Indiana Tribüne, Volume 13, Number 11, Indianapolis, Marion County, 29 September 1889 — Page 2

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Etwas vom Schah.

Auch der weibliche Hosstaat des Schah begleitete denselben auf seinen Reifen in Kurova. Die Zimmer, welche der Schah und sein Gefolge in der ungarischen . t r ? tftitSt fn.i trugen fammtliäi . i 7.l?n rm; slnA Äerdm nach nienialiicher Sitte ftr die vier Damen" welche den Riiseauszug uS ' . t' . c. . icliKlli, ,i" r- 7 i - dem Hausttanve scs onlgs oer Zionige ?7 .. . sr. I bilden, emgenchttten emacyern in persie ist eine Urenkelin des Futteh Ali IT, ' . V x... '.:r:- I ay, emes ionuiffen, vrizcn u111 so zahlreich war. daß bei seinem Tode -T I 110 Lcachkommen von lym voryanoen waren. Die zweite Frau ist die Tochter eines Sohnes,, von Futteh Ali Schah, Die dritte Gemahlin und gegenwärtige r, !M.!.crf.-....ffia.-i.i r.... VjCDOTlun ii cic nuau-tcuiyici. tußti dcn gesetzmäßigen Frauen hat der Schah rfifo Anzakl an .aremsdamen. die vor jeder Berührung mit der Außenwelt Ängstlich behütet werde. ' rv , I In früheren zayren war es mPeruen sogar noch gesetzliche Vorschrift, daß keine männliche Person von mehr als zehn Jahren einer königlichen Gemahlin oder ryJ v . . Prinzenm bei deren Ausgange begegnen dürfe. Selbst ritöt meiden Europäer derartige Konsiitt- und biegen klüglich in . eine Seitengasse ein, ftdald sie das? .!tseke?i! (Zurück!) 'der die Palastdamen öegleitmden Eunuchen hören. .a, . it 1. 1 fr -. . lütt sruyere cmerttanl'e 'ezanolc en jamin zog sich einst große Unannehmlich leiten zu. weil er es nicht auch so machte, " O ' . Nach amerikanisch einfacher Art liebte er es, von nur einem Di:ner begleitet, durch die Straßen zu rciten. Als er 'eines Tages dem Zuge begegnete, unterlaß er es, demselben aus dcm Wege zu eben. Die Folge war, duß sein Diener durchaexrüoelvWd ec gewaltsam in en:e Sei? tenaas gezerrt wurde. Am folgenden Tage reichte er in aller Form Recht :u$ . . e n.f.9 rn . . eine Beschwerde gegen dieses Verfakren ein, mußte sich aber mit der Entscheid ung abfpefen lassen, daß selbstv-rstan blich die königlichcu Diener sich meinen Gesandten mit nur einem Pferde nicht HJtkcn Vorstellen 'können." General GasteigerKhan, ein Oesterreicher, der Zcnge Jahre im Dienste des Schah gest crrbeu, ä f 1 . r ' . . - r 1 t- ' tf.. e K machte es seiner Ze:t klüger. Er begegueke'mmai zu un der verporoei v? Ko . nigin-Mütter und den königlich at Dcr? ' nie it. Kurz entschlossen machte kreswic die Eingeborenen und kehrte ser T Gesicht gegen die Mauer, grüßte aber r xxi sein.Rötiseite jeden einzelnen der rrbeisahrenden Wagen. Die Damen konnten sich nicht hatten vor Lachen und. erzählen, diecSache dem Schah ; dieser 'whte nicht bis Gasteiger Khan ihm die n eue Artber Begrüßung vorgemacht hatte, Vkialrfder, Schsh'den General mit Lobs pruchen eve-! gen seiner Discretion Äberh'iAste 3ie Schwindlerdctndc Nigar ttoldcltlb". vor. der wiederholt in den Blättern Qy;J.T " ' if warnt worden, schnt nun- endlich, nach brieflichen Meldungen aus. Kurland, von tz Nemesis ereilt worden u fun, und zwar vurcy vle zernQ)r oes mcmeler K'arfmanns GroMann. Dieser hatte von einer ihm unbckanltten Persönlichkeit aus Riga einen Brief mit der Anfrare schalten, b er nicht billig Gold kaufen r volle? Als Ort des 3icndc;vou rear das Curhausu Polangen in Kurland an gegeben und zur Antwort nach Nigc 0 ke Adressr: Riga, Merkur, PHSks re chtant. Der Kaufmann übergab diese s Schreiben dem mcmeler russischen'Vic econsul, da er sehr richtig einen beablichti gten Betrug witterte. Der Viceconft ll richtst? mm zunächst w btr, rigaer B ?iefschreibzr ein Telegram! mit derMutepschrisl Großmann-, des InHalts, dai Z er einwillige, nach Polangen zu -komme, n, sandte aber auch gleichzeitig den.an der Keusmann gerichteten Brief n.den Po lizeimezfter Kelczewski in Polangen, de r wiederum einen Polizeiagenten Name us Schneider, zu dem verabredetemÄtend ezvous abordnete. Im CurHause, zu ..P olaugen wurde Schneide? richtig . zur 'besti mmten Zeit von einem Manne angeredet, der ihn fragt: ob er Herr Großmann aus Wemel sei? Auf die bejahende Ant wort. urde der Unbekannte sehr, zutraulich und bot dem vermeintlir 1 rv r t . cheu Großmaun Gold zum Preise von . 22. Rubel proPfund zum Kaufe an. "Daö Geld, so'Wrte der Unbekanntes m$, bezde sich ? rn Lederbeuteln ä 70 Pfund verpackt in einem Vorrathe von irca ZohWfund inÄbau, wo der Verckäuftr, ei Herr Engelbrecht, zeitweilig 1lchiM'Htel de Rsme aufhalte.. Weitere Partien kanten von Zeit zu Zeit gelteferr werde. Als nach diesen Mitthcijungen, zur Lerhastung des Unbekannten Hlschritten urde, puppte, sich der Unbekannte,, als der in öitga ansässige neun-, urdzwanzighrige Edelmann P. Mit ihm, wurde, sein ziemlich gleichzeitig aus Zliga eingetroffener Gefährte G. in Haft ger.ommr. .JnLibauwar die alsEngelbrecht" öcgeichnete Persönlichkeit nicht zu sinbsK., Mhl aber gaben, die Arrestanten alS mnlsic dorchin rrausportirt hatte,zu, baß nicht mit Zold,,sendern mitKupferspeu, Handelten, die sie für Gold verkauften. Veid- Gauner wurden unter stresger Bewachung nach Niga geliretrht ":'f: !'iiiS ' $4 "' pxavju .; j m Vt d t r G e r ich t s , 0 m m i f- ... - . s. t fst tt ifsP tWll AJ UUiHii wun . . . i . s. l nt ?estandnt avaetenk. litt oer oynung

Wer bir gatitttunfocr des Schah m MSdruckm bie mmer fest geschlossenen Teheran wissen Pester Blätter nach- L?e. Trotzdem sagte man nch aus den stehende Ausschlüsse zu geben: Die erste stm Wtck, daß sie Schwester,, seien. Gattin des Schah ist eine seiner Cousinen Ste glichen emander wie der Frühling trx r;7.T &&nhuZnUttnn ? und der Herbst an manchen Tagen, wie

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Ermordeten ird der Thatiestand der U.' Ermordung usgeuommM Kommissar (m Möttcrj: Zeigen Sie miö, aus 1 '. welche Weist.i,s'!M,erbrechen vollführt , J "s . 11 rf , iiiii . .ii". ,ii:" 'iii ii"" ,. i ", A V ! ' " wu'k. Der iMrber- Mit größtem Vergnügen, Herr Kommissar. Legen Sie'.s.ch in jenes Bctt dort und schließen WssiSiibZs Augen, ols ob Sie , schliefen. X Man ,siecke sodann zehntausÄd Mark .in die Schreibtischlade, gebe mir ei

Icharfgefchlksfenes Küchennuiseri IZtMrSZi' .nr? " Wo Einer veks- sieht. sieht der Atckere schwarz. Also ist die Menschheit farbenblind. ) erliS te sind wie Kind xr, die gleich tveinen und schreien, -venn mqn tyr't Ppe berührt.

Der Trug des Lebens. SNzze von Smtt Vschkau.

1 Man sab sie taallch Zusammen auf 'ttn Spazierwegen der Stadt. Die Ei-' eher klein als groß, mit einem blähenden. ? .rai iniTn v, " """" lachenden Kinderaesicht, keck die Welt - .' , t , mm,, .s ..,... . fcf Se rnn t.ni GZrhfnre tPifltt. TSt tt " :"-V " '- irrn ittM vrrtUf II r Snnf! r l ;r, ""--.""V. V lTr7f VMn" FJ1 Pon, oas eme on an ttkmalt ds andere an Maorlel War. . v . . , r ' " " Bisweilen blieben die Manner stehen t: f.t 7' ic:s uns zayen n. Vi? ivu'izvk von einer eigenthümlichen Schönheit, aber von jener seinen, zarten Schönheit, an der die Meisten achtlos vorübergehen. fnttfflXt' ms ".A Vi CVJttirtr Vtnm lit wi v 'U " " 0 jung, noch ;u sehr Kind, um Aussehen zu erreaen. und die Aeltcre schon zu alt oder doch zu ernst, zu düster, zu streng. azalren cyien ans iyr zu L - L rV U V Ul k . . t l M VkfitM. oem vl?zugcttv vus wcuu wuVm gewelkt war. Und wenn die Jüngere sro;lrcy wie em mo, an oen mnu Gcöerden eines Kmdes von m r r n v 4 A u Vi 19, ium uiwu ? v. Aeltcre meist theilnahmslos über aL' du Herrlichkeiten hinweg. k So sah man Jahre lang, tgj,5, I zur leioen sinn, .yrcn vspazru, . " r V i . f. . 11 ! . tf -! f Ä machen, zeranre yanen z wjqi rn vlel, denn sie wurden selten gegrüßt vmd noch ielkeuer cnae promen. Mnes ges aber wurde das rlStzlich mrr. 111 ? ? O- wT-ÄÄi-Von diesem Tge an flogen die Hüte, bad j rechts, bald taks von den Aop seit und, die meistens? Vorübergehsdell wandten i sich nach ih'.n um. Richtglas die Manner, auch die Frauen. Xh& in üVati Uej sichtern wix dabei ein gemsses eundli?' ches Lächeln, mehr Theilnahme als Neugierde, mehr Interesse a!-s Wohlgefallen. Die Schönheit der jüngeren Schwester wsr indischen wshl 'reifer, anziehender gowordm, aber das xof: gewiß nicht 'der Erultd der Aufmcrtsarakeit, welche Man Beiden jetzt widsuete. Man blickte 'nach ihnen, wie man sichrach einer Berühmt Heit umsieht. Und bas zierliche junge Mädchen mit den Elauen Kindrraugen And dem Hellem Geldhaar war ja jetzt f. ii . f. l1. ! i fi. . ! auch eine Ber5.hmtbAt wenigstens eine stadtische. Sie war noch keine KunstUih so sagten Freund und Feind aber eine so süße, reine, Ohr und Herz erfreuende Sorsustimme hatte man seit eiser Ewigkeit icht im Theat?r vernomm:n. Schon anr Abend ihres ersten Auftre tens nack denu Zweiten Akte hatte der IDirector den Kontrakt :tterzeichnet. Sie sang basWretchen, und das Publizum wußte sich.ror Jubel kaum zu sajjen. Gegen ds Ende zu wurde man freilich sstwas nüchterner. Man fsnd sie kalt 'sehr kalt aber man muht: ja auch mit der Befnaenheit rechneu und mit der Jugend und die Stiu:m7 war eben so Kl sckön. Este ijsaii sie seit cxner &mia seit f I i tttifit int rnnmiwef fmtt vTi 9mym .... VW iiVltkV. V V V Directo? bereute das Engagement nicht. das Opernpublikum fuhr fort, sie mit Beifall zu überschütten, .:nd wenn die beiden Schwestern jetzt ihren Spaziergang machten, sah ihnen alle .Welt nach und alle Welt flüsterte sich zu: Das ist sie!" Etw n Jahr nach der! eilten Aus treten ihrer Schwester saß Joh anna eines Tages am Fenster ihrer Wshnnng u. sah träumerisch hinab in dcn stillen Sommerfrieden ihrrs Gärtchens. Tws Glück war nun .gekommen, die Sorg,: war verscheucht. Äber der Schattn aus ihren Zügen rrar dcch nlcht geschwu nden uns auch die BlÜthcnpracht und der Sonnenm ' alanz da unten vermochten niü it sie hei terer zu stimmen. Ja, es war etwas in den Augen dund um ihre Lip?cn, das trotz Allem und Allem zu sagen chie n: Was blüht Ihr benn ? , Was lacht I hr denn Das Leben st doch so ernst, so e rn st. . . . Plötzlich .aber erbleichte, Pe u nd dann schoß ein dunkles Noth über ih ee Wangen und ihre Stirn. Ihre Ha nd faßte nach der Brust, als müßte des Hrz zerspringen; in ihren Augen .'leuchtete es auf und ein unbeschreiblich sroes Lacheln flog plötzlich wie ein,Wlndc r über ihre Lippen. - Sie sprang auf ach der Thü re und dann wieder einen Schritt z urück. Di? Hände an die Släfe pref'end .fchütielte sie de Kepf ihre Wangen n mren -wieder blaß g-worden .und . bic Augen müde schmerzlich müde .dann aber lächelte sie von Neuem sie hatte Noch nicht geträumt. Nun hörte sie die Wtimme abermals deutlicher so deutlich, daß eine Tauschung nicht me hr möglich war und dann kamen Schri tte näher die Thäte össnete sich uud di !s Dienstmädchen tret ei. Herr Dn Wagner laßt fragen, ob e.r das Fräulein sprechen . kann . Ja, ja," schrie sie, auf, .sühren Sieihn her." Und dann strich sie das Haar zurück wie ihre Hände zitterten es wäre doch besser gewesen, zsich erst zu sam meln. Aber nun össnete sich die Thüre schr wieder, und er trat ein. Sie reichten sich die Hände und dane war es. als ob Beide kein Wort finden kannte, ' -m & EsKcht Ihnen gut, nicht wahr?" fragte es: envlich. Jch habe in den Zeitungen .von Fretnzis Erfolg lesen Es het mich gefreut, wie ach, bas brauch' ich Ihnen ja ßsr nicht' erst zu saen. Sst Fräulein Franziska zu Hause? ( Ich kann mir das Kind zar nicht votstelleu - gestern las ich NeH vökt ihrer OphLia ist sie irklich fr Sie ist sehr gut. Aber neLen Sie P!atz,HerrDoctsr." " ' Herr Doctor! So kalt unter alte Freund' Da dars ich Sie am Ende nicht meIöhanna 'nennend Sie sind eine großeAanie geworden flt kleine Franzi ist eiue berühmte Primadonne und ich .Sie sind Doctor geworben " Ja Doriof ich habe die Tollheit abgestreift fleißiger studirt, als ich mir's selbst zugetraut hatte. Aber wozu

binat eö unsereins mit allem Fleiß?

r t err tl Nun bin tch Beamter mit tausend Mark ' txt.imi ..w (s;:Viim uiiv vii Jch gebe noch immer Unterricht w verdiene so viel wie damals keine t send Mark " ' Ach, was sprechen Sie ! Sie s At Schwester der berühmten Sänge' das Geld scheffelweise verdient gdtt doch verdienen wird. Geben Q-H henu wirklich noch Unterricht? 3a Sie sah , wieder mit den Men tratscheu Ernste m.as i Machen hi,b. wie vor wenlgen Mir Mm. Und baU 50g die Vergangenhel' ylt fähige Nebelbilder vor ihrem VOr0ci, Der Tod ihres Vaters 'lt Sorge sö? das Kind für ihre Schwester d-Äseö Leben voll Arbett Entbehrungen voll sorge, und wieder Sorge. Dann der ar , Student, drr'ihr Herz gewann M Augenblick namenlose Glückes - M'als er, tott, fck er war, sie auf d' St?lle heirathm wollte, da sagte sie- 1 .giHx" .... Rein ick kau das Kr lassen" ich muß für meine chsfter sorgen ' sie hat ei! Auku fft s-i.ji darf sie ibr nickt rsubr. Oj ick bcb' Dick lieb dak ick ASes ger möte für Dick aber tKat' ick c , , f of ,f . ich würde znsÄMurenbreche i k, ?onUte nicht mehr Uben.- -wie M'mirfi,-f ,1. ;r,., 2;, ÖRb-dtfira ging er fort, um selber twss wetden. ".lVU VMl iv ilVV VlllUklllt viAVI Aber letzt war ntwa? aeuMDrn 'Rno war wiedergekommen. Er hatte dsch nlcht vergeben, Äsch nicht rbsvwundnl, wle'f.e langst geglaubt. Er icoi wtedcrgekNnmen. . .. Was machte 'chrebas Herz nun auf einmal so schm? Hattk de? Ernst des LtöenS. zu mngt au ihr getastet. . . . osi$ sie mcht smur'sroy'ivcrd:n konnte., .-chaß siern jedem Freuden vecher nur btttrren WcrnAtthand? Er hatte aus ihr Ja" .nichts' eniegnet und betrachtet'sie l ange, "Erst nach, einer Weile sagte ?, t mster nd nuhjo:r als vorher. .Dieses Ja" verrih nrdvß Sie die Alte geUieben. sind, Johanna. Noch immer dlese öde Arbeit, obwohl Sie'S nun nicht nöthig hätten.'" Jst die Arb eit irtlich Äde? Kommt sie Ihnen eioch immer öd: vor?" Ich sinde d sie ernste?, .Johanna als ich errarw it Jch bin n un bald dreMz . Jahre alt .Und tch b'tZ x es langst 'Uttdreue' mich rk Sifä'flr & fynf-ttto il." ;I VVf Vk'-.VVVI suiitii Er Hütte ih re Hand ergrisftn, aber-su entzog si: ihn 1 rajch und 'stand auf. Wenu ich mich nicht Mansche," sagte sie,' so ' höre ich eben Franzi kommen. Sie wcrr auf der Probe.., Ja, sie iß es Hi ren Sie, wie 'sie 'trällert? Daö freut .ch c mch des Lebens-, . . Komm nur herein. Franzisis .der Besuch gilt auch Dir." Sie hatt k die Thu? geöffnet und de? Doeter btr 5te verwundertuach der frem den Erscheinung. Wcs iv: ein prächtigeslWeib aus dem Kind? gew orden wr'! Aber zr anziska zeigte noeder Verwutt tf-rn . ocrukm in a, Desauaentzett. vJia einem Lächeln auf den Lippen 'irat sie nähek undkTelch'.-e ihm die .Hand. ,Sic sind der ktftige Studeut, nicht rvahr? .... Den meine Hanna immer -so trauriq raachte. . .. Er fü'jrte ihre Hand -n seine Lippen nd sah ihr so fcltsamiudie Augen, deß 1le.:ul uu stachle. A!eiA Gott. iaäteüe. sind Bit dcnr. traurig gebliebene? Sie sehen mich 1 r. . . - zacraoe 10 an, nue es ,)anna immer 4hi Oder hat sie ckchan wieder ge- . mt i Il M Zauir mir yneu F .Nein," erwiderte er. kachelnd, .nicht vr minoeuen. ,.Nun dann ur.d wenn Sie verspre chen. recht lustig zu sein s? lustig m: das:als dann lade ich Sie ein, heute 1 f 1 . t. . r 'eine Landpartie mit uns zu machen. Ich n . t...i ij. 1. t . !st 41 ycuic iucgi no es ii Oira ein jchoner Xag zu Dreien wird es auch lustiger fein, als zu Zweiem. Ist es Dir recht, Johanna?-.... Am Nachmittag fuhr 'man wirklich hinaus in die schone iUmgebung der Stadt. Zu Dreien, txit Frauziöka es gewünscht hatte. In einem ländlichen Wirthshause wurde Kaffee, getrunken und dann ging es bergauf in k.den Wald. Franziska war sehr Lustig, Johanna iast. noch ernster als tzewohuk'ch. Der Docror aber war in einer, seltsamen Stimmung. Bald toll, .ausgelassen, gcrelz:. ranzisra nectte ihn deshalb bisweilen. Johanna schien .nichts von alldem zu bemerken. Cs ar,eine eigen- , f w m T f . r - . lizumiie anoxarlie mo m grüne Vemmerung des Waldes enttaltcte sür die dresergeblich ihreu ieblichen Zauber. Aüen'osi, als man schon .aus dem Heim wege Wax, noch in einem. Kasseegarte, i.',der Nähe der Sted -kurze Na st gehalten. Es war eine sommerliche Nestaumtzsu ein BretterHauz. inmitten elueS . großen Parks Uz . cn den Concerltöge.tt sehr besucht i Hchte lag derroße Garten still und einsam, uns als Zie .drei Gäste kamen, Mußte sich derKellnenerst den Schlaf aus den Au- ,, gen rei. 1 " - Der Doctor bestellte un .FlaM Nheinweiu .und , .die Unterhaltung , flaß eine Welle Harmlos gemüthlich dahin. Franziska gab alleclei Bühnenkomik,, zum Besten, der Doctor erzählte Studenleustreiche, Johanna horte zu. Plötzlich stieg es wie Feuerschc, . hinter dem grüz:en Laub tm$ct es war der Mond. Aravo, Maschinenmeister !" rief Frauziska und klatschte sin ivtöHSndW .Aber dss ist eigentlich Är 'Möhe wertt, daß msn sich's vom AuSsichtsthurme ansieht. Geb st Du mit, Johanna ttssMmn ii ' Sie sprang auf ud eine Augenblick später war sieiils dem Thücuichen, verm- gt i r schwuuden. . . ri n Gehen Sie nicht,' Johanna?" sragte der Doctor. 1 , f,,, jigii w :1;;i;,,, ... m t fr-itm""1"" ": ' ' Ki& I Neini Wenn man alt wtrd, scheut man die Treppen.. Aber Sie lassen fm-v-, , r r r , " S ,1 '"" ..,..... sich Nicht abhalten...." Der Doctar schwieg und starrte hiuf auf den Thurm. Dann wandte er sich plötzlich wieoer zu Johanna und sah sie forschend an. . :' ' , 'xj:1 , : ie schien k? nicht zu bemerken, ihre

le an I einer wildeste Studentenzeit, und öann wieder einsilbig vndrießlich

WrtMtt nt mnZ fritt

o , vn ' nun schon wie eine rothe Scheibe übe 1 r . 7 den Zweigen hing. .Johanna," sagte er nach einer Wcile, ,ein ernstes Wort." .Ein ernstes Wort was meinen Sie damit?" Ich habe Sie einmal geben, mein eib zn werden. Sie wiesen mich ab Ihre Antwort war Nem und immer wieder .Nein". Die Grüade sür dieses Nem sie bestehen herte nicht mehr. Wenn ich wieder käme und sragte wieder: Johanna wollen Sie'mein sein? Ich bin da, Johanna, und lose mein altes Wort em. Wollen M: mein Weib werden?" Sie wnndte 'ihr Gesicht nicht von dem Monde nd kalt, .4c.st schrosj Üan$ es zuruS-: Me!5." Dc?.lu hatte damals doch Recht,' braustc er aus, Sie haben mich nicht ge? Siebt. Die Licbektann nicht so hart sein. :wie 'ie es waren. Nein verzeihen Sie mir ich will Ihnen nicht :wehe 'thim. Ich uN Ihnen keine Vorwarft ömechen sagn'Sie mir nuc ob-dieses Reln- Ihr :tztes Wort ist ES ist "mein letztes Wort. Aber on Sie Franziska ruft Sie. 'Gehen doch! Und nur. stand er auf ud.Hing nach dem Tuune - Urt r r . f-. . Htrei aizre ino versaimeu. nran, zivka. ie jetzt Frau Docter Wagner heißt, eist bereits der Stern eines Hostheakoss geworden. Johanna lebt noch immerhin ihrer Heimath stadt.' und gibt Umereicht wie sonst. Sie macht auch noch wie sonst täglich -zur gewohnten SZde ihren Spazrgang, aber Nie mach sieht sich nach ihr um , . , . Bon Franziska hoot 'sie nui5durch die Aenungen. 100, Rlch!3 als Lob. Äis weilen findet man dasSpiel' etwas kalt, aber welche Stimme., welche Erscheinung, welche kecke Sicherheit' und Gewandtheit fei so viel juaendlichem Reiz! Sie hat Zcht ein Gehalt rou ,'1ö,00 Mark und bereits Anträge auf das Doppelte. Was ?Zr eine Zukunft Wiegut war es, daß Johanna damals Iein". gesagt, als der arme Student sie .hetrathen wollte. Einmal sind sich .die beiden Schwestern seit der Hochzeit .auch begegnet, yran ziska sang zum Besten des' Pensionssonds ,n ihrer Heimathstadt' die U.'cargaretye. Der Dokror war in ihrer Begleitung, aver er sah gar nicht mehr so lustig aus. als sonst. Acrm Mdlchted hlelt er hanna's Hand Minuten lang in der sei nen und dabei stiegen- ihm die Thränen ,n die Augen. .Arbeiten Sie ! " stujterte sie ihm zu, dieLlrbeit ist nicht öde, sie ist em egen." Dann verging ''der Sommer und die Halste des Winters, ohne daß sie von den Beiden twas horte. Manchmal, wenn sie iu der .langen Winterdämmerung am Fenster ihres Stubchen saß, schweiften ihre Gedanken fort aus ihrer Einsamkeit zu den izwei Menschen, die sie liebte jia, die sie liebte, mit all der leidenschaftlichen Zärtlichkeit, die unter dieser starren Rinde glühte.... Wie können sie lebeii.? sragte sie sich wie können ie kmu ie hart und kalt und er weich und warm und schwach. Hatte sie damals, das zweite Mal, doch .ja sagen solle? Aber wozu hätte es geführt? Das Leben ist nicht blos ernst,es ist furchtbar für -Den, der es nicht zu be-.mSttta-t Miirnrtrt Vtlll)tlt W.. . . Es war au einem Abend im Januar, als sie wieder so an ihrem Stübchen saß. Es war bereits Nacht, ober ste hatte ein Licht angezündet. Plötzlich klopfte es an der Thüre und dann trat die alte Frau ein, mit der Johanna die Wohnung theilte. .Ein Brief, .Fräulein," sagte sie. Aber Sie hsbcna doch gar kein Licht. Soll ich Jhncu " .Danke, FrauLZoll, danke. Da haben wir schon Lichtt" Sie nahm den Brief und erblaßte. Er kam aus der Stadt, in der Frauziska lebte, und die Handschrift konnte nur die des Doctors sei. Die Frau entfernte sich und nun össnete sie das Blatt. .Das Leben ist icht blos ernst, Jobannä," schrieb der.Doctor. .es ist furchtbar. Furchtbar für Diejenigen, die erst sehen lernen wenn es Zu spat ist. An Ihrer Seite, Johanna wäre-ich ein glücklicher und ein Nützlicher Mensch geworden. An der Seite Frannskas wurde ich ein arbeitsscheuer Tagedieb, der Sklave der niedrigsten Leidenschaft. Ich Lasse dleses alte, ihönchke Meib und muß es doch lieben mein Leben ist nicktö als Eifersucht, Sklavendienst, Rausch, Qual und Schmach. Ich mache diesem' Leben rcv . r,.t..-.v trz.:- mi. t.r . . " vfc viyu vvc vyou, oanna;, und denken Sie nur mitleidig an den armen Narren, an dem das Gluck so trüneti frf nnrrif)?rftfn(tni ti : ; v ': ü'i-y T-".a.u..av-. ms sie den Brief zu 'Ende gelesen, sank ihr der Kopf auf, die Brust herab, und so saß sie mit aefsUeten Sänken bis tief in die Nacht hinein Die alte Frau . t . f ' ' .& . mm cumiai, uin na itf: zu styen, als sie aber , Hr halblautes .schmerzliches Spreche .hörte, zog sie sich wieder zurück. DieAermste! Aber ob es dann besser gekommen äre, wenn sie damals .ja" gesagt hatte? ' Die alte Zvrau schüttelte den Kopf und- winkte leise mit ider Hand, ls meinte f!e., es wäre eine recht, überMssige Sache .sich mit derWergangenheit ju quaicic. ;'; ": 1 -:' - ; rh,if li .Seitdem sind oieder fünf, Jahre da higegangen Mt beiden Schwestern hab.'n sich sticht mehr gesehen. $ Franziska ist Kammersängerin geworden mch .hat eine Grafen geheirehet. Johanna .lebt ihr aites Leben iu der Heimathstadt weiter? W"l letzten Winter hat Frauziska wieder su einem mohlthZtiaen Zwecke an der Stätte ihrer erste Triumphe aefungeu, aber an demselben Tage, der sie der Heimath tUsührte, reiste. Johanna ab. Sie liebt jetzt nur mehr eien Menschen und der ist todt. I .; , , ! 1 ;i" ' ' a .MPAZSt l$m - j' Das leere Herz. A Das Wählen, Freund, ward Dir so schwer? Du zählst Dich gr schon zu den Allen ? Und gerade, wenn das Herz recht, leer,, -Storni kann die Liebe Einzug halten.

Hygienische Unterhaltungen Eine vernunftgemäß eingerichtete Ge sundheitspflege muß der Mensch stets

im Verhältniß zu der ihn umgeoenven Natur ins Auge fassen. Je nach den wechselnden allgemeinen Äorausjetzungen veranyem stch aucy vie oezonoeren hygienischen Maßnahmen und Gebote. Eines schickt sich eben auch hier nicht sür rv v c 1 r v C,1ff- rT ! . .fu... Aue unv mcyi sur '.'iues. ie cinzcinc Erdzonen verlange ihre eigenthumlichen esundheitspflegenschen Berücksichtigunr t. ' "la ! . -'. ,... gen, eoenio 'g oeoursen vie eluzrzttr abres.ieiten ner aani besonderen hygienlschen Würdigung. Gegenwärtig besinden wir Sns in den Tagen der ErsülZng. WaS die Frühlingsblüthen verHeißen haben, was die glühende Sonne . im r 1 : C OfiY zur nei aeoraMi oas Ztturs iiegi v r,' re r ' . rv! t vor uns zum ienu e vereir. jutx , t nt , . . . m. .... f. 1-1. ; n jf. 1 oen die vioxux uns angcncgici, ij lc9l nur reich mit Alledem ausgestattet, dessen wir xum Leben bedürfen, sondern auch mit Allem, was unsere Behaglichkeit und unsere Freude am Leben zu erhöhen verm. Die Flur, der Garten, 'sie haben alle ihre Schätze hergegeben, und auch de? Wald ist mit den mancherlei guten Dingen nicht ausgeblieben, die der Mensch, der .AllesrVerschlinger", nun einmal nicht entbehren will. Ein Gang burch eine der Markthallen der einen tder offenen Märkte belehrt uns ber den sast unerschopstlchen Reichthum n Naturerzeugnissen aller Art, denen wir uns gütlich thun können. Allein jede üppig besetzte Tafel birgt die Gefahr in sich, daß stch derMensch ein wenig über nimmt. Den Wirth, der so reichlich sür alle Anforderungen -gesorgt, daß selbst die Verwöhntesten unter seinen Gasten nicht klagen dürfen, trifft keinerlei Vorwurf, wenn diese sich ihre Magen überladen. Er bietet vielmehr in freundlicher, astfreier Gesinnuna das Beste dar; ird's durch verkehrten Gebrauch. in sein Segenthril verwandelt, so daß es Schaden anstiftet, dann trifft den gütigen Spender aller der guten Gaben keinerlei Schuld. Genau so ist's auch mit der Natur und ihren Gaben der Fall. Der Mensch -soll sich derselben mit Maß und mit Vorsicht bedienen denn nur dann wird er sich ihrer wirklich erfreuen. DaS ist eine uralte Weisheit, und dennoch ist es nothwendig, dieselbe immer wieder auszusprechen, sobald Zeit und Gelegenheit es schicklich erscheinen läßt. Man braucht darum noch lange kein griesgrämiger Patron zu sein, wenn man ab und zu eine warnende Stimme erhebt und mitten im Genusse einzuhalton rath. Wir lebenjetzt sv recht mitten in den Obstfreuden. Die farbenprächtigen, fchöngeformten, sastig und süß schmeckenj)en Früchte locken uns mit verführerischer Gewalt zuni Genusse. Sie sind eben, sie es schonen der Sprache heißt, zum Anbeißen" 'schön. Aber da gilt es gerade, nicht gar zu willig sich diesen verilockenden Gewalten hinzugeben. Die Obstarten 'sind Genußmittel in erster Linie; das ergiebt sich schon aus der Art lnd Weise ihrer Zusammensetzung, und tweil sie das sind, deshalb istihuen gegenmber eine gewisse vorsichtige Beschränkung in dem Gebrauche nur um so mehr 'geboten. Der Nahrwerth des Obstes ist hingegen ein sehr geringer, denn sein Gehalt, an eiweißartigen Stoffen also 'diejenigen, welche bei der Beurtheilung ches Nährwerthes eines Naturerzeugnisses zumeist den Ausschlag geben ist ein außerordentlich unerheblicher. Etwa ein chalb ProcentUst oon ihnen in den manmigsachsten Obstarten nochgewiesen. Da.gegen bergen die Millionen und Millionen von Zellen, aus denen sich eine Frucht aufbaut, eine recht anständige Menge Zucker, der in dem Wasser derselHen gar schön aufgelost und mit. noch manchen anderen Stoffen vermischt sich vorfindet. Während aber der Gehalt des Obstes, an eiweißartigen Stoffen und auch wohl an Wasser ein unter allen VerbLltnissen sich ziemlich gleichbleibenber ist Eiweiß, wie schon angegeben etwa i pEt., Wasserngefähr 6264 Mt. so ist der Zuckergehalt ein sehr schwankender. Die einzelnen Obstarten unterscheiden sich in dieser Beziehung sehr beträchtlich von einander; so ; enthalten die Weinbeeren bis zu 25 pEt. und mehr Zucker, während in der PreiHelbeere nur etwas mehr als lxt.. borkommt, und die Aepsel und Birnen ? pEt. dezm. 8 pCt. aufweisen. - Aber .auch innerhalb der nämlichen Obstsorten machen sich hinsichtlich des Zuckergehaltes recht ansehnliche Schwankungen geltend. ' Je nachdem nämlich die allgemeinen Boden- Und Temperaturverhältnisse sich ändern, je nachdem wechselt der Zuckergehalt der Früchte. Namentlich ist, die Sonne hierbei von entscheidende? Wirkung. Der Zückci im Obst ist so recht eigentlich ihrem Einflusse zu verdanken. Je weiter südwärts, um so süßer die Früchte. An einer Zukkerart läßt sich indessen die schaffende Natur nicht. genügen. Sie mischt deren gleich ein Vierteldutzend unter- und in einander.: da ist Traubenzucker, Fruchtzucker und Rohrzucker. Letzterer sindet sich namentäa) in vkrhNtWmäjzig großen Mengen in den Aepfeln, Birnen und in der unvergleichlich wohlschmeckenden und dustenden. AnanaS.',; Dieser, Rohrtucker scheint überhaupt eine, sehr innige Beziehung zu den Duststofsen deS Obstes zu haben; wenigstens kann man es als eine allgemein feststehende Thatsache aussprechen Haß der Rohrzucker meiige,enk sprechend der Säuregehalt der Früchte zunimmt; diese Duftstoffe sind abeiw ihrerseits wieder an das Vorhandensein gewisser, Säuren gebunden Außer den genannten Bestandtheilen, also demWas!V,,"",I ,kti. jfei-i '?''-!: ,.,": i'TSrT i'X'J: scr. ccni EiiveiU. dem suß schmeckenden Kohlenhydrat Zucker, finden sich im Obst noch Ändere Kohlenhydrate iu wechselnden Mengen von 2 Proz. in den Weinbeeren bis 6 Proz. in den Aepfeln vor. Ganz fluchtig sei hier die Bemerkung ungczchaller, oag man unter .Rohlenh?drat" den Hauptbestandtheil aller pflanzlichen Nahrungsmittel versteht; diese Kohlenhydrate sind organische Substanzen, welche aus Kohlenstoff, Wasserstoff und Sauerstoff zusammengesetzt sind, ud zwar die letzten beiden in dem Mischunzsoerhältniß, wie es im Wasser besteht.). Der den verschiedenen Obstaiten eigen'thümliche Wohlgeschmack und der Duft derselheii hgngt indessen nicht , von den

bereits genannten Bestandtheilen derselben ab denn Wasser, Traubenzucker, ruchtiucker. Rohrzucker, Eiweiß haben

jedes für sich den nämlichen Geschmack vielmehr wird derselbe durch die verschiedenartigen Säuren und wohlriechenden Stoffe hervorgerufen. So enthalte Aepsel, Aprikosen. Birnen. Kirschen, Pflaumen Aepselsaure, Weintrauben 1 t it. :...t.nT:jt auneroem no vie iunen gr,., Wcinstcinsäure; und zwar st b-ldt theils frei ,in der betreffenden 5Yttcht vorhanden, theils an anderelosfe, zumeist an Kali gebunden, in Form sogenannter saurer Salze. All diese Stosfgeunnge sind nun in tn allen Organismen gemeinsamen Grundgebilden, dcn Zellen, eingeschlvsscn.. Aus diesen Zellen mit ihren festen Umhüllungen jetzt sich nun der organische Ausbau der Obstfrucht zukämmen, aucm gerade diese Zeuhullen, die sich ganz besonders dicht an der Außenseite der frucht aneinanderlegen und zur pflanzensascrrcichen Schale werden, sind unverdaulich, ein wahrer Ballast für Magen und Darm, und her Volksinstinkt hat das Nichtige getroffen, wenn er dieselben sofort als werthlos, ja als schädlich beseitigt. Es ist daher ein wirkliches hygienisches Gebot, nur geschältes Obst zu genießen, oder wo das Schälen unaussührbar ist, wie bei den Beeren (oder den Kirschen, dieselben auszusaugen und die Haut nicht mit zu verschlucken. Daß nur völlig ausgereistes Obst geoffen werden sollte, ist etwas so Selbstverständliches, daß es keines "weiteren abmahnenden Wsrtes bedürfte; gleichwohl wird nach dieser Richtung hin sehr viel gesündigt. Die Folgen lassen dann auch wirklich nicht lange auf sich warten. VerdauungSbefchwerdrn aller Art stellen sich ein, die Magen- und Darmwandungen werden angegriffen, unter dem schadigenden Einflüsse der in dcn unreifen Obstarten enthaltenen Säuremengen erleidet der Ehcmismus unseres Verdauungsprvzesses die erheblichsten Veränderungen. Es sind indessen keineswegs blos die verstandeSunreifcn Kinder, deren Begehrlichkeit von de lockenden unreifen Früchten nicht Wtand halt; auch mancher erwachsene Mensch nimmt es in dieser Beziehung nicht immer Jo genau wie man von zeiner Einsicht erwarten sollte. Allein auch der allzu reichliche Genuß von reifem, also an sich gesundem Obst rächt sich an den Menschen. Durch den. im Uebermaß deizi Magen zugeführten Zucker werden sehr starke Gährungsprozesse hervorgerufen, die stets ihre schädigenden Nuckwirkungen auf die Verdauung äußern. Auch die mit dem Obste genossenen Säuren rufen alsdann recht empfindliche Störungen hervor, die sich sehr einfach durch ein gewisses Maßhalten im Genusse vermeiden lassen. Im Allgemeinen geht ja solch ein Unbehagen, das durch allzu reichlich gegefsenes Obst hervorgerufen wird, rafch vorüber ; indessen die Häufung solcher an und für sich geringmerthigen Schädlichkeiten und der ihm folgenden Schädigungen unseres Organismus schwächen dessen Widerstandsfähigkeit im Allgemeinen, und daher kommt, es, daß derselbe alsdann, wenn erst einmal gewisse Erkrankungen sich häusigerzeigen, denselben nur zu bald unterworfen ist. Unter solchen Verhältnissen mag es zweckmäßiger sein, ganz bestimmte Obstsorten lieber gekocht und mit vorsichtiger Mäßigkeit zu genießen. Geschieht dies, dann wird man nicht vor etwaigen Übeln Nachwirkungen geschützt sein, sondern man wird sogar den außerordentlich wichtigen, den Verdauungsproceß im Allgemeinen befördernden Einfluß des Obstes sehr bald an den eigenen Körper zu verspüren Veran. lassung haben. Wir begnügen uns mit diesen Andeutungen, denn es würde zu weit führen, auf alle physiologischen Gründe hier näher einzugehen, weshalb der mäßige Obstgenuß einen l'o wohlthutigen Einfluß auf unsere Verdaunngsorgane ausübt, und wie der Vcrdauungspioceß durch das Obst wirksam beeinflußt wird. Ein Künstlerstr e i ch. Im neunten Bezirk von Wien existirt ein Künstler sein Name thut nichts zur Sache , der nicht nur ein trefflicher l v . . r . r 1 r .. . 1 uno vieigelucyler Vlioyauer, ionoern auch ein ebenso ausgezeichneter Lebenstünstler ist. Und so kommt es, daß, .wenn der Meister auch jahraus jahrein mit ; Emsigkeit und Fleiß den Meißel schwingt, ihm zu Ende jeden Jahres als Facit seiner Tbätiakeit dock nichts An.deres übrig bleibt, als. das, was der Dichter als der Uebel größtes bezeichnet: bie .Schuld". Bisher aber war es dem Meister, der als Gar?on in einem recht niedlichen, selbstgeschaffenen Atelier hau st, stets! gelungen, die Ungeduld der Gläu'biger einigermaßen zu bändigen , bloß Einer, der wollte in letzter Zeit: den schönsten Worten, den verlockendsten Versprechungen nicht mehr Glauben scheuken; er griff, 'wie. das .Neue Wiener Tagblatt" berichtet, zu gestempelten Papieren und überreichte die Klage. Am Verhandungstaoe erschien der Künstler nicht bei Gericht" was hätte er da auch machen sollen? Blos dem grimmen Mänichäer sagen, daß er einstens zahlen werde? Das hatte der ja ohnehin nicht geglaubt. Kurze Zeit später erhielt der Künstler von befreundeter Seite einen Wink, daß der Gläubiger vom Wort zur That schreiten,, daß er pfänden und tranöfenren, wolle. Dieses Letztere werde ich selbst besorgen," rief der Noßauer Praxiteles entschlossen aus, holte flugs einen Trödler herbei, und verkaufte selbem all' seine fahrende Habe mit AusNahme der unentbehrlichsten Uiensilten 'Dann aber kaufte er einige Töpfe gceig neter Farbe und malte mit kunstgeüötcr Hand an dieleeren Wände seines Heims ein kompletes Mobiliar, so schon, wie er es ehedem ' gar nicht , einmal besessen. Wenige Tag: später erschien die Pfändungscommission. ' Transfcrirt hat sie Nichts aber dermaßen gelacht, " daß beinahe die gemalten Möbel gewackelt hätten. , Ein Künstlerstreich ifi Nichter: .Zeugin, Sie heißen?" Zeugin: .Amanda Stcdlich." Nichter: Wie alt tfa Zeugin (verlegen) 5 .Ich weiß es nicht mehr genau. Richter (lächelnd): Ist es denn schon so lange her?" Z n? ei große Ge! ster be g e g n e n sich zuweilen im Versatz W&Wiift

Daö zeig ich an!" Unter dieser Ueberschrik. ist dem .Verl. Tagebl." von einem, Abonnenten eine Kundgebung zuagngen. die sich mit der von' einzelne,-, hrern begünstigten Angeberei in m Schule in zwar drastischer.

inrai'to eber zum Theil noch so zutref '($kX Weise bcMstigt, daß wir glauttn, dieser Kundgebung Zier Raum ge--f m rr . . wayrcn zu nmjstn. seit ittui: .Ich werde mir rechte Mühe geben, baß ich raufkomme, Papa. Sobald ich sehe, daß der Junge über mir einen 5ller mache, gleich zeig' ich's an, dann komme ich Einen rauf."' Diese Ankündigung meines Jungen traf mich heute früh wie ein Schlag ins Gesicht. Es ist also noch immer da, das Gift welches die Herzen unserer Kinder verdirbt. Das, was im fokalen Leben als eine der größten Gemeinheiten gilt und gebrandmarkt wird, das Angeben, erlernen die Kleinen im ersten Schuljahr systematisch unter der nicht anzuzweifelnden Autorität einiger ihrer Lehrer. Der Spion, der Angeber, der Verrät her ist ein verachtetes Subject in der Gesellschaft. Die Schule, von der wir verlangen dürfen, daß sie die aufwachsende Jugend bilde und veredele, züchtet diese Subjecte durch die einfache, verwerfliche Sitte, ein Kind zum Angeber über die andern zu setzen. Die Kinder selbst zeigen instinktiv, wie schlecht diese Einrichlung ist, indem sie die .Petze" verächtlich behandeln, mit Fingern auf sie weisen, sie gelegentlich gehörig .ver hauen." Jene verwerfliche Sitte zieht den Hochnuth, den Dünkel in den jungen Herzen . groß. Diese verwerfliche'Sitte säet die Gehässigkeit, die Nachsucht in die jungen Herzen. Ich habe, als kleiner Junge, mich vor meinem Lehrer hingestellt und ihm freimüthig erklärt, ich machte nicht den Anzeiger, meine Eltern hätten mir gesagt, anzeigen sei gemein und verächtlich. Er möchte nicht bos auf mich sein, ich thäte es nun einmal nicht. Mein Lehrer hat mich sin ster angesehen, aber kein Wort erwidert; ich habe nie mehr aufpassen müssen. Warum machen tB nicht mehr Eltern so wie meine, warum machen es nicht alle so? Warum stehen wir nicht alle auf gegen' diesen Feind? Dieser Feind ist alt, uralt. Natürlich hat er auch schon zur Zeit bestanden, da unsere Ureltcrn Kinder waren. Ich selbst erlebe fern Wirken nun personlich an meinem eigene Sprößling. Sem miß tönendes Kriegsgeschrei: das zeig ich an ! gellt mir in den Ohren, und ich halte eö für an der Zeit, mit Feuer und Schwelt gegen dieses Unding zu Felde zu ziehen. Sollen wir Eltern nicht das Recht haben, für die Erhaltung der Seelenreinheit unserer Kinder zu kämpfen? Wir übergeben unsere zarten Pflanzen vertrauensvoll dem großen Garten, der sie uns zu kräftigen Bämnchcn erwachsen lassen, nach einer Reihe von Jahren wieder abliefern soll. Und wir sollten feige zusehen, wie unter unseren, Augen ein fressendes Gift in die Blüthenkelche geträufelt wird, das bis in die Wurzel binabsickert? Ist das der Lohn für das Vertrauen, mit dem wir die Kinder der Schule überlassen? Ich glaube, wir häben das Recht, ernstlich zu verlangen, daß diesem Unwesen gesteuert werde. Es wird noch andere Mittel geben, eine Classe in Abwesenheit des Lehrers in Ordnung zu halten, als abwechscli-d bald dies, bald jenes Kind zum Aufpasser, Richter und Ankläger über seine Kämeraden zu setzen. Ich denke, cS gibt andere Mittel, dcn Ehrgeiz ewes Kindes anzuregen, als indem man es Einen 'raufkommen" läßt, wenn es die Fehler seines Nebenmannes anzeigt. Ich bin überzeugt, daß es lediglich eines Anstoßes bedarf, um die Schulbehorde auf diesen Krebsschaden aufmerksam zu machen. Und ich .bin ferner überzeugt, daß ich heute unter Zustimmung und im Nanu sämmtlicher Eltern an die maßgebende BeHorde die dringende, herzliche, ernsthafte Bitte, ja Forderung, richte: .Schasst den schmählichen Posten dcö Angebers ab!" D e v r i e n t. Ueber den Namen des ncuernannteu Directors am könig? lichcnSchauspiclhaus in. Berlin, 'Ottö Devrirnt, wird der .Nat.-Ztg. Folgend des geschrieben: .Wie heißt unser neuer Schauspieldircctor? .Deorien". Welcher Sprache der Name wohl angehören ms,? .Nun, der französischen, wie ungefähr alles, was bei uns nicht deutsch ist." Aber französisch würde man doch wohl sagen müssen: Deoriau! Und wenn nun der Name gor nicht, frans zosisch wäre, fondern deutsch, urdeutsch, so deutsch wie Vater und Mütter ? Deutsch sieht er mir gar nicht aus ! Da ist erst das adlige de, dann die Endung ent. Doch wer kann bei Namen immer die, Herkunft wissen! Vielleicht, komint zr vom ungarisches Dcbreczin oder vbi der Prophetin Deborah oder vom jüdischdeutschen dibbern, d. i. .leise rcden", und wach dann, wie so manches bei unk, mit einem dürftigen französischen Firniß, überzogen." Armer, edler Lüdwig De Vrient ! WaS wird man aus Dir noch alles machen, blos weil man Deinen gu ten niederländischen Namen , dr vrient oder vriend sprich: de frihnd), d. i. .der Freiende", .der Freund-, .be Fründ" bei Reuter, französisch aussxrecheii' wollte und nicht konnte! Und wie es wohl DclNkN'LandsleutendeVrleS (FritfeZ.dc Vos lgnchs), de Boor lBauer) mit ! ihren .französischen" Jcamen noch nnmal ergehen mag ! '" ' Der i) 5 fische Ton, der guten alten Zeit ließ doch oft , recht viel zu wünsche übrig. Bei der Taufe der Prinzessin Friederike Sophie Wllhel-, mine, späteren,, Markgrosin von Bay-,, reuth, entstand unter der Regierung de5 ersten preußischen Königs) eine richtige,, Prügelei. Die Frau von Liutlo, Gemahlin des holländischen Gesandten, beanspruchte den Vortritt und griff die Favorite des Königs, die Gräsin Wartcnberg, au. Sie sprang wie eine Furie auf diese los und zerzauste ihr dcn Kopfputz, was die Gräsin durch derbe Rippenstoße erwiderte. Es war ein hartnackiger Kamps, endlich siegte die stärkere Gräsin; sie trug dann während des Taufaktes ein Stück deö Kopfputzes nebst Haaren ihrer Angreiferin in der Hand ! 1 il'

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