Indiana Tribüne, Volume 12, Number 352, Indianapolis, Marion County, 8 September 1889 — Page 6
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Der Photogrspy. Eor AlPhSNS DaSet. Ihr Hausstand war so klein, daß man hn in thxtm Schubkarren wegführen konnte. Darum mußten sie den WobnungszinS im Voraus bezahlen frei'lich ein Zins für Probirxarteien, denn sie, belohnten drei Kammern im fünsten Stock eines neugebauten Haufes. auf einem der großen unvollendeten Boulermrds, die mit AushÄngetafeln, SchuttHaufen und Bretterzäunen bedeckt sind. In den drei kleinen Kammern duftete eS nach frischer Farbe; das schräg und grell einfallende Tageslicht gab den nackten Wätkden ein wahrhaft trostloses Aussehen. Das ist zuerst das WttlUt mit seinem Fenster, das kaum so groß ist wie ein GlaSsturz ; mit seinem düsteren und kalten Ösen, in dem ein kleiner CeaksHaufen aufgeschichtet liegt, den man jedoch nur anzündet, wenn ein Fremdn kommt. An der Wand hangen die Photographien der Familienmitglieder, des Bmcrs, der Mutter und der drei Kinder, sitzend, stehend,, sich umarmend oder auseinander gehend, kurz, in allen möglichcn Stellungen. Dann einige StandllVütx und Landschaften, die im Sonnenlichte verblaßt sind. Das Alles stammt noch aus der Zeit, da sie reich waren und .der Vater Photographien machte um sich jtt amüstren, also aus Liebhaberei. -Aber jetzt ist der Ruin eingetreten, und da c? kein anderes Handwerk kannte, vcrsucht er sich "eines zu schassen mit feinem Apparat, der ihm früher als Zeitvertreib an Sonntagen diente. Der Apparat, den die Kinder mit ängstlicher ' Bewunderung betrachten, nimmt den Ehrenplatz in der Mitte des Zimmers ein ; in feinem neu aufgeputzten Aupferrahmen und feinen dicken, hellen Glasern scheint sich der ganze rurus, der : 11 ' . V . . . . ? tSk ganze Glanz dieses armen Hauswefens zu concentriren. Die übrigen Möbel sind schadhaft und wurmstichig. Die Mutler tragt ein armseliges, zerknittcrteö Kleid von schwarzer Halbseide, und uf dem Kopse den Nest eines SpitzenHäubchens das ist ihr Kostüm in einem Geschäftszimmer, das keine Kunden hat. rrv.- r.j; ü4,x 1Z I liuur "HC '7.1 L:T:rZ Jlilii UtlUU ütt iuiuu. uuuj uu( ei i Eammw:ste, um den Bourgeois' zu . m mpourren. Mit hUüm vertchii,,enen - . . - " ' ?i i V ....'-it:.. . W nungen t t, mlt seinen gutmulhkgen und t t ;J . m.7 n.t besremdet dm,endtt,An sieht er ebenso neu aus, wie fein Apparat. Und wie er sich emsig rührt, der arme Mann! Wie er dieSache ernst nimmt ! Man muß nur hören, wie er den Kindern zuruft: Tretet mir ja nicht ins schwarze Zimmer ritt!" O, dieses schwarze Zimmer die Ca mera obscural. .Im Grunds feines Herzens ist der im glückliche Mann tief betrübt. Er hat die Miethe bezahlt, Holz und Kohlen gekauft. und nun steht er da ohne einen Sou in der Talchk. Hub am die übn nicht taumta? turn die AuShängtafel unw, '?.r. x ..k,. HauSthore kernen vorübergehenden rtkn hi iHrirffn fontt IT 'SV "ä' ' i ' Mi ,en der Erwartung und der Bkklmm.nheit g.hen. A..r. Mut. &,Lr mn,i m ,,k bmwuit i Wm-f w w -U- mm-ww-W n nnoen I I fer nem, wmmat rommr um geyr VtrÄiint iah ftn? htm &tiienm?i? i vvt i 1 rfV Wn.' b S. Herr nähert nch langsam der Ausyang tasel. Er betrachtet die Bilder, eines nach dem andern, er blickt befriedigt drein, er wird sicherlich herauskommen. Woller Freude wollen die Kinder chon hineinlaufen, die fcoakes im Ofen anzu zünden. Warten wir noy ein wenig," ruft die Mutter Vorsichtigerweise. Und wie ut sie daran gethan hat! Der Herr setzt seinen Weg schlendernd fort. Es l!t mittlerweile schon em, zwei Uhr, ge worden. Die Tageshelle nimmt ab, dichte Wolken nehen am Himmel vomber. Trotzdem könnte man auf dieser jftä&e ltßrfi ansatteicknete Aufnabmen machen. Wem wozu, da doch Niemand ar ? j f -r ..j, . M . kommt! Jeden Augenblick beginnen neue Auf regüngen, falsche Freuden; man Hort Schritte auf der Treppe, ganz nahe bei der Thür, d,e sich plötzlich wieder verüe ren. Einmal soaar wird aeläutet. !e mand sucht den früheren'Wohnungsmis16. De Gezichter der Photographfannlie werden lang, ihre Augen sullen o . .Das ist mcht möglich," ruft der Va.Vxh.m.iX IIHllVl 'rial hWAK " . ' .. um llf 0 uui uiiuiiu uii(u jujt. yiiuwS.c ent vüvx nu inme i,r er naoe kr - zurück; ..erft ganz bestürzt. Die Tafel hangt !noch immer an thrnn Pta, Allin' a& i ftrft0 in rriÄ lt mrtv " W f . tk ' J. dort wäre :em cen,cy ,cyaur aus ,ie. riul i " ll v-8 4 .V t3 ".rä-" Wahrhaftig, der Aegen ktopsr 'rt emem l:öhnischen Geräusche auf das Glasfenster des Ateliers. Der Boulevard unten ist schwarz von Siegenschirmen.' Die Armen verlassen den Balkon, treten in'S Zimmer zurück, uud schließen die Fenster. Die Kinder srieren allein man wagt es nicht im Ofen, der die letzte Hand voll Kohlen birgt, das Feuer anzuzündend Tiefste Niedertzeschlagenhelt erxa Der-Vkter aeht mit a.kou & . und gebauten auzren yus uno . ao, nno die Mutter hat, sich .n's schwarze Zimmer " m r ... t ., ......t jnruuqqcgcii, oaum man lu-aji ui, m ': . . W :. . m 1 ...i te It.tk wie sie weint, . Plötzlich klovft, eines der Kinder, das in einem regensreien Augenblicke anf den Balkon hinausgetreten war' an die Fenfterscheib?: Papa. Papa, - es steht un ten Das it ine Ileidctc
noMnen yaven. Z)ey, mner icyau schr eine berechtiate EZaenthümlich-
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... -K-a riw B"n"' T;, Hedräi,ch?" ! Musketier: ! Ne N, wendet dann langmm den Kopf,mDle. y w Höhe. Ach, wk,m alle Auzenxiark. die S.F'M'.'. Z&lfk'f'' ?n tütt rnxf Tu 'tunlAIugcn, ein fn"f jfe "l'if'S KSrchm l'Iaant iärnuä beükm. wie sie Nf Sch,slx,e, wen ,ch s Euch auch
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mal, hinaufklettern würde....' Endlich entschließt sich die Frau ; sie tritt in Hausthor, sie steigt hinauf. Da ist sie schon. Schnell daS Feuer angezündet, die Kleinen in'S JZebenzimmer! Und während der Vater seine Künstlermtche zurechtrückt, eilt die Mutter aufgeregt, lächelnd, in ihrem alten Seidenkleide, um zu offnen: 3a, gnädige Frau, hier lst's! Bitte einzutreten! Man beeilt sich, ihr Platz anzubieten. Es ist eine Frau aus dem Süden, ein wenig geschwätzig, aber freundlich und ihrem Aussehen nach nicht geizig. Die erste Aufnahme ist nicht gelungen. Nun, so wird eine zweite gemacht. Ohne darüber ärgerlich zu sein, legt die Frau aus dem Südeu-ihren Arm auf den Tisch und stützt das Kinn mit der Hand. Wahrend der Photograph die Falten ihres Kleides und die Bänder ihrer Haube richtet, hört man aus dem Nebenzimmer unterdrücktes Lachen und kleine Stöße an die Glasthsir. Das sind die Kinder, die sich drängen und stoben, nur zu sehen, wie ihr Vater seinen Kopf unter das grüne Tuch des Apparats steckt und regungslos darunter stehen bleibt, wie ein verzaubertes Thier mit einem großen leuchtenden Auge. O, wenn sie groß sind, werden sie' Alle Photographen werden, Alle Endlich eine gute Aufnahme, die der Photograph triumphirend in's Zimmer bring? und die noch von Waffer trieft. In diefem Schwarz und Weiß glaubt die Frau ihr Angesicht zu erkennen ; sie bestellt zwölf Bilder, zahlt im rorhinein und geht befriedigt hinaus. Sie ist fort, die Thür ist zu. Es lebe die Freude ! Die befreiten Kinder tanzen um den Apparat. Der Vater, noch in vollster Aufregung über seine erste Operation, wischt sich mafestätisch die Stirne. Sodann, da der Tag zur Neige geht, eilt die Mutter schnell hinunter, um das Mittagsefsen zu holen, ein kleies, guies Mahl, ein Eröffnungsschmaus, und da Ordnung sein muß, kauft sie ein dickes Eintragcbuch mit grüt i nem mnvano, m wetcyes mu zcyoncr Rundschrift der Lieferungstag, der Name der Frau aus dem Suden und tote Ein nahme eingeschrieben wird, Alles in Allem zwölf Francs. Nun ja, man mutz es zuaebm. dank der Vastete x Ehren z-rvr Eröffnuna. ferner weaen einiger klei J,. 1 E ...J Kill EI 1.1 F 11 II 1 I .1 1 I 1 1 C . r Lili. L llllll . .v M ; ner . " I?" " JZ iirr i i iiriiii iinirn . 1 1 iiijim iiini 11 Hin u VV- X f - wr mFWFg Vf V V I V VVt-VV.. MV m.M. ,:tm-! itk w man tx morgen einnemnen ! uns oer m mit allerlei Plänen. Es vergeht mit allerlei Pl ist kaum zu glauben, was alles für Pläne in einer so kleinen Wohnung tm sünften Stocke Platz haben. . . . Der nächste !aq kommt, ija l)t ern herrliches Wetter, Min der Tag Vergeht und kein Mensch kommt hinauf. Ja, was kann man thun, so ist's einmal mit dem Geschäft. Uebnaens ist noch e,n Nest von der Pastete da und die Kinder legen sich r" wenigstens nicht mit leerem Magen nie"".J' " 'T " Z''' 3'JmlZ ail Ä Vatron vealnnen von vUuent it)tt Jiba? - r tT7. c-', llgkett, üUv ohne Ersslg. Dle yrau und wleder em g, noch immer Hubt. Zwei, drei . vergchm so. rTITt"' " ffiÄrÄÄ und snk Jacke kauft; t bleibt ihm , " t t 7 j L t t ' ' Ia3 .., AflnVAHtiH iihX iii hlmiMM 1U3 U11U UlUkllllli.ll UUU ULL UCIiU LlLlllLlLLll hen nicht mehr den Muth, auf rv ZIh " v . v v . WM dmBa ' h.,,uzzutrte und h.nun. zuschauen. Da endlich, an einem Samstagmorgen, in emem Augenvuae, wo die unglücklichen am wenigsten darauf gefaßt waren iamer es piotziicy an ver .yur: eine Hochzeitsgesellschaft, wahrlich eint anze Hochzeit ist s, welche die fünf Stock inaufgeklettert war, um sich photograxhieren zu lassen: der Bräutiaam, die Braut, Kranzelherr und Kranzeldame, brave Leute, die nur einmal in ihrem Leben Handschuhe angezogen haben und die Erinnerung daran jetzt verewigen wollen. An diefem Taae ist die Einnahme dreißig Francs ; am nächsten Tage das i j? . I jtk t fLä I , M t , , oppeue. 'er Kammer yar ein unve: unser Photoaraph ist aerettet. Das ist eines der tausend Dramen m Pariser Geschäftsleben. Ein Aufsatzthema. Daß unsere hoherenTöchter" öfter ganz merkwürdige Themata in ihren schriftlichen I U k W 1 U W. MWIlkM IM II IUIIllllMflktl behandeln haben, ist eine bekannte und ' auch in der Presse schon häu?3 'ehr oderminderaöfalligbesprochene Tatsache. Es scheint dies aber nicht ' ' f - 1 ... . . . Mittheiluiig deS'.Verl. Tageblatt" herergeht. ' Demselben wird dämlich aus richtet: Ein interessantes Auf- . . . . . . . " . l lafetbema ftat die Direktion der MöMlormatfchule für Mädchen ih hren 14jährigen Schülerinnm gegeb Vt: .Ein, an den Lurus uni en. Us und die Capricen der galanten Welt (caprioöi äol monäo z;a1anto) gewöhntes junges Madchen .verfällt plötzlich in de biiierste Armuth und ist gezwungen," sich durch ehrliche Arbeit, feinen Lebensunterhalt zu verschaffen. , Jn dieiem arbeitsamen und bescheidenen Leben findet es die vniye und Römische Presse über unoerzeiblichen urstand der Lchrer dieser NormalI. . ' ... schule", die 'es sich offenbar angelegen sein lassena uch ' daö verdorben sie 1 junge Madchui auf ren 'urus und dieEaprieen, sowle die iftrnw ;öer galanten Welt" hinzuweisenl " v " ' . 'I n xi M 11 3 k e t i e r : Entschuldigen anen Sie uns Meteor ist? Meteor . ... das kommt vom Hebräischen...' Konnt Ihr
blos für die deutschen boberen Madwen-
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ßt Alle. fam Sturine des galanten Lebens gesucht ur.lUii m t nWff rM hfowtrt fi(Ti hi
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Ein Kapitel über Mroy wittwer veröffentlicht Julius Stettenheim in der neuesten Nummer des Humoristischen Deutschland". Der launigen und amusanken Betrachtung entnehmen wir Folgendes: Die im Mann oft so unwiderstehlich auftretende Sehnsucht nach Eheftrien braucht wahrlich noch kein Beweis dafür zn sein, daß er sich gern von seiner Lebensgefährtin trenne. Abgesehen davon, daß es viele Männer mebt, denen die Fran nicht zu verreisen braucht, damit sie sich als Strohwitwer fühlen, so haben doch selbst solche Männer, welche fortwährend sehr verheirathet umhergehen, sich stets ein dankbares Gefühl für das Ungebundene des Junggesellenlebens bewahrt, und je länger die Ehe bis zur Silberhochzeit zu dauern pflegt, desto verlockender erscheint ihnen der Antritt einer rechtskräftig gewordenen vierwöchentlichen Freiheit, fast ebenso verlockend wie ihnen einst die Aussicht auf die lebenslängliche Ehe unter Anrechnung der dreimonatlichen Flitterwochen erschienen war. Der Abschied yon der Gattin führt dem in der Entwickelung begriffenen Strohwittwer noch einmal den ganzen Zauber vor, der sich in der Zärtlichreit und Herrschergewalt der Gattin offenbart. Die den Damen- oder Nichtraucherwagen besteigende Scheidende hat sich alsbald aus dem Fenster gelehnt und wie von einer Kanzel herab an den hinauflauschenden Gatten eine längere lehrreiche Poloniusrede zu halten begonnen. Bei jedem Glockenzeichen, also dreimal im Ganzen, hat der Gatte die Hand seiner Gattin zum Abschied ergriffen, aber er hat damit den Vortrag nicht unterbro-
chen. Immer noch fallen der sorgsamen Haüssrau Rathschläge ein, nach denen sich der Strohwittwer gegenüber der verwaisten Wohnung, dem Dienstmädchen, dem angemeldeten Töpfer, den auszuklopfenden Teppichen, den nachzusendenden Zeitungen, den einlaufenden Rechnungen und ähnlichen inneren Angelegenheiten zn verhalten habe. Es ist enorm, wie viel nach dieser Richtung hin in der so kurzen Zeit zwischen den drei Glockenzeichen gesprochen werden kann. Endlich stöhnt der Zug mit seiner süßen Last aus dem Bahnhof hinaus, und der Gatte betritt als neugebackene? Strohwittwer die Straße., Bor seinen Augen flattert noch eine Weile das zuruckg'rüß ßende Taschentuch der Gattin wie eine Taube, welche mit einer Friedensnachricht die Arche sucht. Er kehrt in seine Etage zurück. Sie erscheint ihm lästig ruhig. Vor einer Stunde war sie noch so geräufchvoll. Wie lant es in einer bewohnten Etage sein kann, das merkt man erst, wenn sie leer ist und iyrfelbezr ein bisher nicht beobachtetes Echo, welches jeoer Jt-'LL c cnv.e .. xoarui niio zeoes yianipcni ermeaen, laur zu werden scheint. Der Mann tritt in den Strohwittwerstand em, w I . . ii I T--li:-. V". t. n. v fri uciaiunnuj uuuac ye mno uuu r gab als Junggeselle alles freudig auf, in und mit dem er bis dahin gelebt hatte, vou Weunsuuzr na oem yimtn uno viel s.t-r..jLL x. . t t.t Gutes und Schönes erwartend. Ebmo wuö der Äeryeirathtte em nohwtttwer, indem er von der neuen Wurde erwartet, woraus er blö dahm verzichtet batte. Der Strohwittwer bat feme Flltterstundeii i, wie der zunge Gatte seme Homgwochett hat, nur nutdem Ullterschiede. daß der Jungge,elle die Rosenkette awegt, wahrend der ttohmttwer sie abstretst und sur kurze Zelt die Zakobinermütze des Jnnggezellen wieder auffetzt, und veide weroen vlelsacy enttaujcht. Der Strohwittwer sieht sich sofort unter die denkbar schärfste Controlle aestellt. Das ist ihm höchst fatal. In einer kleinen Stadt wird er von der ganzen Einwohnerschaft beobachtet, und in einer großen bildet der weite Bekanntenkreis eme einzige Firma Nondinot, welche o viete yeuyaoer var, wie eme ueme Stadt Einwohner zählt. Jeder scheint von der Gattin des Strobwiktwers be-
nocyeu, oen pion zu ,pieien uns uverau mmi, der Nch von der Abwesenheit fe,ner auf der Lauer zu liegen, wo sich der Gattin allerlei Merkwürdiges und UeberStrohwittwer außerhalb seiner Wobnuna laschendes, er wein nur nickt reckt, was
?k . C MK I erblicken laßt. Indem also der unalückUjC r7ii.t.:i 1 tt... ?i uic viiüyiüuuü iim naeounoenoelk a l ist .'.ti ttJL i . . : Buyuucii ivw, iicai, er um sann aeylndert und fast noch mehr als vor oder nach seinem trohwlttwerlyum. Ueberall wird er gefragt, ob er Strohwittwer, noch immer irn(mtitm0r mn so! f- k! w nv utuu wann sie wiederkomme und wie es ihr gehe, fc? mun fortwährend dmelben Fragen hören, dieselbe Auskunft geben
und dieselbe Bitte entgegennehmen, herz- mäßig anf's Dach gestiegen, der ihm eilich zu grüßen. Besonders aeplaat sieht Nen Napf deckt, an den er fick nur nieder.
sich der Strohwittwer von solchen Freun- zulassen und zuzufassen braucht, und nachden. welche nicht Strohwittwer sind, denklich schielt er nach dem Balkon zuCV... ..it- -.Jj". i. .. M, r f . t. " ' rr rx f t
juns un lyic yiumu kttttvroer Ilyl allein gelassen oder stets auf die Reise mitgenommen werden. Derlei Männer, welche von der Gattin durch Mißtrauen ...a.. t..u....V nrix
uuyt$si4uc vvu ciuoiiuijeuö juiium ii me ii)tt uns wenn er Zkyr elne zrleaeliebt werden, scheinen ihrem Aeraer !fe an die Gattin mit Bersickernnaen. das:
s.tL- tl t ltt' .TUCffLfi. juv vi ihcii ccicucic uuüC4ucmut9ic und weil ihnen die dem Strohwittwer zu Theil gewordene vermeintliche Schicksalögunst entzogen ist, Nicht anders Lnzt jl.-.. ... ? .ra er. c iiiKiyt lüiuie, ai iiipci; ip mm Strohwittwer das kurze Stroh durch allerlei unscheinbare Bosheiten verkümrrr E.i. ' n. c. mwu ffcicu nu anen ic eine biodc JT . 1 ... ezcylcrilcyrklt, wenn u den troywtttwer in Gesellschaft von Damen treffen Dann wissen sie in entscheidenden Momenten immer wieder t das Gespräch auf die Gattin des Strohwittwers ,zu lenken c . 1. , ' r . ... r ' und eminenr vkki )Uttö von iyr zn oerichten... . .Die besreundeten Familien, welche die Reisezeit nickt ,, auseinandergesprenqt bat. nedmen'sick, seiner an und seiner an überbäufen ibn mit Einladungen zu Fisck und AuSflüae..' Dem,. Strohwittwer fehlen die Ausreden, , besonders - ' .. - i.Ll,,v xctil tx der scheidenden Gattin versprechen mußte. keine zu ersinden, da sie ihn dem Schutz verschiedener Familien auf das Wärmste empfohlen habe,, und so sieht er sich bald in die Stellung eines Adoptlvonkcls ge dränat die ihm immer verhaßt war. , Er muß einui beträchtlichen Theil der Zeit,
welche er in lustiger ,. Freiheit' verleben gewonnen wird,, beträgt etwa sechs Morwollte, dem Freitisch opfern, an welchem. 'S"; und ijt ringsum von WZauern, um-
s um, dem armen verlassenen Familienvater den besten Erltz zu ,, verschaffen sämmtliche,, Mitglieder ,des HauseS.vom dreliäbrlacn Sohn bis zu den , Tanten zweiten Aufgebots erscheinen Die Correspondenz des StrohpaareS ist eine sehr lebhafte. "Die Postkarte kristirt für den Gatten , nicht, denn er
.schreibt ausführlich und intim, während dle Gattm meist die bekannte Badeortskarte: bin noch etwas leidend, Hoffentlich ist dort Alles in bester Ordnung. Gr. u. St. der ähnlichen Inhalts sender. Er aber entdeckt mit ärgerlichem Erstaunen und indem er über sich selbst mitleidig die Aä)sel'zuckt, daß er absolut nichts zu verbergen habe und ganz aufrichtig Alles erzählen könne, was er erlebt hat, ohne auch nur einen Augenblick zu stocken, weil ihm das Bedenken aufstiege, daß das Folgende nicht für das Ohr seiner mißtrauischen Gattin sei. Fast ist das Alles viel zu harmlos. Manchmal mochte er, so gefährlich es wäre, dnrch irgend eine zweideutige Mittheilung den verdacht aussäen, daß er etwas zu verheimlichen habe, denn es kommt ihm vor. daß er doch seiner Frau mit feinen hausbackenen Mittheilungen wie ein eingefleischter Philister erscheinen müsse, und nur mit Mühe hält er sich
von solcher Zeile zurück. Aber interessant ist diese Strohwittwerei nicht, das sieht er allmalig ein. Schmerzlich muß der Strohwittwer es auch empfinden, daß man ihn überall, wo man ihn aufstöbern mag, für einen Tausendsassa hält, so wenig feine Absichten dazu angethan sind, die so hohe Ziffer in diefem vielsagenden Titel auch nur im Entferntester zu rechtfertigen. Verirrt er sich in irgend eines der Theater, welche in den Strohwittwerwochen von einem uralten Nepertoir leben und nur auf den Fremdenbesuch speculiren, so kann er sicher sein, daß er in den Zwischenakten ununterbrochen überwacht wird. Jeder, der ihn kennt, wird ihn sehr verwegen und mit einem vielsagenim Blick fragen, wozn er denn hier sei. Daß er zum Zeitvertreib oder weil er nicht wußte, wo er anderswo den Abend zubringen könne, anwesend sei, das hält Niemand für möglich, das glaubt ihm Keiner auf seine einfache Versicherung hin. Er muß nothwendigerweise zu inem Stelldichein gekommen sein, denn er ist ja Strohwittwer, und es kann sich 'nur darum handeln, ob der betreffende Vngel im Zuschauerraum sitzt oder auf der Bühne beschäftigt ist. Der lästige indiskrete Frager setzt hinzu, ihm könne der Strohwittwer es schon sagen, er rede .ja über dergleichen nicht, er sei selber schon Strohwittwer gewesen und wisse also Bescheid. Nun versichert der Strohwittwer ganz bestimmt, er fei Zuschauer, nichts anderes, und Jeder versichert ihm ebenso bestimmt, daß er ein Vokativus sei. Sehr unvorsichtig handelt der Strohwittwer, welcher sich auf seinen Zerstreuungstouren allzuweit vom Mittelpunkt der Stadt oder von seine? Wohnung entfernt. Wird er dort gesehen, so macht er sich unrettbar verdächtig, in ein Aben- ' t l . . I l . rener verwmnr zu ieln, oenn er yar oone Zweifel das Pech gehabt, gegen feine Vermuthung weit ab vom Centrum auf einrn Bekannten zu stoßen. Der disk " ereit l5ntd?cker muü erit von ikm anaeredet werden, damit der,picante Verdacht m,. Neckt liekmZte. m ist bezeicbnend r?: ? ,.7r..-. rfür den Strobwittwerstand. dasz die Sonun und Harmlosen in den Nuf geratBcn, dasGeamtheil :u sein, während der wilddiebende uud unternehmungslustige Strobwittwer aam unbeläMat feine Streiche in Szene fetzt. Dies ist erklärfat tx kläMch ist. daß man den Lieutenant auch dann als olchm erkennt, wenn es in Riml atUUn wird. Vielen Männern sieht man den Gatten in Zivil an eil ihnen der Strohwittwerstand .was ungewohntes ist, und Jeder sofort merkt, dan kl. die Uniform der Ebe nur .ausnahmsweise abaeleat haben. Daae'aen aiebt es Gatten, welche niiinals die Uniform tragen, die sie als zux Ehegarmison , gehörig kennzeichnet, sie sind die geborenen Strohwittwer, und wenn ihre Frau, wie sie mit einem alten Scherz verSchern, zu ihrer Erholung abwesend ,st, o er melnen ne aanl unverändert, m Äivil wie vorder, und sie fallen durch'aus uiöt auf. Der Strobwittwer in 1 U . 1 . a j j .'.. . Versvrocken bat. svürt bald und kwar ,t ' ' .t " , tv' mon am unve oer zwenen Zwome inner I rr' , . J t . r ' c ittneoeiki nur no oas unoeaueme m mer Freiheit. Es geht ihm wie dem ver ivöhnten Papagei, der eines Tages aus seinem wohnlichen Messingkäsig durch das ??.. ?..tt ...:kk, ,.1 ...... ... i (juijtiv uuv iwm ytuii gen ist, auf irgend einem ungemüthlichen Dack oder unbekannten Damm tür ttck selbst zu sorgen. Da kommt keiner regel-. ma, aus weitem oas ossene Vauer Zleyr, in das er denn anch bald burtia zurückhüpft, um sich wieder kraulen und lüttern ?zu lassen. Des Strohwittwers Bauer t;. ' t . i t tn , i - et. 'le t f J -i f , er ans oasZUZloerieyen freue, ZAiießl, so sind dieselben wirklich aufrichtig ge. jntmU Mit einem gewissen Behaaen schreibt er nach vier oder sechs Wochen l X. . . cn . m. ff " ' . as nxQii viknscyreloen" auf oen voney ten Brief, in welchem sick dle lebte Geld senduna an lseine Frau befindet, froh, I t . .. rC ' . ' ' , oö er ln elniaen .aaen wieoer reaer I - ' '- . 1 ',. mamg g?krault und gefüttert wird. Für Man ck en dür f 1 1 1 3 so schreibt man von Interesse sein, u erfahren, woher der Name Liebfrauenniilch" stammt.' Dieser Wein ist das Erzeugnis; der in der Umgebung der Liebfrauenkirche zu '"Worm3 aeleaenen .Weinberge. n die aenannte i Kirche lchlo'zcn ich ,n - srüheren fetten em Keuzgäng uebst Garten!n Kapuziner I " VI; La 1. - ..J'i 'L!' 'i iüj J " I. V 'i. : ' i :r "J .W l lullcl vioit ueicgieciie iveirilcye be vaude an. Alles dies 'mit 'Ausuabme der ' Liebsraüenkirche . selbst, ward , lüöO von den Franzosen unter Melac zerstört und dein Boden aleich acmackt. 's. Später Mirde dann dieser ganze Platz nach und f ! ..' 1 V . tt ,Vf , i jhHl .nem; mu vclurcocn ! vepnann. ,.,e flache, aus der die Liebsraueumilch lchlo,zen Äou dem Wein behauptet nluil, vag er um o vorzugiicyer zei, ie näher die Neben an der Ilirche ständen. :! Schneidiges C 0 i p l iment. Rittmeister : ... Saae Ihnen, anäbiges Fräulein, 'ne Cavallerie-Attake im Felde ist verflucht gefährlich, fast so, ge I iahrlich wie gnädiges Fräulein!"
- -"r'Mr--siMIjMli-iMiiri!
Auswandernde Moslems. Ueber das allmäliae Verschwinden des Muhamedanismus in den Balkanstaqtcn chreibt die K. 3 : Es ist eine bekannte Erscheinung,, daß sich die Muhanedaner aus den von Ehnsten verwalteen und beherrschten Ländern Zurückziehen. Aus Serbien sind die Türken vollständig verschwunden, und seit elf Jahren hat auch die Auswanderung derselben aus Nord- und Südbulgarien begonnen, trotzdem rn wudbulgarim ihnen neben anderen Neckten auch d:e amtliche Benutzung ihrer Sprache ge? stattet ijt und von Staatswegen dre mnhamedanischen Schulen nicht unbedeutende Unterstützilugen erhielten. Auch n dem heutigen Bulgarien können sich die Muhamedaner nicht beklagen, sie sind die einzigen, denen um den billlgen Preis von S00 Frcs. der Loskauf von dem Militärdienst gestattet ist ; wie m Bormhre so auch m dem gegenwartiaen lahli die Neaieruna ÖOOÖ Frcs. an die geistliche muhamedanische Lehranstalt v jf w . m mumia, ein zver - cusll m osia
bezieht 3000 Frcs., an die anderen Muf- dingungen sehr viel damit zuthun haben. Streifen sich mittlerweile auf :incm tis in der Provinz werden 57, 240 Frcs. Ein ungewöhnlich heißer Tag verursacht Nucken in einen breiten, dunkelroth gegezahlt uud die Verwaltung der from- weniaer älle. als eine lanae keine Ve- färbten Meck verwandelt katt?. mm
men Stiftungen Vakus) kostet jährlich 12,000 Frcs. Von irgend einer Bedrückung der muhamedanischen Bevölkerung kann durchaus nicht gesprochen werden. Wenn dennoch der Muselmann ..!.... it. ...IICi. . 4. ! X utvet juue ocuuuiy uusgrrvi mw iu nach Osten wendet, von wo feine Vorfahren einst gekommen sind, so beweist das, wie wenig empfänglich er für die Neuerungen ist, welche der Fortschritt auf allen Gebieten des öffentlichen Lebens mit sich bringt. Die Answanderung ist verhältnißmäßig am stärksten in den weftlichen Gebieten, am schwächsten Im Clw m Fi (iXUttirlft f3lJfntis u v)tu.( vt viMut, vtt und Aidos die Türken noch in Massen bei einander wohnen. Doch anch dort findet man fchon die Spuren von Türken. die ungeheuren trostlosen Friedhose, ohne daß auf eine halbe Tagerei'e Entfernung eine , türkische Niederlassung berührt wird. Meistens werden die liegenden Güter der Auswanderer von ortsangesessenen f"V wf f , iP f . ur y Bulgaren angekauft, seltener von bul garlschen Auswaklderern aus Macedonien, deren enoguüge vciedertajiung in Bulgarien ja schließlich zu einer Schwächung des Bmgarentymns rn jenen vielumworbenen Gebieten fuhren würde, Von dem Auswanderungsdrange sind dies vulganschen uicuselmanen, die Pomaken, bis vor Kurzem unberührt geblieben ; obgleich eifrige Anhänger der Lehre des garisch, und dieser Umstand mag sie Pvz'r,r,, vicuil ic um. uui- i wohl lange verhindert haben, sich unter
ihre Glaubensgenofzen, die Türken, grade. Die Haut ist jehr heiß und meist Strafe von zw Jahren Gefängniß abaegen welche sie übrigens eine überlie- trocken. Bei Erschöpfnna durch Zibe ist nibußen hatte. Bs im Hause kein Geld
icuc swuunijuaij tuijvuvv, ütijcvcu. Die Gesammlzahl der heute namentlich c. f..!,,.. N.,, ... r. . f. . I bei Loftfcha und tm Achodoxe angeeste- ..... a-. j: t.... - - - . j . - neu Pvinulen vcuug iiat ver teilen Volkszählung 37,uüü. ie vceglerung versuchte, vielleicht mit zu viel Eirer, bei den Pomaken das Bewußtsein der StaNlc ...if xri j.:nrix rn...r. inesticmcinmiBjt um vtn ujiiniiuc juis . . . fi- :. . rjt..r garen zu uaiien, mvun man ißiucn errichtete und auch eine nicht geringe
Zahl von jungen Leuten an höhere Lehr- gelebt werden. Es schadet nichts, den bereiten und sie gewissermabm für dm anstalten entsandte. Der Erfolg ist aus- Patienten ganz in kaltes Wasser zn le- Tod vorbereiten. Sie verkaufte ihr emgeblieben, nur zwei dienen als Offmere aen. Dies sollte jedoch nicht zu lanae ziges Gut, eine Ziege, an ihre Nachba-
in der Armee, ebenso viele sind Verwaltungsbeamte, die Masse verhält sich nach wie vor verstockt, uud ttun kommt noch die Metdung, daß in diesem Jahre mehrr jr. .fi... i. r. .f.'jf... ...?. rne Jiorficganni ver yernien waiver-' aeschmückten, fruchtbaren, mit den bei den Muselmanen so besonders verehrten warmen Quellen reich gesegneten Hochr 0fjf..i ... nit .5. !i eoene von ajim im lyorope mu Sack und Pack über die Grenze ziehen werden. Das ist um io bedauerlicher, als dem Lande durch dlele Masjenauss Wanderung viele sleimge Arme entzogen t r, t -p t m r werden, noenen oen z,cel,enom ou man mcht aufhalten ; es ist nur zu wunscheu, daß die Negleruug Maßregeln . ' r. ..... . . . . fr ...?. ..... jTt . t trifft, um eine Bevölkerung jener Gegend mit den zweifelhaften Elementen von jenseits der Grenze zn verhindern, die fast immer das Näuberhandwerk für das ein träglichste halten." Sonnenstich oder HitzschlagZ Ein bekannter Arzt sprach sich kürzlich einem BerlckterNatter aeaenüber über die . . 7 t . . i rri rr r vr ri pimininsr iirr i iip Tinir tt in iiici DCtt oder oo ourry mm aus. t r t f. 7 t. L if "i ff 9 ? u w .' r ,x,:k. f 3 ,I Ä i;fff nannt mrd. ist weiter Nichts als em Hchlchlaa. Die wenigsten bis iefet aeVw'3- tt4w" . W
V Verührnng durch die Strahlen der Soune her, sondern wurden ldurch Ueberhchung verursacht.. Wirklicher Sonnen--uiui uiuii uui uu uuui. viüu vu jvf l:.7 mSr. fÄ L, ,.r,r. v.i einer Per on so lange den strahlen der ,,?.f.uift Vcnne ausge etzr z t, bis er davon überrrs: t e2sf. nt JL 9 t M Ürdfik AM MV AMV IDUUigi "flik ! . TSIm. .t. . O!sf. flt IIUI, JlilC UIlUCIEIl 1VQUC IIIIU led ialich Fälle von Fieber, und viele da9 u 1 vs - s treten nach Sonnenuntergang aus. von treten nach ,onnenunteraana ant. Dr. Wood von Philadelphia theilt Sonnenstiche solgendermaszen eln: Erstens eme acute Hirnent'.ündung, hervorgerufen ' durch d.e Sonne selbst; zwelrens Hitzericyopsung, weicye ,rrwohnlich Sonnenstich" genannt ist eine v?m direcfen Einfluß der Sonnenstrahlen auf den Kopf bewirkte Entzündung des Gehirnes und ein seltener Fall, wnl em Mensch jeltni so lange nur dem Kopie bSonneausgesetzt verbleibt, um, veroervilcyen Biulzuvrang zum Gehirn zu rWftort ' 1 (Vrlfi Ms Vitirrf r.(4 y (uni) ji.-y'v' zollte nicht als 'Sonnenstich ' bezeichnet weroen, vii ne ncy wenig von anoe ren. formen von Erschöpfung unterscheldct und, meist bei alten, schwächlichen und blutarmen Personen auftritt.' ' 1 ' !' 1 i tjL.H'- l:f " "f'i- fi'-fiiiHJi'- -::'iv ' i ,r; r .... Der, echte,,, Sonnenstich "ist ein eigenthümliches Leiden.,' ES ist Blutverderbniß, die das ganc System in Mitleidenschaft, zieht. - Der . starke Blutandrang zum Gehirn und andere Symptome sollten genügend beweisen daß dieses Leiden als eine orm von Fieber, betrachtet werden und , deshalb ein Hitzschlag genannt werden sollte. Da die Hitze, die die meisten Arbeiter zu ertragen haben, die Sonnenhitze ist, und obgleich es wahrscheinlich ist, daß die meisten Fälle von Sonnenstich unmittelbar dieser, Ursache
meivelen Muernyrlen von einer virecien,:.. .. " 'o 'cm 1, .
li)umii für Vonnen,!lcy ange,eyen ren. , Davor,, lag ein kleiner grüner Nch neoen dem eicynam ryrer attenen
wlro. uno envlica wrrrrlcuer son- owrer uno erwarrel,e oen .00. oer
' :a,. f , .. ., . . m ,' ... , l vtviM ,,. -vi-'i"""' , vmvv , . i j ,v ... r nenztlch. Slciitc Hirnentzunduna. , ae- lanMrtfn A?,' zumrhen Yrr tedoch Nicht eintrat. Rschbarn, die am
zuzuschreiben sind, sind doch Zahlreiche ftiiflV siprisftff mt Vtpt I
Geringsten der Sonnenhitze ausgesetzt , Oy& Hl t .....ir i l! l t' ... I vin tuvtf. t II war. w iji vuuijuuiiu er lyau m t",,. jt,. .rr; : I ''-'-y-Tg-- -w -m T-vy m Patienten in Hospitälern wurden oftmals während der Nacht davon befallen, nachdem sie mehrere Tage vorher im Bett gelegen hatten, und ich glaube, die MehrZahl der im Stadthospital behandelten ÜaUt wäre:, wahrend der Dunkelheit eingetreten. Als Beweis, daß die Sonne nicht die Urfache ist, kann ich mich auf zahllose Fälle beziehen, die unter Soldaten vorgekommen sind, welche in schlecht ventilirten Kasernen lagen, nachdem sie lange Märsche gemacht hatten, wobei die stf.. . ..i ..... iin!u . , . . ... Linaue vil um clilernar einirmen. Ich saae deshalb, daß der gewöhnlich fogenannie Sonnenstich in keiner Weise von der Sonne abhängt, und daß Hitze v ' . . rt . ..: . . . . . I
uic uniugc urjaaje vcsieiveu ir. vrine wenn au merlii cywacyer, wiederbestimmte Temperatur kann nickt als bolte. Von da an lckien er mk hti&nU
Sonnenstiche erzeugend aufgestellt werden, da allgemeine atmolphönzche Aeriode. In großen Städten tritt dieses Leiden häusig ans, da dort die Nähe der Gebäude und die Menge der Einwohner die Hitze starker machen, und die Leute mehr trinken uud weniger gefundheits- .-. fv , . i r mamg ieoen. eioarveiier yavcn mancymal Anfälle, doch dies sind auch meist Fälle von Erschöpfung und nicht richtige Sonnenstiche. Unreinlkchkeit und Tragen enger Kleider sind häusige Ursachen dieses Leidens, da dadurch die Ausdünstung sowie die Ausstrahlung von Hitze aus dem Korper gehindert wird. Starkgebaute Leute weiden am häufigsten vom tXXl.tXs. ti r; (T!a 1 .1 ... I. yu?ujm ijt nu'inc eigene Beobachtung. Magere Leute fallen ihm selten zum Opfer. Äusländer sind gleichfalls diesem Leiden häusig auögesetzt, was durch den Mangel an Äcclimatisirung bedingt wird. In Indien werden Ausländer massenhaft davon befallen, Auch in Amerika ist dies der Fall, wie man aus den Namen der Patienten ersehen kann. ' ak. s . . . . . In den meisten Fällen geht dem Anfall ein Gefühl der Mattinkeit und
Uebelkeit vorher, der Patient ist unrn- Vor dem Schwurgericht des Departe-,,?5:J,,..,:.A-r ....w r.s.fx." z I k e...t. jl s
yi, vmiuiiiuci iuiu vtyjujiuuuic iuujcu, i aUe Gegenstände scheinen eine qleichmüöiae larbe m babm. In fckweren Fällen fühlt der Patient eine Art Be täubuug und fällt plötzlich Nieder. Wenn dies aefchieht. ist das Weine im Anae blutunterlaufen und die Pupillen ungeMmuna ist bezchleumat. und die Kw iDügnucn verennr ooer ermellerr. oie per-Temveratnr steigt über 37 Centioer PINS ciieuiugi nno Mwary, me I Haut kühler, das Schlucken ist weniaer ... r. .r.r.ir . 4 ....i. tt r Q I r gehlndert. Die plötzlichen Anrälle erf r'-- .. . . i I eignen nm gewoonilcy, wenn yeslige Bewegung und grok;e Anstrengung Zuvor stattaefunden hat. Sobald ein Patient'einen Anfall erlitten hat, sollte 1 . . . .... fi . . I et an einen inogiirnji luyicii ae-1 I r . , . t ... .o-... . i ' .... ornqjr ivcicni. eine ieloung ?oure abaelet. Und Eis auf Kopf und Brust andauern. Eine Autorität sagt, daß die Abspannung der Pupille das erste Zeichen des Nutzens der Abkühlung sei. Der Patient kann hierauf in ein Bett .. . . c. t " t . r gmgr, öke Anwenoung von m aver nnkk fortaesetzt werden. Juapflaster auf dem Nacken sind selten von Vortheil, Einige' Aerzte wenden Morphin-Ein-f r . '!: v 'r prlyungen an. M)ivrosorm lsr gieicufalls schon mit Nutzen angewandt warden. Dies icdoch nur t Fallen von Krampsen." Australische Justiz. Am 12. April wurde in Sydney ein I , 1 ... ... . . ;' ' deutscher Juwelier, Ludwig D orn, in feinem Laden besinnungslos ausgefunden, Wie die Unterfuchung ergab, waren in der Zweiten Nacbmittaasstunde zwei Männer in den Laden aetreten. batten ilck von dem Besitzer, einem schon beiawen Manne, Aehrert öcmae zeigen lanen. r2C in Zr& bergefallen, hatten ihn gewürgt zu Bowaren dann aber plötzlich über diesen oen ae wiaaen uno waren uuler mats I rtAvt rarw dt an ff A nrii4irniin ... . I lUUint. (illUtllli V-tUUlItUllV i. yiilUIUUIl' c. .r v. H"uä vtz. der Leiden Missethäters elnen gewissen Williams, festzunehmen, der, vor das TZirl JZ' 11:?" ;: .. : i iiMni niini i r ii r ii iir i ii ii ttrxiriMt ni 11 i niri nrt GefchworenenaeriÄt aeüellt. sckuldia beech ' , . 3 '" v,i: sstt.z r,: 1. iuni vollstreckt, ijiini Minute vor w f. off U, 7.:der settgejetzten Zeit wurde Williams rt ' 'o-n. x:...,,.5.x-.,. aus t einer eue im )arilnahnritaetanaV M w W Bm I XU3 lllltll niUl IM W H 4 W4t illi. lUIIU f ... . M Nl le nacy einem ad,ellS gelegen W aestthrt, wo. neben dem C'ekangiildirecf 1 ' . qs . . tsltDllim,v ss,,;iVfr. t; r turtrfpti 9snA 9rtrr ter der Presse waren zugelassen worden, ber Hgfmaner lehnte ein eisernes, ahttu ein quadratisches Gestell, dessen unlerc (zden in den Wsaen fettaerannt lym !acre uno emo lzerunicrioa. eiNkl rv. i : . tt ro-.edur. die neb der Verurtbeilte. ein sehr strammer Bursche von etwa ren, auch ohne Widerstand gefalle: 3Wt iünrten ibn dke Wärter Eisenrahmen. hießen ,ihn die Arme hoch hn.. seine. Beine spreizen und schnallI . . . , n ..ln.... t... teil ,'llm, mllieizr parier, eoerriemen an bnl Hgnd- und Fuszaelenken, an das Gestell fest, sodaß er nicht die leiseste Aeuieauna , machen konnte. Der Wärter rendcn .'iietyater,. nicht entgangen zu sein schien, denn er' nna merklich an zu zittern und seine Gesichtszüge zeigten eiue fahle Blässe. , ,. . 'J , Der Wärter glättete inzwischen mit einer gewissen Behaglichkeit die gesähruchen neun Schwanre" der, .Katze", trat dann , zurück und stellte sich wenige f n ' , r 1 c... Tl . c . . cyrl! nacy iiin ymicr oem ?csunne an, des Zeichens gewärtig Nunmehr trat, der Gesängnib'director vsr.
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Die Strsfe besteht in füüplndzMmuw .,;.. u :. witukit.tt.v.rt, ivvvuuj tu. chende Handbewemmg folqte. DerWän .J r ' jfe , . . l f. rer yoo Ote zcaye Mir eer ceqzien, deren ..t. . . y j .y ft 4 . c mty V I iJj ü )i sie pfeifend auf den nsckken Mcken des Verbrechers niederfauseu. Die furchtbsre Wucht des Hiebes zeigte sich &htt in einem breiten rothen Streifen, der der rechten Schulter nach der Untm Hüfte lief. Erns. schallte die Stimme des controlirenden Beamten, und abermals sauste die Katze-nieder auf den Rücken des Gefangenen, der an allen Gliedern zitterte und hörbar kckrocr in athmen begann, sonst aber keinen Laut vernehmen ließ. 3w?i .drei" vier" i. f. . . . - " . . uns so so vkZ zum Gten Htese, bei welchem Williams einen mütnhtn Schmerzensschrei nicht unterdrücken konnte, den er bis zum zwölften Atefc ........ r f u r ' . zu fein und röchelte nur noch leise, währeud der ansünalich eimiae tbe floß indessen nicht, was nicht oft vorkommt. Der Aufseher waltete feines Amtes mit der Regelmäßigkeit einer Maschine, kein Laut war in dem kleinen Hofe zu vernehmen, als das leise Seufi ne r . . . . , ' zen des Äervrecyers und das Pfeifen der Peitsche, unterbrochen von der strengen Stimme des die Hiebe zählendm Beamten. Als der letzte Hieb gefallen war waren noch nicht olle sieben Minuten vergangen, seitdem Williams in den Hof gesührt worden war, den Zuschauern hatte es eine Ewigkeit gedünkt. Ebenso schnell, wie der Verurtheille, dessen Nucken j .... j. .... s.k .r r rr t .r jcii allSkay, ms oy jlW eme orekie, rolye Schürze von der rechten Schulter nach der linken Hüfte hinziehe, an den Nahmen festgebunden worden war, wurde er auch wieder abgeschnallt. Festen Schrittes ging er an den Zuschauern vorüber, während der Wärter ihm im Gehen die Gefangenenjacke überwarf. - Fünf Kinder von ihrer Mutter ,r erdrosselte uuiiiu jjuiuc owuhk, yuvtu cy.i vit Verhandlunnen über eine wahrhast entschlicke Mordthat beaonnm. Eme!?u hSoiisi, die an einen (grbarteiter nahn: rathet war, den der Mangel an Beschäf tiauna m einiacn kleinen DiebMülei 'S en verleim hatte, gerieth in die höchste jocrxrociuunti. ais uc zu ren ann am ins GefanmM von Limoaes abführen sah. wo derselbe eine r. v ... a c;. trn..n .. .. .- vornen war, uuo mc wtmiu ragm mühsam nur einiae Sous verdiente dun .. das Aufluchen vottLumpmmwKnochen, r. .....i.r jr. r . r. r?.. l. r . o cniicuiob ncy cie ran Wnun, die Adwelenhett ihres Mannes dazu zu des nutzen, sich das Leben zu nehmni. nach dem sie ihre sämmtlichen Kinde? umqet rn tt. t ... . i r ... ? uuirar. zeoor it oer oieien emjevikr jr. rr...ir x.r..r. ...j."f..i. . r. , Mu niiu aussuyrie, woure iu rn ren Kindern noch eine lebte ?reub rin und verwendete den Ertrag dieses Verkaufs zum Ankauf von Kleidern und Blousen für ihre ältesten Kinder. Als der Abend Herannekommen, ließ sie ihre L? . . r t ... moer me neuen iutmx anzleyen, schlachtete eine Henne, die ihr noch au blieben, um ihren Kindern ein reichliches l Mahl zu öereiteu und, nachdem dasselbe I ti t jf.... .. . verzeqri, vraie ,ie 19 ganze amlile zu Bette und wartete, bis die armen fünf Kinder eingeschlafen wareiR. Als dies gzschehen, drückte sie ihr jüngstes Kind, das sie auf ihren Armen trug, an .. . r n t ....... ir . I. . t .fr iyre Wruji uuo erorozznre oasjktve. Ihre beiden anderen Knaben und ihre zungcre Tochter fchuesm neben einander in demselben Bette. Sie erdrosselte zu nächst die letztere, dann den jüngeren 6 Jahre alten Knaben. Ver attere öwade aber erwachte, als die Mutter mit ihren Fingen, seinen Hals berührte und es entspann sich ein verzweifelter Kampf, bis es endlich der Mutter gelang, auch diesen Knaben wie ihren anderen Knaben zu erdrosseln. Es blieb nun noch ihre 10 Jahre alte Tochter Marie übrig, die durch den Lärm des I tftT jjstt"t I - farnnf maA ftMnnrfcttt? (it fcn siA w....r,--erschrocken im Bette ausgerichtet, und ls ihre Mutter sich ihr näherte, rief ii,. M,n mirm wf2 i tssi n einH ntrf s; i u t h w u im u u ,e: 'Mama. Vu willst, mich anch r . - . ' Deine drei Schivestern sind todt, Dein im Gesänani. uud ick will V il .X auch sterben. ÄvillZt Vu noch leben bleiben?" Und das arme Kind hätte nack der Auslaae der Anaeklaate'n selbst . J . ' " ihren Hals der Mutter hingereicht, die sie erdrosselte. Hierauf verschloß die Mutter mitten unter den fünf cichnarnnt alle Ausaänae ihrer Wohnunq. zündete em Kohlenbecken ozznete sich eine Ader ihres linken Handgelenks und versuchte sich die Kehle mit ihrer großen cyeere aozuzmuewen., Hieraus legre ,le 1 AnhtVtrt M J- 11 T11ITtT?lt yy" . ,. mwi rvr . ... d1 T .. . sandcn die rau nocy athmend vor; Verhandlungen, die mehrere Sitzungen in Einspruch nehmen werden, werden wir unseren Lesern mitthkilcn. : DieSammlung zu einer Ehrenqabe für Friedrich von Bodcnstcdk,' t . ., iL. . , .TV w'. tf vif'-- ' l?o;u, von ereyrern oes iciers oer , gcÄ hat aeben. ' Davon kamen 15,000 Mark aus! der nordamerikanischen Union, 40OÖ . "?rJ;,$gU Mark aus, SaN lJoz (Eoöa mica.) der kosten der Feitieier und der Äerösfentlichuna des ! Ausrufs , verbliebene Nest , von 42,429.52 M. wrd: dem Dichter theils zu sofortiger Verwendung, theils zur festen Anlage behändigt. , Gedächtniß? eben werden gewöhnlich abgelesen. ;
25 ai)i vculc lll lc vüuiiuüj Lv"" lilü tut
' :tf ...j... z ri. ,rz j.TiiiiviA '..wv4. ., .r..
i tien Vchmuracrlwk von moges wlro ilver 1 IIll 7 : rt.a."Z sii.. rrs ...-.. i,-4 ' ;
str den lic ja V!7cnan iilü. u .'"i'uiui vcc - ,
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l!i!g!iS!l'p'.. A fjlf" P'd, .i fjjff ' I
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bald die Trexre, zu vier Stufen aux ein-
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