Indiana Tribüne, Volume 13, Number 191, Indianapolis, Marion County, 30 March 1890 — Page 2
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nxssssssssxsss Aefop Im ungarischen Lldgeordne enhause. Htila&lich der wmultuostN Scenen, eeren Schauplatz das ungarische Abgeordnetcnhaus gegenwärtig wieder einmal geworden, wirkt A. Nemönyi im Pestcr Llotjd einen Rückblick auf die gute alte Zeit des ungarischen Parlamentarismus, ws die Deputirten noch in urbanerer Weife mit einander zu verkehren und sich zu ,;cr streuen, pslcgtm. Heiterer so ers zahlt Äcmnyi war das Haus niemals, als an dem Tage, wo der Nogylaker Abgeordnete Szeben'nyi sich in einem heftigen Gegensatz zu Aesop und zu Akos Veöthy stellte. Das war in der langwierigcn Adreßdebatte, welche den I87öer MiHAqg, einleitete. Die Debatte war schon zu weit gediehen, es wurde in ihr nur mehr leeres Stroh gedroschen. Eine Wolke der Langwells hmg über dem er- , matteten Hause und schläfrig senkte sich: !manch:s Lid über daS müde LandesoatttsAuqe. Da erhob Nch, zum Worte aur ; , . . at , . . (..t . : ! gerufen, oer ozeoronele zcoereni., ein Hüne an Gestalt, mit seinen stacheltgen, spröden Haaren und seinem kupfe.'rothen Antlitz einem Indianer gleichend. In seinem breiten slooakischeu Dialekt Kub er au, die FZcgierung zu vertheidigen. Gähnend horten ihn die Wenigen, die noch wachten, an. .Da farn, de Redner 'zu Intrn Gleich iii: er erzählte die Aesop'fche Fabel von dem Wüchse, der, dem Naben gar so gern das Stück Käse, das dieser im Schnabel l:atte. hatte entlocken mögen. Nur widerfuhr ihm das Malheur statt ftascirrthümlich .Fleisch" zn sageu. Mit seiner schrillen Diskantstimme rief Akos Veothydazwischen: Käse!" (Heiterkeit.) Im Eifer der Rede überhorte Szeberönm' die Nichtigstellung und fuhr fort: Der Nabe, der im Schnabel daS Fleisch hatte Wieder erscholl der schrille Zwischenruf: Fass! (Große Heiterkeil.) Szeberenyi verstand die Nectisication abermals nicht und setzte seine Red- fort: Dnr lüsterne Füchs blickte ' unverwandt auf das Stück Fleisch. . . . Zwanzig Stimmen riefen nnn im Chor: Haiti Käse! Käse! Und ein unbändiges Gelächter schallte, die erschlafften LebenSgcister deSHauses clcttristrend, durch den Saal. Verblasst blickte der Redner in's Hans ; er schrieb diesen Effect seiner Fabel zu und fuhr fort : Die Opposition aleicht dem Fuchse; sie möchte gern das Fleisch " Abgeordnete, Galerien, Stenograpben riefen in Lachkräm: pfcn: . Käse! Käse! Käse!" Es lachte alle Welt; das war ein Keuchen, ein Stampfen, ein Schreien, ein Vrouhaba. wie es nie vorher und nie seither in diesem Hause erlebt worden. Wo sind die guten Zeiten, wo solche Heiterkeit in unscrcm Parlamente möglich war? Sie .sind dahin, sie sind verschollen wie der vorjährige Schnee". Türkisches. Die auch bei uns schon verschiedentlich berührten 'Postalischen Verbältniffe" der berührten .roitallZchen berdaltmn Türkei charakterisirt Dr. E. Müllendorff , in der .Brest. Bta. nach eigenen Er lebnissen. Will man auf der türkischen Vost so führt er u. a. aus einen Brief aufgeben, so hat man äußerst vor-, sichtig zu"vnfahnn, wenn anders man sicher sein will, daß er überhaupt befordert wird. Man bringt einen Brief und lgt ihn dem Beamten auf den Tisch. Eincn Piaster", sagt dieser. Man legt das G!d hin und bleibt stehen. Der Beamte legt Geld und Brief bei Seite und fragt, was man noch wolle. Sehen, das; die richtige Marke auf den Brief geklebt wird!', erwidert man. Der Beamte klebt die Marke auf und fragt, was man nun och wünsche. Die Marke mn noch abgestempelt werden". entgegnct man ruhig. Der Beamte drückt den Stempel darauf und sagt freundlich lächelnd: So, jetzt kann nichts mehr damit geschehen." In der That, jetzt hat der Beamte kein Interesse wehr daran, den Brief ;u unterschlagen, er müßte denn durch besondere Dicke auf einen lohnenden Inhalt schließen lassen. Unterläßt man aber jene Vorsicht, so wandert der Brief iu die Ecke und zwanzig Pfennige gehen in die Tafche ics Beamten. Man darf daher in der Türkei nie Briefe dem Briefkasten anvertrauen, sondern mufz sie stets auf das Postamt brinqen und sich von der Entwerthung der Freimarke überzeugen. Statt dicker Briefe thut man gut, wenn irgend möglich, lieber mehrere dünnere, unauffälligcre zu wählen. Gleiche Äorsicht erheischt die Abfertigung von Telegrammen. Ein Beispiel vom Postamt Demirtasch genüge für viele. Ich übergab dem Beamte eine Depesche zur Mfendunz, zahlte die Gebühren und verlangte eine Empfangsbestätigung. Sie trauen mir wohl nicht, inein Herr?" sragte lächelnd der Beamte. Nein, mein Lieber," sagte ich. Ja. ich habe leider ble Echlüsscl.zum Schrank verlegt und kann deshalb reine Quittung geben. Dann geben Sie mir das Geld zu-1 rück ; ich werde später wiederkommen." 1 Aber ich verstchere atmen, mein Herr, dasz ich daS Telegramm abgehen lassen werde." Dad glaube ich Jhilen nicht. Sie werden sich das Geld em stecken.' .Nun. da Sie darauf hestehen. werde ich die Depesche ln Ihrem .Beisein abschickeu." Darauf setzte ich mich neben den Apparat, wartete bis Constantinopel antwortete, und blieb bis Zum Schlußzeichen daneben sitzen. Art u nr Vrten. der sögem . i";,t ..-u 1 . ... nannte 'QlÄdorne- Prätendent", laur nach lanqiähriger Pause wieder etwas vousich wen. Er hält in Hanley freie ' l7 .., Sterling verbürgt. , Er nnterließ es ins bch. zu sagen, wer die Leichtgläubigen feien, welche Geld für diesen Zweck herzuzeden gezonnen zuw. tf V l. ! Schwer zu machen. Photos toqrapü (zum aufzunehmenden Clienten): Das Gesicht ernst, weliN ich bitten darf ' im Uebrigen aber heiter!
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Vorle, unaM nöer , einen srukeren vroceb und jüngst kündigte er an sein Pro' ganze HauS, den ma,t begrelZllch sindet. ren weide in weuigeWrchen wledeDer'- m man den berühmten Plnisten auch öffnet werden, undHes feimAürM euteltdm Sangex lenye:, lernte. . .Kx,i:4t, M& m n i.nn n Räch der Voritellung fand er lich wie
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Luerezia. Von Vmy Roll!. Sie war eine der vorzüglichsten Sängerinnen dieses Jahrhunderts. - Die Kunstgeschichte hat ihren Namen mit goldenem Griffel auf ihre Tafeln verzeichnet; durch Jahrhunderte wird er als ein Stern erster Größe leuchtend hervorragen. , Ihren Namen zu nennen, verbietet die Pietät vor dem genialen Weibe. Ja, nur zu sehr verdient sie diesen letztere:! Titel, obgleich sie unvermählt geblieben. Sie war dennoch ein echtes Weib, mit dem vollen Pulsschlag der Liebe und Leidenschaft, welche ja stets ein unerläßlicher Bestandtheil des großen weiblichen Künstlerthums sind. Hoch und voll von Wuchs, einer Jung vergleichbar, edel in ihren Bewegungen, war sie am bedeutendsten in den hochvramatifchen Rollen: Norma, "Fidelio, Valentine, Necha, Jsabella, Elsa, Leonore vor allem aber die Lucrezia Borgia sang und spielte sie, wie es keiner vor ihr gelungen, keiner nach ihr gelingen dürfte. Lucrezia Vorgia! Welch' anderes Weib konnte wie sie die Qualen verstehen, die der Dichter in das Herz dieser Mutter gelegt, welcher anderen Tagödin war es hejchleden, ihre eigene Leidensgeschichte vor den Augen des Publikums spielen zu müssen, den, Schmerz, der ihr Inneres zerriß, in Tönen auszuhauchen, ihn mit Applaus belohnt zu sehen? , Sie genoß den Ruf einer Vestalin sie verdiente ihn nicht, aber wer wagt es, auf das Haupt einer solch' gottbegnadeten Künstlerin den Stein des Vorwurfs zu werfen, wenn es sich in erster Jugendliebe und Glückssehnsucht statt des Lorbeers der Mvrthe beugte? Wer wird es nicht tief beklagen, daß der Hohepriester, der" den Altar ihrer Verehrung betreten, ein Unwürdiger war, der frevelnd den Schleier vom Allerhei ligsten riß und ihr statt des reinen Götterbildes die Fratze der Liebe zeigte? . Zu spät erkannte sie ihr Unglück su löschte mit ihren Thränen das Feuer auf dem entweihten Altare, sie riß die Myrthe vom Haupte und umflocht e3 mit Dornen und ErinnrjenfchlanAen, aber aus den Dornen sproßten Nojen, aus den Schlangcnleibern götterschöne Glieder eines Tages hielt sie uuter Küssen und Thränen ein holdes Knäbkein am Herzen. Die Thränen erretteten sie vom Irrsinn. Tagelang hatte sie mit trockenen Augen immer nur dieselben Worte bald gemurmelt, bald verzweiflungsvoll laut geschrien: Weib, wo ist Dein Gatte, Kind, wo ist Dein Vater?" Der e:ste Thränenstrom löschte die Qualen der Schmach, sie wußte, daß sie sürdaö neugeborene Wesen leben und streben mußte sie wollte es ! Aber nie siel ihrem hohen Sinn ein, daß sie selbst das Opfer des gewissenlosen Mannes geworden ; sie klagte stets nur sich selbst an. Sie hatte gesündigt, sie wollte büßen. Und weil sie vor der Welt sich den Nimbus der Reinheit gewahrt, verlangte ihre parteiliche Gcrech tigkeitsliebe. die nur streng gegen sich selbst, sonjt mild gegen j?des fremde vergehen war, eine grausame Buße. Wohlhabend? kinderlose Leute des Mittelstandes adoptirteu den kleinen Knaben, ohne dan ihnen der Mutter Namen bekannt gegeben wurde. Alljährlich erhielten sie, stets von einem anderen Orte ans, eine beträchtliche Summe für die Erziehung desselben, sie mußten alsdann in den TimeS" das Wohlergehen NobcrtS so war daS Kind benannt anzeigen. Nicht Lieblosigkeit, nein, übermenschliche Buße, die sie sich auferlegt, hielt sie von allen näheren Äeziehungen ab. Robert wuchs heran, ein bleicher sentimentaler Knabe, dem der Weltschmerz angeboren war, dessen flehende scelenvotte Aug:n sich nach einer besseren Hcimath nmzuschzueu schienen. Er lernte schwer, weil er ewig träumte, aber schon als kleines Kind bemächtigte er sich mit Gier der Erlaubniß, am Klavier träumen zu dürfen. Ehe feine Begriffe den Einii der Noten faßten, spielte er bereits wie ein Künstler. Mit achtzehn Jahren war er es in der That. Seine Mutter erfuhr nicht von feinem Lebeusgange, sie las die brillanten Irecensionen über die Triumphe des ju endlichen 5ttaviervirtuosen, sie ahnte nicht, daß es ihr SchmerzenZlind sei, dem die Welt zujauchzte denn er hatte auf dcn?!ath seiner Pslegceltern einen PseudoKünstlernamen gewählt. In London führte der Zufall sie zu.sammen. Beide einander völlig unbekannt. Ahuuttgsvfl'l weihten ' sie sich einander jene zuneigende Verehrung, welche zwei wahrhaft große Künstlernturen stets für einander fühleu. f Der bleiche Träumer wurde in ihrer Nähe gesprächig, denn sie verstand jede Regung seiner hohen Seele ihr gestand er zuerst den Wunsch, feine Aegabung für Gesang auch auf der Vühne zu erproben. Mit Eifer ergriff sie diesen Gedanken, sie gab ihm Unterricht im Vortrag, in der Bühnentechnik, sie rieth ihm der Nouttne wegen zu kleineren Partien. Er befolgte ihren Rath, und, mit der Rolle eines Choristen beginnend, uoerwano (r i:ic eine z;ujiiuuiuyiu, dann folgten kleinere Partien und eines Abends nach fast dreimonatlichem Zeit verlauf trat er zum ersten Male in der Rolle des Geunaro in der Oper Lucrezia Borgia" auf. Sie h'atte die Titelrolle gesungen, begeistert, inspirirt wie nie zuvor, er war ein Gennaro, wie ihn der Poet vielleicht Nicht gezeichnet, weicher, melancholischer, t ; " t . t t Ah rrttnft ltn nihrHn nd se.ne zugendlich .helle Summe drang , m das Herz r :.fyut mitjmmtnUx 0T, Iv trro ttt 'fsrtlt Irr llhff TrtS selbstverständlich neben dem Wagen Lucrezia's ein; sie fuhren zusammen nach der entlegenen Vorstadt, wo sie in ländlicher Sülle wohnte. E? hatte ihre Hand ergrissen, welche sie ihm lies?, nnd zum erften Mal im Leben sprach er von , seinen Familienvcrhältnissen. Er klagte ihr das seltfame Gefühl, welches ihn aus den Armen freuudlichcr Eltern getrieben, um ein unbekanntes,
nur geahntes Glück zu suchen, welches er iäi.;'
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weder in der Ausübung seiner Kunst, noch heute Abend auf der Wuhne gefunden, und als die hohe Frau ihn freundlich neckte und fein, Sehnen dem Dränge nach Liebe und Glück zuschrieb, sank er laut weinend zu ihren Füßen und bekannte ihr seine leidenschaftliche Liebe. Sie war erschrocken, betrübt das hatte sie nicht erwartet. In ihrer bewußten Unnahbarkeit für die Gefühle der Liebe hatte sie in reiner, Menschenfreundlicher Güte den talentirten Jüngling zu ihrem Freunde gemacht. Die Heftigkeit seines Geständnisses schreckte sie aus ihrer Ruhe. Daß ein so tief angelegtes Gemüth, wie da? seinige, nicht durch Nedensarten zu besänstigcn'war, begriff sie. und sie beschloß, ihn wie ein krankes Kind zu behandeln und zu Heiken, ,,, Ohne ein 'Wort, des Widerspruchs horte sie ihn an, hauchte einen Kuß auf seine bleiche Stirn, dann sprach sie sanft: Sie lieben mich, Robert ich bin stolz darauf, daß meine Kunst Sie ergreift und fordert. Sie sind ein Jüngling, fast noch ein Kind, ich bin eine alte Frau, die bereits die Mitte der Dreißig erreicht hat. Wir wollen treue Freundschaft nach wie vor halten, und Niemandem als mir dürfen Sie sich anvertrauen, wenn die wahre Liebe, die Ihnen endlich daS ersehnte Gluck bringen wird, m Ihr ger r. t c ir j. r - rr. i.il -!..ir.ri-ji suyisiie,cs.v,crz einziem. ir 1 rr w . 1 t !- ? . rn r . 1 zx periao jic uno ,etne ereyrung war aron aenua, um dem Mund ferner Schweigen zu gehieten Doch seine ftf t . A 1 f : ( . t Bttae Vl Vmi,lt au -wuu YlA enbilde. Nnr noch Vühnenangelegenheiten, GltinrK&t über ihn Äiintr füsirten lle !Usammen sonst mied er sie Dennoch traf sie ihn allüberall aus ihren Wegen, Er lauerte ihr auf, glücklich, sie von ferne zusehen, scheu vor ihrem vorwurfsvollen Blicke fliehend. Sie stand zu hoch, daß üble Nachrede sich an sie gewagt, hatte, dennoch war r . r r-' . firn 't. r r . r r- . seine wannzinnige eloencyasl zur ne, die er schlecht xerbeUen konnte, bald in Aller Munde. Man bedauerte ihn und die keckste und hübscheste aus dem Chor versuchte sogar feine Qualen zu lindern, c f , ' c r r '; ; r lnoem ne iym cnmica zu erkennen gao, dah er auf keinen Widerstand stoßen würde. Sie hätte ebensoijUt das Holz der Koulkjjen erweicht, als ihn. Kr vei stand sie nicht einmal, denn sein gan zes Empfinden concentrirte sich für sein angebetetes Ideal. Zum zweiten Male sollte er den Gennaro singen. Sie gedachte seines ersten Auftretens in dieser und dessen Folgen, und in der unendlichen Güte ihrcS grvc n r.".f, f, r:. scr. I pcH.ii$cm u4c ic viiviumcu um ueu Qualen seiner Liebe. Sie sagte ihm einige recht freundliche, ausmnnternde Worten doch seufzend wandte er sich ab. Er hatte nur zu deutlich rn ihren Blicken -a m r-.- . - I getejen. daz t Mittels, aber keine teve fur lhnsuale. Während der ersten Scenen zog sich Lucrezia in ihre Garderobe zurück. Sie las immer wieder in den Times, welche ihr Nachricht von ihres Kindes Ergehen brachten. Heute Zum ersten Male seit zwanzig ayrcn war erue 'Rvwelcyung V.- . . . '"T" . .. V ! . s .... -. I vm vn ii benlerkbar erae B entgegeli. Scruscn wuioc, oer uc, iyrem vun,e t ... rr- 't rn...f.. zu olge. mner on srnyerais nolylg citlrenmulze wmzie ein ruykgesslchlawmeln iicite. So hinter den Eoulijjen stehend, die gesehen, liest sie noch einmal,, dah die braven Leute nicht langer eine UnterZtut zung annehmen Sehn feinen rei theilte und di ist identisch mit NobertK....Wilder Jubel durchbraust ihre Seele. rn. .i .. ... . . rr .1 ' . Mein Sohn er. mein Sohn ! Erlöst, gerettet! Fahre hin, falscher Stolz! Mein geliebtes Kind, Du 'wirst, erlöst von Deinen Leiden, noch heute sollst Du erfahren, wer ich bin, wer emm ßr : ... x . i. rtt j. 2 ju Oi i : vc;ö luttAZi, iu ricucu ev durch ihr tyxnl Den Brief im wildklopfenden Busen .-. r . t . verborgen, stürzt sie auf die Scene. Sie selbst in ja Lucrezia, daS t ja ihr eigener Sohn, um den sie weint, um den sie so namenlos gelitten, den sie in grausamer Selbstqual von sich gebannt, und der trotz alle? Hindernisse ie ge funden und sie liebt. Er erwacht, er klagt ihr seine Ver lassenhcit, er gesteht seine anbetende Vergötterung der unbekannten Mutter. Welches Spiel sie entwickelt, welche lanfcht das dichtgedrängte Auditorium mit Auae, Oyr und Herzen. Auch Genuaro ist elektrisirt durch die Magie ihrer Blicke. Nein, das ist nicht Spiel, das ist Leben, das ist Wahrbat. Wie sie ihn ansieht, wie ic seine Kand vreüt es benimmt ihm fast den Athem. Er singt mit Anstrengung, alles Blut pulsirt und droht die Bande der Aoern zn spreuaen. Erlöst athmet er auf, als das Finale des Actes die Genossen herbernchrt. Nach dem Acte sindct sie sich allein in ihrem Ankleidccabinet. Ihrem ersten 5mvul,e treu, beieltlat siw ibc Borlab ' r r f ; y - - . , , . ? l. . .. V '"'m - t a. jf.1: : c 1 " . h lede andere Nuckilcht schwinden zu la,,en
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ässe seiner Wangen wurde täglich un- tirten Iünalina. der sie anbetete. Sohii. a
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.iivuwiu vicjci vuiuoiiLc ourcy oie eue ycroekgeioar, in Sie i)to- I jcue ?,uc mmcic. 1 tcji. wiovu 09 jpci miuu jenes I kommen wäre. ES war an einem Lon- . sie zeigte ihr statt des Wohl- ost'ene Tbür bereinblickt. Au? anefaust?n ?"krritnrk?n nrnü. Ludwia XIV. im Berlailler SÄlok! i itür v
r " ' , ((' . I w I ff 1 i I " " :j U I - i t ' , ' l'4VIMii ' VVI4V UMIHUV, HVMjjV hens nur all. dan em Briet ttt dem ..Kell' ledt. lQ erwarte Dick Ztt Ziauie." Nleilaaer entdeckt. Uttfsef?ikr, eickt Kaufe meiner ran. wenn Ue will. Mo- f,,t- ss.r ,nn, n
ureau der Zeitung ihrer harre. bittet sie leise. Er taumelt hinaus, der thümer. EmpfehleGründung von Actieu- bel. dlc zweimal soviel kosten, nur dlkie dwig mechanisch seinen Louis auf Unruhcocll fah sie dielen Nachrichten Inspkcicnt sieht ihm kovsschüttelnd nach, esellsckakt. Gibbs " niSt. Wenn meine freunde das ersah- Kmr &nZm str ,s
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klucm Unglück bedroht zu sehen, loste nungsfähig. Nach den namenlosen Lei- ist zweifelhaft. Hat vielleicht zwci Dutzend Papperlapapp" plötzlich alle unnatürliche Zurückhaltung, den der unerwiderten Liebe machte diese Bleistiite entdeckt. Tbut nichts. Für Papperlapapp", ahmte er nach und bcsie war entschlossen, endlich ihrem Kerzen plötzliche Umwandlung ihn völlig ver- Aktiengesellschaften ausreichend. Tele- gann, die Geduld zu verlieren. DaS seine Rechte zn gewähren sie wollte wirrt. Seine Pulse 'flogen, das Blut araphirt aber: Große Reichthümer! ist Ihre Liedlingsmethode, meine guten
ihr Kind au zuchen, ihm ,agen: Du bist wallte xnm Hirn und Her;en. er war be- Sebe. . Idee ist nleichfatts eine Million Gründe zu widerlegen."
mein!" sinnungSlos, wie ei FieberkrankeM werth !" '.Verhöhnen Sie mich
Ihre alte Zrammersrau, die einzige Ja diesem Znstande lief er den langen Herr I. , H. Eott war freudia. beweat. lvart memeS Kmdcs!
Vertraute, welche um das Geheimniß Wen nach ihrer Villa hinaus, zu Fuß. trank noch ein Gläschen Liaueur. die weibliche Stimme.
wußte, brachte ihrden Brief in demselben obgleich mehr als ein leerer Wagen sich Da betrat Fräulein Mari), feine Toch- eine seltsame Mischung Augenblicke, als sie von dem Regisseur ihm darbot. Er sah. borte und fühlte ter. das Gemack. Brachte ein Vaar und Gereiztheit.
v er nnr nn irrn rn iricitnir emmit i ihi , t . ...,..11 . , i z; rv. urh.. -u . 1 ... ...
tct sie razch d-n Brlks und durchfllegt gebreiteten Armen stand Lueretia. Er Geschäfte., will sagen, Pantoffel. Bin anderen Zwecken dient, als Ihrer Knau- zefügt und wie viel die Bank jedesmal ihn. Mit Muhe unterdrückt sie emen stürzte sich hineinsie hielten sich lautlos sehr vergnügt, wegen Pantoffel. . will serei. Fünfzigtausend Franken! Eine dabei verloren oder gewonnen hatte. Auftchrei, dann, als ob ne mcht recht umschlunam! ,'aaen. weaen Geickätte. Weites Käk- 9annal. .err SckwicrloÄn ? (Hnt .
.wvv. v V. ,..z... v,. hihi, un vn. 'umuuiuuwuic Ji.i. uv i c uiumc iui jvvyii ivci icrn uiuiuutu. nnrrzcuncii. vau :niz loarnanuic diuic i eoer oicicr ücririi raar ein Jjaiuni kl-
wollen, oa ihr nuter l tarnt in ili,? m. ,.,x,. I ?,. IWp.o m.. i?:,F
chen Verdienn mit ihnen Er nahm es für Liebesaeständni. und Neuer Waaen? Neue Vt'erde?"
eser. ihr Sohn Robert. ZN ikreu üüen stüriend. bedeckte er ibre Nater
dem berühmten Künstler 'Hände mit Küssen. Sie zog ihn wieder Was kosiet's? Heraus damit!"
Traaik der Verzweiflung, der jauchzen- " Ite verzmelzlungSvoll, als das rothe den Seligkeit! Bor solcher Meisterschaft Herzblut seinem Mrnidc unaufhaltsam .rsinmnt her 9fnnfslti5 eastkll entströmte. 55ünk Minuten soäter
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und durch das Gcstänonin seiner Ge- zu singen, als er erlöst von allem Jrdiburt die Leidenschaft seiner Gefühle für Zchen. fern an Neapels Slrande", dem sie in die richtige Bahn zn lenken. H jüngsten Tage cnkgeqenschlummerte. tKi. ...L l'l rr . -s ...'ff- .-. j. I : nii! .'r-. .Ti. '"ft tii'Mi : . : 'in---
isl ! yai t lUlClIPlliUV VUIU U
fälliges Aufschlagen irgeild eines bedeu; alter cedelhulle dahingeschieden. Histo: n. uhlte sich sehr behagslch. 1 , li ; tenden Werkes gesucht. Auch heute will tisch - ist die Thatsache, daß ihre letzt! Heute iMentschieden ein Glückstag sie,?esi'ihunM) M Rolle die Lucrezia Boraia war. sprach er zu sich selbst.. Alle Sorgen " 1 11 ; -:. . !: . v . ! '.ihi ,! ,,' hl :; i!, "üii-i ' '.'' ' x. '. ! , VM. .:,!!:'. 'ilui' ": '; . ' ''.j.siiiji'.'ji'ilil!: ' A , ; ,,, . ; f , ; ... ; : , . , , ,, ; . . , , i . ;- , . ., ff i , : ' , ' ,.' '.. ,-',' .' " . iiv-. 'X fl"
???Wmö?H!M
Ihn zitternde Hand greift nach einem, der glech farbig gebundenen Bände, die eine ' der zierliScn Etaaeren füllen, sie öffnet ihn hastig -und erlösend qmllt Vi. vruÄ.. .. IX., sifHnnii i liii I vtc- jcyiuiic uu'j lyuu vv"vv. , , " Seltsam, da aerade die Jtern aller Dichterseelen, Grabbe, ihrem i den Herzen Trozt und Balsam zu berufen ist ; öaß die unnatürlichst ragooren lyr wlköer öle wayre ocr i-taiiir zeyrr. Je länaer Du die edlen, rcmen Ge-j fühle In Dir darnieder ringst je mächtiger richten sie j. Wenn die Stunde schlägt sich wieder ' ' Mit t '' ' " Sie wußte, Sie fühlte eö in allen FäHH unabweisbar feine Rechte forderte. TV r , , rvtt . ..rj.l CT. r - f I HütW ein noeno. wei eni uigi Und doch, und doch, er erfüllte ihn Erwartungen nicht. Ihr jsobn hatte sie nicht verstanden, und sie hatte ihm doch mit jedem Blicke, mit zeder VeI,",s, Wi,?r,-,, hrr Vsfre zweiflung gesagt: Jch bin Deine Mnt.Ultimi, iiiit viiii 1 1 vv 7.-v U' . r. V:l n. T... I ter!Er Hielt es aber für die Worte ihrer Nolle. - . !,. freilich, ie konnte er vcn w ren , . , utammendana ahiten! Einen Augenblick dachtet sie daran. ihn langsam vörznbereitenaberdas - '.: . . :;' iu UCIUICII, ivm XU ÖUCII, ÜUK ic ucs I ben dürfe mi allen Kräften seiner Seele. unterdrückte iede lanawieriae Erklärung. R, ffc nstrfinr stA h . "Sluch dar dem Age meines erjenä folaenb, ben geltebtcit ajnstii in die Arm? ziehen. d?rf seinen 'ftm Mund mit zärtlichen Kn zen bedecken, darf ihm die heiliaste. tiefste Liebe bekenneu , Soh -Ijl t: :' :n. wra icues 'isofflcn an oer jlqi r nnrerf . rv t .. . brach sie in ihrem schwärmerifchen Glü rausch. Das munte er sein, denn . " t . r ? ' ' Ücks am Schlüsse der Vorstellung hatte sie ihm zugeflüstert: Komm' in meine Garde- " . ' .. --.Fr l - robe." In Gedanken versunken, hatte sie nicht bemerkt, daß er, der völlig Uneingeweihte, diese' Zutraulichkeit mit dem Entzücken eines Äcrliebten aufnahm. Das Licht, welches aus ihren Augen brach, blendete ihn, der volle Athem, der liebkosend seine tirn überhauchte, entzündete das Feuer seiner Leidenschaft. Fast bangend, und doch in uberjelkg ster Erwartung, klopfte er an die Thüre ? r. , - iyres oticiienzimmers. Luccrezia öffnet, sie stürzt ihm entaegen, sie fchlingt beide Arme um seinen Hals, und heiße 5lüsse. mit' Thränen vermischt, brennen auf seinem Munde, ' aus , einen Wangen. O, mein Gennara! Nein mein Robert, mein Licbting, jetzt ist alles, alles aut. Dein 6 Dein edles. treues Her,, hat DiÄ nickt getäuscht. ,z,ir allein gehörst Du an, denn" sie stockte plötzlich, ihr Auge fällt auf daS lanernde Gestcht des Jnpici t c ' tt r . . . Robert war jetzt vollpandig unzurech. . s. u v-v . " . ' n,chks, als vas razende verlangen, wieder ihre Zcne zu snhleu, ihre zärtlichen Worte zuhören. Endlich stand er keuchend, nach Athem ringend, vor ihrer Thür. Lisette vssnete Weißt Du alles, erräthst Du alles?" . n lt. j. r? t . r t . . t b. ; - aus: meinem Herzen ist ein Platz, dort ruhst Du sicher! 1 t , . ' Und eng verfchlunaen ruhten sie Herz an Herz, ,n Nummer Wonne, bis sie t:: : i. . - .n. r.. niviiu, qc iyiivci umic; Jüai hju ; j. tTLt . c . r. . . . . ujvn uu)cr graur, oan jene ran nur iüeme Pslegeinuttcr war, mem Gev.tftm9i . .. . f.- .-a C r- . . . . m . jv nano pioyllcy ans zelnen VUkZen abwehrend mit beiden Händen, als dränge 1 f!J. IC... ! - t .r.-j. jkt i f. ;. trrx .t' i. : sich ihm eine schreckliche Wahrheit auf, lrne er 11c an. Sprich nicht weiter, um Gotteswil, len, sprich nicht weiter eö wäre gräs; lich, giakZllch!" stöhnte er, und als sie dennoch, aber zögernd, tödtlich verwundert fortfuhr: Dn ahnst also nicht, daZz ich Deine Mutter bin?? . sank er mit einem furchtbaren Aufschrei zu Boden Er siirl!t, o mein Gott, er stirbt! stand der alte deut tfche Arzt, ihr nächster Lager, auf welches sie . . ?. ' Nachbar an dein nr neroenoes jctiiö selbst getragen yatte. Ach, man stirbt nicht so leicht, wenn man zwanzig Juhre zahlt! Sein o deskampf währte fast zwei volle Jahre. 'f . ri ."... . . ' V . . Im herrlichen Süven Italiens hat die unginckticke Mutter ihren kranken soh endlich zur letzten Ruhe gebettet. Sie hatte während dieser langen Periode der Bahne entsagt, dann trieb die ganz verwaijte ,eete iic gewalt,am zu neuem chaszen, zu neuer Arbeit. 'wrr iMnrrifA rrw V mv viv vh mütterlich und kindlich ihre aeaenscltiae W,, r,erYt .vfis -i.,. ii,rf.s dan sie eS vermochte, wieder die Lucrezia .. lfF, tltUl VfcV" IUIIV, V 'I! " tf lT. - f- ., ' . , .f:'jl' .!: 'livM. , .. ' i ' Sie iiiMf ; 4 re-.r gitv t. ii nui:iu iuucu vjnnistiiü'j
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lein ,yres eins, oau iyre tu t H. ott, ein Gläschen Vqueur. kommen, daü ihr ilohcS ßen. welches ivdt mn t,ir, zunfi svhi
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Am Phonograpk)tn. Von Hugo leln. mr n einem Januarmorgen deö "v o Wahres 1920. dankte ;hn besonders, dieser schlcch Appetit, Und in Wahrheit, waS konnte einem Miilkn.lr KäilimMeres wicdereinem ' Millionär Schlimmeres wieder fahren ? Denn er war ein Millionär, diese? Herr I. H. Cott. Zwar ein ganz gewohnlicher, einfacher Millionär. Aber doch ein Millionär. In feiner Verzweiflung trank er, der fnfcr 0k,..., Kirt ssf'N,re ' v v I hungerte? SInt hatte dem Millionär den XL. 0 . . I U R, IM U L U m. t 11 UliLU VWfe 1. ,wm - v.aueur öl VfsitfifT r r verfantt. Z)tt Millionär war litt., fehr überrascht, denn r glaubte, betrogen worden u fein, Das war aber mÄt der Fall. Der Liqucür hatte nämlich 'ein?, wunderbare r, : iMjiTiiinn. Die Migräne schwand. War in letzj ter Zeit epidemisch aufgetreten, die Migräne. Die Wissenschaft hatte zwar den Migräne-Vacillus entdeckt, konnte aber der Krankheit nicht bcikommen. Und der Liqueur half. HerrJ. H. Cott beschloß, dem Arzte die Erfindung um einen Pappenstiel abzukaufen und ein hmen. I. H. Cott fühlte f.X. iuuLl JV ' Er empfand soacr Ap1 ' ' " X 4 M ? . S Ä"li?5f ""1 u ; "s. rnrncigm eine den Magen eines Mlllio rrr rrtTrt Ksix. L "' 'yL 7- Z?- Z:rA9 vsi iwmi. .uii umot, ivai uvzu retten war. Mutzte aber schon aqs zuvor in San Francisco mgekmmm ,. Und noch immer keine Nachricht. j - . . - 7 X , k. . ' I Vioch immer keine Nachricht. Eott senior trank in seiner Verzweiflungnoch drei Gläschen Liqueur. ES wurde 11 Uhr. Da traf die D??,sch ' 1 ' ein. - Die Depesche war sehr kurz und bün big. 'Sie lautete: B?L l,'.,, SVftnrs: ntt .VVt .VahVV WkllUI.ll. W.U4IW Ml ,&t. Rrrt,;,-f. ofj enn, iivuwutk Nvt viiuvtvitiiiiu. riuuitb jvw 000 in guten Aeiien. Reise noch beute x..:. ' ' m.x. Der Millionär war entzückt. I v . 1 . w 4 . v V. . ,, I ritlTfiFs VTiif ititt K - . Vlfc" Alles aluckt ihm- Vermögen ist gerctm tct. niwi iu vycjayi w geben, das VermZqen. Da brachte der Diener eine zweite Dexejche. Der Millionär, erbleichte. Sollte Veeks wieder unten sein? Wieder alles verspielt? Meldete Bob ein Erdbeben? Aber die Depesche war gar nicht von Bob. War von G'.vbs. Tonny 0Zibbs. Hm", machte der Millionär. Gibbs - V " ' . .. r gestickte Pantoneln. Was? nes I. H. Eott, ist heute mem Geburtstag?" Gewib, Papa." ; Hehe.. Habe ganz vergessend Immer chen. bitte Dir etwas au 1 rtt cy . . c .. . . Vater : ich bin verliebt. Verliebt! So was! Das kommt zn Koch. Kind, das geht nicht. Wozn bist Du verliebt? Alst Du Franlem Meeks, I .?. n . oi..., o ..f. .1 i diz im -ouiuiu - jewemer uic sj'jnjcua I f i c . r. .....i'.r.ir ."n m ri mcir, oau jvu uenieoioiii jjrau lem Mary Eott. I . TOft i Ä " miX. Trt-; IA I ' . - ... ' - .' I : ,m-J VM.' J UU MIUMU, Ul mir etwas ausbitten. Herr J. H. Eott rf-v- tf w . m muß Wort halten ! 1 i.i.f mäh fatal sagte I. H Eott. Weißes Kätzchen hat mich gefangen, U!un, wer ist der Nomeo?" i Herx Btvwer. l V);err,Ui y Herr Arower." Der Millionär stand auf. Lachte herz lich. . Trank dann noch ein Gläschen Liqueur. . Du bist nicht bose Papa? r$ Ncin, Haha. . tihabe ja Herrn Bromer inS Hans gebracht, damit er Nomeo spiele. Aber M thatet so kalt, so unver'iebt. . Ltrstelluk.g he? Hehe . . . Schelmin! Gut getpielt.Fräulein Meers, null fagen. Fräulein Eott. Ich Mache y . c ttn ' .. ri ...m t u , . ii Den jjiannizuiii vceut. , Fräulein Mary ' klatschte in,,,,,, die Hände.. , .rtWV ,, " Darf ; ich es ihm ' .Zagen -Gleich?" ' : : :-..--:' i3aK ' i- t;- ; Wie er sich freuen wird Z 5W!e glücks lich ich bin Papa, da hast Du? eine großartige, Idee gehabt !" , Und Fräulcn Ä!ary lief fort, ohne dem Vater zu danken, ' ohne ihm den aewohnten Kuü zu aeben. So undankbar I im c c , . ,',,? 'i, r-i,!'':- - - , ld bic Kinder. ; " " Verr v. ott war eyr v Herr I. H. Eott war sehr vergnügt. Vortresuich er Mnge, die) er Francls : ü'. m 2'f . i - . t "4cm '"'' Arower." murmelte der Millionär. Knfny&nWuWÄtn eltibringenzcherlJunge:5'k i""!, 7 -,7 'f' 1 . Herr Eott zündele sich eine Eigarre
HerrJ. H. Cott in New York echoh u mu ni jiua; rne CNste I .ti . .;r,-JlÄi. c,,. Schuld bttablen. den Neld der f5nttpr
IUW Uiiwuiuuurni yy;i icihu, uuu , r v i ' . ' SsIwp in u tM&tx. etttwattnen Wle sänge ,ch das an?'
'p?" Schwere Sorgen hatte er auch. Dazu uHe rechte Ättternw. rechte Hollen :1 Ux war derArwetii ffilrÄr. sckleckier als ie. l;ual. Wie oerschazse tch m:r dle?"
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zerstreut. Alles Unheil wird Segen. Alle Wünsche überflügelt. Zu viel bei.f. crn ris. . nuijt ui vyiuuu . . . .a'tir aui oer cuc Grieche ein jch glaube, es war Polnkrates Man hat ihn schließlich geder glückliche Millionär. War sehr ver zweifele, trank noch ein Gläschen Liqueur. Plötzlich leuchtete sein Ange auf. Er hatte eine Idee. Sehr viel für einen Mtmonar, der'S nicht mehr nöthig hat. Er ichlon vorsichtig die Thüren ad. Oessuete dann rasch einen alten Schrank in der Ecke. In der letzten Schublade . . . .Wie fatal ! Hatte ia den Schlüsse! , nV. i tja vrt--- r o ZU slOC U 0US lUMI n00OClH. XI ?ner Stelle lm Ocean, wo er am tiefsten .stDoch siehe da ! In der Schublade . . Ein Mausloch! Vortrefflich. I. H. Eott nahm eine starke Scheere zur Hand. Stemmte ie ln das Loch. Ein Krach, ein Ruck die Lade war erbrochen. Als hätte er nu anderes gethan, der Millionär. In der Lade-lagen viele verstaubte Wachsrollen. Sie waren seit fünfzehn Jahren jedem menschlichen Auge verborgen gewesen. Elnige waren bereits von Mäusen angenagt, aber nicht alle. Auf dieze Wachsrollen hatte Herr Phonograph die Gespräche des modernen Herrn I. H. Eott mit seiner seligen Frau Schwiegermutter, Dma Sharp, aufae:eichnet. Eln leichter Schauer rieselte dem Millionär bii dle,em Anblick über den Nucken. Seine Hand zitterte. Aber was vermag nicht der starke Wille eines Mannes? Er ergriff' eine der Rollen, fügte sie ltt oen Pyonograpyen ein. V5lns, zwei. . vw f hrei ,r sehte das .fiorrofir an daS " " 7 , . . . r t .. c oiottlon c e.neBtfpie Stimme. 9"x"fl btnlte 6" l' Kw'ge das U.i-t (lilla HoUart SUtitt-K. f.hr hli,-ti ? Z lT m V Mmete mit Anstrengung Trocknete f".'. 5 vy ln ".ni. Y r r Sl 1 1 . li t- V r-r KAmtirtrlnMn" btbMt tnvvi iym ,,wvyivivjjvy , sagte die Stimme, es ist sehr leicht, eine Frau zu beleidigen. Aber es ist sehr schwer, eine rau zu widerlegen. ntr m r - . fr ,Aver, ueoe cama-, yorie )iq nun f, . t T f X f C ' Herr Eott selber, und zwar Mit sehr ein ,f , t r chmeichelnder Stimme sagen .aber, liebe Mama, ich unte Nicht, daß .Latten wir das", sagte die andere, t . r .,r.i. rn: r.t-l9-?1 mV. I-Jt hniurtiif hTY itrh in citfrn intimtfnpnnt m f - . v I 7 I ,7 a . J.C Tone, der tzerrn iott gewoynUry einen alUn Satz kostete. Und diese' Stimme fur fßrt. TO0Ncn S e den Wun Ä meiner Tochter erfüllen oder nicht?" , - y - , fj - l t Es ist unmöglich. .UnmLalick!" rief die bewußte Stimme. Diesmal um eine ganze Ockave hoher. Herr Eott fuhr unwillkür lich zusammen. Wärmn unmöglich i' Habe es Ahnen schon zehn Ätal ge saat. Bin Demokrat. Meine Grund ren, ist'S um meine Wahl geschehen. 1 r i nur in GegenNur tu!" ruf Der Ton haue I " ' . ..... Nur zu! Meine Tochter soll Ihre ganze Gcsühlsrohheit kennm lernen. ... Aber damit, mein Herr Schwiegersohn, ist die Saöe nicht adaethan. Nein, das ist sie nicht. Mich werden Sie nicht . . ... t .r. (f ? . .j.. tr Lappalie, die Sie meiner Tochter nicht verweigern dürfen!" Sie beschuldigen mich der Knauserei? Gut, ich wlll Ihnen e:nen beweis nicinci Freigebigkeit geben " i .Ünalaubltch!" Jch kaufe Ihnen das ganze Versailler Schloß! Aber unter der Bedingung, das) Sie dann wohnen. ?pf,r lArntl1 litifp MTiffAi Wt IV... I Stimme mme wiederw Tone tiefer Kränkung. Sehr gelstreich!" Und. nnn wurde ie wleoer vlv uno vosoaki: ie rönnen "-. r . , . i 1 -:xi'v- mJrt, v..... v?r... I lCIliJL .VU1C l V-JCIII ICULLliCll XU1IC1I. 11UUJ dem Ihnen meine Tochter eine Petrole I :l. . . . -vV . ' ' . ' ' ' umaüelle mit in die Ehe aebracht hat.' .rau Schwieaermutter! fchrie Herr Eott kolossal aus demPhonozraphen. Sie haben kein Recht, mir das vorzumertm I Ttiiit s? fnfitt fi rtlfrn H V MV I i&t t hrehnal imtitunttn. die? Neroleumauelle! !; ! 10 lockend rst .. : r wahren Augen! Aallen Sie nur die Fäuste! Schlagen Sie mich doch, Herr Schwiegerfohn!" , Ach, .meine Nerve,'!" rief eine mu dere weibliche Stimme. ,-. Sie fallt in Ohnmacht!" schrie dle O. Du mein armes Kind! Mein ermeS Opser!" ISr Eine Stunde später fand man Herrn , r ' '" . . fehr verstimmt. ,:, . " , ., Er beruhigte slch erst nach Wochen, der Herr I. H. Scott. . So lange gellte ."'''': .' r' '"' :""? r-i " .. ... ,f namilll) eine ncwiue klimme !N seincin ct... cft ... . -i.' t': 1 k a . .. Ohre. .Aber er war trotz, alledcm zu. h ' , i 1 , """', k' tz!'H,!,, ' ,,Ll, ,,,Ä ',,'! , ' . - ,!l aus St.'Lawrence in New ?)ork. eingetroffenen Herrn Gibbs. seinem Vertrauten, ., ich glaube, dem Glück redlich meine Schuld bezahlt zu haben. Der Neid der
t, ut vitaie veiummerr vor itm.
. . .4 I ihm ,mre,ken imn Tii tnirlf ihm hr ..
1" riet oie zp.ye klimme zroyk " "V' . 'JeHtVZgen Sie sich in Ihrer K"ez ?b,z Silerin:Gib,, x
Gestalte. Rollen . Sie 'nur die M " '5' miJ 3r5ri icnif
Schwiegermutter. .Zu .Hilke $ Zu Hilfe! Sie stirbt! Er tödtet sie ! Fort. meinGU -'MMMM'nkMnt
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. A? oir ganz oiau in leinem remu dem aZkyoxe zur lNlracyl" Jtvis ine stuhle..-Erwar lief erfutterr nnd hatte horrende Keilerei. Immer hitziger wird - $f auch Riebet 5in?äräixe; : t)2i eins das Gefecht, das mit Fäusten uno Knüv Z mal der Wandcrliqueur. half ,, und am peln geliefert wird. Da kommt der s'j: .- j Mittag erwies sich sein Maaen wieder . Wirth tct nahen Gasthofeö und ruft mit 1
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Gotter muhte wohl entwaffnet sein. Schade, daß jener alte Herr PolykrateS den Herrn Phonograph nicht gekannt hat. r r i" 1 i . f jf. V i. - i . . .. r r n p.l zx ijaiic Nl? oeruyigr von oen csa)af.en zurückziehen können, ohne ein trauriges Ende befürchten zu muffen. Nicht einmal die Freundschaft des Herrn LlmasiS von Eanpten, der Zehr gute önctccile . rt i .r...-.i. r i.i. . für liniere cnicgciicn uzti, r.auc rr verloren, m alle nur von Kni u Zeit im Uebermaß des Glückes nach einer gewissen WachSrolle greifen mü,en. Vorausgesetzt natürlich, daß die Mäuse diese appetitliche Erinnerung an Seine 1 . ' . - j , . . r '. f laigc wlegermuttcr rngi gezrren haben. Denn diese Tbimben. Herr Gibbs, sindcn merkwürdiger Wrise Ge, schmack daran." Ei Veteran der Tptelbank. Einer der markantesten Stammgäste oon Montc-Earlo, ein unter der Vezeichnung dcr alte Ludwig- in den weitesten Kreisen bekannt gewordener Greis ist, wie aus Monte Carlo geschrieben wird, vor einigen Tagen dort gestorben. Seit, der Aufhebung des Spiels in den deutfchen Bädern hatte der alte Ludwig" ausschließlich Monte Carlo zum Schauplatz seiner Thätigkeit gewählt. Und Derjenigen, die ihn kannten, war eine beachtliche Anzahl, fei eö. daß sie sich feiner erinnern, wie er noch vor einem Vierteljahrhundert in seiner Vaterstadt Danzig, wo er, einer alten Patriziersnnlie entsprossen, eine geachtete bürgerliche Stellung einnahm, sei es, daß sie ihn in den Spielsälen von Homburg, Wiesbaden und Baden-Baden gesehen haben, häusig mit seiner verbältnißmJßiz noch jugendlichen Fran. Einundachtziz Jahre alt, ist er plötzlich, man darf sagen, in seinem Berns", gestorben. Er wurde mit dem Mobiliar der einzegan genen deutschen Spielhäuser ron dein Vlanc'schen Lerelo 6es Z'tranors als altes Jnventarstück übernommen. Er war einer der reelmäßiezcn Besucher der Spielsäle und ein angesehener Stammgast derselben, nicht weil er hoch spielte und viel verlor, sondern weil er beständig und treu war. Er hatte den Platz rechts vom Kartcngeber an dem vom Eingang linksseitigen treuto- und quarante Tische inne, das Etablissement lieferte ein rundes Sitzkissen für feinen Stuhl, und immer, wann gesvielt wurde, clt täglich, nahm um die Mittokssiunde Ludwig seinen Platz ein, um ihn während einiger Stunden zu behaupten. Er spielte nur rouge et nvir, und ' zwar wartete er ab, bis eines von beiden sechsmal hintereinander gewonnen hatte, um dann mit einem Goldstücke den Coup gegen die qewinncnde Seite zu machen ; traf er's, so zog er Einsatz und Gewinn en, verlor er, q pauurte er, um in beiden Fällen abzuwarten, bis sich ein aleicher Umstand wieder ereignete. Ludwig war immer für das Spiel sehr eingenommen gewesen;, er hat selbst noch vor Kurzem geäußert, daß er seit seinem einundzwanzigsten Jahre. gespielt habe, und daß ihm diese anfangs Neben und dann Hauptbeschäftigung in gezunth Etlicher Beziehung so gut bekommen sei. daß er während der letzten co Jahre nie da lehnte cr sich in seinen Stuhl zurück und schien einlnnicken. - Der Inspector am Tisch war im Augenblick bet ihm. klopfte lhm aus dle Schulter, ihn ersuchend, nicht zu schlafen, und da Lud wig weder antwortete, noch erwachte, so wurde er auf ein Zeichen des Beamten, ohne daß es besondere Aufmerksamkeit erregte, mit Stuhl und Kissen hinaus-
von Kränkung tragen! Ludwig war in seinem Berufe fslnfi lifmlafm mih nrd? ont
I ' -"T-i"' ' nächsten Tage begraben ? In Monte Earlo bcwohntd Zimmer war nicht tapeziert, sondern von oben bi unten mit besonders beroorraaenden. , von ihm markirten Serienkarken beklebt; i ? ? ... . .r. rrs . i , FrüyttngSlied lTSchMch.) Zwee Frösche saßen zur Frühlingsz:!d . Zn ihrem Zimbel un sangen: ,Nu' üben, Gottlob is der Winder bei!Sie hielden sich glücklich umfangen l Und wenn die zwee Frösche gefcherzd n Bn foöbe hm Flaschen das wehrend cA cSkS. svf .m nr urM ? schege1 1 m " M 's " ' - . 1 . '"Httl?v Doch, rvceß Knebbchen, ,ch' kcnnde fe jtercn. Auö einerDirolerVolks: schule. Lehrer : Marie. Du bist un' fleißig. Sag' Deinem Vater, er soll Dich . . TW ' ,,, ..-.i'-l, strafen " Schillerin: Sag' i' ihm n "cht ntt! Lehrer:-werde ,ch schreib' ich ihm durch die Post, daß er zu mir kommt!" - Schulerln? Kimmt er leicht nit! Lehrer: So werde ich ihndnrch einen Gend armen holen lassen !" ... Schülerin : Äiinrnt er leicht do' nitl" Lehrer: Das wollen wir sehen! Warum soll er denn nicht kominen?" Schülerin: .Js tr 'lelcht in Boarn (Bayern)!" Lehrq: .HatteJ Du das nickt aleich sagen kö.lnen V - i Schülerin: HätW mrleichtz'erst d'ruii? g'sragt, nit z'letzrl- ' DaS rettende Wort. Vor Stentorstimme: . Eö ist, jusch aiKfc steckt!" Im Nu ruhen Fäuzte uno Knüpxel, , zerbläut und blutend, abcr der ' I . r ,r Z c ...;...... . .... "t ' ;lHIL i -S1"'" IST' L."-'- ' Macy! vle k es rcllenoen zerles c) i t .t ":a!üM i"rt' r:beuaend. zieht die Tchaar einhcüia in ,'i ttUtti'f.lVi' :. T,.:... SrliA. I mUlüVHUUVf VlllH IHJi y ( ;! wieoer verdient. - ' ......,.,,;!;: Schmeichele i e n ' k o m m e n zfjer auS lcerm Magen, a!S aus volleuz Kerzen. ; 1 ir:;,,li;''1
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