Indiana Tribüne, Volume 13, Number 226, Indianapolis, Marion County, 4 May 1890 — Page 2
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Dtts . 4 vo Atiuocrn an Bclttcr bildet in Paris eine flotte Industrie, die in so hohem Maße überlzsnd zu nehmen scheint, daß ein Gemeinderathmitglied es sogar sü? nothwendig erachtet, ein Gesetz zu ertsirken, welches diesem Unfug stcucrzi" soN. Das Munizipalmilied Berni erzählt die Veran!asjung hierzu fLlgendermußen : Einer meiner Freunde lvurde in der Nue de l'Estrapade von einer Bande kleiner Kinder angefallen, welche bis dahin ruhig gespielt hatten, nun aber durchaus Almosen haben wollten. Während' er ihnen Einiges gab und ihnen Vorhaltungen machte, schlichen einige verdächtige Frauen um die izsseue Thür eiucZ SchankwirtheZ herum. Mein Freund forschte nach und erfuhr sehr bald, datz diese Frauenzimmer sich dort Zu ihrer täglichen Bettelfahrt durch Paris gestärkt, zugleich aber auch Kinder geliehen hatten. Zu dem Schanlwirth bringen Eltern jeden Morgen ihre Kitt: der, m sie den Bettlern zu verleihen. Mein Freund und ich haben darauf Nach sorfchungen angestellt, nnd in verschiedemn armen Vierteln, in Belleville, Monimartre, unweit des Jnoalidenhauses und dcS Isrdin des Plautes, sieben weitere Sckankwirthe gesunden, bei denen dieser K inderhandcl betrieben wird. Die Preise sind verschieden. Ein kleiner Junge wird für einen Franken den Tag verliehen, ein Mädchen Zur zr?ei Franken. Hübsche Mädchen von nenn bis elf Jahren werden hoher, selbst bis sechs Franken und mehr bezahll. Dieselben werden dazu gebraucht, Blumen auf den Boulevards und in den vornehmen Stadttheilen zn verkaufen, d. h. nntcr dem Vorwand des Anbietens derselben zn betteln. An Festtagen, wie Nenzahr, Palmsonntag. Astern, Psingsten und am Natisnalfest. werden manchms! sechs bis acht Franken für ein hübscheS Madchen gezahlt. Die Eltern streichen das Geld ein und erhalten ihre &mm oft erst spät Abends zurück. Den Tag über erhalten dieselben ron den Mieiherinncn zn essen, je nach Umstän den, leiden Noch, wenn der Ertrag des BettelnS gering ausfällt, was jedoch fellcn der Fall ist. Denn alle diese Mietherinnen sind abgefeimte Bettlerinnen, welche stets ihr Ziel erreichen. Abends beirinkcn sie sich mit ihren Männern, welche ihrerseits den Tag über irgend ein zweifelhaftes Geschäft treiben, wenn sie das Herumlungern nicht vorziehen. Deshalb ist cS auch feiten, das; Männer Kinder zum Bettel' leiben. Wahrend deS Winters steigt die Zahl der zum Vetteln geliehenen Kinder bis SüOO, im Sommer sind es nur 2000. So Herr Berru. Das vcn ihm gewünschte Gesetz wäre nur theil-, weise nöthig, wenn in Paris das Gesetz über den Schulzwang durchgeführt wäre. Denn dann könnten ohne Weiteres alle Kinder über G Jahren, welche beim Vetui betroffen werden, festgenommen und der Sckule zugeführt werden. Aber für den Schnlzwang genießt Paris, wie in so Vielem, eine Ausnahmestellung. Das beiressendc Gesetz ist ausdrücklich nicht in Paris eingeführt. (Sntfaguttg und Trost.
Ein alter Kiebitz faß auf JeversFlur. Zie einsam fublt er fidi. wie l'cfcftien0s durchstossen ' Schier abgestorben schien ihm die Natur. K erntn achtet er der nahenden Genossen. Die rücken mit wildem Schrei zu Leib. Was soU'S! so ruft er ihnen barsch enlgrgen. Sie schrei'n: Verrath! Die Kiebitzin, Dein Weid, will dieses Jahr partout uicht Eier legen! Was braucht's der Eier? fragt der Kiebitz dumpf. 's ist Frühling! rufen darauf wild die Andern, siehst Du denn nicht dort brib btn an dem Sumpf die Händler aus der Swrr schon spähend wanderu? Das Kioiyei ist weit und breit begehrt; sie suchen es für ihre noblen Kunden, und jeder Kiebitz fühlt sich hoch geehrt, daß seine Werke so den Leuten munden. Da schüttelt trüben Blicks fein greises Hauvr der alte. zähe, welterfahrene Necke: 'S ist Unsinn, Kinder, daß Ihr Euch beraubt für solche profanen Zwecke. Ja. früher war'S, wie ich nicht leugne will, einander Ding, da lebt ein Mann iin Staate, dem jedesmal am ersten des April sich ein Geschenk vom Kiebitzstamme nahte. Der Eier Hunderte! ö bracht' inan ihm dar, o oft sich ein Eeburtstagsfejt erneuert. Wir haben zn der Gabe Jahr um Jahr fast bis über uns're Kräfte beigesteuert. Das hört nun auf. llndankbar ist die Welt Brauch ich Euch das besonders noch zu lehren? Wenn jeyt mein Weib daö Legen ringestellt, so kann und werde ich es ihr nicht kvehren. Wie rissen da die Andern auf ihr Maul ! Wie decket ihr Gesicht des Zornes Blässe ! Faul ist das Weib, so tönt's, und nichts als faul! Sie schüöigt unser w ir:h stha f stich Interesse ! Mein Weid ist gut. der alte Kiebitz spricht, hilsrekch und edel, frei von allen Fehlern; wenn auch die Lästerzungenach ihr stich?. Ihr werdet wahrlich ihren Ruf nicht schmälern. Gönn! Nuhe ihr, und Achtung vor ihr hegt; nicht ziemt es Euch, ihr Unbill zu bereiten: Denn wer l'em'Besten ferner Zeit gelegt, der hat eleat für alle Zeiten ! (Berliner XU) Unter den N e w PorkerVierhundert erregt jetzt die Frage eine tiefgehende Bewegung, ob Mrs. Ckeveland der erste Platz bei festlichen Anlässen gebührt und ob sie den Vorrang in de? Gesellschaft bei der Herzogin von Mascdoreugb, ehemalige Hamerslev. welche sich in der Metropole zur Regelung geschSltlichcrAttgclkgenhcitenaufhält.haben soll. Bei dem großen Gesellschaftsball im retflosi.'knttett Winter erkannte Eol. A Lister-, welche? in solchen Dingen tonngebcich ist. MrS. Cleveland die Ehre der ersten Dame zu. TrikikersZweifel. Mann seine Flasche in der Hand haltend): Der Arzt hat mir Cognac verordnet, und ich bade mir nun welchen gekauft. Wenn ich es jetzt aber nur recht mache ! Soll ich die Flasche in einem cder zwei Meint nnnchmw? '
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Sttttcr nnX das Golrl znv. Snttcrs Helkunft. Ein ge:??cktcr Junge. Thalnäricb. i1 Jahr! auf der Rm nach Californi::,. Die s)riwdzmg von Sa cranzenlo. (oldfund in Cownla. 'D:c Vesicdclung des Gold!a::dcs. Undank ist der Welt Lobn. Mit der Geschichte von Ealifornien, dem Gold- uud Wunderland der westlichen Helnisphäre, ist der Name eines ManncS innig verknüpft, dessen Wiege in der deutschen Schweiz gestanden und welcher im Qdenwalo erzogen worden ist. Keiu Deutsch-Amerikaner wird lange zu rathen haben, wen wir meinen, denn Jedem ist die geschichtliche Thatsache bekannt, daß der Schweizer John A. Snt ter der amerikanische Jason war, welchtt das goldene Vlietz entdeckte, oder nm deutliche? zu reden, daß auf General Sütters Farm im Saeramento-Thal der erste Geldfund gemacht wurde, welcher der Ausganzspunkt für die MasienausWanderung nach Californien. die ungemein razche Vesiedclung und das merkwürdige Ausblühen des damaligen Territoriumö wurde. Jo?n A. CuN:r. John A. Sutts? wurde im badifchen KreiLamt MoSbach als Sohn eineö Schweizers aus dem Aerner Oberland im März 180 J geboren und besuchte das Gymnasium in Schwabisch-Hall. wo er sich sowohl durch seinen geweckten Sinn und Lernbegmde, als auch durch ritterliche Künste auszeichnete. Sein abenteurerischer Geist und die Sehnsucht nach fremden Landern weckten die Reiselust in dem jungen Sultcr, welcher bald, nachdem er zur Selbststandigkeit gelangt war, die Ikeife über den Ocean nach deut fernen Westen Amerikas antrat und von N-ew Vrk feinen Fuß nach Missouri fetzte, wo er sich, nach kurzem Aufenthalt, einer Earawaue der American und Rocky Mountain Für Eo." anschlosz, deren Ziel Vancouver in Britisch - Eolumbia war, wo er nach langer beschwerlicher Reise wohlbehalten mit sechs Gefährten eintraf. Die anderen waren unterwegs gestorben oder liegen geblicbcn. SutterS Reiseziel war Ealifornien, welches damals nur wenig und ihm auch nur aus de? Schilderung eines spanischen Mönches bekannt war. Sein Sinn strebte nach neuen Entdeckungen, sein Jugendtraum war, ein zweiter Eolumöus zn werden. Da er kein eigenes Schiff ausrüsten konnte und keine Segcloerbindung zwischen Columbia und Ealifornien enstirte, so schiffte er sich nach Honolulu ein, um von dort nach dem Lanoe seiner Sehnsucht zu gelangen, doch fand er sich hierin enttäuscht, denn dort fand sich keine Gelegenheit, wohl aber ein Walsifchfahrer aus Ealifornien, mit welchem Sutter nach Sitka. Alaska, ging und dann nach 'Zerba Buera, dem jetzigen San Francisco, wo die merikanischen BeHorden ihn nicht landen lassen wollten, so daß er Passage nach Montcrey, damals dem Sitz deS Gouverneurs vsnCalifornien, nehmen mußte. Seitdem er Missouri den Rücken gekehrt, hatte er 11,000 Meilen zurückgelegt, und dazu anderthalb Jahre gebraucht. Jetzt kann die Reise in ungefähr 4 Tagen gemacht werden. Ca JranctSco. 18 w. Nach langwierigen Unterhandlungen gelang es Sutter, von dem damaligen Gsuveraenr von Ealifornien, Alvarado, Erlaubniß zu erhalten, im Sacramento Thal eine Ansiedlung zu gründen, jedoch nur unter der Bedingung, das; er eiq Fort zum Schutz der Ansiedler erbaue. Sntter brach im Herbst des JahceS 1839 mit drei Weißen und sechs 5?anaken nach dem Sscramento-Thal auf und gründet seine Ansiedlung auf einem herrlichen Punkte unweit des Zusammenflusses bei American und Sacramento, dort wo jetzt Sacramento steht. Dieselbe wurde von einer Höhe beherrscht, auf welcher General Sutler sein Fort anlegte, welches nach allen Regeln der KricgStechni! erbaut 'und mit vier Zwanzigpfündern armirt war. In der Mitte desselben erhob sich Sutlers Hauptquartier mit den Speichern für die Verpflegungsmittel und die Waaren, welche er von den Indianern eintauschte. Auch ein Wachte haus, ein Kerker, eine Mühle, eine Kapelle und eine Branntweinbrennerei befanden sich dort; letztere mußte jedoch geschlossen werden, da das Feuerwasser die Indianer demoralisirte und zn viel Unheil anrichtete. Das Fort ist jetzt niedergerissen und die Erde zum Dammbau in der Flußniederung verwendet worden. Sutter wußte sich die Freundschaft de Indianer zti gewinnen und zog si: bald zu seiner Eulturarbeit heran. Er bracbte eine Anzahl feiner rothhautigen Freunde dazu, sich in der Nähe des Forts 'seßhaft zu machen, und unterrichtete sie in den Künsten deS Friedens. Für seine Producte bot ihm eine große russische Factorei an der Vodega-Bay, einige achtzig Meilen nordlich von San Francisco, einen lucrativen Markt. Diese Factore!, uf welcher die Russen auch ein Fort angelegt hatten und von welcher sie ihre Stationen an der PacisicrKüste mit Werzen und Roggen versahen, roar den Mexikanern jedoch ein Dorn im Auge, und so kaufte Sutter dieselbe und verlegte sie nach Sacramento, wo er auch die Erbschaft der Russen in Handel und Wandel antrat. Hierdurch hob er nicht nur s.we Anse'zlung ganz bedeutend, sondern er-
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VHVWMDMMZWWMM U.l.VHlJlsi wies auch der merikanifchen Regierung einen großen Gefallen, roelche lange :nit neidischen und argwöhnischen Augen ans die Nüssen geschaut hatte. Mittlerweile bükte sich die Kenntniß von Snttcrs Ansiedlungser folgen in Kansas und Missouri verbreitet, welche damals an der Grenze der östlichen Eiöilifation lagen, und jede Ueberlands Earawane brach: neuen Zuzug. Aus der Ansiedlung wurde ein groszeS Dorf und Sutter mußte eine Sägemühle anlegen, um Bretterhäufer und Laden zu bauen, da die alten Blockhäuser den Weißen nicht mehr genügten. Als der geeignetste Platz für die Mühle wurde eine waldreiche Stelle an dem südlichen Quell fluß des American, einige fünfzig Meilen von Sacramento, befunden, von wo das Bauhol; ohne Mühe noch der Ansiedlung geflößt werden konnte: Sutter betraute mit dem Bau einen Amerikaner Namens James W. Marshall, welcher einen Mühlentcich baute und zu diesem Zwecke das Wasser des Stromes in einen Graben leitete. Mafhall legte zwei Schleusen an, um den Zufluß und Abfluß des Wassers zu reguliren, und als er emcs Tages das Wasser aug dem Graben abließ, entdeckte er in dem Schlamm am Grunde einen Niedcrschlag von Stein und Geroll, in welchem sich blinkende Goldkörner vorfanden. Er eilte mit seinem Funde nach Sacramento und legte denselben seinem Freunde Sutter vor, welcher durch Probe mit Säuren constatirte, daß die Körner echtes, lauteres Gold waren. Beide beschlossen, die Sache geheim zu halten und die Entdeckung für sich ausznnntzen, doch scheiterte ihr Plan an der Schwatzhaftigkeit eines Weibes. Marshall hatte nämlich in seiner Herzens, freude eine Frau Meiner, welche ihn und seine Leute in dem Wiühlen-Eamp beköstigte, von seinem Funde Mittheilang gemacht und ihr ein Stückchen Gold von der Größe einer Erbse geschenkt. Frau Meiner wusch gerade au dem betr. Tage und warf das Gold in die kochende Lange, um zu prüsen, ob es wirklich echt sei. Als sse sich hiervon überzeugt hatte, entdeckte sie ihrem Mann das Geheimniß, im di.s'-r verrieth die Kunde, welche sich wre ein Lauffeuer durch die ganze Gegend verbreitete. S - ! !- , V .-Uii 'T jiü--eut:i3 Sflütjls, 1343. Die Ansiedlung i:n Saeramento-Thal war bald wie aukgestorben. Alles verr ließ Sutter tlttd elkte nach der Miihle. Siiemand wollte mehr arbeiten. Selbst die Indianer warsen Pstug und Sense bei Seite uitd zogen mit Hacke und Spaten nach dem Dorado, wo bald Tausende von Menschen sich ansammelten und Goldwäschereien errichteten. Meilen weit am Flusse entlang e, hoben sich Zeltlager und bald bildete sich eine formliche Weltstadt. Eoloma genannt, welche ein Bild deS regsten Lebens darbot. Von hier aus wurden Entdecknugstouren in die umliegenden Berge nnd Schluchten unternsnnnen und fast überall, in jedem Bach oder Strom, wurde Gold gefunden. Damals dachte man, daß der G!d reichthum unerschöpflich fei, und Ealifornien wu7de dr Zielpunkt aller Glücksjäger in allen Theilen der cioilisirten Welt. Zuerst kamen die Mexikaner ans dem benachbarten Sonora, dann taufende von Amerikanern aus Oregon, dann Kanaken von den hawaifchen Inseln und fast gleichzeitig mit ihnen Peruaner, Chilenen nnd Volivianer, alle begierig, etwas von den Schätzen zu ergattern, von deren Vorhandensein ihnen die Schiffe aus der Bai von San Francisco Nachricht gebracht hatten. Schließlich kamen auch noch Chinesen in hellen Haufen. so daß Gouverneur Bigler der californischen Legislatur den Vorschlag untcrbreitte. ein Eittwauderungsverbot zu erlassen, was jedoch mit überwältigender Mehrheit abgelehnt wurde. Ein halbes Jahr später wälzte sich ein u'iunter brochener Strom von Menschen über die PlainS- und die Fclsgebirge nach dem Goldland. tMf TO -CiBp' &JL-i--r .i:r r-s Tacrau'.euto. 1343. Alle Staaten des Ostens und Westens, und alle Länder Europas stellten ihr Contingent zu der aus allen Nassen der cioilisirten Welt zufammengesetztenWanderfchaar, die sich gleich einem großen Heuschreckenschwarm in das Goldland ergoß, NM in einem Jahre soviel zu erringen, als ganze Geschlechter vor ihnen in Jahrhunderten nicht erarbeitet und erspart hatten. Vielen ist eS geglückt, viele sind clcud zu Grunde gegangen, keinem aber war ein traurigeres LooS befchiedcn, als Demjenigen, welcher von Rechtswegen der Glücklichste aller Sterblichen hätte sein müssen, wenn Gold den Menflhen glücklich machen kann, General John A. Sutter. auf dessen Grund und Boden der njleMoldlund gemacht wurde, ist , vor einigen Jahren in Pennsylvanien in größter Dürftigkeit gestorben. Er hatte eK!! nicht verstanden, aus seiner Entdeckunq Nutzen xx ziehen, und der StaatIalifornien, izu,dessen5Große k, r.i C .: . V' C . , i nno vomnano 1 n vc runo getegr hatte, fand ihn mit lumpigen tz200 ad. Sein Pen sionsgesuch wegen seiner Dienste . m ,m r r 'l1 1 ' ,: ;l r ' v' 1 V' i" f für das Land hing , lange Jabre in der Schwebe,' und als eö endlich bewilligt
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sS3 saeeagiiaae; wurde, da brauchte Sutter die Pension nicht mehr. Er lag schon auf dem Krankenlager, das für ihn zum Sterbebett werden follte, als die Nachricht von der VerwiUigung eintraf. x . i f. Visu. HNzM Can Sranriicp, 1640. r. m rMfr tT?r t mtt Taut I v. i(Li., 4vr- - ' - , sende reich, unqeheur reich gemacht hatte, k mußte den W'ermmhS - Becher bis zu? Ult-tt,-. C!:- ..;r.ri.i. N ift vniyc uuytwiii. eben der Welt Lohn. TchtteeballeoZikciez:. Bezüglich der in Berlin seit einiger Zeit grafsirenden sogenannten Schnee-ball-Eollccten" wird beut Berliner Tagbl." aus dortigen Universilätskreifen geschrieben: ' Seit einiger Zeit gehen mehrfach sogenannte Schueeball'Colletten" um, auf welche es sich verlohnen dürfte, die allgemeine Aufmerksamkeit zu lenken, da nicht nur 'ein großer Theil des Publikums von ihnen heimgesucht wird, sondern auch ihre Tragweite leicht höchst' bedenklich werden kann. Dlefe SchnecballiEollecten gehen von einer meist den höheren Kreisen angehörenden Person'. A, aus, welche sich nennt, werden vn ihr zunächst an zwei andere, B, von diesen je an zwei andere, E. von diesen wieder je an zwei, D, befördert, bis ein bestimmter Buchstabe erreicht ist. Dann geben die zuletzt Bedachten ihren Beitrag gewöhnlich eine Mark, mitunter etwas weniger an die Vorletzten, diese legen ihr Scherflein hinzu und befördern "Alles an die Trittletzten und fo weiter, bis endlich fl wieber erreicht ist. Jeder Einzelne zahlt also nur den einfachen Geldbeitrag, inuß aber, wie es in dem Schneeball. Briese heißt, diesen zweimal abschreiben und, mit seinem Buchstaben bezeichnet, an zwei Repräsentanten deS nächsten Buchl'taben schicken. Hierbei nennt er nur sich, so daß Niemand die zwischen A und seinem Vormanne liegenden Glieder ken? nen lernt. Das Gefährliche der Sache liegt selbstverständlich in der ungeheuren Ausdehnung. welche diese unter sportartigem. scherhaftem Anscheine ausgeübte An der Ansbeutllng der Prioatwohlthätigkeit erreichen kann und erreichen muß,' sobald eine längere Reihe von Buchstaben-auch nur mit annähernder Folgerichtigkeit durchlaufen wird. DaS Anwachsen der Zahl der Beisteuernden nnd der aufgebrachien Summen gebt nämlich nach demselben Gesetze vor sich, wie bei der bekannten Aufgabe, die Felder deS Schachbrettes erst mit einem Wei;enkorne, das zweite mit zweien das dritte mit vieren, das wtnut acht u. f. f. zu be legen; lange bevor das letzte Feld erreicht wird, ist. wie man weiß, mehr als alles auf der Erde vorrathige Korn verbraucht. Da nun in der That Briefe verschickt sind, welche das ganze Alphabet durchlausen sollten und auch richtig bis nahe an Z gelangt waren, so folgt mit Nothwendigkeit, "daß, bei vollständiger Durchführung deS Verfahrens die Anzahl der Z sich auf mehr als 1G Millionen, die der fämmtlichen in Mitleidenschaft zezogenen Personen auf mehr als 33.$ Millionen belänst. also bei dem Ansätze von I Mark, auch die Summe des ErtrageS der Eollccte über 33$. Millionen Mark beträgt. Geben wir nun auch zu, daß eine ganz vollkommene Ausführung des Planes mindestens sehr schwierig sein würde, fo ist doch klar, daß die aufgebrachte Summe sich möglicher, fast wahrscheinlicher Weise sehr hoch, in die Millionen, beläuft, und was das Schlimmste eö fehlt jegliche Conlrole hinsichlich ihres thatfächtichm Betrages, ihrer Verwendung n.f.w. so lange das bis jetzt geübte halb geheime Verfahren nicht einem völlig offenen Platz macht, und fo lange Collectcn dieser Art ohne Kenntnißnahme irgend welcher Behörden betrieben werden. Mag der Charakter und die Stellung der Unternehmer immerhin eine Absicht berSelbstbercicherung ausschließen, so ist voch Niemand sicher, daß nicht die mit seiner Beihilfe zufammengeschaffken Gelder zu ganz anderen Zwecken, als den angegebenen, benutzt werden. Wenn z. B. für eine auf 2s Buchstaben berechnete Collecte als Zweck lediglich die .Gründung eives Wittwenhelms- angegeben wird, so ist es doch von vornherein ansgeschlossen, dasz alle die einzusammelnden Gelder und vielleicht Millionen nnr dazu verwandt werden. Wo bleiben sie? . .Angesichts dieser Frage'und der That; fache, daß die große Einträglichkeit'der Schneeball-Collecten schon vielfache Nachahmungen veranlaßt bat,' glauben wir das Publikum zn kräftiger SelbstHilfe ausserdem zu Msscn. Nabbi Eliesar, ebenso be: kannt settleSScharssinns, als seines Körperumfangs wegen, besuchte einen Glaubensgen offen, und dieser setzte ihm Wein vor. Eliesar leerte drei Gläser hintereinander. '.Ei, n!" sagte jener: .erinnerst Du Dich nicht, was die weisen Männer gesagt?" Was sollte ich nicht?" lautete die Antwort: .Aber die weisen Männer gestatten Ausnahmen wenn sie verbieten, einen Becher auf einen Zug zu leeren, und diefeS Mal ist ein .dreifacher Grund vorhanden. Dein Becher ist klein, der ihn leerte ist groß, und Dein Wein schmeckt vorkresfÜch." ' ;. Als Kaiser Karl Vlm Jahre 1543 durch Frankreich reiste,, und ?n den Deputaten von Paris mlt icmci schön gesetzten Rede empfanqcn ,wurde hl welcher man ihm alle Dugendcst tirieS Regenten belegte, antwortete , k dem Redner: .Das große Lob, das Ihr uns spendet, ist uns deßhalb lieb, weil, es uns erinnert, wie wir sollten beschaffen fein. ' 'r-:.:1?
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I r"'t" yr (so; r? trin i'Z I ' . Jjr - ""H-Sr- , - ,,,? ( t fr- -:: d ' Jr X . A f. Visu. 1 -i'&i'
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Der grollende LNSmarS. rDa krauch ich nicht mehr hinein!' k 7 . sz W- m, ' vf i -t jr ix ji. ( L 'iil'tSl mm, t:H . Y T" Ä ,Vön Lauenburg mag ich nichts wissen ! vm F m w f r t? l 1 tv Je . fifta yVfS- SSe Nach Berlin gch ich nicht mehr zurück !" ,Mit dem mag ich nichts mehr zu thun haben!" y 1s.v j'vf TjaIjK i J iT&Aj Lv J JA tfJL-fi1l v Jhr Kibitze könnt mir auch gesiohlet werden ! " Do5 wär das Einzige, was mir noch Spaß mächte! ÄuS dem Thier!eben im Kriegs selve erzählt ein Mitkämpfer von 1370-71 im ueuesteit Hefk des Kampfgenossen Albums" folgende ansprechende Skizze: Seit Mitte September 1870 wimmelten wir" vor Paris. Alle Ans- und Zugänge vor d:m wälfchen Babylon waren qesperrt ziyt nördlichen Umschließungsgurs tel be: Raincr) an der großen, lanbumzweigten AveflUe, stand ein 'detachirter Posten und nnweit desselben hie Schild? wach, , vor'm , , Gewehr. -1 Eines Mittags im Spät-Octrber inspicirte ich die VorPosten, fand , Alles in dienstgcmäßer Ordnung und Pünktlichkeit; ; , nnr an vorgenannter- Aoenue - wachte sich ein so nderbar', unreglementarisch es An hängt': ,-ur f ' -.11.11: f.-.t: ii .i'jf!: ijf ',l '.jlJvV fel bemerkbar; etn Nledllches Mkezekaychen nämlich? welches heimlsS geworden, her auf- und nlederschreitenden Schild-
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Dache getreulich schmiegsam auf den Hacken folgte und jede Beweguirg derselbcn nachahmte. Das liebe sammetweieDing spazierte, zierlich pfötelnd, ftine dreißig bis vierzig Schritt in der Avmue geradeaus, beschrieb dann im Kurz kehrt deI Soldaten eine anmmhige Curve, folgte wiederum in entgegengesetzter Richtung nvd so unverdrossen lakaicnähnlich stunden-, ja tagelang, gleichmäßig wie der Pendel im Da kommt er her dort geht er hin ! Die Ablösungspausen wurden durch Schmcichelspiel und Fukterkost ausgefüllt. DaS liebe Thierchen wurde bald zum allgemeine Soldatcnlieöüug. So manches Kriegerherz fühlte seine heimathliche Erinnerung erwärmt durch dies sich treu anschmiegende Feldwach? miezel und so manch' ein leckerer Wurstzipsel siel in's Bereich der weißsammteNen Piötchen. So währte dies zuthunGliche Spiel anmuthig wohl eine Woche fang. Da mit einem Mal begann eine Verschiebung der Cernirungstruxpen nach Nordwest hin, wohl in Folge der AusfallsbedrohunFM bei Le Vourget; Schwarz-Grün ersetzte Blau-5Zoth, U wir nach kurzer llnterbrcchung die langgewöhnten Vorposten bezogen, geschah natürlich auch besorgte Umfrage nach Mictzekätzel; sie war verschwunden! Jede Nachforschung blieb länge Zeit ohne Erfolg. Endlich brachte ein biederer Sohn derWendei mit trübselig-komi-scher Grimasse die Kunde: ,De Schütz' ham fe gefrasseu!" Ueber daö Osterfcuer im mittlerenLavanthaleKarnthenS bringt Dr. Otto Groß im N. Wiener Tagblatt" die nachstehende Schilderung: Das Thal sieht in voller Blüthe der zahlreichen Ohstgärten ; das achthundertjährige Stift Sr. Paul sieht von seinem Kirchfelsen herab. Mitternacht ist vorüber, da beginnt es in den einzelnen GeHöften sich zu regen. Plötzllch zuckt irgendwo ein Blitz von der Erde gen'! Himmel, der Donner eines Böllers folgt ihm und füllt daZ Thal mit seinem Widerhall der Ostermorgen ist angebrochen. Nun erdröhnt rings von den Bergen der Donner der ländlichen Feiertagsböller nnd Alles, was nicht krank nnd siech an Bett und Stube gefesselt ist, eilt hinaus in's Freie. Hausväter und Hausmüttcr voran, das Gesinde im Gefolge, nimmt Alles den Weg zn den OsterHaufen", die wahrend der Eharwochc ans Strauchwerk, dürren Gezweig u. dgl. sind errichtet worden. Ist erst die erste Feuergarbe entzündet worden, dann reihen sich bald unzählige an, da und dort, von zu unterst an den Ufern der Lavant bis hinauf fast zn den höchsten Kammsirsten der Alpcnzüge zu beiden Seiten des Thales. Gefchieht es von ungefähr, wie als Schreiber dieses das Schauspiel zum ersten Male fah, daß, wie die Feuer eins nach dem andern auftammen, leichtes Gewölk den Sternenhimmel allmälig überzieht und der Mond verschwindet, fo wird die Wirkung der Osterfeuer ungemein erhöht und man mag wirklich fast des Glaubens werden, der Himmel sei mit allen feinen Sternen ans die Erde gefallen. Aber auch wenn die Sterne am Himmel fortlcuchten, thun sie dem .Himmel auf Erden" keinen Eintrag, die Sterne auf der Erde glänzen dann gleichen als Spiegelbild der ewigen Himmelslichter. Gegen drei Uhr Morgens denn manche Osterhaufen" sind ziemlich weit entfernt steht endlich das ganze Thal in Feuer uud all' die Zeit lang hat wahrer Schlachtendonncr die Luft erfüllt. Ich habe, die Feuer eines wohl umschriebenen ThalabfchnitteS genau abzählend und danach einen Ueberjchlaz machend, einmal bei sechstausend Osterfeuer feststellen können. Es bleibt aber nicht blos beiden brennenden Osterhaufen schlechtweg. Manche derselben sind in künstlichen Gestalten, insbesondere ls riesige Flammenherzen und Flammenkreuze hergestellt, und an derwärts sammeln sich die Leute zum Feuerreigen. Rainauf, rainab bewegen sich feurige Schlangen; in ruhigem Schreiten, oder hüpfend und springend ziehen die Fackelträger durch die Nacht. Endlich ertönt 'auch Musik und dazu die Klänge des Osterliedes von dem erstandenen Heiland und wieder leises Summen von vielen hundert fromm betenden Lippen. Zuletzt gehen Singen und Klingen nnd Beten und Jauchzen in taus n? facht? Vermischung in einander über, wie die sprühenden Funken der Osterfeuer all über das Thal und die höhen hingeweht werden. So vergeht die Nacht und mählich verglühen die Sterne am Himmel und auf Erden, die Glockenklänge deS .Angekus" schallen vom Thurme und vor ihnen verstummt all das andere Singen und Kirn gen, das die Nacht hindurch gedauert. Cs ist Ostermorgen geworden. Die schweren Mörser von der Schloßhöhe in Wolföberg dröhnen langsam und schwer über das Thal und wecken das Echo aller Glocken uud Glöcklein in allen Kirchen nnd Kapellen und ein neuer Cborus er-. klingt und läutet den Ostertag ein. DaS ist der .Fcuerzauber" der Öfternacht im mittleren Lavantthale. Wir haben uns bemüht, ihn getreu nach der Natur zu schildern, ohne irgend welche Zuthaten der Phantasie. Wie sehr wir dabei hinter her Wirklich keit zurückblieben, sind wir uns gar wohl bewußt. Davon wird sich Jeder überzeugen, der eine Osterfahrt in das .Paraties von Kärnthen macht, um selber zu sehen. , Ein anderer erhabener Brauch, der aber allerdings noch'1 nachhelfenden Kunstverständnisses höherer Bildung beharf, um in gleicher Weise wirksam und bedeutsam ?zu werden, wie die Spiele in Obcrammergau oder - jene von Brix? legg in Tirol, sind die Christi Leidenspielt," welche an verschiedenen Orten in Sa'.ntheri'um die Osterwoche flufgesührt Werden. Heuer habenzum Weifpiei die winhischen Bauern von Köstcnbetg am Tauern (zwischen Velden und Ossach) dreimal: in.Pörtschach an dem See gespielt. 1 . i . : ' " E r k l ä rn n g. Ballet . - Elevin (zu einer älteren Tänzerin): .Fräulein Fanny,, Mas !st ehret ? " Tänzerin: .Dummes Ding k Das ist ein Herr, der Einem 'was per ehrt!"
VegeZarkaner-Polemir. Bor einiger Zeit machte der veqetaria Nische Apostat Dr. JlannS die Rnnde durch die Blätter und frischte die Er inuerung an diese diätetische Secte auf. Außer ihm hatten sich züngsthiu andere Mediciner dem Vegetarismus zugewandt ; sie verfechten denselben in maosllcrer, genießbarer Weife; wir nennen unter ihnen Dr. mcd. Lahmann, Besitzer eines Sanatoriums bei Dresden, der durch seine baumwollene Neferm:Walche bekannt sein dürfte. Neben Dr. JlanuS hab?n jedoch auch Andere schlechte Erfahrung bei dieser Lebensweise gemacht ; in den .Münchener Reuesten Nachrichten" erschien eine Kritik deS Vegetarismus von B. Gloan. einer Berliner Schriftstelleritt. Die 'Anschauungen der Dame -sprechen nicht jo zu Gunsten der Vege tarianer, wie diese wehl wünschen. Sie erzählt, daß sie hausize? in ihrem Bekanntenkreise Abmagerung. Blutleere und Energielosigkeit als Felgen der Diät beobachtet habe; ja sie habe Menschen daran zu Grunde gehen sehen. Diest Behauptungen haben den Zorn der Vegetarianer geweckt. In Nr. IV. der vegetarischen Rundschau von 1890 findet sich eine Replik von Dr. M. Klein. Vorstehe des Berliner Vegetarier-Vereins. Wir lassen .den Werth der Pflanzenkost ganz dahingestellt; wir wollen nicht erörtern, ob die vegetarischeVewegung ein erfreuliches Sympton ist, oder ob man in ihr ein Zeichen von Altersschwäche zu sehen hat. ähnlich wie sich in den Zeiten deß ro:nisehen Verfalls an die üör'ge Reaction, welche aus oem Ekel und Ücberdruß an den Maßlosigkeiten entfprang. in Senec.,. Plntarch und PorphyrinZ auch die vegetarische Kahne erhob. Sie verschwand wenigstens später, und erst lange nach dem AuSklingen der mittelalterlichen Blüthezeit zeigen sich Spuren von ihr. Vossukt, Feuelon, weiterhin Newton, Voltaire und Lamartine weifen, ohne daß sie Vegetarianc? gewesen wären, wieder diese Neigungen auf. Dr. Eheyne-Stoke, Shell:) und Byron sind die weiteren Tröger dieser ethischen Bedenken wider das Fleischessen. Wir sehen aber, wie der Ethik aus den Bedürfnissen des Menschen entspringt; in gröberer Weife, als man zugeben geneigt ist; die letzten drei wurden ihrer Es?pulenz wegen wirklich Vegetarier. Byron cichtcle sich mit seinen AdmagerungSversuchen zu Grunde; er starb, cchlunddreißig Jahre alt; man. fand seine Or gane greisenhaft gcschrmnpft. In Deutschland ist als Vertreter' dieser Michtung Baltzer zu nennen. Es ist sicher ein Unterschied, ob man. wie' die extremen Vegetarier, von Obst und Brod und höchstens Olivenöl lebt, oder ob man alle Erzeugnisse des Pflanzcnreiches, ja auch Milch und Eier benutzt. Und wenn auch die schlechten Folgen sich hauptsächlich an die erstere Art anknüpfen, wenn auch hierbei ein and. iel. O. D. nach anderthalb Jahren unbekehrbar zu Grunde zing. fo ist e$ einerseits verfehlt von Dr. Klein, diese Folgen vom Vegetarismus abwälzen zu wollen, denn in Wort und Schrift macht sich überall das Streben nach diesem Ertrem gellend. Andererseits ist die Art und Weise, wie Dr. Klein der Schriftstellen Vertha Glogau entgegentritt, wenig geeignet, unsere Achtung vsr den Vegetariern zu heben. Gleichsam mit dem Dolche in der Hand fordert er Beweise von der Dame, NamenSnennungm ; und anstatt diese nur abzuwarten, redet er von Leichtfertigkeit, Verleunkdung und Altjungsernge rede. Damit dürfte der Herr nun als erster die Ausführungen Bertha Glogan'S über die Nervosität und Ungenießbarkeit vieler Vegetarianec in blühendster Weife belegen. Er erscheint wie ein Abzefandter einer rächsüchtigen Vehme, der Ladung und Dolch ? gleich in daS Herz deZ zu Nufeade heftet. Bertha Glogau hat sich durch Nsvellen und Kritiken in der Schriftstellerweit einen achtenswerthen Namen erworben. Sie kann sich nröglicherweifeHu der Auffassung dieser oder jener Erscheinung bei vegetarischer Lebensweise irren. Aber Dr. Klein hat durch leine Ergüsse bewiefen, daß er nicht der gecignte Mann ist, mit ihr darüber zu streiten. Sollen wir übrigens Dr. Klein an den Vegetarier erinnern, der in der Stadt nicht fertig wurde mit seiner Diät, der von Land zu Land zo, und jetzt am Berge Athos sich der südlichen Sonne nnd seine GemüsegartcnS erfreut? Er erklärte selbst, daß nach seinen Beobachtungen der Vegetarismus nicht für die Großstadt zu taugen scheine. Auch int Uebrigen ist das Auftreten des Vorstehers der Vegetarianer wenig geeignet, Zutrairen zu erwecken. Dr. Klein warf bei GeleZenheit der JlanuSsache in der Vegetarischen R'nnd schau den Universitäten vor, es wehe eine greisenhafte Lust an ihnen. DaS ist für jemanden, von dem Samtäts-Rath Niemerjer sagt, er sei als Ltuä. xerennes, ohne an die Eramina heranzugehen, an die Spitze der Vegetarianer getreten, uundestcnf, " . lehr verdächtig. (Berl. .Vorstn-Courier.) Ein Weinproducent und Geinhändler in Neustadt a. Haardt, Herr Eduard Witter, ebenso dekannr,, durch seine Weine wie durch die originellen Knndgebungen an seine Kundschaft, schwingt sich Neuestens zu folgendem Be-' richte empor: Der ILStter Jahrgang ercab einen Wein wie Sammet, voll relfer Süße, schmeichlerischer Fülle, har-. monifcher . Rnndung, in ' den besseren. Marken t'iz Wonnetrank molligster Schlürflust. Die Spitzen al er. die hochfeinen Auslesen dieser verschichenen , Jahrgänge sind seltene Größen, vornehmlich rassig und leuchtig, milde und scelcnerquickend, wiedergebend den 1 t'W' "t ' n , 'I empfangenen Sonnenstrahl vollendetücr., edelster Ausreifung u. s. w." HoAents sich haben seine eigenen Weine den .Gefchärtswann zu dieser ZchwUnZvsllen We. ' Hcgeistcrt. . - - Beim Rekruten- Erer ciren. Sergeant: W:nn jetzt, 'der ' rt'Tl 1f --! :'! " J'-.ISi r ',""14 " Herr Major Euch mzpmrt, jo zperrt die Augen auf. hebt die Aasen hoch. , geht , Mit den Kop fen nach und schaut ihn ver-' gnügt an! Kurz, wenn er auf seinen: Dchinrmel,,,die.HröKrntlang,,,,M!e so l- ' l -K' r ' -: ftt . lh ' ! !! . , fm ,' mußt Ihr Gcstchtcr machen, a!S ob rn. saftiger Braten Vorbelgetragen würdet .
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