Indiana Tribüne, Volume 12, Number 256, Indianapolis, Marion County, 3 June 1889 — Page 1
V ww l. ;; i ; ; K c ,i , Jahrgang 12 Office : No. 130 Ost Maryland Straße. No. 256. Indianapolis, Jndiana, Montag, den s. Juni 1889.
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DrathuaHNHteu. WttttrauSsichttn. tffir Jndiana: Ltichter Regen. un veränderte Temperatur.
Dit Sintflutd. I o h n S t o rn n; Pa., 2. Jun,. Daß JohnStown vom Erdboden weggefegt ist, ist nahezu wehr. Ueber 1500 Häuser find vollständig von der Fluth weggetragen worden, gerade a!Z ob sie niemals gestandn hatten. ES ist unmöglich, sich ein Bild von der furchtbaren Verwüstung zu machen. Entsetzlicher aber a!Z der mate rieUe Verlust ist der Verlust an Menschen lebkn. ES ist eine Unmöglichkeit du Zahl der Ertrunkenen auch nur annähernd zu schätzen, aber 5000 scheint unter den Umständen eins niedrig gegriffene Zahl zu sein. AUudsrall unter oen Trum mern, unter dem Sand, unter dem Schlamme findet man Leichen. Wenn die Flammen der an der Brücke ange schwemmten Häuser und Trümmer ge löscht sein werden, so wird man ohne Zweifel ebenfalls hundert? von Leichen Vorrunden. Hunderte von Männern, Frauen und Kindern karnpiren auf den Hügeln unter Zelten, welche von PlttSdurg geschickt wurden. Die Pennsylvania Eisenbahn hat genug LebenSmittel htibeigeschufft. um den ersten Bedarf zu decken. Im Anfang drängten fich die hungernden und frierenden Menschen an die Wagen heran und balgten um die Lebensmittel. welche berauSgemorfen wurden. Nach und nach aber schaffte die von PiltSburg und Allegheny anwesend Polizei Ord nung und die Bkrtheilung ging ruhig vor sich Von PittSdurg kam ine starke Milizabtheilung, um die Ordnung und die Sicherheit aufeecht zu erhalten. Unter den Umständen ist dies ziemlich schwierig, denn die Ungarn und die Neger betran ken sich mit dem aus dem Flusse gifischten Whiskey, wurden lärmend und stahlen, was ne kkwischen konnten. Die Szene zu beschreiben, welche sich dem Auge bietet, wenn man an die Stelle kommt, an welcher die Stadt JohnStown stand, ist eine Unmöglichkeit. Nichts als Trümmer, Leichen, knietieserSchlamm und eine Masse zusammengetriebener brennender Häuser. DaS Feuer dot bis jcht den größten Anstrengungen Trotz. Die Städtchen Woodrale und Eone maugh. welche oderhalb JshnStown stan den. sind so gründlich von der Erde weg gefegt. alS ob sie nie ex stiet hätten. An den 1500 Einwohnern derselben sind bis jetzt nur sechs wieder aufgetaucht. Elf Wagenladungen Särge und dreißig Lei chenbegatter sind während des TazeS angekommen. Von Jndiana County auf der gegenüberliegenden Seite des Flusse? wurde mitgetheilt, daß dort 315 Leichen liegen. Etwa? Schreckliches ist auch der Leichengeruch. welcher die Lust durch dringt, denn die Leichen sangen bereits an zu verwesen. Marodeure sind in Menge vorhanden Sie fuchen ach Wertsachen an den Leichen, und wo sie an denselben Ohr ringe oder Fingerringe bemerken, da schneiden sie kurzweg Ohren oder Finger ab. Dabei ereignen sich die widerwärtig sten Szenen. Mehrere Farmer beobach teten einige solche Schurken und trieben sie mit Revolvnn in den Fluö wo sie er tranken. Zwei Marodeure wurden bei ihrem scheußlichen Handwttke erwischt. und als man in der Tasche des Einen den blutigen adgeschnittinen ging eines kkindeS mit einem Rins daran fand. machte die wüthende Menge kurzen Pro ff & mir tonen uns vanare u an einem Baume aus. In einem anderen Julie wurde ein Dieb, der ousgehäagt worden war. noch rechtzeitig abgeschnitten. lx Mayoe Cholmer Dick von JohnStown schoß ei nen Mann, den er darüber rwifchte. wie er eine Leiche berauben wollte, aus der Stelle todt Von PltlSdurg und Allüheny kam auch Feuerwehr, um die Flammen zu löschen. Hunderte von Personen, welche bei der furchtbaren Fluth verwundet wurden, lie gen in einem improvisirten Hospital zu Kranville. Amputztionen sind nöthig. Eine Zeit lang fehlte eS an chirurgischen Instrumenten. Viele der Leichen sind noch nicht identi fizrrt. Aon den einzelnen Ereignissen wäh rend der furchtbaren Katastrophe ver dient folgendes besondere Erwähnung; Der Advokat Walters hatte seine Office in dem Library Hall Gebäude. Er be sand sich in seiner Wohnung, als das HauS von den Fluthen fortgetragen wurde. Während seine Familie in ande rer Richtung sortgesührt wurde, gerieth er mit seinem Hause an da? Library Hall Gebäude und wurde bei dem Anstoße durch das Fenster in seine eigene Office geschleudert. In dem Gebäude hatten mehrere hun dert Personen Zuflucht gesundem Die
selben organiftrten sich und fetzten Ver daltungSmaßregeln sest. die strikt beebachtet wurden. Kein Licht wurde wäh rend der ganzen Nacht erlaubt. Die Frauen weinten und beteten, zwei ge baren inmitten der Schrecken dieser Nacht. Während der Nacht starb Keiner von den Leuten, aber a nächste Tage erlagen mehrere der fürchterlichen Aufregung. Ein Expreßzug der Pennsylvania Bahn wurde von den Fluthen eingeholt und
etn Wagen wurde weggeschwemmt. Eine Anzahl der in demselben befindlichen Personen ertrank. Ueber den See oder da Reservoir, das in der Nähe von JohnStown oben im Gebirge liegt, daS größte seiner Art in den Ver. Staaten, und das durch sein Platzen infolge der Regengüsse und der ungeheuren Wzssermasien. die eS nicht mehr halten konnte, der nächste Anlaß der gräßlichen Katastrophe in JohnStown und der ganzen Umgegend war. äußerte sich in Sachverständiger, der diele Jahre in JohnStown gelebt hatte: .Wir hatten stets Angst vor diesem See schon seit sieden Jahren. Nie mand konnte die gewaltige Höhe an schauen, in welcher sich der künstliche, der hSttntßmäßig schwache Damm errichtet worden war. ohne die riesige Wasierge walt hinter demselben zu fürchten. Der Damm muß hundert Fuß hoch gewesen sein; :r brachte so auch daS Wasser ge waltsam weit über fein natürliche Bett und erzeugte einen See, der mindesten? 3 Meilen lang und ine Meile breit war. Ich bezweifle, ob S einen Menschen in JohnStown gab. der nicht einmal zu irgend einer Zeit etn so schreckliche? Un glück prophezeit bättte. wie eS letzt geköm men ist. Die Leute wunderten sich und fragten ost, warum der Damm nicht der stärkt werde, da er doch sicherlich zu schwach geworden sei, aber tt geschah nichts, so sehr auch die Bevölkerung die Köpfe schüttelte. Daß man immer war ten muß. bis daS Schlimmste hereinge krochen ist!' . JohnStown liegt in einer Art Loch zwischen zwei Flüssen. und dieser See muß in einer Höhe von 40 Fuß über die Stadt gefegt setn. Eine solche Kata strophe für eine blühende Industriestadt von 30.000 Einwohnern nein, wenn ich eS nur noch bezweifeln könnte ! Aber die furchtbareWahrheit starrt mir in'S Gesicht. Die ganze Katastrophe ist menschliche Schuld, denn tausende Male wurden Warnungen gkäußert. aber sie ssndtt, keine Beachtung !" Die bitterste Stimmung herrscht u,t-r den überlebenden NothleidendiN gegen die Besitzer des SeeS oder Reservoirs und des Damme S. und eS droht eine Unmaffe von SchadenersatzsProzkssen.Ost stabil Die SamoaKonsrenz. Berit q, 2 Juni. Nach der am Mittwoch abgehaltenen stebeptm Plenar sttzung der Samoa-Kovserenz war die amerikanische Delegation in der Lage, an Srkretär Blaine telegraphiren zu kön ntr, daß die deutsche und britische Regie rung die Vorschläge der Bundesregierung betreffs Festsetzung der Entschädigung für Deutschland, welche die Somoaner leisten sollen, der Rechte der samoanischen Regierung, Einsuhrzölle zu erheben, und verschiedener von Herrn Blaine vorge schlagen? AmendementS zu den Bestim mungen Über die innere Politik aus Sa moa. definitiv angenommen hätten. Da Bestreben der Washingtoner Re glerung. den Samoanern die größtmög lichste Unabhängigkeit zu sichern, findet bei den Leitern der deutschen Politik we nig Sympathie : dieselben verstehen wohl bester ihre Interessen in Europa zu schützen und ihren Einfluß in Europa auSzudeh nen, aber nach kurzem Schwanken haben die deutschen Commisiäee jkde Conzession. die die Ver. Swaten betreffs der Unab hängigkeit SamoaS verlangten, ohne Ausnahme zugestanden. Aus der anderen Seite haben die Am, rikaner le Aeto nichts Zugestanden, in dem sie aus ihren von vornherein erhöbe nen Forderungen bestanden. Eine Conzession der Ver. Staaten. Gegen Schluß der Konferenz zeigten sich die amerikanischen Eommigäre zum Schein großmüthtg, indem sie die Ernen nung des erstm ausländischen Richters für Samoa der britischen Regierung überließen. In osfijiellen Kreisen wird hier aber gemuthmaßt. daß, da der Lord oberrichter Coleridge den Richter zu er nennen haben wird, die bekannten per sönlichen Beziehungen desselben zu den Ver. Staaten etwas mit der von den Amerikanern gemachten Conzession zu thun hätten. Der Papst ernstlich erkrankt. Berlin. 2. Juni. Sowohl in der italienischen Botschaft hier all auch bei den Führern bei EentrumS sind Nach
richten eingetroffen, daß der GisundheltS zustand des Papstes ernstlich erschüttert sei. Während deS lebten Conststorium soll er ohnmächtig in seinen Segel zu rückgesunken sein. Dr. Ceccarelli, der Leibarzt deS Papstes, soll geäußert haben, daß der Tod desselben in jedem Augenblick eintreten könne. Der italienische Primierminister CriSpi beabsichtigt, wie behauptet wird, den Vatlcan durch königliche Truppen be
setzen zu lassen, falls daS Cor.clave der Cardlnäle im Auslande zusammentreten sollte. Die Kohleng rä der S tret k. Berlin. 2. Juni. Die .Kölnische Zeitung- bestätigt, daß der kürzlich abge haltene Kronrath beschlosien habe, falls die AkbeiterStreikS weitere AuSdeh nung gewinnen sollten, sehr energische Maßregeln zu ergreifen. Die temporär Wiederaufnahme der Arbeit durch die Kohlengräber nachdem die Delegaten der Ctrciker in Bochum verhaktet wurden, ist nur irrthümlich alS durch Furcht vor ei' nem Vorgehender Regierung veranlaßt, angesehen worden. Die Delegaten wer den energisch weiter daran arbeiten, die Agitation über alle KohlenbezirkeDeutschlandS zu verbreiten. Man erwartet, daß Neuwahlen zum Reichstag für den nächsten Herbst ange ordnet werden. Hr. Fußangel, Redakteur der .West Phälilchen Volkszeitung'' ist verhaltet worden : die in feiner Wohnung gefun denen Schriftstücke dkweisen, daß er die Proklamationen der Comites der Strel ktt versaßt hat. König Humbert wieder in Rom. R o m, 2. Juni. Der König Humbert traf mit dem Prinzen von Neapel gestern aus der Rückreise von Berlin wieder hier in ; am Bahnhos hatten stch große Men schtnmassen, darunter alle höheren Beom ten versammelt und empfingen den König und den Kronprinzen in herzlichster Weis'. chtffuc)rtkvtn Angekommen in : QuernStovn: .Etrurla von New Äork nach Liverpool, JDhlo von Philadelphia nach Liverpool: - New Port : .Umbrla- von Liver Pool; .La GaScogne von Havre ; .To wer Hill" von London. Havre: .La Champagne" von New Bk. vom NuSlölldr. Die pariser Ausstellung lrd allabendlich um 11 Uhr geschlossen und zwar ganz nach militärischem Zu schnitt, mit den verschiedenen Stadien rineö soldatischen Zapfenstreiches. Punkt 11 kündigt ein Kanonenschuß den Schluß der Eintrittsthüren an. DaS ist daS Zeichen zum Sammeln und turn Auömarsch der Besucher. Gegen 11 Uhr verlöschen allmählich die Lichter : den dauerhaften AuSstellugSgästen wird noch ein akademisches Viertel bewilligt. Dann aber fetzt sich die Nonde, bestehend aus zweihundert Polizei-Agenten und fünfzig Mann der garde republicaine mit zwei Tambours von der pariser Garnison an der Spitze in Bewegung. Die Mann schaften tragen Stocklatcrnen, die TambourS schlagen die französische Netraite, und so geht eö über den ganzen Auöstel lungsptatz, man treibt die unoerbefferli chen Scachzügler vor sich hin und drangt sie mit unwiderstehlicher Gewalt in der Richtung des Pont d'Jena zu den Aus gangSthüren hinaus. Mögen sie nun den angebrochenen Abend in mebr oder weniger solider Weise zu Ende führen: die Republik und die Ausstellung haben ihre Pflicht gethan und ihre Gaste av daS Nachhaujegkhen erinnert. E mi l T h om a lä tzt ge gen rsärtig im .Humorisiischeu Deutschland" feine Lebenserinnerungen unter dem Titel Aus meinen theatralischen Wanderfahrten" erscheinen. Er erzählt in lustigster Weise v,n seinen Jugendjahren, rvie er, am 24. November 1636 in Ber lin am Hackeschen Markt geboren, bei der Uebersiedelung seiner Eltern nach Breslau bei Frau HgspostseeretSr Schäffer in Berlin in Pension kam. wie die Liebe zur Kunft in ihm erwachte, und wie er schließlich Buchbinderlehrling wurde, um recht viel Bücher lesen zu können. Im Octobe? 1854 sand seine LoSsprechung von der Lehre statt, und bei dieser Gele?;enht rührte er bei dem üblichen Geselenschmaus die Genossen durch den Vortrag von Kopische .Heinzelmännchen" derart, daß sie ihm in der Begeisterung die Hälfte der TraktamentSkosten erlie ßen. Sein Künstlerdrana ließ ihm nun keine Ruhe mehr, und er spielte zunächst in der bekannten Liebhabertheatergelell fchast Urania". Als Jsnathan in dem BirchkPfeifferschen Steffen Langer" de bütirte er. Dann ließ er sich mit einer uconatsgage von zehn Thalern an tin Schmierentheater in Leobschütz enasgiren, ging aber bald eaen mangelnden Einkommens mit einem Leidensgefährten nacd Schneeberg durch, wo er kurz Zeit hindurch spielte, und wanderte dann nack ukaA. o röFhLebxgnnyardtzj
Großes Conzert
- tu - Muiual Mi Association ! am Donnerftsg. den 6. Juni, Im boenix Garten ! Eintritt . . 15 Cents. WJszeÄV tUc l Joliu M. Kcenlfför, Vgtvt. Da größte, schönste ad öltefte derart! Lokal in der Stadt. Die geräumige und schön eingerichtete Halle steht Vereine, Loge und Privaten zur Abhaltung von Bällen, onzerten und Versammlungen unter liberalen Beding ungen zur Verfügung. ihm nichts üdrra btled, a!S rn ven S5txa ßen künstliche Blumen zu verkaufen, die fein Freund aus Gewürznelken, Reis, Kaffeebohnen und Papier anzufertigen verstand. Schließlich wurde er hierbei von einem sächsischen Gendarmen angehalten, der ihn nach seinen Pavieren fragte. Und da er keine Legitimation aufzuweisen hatte, so wurde er mit den Worten : Ru, mei kudes Dhiercen, dann warben mer äben'n ViSchen uff die Wache marschieren!" zum Polizeibureau transportirt. Er erhielt einen Ausweis fungSbefehl, den aber dann der menschen, freundliche Legationsrath v. Ladenberz jn Dresden rückgängig machte. In Sofia sind kürzlich fünf Mitglieder der Rauberbande von Nilo hingerichtet worden. Die Anklage legte den Räubern 23 Verbrechen zur Last: drei Morde, drei Angriffe mit hewafsneter Hand und Beraubmigen der Post, sowie 17 Fälle gemeinen Raubes, worunter zwei verbunden mit Gesängen nähme der Beraubten. Die Bande ist die nämliche, welche im versloffenen Jahre den Photographen Karaflojanow gefangen hatte, als dieser sich in AusübungMneS Gewerbes nach dem Kloster Rilo begab ; S ist auch' dieselbe, welche im Jahre 1386 den österreichisch-ungarr scheu Viceconsul Grafen StarzenSki be raubte, als dieser sich zur Tagung der großen Sobranje nach Tirnoma begab. Die Gesammtzahl der Personen, welche durch die Räuber beschädigt wurden, betragt 80 nnd die vsn Letzteren geraubten oder erpreßten Gelder belaufen sich auf 200,000 Franken. Bei ihrer Verhaftung wurden 10,000 Franken bei ihnen vorgefunden. Führer der Bande war Peter Nikslow aus Makedonien mit seinen drei Brüdern. Die Bande von Rilo war durch die serbischen Behörden in Pirot gefangen genommen worden. Aus London, S.Mai, wird geschrieben: Im königlichen Theater in Cork wurde gestern ein politisches Sxek iakelstück Tue Fenian" aufgeführt, das von einem gewissen O'Grady verfaßt ist. Derselbe Her? spielt im Stück bis Haupt, rolle. In einer Scene erscheint O' Cradu als Anführer einer Truppe Fe nier, welche er eindrillt, und daS örchester spielt dabei die irische National hvmne: "God save IrelancT. Ein britischer Offizier in einer der Logen nahm sich heraus, bei diesem Anlaß zu zischen. O'Grady sprang sofort an die ötampe, verlangte den Mann zu sehen, der die irische Nationalhnmne auszischte und sobald er seiner ansicht'g wurde, stürzte er sich, das Theaterschwert auß der Scheide ziehend, auf den Störenfried los. Einige Freunde suchten den Wü thenden zurückzuhalten, aber bevor ti zwischen den Beiden zum Handgemeng kam, batte man die Polizei requirirt, welche den britischen Offizier ohne Wer tereS an die Lust setzte. Der Bergsport hat in den bayrischen Alpen bereit sein erste diesjähriges Opfer gefordert. Der seit dem 29. April vermißte Student der Medicin, Wlaislaus GraduSrewöki. wurde am Wendelstein todt aufgefunden. Die Leiche wurde nach Geitan gebracht. Der Verunglückte hatte am 29. April mit dem ersten Zuge nach Schlierfee um sechs Uhr früh München verlassen und wollte den Wendelstein von Birkenstein us besteigen. Da er nur einige Tage ausbleiben wollte,fo erregte schon anfangs Mai sein längeres Ausbleiben bei seinen Freunden groß Besorgniß. Die angestellten Nachforschungen haben nun zur Auffindung der Leich deS jungen Mannes geführt. Wie ,o st, scheint auch diesmal wieder Leichtsinn und Unbedachtsamkeit die Schuld an dem Unglück zu tragen. Der Verunglückte war noch nie aus einem höheren Berg, weShalb er vor seiner beabsichtigten Ueber siedelung nae Würzburg noch den Wendelstein besteigen wollte. Obwohl Gra duSzewSki ziemlich corpulent und im Bergsteigen gänzlich unerfahren, versuchte er, allein den Wendelstein von Birkenstein aus zu ersteigen, von o auL um diese Zeit überhaupt kein ganabarer Weg führt. Der Verunglückte ist wahrscheinlich einem H erschlag erlegen.
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