Indiana Tribüne, Volume 13, Number 11, Indianapolis, Marion County, 29 September 1889 — Page 4

m c SonntagS-Nusgabe. frtcci 120 Oft Marvlend St?. Wie ledt n,an in Paris ? Paris ist ein wahrer Ocean," so beHauptet Balzac. Werft das Senkblei hinein, und ihr werdet dsch seine Tiefe nie ermcffen.. Durchlauft und beschreibt es, mit welcher Sorgfalt ihr es immer durchlaufen und beschreiben könnt: so zahlreich und eifrig auch die Erforscher dieses Meeres sein mögen, so wird man noch iu-aner auf einen jungfräulichen Ort, einen unbekannten Winkel, auf Blumen, Perlen, Ungeheuer, auf irgend etwas Unerhörtes, von den literarischen Alltagswiffern Vergessenes, stoßen." Der Fremde, welcher ziel- und stcuerlos auf den Wogen dieses Oceans herumtreibt, kommt nicht daut, das Senk blei auszuwerfen und kann nur über das berichten, waö sich an der Oberfläche zeigt. Jeder Deutsche, der gleich uus ,n einem bürgerlichen Hotel garni absteiat. wird durch die Wahrnehmung überrascht, daß man ihm Waschbecken von der Größe einer Kazfeetaize und Kasseetazzcn von der Vorsetzt, dan Cichorie mischt IZffels bedient, brau auszulöffeln. Man wird über die Hohe der Wohnhauser und die Ene der Stuben erstaunt sein und. Hausfrauen rnüsicn sich wundern, wie wenig Rücksicht die Bewohner der engen Quaticre aus das Behagen ihrer Nachbarn nehmen, j In den übervölkerten Stadttheilen han-; .ft C5 Vtdm iTffrttttt r.4at snrnV- lt Vtli jtvtii iuxf uvuiunvimuin vyiv satz: Wer sein gutes Recht gebraucht, schädigt Niemand." Von dem Balkon unseres Zimmers sahen wir auf ein sechsstockiges Haus, aus dessen offenen Fenstern jede Familie am Morgen ihre Teppiche, Matten und Betten ausschüttelte. Gewöhnlich waren die Mansarden -Bewohner die Früh - Aufsteher und sandten ihre Staub - Wolken als Morgengruß in die fünfte Etage. Darauf beeilten sich die Bewohner der tieferen Vreitegrade, dies Verfahren nachzuahmen und es entspann sich ein Teppichdreschen, bei welchem der Staub in Ztatarakten auf die zum Auslüften und Trocknen ausgelegten Betten einer im Parterre wohnenden Familie niedersiel. Ans befremdet es, Männer in HemdLärmeln und Frauen in der Nachtjacke auf der Straße zu sehen und noch mehr fällt s auf, daß Familien in den engen Straßen des Montmartre oder Montrouge ihr Souper in aller Gemäthsruhe auf dem Trottoir verzehren und dadurch den Pasfanten den Weg versperren. Nach Mitternacht kannst Du aus den weitgeoffneten Thüren und Fenstern vieler Äernkneipen die Lieder von Bänkelsangern schallen hören, welche den Schlaf aus der Nachbarschaft verscheuchen und wenn Du in einem stillen Gartenlocal Deinen Bock trinkst, überrascht Dich das Auftreten eines elegant gekleideten Junglings, der sich die Erlaubniß erbittet, die neuesten Couplets vortragen und dafür einige Sous sammeln zu dürfen. Der Angcbundenheit des Einzelnen steht die Duldsamkeit der Menge gegenüber und höchst selten kommt eS auf den Straßen zu Reibungen oder ernsten Conflicten, weil jeder Franzose seine Bildung durch Hostlchkett zu bethätigen sucht. Der zerlumpte Pariser Gamin setzt seinen Ehrgeiz darein, sich vom elegantesten Dandy an Höflichkeit nicht übertreffen zu lassen. Daß diese echt ist, dafür erhielt ich diesmal neue Proben. Auf dem Bahnhof St. Lazare bildete ich mit hundert Anderen vor dem Billetschalter für Versailles Queue. Ein junger Mann frug mich, ob dies auch wirklich ' ber Billetfchalter für Versailles sei. IS ! bejahte die Frage. Darauf wandte sich ein vor mir stehender Herr um und bemerkte, daß an diesem Schalter keine Billets für Versailles verkauft w5rrden, weil der bereitstehende Zug zwar Versailles berühre, aber an dieser Station nicht Halt mache. Die Billets, welche ?oir wünschten, fanden wir an der andern Seite. Dieser Weisung folgte ich mit dem jungen Manne. Eaum aber waren wir vor der andern Kasse in die Reihe getreten, so sah ich, wie der Herr, wel--cher uns znrecht gewiesen, sich aus der Menge mit allen Zeichen der Bestürzung herausdrängte und auf uns zueilte. Meine Herren, " rief er formlich athcmlos, ich habe Sie in unbegreiflicher Verblendung irre geleitet und um Ihre Plätze gebracht. Ich bitte tausendmal nm Verzeihung. Sie standen vor der rechten Kasse Der Mann war völlig zerknirscht und beruhigte sich erst, als ich ihn versicherte. daß er in bester Absicht gehandelt und der Schaden leicht auszugleichen sei. Bei einer anderen Gelegenheit fragte ich einen alten Herrn in der Rue Lafavette nach der Rue Condorcet ; dieser erklärte mir den Weg genau und ich folgte mit meinen Freunden der angegebenen Richtung. Eine Viertelstunde später standen wir auf euiem klemm, schlecht erleumteten Platz unV. ich war unfchlüfsia., ob ich mich links oder rechts zu wenden hätte. Plötzlich tauchte der alte Herr aus der Rue La- . ' . - r . m i . zanttte neoen uns aus uno lagre: Jüine, zur Linken ! Sie stehen dicht beim Ziel." Ganz verblüfft durch die Gefällkakeit hes ' Mannes, der die Höhe des Montmartre erklommen hatte, stotterte ich etwas von unerwarteter Güte. Er aber , erwiderte . -in aller Bescheidenheit: .Ich merkte, daß Sie ganz fremd in Paris feien und lzatte Sorge, . Sie könnten meine Anweisung Mißverstanden haden. Daß der höfliche Pariser nichts so sehr verabscheut, als die Einmischung der Polizei, mußte ich leider zu meinem Unheil erfahrene Am Tage nach meiner An- , kunft in 'Paris wollte ich mittelst einer . Rundfahrt durch die weite Stadt ! meine Frau mit den stolzen MönumentälbjZUten 'rirnV den Hauptplätzen bekannt machen! , Ich? rief einen Fiaker an. , Kauni abeI hatte iA dem Kutscher meine ReZsepsant und bieAbsicht 'enthüllt, seinen Wagen stundenweise zu benutzen, so gab er seinem Pferd die Peitsche und fuhr mit der Bemerkung von dannen: Das kann ich nicht machen."Als mein Verlangen zum dritten Male schnöde abgewiesen worden

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war. rsandte ich mich an einen neranch I

ausseyende Schutzmann mit der ttrJe, ob die pariser Fiaker nur zu einzelnen Tourfahren oder auch zu Zeitsahrten vervflichtet seien. Ich motivirte die Frage rntl 0(nr iqoc einer iciwiuiiucuiuuu i r -1 c. m.f-o I . I cf ' : .1!. n...."..4. weljUNg. Jijcr Uicr i-cte kscrv jcijjic einen Diensteifer, den ich durchaus nicht . . c fJCt f. .ii. rr !.f erwsrrel uno qerounicni ane. ur ner den nächsten Kutscher, dessen er ansichtig wurde, kervei. hlen im, mix lerne nummer zu aeben und sagte dann, während ich mit meiner Frau den Wagen bestieg: Der Herr will eme Rundfahrt durch die Stadt machen: Nach dem Opernplatz!" tr ..j.rx ' ttutt U jusx jtuiajcf, ein junge. yivuV! luy I r . r . . , k , : fncj... I UNS Ivsorr mir iemojeuci.cn uucii an F m , m m r . I und ließ cm Plerd ftine Gangart anneyrncn. als ob es emen Leichenkondukt toi aen solle. v . i Nach einer Eicrtelstunde erreichten wir ' ' I öen )ve

rnplatz, itaen einer yaoen oie iuanitgcu 431111 uyn jiuf sumjut faule. Da die Absicht, uns zu als freier Bürger und darum sind die

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Vendome langweilen ich dem Art ni

, klar am Tage lag, so ,agte ttten beer geworden, als zur lulye- . J . , . i I . . c n.n c

Böswilligen, dag e? rel dieser zelt ves zweuen allerreicys. azrer uno fahren auf ein Tnnkaeld nickt Reichthum treten nicht mehr so frech und

rechnen könne. Darauf erhob der herausfordernd aus wie damals. Um Mann ein arofces Geschrei und meinte, die blühenden, wunderschönen Gartenan- . . n .ä.'.T. I V 1?.

U?ettN l(y Mll Oer elZIUNg semcs xyuiliz nickt frieden sei. könne iÄ mich, ja nochmals an die Polntt wenden, da tun7- v ' . . ' ' . . ' , " r ... l v - o:(f. r. tIVki VkllVM .vjvy-, vp 1 -y - I ein Nina von Neugierigen um uns bilc . . - ' Ti.r..tr I oere. k30 seyr es ineincin efuyi, wlverstrebte, wich zum Gegenstande des öfsentlichen Jntereffes erhoben zu sehen, so - m -j. . ! JC t- v. Xi kr n 4" UÜUlC IIllU; VCU ütl VüCtUHlt, Uy auch die Kraft einer Pariser Lunge mit der 3nt erschöpfe. Als der Schreier auf ch die Kraft einer Pariser Lunge mit tx Zeit erschöpfe. Als der Schreier auf z ,e r .. . n i. i dem Kutschbock verstummte, hielt eS aber , i. r-L . e.. . l ..

auü) oer cyuymann sur angezeigr, mn oas einji gcjuuy, uu uic yiwbtu vuum eine Rede zu halten. DieS überschritt bubcn Grammont-Caderousse, Demidoss die Grenzen meiner Geduld und ich un- und andere mehr sich an den Balgereien terbrach ihn mit der ironischen Frage, ob der kleinen ergötzten. Die Achtsousbälle es den Gesetzen des Staates oder den der Vorstädte, auf denen streitsüchtige Vorschriften der Polizei zuwiderlaufe, Cancantänzerinnen ein Bombardement wenn ich von dem Kutscher verlangte, mit Sousstücken aufführten, sind von der daß er mich für mein Geld zum Baj'til- Bildfläche verschwunden, und auf dem lenplatze führe. Der Schutzmann rer- Val Elvsöe und in den Concertsälen ncinte das, der Kutscher aber warf patzig schwärmen die Phömies, Sidonien und die Frage auf: Was wollen Sie auf andere Zigeunerinnen des Sträßenpfladem Bastillcnplatz?" Ich bat ihn, sich sters mehr für Ausflüge auf's Land, darüber nicht seinen Kopf zu zerbrechen, denn für lärmende Gelage. Man könnte nnd er ließ sein Pferd in sehr gehaltenem fast glauben, die Zeiten kehrten wieder, Tempo durch die Nue de Nivoli schrei- in denen Henri Murger an Musette die ten. Verserichtete: Als wir den Platz erreichten, stellte O, schmück' Dich wieder mit dem weider Kutscher die Frage, ob wir nicht Lust ßen Kleide, hätten, die Freiheitsfäule zu erklimmen. DaS ena umspannte Deine Lustgestalt,

Da ich dem Frechen nicht antwortete, r cnji v sj".:. . . 1 sprang ci vsin uu uuu uuc juiuuj. 1 begrasen, daß nach der wetten Ml,e ,.!,, k?? ,,,! " (S I mein Gaul verschnaufen muß." Da ich des Hohns überdrüssig wurde, so entgegnete ich ihm: Wenn Sie uns nicht sofort nach dem Hotel de Ville fahren, o steige ich aus, ohne Sre zu bezahlen Dle Drohung wirkte. Er sprang auf den Bock und hieb auf sein Pferd ein, iTt TVrtf rtttf AI ftiKtt m rt fft I uvuiv vivv min Ul .VVM.V. 2W dem .(Sntcl h Killt hnahitt ick den Mann nach der gebe den Kamps ef - 0 7 schlechte Vanne auch an dem nnichnldlgen Prerd auslanen." Das Noth aus ici nem braunen Gesicht vertiefte sich und er fuhr schwelgend von dannen. Meine Iran seufzte tief auf nnd sagte: Das war ia ein erfreulicher Ansang! Mir scheint, wer hier nicht die Leistnnsfähigkeit eines Briefträgers besitzt, wird viel Geld für Droschken opfern müssen." In der That fanden wir es um die Verkehrsmittel während der Ausstellung gar kläglich bestellt. Unser Wirth rühmte es als emen großen Vorzug semes HaufeS, daß die Pferdebahn ganz in. dessen Nähe vorüberführe. Aber was nützt uns die Pferdebahn, wenn man die Wagen immer komplet", d. h. gefüllt nndet. Dle engen trazzen der inneren Stadt widerstreben der Anlage von Pferdebahnen nnd der Gang der wenigen, welche vorhanden sind, wnd noch durch Nummernaufruf gehemmt und' verzögert. Während der Weltausstellung zu Philadelphla fah man nicht emen Pferdebahnwagen auf den Hauptverkehrsstraßen, sondern endlose Züge, selten brauchte man daher einen Wagen an sich vorübergehen zu lassen, ohne Aufnahme gefuuden zu haben. Auf dem Boulevard Clichn dagegen konnte man ein Dutzend abwarten und fand sie alle gefüllt. Die ultliuä ratio des Ausstellungsbesuchers Ifob daher die Droschke und wir fanden später die Kutscher sehr dienstbereit. Abgesehen von der beträchtlichen Verkehrssteuer, welche die Stadt den Fremden aufnlegt, kann derselbe in Paris so billig leben, wie in seder anderen Großstadt. Für 2 Frcs. ißt man in den Duoal'schen Vouillons nicht übel, und wer den Gaumen nicht kitzeln, sondern nur den Magen füllen will, der kann ein Dejeuner zu drei Gängen mit einer halben Flasche trinkbaren Nothweines für 1 Frc. .10 Eent. und ein Diner zu vier Gängen für 1 Frc. 25 Cent, haben. Freilich bildet denHauptbestandtheil diejer Gänge jenes langgestreckte Weißbrot, von dem die Franzosen einige Meter taglich verschlingen. Die äußere Physiognomie der Stadt fand ich seit der Blüthezeitdes zweiten Kaiserreichs wenig verändert. Man nndet noch immer am Morgen das lustkge Markttreiben auf den Plätzen und Gaffender inneren Stadt, wie das Ausschwärmen der Müßigen auf den Bonlevards. Dort sitzen die Besucher der llafös noch immer auf dem Trottoir. aber das bairische Bier verdrängt lanasam den Absynth. Hier rufen die Zeie tungsverkäufer ihre Journale aus; am lauteNen dle pornographlichen. Gegeni . ' Ä. ' 1s i ' fT warllg macyr ein zurfcye mir einem phänomenalen Baßoraan Furore. Als ich denselben zum ersten Male borte. glaubte ich, der Geist von Hamlets Vater lajze aus der Ferne seine Grabeslkimme " t "t .3 nj .57.,. c. en . 1 . . . uver vui, jiujiciii ver üacii, oas mummen und Geschrei der Menge hintSnen. , Als ich näherkam, verstärkten sich die Töne derart, daß ich an das Vorhandensein eines Nebelhorns glaubte z 'allein zu meinem Erstaunen , kamen dieselben aus der schmalen Brust eines bartlosen Vurschcn, der die ' jüngste Nummer ; eines Journals anpries. Vielleicht wächst sich dieser Marktschreier züZ einem Karl Formes aus. Auf den Bänken der B oule vards, wo sich die Fluth der Stutzer und

Tare und sagte: ,3$ '""'"""V ?, V. nur auf. eil Sic Ihre "s,t si der B.nr Pan, mrde.

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Halbweltdamen vorZberdranat. wird der Fremde vt ferner Verwunderung Mütter und Ammm gewahr, welche ohne Scheu ihre Kinder saugen. Das pariser Vabn wird aar früh in die Welt einaefr..i r- r r r rjl. . mnu. zsg) au jyrauen. tociujc ouuvci ' . . , " r. . von einem oiS orel ayren auf oie Pvyr deS Eifselthurms und zu den Schädeli ' . r P r t.-.-k.. mauern oer cararomoen mmaneppie. In Paris darf sich nur die wohlhabende .ausrrau den Lurus nerttatten. ein Dienstmädchen zu halten. Weibliche Arbeiterinnen finden hier noch lohnenden Verdienst in den Fabriken, Magazinen und Läden, und eS erfreut das Herz jedes r. r .-t...t. ... tc . v.r. M.f..:. Iktensmensrennoes, xu cucn, vu uu1 i .i v . . . f? t. 1 ttr uno .'troelrerlnnen ncy zwei quic . . . L. . - Mahlzelten mit Wern am ge vergoncii dürfen, und dan ne am Abend froh lick sind ut den Fröhlichen und frei verkehren m:t den begüterten, m repuv- . fW ck .. V t . JT . s .. ' . laijCU vcv 43Uiv iwnimu iytv im Kram stiller Villen. " t. n, t .r. ? . er 'slcrn oes 'rc oe rtomxye irrecrc y r gen, der einer Silbermuschel gleicht und cmA..u.cm..r.A ti:An0f. izuic juiuuuuiz nj.umuu.u uiiii m der, gefolgt , von einer Caoalcade von Herzögen und Vicomtes, am See vor.r. AnrtmtH Hrtn (ÜXslisrt. UUtlJUltl. ÜH uitjunuin wui wurn ge der Nigolboche werfen bei Tortoni odei Brebant nicht mehr die silbernen Schuf; ge der Nigolboche werfen bei Tortoni oder Brebant nicht mehr die silbernen Schüs..t tt.wl.,,.jt- t crCl seln und Goldstücke aus deu Fenstern, wie k. ..ri ..ix.t v. - : - .c.. Sonntags wollen wir von Neuem 3 ... veiOC Wie sonst spazieren geh'n im grünen tfA irc Wald. Und ganz wo sonst er unsre Herzen letzte, Genießen wieder wir derNebe Tran? Mit dem sich sonst Dein Lied die Flügel netzte. frei sich in die Lüfte schwang. Bevor eS . , . Y n, -j st Pans lst w lnstkgste und lärmendste vierzehn Tage lang auf den brausenden Woaen dieses Oceans treiben ließ, wird eine unbestimmte Sehnsucht nach dem Daf'en einer stillen Sommerfrische ver svüren. 3ck wenigstens konnte dem Drang, mich in's Grüne zn setzen und meinen- Nerven Nuhe nt aönnen, nicht widerstehen und ich fuhr einem stillen Thalwinkel der Mozel entgegen. Franzose über die deutsche Frcznöwörterwuth. In der Julinummer der Novuo Io l cnscip;nemcnt des lausrues vivantcs. einer Zeitfchrift, die dem gegenwärtigen literariichen Leben m Deutichland leb hafte Aufmerksamkeit zuwendet, versucht er .r. . irjr.. cui vauzoe in einer ueincn lanriiani Erzählung seinen Landsleuten klar zn machen, wie die deutsche Sprache in dem über alle Maßen gepriesenen Buche DU Familie Buchholz" von Julius Stinde . . r. c ' . r. i ' c sr ... . r .. , . r . geyanoyaor wlro. 'er anjprucusiose Versuch ,soll, nach des Verfassers Vorwert, sür die Leser keinen anderen Zweck haben, alS ihnen zu zeigen, wie leichtfertig die Deutschen, besonders dlePren ßen, mit ihrer eigenen und der sranzösi schen Spraye umspringen. Man sollte meinen," fährt er fort, sie hätten das Bestreben, auf ihre alte Sprache Verzicht zu leisten und unsere auch als erobertcs Land zu behandeln." Die Ueberschrift der Satire lautet: Eine schlecht rangirte Familie." Wir führen daraus einige lehrreiche Stellen an: Dle Verg, feldts waren anfangs eine respectable Famille, die sehr solide lebte; sie logirten tn der vierten Etage eines sehr passableN Haufes. Die Lektüre war ihr gewöhnliches Amüsement. Der Vater war Kaufmann, aber auch ein 'Amateur, und besaß in feinem Salon manches schöne Tableau. Dennoch war es für reichere Leute, oder für Grasen und Comtessen, eine powere Familie, die kein brisantes Leben führte. Bald aber geschah dem Herrn Verafeldt etwas sehr depriinirendes. Ein FrZund, der, wie er selbst in den Affairen war, avisirte ihn, daß ein Eomplott gegen ihn gerichtet sei. Bcrgfeldt war zuerst sehr indignirt, faßte sich aber bald und sagte aus der Börse: Mir ist die Sache ganz egal; ich habe so calcnlirt, daß weder die Hausse noch die Baisse mich incommodircn kann." Doch dachte er für sich selbst: DaS Miserable fürchte ich, daß meine iltivalen die Malice haben, eine Eoalition gegen mich zu proponiren; das wäre eine impertinente Pauvrete!" Und so geschah es auch : mehrere von denen,' die in seiner Branche arbeiteten, wollten sich gegen ihn rcvanchiren, und gcnirten sich nicht, ihm viel Leid zn thun;' er wurde mit gröblichen Injurien verfolgt und blamirte sich also ziemlich im Publikum :c:" 'Me vom , Satiriker gebrauchten Fremdwörter' kommen alle wiederholt , in , Stindes Buch vor ; er schlagt in einer Anmerkung den franzofischen ' Gymnasiallehrern vor, sie möcht ,t 5. . ''i!if!! ' . ? !. T '!,: 7 tyrr P ,. ten diesen Versuch ihren Primanern übergeben, damit sie die französischen Worter durch deutsche Ausdrücke des classischen Sprachgebrauches ersetzten, ffiffi ' m ;:! i :'D a s g roß t e u n glück für den Menschen ist es, , wenn er , immer Glück hat. .,

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Dtr älteste Vorlaufer der Mikron

benLehre. Der Jesuit Atanasius Kircher war 1002 zu Greiz im Fuldaschen geboren, trat 118 in den Orden ein und wnrde Ct f t . . jl t rv i Hjrqqior oer matqtumil, oev pyuozopw und der onentallichm sprachen Wuribnra. ÜXan hnrf hnrsh hte fämmts den vertrieben, wandte non und wurde hierauf v ? - - Rom berufen, roo er an aium Romanum Matbe 've femen Studien lebte uno iuöu lrnro. r war woul oer oestti..st. kzf,:J. cU..m 9rL5,!Vt .,e,n """ äa &ltn wr v n-v . - mm . w I S.'ÄMJT5.ra f'"' " aiucn pmnia icn. or gwc Corner in lernen Werken ersticken unter einem Wust von weitschwelNaer AuSernc r i i rf V . mitofefeungcH und mm man Alles schlleftllch zusammenfaßt, was er an chlie ttlch zusammen faut. :oas eigenen Beobachtungen und auszuwelfen hat, so nndet X mft e ' ' ... r r ' Kunst, sich und feine vielseitige Gelehr- : tTr ... ri ..c lamieii oen teuren fcumaayafk zu macyen ; in. t . r. . r i cy - - v z " t i i r r oer ormuser yuics denn er schrieb unter (er nennt sie ekstati: Mond, auf die Pla: ncten und unter das Meer. Kircher ist auch, soweit die aeschichtlichcn Zeugnisse reichen, der erste Mensch gewesen, der kleine Lebewefen in faulenden Substanzen durch ein Vergroßernngsglas beobachtet hat, und er hat diese Beobachtung sofort verwerthet, um torie der ansteckenden auf ie eine ueorie oer an reaenoen Krankbciten i erfinden Sein Verli"!c" ,ri ßr"Tn. .v;m .r. r rr r : im t arökeruncsalas war eine einfache Linse, aber sie reicht vollkommen aus, um die aroszeren Jnfusionstyicre als kleine be wegliche Körperchen sichtbar zu machen, und das hat sie denn auch für Kircher gethan. Im Jahre 1858 gab er zu Rom eine Schrift heraus, die den Titel nlsch) führte: PhvNlch'mcdiclNl teriuchuna der ansteckenden Seiich Pest genannt wird" ; dieselbe war schon m oer er len AU nage von ruymenoen c, l. c I Zeugnissen angeseyener vierte vegieuer - a r und wurde 1071 rn Leipzig mit einer beaeisterten Vorrede des dortiaen Professors der Heilkunde, Lange, nen herausgegeben . c. . ' X X ls stehtindlesem Buche manches, was kaum zu verantworten ist, nnd um dem Leser eine Vorstellung davon zu geben, VI.. IZ S. V I. . f m r- r t. tvn , , scheut er sich der Meinung dersenigcn ,,r. VIt!t!lt.. . ... .s j. . l . den Gründen: Kröten und Frösche treten rw rr fv p-i r in blasse aus, wenn eine Pesizetl vevorsteht, woraus deutlich hervoraeht, daß sie mit der Pest zusammenhängen. Die Kröte ist fleckig, die Pest auch. Die Pest erzeugt Würmer, die Kröte desgleichen. Van Hclmot hat alte Kröten gefangen, deren Kopf ganz voller Würmer saß, und wenn einer von diesen Würmern stch hervorwagen wollte, um davonzukkicchen,. so hielt ibm die Kröte ihre Hand vor und zwang iym, zurückzubleiben!! Van Helmot aber hängte das Krötenvich an den Hinterbeinen auf und zwang es damit, seine Würmer von sich zu ceben, aus denen er dann Amulette fabricirte, und diese letzteren erwiesen sich als äußerst wirksam gegen die Pest. Außerdem flößt die Kröte wie die Pest, dem Menschen Schrecken ein; die Antipathie ist aber ein mächtiges Curmittel, also sind Kröten gut gegen die Pest u. s. w. Gehen wir nun zu dem vernünftigen Inhalt des Buches über. Die Pest, sagt Kirchcr, ist im Allgemeinen eine Strafe Gottes, iln besonderen aber kann sie doch auch natürliche Ursachen haben. Selbst den durch Zauberei erzeugten Pesten sind solche nicht abzusprechen, denn der Tenfel, von dem ste herrühren, besitzt bedeutende naturwissenschaftliche Kenntnisse nnd bedient sich derselben gegen die Menschheit. Man bemerkt nun leicht, daß die Epidemien sich ost auf faulende Stoffe zurückführen lassen. Nach großen Schlachten, wo viele Leichname unbeerdigt nluherliegen, nach Thierseuchen, wo Thierkörxer im Freien verfaulen, nach der Strandnng eines Wauslsches, und nachdem ein Erdbeben Tausende von todten Fischen an das User hatte treiben lassen, hat man Pestzeiten .ihren Ansang nehmen sehen. Andererseits kann auch im Menschen etwas enthalten sein,' was ihn der Pest unterwirft; dies tritt namcntlich hervor, wenn Hungersnoth in ganzen Ländern geherrscht hat, wo dann öfter Pestausbrüche folgen und sich rasch verbreiten. ' Die Fäulniß schafft nun offenbar fremde, beschmutzende Bestandtheile in die Luft. Miasmen, welche die Krankheit fortpflanzen, und die, wenn sie auf" Menschen übergehen, von einer Person zur andern oder auch durch Vermittlung von Betten u. s. w. fortgepflanzt werden können. - Aus der Fäulniß gehen fortwährend unmerklich kleine Körperchen in die Umgebung über; das zeigt u. A.der üble Geruch, der von ihr ausgeht: Und nun kommt der Hauptsatz: Alles' Faulende erzcugt.aus sich und seiner Natur Würmer, d. h. nach dem damaligen Sprach gebrauch kleine lebende Wesen- irgend welcher Art. Er beweist das zunächst an den mit bloßem Auge .sichtbaren Mürmern in faulenden Eadavern, dann aber zeigt er mit dem' Vergrößerungsglase, daß faulendes Fleisch, Käse, Milch) Schlangen, Pflanzentheile, moo-: ngcs Holz, Erde im Wasser, kurz,! alle organischen Theile bei der Fäuiniß von Würmern wimmeln. 1 Er nimmt naiv an, daß die Würmchen schlechthin !aus der Fäulniß- entstehen,, ohne, das Wie ergründen zu können.

11 r v r l . . i j yTrtV ' unter Umständen wohl faulige Ausdün- zu dedurzen, der alle Fakultäten wie "Uf rem vuumn inmMmmxtxti$t doch nndet sich ber lhm eme ncht seltene stungen der Erde, wie sie be? Erdbeben Provinzen burchwandert, der außer Kürzten heute Morgen 6 Maurer, von Erfahrung be,tattgt dle namllch, dan die vorkommen, das erste Eontagium an die nach einer starken Cigarre keine Bedürf- denen nur zwei unverheirathet sind, plötzbnpmteiteeute mchtimmerdtttuchttg- bewohnte Oberfläche bringen und somit nisse hat, zweiundachtzig Stunden unun- lich und ohne daß die Vorübergehenden ttn jmo. r rannte to ziemlich da ysst7, svmSmi a ttrhrü&en rieft nS n'.R s';s:,r etwas merkten. ic eincn Külnrncl ker-

p. Ö r der Äbaött der reoolu onären uacnd mals stand Nußland vor dem Scheidefzer zeigte, als sie wirklich sind", d. h. oer vgott oer revolullonaren ugenv .....fg pffistr - noA a-:7 vc welche die Mäck n tausendmal die linea- Nußlands, ihr Weishcitsquell und ihr ge vamalö war es noch elk, vie lZ 0l: jswv) X l I rirrtr fil la ni den,, fünf- Fclieln, welche das russische Volk beren Umrisse eines Korpers also etwa 32 Orakel. a it lange her, denn snnf. Gefahr " Ldtxn Unn Mal verarouerte iefe ZerarSneruna undzwanZig von den ncunundfunrng ' i iduci, vcnn Mai vergroszerrc. )e,e Vergrößerung A 9 , h . . J dem phantastl chen Anstürme utopischer ist nach unseren Begrinen recht chwach. 9 I -UHtn hat er m ver r . ft mrirn,n

.IX. 1 f. k . .i . . i i . ..

durch was für Dmge man sich durch- IlZistlscher Arbeit waren ihm vergönnt den fünfundzwan ig Jahren des stbiribeiten muß wenn man mittelalter kche gewesen d S tx, von Statt wirr, scheu Erils il:m Krater ausgebrannt ist. Forscher stud.rt, will ich hier ein Beispiel m das Gesanczmsi geworfen wurde Ihm n hk rntmdlim$ der Völker hat ihre einschalten. Klrcher sagt m einer Stelle hatte - so erln ..ert die Wiener N. r. Analogien, und aus der Logik der Dinge kurz und bändig, daS beste oder nz,g Presse" damit er seine Anten ent- jst lernen, daß noch niemals eine sichere Mittel gegen die Pest sei rechtzei- wickele und vertrete, der reiche Dichter blieb, wenn nicht die enttiaes Ausreinen. an einer anderen aber Nckrasow im Jahre 18o4 das Journal urt.'? r

Utircenvit .uuitUtctt unt uaiuc ves ytvvii uuv imuu v vumv CC'Il iii IstllD Haupte, dS best Mittel gegen die Pest hinter Schloß imd Niezel. Den L!o -, fom'W

iei eine o.role. nno zwar aus svinen- uv , uci utc u i w x.u.., ;

Die Pest ist nun nichts anderes als ' . . , I

eine Art von aule des lebenden Menschen. Der kranke hat irgendwo einen vestbrlnaenden Odem einaeathmet und ist dadurch mit der aulnik anaesteckt. Dle Ansdunjtungen aber, welche , . , . ...if .1 . c ri-, I den Keim der Pest enthalten, sind nichts eres als unsichtbar kleine lebende , r. t.. 7. t r .arvermen : oas m s Früchten, aus aeosfneten vmuciu u. Iii. yirncu, uuu iüuucu t. .. : ' '55 . ... V7 V VII V V V VVV Das sind, ansqkiondert aus der mitlchweisige Betrachtung, die Grundznge bcr ircher'schen SeuchcntHeorie Mängel liegen zutage. J Immer! m öf.;.. . rt -rhr OVIIVIIVV IVVllfcW Auslhauö Satz zaucyungen Verdienst kann man ihm nicht abstreiten. ' ' " ' m - i Ein Guadenakt des Zaren Ein gebrochener Mann entsteigt dem rcfpn'htrtPtt arb, hY fibirlAin 9irrfirtn4 VVIIVIUVO VIHVb V W V IV WVI XV.VM.' I ntiitt. Kckmank.nd ist sein Sckritt. sein nung 9ft6ern stct rnib wirf ac&t seine Rede, liesst rnib toirt cc&t seine Rede. viwviit uvwi mv nv ubu. ivx.t. v.vvv. Die ihm einst nahe jtanden, erkennen ihn kaum wieder in dem wallenden, weißen ' . 8te. welcher das zersurchte W umrahm., und in der weit rcuidm Hil - ' - w 1 . . a 9 1 ottakc t: mit we cker er der w ederaewon- ,.,. Freiheit sich bedient. Es ist Ni , -j-- " i "o!;.,, ' - kolaus Gawrilowitsch CzermschewSky, ww(aMfcL fci I vnik w m vv i v vj vvv v' i oem oer)naven,prnch oes .p. i-cit .":c. i ; C 1 U l I 1 n llt ILILIL1IL t I IA 1 . 1.11111 UJUL L L I O I 1 v ' 1 " " '-Pauls-Festung, in den Bergwerke von Nertschinsk und in Archangelsk verbracht. Aber noch heute bedeutet sein Name in der soclal-revolutionaren Propaganda Nußlands ein Programm, nnd . trrrtfMf rirrx cirrj:...-. v rr: . t cr wr.iii .cyauu..g .ng. will es, wenn sie Die einstige yatlarelt Czernischemskys überblickt, fast räthselhaft erscheinen, woher der unwiderstehWc ntte?n?'; ten " tm)1 f uf die russische Jugend übte und der m den Augen derselben noch lzeute s umgibt, enn räum zeyn ayre puoI T.t.i4flw Ulrh.it mnt hvt aVft.Mtiu I , 'u C . , " " C Sowrcmenn I ,v i.?k,v trtl- rrifrf Jugend in einen wahren Taumel fanaI f j. m . 1 .1 .. ...C . i . r. iija,cr cge,,icing oerjeiie, i;m er jegeu in der Pcter-PaulS-ejtunc; geschrieben, und die Sage geht, er habe 'ein Exemplar des Manuskriptes einem Manne, der es zaghaft verbrannte, und ein anderes einer Frau übergeben, die allen Hindernissen zum Trotze den Abdruck bewirkte. Wie geschah es, daß Nikolaus Gawrilowitsch sv rasch und leuchtend wie ein Meteor, an dem revolutionären Himmel Nußlands aujstieg, daß sein Name der jungen Generation zu einer Losung im Kampfe wurde und die Petersburger Negierunz mit bangem Graueu erfüllte? Mamhat von dem furchtbaren Stoße, den Nußland und das autokratische Negiment durch den Ausgang des Krimkrieges und den Bankerott der nikolaitischen Periode empfing, noch heute kaum eine rechte Vorstellung ; es war, als hätte ein plötzliches Erdbeben das Stück der Welt vom Schwarzen bis zum Weißen Meere aus den . Fugen geschleudert. Der Nuf Land und Freiheit!" 'tauchte auf und pflanzte sich reiszend-fort. Ihn nahm Czernischewsku publizistisch .auf, und bald hatte er sich das Prädicat eines russischcnNöbesplerre"erworben. Seine Briefe dhne Adresse- an den Zar gerichtet, begehrten die Befreiung der Bauern und sie machten auf Alerander II. einen tiefen Eindruck. Dann als die Aufhebung der Leibeigenschaft erfolgt war, spannte Ezcrnischewsky seine Forderngen höher, er verlangte die Vernichtung alles personlichen Eigenthums von Grund und Boden zu Gunsten des Gemeindebesitzes, die bedingungslose Einsetzung' des Banernstandes in dasvolle Eigenthum seiner Dorfmarken, die Beseitigung des Adels, die Auslösung der Armee und die Umgebung des Thrones mit demokratischen' Institutionen. Und als er die ungeheure Wirkung seiner aufreizenden Pamphlete wahrnahm, da trat dieser irnttelrusstsche Popcnsohn den letzten Schritt: er revölütionlrte die russtsche Frauenwelt, indem er deren Emancipation auf seine Fahne schrieb. Nun hatte - seine Popularität keine Grenzen; eine förmliche Anbetung ward Mit ihm von Frauen und Mädchen ' aus a allen Schichten der Gesellschaft getrieben. Das Heer der Nihilisten war geschaffen ; Dann tauchte, von der rauhen Hand der dritten Abtheilung ergriffen, Nikolaus Gawrilowitsch in , Gefängniß und Verbannung unter. Doch die Saat, die er gelegt hatte gedieh ihrer Reise entgegen, und i der Ätoman .Was thun ?", aus dem Kerker heraus unter das rufstsche Volk verbreitet, befruchtete sie wie ein Ncgen nach ' brennender Sonnenhitze. Nie ,,im . gesammten . Neiche , der Weltliteratur hat ein Noman eine größere Wirkung geübt, und dieser war noch dazn herzlich unbedeutend, kein Werk eines begnadeten Dichters, sondern die Tendenzgeschichte , eines sozialistischen Agitators. Diel! Gattin, des Mediciners Lopuchow liebt dessen Freund Kirsanow ; der Gatte will den ! Beiden nicht im Wege stehen und erschießt sich zum Scheine, nachdem er sie in's Vertrauen gezogen hat. Dann geht er nach Amerika. Wjera

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. s. vv jv( vi. viu luiui vv w - - v"" ;"''' jjv ' w vj 1 -r " " y 13 -w längs am Couc überall da zuziehen, wo sich solche lebende ein Evangelium, die männliche Jugend land, warf sich ein anständig gekleideter mattk lehrte, Ipa- n,. x n. hcram&te: ilrfi her C?ln1 $thmrs Herr in die andere irdt de6 ÄiinrcV

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Pawlowna heirathet Kirsanow, und nach ? ? rf r r

emigen ayren reyr: auch upochow heim, nimmt eine andere nrau und die beiden Ehepaare leben mit einander in trautestem Verkehre. Dies iil der 5)ln-

J.I.m -' . . V,

halt der Erzählung. Aber so dürftig er in. t.-t ..Z . . Jr I ist, er siel auf einen vorbereiteten Boden. Die weibliche Jugend erblickte in cm: r rv r , c m tows, des Zukunfsmenschen" der un'.kk.R.. c.:. r... i ttv f viiyuuiau eine Barke über eine weite Strecke lÜdwar.s schleppt... vm? inihPTinltf Offenbarung erscheinen konnte! Doch der damaliaen Stimmun in Nuölan! - - . , ' - 1 men ttmmuna tn mumi war jede Lehre recht, wenn sie nur eine Lockerung der vorhandenen nertraauchcn Zustande predigte. Und fo zog Czcrniit. o -i . r l r cykiosll scheroskys ungeheure Gemeinde, seine . y i. ' , rf , , m T Schriften wie Amulette am Busen dersten wie Amulette am Busen ber3 . t , Cf..L . l . . 1 öno, uuv, um an vzv zimoinnt mjw Sc"d, y r t a rvt nnbarti(jj rÄnaben i irndrte MadSzn iedn hat ent chlosten, stellten Um irT-. K A JM A IltftlAUtÄ KAM M j-. y. rS,?,3Sr i'" " -"A. dvFimMln itt,,M MArfimrtf am üii j. . wuyuwu,, O"S r j. it i.. t;irt.i. r? V9. M8' inmltto k? iir Namlnrin ,'n 1s lt' t?I ielaA f ?1 3 1 bildete? Freiheit des Da eins, rn Staat t rr r t r f , r r r s---. uno )e cu cyair nm m erlreuen. 'a- ? ' noch beizukommen. Es ist nicht gescheben, die revolutionäre Propaganda schwoll zum Nihilismus an, die verhältnißmäßig harmlose Wjera Pawlowna sehnsucht der russtscken Jugend mit edler fiMwtrt hattt: mmhtu n& sckmer;eraritten ab vonibrer frevelbaiten ' r 7 - - :i - -7 , - -7 jzartuna mfcrianns ,,8,rtw . ,.,ratie bestell hrl Aber der Nihilismus ist müde, und ungefähr..X AnnZil föjfc. aebrockene'n Niko.Hawrilowitick. denen Zveuerseele iii I " . I VIVUHIVV M4 mv VMV in I . t O. . . unterliegend feine Kruste cn maß. da erhob die Neür schreckliches Sauvt. und Prediger wie Czerrnschewsky streuten ihre Lehren umher, aus welchcil die furchtbare Saat des Nihilismus aufging. 'Feindselig steht abermals Nußland dem Westen gegenüber, die Hand am Schwertkuauf haltend, und der Nihilismus lauert auf die Stunde, um auf seine Weise die Consequenzen eines rufstschen Zusammenstoßes mit dem Westen zn ziehen. Der Nihilismus fragt nicht: Was thun?, denn er hat seine bestimmten Ziele; er schreibt auch nicht mehr Briefe ohne Adresse" denn ein grauenhafter Blick ist auf einen festen Punkt gerichtet. Er steht im Nucken, der Bataillone, welche der Wille des ZarS an die Grenzen dirigirt hat, und durch patriotische Regungen würde er sich, wenn die Würsei des Krieges rollen, sicherlich nicht abhalten lassen, den Nevolutionsbrand anzufachen, den er seit zwei Jahrzehnten unablässig schürt. Es war die hilflose, die jugendliche Revolution, welche Czernischewsky predigte ; seitdem ist sie geföhrlicher geworden, denn sie arbeitet nicht mehr mit socialistischen Utopien und mit Romanen, und sie wird ihre Stunde zu wählen wissen, wenn Rußland sich durch einen Krieg mit dem Westen, zu dem es von. Niemanden herausgefordert wird, in selbstverschuldete Bedrängniß stürzen sollte. Ein vergessener D e c imalpunkt. So bequem er ist, der Dccimalpunkt, so gefährlich kann er werden, wenn man ihn an Stelle der Bezeichnung Kreuzer, Pfennig, Centimes n. s.w.anwenden will und ihn um eine Stelle verschiebt oder ihn gar vergißt. Das letztere passirte vor wenigen Tagen seinem Leidwesen dem Beamten eines Bankhau-, ses. in Wieiu In dem betreffenden Geldinstitut erschienen Zwei junge Damen, hübsch und elegant' mit dem Begehren, daß man ihnen für acht Gulden, die sie erlegten, Mark und Pfennige geben möge. Geschäftsmäßig wirst einer der gerade anwesenden Beamten die wenigen Zahlen auf's Papier, nimmt die acht Gulden in Empfang und händigt einer der Damen den Schein aus, gegen dessen Erlag an der betreffenden Kasse die Mark und Pfennige zu zahlen waren. Acht Gulden ergaben nach dem Tagescourse 13Mark 50 Pfennige. Der Beamtc'vergaß e3 jedoch, durch den Dezimalpunkt die Mark von den Pfennigen zu trennen. Die jungen, schönen und eleganten Damen trugen die Anweisung, die auf M. 13.50 , lauten sollte, wegen des fehlenden Decimalpunktes aber auf M. 1350 lautete zu? Kasse, wo ihnen anstandslos ein Tausendmarkschein, drei Hunderter und ein Fünfuger ausgefolgt wurden. Der Kassier erinnert sich nicht, daß er an den Schönen " eine besondere Aufregung bemerkt ' hätte. Jedenfalls haben sie den glücklichen Tausch nicht bedauert, denn bis jetzt sind sie mit den 1350 Mark, die sie für acht Gulden erhalten, auf Nimmerwiedersehen ; verschwunden. . ; ' - U,! f ..ii,,:, ; i g i: ; 1 ' ,!: VJ . i; ',"1 - iii , ,,: .. ' j, " M1'. $ 1 .;! I' : .. ; v ;'! v ;,i . N ,,S oa rm z st Nr e m a nd, daß er nicht ein Rittergut im Mhnde besäße.

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, Zyre wt nnyelmucy aufgewühlt mutz das vtult morgen irai ein .vgeoroncler in hin aber Nußland jener Tage gewesen, wie furcht- lehr aufgeregtem Sustand an den Mims. hnr rnti& her Tintrf he& ,,tf,,ik.4 stfftisA htmn tllth fffifttr hem tltsffÄ N?k-

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. rtViW 4k.l' I v p vv v Vfcif II tll V kl U 1 1 Ullil I j '--"( y V"" ITf"!! -mw-r- " . . I n " i r m , t . . ' . I f. 3 r. t ... rn- rv. .

etUyalten iiceannenis verpurr woroen fern, wie w uynrnven tci Mittlern

desNomans verwandelte sick in die tana-

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1 VllilVil I

Sensationsnachrichten für Extra-

oiaricr. Gestern früh um 8 Uhr verbrannte in er Mittelstratze ein armer Schneider. nt , , . . aui von sechs unerwachzenen Kindern. M.s. C. J.il il ..AT. . f.I lnsolge unvorsichtiger Handhabung seines Plätteisens einen Rockkragen. und schlief weiter. . v? h tf-VN - J ISi. ;. , . ? J'rf.-W i.-i'-mtö&m,. "it tsmmrww ,,rMMAÄ5 SäMßMi -DAS GROSSER Schmcrzcnlicilmittc!. Gegen Neuralgie. C?in Jahr. Henstsn, TersS, Juni, lL85. Ein JaZr lauz litt ich a nrurelgischen CcherM nd MVxte eisen Steck acdrsuchcn. Sk. JckbA Oel heilte ich. Tds5. Vlzrtitt. Drei Monate. Dayton, O., LZ. Juni, 1553. Litt tret MeJale cn GksichiLucurs!Ztt; riet Flsse Et. Jakcbs Ocl hcüte unch. B. F. Sntncr. I 20 Minuten. Jrkngten. 23. Möi. 155?. Uligesähr drei Jühre ZurüS litt FrLA Egbert Teneyck en Kors-udGcstchtöneuraie; sie Üit drei Tage; nachdem sie Et.Zcktö Ort rnsucht hatte verschwanden die Scbnicr?e in 20 Minuten. Iaö. T. Gesdner, Uprthelcr. r crn.li8 a. vogele:r co.. eammore. m nM :, WARtC .;:?- "V"' . '',:"r-:: i-W"r- 'xmr7tw LUST' TH gezen alle Krankbeitcn der o Brust, der Lungen ? und der chlc. Nur in Oriqina!-?sckcten. VrekS 25 Cents. Fünf Packete für 1 Dollar. Zn alle AxetZekcn zu hsdm, rdcr wird ach Euirsang des BctrszrS frei rcrsaudt. ?zu sdrcssire : re cmül.l-svc:Le!.cs es.. L2vr,. tu. Eine vorzügliche Gelegenheit I zur Uebersaw zwischen DeMschland urd I , ' ' . . j , . . . Vlinciua bietst m vcwayne und ecitcwe au timon Linie deS Norddentschett Sloyd. ie rühmlich st bekannten, sowie die neuen und erprobten. 6000 TonS großen Postdampfe? dieser Linie fahren regelMößig wöchcmlich zwischen Baltimore nnd Bveten d Itttt und nchrn: Passagiere zu sehr billigen Pre''Zen. Gute Verpftegung! .Größtmöglichste Sicherheit! Dolrattscher begleiten die CmWanderer auf der ölcise nach dem Westen. Bis Ende 1883 wurden mit Lloyd-Tau:pfern 1,385,513 Passagiere glücklich über den :ccz bcsirdert, gssiiß ein gutes Zeugniß für die Beliebtheit dieser Linie. WeUcre nZkinZtcrlZeik: N. Schumacher k Co., istztrü-ZzfTitin, No. S Ekd Ssy Ctr.. Waltwior. Rd. oder deren Vertreter im Inland,. Zu Indianapolis: renzel VroS., A. Meyger, A. Velirendt. F. WILL. PAHTZER, Avothe Frische Arzneien. Mäßige Preise. Recepten besondere Sorgfalt. 54 West Washlnaton- Sirafze. Unter dem LateZauZ. c$t der Transfcr.Car. Am Cubel'sSaloon nebstKegellichtt. PtchtvoNer arten fiir Fami lienaufentyalt. Gute Getränke, aufmerksame Cedlenung. ZNo. 33 Süd Meridian - Ttrasje. 5 Jeden Samstag Abend eu?geeichneter Lunch. IlMMiMWÄ cM?Av, No. 10 Süd Meridian.Ttrake. lHmkr U:: Meran'.S Kai. Cant) Llbsolut dicbö-u. feuerfest. ' Jaines F. Failey, ' G. G. Cornelius. . PrüZUxnt. ' ' WtcrvrSlident ' O. Frenzel, Eeeretär. ' A I fieZ:5Nkr ,sm Muld?aizn von Wrr:dvirrrn Ä rr?n tat 5 und urwän llirl.a, verm:dl. i " Dr. OmWEKFF, Ofsiee , Stttnvcn: N0. 197 mNAUBA TRASSE. :::: mmxmtä&m von 12 bis 2 ' : ;i - Nachmittazs. . ;;I;;N;; 5on 0 10 Bonn., 3 4 NachiJ., rnd tm K : i 7 v rwends.

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