Indiana Tribüne, Volume 13, Number 25, Indianapolis, Marion County, 13 October 1889 — Page 2

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Never die Bedeutung der schweke. ttgett Säure im Wein hat die 6. Jahresversammlung bai- ' nscher Chemiker wahrhast beangstizende Aujklarunaen gebracht. Schwefclige L Säure nennt der Chemiker das bekannte, zum Husten reizende. Athmen und Arenum erstickende Gas, welches durch Verbrennung von Schwefel entsteht. Das i Gas lost sich leicht.mWasser und hat hohe Begierde, durch Aufnahme von mehr Sauerstofs sich weiter zu Schwefelsaure ;n oridire. Nun ist es eine mindestens 1 schon seit dem 16. Jahrhundert bestehende Sitte, Weinfässer vor dem Einfüllen neuen Wemes zufchMefeln das heißt, man verbrennt im . Innern des Fasses, nachdem dessen Wände ge- :. hörig mit Wasser durchtränkt sind, Schwefel. Das Wasser im Faßholz zieht nun begierig die Saure an sich, sodaß sich die Holzporen sehr rasch mit einer Lösung von schwefeliger Säure füllen. Von hier gelangt daW die schMttlige Säure in den Weln,'!M sich dort durch Aufnahme von Sauerstofs allmählich in Schwefelsäure zn verwandeln. Das Ausziehen des Sauerstosses aus dem Wein ist , gerade : ein Hauptzweck des Schweselns, weil die Gegenwart in Sauerstoff den Wein auf die Dauer unhaltbar macht. Außerdem hindert die schwefelige Saure das Auftreten von Pilzen, schützt also sowohl das Faßholz vor Schimmel und Fänlniß, wie auch den Wein selbst vor einer qanzen Reihe von

Krankheiten, z. V. vorder Kahmbildung. Neben diesen guten Eigenschaften besitzt aber die schwefelige Säure eine sehr bo (t sie ist nämlich ein heftiges Gift. und gerade wenn sie in wassriger Lös'g in den Magen gelangt. Sie reizt hen Verdauunaecanal in hohem Grade,, hesonders die saftausscheidenden D'Lfen.l c f i i. !.1.ti!:i. . uns vezcyttNNlgl oie erraniu)?tt cwegungen ; ebenso wirkt sie stark sf die Herzthätigkeit und das Nerve, tHsten anfangs erregend, nachher lähmend. Von den Wirkungen auf das Nerven- , festem seien noch besonders er z geführt : Kopsschmerz, Zittern der Hände , Kröinpfe herabgedrückte Stimmung, S törung des GemeinaefüblS u. s. w. mit nrern Worten, den gräßlichen Ktitzenjammer nach dem Genuß von stark g eschwefeltem Weine verdankt man nicht dem Alkohol des Weines, sondern der im Sdn enthaltenen schwieligen Säure. Weiterhin ist zu bemerken, daß derortwährende Genuß sowohl der schwefeligen Säure im Weine die alkalische Natur der Korpersästen Gefahr bringt nd 'somit leicht zu andauernden schlimmen Erkrankungen führen kann. Dasür spricht die Thatsache.'daß gewisse Krankheiten, wie Gicht, Hsrnsteinbildung, Knochenerweichung, gerade in der weitrinkenden Bevokkerung am häufigsten austreten. Alles da3 wäre nun gar nicht schlimm, wenn dZ.Schwereln- mit Matzen und nur soweit vorgenommen WÄrdeum die oben bezeichneten Schuhzwecke ; zu erreichen; ber und darin lieg? das Neängstigende die neueren Analysen der ChemÄr erweisen, daß ds Schwefeln in der heutigen Kcllerwirthschast überhandgcuommen hat. Man liebt heutigen Tages nickt mehr den heiben Geschmack gealterter Weine, sondern neigt sich mehr dem Geschmack jugendlich gebliebener Weine zu, und die vige Jugend ist nur durch wiederholtes Schwefeln möglich. Dieser Umstand muß schon die besten Kellereien zu übermäßizem Schwefeln treiben ganz abgesehen von. mehr oder roemzer unredlichen Bestrebungen, etwige Krankheiten des Weines durch starkes Schweseln zu verdecken oderden Wein vorzeitig zum Versand und Genuß reif zu-machen, indem man mittels der schweseligen Saure die Gährung unterdrückt. .Letztere Eigenschaft der schwefeligen Säure kommt besonders bei Herstellung deZ Federweißen" zur Anwendung, denn der Federweiße entsteht durch starkes Schwefeln halbgährendcn Mostes. Welche sonderbaren Erscheinungen aber der Genuß des Federweißen oft zutage treibt, ist hinlänglich bekannt. Soll man sie vielleicht auch auf Rechnung der schwefeligen Säure schreiben ? Die Versammlung beschloß, die Sache im Auge zu behalten, um später vielleicht bestimmte Grenzzahlen über den Gehalt an schweseliger Saure im Weine aufstellen zn konnen. Auf der Zusammenkunst österrei'chischer WeittChemiker vor zwei Jahren indessen ist dieser Schritt bereits geschehen ; dieselben haben nämlich auf Grund eines Gutachtens der medicimschen Facultät feie höchste zulässige Zahl auf 8mg in einem 2iUx Wein festgestellt. Das wäre em" Eehslt von 0,0003 Procent. Ein Zteferent der balrischen Versammlung wollte sogar noch 20m'; .zugestehen, was OF020 Procent entspräche. Damit verglsiche man Zahle wie 0,0124-0,0149 0,0180 jr, 0,0 lO, die in manchen Wemptoben aus glüen Kellereien gefunden .wnrden abgesehen von den noch dabei .befindlichen Schweselsäuremengcn! Jedenfalls get aus den Äerhandlungen hervr, daß überMaßigesSchwefeln einen für die Gesundheit höchst gefährlichen Feind in den Wan hineinbringt, sodaß man Mindestens bei Weinen, die 'sur Kinder, Schwache und Kranke bestimmt sind, erst nach dem Gehalk an schwefeltger Saure oder Schwefelsaure bezw. deren Salzen zn fragen hat, ebe man einen andauernden Gebrauch gestattet. WeishMler, die i Besitze normal gefchwefclter Weine sisb, werden mtUtifyt gut thun, dies durch beglaubigte Chemiker feststellen zu lasse und dannbaS Ergcbnig i zu veröfsentlichen. Besonders bei den sogenannten tsedieuuschen Weinen ist die Kenntniß des Schwefelgehalts unerläßlich. Gewaz teS Latein. Herr Äesztelvhazy aus Szegedi: Teremtette Schwaben, seid ganz, gute Kerls, .aber Geschichte hin, Geschichte her, gibt doch nur eine große Ra!.ion, und das ist blzdnn ungarische. Dat biratom! Geht doch Urlxrung zurück bis auf älteste ötomerzeit.K HerrVlümche: ZWie so,mci VerährtesHster, ich bin se darüber doch nicht so ganz klor?" Herr Ketztelyhazy: Hat baratom, haben doch geschwärmt älteste kömer fir ungarische!! Paprikas Zs5e deutlich besagt akter Wahrspmch: Obi lcnor ibi jlprika (patria)."' Diejenigen Augen , die ant sorglosesten in die Zukunft blicken, sind die Hskhneranzen.

Der Doctor.

Humoreske vo lex. v. Sege, .Adieu, be Hause, schrei! Deine Sachen, Deinen Gepäckscheins o riefen meyrere junge Men, welche, in Begleitung einer älter 00t einem Coupe II. Classe für Ni Raucher standen. .Adieu, adieu, lebt woh'.z I, ich habe Alles, bestes Fraulein ndcrlich." Ein mit grauem Reisehut. Zeckter Kopf bog sich aus dem Kourster hervor und eine zierliche kleine Ämd in eZegantem dänijchcN Handh brückte die in wirnhandschuhen Deckende knöcherne Rechte der Penstonfgxsteherin. Mieu, Agne gZß nicht. Dem Blld mir zuschi- ,lebt woh, Elsbeth, Manechen, HsMlich seh: wir us bald mal wred x die jimge Dk?me Das Abi -rtssigztal ertönte ; da, im letztm Au blicke,, kam eitt Reisender herbeigee Sch ffner zivciter - Mchtrancher Bücher chsinl Trh des zornigen Blickes d:r Pension?,rutter ösinete der Scheffner die Th'r; leicht seinen kleinen schwarzen Nexfthst lüsknd, sta der junae Mann et i-rc roarÄildhübsch. wie die siebzehnI : . rv . i leimte auZ dem Jnster.mit dem Ta schentuche die Grüße derLurückbleibenden erwidernd. Der zuletzt EinZejiieZcne hatte den 'Platz !r gegenüber angenommen, die beiden Mdere Eckplätze arcn von einem alteren Herr, und eine? Dame besetzt. ansche-.nend erncm Ehepacre. Der juncx Mann ?g eine Zeitung hervcr und begann cifriL zn lesen, Freulein Lizzi lehnte sich in die Ecke zurück und blickte gedankenvoll aus dem Fettster. Ihre Tasch?, welche ebst Schirm nd Plaid in Ä:m Netz lag, mochte mohlicht mit der g5)örigen Vorsicht hinaufgeschoben sein, sie fl?Z Plötzlich dem zugcn Herrn u? den Ko?f und riß ihm die Zeitung der Hand) , 'sodaß er nur zwei kleine Stucke PtVierö:z den Häudbehielt. ) V erzeih em Sre, mein Herr! rief die j lrns;e Dae errathend, und beugte sich l xrab, die Tasche wieder aufzuheben. ,?Zlib?r ich bötke, 'Mein gnädigstes Fraulein!!'" Er hstte 4-reits die Tasche ergriff . Beigelegten sie dieselbe in das Netz., ''der jme Mann gewahrt dabei, daß jin viLH-viscine äußerst egante Fio,ur besaß. 'Drrch dne wischenfall war -Iii'G sprech leicht geknFpst. Er erfahr mdS demselben, dH iseine Nachbarin zHensaUS nach ucherchein 'fuhr. Lieutennt vonLZerner" stell r-ftch artig vor. Ich bin soeben zum dorttgen MegimMt erscht, kenne als die Gejellsthaft nsch garlncht." Jch wae bis jetzt in Pension z Duderstadt," entgegnett da8 junge Mädchen, mein Papa,"Comu:krzienrath Krüg?r, konnte mich aber nicht länger .eutbch.n, da r immer kränklich ist." Man plauderte bald w ie alte Bekennte, zual das Ehepaar fanj't entschlummert ar. Nach einer Stund: hkc'lt der SchnÄzuz in Buchenhain. Ein reich gallsnirter Diener nahm Fräule'in Krüqer in Empfang, die sich mit freundlichem Gruße von ihrem Ncifege fährte ssscb? schiedet. Eine angenehme B.ekaun rschaft, we?dc sobald wie möglich in dem l pause Besuch machen!" dachte Werner, d er daVnr!lenden eleganten Equipage nachblickend. ftamos, 'orcor. oa bi.n l rlef eine strmme. . Sani 5il laendecnnd Lieutenant Wenzel stand vor i um. $ch habe Deinen Brief richtig be sorgt. Dir eine Wohnung gemiethet, mi ' der Dn hoffentlich zufrieden ftin wit fea ist auch Dein zukünftig Burs'che K.ar.l Schünemann ein bischen dum tcr Kerl, aber sonst eine Seele ven Menj ch. Wenzel wies auf einen kleiln 11 dicken Soldaten, der mit sichtlicher S taariing seinen neuen Herrn beobachtete. Hier. Karl, ist der Gepäcksch n. ha sorgen Sie die Sachen nach meine r Wohnung!" Wir effen im Kastno um fünf 31c Du wirst heute mein Gast'seitt, die mneW Kameraden erwarten Dich Sehr ttebenswürdig von Dir,, ich weiht selbstredend nicht verfehlen zu kirnt rnen!" Die beiden Freunde gig:n nacb'Äer Wohnung Werners. Sie chatrc dessen Beifall. Sage mal, Wenzel, kennst Du eö Kommerzienrath Krüger?" Wie kommst Du zu der Frage?" Ich horte zufalltg von chnk! .so to, i der jcouimerupitraio gist gar keine Gesellschasten, seitdem vor vier Jauren seine FraN starb,?, ist. immer klänklich, fährt höchstens lmuchknül' in einem geschlossenen Wagen durch die Stadt, sonst sieht man ihn nirgendS.; er 'lebt draußen in seiner Billa, wie .ein Einsiedler. So, jetzt will ich Dich -ilein fassen, also auf Wiedersehn?lm Cas zsino, Pnnkt fünf Uhr N i Das sind. ja wenig trostliche 5!ussichk ten, meine Neisebeglelterin wieder zu sehen dachte Werner. , Er, machte sich mit Hilfe des Burschen darait, den Kosser auszupacken, dann ging es zn Tische. ' Warum wird Werner nur von seinen näherenVekanntenrDoktor genannt fragte einer der süngeren Ofsiciere übcr der'Mittagstafel. Weil er. früher Zur studirt und Ach .den Doktorgrad erworben hat." Mio ein gelehrtes Haus'" , m. Ja und vor Alm ein gescheidter KeU, der nsch Karriere, , machen ilöird !5 ' f I?! M - 10 fJ M m i ': :;! iii :li:S .:;;!,:. n::ii i 1 m .Gut, daß Du da bist, Lizzi!" rief der Ksmmerzicnrath und richtete sich aus dem tiefen Lehnstuhl empo?, ich sage es Dir, es ist nicht zum Aushalten mit dem Doktor nnd vor Allem, mit den Dienstboten nichts es MjLmTodtärgerit. Johann, Johann, es ist bereits ein halb ein Uhr, warum habe ich mein mir zukom mcndes Glas Nothwcin nicht?" - Soll ich es Dir nicht einkchenkeu, Ire ker Papz?" srazte .izzi und eiltet nach j

n. o:,.: i. 'i schlug heftig M der Hand auf die Lehne fhWÄTi i"S Itailrt und drückte dann mehrere ?e bald, hatt n aucy . .J a rv. l:.r

ZV'K .aVc tvcv gem Aerycr'gehäSt, me;n bester Ksmmrcfchdrn ($:l Prüfer, dem die ,mde zugeschlagen -.em PsNf, der Zug chlae Miene scines Patienten nichts fetzte sich m Beweeuncr. D lunge Dame ';,,

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d'rn Tischs woselbst sie eine Flasche erdickte. r ' .Nein, mei Kind!" Der Kranke

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zu was yaUe ich Dienstboten, Fleier Johann tst aber nachlässig, im höchsten Grade 'faul, niemals ist er zur Stelle, wenn $ch ihn brauche!" Jehann, der alte Diener, der öereits feit zehn Jahren im Dienste des Hauses stmd, trat tn das Znumcr. Warum habe ich meike Wein och r.icht? Es ist eine, schrecklich: Unaujinerkiamkcit und Nachlässigkeit. " jrtt "l: i,tis.i-t -1:. " iii. küti er c imirarj.;'. nar ypmui vv der Herr Kommerzirn or de,n Mittügsessen Wein trinken!- entgegnete der alte Diener ruhig, Ach was, de? Gehrunrath ist ein Esel, ein Dummkopf, ich werde" Geheimrath Prüfer, er also Bezeichnete, hat ins Zimmer. .Ach. H nno 'wir ia, .und wie grotz : wir aeworben sind,"' warf, der alte. sreundliche Herr, der längjährige Verather des Krüger'schen Hauses, sich an i Lizzi u?nded, mi bei der Pflege rver-' den mv ttWoytu.ald gesund werseu ler blickte det! Kom.erzienrath an. Hm, l),u'" 'brummte diese? irnd trottmel 'ntrv!s mit den Fingem au de Tizch, Nctfitttch, was denn sekst, hne Aerger ist ja ein Tag ! " Äier dock? keine heftige GemNkhserreaung?" j . . iimtt schutrelte veritomr Den .cops. ...Nun ''also, eine kleine Emotion muß sein, die-mun bet ledem Men,che ern Hrettn, natürlich, nütürlich, Herr Kommerzienrach, das ist nothwendig. mm die Gelle m Bewegung zu atten, Has ge hört zum täglichen Leben!'" .,Hm, km, nicht mal ein Glas Wein kseA ich trinken!" Q, roarnm nicht, NV? nlcht'vor dem Essen!'. Es bekommt Jhen wirklich viel besser; Sie sehen such Wirklich ausge; Zeichnet aus deute, mein HerrKo:umer' zienrath, so frisch, so'" ..Ist Mlr ganz egtZ ! Nun, nun, die flechte' Laune wird sich giben.. Sie müen sichrzerstreuen, HerrMommerzienrath; legen S'e eine! Patience, spielen Sie nit Ihrem Fräu-j ilein Tochter eine Partie Vchach, odcr Ecartö. fahren tett ,pazlertl" ,Paßr mir nicht! Der Geheimrath sschlte tden Puls, verschrieb ein Pulver, empfahl. sich, vatt Lizzi auf den Vorsaal begleitet. Sie müssen Ihren apa was zerstreuen, gnädigstes Fräulein, ihm fehlt weiter ?Achts1 .Sie wissen, er! 'ist.rin eigener Herr, hat'fcrft gar keinen! Verkehr in der Stkdr, munjchat er etwas Steißen, giebt seiner schlechten Launen 'nach und bildet sich eu!, k-sehr krank zu! lsentl" ' i ,Jch werde mei Möglichstes thuu,s Herr Geheimrath." Einige Tage schic es, als ob das 'Befinden des Kommerzicnraihes 'sich durch die Pflege Lizzr's bessere. Er spielte mit ihr Schach, lauschte zufrieden, -dem Klavierspiel, lächelte über Gefchichitmdie sie ihm aus dem .Pensionat er.zählte. Doch hielt die .gte. Laune nicht 'lange an. Bald ärgerte ter sich über Ä)eft5 und Jenes, undml-Z er nun ol leuds eines Tages ausser Zeitnngers sfah,chaß einige Äctt.z, die er besaß, - im .Kurse gefallen waren; tret, der alte .Aefftnd wieder ein. Er ärgerte sich und :ftine Nmgebn'ng -und schimpfte namentlich .auf den Geheunrath. ,,Hch will einen andern Doctor, Lizzi, -der' Geheimrath ist ei Nagel zn meiuun .Sargdi" wienerbolte er 'immer. Ü!izi war untröstlich. .Weißt Du keinen Rrat chler in 'er StcdtMuguste?" wandte sie sich eines Tagesen ihr Kammermädchen. ...gnädiges Fräulän, die hiesigen 'fünf Ä?rz!e hat der Heor Mbmmerzien'rath:schsn alle durchprobet, die passen iihm t-a.llc. nicht, er hat schließlich immer Mieter den Gchcimrath holen elässen .,?lch, ,ich weiß gar ch$, wie das m?erden, ssll..cs ist zum Verzweifeln'!" KarkMchüneinänn, der Bursche Wnersirar ein guter Soldkt sowohl in iwie-auße? den Dienst. den außerckkenstlichelr Verhältnissen eines Soldaten gehört wlll auch ein rechtschttsener Schatz, , -It.-XL- ' iTr 'Jt-Ä J. 1 i'-J ..t .."i-lii von tttj 1 jtari tyuncrnacia in vyciiaii ÄüLUstelhZeZammermüWns, zug5Legt .hatte. "" ' " ,5 .Fastijed:n Abcnd trasen sich die Liebenjen.nter rden schattigen - Kftaien wor er Krüqer' schenilla und rvlauderten n Siundchen. manchmal auch och mehr, " tl" ".. 'eri' , m L' .i , ; ass w 2aazzt.m ccrjicac an timm friic dergebufchder Pr,enade stand. ?l Beide W5N Mets", der tbesten Lauuej denn die Zulnst.erschi ihnen im rosigen Lichte. t ' ; ' 4 Kttl war QMttmmim erstaunt, lsch Gelobte nicht wie sonst auf feine Scherze eingingt sonder M find schwesain,öe,lr! seiLmMrnt hig'f tv ,s Hat eö Aerger geg'benZ Auguste ? 5 Zfragke er .eMdlich. .ls!ederiutser Seufzer aus derBrust.dcr GeÜeblenzum Fw . " c II! -s- ' :!''-:;' 'S'"1-'' " i Hlmmel.fmpcvjtteg. , , , . Ach nein, im -Gentbll, ' Karl, 0raif ci it ji er rittV1 tsi i U j; 1 vic 19 mir nur NUI lanr, otsyaio eiu ich so traurig!" ' J.-a. fV M - ,;:.( W : ilii S; US irf ytsliiu ' :3a;- sich m : Karl, dMte? der EsLmerzienrath, bildet sich Lmmer ein, daß er sehr krank 'ist, er hat aber nur das Sodagal in den Beinen. Niemand .kann es ilm recht machen lnd nun soll dsö Fräuleltt einen Mldern Dcxetor besorgeF und die hier in der StaU sind, hat berMmmerz:cnrath! lle schon durch: probirt keiner hat ihm gefallen, ws nun einen hernehmen?" IM - v: M .Wenn's weiter nichts ist ! rief Karl triumphirenk, .da weiß ich Nath!" J, das :?kre, Karl, schnell sag wie, Mein Fräulciik mxU glücklich sein!" ,Me!n Herr )vird , den Commerzlenrath kurirenl" .Aber Karl, laß deine dummen Wlhe, wie kann dein Lleuttt.mut den Herrn in Behandlung nehmen?" Ganz natürlich, ,; er jt za auIerdem Doctorl

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Was sagst Du. der Lieutenant wärr außerdem Doctor?" Ja wohl. Alle Herren Ofsiciere ne?: nen ihn nur Doctor". Er versteht such seinen Kram. Neulich hatte ich mich in den Finzcr geschnitten, es blutete furchterZich. Meiki Herr kam gerade daiübcr zu. Abwäschen, abtrocknen, so.- sagte er, gerade der Läz'Zkrethgehilf:. Dann izahm er aZ feiner Tasche na Etis und eine Schcere. schnitt ein Seück Pflaster brecht, icnte cS rir auf und 'jr. : rv , 1 t r' t - L l u

uauj zn?c. agcn war cir Mnnoe : !" "'. i: ' Karl. "U$ Ist Alle? recht schön, Tber nemr nur Dein Herr ihm das Pcdagal und die schlechte Laune aus treiben kann?" BH Du. wenn s VeiterMchtZ ist! ftür das Podngal Tvird er 'schon eine EikNeibnng wissen, sind waT die Laune nb:lannt, da ei Mrr vbNe Sorae 1 mein Hfrr erzählt i'.nn in einer Viertelstunde so viel tolle Gcschichtchen,. daß ihm der Dauch vor Lachcnatzk. Nlso sage nur Deinem Fräulein, Du'wüßtest einen gutkn Arzt, Abec, xoa ech sagen wollte, 'Wu theilest ihr lieber mcht mit, daß er außerdem noch Lleutcnant ist, ich glaube, es ist besser so., 'fle möchte dann vielleicht Mißtrauen h.&a,, es kommt doch nicht ost vor, daß ein Doctor glcichzeittg Lieutenant ist. Ich 'werde auch Minen, Herrn sagen, daß -er in Civil knmen soll, das 'ist 'für eide Theile lenehmer!" .?lllo i??Kn das Fraulein will, komme ich mergcn'uadbestelle den Lieußenant! ,.J wv'yl und dann nenne ihn dem Fräulein gegenüber Doktor Werner, nicht vonWerner, sie könnte schon vor dem ie,R:enaNt erfahren haben." Diettbendttl verabschiedtten sich v?n der törügerfchen ViUa. Angusta he-tte keemir-Ztl'.tlttcr betreten, els die Mln g. tf.frtK 'eriöine. Ar-Auaustk, wo bleibst Du nrr so lelgö? ' sagte die junge Dame wor-, iUNMöll. .Jch'tVar in der Start, gnediges ?Lranlem,' mich nach einem Arzte nnzukthu'.N" ' ..ßimn und?" mit aesxanntcr Erwarrtung hingen Lizzis Blicke crn Munde des , j- f .ÄkMcyrns. .Jch habe einen in Erfahrung ge bracht, er ist erst ganz kurze Zeit hier m drrStadt, ein noch junae? Mal, er hat abe?Kenntmlje, groe Kenntntfze. Vsr, ein:ger Zeit ist ein Schlveeoerwundeker zu 'ihn: gekommen, der furchtbar geblutet r r ' . m c. . 1 .yai; loton yar er oasiui genrur, acö zwei Tagen ist der Memn wieder voll--ZkZndig gesund gewesen l . zmi entlle die Zgse und begab 'sich kzur Ruhe. Ste hatte gar seltsame, Traume von elnem tnsmu,l.fcheu MedulNs? tmann. Der Commerzienrath war n diesem h Morzen. besonders schlechter Laune, er ,hatte schlecht gesa)lafeu, derKafjee war sticht gut, der politische Leitartikel, hatte nicht seinen Belsau. D tlmr.mng wurde auch nicht besser, als ' Lizzi eintrat. Er knurrte und wetterte über alles Mögliche. ,, Lieber Papa, es ist ein neuer Doctor in der Stadt, wollen wir den nicht mal holen lassen, er soll ein sehr tüchtiger Arzt sein!" ,,Wird auch so ein Pflasterschmierer sein, wie alle Anderen! ,,Nein, er soll wirklich schr gt sein, er ist seit elnigeu Tagen erst hier und hat schon ausgezeichnete Kuren gemachtl" Der Commerzienrath wurde uschdenklich. ,, Nicht wab , P pr, ich darf ihn holen lassen?" sch.Mi..yetle die Tochter. ,, Meinetwegen, ich schmeiße ihn, aber vor die Thür, wenn er mir nicht , helfen kann!" Lizzi eilte auf ihr Zimmer und rief Auguste. Als Auguste, hole gleich einmal den neuen Doctor. Du sagst, der Herr Kommerzienrath ließe ihn ersuchen. Hellmuth von Werner war soeben vom Dienst heimgekehrt. Et hatte es sich gemüthlich gemacht, den staubigen Wasfenrock mir einer bequemen Jagdjsppe vertantcht und las das Morgenblatt, das v 7 v " i lterbrach chünemann deu eifrig Lesenden. Verdutzt blickte dieser auf. . Meusch, was sagst Du, ich soll sofort zum Kommcrzicnrath Krüger kommen Y Zu Befehl, Herr Lieutenant, das Mädchen ist hier!" So sage, das müßte eine Verwechselung fein, ich habe nicht die Ebre. den ..Herrn zu kennen!" Neln. Herr Lieutenant, . eS ist ganz zgemiß gichtig!" , , , .VW ah er willst Du das roi ssen 1 ' ' Schünemann blinzelte seinen errn an. sodaß dieser an der Zurechnungsfähigkeit ?s uriqeu zu zwel ein veaann. Der Herr Lieutenant kolleli auck nickt ,Ms nemeuam, fonoern als doctor dort- , , r 1 ....... T -l . ' . ' Hm kommen!" ' Wenter sprang empor. ,,Ferl,, bist Dn betrnnken oder verrückt , ' Schünemann liest NÄ aber. nickt aus Zder Fassnnbringen. -rt Herr Llivtenant, derKömmerzienräth ist krank und'da habe ich gerathen, den erru. Lieutenant als Doctor rufen zu G A 'i . '1 ' W laurni" . -' -.t:-A, Aber Mensch, bist Dn verrückt, wem ri. 'rSN'' L C W A ...1' l mes geratyeu r ä1 . r August? ! - - ;:ä f .,, Wrist Auzctste? " hf h ; .A!eint? Äranc und . nkale! 3ntV fi.? gnädigen Fräulein, der Tochter des Komniertketratn - n y&i Weiter, .-iter.r befahl Werner. J, weil Nun ' nen netten Doctar aben will i:l,d der Herr LienteiiLLt doch uch:kurirulund Doktor stno und daGotte Honoe doch 'chj'mrtuehlwutomi :,,(! V'i, , , .,. , ü - T'i ,,.",, :'fii;;it-wT- .1 v " -.i-'- !" Diese Diitamheit: übersteigt slle Grenzen!" -m - lifo sagte ich zu Auguftz, wir wollten den Herrn Lieutenant . empfehlen, aber nicht als Lieutenant, sondern als Doctor Werner, und der Herr Lieutenant , sollten Zn Civil, hmgchen denn Osstciee, mag der Commercieurath ! nicht, da er, wie Auguste sagt, Furcht hat, daß d Fräulein Lizzi heirathenl" Di Erwähnung seiner Neisebegleiicrin machte Werner nachdenklich. Mit großen Schritten nina er eine Weile im 'immer hin und he. , Plötzlich leuchtete es I

in selnen AUgett aus, elv ttiumphirendeö Lächeln umspielte die etwas aufgeworse nen Lippen uuter dim blonden Schnurr bärtchen. . Jch Hab'S, das Glück ist mir günstig! murmelte er. - Laß mal die Auguste eintreten I be, fahl er. Diese trat knirend ein. .Ich werde in einer Stunde dert sein, bestellen Sie das dem gnädigen Fräulein.

Wer hat den, Commerxienrath bis letzt behandelt?"' .Der Geheimrath Prüfer!" JH danke Ihnen, i iner Stunde bin ich dort!.Nicht, Auguste, ein; netter Man?; ich sagte eS ja, r würde kommen!" triumpyme Schunemann, als er dte Veliebte int austhür gekitete. .Er hatte gleich eine Medicin im Kopfe, ier mur melte vsnftrten JuMen"!" f .Sö, so, na, zu theuer ist dem Eom mercienrath Nichts, wenn er nr gesund werden kann; ich glaube. ' er verschluckt gebratene Diamanten ; aber? n netter, hübscher Mann ist Dein Herr, der wird dem Altes: schonfallen!" Nach Verlauf einer Viertelstunde mnstcrt sich Werner im eleganten Civil vor dem Spiegel, 'ließ eine Droschke holen nd flchr zum Geheimrath Prüfer. Ah, guten Morgen, Herr Lieutenant, Hoch nicht kra'Nk? Sehena roie die Ge -sundhnt selber aus ! Sr,ll wohl ein rn& stecktes -Leiden für etnen Vadeurlauo ftnitnT rief der alte j.n?!ale Herr, M Wernev iwbas Studirzimmer trat. Nein, Min Herr Seheimrath, daZ nichr, biw'gesund wie in Fisch im Was 'jer. .ych wollte vuten, daß ,y mxi Ihrer gutgen ErlaubntN Ihnen m cie Praxis yfuschen dürfte, ia noch hr. ''Sle"Mken nur dsöel hllsretche Hand Ui ttnv .I, das wäre, der tausend," änderte mca Prurer. Werner erzählte, was sn Bursche an.gerichtet. Der Geheimrath .schüttelte sich vorLachen.. . , .Mein Plan ist nun der fuhr Weri ner fort, dem girädigen Fräulein Alles 'ZU offenbaren, da ne nuch ohneym svsort .wiedererkennen wird. DemCommerzienrath l gegenüber kin ich der Doctor Wer'Nkr, der dem Kranken das von Ihnen .Verordnete gibt, bis er genesen und . ..Und Ihnen sein Fräulein Dochter in die Arme legt, icht wahr, Herr Lieute!.nant, tch habe das Nlchtlge gtrossen?" Werner Ntckte, lelcht errathend. s ist der einzige Weg, wie ich mich k drr jungen Dame, für welche tch jlt un 'serer flüchtigen Bekanntschaft .lebhaftes Interesse suhle, nähern kann!" Allerdings, meiner Hilfe sind Sie sichet! Heitern Sie den alten Herrn aus, verordnen Sie ihm Einreibnngen. Verlangt er Medicin, so senden Sie diese Recepte hier er reichte ihm einige Papiere in die Apotheke. Mein Na:m steht darunter, so werden Sie anstandst los verabsolgt. Sollte wider Erwarten der Commerzienrath kränker werden, so lassen .Sie es mich sofort wissen. Ich glaube es aber nicht, denn es ist nur das Podagra, das ihn quält und dann fehl! ihm Zerstreuung." Dankend verabschiedete sich Werner. Nach zwanzig Minuten hielt d Droschke vor der Krüger'schen Villa. Klopfenden Herzens stieg Werner die läuferbelegtcn Marmorstufen ' empor. Auguste knixte und öffnete eine Thür. Bitte, Herr Doctor, hier einzutreten, das gnädige Fräulein wird sofort im Salon erscheinen." Werner hatte kaum einen 'Vlick durch den weiten Raum gethan, als eine Portiere 4 zurückgeschlagen wurde , und feine Neisebegleiterin hereintrat. .Herzlichen Dank, daß . Sie aekommen sind, Herr ,Doctor !" sie streckte dem sich tief verneigenden die Hand hin. Ah, ich weiß nicht!" stotterte sie plötzlich, als sie den jungen Herrn von neullch erkannte Herr Lieutenant Werner?" ..Zu Befehl, mein gnädiges Fräulein, der hier erstens durch die Dummhelt sei nes.Vurschen, zweitens aber mit Bewilligung.des Geheimraths Prüfer Äs Doctor vor Ihnen steht'und Sie bittet, ihm ein kurzes. Gehör zu schenken." Werner erzählte die Vegebnjssc und seine. Ütttercdüttg mit dem, Geheimrath. ,'Es wird Alles gut, Herr Lieutnant, :vardon, Herr Doctor, wenn es Ihnen gelingt, Papa's Laune zu hessern, daran :liegt Alles. Merde mein Möglichstes thun! Au Mollen. das Beste hoffen l" - Wie langjährige Bekannte reichten, sie s,ch m Pandk. Wttnir tfjtfc ile Viine Weiße Hand Lizzi's an seil Lippen. ' So, nun gehen wir zum Papa!" Forschend ruhte das Auge des Komierzienmth's'auf dem, jungen Arzt, der sich leicht verneigte, dann ohne Weiteres zu ihm trat und seinen Auls fühlte. - Haben,Sie schon " begann ,der Commerzienrath. .Ruhe! schweigen .Sie!" donnerte ihni Werner an und legte., seinen Kopf an die ! linke Seite der Brust dek Kranken. - fi- - ,M meine, ob "5. m & : ,i5i i sollen schweigen!" rief der Arzt.: ,.Pul5 etwas schwach, Hcrzschlag iQUti .wollen : Sie ernj;t Glas Portwein trittken?' j -M i l-n;' f :f.!,i: T i ,zFamoser ,Kerl5 . dachte , der Fomtrj" f t' ' .ri V , merzltt.raly,., ver cii unwlUlg .weroen wollke, als ihm der Doctor Schweigen . - '-' !i i1-- r .vj"" i.,fi 'i '' 'i -"''v '"'7-.:-' '. ! gebot, .er scheint die 5 Sache zu ,. ver- , 7 !' , i M !!':'!!" r" rf" 1 lt. l; !i' ' w i" t " stehen, kst nicht. disnzil, wieder altePrü- ! ' ,s ,i; i if 'i'iiiiS'v f & :i "i ." V: "x r: - ' Ter.ii , .. ... ijL ' r- r fe. . ii : ill'!!'!1 i i::f' j'"-.!!;! h' u::i's.jt ji. h ,,Ja VHhl. sehr gerne!" - lll Gut, sehen Sie! Herr Gmmetzkens rath,aber zum P ortwein geHort ein guFrühstück, vielleicht etwas Kaviar,, ein !Pa?HugecuZA' " 'rK -i jrS' f'l: i.Ji-lsiY ! li" 'i .1 u 1 :'! i 'V! W. i-1 ' m. If Ja wobl, Zerne!? riet der Commerzienrath. erfreut. Her?; Doctor, , Sie frühstücken mit?" ' i( Das verstcht sich, und Ihr Fraulein Tochter auch, in Gesellschaft schmeckt's 4UnilJ?Iii.!:JlllÖti 11s lll1: , , Bitte, bestelle, liebe Lizzie!" wandte sich ker Commerzienrath an seine Doch? ter, die etwas ängstlich dem, Beginnen deS PseudoarzteS zugeschaut. " Sie end f ' r ' v ,jf ' P '' ernte sich. Na und mit .dem Podgra, wie steht's, Herr Commerzienrath?" meinte der Doctor und klopfte dem alten Herrn aus den. rechten Oberjchenkel, da dttser r t r ' schreckt zusammenfuhr.

0 danke, heute habe ich weniger ch merzen

& So io, wissen Sie was, Herr Commerzknrath. heute ist so schönes Wett, fahren Sie nach dem Frühstück etwas mit Ihrer Fräulein Tochttr spazieren, .Rein, Herr Doctor. dazu fühle ich mich zu schwach !" Oder vielleicht in'S Theater heute Aöend. eS wird eine Operette gegeben, faFe Ihnen, das Ballet erquisit. Alle lie;en der Prima Ballerina zu Füfzen, doch sie rst kalt wie Marmor Jlt sie schön?" sragte der Cemmer zienratb sichtlich interrestirt. .Schön! wäre zn wenig gesagt, himm lisch, aattlich. einfach erquisit. doch -Herr Commerzienrath, Ihr Fräu5?in Tochter kommt!" Man mhm in bester Stimmung das Frühstück, Werner wußte regend von Diesem und Jenem zu sprechen. .Ssielen le letzt nne Partie Tchach mit Ihrem rauln Tochter, Herr Commcrzrenrath ! " meinte Werner als er sich verabzchicoen wollte. .aven ie denn Nlüz? nx wenia Zeit?" fragte der Commerzienrath. Werner iah ar m? Uhr. Jetzt ist es tu halb ein Uhr, um zwel Uhr habe lch reine wichti Operation! Na, Herr tUommerzteraty, rlN Stündchen gebe lch noch zu, c Partie Schach oder (zkartu gefällig?" Lizzi eernte sich. Werner erzählte dem alte Herrn - einige amüsante Geschichten. , Hosest Sie 'mal, Doctor, kommen Sie hete Abend etwas wieder her, ich fühle rich in .Ihrer Gegenwart bedeutend besser!. Mr Herr Coinmerzienrath, meine PNVS Ach, was . übergeben Sie Ihre Krankcn 'lönem'nndcren Arzt 'Na, ich will sehen, was sich thun lahtl iUnd'hier noch ein Necept für die Einreibuug, Sie lassen es wchl von der Apotheke besorgen?" Werner: verabschiedete sich, nachdem er dem 'Commerzienrath versprochen, sich houteWend einzusinden. FamoserMensch, der Doktor, Liz-zi'!" rief der' Commerzienrath in bester Laune, ls diese wieder eintrat, .wirklich ein Verständiger Mann, der erzählt doch aus öer Welt, geht aus meine Ideen ein, das 'lasse ich mir gefallen, das ist doch -etwas Anderes,' wie der alte Prüfer ! Es freut mich, wenn der neue Arzt MnenÄcisall hat, lieber Papa!" Von diesem ersten Tage an war Werwer ständiger Gast in der Krüger'schen Villa. Der Commerzienrath war in der bestenLaune, machte mit Lizi Spazierfahrten und war zum Erstaunen der Bnche:thainer bereits zweimal im Theater .gewesen. Werner und Lizzi waren sich recht nahe getreten, der Commerzienrath bemerkte es zu seiner große Freude. Zum Frühstück, fehlte der Hausarzt fast nie. Auch heute vernahm der Kommerzienrath den elastischen Schritt des Doctors zu der festgesetzten Stunde auf dem Cvrridor. In bester Stimmung ging er ihm entgegen, die Thür össnete sich, ein Äeutenant stand vor ihm. .Aber Doctor, was, in Uniform, Sie sind wohl Neserveofsicier?" fragte Krüger verwundert. ,Nii, activ, bitte. Herr Commerzienrath, fetzen Sie sich!" Dieser kam gehorsam der Aufforderung seines bewährten Arztes nach. Werner beichtete; der Commerzienrath war anfangs starr, dann kochte er herzlich. Lizzi wurde gerufen, der Vater betrachtete gerührt das glückliche Brautpüar. ,9ta aber schnell, zum Geheimraih geschickt!", besaht er, daß er sich am Verlobungsfrühstück betheiligt." .,Schen Sie, Herr Commerzienrath! " meinte Prüfer schmunzelnd, fo kurirt man halsstarrige Kranke. Trinken wir ein Glas auf das Wohl meines Assistenten, des unübertrefflichen junge Doctors!" Die Entführung. ' Paul und Anna waren LiebcSlente. Natürlich war auch ihrerseits ein gestrenger Herr Papa da, der von der Liebschaft nichts wissen wollte. Nun faßte der ideale Paul den Entschluß, seine Perle zu ent führen. Wein trautes Lieb," flüsterte der begeisterte Jüngling, am Abend vor AusÜbung des gewaltig? Planes, .mem füßes Brautchen,- fühlst Du Dich auch stark genug, mir aus Deines Vaters Häufe, dem Hause des Ueberflusses zu folgen und das Leben der Armuth und .Entsagung. mit mir zu theilen?" Ja, Geliebter, ich folge Dir, und wenn es bis an das Ende der Welt wäre, ich will' Armuth und Entbehrungen mit Dir theilen!" Wo ist's recht, daran erkenne ich mein .mutbiges M " Noch ein Wort, Paul! ' Nun?, ' Welches Kleid soll ich denn anziehen, öas l neue ; blaue, oder das rosa mit cröme?" - ?- ' I m l ' m m m "" s,,,, N e t tun g S t a s ch e ES ist in letzter Zeit eine neue Methode entdeckt worden. Personen,' die in'S Wasser gefallen fihb;:: ric5 1 uii rsct)?it 1 jU" machen. Krtt nnditrchdringliche Taschen werhen hi die Kleidungsstücke eingenäht, wo sie nicht mehr, Platz einnehmen als die aewöhnlichen Taschen. - Jede dieser Tascheu . wlrö unten mit unien mir einer, cilnuna Versehen, n deren Wänden ein chemisches Pulver angebracht wird, das bei seinem Naßwerden sogleich Kohlensäure entwik-,, kclt: Wenn die Person in'S Wasser fällt, macht dieses Pulver die Taschen anschwellen, welche wahren Schlau'i!'!V'!'i!! li' 1 l ' f t' 1 r.yr JH.; j chen werden und das Ertrinken verhindern. Da diese Taschen die Oeffnnng unten haben, sind sie unempsindlich geqen die stärksten Regen, und schwellen nur durch ein vollständiges Eintauchen an. Die im Londoner , Aquarium ' gemachten Versuche haben angeblich einen vollständigen Erfolg gehabt. ;ir W 2tiiS bei astronomischen Examen. Professor: Wieweit ist die Sonne von nus eutfernt?" Student: .20,662,000 Meilen! Professor: Wie sinden Sie daS?, Student: .Großartig!

Eint hübsche Manövergeschlchte'

ziird aus der Meißener Umgegcnd er zählt. In der .Escadron eines avallerieregimenteS dient tm lnrcyzrar schneidiger Vieewachtmeister ; ra er aver nicht nur streng im Dienst, sondern auch gerecht uid kameradschattl'ch qt, lo ge nießt er bei Hoch und Niedrig srineö" Regimentes Achtung und Ansehen.' Wie Jeder Mer sein strckenpscrd mttt, jo hat tti$ unser Vieewachtmeister daS seine. Cr konnte es dnrchaus'nicht leiden, wenn sich ein Mann im Stalle neben sei Psrrd legte und ausruhte, und erwischte er bei dieser verbrecherischen That einm Itcitcr, dann brach gewiß ein Donnerwctter los. Im Manöver haben nun die Soldaten mehr Zeit und auch mehr Laune, inn sich einen Spag zu erlauben und deshalb kam man auf den Gedanken, den Vicewachtmeistrr einmal gehörig zu foppen. Bekanntlich werden bei den Reit- und Fechtübungen Strohpuppen in der Reitbahn ausgestellt, damit sich daS Pferd daran gewöhnt und der Reiter sich im Fechten üben kann. Eine sslche Strohpuppe wurde zurecht gemacht, ordeutlich angezogen und in den Stell auf das Stroh "neben daö Pferd gelegt, gleichzeitig aber ,uit zwei Pferdedecken gut zugedeckt; es sh genau so aus, als schliefe ein Man im Stalle. Der Stall war gros; und deshalb eine Stalloache eommandin, dieselbe aber von dem Vorhaben in Kenntniß gesetzt. Als nun der Vi c ew a ch tm ei st er erfch i e n , irrn zu rcoidiren, stellte sich alles ganz tbätig, de Pferde wurden geputzt und die Stallwache kam mit Absicht zur anderen Thüre mit einem Eimer Wasier herein. Der Vicewachtmcister geht Prüfend durch den Stall und entdeckt Plötzlich den schlafenden Reiter. Aus den Zehen schleicht er sich näher, winkt die Stallweche mit dem Eimer heran, holt aus und gießt mit einem Schwall den ganzen Inhalt auf den schlafenden Reiter, doch dieser rührt sich nicht von der Stelle. Erbost über eine so bodenlose Unverschämtheit, nimmt der Vicewachtmeister jetzt die Reitpeitsche und läßt sie unsanft auf den seit Jahrtausend den hierzu auserwählten Theil des Körpers niedersau sm doch auch jetzt rührt sich noch nichts unser Vicewachtmeister wird ängstlich und besichlt mit erkünsteltcr Barschheit der Stallwache, einmal nachzusehen, warum der Kerl nicht aufs steht. Die Stallwache ziehen langsam die Decke weg und ruft entsetzt: Hcrr Vicewachtmeister, der Mann ist todt!" Todtenblässe überzieht das Geficht des gestrengen Herrn Vorgesetzten und er überlegte sich schon die Folgen seiner zu raschen und so verhängnißvollen Bestrafung da halten sich die an die Stallthüren herbeigeeilten Soldaten nicht mehr und ein lustcrschütterndcs Gelächter bricht los. Die Folgen dieses Spaßes wollen wir nicht weiter beschreiben, nur so viel ist sicher, daß auch die Ofsiciere herzlich über den Witz gelacht haben und daß die Wcisfethättr mit gelinden Strafen weggekommen sind. Eine gelungene Wette, Der Doctor der Rechte, Assessor A., und der Doctor der Medicin, praktischer Arzt, Wundarzt xnd Geburtshelfer B., faßen vergnügt bei einem Glase Wein. .Du, ich bin neugierig", sagte der Assessor, was uns unser Freund, der Nechtsanwalt, für eine Sorte vorsetzen wird, wenn wir uns morgen feine neue Villa besehen!" .Gar keine!" meint der Doctor der andern Facultät. Du meinst.er wird eine Bowle machen ; oder selbst Apfelwein wäre bei dieser Hitze nicht zu verachten. Nein, nein, zn trinken gibt'S da überHaupt nichts!" .Aber er muß uns doch etwas anbieten!" Nicht eine Cigarre!" Unmöglich ! da möchte ich zehn Körbe Sect wetten!" .Ach, da siel'stDuja doch 'rein!" Nie und nimmer! Ein bischen knickerig ist ja uuser Nechtsanwalt, aber uns in der heißen Sonnengluth laufen lassen, und dann nicht die geringste Erfrischung einfach unmöglich ! Ich wette wenn auch nicht gerade zehn Korbe Sect, aber sechs Flaschen Nüdesheimer niage ich d'ran!" .Nun, wenn Du doch durchaus willst, will ich meinem Glücke nicht im Wege stehen! Abgemacht?" Abgemacht!". Am anderen Nachmittag lvanderten die Beiden auf der heilen staubigen Chaussee zur Villa des NechtSanwalts. , Er empfing sie freudig, führte sie . durch Haus, Garten, Park, ließ sie Blumen, Bäume, Obst. Gemüse, Springbrunnen und Jiasenanlaaen bewundern, aber diese Genüsse blieben die einzigen.. Schon " ö ster . hatten sich , die ;; beiden Doktoren zugeblinzelt, der Assessor freilich mit einem etwas mehmühtigen Zug UM die Lippen, als .sie aber das letzte Teppichbeet angestaunt hatten, und noch nichts sich rührte, singen sie Beide herzlich an 'zu lachen. , Was lacht ihr denn?" .Wir haben gewettet, daß Du nS die ganze Zeit, die wir hier sind, nicht das geringste anbieten würdest l So, so, um was denn?? .Ein paar Flaschen Nheinwem! .Wo wollt ihr sie denn trinken? .Wir gehen direkt in Schulze's Weinstube,was denkst du den, was wir für einen Durst haben! t : .Ach, wartet doch einen Augenblick, ich will nur meinen ur holen da trink' ich mit! Mi'? J! f1!1!'!!11, ' liif Jini J"'!,'k j. Etn p rak t i.i ch er Bettler. anutr!Sanfätf mcW dritten und nicht im ersten Stock beticiii n f. icii iLU L'cnn nie ni im s ?:i es i.'ii;f :-rr.J iT.

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na mirri; iriinn inert mr ifr l nrrTiTt rnntr un mer mich de Trepp' ' hinunter"1 "r -,,, W,M we -Ji" 11 '."i1' ff i : t'f" - Vra gnan t e s Be i s p i e l. Erawiilator: Nennen Sie ' mir einen Fall von Verleitung zum Meineid!" Eandidat der Jurisprudenz: .Die richterliche Frage nach dem Alter weiblicher Rntfitn f j Das Glück der Jngend ist Leichtsinn, das Glück des Alters Gleich, l.:u:2.ll im-i ' 'J., . r ' . ) . -Jf. ..li s

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