Indiana Tribüne, Volume 13, Number 88, Indianapolis, Marion County, 15 December 1889 — Page 9
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Cchluö der LluSsteNuug. Von tut Vrsnöes.
. - Pa r i s, 7. November. Ein kurzer Blih auf der zweiten $lairorm k i. CC.T- tir , korm deS (zmeltburinS. i f BananenfAi.d : v v ' , " : lchuk, der in den Geba'' ler AuSkkel -
sCi . . . ' UJU ICl lll Lil, u. nvvu wvnt' Gi ? " blf r'I?"3" : Chef FreycinetS war, bei einer Unter- , Ses mt ; ht ' Muhende Tlam . duna über die bevorstehende Auöstel- ; des Elsenglganti' erllzcht, von der lung,!e ganze Welt wird dennoch nach '.Lsntfcr'hfrttnninli ; : ..k. TN....X . .' . ' ...i
T'V JJMinuf S VtTVFfy 0.i- 0.fT Ä jSM1 dn renffn ihre Schem uoch auf das .. MMd' hinüber., Die PLr W.l.- . ffiffi ffilt!e uuur iJmvyonle schließt mit emeni bellen Paukensch ag. , , . , l.. !? m,..k c. Vvy " rvta lw i" yerrttaen Welker aus
Jnf mrRJfn; " ' I'Uri!en ?5kn der letzte mich , damals, aber.der Dixlost, sieht man die bnntleuchtenden . gt, welcher das Sprachrohr des Cabi. nonlölnen emen lebten inmiiobiienben ..w .....it: f.:. w.n.k
1 Cxt.T nr - ' tu im uw uttutiiuHui jtutv uuwv Ctrahl schleudern . A ire la Itepu-. hat dennoch Recht behalten., , , , bliqne! ' Yire la France, , tont cS m , J . U,. mi W mmiatn ffliiFiArf?. Tnn m;r J ' . 3!1 Die ganze Wett tst nach Pan,
i in intlUClfr crthpn n& ntt ftt rn lausen
V,;. " Z r" ' Datschen haben zudem aeseden. d.
S J 7ss r?L' F . .V 5 ' das freie Frankre ch im Stande ist, groge i , , na?m PanS in fe tlicheS Gepränge an. ' . ...m.. . :.. t i!t. , Alles war bei dem Kerrliöen Wetter auf ! Dmge Z Wege zu bringen, und da? dh
der, Straße und Alles wanderte nach dem NuSstcllungsfelde. ,Die Schalter waren , ! belagert, die Preise der Eintrittskarten , schwankten zwischen 20 und 50 Centimes. Es hatte offenbar eine große Unsicherheit , an der' Ticket-Abendbörse" , ge,J herrscht. ; n - i:4?i Um 2 Uhr sah das ChampS 6s Alars nie ein mächtiger Ameisenhaufen aus. Dabei waren die Galerien zum Erdrükken voll, sodaß die Circulation fast un- , möglich wurde. In der Mittelzallerie . deS Hauptgebäudes schob man sich langskm. ohne'eigentlich etwas zu sehen, vors rsartS. . Hier und da kleine Aufschreie twatt arg gequetschter Frauen und Kinder,, sonst aber überall Frohmuth und Scherze. Nirgends habe ich gesehen,, daß es troh des immensen Drängens zu Nohheiken gekommen wäre. Einen ein ' 1 igtn Augenblick war in der Gemälde.' , .::,,: Centenar-Ausstellung vor den berühmtesten Bildern Meissoniers die Gefahr vorHanden, dag man handgreiflich werden wollte. Ich war so glücklich, dadurch, daß ich Ken theilnshmlos, sein Petit Jonrnal lesenden Gardien de la paix auf die bereits erhobenen Stöcke, und Negenschirine aufmerksam machte, etwa! . ges Unheil fsir die Alldcr, .deren jedes eine halbe Million werth ist, zu verhüt ,ttn. . Die Ursache des Streites war ein-
fach d!e, daß man sich von links und rechts vor die Bilder drängte, anstatt ilch von einer Seite aus vorbeizuschießen., feie Administration, welche offenbar ei1: nen solchen Andrang nicht vorausgesehen, hatte keine Maßregeln für eine geordnete :, Zirkulation, getroffen. Daß man sich ut einen Blick auf. die. Werke Meisso-J.'-V nrs fast schlug, ehrt ebenso sehr den l . Meister wie den Kunstenthusiasmus der , AuZstellungSbesucher. Aber gefährlich war es doch. Außer diesem Zwifchenfall ' habe ich von keinerlei sonstigen Uners ; quicklichkeit gehört. , Es kam 6 Uhr ', j heran, und die guten Leute bekamen ! Hunger. In den Nestauranks war schon , lange kein Platz mehr zu finden. Um s , die bezeichnete Zeit kam ich an dem ai.i , Ende der Ausstellung der WohnungShäu sei gelegenen Bouillon Duval vorüber Der Andrang unmittelbar, ?or dem' Loj fält selbst war furchtbar. Die hungri- ! gen Menschen bildeten aber außerdem ' 8ch Gucuc von dem Restaurant ab ' , tij zu dem Nenalssancehause. Trotzdem '1' jwtl einem Male 400 Menschen in diesem Bouillon Duval gespeist werden können, ' so mögen doch Manche wohl zwei Stün- ! . den gewartet. haben, ehe , die Reihe des (zjjrns an sie kam. Und welch' eines 'i 5sien5 dann!
Wer sich sem Abendvroo mitgebracht s atte, der richtete sich, so gut es ging, er es auf dem etwas feuchten Rasens sei ! 'eS am Fuße der verwundert dreins'chau- - enden Statuen in den verschiedenen Bos' s quetS oder auch auf, den Treppenabsähen der verschiedenen Einz:lpaläste, ein. Die Stiegen, welche zu der Gal- . 'lerit der Maschinenhalle führen, waren , dicht mit kauenden und zechenden Men- , 'schen besetzt. Wahre Wurstoraien fan'den hier statt. Der Dust, welcher aus denselben zum Himmel stieg, war in , Vnbetracht des darin enthaltenen Knoblauchs nichts weniger als lieblich., Die Beleuchtung war die ' aller festGlichen Gelegenheiten der Ausstellung. Vielleicht war man noch verschwendebischer mit bengalischem Feuer. ,Der Anblick war, wie immer, ein märchenhafter. .So etwas muß man gesehen 'haben, davon kann man sich keine Vor- , ' steSung machen daS war der Kern der ; Unterhaltung mit einem Berliner Juri- ' sten, dem ich die Honneurs 1 der Schlußvorstellung der Expoition univcr V teile zu machen Gelegenheit hatte. Der Heimweg war für Viele, welche , den Kehraus mitgemacht hatten, kein dernenlsser. Die Eisenbahnen waren 'Lderfüllt, und die wenigen vorhandenen Wsgen hatten sich dergestalt in einander verfahren, daß lange Zeit , verging, ehe sie wieder flott waren Viele, sehr ' - Viele mußten daher nach dem Innern. ' dem Osten und Norden der Stadt . Fuß zurückkehren. , - Und so ist sie denn beendet, diese.AuSAeLuna. die unter den unglücklichsten Ausviclm entstanden, und der mau ein . ' r 'm - keineswegs gtänzenücs Prognonnon ge- ,!,,,! t . Mjl'- Li.. i' il: GL..Im I At fr sl Vif fltU OUliC. Kyui VV bvl'3 die Ausstellungen sich überlebt hätten, 'daß eS unnütz sei, die Producenten zu einem Wettbewerb einzuladen, der doch ' den Conkurrenten nur zu Gute kommen 1 ürde, daß Niemand Theil daran nehmen erde? Selbst innerhalb Frankreichs kemisirte man acaen den Termin des ' iohreS 1889,, 12 den der Centenarfeier ' Nevolution. Der GauloiS" wollte ' noch in dem letzten Augenblicke glauben 'Machen, daß die Ausstellung auflas ahr 1890 verschoben werden ürde. r Wer die französische Regierung und vor Llllem Herr Carnot ließen sich auch durch - die ofsicieUerr Ablehnungen der europäl schen Regierungen nicht irre machen. - r. frA, mrtn von dem BoulanaisHjatii y it , f its v inneren Kamv.en. Die das uiy ' . f cÄ nis6iiÄ der Wablen durchzui Mkchen habe, und die nothwendigerweis, j , n c. jr.ii den Erfolg der ÄUZZleuunz üiuiiiiuii' ' 3i"'cen'.müfenl: 11 Nk,ml sind deraleichen Voraus ; fszunAin ätsiSJitt? LÜLenLestraft
wöroeÄ, als beider Pariser Äussiellün. Ich muß sagen, daß daS Vertrauen i den Erfolg bei den Organisatoren und den Negierungen von vornherein ein uns erschütterlicher war. .Mögen die gro-
ßen Nationen ossiciell wegbleiben sagte : Cltl yfcUIUHll IIIHU ViHWvvm, ia : ti.-tÄl. i ti...:nfx. ra.. ciuciir. ii miije iu;i -üw- ! rx-i?l : n..r:.. ' .r . r:... ÄM! 7 lr77- ' T ' I ,S7'7 Ä5aSK3 u l'b Äl , ;ifxm.AÄ(ri- r;iTw (itstuf rl lchmackller onglneller vethatlgt, als b Weser Au,stellung. ij rtrrnTOrfr.itti'n nör 9mfrn anÄ a"0 ' . - i IB (jUiivU biii ifOpra u.oa'!U..cit nicht ich ad et. AiU; Int me.eu nii;crcr LndUeuke die freiheitliche Luftcur hier schon cut geihan. Bei Vielen hat sich die Wirbelsäule gan; erheblich aufgerich !et und durste in nächster Zeit wenigstens nicht sc leicht sich wreder krümmen. Andere sind von ihiem hitzigen (hanv!niSmussieber genesen nnd haben einsehen gelernt, daß wir doch noch sehr Vieles nicht können. Diesen politisch-patholo-gischen Vorgang hat man wohl bei uns verhüten wollen, als man sich gegen den Besuch der Weltausstellung erklärte. Man fürchtete von oben herab für u.ls daS merkwürdigste Pariser Ausstellung?obsect: .den freien Bürger" und die Verminderung der patriotischen Selbst? Überschätzung. . - ' ! Den Erfolg der Pariser Ausstellung wird Niemand, mehr in Zweifel ziehen wollen Mein Beruf hat jmich mit vielen deutschen Landsleuten, jnngen und alten, aus allen Standen, zusammenge: bracht; nicht Einer, der nicht hochbefaedigt gewesen wäre über das Gesehene, fast alle haben mir die identisch lautende Erklärung abgegeben sie seien wie berauscht von dem Gesehenen. Aber ferner auch nicht Einer, der sich über irgend eine brutale Behandlung seitens der em geborenen Bevölkerung zu beklagen hatte. Im Gegentheil hat man mir verf.chiedent: lich nicht genug das liebenswürdige Ent gegenkommcn der Beamten n?!e der Pri aten rühmen können. : r Die materielle Bilanz über, die Ausstellung laßt 5ch heute noch nicht ziehe.:. Monate im. Hahre vergehen, ehe man sich hierüber llcx werden wird. Eines können wir der heute schon sagen, daß unsere Verluste an entgangenen ! Geschäften durch die von der Regierung bcliebte Nichtbethell'gung , sick nach , Hun: derten von Millionen beziffern werden. Etwas theuer pc eine historische, Reminiscenz ! .? . Die Einnahmen des EiffelthurmeS betragen vom'lö. Mai bis zum SNovemder S,S00,000 Francs. Damit jind vle Herstellungskosten gedeckt. Der Thurm ist eine der zzrsat adtraot!, der Ausstellung gewef?. Wie müssen sich Metjsonler. Garnier, Gounod, Gerime, Bonnat, Bouguereau, Sally, Prudhomme, Robert FleuryVlctorlen Sardou, Panleron, Gigour, Lefevre Guillaume, Ia7quct,'Duez, Alle Großmeijter des Geschmackes, heute schämen, die an den Präsidenten der. Republik jene famose Petition achteten ; ,n welcher sie versicheren, oan der Etnclthurm eine vchande für Paris sein würde, nnd Herrn Carnot baten, nicht zu gestatten, daß dieser Blechr r n rv . , ....: : .. icyornsreln Paris verunziere! si ' m s ' - ; -r t . fr.. oie ölenauraleure lnneryaiv oer Ansstell un a sind trotz der erheblichen Pacht, die sie zu! zahlen hatten, wohlhabende Leute gewordene Brenant hat auf dem Eiffelthu.-me Abende gehabt, wo er 2000 Francs Neinaewinn ? eingestrichen, .und die drei innerhalb der. Ausstellung belegenen Bouillon Duval haben einen Reinaewinn von 1,500,000 nrancS eraeven. Diese wenigen Zeilen! mögen für heute genügen, um annähernd,,,, ern Blld zu geben, weich eine Unsumme ! von Geld nach Paris, geflossen. Die Ausstellung hat ja kolossale Summen verschlungen, aber mehr als je gilt hier daS Wort eines alten Waidmannes, der beim Laden auf der Hühnerjagd mir einst , sagte: i Wo Nichts rem k.ommt, kommt Nichts raus.'', Freilich, , haben muß man. es dazu,!un etwas hineinzutbun. ! ' Imm '-M. ' Otto Brandes. ! . j- .:. , ,, i,,r: li-fjiwi , -4 .,;;, , -..,':, 's . , " ' m m , ' ' I H :i'!r:'!4&iuöT)rarttt;:''vl:j & t -Ät: " : r y. ..i-iii;; ! Mein Freund M. steht etwas unter dem Pantoffel. DaS weiß die Welt. Natürlich läßt er sich dies so cnig wie möglich merken und wir Freunde von ihm sind denn auch zartfühlend gemig gewesen, ihn nicht merken zu lassen, daß unS daS traurige Faktum genau bekannt sei. In der letzten Zeit jedoch ist dleS anders geworden. Durch Zuall, gänzlich unbeabsichtigt, kam nämlich vor ungefähr 8 Wochen des Abends am Stammtisch, an welchem sonst stets nur über Kartoffelpreise, Canalisanon und andere hochpolitische Dinge gesprochen wird, die Rede auf das sogenannte häusliche Glück. , Wäbrend wir Andern nun tiemlicd la scheiden unsere Meinungen zurückhielten oder wenigstens ganz kurz unsere Ansichten zum Besten gaben, fühlte sich gerade der obenerwähnte Freund M. veranlaßt, in geradezu unoerschainter, heraussorderiider Weife die Sache zu beleuchten. Aber, waö wollen Sie denn, meine Herren? so ungefähr beaann er seine Auseinandersetzung, wirManner sind meistens viel zu rücksichtslos unseren Flauen gegenüber! Da setzen mir uns des Abends in die Kneipe, verzehren das viele (Keld und amüsiren uns auf das Vortrefflichste," wahrend unsere armen Frauen zu Haufe hocken, Strümpfe stopfen und jeden Groschen zu rathe halten. Und kommen wir dann nach Haufe, so sind wir noch dazu mürrisch und unfreundlich; ich weiß ja, wie mir dies selbst geht, ich bin zu Hause der reine Tyrann , 1 In diesem Augenblick, als M. grade in feiner besten Auseinandersetzung war, schlug die Uhr zehn.! Hut, und S-ock
I w.ij iu. juuuu iftT, rnrnrnfn m sner Kocntadrenve N
aerommen. uno nt oai ic ?roes. 10
ergreifen, dem' Kellner zahlen und von seinem Stuhl aufspringen, war daS Werk eines Augenblicks.' " Aber, wo wollen Sie denn schon so eilig hin?" fragte Einer der Anwesenden, der den Tyrannen, sehr , genau kannte. Bleiben Sie doch , noch ein, Stündchen l - ''11 "i Vedaure sehr ich habe versprochen, punkt li) Uhr zn Hausezu sein, und ein echter Mann hält sein Wort!" Ach, Unsinn!" meinte der Andere. Bleiben Sie doch hier, zu Hause tyran? nisiren Sie ja doch blss Ihr armes ;JoJ. M. sah den Spottoogel mit einem wutherfüllten Blick an, in de? nächsten Secunde aber war er schon auf der Straße. Wir Andern lachten, daß uns die Bäuche wackelten, denn wir wußten genau, daß, wenn M. nicht pünktlich 5 Minuten nach Zehn zu Hause sei, seine hlde, gestrenge Ehehälfte außer allem Zweifel kommen würde, um ihn abzu. holen in i-fe- " ::J- &r ps-k ! i Seit jener Zeit ist das ,Trannisiren an unserem Stammtisch, ein geflügeltes Wort geworden. 1 Kommt M., so tont ihm schon die Frage entgegen: Nun, Her?! M., wie war'S denn heute? Haben Sie stark tyrannisirt?" oder: - , Na, lieber DionvS, , bekommt Dir das Trannengefchaft immer iioch so einigermaßen?" oder aber gar: , i Donnerwetter, Herr M., sehen Sie aber heute wieder 'mal verryrannistrt" uiU4-ixf4-". -;: ' ' - - - ::; - ""! - -!l ''' " ' " "'" ' ' ji- , . i . Modert LTtayer, r bn Entdecker des Princips von der Er Haltung der Energie, soll nächstens ein von dem Münchener Bildhauer Professor Rümann geschaffenes Denkmal in Heilbroun erhalten. Ein geistiges Denkmal widmete ihm ans Anlaß dieses EreignisseS Professor Weyrauch in Stuttgart in Gestalt einer Schrif, welche das Leben und die wissenschaftlichen Arbeiten Robrrt Maver'S .näher beleuchtet. Bekanntlich hatte die Mitwelt, dle'Bedeutung seiner Entdeckung nicht erkannt sie nichts einmal beachtet. Konnte , doch Mayer, als er IS41 seine erste kleine Abhandlung, ' betitelt : ' Bemerkungen über die. Kräfte der unbelebten Natur" getrieben hatte, keinen" Verleger für dieselbe sinden! Der Professor Poggendorf in Berlin, der Herausgeber der viel gelesenen Annalen der Physik",' schickte ihm die Handschrift seiner Abhandlung zurück, da sie nicht zur Verossentlichung geeignet sei. Erst JustuS von, Licbig fand sich bereit, der Arbeit in seinen Monatsheften Aufnahme zu gewSh,en. Allein die Physiker schüttelten zu der neuen Entdeckung bedenklich d!e Köpfe: in Tübingen und Dannstadt bedeu
tete man Mayer kurz, seine vermeintliche Entdeckung sei ein gewaltiger Irrthum. Mayer'S Entdeckung blieb jahrelang uns beachtet, und darüber verlor ihr genialer Urheber fast den Verstand. ! : Er zerfiel mit sich und der Welt, , in stiller Abgefchiedenheit hat er seine -letzten Lebensjähre hingebracht. DaS Wort Momms fen's hat, sich ,an Mayer erfüllt: Der Samen,, den geniale Naturen streuen, geht langsam auf". Denn erst zu Ende der , sechziger Jahre erkannte 'man die große Bedeutung seiner' Entdeckung für die Erklärung der gesammten Naturerscheinungkn, und von der Jetztzeit wird erst im vollen Maße dem großen Todten die Anerkennung zu Theil, die der Lebende nicht erringen konnte. Als junger Schifssarzt war Mayer zu der Erkenntniß gelangt, daß in der Natur keine Ursache mechanischer Vorgänge verloren gehe, sondern daß eine jede Ur fache in einer gleichwerthigen Wirkung zur Erscheinung komme. Er schrieb Bemerkungen über die Kräfte der unbelebten Natur und kam zur Abfassung einer zweiten Arbeit : Die organische Bewegung in ihrem Zusammenhange mit dem Stoffwechsel", welche unstreitig seine be deutendste ist. , In, derselben beschäftigt er sich mit dem Energiehaushalt der Erde. Fast alle auf dieser , bemerkbare Energie geht uns in Form von Wärme und Licht von der Sonne zu. ' Die Sonnenwärme verwandelt das Wasser in Wasserdampf und verursacht so die , Bildung der Wolken; sie ist es, welche die Strömung der Flüsse erzeugt, Mühlen und Sa)!sfe lreivr uno me Bewegungen in unserer Atmosphäre hervorruft. Von dieser Energie, welche die Sonne gegen die Erde ausstrahlt, würde ein sehr erheblicher Theil wieder durch Ausstrahlung in den Weltenraum verloren gehen, besäßen wir nicht in unserer Pflanzenwelt ein Reservoir, , sozusagen einen Aufspeicherungsapparat, welche diese Energie festhält und uns , deren Benutzung zu späteren Zeiten gestattet. Denn die Sonnenenergie be, wirkt in den Pflanzen die Trennung vorhandener chemischer Verbindungen bleibt alsdann hier als Energie ckemischer Verwandtschaft aufbewahrt uno kann i jederzeit von unS nutzbar gemacht werden, sowie wir die getrennten chemischen Atome neue Verbindungen eingehen lassen sie auf irgend eine Weise zur Verbrennung bringen, wobei die frei werdende Energie als Wärme zum Vorschein kommt. Heizen wir also unsere Maschinen mit Holz, Tors oder hstemkohlen, so verwandeln wir die Energie der Sonnenstrahlen, welche in den Pflanzen aufbewahrt war, zunächst in Wärme und dann in die mechanische Arbeit der Ma leiinm U ' il 1 1 Cil . i, l,i ; "g;ffi;::iJ"t ; ? ; VM '-f ': 1:T iii-ii;," iS: In dieser Hinsicht macht auch die Thierwelt von der übrigen Natur keine iw r tn . . n i ' usnayme. er . auersrofs, wezcyen das Thier einathmet, geht in den Blutaefäßen chemische Verbindungen mit den Bestandtheilen der Rahrunasmittel ein. DaS Blut, eine langsam brennende Flüssigkeit, ist das Oel in der Flamme deS Lebens. Uno so erscheint du in den Nahrungsmitteln aufaesvelcherte Son nenenerie wieder in Gestalt von thierischer Wärme, thierischer Arbeit und lebendiger Arbeit der Bewegungen. Bei der Verfolgung der eben entwickel ten Gedanken, deren Kern darin besteht. daß Energie oder, wie Mayer sich ausNückt, Kraft ebensowenig, wie Stoff aus Atchts entstehen rann, daß wir ihr Dai km melmehr der sonue verdanken. ! drängt sich uns unwillkürlich die Frage iuf : wte t)t es der sonne möglich, uns fortwährend in gleicher Weife mit Wärme ; und Licht zu versehen, ohne daß dahei ' ihre Kräfte aufgezehrt werden?.
Mr rörttmna oteler Maae m tmt
dritte Arbeit MayerS aus dem Jahre 1843 gewidmet, welche er Beitrage zur Dynamik deS Himmels" betitelt hat. 1 Am SO. , Märj 1S7S starb Robert Z)!ayet, die Groge seines Verdienstes aber wurde erst r.aca 1 feinem Tode sn, ttkann lebee' den neuesten Scandal in :1's'':illi4 ,,. ; ., ' . " ' , : : ... ,."..,:.:; f: r; . ,:: . . ? ; : iegen folgende eingehendere Mittheilungen'Vor?. m Ä " ' ": Ein arger Scandal in der , guten Gesellschaft" befchaftigt bereits seit Wochen ,,die Westend-Clubs; die,, Sache wurde aber bisher, von der Polizei und den Gerichten glücklich vertuscht und den Hauptschuldigen Zeit gegeben, sich außer Landes in Sicherheit zu bringen, wag r. ,..: . :if r r für sie 'llloclyciigicu scyr angenehm und von höchster Wichtigkeit ist. Der ganze Vorfall wirft wieder einmal ein raurmeS Streiflicht axf die Ausübuna der Gerechtigkeitiin Englands wo neben der größten bürgerlichen Freiheit .der größte !1!est deö privilegirten FeudalwesenS erhalten geblieben ist, und wo von guter Familie zu stammen", wenn auch nicht vor dem Gesetze, so dock vor dem Richter als besonderer MilderunaSU, !'" ...II !''' I . giuuv gnl uno tti zu yuusig oie Vlralfreihcit sichert. Ohne auf die abscheuliche, anwidernde nnd,, unsagbar schmutzige Sache näher, einzugehen, mag nur ermahnt sein, daß " . rm . f : . rfc. " . vor einigen vocyen me eiegraphenlunaen, Knaben im Alter, von 10 bis 13 Jahren, welche in einer der WestendstaV!i. t.f Jt!fi!l ' m " iioncii ücjuujuiji um ii ii, im 4oClyr UNqewöhnlicher Mittel betroffen wurden. Die jungen Herren"? schafften sich goldene ,llyren,unv goloene Ztttten an, verlegten sich , auf das Rauchen hochfeiner Cigarren, wurden Stammgäste in den feinsten Conditoreien und trieben überHaupt einen Aufwands der mit ihrem geringen Lohne in einem so entschiedenen Mißverhaltniß stand, daß die Polizei .e rt.. .t ... t n. a nu inci i juin ivui vc 1 nc oag vlezunm eine Ahnung davon hatten, fanden ie sich unter Beobachtung gestellt, und man bemerkte, daßdie regelmäßigen Be sucher in einem ausschließtich von Herren der höchsten Gesellschaftskreise frequene i m (T V C V-. . iirien iuo ,n ieoeiano Street waren.. Einer der Jungen wurde, als , er eines Abends daS Elubhaus verließ, abgefaßt, nach der Potizeistaiion gebracht und dort einem scharfen Verhör unterzogen. Er macyle niyuuungen, weicye ganz unglaublich schienen, deren Wahrheit jedoch durch die aus der Stelle vorgenommene ärztliche Untersuchung im Wesentlichen ..-.'::. 1 velangi niuroe. .... In derlelben Nacht rourden lwti Kell ner des Klubs abgefaßt und dem Polizeirichter.am nächstei: Morgen vor dem Beginn der, Amtsstunden vorgeführt, so daß das Publikum , und, die, Presse von dem Vorfall und der Verhandlung keine ynung yatten. ,, ye noch der (Berichts, tag begann, waren beide Kettner zu mehrmonatigen Freiheitsstrafen verurtheilt und mundtodt acmacht. Sie hatten jedoch solche Persönlichkeiten als Besucher ves luvs- genannt und über vieselben o gravirende Mittheilungen gemacht, da die Polizei und der 'Polizeirichter den Muth verloren, einzuschreiten, und sich damit begnügten, die sämmtlichen betheiligten Telegraphenjungen einzusperren und sich weitere Befehle direkt vom Ministerium zu erbitten. ! Die Minister erklarten, da es gerade zur Zeit deS Par lamentsschlusfeS war, die Sache erst im nächsten Ministerrathe nach den Ferien erwägen zu können, und damit war Zeit gewonnen i'.-iM.-' - Der Klubhälter verschwand nach acht Tagen; ein General ließ sich pensioniren und folgte dem Beispiele deS ClubHalters; ein hoher Offizier in Woolwich that, was der General gethan hatte, und eine sehr hoch stehende Persönlichkeit, wegen welcher die Weisungen deS Ministenums in die, er Sache für nothwendig erachtet wurden soll auf Reisen geschickt worden tn, bis sich der Larm gelegt hat ! Unter andern Cavalieren, welche alö Besucher dieses sodomitischen Clubs genannt wurden, befand sich auch Lord Euston der älteste, Sohn deö Herzogs von Grafton, und dieser hat nun, allem Anschem nach, den BertuschungSversuchen m dieser Angelegenheit, trotz aller an ihn ergangenen Bitten , und Bemühungen, 7 . - r t . " ' . einen iricy ourca oie scecynuna aemacyr. Von Unwillen über die geaen ihn von "t ' i . e - i einer Heiiung ausgeiprocyene zeroyngung erfüllt, hat er gegen den HerauSgebtr die VerleumdungSklage eingebracht, und die nunmehr vermeidliche GerichtsVerhandlung wird. Licht in die dunkle GZ-A.- , n: . nrt ir;x- crn 1 uu( iiiinii. juk vslenlllAe ivmnung hat sich gleichfalls der lange geheim gehaltenen Sache bemächtigt. ' und der Schmutz wird jetzt, hoffentlich mit den i .'i!!'i,' i X t n .. ,:,. ".,!.. :!V r .ic,r s.,i Dcceicnicn oigen für Dt VcyUioigen, gründlich aufgewühlt werden. Der Ministerrath beschäftigt sich angeblich heute bei seinem Wiederzusammentritt mit dieser Angelegenheit, und soll, als Resultat !ort tzuzton zum Premierminister gebeten worden fein!', Lavienti sat! i ; : 1 Die allgemeine Spannuna auf die weitere Entwickelung dieser Angelegenheit ist oamik nur noch gesteigert worden, und . t. rx . r? jf. r m . ' rr : . vcuuucu 110 lieg nicy! weiier tauen t Beethoven und die Jranen. : jßi0 'ä'liii'iSlifiliji -.ifciljs1 l! Jjjllj'-' h '-'!;;,;., MM .'ä!' iiifMii 9 Vei tt f cb 4 i Melr Eroberungen wie ein AdoniA . Ci. m..ir. ... . . r ... ! rt. ... Muifz eelyooen mir seinem wiivrn, irotzigen Antlitz, das einem Bärenkopf ähnlich jay. Ec besag eine großarttge Häßlichkeit ; die Begeisterung der Frauen sur iyn gair oer Veetenjcyonyell zemes Genius. Bettina saate einst: Beethoven übt einen aöttlicken Zauber auS durch sein? Musik; sie ist eine höhere ksendarung, sie wirkt wie der Wem, begeistert zu neuen Schöpfungen und macht uns Alle trunken vor Wonne." Es gereicht der poetischen SchillerBettina um ewiaen Ruhm, daß sie die Größe Beethovens zuerst erkannt und ..(.... ("Vf. fit r ' C . : fiuycjsu yai. zyr 3üetMtl wurvr vvn einer großen Menge aristokratiföer Damen nachgeahmt ; der geniale Tondichter hegte stets für. solche ein lebhafte? Interesse, wie dies auch Jean JacqueZ fls?rt1lfifH in ntAllffl1- Mnsif it Zf f " "v tilitVfr vn lenverwandter von ibm. aeküblt hzts ' Beethoven'S erste Liebe war Gräsin Jujia .Vuikciardi, seine . SchüIenns
welche.er als siebzehnjährige Schönheit kennen lernte. Sie war arm und konnte seinen Unterricht nicht bezahlen ;
er, verlobte sich mit ihr. löste aber daS Verhältniß wieder aus. weil sie sich mit einem Grafen Gallenberg zu verheirathen wunjchte. Werjeloe war auch Komponist und ging mit ihr , nach ! Neapel, wo er 1806 den K'ronungsmarjch jur 50feph Bonaparte schrieb, was man ihm in Wien sehr übel nahm. , Er kehrte 1321 .dorthin zurück und war oft in Geldverlegenheit ; die schöne Julia erbat in einer solchen sogar die Aushilfe Beethooen'S und legte überhaupt die größte Reue über ihren Treubruch an den Tag. rx. 1 ' " d r - "k,...,- rw t " 1 ' MSch ya! ste iyres zugenogetteoien Verzeihung nicht erlangt, er verurtheilte ihr späteres Benehmen fast noch härter, wie ihr früheres. Er hatte ihr einst die berühmte Mordschem-Sonate in Cisraoll gewidmet und außerdem eine So nate in d-äur, welche er jedoch wieder zurücknahm, um sie der Fürstin Lichnowöki vl dediziren. Julia's Verlust hat er tiefer betrauert, als allgemein geglaubt worden ist; er soll damals sogar den Versuch gemacht haben, sich zu tödten und zwar durch Hunger. Glücklicher Weise wurde er daran verhindert durch die Gräsin Maria Erdödy, die ihn mit auf ihre Güter nahm und thellnehmend tröstete. Dasselbe versuchte , auch die Gräsin Therese Brunswick, eine Kousine der'Gräsin Gallenberg. Therese war , ?S'ifit eme unveryelraiyele Wlisisoame; lyr Bild fand sich unter Beethoven'S Nach-, laß mit dem Motto: Dem größten Genie, dem 1 größten Künstler und 1 dem besten Menschen." Die Grasin Thun, eine hochaeblldete Musik - Enchusiastin, ebenso die Gräsin Lrowne und die Fürstin Barbara von Odescalchi sind begeisterte Verehrerinnen gon Brelhoven gewesen ; er hat ihre Namen durch die Widmunaen von Sonaten ?er Nachwelt überlieferte Eine derselben tragt d,-e seltsame Uebcrschrift: , ,;Une ösrrs brillante.1 Angeblich war eine ungarische Graftn von Zngllvlcs damit gemeint, für welche Beethoven jedoch nur kurze Zeit geschwärmt hat Die Frauen, welche n Beethovens HerzenSleben eine Rolle spielten, waren indessen doch nicht immer Aristokratinnen, wenigstens nicht von Geburt, wenn sie auch, in dcS, Wortes schönster Bedeutung,, alS die Besten" zu gelten vermoryten. '),e .'lede und d,e zrunst verwischen ja alle StandeSkUnterschiede! Nicht als eigentliches HcrzenSverhSltniß ft t ' t m ,r ' in oie Vlywarmeret Deelyovens für Maria, Bigot anzusehen, aber ste hat mächtig aus -ihn eingewirkt. Sie war eine Pianistin ' mit einem entzückenden Talent; der russische Fürst RasumowSki war ihr Beschützer.' In seinem Salon lernte Beethoven sie kennen: auch Havdn n i . i t . ' ' .1 yorte tc von spielen und sagte zu lhr: Sie haben mich glücklich gemacht durch Ihr scelenoolles Spiel." Beethoven ließ sich von ihr seine berühmte große F-rnoll Sonate vorspielen und versicherte ihr, daß sie viel mehr damit geleistet habe, als er selbst. Es sei, hier eingeschoben, daß der, herrliche Flügel, den der Fürst RasumowSki für Maria Biaot aufsteli . , 5 : t ;!lr .J" ; t e r "ra r , -'rw : . ' Xl, im ließ, in einer Zk?r tragischen Vlrr zerstört wurde, nämlich bei dem Brande des füchlichen Palastes, der zur Zeit des Wiener -ongretZeS jtattsand. Der arme reiche Kunstfreund verlor dumalS vor ls'chreck den Verstand. , Obwohl , er sich aegen Beethoven sehr freigebig erwiesen hatte, liebte dieser ihnnicht, denn er wurde em st durch den Fürsten gezwungen mit Hilse, zweier Lakaien einem aristokratischen Publikum etwas vorzuspielen. DaS konnte der Künstler niemalS vergessen. , Für die Vanacrm Maqdalene WillrnannS hegte Beethoven gleichsalls eine aroke Zuneigung; za, er bat sie soaar um ihre Hand, wurde aber von ihr verschmäht, weil er so sehr häßlich und halb verrückt sei, wie sie rücksichtslos gesagt haben soll. : " ' r ' B einer anderen .berühmten Sanaerin fand er daaeaen eine eit lana wenia, stenö, Erwiderung seiner Liebe. 1 ES war Amalle Vebald au$ Berlin, welche uach Teplitz kam in Begleitung der Gräftn Ellsa v. d. Recke und lhreS poetischen Adsutanten Tiedje, dem Dichter der .Urania. 1 Es sind innige Briese von Beethoven vorhanden, auS denen hervorseht, daß er stärkere Gefühle hcate als seine Auserwählte Er' schrieb ihr einst m ihr Stammbuch: ,Ludwig van Beethoven, den S!e wenn ,, ie auch wollten, : , DöchMMgM Auch trug er seinem Freunde Tiedae uf, ihr, einen , recht glühenden Kuß zu den?,,!l'" Sie schnitt ihm eine Lock ab und sang f r r. ... r' c :. . r . . .....t seme yerriilyen Clever in oezauoernoez Weife, doch gab sie , ihm keine eigentliche Jusaae. Es war also kein Treubruch, als , sie sich 1818 mit dem Justlzrath Krause in . Berlin verheirathete; sie wirkte später - als Eoncertlanaerln n großartiger Weise und half die Sing akademie mitbearünden. , Beethoven sen dete ihr noch 1823 seine lissa solemnig und seine' letzten levescompolitlonen. Sie starb 184. Einsam und ungepflegt von Frauen hand erloich am 26. März 1327 Beethoven'S Leben,, dessen unvergängliches Wesen wir in jedem Moment wahrneh men. wo uns oer aua ielnes iunnieri schen, unsterblichen , ischaftenS umweht. Cln Oeu,raufftnd in Jud i en. in Ausstand in Indien ist so lana nicht daaewesen, daß man ich verwundert. davon zu hören. Einer Dradtmelduna aus Aomvan nt kolae stnb indek tbatläcklich in Ebota Nagpur die Kols, ein Theil der ungesahr 1 Million ziSklenden , ,n den eviraen der l5entralroointtn verstreut lebenden Urbewobner in Aufstand gerathen, haben daS Besttzthum der SemmdarS, sowie die osfentlichen Bureaus angezündet und . r i. r cn.s et: KolS verlangen Pachtnachlaß und Auf bebuna der Zrobnarbeit. rinc iiixaui vcnirncu uctvvi. mjh Wie aus der Meldung berveraeh t. ist der Ausstand ein Stück, Oauernkrie. Semindarö" nennt, man :i r.iun t.: einh?imiskn Grorur.zsi:r, tr: iiiirrüitiä nur Utti::T;..r.:r u:;n ":.!..!':: ,i,!t: " '.,. ' "a:;,,;;-;!' t " ::!'- von irem iU t ... von den '2"ertt el7.:rt:.? .-..3. . 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?ung des Großmoguls öder dieser töxU aen einheimischen Fürsten abzuliefern hatten., Wle daS bei den rerworrenen Zuständen dieser orientalischen Despotenftaaten erklärlich ist, wurden die Unglücklichen Bauern von den Steucrvachtern auf das Grausamste geschunden. t , Der Sultan kümmerte sich nicht darum, wenn in seine Kasse der Zehnten nur verkürzt hineinfloß. Der Steuerpächter er preßte seinerseits von dem Bauern Alles
bis aus den notdürftigen Nvensunter halt, i Als nun die EnZlander ins Land kamen, sahen sie die Semindare -genau m der nämlichen Stellung dem Äauern egenuber wie ihre eigenen Großgrund esitzer in Irland gegenüber 'dem irischen Pächter. ,Mß S: ,iC - ' ': Der Semmdar .wte der msche Land lord jagten einfach den Bauern von HauS und tioi. wenn er nicbt wablen wollte. W . I W - '".: V ,. . was sie verlangten. Ohne sich die Mühe u geben, die rechtliche Grundlage dieses Verhältnisses in Indien zu erforschen, übertrugen , die, englischen Beamten einfach,, daS rechtliche Verhältniß zwischen Landlord und Farmer auf die Beziehung en zwischen Semindar und Raiot. Daei wurden sie auch von dem Gedanken geleitet, sich in den Semindars eine erebene Anhängerschaft heranzuziehen. Die Semindare waren ganz zufrieden mit dieser Rechtöveränderung, die sie zu Grundbesitzern machte, und die RalotS verstanden überhaupt , nicht, was mit ihnen vorging. Erst in der Mitte dieses JabrhundertS i machten einige? Rechts forscher i auf den Mißgriff aufmerksam, jur Wiedereinsetzung der Rechte der RaiotS in den Besitz deS Grund und BodenS konnte man sich indeß nicht mehr entschließen , Man begnügte sich, einige Rechtsnormen aufzustellen, welche die RalotS gegen wmkurilche Bedrückungen nigermaßen sicher sollten. Erst vor Kurzem wurde der Erlaß eines solchen Gesetzes für Bengalen gemeldet. Augenscheinlich , haben diese Verfügungen aber nur wenig geholfen, da sonst , wohl schwerlich die geduldigen indischen Bauern sick aeaen ibre Veiniaer erboben bätten. Bezeichnend ist eS aber immerhin, daß nicht die zahmen Bengalen, die den egvptifchen FellahS an LeidenSfähigkeit gleichen, sondern der ,mlde noch nicht völlig gezähmte und entmündigte Bergstamm der KolS sich mit Gemalt sein guteS Recht zu verschaffen gesucht hat. , Alexander von Humboldt in Mdirien. Im Jahre 1829 reiste Humboldr durch Sibirien, versehen mit besonderen Geleitebriesen ven den höchsten Petersburg er Regterungögewalten, was aber Nicht inderte. daß er von verschiedenen übreifrigen russischen Beamten, mit Mißtrauen beobachtet wurde, foo kam er auch rn du Stadt I chirn tm Gouverne ment Tobolsk, um dort astronomische Beobachtungen anzustellen. Hier erschien er dem damaligen Polizeimeister und Oberhaupt derStadt so verdächtig, .daß derselbe seinem Chef, dem Generalgouverneur von Vibinen eiligst folgenden kunosen Navvort einsandte: Vor einigen Tagen , it ein Veutjaer i ler eingetroffen. Namens Humboldt, chmachtia. nicht groß von Wuchs, von Anseben unbedeutend, aber dabei sehr wichtig und mit einem Brief von Ew. hohen Ercellenz verjeyen, m welchem Wie mir vorschreiben, gegen ihn mich höflich zu verhalten. Ich bl ihm auch mit gebuyrender Achtung , entgegengekommen, muß jedoch bemerken, dag mir seine Persönlichkeit verdächtig und sehr gefährlich erscheint Er. bat mir von vornherein mißfallen.- Er spricht zu viel und mißachtet meine Gastfreundschaft, wobei er; die höchsten ofsiciellen Persönlichkeiten der Stadt seiner Aufmerksamkeit , nickt würdigend., mit Polen und anderen volltischen Verbrechern, , welche hier unter memer Austicht sich befinden, m , UnterHaltungen sich einlaßt. : Ich erlaube mir Em. hohen Excellenz zu vermelden, daß dergleichen Unterhattungen mit den politischen Verbrechern meiner Aufmerksamkeit nicht entgehen, namentlich seit er nach langen Verhands lungen mit itnen Nachts ;n ihrer Bealeitung auf einen die Stadt beherrschenden Hügel gegangen ist. Dort haben sie ..,.,.' n r r .rf.Y' . .....v einen asleni vinausgeicyieppi uno an demselben ein Instrument herausgeholt. daS die Form eines ! langen Rohrö hatte und der ganzen ortlichen Gesellschaft eine fu rt a . r c ... . f.. zranone zu jan icylen. lacyvem t oies Rohr auf drei Füßen befestigt, richtete er, sie direct auf die' Stadt, und Einer nach dem Andern trat heran und sah, ob die Kanone gut gerichtet sei. , Hierin eine ... rr . r t C f- r . .C . j große iesayr für oie laor ervilaeno, lia sie ganz aus Holz ist, habe ich der t " 4h '",' V , I T 1 .... - .1.. i - J . - aus einem uiliersaynrlcy uno zeys unierMilitärs bestehenden , Garnison anbesohlen, ,, mit geladenem Gewehr sich zum Hügel, zu begeben, den Deutschen, nicht aus dem Auge zu lassen und Alles, was er thut, zu beobachten. , Wenn die verrätherifchen Machinationen dieses Mannes , meinen Verdacht rechtfertigen,' so sind wir bereit, daS Leben für den Zaren und das heilige Rußland zu lassen. Ew. Excellenz dies mit besonderem. Kurier vermeldend, ' erbitte ich weitere ÄeryaltungSmaßregeln und benutze die Gelegen beit. Sie meiner Bereitwilligkeit, , mei ne5 Gehorsams und meiner Ergebenheit gegen den Zar und , Vaterland alS ehrlieber russischer, schon über zwanzig Jahre " " . . n fr. . f. .. c t .r. L'-:. te .? : ... 1 . im juicnji vcunviicgtr jiicicr gu vcv stchernlllliiÄ Dieser charakteristische Brief, den die Rukkaia Storika" jetzt mittheilt, blieb natürlich unbeantwortet und die Stadt unangezündet.?iK MiKvernandeneS 5 o ki n e u r. Der! alte Jörg besucht seinen Sobn. der in der Stadt beim Militär steht und wenige Tage zuvor Gejreiter geworden ist. Während Vater und Sohn spazieren gehen, sucht der Letztere seinem Erttuaer iinen möglichst hohen Begriff seiner neuen Charge beizubringen, als ein (General deZ Ck:3 ser. nrt und der r.:t!:I:-:nt C:fr:iir t.iz Front c::. r. Ha, ',l:t 'XzsSS cUv 1 s;eat f:-t: t:rr-f t:r cltk JI, tiß V so an C:s is.'t, l,2tt' i' ds r.-t clct!" t.r c r- ir.y((", jvv V w ri ( ..s 4,;:3!:, I t 1s. . - r.;i n's: tr c:r rn -7? i.-r-. ' - - v r t v-s n-i r s " " 's-" C-j , -l .... s -! i V"' 5r'rt?" '"'
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- W-fM-' Von August . Vlt,n
Wie rafft , ich ' lnlch , auf 11 in der Nachts in der ' ' ,' ,
. -- : - ' "iimt 1 !,
tnd fütlte mich fürdcr c,cxDtn, , . ' i,: Tie Gassen verließ ich, vom Wächter bewacht, , Durchwandelte facht m;,,. , , : -:: In der Nacht, in der Nacht. ,
DaS Thor mit dem gothischen Bogen. ,,, ,, "'' ,:"'''v ''ll,1-r'1 IS1 ''"" ii;.üil' VftA !:; : . " ; ' " , i;, -, .i.;,.,';--',;:.;.."')!.-... ifc.i'lf)! ,r ' ',,. . - .. i ,jj;f': Der Mühlbach rauschte durch felsigen, Schacht, rs, j r j. t "f i. ' m " 1 11 ,
1 ieyme miq uver oie ruae, ' - ; , Tief unter mir ixal)m ich hex Wogen !n ?tcht, 1 Sie wallten so facht ',, " , 1 , In der Nacht, in der Nacht. Doch wallte nicht eine zurücke, , j,, ,; , ,;
1 a hM i uf ;1''1.'
ES drehte sich oben, un.bllg entfacht. Melodischer Wandel der Sterne. Mit ihnen der Mond in beruhigter Pracht 1 i wte Nllilcltkn lacht , ; :j In der Nacht, in der Nacht, '' - """ Durch täuschend entlegene Feme. "ir Ich blickte hinauf m der Nacht, !n der Nach: Ich blickte hinunter auf's Neue: , O wehe, wie hast du die Tage verbracht, Nun stllle du Zacht ., , , . In der Ncicht, in der Nacht, Im pochenden Harzen die Neue ! , ' m ir, , . . . -; Rtmorse. y ;' (Translatd by H. W. i.ngk!l How I Btarted up in tbe night, in tho : ' :i'i:n3ghe!:P trx ,. Drawn on without rest or rcpricvalj The strects with tbeir wRtchrnen werelost - to mv sight ,i. Ar I wandered so light In tbe nicht, m the nicht, l ITirough the gatc trith the archmedieval. The mill-broolc rushed froci' jts rockv - - Iieurht, I Ieancd o'er the bridsre in my ycarniu Deep linder, nie watched I theVaves ii in tir,,.;flight.:t.! - .i: Aa they glidcd so light , In tbe nicht, in the nicht. 3sct backward not one vas returniag. :. ."'-.i "'!?":!: j ' '. ''j O'erhead was revolTing,' so countlees and --r; brigbt, The stars in xnelodious exie tenc e : ü'",!1:!: Afia witn tiieia tnc moon, more sereceiy ""t'fc.; ; bedxght ,.. - :, They sparkled o Dght In tne niffht, in the night, Throush. macical. measurelesa distance. Aid upward I g&zed in the night, in the ' ; " night '' : J!i: " ' . ' ' And Ägam on tho warca in thetr flocliiig ; '! ' i r&h wo 1 Thou hMt "w&sted thy dajs in ,! ÖCllgüt, v Xow silejjce thou light, 's, In the nicht, in the nicht. The remorse in thy heart that h bcatiag. ,,! mt scjtlgsamen equitnufv Qit V'tn ist bn AufcUuttn itbcteii tooibta, ciU Im puUiturn zu sprechrn. ; . :':'":!' .:'!", . s , i . : , ' '' mj',i'" ' : ij!iji!iiSi;:!il" 'pS!' ''' ! ' ii! ; Il In Posen darf nur durch Geberden Und Mienensviel aesprochen erden : Was auch der Schutzmann sagen rsill Den Mund hält er Verschlossen, still. Und roaS er denkt, mird ganz geschickt Durch Posen-Sprache auSgedruat. mi ü-r- , , : . iü ... Schutzmann, Ercedenten kriegst Du llnd Zm Handgemenge siegst Du, Taschendiebe, die begehrlich Stehlen, greifst Du spat und früh, Hoch, ovschon auch ich gesayrtich. iv.tch allein erzreksjt Du Nie: 'i)as Wort. A.: Wie kommt es. daß man n fern Freund Müller so' lange - nicht zu ;, sehen bekam? V.: Der arme Kerl hatte eine Lungenentzündung und darf das , Zimmer nicht eher verlassen, als 13 Grad ; sind. A.: Da wird er roshl langcniarten mu en; vorlaunz 13 zmmcr ungrad.,,, - , v " , .'i, '.(. '! "... -,V ! ,!, hüM:... .i'i1 VelohnteGe.steSgeenart. Bei der Kapelle eines Infante-rie-RegimentS mußte, die Stelle eines Schlägers der großen Trommel besetzt werden.' Man schwebte nur mehr in der Wahl zwischen zwei aleich Qualificirten ,,, und diese sollten dadurch einer Schluß- ! vrüfuna unterzoqen rverden, daß man ti . . t it-, ii .c r y ... ,!. : nen na 9 rem anoern ver einem lcywlerl gen Musikstücke mitwirken ließ. Kaum aber war der erste , fertig geworden, als ! derselbe in einem unbeobachteten Momente mit der Schneide seines Fcdermesserö über daS- straff gespannte Fell des erwähnten Instrumentes fuhr, um sei-, ' nein Mitconcurrenten den Sieg unmozlich zu machen. 'Nichts ahnend stellte sich dieser ein wahrer Herkules vor der Trommel auf und erwartete das Zeichen zum Beginne. Schon nach den ' ersten i Tacten war das Trommelfell durchschlagen,, nur einen Augenblick abte stockte der Hüne, dann ließ, er den Schlägel fallen, ballte seine große Hand und schlug daö Stück auf feinem mächt U gerh wunderbar , dröhnenden Brustkasten mit größter Präcision zu Ende. Für solche Geistesgegenwart wurde ihm natürlich einstimmig die erstrebte Stelle zuerkannt. : Ml 'V -i'i"f r f .piiriftiifi, iv ,.i,,,,B!!!!"ii - Ein strammer Ochsen knecht in der Nähe son Mitterteich (in der Obernfalz am Südrand des FichtelgebirgeS gelegen) bekam, so erzählen die M. fft. 3t., sehr heftige UnterleibSschmerzen, deren Linderung er durch folgende kurz nach einander angewandte Mittel m erreichen suchte: einen halben Liter eingemachte Preißeldeeren, einen viertel Liter Branntwein mit zwei Eß lsffel voll Pfeffer, dann geriebenen Meerrettig mit Ejstg, einen viertel Liter bitteren Branntwein und eine halbe Flasche Kernbranntwein mit Kümmel, einen viertel Liter Salatöl unter Kaffee gemischt, , Kümmelsuppe und schließlich ein Gläschen voll CareZitergist. AZS er dieses hinuntergespült hatte, da vzit ihm wieder wohl. Ssf if J ' '? ' ! 1 'In!'1 -Itflf'?" ' :! ' " ' Utuitx'n k he i N un , i ;. Frau Nachbarin, wie steht'S denn mit Ihrem Mann?-, .Ach, recht schlimm! Denken Sie sich, seit gestern hat er zu seinem Nerven sieder noch eine andere bosartige Krankheit dazu gekriegt." .So, wag denn für eine? .Ei, die Krisis! Und die muß er erst übersteh'n, hat der Doktor gesagt, eher wird'S mit dern JZerr:7:si:5kr nicht besser." ?ÄM$tJ !ibe f Mkü dä rbsh ti. C :j:r: wr:in s zzr, Sie fahren nt P.zxlt Ci: fir.b ja dcch kein , ., j t. . rl "7rz.MMAS, lC:x cl" i) einstir, ia r;:r ich" ncchZ .!öiH'i,".'!?i.KiiÄ " i: r'i,. ' ', f & " ': --in-- ' i
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