Indiana Tribüne, Volume 13, Number 198, Indianapolis, Marion County, 6 April 1890 — Page 4
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Jndiana OonntaaS'Quögabe. l Qföec 139 D. ardlanöNr. JudisLSpsliZ, Ind., 6. April 1890. Der 18 U? 1848. Erinnerung eines mtit$f figen Berliners. Ein Uhr Mittags ar eS bereits geordert und der fönst f pünktlich um hslb ein Uhr eintreffende Vater war noch nicht fe. Das Essen stand auf dem Tisch ; wir Kinder warteten schon sehnlich auf die Ankunft-unsereS Oberhauptes, denn die trockene Schrippe" zum Msrgenkafftt und die .geschmierte Schrippe" für die Schule aren längst verdaut und hatten gesunden Hunger Platz gemacht. Endlich, es war halb zwei geworden, kam der Vater. Er, der fonzt vor Allem die Stiefel mit den Hausschuhen beim Eintritt in fein Zimmer vertauschte, er kam, ohne den von uns aufgepflanzten Stiefel knecht auch nur eines Blickes zu ürdigen, in das Eßzimmer und rief: MutUr0 wir haben Neoslution! Auf dem Schloßplatz haben die Soldaten aus das Volk geschossen; der Jammer der Verwundeten soll furchtbar sein! Ueöerall werdenBarrikaden gebaut und W Schützkngilde wird die Berliner stützen." Stumm lauschten wicAlle diesen Worten. Freilich herrschte seit einigen Togen eine unheimliche Schwüle über Bcrliu, die ich halberwachsener Junge lchon empfand. Ich hatte auch Tags vorher auf dem Schloßplatz gesehen wohin ich heimlich vom Schulwege aus gelaufen war, well mein Vater mir das streng erboten hatte daß eine lange Reihe Sol baten vor dem Schloße Posto gefaßt hatte, und mit erbissmem Grimm dsS Gejh!e und Höhnen der Menge, Gewehr bei Fuß, mit anhZren mußte. Aber auf das Wort Revolution" war weder Mutter noch ich gekommen. Nie in meinem geben sind so lebhast die Bilder der fronfischen Reoolutionszeit aus der Geschlchtsstunde mit der enthaupteten Maria Antoinette, der Guillotine, den Weibern der Halle in meinem Hirne vachgeruken, wie frei Vaters Wort: Revolution .Um halb ein Uhr," fuhr er fort, sind die ersten beiden Schüsse gefallen. Niemand von uns darf heute das HauS oerlassen, selbst auf dem Hofe dürfen die Kinder nicht spielen. W:e seltsame Sprünge doch die Gedankm in inen Kinderkopfe machen! Die Frucht oor der Resolution wr von mir gewichen; ich dachte nur: Schade, daß nicht schon um 10 Uhr geschaffen wurde, dann hätten wir in der Schule schon um N Uhr ausschabt und mir wäre die griechische Skrafarbeit wegen deS manklhaften Exercitium erspart geblieben!" ES klingelte heftig. Wir Alle nach her Thür. Herein tritt der sonst so unnahbare, alte, reiche Wirth, geknickt wie eine Lilie und von geradezu verblüffender LiebenSWürdigkeit. .Bester Herr Doktor l jammerte er Sie wissen wohl schon ,Ja, ja, schweiß!" .Nun, dann denken Sie mein Un glück! Heimlich betrachtete ich ihn von der Seite, ob er vielleicht auch schon angc schössen sei. .Denken Sie sich, Herr Doktor, wie wohnen im Parterre l Merkwürdig ! Das merkt, der alte Herr jetzt erst. Wir wußten das bereits feit unserem Einzug vor elf Jahren. ' .Nun?- fragte der Vater verwundert. .Nun ? fragen Sie? Denken Sie denn nichx, daß wenn die Soldaten schien ße,?die Leute können springen in meine Fenster? Die Soldaten weiden fit verfolgen, sie werden Alles zerschlagen in .meiner Wohnung. Sie werden machen ein Blutbad ! Meine Frau, ' eine Rosalie, meine Nebekka s .Na, nun," beruhigte mein Vater, ' während meine lungeren Geschwister z heulen ansingen, so schlimm wird uni karM es Aikht erden. Die brave Schüt ' zenailde wird die Bürger schützen, biefei ie Spitzkugeln, so gut wie die Solda ten..Was Sie sagen," meinte etwaS ru ?l!ger -der kleine Mann, aber wenn el chiimm wird, wenn Gott, was soll ,ch Ihnen sagen wenn sie schießen hier und wenn sie schießen da Herr Dok . tor, :ich neig, Sie haben ein weichei tr trü ' - 9 1 99 it( W. iHmaM V4 vuf viiuu tvtuuitu imi um er Frau und Rosalie und Rebekka zu . Ihnen? Wir sind ja nur vier, izt docs . mein Sohn David wegen der Messe i Leipzig. .Gewiß!" sagte mein Vater etwai zigernd mit einem scheuen Seitenblick aus J die Mutter, welche, wie er mußte, noch f in ganzes Reservbir voll Galle gegen den Winh in der Brust bewahrte. Der jetzt so' freundliche, - schmiegsame Hert hatte t seit drei Wochen den Schlüssel 1 1 T ckenboden vsrenthalten ! Selbst zun die Zafchfrau hatte empört gesagt: Jnsamiat sind alle Hsuswirthe stt ' so infamigt, wie der lle Knickstiebel iS keeLermcht! Und meine Mütter hatte dau genickt. Der schlaue Fuchs hatte diesen rSters lichen Seitenblick gesehen seine chlfisi selsünde trat wie BankoS Geist vor seine Seele: - .LiebespguteS; einttgeS Frau Doktors öen". rief er flehend, .seien Sie auj einrrftaaden, feien Sie gut! Si sollen den Vodenschlüssel haben, auf drei Wochen was sag ich ? auf drei Mtnate! Sie sollen haben den Boden sülüssel so lange Sie wollen. Soll ich . ihn jetzt gleich 'raufholen ? I .Bitt' bitte, 'Herr Wirth, Sie und Ihre wie, gamme sollen uns tllkom, ensein. .Vater ! rief ich vom Fenster aus t anz vergnüzt, da bauen sie schon ein arnksve!" WeS stürUe an die Fenster. Riütia. eS war so., Die Straße war. trotz des hellen MittaqS, wie ausgestorbe; nur an den Fenstern sah man inzMche Gesichter vorüber huschen. - (Zersde vor unserem Hause aber stau, he acht bis zehn Mann in ArbeitSblom l. Ein Student mitfchVsrzem
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jammetüim Äcynurrock, te Tereolsrappe auf dem Kopfe, fuchtelte mit eine neuen blitzenden Schlager durch die Luft, zeigte nach rechts und nach links, eifrig hörten die Männer ihm zu, dann alng die Hälfte in unser HauS, die ? ander Hälfte in den gegenüberliegendes Thorweg. Der Wirth hinter mir duckte sich zitternd; erschien zu fürchten, direct auf die Guillotine geführt zu werden. Alles still. Dann- öffneten sich die Thürflügel beider Hause?. Drüben wurden leere Fasser in Menge auf die Straße gerollt, aus unserem Hause polterte d große Rollmagen vom Hofe durch das Haus auf die Straße. Trost in unseren Blicken suchend, stöhnt der Wirth: .Mein bester Rollwagen! Vorige Woche habe ich ihn erst malen lassen mit ultramarinirtex Farbe Der Wagen wurde erbarmungslos quer über die Straße gefahren, umgekippt, leere Fässer, darauf gepackt, eine alte Thür dagegen gestellt und die Barrikade war fertig. Der Student eilte fort; er sHien noch den Bau mehrerer Barrikaden in petto zu haben und die Barrikaden-Baumeifter wurden von der nächsten Destillation zgnetijch angezogen, oder vielleicht ihr Geld, das der Student ihuen beim Abschiede gegeben. Mit gespannter Neuzier artete n der Dinge, die da kemmen sollten Stunden ; verainaen keine Seele
zeigte sich auf der Straße, und je länger !rKZnunterktbante,,deKH, ß 'mebr wähnte sich unser Blick an den, snne Näder flehentlich zum Himmel streckend Rollwagen und an die offenen, leeren Tonnen, die vor Langeweile zu gähnen schienen. Der Wirth atte sich etwas beruhigt. Er war zu seiner Familie hinuntergegangen. . Da klingelte es wieder. Eine Flur Nachbarin kommt, die uns noch nie besucht hatte. Sie chatte schießen hören, sagt sie; ganz deutlich, ja ganz deut lich! .Wen sie hier in der Straße ber auch schießen, dann mache ich alle Fenster auf, sonst zerschießen sie mir die Scheiben ; thun Sie das .nur auch, Frau Doktor!" .Dawären wir schone dumm! entfuhr mir, dem mit Spreesassertaufi ten Bengel mit wahrhaftem SchusterjungenrHumsr. Kaum war das Wort heraus, da klatschte auch schon Vaters Äackpfeife aus meine Wange. Das war mein Opfer, welches ich dem 13. März bringen mußte ! Heulend lief ich zu MutterS Schürze. .Aber mein Sohn, sagte si und streichelte mich, .wie kanntest Du so naseseis sein!" .Na ja flennte ich, .wenn sie schießen und wir machen die Fenster auf, dann bleiben die Scheiben ganz, aber die ßtt geln fliegen dann an unsern Äopp!" Peinliche Stille. Die Nachbarin er schwand. Ich bin fest überzeugt, daß mich meine gute, liebe Mutter in diesem Augenblick sür einen Ausbund van Lluz heit gehalten hat. Die Dämmerung machte sich bemerkbar. Noch immer öde und still war die Straße. 7te plötzlich rollte Kanonendonner in der Ferne. Mir wurde recht unheimlich. Und was ist das ? Nach der Richtung des HofeS zu ein Knattern, als wenn die Latten eineS trockenen Zaunes zerbrochen würden. Augenblickliche Stille. Dann wieder ein Knattern, dann wieder! .Das sind Gewehrsaloen, wahrscheinlich am Frankfurter Thor!" rief ein pensionirter Major aus dem Fenster gegen' über unS zu. .Nun geht'S los !" stöhnte ich. Da kam eine Rotte die Straße entlang gestürzt; Einige hatten Säbel, Andere Eisenstangen, die Meisten aber nur Knüppel. .Hausthüren auf! Lichter an die Fenster l commandirte eine rauhe, gewaltige Stimme. Die ganze Straße gehorchte. Daß Wimmern unseres Wirthes drang bis zu unS. ' 1 Die Rotte stürmte weiter. Da plZtzlich blitzte es aus einem Ecksenstrr der nahen Kaiser Aleranderkaserne auf ; ein kurzer, scharfer Krach folgte, die Menge suchte Zuflucht hinter der Barrikade und machte hier, unter dem Schutze der Ton nen, einen Höllenlärm. Eine andere Rotte mit einer Fahne kam heran. .Hausthüren schließen, Lichter aus!" erscholl eS unten. . . Gehorsam wurde dem Befehl Folge (r - ... .. . t . . t ' fi t ' gettlner, uno olezes ommanoo uno t gencammando wiederholte sich in der Nacht wohl ein Dutzend mal. Micht weit von unserem Haufe lag der Aleranderplatz ; daß Geknatter deS dortigen PelotonfeuerS drang bis zu unS herüber. Da röthete sich plötzlich der Himmel z eine große Thierfchaubude war auf dem 'Platze vom Volke angezündet. 1 Mir wurde himmelangst. Ich holte die Schulmappe, setzte mich an den Tisch und kramte die Schulhefte auS. Ein unbestimmtes Gefühl drängte ich, auf irgend welche . Weise opferfreudig das Verhängniß zu versöhnen. . . , .Was machst Du da?" ftagie der Vater. .Ich will meine griechische Arbeit w. . 1 m MHllt i Hast.Du jetzt um elf Uhr Abend, mcht nothla. ' ;:,Biarli8 erste Mal und daS letzte Mal, daß mein Vater mir das Arbeiten verboten hat! ' Wieder klingelte eS. Stumm trat die Nachbari ein mit einem Packen alt Wäche. Hier," sagte sie, und gab der Mutter, gab uns Kindern Lelnsändlappen. .Wozu das ?, fragte Mutter. .Da fragen ie noch? Charpie zupfen für die Verwundeten! Der Hausknecht Friedrich unten, der auch Soldat gewe fen, der hat . mir gesagt, daß nach dem Geknatter zu urtheilen mindestens schon Tausend todtgeschossen und Zweitausend Iwwer verwundet tlno. Wieder die Klingel. Der Wirth kommt: .Die Tbierbude brennt, die merdude brennt ! Nun , werden ixt Lö wen und die Tiger und die Schlangen und die Krokodile auch noch kommen! ! Ach, wenn ich doch nicht Parterre wohnte, so ein Tiger kann fürchterlich springen, 'Tucbt wabr. Serr Doktor? Für ttb
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Thaler oaar wurde ich jetzt Vermlekyen meine ganze Wohnung." : .Larifari !f brummte mein ! VaterI AlleS dummes Zeug h Wird nicht ; fo schlimm sein! Und dann die Freiheit ist nicht umsonst zu haben. Die versprochene Konstitution . '? l -! . , .Aber Mann!" siel 'ihm die Mutter ängstlich ins Wort. .Was redest Du da ? Hast Du das Schicksal deiner alten Swdiengenossen vergessen, die als Demagogen auf die Festung gebracht worden sind?" . Ich heulte laut auf. In seltener tim tracht sekundirten die Geschwister. .Larifari, fage ich !" rief mein Vater, und sein bleiches Gesicht mit den vielen Falten auf der Stirn, es wurde fo lebendig, wie ich es nie zuoor gesehen! Er, der sonst in seinen Mußestunden seinen LioiuS eommentirte, der über seinen Shakespeare die Welt ringsum Vergessen konnte, er richtete sich hoch auf, tauchte eneraifch das Schwefelholz in die Flasche deS AsbestseuerzeugeS, zündete sich den FchlbuS damit an,' daß das ganze Zlmwer aufleuchtete, hielt ihn über den Kopf e w ' ene Jt . ;? . r inner langen Pserse, ones einige maqtiae Rauchwolken in die Luft und sagte: .Die Zeiten der Knechtschaft sind nun vorbei! Die Zeit der Demagogenhetze auch. Die Konduitenlisten . fahren zum Teufel und die längst versprochene Verfassung muß unS werden ! DaS Volk steht anf! Das Volk will eS!" Und er dampfte ganz mächtig aus seiner Pfeifen , Mir schwirrten z die Gedanken. Ich verstand von' Allem nur: .DaS Volk steht auf," und blickte auf die vom Mondschein klar erhellte Straße. Wie sie da brüllten bei der kreisenden. SchnapxSflasche ! Himmel, wenn nur daS .Volk" nicht zu uns herauskommt! Ein neuer Feuerschein. Er kam von der anderen Seite am Himmel herauf. DaS waren die brennenden Kaserne des zweiten Garde-Füsilier-Regimenteß Vor dem Oranienburger Thor. Die Geschwister hatten sich in den Schlaf gersklnt. Vater durchmaß unter nächtigen Damxfwolken daS Zinuner. Mutter zuvste still Charvie. , Erneuerter Lärm auf der Wtraße Da kletterten chrei Gestalten über die Varrikade ; zwei mit Säbeln der dritte mit einer Fahne. .Fnie Bürger! rief der WaentrSger mit lallender Stimme, .kommt Alle d hinten 'raus, mir vollen die Aleranderkaferne stürmen..Bist verrückt," , antwortete ein Stimme hinter den Fässern, .wir müssen ja erst unsere Kanonen abwarten." .Feige Memmen!" kreischt der Erste. .Kommt, Brüder! Dann stürmen r?ir Drei!" .Jawohl. Natürlich!'' Die drei schwankten der Kaserne zn. H ein Aufblitzen aus dem Kasernen fenster, ein Krachen von Gewehren-! zwei sielen Vornüber, der Dritte floh zus rück. i Ein allgemeiner Schrei entrang sich Unserer Brust. .Junge! rief mein Vater, .sofort zu Bett!" Ich gehorchte. DaS ferne Knattern der Gewehre, daS Mondlicht auf der eiaen, das Glühen des Himmels auf der andern Seite hielt mich bis gegen Morgen wach. Endlich schlief ich dennoch ein. I Am andern Morgen eS war ein Sonntag schien die Sonne so freundlich, als gäbe es auf der ganzen Welt keine Revolution. Das Schießen hatte aufgehcrt Der Bater nahm mich an die Hand. Wir gingen dem Alexanderplatzzu. Eint große Blutlache dort, wo die drei Stür mer da? Feuer erhielten, ließ mich angstlich wegblicken. ; Wie sah der Aleranderplatz auS ! Rauchend'e Trümmer, auS welchen noch kleine Flammen aufzuckten, wo gestern die prächtigc Thierbude mit. ihren großen Schaubitdern gestanden. An der Mündung der Neuen Königstraße eine formidable Barrikade. Trottoirsteine bildeten wie ein Panzer die Außenseile, die zwei kleinen Böller des Schütz'enbauseS lugten daraus hervor ; hinter der Barrikade aber sah es aus, als wenn die Hölle hier ihren Sabbsth gefeiert hätte. Jn der hart am Platze gelegenen Schießgasse befand sich ein langes, großes Waarenhaus. Dasselbe enthielt Decorationen und Costüme des Königsftädter Theaters. Das Magazin war geplündert ; Dekorationen, Verj atzstücke. Holzrahm en mit gemalten Thuren, Coulissen u. s. w. waren zu dem hinte ren Theile der Barrikade verbraucht f ein mächtiger Mast aus Pappe ragte hoch in die Lust. Anzüge in den grellsten Farbeu lagen auf dem Pflaster, jetzt bemächtigen ! sieh die Straßenjungen derselben, sie jauchzten und tanzten in den närrischen Costümen eS ar ein tolles Wirrwarr, das nie aus der Erinnerung schwinden kann. ; AuS einem Hause traten vier Männer 'nit einer Bahre, über welche ein weißes Laen gebunden war. Alle " auf der Straße zogen den Hut, die Jungen hielten , scheu in ihren wilden Sprüngen !nne. Fragend sah ich den Vater an. , I Unter dem Laken liegt die Leiche eineS KSmpsers sür die Freiheit Mir, lies DiSkalöber''öe Rücken. . I I In der Königstraße zeigte fast jedes vauS ttn abgedecktes Dach; die Dach sparre schienen verwundert über daS ungewohnte Tageslicht. Man mußte über die zerbrochenen Dachzieael? die von oben Qt'9-'.' S7''- 'K'' '!'',.!7'"l!i'V'!: "il'W .. f. lf die Soldaten geworfen waren, h5 egklettern. 7 Viele Scheiben waren zerIchssen und kie Löcher in den Salkvanhen um die Fenster herum sahen 'unhennlich aus. Die Spitzkugeln hatten, sie gerissen. .. ; !,Komm, Junge, 1 nun hast Du genug gesehen, m sagte der Vater. .Jh me'ne, Im Tag wirst Du im Leben nicht vergessen! Er hat Recht gehabt. Schon seit 30 Jahren schläft er unter dem grünen Najen und die beste Mutter auch. Wenn ich mir, Beide recht lebhaft vergegenwärtiae. dann sehe ich ihn mit der dampfen Un , Pfeife und sie beim Zupfen der Eharple in der Naqt vom 13. zum 19 Pcärl848.,V:;!::i:;-v;;; ;, M MerrsSauOvsetken.' lange deutsöt Vwken. Cigarrenlpidkn etc. bei Wm Nucho, Ro. 109 Ost Washington (?tr.
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