Nich wahr, die is so hoch wie'n Haus! Präs.: Sie find auch schon wiederholt wegen Widerstandes gegen dit czk-k tä. L.n.:L i rr ., . Staatsgewalt bestraft ?-AngeN.: Fr: n. L 4 tn s? gt w ti ihm, u tu.. wv .ttkiniakttten kann man dock nickt all VM w ww w i.t.r,.i m.st . cni.t. c.t.r,- i m.ss . ori .. ni.il am 22. December, Nachts 12 Uhr, als
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Vou den bilkWk bis zu den skinstcn Sotten. Unser Lager ist in dicslr Saison unrndlich groß und unskrc Pr?ije sind nudrigkr als je zuvor.
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No. 5. 7 und 9 OiZ ÜT Da größte Haus im langen uno um ltte larlen. Anaen - Erstens hatte man mir überfallen, un' 'weitens habe ick blos Wachter" jeschrien, ' mit die Herr'n nich vergessen, daß es zwölf Uhr s ! Präs. : Als dann eir Wachter kam, haben Sie noch fortfkan:' dalirt. Angekl. Der Mann benahm sich ni unjebiloet. Erst war Keener nich , zu sehen und wie denn Eener aus 'n Kneipe 'raus kann, sagte er jleich zu mich, er wird mir nach de Oderberger: straße bring'n. Aha, sagte ick, dadrust lejen Se't ja immer ab, daß Sie mir nach de Wache in de Oderbergerstraß bringen. Die wollen mir nämlich ja, zu gerne aus't Revier rauSbringen. Zct zehe aber nich un wen sie fich ufj'n Kopf stellen! Wo werde ick mir denn aus meine Arbeit drängeln lassen! Praf. : Sie haben fich dem Wächter ge genüber ganz ungeheuerlich benommen, haben sich in dessen Rock gebissen, ie todt an die Erde geworfen und mußten mit Hilfe mehrerer Passanten nach der Wache getragen werden. Sie scheinen darin einen wah: ren Sport zu betreiben, daß S fich jedesmal bei solchen Anlässen nach de, Wache tragen lassen. Angekl.: Da ist dochS Wenigste, was man von ht Schutzleute verlangen kann. Und denn j find wir Frauen doch immer 'ne süß, ! Last, und was mein Breitigam is, der mAchtemir janzlich auf Hansen tragen. ' Praf.: Die Schutzleute bekunden, daß, als Sie in der Wache niedergelegt woroen, ie plötzlich aufgesprungen find und die Petroleumlampe zerschlagen ha, den, so daß dieselbe beinabe ervloöirte. Angekl.: Mir wurde plötzlich seekrank . und da habe ich nach die Fundet jejrisfen. ; Präs.: Endlich sollen Sie in d r .rr . am . r . , . euc sae mit ocm Zlnrelmcr fl toll gegen die Wand gehauen haben, daß Sie schließlich gefesselt werden mußten. Angekl.: Un so wat soll nu jebilde! sein! Diese Art Leute haben jar keen, Ahnung davon, was es heißt: Komm de Frauen zart entgegen!" Präs.: Ganz ebenso toll haben Sie es mit dem 63jährigen Handelsmann Raeschke ge trieben, welcher das Glück hatte. Thu, an Thür mit Ihnen zu wohnen. Dem selben sollen Sie eines Abends in de, Oderbergerstraße wie besessen nachgeru, fen haben: Da geht der Landstreicher!" Angekl. : Die Sache liegt tiefer, d is etwas von's Herz mit mang. Indem der Herr Raefjhke een jroßer Pufsirsten. gel is und mit mir anbandeln will, in, dem er jerade immer zu nachtschlafend, Zeit Durst kriegt und keen Wasser hat, wo er denn immer an meine Thür kloppt und janz kittnastg sagt: Frau Jackeln, jeden Se mir doch 'n Bissen Wasser ! Indem ich nun aber meinen eijenen Breitijam für mich habe, waS'n sauberes, reelleö Verhältniß is, indem er mir sojar Sonn. tags 'n Altdeutschen zum Kaffee mit, bringt und immer sagt, meine Zähm sind die scheensten Perlen,, wojejen ich lhm immer seine Mälcke umfanst mit, asche. t Indem ich alse noch 'n zweete ! svuuor in ntcy. Von Nöten din. bati
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