Indiana Tribüne, Volume 13, Number 53, Indianapolis, Marion County, 10 November 1889 — Page 6
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mZmt t(&JBM52& 77!?zru; Weinbau in VirgwZenunV Dle Deutschen. Äon Hermann Lchurlcht. Au dem FeurrzukN Iti We!k5. Aus dem Zauberarulld des BecherH Sprudelt ist und lüze Ladung. Nach dem iznen Werd deZ-ArerS. Nach des TrmkRdeu Bezabuuzl I Gen!iKhkit ttcf titrfaufeit zk der Tyor. ?om RaaZch bemeister Wenn tnstt ird er bkkrrnlen, Trinken wirfind lvirdegeistert l ('Äeder bei ivnrza Schaff?., So singt der deutsche Sänaer, un 'die Deutschen in Birgiaren haben seit bei ersten erfolareichen Auß:deluna de? Eng. i t sv . ... n I lander zu Jamestow am James Run . . r r-w c r - I M auf dlese Tag den Nebstock pflegt. Wem es eter, dernrfbeu als tmtn Freu, wnirrapciiur Cl w unucu i vir.zi itti. tc - c w -t : Vunverlyat jxatttMm sui Iti. fi-jfm nn 1 J h? I A tA tJtftT kI I IV r- r i n I hochgehaltm,-kurz sie haben bit vorstejvi.ua. uuv 43 uj.vuujv -uvvv i It.... AtAJmf ut h- I lsayryette?. uj:icd cem nnianoiis f r t... ,Tf r t . .r .r :-'?t:f X I IHUU Ullll.WV4i. Hl wv vv- I iand besuchte und daselbst mit Trauben " öekadene W:instöcke ekttdeckte, ersreuten -und erfreucm sie sich dem von allen 5ülturvölKrÄ der Erde als .eine Gottes' Habe" gepriesenen Nebensaft. Mlt unse em Zeitstnossen. den deutschkamnikani: schrn Dichter Wilhelm Mülle?. u?elcher Itzi deutschen Entdecker des amerttanischen Weinstos in vorcewmbischer 'Zeit fol gendeWorte in den Mund legt: , .Ich tK'js diesrn rebenerzzugendkn O Und nuKtt wtr auch zetzvon bannen. ! Maudt M das Alrland. r birgt niuu Hort, Comf) al w:r it tyu e?wanneu r gar nft im Geheimen dem Genuß des ' ' . : I Branntweins vn!?o: s,naps ergeben ilnd. aber -idren M,tmen,cken d?n onenen ehrlichen Auszchank von Wem - , . , . , , , , und Bier verkummeTN mochten. Dre! i : Motive dieser Feinde jedes vernünftigen ' Lebensgenusses srnd erbörmliche. sie erJL iu. j. . 2a .L m u iV. ..11 x I 11 gcj 'Schwacbe. Bell dlese angloamettk. rohlbttlomsten, mt der Sanaer des : nv u , XY jm 1ÜX' f-, i s A-A fr u V V IQ AAj I . oung noch L!e MoraUsche Zcrast dentzen, t '''.t-TRtttmt tX SsftrtrtH it rtitfit fftss I VJ r I 11 II 3k . l ik A I O VAä Am k . A V. . VI iucuuic ifuijc zu genleöen, cbgefchmtten werden, es nicht em wahnjknnkges Aezmnen, Vmfrtrti"! iltitnft R!trhin4 1 . ' ' V- V . u l vv vvvhihhw ...vv v.ai"i' zcu eine vo uci lui&t t'i;icuuicuc uuu vielversprechende Industrie, wie die Weineultur und Weinproduction, in ih ' ' xtm Erblühen -aufzuhalten oder gar zu ruiniren? ' Ander' 1er! )!e Prohibitionisicn ' von stellten sich, wahrend der Colonmlz heute Ztil, die englischen Bewohner Virginiens zur nnuiuutmiw iiiÄcuäuiiu. OK wäre B-körderer derselben und ? Freunde des Weinnuffes. . , ' Schon tm Zahre 1630 Iten lt Londoner Eompagn:e, MranlaVt durch den Püllözen eoienmeren an neue, uno ,m rf1 rf t ,AnkangdeD18.Jahrhnttdertswkederholte Gouverneur Spstiwood, welcher viele 'i i. fe v .tit X Jk j. . u J L a w a yeuiiciBtt iiujp -pvr u81 (auch leme Hatt war eme DeutzcheZ. j daszelbe Erperunent am Naxpahamrock. Noch weiter tzmauame vonemschen angelegte Stadt Germanna) , Uegt du Eolonie der Deutschen aus der.Pfatz' heißt es rn emem 1724 in London er schienenen Werkember die damalige Lage Wirgkniens, enen bedeutende Strecken relcher Landerncn gegeben wurden, die ..t. Cii.. .".ll.X Ij. ...W LM. wwniBwro itf Vc; ' 4Aalk7 l 9 ' ItMX MtMIllllt! U)IV(19 JJU4iCl lUV. flUU HtllUlllJl worden, den Weinbau zu betreiben, wels cher dort leicht und in großen Quantitäten gedeiht, nicht blos mittels der Züch . tung der wilden Sieben, sondern auch auS dort angepflanzten spanischen, französisehen und deutschen Weinstöcken." Noch schlagender, als durch diese früh zeitigen Versuche einer wirklichen Weinrultur, wird die Thatsache, baß einstmals die kesten Männer, welche das Anglo ' Amerikancrthum besessen hat, sowohl der Weincultur, wie auch oem Weingenuß . zugethan waren, dadurch bewiesen, daß runter' Anderen Thomas Jcfferson, der -Verfasser der Unabhängigkeitserklärung i.V0n Amerika, bei seinerr geliebten Won:ttcello, nahe der virginischenNnwersikäls'stadt Charlottesville.Wnnanpflanzungen ,in , großem Maßstabe unternahm. An Carter's Mountain ließ er durch aus der Schweiz verschriebene Winzer französifche.und italienische Neben setzen. .Doch all diese frühzeitigen Versuche hatten nicht den gewünschte Erfolg. Wlk wissen, jetzt, daß der Grund des Fehlfchlags in dem Bemühen zu suchen ists die Viti3 Vinifera Europas hier heimcsch.zu machen. Die hierher versetzten europäischen Neben erlagen dem hierländischen Klima, den Angrifsen der Jnsekten sowie demMehlthauund dem schwarzen B?and. Schließlich gab man englifcherseitk alle weiteren Versuche auf und rmrauf deutschen Farmen wurde noch Wein gekeltert .Die.Lieblingsgetränke derAng-lo-Amerikaner.Virginiens waren bis das hin Portwein, Sherrn und-Madeira : gewesen, -.als .aber die Hoffnung fehlgeschlage .schien, hier ahnlZcheWeine zu tu zeugen, -errichteten sie Dlstillerien und IZlpple Jack, Pcach Brandy und Whisk, kamen bei ihnen in Aufnahme. Da enweckte.aber im Jahre 1336 Dr. F. Zl. Le?uoZ,r) .aus Nichmond,Va., bei einer Entenjagd auf , dem felsigen Eedar Irland in Jamesrioer, (ungefähr 4 Meilcn oberhalb Nichmond) einen Weinstock mit Trauben voll kleinen, schwa:z:blauen und süßen Beeren. Er ur-ö fern Sohu sammelten darauf in jedem Herbst die lockeren Früchte, bis sie gelegentlich den Herren John Esrter und Dr. Norton, ebenfalls ; aus N!chmod, von, ihrem Funde 1 erzählten. Der Erstgenannte holte sich daraus die d'tanken und ersuchte, jedoch ohne Erfolg, die kostbare ' Weinsorke durch Stöcklinge zu verviell faltigen; Dr. 9!orton aber hob den WurA zelstok aus nd setzte ihn in seinen Garten. Die Pflanze gedieh, sie wurde durch Ableger vermehrt, und erhielt den ! ttur.gZnamen: Virginia Norten". Amerika besaß nun eine eigene prachtvolle Nede, deren Früchte reich an Süßigkeit, Uroina ui'b, Farbstoff sind und deren
!..ß ,..Z.;if ?SMasC ittc. Mo., cnltlvlrte und empfahl die Sorten, welche st
ithmif S)t?trvh mirftr eicder mit si-n 7 t)hv7
.uti;t. uciwkuuii u. uviuu4 vmj i . . n r -t c r r , --. r m M t ,u tätstalr looo 3 NortonMebe, wahrend 'M deren Her verchasttep, den
,, ll,. ... to.ff.f... ..fcro,u5-. ! Math der Krlea von 1861 S den aa, ten. namentlich
preisen und vertheidigen siedas edels -ryaumnen zum ungmcr. ar mancher - !ller Getränke gegen die heuchlerischen 'GroVgrundbesitzer des alten Mutterstaais z-,,r,ninti& ,7ä, hatte damals, aletch tenem prenftlzchen
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l,ttlcyttmoesses an mrencln- Orange, Warren. Loui a, Lunenberg, arten durch imprtirte deutsche Wem- Hanooer, Spottsyloania, 'Chestersield, bauer Versuche mit der Cultur vo:k euro, lL,nrt(i ' wrinl ßbrnard u. . anae.
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Wein Blume" besitzt ttib dem besnn Burgunder zur Selte gestellt cewn tarnt. Dennoch machte Vtt Cultur der Nor tomebe anlänalich nur lanasanie Fortzcyruie, roeii oer zemoan cwraj oic uui r. ! . tfr r . . .t aezahlten 2JiKCaoke in Mincredlt at kommen xoat Er t als dte ocut qe - t. t . Weingärtner an Herman m Missouri sie rennen uup, schaden lernten, verbrettett sich sem Nuf über alle Staaten dtt Union. Erst als durch irgend -eine Zufall" , heißt esjn Um Bericht ks y?r sTrtmt?iAyÄ Vit PrtriVm?tFi: fxrtT - rr ,0sifC A w w?, to,; l! I Ji-ww- iv nrtt. ' ' ' ; m;.? n fc in luvtniHii p rf g ihren Werth zu 7x h ' ' m;J n.;.-?. irrvv vi-. v .vvs v von Herrn Geora öuSmain. der rt wohnhaft ist, der sie anläßlich de . .1 J ' - L . v sjij - vJt - a if-2 tt..A k., it- ttrrfpr n.rvnviv j iuh vJv.iv.i im viiiv in Mt ' Zeien annebt. weitbin verbreitet k ' t-AarVw vvfc. zen Weinbau zu vernichten drohte. Nach dem AusammenstUtt de? südlichen Con fodsration tvax Virginien hilflos und verarmt. Belastet mit Landereien, für welche Steuern und Abgaben aufzubringen wäre, ohne Rrdettskralte, ohne Fe?mgeräthe, ViehAand und Getreidevsrräthe, welche allerer Krieg verfchlunen hatte, und Ghne Geld . waren tdie Farmer vollständig rathlos, woher sie öie Mittel der Eristenz nehmen sollten c etr ff? uno oacylen nleyk an Vsun. mui großer Landbesitz wird unter plchen Fron, oer vzoytlc? eme elcnoe Car--fAyt rt h - nn fll?ttT .tThirir rw c . m m - e. . "'.'j? -"iu,. svmjv . .Was nutzen mir Walder und Felder. Mir fehlen die baaren Gelderl Genug, virgimsche Ländereien wurden ' . . massenhaft und zu unglaublich mcdngen Prisen feil geboten und Engländer, tamie Deuticke au den Nordstaaten erm. c , w K- . arttten die aun tiae eleaenyett. ttcy ankaufen. r'f t t , , r-i c ? . ' tt. W!yelm oiopp, cts aym tu cc --J.. T . roatf N. wohndatt. erwarb die Farm .Ven Park" bei Cbarlottenville. uf den Rath eines alten Schweizers r . .. i ... rv . t. Ziamen netter nanre in .oeu .cau ' r i Z ' . . V. 7 . T V - 7 ren 1666 und 67 verschiedene amerika nische Weinsorten, um die Trauben nach den Großstädten des 9!ord-Qstens zu versenden. In den Jahren 1869 und 70 hielt er hic ersten Weinlesen und der Erfolg übertraf alle Erwartungen. Der ürrtrn nr üforrtifo nS hireriiAitn Preise höchst zufriedenstellend. Da war null ein Product verband, l m:TrtfAflft ntim&tn. hns firf, besser k.zablte als: " Mais. Weuen. Äafer und Tabak, und andere Deutsche, welche sich den Counties Albemarle. Nelson. f,niten ipniPn n ,n?NK M-! hcrae an, die europaischm Neben in m Weinanlaqe wurden ausgerottet ' .und an deren Stelle Norton, Eoncord, Delaware, Catawba Joes, Goethe, Nieslin u. f. w. cmacpflanzt. Auch eueingewanderte Engländer und selbst Angs Amerikaner fvlqten dem deutm Beispiel. Die Hänge der South gn mmmtnuxR im;m iShnriaitra m. fctiiri mrden abe"$0ljt utlb bleckten sich von Jahr zu . hr und mebr mit dem Grün der v ' . , Neben. In Prinz Edwards - Connty 1 " . ' entdeckte man weitere wcrthoolle Neben, den Vitis Aestivalis zugehorend. als Eunningham, Woodson und bie Davi's Grape, und mit Erfolg begann man, Und ebenso in Nord-Carolina, Ohio, Jndiana, Missouri und anderen Staaten, cdle europäische Neben auf die dauerhafteren ameukarnschen Wndlmge zn pfropfen. Aus Same wurden neue Sorten .gewonnen und entstanden eine große Menge, zum Theil höchst werthvolle Varieiäten. Auch dem Norton erwuchs ein -Concurrent in dem in Arkansas aufgefundenen, ihm ebenbürtigen, ja, bis zur Gleichartigkeit ähnlichen Eynthiana. Als sich dann aber in Ealifornken der Weinban mit fabelhaste? Schnelligkeit großartig eniwicfelte, wurden die Märkte mit Trauben überfüllt und die Preise sanken. Die Deutschen in Virginien wendeten sich deshalb, wie auch in Missouri, Cali formen u. s. w., hauptsächlich der Weinbereitung zu und die virginischen Nothweine behaupten im verändert bis auf diesen Tag den ersten Iiang. Nortons Virginia Seedling erlangt eben nur in seinem Heimathsstaate den höchsten Grad der Vollkommenheit, und auch Eoncord und Joes gewinnen .auf virginischem Boden und unter dem Einfluß der dortigen besonders günLügen klimatischen Verhältntsse an Güte. ' Wilhelm Hotopp war wiederum der erste, welcher in Virginien die Weinbcreitung in größerem Maßstabe unterahm. Seine Weinpflauzungen dehnten sich immer mehr aus und erstrecken sich z. Z. über in Areal von hundert Acres, aber außer seinen eigenen Trauben kauft und verwendet er noch große Wkengen aus den Weinbergen der Umgegend. ' OScarNurson undW. W.Minor sen. in Eharlottesoille folgten seinem Vorgang und organisirten im Jahre 18 I mit onderenWeinzüchtern die Monticello Wine Company. Die Leitung diejcs Unternehmens wurde Herrn Adolph Nussow, Befiker von Belleoue Vinryard, übertragen. Die Gesellschaft besitzt ein großes, feuerfestes, Gebäude, mit vortresjlich eingerichteten Preß- und Gahrräumen, Dcstillerie, , , sowie Kellerei für -"0,000,Gal!onen Wein. Herr Hotopp führte i gleichfalls alle , erforderlichen neuen Einrichtungen 'ein und baute einen Keller ' von 150,000 , Gallonen Lagerraum. Iri-P'-v: jf ;v,' s ' -r ' '.'! - 's1 Beide ' Unternehmen aedieben. 'ctrn Jahre 187374 erzeugten die Monticello Wine Eo. und Hotopp , zusammen iOO bis siOOO (Mnnonfn k, 4000 bis C000 Gallonen, aber aeaenwärtkg belauft, sich die jährliche Weinnrnhaciioit ein S StAtn Li fio nnn Km 100,00 Gallonen und ihre , Weine sinden ilnner lehr Anerkennung und Absatz. Auf den Weltausstellungen zu Wien, Pa'is und New Orleans erhicl-
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ttft Ha vkPZsHn Ns'ltzrelnc mehrere DkedsiUe t$v Klaffe.. -1 . s , : Im Vlrich zn dkm Eife?, Cl ich übeistürn a Hast, welche daS anlerikaNische Aben kennzeichnet, und mit dem vor löbte 15 fahren Weinvllannmaen - - - i-j - sistfIftU wurden, ist neuerdings jedoch ei-e Mt Stillstand eingetreten. Die Grüitde sind zweifacher Art. ., Als Hanptursache müssen die zahlreichen Fehl ernten in Fslee von Mehlttzau und Brand anqefthett werden, und außerdem gav, ! wie bereits erwähnt, die Ueberproduction von Trauben sur den aselgenuiz vie Veranlassung, Die Amerikaner haben sich nur in Ausnahmesallen gleich dc Deutschen der WeinverfertiZung zuZe wendet. Diese mühevolle und lanFtelerige Arbeit ist nicht nach ihrnn Geschmack, sie lieben den leichten und schnellen Ern?erb durch den Verkauf der Frucht oder nch durck Gewinnung 'neuer Nebenarten aus Saamen, wüche. wenn gehocig gebnhlttt". oft arone Preise bringen. Leider smd aber gerade mehrere lec neueren ch schnelle Cmaana verheerenden Krankheidem schwärzen Arano der Vlack Jcot, zum Opzer gefallen. Die Entmuthisuna unter den anglo -amerikanischen Weinbesitzern war deshalb tn den lehren Jahren so groß geworden, daß einzelne ihre Weinanlagen wieder in MaiÄ und Weizenfelder umznwandeln begannen. Esst die neuerliche Entdeckung eines ziemlich wirksamen Heilmittels gegen den Black Not, durch das Besprengen der Nebstöcke mit Bordeaur Vtirture, hat ihren sinkenden Muth nen belebt. Die deutschen Weinbauern in Viraiuteit sind, wie allerwärts, conservatio und nicht wie ihre anglozamerikanischen Landsleute fortwährend auf . de? Jagd mach Neuem begriffen. Sie wissen auch, daß in Europa oft erst auf mehrere Jahre der Mißernte ein gutes nd dann auch einträgliches Weinsahr folgt, und daß es sich am Ende besser lohnt, auf Erzeugung guter Weine, als die riesiger Mengen von geringer Güte hinzuarbeiten. Sie halten deshalb das Gegebene fest, suchen es zu veredeln und geben es erst auf, wenn seine Werthloslgkeit im Vergleich mit Anderem erwiesen ist. Sie halten sich deshalb ausdauernd an den Anbau der in Virginien und dessen Nachbarstaaten heimischen Sorten, d. f. hauptsächlich: The Fox Graps oder Vitis Zudrusca und ' Tlie Frost Grape oder Vitis aestiralis, sowie einige Hydrids oder Bastazdarten, welche aus Krcuznügeil amerikanischer und europäischc? Weinforten entstanden sind, wie: Delaware, Goelhe, Brighton, Merrimac, Wilder, Lady Washington, Walter Triumph u. s. w. All die heimischeu Ateben wachsen in den bereits genannten Eonnties wild: im Ufergestrüpp bet Bäche, an den Zäunen der Felder und Wiesen, am Waldessäume, ja, fast überall wo man sie duldet, und sie sind sicherlich die Quellen der Weinproduction, an die sich die Bewohner der Mittetstaaten der Union halten müssen. Die Beredlung dieser Wildlinge hat' schon zu glättzenden Ergebnissen geführt. Der Catawba, Martha, Coneord, Lady, Hartford, Early Victor, Joes und andere wcrthoolle Sorten gehören zur Familie der Fox Weine, während Norton, Cynthiana, Lessoir, Herman, Herbemont, Eunningham u. s. w. zu den Vitis aestivalis zählen. Somit steht es zu hoffen, daß es gelingen wird, die amerikanischen und insbesondere die virginischen Weinsorten zu immer größerer Vollkommenheit zubringen. Wenn der Boden noch besser bearbeitet, die Düngungsweise und das Beschneiden der Weinstocke gründlicher verstanden sein werden, dann ist es durchaus nicht unmöglich, daß die amerikaniscben Weine den europäischen den Nang ablausen werden. Ltealistische .Herbstbilder. fira Grnli Schwrjsuer. Lik?ltumvolut?vkr. Ich bin schnell in die Stadt gelaufen, Denn dringlich schien die Sache jetzt, Um warme Socken mir zu kaufen, Da meine andern sehr zerfetzt.Zuz Zeit, da wir am Ofen hocken. Wo kalte Winde schneidend weh'n, Da sind das nothigste die Socken, Will man mal auf die Straße geh'n l Und selbst der arme Lebensmüde, Geht nicht mehr in den Eichenwald, Im Freien sich jetzt zu erhängen, Dazu ist es bereits zu kalt! - Bote des Herbstes, Sendling des Winters, Glühender, dampsender, Sei mir gegrüßt! Wenn Du die Nase Füllst mit dem Duste Deines Aromas, Preis' ich den Herbst auch, Preis' ich den Wintert Frühling und Sommer Senden die Viere Zahllose Sorten, Senden uns Bowlen Senden unS Maimein. Aber der Herbst und Eisiger Winter Spenden Dich lieblichen) . Glühenden, dampsenden, Geist mir erfrischenden. Köstlichen Grog! Heut sah die letzte ich der Fliegen, Auf meinem Schrcibtifch lag sie bleich. Just zuckend in den letzten Zügen War ste in kurzem eine Leich'. , Ich sah sie an und Thränen rannen. , Mir fluthend über das Gesicht. Darauf ging schluchzend ich von danienAnsehen konnte ich sie nicht! ,, "f. '.yüftM :ri-i0i$V' M WD viV:' ' v Denn bei der Fliegenleiche denken Mußt ich an jenen Augenblick,,, ; ' ; Da sie im Biere mir ertränkten Der Fliegen gerade sieben Stück. :tTiSi4r,:lv:;v tm sLr - Und diese Fliegen, die versinken ',, ' , 7 J"0CI. V.m1 'a9 - : t . i. . . f. ..' r i r l.ia m Vunttrninten xoll-wie graulich ward Mir da! Verblümte Anzeige. Verlangt : Ein Verkäufer für ein Wurstgtjchast. Vegetarianer bevorzugt.
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' CiVom ttjeMMiett, ött bm,,HthältV pek, der le halben spt rk?ier wird
X rL . . - rvr-ft it v z I letzten Heft des Humonstllchen DeutschNeullch ,st bet einer Vorstellung im t ttnJ E7rti6
5r "7e-?. "W? 2?cf f.r;; m . , t . Äuil!Iiu Ou..UI.ii. t I uornciomracn, wie et wyM tiiict juyuc uuch iuuy. , fv i 'trr"- i - ! 1 ÄM auf war stkllungen, schon , t,..:,.,. r Issk "'WK ubne nnaen die M.ter Äorstelluna bis auf füllt. Aus der Bühne singen und Vasallen 5könia Heinrich jtt larnuKl. 6er cen gu ig nw so-.u-t.M l.tn. ImintPrsrrPri I M . W l, f r r r I NttttattveHor ich hlnsummend, auf und Mav wMfu. iv.v , . ab. di? Schwandroschke stand hmter der r.j.t -sT-."tt- Oftr.t.i Xsvat mV . . . ...i' - ntr f.-. ,., st uu 7 croi . " w , ö.!. mV. wenigen Minute das tm Ftif fthur hirritsnfli JsnYi Zi :. . ' f., fiiViiKnn pls 11 fl'fw- Auch d'eLauxldar " l- -" O - ' -v iir J r r y i. . ti . 's x . uns me tchon gelegten fallen ,e nes mn gen, weuen . Vewano ,nnon. Auftreten Verhindert, et, . . . . Da war auter Natb theuer! &m andere Oper konnte man nicht mehr anrr J- , , ,7, ' C , V-. ?'5?"m 5,03 5ubl'kmn. das TO"S,ZK Ur r :. das erste Zrun ftadt gewesen. . ' w -V""fÄWSh"! teitfS5 mit vna , wimmiiBü ieuu. et' tn. m... kann nicht singen. Doch der Intendant verliert ' den Kopf nicht. Er hat wäh . ' - rend seine? Auscnthaltes im Zuschauerräum den neu aus Dresden enaaairten Bariton, den berühmten Mözartsanger " ..!. . . - , .... r . .tttki Schauspkelerloae sitzen ÄZMN. ln oer r.x.. .ff .vw m.. a x,. in die heiliaen Hohen des Olymv ae-
toito-,i ij; tVnnH Vrthpnrtrtrt' I
brn c .fx,,-.,.! vvmiv v.v uuiu uiu umuui ovwiuuun; em Programm; du erscheinen werLen. Äir lisenda U.A.: . wke fa r immer beiWaaner-'bork r. c.?.. , ....n.
wvtuu hu vv? i inu!tti.tt fiov rt.t.Tf iAcf fvA,..v:
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Ii v ' . , I'? ' IV1 TO,' reiiittnn. W kll e lick nd aale Kleinkran., das Wirthlcha t
vrqemni.er wm.m':.. - jedem Einzelnen ausbürdet. s
.? ?" wo i Ree. - . Änae. der Einzelne allein lragin. und
... . .u.s K'' V''" 2:.6.-cv -f.nst .X verlange, da der Andere
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schickt, den Genannten zu holen, und bald erschetnt Letzterer auf der Bühne. OVVUUtll WIC, V lUll IUIII Vti JKUi V,, l. r. II.., . ii : entgegen, den Telramund schnell über!nvo zuckte die Achseln. nehmen?" Mramund inövs zuckte die Ach ein. Herr Graf sagte er, ich habe Wagner lange nicht gesungen Höchstens den ersten Act könnte ich pielen! Dann schnell in die Garderobe, lieber Bulß!" drängt ihn der Intendant hinter die kommen, .scyneu tn Die atDe .. M rooe!" v m m Bnln tönt, wie ihm aedelnen. und . . . Nsn.,k fts 5w.'7.,... sfT,f .r. V f wt. w .KIHt.tl tvui rmunWvm frfini6riFMK n i tr k Scene, dem ausgestopften Schwan den V ' ,.'I1 V, rz . , I tliv Ullllfct W ifpifpn fftia itwirfirlnltitktivi. ., iiui.. ' ' cvi, .,,f:, v:- it. r t t Jetzt endlich kann die Ungcdnld des PuMums bestigt werden;. Punkt br fyll rCrtit 141 'Tl"?n vvlv tir.w I 1 . . lUimiUU j. .... Bnlß kann a nur den ersten Akt pielen; es heißt also sür den zweuen und dritten noch Ersatz schassen . Schmidt ms weiter singen! agl mm Meaiisenr der ntettdant M, 3UI? .j 53 11 ,5" 4"oattt. ,Ar wohnt Schmidt ? Im Potsdamer Viertel." O, so wett! u Ja. und dann ist es die Frage, ob Schmidt zn Hause ist. Der spielt Sonntag Abends immir Skat in emem dortieii Bierlokal ctsa t. .;fi .v. cmi.K. tal$J " "ÄÄ" werden in wiDroschk'n ersterKlasse ge. setz' nd müssen nach dem Potsdamer miWr! srtnifn. hm (9thhrxtfti IN furffn und Mit wendender Droschke Garderobe zu schleifenz .. 0" I"'? ff ft V. IU lt Und wirklich, das Unglaubliche geschieht! Schmidt wird bei Pschorr in der Potsdamer trae lkatlplelend in dem Moment gefunden, als 'er feine Mitspieler eben .lchwarz" gemacht hat Doch wird ihm bald grün, nämlich 8o hengrün" vor den Augen, als er den Bef.M... .liÄ.it. ,r(,st ' Bier auslrinken. sich in Üe Droschke ' Aufheben des Vorhangs Ortrud fünen Wotte zuzuraunen:, Komm, folge mir, Genossin meiner Schmach r .Das Unbeschreibliche, hier ist's qethan! Schmidt ist bedeutend kleiner als Bulß und so kann man es dem Publikum Nicht Übel nehmen, wenn es sich wnndert. daß Telramund im zweiten . . ........ Akte einen halben Kopf kleiner erschien als im ersten Akt.. ' Aber, was die Hauptsache, die Vorsiek. lung war gerettet, und wenn wir diese kleine Episode aus dem königlichen Opernhause so eingehend behandelt haben. so geschah dies lediglich ' zu dem Zwecke, nachzuwel en, daß es immerhin noch besser ist, der Akteur auf der Bühne wird um, einen halben Kopf, kürzer, als wenn der Intendant hinter der, Scene den Kopf verliert., Mtz if ':') : ,.: i v. , - ; -t . -': ,1; - " ; ' 3' i1 . , ,,.' -,; .., : , .,..."'4., .;, ,, ;-'Ma n: T-:!stii:i (s,yi.;j- t,"- 1 f. -"M , SiSs'iljiTiilr;! ... : ';: - - " ',; 3$ 1 Ein gutes Wort geht von Herz zu Herzen, , ein böses von Mund zu Müm$;0ß t:iismi$m Lieber sein, als nichk fin ; lieber nicht lein, als nichts sein.
schauerraum. bequem zurückgelehnt i die '"' IZ,, ' L !i7 äV ZzlS Die B.sibung ist 5 englische Meilm weichen Plnschsitze. srgls der spannen. L. , ifr Ä Kilometer) an der nächsten Te den HanUung aus der Bühne solgen und k Z ?l Irxh'ne"stI. entsernt. Bei de mit Entzücken den herrlichen MSngen f?J$!$&? häusig vorkommenden Aestellungeu nach Altmeister WaanerS lauschen, aeht i 3 " ? t Stadt werden nach Bedarf kleine Bei
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I,Die Kunst, verhetrathet zu sein" betitelt. - sich der neueste .socialästhetische Aussatz von Julius Sttttenheim im v. , vvD ! ... . v - - - ! f - -' Sceihevon satirischen Gesellscha tsdildern KI hPmSAst tfc 9iiA sr b 3IM ... -s mm v w. .v. Brodlose Künste. Blicke hinter die . . . - I . n xju ytuuiutu iu iciuc jvuu u, ber .cheirthet z lw. das ist eine ud : zr. eine ler schmierigste aller t:J7i.:.jf.r
-l"? Ä , fi Künste, wenn nicht die schwierigste. velitze, za selbst die augenblickliche wtnuDie Menschen beiderlei Geschlechts mung theile. Leichtex fast findet , ich
al5 in dik Ehe ein. Di . . I hhblilUJVifc UL1UI t- Ahrhiintti ftrtTi sisK Ftiim F i n fwvHMvvH MMvv ivv v--',s,.. . 2 ' ' Afa , ?' v m...: IsÄ . ' I ö vihui ;iuutiuuui mriu hui i eine intime N,,btkanllck,aZl miin. in ViKchen,K.ie ist fast ermeidlich. Man zeigt nicht das wahre Gesicht, demaskirt wird irst in der Ehe. Schr be- . . !. . ' . ? I reiflich. Die Be den wollen sich e ander liebenswürdiasteir Seile ... sckleimL6 , cmrx,. ,-4 .... i 1 1 fr i 'inr iiiiiiriL riii aiiiiii 1 1 1 1 1 1 1 1 1 . xi 1 1 1 1 c r;;;" " .- " Tr, .K' ZU ? tritt: er strbt vorläusia nichts die Brille j l"9 ?uSU'V'fN" ist beschlaaen. Wenn er wieder siebt. ist fflf einer Frau nur beurtheilen kaun, wenn ff, art3f.;K ,.s i 'airtii. skzv v wfc -cuuiy . .. ' . . . iBÄ Eigenschaf.e,?der Bräutigam .HiZrer u rDRt mnier einem iietncn Zllellmens 7 . " . . oouqu ververgen rann, uno wie manqe n s4 a n a w am IUyilllVC iiUCll UiU i JlUUl V'lll lUlk I . . v''J. .l elnnaen Xuräne bis zur Un cktbarke t überttmbet wird, ia mit Silke dieser eucktiakeit scheinbar ivi einer Tuaend I , ' " , 1 ' V ' . " ff I ememVorzug emporblüht. Du Anoanairazrelt des rantiaams an dem W3,aw,,tt ericyelttl ms toemmen die Zmlggesellenwohnung. se.n IL ' Su innr ipriLumpiiniiiiiT n ici uicnii iinr ipitii I " . ' . V ' I"" f Ä 9 Sl( lÄlÄ Pr":. " 2' 7 '
und von letzteren
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tcr leiden, wemt das Age Beider immer nur den Himmel ,n sähe, anstatt dann und wann oüch auf irdische Dinge gemorsen zu werden. Die Frau, die in lyrem Manne immer den Helden und Liebhaber der Verlobung, und der Gatte, der in seiner Frau immer nur die Soubrette des Brautstandes begehrt, stehen . . r 'i Z r . f. . oer unzr, veryelraiyer zu zem, eyr fern. Dies wird auch dann osfenbar, wenn beide Ehehälften verlangen, daß die eine die Charactercigenschaften der anderen ei in die Charac.cr-GegensStze. als in l ...i. a . s f.i .li. st... c ..K. me aiuc ocef rn icone ranne cci aupcrcn. j l5s aibt sebr viele, nickt etwa tn rann ick, 5. fandmt nm eintack unanaenekme Wän-i-'ttt-'vö -i"-7 ö --y er. eiche Ihrer rau zuruien: IHem G,tt. s sage doch nicht. Du siehst, daß mir ema ,,rc? cn?l gkyri- uno in solch' Köxft gewöhI,ch eine bedcu . . . ft.n.... .1 c . ? rv, rec rz aii,noer, uno ,e wtant "r. welche keine Denker smd. meist sehr auch die eine un entweder einen bedenklich lang dauernden Groll verwan- . So verlangen auch viele Frauen, sich gerade über einen Dienstboten ärdaß der Gatte Nicht der Vorstellung len Gattin und Gatte redlich wie das liebe Brot mit einander tbeilen. aber das und Beruf oll auch der der soll nicht das Bischen ! Mtttraae. Ks aibt aber sekr viele brauen f . b " i ----- ,-, welcke keinen Teller :erbrecben kören h wr oi' wenig lens wegen er aliie der isqer' ben sich mit dem Dienstmädchen ausein. ben sich mit dem Dienstmädchen ausein."..9 mcyt lewen rönnen, m mt Mau emer Waaatelle. über die He ilck den Konk ri , o r , , ? r ' o - I r v i r ..... r . . .. n . brechen, theilnahmslos gegenüberstehe. von unjerer Kunst, , , nen n ein ganzer G..iu ns kch'KWdfmwcnia wiege, und x. ö; ... c ? . H, , iuim ti acii; n:-,. cä r?-;I sts- :x rr? " ."'d ,"'ue i .11 Mir i i nrii III 1 1 kl & r II Pi i r i 1 1 r r vi -"A v)v I- - - r -it. n r t en oraen mon cirnuuni uno oen An deren damit in Nuhe lassen! Eine Eheschule sollte es aeben, an I .f t r , r. f , y . ' , . Stelle der höheren chter,chu e eme vuere rauieimuie, eine v-oearaoemle. rn. ....w j -i tuv uv 'w j aue erlomen quiernn. Telearammbetteller. , . . . Ueber die Verwendung von Tauben als Telegrammbesteller hat ein Landbesitzer in England interessante Beobachtungen interessante Beobachtunae angestellt und diese durch einen an die rö rmtlichini Brief zur allgemeinen Kenntniß gebracht. In dem Brief wird hervorgehoben, wie leicht und billia die 1 . " r Rauben ür den anaeaebenen weck bei . : v . anders dann Berwenduna nnden kön nen , wenn es sich um die Beförderung von Speichen zwischen landlichen Besitzungen und einer etliche Meilen entfernt gelegenen Telegraphenanstalt handclt. Der Besitzer schreibt: Seit einigen Jahren bedienen sich einige meiner reunoe aus einer Befttzung in SüdkEnglaud mit dem besten Erhälter mit einigen auf der Besitzung auf gezogenen Tauben mitgeschickt. Diese Tauben nimmt ein in der Nähe des Postamts wohnender Kaufmann in Verwahrung und schickt dasür einige auf seinem GrundsU'lck aufgezogene Tauben zurück. Sobald nun ein Telegramm für das Gut eingeht, wird dasselbe durch den Telegraphendoten dem Kaufmann zugestellt ; dieser rollt es auf und bindet es einer der Tauben von dem Gute so um den Nacken, daß die Icolle quer über den oberen Theil der Brust zu liegen kommt. Die Taube wird alsdann losgelassen und liefert ihr Telegramm schon nach etwa 10 Minuten auf dem 8 Kilometer entsernten Gute ab. In derselben Weise wird eine von des Kaufmanns Tauben verwendet, wenn vom Gute aus etwa eine Antwort auf das eben eingegangene Telegramm oder irgendeine sonstige telegraphische Mittheilung abgelassen werden soll. Das in das Taubenhaus führende Flugbrett steht mit einer elektrischen Klingel im Laden des Kaufmanns in Verbindung ; sobald in Folge Auffliegens einer Taube auf das glugbrett die Klingel ertönh eilt einer der Gehilfen des Kaufmanns 'zum Schlage und entnimmt das Telegramm vom Halse der eben angetroffenen Taube. Auf diese Weise werden nicht nur erheb liche Botenkosten erspart, sondern der Austausch der Telegramme auch ganz wescntlich .beschleunigt ; Verluste der Telegramme bezm. der Tauben sind dabei ußerst selten. Auch Zeitungsausschnitte u. f. w. sind zu Zeiten auf dieselbe Weise befördert worden; die Vögel könt nen, ohne im Fluge bchmdert zu werden, bis zu zwei Unzen Gewicht tragen. Das cinsache Aufrollen der Mittheilungen ist das Zweckmäßigste, ebenso ist die Befestigung der Nollcn um den Hals der Tanben allen sonstigen Befestlgungsarten vorzuziehen." , ; v ' , Auch in Deutschland bemerkt die Deutsche Verkehrszeitung" dazu würde sich ii. E. zu einer gleichartigen Verwendung der Tauben, nicht selten Gelegcnheit bieten die obigen Zeilen geben vielleicht Anlaß, in geeigneten Fällen auch hier Taubenposten einzurichten und als, Ersatz, für Telegramm-Erpreßboten zu verwenden. 1 ,.' , , Kasernenweksheit. Unterofsicier Borstig: Wenn ein Geschütz beschädigt wird, womit wird es wieder schußfähig gemacht?,' Kanonier' Protze: Das kummt uf die! Beschädigung an. Unterofsicier Borstig: Ach was! Nagel? Kanonier Nagel: Mit die Hände. Unterofsicier Borstig: Distelköxpe! , Mit Aufbietung aller Kräfte! ,
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Heilung des Stotternö. In den letzten Jahren werden namentlich von Seiten der Schule erhebliche Anstrengungen gemacht, um dem crschrckkenden Umsichgreifen des Stotterns Einhalt zn gebieten. So erfreulich dies ist, so genügt die Hilfe der Schule allein nicht, nur wenn die Familie selbst mit Hand anlegt, kann eine Besserung' des Leidens erzielt werden. Erwachsene sind nur schwer von demselben zn befreien, will man das Sioltern eindämmen, sobeginne man bereits im zarttn Kindesalter damit. Schreiber dieses kennt das physisch und geistig niederdrückende Uebel des Stotterns aus Erfahrung. Wir können deshalb den Eltern stotternder Kinder nicht genug die Rathschläge empfehlen, welche sich in Dr. Klenckes altenr Hanslrricon für Gesundhcitslehre ?c über das Stottern befinden. Der, wenn wir nicht irren, verstorbene Verfaszcr be-
laß bis rn dre 60er Jahre eme wenderühmte Heilanstalt für derartig Leidende. Hier sind einige behcrzkgeusmerthe Worte des erfahrenen Arztts: ,,Jn den LOS Fallen von stotternden, die wrr zur Zeit in unserer Heilanstalt behandelten, haben wtr eme große Zahl erkannt, wo wir die Ursache des Uebels in der versäumten erziehenden AuftuerkZamkezt der Mutter auf die Sprachentwlcklung des Kindes nachweilen konnten. Sobald das Kmd die ersten Versuche zur Silben- und Wortbildung beginnt, verfalle man ja nicht in den allgemeinen Fehler der meisten Mütter uno alter Wärterinnen, an statt darauf zu achten, daß das Kind die möglichst reine Sprache der Erwachsenen hören und nachahmen soll, die lallenden Töne des Kindes nachzubilden und sich darin mit ihm zu verständigen. Es wird nicht nur das Gehör des Kindes dadurch gründlich für schärfere Unterscheidung und Wohlklang verdorben, nicht nur die normale Sprachbildnng verzögert, sondern die Grundlage zur Mangel und fehlerhaften Artikulation gelegt, die meistens zeitlebens nachklingt. Immer spreche die Mutter, unter deren strengster Obhut, auch die Wärterin und jede dienstthuende Person, fedes Wört, welches Vorstellung oder Phantasie des Kindes eben beschäftigt, klar und deutlich vor, wiederhole es oft und ermuntere das Kind, es möglickst rekn und fehlerfrei nachzusprechen; hat es die Fähigkeit hlerzu erlangt, dann du'.de man keine nachlässige, aus Unlust, Spielerei oder Unart entjtellte .Sprachlaute, geoe dem Kurde das Begehrte nicht eher, bis eZ das bezeichnende Wort, oder im Fortschreiten der Entwickelung, den kleinen Satz nach Möglichkeit klar und richtig anssprichl." .... Hat ein Kind, bei lebhafter Phan taste mit geistiger Regsamkeit, Neigung zu hastiger, verschwimmender, überstürzender oder polternder Sprache, so rft es durchaus erforderlich, demselben fo früh als möglich einen Hemmschuh anzulegen, der aber nicht in der gewöhnlichen nuhlosen Phrase: Sprich langsam!" besteht (denn das Kind weiß nicht, wie es das langsame Sprechen anfangen soll, wenn es einmal im Mittheilungsdrange des treibenden Gedankens, wie ein Wagen bergab gerollt wird, und nicht langsam zu denken versteht), sondern der einzig richtige und natürliche Hemmschuh wird dadurch an die hastig sich überstürzende Sprache gelegt, daß" man vom Kinde verlangt, die Endbuchstaben, namentlich Konsonanten einer jeden Silbe deutlich hören zu wollen, daß sie also deutlich, klar und scharf ausgesprochen werden; dabei soll das Kind sich Zeit lassen, eehö rig tief einzuathmen und so viel Lust in die Brust zu fülle, daß diese für normale Nedesätze ausreicht, und das öftere, halbe, hastige Lufkeinziehen nicht statt hat. Diese Maßregel hält das Ueberlen zurück, zwingt da Kind, die Silben folgerecht nach einander zu betonen, hält den Gedanken an, daß er nicht über die Silben stolpttt und überschlägt und ist zugleich eine natürliche Uebung der Sprachwerkzcuge in normalen Gruppenbeweguugen. jedenfalls aber ein sicheres Vorbeugungsmittel des Stotterns." Wenn der Verfasser weiter schreibt: ES wäre dringend zu wünschen, daß geschickte jüngere Aerzte sich dieses Zwerges der Heilkunst annähmen und sich ihm als Spezialärzre widmeten," so können wir dem nur bestimmen. F ü r d e n Ab onne n ten fang gebrancht der Franks. Lokalanz." den verlockenden Koder der nachstehenden Ankündigung: .50 Mk. baareö Geld erhält Jedermann, der auf den ..Lokalanzeiger" abonnirt ist, resp, dessen Erben, nach feinem Ableben. Der Abonnent darf bei seiner Aufnahme das vier zigste Lebensjahr nicht überschritten haben nicht unter achtzehn Jahre alt und muß gesund sein. Wir zahlen den Bestrag von 50 Mk.' sofort nach Vorlage des standesamtlichen Todtenscheines aus. Sollte in einer Familie das Oberhaupt die Altersgrenze von 40 Jahren überschritten haben, so kann das Abonnement auf ein jüngeres Mitglied gestellt werden. Wird die Zahlung der 50 Mk. nicht innerhalb 11 Tagen nach eingetretenem Todesfall von den Erben verlangt, fo erlischt jeder Anspruch. DleAuszahlung der 50 Mk. erfolgt bei naturlichem oder durch Unglückssall eingekctenem Dode, aber nicht bei Selbstmord. Der Preis des Vlaltcs beträgt ausnahmslos 50 Pf., einerlei ob die Auszahlung des Sterbegeldes verlangt oder abgelehnt wird. Der Verpflichtung beider, Theile geht nur von Monat zu Monat und kann nach Ablauf eines solchen gelost werden." Vermuthlich würden di Abonnenten es doch vorziehen, schon bei Lebzelten etwas zu bekommen, etwa nach dem ersten. Jahre einen Regenschirm, nach dem zweiten eine silberne Uhr oder dergleichen. Wie ist es denn nun ber, wenn wir wollen es x nicht hoffen, aber unmöglich ist eS doch nichr das Blatt selbst noch vor dem Abonnenten sterben sollte? Das wäre auch gar kein Unglück, aber solche Organe" sterben nicht so leicht und ihre Abonnenten werden auch nicht alle. z 1 Das läßt tief blicken! Herr: Was soll denn eigentlich die alte Nähmaschine im Hausflur? Diener: Die haben der gnädige Herr gestern Abend aus der .Sonne" mit heimgeschleppt dasür haben Sie Ihr Velociped, dort stehen lassen! , , '
