Indiana Tribüne, Volume 13, Number 60, Indianapolis, Marion County, 17 November 1889 — Page 4
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3iiötana Triöüne. Sonntagö-Auögabe. Office: 22V Ost Maryland Otr.
VischerAneedotem Wir SWtöe fcaa sogenannte Nolk Zzer Denker, haben doch eigentlich wenig Philosophen, die volksthmnlich sind. Die Gebildeten haben jedenfalls einmal ihren Schopenhauer, die ältere Generation ihs ren Strauß und Feuerbach, wenns sehr Gebildete sind, auch ihren Kant gelesen, Alle diese Denker sind aber personlich dem großen Publikum wenig vertraut geworöen. Von Kant mögen einige Anecdotett in Umlauf gekommen sein; die Lebensgeschichte der anderen Philo-
fophen pflegt doch nur Fachmanneni be- zn und sagte: Wisset sle, jetzt hab' i tannt zu sein. Und das ist set)r zu bc- de ganze Tag .'schafft, jetzt muß i au dauern. Auch in der Philofophie ist eine ebbcs ;'esse lzan lasse Sie mi durch, daß
anschauliche Vorstellung des Mannes, i in mein' Kneip komm'." Der Soldat der etwas bedeutendes geleistet hat, von sah ihm in'S Gesicht: Ja, desch is wiearonem Vortheil: es tritt dann eine der cbbeö anders " erwiderte er 'köpf-
warme GemuthSbeziehung zu dem gro ßen Manne ein, man versteht ihn unmittelbarer, ein Anecdoke kam? zur Bcleuchtun feiner Geistcsart einen dicken Kommentsr answiegen und endlich i st es von arokcm Werthe für die aesammte nationale Bildung, wenn auch das Volk i ' . r i-rv I venraui rntc femen großen 'enrern wird. Es wird sich dadurch erst seiner selbstbewußt. An den großen Gestalten eines Luther, Lessing, Schiller, Goethe lernt das Volk gewiß ebensogut. was wahrhaft deutsch ist, als wenn es mit den Helden seiner Kriege vertraut wird, Wenndaher bisherdie aroßenVhilofophen nicht volksthümliche Gestalten geworden sind, so mag das auch an ihrer Person-
lichkeit liegen: einsame Buchermenschen, zertrat. Da schne ne: .Er ausgezupsvornehme Prosefforen fesseln wenig die ter Kohlrabenstettgel, er FloriansthürVolksphantasie. klopfcr, jetzt wünsch' ich ihm glei' a Hord
Wenn wir nicht sehr irren, dürfte aber doch einer der hervorragendsten Gestalten aus unserer Literatur, Friedrich Theodor Bischer, aümälig auch den weitesten Kreisen des deutschen Volkes bekannt werden, namlich er personlich, wie er leibte und lebte, mehr als seine, jedem Gebildeten nnentbehrlichen Werke. Zwar bietet sein Leben sehr wenig dramatisch bewegte Mo- . -- r - i ? - inenre, es ifr keineswegs o iragl,cy, wz das Leben des ihm wahlverwandten Hutten, obzwar er wie Dieser für politische Freiheit gekamxft und gelitten hat und ' r " v" . jr. . C wie dieser nacy Juricy ram, iua)i aoer, numlich 1648 auch in der Paulskirche zu Frankfurt a. M. an Ludwig Uhlanhs Seite und mußte dann als Republikaner die schwäbische Heimath verlnffen. Nicht diese Erlebnisse meinen wir. sondern seinen wahrhaft volksthümliche l Charakter, wie ihn die soeben erfchlencnen, wahrhaft köstlichen Vischcr-Erinml ungen" von Ilse Fravan (seiner Schülerin) uns vor Auaen stellen. Wie Vischers Schriften sich nicht blos auf missenschaftlicke und kritische Themen beschränken, sondern auch von der Politik und Religion, von Wanderungen durck Italien und Griechenland, von . - - . ...... - i Malern und Schauspielern handeln, wie er auch Gedickte, Dramen und einen kumorikiscben Roman -..Auck, Einer" aeschrieben hat, so war er selbst nichts weniger als ein trockener Büchermensch. Alles, was der Pedanterie glich, war ihm widerwärtig. Schon in seiner Ingend kannte er alle ritterlichen Künste, im hohen Alter noch schoß er nach der Scheibe und machte zehnstündige Tagmarsche durch die Tiroler Alpen. In seiner Stube hatte er immer wemgftens einen Hund und eine Katze um sich, dulvmv v . vy. l,v7f l dcte aber noch mehr und ließ sich von den . . . . I Thieren allerlei Unbequemlichkeiten helta gefallen. Sein junges Katzchen dürfte ihm sogar einmal auf den Rücken sprinqen, als er die Bücherleiter hinaufstieg, Seine Liebe zu den Thieren ist ja vielfach aus seinen Schriften bekannt. In Italien raufte er sich einmal mit einem rohen Kutscher, weil dieser seiner Erk??r fl !rtf rtrttt m,n Kn,ihftpmu. m& ta ,Znmr in, M"" !" v")'" -vw iiiii(iHiHHi . mr. w Frühsommer anhaltend regnete, klagte er: Das ist jetzt der Tod unzähliger junger Vögel, besonders ber Schwalben ; die Schwalbe lebt ja nur von fliegenden Insekt? ; jetzt kann sie nicht heraus und die Brüt verhungert im Nest." Die Schwalbe war ihm ein Lieblingsvogel, . ' i-, t sr r m r wie (m i oen i?ne . fröhlichen Nattler Mrtterirstrn1i& r tmitjfi tfm A v v ' v3 " vTlf v I" v Freundinnen in Stuttgart wöchentlich qaben, um ihn bei sich zu sehen. In die-, ser Stadt lebt auch ein zweiter Professor Fischer und um Beide zu unterscheiden, sagte man: Bischer mit dem Hund, Fischer ohne Hund." Eine bezeichnende Anekdote,' welche uns den humorvollen . W I .:,!,.,. , 1 j(. &hirtfimhulK?lJfi fn mrffhrfe n rtsn ..' WZ " '.r. ? Aettbetlker lun und krättia in Erinnerung bringt, ist diese: Vischer lachte einmal hell auf, als der Hund im Nebenzimmer bellte. Da schen Sie," rief er. i.t.k t '. trx. i.v.-. v.- cn.nn..i.i ' - . . . - ' tkV -. I W V.kV -V.l.. frrtbrn tttr, nfor mi, hn& fn ffif ist ,z$i 901 cc jit neuer en ucc ücujiuu von dem Reiben das Jucken arger geworw fiNf ,r ZniZn ttn Iv,"" v.....in der Bettstatt steckt, so macht er'ö alle.n , KK nWTW T.;.r-r:Ä.. .. t ... l... r:::rf: -Tti: JILI: Philosophen! Bischer war gütig mit seiner alten Wlrthfchafterin, die ausgesuchte Artigkeit selbst bei alM und jungen Damen.. Trotz seines unablässtgcnIhätig- ' keit wies er doch keinen Besuch ab, dul- .' dete nicht, daß man im Vorzimmer , wartete. ' 'Von ganz Deutschland schickte man ihm Dichtungen !m Manuscript und sl im Druck zur Beurtheilung zu, er nahm " es gleichwohl ernst, hüllte filne Urtheile, , , wenn sie nicht zustimmend sein konnten, - in d:'e Nlildeste Z?orm. " Sogar die Autograpk)ensammler wies er, nicht , ab, fo,l
um zu fierben, sondern um am Polytech- sten, denn der ulcann brachte wirklich ein N'.kum die in Tübingen snspendirten ungeheures Manuscript heiangeschleppt. Vorlesungen über deutsche Literatur und Vifcher stotterte, so auf der Reise werde Ae'lbetik weitenuhalten. Bischer saß er schwerlich die Muße haben u. f. w.
Mahnung, das Thier zu schonen, keine zu femo ez.ger ,mnung rrnr; " Folge leistete, es kam sogar zum Messer- mochte einen Aussatz föreibm: - it kämpf, aus dem ihn nur sein Muth ret- Bernunst in der Weltgefchichte und f n& in v? m,r mcchte aus Leibeskräften daraus hmwel-
gen. 011 i einem I v V vz V. "r ; 1 t.
Xanthos 'war Bischer vlcl anfkanvigere Varoaren, mt emer
sagt werden kann, der alle Nachsicht bei n Jl, ImkmSI iesnern vielgeliebten klugen weißen Pudel 5genXrf ri?R r erschöpfte. Charakteristisch für beide endarf. Moritz Necker.
fvrtr- l..a.v..j3:i.M S;v & r.j .. v.w , 7. f5;s.,.
mtfilmirfi fi? waren. CfinmslI raurßc iBm !
vvvmv-wv W I W v W V w w -ww w eine umfängliche Schatulle von Autogrammen zugeschickt, die er mit dem sei m'gen vermehren sollte. Die Schachtel litt auf der Post Schaden, er selbst suchte !. umständlich in der Stadt nach eines neuen, vanenden, und nicht emmal zusiegeln durste d:e Nicke. ' Ein solcher Mann mubte natürlich die Herzen Aller besitzen, die ibn kannten. Er hat auch den richtigen Ton für den Verkehr m.t dem Volke getrogen, ime z. V. folgende hübsche Anccdole bezeugt : Als in den siebziger Jahren Krawall in Stuttgart war, fand Bischer, als er zum Nachtessen in sein Wirthshaus Znr Schule" gehen wollte, die Straße von einer Linie Soldaten gesperrt. Keine Möglichkeit, m die Quergasse zu gelangen, sie hielten die Aajonnete vor. Da trat er auf einen der wackeren Burschen nickend und Vischcr konnte ungehindert durchgehen. Wenn Bischer vertraulich und beiter wurde, schwäbelte er gern. Er schätzte überhaupt den Dialcct sehr hoch, jedoch mit der Zvorderunq. daß man sich desselben als einer Bequemlichkeit bewußt r "f . . .... k . m. . meioe. was geyorie zu lewcm ganzrii, System: die Hochschatzung deS Volksliedes, die sorgfältige Beobachtung des Volkslebens überall, wohin er kam. Vom italienischen Volk erzählte er mit Begeisterung ; seinett großmüthigen Eharakter pries er. Einen köstlichen Spaß erzählte er von einem Münchener Marktweib auf dem Victualienmarkt, dem ein langer dürrer Mensch ein paar Töpfe Laus' auf den Kopf un koa Hand zum Kratze." Nicht wahr, sagte Bischer lachend, das war doch rein dichterisch geschimpst in kräftigen Bildern! Auch die spaßhafte Geschichte, die ihm in Wien bei einem Photographen begegnet ist, müssen wir nacherzählen. Als die Sitinna beendigt war. gab er Namen und Adresse an. Da sprang der Photograph in die Hohe und schrie: Sie sino der nt r . . n s-r- - . t ... citf-stt - i? n lfcyer k jüci: aiaijer cci mziqnitf Aber über die habe ich ja ein Buch geschrieben, einen Commentar, so dick, so dick! Warten Sie, warten Sie, ich hol's . en'ft F r. r eir ynen. lfcyer faß m großen eng und der Photograph ließ sich denn auch vertrösten. Doch bestand er darauf, ihn noch einmal zu photogravhiren. lind nun geben Sie Ihrem Blick ein gewisses Etwas!" ermähnte er wiederholt. An solchen heiteren Geschichten war der vielgereiste alte Herr unerschöpflich, Bischer war ein Meister in der Rede. Seine Vorlesungen am Stuttgarter Polytechmkum, deren letzte, er noch vor seinem 80. Geburtstage (30. Juni 2880) r -m m w i l'F. tiT rncu, waren für oas oicyiaeoranale 'uditsrium ein wahres Fest. Nicht blos Studenten, sondern auch Herren und Damen aus allen Standen eilten m seincn Horsaal, um sich an ihm zu ergötzen und zu erheben. Bischer liebte es auch, Taacsereianisse in der Politik während der Vorlesung zu berühren, und wenn etwas aeschah, da waren seine Hörer auf y . . . T. . Nlcyls meyr neugierig, is zu verneymeu wie der alte Bischer sich dazu stellen werde. War er doch selbst ein politischer Charakter! Konnte er doch selbst als einer der klassischen Zeugen des deutschen EmheltSraumes Mitsprechen! Wie alle seine' Altersgenossen war aber auch er mit dem Materialismus un r f , v m r t t unz,,neden. In d,e U!ifMn? iiiiX . (nl4ijttt pu v ii der Monarchie hatte er sich gefugt z ja. war stolz darauf, die Entwicklung ber deutschen Dmge lange vorausgefehcn zu habe. Nicyt lange vor ftinem Tode, aber sagte er über Frankreich m.t dem unzufrieden war, wett es Nickt vergeh stn mU. nb darum die SDcttts$en aucB Y r t - . - m.'iPf' t en. oan raurrelcy uno eul iano aiö e ; ft rf. w zwei bedeutendsten Kulturnationen Europas sich vielmehr verbinden sollten, statt sich ZU bekriegen, Und zwar verbmden gegen Rußland, gegen die Barbaren. Kneg mit Runland, daö sind die Perserkriege, nur noch tausendmal schlimmer, denn die Pnser aren langemcht so lirtM mt nt( Ms nHiH ptt min 1tmrtr'it t.- Ctl I-..Y1 ti tn VCl tUIlllt IUIIU Vtl UUU. Uü IU UUV j r ir l i J ergfte!" B.fcher bekannte M mtt Warme zum Reich und zürnte deii Gegnern Vismarcks er der Einstige Grodeutfche, dem Uhland Nicht radikal genug - , " '. . '' tt Wir konnten noch viele heitere und ernste Ausspruche aus dem ahrha t J. .,1 L Cli " jC i istlff 7" 9 -1. ""cn u ugi,-, tiren. Doch wollen wir ihm nicht die Leser wegnehmen. Ilse hat den großen Philosophen erst in seinenlletzten Lebensjähren kennen gelernt ; aus retner Aegeli mm . " sterung sur ihn ist? sie 1883 von Hambürg nach Stuttgart übergesiedelt,' um snen Vortragen lauschen zu Wonnen. . . ,Tr , t f. r . , Sie hat das : Gluck gehabt, seinen Umgang genießen zu können : alles was sie .. .. !'".- c t--. ir . ...t r.. von rym uno uoer lyn uorre uno erfuyr. hat fie getreulich auj fit n 0-s W niti.it i , ü1" ?M st w ssemwir. was fürroßer Charakter !der aroke Sckri tsteller, war. I MEt amen. Professor: Sie wurden fllzo bei einer derartigen Wunde unbedingt für die Amputation des be-' .treffenden Gliedes sein? Eandidat: Ja wohl, Herr Prosessor.i , Professor: Was sagen Sie nun aber dazu, wenn ich Jhnen erkläre, daß . unsere - berühmtesten Operateure behaupten, daß gerade bei besagter : Verwundung ' das,,, betreffende Glied unter allen Umständen erhalten werden könne? Eandidat ; . Hnti auch ,keine schlechte Idee! , . )
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Eitte Freundin Napoleons I
Man schreibt aus Neapel: Vor einigen Tagen starb hier hochbetagt der letzte Prinz :- von . Ehimay, nachdem die Welt den mehr als Neunzigjährigen längst ver.ct. -l.rr.rA v. , uciui uau usjuiK uercua iur cuuiucu , . rr....:t . c. n ' . c ... viril, viniuc oe mmay erregle in oen dreißiger Jahren nebst seinen Brüdern durch einen Scandal-Pröteß die Aufmcrkfümkeit der Welt denn diese pietättosen Söhne griffen dreist die Ehre f .- "nrv . . . st r iyrer verfioroenen uner vor icrlcy! an, weil eö sich m einen ß)eldvortheil handelte. Ihre Mutter aöer war jene berühmte Neoolutionsgestalt, die schone Therese Cabarrus. verebelichte Tallien. die später den Prinzen von Ehimay heirathete. Man wel, daß Napoleon I. . .... rr . r . . r fiiis ... lyr oen nnfang femer gcfcufcyaflucyen Earriöre verdankte, die ihm als Leiter snr sem Emporkommen diente. Nach der Bclagernng von Toulon wußte er, völlig mittellos. Nicht, wo aus noch ein. rf wT--t.r-L.:..r rn t . vic iick lieg ourm einen Zveoienren, ver bei der Familie Tallien sehr accreditirt war, tn deren ch)aufe vorfteuen. ir war arm. fast von Allem entblofzt und wies auf den zerlöcherten Ellbogen seiner Uniform, was in der republikanischen Zeit eher für ruhmlich, als für belastend galt, aber doch sur den Verkehr ln vefferen Kreisen störend war. Ihr Bürger Tallien, gebietet über Alles. Ihr könnt mir sicherlich .uch vom Maxnnum ver schaffen. Die ebenso gute wie schone r- orn c. . t . . . n t $ran yaue iL'tmcia inn vem armen 2ji cier, und da sie in der Schreckenszeit so viel wie möglich hals und Elend linderte, so befahl sie dem Bedienten, dem jungen Ofsicier Napoleon Buonaparte ein Stück Tuch xt verabfolgen. Hiervon ließ sich dieser eine Uniform maen, konnte sich nun dreist in guter Gelellschaft zeigen und hatte zu den Soiröen der Madame Tallien, der angesehensten und clnfluß reichsten Frau jener sonderbaren Periode, Zutritt. Hier lernte er Madame de Veauharnaiö kennen nicht wie die Romantik dichtet, durch ihren Sohn Eugen : er verliebte sich in die schöne Wittwe, heirathete fie, ward dann Obngeneral, Eonsul, Kalier, Welteroberer! Man sieht, das Stück Tuch der Madame Tallien leistete ante Dienste. Und dennoch durfte die neugebackene Kaiserin die frühere Freundin nie bei Hof empfangen ihre Zeit, ihr Einfluß war vorüber ; sie aab nicht mehr den Modeton an und er schien nicht mehr im Schauspiel oder Salon mit Juwelen an den nackten Fußen, aber sie war noch immer die blendend schöne Frau, deren Anmuth Jedermann bezauberte. Indessen trennte sie sich von Tallien, wie sie sich von ihrem ersten Mann getrennt und heirathete den Herrn von Earaman, Pnnzen von Ehimay, m Belgien. AuS allen drei Ehen hatte sie Kinder mit dem ersten Gatten, Herrn von Fontenay, emen Sohn, Mit Tallien eme Tochter, :mt dem Prinzen von Ehi man drei Söhne. Nach ihrem Tode nun traten noch drei andere Kinder auf, die zwar wahrend ihrer Ehe mit Tallien ge boren, aber nicht als seine Kinder regi strirt waren, denn Tallien war zur krilischen Zelt Mit Napoleon in Egvpten, und das letzte der drei wurde auch erst wahrend des Scheidungsproceffes geboren. Dlese drel mder waren aus ihren Mao chennamen Cabarrus eingetragen, ver langten aber nach dem Tode Tallien's und der Mutter als Kinder der Tallien'schcn Ehe anerkannt zu werden, den Namen zu führen und am Nachlaß, theilzunehmen. Daacaen sträubten sich die Vrrnien von Ehimay, und nun entstand im Jahre 1L35 der sonderbare Proceß zwischen den Kindern zweier Ehen, wovon : der eine Theil den andern für unehelich erklärte. Die Richter copirten den großen Alerander, sie lösten den gordischen Knoten nicht, aber sie zerhieben ihn. Sie sagten, Tallien habe jene Kinde? nicht anerkannt, aber verleugnet habe er sie auch nicht! Er habe allerdings in Egypten gelebt, sei aber mehrere Male zu Vesuch in Frankreich gewesen, und das sei genug, um die drei fraglichen Kinder als seine, ehelich mit Frau Tallien gezeugten Leibesfprossen anzuerkennen und in alle ihre Rechte 'einzusetzen. Da fast alle Kinder der schönen Frau große Heirathen gemacht hatten waren viele vornehme Familien an . diesem Proceß betheiligt, und das Urtheil fand vielen Beifall. Wenn es auch wohl Nicht ganz aerecht war. so deckte es deck den Leichtsinn der einst sehr verdienstvollen Frau, und man verdammte die Pietätlofigkeit der Prinzen, die als Kläger aufgetreten waren. Emil, der zweite Sohn, blieb unvermählt, lebte feit einem halben Jahrhundert als Sonderling, vergeben und lebendig todt' aur seinem Landsitz kei Neapel, und ist,' wie schon ' " r t r. nw ti , erwaynr, vor einigen .agen gezroroen, als Erben hat er die Kirche eingesetzt. - Er soll'einst bildschon, das Ebenbild und der 'Litbl!ttgst!ttltr''öitühmten Mütter-gewesen ?fniSi;!,'.Kl '' König Ludwig von Portugal . I .! ' , MlniZcheZtg. vöm10.Oct.j
Zum zweiten Mal in wenigen Wochen verMndet,b!rauerflagge sauf dem königlichen Schlosse zu Lissabon den Tod : 11 fri ''" t. j ' ! Li. emeS Mitgliedes , des Herrscherhaujes. König Ludwig ist seinem sckweren Leiden erlegen,, 'imU KbenSjahreErZ äf de dritte Herrscher aus dem Hause Cobürg, der die portugiesische Krone getragen hat. " Mit 'ihm ,, verliert daS Land einen Regenten, der unablässig mit Rath und That für das Wohl Portugals thätig $ar$nd E;benir seine Bemühungen nicht immer mit Erfolg belohnt waren, so lies? ihn daS doch nicht abstehen von rastlofcrArbeit. . Zwar war er keine i-i .K:- j , .!,ifliw.,.8;y'.:. .if Natur, die Mit eiserner Willenskraft eingegriffen hätte in den Gang der Geschicke ; das von langem, dichiem Spitzbart umrahmte Geficht trug mehr, den !.. .., .! "rt'Vi J ''r . 4. rAuscruck fklller Zuruckgezogenhelt ln sich selbst. Nie hat er sich durch lockende W1' '3 ij -L- Hl-Z7.f .T.:,.!?., , ; ,. raume und Hoffnungen von dem Ziele ablenken lassen, sein Volk vor allem ma'i'' , ff '" Kr ; f T.l,.:..i:ir ijvi.,.. .j, . u: . .;: 1t ;r. ,.'', ir 1 terltllz, zu heben, dlk j Flnanzkrast des Staates selbst unter Verzicht auf persönliche Vortheile zu kräftigen und zur Gesundung zu führen. Als 1869 an ihn die Frage herantrat, ob er die spanische Krone annehmen wolle, aab er im vollen Verständniß der Unmöglichkeit, eine Ver--'i:1'' , d-rm:: ';:.
einiguug der beiden Reiche auf der pyrcnäijchen Halbinsel herbeizuführen, ohne Portugal herabzudrücken zum Anhängsel
Spaniens, vle rurze Rnlworr, er fei als Portugiese geboren .und wolle als solcher sterben. Die wirthschastllche Hebung seines Landes war ihm die Aufgabe seines Lebens. Durch Verbesserung der Verkehrswege, durch Eisenbahnen, durch Abschaffung des Paßzwanges, dann . r. r w m i r. onrcy vle Lmnayme oes celermaßes, durch Ausstellungen suchte er dieses Ziel ... , !J ' rr - . W tL ju fciiacii. eine jpianc: rouivcu vv gestört durch die Parteikämpfe denen Portugal durch den vielfachen Mißbrauch scmer Bersassung ausgefctzt ist. zn der viacht des 19. Mai 1670 mußte der Kpnig es erleben, daß der neunnndsicbzigs jährige Feldmarschall und Kriegsminister Hcrzoa von iö?aldanka mit fechS Bataillonen in seinen Palast eindrang und ihn zwang, das bisherige Ministerium .. r r c." . zu entlassen. Und wahrscheinlich wurde der Handftrelch nur ausgeführt, um oem rv .1. o . rc . . (. ? .TT i is7. ücinnuiocicii ?aioanya oic ?.uutvuix ln Sie ans zu aeven. znw w tuin . ..t . .. y rr. r!fX. CTlf X.. I ter bemerkten damals mit vollem Recht, daß die lateinische Rasse, wohin man 'Lfu. it.. ' m I r::rjE.s I uuue, iicücr,mir vcroau ciu puu Ziel zu erreichen suche, als durch ruhige uno nccijiicgc rnvcii, joca uc.u,. t r.i. vt . , rrv i. .f ...... s i dem König während der Bürgerkriege rn rr? rs.r.r .ft t.l m...tr: 1 Spanien unicr kaoeua, vsi nviyuvk wie den späteren Königen, für Portugal die Ruhe zu bewahren und den Versuchen cinii fi f(Jfi sCfwAt i-frtTrtT".l 11 I ,vuwtiiullU)l.. VitUtmt vyvf Ö" I beaeanen. welche eine iberische Republik über die ganze Halbinsel hin erstrebten. M engen Zufammenyange mtt vlefer Haltung des Königs stehen die von ihm durchgeführten Verbesserungen des Volks- , 1 . r...!fJC.. rSf . . fcguirocfens. er cvitgaioiiic viu mentarunterricht wurde zum Gesetz und die Lehrer wurden mittels Gehaltserhöbungen auf eine höhere sociale Stufe gerächt. Den Eolonien ist unter König Ludwig besondere Beachtung gewährt .worden 1862 gewann Portugal durch Vertrag von Tientsin von China die Anerkennung des Besitzes von Macao. In den letzten c . r. .... ... Offs.... VI. .r: uyvcu iuuicu uvi uuu v. uuiiuiuvyt i sti . i. .... . ;.. cy f.S. ... sX... I
entzungen ln rage, uu,vkui auf Viroell oeanfprucy!! uno gcwifj ifr srüher die Sklaverei in allen Theilen es nur der Drang nach einer nützlichen, aufgehoben war. Durch einen Vertrag Bethätigung seiner Kräfte, der ihn vermit' England wurde 1863 der Hafen von , anlassen konnte, sich um eine Cavitäns-
Whidah abgetreten, dagegen für Portu- stelle auf einem Oceandampfer zu bcwergal sein Besitz an der Westküste Afrikas ben.
bis zum 5. Grad fudllcher Breite gewährleistet. Streitigkeiten mit dem ultan von Zanzibar um den Aejitz gewlffer theile der ufte von cozamvlque wurden zum glücklichen Ende .gefuhrt, indem Portugal die Bai von Tungi erhielt. Auch mit Deutschland und Frankreich gelangten Verhandlungen über die Mgrenzung des beiderseitigen Vesitzstandfi zum zufriedenstellenden Abschluß. er... r rf.tere. L tt..I . äTa. -poriugalö uinuuß au ocr uincamic wurde noc vermehrt durch den Schutzvertraa mit Dahome, - in welchem es durchsetzte, daß künftig ohne seine Err ..r .. ' r. ... ri . .vV Trt. 1 1 I zauonip mu reinern anoercu vsiaaic ouidende Abmachungen getroffen würden, Außerdem aber wurde ihm feierlich zuge-
sagt, da von jetzt ab den grausamen befreite, sei er Fürst oder Aurger, wahrMenschenschlächtereien ein Ziel gesetzt lich nicht leicht etwas Höheres nachrüh-
wurde. An den Berhandlungen, welche zur Gr5indung des Eongostaates fuhr- . V . V tv. ten, naym Portugal evenfalis tyett, um ? . rx ff . . c y - l seine Interessensphäre zu sichern. König Ludwig war vor einem Jahre anch Gast des deutschen Kaisers in Berlm. Er wurde damals zum Eher des 3. Brandenburaischen Infanterieregiments Ro. 20 ernannt lind verlieh dem Kaiser Wilhelm das 4. portuglefifche Nelterregimcnt. Man rühmt sein liebcnswürkuitasiiii trnimi un vvvvu' igcs Aus,,en. durch wilcheZ tx jedm. .i ifcm ,sf,,r fri f .(T.itW n !. di der che Eeistesgabe,, beglückt. ' beherrschte Kö.,ig Ludwiz n,eistechit die Sprache; ' - . 7. vor einigen fahren vollendete er seine musterqiltige Uebersetzung Shakespeares in das Portugiesische. Vergeblich hatten die Aerzte versucht, sein Wen in seinem . ' 1 . .w Fortschreiten au zuhalten, auch die Kunst des aus Wien berufenen DerlnätoZogen Jsidor Neumann koNng' keine Nettling ,1. ,i bringen. Bon Cinlra'auz wax ein Beaim, seiner Krankheit der Könia naö Cascäes m Atlanlischen Meer gebrach worden, und drt ha. er gestern kurz vor Mittäa den lekten Atkemill e.Kan D r neue Herrscher Karl Über Ileste Sohn des Verstorbenen. Er wurde am g. September I8Z,"gebören und he!rathete ZLSS.Amalievou Orleans. Tochter des Grasen o:: Paris. Auch er hat als Gast am xreujzischen Hose geweilt ,' T ' Erzherzog Johann. Die Meldungen aus Wien über die Absicht des Erzherzogs Johann, auf alle felnelangvorrechw Verzicht zu leisten ... .fa ..fXf!Jl . . : .'' uuy tti yrnyicr nrger im musianoe k!.. C:-- ..: ... f.. : i , wird von verläßlicher .Seiten über: eine Aeufzerung berichtet, die eine dem Wie- . XC s.a.s.,..v-rn . ' ri:.f! y l .. . ei Perzyniicyretl kurz nach, dcr: Katastrophe vom 30. Januar gethane hat ;i Geben .Sie Acht, Erzherzog Johann .wird' noch . in dasselbe Schicksal getrieben werden,' wie der arme Kronprinz nur wirdles nicht so tragisch sein, weil der, Erzherzog energischer : und widerstandsfähiger ist.: i So sorafältiq ek:.-iS:.:.'.:..., . . -r, ,vtt,T vtvcttZPorllrrenz er zürnen? schlösset die intimen Voraänae daselbst den s Späherblicken der Neugierde entin in K V:- r.r..:rr v;. ivv, j lv ywvy vit .QCllüUl JIllC, 01C sich' zwischen .dem Erzherzog und feiner, Familie herausgebildet, feit Langem ein rr itii.a ü.t.' - , : onenuiucö, eyelmnly. :; V5rzyerzog ohann, der jüngste von den Salvatoren, dem toskanischen Zweige, des ErzhauseS. sieht) heute 'sim137LebenSjahrez K Sein Aeußeres - hat: nichts vom Typus der Habsburger an sich, er ist brünett, unter Mittelgröße, muskulös und 5vön kaüsdauernder Eonstitution und besitzt scharfblickende schwarze Augen. Sein um fünf Jahre alterer Bruder ist der Erzherzog Ludwig Salvator, der bekannte Reiseschriststeller, der fern vom Hofe entweder aus ! feinem Schlosse am Strande von Muggia oder auf seiner Besitzung auf Mallorca , lebt. Erzherzog Johann erschien schon frühzeitig als junger Ar-tilleric-Oberst mit einer damals vielbesprochenen Broschüre, die sich gegen das Projekt eines Bündnisses mit Deutschland richtete, in der Öffentlichkeit. Als Generalmajor nach Wien versetzt, trat er
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in einen freundschaftlichen Verkehr mit dem Kronprinzen Rudolf. Wie er in i...:k.kt, n-i.t. c A? vicuiciiiiuuji uiu cy.clklN ven pirnlsten Bastian entlarvte, ist wohl noch allgemein erinnerlich. Beide Prinzen,, deren geistige Bedeutung sie inmitten ihrer Umgebung von vornherein isolirte, fühlten sich wahlverwandt und schlössen sich deshalb enger aneinander an. Dieses Verhältniß währte fo lanae. bis Erzherzog Johann als Divisionär nach !Llnz verfetzt wurde, strafweise", hieß es schon damals, wci! man zu wis sen glaubte, daß der Prinz sich auf einen Divisionärposten in Wien Hoffnung gemacht. In Linz lebte er außer den' Anforderunaen des Dienstes seinen künstlerischtn Neigungen und Wissenschaftlichen Studien, bis er vor etwa zwei Jahren seines Postens plötzlich enthoben und. zur Disposition gestellt wurde. i Man brachte diele Makreaeluna wobl nicht mit Unrecht mit der großen Politik m Zusammenhang. Der Erzherzog r.r. . c' sl t. . tiyaoe vle .anvivalur ivervlnanos von io- . c ... . r vura lur ven vron von ÄUlaar:en oilener und wärmer unterstützt, als den leitenden politischen Kreisen Oesterreich's ;.t . ' -r. iu gcrocni. jr war gegenuver einen Winke, der ihm dieserbalb ertheil ... c . . .. . r r t r l wuroe, vermuimicy nicyr ouiv am uno gefügig genug und aina in's Exil. Da ? Vl.r ' r a - . . rvx oer Ajrjgerjog gegenwarilg ;n parls weilt, bat er iekt jedenfalls Geleaenbeit gehabt, seinem Freunde, dem Fürsten Ss!v nV . CAAt Oft X . .1.1 . üV4Vl,kUUV Öu vtnciJ,lCil yivujvvviiHi aen Wochen hieß es in den österreichischen Blättern, der Erzherzog sei wieder für emen hervorragenden mmtarlfchenPosten in seiner Heimath ausersehen. Offenbar war damals ein letzter Versuch gemacht t . rr t t r. . woroen. zwlscyen lym uno femer MMlile zu vermitteln. Dieser Versuch ist mißglückt; die Veränderungen in den Kommandostetten der k. u. k. Armee wurden unlängst vollzogen, ohne daß der Name des Erzberzoas in den Avancemcntslisten erschienen wäre, und nun leistet der Prinz auk Alles Verzicht, was in der Schäkuna von Millionen Kurzsichtiger als der Inbegriff des irdischen Glückes I iri m:. o!... v r r. jl v. tw.ii t giu. mnt, oct jui iio vu iicuii nt-.r r.r , , t n Er besitzt zwar kein grones fürstliches, aber eine für seine Bedürfnisse vollkom- , nen ausreichendes Pnoatvermogen und rann deshalb den ortbezng femer Apanage ablehnen, ohne flch der gemeinen Nothdurft preisgegeben zu sehen. Immerhin wird man sich mit warmcmJntc resse m die Kämpfe diefer Mannesseele vertiefen und das fernere Schicksal dieses Prinzen, der tapferer 'ist,' als hätte er ... r . c .. ? jr. r . r. i t orr..ir. auf yunoeri Vcyiacylfeloern feinen 5Uilliy gezeigt, mit sympathischer Theilnahme im Auae behalten. Erzberzoa Johann bat sich den goldenen Ketten seines Ranacs ; t c .. "i i ; . o. . i enlwunoen, uno er tji oer relyelr, oleer zu wählen die Kraft gehabt, würdig. Man kann einem Manne, der sich felbst men. - - mc w mun Keenig an eener Ci. ' garre gerocht habe. AuZ den Erzählungen des ehemaligen BäckermeefterS. iehigen NentierZ Tietchen in Oschätz ) 's' war 1836 oder 37, so in där Drehe rum, lich.; war dazemal Vchltzenyauvts mann) da kommt eenes sckeenen f.. ri n - t r '" Dags der Bgemec,ter Ficdlcr . me, Z'MM steftotint i Dicich? der . - . . ecmz kommt nach , Oichatz!" . .,,' sag "h. .Gar kee An- ,, .4 iiitnrA SlIaH! '"" """" J,Ü I C W von n Hofmarfthallamtede Nachricht eingedroffen, da Sene Magestat lewerulV2l ? ! I FrMtirn! Itin (Cnlh.HhA1IA . SM.tlt4t wti 7' mfn Gptt vcrdannebohm! Iwermorgen? .irrottnn V livtitnf t n tAlnnnn F itlomr "ts Wai wQmn da, ''dler? Zvter ,n,e S- ,enn m a vvon MT-? ' m "Tt-fJ" sagt, daß .ischl am gemehn ichen Proch,tzenge,ell,cha,t .g ander "ben sollte, .dem da Se,ne M,k, a, 'wb,,cht.g,.:g., nermariet .der c B iu er,che,nen. Jls mx ff?: Wer l.enen w n.gstenS 's Lokal gleich nem nun mit Rslnh bestreikn. imniTÄ i ' - " f l -7 " 1 1 ten ooch o Fäßchen feines Dobbelbier an un wie's Freitags 9!achn,ittag Halbsimfe schlua. da standen nur; nein Mann hoch. in? schwarzien Fracks un weinen Binden. ä Jeder de Esse in der Hand sir und barad zur Aekombclmentirung Seiner Ma.m" ienar. I . itrr mit der Kreide in der Hand stand dernawen ? nn Hcrzcr Gottlleb, ln gen I tv ....... f.i.r; v- ia!;rj ,Hanoicuuen, .yw Nyicuuiic, . um den Keenig gleich ziehen zu lassen, wenn er. etwa geruhen wollte, ä Bischen mitzuduhn. : . -' i ' s ' - a Fimf Minuten nacb Sechsen wurde.de Thier- ussgerisscn der Bergemeester hatte draußen uff der Lauer, gestanden un gefolgt von ä , Herrn in Eioil 's i ? sv::AvJ: rn. ti... I war n Zttvzuvsnvc, uc mci iuici yccucu trat der Keenia ein. , ; . .Mir standen wie die Mauern. , I : t m..t... ar(..MC fi i.l !,i f n VttiCJl, , Vtuy,i ; V1 ;! , V' lMtt4 der Keenig. , , .', ,,. ) r, & 1 1 :s ' ! , i Guten Abend, Majestät!", , .r.T, rrn '.-,. ... : ...Y...r .. u i )eruyen , lae,lal z erzanoen,-. sagte der Aergemeister, daij ich Ihnen die Harrn vorstelle: Herr Schitzenhaubtmann ! Dietchen Seine .Majestät der Keenig. Herr Dischlermeister Beyer Seine Majestät der Keenig, Herr Lohgerber Pippig Seine Majestät der Keenig u ü- . .y'.1 1 t-w iA Schon gut, schon gut" mecnte der Keenig lächelnd, gab . Jeden der Reihe nach die Hand und eißerte dann gnädig, daß sich die Herrn in gar nischt stceren lassen mochten ; , : mit ihrer Erlaubnis werde er sich an unfern Spiele bedeiligen.iJli"!iih Nun ging's alfo los. De Karten wurden gezogen, de Namen an de Dasei geschrieben un der Keenig litt's dorchaus nich, daß'n Pippig zuerscht anschrieb nee, 'S mußte ganz wie gewehnlich nach der Reihenfolge der Nummern gehen.
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Ich muß hier einschalten, da mir da- l fs r ji t r I mmais den stamm belnak aenau si v , ' n i" . uile hettzutage, nur Mit dänUnterschlede, daß Jeder nur ee ne n Schubb hatte. .
pttxnt, mt nu de Erschten ihre Ku- Die Erbitterung unter der muhamedageln aus hatten, da wurde der Keenia kicken Nevolkernnar -ala-Blancas ist
immer lemledllcher. brannte sich eine Ei- ' V. V 1 t t- I doch ja ,ooch uxit nRerfen, as rner uns v,2 jui ,uücu ucbcn, un 10 wurde de Stimmung immer sideler un
animlr.er, ms ,e zmetzk so aniMlrt sprechen, da er. der Gouverneur, andernwar dafz mersch beinahe a bischen Angst falls für die Folgen, die aus solchen
k l , r t c .! Gesprächen entstehen könnten, nicht einJetzt kam Herzer - Gottlieb. der mit ,mteben mrm
mix lm den Keenig aus eener Seite un inet Vordermann war, an de Reihe un zwar in de. Vollen, un schob sie doch, ween der Harre mit so an Dusel, daß er. et r 4 .r-v t i. JV "i9- uno oerecyre anoestehen blieben! Na, das war ä Juwel! Das wärd Schur!" brillte Her;er. Aber Ptpvig, der zu der andern Bartei geyccrte, chne: Ner cht abwarten 's is noch nich Feierabend!" Un Bever grehlte dazwischen : Immer druff uff de m ? t j. " " Vrieoer:" Un wie ich nu vortrat un recht vorsich.:.n. . . . m . . t r r I ng gicue, um oe Vcyur ooa) guemg fer. tig zu machen, da schreit doch der Kerl. der Vienert, um mich ärre zu machen : h Zeg mit'n Keenig! Mir brauchen kee nen t Na, licr gab'n Herzer-Gottlieb glick Ä AVVMAM A kHlt 0 l(tAM iA V j
licherwelse änn Nibbenstoß. daß er'sch niger, bis wir zu der arabischen Abtbeinoch verschluckte, wer mich hatte das luna kamen. Äier ttcbcn einlae wirklicü
dumme Gebrille doch so erredirt, daß meine Kugel a Lmschcn ze viel nach links kam un bumms ! schmiß se 0ltt zceenia- UM! Hcernse, ich zitterte am ganzen Kerper, so ärgerte ich mich, denn der Keenig stand dichte hinter mir un hatte scharf usfgepaßt. Keenigliche Majestät," sagte ity, noch ganz in Rahsche. nahm' Ss nich nngitig, da is, Gottstrambach, nur der Wienert dran Schuld. Die hier kennen' bezeigen, daß ich bei so eener klaren Spur noch niemals den Keenig umgeschmissen hawe, un nn muß mer das grade Heide bassiren, wo Sederbei sein nee, das is mer dock so fatal !" Lassen Se's gut sinn, lieber Dietchen," meente der Keenig leitselig, legte sei' Eigarrencnde uss'n Disch ' denn er war jetzt an Schieben un stellte sich an's Brett, röo ihm Alles ehrerbietig Blatz machte. Er zielte sehre lange un Holle, weeßknebbchen! de rechte Dande weg! Wie er nn, noch ganz stols un glicklich nach seinen Eigarrenendchen greifen wollte, kriegte er meinen Stummel zu fassen, den ich ooch dahin gelegt hatte ich kannt'n ganz genau, weil ich de Eigarre immer ä "bischen sehre zerqnetsche un-. steckte dän, Gottoerdanzig, in Mund! Herrjcses!" rief ich erschrocken. Majestät haben aus Versehen meine Eigarre ". Na, der Keenig schmiß den Stummel weg, schbuckte enne ganze Weile un sagte zweimal: Fui Deifel, fui Dcifel!" denn nadlerllch, fo was ls erelhaft. Awer ich faßte mich gleich, trat usi'n Keenia, zn un sagte: Mit Eirer Majestät Erlaubniß werde ich mir die Eigarre" und damit hob ich den Stummel ans die Eire Majestät mit mir zusammen zu rauchen geruht haben, zum ewigen Angedenken aufbewahren." Da lächelte der Keenig iwer'sch ganze Gesicht un wenn er ooch noch ö Bischen schbuckte, so siegte er dod) gnädig hinzu: Schon gut, lieber Dietchen. Erhalten Se sich Ihre loyale Gesinnung un ich werde stets Ihr gnädiger Konig sein." ' Hernach awer litt's 'n doch nich mehr lange. : Ae baar Minuten druff nickte er sein Adjedanten, der sir die Hüte holte, schüttelte den Vergermeester de Hand, un mit den Worten: Zldjeh, meine Härrn! Ich danke für den vergniegten Abend ! " verließ er mit fein'n Begleiter 's Lokal. Den Stummel awer kenn Se bei mir zu Hause unter Glaö un Nahmen sähn." 0. Engelliart. Eine Hinrichtung in Marokko. Aus Madrid wird geschrieben: Bon einer Hinrichtung, die ganz dazu angethan ist, Gegnern der Todesstrafe Wasser auf die Mühle zu liefern, wissen mit vieler Genugthuung und anscheinend ahnungslos, zu welcher Barbarei ihre Ikegie'rung die Hand geboten, die spanischen Zeitungen aus Marokko zu berichten. Ein Maure hatte vor cinigen Wochen in einem Aufall religiösen Wahnsinns in dem marokkanischen Küstenstädtchen Easa-Blanca einen Doppclmord an spanifchen Unterthanen bcgangen. Der spanische Gesandte in Tanger reclamirte. Der Sultan ordnete an, der erarifsene . Morder sei mit dem Tode 'u bestrafend Da' der Mordthat aber Wahnsinn zn Grunde lag, der Thäter also der strenggläubig muhkmcdanischen Bevölkerung als! heilig gilt, war von vornherein anzunehmen, daß sich kein Maure. - selbst uicht für vieles Geld, sinden werde, den Befehl des Sultans zu vollstrecken. Präcedcnzsälle dieser Art luven zahlreich vor. ' Der Sultan überaad daher den zHinrichtüflgsbeschl dem y r ''''"'' "' ' " . :""! '' 'V ' irv' ' spamfchen Gesandten; das h:en: Ich habe meine Schuldigkeit gethan, sieh Du nun zu. wie 'u ttrtta wir t." M)cx Gesandte' schickte ' ein Kriegsschiff nach Easa-Blanca., Der Commandant des Schisses überreichte, begleitet von dem spanischen Consul, dem Gouverneur des Ortes den Befehl seines Herrn. Dcx Gouverneur nahm . die, Urkunde ehrfurchtsvoll in Empfang, weigerte sich auch nicht, die Ordre vollstrecken iu las sen, erklärte aber nach Ablauf voii 48 Stunden, daß es , in Easa-Blanca Niemand gäbe, ' der die ? Hinrichtung vollziehen wolle, daß selbst seine Soldaten fich weigerten, dies zu thun. Da bot sich ein Diener des spanischen Eonsulats an, den Mann umzubringen". Der Verurtheilte wurde herbeigeholt, und bei hellem Tage, uf offener Straße vor dem Hause des spanischen ConsulS schoß der improvisirte Henker sein Opfer mit einer doppelläufigen Jagdflinte nieder, indem er ihm von rückwärts eine Kugel zwischen die Schultern jagte. Da der Mann nicht todt war, wurde er in die nächste Moschee getragen, wo er nach mehreren
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Vk . V. www 7.. z.z. n.-r',,'. a3 Vfc jjvuvnfc n viv vvmijji'heit der spanischen Civilisation klarmacht, so ist dm Leute wahrlich nicht mehr zu stuxi übrigens so stark, daß der Gouverneur , die dort rendlv,rk?p??i7 1 kkllk H iVHWlkl (jonfuln zu ersnchen, sie möchten ihre Untertanen dringend davor warnen, vor den Mauren von der Hinrichtung zu Der Zufall machte mich iünast mm Zeugen eines überaus anziehenden Vorfalls. Mit einigen Bekannten in der Eaballeriza Real, in dem Königlichen rt J 5 . . ; 1 Marftall anwc end. wo wir den Künsten der Schulpfcrde zuschauten, wurde die Ankunft' der ,narokkan!scken celantschaft aemeldet. Wir beaaben uns aus der Reitbahn nach den Ställen, wo die . , t. . r. .. r ;-i ... buntbcturbanten Weifzmäntcl, ein ganzer Trupp, vor der überall herrschenden Ordnung und Sauberkeit geradezu in Aubetung versunken waren und aus den von ' ..... - . . ihnen wirklich im Brustton der Ueber zeugung" hcroorgegurgelten Ausrufen der Bewunderung und des Erstaunens gar 'nicht herauskamen. Das PferdeMaterial imponirte ihnen und das be wies nur. dan sie Kenner sind weit wcschone Exemplare der Verberrasse. und während wir hinter und zwischen den kleinen, aalglatten, muskulösen, feinknack e srden in s hen i&artfitichmU tencn. klugen Kövkcn durckainaen. war es rührend mit aniuschen, wie diese sonst so ruhig und phlegmatisch dastehenden, sich um d:e Besucher durchaus mcht lmnmernden Thiere plötzlich in Bewegung gcricthen, ansingen, mit dm Hufen zn scharren, zu wiehern, sich umzusehen und zu versuchen, sich von fccn fesselnden Ketten loszumachen. Sie hatten ihre alten Herren, die Töne der Sprache wicdercrsannt, bei deren Klängen sie groß geworden. Einzelne Thiere geberdeten sich ganz unsinnig vor Freude und unter diesen befand sich ein 19 Jahre alter Schimmel, Sahara", der vor nunmehr bald 15 Jahren als Geschenk des Sultans von Marokko an den damals soeben zum König ausgerusenen Alsons Xll.nach Madnd gekommen war. In der Dorfschule. Lehrcr: Sage mal Hans wenn Dein Vater seinem Nachbar hundert Thaler zu sechs Procent Zinsen borgt, wie viel hat er dann nach einem Jahre zurückzubekommen?" Hins: Zweihundert Thaler." Lehrer: Schäme Dich. HanS! ' Du bist schon so lange in der Schule und" kannst immer' noch nicht rechnen." Hans: Nee, Äechnen kenn' ich nich, aber ich kenn' mei' Vatter!" h i Jrrr. t v-'Y"L:,"-lt.: --i;-; J'Mft' Jta. i vi j -ff'xd MARK f Ti. ' -i- ,t ' r . " 1 V . W ' Das große Schmerzenheilmittkl. NhsumatkömuS. Lwkt Ztvnatt lang unfähig fich ,u berskze. LaVl-Nd.Ohi?.lS2u:i.LSZS. Drei Meiste la litt iÄ t;fc4t RbiumaÜöLuS twd für zwei Senate h!k ich kein Glied rühren keimen. (Eine ßlftfät Ct. Jakobs Oel hat ich en a?es kintt Leiden trfteit. such stäter sind die CchmnM xichtLl der jurückzelehrt. R. RsndlcS. ekcbenunjflan;iz Iah gilktten. Sand??lTe, Ohio, 13 Juni, 1119, : ZaJsre 1831 zegichsk zuerst Rirumttiknui za und seit jener Zeit habtlch izisxtr gek ten, babe sogar iueilea an Avlätix gehen üf sen. Et. ZakobS Oel hat ich ,'kurin rnd seitde habe iö keine Schmerzen KitUt gehkli. Geo. L. Riion. Entzündlicher Kheumkmu. QSkölcoss, Zlnz., IL8S. Im Zaire 1881 litt ich sechs Woche entzündlichem Rdematinluk. kch Kaueem an Kerker die hestigsten Scknlcrzes. .DLrS den großen Scherjcnstiller Ct, JalobS Oel nrde ich wieder teuernd gkZkilt. - W. S, Fiiirchild. Legen k!Zennat!Sm5, ktunUx, Frikierlez, HecroiLsö. Krenzveh. rckenls erzen, V?kLSg?, Srühssuic, Zähiischmerzez. Koxfveeh, Lrend,rzden. Farmer und Wkehzüchtss jlnde in Im St Ia?s?Z CÜ tln u?2bcr. trersUcheS Heilmittel ?zen die breche . des Lleh'standes. yrr!5 LS tlentSz kn eilen Lkxeikeken lZsSe. , XHZ CKAHLES A. V0CELEH C0 Ealäraornfcl A. GubersSaloouneWKegelöahn. Prachtvoller Garten für Fami ttenaufentyalt. Gute Getränke, ausuleikzame Bebiennng. ?Zo. SW. Süd Meridian Strafe.? Jeden Samstag Abend euZge. jeichneter Lunch. F. VILL. PAI1TZER, Apotheker, Frische Arzneien. Mäßige Pnise. Necexlen besoÄ'cie öyriklt. Si West Washington Strake Knin dem gjtcl&aul. Se der SxaüSttr-Cat. MsMMMH John N. ttoeniger, Agent. : ;S ;ii !:..?! :! vit, il;,;,.. lP"! ii. viiuiiiti ttn sr4 f4Sn' un Äs? ttrA4l Lokal , in der Stadt. Die geräumige , , nnd' l3n ek?.erich!ete Halle steht Vereinen, Ls.' ZZm. hrfwrf'l-WtÄHim; -mw -k,; 'llllL.'M'" W'iÄt W1 " WMfcMW VVIt l; f . . . :,. ''' ;. !i!' '"i'y''!;'!.''"!!' iwi C-Ciit.i im rfcnutitittini
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