Indiana Tribüne, Volume 13, Number 95, Indianapolis, Marion County, 22 December 1889 — Page 9

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ä;il!'ii!v s!V''uijiii!'i iÄlpJaj! 'fflSJSSVtS;,,, iillllPlE'il l;:,:,p Äfi wiihiü; 41 l'-K:)' it'i::1":!;!' -sm liiliilS, Veillöge zur Inbianed Tvibutte. 'I 's :;. - : ;i -il--"iiii'iii'li'1 '""lii'iiv!1!'1 :'''! ii1,!; 'iir!::ll!i 'lh; i, i 00mm:tm ' -'s'::;-::? ir l;jta!Esi !ÄI ::!.: i'i'lft ;'!i':Ji'i

Pantomimisch.

?!? E? r i nnerungen an d e n B esuch d er P arij er vxt .. p,,MUsi'ellu ng. ,i.ir' ''' ' ,j .,: !i,',!'!i:":!,i' v,'MVonJrn,iAka "Vmi Vor acht Tagen war ich in einer großeren Gefellschast. J$-;; Wo sind Sie in diesem Sommer gefcst? Ns?" irr' m Sogar drei Monate," erwiderte rch. . ES stellte sich heraus, daß alle Anwesenden acht oder vierzehn Tage, höchstens jedoch drei, vier Wocyen von waren, xntlnt drei Monate standen einzig da. Fast den ganzen Abend tauschte man Erinnerungen . an t die Weltausstellung aus. f-- GinigeTOanenlaürftÄabere enttäuscht aewesen. Manche hatten mehr. m r . " , Trt C 2imgc wcmyc. cuvuiu, wu. vu w ss geht, Alle aber wußten und scheinbar absichtslos,' " mit ; ihrer Kenntniß der französischen Sprache zu prahlen. Erst att ich behauptete, man könne französisch lesen und verstehen, auch soaar leidlich sprechen und doch gerade durch die alltags lrchsten Dinge in Verlegenheit kommen, rückten Mehrere mit der Sprache heraus und führten kleine Beispiele an ' Eine junge Frau gestand ganz ehrlich, taifieiioc5boju.lin:egleitungj.i5 ManneS, gar , keine Gelegenheit gehabt, ihr Schulfranzösisch zu verwerthen. Das Hotel, in dem sie abgestiegen, werde fast nur von Deutschen besucht, dieBedienung sei deutsü gewesen, und mehr wie merei oder von jour" habe sie in der ganzen Zeit kaum gesprochen, d. h. frans zosisch. .Wir kamen im Laufe des Gesprächs auf die vielen Fremdworte zu ,eden, die sich in unserer -Sprache eingeschlichen, und die zudem oft einen ganz ndern Sinn im Frauzösischen haben als wir ihnen im Deutschen bkilegen. . Davon ,kann ich ein Lied singen," sagte ich. O, wie oft habe ich in Paris Meine Freundin beneidet, die keine Silbe französisch sprach, aber dafür desto besverstand, Pantomimisch sich auözudrücken." ' - , Ich mußte berichten, wle es mir, ergangen, und obgleich man mich mltleids-, loS ausgelacht, will ich doch merne kleinen Pariser Erlebnisse weitererzählen, in der Hoffnung recht bedauert zu werden. Also: . kf " , Meine Freundin und ich hatten ,m InteresseunsereS Berufs unsererKunst schon längst eine Reise , nach Paris gePlant: diesen Sommer führten wir unsere Absicht aus. ; Frl.'P. so will ich meme Neljegefährtitt , nennen und ich! hatten itns in Berlin aetroffen. Hler besuchen wir gemeinschaftlich einige Theater nd Eoncertt und waren noch ganz entzückt von all den Sehenswürdigkeiten der schönen; Prächtigen Nesidenz; glaubten der doch, Paris wZ:e noch etwas ganz Anderes,' etwas etwas nun eben Paris ! ' : iY-. r ' . .,. " . ; " "' 1 ; v ' Schon von Köln ab erwarteten wir lauter Neues zu sehen, zu hören, zu schmecken, eine Station nach der anderen legten wir zurück und dachten beständig: nun kommt's es , kam auch, : aber Tmmer anders, als wir gewünscht. - i.i2'''iL.k- ,Z. tt V. I Mittags hatten wir längeren Aufentjti . ' i :.r. I sich nicht rathen und bestellte kurzweg Boüillon - -m Aba, sie traut sich nicht," dachte ich mitleidsvoll. Das kommt davon, wenn man nichts gelernt hat." Es war für mich die erste Gelegenheit, französisch zu den. die ich natürlich gern ergriff. Ich ersuchte höflichst den etwas ungeduldigen Kellners mir doch auch das von allen Reisenden bevorzugte Gericht zubringen,

doupe a loignou icaa rmng o yuo,, aus ihr plumeau und legte es noch aus so ' verheißungsvoll, ganz anders 7 als mein Bett drauf. , . . , ' i Bouillon" ; an Zwlebelsuppe" hatte , Und wirklich, die alte Here denn ich natürlich keinen Augenblick gedacht, das war, sie in meinen Augen, weil sie Fraulein P. lächelte etwas spöttisch, als mein Französisch nicht verstand lachte die i Suppe kam, ich wollte .natürlich verständnißvoll und brachte gleich darauf meine Enttäuschung nicht verrathen und fcfl Verlangte. " 1 ' 1 . ' löffelte meine Suppe, die ich mir einge- . Wie ich jetzt weiß, hatte ich um ein ,brockt, auch aus. Zwiebel, nichts als öäreäon: (Daunenbett) bitten müssen, SmtllW1 plumeau ist ein Federwisch. (FlederAbends ö Uhr waren wir in Paris. zsch.) ' 1 v " : ' ' ; K, & Der große, aber für unsere Begriffe Am nächsten Morgen erklärte mir wir kamen ja diryct von Berlin Madame DuboiS, ; weshalb sie keinerlei v6t großartige Bahnhof enttäuschte Vorbereitungen getroffen. Ich hatte, nsere Erwartungen. Auch die Straßen als wir uns verabschiedeten, ganz argloS erschienen uns gar nicht .pariserizch". äieu, msäme" gesagt. Unser Im Hotel Biolet" stiegen wirab; bald hatte ich deutsche Kellner und ein deutsches Stu- Adieu gilt in Frankreich als Lebewohl, benmädchen bedienten uns. Das ärgerte als' Abschied für einige Zeit, ich hätte mich. Ich wollte gezwungen fern, fran- st(j0 aa reroirf sagen müssen. Trotz zosisch zu reden, und wollte vor allen unserer Verabredung hatte Madame Dingen auch, daß Fräulein P. einsehen Pubois uns nicht erwartet, weil sie gesolle, wie verrathen und verkauft sie ohne glaubt, ich habe durch das Aoieu ihr anmich fei. K'1: m deuten wollen, daß wir nicht wieder- . Da wir Beide längere Zelt zu bleiben ttmenWI-ZB beabsichtigten, suchten wir eme Privat- Doch solche und ähnliche Erfahrungen Vöhnüng.M,zMM, kitfHtä haben tausend Andere gewiß ', auch geAnsangS hatten wir natürlich zw macht, ich will daher nur noch zwei MißZimmer gesucht, aber bald merkten wir, Verständnisse anführen.' daß unsere Ansprüche nicht rm Einklang Eine junge deutsche Gouvernante, die standen mit dem, waS wir zahlen konn- gern nach Frankreich wollte, hatte mich . ten. Zimmer, die im dritten oder gar eketen bei einer Pariser Aaentin die

im zweiten Stock lagen, sahen wir uns n der Nue San fanden wir ein Zim!er im fünften Stock, welches mit zwei Wetten. Klavier und Bedienung 125 , '!''.' "" iJ' L n. t . ri 1 :::;.t tri 'Irv Uranien rnonauic tonen jouic. v?ciö cenua für die funft: tage, und dabei ssax noch nicht einmal ein Sopha im Zimmer. I 1 i m Madame DuboiS. so hieß die Vermiejherin, halte kein zweites Himmelbett zu ergeben und redete mir deshalb ein, es sei besser, wenn daS andere Bett immer erst Abends aufgestellt würde, .das Zimtritt litte sonst zu sehr". Auch fand sie, ein Waschtisch mache den .Salon" zu fchlafstubenmäßig. es sollte uns jeden Morgen ein Waschtisch Hineingestellt den. Sie zeigte mir eine Niesen ' Vgnne und lobte meinen Accmt das stimmte mich günstig. Auch bestachen nS die Vortieren, die Teppiche und sonstigm kleinen Lnrusgcgenstände, wir ver - zichteten lieber ausLZequemllchreit, redeten uns ein, das Himmelbett bemerke man kaum, und mietheten den .salon." V . ' e ' . .?.. t t Denselben Abend zogen wir ein, d. h. x?ir kamen an. Madame Dubais war nich5 zu Hause, sin: alte Frau, dle sich ünS als Bonne" orstxllte, empfing uns. Wic wunderten

Xtm scyon Nlcyr meyr an, wir sie Freude wurde auch wirklich ein Engagetitten 'auf die vierte schließlich sogar ment abgeschlossen. Erst bekam ich einen txüv noch aus die fünfte Etage. , " Dankes-, aber bald darnach einen sehr

uns darüber, daß keinerlei VorbereitungenFzüZ Empfang getroffen wäwni?yi r:HJTl Bis jetzt Hatte ich nur wenig franzosisch und fast überall dasselbe gesprochen wie freute ich mich, nun endlich damit alfimen zu können. Aber aber ! .

Die .Bonne" stammte aus dem Süden Frankreichs und sprach ein schreckliches Paiois. ein Gemisch von Italienisch nur immer emrge Arocken Hm, v?abrscheinlich glaubte sie, zusammenhängende Sahe' verstünde ich doch nicht. Ich machte es schließlich ebenso, und ' so ver--T i .. ji. r, ' ,, .. .' - " : i - ständiaten wir uns nur Hauvtworte - Vout'F py ? sollte vermuthlich votre pay? heißen und die Frage nach unserer Heimath enthalten. w l?öilin V r tittiirtrt tV t ch i ft i A Frt flfct ...Jl'c- ., . i-:-. 5 . 4. - v...ifx. kj 41 ß x ;;j mvv4 - 53 7 iur uno vunvlg jcoc auucic ccutjiyc Stadt wäre doch sicher nur ein böhmischeS Dorf für sie gewesen sie sah uns etwas scheu an, sicher batte sie gedacht, wir wären Englanderinnen. . , So gut es ging; richteten wir uns häuslich ein. , rfc ost? Ptäxk MlJch'Pollte. mir die Hände waschen, und da, wie gesagt, kein Waschtisch in unserem Salon" war, bat ich die Bonne um ein iavoir. ; ' . '' , 'Sie grinste freundlich, sührte mich auf den Balkon und aestikulirte unaufhörlich. ' Ich begriff, daß rou" rue" (Straße) heißen solle, aber weshalb ich straßenmeit gehen müsse noch dazu wenn man fünf .Treppen hoch wohnt um mir die Hände zu waschen, das begriff zch nicht l Ich schrie ihr zu, !ch verlange nicht etwa ein Bad zu nehmen sondern wünsche nur ein lavoir! -Sie blieb dabei, daß ich erst , rechts, dann links die Straße entlang gehen müsse, um - Ich verzweifelte fast! . Aber Fraulein P. wußte Rath. Sie deutete der Alten pantomimisch an, daß wir uns Gesicht und Hände waschen wollten, die' Bonne murmelte etwas und brachte uns wenige Augenblicke später das Gewünschte. , ; Wie ich ' nachtraglich erfuhr, heißt Waschschüssel" euvette", Zävo!r"ist eine . Wäscherei, 3 Waschanstalt. Wir Deutschen nennen wohl allgemein eine Waschschüssel lavoir, warum, wenn es nicht richtig ist? . . : Nun schleppte die Bonne eine hübsche eiserne Bettstelle mit Matratze herbei und bereitete ' mein Bett. Das Loos- hatte entschied,, daß die ersten vier Wochen Fräulein P. Besitzerin des. Himmelbetts sein solle, ich interessirte mich daher für die Zusammenstellung meines Lagers. Was ich sah, befriedigte mich, nur furchtetf ich, unter der Steppdecke zu frieren, denn die Nächte waren noch ziemlich kalt, Zch fragte daher die Bonne, ob sie mir n plumeäu verschaffen könne. ; Oui.oa si si antwortete sie diensteifrig und verschwand. Ich war froh, daß sie mich verstanden, und daß ich ein Qber-Ueberbett, nun. ein Plumeau, wie wir sagen, bekommen würde. ' . ' ' Schon nach einer Minute kam die Alte und brachte mir einen Staubbesen, und da sie ihn überdies aus mein Bett legte, auf dem Tisch war freilich kein Platz, ,: glaubte ich, ich solle mich damit zudecken. ' : . : - VlumoAu lumeau" wiederholte r - r . . c , sie meinte aewin. er aenele, mir nicht damit ich die bunten Hahnenfedern so recht von allen, Sei. en bewundern könne. : Gan; ermattet und rathlos ml ich l einen Sesseln " ' " rr v Wieder rettete mlch Fräulein P. pantomiinisch. . " ' - -- ,; , .. ' rt ' (. deutete dann an, daß ich friere, indem sie sich zähneklappernd schüttelte, zeigte dann eöic ; jetre crjr uinieuicieppDecce einleitenden Schritte zu thun. Zu meiner groben Brief; die junge Dame schrieb mir aus Toulon, ihre Stellung fu die einer Bonne. ErziehermMheiße Uin . l:s'l;' J : ,.,!lft' ; r "' ". suiuince , eine gouvernanic" cc Frankreich eine j,Bonne nenne man ein gewöhnliches Dienstmädmm 7 r. ,M Noch ein Beisp!elMKW.MRM?? Eines schönen TageS gingen wir in eine Papierhandlung. Wir hatten meh rere Briefe geschrieben aber die ConoertS fehlten uns. ich forderte sie deshalb. Aber wie erschrak ich, als der Kaufmann ganz entrüstet zu mir sagte : Mais, malArue, vis--vis äs chez-noüs, chez Froissard voili un restaurant, ici uons n'vng vas, .des couverts. (Uns gegenüber ist ein Restaurant, wir verabreichen keine Speisen.) Entweder Hielt der Wütherich mich für 1 eine Närrin, oder glaubte, ich wolle ihn :um Narren machen. Mir fehlte der Muth, ihm begreiflich zu machen, daß ich Briefcouperts und r es . . , t - rts ? nr nicht Couverts für ein Diner oder Souper wünsche. Nach der Blamage glaubte ich, es bliebe mir nichts anderes übrig, als pflichtschuldigst bei Froissard zwei Cour vtxiS zu bestellen.

'. Nieder wurde das vantomimiscke Frl.

P. mein rettender Engel! Sie zeigte fr . , . . . . f - '". rw" idie Briefe, die wir gleich aus der Po t ..' ... 1 ' .. ' y ' 1 -3 I hatten convertiren und adresjtren wouen uckte und fand im Laden, was wir brauchten, und deutete ganz einfach darauf. Der gute Mann'begriff, daß wir nicht speisen , wollten und gab uns die envelopves." fi Daü ..nvolovve" Bnefumichlaq bedeutet, wußte ich wohl, aber ich wußte nicht, daß .couvert" nicht dasselbe aus',1h.. : W fr ,, r, ...;..... lU lili. '.::ü: ; .r'il t ijli,:!.: :''Vdruc(rii,!' wm 4iÄir , All. diese Erfahrungen berechtigten mich doch qewiß da;u, zu bedauern, daß ' t r 7-.$.- r . . .1 v -rs. l'-?c' v:. ico irano l cy qeicrm. juzmi wyuc vit pantomimische Verständigung des Fraulein V. bätte ick womöalich in Paris frieren und aleich ein Bad nehmen müsl , T7 . t :..;'....'..!.' r , i, I sen, nur um mir die Hände zu waschen, Außerdem hatte ich nur höchstens offene X - . , . '' . nx7' 7 r .fr i ' Po ttarlen, aver reine Vliese rorlscyraen können. ' V ;, Ich brauche wohl kaum noch zu versichern, daß Fräulein P. mich nicht mehr ? . - : v " , ff t ?t .i n . um meine Sprachkenntnisse beneidete sie gab mir dies wiederholt und deutlich zu vereheMunauchp :; ' i t3..-;,;; -. ,:..,,,:s :-';;f Qln Mörder deö Generals YriM. '" ,!!''i'nrr i i i . r r"' 'fett 'V I Aus Madrid wird geschrieben: Aus fY ' '' Ji. rv 1 w i 1 1 ev " Y m. Buenos Ayresist hier die Nachricht eingetrosten, daß in einem dortigen Ho- ,, 11!! janircr nayerer umslanoe, ais einen der. Morder des General Pnm betr' 'i ":"'M.::fllt ."''Ts'1 shnn Wrtrnnn uenos meiven. oorr wenia oeneor. aoer " . t i.'f'f-' '- ' ' rir ' V"': V e'":'. " ; : ..-,., r. , vi i . ft- M' .t i allgemein geachtet, ; trotz seiner Armuth ' jT t ' w ''"Ms, Yi Y V I stolz und hocherfahren und galt wohl .7. AltlM M I I AM t y. I 4t ... M , I I jui cuiui utiuitut4i juuiuyti uuwu kaner. " m iVri- 7 t V. m?. ? ÄI MS&Ä w um, vuv u vV Niemandem ; die Polizei kümmerte sich mcht um sie und sie hat, wie sich auS den von zicanlnez Peoragoza gemacylen Enthüllungen ergeben soll, guten Grund gehab dies nicht zu thun, da fthr M jteyende uno.seyr gevlttenoe Per,onen zum mindesten um die That gewußt m??,s!..'s.; Bekanntlich wurden igleich damals em Jnfant und ein Marschall von Spanien, rr r r r ft i c T r P4 stljsl gern rni ber, N? ltch durch Prim an Amadeus vergebenen Krone geschmückt hatten als die geistigen WewtdeSMt Das Haupt Verschwörung soll ein noch I. tifnltl , . UÄiihArnin P l.h.n. "' der Andalusier damals republikanisches vaiiamcmsmuvM mw Vum licher Fernd gewesen fem (5m Anderer vondenen welche handelnd ,n d.e Ermordmig des Generals emgegnssen haden. lebt, den Angaben Martine; PeÄ.B1ÄÄ!!

Fnrf frtf Tsirier Wnntt

crTl r V m er t)Vt j4 ; ci Aci iiicgc, ,, ein armer .?"öVPedragosa, geborener Ma- Mann, gestand ein, daß er 30 Dinars drllene, flüchtete sich unmittelbar nach (Francs) besitze, die er jedoch zu Hause der That, w auch die übrigen Ver,chwo- nd nicht bei sich im Wirthshause habe renen aus Spanien und hat setther ,n nd die er nun in Begleitung eines krelw.lllger Verbannung in Argentinien Hauken holen mußte. .Der Hajdukenaelebt; er war, 'w.e me Bench mux mlm das Geld und aab davon

i l - .Vk" 1 1 T M r kinder zum P ande ür nachträgliche BeThat begeben. Der eigentliche Morder Zahlung dei geforderten Summe an. Prims er aber weder er nochder Letzt- rüb wurde der Haidukenchef wü-

txwmz pnudu Bcu, tMien ; lebende einstmalige andalusische Abgeordnete. DaS Attentat ist in der nr" r " W ff t t T'-'C "(-c I Ar' ausgeführt worden. db den der 'ch.'"" . -n l'VP PrMgmhnUch.fvdemWegn ongreß nach dem Kr.egZm.n.stermm zu ryiir-n nunt , fttrt Xflltr trtÄ V11I rsiSis ..'. n VI durch signal sirt wurde, daß die auf dem TO.o. ,.k-st-N , V:,nr,.n T, ' L rSwXiu Ml S ffl -luk d'eses S.gnal h n tra en dan bekannten Vorgange em. Ein Wagen vor demHauU verborgen hielten, uhr quer über den Straßendamm;.P c 'ri. A:4 mtXtLMl'L . ?SÄkÄ!VZZWWW ihr Führer zertrümmerte die en terscheide, rief Prim zu "Lieg tu kr-, )on Juan" jDon Juan. deine Stund. h, .schlage und schoß den Gcnal sisfe dann ,n dem elben , Wagen, der der Primlchen Equipage den Weg versperrt ta?Vwin Ma7ti?ez PedraIr. .tt-.:. ..,,. KSSSwS Nachsucht darin bestanden haben, den neg n,Shl,en König Amad.uZ. ch be 3 V c r . 7 . vor er spani cyen Zvooen oerrar, , einer einzigen Stiitzein Spanien zubeaüben? ,.,,,., !,. .,'.. .t . r .... :, t!i 'T'L: .. ..: J'. , , , i- .. V ,,!, :t ..-....lll!- lli ' ,' , asA r4tsfsR iM UW;j-)r 1 ; , V iittrfirt f cthr''J:f!!lls:!P ! ty"fl"T?i!5l&i m '': 1 .,.!.:- .1,1:. : !'-.' .. I :, ,. :,,.!!:: I 1 Das Rathhaus in Berlin schwebte UNlängst in großer Feuersgesahr7, Jnlder zweiten Nachtstunde war nämlich in dem rtn a,st7rts mrt ,. N.r p 0"v:ri-r o. ... o zum Benen de Vereins sur ranrenbäuser in den Colonien veranstaltet wird, - 1 ffeuer ausaebrochm. waS um so bedenk- .. l s?..ss. s ((uii ivui. wv u vnjn wiim vuv vvv f.-w r., iAiirfft ST?rtfirimft finden konnte. Inmitten des schönen Saales, in welchem sich bekanntlich auch ...... ""7,,V7'' ""7" u das Werner'sche Conqretzbild befindet, ist r mTrtrtirflW nnk,?.ik welcher aus einem eisernen Gestell mit - . ' - . 1 ... v..wrv-. chw'n langen T.xx.che behängen beIi,k' innern ist d kl Temvel mit großen Schneebällen drapirt ; hier werden Blumen feilgehalten. Am Sonn- ' ' y - , 1 - - r , . - f abend Abend, 30. November,, dem ersten Bazarabend, zeigte es sich, daß trotz der Lichtsülle, welche im Saale herrschte, daS Innere des TempelbaueS zu dunkel sei. ES wurde daher von den um Rath befragten Elektrotechnllern empfohlen ' daß man die elektrische Leitung bis in das Innere des Tempels bringe, Diese Arbeit sollte in der Nacht zum Sonntag ausgeführt werden. Nach Schlug des BazarS hatten die Arbeiter alle Vorkehrungen getroffen, ...... c ii.trst-. n.'i..;- 1J1 uno yie ueverfuyrung ver -tcuuug in oen Tempel war auch bis gegen I Uhr Nachts so ziemlich beendet. Da zündete em Arbeiter unter dem Baldachin des Tempels ein Streichholz an, um eme für die Anr.-: L r.tL-ltJ. Ci.1l. vlillgung vti ticmic -cruunij gerig

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That geführt haben sollen und die außer fenden Gemeindenntgliedern, day sie :L7:j.' .k .. rs..r:i den Bauunternehmer keinen Schaden

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nete Stelle zu sinden. Er kam hierbei

einem der Schneebälle zu nahe, das leichte I r r f.. . er c evt r . leweoe nng rucr, uno im nugenvllcr r, t . .. . 1 O- tr ' t n nano, ,oer gunzc empeivau in , yeuen Flammen. )leÄnwc,enden ,ahcn bald. daß nichts zu retten war, auch war die Aufregung eine so gewaltige, daß die im Hause befindlichen Personen schier rathlos waren In verhältuißmäßig kurzer xtit aber wurde der Feuermelder, oer lm Nathhaufe angebracht ist, in Thätigkeit gesetzt, und bald war auch die Feuerwehr !' " rfV ' ' '' C '' 1 t i!,,M :' f w - m zur stelle, oeren vi.llion ncy avcr daraus beschränken mußte den Brand zu lokalisiren und die anderen Gegenstände :.Ji'at:n-,i'U':sA;i' ., ... , tJ?.u '4. iimjuv w. vvm jw zuuvrn. DaS gelang auch sehr gut, der Feuer heerd wurde lsolirt, und nur der Tempel bau mit seinem kostbaren Teppich schmuck V ' rtft..i; . r l ' orannle vouilauoig vls aus oas eiserne Gestell nieder. n:m m ''",:L;Ji' "li,:!',?!' ' ii i ' . ir::" imS,Si Girie fnoif! i$uUnQtlQi$Ü. ?s,i Nesrad wird t fnTftfnKpr 5N ftrfrt ff gemeldet, welcher ein. ziemlich getreues Bild des HajdnkenlebenS Serbiens gibt: Es mag zwischen 11 und 12 Uhr Nachts gewesen sein, als vor kurzer Zeit einige verspätete Gäste einer Mebana iDorkhMIITH vm, WUHIIlt ' ;r, ,stsk?,n ,s,ganyaus iin eia-rrwa, lin Poorlaner :nt . . rn .r . ir-. 'i wiv 1 v w m Hern überfallen wurden. Zwei der Räuber blieben an den beiden Ausqangen ,. ., i, "', --J'i' , ' an den ! ebenfalls als Gast anwesenden xfMi&,n mu ftiW ;.r vv: , ". . i..': .. fm.:nr:x.z ....... aivh mjihuiv vm vyti ihujcii , auiuu hmWinm faua,brvh' 71 I vvt merkte er dabei. Vonder Wirthin rourI" ' 'i. ' '' yaoe lein eio, aocr lyre ?0YNL klen ach Schabatz. gefahren' um Geld zu leihen, von welchem ie die 100 Dukaten geben wolle; auf diesen Vorschlag einer späteren Zahlung ging der Raube? nicht ein, sondern drohte ihr, wenn sie binnen nf Minuten daS Geld nicht erlege, sie um ubrinqen. Die .arm? Frau bat vergebens, auch wendete sie sich an die Gäste, ihr Geld zu leihen; einer der Bauern meinte, - seine Schwester, die heirathen wolle, habe. 7 Dukaten , v ' Wffm r,;t l,lff ""(, w. -v ;! Me, aus einer der Hajduken mit w ... u welches' selber der Wirthin einhändiese erst muß es dem Räuber geben, worauf ihr dieser bemerkte, sie f. .. ' gen? sonst werde eS iür Übel gehen. Nun forderten die Nauber noch 93 Du?ten von der Wirthin, erklärend, daß sie wissen, sie habe Geld vergraben. ' ' - Das arme Weib, zur Verzweiflung .irn s.. ' n.xi . ' r. b, 6oi btirauktn ire (Snlci; thettd, faßte die Wirthin bei den Haarens r' ? m .... ? ''"7 .7' 7 . V,,'-V 1 1 u " v v Vfc n ; j viii S. ' ... ,,;, o,r ristliA, ,n,.b gehorchen und die lchreck iche Tb, ingenwShrend'welcheÄie MißhandkUiie U,nstch.ndenZchndat ihr . 1 ' . . . . . ... . thm noch immer versicherte, nichts mehr fa'J-.lJ :J Jlx L c: ... ' v 7 v . r . . j y . ö geben, nach welchen .die Aermste ohnmächtig am Vodelr liegen blieb. Nach diesem Acte wendete sich der Hajduk an . ' axuA YJ.. 7: . p iml -axe zuerlegen.-Der,Nauoep verlangte des Gemeindeschreiiers Börse, und ach , e L7 ..t' .:.k.?I MKÄSW be'.tze von IS S7t.- m'?.i c l'7J?VU umKinzv .au mittheilte, daß er den Klrchenvau der ci an, uivvrz vcr auoer oemerlkr, oa '"'" T' .dem Urxxmm 0t, reisten und ,vauuskf,sa,n k, straft Nittl rr ; ' 2 1 . 1 r : 2 n.-t; i' 1 3 t t ' " .vt r7 ?' ' xsx ""khren. daß s.wFam.l.en sch ech, behandeln, vernachlasiiaen. tn WirthS: I T- ? ' L JT ' II ' ' t i IV ' "ll e zewen uno auen uno ,noer zu I ..i t . rr . n ,,. :" . . . t . t' v" iaj c. ytun niuic v Schankbursche Wein bringen, und Alle ' t ... ' lf . l ' I . l L wuroen genoly gr. davon zu rrm en, oer ,? sd yz oes vRecht welch gestimmt, versicherte der Ha,c. i,n& ,r f. cr. cmMfx f,s 71 r, ? ftl nur deshalb Räuber geworden well . I1' M llAkw M. iX TW I 1 &u r am. M.m A iuivin in, rri zu elgrao cymaazten mukte. woraus er I , r , . . . , . tm. sich durch dle flucht befreite. Die Wirif,:n cfc- v' t.fr. rir. rrr " 9"' eil sie herz lo s genug war ihre 5 . . vrlr tt"tuvlK": un sonocn es 0le vadulen an der nni, I . c. . r ... rr. . .. auszuorecyen, ermaynten mt a,re, vor I M.M Ilj(l HK. MJ C 1. . k. Mii " " .-! rr , berüberfall zu melden. Die raukasischenFra Dtavoloö Unter dieser Aufschrist widmet die Nowoje Wremja" dem Akäuberwefen im auralus 6 einen i längeren Artikel, tn welchem sie energische Maßregeln gegen das Ueberhandnehmen dieses Unwesens verlangt. Einer dieser modernen Fra Diavolos ist nach dem russischen Blatte der mauver ernn aewesen. der ich. nachdem er im Kaukasus durch seine mehrjährige räuberische Thätigkeit zu (n.At..., . ' tr. 1 cuiti zjixuyiaiytil Qtwoiotn war, zuerst in die Türkei und dann nach Per n flüchtete, wo ihn der Schah m seine Dienste nahm. Kerim soll an einem age unweit Astafa mit seiner Bande I slA. Crri.r- rTs . . .r c - ' juve jvu'jciüuc l,rrigrzpantt) vr

raubt haben, in welchen sich ium aroken

Theil Beamte befanden. Nachdem er r v rm m . lynen ane ,yre Wertysachen und Gelder genom i en. vertheilte er unter ihnen je nacy lyrem Mange Wegegelder" bi3 zu ihrem Bestimmungsorte. Unter den von den Räubern gefangenen Reisenden be fand sich auch ein Herr mit seiner jungen Frau. Gegenüber , dieser spielte der Räuberhauptmann den Galanten. Sie mußte auf einem auf dem Boden ausgebreiteten Teppich Platz nehmen und wurde dann von dem : l iebenswürdigen Räuber mit Bonbons traktirt, welche ihr derselbe eigenhändig mit einem Zängchen in den Mund steckte. , Als Kerim erfuhr, daß der,, Dame ihre BrillantOhrringe geraubt worden waren, ließ er ihr diese!ben sofort zurückerstatten. ..VW AuS,' Osurgeti wird , der Nowoje Obosrenije" berichtet, da daselbst der berüchtigte Räuber Dartschija kürzlich in der Nacht bei dem dortigen ! Arzti Herrn Daoidjancz. erschien. Auf dessen Frage, was er wolle, antwortete der ungebetene Gast mit der Frage: Kennen Sie mich, Herr Doctor, oder nicht ?" Wenn Herr Davidjanez den Nauber auch noch nicht persönlich kannte, so verfiel er doch sehr bald darauf, wer eigentlich der späte Besuch sein könne. Dartschija erklärte darauf dem Arzte, daß er Geld nöthig habe, und daß es daher sehr gut wäre, wenn ihm dieser mit solchem Mlshelfen würde. Die ihm angebotenen 25 Rubel wieSZ ÄAürLckIa dieselben , nur bis ,Ssüpssä,reichenmürden und er eine weit größere Reife vorhabe. Schließlich nahm er dem Arzt 300 Rubel ab, worauf er sich hoflichst empfahl. Als er auf den Platz vor dem Haufe trat, bemerkte er einen Ossicier, der soeben den Klub verließ, und hielt ihn für einen Polizisten. Sofort lajj die Büchse an derVanae, zwei Schüsse ertönten, und der Ossicier wälzte sich in seinem Blute auf der Straße. : Aehnliches soll sich fast täglich im Kaukasus ereignen. Die russische Regierung verfügt dort über 12 Kaval lerieregimenter und eine zahlreiche oenttene Miliz, und doch hat sie bis jetzt das in Rede stehende Uebel noch nicht ausrotten können, und die Schuldigen entkommen in den meisten fallen'. Die Hauptursache des Mißerfolges der behordllchen Maßregeln ist nach der Nowoje Wremjä, in der Haltung der ! einheimischen Bevölkerung vx suchen, welche die Räuber heimlich unterstützt und vor den Augen der Behörden verbirgt. ,Jch will Frieden haben mit NeinemOolke." . Mit diesen 23brU Ädct'Äpnig Maximilian II. von Bayern im Jahre 1859 den reactionären Bestrebungen seines Ministeriums ein Ende. König Max wurde wegen seines hochherzigen Entschlusses in ; allen deutschen Landen hoch gepriesen, seine Worte wurden ein populäres Schlagwort ; jeder Bayer miederholt sie noch heute mit patriotischem Stolze. ' Und nun zerstört Heinrich von Sybel plötzlich den Nimbus aus das grausamste. Anläßlich der Einsetzung der Regentschaft in Preußen, schreibt Sybel in seinem mehrfach erwähnten Buche: Die Begründung des deutschen Reiches durch Wilhelm I." örtlich wie folgt: 'Die Einsetzung des neuen, mit einigen liberalen Namen geschmückten Ministeriums hatte sehr bald gewaltige Wirkung in der Nähe wie in der Ferne. In München stand zwischen der Regierung und der zweiten Kammer schon seit längerer Zeit ein zäher stets an Erbitterung wachsender Streiks so daß unter Zustimmung des Königs die Minister von der Psordten und Graf Reigersberg. der Eine nach feiner sanguinischen, der Andere nach seiner herrischen Natur, sich mit dem Gedanken eines kleinen Staatsstreichs, Auflösung der Kammer, Octroyirung eines neuen Wahlgesetzes, Hiid nja ' ip 11 st;;: solche Rettungen z U z begleiten pflegt, zu tragen begannen. , Freilich mußte man ; bei dem Eintritt der preußischen Krisis inne halten; bei einer liberalen Entwickelung in Preußen war ein Verfassungsbruch in Bayern doch unmöglich. Indessen schickte der bayerWeesaWEtWBeÄin fortdauernd d fröhlichsten ! Nachrichten ; daß das Ministerium Manteuffel fester als jemals stehe, erfuhr er noch in den letzten Octobertagen aus der besten Quelle, natürlich vom Herrn von Manteuffel selbst. Da kam denn die Ernennung Hohenzollerns wie ein Blitz aus blauem Himmelnach München. Pfordten eilte zum Könige; nach langen, durch mehrere Monate wiederholten Erwägungen kam man zu dem unvermeidlichen Schlüsse, daß in gewissen Forderungen der Kalwner nachzugeben sei. Aber wie ist das möglich, rief dann der König, nach allem Vorgegangenen, ohne ; eine tlese Demüthigung der Krone ? Nichts leichter als dies, erwiderte der unerschüt? terliche Pfordten : ! Majestät erlassen ein Manifest : Meine Minister haben in letzter Zeit : mehrfache Differenzen mit den Kanlmern gehabt, Ich aber will i . . . :.. ...r cm.t rn .n. -..v rieoen yaoen mir meinem vout. uno so geschah es, wahrend Psordten mit dem Bundestagsge andren, nreiyerrn von Schrenk, die Stelle tauschte. Zmflspitel von den ZnrüSsetzungen in der deutschen Nrmee wird berichtet : In der 11 . Compagnie des Garde - Füsilier - Regiments, lder Maikäfer", wie sie der Volksmund nennt) traten im Oktober vorigen ZahreS sechs Einjährig-Freimillige ein, von denen vier Juden waren. Wenn nun von letzteren nach Ablauf des ersten halben Jahres kein einziger die Gefreitenknöpfe erhielt, während dre beiden evangelischen Kameraden befördert wurden, fo mußte dies mindestens als ein merkwürdiger Zufall erscheine. Unter den erwähnten vier Einjährigen befand sich aber ein Mediziner, der Sohn eines im letzten Kriege im Vorpostendienst gefallenen Landwehrmannes, dessen Wittwe eine staatliche Pension erhalt. Diesem wurde kun vor Ablauf des ersten halben JzhreZ 'von seinem FeldweSel die überres?? Mittheilung, dag er in keiner Welse cus Beförderung und Entlassung zu xeW habe (bekanntlich sollen die Mediziner nach sechsmonatlicher tadelloser D:?nstzeit entlassen werden, um ihr zweite Z Halbjahr im SanitätSkorxs abzudienen.) Da er sich keines Vergehens bewußt war, auch keiner semer Vorgesetzten Gelegen?

heit genommen haite. ihn zu tadeln, andererseitS aber seine Mittel nur' auf eine

yalblahnge Dienstzeit berechnet waren. und eine längere Ausdehnung derselben iyn niryr aucln in seinem weiteren Vtu dium aufs Empfindlichste gestört fon dern auch dessen Durchführung in Frage gestellt hätte, so wandte sich seineMutter an den iompagnleches. Von diesem abgewiesen, fand sie liebenSwürdiges Gehör bei dem damaligen Oberst des Regiments dem Herrn Vlekken v. Schmeling. der seine Verwunderung darüber aussprach, 'wie es möglich sei, daß ein unbestrafter Mediciner von der Beförderung ausgeschlossen werde, und für den Fall, daß eine Bestrafung nicht vorgekommen sei, seine Unterstützung in bestimmte Aussicht stellte. Um dieselbe Zeit aber trat in dem Commando des Garde-Füsilier-Regiments eine Veränderung ein: An die Stelle des zum OT..:-.. . ..... r f- 0 : illguvoliiinanocur ' oesoroerien zversten Blecken v. Schmeling trat ' der Oberstlieutenant Graf Keller der auf ein ? neues ! Gesuch hin erklärte nichts dazu thun" zu können. Jetzt reichte die Wittwe direct beim Kaiser ein Gesuch ein, in welchem sie ihre Vcrhaltnisse klarleate und die Bitte anfügte, im Hinblick auf dieselben und den Heldentod' ihres Mannes, sowie auf die ordentliche Führung ihres Sohnes, dessen Entlassung zu vert". . ... U: " rV. rt . ' Jr. lU J sugen. ,)le ANlworl des eneral.ommandoS, welchem die Angelegenheit zur Untersuchung" überwiesen worden war. lautete ablehnend und führte als Grund der Nichtbeförderung ! an, daß der betreffende Einjährigfreiwillige sich im Dienst nicht ausgezeichnet" hätte. ' Es :ci t:L :ii . ...... . t ' t r 1. in wiöci muji ccianni gewesen, vag vle Entlassung eines Mediciners nach sechsmonatlichem Dienst mit' der Waffe gefetzlich voni! einer besonderen Auszeichnung im Dienst abhängZg'gemacht wäre Die Katastrophe von Meyerling soll noch einmal die Oeffentlichkeit beschäftigen. Von einem Freunde in Wien wird nämlich dem Rh. Kur." berichtet, daß die Baronin Vetsera, Mutter des unglücklichen Madchens, mit 'welchem Kronprinz Rudolf in den Tod gegangen ;,.!.-.. ni . . r - r r . -rr ill, eine Vrozcyure uoer vieses rraglscye Ereignitt geschriebn hat. Die Schrift ist in nicht ganz fünfzig Eremplaren gedruckt worden woraus' die Platten ver. nlchtet wurden. Nur der Kaiser" und andere Mitglieder des Hofes, sowie die höchsten Würdenträger des Reichs haben Abdrücke erhalten. Es gibt unter diesen von der Baronin Vetsera bestimmten Empfängern nicht viel Personen, die Einblick in die Broschüre haben nehmen können. 'Der Gewährsmann des Rh. Kur." hat zu diesen Wenigen geHort. Nach der Darstellung der Baronin ' ist als erwiesen anzunehmen, daß sie selbst von dem unseligen Verhältniß des Krönprinzen zu ihrer Tochter Nichts gemußt hat. Die Vertraute der jungen Baronesse,' Gräsin Larisch. hatte i die Mutter nicht eingeweiht. Die Broschüre gibt hierfür Belege, welche so überzeugender Natur l: zu sein scheinen, daß ' auch der. Ztaiser sich ihnen mcht verschlossen hat, und daß er die Baronin Vetsera jetzt milder' beurtheilen dürfte, als in seinem ersten gewaltigen Schmerze. Erst am Vorabende derKatastrophe erfuhr die Baronin durch die Gräsin Larisch, daß ihre Tochter sich mit dem Kronpinzen nach Meyerling begeben habe. !Z Sofort eilte sie zum Polizei-Präsidenten der indessen erklärter er könne nichts thun, hier endige seine Machtbefugniß. Einen ähnlichen Bescheid erhieU die Baronin von einem der ersten Beamten des Reiches, dessen Name hier nicht genannt werden öaeWöIMlrbVngenommen vielmehr es i st 'gcwi ß, , daß wenn einer der beiden Männer, zu welcher die Varonur gefahren war, den Muth 1 gehabt hätte, sich an die entscheidende Stelle zu wenden, das große Unglück hätte vermieden werden können. Denn eö vergingen von da ab, wo die beklagenswcrthe Frau die Flucht ihrer Tochter erfuhr, bis zum Selbstmorde des Liebespaares noch ? volle neun Stunden, und das persönliche Da zwischentreten des Kaisers wäre nicht nur möglich gewesen, sondern , es wäre sicher erfolgt, wenn der Monarch zeitig benachrichtigt worden wäre. - - ' .:.. -li. . " I, ::. ' ' ' ,t 't " : l ;!i:;if Ausgrabungen ittDstia. :- jöjiiiiil:-. : "iflMiir t-:,:-- ,!-:; .:;';!.;!' . . :.?. Daß Ostia, an derÄrfprünalichen Mündung des Tiber gelegen, und als Hafeuplatz für ?!om von der größten Bedeutung, in gewisser Weise ein anderes Pompeji ist, insofern als seine Gebäude aus den vom Tiber angeschwemmten Massen durch Ausgrabungen ' . wieder wohlerhalten hervortreten ist schon öfter gesagt und geschrieben worden. Aber in einem Punkte unterscheidet es sich wesentlich zu seinem Vortheil von der am Fnß des Vesuvs gelegenen Stadt. Pompeji ist nur eine kleine Landstadt, die, ! wenn auch vielfach von den Bewohnern der Hauptstadt als Sommerquartier ausgesucht würde, doch in allen ihren Verhältnisjen, . öffentlichen Gebäuden u. fvsl nie über die bescheidensten Maße hinaus gekommen ist. Ostia dagegen war nicht nur an sich von erner größeren Vedeu tung, sondern erforderte auch wegen der Nahe der Hauptstadt, deren Versorgung zum größten Theil in ihrer Hand lag, bei der Anlage von Gebäuden Z!lttld in allen polizeilichen Einrichtungen ganz andere Verhältnisse, als das kleine camvanifch e La nd städtch en . Diese Wahrnehmung, die sich Jedem aufdrängt, der die Ruinen der Stadt besichtigt, hat man besonders in der letzten Zeit zu machen Gelegenheit gehabt, wo es gelungen ist, in Ostia ein gewaltiges Häuserviereck, die Kaserne der von Rom aus dorthin commandrrten Polizisten und Feuerwehr männer (Vigilci" ist ihr Name) auszu grasen. ,r Drei Thüren führen von - den umUc genden Straßen in die Kaserne lich künstlerisch gestaltet und ir.it Citi stern verziert. h Das Haupkzl:n.:r, IzZ trti c v 1 c twi vif h 1 v . . . (c3 r.::r.r.t trrrt 7:r.stkl UZ r:ni:n Zlzzi "f L' , v. r i , :! A ' :V!! i: u . . :!( tr.zZ c:n) s. -:r.t ?t:r:i Zrrfa c:r C?:rc:rfri,iM'J:;st: r'ri'rü !it, ) f'r.r.ttuniZ 1l:"un: so rrcj cr-.:!rt p sein. Di: C V 4 i, m fr cr-:-nur-v 1 1 " r spru.j rr. ...v lf,N , r r , . . . -,M i V W ( y ) ) V --ll" r . "v . r t " --.-- t - . 1, - '1 , r -l s ' ' i i ' ' - - f w " " ' .; 1 r . . t Z (4j rj! CT r W 2 '"' v v 1 5 ' ' " - CS " j r 1 ll, - - - - Kf I i--. J

Mannschaften in den höheren Stockwerken sich befanden. Gegenüber dent Haupteingang ist ein förmliches Heiligthum eingerichtet wo auf Marmorvasen die Bildnisse mehrerer Kaiser und Kaiserinnen standen. Die Nildsaulen selbst waren vor dem Verlassen des Gebäudes entfernt worden auch hatte man die Altäre, die zu den für die Kaiservcrehrun nöthigen Opfern gedient hatten, bis aus

die untersten Lagen entfernt, wahrschein- ? I X. i ": . ' ". "i , l :.:, rr-. t . . . tiu IN tZsolge davon, caß 0ZS iLyristtnthum Staatsreligion : geworden war. Bis jetzt sind 2750 Quadratmeter der Kasernen aufgedeckt worden und eS hat sich eine große Ausbeute, an Inschriften, auf Marnlortafeln und mit scharfen Instrumcnten in den Bewurf der Wand eingentzt,. ergeben. Unter den KaiserwidmunaenVerdlennöchdien Geta. den Bruder CaracallaS, Aufmerksamkeit ; sein Nam ist sorgfaltig ausgemeißelt und möglich st jede Spur davon vertilgt worden, wie , überall. - Bekanntlich verfolgte Caracalla feinen Bruder mit solchem Haß, daß er ihn nicht nur hinmordete, sondern auch durch Beseitigung seines namens aus allen Inschriften fern Gedächtniß völlig zu vernichten bemüht war. ,. "i Erdbeben ?eödoS. - V:L- I!.::. Ueber daS jüngste lcSbische Erdbeben vom 2. October erhält die Wiener N. 6r. Pr." aus Athen Mittheilungen vcn einem aus Mytilene ' gebürtigen Gelehren, der zur ixncr der Hochrett deS Krönprinzen nach Athen gekommen war. , Ich halle es erklärte derselbe für wahrscheinlich, daß eine unterseeische vulranicye Äerblndung zwischen ' LemnoS und den Inseln LesboS und ChloS beleyr. ls wäre son t ganz unbcqreistlch. warum diese beiden Inseln nebst der Halbinsel Ervthra so hausig von Bodenawankungen und clb t von ErdbebenKatastrophen heimgesucht werden. 1 Für den Wohlstand und die gedeihliche Entwicklung Mvttlenes,' der fruchtbarsten und größten Znsei des Aegaischen Meeres, war daS Erdbeben von 1755 ein nicht weniger verhängnißvolles, als für Chios und Ervthra die noch in frischem Andenken stehende Katastrophe von, 1883, weiche nach Dr. Hermann Schwarz in Chios mehr als 3000 und nach den an Ort und Stelle aus amtlichen Quellen geschöpften' Untersuchungen des Dr. Ornstein sogar 4000 Menschen das Le ben kostete. ES lst Thatsache, daß besonders seit dem Unglücksjahre 1 883 auf Chios unschädliche oder fast unschädliche Bodenerschütterunaen häusiger beobachtet wurden,, alö auf Mvtilene. ' Die Kata strcphe vom 2S. Oct. d. I. in Äivtilene hatte vorzugsweise den nordwestlichen Küstentheil derJnsel zum Schauplatze. Zn der Nacht vom 25. zum 26. Ortb. vurde Lesbos in seinen Grundfesten erschüttert; man zählte im Ganzen 23 Erderschütterungen.' ES machten 1 sich zwischendurch vertikale Erdstöße fühlbar, welche meistens von do-'rnerähnlichen, unirdischem Getöse begleitet waren. : Wie verlautet, sind die Bodenschwankungen nicht allein auf Leöbös und dem kleinasiatischen Festlande verspürt worden, son dern auch in Smyrna, Syra und auf den meisten Inseln deS Aegäischen Meeres. In Kudoniai dauerten die Erschütterung gen drei Tage hindurch, doch wurde daselbst nur eine Frau unter den Trummern ihres Wohnhauses begraben. Als Urjache der Erschütterungen betrachtet man allgemein emen unterirdischen Bulkanausbrrich auf dem Grunde der Mut ilene von der kleinasiatischen , Küste trennenden Meerenge., Eineausfälige Be obachtung ist die, daß im Jahre 1LLS gleichsalls ,n der Nacht vom 2G. zum 27. Oktober in Smvrna zwei heftige Erdstoße konstatirt und beinahe zu gleicher Zeit mehrere Dörfer der ervthra ischen Halbinsel zerstört wurden. Zn der Nacht vom 2. Oktober d. I. sind aus LesdoS an 20 Ortschaften mehr oder weniger beschädigt worden am meisten soll die Stadt Cressos gelitten haben, in welcher an 600 Häuser 3iisse bekamen oder zusammenstürzten. , Außer dieser sind noch die Flecken Hidera, ;, Agra, Tsitra, 23a tlosa, Erna und Telonia mehr cder m Niger verwüstet worden. Die Zahl der ' dem Elemcntar-Ereignisse zum Opfer gesallenen Menschen belaust sich auf 40. die der Verwundeten etwa auf 60. Am Vorabend des Erdbebens soll ein orkan. artiger Sturm auf LeSbos gewüth ' ben, und die Umgebungen mehrerer Ortschasten sind durch heftige 5!egengüsse unter Wasser Zksetzt wordeu. ' Aus Ni 0 Grande d 0 Suk. der südlichsten Provinz der neuen 3!epub-,, llk Brasilien, kommt mit der jüngsten , Post neben den, politischen Meldungen auch dicKunde von der opernhast-roman-tischen Flucht eines jungen Liebespaares. Estephanla , hieß sie ; Stodrigo hieß es; ;. Beide waren Kinder angesehener Familien in Santa Rita do Passa. Die Kinder liebten sich, die Eltern waren Feinde, wie einst Montecchi 'und Capuletti. Dcr neue Nomeo und die neue Julia bcschlcsh't . 1 f -i , r , r 'i!liiS. I c 1 1 ; " imihu ja uuiycii. vriNfj Morgens geschah eS, daß aus dem Thore von,. Santa Rita ein Maulthier fchri!t. getrieveNivonZelnems Burschen. Der Esel trug zwei mächtige TragkörH auf jeder ! Seite einen, und diese Steile schienen schwer zu sein, denn das Thier schritt mühselig fürbaßU Nach etn?a tSStunden war das Ziel erreicht, eii. Fl:tÄ ken mit Kirche und Pfarrer. Der Esel machte Halt. Aus den Häusern stürmte die nengierigeBevölkerung ; man glaucte, ein Hausircr sei angekommen, und inlri Traakörbcn vermuthete man allerlei hkrrliche'Sachen. Dem Esel wurde vorsitig seine Last abgenommen, die KLrl: wurden geöffnet, und bei den Gelnnen aller Entführer, wer beschreibt IzZ Staunen deS neugierigen VelkcheNZ P auS den beiden Korben hervor fÄ"--unsere Verliebten! Jttde.sc!:?u ZlvHr rT G' ir ' tu-., ci'j jj..r , ...2 vx C-t '"f ! 'i 1 ' t ' r".-"'"" " 4vifc v... ,. , ' . . ' . ' j . , '-'4-r, 1 - -. z c.zz.x r.:-, c4' ( - w - r..' l. . L ..,"s.:-.-4- 1 4 I - . (-.t:.-.-.,V , , --. 1 4 . . , . f Ti " ' L . . 'r t , . r -- ( t y U::;ii -:r C

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