Indiana Tribüne, Volume 13, Number 205, Indianapolis, Marion County, 13 April 1890 — Page 4

ft!:,'-';!! ..... ....- m MJiij'f.lWiii.iäi.ij.i II I p Ifl1:,::,;!!:; rr iirisMü::!!:'1:!!!;!:.!;;!-!! ü illlS'Ehfriiiig!-: :i. 1 '?'!:!; gj' "it. -:. ii!ii!i!,!i'!!:i;i3iliii.ii;:i!t!i::i!i: !i:1i:; K.pWchiAl 3 !;,l!iii.:;!tlii?:::l:;i,:!!' ! lu! JH ii "' yk iiilfityii l

KVM ?

i:

Bif M'- & V . :; t f K :'"X'

a r

,i t,i i-i ju - ' "' i 'l",.- Jw.-i - v. r i

Zndlana Tribune. ii . Qonntegö'OuSgabe p0ft L30 S. Zarvlandgr. JndicmspM, Ind., 13. April 1890, ; Sls Fremder bei OllmatW Vou.tzl. Unter den vorletzten Freitag Habe ich ln meinem Kalender einen dicken rothen Strich gemacht. Ein Wunsch ist mir in Erfüllung gegangen, den ich länger als !ehn Jahre in mir herumgetragen habe. Ucberall in der neuen Welt hatte er mich gequält, dieser Wunsch, wie der Durst einen Pilger in der Wüste quält. Wenn ich in Californien im warmen Sande deS Strandes lag und mir die Plaudernden Wellen des Stillen MeereS Grüße aus China und Japan brachten ; wenn ich im südlichen Colorado im Salbeigebüsch nach Hasen und Kaninchen suchte oder am Broadwau in New Jork den Pulsschlag eines rastlosen Erwerbslebens zahlte überall trug ich den alten Wunsch in mir herum, der in mir an dem Taee entstanden war, wo ich in München ,m Atelier Franz Lenbachs seinen eben fertig gewordenen Vismarck auf der Staffelei stehen sah. Das Bild gab mir den Ruck, den ich allemal empfinde, wenn ein großer Maler, sei eS ein todter oder ein lebend! ger, die Seele eines Mannes vor mia) hinstellt. Dann fühle ich allemal wie die braven Jungen auf der kalten Nachtwache im Beginn des .Hamlet". Der Maler ar ernen Geist beschworen und wsjestättsch, von den Schauern einer ndern Welt umweht, schreitet er an mir vorüber und erkältet mir das Mark im Gebein durch seinen strengen Blick. Lange stand ich damals eS sind elf Jzhre her vor Lenbachs beseelter Leinand und hing mit saugenden Augen an dem Hirngebein", das in der Heschichte die Peterskuppel deS Gedankens der deutschen Einheit bedeutet. DaS Äild mit dem kräftigen SeitenlZcht in Lenbachs Atelier bei den Propyläen ; er selbst: die geschmeidige Gestalt mit dem scharfen Denkerkops, die kleinen Anekdoten, die er von dem Fürsten erzäblte, der so schwer zum Malen zu haben sei es steht noch Alles so deutlich vor mir, und im Hintergrunde schimmert die RubenZ skizze .Esther vor AhaSver", an welcher der Seelenmaler sein Wohlgefallen hat. Und ich gelobte mir in jener Stunde, ich müsse Ihn eines Tages mit eigenen Augen sehen, die Glatze, Augenbraunen, die Wülste unter den Auaen, die Bart stoppeln, Schnurrbart na eYerything. Sollte eS noch so viele Mühe und eine Welt von Trinkgeldern kosten, daS Ziel mußte eines TageS erreicht werden. Kaum in Berlin warm geworden, sah ich mich aber durch eine specielle Gefälligkeit der alten Kokette Fortuna plötzlich im Besitze der Möglichkeit, meinen Wunsch verwnkltcht zu sehen. Und zwar ohne Mühe und ohne Trinkgelder. .ES ksstet nur eine Mart, sagte'man mir. Sie gehen nach dem öreichskanzlerpalaiS, wo der Bazar für die Armen Berlins abgehalten wird. Das Entree betragt nur in Mark. Gestern war der Fürst über ine Stunde dort, heute wird er wohl uch kommen, aber vielleicht erst gegen 1 Uhr. Vor elf Uhr war ich an Ort und Stelle. Die Verkäuferinnen die fine fleur der Aristokratie waren au ihrem Posten hinter den improvisirten Ladenti schen und priesen wollene Jackchen und Ähnliche Kostbarkeiten mit schalkhaftem Lächeln als .sehr reell und preiswürdig" an. Die Damen waren im feinsten Geschmack gekleidet. Die Abwesenheit alles ttrmenden Schmuckes gab ihnen einen gedämpften, sein abgetönten Chic, und sze fanden si in ihre Rollen als Laden, jungfern mit der besten Laune der Welt. Kein Wunder: daS Geschäft ging von selbst, keine Ladenmiethe und keine Steuern! Die allerliebsten Comtessen und Baronessen waren überzeugt, daß sie überaus smart, ie ganz geriebene Kauffrauen aussahen, anstatt dessen aber war ihr Treiben ganz dazu angethan, die von Tisch ,u Tisch schlendernden Don JuanS uns AlmssioaS auf kühne Gedanken zu i ringen.... Und eS hatte nur richtig eine Mark gekostet, diese anmuthige ComSdie deS Wandels sehen zu dürfen. Spottbillig, eZ uohlthätigen Zweckes gar nicht zu gedenken. Und dabei die Hoffnung, daß der Hausherr des Palastes seinen viel kopsigen Gast, den Bazar der Armen, in eigener Person besuchen werde! Seine Gattin war schon lange an ihrem Tischt als sisrköeschäftigte Detailhändlerin tha, tig. Welch feiner, lebendiger, geistig pulsirtznder, blasser Kopf, welche distinS niete Erscheinung der harten Gestalt in em schwarzfeidenen chewandel Der inziae Mann, der dieser edlen Eleganz im Bilde hätte gerecht werden können, ist feit fast 50 Jahren todt. Er hiefc Anton Van Dzck. Und wer ist die tiefverschleierte Dame in Schwarz, die jetzt mit der Fürstin an den Tisch tritt, wo .die Kinderwäsche seilgeboten wird? Ein ideales Bild bürgerlicher Einfachheit, eine gütige Fee, die für ihre Armen" Wäsche kauft und einen ganzen Haufen taten uf einem Seitentische aufthür, m läßt. Still,' wie sie gekommen, schreitet sie wieder hinaus, geleitet von , her HuZf?au. Die Kaiserin Friedrich faxn nicht, um gesehen zu werden. Die Mille ist der feinste PZkrsum des WoZlthunS. Wo bleibt aber der weltberühmte tautherr? Es geht auf zwölf. Der !aal ist voll. Draußen lacht die Sonne, fett unverwüstliche Humoristin, die schon zu Zeiten der Pharaonen und des alten Homer über die Neuzierde der Menschen- . linder gelacht hat und noch Millionen Jahre lachen wird. Der Saal summt wie ein Bienenstock. Erregte Gruppen drängen sich gegen eine in die Gemächer des Fürsten führende Thüre.' Wenn er ' ksmnit, so kommt er da heraus,"" flüstert und roisxert es von Mund zu Mund. I dem Geräusche unterscheide ich viel kQNikanisch angehauchtes Englisch. 0K, won't he corne i WouIdnH ife be too feftd? . Immer siirker rvich daSUedrLna

-t'.ym. umptxwn zu. Da entZW Uch eine lebhafte Bewegung am 'anderen Ende des Saales. .D?rt ist der pürsl l höre ich rufen, und schon reißt mich eine Woge meist aus jnngen Damen beste hend, nach jener Selte hin. Wie si drängen können, die zarten Geschöpfe! Man sollte es nicht glauben. Das gibt einmal resolute Schwiegermütter. Aber die Woge hilft mir, ich brauche nur zu steuern, und ich thue es mit aller Macht, sest als Leuchtthurm den ehrwürdigen vnd gebietenden Kopf im Auge, der über der wogenden Menge emporragt, nach unten zu scharf abgeschlossen durch den breiten, dunkelgelben Strich desUnisorm krsgens. Ah, ich kenne sie, diese Formen, diese Züge. Ich habe sie an tau send Photographien und Bildern auswendig gelernt. Aber daS Leben ist doch noch etwas ganz anderes, als alle Nach' bildung. Wie gütig und ermunternd er auf das Treiben herablächelt, ganz der freundliche Hausvater, der Jedermann einladet, sich ganz zu Hause fühlen zu wollen, to be cornkortable. WaS tit jenem Lenbach-Bilde strotzende Kraft ge wesen, das ist nun väterliche, ja groß väterliche Milde worden. Na, eS kommt eben für Jeden die Zeit, wo er die Heldknrollen abgeben und zu den zärtlichen Vätern übergehen muß. Wer ist denn Alles Milde in diesem Kopf? Ich bin ihm jetzt ganz nahe. Eben hat er noch ganz rührend weich gelächelt, da schlägt er plötzlich daS Auge auf. Ah, das ist noch ganz 'Löwe, gerade ss, wie damals, als Lenbach eS studirte. Er gab sich solche Mühe, mir mit der Kreide zu zeigen, wie groß und sllkome dieser Augapfel gebaut sei. Jetzt wirft er auch die Schultern zurück. Diable! Da ist ein Blick für Reichsfeinde. Aber das dauert nur einen Gedanken lang, jetzt ist er wieder ganz das Entzücken der Enkel, der gute Großpapa, der alle Taschen voll Bonbons hat. Ist das ein Drängen und Wogen um ihn. Er kann ja gar nicht vorwärts. Vor wir steht eine kleine Blondine, von der ich nichts sehen kann, als die reichen Zopfe und das losiae Ohr, und wie sie sich um einen Blick des großen Mannes bemüht. Lange umsonst. Doch jetzt, jetzt lächelt er und nickt ihr gütig zu. Hei, wie ihr das Blut in das kleine Ohr schießt! Ich hatte Lust, zu versuchen, ob eS auch so brennend heiß sei, wie eS aussah. Ich stehe ihm jetzt so nahe, daß ich einen Wald krauser Härchen im rechten Ohre und eine Wunde auf der Wange unter demselben sehen kann, die Missetbat des Barbiers. Aber pfui, ich will ihn doch nicht als Naturalist beschreiben. Die Woge drangt mich weg, und ich kann ihn erst wieder erhäschen, als er beim Wintergarten anlangt. Dort wirft er einen Blick zum blauen, sonnigen Himmel empor. Dann endet er sich zu den Damen, die um rhn emen Halbkreis bilden, und sagt: Von dieser Seite w l ,ade ich dle Welt schon lange nicht geehen. Ich komme gar selten hierher." Dlese Worte sprach der Fürst halb für sich selbst. Dann sagte er zu den Damen: Merkwürdig, wie viel zahlreicher die Damen zum Einkaufen kommen, als die Herren. Shopping . . Nun faßte ich den kühnen Entschluß, Amerika durch meinen Unternehmungs aeist Ehre zu machen und mit echterHlan keekeckheit ein Gesprach mit dem Retchskanzler zu improoisiren. Durchlaucht sehm ja ganz prächtig aus, sagte ich. Na, bei Tag geht eS ja noch. Bei Nacht aber muß ich meine Schulden abzahlen durch Schlaflosigkeit." ES war gelungen. Ich hatte das Interview gestohlen, am helllichten Tage geraubt, eS war also mein. Nun war ts mir sür den Augenblick gleichgiltig, daß die robusten Schwärmerinnen mich weiter von ihm wegdrängten, konnte ich ja den hochragenden Kopf beständig im Auge behalten. Ich kriege. ihn schon wieder. Weg schwemmen ihn die Frauenzimmerchen durch den KaisersaaN Ich horte, wie sie von ihm erzählten und schwärmten. Eine kleine Brünette berichtete freudestrahlend, sie habe ihm Veilchen angeboten. Er hat sie genommen und halt sie noch in der Hand. Und wissen Sie, was er dazu gesagt? Dem kleinen Veilchen, daS im Verborgnen blüht, kann ich leider nicht gleichen. DaS hat er gesagt und dazu gelächelt!" Als der Fürst ans Vufset trat, kam ich ihm wieder näher. Eine reizende Komtesse küßte ihm die Hand, er zog sie an sich und gab ihr einen herzhaften Kuß. Na, sieh mal, die kriegt gar'n Kuß," körte ich eine neidische MädchenstZmme m der herandrängenden Phalanx von Brünetten und Blondinen sagen. In dessen hatte der Fürst am Büffet Platz genommen, und ich konnte sehen, wie er ein Butterbrödchen zum Munde führte und den Zucker in einer Tasse Thee um rührte. Dann griff er nach der vor ihm stehenden Cognacjlasche, besah die Etiquette und that einige Tropfen deS gel, be Saftes in seinen Thee, den er dann bedächtig schlürfte. Habe ich Sinn für moderne Geschichtschreibung oder nicht? Die Pest über alle feigen Memmen! Endlich erhob er sich, und die wogende Menge schob ihn langsam weiter. Ich trat an das Büffet, an dem der Kanzler gesessen hatte. Da stand noch sein, Tasse mit einem Rest von Thee und Zucker. Auf der Untertasse lag der Löffel. .Ich mochte die Tasse kaufen," sagt ich zu der rosigen Hebe, du erstaunt aufblickte. .Ja. was wollen Sie denn dafü, geben?' fragte sie. .Zehn Mark. sagte ich bescheiden, aber fest. .Das ist zu wenig." sagte Hebe. .Und dann ist die Tasse gar nicht zu verkaufen, sie gehört dem Ministerium Mein Gesicht mußte in diesem Augen klicke wie das bez SifyphoS aussehen, dem der tückische Block pxieder einmal in den Abgrund gerollt ist. Eine ebenfalls am Busfet thätige andere Dame der Himmel segne sie und erhalte ihr d! schönen, hellen Augen erbarmte sich meiner. .Ich will die Fürstin fragen sagte sie, ob wir die Tasse verkaufen dürfen. " ! Und schon hatte sich das lieblicheGelchöpf in daS Gedränge gestürzt, um eine Mis, t sion zu vollbringen, wie sie, allenfalls die Zkeanne d'Arc auSsensmmen. in der

Geschichte wohl nicht wieder vorkommt,' Bald erschien sie, ein freundliches LS, cheln im Gesicht, wieder auf der Bild fläche. .Ja, Sie können die Tasse haben faate sie. Ein elektrischer Schlag von 800 Volten ging durch alle meine Nerven. ES war sast zu viel deS Gelingens. Zuerst das Interview, und jetzt die Tasse. Der Grundpfeiler zu einem Bismarck- Muse um war mein. Ich griff nach der Tass und hielt sie fest. Sie sollte mir nichtmehr entwischen. Die lieblichen Damen wickelten sie mir fein säuberlich in Papier und im Nu steckte sie in meiner Tasche. Das that wohl. Andere schreiben Geschichte. Ich mache sie, wenn auch aus meine besondere Weise. Dann eilte ich mit meinem Schatz wieder dem Fürsten nach. Richtig, da stand er wieder im Gedränge der Damen, die ihn mit den Augen verschlangen. Jed, wollte ibm Blumen aufzwingen. 0h, pleaze!" rief ein kleines Bankee-Fräut lein. TMs 5s really beyond rny ca pacity," sagte der Fürst in trefflichem Englisch, ganz leicht mit deutschem Accent' angehaucht. Und dann zu einer Deutschen: Meine Hand ist zwar seine Damenhand, sie kann aber doch nicht so viel fassen.? Er hatte schon doppelt so viel Sträuße in der linken Hand, als Liözi Tasten greifen konnte. Dabei strahlte er von Güte und Freundlichkeit. Etnee Kleinen, die ihm absolut ihr Veilchen bouquet aufzwang, reichte er einen Hna: cinthenstrauß, um für die Veilchen Platz zu gewinnen. I have seen hirnl rief Hinter mir ein anderes Kind aus dem Dollarlande mit tieferglühenden Wangen. ES ist ein Wunder, dag er den kleinen Mädchen schließlich entmischte. Denn ohne Unterlaß schoben und drängten sie und trachteten darnach, ihn unter Blumen zu ersticken. Und sie meinten eZ damit so aufrichtig, so ehrlich begeistert, viel ehrlicher, als vielleicht manche Andere eS in diesen Tagen mit ihren massenhaften Blumenspenden meinten Endlich verschwand er in eine zu seinen Gemächern führende Thüre. Wie viele der kleinen Mädchen werden als Groß? mÜtterchen ihren Enkeln von seinem Lächeln erzählen ! Und die kleine Eomtesse. die er geküßt, sie hat das große LosS gezogen. Aber die Tasse, die habe ich, meine Herrschaften, anä don't you sorget it ! Ich trage sie meiner Frau nach Hause und bringe damit die einer Katastrophe zudrängende Frage wegen deS neuen Sammetmantels für einige Tage zur Ruhe. Oute Stuve" vetm Lteverend. (Eng fct.n .Clkvel. NiiZeizer'.) Traurig ist eS, aber wahr, daß der sich überall breit machende Deutschenhaß gerade unter denjenigen Männern, welche sich als die bcrufenen Prediger des Evangeliums der christlichen Liebe aufzUspielen belieben, die verbissensten Vertre ter sindet. Deutsche Veselligkeit und deutscher Genuß des Lebens sind, den Leuten dieses Schlages , zufolge, Ersin düngen des leibhaftigen Satans und füh ren zu der Untergrabung des FamilienlebenS. In ihrem pharisäerhaften Dünkel seh?n sie wohl den Splitter in der Augen anders Denkender, den Balken in ihren eigenen Augen jedoch nicht und wer nicht denkt wie sie, wird in Acht und Bann gethan. Die erbärmliche Heuchelei dieser Pharisäer treibt oft gar wunberliche Blüthen und unschwer ist das leitende Motiv, das Haschen nach dem allmächtizen Dollar, zu erkennen. Das Widerlichste, was je von einem dieser Herren geleistet worden, ist' wohl die Geschaftsanzeige" eines hiesigen Reverend, die im Laufe der verflossenen Woche an vier Tagen in einem hiesigen engli schen Blatte erschien und welche den fol genden Wortlaut hatte: ITRIM0N1AI--A nie place tot m.Au& i, td residente es K. Oliver Lursess, Kticlidave. Das mag nach den Begriffen mancher Glatrgescheitelten ganz nett seiu, allein wir Wilde können hierin nichts Anderes, als eine widerliche Profanation der Ehe erblicken. Wenn Neo. Burgeß seine ander Stadtgrenze belegeueWohnung als einen netten Platz für Hochzei ten empfiehlt, so kann er doch nur auf junge Leute fpeculiren, welche im GeHeimen und ohne Vormissen ihrer Angehörigen einen Ehebünd eingehen wollen. Welche Folgen derartige Ehen haben, wird in dem Scandal der erschrecklich zahlreichen Scheidungsprocesse leider nur zu oft in scheußlicher We!ze illustrirt. Im Uebrigen hat sich der Reverend durch seine frivole Geschaftsanzeige vollständig ßuf das Niveau der Wahrsagerinnen, Kartenlegerinnen und ähnlichen Gesin bels gestellt, welche ebenfalls in Zeitungen, die jedes Princips bar sind, in marktschreierischer Weise Dumme und Gimpel auf den Leim zu locken sich bemühen, um sie nach Herzenslust rupfen zu können. Ob wohl die Mitglieder der Minister Association, welche mit ihren Entrüstungsbeschlüssen nd Bannstrahlen unverzüglich bei der Hand sind, wenn nur der geringste Versuch zur Abschaffung oder Milderung der Sonntagsmuckerei gemacht wird, auch den Ne. Oliver Burgeß vor ihr Jnguisitious tribunal ziehen werden? Unangebrachte Sorgsam k e i t. Ein Herr besucht feinen auf, der Universität studierenden Sohn. Sieh, da steht ja auch das Schreibgeschirr, welches ich Dir vorige Weihnach ten geschenkt habe. Aber ml seh ichs Gr keine Tinte in den Glasern und die gedern nicht gebraucht ? -Ja, da kannst Du mal sehen, wie sorgsam .ich mit mei nen, Sachen umgehe l Boshaft. Also Du meinst, August Lehmann lebt mit feiner Frau nicht in so gutem Einvernehmen, wie ei den Anschein hat? Ich möchte tl aber doch glauben ; denn wenn man mit ihm mal von seiner Fra spricht, so geschieht es stets in , sehr lobenden Ausdrücken. Weshalb sollte er sie z.B., so hSusig seine .Sonne" nennen. Jedenfalls eil sie ihm so viele heiße Tage macht ! Sparsam. He, Kutscher ! .Bitt' schön. Euer Gnaden. .WaS kofters nach dem Westbahnbof?" .Einen Gulden, " Euer Gnaden." Danke ich wollte nur isien, le viel !ch erspar', enn ich dabin aebe l

Im &ti6

kann am besten arrangkt werden, wenn van vorspricht U

ehniider Frmzel Mo. I West Washington Straße,

Alle bedeutenden Dampsschiff-Linien und europäilchen Eisenbadnen rrttden durch odiae Firmq vertreten. Wechsk! und Sveziak Credit Bkiefe sür die dtdeu tendsten Stödte EneopaS. allgemeine Cr,ditBrtese, wklche in der ganzen Wklt e braucht werden können, sind daselbst zu baden. Pässe weeden vnjchafft. Pläne der Ocean Dampfer sönnen in unserm Geschäftslokal gesehen werden. Schlafkabinen werden belegt und jede Auskunft wird gerne ertheilt. Etabltrt 1835. Kistner's Schuh-Laden. Vollständige AuSwab! von soliden und dauerhaften Waaren zu sedr niedrigen Preisen. Wir verkaufen keine Ladenhüter. GSrm 13SÄs-CfcrmB32T c2 Di.T No. 63 Süd Illinois Straß.

Feuer! Zufammenflurz ! Ruinen! Vkrderöcn! Versicherung auSgegleeden ! Zwei Läden voll Waaren find von dem Housekeepse Bagam Store, gerettet worden. Kommt zu dem grökten Verkauf von Küchen Utensilien, der je ln Jndlana stattgefunden hat. Der Verkauf ist eröffnet. Housekeeper's" Vargain Store, No. 167 und 169 Ost Washington Straße. MöSÄp BeWllGe nn$ lSefm zu den NicdrigflcnPrciscu. Gcgcu Baar oder Abzahlung. CEJUraiS WILLIG, Co. 4118 Wlrglnta Avnne. - Braßt QnrtfO Ococrc na

PARRÖTT ATCB TAGOARrS Gvod MKiSssS WW5 si$6& l

dann bekommt Ihr da Beße. Taggart Butter Crackers, die besten in dn Welt.

MZG M-irl MWWLWM f." JÜ-tf CZiT&4rMVB& $f$'''ttv?iU C kk?r?en5!;se? ö ? -i i d er ZZi iU A .d.'rt u. keilt V!:,eumstt.mu . Lccuralgln, z Zet'?eUmZ'zx. it Vc u. fsclfc f v i' ' i Wvt, Gicht, -'t Vt T Vif ?VAtt vciJZYltTtt -f. Ohren -ii?r:j. u ! - .i''i- . 5 : r i . . i. c.i. jrt ' tuvvar . : rr je?- t ii-fd?riäre, ic. I. lllen .p: itxi fci hahtu eis 1 C- . per Nlnsche. v,"flnwi)öW,W.tll?Jfl Gun Da bat eine VvzM ArSntermed'zwen für Hr0i deoe Krankd,iten praporirt und verkauft diestl. den in seinen neue, öffneten Parlors. E vtrd nicht berechnet für Coofultat'5.l, Untersuchung nud Ratbschlöge nd nur 'wenkg sür die Hkilm'Uel, welche ewen o h l v e rdient en Ruf haben. Ein gemüthlichk Gesprach koste nichts ; alle fotgkuden soqenann ten amxnkauvchm Krankheiten müssen sofort ttttb snr immer den zarten tld doch sa mächti. g tur.Heilmtttez che. a t a r 1 1, Krebs, mmmt, KhemaMmilS, groukuschwäch,, Bandwurm, Haemorrboiden, DhSpepsta, Lebern Nirrek," und LeidVeschwer?en. Junqe, mtttelalte und alte Leukk, totht unter juaendliche Tbord'iten nd Auschwei. svugen zu leiden habea. können ihre volle Ge sindtheit duder erhalten Blele haben ihre Nnvenkraft dnloren nd alter srüdzeitig Sie sollt,n die Parlork besuchen, wer nicht selbst kommkn kann sollte schreibe, 4t Marken bei lkge und sich einek der Cirkulare oder der Bücher (nur für Männer) über Nerdenkank. deite bestellen. Dans,de von Zeugniss'n liegen aus. Osfice-Stunhen: 9 bis 12,1 die 5 und 7 biß 9 täglich. oxrn w-A 25 WeffWaMugtsußr. Indianapolis, Jn. verlangt verwsige Reisende vd kadtrer. ttuser. Ktelluna dauernd. ,sder Offrt jttzi. chn, nttuytch x,talttät,n. L&fl" t nicht, Halt,omz an. roa?n Vro.,rsnme, EH'lago.Jä. ' : ' '.

?T

mm i

WMmimüUiiA

j ' V' M$MM$mmr Aß M 0

u-;.v.n..w :.jJba:jiiM!tL

mach GM6M

Theodore Stein, Zlachsakger von Z3. Anderfa. Abstrakte von Besihttteln und Grundelgen. thum derben in prompter und zuverlässiger Weise ausgeführt. No. 8 Ost Market dtrage, Jndiauapoli, Ind. 70 Schwache Manner, welche ihre volleNanneökrast undElasttiltitde GeisteS wieder zu erlangen wünsche, sollten nicht versäumen, bin ..Jugendfreund" , lesen. Da mit vielen Krankenz,jchichten erläuterte, reichlich auSqestatiete Werk gibt Aufschluß Über ein neues Heilversahren. wodurch Tausend innerbald kür. zester Zeit ohne Berusstöruvg von Seschlecht, krankhelten nd den Kolgen der Jugend .u . nniwi , r r Mi . m ,noe rvupanstg nneveryergepeur urrea. eu eerkahrea ebenso einfach als billig. Jeder fein eigene, Idali V mii. qr suenr in vkamx unvJyr kommt a, us erneaeu so ,rae ttaelckt iti ttVrttfftt Klknik und pi0tftnfamjt 23 West 11. Etr We Fork, .F. Eine vorzügliche GtlegenVeit zur Ueberfahrt Milchen Deutschland und Amerika bletet du bcwahite uns beliebte Baltimore Linie deö Norddeutschen Lloyd ! Die rüh:nlichS bekanute, neuen und er probten PoZtdampfer dieser Linie sahreu regele mäßig wöchentlich zwischen StZmore und Bremen direet, und nehmen Passagiere zn sehr eilligen Prei sca. Gute Verpflegung! Gröhtmöglichfte Sicherheit! Dolmetscher begleiten die inwau derer auf der Reise nach dem . Westen. Bit Snde 1833 wurden mit Llohd.Dampfera Z..88S.SI3 Passagiere öluckliÄ über den Ocean besolde:!, aemii ein quitt Zmgniß für die Beliebtheit dieser Linie. Weitere Auskunft ertheilen: A., 8chumaoher & Co , Genera.Aaenten. No. S Süd Kav Str.. Balti more, M., oder deren Vertreter im Jalande. I... . WÄ SZZ 05öZ

U n DOAFS uli JLii JLlHJLiU Ij

NWC

W

-

.F 0 t f des

Großen SHmsss-WerkansS

von Hiefttn n n

No. 5 Süd JUisois SKasze.

Diestr Verkauf, welcher in der Gunst fcfl U'illanen Pudlikamö der Stadt und Umgegend wSchft, und dei welchen die .Hoden Bktje" adgeAurtst nzerdrn. zieht msige MensÄknuttnpen un r.d mir freuen i korsiattten zu ZSnren. hol die Bewohner ot JndwnapoUZ ersehen, bei düS ein Ukttt legitimer Verkauf ist und dab unser Laden stet mit Menschen überfüllt ist. Wie uollkn unsue Antrktnnung dafür, dadurch zeigen, deß sie mit dem Verkaufe fortfahren. b!S jedtr gute, ehrliche handgtmachtt Stkifel, Schuh oder Hausschuh sür

t50 Cents ve, kauft ist. Hört dle

Feine Daen.Dorigola Knepf Schuh, L8c. Feine Damen &id Schuhe 89c. Cxtkaftine Damen.Dongola Süuhe tzl.18. Damen Dongola Kid Schuhe (Patent'Spitzen) $IM Damen franz. Kld Schuhe (Hand turntd) prochivoU 2 10 Gute Damen HauSichuhe 6c. Gute Damen Kid Opera Schuhe 25c Feine Dongola Oxford Hausschuhe (Vattr.t SpZtztd) 39c. Kinder Schuhe 15c. Herren Stiefel, geknöpft, geschnürrt oder Congreß 95c. Herren Cordovan Schuhe alle Sorten $1.25, Herren Kangaroo und Dongola Schuhe (alle Sorten) $1.85 Obige Bargain bilden leine Ausnahme, es sind nur einige dlö greßen OchleuderverkaufS von Otkef, ln. Ochuben und Hausschuhen. Kommt Alle, folgt der Menge der BargainSucher nach dem Haup'quartler, woselbst Sie 50 Cent am Dollar prcfitirm können.

-:o:-

Shkriff's . Verlaus von Schuhen uud Stieseln, s j Mo. 65 Süd Zllinöls Straße. 1

Rothes Schild und Fahne. ' V' Laden offen bis 10 Uhr Nachts

Damen - Schreib. DKHZMl,:, ; :,MM?'5iZM?WW eSk VHA i liläif f v:, ;v - Q-IfX I 1 1 lSfesÖC ' I lll'4"i7:;l" . . )tV jt-aik 'i.fV.-iH.wl Dsche l i?lKSKjr . VSt .' -- 4,; , iiiiwÄCJrT:

WZsttJl-

iji. mmir Teppiche aUer Arte ! Eztraseine Schankelftühle ! (Große Auewahl.) ii K A ', " i L, - iL 1 T : : 7 T

föfe; fr'ipn? -er? ifsn -i - z?5c: fei :kidJJi lim

'fStSateii ':;7irfc ' mimmmß 0 ri-5f;-::: ri rff i't,' i-:vr f!"fi,f-ff-:; --MAuff-' ' fl - fr, !,!A::,kchZk:! J.:: ::'. ''',;rM;:-S':r.5- 1.-e,-:-:t:;! F:;UV:fc;iil4ttU; -rT; rl-UBB

IFMAKSm. EidESTIEimS Q OÄ. Tew FosZ und Ws5?Vrs (ZtrsH

Fewfl's

82 nun 84 Nord PeWlylwma fraßt.

Wtts

UN

Da größte und feinste Lager von Piano? und Orgeln in der Stadt. Unsere niedrigen Preife und leichten Abzahlungen find derart, datz keine FaMe ohne Instrument zu fein braucht. Gebrauchte PianoS und Orgeln zu $15, $25.50 und auswärts, gegeu Abzahlung oder von hl bis N Miethe der Monat und ein Theil der Miethe auf den Kaufpreis geschlagen.

VtanoS und Oraeln tsttbin

?W,MWÄWIW.Z 4e äe äe 4c 4c Je vtt 5Iolle.

GeöVÄv6V 08X WASHINGTON STB.

No, 191 5c 5r 5c 5c 5c 5c C ü M 1 1 Oio. plizen Vorhänge GtBJle Auswahl von Draperiem und Dtt DanM solltm sich dieses Departement

c2?si.Ig)-ü;im9. " d

Zimt dorten Oönuce und Fransen. Oase Tapeten 8c per Hoste.

No. 17 und !9 West Washington Straße.

c H u tt g

V Gch nhen ? cm Dollar Vrelse :

IZ.IlII's LIce!ver. D il'H1

m

W Schlafzimmer und i; .f.-rKi.r-:f.Jl ,! E J . mä$&i& j Pari Mkbkl. I Bim. " l" frzi..: i .t,v v t -i . : fjnu - ' V f . - ifiri V Ralkhlul ob Haar. s seAmnr und ttbazht. No. IOI. 5c 5c ST Ö U A S7, 2 Nord Mlnol Gita0. und Drapericen. DesingS !n der Stadt. Neue Mee'n. ansein.

'm

lusik

Hais

D

3c Sc

. . - , , v ; rrLcrTiTi

!s2-J&Jß4J.JJM - :, :;!' .: ü- , .' ::, : s ,; ',::' V I

!VV ,r

J Ii:::' i M h'k I im !!! U I I ! if: i M-l i

.,. ii tk I ife

ii '?

in:, I j

w " "VA M fl :ww 4 i M

' ' !!,!!: : 1:1:.: l:-' . , ff J 4 :-!:t'- :': ,, M M! H'l'v , f'k.-.-v.ijilji

3&M Mim. m riMßwmMm '' itVK ß(f p4 ;f;i w4ll4ini)i4ti:i.'!i;rit',j SiiiS'iS.liiiiifiNlJi.jJjifiiiPMi!1 . ' '. .; iM' ...:! -: ! . , m: .i 1 ,;:'! !ii 'I 'i " 'i :;!;;; j 'il ,' , 'Ii11 i; ii feirt!:! ,, , !!!.;,, I'"', ' i1' ' H 1 ' " L' .i!-!;):,. , ffiffikMlw ..i... M,veW 1 " "m r -4n rmr- --irv " j I 1-!,, ! i !! f I r U " NKWüMi,, O -:uimvityr'Mmfomwimix-Tr wm: