Indiana Tribüne, Volume 12, Number 299, Indianapolis, Marion County, 18 July 1889 — Page 1
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Gditorielles.
Mit dem ContraZtarbeiterGesetz, jedenfalls mit der Art, wie es gehandhabt wird, werden die Ver. Staaten sich noch vor der ganzen civisnten Welt lächerlich und verächtlich machen. Kommt da ein Photograph aus Deutschland, um die Aufstellung neuer photozraphischer Masch'men in einer photograpUchm Aus stellung zu Boston zu überwachen. Na türlich kam er unter Contrakt", hatte dessen auch gar kein Geheimniß. Sowie siö davon hört, ordnet die AuSwande rungs' Commission in 9tto Dorf seine Rücksendung an. Seiner Frau und sei nen Kindern gestattet man die Landung, weil diese nicht unter Contrakt" stehen. Nachträglich wird auch ihm, aber nur ge gen Stellung von Bürgschaft, die Lan dung gestattet ; er muß sich velpflichten, sobald ihm Weisung zugeht, das. Land wieder zu Verlassen. Was würden die Amerikaner wohl sa gen, bemerkt hierzu der Anzeiger des Westens", wenn amerikanischen Arbeitern und Werkführern, welche zur Aufstellung von Maschinen in der amerikanischen Ab theilunz der Pariser Ausstellung abgegesandt worden wären, das Land verbo ten würde ? Mit großem Getöse hat sich die französische Kammer vertagt, die seit dem Jahre 1635 in Sitzung war. Vorher hat sie noch ein Gesetz angenommen, durch welches Boulanger daran verhindert wer den soll, in sämmtlichen Wahlkreisen als Candidat aufzutreten und eine Art Ple bi?c,t herauszufordern. Ob das weise war, muß dahingestellt bleiben, denn statt Boulangers selben können ja auch Boulangisten aufgestellt werden, und wenn diese in einer Mehrheit der Wahlbe zirke siegen, so können sie ja doch ihren Führer zum Diktator machen. Die j-tzt Heimgegangene Kammer hat .viele Ministerien verbraucht. Auf Bris son, der bald nach den Wahlen gestürzt wurde, folgte Freycinet, der sich das zwei felhafte Verdienst erwarb, Boulanger zum Kriegsminister zu machen. Dann regierte Goblet fünf Monate, Rouvier wenig mehr als sechs Monate, Tirard nur vier Monate und ffloquet zehn Mo nate. Der Präsident Grevy mußte ab treten, das Gambetta'sche Listenwahl System wurde wieder abgeschafft und ein Ausstellungsministerium" eingesetzt, das noch jedt am Nuder ist. Viel hat die Kammer nicht gethan, um die unzufrie denen Wähler zu beschwichtigen, und wenn bei der nächsten Wahl die Feinde der Republik siegen, so wird die Schuld weniger den Boulangisten, als den Republikanern beigemessen werden müssen. -Die Chicago?? Freie Presse", eine jener Freien Pressen", welche ihren Na men wahrscheinlich bloß als Persiflage tragen, fühlte sich natürlich bemüßigt, über den Lehrertag in ihrer Weise zu schreiben und der hiesige .Telegraph macht sich durch Nachdruck der Aeußerung der .Freien Presse" in seinen editoriellen Spalten zum Theilhaber der niedrigen Gesinnung derselben. Die betr. Aeußerung ist folgende: Die neunzehnte JahreS Versammlung deS deutsch-amerikanischen Lehrerbundcs h,t doch wenigstens zu dem Resultate ge führt, datz den ,,anarchistlschfceidenkeri schen" Elementen des Bundes ein Dämpfer aufgesetzt wurde, was besonders da durch geschah, daß die berüchtigten Groß marni'schen ErziehungS-Blatter ihrer Eigenschaft als Bundes-Organ für verlu pig erklärt wurden." Wir wollen über den Ausdruck anar. chistischfreidenkerisch hinwegsehen. Es ist nun einmal so, daß heutzutage jeder boshafte reaktionäre Esel einen Genie streich zu begehen glaubt, wenn er jede fortschrittliche Richtung durch die Be zeichnung anarchistisch" zu verdächtigen sucht. ES ist ja auch gar nicht nöthig zu wi derholen, was schon so ost gezeigt wurde, daß den sogenannten radikalen Elemen ten jeder anarchistische Gedanke eben so fern steht, wie den Freien Pressen" und ihren Gesinnungsgenossen jeder vernünf tige fortschrittliche Gedanke in unnahba rer Entfernung liegt. Auch sind die Ge schmäcker verschieden,' und eS ist ja U greiflich, daß Freie Pressen" und Kolle gen für die gesinnungslose Lehrerpost mehr Sympathie haben, als für die radi kalrn ErzZehungZblätter", ob aber der Lehrerbund in seinem Interesse gehandelt hat, als er dem Geschniacke der Freien
Pressen" Rechnung trug, das ist ine andere Frage. Die Elemente, welche der Lehrerbund durch diese Frontveränderung heranzuziehen glaubt, werden ihm wahr scheinlich doch ferne bleiben, dagegen wnd er die Sympathie Derjenigen int allgemeinen Publikum verlieren, welche bisher seine besteStützewaren,und vermittelst deren allein er einen Einfluß auszuüben im Stande ist.
Als bloße Berufsgenossenschaft ohne bestimmte Tendenz wird der Lehrerbund außerhalb seiner eigenen Kreise Wohl schwerlich besondere Begeisterung erwecken. DraihnaHrichtcu. WetterauSl'ichtkn. Für Jndiana: Trübe Wetter und Regenschauer. Kampf mit Falschmünzern. D ayto n, O., 18. Juli. Im United StJte Hotel wurde heule von einer Anzahl BundeZbeamter nach schwtnm Kampfe eine Anzahl Falschmüazer fest genommen. Einer der BundeSbeamten erhielt eine gefährliche EchußmuNde im Kopfe. Eine Menge Apparate und falsches Geld wurde erbeutet. Eilenbahn.Unglück. Bincenne, 17. Juli. y!n nord wÄrtS gehender Passaakrzug -kntglktfte auf der C Uro und VtlicenneS Eisenbahn. Eine bttkächtlicht Zahl von Passagieren wurde verlebt, doch kamen AU mit d,m Leben davon. S ha m o f i n. Pa . 17. Juli; Durch die Fahrlässigkeit einiger Knaben ent stand heute in furchtbare Unglück Aus einem Selten ege d Lebigh Valley Bahn standen zwei Kohlenwagen.,, ttna den stiegen auf dieselben, machten die Bremsen kok und die Wagen Iitfn au dem abwäkt taufenden Geleise mit furchtbarer Gschmindigkeit auf da? Hauptgtleife z r. Dsrt stand ein Possa gierzug Und dse Kohlenwagen suhren in die' Hinteren Wagen des angefüllten Pasiagierzuges hinein Ein Anzahl der Passagiere war vorher herauSgefprungea, ebenso waren die beiden ttaben von den ohlenwagen abgkfpkungen. Der Zu sammenstob war ein fürchterlicher. Zwei Personen blieben sofort todt; siedzkhn Personen wurden schwer verl'tzt. einig derakt. daß sie wohl fchamlich davon kommen können. D r Schien an den Wrgen beläu!t sich auf etwa $15000. Immer mehr Konzentration. PH iladelphta, 17. Juli. ThoS. A. Green hat einen Plan zur Gründung eines Ho, el-. Trusts" entworfen. Man fchSöt. dß die 13 gtödttn birsigm Hotels jährlich ein Gesammtgeschäft von Z5 000. 000 machen ; ste sollen nun sämmtlich sich dem .Trust" anschließen, d.ssen Kapital du Bitrag dtS Umfadr i'ftei Hotels nebst dem Werthe der Einrichtung, dem Ertrage von Miethen rc bilden soll. Wahrend der Geschäftsbetrieb ver,inigt werden soll, soll aber daS bkterffende Grundkigenthum in den Händen feiwr bisherigen BeMer bleiben. Schlecht Aussichten. Graston, Dak.. 17 Juli Man schätzt jetzt den Ertrag der diesjährigen Weizenernt ii Dakota auf 30 000blZ0 Buibel unter dem Durchschnitt, d. h. auf ca. 20.000 000 Bushel. Die lang anhaltende Dürre hat großen Schaden gi than. so daß nur an den Flüssen über Haupt aus eine Ernte gerechntt werden kann. Viel Farmer haben ihr Atckex zweimal b. stellt, aber auch da hat nicht grholfkn; di bist Ervte, oder überhaupt eine Ernte werden die EountieS PNnbina, Walld, Grand Fork, ein kleiner Theil von Traill. da Cenlrum von Caß. und Nordwrst.Richland haben. Sonst ist der Boden überall öd und droup, wie nach einem Prairiefeuer; die wtgen ihrer Jruchtbarktlt berühmten CountkeS Nelson. Ramsey. die Gegend von DevilS Lake und bei den Turtle MountainS werden so gut wie gar keinen Weizen liefern. LtngS der Northern Pacific-Bahn in der inst berühmten Bonanza-Farm'Gegend müden die EU vatorS geschlossen ; die ganze Gegend, welche sonst Gtlnide nach BiSmarS sandte, ist so öde, wie in Sandhügel. Außer im Red Rivtf Thal dürste nie. gend Weizen zum Export gewonnen werden. Auch die Haserernt ist sehr schlicht, die Wiesen find dürr und trocken und die Befürchtung, daß im nächsten Winter in ganz Dakota und auch in Montana HungerSnbth herrschen werd, scheint nicht unbegründet. Für da Vieh aus den großen Viehfarmen vird nicht Juttu vorhanden sein, so daß bereits die North rn Pacific und d! Manitoba-Bahn
all verfügbaren Wsggon nach Mon tana beordert haben, um-da Vieh, fo bald Futtermangel eintritt, wegzuschaffen. ,: VrlorS Lükttchiff. NvYork. 17. Jutt. Bon d,m Luftschiffe Hogan. welcher gestern Mittag in Brooklyn mit SampbtÜ'S Luftschiff emporstieg, hat man bi j,tzt noch
nicht wiedirgehört und man hegt aroße Belorgniß für die Sichkibeit deS Luft fchifferS. Civil dien st reform. an i M .. i . . it c(lti T. Q;,;f ill I I US U U I I I II Mlt MJl o w " dierstkommiisson hat ein nochmalige Un tersuchuna der Amtsführung des Post meiKerS Daul voraerommrn und em pfiehlt dessen Absetzung. &? &ah) Kein Spür. London, 17. Juli Die Polizei hat noch nicht die geringste Spur von dem Mörder in Wditechapel. Hg heißt, daß die Poliz,ibehSrd,n vorher einen. .Jack the Ripper" unirrzeichmten Brief tx halten hatten, worin die Wiederausrahm Ut Mordtthutm angezeigt wurde. m ii; Ein Attentat Rio d Janeiro. 17. Juli. Ein Portugiese feuerte heut aus den Kaiser von Brasilien, al derselbe da Theater vkklirß. eine Aevolverkugrl ad. Dieselbe ging fehl und der Attentäter wurde sofort verhaft. Der sozialistische Kongreß. L o n d o n, 17. Juli. In der gestrigen Sitzung des internatioralea socialistischen CongttsseS der Pojflbilisten. sand in heftige Debatte über einen Vorschlag der belgilchen Dlegatn. fich mit dem Congnb drr Mattsten zu vereinigin. statt. Erst gegen Mitternacht kam e zur Abstimmung, welche zeigte, daß die ame rikanischen, holländischen uyd . belgischen Delegaten für den AntrMselen.' Die änderen verlangten eine gevaue Prüfung der Vollmachten der' Delegaten 'der Marx sten. wa einer Ablehnung des Vorschlags gleichkommt. Der Zar kommt nach Berlin. Frank f urt. a. M., 17. Juli. Die .Frankfurter Zeitung" sagt, ste habe au nichtosflzieller, abrr guter Quelle ersah ren. daß der Zar End August nach Brr ltn kommen werde. 8 nmuDit, In Londsnkam es am SS Juni zu einem heftigen Zusammenstoß zwischen der Heilsarmee und der Polizei, General Booth hatte eine Prozession an kündigt von solchen Salutisten. welche m Gefängniß gewesen sind, weil sie in der offenen . Straße daS Wort GotteS gepredigt haben. Da etliche 600 Salutisten sich in diesem Falle befanden, hatte General Booth mit Leichtigkeit ein Bataillon in den Straßen Londons paradiren lassen können. DieverschiedenenKorpS versammelten sich bei der Lioerpoolstreet Station ; voran eine Mustkbande, welche kräftig daraus loSblieS, dann- etliche Hundert Salutisten in StraftingSkleidern aus Zwilch mit dem Pfeil als Abzeichen des StaiSgefängnisseS,dann eine Trupp Treiber in blauen und grauen Zucht hauSgemandern und Nummern ; eine ge, wältige Standarte mit der Inschrift: .Bestrast um Christi Willen" wurde von zwei kraftigen Salutisten einhergetragen ; wieder eine Truppe Salutisten in Uniform, Manner und Weiber, beschloß den Zug. So kam die Prozession aus ihrem Rückmarsch durch die City an die städtische Grenze. Aus dem Marsch durch die City hatte die Polizei den Salutistenden Weg offen gehalten und ihnen trotz dem ärgerlichen Hemmniß des Verkehrs als Eskorte gedient. Sobald die Citygrenze überschritten war, macht ihnen die unter Monroe stehende Lsndoner Polizei Opposition. Beim ersten Anprall gelang S dem Zug, den über die Straße ?ezogenen Cordon zu brechen und mit lingendem Spiel weiter zu marfchiren; bei der Wellingtonstraße jedoch, d. h. unfern der im Strand gelegenen EsserHalle, wo das Meeting stattfinden sollte, befand siH ein starkes Detachement Konstabler, die sofort auf die Salutisten ein drangen, ihnen die Fahnen zerrissen, . die Standarten und Musikinstrumente in Stücke zerschlugen und die Prozession zerstreuten. Ein berittener Obfrst der Salutisten würd als Gefangener abge führt. Die in diesem Stadttheil immer zahlreich vertretenen NoughS und Straßenjungen nahmen für die Salu tisten Part und es kam zu einer allgemeinen Keilerei, wobei du zerbrochenen Fahnenstangen al Waffen: gebraucht wurden, Äkehrer Verhaftungen wurden vorgenommen. - Monro hatte General Booth vor einigen Tagen angerathen, nicht durch den Strand, sondern längs des Themsequai zu. marfchiren, llein um in die Esser-Halle iu gelangen, muß man durch den Strand, und die Polizei hat den Salutisten ,u einer willkommenen' Reklame verhoksen di mit dem Verlust einer sroßen Trommel und
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