Indiana Tribüne, Volume 12, Number 316, Indianapolis, Marion County, 4 August 1889 — Page 7
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Löwenjagden. VaH Itn SrzShlungttt btl alten ForftsufstherZ TTuKZ gtaaleritann, niedtrgeschrlkbeu von Eduard JTx geifen.
W!e Sie wissen, meine Herren, bin ich in Timbuktu geboren und mit Tschad-See-Wasser getauft. Mein Vater war !n einfacher Sandfuhrmann, welche? in ber Sahara mit feinem Kameelfuhrwer? von einer Oase nach der andern trabte und Sand,Sand,n?eißen Wüstensand!" usrief. Unsere gute selige Mutter, die meinen Vater aus reiner Lieb' geheirathet hatte, denn sie war eine Libyerin, blieb während dessen mit unZ Kindern daheim und verkaufte nordamerikanifchen Grünkram, Koknsnüsse, Palmenkshl, Saha-ra-Rüben. Datteln u. f. w. Wir ernährten uns schlicht und redlich. Als ich mein 10. Lebensjahr erreicht hatte, nabm mich mein Vater bereits mit aufs Geschäft und ich mußte ihm helfen, denWLstensand aufladen und daS Kameel füttern. Auf diese Weise lernte ich die Sahzra schon in frühester Jugend genau kennen, ich mußte dort Weg und Steg, und wäre entschieden einer der bedeutenssien Karawanenführer geworden, wenn ich dafür Sinn gehabt hätte. Leider besaß ich jedoch nur wenig Karawanensinn, mein Dichten und Trachten war schon ls Knabe immer nur Löwen, Löwen, nichrS als Löwen. So wurde ich emgesegnet. Nach meiner Konfirmation sprach mein Vater zu mir auf Sand-fkrit (eine anden Sprache wird dort nicht gesprochen) : Daniel", sprach er, d3 Geschäft geht nicht so wie es wohl sollte, denn der Wüstensand steht äußerst niedrig im Preise; Du mußt Dich einem andern Berufe widmen!" Dann werde ich Läwentödter,Paxa," erwiderte ich kühn, dies? Branche ist immer noch nicht so sehr besetzt!" Meinem Vater schien dieser Ausspruch gewaltiz zu imponircn. er willigte sofort ein, und nach wenigen Tagen kam ich bei einem berühmten Löwcnjäger mit Name Gusrard in die Lehre. Daß ich Ihnen nichts vorlüge, meine Herren, können Sie leicht zu erfahren bekommen, wenn Sie Brehm'S Thierleden" nachlesen, in welchem mein LehrPrinzipal mehr als einmal erwähnt wird .... Gut! Meine Mutter strickte mir also ein Paar Sandalen, ohne welche man dort in dem Wüstensand absolut nicht laufen kann und von meinem Vater ourde mir eine Taschen-SandMhr geschenkt .das war die ganze Ausrüstung, mit welcher ich in die LSwentödterlehre trat. Kleiner Daniel," meinte Her? Gusrard, nachdem er mich von Kopf bis zu Fuß gemustert hatte, Du mußt Dir die Sache gar zu leicht vorstellen. Ich werde Dich jetzt zunächst theoretisch in Deinem zukünftigen Fache zu unterrichten versuchen. Sieh' mal, man kann den Löwen auf' sehr verschiedene Weife beikommen, es gibt nämlich Löwen des Tagesund Löwen der Nacht! Diese letzteren fängt man am besten mit sogenannten Lowengruben, während die Löwen des Tages auf einen derartigen Leim nicht kriechen; die muß man daher schon mit eigener Lebensgefahr fangen. Doch davon spater! Du, mein Daniel, bist nun noch jung in dem Geschäft, sei daher so gut und nehme Dir eine Schippe aus meinem Stall und grabe hier gleich hinter meinem Hause eine recht schone Löwengrube, in welche Du Dich beim Beginn der Nacht hineinsetzen kannst, um auf die Löwen zu warten. Kommt dann einer, so brauchst Du mich nur zu rufen! Nach diesen Worten ging Herr von Guerard auf fein Bureau, um noch einen Artikel für Arehm's Threrleben zu : schreiben, und ich holte mirmeine Schippe nd begann zu graben. Die Geschichte, meine Herren, wie es mir in der Löwengrube erging, wird Ihnen ja aus dem Alten Testament bekanni sein. Sie ist entsetzlich ausgebauscht worden. Ich bin kein Freund von Aufschneidereien, deshalb will ia) Ihnen ganz kurz erzählen, wie sich die Sache in Wirklichkeit zugetragen hat: Da ich nämlich meinen Stolz darin setzte, den ersten Löwen auf eigene Faust zu Zangen, so rief ich, als der Löwe zu rnir in die Grube purzelte, meinen Principal nicht, sondern suchte vielmehr die Bestie mit meinen Händen zu erwürgen. Natürlich war ich hierzu viel zu schwach, ich stand ja im zartesten Jünglingsalter, und ich wäre jedenfalls ein Opfer meiner g,oßen Tollkühnheit geworden, wenn der Lo.?e mich überhaupt gemocht hätte ! Aber er mochte uuch nicht. Weshalb nicht? Erstens hatte er sich vorder rationell satt gefressen, sodann sind die Löwen, ebenso wie wir Menschen, in der Regel sehr großnlüthig, und zweitens hatte ich vorher heimlich eine von Herrn GuSrards Cigaretten geraucht und das können die Löwen nicht vertragen ! Gerauch ertes Fleisch ist ihnen im höchsten Grade Zuwider ! So ist es gekommen, meine Herren, baß ich damals von dem Löwen' verschont blieb, und nicht anders. Na, am andern Morgen, meine SandUhr zeigte gerade 5 Minuten vor halb fechse. kam denn nun Herr Gusrard, um nachzusehen, wo ich eigentlich geblieben war. Als er mich aber bei dem Löwen in der Grube sitzen sah, da lachte er so reckt arimmi vor sich hin und sagte: Siehst Du wohl, kleiner Daniel, das lasse Dir eine Lehre sein; weshalb hast Tu mich nicht gerufen?" Dann reichte er mir die Hand und half mir aus dem Loche heraus, indem er vor sich hin brummte: Wer andern eine Grube gräbt, fällt selbst hinein!" Den Löwen aber verkaufte er vom Fleck an den jungen Hagenbeck, welcher zufällig eben in Timdulm angekommen war, für 3000 Mark. - ' . Für mich begann nun zunächst eine trübe Zeit, wie dies ja bei allen jungen JsJdeleven der Fall ist. Ich mußte die niedrigsten Arbeiten verrichten und bekam nichts als Löwenwildpret zu essen. 'Die gelbe LowenSouillon geht ja. noch an, wenn sie mit einem Straußenei abgezogen ist. aber der ewkae Löwenmaulsalat und die aeschmorten Löwenwedel wurden mir. j r. mMm : . - !W ' w ... 1s A ..i.-TSLj- T? . ßcq rnii oer ta recyr .zuwioer. geradezu ekelhast aber sind , die gepökelten Pranken, 'sogenannte Spitzbeine, und man muß sich furchtbar in Acht nehmen keine Kralle mit zu verschlucken! :
Indeß auch diese crina vorüber und
eines guten Tages sprach Herr Guerard, zu mir: Danlel, Du hast Dtch btszer relativ anständig benommen, eZ wird nun wohl am Ende schon mal möglich sein, Dich mit auf den Anstand zu nehmen. Ich habe nicht weit von hier in der Wüste, dort, wo das kleine Kaktusgestrüpp steht, bereits feit einigen Wochen taglich einige lebendige kleine Negerjungen angebunden gehabt, mit welchen ich ein Nudel Löwen heranzufüttern beabsichtigte, damit dieselben dort wechseln sollen. Ich hoffe, die Löwen haben den Wechsel acceptirt, undheuteAbeud, wenn der Mond scheint, will ich Dich mit auf die Jagd nehmen. Hier ist eine Schrotflinte. lade 'dieselbe mit Schrot No. 4, damit Du den Löwen die Haute nicht durchlöcherst, denn das ist die Hauptsache! Im Uebrigen verlasse ich mich auf Deinen persönlichen Muth und Deine sichere Hand! - Wer war froher als ich, meine Herren? Also endlich ! Ich konnte die Zeit kaum erwarten. Punkt 9 Uhr Abends, als die große Saudnhr in Tünbuktu eben zu Ende geschlagen hatte, rückte ich mit Meister Gusrard aus, und zwei Gtunoen später lagen wir im dichtesten Kaktusgestrüpp und warteten der Dinge, die da kommen sollten. Was soll ich Ihnen nun erzählen, meine Herren? Sie wisien, daß ich kein Freund des Nenommirens bin. Genug, die Löwen hatten den Wechsel richtig angenommen und kamen in großen Rudeln angesetzt, so daß es mir für meine Person möglich wurde, mit meiner Schrotflinte an jenem Abend fünf Stück zu erlegen, darunter eine Doublette Löwe mit Löwin! Guerard selbst schoß natürlich mehr als das Doppelte und sing außerdem noch drei junge Löwen, die kaum ausgewachsen waren, mit den Händen lebendig. Neichbeladen kehrten wir zurück, die Häute auf den Schultern und die drei jungen Löwen an der Leine hinter uns herziehend. Es war mein erster wirklicher Jagdtriumph ; demselben folgten später noch viele andere, aber keiner hat einen so freudigen Eindruck auf mich hinterlassen. Ich habe späterhin im Laufe meiner Lehrzeit noch manche hochinteressante Partie mitgemacht, ich war bei Parforce - LLwcnjagden gegenwärtig, bei welchen die Löwen auf Giraffen ritten und wir zu Pferde hinterher ; ich habe, blos mit einem Hirschfänger bewaffnet, ganz allein einen riesigen Löwen in seinem Lager, der sogenannten Lowkoje, aufgesucht und ihn abgefangen, aber nie hat mich die Sache so befriedigt wie dieses erste Mal. Das können Sie mir sicher glauben, meine Herren ! Guerard war denn auch sehr zufrieden mit mir. Er schenkte mir eine schöne zahme Girasse mit Sommersprossen, so groß wie meine Hand, zum Geburtstag und verrieth mir auch in seiner angenehm angeregten Stimmung sein bewährtes, von ihm erfundenes Mittel gegen Löwenbisse, welches ich allerdings erst nach meinem Tode veröffentlichen darf! Es wird die gefammte Jägerwelt in Erstaunen setzen ! So ging denn nun meine Lehrzeit allmählich glatt ihrem Ende entgegen, und wenn ich auch Vieles erlebte, was ande-"-t rvw. ff ren Memmen ewig cm vtaumi meiven wird, so war mir die Sache doch allmäh- : lig langweilig geworden ; denn, meine Herren, es geht mit den lebensgefahrlichen Abenteuern wie mit dem Grog, man will zuletzt immer noch eine stärkere Auflage haben da pafsirte mir schließlich noch eine Sache, die Sie vermuthlich stark an einen gewissen Patroklus erinnern wird, Sch habe es aber selbst durchgemacht. Da nämlich Herr von Guerard, mein Lehrmeluer, Die gerammte wayara für seme Lowcnmaerel gepachtet hatte, so war es ihm natürlicherweise höchst unangenehm, daß dort m der Gegend 0 stark gewilddiebt wurde, und er beschloß einmal, ein großes Löwenkesseltreiben" abzuhalten, um eine ungefähre Uebersicht über feinen Wildbestand zu erhalten. Sämmtliche Honoratioren aus dem nördlichen Afrika waren eingeladen und ich mußte natürlicherweise auch mit. Ich hatte die Treiber rings um die Sahara aufgestellt und nun konnte, auf ein gegebenes Zeichen, die Sache losgehen. Von der Masse .des aufgescheuchten Wildes machen Sie sich selbstverständlich keilte Idee, meine Herren, ich will Ihnen deshalb auch keine Beschreibung davon geben, denn Sie würden mir ja doch nicht glauben. Genug, es wurde etwas Ehrliches an dem betreffenden Tage abgeschossen, und wenn nicht solch scheußUcher Samum dazwischen gekommen wäre, so würde die Zahl von 2514 Löwen noch bei Weitem überschritten worden fein. Das ist keine Fata Morgana, meine Herrett, sondern die nackte Wirklichkeit. Aber davon wollte ich ja gar nicht erzählen. Mein Abenteuer hat damit nur wenig zu thun, es spielte sich ganz für sich selbst ab. Als nämlich das 'Gejohle und Geklapper der Treiber seinen Höhegrad erreicht hatte und die geängstigten Löwen bltndlins an uns Schützen vorbei in rasender Eile in den Kessel stürzten, da sehe ich plötzlich einen alten, würdigen, rtekenaroen A!owen ganz allein :m aemenensren wchrttt au? Schutzeiie an mir vörrüberspazieren, dhne sich scheinbar im Geringsten durch rne aUgememe Panlk velmn zu lassen. - Ei . denke ich. das 1 1 ta em wun derlich vornehmer alter Herr, sollte dem denn gar keine Angst beizubringen sein ? Der thut ja, als ginge ihn die Sache gar nichts an und als horte er durchaus nichs von demHeidenscandal ringsherum. Den wollen wl? vocy 'mal zur vmon bringen!" ' Ich lade also ausnahmsweise, während sonst nur mit Schrot No. 4 geschossen werden durfte, eine Kugel in meine Flinte und, paff, sing, klatsch, schieße ich Sr. Maiestat. dem Koma derThiere, eine Kugel direkt ins Ohr hinein, und zwar derart, da dieselde aus dem anderen Ohr wieder herausfliegt und noch in eine Dattelpalme schläat. Der Löwe bleibt erst einen Augenblick verdutzt stehen, dann schüttelt er ordentlich wie erleichtert die Mähne, stößt ein bebaalicheS Grunzen aus und ' kommt schwanzmedelnd auf mich zu, um mir ,chle:,Handizu,.,leck,en ,:-nfr. , ,, f-lsmS jtesv J'C! 4 " Die ' saÄe war lehr einraaz. meine Herren ! WeMu
welches, wie viele alte Löwen, von dem ewigen Wüstensand an verstsxfken Ohren litt, durch die eustachifche Röhre, die Verbindung des Obres mit dem Rachen, hin-
etn und auf dieselbe Weise auf der andel lZLtnt Tä r herausgegangen l Ich iner Schwerbonakett beren Seite wteder r.-n "... ane ,yn von ,einer ryweryorlgr. sreit und er war mir dankbar! rt. f I awogi, meine Herren ! Nur ein Traum. . rr m r v tt r . . Äf wvVVv. t)lW ,vW, . lanae ,n Knnnerun rnnh thrtxmmrs " : w, ' w '- - - ' ' v " " " i
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StrinstTitSt nnh hintier tontm hfm srf S .P erfüllte, brc ihm Aphrodlte gegeben, und CV T H r Ä n äk St f t . M I i""r"' "o-" 1 "J
dabei schabst täuschend, die berückende der Gobelin-Portiere des berühmten LouOnenbachiche Melodie sang: Werk es schen Fensters einen bürgerlich geklei-
VVU U4 CIU -CIUUU1 Ifl. ilVtl Ult -CUllVlichkeit übertrifft selbst die kühnste Vhantaste eines Librettisten. Da erschien jüngst ein junges Mädchen, Hamens Anna Teschin vor Gericht. Sie war bis siffifrtrt mr ft. ttrtyn-nf nnt1nnt I "Usfaae war Herr wchops ang.riagt, ohne Schonung der Jugeud des MädchensiebiudrAltersgre 551 I JlÄ J3uf & si sich a s sein a aläub n Ilu) ms Zttne unrergeoene gmuoen ? VH 9C-brrl 3t ltt lr6 ÄS" schwerer Wette. Der GenchtShor emi .k..:. i,.. k, ÄÄ8Ä? sen Spruch auf Grund eines Ergebnisses, an das kaum zu glauben wäre, wenn nicht ein ernster, serupulöS urtheilender Gerichtsfenat sich von der Nichtigkeit desselben überzeugt erklart hatte. Anna Teschin hatte hiernach Alles, was sie erzahlte - geträumt, so lebhast geträumt, .? l le,eÄMon oeracyr ooer unwiisyi vix tuiijtiiijmucu um tt Wirklichkeit verwechselte. Das Gericht zog hierbei das Alter des Mad chens in Betracht, in welchem die. Natur physisch und phfychisch ganz besondere Uebergangsmonate zu Tage tre ten läßt. So mochte nun während des Schlummers des Mädchens die Fee Mab deren Wirken schon Sbakelveare in -" 'ff"f fiX'V dichten ch beredter Wer e chl dert - der immniipn nrn npi inr s rtuim tran unnrs yy": " ' I nhf tt (turnt IStrtnn SJlr lim ltrti- I ZVlil r:xT.t:r : IT.': vm oas unoeu mu oen niscyeioungsgründen ottcntlich publiZlrt wurde. totrtittütiitü&tM verlieu mit tränen i . ära r t r " n9iHw uun n den Gerichtssaal. Nur ein Modell. Auf der Berliner Jubiläums-Kunst-.,.n.fYt .s cyt3 iqqr fxttm S uua umu vw .
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erweckt. Das große Laienpublikum zollte ttvoch mehr dem egen tand, welcher dem Maler zum Vorwurk aedient. als der , . . v ii. ... - i. . langen goldblonden Haaren umrahmten Gesicht, aus welchem zwei große blaue, von dunklen Wimpern , beschattete Augen f .. ... . r y c t . jt ? . r 7s gar scvwarmerikcu uno ooy o cyeimizcy fkTllA CVS 4 (X Tjk MaXa ffMk Cl iX ".C:2 r-1 "3 ri: .7. TLliZK ZSÄÄT T..i"7,; fcVm rä Ä' . w maloe der bekannte Zetkel, hing, aus dem .s.sn? N,?ktt Z,'.. . nVk. k ' ?s.? ? war es verkauft für zehntausend Mark, fJLriTlnT "tifr: Z?"ATr:. ,rlwX 3 'Miaici uaut vii wiuvujcii uu einer Reise kennen gelernt, und hingerissen von ihrer Schönheit, hatte er sie, die Tochter emes überreden aemunt mälde als Modell zu dienen. Unter dem Voraeben. sich in Berlin eine Stellnng z suchen. r sie ihm da. 111 -uciuii hin aefolat, und dort hatte er zu ihr q iu ihr aesprochcn: Wenn mich bei diesem Bild das Glück begünstigt, und bei solchem Sujet muß es mir hold sein dann h rathe ich Dich!" Und sein Modell, sterb lich in den Künstler verliebt, glaubte ihm. Doch als ihn das Glück begünstigt, als 2. cmrk e.-z r. lTy?XZ: ffiLC 3 m ZZ S7rl Xn rXrJS' ,r r Nuhm und aroen Gelderwerb veriprachen, als er in der Künstler-und Finanzwelt ansing. eine Rolle zu spielen, da netwillen, eine Bahn ingeschlaactt, die daS Mädchen um die Achtung seiner FaMille gebracht, von sich. Von aller Welt verlassen, zu stolz, auch Anderen als Modell zu dienen, brachte sie die Noth und der Knmmer um :t-JZ ?' ..Jv ..x..:ii- rut m wLuviu, au ;.v. r,k t.;Trtr. Tf &Äa4tÄÄÖ Dalldork ulm&t. Dort ist sie orn 7. d..tt t.'ir: a,.. 3ult5 digt worden, nachdem sie über zwei Jahre in dumpirm Schweigen hingebrütet. Nur einen Namen und eine Wohnuna hatte sie stets im Munde qe führt. Dorthin wandle sich die Direktion der Anstalt, in der Meinung, daß es Verwandte seien; mit der Anfrage, ob man für ein besseres Vegräbniß Sorge tragen wolle. Aber man war an den Künstler gerathen,, d,c auf diese Weise zum erjten Male erfuhr, wie . und wo .sein Modell geendet, und er gab eine namhaste Summe, Zö daß die Unglücklicbe weniastens ein earlicheS Bearäbniß
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von MaurkvaS .mit Zucker vergiftet wor
oen." - Einen Morsene später stand die Kömgin, bleich bis w die Lippen, neben ihrem Gatten. Um Gotteswillen, LouiS." rief sie in ihrer Herzensangst, jedes Ceremoniell verZif VHfli .ZZTiZ mti i'Z itV ivwm i uuiu tiic, un iyui nie seiner geliebten Frau gegenüber sckwank. ..Was ffibrt Sie su tuir i -- I ? " n " Sie sind sehr blaß. iVtb. M5 dem neuentdeckten Zucker hinein und Trinken Sie es ist m beift im Saal . ru""1 l5 4U V"P ul y Oiq; vjJCcucgai zu auicgciiü oas ,511t v:. tr .r.iir j. . ... . H kerwasser wlw te beruhigen. Die Königin warf einen durchbohren den Blick auf Maurepas, der sogleich . .i sX. i11 Iueu NUYU, V V das Glas ans des Königs Hand und leerte es in einem Zug. Noth vor Zorn erbat der Koma sich Aufklärung über diese Unverschämtheit, Marie Antoinette aber reickte dem Miifler die Hand und. wollte sich dem Kömg erklären, als plötzlich die breiten FMgel der Saalthür aufflogen und die Schloßwache einen Mann einführte, direet bis Ziu des Könias Wßen. volle Mrene des Gemnober Nock, die braune Farbe wct "kUr UHU UCÖ JCUUlCiUC, lütÖlC ÜIC s....,. mn m L:ii. xi ..v t.a cn.:.. f.:t.o ti. 0 ? SSÄ ab Was bedeutet dies ? 'fragte der Könia erstaunt. statten Ew. Majestät, daß ich gh' den Mann vorstelle der aus Gel müst41 zulL ' i m rr-i.: 1.. uiwuc löiu Ullv yic viüiuuicu C4uucuuiuj maäje ist ,5, der die Runkelrübe ent. y.i k,, Vfcv uut Entdeckt nem dieser Ruhm ge hört nicht mir", nahm der Chemiker Dumonet nun gefaßt das Wort, es ist ein ewlszer Major Serre, der wahrend der tegentschast, durch die rohe schöne Farbe, welche die Rübe beim Koche abgibt, verführt, auf den Einsall kam, Nothwein daraus zu bereiten. Statt des ersehnten Wetns fand er aus dem Boden lemer Netorten fernen Zucker. Zu jener Zeit war ranrrttc lehr reim att den iralomen des iilfifW hnhtt n&M wk,man mtf -""llMrrr "7" " , wlt Krnuduntt. Sie war auck nnvollkommen - lch lernte im Ausland, in Preußen, neue Verbesserungen, wandte mt'm ,r?inN?rin8n, daran ?;n?Mrnk- . ... - O ,.. ,n liefern und boiie. dan sie mir ttts ist ii V fd -n r. - cm ' Es ist also ?em Gl t?"nes Mane Antoinette naiv, der Könia verstand jebt TA V 1 2; VW VUjlHUHlV UIIW .l4V.U.tfc V Inwischen katte die Köniain benbaft ein Stück Zucker ergriffen und in ihren hübfchen Mund gesteckt das war das Sianal für die .söNnaskchaar. ficsi ebenfMZ u den vorhin so iÄ 7Ä lü IlUizcn, iuuu wuui ic u ciuano, UM leinen ucmy, unt zunyangllHkeit durch titk gefahrlose Vergiftung zu bew tWk iT P ki, r m -'. weisen. Meme Damen, aufgepaßt, meine Herren", rief Maurepas. Jedes Stückchen Zucker kostet einen Louisdor." Aber der Äucker l!t xa Nicht besler als unser gewöhnlicher", remonstr,rte die KoDumonet beugte ein Knie: Ihre m.z.n k.. .m.n... fäL v vs- dNecht. Als Versuch im Kleinen, mit den Kosten zur Durchführung eines großen Fabrik gewinns vorschießen wollte, so könnte ich das Pfund Zucker, statt zu vier Livres, für zehn wouö liefern." Der König trat unwillkürlich zurück t w . . ct L' ii. r? . i tr lerühmten Halsband, welches zmei Mil- , gekostet. I der schlichte Ma r ihnen ein Räuber. Jhrinißbilligender Blick gab bei der Antmort des x:? r?käs. . 7,.. Königs den Ausschlag: Herr Dumonet, re edes streben nehmen Sie fl7 Anerkennuna bier diese Tabatiere aber zwei Millionen kann der Staat Jhnen nicht leihen das ist zu viel Geld für die erschöpfte Kasse." i juiiiüiici nuiiu iciviciiij vjc jüc; r-rs " mr.. oder später wird mein empörtes Echo der königlichen Worte: wei Millionen, tuzZucker, zwei Millionen ! Der Mann gehört in ein Narrenhaus, wie kann man so unverschämt sein als ob es nicht aleichailtia ist. ob man vier Livres oder zehn Sous für Zucker bezahlt und wer es nicht bezahlen kann, der genieße seine Speisen unaefüßt was acht den Staat das " l an Dumonet war entlassen - er hakte liinr fnt Million rtfüfslnAt di !Mtit, war als Zahlung für des Ministers Zvürsvrache von dlelem vcrlanat worden. I An diesem Abend dichtete Herr von 1 n . . . v . . .1 . r..i , .'caurcpas oen cuijiij gmen )cks jeines I Lebens, der übersetzt etwa lautet: ..Das Leben zu versüßen. . Dafür nur wirkt' und litt er, Für Zucker zmei Millionen? " Der König fand das bitter!" Die Furore, welche sein Witz am Hofe hervorrief, tröstete ihn über den Verlust Im tJk QsY) tftl 1TW MrIAW M tf WM UCl HU1 VUfc 1111 iiUlUC "! " "i1" T3'" ooer weniger oa wai k (?r binterliekt auch ricktia ,ebn Mil1 ' , ' Uonen cynioen oas war vocy eme ründgewordene Summe neun hätten entichieden Nicht so vompoS aerlunqen. ,, Dumonet wanderte nach Äelgien aus. wo er mehr Äerstandnik. fand und in ae sicherter und ' geachteter Stellung " lebte. als der !icevolutlonslturm uver jem unglückliches ' Vaterland dahmbrauzte: Wer zuletzt lacht! ;i I ihln: 'i:!!:!:'1 " 'i!'"" " " .. 1 ' ' rr" ; unv meine Komgm wollte mit mir sterbend fragte Ludwig AY1. gerührt, als er ste Abends in ihre Gemacher geleitete. , Sie war so
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schö, Zärtlich, in ihren wunderbaren
Augen gauzien vu Neuere neoevouer Thranea Am anderes Morgen bewilligte der König us der Maatschatulle drei und eine halbeMillioik ür die unglückliche" Herzogin von Pollgtt7c. Einem Neifebrkese t$ Pest ' auö Montenegro L t entnehmen wir folgende Stelle: Eine i in die Augen fallende Eiaenthümlichkeit der Montenegriner ist das zähe Festbaltm an ihrer nationalen Kleidung. Vom purste bis zum letzten Fachm herab tragt tm ganzen Lande kem Eingeborener das frank;,che" Gewand. Es nmthete rtf. t,? iv..t.V jT IX. 5rJL.Iuuiy US vy wmvuiw u, ui iu; ui lehrer. Apotheker, harmlofe Schreiber u. dergl. bis an die Zahne bewaffnet nmherstolziren sah, viele von chnen auch ftieizend deutsch, franzosisch und itallen.zch sprechen horte. Em Apotheker, der, Handjar und Revolver im Gürtel, in der Ofsizm mit Salbentigeln hantirt. oder ein Schullchrer, der seine .Herren Jungens" in voller Wehr und Waffe schopsbeutelt. bieten einen jedenfalls ungewohnten Anblick. Bis vor Kurzem war der KleiderZurus in Montenegro zu einer förmlichen Natia nalkrankheit ausgeartet und Goldftickexeicn im Werthe von mehreren Hundert a fx.t..... i i I moen irug eoer, oe? uocryaupl aus nationale Wohlanständiakeit hielt. Um diesem zum sinanciellen Verderb vieler Familien fuhrensen Lunls zu steuern, hat der Fürst im vorigen Jvhre einen Ukas lassen, nach welchem fortan kein Montenegriner mehr Goldstickereien zum Festtagskleide tragen darf. Die noch vorhandenen Goldstickereien dürfen nur an Womentaaen nock aetraaen werden. , ; " ' " , r " ; L vieler eseyi im ganzen zamt genau befolgt wird, zeigt welch' großen EmstulZ vürst Rikola aus sein.Volk ausübt. Er ist der starrste Selbstherrscher unsrer Zeit und genießt im ganzen n i v Ti.- . 1 uoe em unvegrenztes An,eyen. wein Äeryaltnln zu denGroLendesNciches ?3 solgeuder Vorfall drastisch beweisen: Em Wojwode fand, dag ein fränkifcher- Regenschirm durchaus nicht ohne" sei, schasste sich also einen solchen an und wartete mit Ungeduld auf die Gelegen? heit, mit ihm zu paradiren. Nichtig t rri cn.i.a tr.!..r.r. ., . .-: yuue i. 4ciru em Miucgcn uno vssnete sämmtliche schleusen lemes himmlischen Amtsbereiches ; selbstverständlich
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Ö fr 1 - l Schwester", und die Serben behaux en: d?.?. ??5ÄÄk.? en grolZen $k Brüder, fo die Braut." Doch
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Zl -IrTfi 1 r l " i l sagen auch die Deutschen gleich den Eng?j$$fi&?1S& g: WVteV Strirst rtf ihm rif? ihm htn fcirm mtf
Fürst vor. ihm, riß ihm den Schirm mit den Worten aus der Hand: Seit wann trägt der Montenegriner einen Neaenschirm. Du Memme?" ließ ihm das ver-
pönte Kulturinstrument zweimal auf den häßliches Mädchen und keine grobe GoldKovk niedersausen und zerbrach es dann arbeit." Nicht um eines Hauses, noch
in Stücke. Seither wurden in Montene.irn tmnr itVrnfiA meX? Aimi nt ' . ' kaust, aber getragen werden sie nur, r, aver getragen weroen nc nur, n es der Fürst nicht sieht. Sobald eißt: ,Der Fürst kommt!" eilen die wenn esh Herren Wojwodm wie die ertappten 1.1 1 "f t 1 Schulknaben, um ihre Schirme schwinden zu lassen. Ist eine strammere wt Selbstherrzchalt überhaupt denkbar? Eine rührende Hunde. uz raiwu. Will! -aw 5 ..f lixi. m.- m: - oi.fr. wird aus Budapest gemeldet: Einer Vt,rprin;esfln ist ihr einzig geUebt Pu fl" krank geworden, und sie gibt ihn öur Kur dem Wasenmttster oder Abdecker, eÄch'e ver einer Woche berge stellt lem. Das suhsende Herz der Diva konnte es aber nur bls Zum dntten Tage aushalten. Die Kunznerin iamere am ern,precyer uno iuk in jrn aiiuiu ui u .1... ..... ....Zk. kl TLV.rinSk' iucuiiuc utvjiuuü jcvuu veu uy.iuu; zz ta genden Namen eines vielbeichäftigten Gronspediteurs und klingelte diesen an: Mas steht zu Befehl?" Jch bitt' Sie, lieber Herr Kozare?, wie geht's rtf. ? r t. m. t-tM venn meinem luen Hunoerl, oemPUsn r - Der ist schon todt!" schrie der Sve diteur entrüstet zurück und lief wieder an feine Arbeit. Auf der anderen Seite aber sank die Diva m. Ohnmacht und iiwiM wn ließ sich eine Stunde später einen Traueranzugbestellen. - Eben wurde derselbe anprobirt, ' als im Vorzimmer munteres Gekläff tönte. Die Künstlerin greift an ihr fchwergeprüskes Herz; man mv,ß sie stütze. Herein aber tritt, breit lachelnd, der Monsieur de Budapest" mit him vollstandia oenelenen Vuiri". Und in den Armen lagen sich alle - 1 ' Drei. Der Erdschatten außerjf wr mt c . rfc-v . rf -. rr r ha in nff, iDnote. irtne zneoo achtunq des Erdschattens außerhalb des Mondes hatte Dr. H. I. Klein in Köln bei der partialen Mondsinsterniß am August 1837 gemacht, und Herr E. Stuuoaert in Brüssel konnte eine ahnliche Wahrnehmung be: der partialen Mondsinsternlß am 17. Januar 1839 bestätigen, da nämlich e:n Stuck des Erdschattens als yortzetzung sich aulzerhalb der Mondscheibe zwar schwach, aber doch deutlich genug erkennbar aus dem Hnnmelsgrunde zeigte. Hiernach mußte man annehmen, daß m der Umgebung des MondeS sich ein leuchtender Stoff befunden habe, dessen jchwaches Licht durch dea Erdschatten unterlrochen und begrenzt worden wäre. Aber waS konnte j.,,,. .. .. t V' " ich uniere Pyllo opme Nicyrs rraumen lavt? Dag früher von Niemand etwas Aehnliches Zeichen mid bezchrleben wurde, deutet daraus hm,. daß die Erscheinung
keine regelman.g wiederkehrende izt über mm tt fofort kannte, gemelleicht wlrd ,le nun ozter bemerkt wer- schrieben: "Xutrimentum eorvoris, den, nachdem man darauf vorbereitet ist. nwUn fret damalige tn-
3n dieser Beziehung st . Klein auf die bevorstehende vart.ale Mondnnstcr1337. und auch m Berlin sichtbar ilt. da d'e Finsterniß erst 19 Minuten nach dem Aufgange des MondeS, beginnt. In e i n e r G e s e l l s ch a s t von , (Spielern werden! die Karten dann und wann gemischt, die Geselljchastselbst aber ist es immer, xik ;
mg am oeno ocs 9.V wcne Leaitimationskarte bewahrt er noch heute nahe unter gleichen Verhältnißen statt- Auf seine besondere Bitte hat man sinden wird, wie diezenige vom 3. August Mm bconae von der Univerw
We m mm h,,rathttt und wett
nicht helratyen? (SttM der WechnZchnft .FürV Hauk.') ' : Die Chinesen faaen: Es aibt fünß Arten von Frauen, die ihr nicht heiratben müt: bieienioe. so aus einem Hause ist, wo man die kindlichen P stichten nachlässig ausübt; eine, so unordentlich und von verdächtiger Aufführung. A . . . r tr T. . . t mit einer Familienseuchechehaftet ist, und die älteste Tochter, die ibren Vater verne oeniilcy veWiMpe; eine, o loren hat." - h ie anderen Völker sind weniger gemn in Bestimmung der Arten von Frauen, welche man Heirath en oder nicht heirathen soll. Sie beanügen sich mit . . . v . L. . allgemelnen Andeutungen. SCie Slaven siegen als Regel auf: Hol' dir die Frau ans der Nachbnrschast, die Gevattern von fo mit ls inSglich (oberlausidisch und kroatisch). Demi, wie der Deutsche spricht' ! ' 1 . w, . ,m-n ' ßnxa$t Ut htM$H o weizzt du, wer sie ist." mJ e c . rr ufe oemes vcacyoarn mno Und freie deines Nachbarn Kind." In Italien und Spanien gilt derselbe Grundsatz. Wer in die Ferne geht, um zu heirathen, will entweder betiüacn l'der wird betrogen" lbergamaskisch). ... r, r..i . s . : ajzt osraner jagi: er lieg oic Frau aus fernem Lande holt, hat oft für die neuen Verwandten Ausgaben zu mas chen, und der Arescianer: Mer die Frau von draußen gebracht, Hat fein Haus zum Wirthshaus ae-, macht." u Hauptrichtschnur lt der Wahl deS Mädchens Wird überall empfohlen auf, ? TU" ' ' lrc oamule zn acvken, uno ole mei,ieri Böller sind der Ansicht, daß namentlich die Mutter dabei entscheidend ist. Wie die Mutter, so die Tochter" ttzechifch,': französisch und serbisch). Wie Marie ist. fo ernebt sie ihre Tochter" isvanisch). t ' I "3 7' -f - - ine Viper erzeugt nur eine Viper' .. . . C'1 . . M s Y Jäi. ' (arabisch). Darum: Schau auf die Mutter, nimmst Du die Tochter (ser. bischl 1 Willst Du gern die Tochter han. Sieh vorher die Mutter an" (deutsch). Nimm den Stoff nach der Leiste, die Tochter nach der Mutter" (türkisch). . Nur die Nüssen sagen: Willst Du die älteste Tochter nehmen, schaue auf Vater, und Mutter, bel der weiten auf bie Die Meinungen, ob man der Schön, heit wegen hnrathen soll, oder nicht. sind theilt. Der Spanier saat: Kein i ,ic ja :tt... J"u "lu rüU, die kiMM AssM gleicht. nimm ine " unZ Mcht so schön, daß sie tödtet, 70, ; J cht so havkch, daß ste erschreckt." .Der .Araber sprecht: Wer eine und Schönheit will, muß sein Haus ve.rkaul kn fen. Der Littauer aber warnt: Mit beiner Frauen Schönheit wirst du dich nicht zuoecren. iDtnn cyönyelt it zwar rnSAt Sp miß sä im rriffmnr &&Mhrit iit mrfir öI n& illklkLULII Bl L& K. ULlUJMiUft A, I t:.. Z vz. 7 . s.n fttfllfml. aber c ift versn Ä und kein Brot! Schönheit ist eine Blüthe, die kaum mmttL veraebt" ltoskanisch. Sckönit dauert wenig" (bergamaskisch), Lieblichkeit stirbt geschwind' lmglisch) Uiher mni man koA Kniufefaen; Schönheit ist kein Erbaut-(englisch), Schönheit brockt man nicht in die Schüssel" (deutsch) und: Aus dem GeI . j. . ' . . '.. . .. pte jrst du keine Buttkk Ichlszcn l".tuisch). Von dem Berliner Theologen Professor August Twesten hat sich in akademischen reisen nachfolgende Anekdote erMten. Der berühmte Dogmatiker, dessen 400. Geburtstag am I I. April d. I. gefeiert wurde, hatte eines Sonntags m Zemer Wohnung am DonI . .....r.T . ' r rr' -..i... ...u S?i V? SrJt .T;' K 1 uaorn. us ,ne azie enijemt hatten, fand der Hausherr aus dem l unschnnbares Notizbuch und m diesem eme studen ische Lcgitimationskar e foimei einen faiiMchnn ur einen versetzten Wmteruberzieher Es war 'm Januar, ni eme eisige Wm erlust durchwehte die Straßen. Der UeberIm tfiat barbemÄHenßwtnieJr I r.:i SlTttT.M .v a H f tA frnit I leid. Das Mitleid erhöhte sich noch, als im Notizbuch gewisse Aufzeichnungen über Einnahme und Ausgabe auf ei wahres Hungerleben' schließen ließen. Die LegittmationZkarte zeigte außerdem. auf der emen Veite eine Alelstift knun. den T-anwluT in der Unter elt darstellend, wie er nach den zurückschnellenden Aepfeln schlappt. Der TantaluS aber trug die Züge des Stu. fcio(u N., welcher bei Äsche eine ganz besondere Eßthätigkeit entwickelt hatte, und dessen Name auf der Karte verzeicht r. Der Vrofesior lachte herzlich ndries: ,Der Mensch scheint ein Ori--mal zu fein, dem muß auf originelle Weise geholfen werden!" AlS am nachnm Mittag StudiosuS'N. aus den Vorlesuncen in sein Zimmer heimkehrte, sah k einem Naael bänaend einen Win-. ter-Ueberzieh er. Erstaunt erfaßte er ihn. sale er in mt ssn q..z,s, sr ,ä uf und fand ,'elne zzte zwischen einem Fünfundzwanzig. halerfchein? RebenZ den Aepfeln des nialus aber and m zierlicher Sandbwt jefct fo erzählt daS B. T. ixi mt und Würden, aber jene alte tät gelallen. Der Unzufrieden e. Da lese ich: In der Poliklinik von Profes sor Litten in der Unirersttätsstraße wer den innere Krankhcitin taglich unentgeltlich behandelt. Ich habe doch ' immer Pech. Nun habe ich keine, einzige innere IranHeiiitflK
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