Indiana Tribüne, Volume 12, Number 359, Indianapolis, Marion County, 15 September 1889 — Page 6

acsEraDxmE aas Wie schützt man sich gegen die Schwindsttcht? Unter obiger Ausschrist veröffentlicht Herr Dr. Cornet in der , Sammlung gemeinverständlicher, wissenschastttcher Vortrage, herausgegeben oon Rudolf Virchom", eine kleine Abhandlung, die els Resultat seiner vorzüglich ausgeführten Untersuchungen über das Vorkommen der Tuberkelbacillen außerhalb des menschlichen Organismus angesehen roerdm kann, und da letztere an eben dieser Stelle besprochen norden sind, so ist eö schon aus diesem Grun? de angezeigt, auch Kiesen Vortrag einer kurzen Äejprechung zu unterziehen. Ich setze voraus, daß der Leser von dar Eriftenz dcöTuberkelbacillus Kenntniß hat, jenes kleinen Lebewesens, das, vor acht Jahren von Nobert Koch entdeckt, sich als ärgster Feind des Menschen erWiesen hat. Ich sage als ärgster Feind, denn weder die jo sehr gefürchtete Cholera, noch der TyphuS oder irgend eine andere Anfteckungskrankheit sordert täglich so viel Opfer wie die Schwindsucht. Gernde das Schleichende im Verlause ist es, was sie gefährlich macht, und ein gewisser Grad von Gleichgiltigkeit ihr gegenüber hat die Menschheit erfaßt. Mit welchem Erstaunen wird der Leser vernehmen, dag in Preußen Jahr für Jahr 90,000 Menschen, in Deutschland H7,0Q0, in Earova jährlich 1,000,000, a!so in Europa täglich 3000 Menschen dieser Krankheit erliegen! Bei diesen erstaunlich hoben Ziffern, welche eine geneue statistische Zusammenstellung der letzten Jahre ergeben hat, darf es nicht Wunder nehmen, daß man eifrig bemüht gewesen ist, Mittel und Wege aussindig zu machen, die Schwindsucht zu heilen, eine Aufgabe, die man um so leichter zu lösen hoffte, als man doch den Krankheitscrrcger selbst, seine Eigenschasten u. s. w. genau kannte. Leider aber haben sich bisher alle Anstrengungen, des MilrrerganiSmuS Herr zu werden, als ersolglos. erwiesen, und ruhig kann man behaupten, daß das spezisilche Mittel, den Tuberkelbacillus im Organismus zu todten, noch aufgefunden werden muß. Hat nun auch die Äehandlung und Heilung der Schwindsucht von Koch's vorzüglicher Entdeckung noch nicht den gehörigen IZutzen gezogen, so sind wir doch durch die Erkenntniß der eigentlichen Krankheitsursache in die Lage versetzt, die näheren E'lJenschaften deS Krankheitserregers, der wie jede Pflanze ein belebtes Wesen ist, ein Wesen also, welches Nahrung aufnimmt, wächst, sich vermehrt und dann wieder abstirbt, zu ergründen, und gerade dieses Studium offenbart dle Mittel und Wege, der Ausbreitung der Schwindsucht erfolgreich 5ntgegenzutrcten. Ungesähr mit diesen Worten geht Dr. Eornet des Z!ähcren auf fein Thema ein, indem er also ausdrücklich hervorhebt, daß nicht die Behandlung der Schwindsucht, die stets und ständig Sache des Mediciners bleiben soll, sondern nur der Schutz vor der Ansteckung, die Maßregeln, das Eindringen der Tuber kelbacillen in den Körper zu verhüten, Gegenstand feiner populären Abhandlung sein soll. Welches sind nun diese Schutzmaßregeln? Als obersten Grundsatz stellt Dr. Eornct. gestützt auf zahlreiche Versuche, die schon vorher von anderen und auch von ihm selbst angestellt worden sind, die Thatsache fest, daß kein Vacillus sich in die Luft erheben kann, so lange die Oberfläche, an der er haftet, feucht bleibt. Selbst kräftige Luftströme, die durch stark bakterienhaltige Flüssigkeiten streichen, vermögen kein einziges derselben fortzureißen, und daraus folgt mit absoluter Sicherheit, daß die von den Schwindsüchtigen ausgeathmete Luft völlig bacillenfrei, also ungefährlich ist, daß ferne? der Auswurf der Schwindsüchtigen, so lange er feucht gehalten wird, keine Vacillen abgeben kann und daher keine Gefahr für die Umgebung in sich birgt." Diefe wichtige Thatfache kann nicht genug hervorgehoben werden, denn durch das Feuchthalten des Auswurfs allein ist ein vorzüglicher Faktor gegeben, Her Ansteckungsgefahr erfolgreich entgegen zu treten. Sowie "der Auswurf trocknet und zerstäubt, werden durch Luftftrömungen die meisten Theil5)en und mit ihnen die Vacillen fortgerisien, lagern sich an den Wanden oder auf irgend welchen Gegenständen im Krankenzimmer ab und werden von anderen Individuen eingeathmet, um dann hier unker den günstigen Bedingungen, bieder neue Or ganismus ihnen bietet, schnell sich zu verwebren und neues Unbeil anzurichten. Es ist hier also die Luft, welche den Vacillus durch dieAthmungswegedem KörPer zuführt, und wenn auch der bei mU lern größte Theil der. Schwindsüchtigen euk dttsem Wege die Krankheit erworben h'ak, so darf doch nicht vergessen werden, baß auch durch d!e Speisen oder die Getränke die Möglichkeit gegeben ist, eine Ansteckung herbeizuführen. Doch, wie schon gesagt, leidet der größte Procentsah der Kranken an der Schwindsucht der Lungen und daher traben wir unser Hauptaugenmerk auf dle Einathmung der Bacillen xvl richten. Daß dle oben mitgetheilten Thatsachen von dem Vorkommen der Vacillen im Staube von Krankenzimmern, in denen Schwindsüchtige gelegen hatten, keine Hypothesen, fondern wirkliche Thatsachen sind, haben zahlreiche Untersuchungen Cornet's ergeben. Mit diesem Staube vtn den Wänden sder den Bildern des Krankenzimmers hat er Thiere geimpft und sie schwindsüchtig gemacht, so daß sie nach einigen Monaten starben, ja, er hat mittelst deS Mikroskopes in diesen Staubteilchen die echten Tuberkelbacilhn nachgewiesen. Halten wir aber diese Thatsachen fest, so ergeben sich allein daraus schon alle Maßregeln, die wir zu unserem Schutz ergreifen müssen. Als Grund so rderung stellt Dr. Cornet ,den Satz auf: .Hüte Dich, daß der Auswurf deS Kranken austrocknet". Man verbiete dem Patienten also auf daS Strengste, in ein Taschentuch oder auf den Fußboden zu , ... i'.ti. t ' ..e t- i:.r. mi ipeten Uno agic catauj, uuö vjt bot nie überschritten wird, denn in beiden Fällen sind die günstigsten Bedinqungen für daS Austrocknen und da ' Verschleppen der, Vacillen gegeben. Stelle möglichst viel Sxücknäpfe auf", so lautet die zweite Förderung.' Und nicht nur im Krankenzimmer selbst, so

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dern auch auf den Treppen, den Corrido ren und den übrigen Räumlichkeiten sollen diese Spücknapfe Alumentopsuntersätze für 5 Pfg. sind völlig ausreichend sowohl für den Kranken als auch für seine Umgebung aufgestellt werden. Sie sind entweder leer zu lassen oder mit einer geringen Menge Wasser, resp. Carbolwasser, anzufüllen, niemals aber mit Sand. Nur auf diese Weise wird es ermöglicht, die großen Gefahren, welche der Umgebung des Kranken aus dessen Auswurf erwachsen, wenn auch nicht völlig zu beseitigen, so doch um ein Bedeutendes zu verringern. Die übrigen Forderungen, welche Dr. Cornet im weiteren Verlauf seiner AbHandlung ausstellt, werden bereits von einem großen Theil der Bevölkerung erfüllt, so z. V. soll der Kranke seiner Familie gegenüber das Küssen vermeiden, der Schnurrbart soll möglichst kurz getragen werden, da in ihm leicht AuSwurfstoffe haften bleiben zc. Nur die Art und Weife der Reinigung der Wäsche, des Zimmers und, nach erfolgtem Tode des Kranken der Betten, Sovhas, Vorhänge und anderer Möbelstück, herrschen noch vielfach irrige Ansichten, die hoffentlich durch Cornets Abhandlung im Wescntlichen geläutert werden. ,Die Wäsche des Kranken, namentlich die Taschentücher und die Hemden müssen sorgfältig ausgekocht werden. WaS die Zceinigung des Krankenzimmers anbetrifft, so soll dasselbe hausig gelüftet, die Wände mit frisch gebackenem Blote :c. abgerieben und der Fußboden stets feucht aufgewischt werden, entgegen dem jetzt herrschenden Brauch, erst zu fegen und damit möglichst viel Staub zu verursachen und dann erst mit dem nasf:n Lappen nachznwijchen. Die Furcht, als ob das feuchte Hinausfegen dem Patienten schaden könnte, als ob es Erkaltung herbeiführe (wie man vielfach hn Volke glaubt) ist durch nichts begründet." Was die nach erfolgtem Ableben deö

Kranken vorzunehmende Desinfection des Bettes und der übrigen Möbelstücke, soweit sie nicht mit polirtem Holz oder Leder versehen sind, anbelangt, so haben genau durchgeführte Untersuchungen ergeben, daß die Schwindsuchtökeime durch eine Reinigung in den sog. Bet! federnReinigungsanstalten durchaus nicht befcitigt, oder gar gctödtet werden und nur eine mehrstündige Einwirkung des strömenden Wasserdampfes in geeignet construirten Apparaten bewirkt eine leichte und absolut sichere Abtödtung der Baallen. Alle so desinsicirtcn Gegenstände, selbst die Wäsche, kann oüue irgend einen Schaden für die Gesundheit wieder gebraucht werden, nur das absolut Werthlose verbrenne man. Die Wände und der Ofen des Sterbezimmers sollen nicht abgestaubt, sondern mit frischein Schwarzbrot abgerieben werden wodnrch das Ausräuchern undAuZschrfeln, ja selbst das Uebertünchen der Wände vollständig überflüssig wird. Das sind im Wesentlichen die Forderungen, welche Dr. Cornet als Schutzmafzregeln gegen die Schwindsucht ausstellt und nach einigen Bemerkungen über die Art und Weife, den Säugling und das erste Jugendalter vor den Gefahren der Ansteckung zu schützen, schließt er seine hochinteressante Abhandlung mit folgenden Worten: Jeder Mensch, ob hoch oder nieder, ob jung oder alt, ob gesund oder krank, soll in seinem eigensten und seiner Umgebnng Interesse dafür wirken, daß diefe einfachen Vorschriften überall bekannt. überall beherzigt werden. Wir dürfen . t i t r. l T" i i . ixitgi rrwarlen, vag me a)wmosucyr von heute auf morgen abnimmt. Aber so gut dur zweckmäßige Steinlichkeit heutzutage eiue Reihe von Wundkrankheiten fast verschwunden sind, die noch vor 20 Jahren Hunderten von Menschen daS Leben kosteten, so wird auch ein günstiger Einfluß auf die Tuberculose in absehbarer Zeit nicht ausbleiben, wenn erst der Grundsatz in Fleisch und Blut des Volkes übergegangen sein wird: Man spucke besonders in geschlossenen Räumlichkeiten nie und unter keinen Verhältnissen in daS Taschentuch, nie und unter keinen Verhältnissen ans den Boden, fondern stets in eine Spucknapf." Von uns hängt es also ab, die verheerendste Krankheit des Menschengeschlechts, die so entsetzliches Unheil, unermeßlichen Jammer in zahlreiche Famitten bringt, zu beschränken. Verdacht. Mit brennender Laterne ging Diogenes, der Sonderling, Am hellen Tag auf Menschensuche. Geschrieben steht es so im Buche; Mir aber scheint, daß auf den Gassen Er nur sein Licht wellt' leuchten lassen. Die Uebung eines heißen ManöoertageS so wird erzählt schien ganzlich verfehlt zu sein. Gellend schmetterten die Hörner: .Das Ganze halt!" Der Gefechtslärm verstummte und auf das Signal .Ofsieierrus" versammelten sich die StabSofsiciere, in der bekannten schnellen Gangart von allen Seiten herbeieilend, im großen Kreise um einen auf dem Feldwege haltenden Divifions-Kommandeur. Wie gewöhnlich, so hatten auch diesmal Bauernjungen sich am Versammlungsort eingefunden, welche nun diebreiten Streifen deS Generals, noch mehr aber den blanken Helm feiner Stabsordonnanz bewundernd betrachteten. Man ließ die Bengelt stehen,denn dieKritik Hatte.noch nicht begonnen. Gerade als der Besehl ertheilt wurde, den Platz zu saubern, schlug ein übennüthigerJuuge dem ändernden Hut tief in den Kopf,' und der Geschädigte rief bei der allgemeinen Stille sehr vernehmlich: Dat war aber een rechter Unsinn!" Darauf der Dioisions-Kom-mandeur : Meine Herren, der erschöpfendenKritik,wclche wir soeben gehörthaben, brauche ichnichtsbinzuzufügen! Hornist, t .t..t- . - " ' i ü oiajcn sie, oas anze qüuih.uch j Unnö th i g. Aber ich begreife nicht, weßhalb Sie ' diesen' Sommer zu Hause bleiben wollen! Mich treibt eS mit Gewalt hinan? wenn auch nur, um einmal andere Gesichter zu sehen!" iX, dafür sorgt schon meine Frau die hat jeden Tag ein anderes Dienst-mädchen.

CHZEEQSsZU

Ein Diamanthandel. In Colombo auf Cypern trafen wir ihn. Er war daS Jdeal.eineS reichen WeltenöummlerS. Gewöhnlich, trafen wir ihn in einem der orientalischen GastHofe, wo er umlagert wurde von den ersten Juwelenhändlem, mit denen er unterhandelte und handelte um ihnen fchlkeplich fast AlleS abzukaufen. Er hatte Rubinen, Saphire, die prachtvoll, sten Perlen, die für Gerd und gute Worte zu haben waren. ' Er war jedenfalls ein anständige, Mensch und spielte sich nie absichtlich mit seinem Re!5thum auf. Edle Steine hatten sür ihn eine unwiderstehliche An, ziehnngskrast. Vermuthlich besaßen einige Mitglieder des Geschlechts, welches vornehmlich derartige Kleinodien zu tragen xsteqt, ebenfalls eine solche über ihn. Wir wissen es aber nicht. ; Wie die wohl auf seiner Rückkehr harrten! Wie ihre Augen und anch ihre Finger erstrahlen wurden, wenn er euDiiq i va war: i Er hatte' sehr oft gesagt, da? es ihm j hauptfächlich' darauf ankomme, ' emen wirklich schönen Diamanten aufzütreiben, aber daß er natürlich gefunden habe, daß diese Edelsteine auf der Gewürz!fel überbaupt nicht vorzukommen schienen. A'gra und Delhi wären wohl die Plätze dafür. Natürlich gebe eS keine geeignetere Stadt für den Erwerb von Diamanten als London; aber er wünscht einen Stein zu besitzen, der noch nicht durch die Finger des Pfandleihers gegangen, uncioilisirtnnd unverchristlicht müsse er sein, ohne einen Fehlerund ohne einen Stammbaum, ein Edelstein, der vielleicht seine Lichter, den jungfräu, lichen Glanz feiner zahlreichen Facetten nur vor dei Augen seiner Horde Eingeborener habe spielen lassen, bis durch seine Dazwischenkunft er die Bewundernng, dem Handel, der Schmähung und der ' lüsternen Betracktung der ersten Kreise nkaefübrt werde. Wir waren .der Ansicht, daß es ihm schwerlich in Eolombo gelingen weroe, zemen anoc, abzuschließen. Zu jener Zeit lagen nicht weniger als 6 Postdampfer zwei von der Messager t rv ne- inio 3 von ver Pemn mar- uns Orient'.Conlpann. Ueber 70 erste Kajütspassagiere hatten in Eolombo das Schlss zu wechseln und über zwe, 'L.age u warten, bevor sie sich nach ausiraltchcn Häfen, wohin die meisten gehen wollten, einschifsen konnten. Die Abendtascl nahm m Folge dessen em stattliches Aussehen an. Selten hatte man so viele englische Gesichter und so viele Pariser Kleider um die kleinen' Tische versammelt gesehen. Unser Edelsteine suchender Freund saß an unserem Tisch und war unermüdlich in seinen Fragen nach dem Leben und Treiben im Heimathlande. Nach der Tafel schlug er ezne Partie Billard vor. In dem einzigen Zimmer, in dem noch nicht gefpiclt wurde, befand sich ein Herr, rn dem wir einen der australijchcn Passagiere erkannten. Da wir erst drei waren, so forderten wir ihn auf, mitzuspielen und er willigte ein. Beim ersten. Stoß, den er machte, sielen nur unwillkürlich zwe, Dinge aus erstens, daß er seine Queue mit seltener Meisterschaft führte und zweitens, daß er am dritten Finger seiner linken Hand den schönsten Diamantrlng trug, den ich je gesehen hatte. Der Vtem hatte ungesähr die Größe einer kleinen Haselnuß und spielte geradezu in blendenden Lich tern. Die Aufmerksamkeit unseres Freundes war, wie vorauszusehen, ganz durch den Ning in Anspruch genommen, den er nicht einen Augenblick aus den Augen ließ. Der australische Passagier war n sehr angenehmer Gejelljchafter, und bald waren wir Alle sehr vertraut. Was für emen wunderschonen Rmg tragen Sie daj Dars ich ihn wohl einmal sehen?" sagte unser junger Freund nun. Gewiß, mit Vergnügen ; aber es tbut mir leid. Ihnen faaen ui müssen. daß cs nur eine Imitation ist," sagte der Eigenthümer, streifte ihn vom Finger und reichte ihn uns zur Ansicht. Ich brauche wohl nicht erst zu sagen, in wessen Fingern der Stein sich bald befand, wahrend die Augen des Haltenden den Glanz wiederzuspiegeln schienen, der von dem Juwel ausging. Unsinn, Mann," sagte er freundlich; ich verstehe auch etwas von Diamanten und kann mich nicht entsinnen, jemals ein so vollkommenes Eremplar gesehen zu haben." Ach, der Stein hat selbst Juweliere durch seine künstlichen Lichter getäuscht. Ich wünsche nur, es wäre ein echter Diamant, dann wäre er mindestens 12,000 M. werth." Das ist auch nicht ein Pfennig zu viel für solch' einen Stein," erwiderte der Andere enthusiastisch. Wie kamen Sie in seinen Besitz, wenn eS nicht unbescheiden ist, danach u fragen?" Eine alte Tante hinterließ ihn mix," entaegnete der Eigenthümer. Sie wußte, daß' es eine Imitation war und trug ihn dennoch stet, und da ich die alte Dame gerne leiden mochte, fö trage ich ihn auch." ; Wollen Sie mich ben Ring morgen früh noch einmal sehen lassen?" versetzte unser Freund mit lebhaftem Interesse. Gewiß ! 'Wir ollen morgen' nach dem Frühstück eine Reoanchepartie spielen, wenn es den Herren recht ist, denn jetzt muß ich, zum Dampfer, um den Nest meines Gepäcks abzuholen." Wir fegten uns gute Nacht und gingen auslinanoer, indem sich ein Jeder von uns in Gedanken noch viel mit dem wundervoll! Ninge beschäftigte. Am andern Morgen nach dem Frühstück gingen S. und ich von unserm Stammlokal zum Hotel, wo wir uns verabredet hatlen, mit dem jungen Golconda," wie wir ihn nannten, zusammen zn treffen. Er'war wieder von einer Schaar der eingeborenen Jnwelenhandlet,, ilmringt, die eine ganze Reihe ininderwerthiger Edelsteine, vor ibm äusgebreltet hatten, die er aber heute,?cincs BttckeS würdigte. ; .A , Der australische Passagier kam , anch, bald und' fragte meinen Gefährten, ob er zur Nevanchepartie aufgelegt sei. ; Die Beiden hatten sich schon vor dem Frühstuck gesehen und der junge Golconda" hatte seiner guten Meinung für den Diamanten. durch . ein Kaufgebot von 4000 Nupien Ausdruck gegeben. Beim Spiele , erneuerte er - sein Anerbieten, aber der

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Andere erwiederte, daß er den Ning über Haupt nicht zu verkaufen gedenke, und be fanderS nicht als echten Diamanten, da er doch wisse, daß es nur eine Imitation sei. Wollen Sie mir denn den Ring leihen und mir gestatten, daß ich ihn einem ein geborenen Juwelier zeige, mit dem ich in Verbindung stehe. Wenn er den Stein als Diamant anerkennt, will ich mein Anerbieten erneuern und Ihnen heute Abend noch vor Schluß der Geschäftszeit einen offenen Check auf die Wank über den Betrag geben." Sehen Sie, meine Herren", versetzte der Australier, natürlich will ich den Diamant sür dle Summe ' verkaufen, wenn Jemand so leichtsinnig ist. ihn un, den Preis zu kaufen, aber Sie sehen mich dabei in einer unangenehmen Lage. Ich weiß, der Stein ist eme Imitation; ich kann und will ihn deshalb nicht als Diamanten verkaufen. Wenn Sie, mein Herr", sich an den Käufer wendend, mir es schriftlich geben wollen, daß Sie den Stein als eine Imitation kaufen, so ist alles schon und gut; aber ich warne Sie nochmals ehrlich, Sie werden finden, daß Sie sich täuschen, wenn Sie ihn für einen Diamanten halten." Der sunge Golconda trug den Ning zu dem eingebornen Fachmann, der ihn ohne langes Besinnen sür einen Diamanten erklärte; erging auch noch in den Laden eines Europäers und zeigte den Stein dem Ladeninhabcr. Dieser erklärte nach eingehender Prüfuug den Stein nicht nur für echt, sondern er fügte noch hinzu, daß er selbst 4500 Nupien dafür geben würde. Der Handel wurde nun abgeschlossen, die gewünschte schriftliche Erklärung gegeben und der Check ausgestellt in der Gegenwart des eingebornen Juweliers, in der von S. , des Australiers, und meiner Wenigkeit ; und der junge Golkonda saß dann am Mittagstisch bereits mit dem Ning an seinem Finger. Am nächsten Tage forderte er uns zu einem Gange durch dieLayen auf ; unser andern bsttÄten wir auch den Juwelier, der die Echtheit des Nmges bezeugt hatte. Wieder nahm der Mann ihn in Augenschein, hielt ihn gegen das Licht, beschattete ihn mit einer Hand, rief nach einer Feile, zog sie leicht über den Stein und rief so fort aus : Herr, Sie sind betrogen worden; das ist nicht der Stein, den Sie mir gestern brachten dieses ist eine Jmitation!" Und es war eine Imitation! Auf irgend eine Art war der Ning vertauscht worden, obwohl keiner von uns Zeugen bemerkt hatte, daß er von dem Schwindler, der ihn verkaufte, auch nur berührt worden wäre. Und doch mußte er eS gethan haben! Der Ning latte während der Ausstellung des Scheines auf dem Billard gelegen. Es war nichts zu thun, .denn der Käufer hatte 4000 Nupien für i fx A aC f s ui einen iuiuj ucjuyu, uuiuuyi ci umic, daß der Stein darin eine Imitation sei. D i e Anhänglichkeit der Thiere an Menschen ist schon durch manches Beispiel iüustrirt worden, soweit es sich um Hunde handelt. Weniger bekannt dürste es sein, daß anch die Hühner bisweilen eine ungewöhil'.iche Anüänglichkeit zeigen, wie aus nachstehendem Fall bervorgeht, den ein Einsender der Zeitschrist La Nature" erzählt 7 Ein jungerer Bruder von mir hatte sich besonders freundlich gegen eine junge Henne von der Houdan-ötasse gezeigt; jeden Morgen gab er ihr Brod und verschiedene Leckerbissen. Bald gewöhnte sich die Henne daran, ihm in den Park zn folgen. Wenn sie an eine bestimnite Bank kamen, vstegte mein Bruder sich dort zu setzen, die Henne hüpfte an seine Seite hinauf und pickte ihm die Hand mit dem Schnabel. Vor einiger Zeit reiste mein Bruder fort nach einer Schule, und da die Henne alles bekam, was sie bedürfte, dachte man nicht daran, daß sie etwas entbehrte. Den ersten Tag ging alles gut, als aber die Henne sah, daß der Knabe nicht wiederkam, verfiel sie in Melancholie. Zuerst ging sie zeden Morgen zum Fenster des Zimmers, in welchem mein Bruder gewohnt hatte und blieb mebrere Stunden dort stehen, wonach sie zu der Bank trippelte, den Kopf unter die Flügel legte und kein Futter zu sich nehmen wollte. Vergebens bot man ihr die besten Leckelbissen an, sie schmeckten ihr nicht, und es sieht aus, daß sie dahin kommen wird, vor Hunger zu sterben. Gebet eines chinesischen Kaisers. Bei Gelegenheit einer großen Dürre im Jahre 1332 brachte der Kaiser von iylna dem Himmel ein auerordentliches Opser und begleitete dasselbe mtt einem in die Pekinger Zeitung eingerückten Gebete, aus dem wir folgende Stellen herausnehmen: Bm ich beim Opferdienst unchrerbietig gewesen? Hat Hochmuth und Dünkel meines Herzens sia) bemeistert? Bin ich in meinem kaiserlichen Beruf lassig geworden? Habe ich unehrerbietige Reden ausgestoßen und deshalb Zurechtweisung verdient? Habe ich Belohnungen und Strafen nicht immer nach Verdienst zuerkannt? Ist die Stimme der Unterdrückten Überhort worden? Habe ich unwürdige Beamte angestellt, die mein Volk plagen? Ist unschuldiges Blut vergossen worden? zc. Auf meinen Knieen bitte ich den erhabenen Himmel, meiner Unwissenheit, und Einfält sich $u erbarmen. Meiner Sunden sind so viele, daß ich ihnen nnr mit Mühe entgehen kann. Mit der Stirn an den Boden schlafend, flehe ich zum erhabenen Himmel, seine gnädige Hülse bald zu senden einen baldigen himmlisch wohlthätigen Negen-das Volk nicht vor Hnnger sterben zu lassen und meine Missethat zum Theil von mir zu neh, men." Triftiger Grund. ! Ein Krautjunker, der den Wertb der Sckau'bühne als n;oralischer Anstatt nicht zu lchatzen wunte und daher die Priesicr Thaliens ausnahmslos' für Possemeißer hielt, fronte einen Schauspieler, der ein begabter Komiker war wieso er, ein so netter, junger Mann, dazu käme, Abend für Abend den Narren zu spielen. Der Bühnenkünstler welcher auf den ersten Blick sah, wes .Geistes-Kind vor ihm stand, antwortete : , , Ans -t demselben Grunde, warum Sie es thun, nämlich auö Manael.., Sie .lvielen den Narren u Mangel an Kluabeit und ick cM Wanntt nn ßsS wv.

Berliner Gerichtöscene

eiö tan, un ick mechte et meinem ärgsten Todfeind nich wünschen, dat er so eenen l Drachen zur.Jattin hätte. Dies war der Schlun der Vertheldigungsrede, welche der des Hausfriedensbruchcs und der Korperverletzung angeklagte Maurer Friedrich Helmer vom!

1 Een Weib kann mitunter een Engel Wenn der cioilisirte Nhelttlandc? das sind, meine Olle aber, die is det bloß for Wort Fisel" Hort, so überfällt ihn ;um fremde Leite, for mir is se de leidije Sa- Mindesten ein leiseS Mruieln ? hi

1 1

Stapel gelassen, als der Vorsitzende der entzsickend schon: ein blauer Wasserspie91. Schöffengerichtsabtheilung den auf gel. Prächtige Wälder, hübsche Felsen c: cy t , ...4 rr .- ,n t - n . t. m -1 . ' . -

vvlgr cMycn illuicnoen roilnungsoe- oas lleyr Alles un Moerer. uns befchluß vorgelesen. queme. Straßen und ein gutes Hotel. Vors.: Anacklaatcr. iÄ mache Sie Auck das ..romantiscke" Mrtba! wird

gleich zu Anfang der Verhandlung daraus aufmerksam, daß es für Sie sehr dienlich il r- r . n, , ijr, wenn, Zicy auer faulen Äusreoen enihalten. Man kennt Sie schon. Be reiis zum zweiten Male stehen Sie heute wegen Mißhandlung Ihrer Frau vor den Schranken des Gerichts; Sie it - 7. Z, .. t ... icyelnen Mll Zyrer zweiten iallltt eben so schleckt ausmkommen. wie mit Ihrer ersten, die sich von Ihm scheiden ließ.- , Angekl.: Det schtimmt ausjezclchnet, Herr Jerichtshos ! Bei mich bewahrheitet sich det Sprichwort: Et kommt niemals nichts Besseres nich nach." Ick möchte nur bcsürworten, dat meine . . ' M ckte leim die weete een reenct Wai-

senmädchen war. Ick sage Ihnen, meine zerfallener Caztelle erinnern uns an seine Olle hat mehr Haare uff de Zähne, wie'n Zwinghnrschast, und die Neste des befranzöschet Karnickel ufs de Velle.. rühniten lquäducts predigen laut und

Vors.: Maq cs nun sein wiees will. ftt .t,rA M'.S.',., vivw.vM.UJ viv ttMV ullll VfcVI.V Vbl' ..cii... ,fr t. . ... - y. . - , civeier zeugen o vitv z r, oa sie ii unausstehlicher Mensch sind, mit dem iclbst ein Engel vom Himmel nicht ausfm.tn.pi. sss... IVI1IHIVI1 IVMV WIV IVUVIli W W fiin,? fiv, v,. reinste ütüerick iein " w.tv" Mviiv O' n vv Ct rr- .ri n. (- Angekl.:- Bat, ick betrnnken? Nce, ' i I u wai coi icg ! yuu; ttnmu an inclr f V uenuen de Leite betrunken, mrm man mal eenen Klecnen weg hat. Von een paar iroße mit Mornnroth mang wird MrtW Mirf fi CVrti Jt 2 X A Z nu J iiuHwii, a u ovuuvu,, da iehort jchon cen Alsken mehr dazu, Eenen wea. Äors.: In der Klasllsiclruna dcrartlger Zustande scheinen Sie eine sonderbaare Auffassung zu haben, die Zeugen gehen von emcr anderen aus. Angekl. : . Zcujeu, wat Zeusen? Een Mensch, der hinter meinem Buckel mit meiner Ollen anbandelt, der is for mir mein Lcbtag noch nich maßgebend jewer-.. c r.i- r, : . . c. . t . Vcede uf den Korridor schtehcn? Vors.: Das werden Sie schon sehen; wenn Sie die filmen mr Last aeteatcn Tbaten nickt einaestebcn wollen, dann werden wir die Zeugen vernehmen. Wie üebt's. baden ie ctsirc Svrau am l 3. ' Juli mit einem Stocke mißhandelt, und sind Sie dann m t Gewalt in die Woh: ' '. nung des Portiers gedrungen, wohin sich kire Zrau aeflüchtet? u J 1 ' Anackl.: Ick lche sch. die ianze J (hidüt , tene Stnmtt nnit M icnrrs M . . . -. . jchtandn V v m v A mnm m v w jenügendet bnngen lung mit rtMCV,r,T, n k Zr n Z wohl mit ecnem Weib dhun dhaten, det t-st C sich pon ihre Kiche abkehrt, un sich maiig de Pnlletik mischt? Ick konnte mich nich anders bellen, ick wichste lhr eene mit meinen selben Schpanier runter, un det dhat ick dctwejen, weil ick ihr nich wehe dhun wollte. Hatt :ck ihr eene Backpselse .:.,. k,.. mit meine schweren Hände runterzehaui in Uuuiij v rii n 11 A l f .AI H, VUUU IVUl Ut VUIIC .UUy OIUUVU e Inade StüxUhl fesch ossen wien Karnickel, aber so Xrt OsluJl " ... cv..:t;; tsi. m.:c ;xÄ1, " rn? .;rt f 9(at." WjBUnät mu'S Rohr b,ekr,eg, m, ,s niA rtPlrtfttn tnrtntm nrni trrtn

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ikbei mich: Schtra c nuiij sind, wenn i ZiiZ dn ei ihr ttnmal hinjeben läßt xnllitesirt &afM LiSSin sie feste weiter, un soiS et det Beste, du Zlche Welch. langst lihft hr l5ene mkt'sNakr det i ie f Aon runbe gegangen, und letzt pflanzt auf rrll .7 .M lchon den Trümmern der Nomerwerle der arme

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meiner juuen lummcu ji' vu. , vuii uj iicuicm aiauinc eine iuicngc du ick uf keenen Fall nich. , Uj Wiederjeh:u, römischen Ansiedlungen, in denen man Morjen". ' -'' - Iiche Funde gemacht, eim! Dorfe

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In der Eifel. Vorstellungen von der Unwirthlichkeit dieses Qockvlateaus mit (rinrr hnnnn und größtentheils annen Bevolkeruna sind landläufig geworden .und schrecken die Touristen ab, die Eifel zu durch streisen, Bls zum Laacher See wagt man sich wobl: man wei. dort oben ist's besucht, aber weiter hinauf da liegt die Eisel im Banne der Barbarei. Mnd doch t - 4 . JL t ! iTTil t ft' V L m . i T . w uuiy uicj vsile,nnv ver ymiuc leine schöne . Seiten: liebliche Thäler, von klaren Bächlein in mannigfachen Krümmünzen durchzogen, und wilde Klüite, von hohen Felzen eingeschlossen; die crnr.tr. .rjr. : otr. ....C ..i k-.. utk titt ,uzc, u, -i Vergkuxpen und in den Fluren schauen gar ernst die Trümmer verwitterter Anr gen und Schlösser darein, welche der naive Volksglaube mit seinen sagen- und märchenhastcn Gestalten bevölkert. Und es i,t ein klassischer Boden, auf dem wir stehen. Die Straße, die unser Fuß be. tritt, sie zeugt von einem mächtigen, erv m- M overunas ucyttaenoire. te krummer zu uns von Roms Macht tno toKc. oer oie eieganren u I - t t , . f l hatt, ist sie lernen, lind mer den Mutn n v V' " ' ' " ' "i" pi" bat, m einer rauchgeschwärzten i u,,,, der bleibe rahmn. 1 fy g m - . . f j" r Y t Verladt man die Ei enbahn hn dem i R. '.rii je. ... x.- c.a . reiSjttlen nsllreu, oas um tfufcc 1 i n 11 1 i.it7rt lntriii rf I itf u n ihukivui yvvuusuitHi. ' ,.'1,.,., uLnftiJ t I wtv imvivmii mv - :n amiitbiaeS Tbal. das von einem . . ' u " v . ' yiur den .vnmel n,k,r,st- mSAiinm SRnr gen. unter denen Feinau die am besten Haltens und nmianareickite i lt. 1 , r m litte andere, urafcy. , t weniger zß, aber dadurch bcmcrkcnswcrth, daß undament dem selsi: Fcy olksmund weiß uns von einer Jusfer sJungfer) Zvey" zu berichten, welche l der alten Ruine Feinan ihren qeisterhasten Sih hat und als neckendes, schützendes und strafendes Wesen zu mitternächtiger Stunde durch die Thäler wandert. Hier treten uns auch dle Uebcrrcste jener berühmten Wasserleitung entgegen, welche von den Höhen der Vorder sel in .? : . -i , r. nn.ir... l qesührt an den Abhängen der Berge, vorsichtig alle Schluchten und Thaler umgehend. An vielen stellen it sie gänzlich zerstört : wo sie aber erhalten, I 7 r' . r zeigr ji eine io lorgjamc vioiif"ciio und eine solche Festigkeit, daß cs nicht geringer Anstrengung bedarf, um auch nur einen rein aus ocm se?rcn wut I r c. - y l i . i yerauszuvrkngen. n gcvuaier .lruung kann man it )ttütixxotxt emige hundert l jr.'iL. t jl v . v ... :n. m Tii i t in sini in 11 1 1 1 w iiriiriuiinii'. rn . 1 1 " "VV ""v x--- , sich zwei Säulen an einem Grabmale aus . . aXprwniMi Zk?&Z CJtZ Zr tcr Kaiser Hadrian erbaut, scheint der Kanal den Hauptzweck gehabt zu haben. öle Stadt Köln und die an der großen Römerstraße liegenden Etappenplätze mit dem guten Wasser der Eifcler Quellen zu I minuui. u ;üu uhiuuuh . . ' . xiJrJ hru w-r :.. :x:.,onrr... V , irrnniTi nT mir ncrr ninnn iimpn I i , . t t't .Tffl' ;.. ..T"; .- V !?; 1 ZiZtis?:. I VfcV V tVU V. V.MVV..VV I orr-jl a j cv t.:v v t. v ... vorher erjuujc ujvuiu uiji buschlen Höhen und grünenden W!ks ' ? f t f plötzlich in 7. . ' J 7. CTi m& ai i X v4 ä 4 t i tX 0" I'" --yy-'t -7; 71" fuWÖnt welöllch chlmmernden Fel mm ,Ite glauben, gewaltia, : Seifen -und führen' in eiuelHöhle. . '., ' ,Lntri txrtji Q t t; triih w Ofcr iiur der 1 iuiuva m.vvm. v wj sameKlangder in Periodischen Intervall .n berabnnkenden Winert?or nnte I . . . ! ' . I . . bricht die unheimliche Stiöe. 'Mächtige Blöcke liegen umher ttxfr eiü nnster?r Gua zur Linken führt lief in daö Kalkinaebirae blttein hm ttmen Nan Die Höhle trägt nrcnl Kakushöhle. feit denkbaren Zelten. Sollte, auch dieser Name , noch aus Römerzeiten stammen? Spricht iVirqil m .se ner.Aneide von linem Niesen tKakus. den Herkules nuk einem Niesen tKakus, den Herkules auf semeri Wanderung nach Italien todtcte. Dort war einst die Hohle mit tiescinge- .'-! 'IT : t. 'ftT . . C . . ; l ' ' yenoer Ävlnoung, . -Welche der Halbmensch Kakus bewohnt, M , f.. . M MP j0m . .-rf . T em ent evllcyes smeuzal. - r s Nach der Sage war die Höhle einst von einem räuberischen Niesen bewohnt, den ein aÄerer der ' sich ' auf einem i 'nähen loorese. ir zweiieF' onenoar ! palere Sage laßt den Bösen in der HohlV mit jungen Burschen Karten spielen, in der tzhristnacht und grauses Unheil amichiM ! ,i,a -- : .y it , i z ! Am Fuße des HerkelsteiNcs faiü man vor mehreren Jahren einige Klkösen, die von Kennern römischer Alterthümer iL'2i-!fX' '11-r-j..-.a t ? j ...i 1 1 Ui ivullcn rjprungs oczener wur lden. Einer war noch zur Hälfte mit l .s .:.-.fikt. it.t-'. l . 1 , r.x. i jvmi ycuui. ' ucuciuuuul tihöci I v-t r..c rl! ciL '. cm:.'... ...

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Zingghekm, daZ wir nach einer dreimertelstündigen Wanderung erreichen, besindin w!r uns bereits bi)Q Meter über dem Spiegel der Nordsee. Die Umaebuttre ist reich an cermam schm Grabstätten, in denen sich außer Krönen, Schalen und Resten von Pserdegekchirren auch sehr' große und gilt erhaltene Messer und Schwerter voraefunden haben. Die Gräber waren meist aus schweren Steinplatten zusamurengesetzt und hatten eine Länge von 8 bis v 0. Wir verlassen Ainasheiln und wandern von der Chaussee den etwas beschwer!!chen Weg durch das Thal und dann hinI , ji nur uoer ntt gut erhaltene ötomerstraße nach Blaukenheim. Große Wälder, um oann und wann von Wiesen und Heideseldern unterbrochen, dehnen sich rechls und links aus und bergen Swdel von Stehen und Wildschweinen. Wir schreiten auf der Höhe eines Gebirgskammes voran und qelangeu auf eine steil abfallende Bergkuppe, welche die schönen Ruinen der Älankenheimer Burg lrägt. Die Sprößlinge des ehemals mächtigen Grasengeschlechtes derer von' Blankenheim lebest jetzt in Oesterreich Von dem Gipfel des Berges Überblick man einen großen Theil des Landes. Auf einem steilen Äasaltfeljen im Ost: erhebt sich das zerfallene Stammschloß der Herzoge von Aremberg und weiter zur Rechten erblickt man die Burgen Schloßthal und Nürburg und noch weiter in dustiger Bläue den höchsten Punkt der Eifel, die Hohe Acht (im m). Der Bahnhof Vlankendeim an der Eifelbahn ist von dem Städtchen Blankenhnm eine gute Stunde entfernt. Der Zug sührt uns aufwärts in rcnti gen Minuten nach Gerolstem, dessen Umtzebuug reich an vulkanischen Erzeugnislen ist und mit zu den schönsten Partien der Eifel gehört. Abwärts fuhrt uns das Dampfroß in rasendem Laufe in das kleine, aber liebliche Urfthal. Wir verlassen den Zug und wandern abermals bergan zn der alten Prämonstratenser Abtei Steinseld, die sich gleich einer Festung auf einem nahen Plateau ausbreitet. Säcularisirt unter Napoleon I., gelangte sie später durch Ankauf an den Staat und ist gegenwärtig eine Besferungsanstalt, welche etwa 200 Zöglinge zählt. . Qurch das Urfthal gelangen wir abwärts zu den bedeutenden Alcibergwerken von ijall und Mechernich. Das Gebirge besteht hauptsächlich uns rothem Sandstein, und der Reichthum desselben an Bleierzen scheint schon in grauer Vorzeit bekannt gewesen zu sein, denn nach den aufgesundenen Münzen und Werkzeugen haben nicht blos die Nomer. sondern anch dle keltischen Ureinwohner des Landes, bereits hier daö Metall gewon? nen. Zudem ist der ganze Vleibng, wie man das Gebirge nennt, von einem Kranze römischer Ansiedlungeu eingeschlössen gewesen, deren Spuren überall zu Tage treten. Während heute der Berg bau vornehmlich die östliche Seite des Berges abbaut, war bei den Alten und noch viele Jahrhunderte später Hauptsächlich der westliche Theil der Central: vunkt der Erzgewinnung. Namentlich scheint der in der Nähe aeleaene Tanzberg ein Haupttummelplatz gewesen zu sein. Schon seit Jahrhunderten sind indeß die reichen Gruben vcrzchuttct. und unsere redselige Wirthin wußte uns folgende age darüber zu erzählen: Ju grauer Vorzeit wurde dort eine solche Menge an Bleierzen gewonnen. daß man sprichwörtlich sagte, der Bergmann rönne dort rascher ein Makler Korn verdienen, als der Müller es mahlen. Der Reichthum aber erzeugte Ueppigkeit und Ausgelassenheit. Man baute cwen Tanzsaal im Berge, und selbst die Sonnuno ,tt ttaae wnroen our aottlo e spiele und Lustbarkeiten cntheiliat. Aber die Strafe blieb nicht aus. An einem Sonntage, als eben die Glocken zur Messe läuteten und die tollen Gesellen ihr Gelage hielten, erdröhnte plötzlich der Berg in seinen Grundsesten und begrub mit einem schrecklichen Ge krache Alles.. Wahrscheinlich liegt der Sage eine geschichtliche Thatsache, ein großer Unglücksfall, zu Grunde. In neuerer Zeit hat man begonnen, den alten Stollen nachzugraben, da man in den Gruben großen Reichthum an Erz vermuthet. H. von Remagcn. Die Cigarre alö Brautwerber Das in Berlin erscheinende Kleine Journal" berichtet: Jrt Holland ist es Sitte, daß jungeMänner die Cigarren zur Vermittlung, von Heirathsantragen benutzen. Wenn, nämlich ein jnngeö Mann in ein Märchen verliebt ist,so klingelt er an derThürr des Hauses, indem die Angebetete wohnt,, und bittet um Feuer, seine Cigarre anzuzünden. Dieser erste Schritt macht die Eltern blos aufmerksam. Abenwenn er sich zum zweiten Male unter dem; Verwände des Feuerforderns meldet, dann wissen sie, woran sie sind und treffen, ihre Maßregeln, um bei dem dritten entscksidenden Besuche den entsprechenden Bescheid fe nachdem ihre Erkundigung lauten geben zu können. Dieser dritte Versuch erfolgt gewöhnlich sehr bald nach dem zweiten. Ist der Freier nicht geuebm, so wird ihm das Feusr adunddie Thüre vor der Nase zugeschlagen. Es. ist das ein Korb in bejter Form. Ist aber die Werbung willkomazeu, so wird ihm artig Feuer gereicht, er zündet feine Cigarre an- und tritt dieses Mal in's Haus, n?o ihn die Familie empfängt. Jetzd kommt er zur Erttärung. Der junge Mann n:acht der Form wegen den Eltern diejenige ihrer Tochter namhaft, auf welche seine Wunsche sich richten. Sobald dieser Punkt ausgeklärt ist, tritt ihm das Machen entgegen u::d sie rei-. chen sich die Hände.' Hat er dann fein? Cigarre ausgeraucht, so wird ihm die nächste von. seiner Braut gereicht und sie giebt ihm auch daS Feuer dazu. Es soll bis jetzt nicht em Beispiel vorgekoiAnen sein, daß eine Verlobung, welche ruit der zweite im Elternhause der, Breut gerauchten Cigarre zu Stande gekommen ist, jemals ron der einen oder anderen Seite gelöst morden wäre." Wie kommen aber in Holland die Nichtraucher zu ihren Frauen? Oder gibt es gar keine Nichtraucher dort?