Indiana Tribüne, Volume 13, Number 53, Indianapolis, Marion County, 10 November 1889 — Page 7

ssgflSSSa.. Vttder au& vem heutigen Dskota. Der r&quav M a Wie so vieles Andere, ist auch der Squaw Man" am Aussterben beSrisfcn. Wie schnell sind die Zeiten hinJezchwum den, da es nur solche gab ! Heute zahlt man sie dem Fremdlinge als Cunositatten an den Fingern vsr; er schlagt aus Neugierde den etwas mb teren Weg ein, um des Squam Manneö" ansichtig zu werden: , eeine Neuieche wird belohnt, indem er dessen armselige Hütte und vor derselben einige braune, halbnackte Kinder im Sande spielen sieht. Der Sguam Man ist sich selbst seier heutigen Zmitter-Stellung bewußt unh zieht sich aus diesem Grunde so viel als möglich in fein eigenes Heim zurück. Wer ihn aufsucht, wird mit jeglicher Gastsreundschast ausgenommen; doch er selbst verlaßt das eigene Heim selten, um seine Nachbarn auszusuchen. Die weißen Ladies" sind schuld daran. Meine Nachbarin sagt, wenn die Rede auf.dies Kapitel kommt: 5m weißer Mnn, welcher mit einer Squaw sich einläßt der gar mit ihr lebt, verdient gehängt zu werden." Und so lautet das Urtheil von den meisten weiblichen Lippen. Dieselben vergessen, daß vor nur wemgen Jahren in, Umkreise von hundert und mehr Meilen keine weiße Frau zu finden war, und die man vorfand, ost weit hinter emer Sqnaw zurücktreten mußten. In jenen Jahren machte das Ewig Weiblicke sich auch bei der Squaw geltend une darf dies wohl als erster Grun der Bündnisse zwischen ihr und dem weiHen Manne betrachtet werden. Doch noch em anderer, sehr wichtiger Grund bestand dann, daß sie sich vor den Angriffen der Indianer sicherer ahnten, wenn sie mit einer Frau aus ihrem Stamme zusammen lebten. Die Jndianer sahen solche Ehen nur ungern, doch von dem Tage an, da sie eine der Ihr! gen zu sich in's Haus nahmen, wsr,en sie ihres LebenS um ein aut Theil sicherer; jedoch fanden die rothen Verwandten I ihren Aortheil auf andere Weise, indem'! sie den Schwager auf jede Art auSplunderten. Es wurde nach socialistischen Grundsätzen gehandelt und der arme Mann beherbergte ohne Unterlaß nicht viel weniger als ein Dutzend Schwiegermütter, deren Väter, Brüder, Schwestern und Kinder. Hatten ihn dieselben schließlich völlig ausgegessen und ausgesogen, sa zogen sie ab, um bei der ersten Gelegenheit, die dem Magen Etwas versprach, sich wieder blicken zu lassen. Der Squaw Man wird von seinen weißen Brüdern heute hinter dem Nucken : über die Achsel angesehen. Es heißt nur: Ach, der Squaw Man!" Welche Verachtung 'diese Worte oft ausdrücken! Wie lagen ihm dieselben Männer einst zu Füßen, da die Nothmanner noch auf den. Jagd-Gründen wellten und den Tomahaw! auf dem Kriegs p fade schwangen!" Zuerst mußte er für ein Geringes den Tausch der Felle und Häute vermitteln, er gab ihnen Unterschlupf und Schutz gegen etwaige Angriffe. Im Hause des Squaw-Ätannes konnten sie , ohne , be-, ängstigende Träume der langentbehrten Ruhe pflegen. Trotz des schmalen Lohnes waren diese Zeiten f r den SquawMann gewinnbringend, i eines Manchen Wohlhabenheit staute; aus jenen Zeiten. Nun ist der Tomahawk wohl für immer begraben und keine Büffel trampeln das hohe Prairiegras nieder. Bei dem Squam-Mann heißt es nun auch: Der Mshr hat seine Schuldigkeit gethan, er kann gehen." Ihn trifft nunmehr nur noch Verachtung. DerÄelteste der Squaw-Men" und Pioniere Dakotas ist James B. Galten, welcher zwanzig Meilen oberhalb Standing Nock Agency am Missouri in dem nach ihm benannten Gavton" - Landsirich wohnt. Er ist' einer der ersten weißen Manner, die nach Dakota kamen und sich unter den Sioux"-Jndianern niederließen. Gayton ist ein äußerst gebildete? und liebenswürdiger Mann, -stammt ans angesehener reicher Familie, und man hört nur eine Stimme die lautttz ,',Wle schade, daß dieser Mann ein Szuaw zur Frau hat ! " Gayton ist der beste der SquawMänner, die ich bis jetzt angetroffen habe.' Im Gegensatze zu ihm steht z seine Frau. Sie ist als die schlimmste der SquawS bekannte Seit dem Jahre 1644 lebte Gayton auf demselben Platze. Der alte Gruk,pf weiß Vieles zu erzählen, doch halt eS schwer, ihn zum Reden zu bringen. , Seine große Familie besteht aus erwachsenen Söhnen und Töchtern, welche. Dank seiner ErZiehung, keine der schlechten Eigenschaften der ..Half Breedö besitzen. Seine grau ist so faul, daß er das Bro backen und ebenso die meisten Hausarbeiten verrichten muß. , , Vor einigen Jahren fand er am Morgen sein bestes Gejpann Pferde todt im Stalle liegen. Wenige Wochen vorher hatte er tzsvo hart verdienten Geldes für dasselbe bezait. Nun hatte sie seine Squaw aus Bosheit Vergiftet. $ShIb er sie nicht todtgeschlagen? hieg daS allgemeine Urtheil ; und Märe eine solche That nur gNtzeheißen worden. .SieO die Äutter meiner Kinder gab der Alte zur Antwort und ertrug AUeS ohne Klage. Dies ist sein stetes Nrgment, wenn man ihm zur Trennung rätd. Oft Zxm ist den Missouri auf nd ab seiner anten Eigenschafren wegen bekannt. Als iunaer. wilder Mann kein er nach dem Westen, um Abenteuer zu suchen; er ist ein warnendes Beispiel für i .' " t - den adenkeuenunlgen zungimg, jtiri an: 9eben muk er für eine Zuaendliche Thorheit büßen. Doch läßt er nch dies nie merken, stets guter Laune, ein Lächeln auf den Lippen und mit den treuherzlen. blauen Auaen in die Prairie hinausbauend, ist er bereit, irgend eine Tagesfrage zu erörtern. Seitdem die ..Countv" oraaninrt ist. irard er jedes Mal, ununterbrochen, zum GountyCommissioner erroamt Er lebt der Ernebuna lemer Kinder. Nist alle seine Genossen besitzen fern Ehrgefühl, doch er geHort zu ihrer Kaste und um deren Gesellschaft dulden. In neuerer xtit nioat lieg cie puimuu . f cnLl:i!g::--i.t.:it t s. ' i. 4 1

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SW Es zeigte sich dies am Besten bei der letzten Wahl, in welcher ein starkes Vraugument gegen dut kncn Candidaten oarin bestand, daß er eine mhittÜteedm zur Frau hatte, und wurde seine Niederläge diesem Umstände zuzeschrieben. , Aus diesem Grunde halten die Squaw Männer zusammen, sondern sich von allen Andern ab und bilden eine eigene Kaste. Die Tage derselbsn sind jedoch gezählt, denn es sinden sich keine weißen Manner mehr, welche auf die Dauer mit einer Indianerin leben wollend l ßXtUt fnroductiott aus fecm GcötlderSriiüfirs tirung von Frauen ' eigener Farbe ist Schuld bieran. Als die ersten weißen Frauen in's Land kamen, waren zn viele Gründe vorhanden, die eine Annäherung zwischen ihnen und den rothen Frauen der Nachbar verhinderte. Die weiße Frau,, welche den Indianer nur aus billiger Mordund Todtschlag-Literatur kannte, fürchtete sich vor ihr. Ueberwand sie dann die Furcht, so konnte , sie deren Sprache nicht reden, schließlich war sie si selbst viel zu gut, um sich überhaupt mit einer solchen, rothen Hexe abzugeben. Verachtung der Squaw und ihres Genossen folgte nach. Zuweilen kommt eS ysr, daß fo ein, Hallunke von Mann eine Squaw der weißen, nach dem Ehejoch schmachtenden Jungfrau vorzieht. Jsi dies mcht unerhört! Man höre denWortschwall, der sich aus dem Munde der ss schmählich Verschmähten ergießt! Die Klnder, die einer solchen Ehe entspringen, genießen, wenn sie auf der .Reservation" der Indianer leben woltat, die Vorrechte derselben und erhalten die vollen Nationen; stehen aber gleichzeitig unter der Aufsicht des von der Ne gierung der Ver. Staaten ernannten Agenten. Leben sie nicht auf der Neservation, so werden sie mit dem 2.1. Jahre Bürger der Ver. Staaten und genießen die Rechte derselben, mit Msnahme kleiner Einschränkungen; so z. B. darf ein Schankwirth keinem Hals-Vreed" ein Getränk verabreichen, welches alcoholhaltig ist. Der .Squaw?Man" kann seinen Kinderu eine ausgezeichnete Erziehung zu Theil werden lasten, indem er dieselben zuerst nach der Schule auf der Reservation und spater nach einer der Jndian Colleges schickt, wo sie sür irgend einen Beruf ausgebildet werden. Das größte dieser Colleges besindet sich in Carlisle, Pa., und ist dessen augenblicklicher Direc tor Capt. Pratt, U. A. Die Half-Vreeds" werden hier als die miserabelsten Menschen betrachtet und ich mochte sagen, mit Recht. Lug, Diebstahl nnd schließlich Mord bezeichnen dit gewöhnliche Carriöre eines solchen. Bes sinden sie sich in angetrunkenem Zustand, so sind sie die leibhaftigen Teufel, und sie vollbringen dann irgend ein Verw r ' ' r : " 1 ' ' brechen. In der Trunkenheit kommen bei ihnen die Fehler und alle schlechtes Eigeyfchaften der Eltern zum Vorschein. Ist der dalkchresä nüchtern, so möchte man ihn fu? einen gntmüthigen, einfältigen Menschcn halten; er besitzt oft Vilduna; im trunkenen Zustande jedoch kennt er seinen besten reund nicht mehr. Louis Egaro, em anderer, überall bekannte? Squa-Man. bestbt einen mündigen Sohn Namens Chaska". Derselbe ist der Schrecken des Landes. Seine Laufbahn wird demnächst durch einen, von einem Baume herabhängenden Strick verkürzt werden. Diebstahl, Pferdemausen, Todtschlag hat er alle schon auf dem Gewissen. Unlängst hieb er einem Soldaten tn wtanvtna Rock den Schädel entzwei und befindet sich auf gestohlenem Pleroe aus der flucht, nachdem er dlezer Tage erst aus Dickinson zurückkehrte, wo er aus oem fangmg enizprungen war. Dort hatte man ihn wegen eines unsittllchen Ananns zum Procen festzuhalten aesncht. Nun ist er wieder at largö. Dabei ist er als der beste Reiter und Schütze bekannt. Chaska fürchtet sich vor kemem pserde, er reitet alle. Sein Vater, Loms Egard. lebt auf seiner Ranch am Cannonball River. Er ist von Geburt ein Franzose, lief als Junge von den Eltern in St. Loui weg und wurde von den Siour gastfreundschaftlich aufaenomme und nach deren Anschauungen erzogen. Ms junger Mann arbeitete er für die Hudson Bay Co., erwarb sich immenses Vermögen, welches er vergeudete, und hals seu 1848 alle Verträge der Siour mit den Ver. Staaten vermitteln. Loms, wie man ihn kurzmeg nennt, ist der Mann, welcher dem General Custer bei seiner ersten Reise nach den Black Hills den Weg wies. . Man sagt Louis überdies Folgendes nach: Louis kannte selbst den Weg nicht, um jedoch des bedeutenden Führergklses habhaft zu werden, gas er an, da er den Weq genau kenne. General Custer dinate ih. und Louis half sich durch folgende List aus: Er dinate rp.7 .. '.. . . wleoeruni fiic ein geringes einen zungen Indianer und steckte ihn tn mt Bunel haut. Nun mutzte derselbe vorangehen und sich nur in Sichtweite halten. Louis brauchte nur, den an diesem oder jenem Hügel auftauchenden Büffelhörnern zu solgen und gelangte so richtig an S Ziel. Die Spuren jenes ZuaeS sind heut ch ? c s rn . 'fV t 7 t 7. ans oer Prairie etngearaoen uns als Onster' BUk Hills Trail sehr be kannt. RrchämHault, auch ein Franzsse. sÜlttiit taSTris ict bekanntesten SquWcen in dieser Gegend ab, die vsn der Cultur nocö nickt weiter naÄ Westen aedrangt worden sind. ri Er wohnt einige Meilen unterhalb Gauton und hat ine Squaw zur Frau, welche 'einst Gaytn gehörte. Cyam?)snkt, wie man ryn ruft, ist der glückliche Besitzer der besten Sa.uaw, die man je kannte. Manch' weißer Mann beneidet ihn um die reinliche. arbeitsame und aukmütbiae Sauam : sie flickt die geplatzten Hosen un Röcke der Cowbohs und Postkutscher und hilft in eruen Dlnqen, wo eine welbllche Hand von Nöthen ist. In Abwesenheit ihres Mannes steht sie dessen Ladengeschäft vor und schließt Händel mit Weißen und den eigenen Stammaenossen ab. Der müde Wanderer findet in dem'reinlichen Hause stets eine Mahlzeit und eine Decke zur Nachtruhe. . Doch Chambaults Fran bildet eine Ausnahme. ' Die rothe Frau des weißen Mannes wird bei ihm faul. sie ist von

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und sie hält den Mann tu?' unterIch n f c ' '

ueyeno. man bei Cbaska Ezard sagt: ,Der Alle ist nicht besser," so heißt es im Allgemeinen auch von den anderen Väter. Sie haben zu lange ohne Ordnung und Gesetz gelebt, ihre Anschauungen und Handlungen passen'nicht mtyv in die gegenwärtigen Verhältnisse und ihre sociale Stellung ist zu sehr im Ansehen gesunk ken. Wenn der weiße Bruder an ihm mit Achselzucken vorbeigeht, fö ist feine Verachtung in vieler Weise oft begründet. Er ist ein Wesen, welchem die Geringfchätzung von der eigenen Seite, wie von derjenigen seiner Frau zugebracht wird, seln Dasein ist Lin beneidenöwerthes. Der Phonograph praktisch ver tVerthet. Wir sind in der Lage, aus der Zeit, in welcher der Phonsgraph zur praktischen Verwendung im Hausstand gelangen wird, von den Attesten, welche eine P'qo nographemFabrik zur Empfehlung ihrer beliebten und allgemein als gut aner kannten Maschinen veröffentlichen wird, schon jetzt einige mitzutheilen: An die löbliche PyonoaraxyenrFab'cik in Berlin SW. Ihre Maschine hat mir große Erleichterung verschLsft. Ich habe le mit einer lanaeren Gardinenpredigt n sehr heftigen Ausdrücke und gereiz estem Ton versehen, und .wenn mein Mann spät in der Nacht und ziemUch r v-" . . e ,. innios nacy aue rommr, so vreye icy hm den Text ein-, nach Bedarf auch zweimal vor, zu welchem Zweck ich die Maschine in's Bett mitnehme. Dies macht es mir möglich, selbst m der schlimmsten Schlaftrunkenheit meine Vorwürfe laut werdeü zn lassen und meine stimme zu schonen, und hotte, da die Predigten doch schließlich helfen werden. Ich bcabsichttge nun, einer Freunbin, die gleichfalls an einen bedenkllchen Bummler verheirathet ist, eme solche Maschine zu schenken, und bitte Sie um 'Zuzenduna derselben unter Postnachttahme franko. Hochachtungsvoll Klara Schluder, geb. Mummel, in 2öriit). An die löbl. PhonoaraphenkFabrik in Berlin SW. Ihr Phonograph mit der Ane von d'Anvrade aus NtaoleUo" dem Ccttovortrag von Heinrich Gnmfeld und dem Geigensolo von Joachim, hat mir nun durch zwei Winter gute Dienste geleistet, jetzt müssen aber meme Gaste etwas anderes zu hören bekommen. Senden Sie mir, da ich nächste Woche wieder eine (ZKs?u)chajt gebe, einen Phonographen mtt einem neuen Concerr. aven ie einen loicucn mir r-irf tm FM m " einem Mattner-yor, 10 wäre er vxtt als Schlitßnummer augenehm, sie muß aber, lustig sein. Ergebenst Conrad Raff, Commerzienrath, in Magdeburg. An die löbl. PhonoaraphenrFabrik in Berlin SW. Ihr Wahlphonoaravh mit der Rkchter'schen Rede hat ante Dienste geleistet, und wir brauchen daher noch. emen für andere Waylttelje. (Mqt Aejtellung. Vas Waylcomlte der Fartjchrlttsxartei. (Berliner Wespen.) Einst und Jetlt. Svan'scker Stiefel. Schraube, .anae. Clzenttlngsrau, lammer, ycost, In der Rumpelkammer lange Ruhet ihr ein schwacher Trost! , , f r r j r rt- w ' Der verfeinerte Culturstaat Hat zwar längst euch abgesetzt, me einzige Tortur hu Er statt jener vielen. jetzt. ' . " Kaum bat sieb die Vem verrinaert. Nur statt einem rothen Mann, Lang behaart und lang befingert Steigt nn schwarzer Mann hinan.' Schlägt . er ,, auf's dreibeiy'ge Thier loS, Wünscht wohl Jeder voller Lew: Wären wir doch das Elavier los Statt der alten Fölterzeit ! . Fr idolin. Umsonst. Ein Gutsbesitzer fährt mit seinem Knechte Pianos über die Punta aus Besuch zu einem Freunde. Wie der Abend hereinbricht, machen Herr und Diener Halt in einer einsamen Schenke. Der rr setzt si mit dem Wirthe zu einer lasche Wttn. Der Wagen mit den Pferden wird !n einen osienen Schuppen, der als Stall dient, gestellt inid JanoS soll dte Nacht hindurch davor Wache halten denn die Gegend wimmelt von Gestnvel, besonders von kecken PferdeHieben. n. ,' , , . , HWeißt M,Mnos??sagter Herr, i. ": eiriti f !t -jv11 ' . r t. t onxu,x;ic9 oer scyiar nlcyr uVerrayr, versuche immer an Etwas zu denken! Um loUhc kommtder Serr. um nachzusehen, wie eS um Wagen, Pferde und Dleuer steht. .W,ra dekst DU?" .Denk' !ch wohin kommen die Sterne, wenn ich, sie nicht mebr leb'!" f Der Herr freut sich, über die Wißbe- , t 1 i,7 V, giecoe oes Vuricyen uo reyrr zur zweiten Vlalqe zurück. -, .( . ; Um l'i Ubr 6t er wieder inficie ren. JanoS betraget nachdenklich d3 Skorchennest auf dem Giebel ber schenke. .Woran denkst, Du?" ' Den lH. wieMdey die Störche nach Hau e, wenn Ire sortmegen!" Befriediat kehrt der Herr zur dritten MäschUzurucköAtK'dZeft'ler ist und der Wirth eben die vierte üuf den Tl ch stellt. interessirt es den Herrn ni wissen, woran sein Lauos jetzt denkt. ! Janos steht vor dem ckuppcn und mach: zem nachdenk' lMMchMM.Ä?' .Woran denkst Du?" - , , . , . , , '!li:;DfntichSiC:W werden verfluchte Kerls haben die Pferde gestohlen!- l . t n e l n u cy. ?age mir, wer dich liest und ich saae dir. , wer dich ae--'lli: '''ij-w !-Ü-l, " '" ü. m "M11 i VMr.rm i.i ' V " i"-1"'

Der Squaw-Man bietet dem Lande keinen Vortheil uiehr. Sein Ausst ben wird obne Trauer mit anaeseben. Wie

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HulM05!Hon rnft Rkg,. t-fX Einsteiaen!"' dränate der Scbauner nd lief geschäftZZ von einem Waggon zum anderen, denn der Eilzug hatte in A.. eine Station nabe der Eren:e. 'nur drei Minuten Aufenthalt. - Wohln? . wandle sich jetzt , der Scbafiner an mich, da ich so ziemlich der Letzte war, der einzusteigen hatte. 11 Ii sTs--. J I j. r. rr .'- Jlveiie, wics)wcui zagle leg uno faßte meine Handtasche noch 'etwas fester. " Gani oben., machen Sie schnell!" riet er mir zu und eilte voran. Als ick ihn eingeholt hatte, öffnete er hastig ein Coupö zweiter Klasse, schob mich hinein und schlug die Thür mit Geräusch hinter mir zu. ' .Tertia erscholl es aleickneikia. und der Zug setzte sich in Bewegung. m r t . . Vim inuiicne icq, joweu es .der iar kernde Lamvenschein aestattete. meine Neisegesellschast, welche von diesem neuflX,.. f ...t ? Y 1. tmvyui ,iuvuu;c iiiui vnoeriiu) angenehm berührt zu sein schien, wenigstens wurde ' mein höflicher Abendgruß durch em unverstanvllcyes emurmel erwidert, welches aus der anderen Ecke kam. Ein Herr und eine Dame saßen dort einander gegenüber und plauderten leise. Nachc ar.j.ii, r? em ic Hiiuji 51 jmujugcn cueuom kes gewürdigt hatten, setzten sie ihr Ges sprLch ganz unbekümmert um meine Dazwischcnkunft fort, und auch ich befaßte mich nicht weiter mit ihnen, sondern suchte die mir gehörige Coupsecke, so gut ....ll. ... es eocn gee invojiz, zu einer erträglichen Laaerstätte umiuaeltalten. Vor Allem tauschte ich meinen steifen ut ae- .. :fi m -f.. ' ..v t;3r gen eine mcitgc Sikliemutze aus, jcoö ann die Handtasche unter den Kopf, indem ich sie als Kissen benutzte, und streckte mich endlich etwas beschämt auf die aevolsterten Sitze bin. Auf der Reise schwinden alle übertriebenen Rücksichten, und Jeder sieht zu. daß er selbst am weichsten zu liegen kommt," sagte ich mir, wie zur eigenen Beschwichtigung über meine Ungenirtheit, c t cn.'... ' ' uno irreale oic eine, iyrer ganzen nas türlichen Länae nach aus. Sb scklok die Augen, und obgleich ich eigentlich aar ?kr,...e:r. Lt t t.-.cti.ut. iciu vujiuiucuut uiö crnpiauü, suyile leg mich dennoch febr bald durch die aleichmäßig rüttelnde Bewegung des Zuges m sannen Haivzcyiummer gemut und yosste, mim aeböria auszurubeu. Meine Reisegeführten waren inzwischen auch vollends verstummt., Sie schienen meinem Beispiele folgen und gleich mir der Ruhe pflegen zu wollen. Also war die beste Auskicht sur eine recht ungejtorte oder richtiger aelaat. lanaweiliae Nabrt vorbanden, und diese immerhin erfreuliche Perspectwe nes mir nr lLrinnerung, wie me!ne.geheimen Wünsche nach, abenteuerlichen Erlebnissen auf der Neile allemal damit endigten, daß ich meine Mitment jt . . i ( (n 1 t zcyen unr er verjcyicvenen rcliegraoen aäbnen und schnarchen acbort batte. j t 4 j t y Doch nein, diesmal hatte ich mich geirrt. Vte Weiden tu ver anderen Conpsecre schliefen nicht, wenigstens horte ich jetzt ganz deutlich den Herrn mit unterdrückter Stimme .sagen: ngnes!" Es war in fast befehlendem Tone aesprochen worden. Laß mich; gnne mir das bischen Ruhe, mein Herz, ich bin erschöpft!" entgegnete die müde Stimme der Dame. m . f t - i - Beirossen von veren ungcwoymlcy sympathischem Klang, konnte ich nicht umhin, die Augen ein klein weni zu öffnen s 1 1 jk M t I j T tsOl 4 ,. 4 f 1 Jt m. uiiu yiuuufi zu juicica. viujuiu) ermüdet, faß sie, halb in Kissen zurückgelehnt, dort in der Ecke. Den wohlgeformten Kopf leicht nach rückwärts gebogen, oie rme wie aowetrenv nacy vorn ausgestreckt, schien sie die Eriülluna irgend einer Bitte zu erflehen. Von welch t . . t it! jr. t . ? . r.t oezauocrnoer aiurttmreir war oiese icioerfüllte Vose! Eine mebr als beareiklicke Theilnahme nahm mich von vornherein sur vle scyone unvekannte gefangen; und war mir der Kummer.welcher sie bedrückte. auch nicht minder unbekannt als sie selbst t r x. l. ijr vjü fij.. ret t 9 ijiauwic 19 oocy in lyrem cgenuocr einen , Tyranuen der schlimmsten Art witlern zu müssen. Vcetn! entgegnete nicht ohne Rauheit der Gefährte der Dame. .Wesalb willst Du ruben. abrend mick die Unruhe verzehrt? Und nach einer kur- . n...f. . ... t m r ! zcn Pauze t$it er eoeurungsvou mnzu: ,r,cyiast!" 3t von mir die Rede? lraite ick mich einigermaßen beunruhigt, denn das Geheimnißoslle in der Sprache des Mannes konnte mir keineswegs entgehen, und streng genommen, war das Äorzesauene auch geeignet, mancherlei Befürchtungen m mir zu erwecken. Freilich hatte ich mich blos von meinem imvrooisirten Lager zu erheben brauchen, um zu bewei1 c rt-u .. f:.! .t. . cn vü reliieswegs liiej, aoer andererseits wollte !ch nicht die ungewohnliche Lage, in welche ich durch den reinste Zufall gerathen war, eigenwillig zeriioren, sonvern ruyig m memer dlsherigen Lage verharren. Also holte ich nach Art der Schlafenden tute, aleich - mäßige Athemzüge und horchte dabei IHll OUJ. ,, ;,; , Agnes beaann neuerdinas der wunderliche' Reisegefährte unheimlichen Tones, und wieder sprach er diesen Ra men so uusagbar vorwurfsvoll aus, daß mir kalt über den Rücken lief. Die Dame seufzte hörbar, doch schien ihr der Muth zu fehlen- um ihrem Peiniger mit Entschlossenheit entgegenzutreten. t Ich will 5d!r unsere-.r letzten Äuft,itt m'S Gedächtniß rusen," fuhr dieser fort, ohne den EmpsiNdungendesQpsers : cmiv-ii... .1 Hi HHi im ÄHuocjien öcecynnng zu lragen. ' "' ' ,!,:': i!f ' Ich wein AlleS. auäle mick nicktt" bat sie tNitändig ; doch er blieb hart le Stein, und ich ballte unwillkürlich die Fäuste, als er' mit untweideutiaem " ' ''.'.( , '.'; : f: li 'I Höhne hinzujctzie:: kennst es doch niemals ost genug zu hören Ukommen." .' . ; v " T.r.s,-! as z ) g r u stet? und ! we t doch, .,;,, .JSf ,V .!j"u!'r:--!j;; m .fl - gYV'HSh' - 1 i " wu wenig ich Mich barani kehren Also zur MachN' . -?MMHn , ,r. '- v .'ii: (V - f- ji " j i -k- ' , flJlAt I VHl V . UNS, bort. wenn man Das ist mir einerlei!" rief der sonberbareReisegejlährtUnwl gleich darauf schien , sein ; Zorn wieder , geschwunden, als er völlig veränderten Tones foUZnhr: .Schau mir in die Augen. mit freiem, offenem Bl:ohÄleÄ) rs einst io oft gethan, und saze mir. daß ':T' rv. i: v,iw 1 i . i L L-LMZ !Ä I i ;. .t

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, Bei diesen Worten war seine Stimme lanftHäsvslehen geworden, so voll hingebungsvoller Jnnkeit, daß ich derwundert aufhorchte. W.""" ?? Herzenstöne wußte dieses Zwitterw! ,?on Sanftmuth und GrauZamk. ,!,)schlagen! Welch eigenthümliche P.' ,ng zwischen Lamm tnd Tiger barg dee-tThrakterdie-seS Mannes! O, bitte, sprich!" - flehte er demü. tbig, da sie, noch immer kein Wort der Entgegnung gefunden hatte) Ich wüßte nicht, , was ich Dir ZA sagen hätte," versetzte sie ausweichend. . Ah ich verstehe Z " fuhx, er schmerzbewegt fort. Du giebst mit anderen Worten zu, daß ich Dir gleichgiltig geworden bin." : Jmmer dieselben ungerechten Vorwürfe, höre doch endlich auf", bat sie geängstigt. , Aufhören follich, nicht wahr?" höhnte er) weil ich meinen Verdacht nahezu bestätigt sinde. . . . Du liebst mich, Deinen Gatten, nicht mehr, darüber wären wir einig." Robert fei doch vernünfkig!" Vernünftig fein nennst Du es, nun gut, ich will Dir zeigen, das? ich eS bin, daß ich mich langst keinen Täuschungen mehr hingebe.... gehen wir übrigens ganz folgerichtig vor...., da Du mich nicht mehr liebst...." 1 , .Robert!" ; Keine Unterbrechungen, wenn ich bitten darf! Da Du mich nicht mehr liebst" fügte er mit anscheinender Gelassenheit fort, so liebst Du einen Andern, so hat eine sträfliche Neigung Dich von mir abwendig gemacht!" Du versündigst Dick!" Nicht so hochtrabend, meine werthe Frau Gemahlin! Helfen Sie mir eher jenen Glücklichen aus dem Schwärme Ihrer Verehrer herausfinden, den Sie bevorzugt haben!" sagte er eisig und mit herbem Spotte, der mir, bis in das innerste Mark drang. Ich ward auf das Heftigste erschüttert von der Zerrissenheit dieser unglücklichen Ehe, in welche mir der Zufall einen so tiefen Einblick gewährt hatte, und ich fühlte nur einen Wunsch in mir rege werden, nämlich den, niemals zu heirathen. Die schöne Frau schluchzte, doch ihre Thränen vermochten das Herz des eisersüchtigen Gatten nicht zu erweichen, denn er begann neuerdings mit grausamer Ruhe: Gehen wir einmal die schmucken jungen Herren unserer Bekanntschaft der

Neche nach durch. . . . Robert, ich schwöre Dir.. .." Dazu ist spater noch Zeit. Da ha. ben wir also den Lieutenant Ulmick . . . . " Bist Du von Sinnen? diesen lang weiligen, Gecken." Ferner den Signor Morelli . . . . " , Laß mich doch in Ruhe mit diesem unauö.stehlichen Italiener!" bat sie weinend, Dann den blonden Schwärz...." Du weißt recht gut, daß ich ihn von Anfang an nicht leiden mochte, es geschieht nur, um mich zu quälen!" Sehr gut, aber fahren wir fort ! . . . . Da ist noch dieser verwimschte Farbenkleckser von einem.... nun, wie heißt er nur schnell?" Welche Znmuthung! Er ist ja der abstoßendste Mensch, den, man nur sinden kann." Das sagst Du von Jedem, aber ich kenne Deine Verstellungskunst," fuhrder erregte Gatte leidenschaftlich fort. Sie ou rnia nicyr langer laujcgcn, vznn iaj habe Beweise Deiner Schuld in Händen." Zicobert. ich oe mmore Ä)lch. wie kannst Du diese unerhörte Verleumdung aussprechen!" Verleumdung!" lachte er hohnisch, wie ein Wahnsinniger. Verleumdung, daß Du fortgesetzt duftende Vrieschen schreibst und sie im Geheimen absenbest." Sie waren an meine Modistin gerichtet," schluchzte die junge Frau. Das ist eine 'Lüge! schäumte der Wutherich; nenne mir den Dieb meines häuslichen Glückes, damit ich ihn züchtigen kann, wie er es verdient!" Ich bin ohne chuld! Ich schwöre es Dir. Robert!" Nenne mir ihn," wiederholte er dro? hend, oder ich vergreife mich an Dir, ruchloses Weib!" Herr, steh mir bei, er tobtet mich!" kreischte sie. Nenne mir ihn, sage ich Dir zum letzten Male, oder...." und von der Drohung zur That übergehend, packte er ' Lr? ? ... crr '.t e.--.-r. tt .fni. t . ic in viinoer zcvuly, zo oaß ,eiu pzer einen erstickten Hilfeschrei ausstieß. Im selben Augenblicke sprang ich, fest entschlossen, keiuerlet Gewaltthätigkeit zu dulden, von meinem Lager auf und stand mit einem Satzedicht vor dem eifersüchtigen Gatten. , t .... Mein Herr. Sie eben tu weit!" rief ich empört und wollte ilrn von seiner Gefährtin fortdrängen, da brach er mit einem Male in ein unbändiges Gelachter aus, umarmte mich und rief überlaut: O, welch ein Triumph ! Sie haben also Alles für Wirklichkeit gehalten?" Ich nickte, ohne ein Wort erwidern zu können. Ja. das ist, die Macht des Schauspiels!" ruf er , noch lauter, als vorher. . .Ich faate Dir auch,' daß 'wir diesen Auftritt nicht hatten durchnehmen . V ' a. .',..: .'- SV. - .: . H souen," warf Die ame oazwliyen, uns thut es sehr leid daß wir Sie gestört haben." . . . Wke. so war die ganze Gesuchte xeine Comodie?" fragte ich unwillig. .Sie können sich vorstellen, welch großartigen Effekt diese Scene auf der Bühne hervororinat, wir werden auch stets meh rere Male hervorgerufen", versicherte der Mime Mit Selbstbewußtseins 1 : Also nichts als Komödie!" l wiederholte sie kleinlaut. 'Me.bPeWMLaWnkV k. ' j 'ft'-'-i; .1: deukzche Bu hne aegangen it, e l n die rer Shakesoeärcide Willibald Schwar,;schreiber ! " , dieser .Vielleicht haben Sie , Gelegenheit, uns auftreten zu sehen," sagte die Dame w n . .' ' :''!- c.''1' r n n t r sr r, ' r-; tu llg, wir uno sau sleis aus vz?a iror len " . - .iM,.fi!;: . ;,:-f;f.i,- fMH f.$- '''M y- Ki Jch werde es nicht verabsäumen," enti Kanete ichlkaltMnd aleichzeitia fuhr der ua in die hellerleuchtete BahnhosshallO ,!"..', :-!::i'fiS'- ;L.!;!"3;;'::l','ii , 'J.xx teste Fm'Mä- X.. kltt. ( H, i - jiifl

ÄÄIÄTOI .Dresden!.... Ausstelgen!'

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Das 8tfWfti9 tjinf Berliner Zeitung enthielt vor einiger Zeit Nachstehende Anzeige : Ekn einfaches Vrauleid ist eingetretener Famillenverhälnisse wegen sofort um jedm Preis zu verkaufen." Dann folgte die Angabe einer jeer eomplicirten Adressen, die das Merkmal höchst beschrankter Verhältnisse zu sein pflegen. Eine wohlthätige Daine, die . vf ?i.ir! jt . tiVff... r. .... zrnv,aßi!cu nur sas nr fliuer irgeenyett schmachtende, wambast verschl??ue ElkRd in den Häusern der entfernteste Bezirke aufzusuchen gewohnt ist, erzählte in einem befreundeten Kreise darüber Folgendes: Ich fuhr nach der bezeichneten Straße, faiid endlich nach vielem Nachsraaen im letzten Hof eines ausaedcbnten Gebäudes die Verfasserin jener ArautkleidÄnzeige, ; il. Sfi. - L.' jrT'f ? ? . ' ne uicic yrnu, oie in sttx eines nicht unschönen Mädchens an dem niedriaen Fenster ssß und irarnd etwas nable. Die Stube war ärmlich, aber soviel Ulan ml Zwielicht zu erkennen verniochte sauber gehalten und hie und da er7-' - . ' i'uie man ,ogar oie Spuren weivticyer Kunstfertigkeit : Stickereien und so weiter. Der Eindruck war angenehm. Die beiden Frauen, anscheinend durch ihre Lage niedergedrückt, benahmen sich besangen; das Madchen hatte foaa? etwas Scheues, sie schien darauf zu warten. daß ihre Mutter sie nach der anstoßenden Miche schicke. Als die Thüre sich hinter ihr geschlossen hatte, ösfnete die Frau einen Schrank, in welchem ein w-ißes Musselinkleid hing ; es war mit Atlasschleifen und Spitzen garnirt einfach, aber recht nett. Ich erkundigte mich schonend nach den Gründen des Verkaufs und nachdem ich das Vertrauen der armen Frau gewont .11. r. ri . r s . i imi yaiie, erzayiie ieoigenocs: Vor zwei Jahren machte meine ??anny die Bekanntschaft eines Kunsttischlers a 1 Jt. 1! . cv. r , rr t t r eines . iuiigen roeilers. r oesa Ersparnisse und erbte gerade ein schönes Stück Geld, mit dem er sich selbsttändig machen wollte. Gleichzeitig sollte Hochzeit sein, Fanny liebte ihren Bräutiaam mehr als mich, sie wird mit ihm glücklich weroen, dachte ich. Da traf uns der fürchterliche Schlag. Mein Mann wurde von zwei uichtsnutzigeil Kerls zn einer Schlechtigkeit verleitet und in's Unglück gestürzt. Er wurde zu einer achtjährigen Gefängnißstrafe verurthcilt. Endlich kam er wieder heraus, und nur darauf sollte gewartet werden mit der Hochzeit. Heute vor drei Wochen begegneten sich in dieser Stube mein Mann von dem wir gegaubt hatten, daß er in Amerika gelebt habe und der Bräntigam meiucr Tochter. Aber sie sahen sich nicht zum erstenmal sie hatten miteinander sechs Jahre im Zuchthaus verbracht, Anton eines schweren Verbrechens wegen wie mein Mann. Das Andere können Sie sich denken," sagte die vom Schicksal geschlagene Frau, nachdem sie sich gesammelt hatte .Anton ist von vem Augenblick an verschwunden und mein armes Kind grämt sich zn Tode. . . .O, das war eine Entdeckung!" Ich sah fuhr die Dame, welche diesen Bericht wiedererzählte, fort daß hier viel gut zu machen sei. und da ich errathen konnte, daß auch materielle . f ft morgen in oer armseligen smve yauzren, bat ich die schmerzbewegte, Unglückliche Mutter, mir offen zu sagen, wieviel sie für das Brautkleid zu erhalten wünsche. Die Aermste nannte mir einen mäßigen Preis; ich legte das Doppelte auf den isch, versprach, das Kleid abholen zu lassen und entfernte mich. War das nicht in der Lindenstraße?" fragte, als die Erzählerin geendet hatte, eine andere Dame. Ganz recht, Nummer , altx wieso wljzen ke. . . . Weil mir vor zwei Jahren dort aanz dieselbe Geschichte erzählt wurde.... es war vermuthlich dasselbe Brautkleid, das man Ihnen vertäust hat. denn auch ich Kare es nicht abholen lassen. O, es wäre abscheulich, wenn die Leute aus ihrem Unglück Eapltal schlugen. ..." Das thun sie nicht, Frau Doctor," warf ein junger Mann zögernd ein, denn die Geschichte, die Sie hier nacherzählten, ist von A bis Z erfunden. .." Unmöalich. . . . , So muß ich so ungern es geschieht mich zur Tlutorschaft bekennen. Es war vor acht Jahren, als ich in einer Berliner Zeitung einen volkstümlich geschriebenen Roman veröffentlichte, dem jenes Zufallssoiel zu Grunde lag ; allerdings konnte ich nicht ahnen, daß derselbe einen Erfolg" von der Art des eben Erzählten haben wird." Die alte p ommersch e Grä ! sin K. hatte einen Assen, den sie zärtlich liebte. Als derselbe eines Tages erkrankte, ließ sie emm berühmten Präsessor aus Greifswald holen, der heute in Berlin eine hervorragende Stellung einnimmt. Der, Professor kam und ward! in das Gesellfchaftszimmer geführt, wo ihm die Gräsin unter Thränen das häßlkche kleine Thier zeigte, das auf einem zierlichen Kissen lag und offenbar große Schmerzen litt. Der berühmte Pro fessor war natürlich unzchaltendarüber, daß er gerufen war, um als Asfendoctor zu wirken, entledigte sich aber gewissenhast seiner. Pflicht? Schweigend suhlte er den Puls des Affen, sah sich das Thier genau , an und hatte bald die Krankheit erkannt. Darauf bemerkte er den Enkel der alten Dame, der sich in einer Ecke des Simmers auf dem Teppich umhcrwälzte. Er nahte sich dem Kinde, untersuchte es ebenfalls, fühlte seinen Puls und sprach zur Gräsin zurückkchrend, ernsthaft: Gnädige Frau, Ihr beiden Söhne leiden an schlechter Ber dauung. Wenn sie Thee trinken und ganz leichte Speisen genießen, erden ,f i e -r 1 '::;ii,,i3? 1 1 d c t i-rQ e f u it, c i it Darauf verbeugte er sich und verließ mit dem Gefühl befriedigter Rache' die verduyte Gräsi. Die Honorarrechnnng, die er später einsandte, war so bedeutend, daß ' . '"ili :!'.,.! mii ' .-y. ,f ' . die , geizige alle Dame beinahe wieder Thränen vergoß. , Es kam zur Klage, : -H: llini;.,,.--., '.!:11!'. .r..- -V ! aber die Grasin mußte zahlen.,, Ij ,, .j- ,i 1I1 ' ..; ' ;.:,N 1: , li ; :' i'-ii1,- ,:. 11: ' 1 ; "1 ,'": !!., ;4 Lv.'JhS:.b" 'S ,-.. ! 1 rmi' m SliÄ Sie dem Baron llntreu geworden' ml pii'ÜjR'S'u 2a'lctfe7t7c?ÄejftiÄß S"Sitttäi5 ':!': ,!! !l, w :;; JfilP ' Ä i.s.'i f 'A' fe - ,?!b,' . ,.

Nutzer Wasser lebende FZfche Ton 2k. fttlOtt, ,?.

Die Begvisfe Fisch und Gaffer scheinen so eng miteinander verknüpft, daß eS recht paradox klingt, von autze, dem Wasser lebenden Fischen zu sprechen. Und doch möge sich der Leser ganz ernst, haft mit der Thatsache vertraut inachen,, daß es Fische gibt, die kürzere oder län, gere Zeit außerhalb des WasserS zuzu bringen vermögen. ! Der Grund, weshalb die Mehrzahl der Fische nicht im Stande ist, auch nu, ganz kurze Zeit das Wasser zu entbehren, liegt in der Art ibrer Äthmung. Si führen nämlich dieAthemluft nicht dircc! aus der Lust in dm Körper ein, sonder ,chmen dieselbe-mit Hilfe ihrer Kicmco us dem Wasser, das hinlänglich atiuos: phärische Luft abforbirt enthält, auf. Diese Kiemen functionixen aber nur, sc lange sie feucht erhalten bleiben, schrumpfen aber außerhalb des Wassers ein und der Fisch muß an der Luft, fowidersin.nig sich dies anhören mag, ersticken. Wei einigen Fisch arten nun sind Vor kehrungen - getroffen, daß die ' Kiemen auch außerhalb des Wassers einige Zeit feucht bleiben, die Fische also so laiig athmen und deshalb am Lande ausharren können. Schon bei den fliegenden Fischen ist das einigermaßen der Fall, ob: wohl sich ihre Ercursionen in die Luft hinaus ja nur auf wenige Secunden er, strecken. Bekannt ist es, daß der Aal wenn es auch in's Gebiet der Fabel ge, hört, daß er Nachts die Erbsenfelder aufsucht, um sich die sungen Erbsen gnt schmecken u lassen zeitweise das Waffcr verläßt; dies wird ihm möglich, indem bei der Enge seiner Kiemenossnungen das Athemwasser nicht so rasch abzufließen vermag, er daher in seuchtern Umgebung ganz gut einige Zeit auszuhalteil im Stande ist. M Schon viel ausfälliger ist das Lebe? auf dem Trockenen bei den Labyrinth si, schen, zu denen auch der in den letzten Jahren so beliebt gewordene Zkerstrich ge, r. r c : . .t;.:.. f? f 90. över ylttuer Feyvi., P,,, t d er Pan n e ie ri der Jnd ier, -ehtM r nur ans Land, sondern bewegt sich" Lande weiter und ersteigt sogar Baume, wobei er die Dornen des 5liemcndeckelS alsFortbewegungsorgaue gebraucht. Ein Waume erkletternder Fisch ist wohl ein Bild, wie sich es die Phantasie auch nicht außergewöhnUcher vorstellen kann. Daß die Labyrinthsische sich solche Laubaus flüge gestatten dürfen, erklärt sich aus den, Besitze eines eigenen, blätterigen, gewun, denen Athemorgans, welches m einer Ne benhohle des Kopfes sich befindet und mit der KicmenhZhle in Verbindung steht. Mit einem solchen zweiten, gleichsam sür die äußerste Noth in Bereitschaft stehen, den Alhmungsorgane ausgerüstet, sind diese Fische in den Stand gesetzt, zur Zeit der Dürre beim Austrocknen . ihres Ge: wässers über feuchtere, grange Wiesen fortzukrabbeln und, falls sie kein passen? des Gewässer erreichen, sich in den eintrocknenden Schlamm einzugraben und wochenlang auf den Eintritt wasserfpen: dmden Regens zu warten. Zn wasserlce renGefäßen bleiben sie fünf bis sechs Ta: ge lebend. Auch die Schlangenlopssische obfchon sie blos ein n Nebenraum, d Kiemenhöhle ohne besonderes Athmung , , organ besitzen, kriechen auf feuchten WiOL seil nach Schlangenart herum, wandern - zon einem austrocknenden Gewässer zu einem andern und halten tagelang außer Wasser aus. Einen sonderbaren Anblick bieten auch die Schlammhüpfer, welch wie echte Amphibien halb im Wasser.halb am Lande leben, zur Ebbezeit wie Frosch an den Küsten herumhüpfe nnd.' aus Fliegen und Nacktschnecken Jagd machen oder miteinander streitend sich herumbal, gen; fast komisch sieht es sich an, wenn so em kleiner Gesell, auf seine Vrustssost sen sich stützend, in halb stehender Stel- . jung verharrt und mit seinen Glotzaugen auf Beute ausblickt. Lioingstone hat das Treiben dieser Fische .in den südasrikanischen Sümpfen recht anziehend ge. schildert. - ;;:':, Am besten zum Leben außer Wasser sind die Lurchsische befähigt. Diese eine Zeit lang zu, den Amphibien gezählten und den Ucbergang zu diesen bildenden Fische besitzen außer den Kiemenorganen eine mit Lustgang versehene als Lunge funktionirende Schwimmblase. Hierher gehören der amerikanische Schuppenmolch, der australische Schuxpenmölch oder Barramander und der afrikanisch Scbuvvenmolch. Sowie die trockene Jahreszeit heranrückt, graben sich diese K - M . ! Fische tief m den cylamm em, yaven in? nerhalb des erhärtenden Schlammes inittelst eines abaesonderten zähen Schleimes ein Cocon um sich und warten so die -Wiederkehr des Regens ab. In lolchen Cocons wurden die Fische schon wiederholt nach Europa gebracht und hier nach Aufweichung im Wasser wieder zum Leben erweckt. Eine alte Anekdote m0:: neuer Anwendun g. Erster Bau, tr' . t .r ... c rn .-t.. er: Wir oursen in er ?rmrinvc uui Geld ausaebenl Stuhlrichter: Du haft Recht. Zweiter Bauer: Wir mWn aber neue Laternen haben, das rouet Geld! Stuhlrichter: Du hast auch Recht. Frau des Stuhlrichlers: Ja alle Beide können doch nicht recht habenksStuhlricht: Meiner Seep, da hast Du. auch mtqu ' -ßl (Neue Anwendung.) FlnanMinifter Wishnegradzki: Vor allen Dingen müssen die Finanzen geschont Wkiden7 Zar: Du hast Recht. General Obrutscheff: Das Militär' Kr'.HoWr' Rücksicht auf Finanzen! ZaAtff Auch Du hast' Recht. Minister V. Werö: Ja, alle Beide können doHÄicht'Necht haben l Zar: WahrhaztMierS hat auch Recht! . ' : " B e,g r si ub e ie MMM!Die . freiwillige Feuerwehr M Mathäuscn braucht 'einen neuen HnplnrqnnkW"Der. AsschyböeschlseßtlnPM , ger Debatte. ' dasz der Schmied Hanncs craahü wnkifmw,'N5f ! ist, -.dem . der Helin des oxigcnsHaupts mann es paßt, iuV sonn dcr (cuicnid' ' ,;? ti: ''.;.. !: ,. .: unnothlge KostewrwäA?enWnrden. - ,mMW'ww einer HizAndung) lei nNch' , habe öCjuri.v-,.Kiill. teiu.... s?..r.V3!l erZorcn ; ficu i "'Lüi. , ' T' iti. :l illl. .li ', 'li.. '7! ,, i1'!, '' ! "i. 1 , li11 iii '! - . :H i '.s1 '( r ' iii' i ?:,"', !" if 'ifi-:1'1' W': ' i "i ' I1" ali!, '':.' ' J j ccutzen t,u,ZM" r- hru;Ucln:,,Sle ifi::;

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