Indiana Tribüne, Volume 12, Number 112, Indianapolis, Marion County, 10 January 1889 — Page 3
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W!e cS arbeitete. Guten Morgen Jal ! Ich dade dich seit einem Monat nickt cefe&en. Was ist koö mit dir ? Dn scheinst wikdtt jung geworden zu Teirr. .WelZ. Phtt. ,ch hin wieder jung g'wor din. E.innerst du dich, wie schZecht ich daS litzte 3Rui cussub ? ffran! und blau und in der Oitierabjftn Laune. Q .Nun. du schtinst jcht glücklich ur.d zu frieden zu sein. Gott sei Dank ja. oörr tmlaudr Dank den Vinegsr Vilt rS Erinnerst du diÄ. daß du il nie -mp suhlst. eZS wir uns zuIC&Ma&eii? .Ivodl und iÄ tb? dirs an, bat du die Medizin benutz' dfl - sti -:r. v o - ....... k t.r jiu3Ti;. enn r4CDrniCi'in laui rann qii w.s Ausl.bw , Ich N5dm li, I,tBitt?, odr tin Hinten G.Ickmack vi . t M . . ... , . , - . ottuaiTkkjZkff. trir k otc tfiaiae tnMtdald zTki Wochen ouS, fcifcfclöB dann die raun Bitte? ,u vrodirm .Nun und waK derklidu vondzos'ldkn? .Jch aloude. d"ne N?au wgkk.ZZe zid. ke neuen v.. Ich denke sie hat x&i l fiph b,si.- und Meinen ein mW' .fi slfnnfi ht? Sliti faif fi ith. aeS Vrövi'ak zu lein .3-3 firnsui C5 CQ, lZook ULV a?. bö.t und w .nd,re mi&; daö die Me. Donald D.ug Co. sie so diM v.rkault. gwsd? es LvS, dadk aus to a? od'" hit kranke Lkö?? daran SH. raiu fö?r noMn T. ; mn oü we Kn?en Wn?Jl.r. s ,be. weis ... a?.ich, Welt Nd WkN Bi'rS n rz5kdifl Ud ZA wurde die neu: Bitter Z en v ftil'P. tftte stkts stlt?n t?3T. ?!!!". k? kann jJ jeder ''ach Bel'ttdkn Zsnd'Zn. bkZde sid dosteksfti (l ltm Ter greßk Blutreinigkr und Gesund sitSderlZkklee. Kuiwt j?den Kopszchmerz wnerhalb drkißi Minutm Prodiee S. Ste ftSiken das Gedirn und berubiakn die Nttven. r?aul:ren die EtntVZide, fiel Im die Blutztlkulation wieder d,r und stiern voLftZKLige GswndZtit. l hSIsch, Bch fri. Sldrefstr,: 1SL II.BSoDoBaHIÖriiff Co. S82 Washington Straße, N!v S 'ek. 11 i So:i wiic-Mi'Tl'n'D'n onte f iudiubii l, 11 II SA) ttud in U part. vz n 1 p 1 Sfä lcinf our m(Uiii'J, lliijj nti foud hew ra prrwO , ioniiiy.ine "trj bett ?mLnkü niaJe ia jun. e will miiu 1 recr o an ib world, v.lili alt iht ttUcLuamt, Wo will I end srret ctrn 11 u Ud I UP cuattr nd liisbir rt wnjplt. In rMiirn ibt yo iwr wlisi we w,l. 10 lltoe li mv!I t mur h')ncH KN V n.rnthisll hn!l tciorne rnur o ip?:nr. TW püinj ni-Lin ia ranitc he Mincrr pa?r,i, v, hk h luve run otä : I rsrn-1 rntl Tfc run iu II t?Hl k a Hhl hS.l:l.ihI . Ä H. . A H'T' UV!. l'W rriÄ aa fr i."1! MO Kl. fCt riMi ntnc las tattractioo dvu. 1 ttx tli beal Mwuii fal war hin in tbe wosld. AU Ls . MnrblTt'tt.lDU! - Maf tattracti rtei. 1 nc U tu 10 u OTol uj i'rre t best f.wu(r-aacfciB in ib worid. nd toe Ko etill nauurco. l n fBWt1owf wirkt es hsrh ir: erw tiowa toeihIr Ann-nc -ciiUK CO.. tos AutuiU, Mauie Die große I. B. & W. Bahn. Kurzege Linie nach Um Cün ud Westen. Die ewzize Liste mit ssZieen Züqen naS Blos m'Non nas Pesria mü DarÄaLz.'Wageu nach be Missouri R:ver Punkt" iu einig Ltandeu vt?n als au er- Bahaen. Sbe s Durchgang . Schlasagn und Stnhlwgea Wagkn üb.r Daamlle nach Chiag w kürz? Zeit zu riedngerea Preisen als andere Bahaen , -m fiLl tT W Ms xjte wrj xa.t na spnaunei, oiuzn -vt Ohio ond aUe Punkken im sudl chei nad sft lijev Ohw. Die kürzeste und emzige i?i' mit Drrch, aagS.Zch1aswa.es nach Urbara, Ob 0, BeU,foÄlame, itt ton, Tisft", und San. tw kq. Tte euNerisilte Linie öst ich rail Sö:nkllzM und txiclt nad) olle bedeutenden LfiUchn SlZkteu L0L tz l lii $1 60 weniger alt reguläre Raku. Zuge im Indianapolis Vaduhof. ,..... S ttUt:19 g. 11:0&jflrfl. 9 m?m Si j r Il ?:A K . 3;;) ara ,.. i d O' 7 Z.-m w:30ds nruN m Lftm 3:5a iäs "10;4Qm?;W8i getane Edeisk. z nä S Slamsg?s. Tickets ud knft ertbeüt Gs. Vass Agent, Seo Dmler, ISS Süd JMaoiZ Straße, vud zeee, LLe?!g't der Linie. JL 1 0 b 1 0 r, s Psff. öt. . l , s Äs?. 2at. Deutsche nzeioen-lsenfüL 1 - hU3 7 Eiahllrt seit 1859. öbMsWüölZ., liiiu azi Z?rzzz öttss!, CTrÜiÄ Silllr?.) II2V7 Ycrlr, lMorga U, JirXta yoa GchäfUetniHgen, Trrmrvi ta nfsordrrun Qfn mie. für die Zeitung, moveie für alle deutschen Blätter in den Ver. Staaten und Europa. fi&JUBtlkh DntKbAtnriVan!wb Zeitas& Uf o in nn&Tm ücbft-i.t)ul eur riea 4&sAbt öe Publikum uC Thm b tuten Beraoi2br denUehar BlAttsr trrds ubtaiicrroU racit. tuu i2ur Pablika tue Ar sc&ut tex Bbcnsaa ijeacesBBBSSSi ADVERTISERS can learn the exact cost of any proposed line of ad ve tising in American papers by addressing Geo. P. Rowell & Co., Itwippp Advrtising Buru, SO Spruo St. Kw York. 10i e? 100-PC PMVal
vi-di? ertm ; ; 7 " r hh staunt, sie kannte den Ruin des Grafen, Nn.daZ kbt nS nichtS an. Saa? ren ! Und was ne ldm zu , abhatten ' , , Norbereitunaen doS Nr war es. der saq': daß Kt L-vte wuzzte er ohnehin: es gehe mtt Geld und ?ür Ue Äälle manchmal einbilden f'm m Urt Ann , Gut zu Neige, daS war das ewige Lied! lUe all zu treszen unö fragte daher sie klok bikiSZ t-ärev ? Eieekki ! , Du guter Gott, das mochte ja auch wirk- nUrm ;L3. , cyi WMiu, tsnnu mcke Lm,- sik Meckt. ! lich wahr sein, aber was konnte er dage- m ehren Dlensten? nk p hflA ffrfe hr fr. ' m,... Hm!" Der Baron rausverte slch ver-
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Die Schatten.
Erzählung don Karl Emil Frauzo. (ZZortsesuna.) Nein, Varon Guido war damals noch nicht schlecht, vielleicht sogar nicht un Vieles leichtsinniger, als in seinen Kreisen üblich ; er war nur eben ein schwacher beschränkter Mann, ausgezogen in den Traditionen seines Standes; der geschastkge Müßiggang, die noblen Passionen hatten früh unterdrückt und ausgemero. :vas etwa au tüchtigen Trieben in ihm war ; er haßte den Ernst deS Leöens und ihn nicht. Er lachte - .- . c srn. , ,n Lcbk,, 5u, ni, war da. ?n a.m v." !" .am-rw v"ö"u - - WVMt: mtx m den Splclbadern, lm Herbfte auf den Nennplayen ach, er war so beschafrigt. der nute Baron. Wenn ihn h,.ii t. im tt Mtt)T im lntrtseine Verwalter aufsuchten, hatte er niemal eir rnid hörte sie ungeouloig an, nud als sie aar van Jahr m Iah? trü! ffiii OrrriiifMr rtiiMilsfitif hfttif tr tlfn sie gar von ayr zu 2iayr irubere Gesichterschmtten und immer ung., - ,. Berickte erstatteten da lien N iilSr Ä l thun? Weniger braucht wac ja 0gllemu fcm .Nerkchwenver", er le&tc I?it hs, als eben sür einen Lanzsnkerg Uttumgäuglich nöthig, und was tcitute es schließlich nützen ? Entweder malten diese verdrießlichen Menschen in ihrem Diettsteiser feine Lage zu schwarz, und dann kam es ia nicht darauf an, ob er diesuzal noch nach Wiesbaden ging , oder nzchl ; oder lleprachen wahr, und tcimx bekamen eben einst die Wucherer weniger ; in diesem Falle wäre es geradezu Sünde gewesen, die Reise zu unterlassen! Und denselben Kalkül stellte dieser lie benöwürdige heitere Mannn durch drei Jahre hindurch rea.cln'.aßig auch im Herbste an, wenn er überlegte, ob er die ! Nennen diesmal noch nutmachen sollte, und im Winter, ehe er über die Reise nach Wien schlüssig wurde. Und dann that er stets, wie er bisher gethan, und hörte immer häusiger die Wucherer an und seine Verwalter gar nicht mehr, bis er an einem schönen Frühlingstage auf dem Schlosse Fürstenau endlich einen Ve such erhielt, der empsangen ! werden mußte, so unangenchln er auch war. Denn der grämliche Mensch war leider ein k. k. Gerichtsbeamter und lag dem Baron ein langes Schriftstück vor, wonach über sein gesummtes bewegliches und unbewegliches Vermögen der Konkurs er össnet sei, und noch obendrein, wie bei jedem Konkurse, eine gerichtliche Unter slichung, um festzustellen, ob e? nicht feine Gläubiger leichtsinnig oder gar böswillig geschädigt. Ueber diesen letzteren Beisatz mußte d Varon von Herzen lachen; er, ein Lanzenberg, in gerichtlicher Untersuchung es war zu komisch ! Und waS den Konkurs betraf, so lachte er zwar nicht aber noch nlittdcr grämte er sich; der Schlag kam ja nicht unerwartet; er hatte ja im mer zugegeben, es sei wohl möglich, daß seine Verwalrer Siecht hätten! Auf die ötelse nach dm Spielbaveri' muhte dieS, mal allerdings verzichtet werden, pbe? auch in Fürstenau war es ja schön genug, wenn auch verdammt langweilig; man mußte eben aus der Noth- eine Tugend machen, ein idyllisches Leben führen, ein noch viel besserer Vater und Gutsherr werden, als man ohnehin gewesen. Die Verwandten seiner verstorbenen Gattin schrieben allerdings unangenehme Briefe ; sie machten ihm Vorwürfe, daß er die Tochter des väterlichen Vermögens beraubt; sie warnten ihn, jemals auf daS mütterliche Erbtheil des Kindes zu Hofsen ; sie betonten, da fr eigentlich nur ihr Opfermuth denGlaubkgcril gegenüber jener gerichtlichen Untersuchung eine günstige Wendung gegeben. Aber waS lag rhltt an diesen Menschen? ! er laS zwer ihrer Briefe, die übrigen benutzte er, ohne sie zu lesen, als Fidibus. So verging der Sommer in harmlosen Freuden, aber der Herbst brachte wieder unangenehme Besuche. Da kamen plebejische Menschen und prusten jedes Stück der Einrichtung, mau mußte sie empsank gen, weil sie laksnische EmpfehlungSbriefe vorwiesen, an denen das GerichtNegel prangte. Und endlich erschien auch jener ulchsftiche Beamte wieder und las abermals ein Schriftstück vor. welckeS diesmal sehr kurz war: für Schloß und Herrschaft Fürstenau habe sich endlich ein Käufer gefunden, und der Herr Baron habe daher, bei Vermeidung von Zwangsmaßregeln, die frei? Wohnung, welche ihm leine Gläubiger bisher belassen, binnen drei Tagen zu räumen. Das war dem Baron unangenehm. aentlich der unangenehmste ! Er besaß von allen seinen Schlössern keinen Stein, von allen seinen Gütern keinen Grashalm mehr, und sein sonstiges Vermögen bestand momentan in einer Hundertguldennote. dem Neste eines größeren Betrages, welchen ihm feine Verwandten im Frühling zu? geschickt mit dem ausdrücklichen Vemerken. er habe keinen Heller nlehr von ih? neu zu erwarten. Er kannte diese Knicker", er wußte, daß sie ihre Drhunjzen- buchstäblich zu erfüllen pflegten ; wohin sollte er nun mit dem Kinde und dem ganzen Haus stände? Sophie hatte allerdings von der Mutter ein stattliches Vermögen geerbt, etwa eine ViertelMillion Gulden, aber es war in Werthpapieren angelegt, und die Disposition hierüber stano nrcht ihm allein zu; daS Testament der Verstorbenen hatte ihm eine Vormüllderin an die Seite gegeben, ihre Cousine, die verwittwete Baronin Agnes von Thernstein. Die düstere, energische Frau war de lustigen Baron unsympathisch ; er hatte übrigens auch noch triftigere gründe dazu, als den Gegensatz der Charaktere. AgneL war die Einzige gewesen, die ihm schon vor langen Jahren rundweg er klärt, sie könne ihn nicht achten; er fei r t rw e i w em mHllexüger censy unv vurozaus Um .s.u.tr Ästcr" im EesentbeU.
ms mehrsacken Gründen. Erstlich lttit zwar im rmen mau, oty wohnle er selbst alljährlich gern einige ; Sorge UM die eigene Zukunft die ZättWochen in Fürstenau, und dann hing daS lickkert für feiu TSchterchen bedeutend Kind so sehr an diesem Schloß, und drit- erhöhe, aber er war nun einmal der Va, i tl V -! itif ' ir- itiiW i.iSk. rtfj4ifvfiV.'itJ,-' 9iM
rens oer vrr:re rung war rraenittcu i " j. w uiuufwvuwtiim vv-
auch darin schwach, herzlos und unvernünftig, wie in jeder anderen Beziehung ; das Kmd muffe verderben unter solchen Händen ! Und dies Alles, nachdem sie die kleine Fee" kaum eine Stunde beobachtet, also natürlich aus purer Bosheit. Nun, er hatte ihr feine Meinung auch gründlich gesagt und sich schließlich jede Einflußnahme verbeten. Die Baronin hatte seither weder ihn, noch die Kleine wiederzusehen gewünscht; sie hatte ihn sogar nicht empfanden, als er ihr vor iwei Iahren. allerdinas nicht aerade aus
Versöhnlichkeit, sondern um ein kleines J Darlehen zu erhalten, auf ihren: Schlosse m . . ' m c t ? nr Peirowly in oymen oie vjgre seines Zlle suchcS erwiesen er war fertig mit ihr, fertig sür's Leben !.... Der Baron dackte. nachdem ibn der ini Vmt krlssen'i'c halbe S,m,d. lana ernstha I nach etmaZ Uner horteS in . it. seinem eveni dann war er wlever geDrei Tage konnte er ja noch m stftrftenai, bleiben drei volle Taae, waö , h Ysss-s i?r r . i t ... .n?n ieder luttka- der erste Taa veraina in SÄfff flS TiÄl? Äff r.& mnui ßs,r r.fi ntf ATirfen ziß Mary zu sagen, daß siemorgendaS 1, ' '- ' ' ' , k? n? Echlou sur immer verlasjm müßten. Die Gouvernante war keineswegs legen, aber warum denn nicht," dachte er dann.... Natürlich! rief er. .ES sei denn, daß Sie selbst Ich bleibe, so lange ich mein Gehalt pünktlich erhalte,- erwiderte sie. Wohin reisen wir?" Hnr!" Der Varon räusperte sich wieder, diesmal verlegener, als früher. Nach Wien!- sagte er dann zögernd. Natürlich nach Wien!" wiederholte er mit größter Sicherheit, .wohin denn anders!" Er hatte allerdings keine Ahnung, was er in Wien beginnen sollte, aber irgend ein Ort mußte es ja schließlich sein, warum nicht diese schöne und lustige Stadt?! .DaS war ein guter Gedanke!" sagte er stolz, und war wieder fröhlich, bis die kleine Sophie eintrat. Ist eö wahr, was Miß Maru faat?" fragte sie trotzig. Er konnte eö nicht leugnen. .Ich aber gehe nicht fort!" rief sie. .Ick bleibe in Fürstenau!" Vergeblich bot er feine Veredtsamkeit auf uns malte die große Stadt in den bezaubeaudsten Farben, sie verharrte bei ihrer Erklärung, und als er nun doch .Nein!" sagen mußte, sing sie heftig zu einen an. Der schwache Mann weinte mit, zum ersten Male übermannte ihn daS Bewußtsein der Schuld iid Neue ; seine Thränen waren aufrichtig, aufrichtiger als zene deS klernen räuletnS. Denn nachdem -eS fünf Minuten geschluchzt und der Vatel doch bei feinem Entschlusie blieb, versiegten plötzlich die Thränen; Sophie war maßlos erstaunt, zum ersten Male hatte ihr Weinen nicht gewirkt ! . . Erst nachdem sie sich überzeugt, daß dies Unmögliche möglich gewordeu, glaubte sie auch an den Äbichied von Fürstenau, und der Schmerz um ihren LieblingSort, die trotzige Empörung versetzten sie in einen Zustand, der an Naserei grenzte. Heulend warf sich das ungeberdige Kind zur Erde nieder, zerwühlte sein Haar und einte Thränenströme. . . . Da fühlte sie sich plötzlich unsanft em; porgehoben, vor ihr stand eine fremde Gestalt, eine hochgewachsene, schwarz gekleidete Dame und blickte sie mit zürnen, den Augen an, daß sie erschreckt zumVater flüchtete. Aber dieser vermochte ihr keinen Schutz zu gewähren, er starrte die Erscheinung, die so plötzlich ausgetaucht, mit schier noch größerem Schrecken an. . . . tzühre da Kind hinaus, Georg, " sagte die fremde Dame, und darauf trat ein schlanker Jüngling hervor, der bisher im Hintergrund gestanden, beugte sich zu der Kleinen nieder und sagte sehr freundlich: .Nicht war, Sophie, Du fürchtest Dich nicht vor mir?" Sie erwiderte nichts und begann nur noch heftiger zu weinen, aber als er ihre Hand ergriff, da sträubte sie sich rnchj und folgte ihm. ... Drinnen gab eS eine lange, peinliche i Erörterung. Die Baronin Agnes be. i stand darauf, daS Kiud zu sich zu neh, j men; welche Erziehung es bisher ersa ren, habe sie nun mit eigenen Auaen ce sehen. Guido widersprach : in alle? Demuth, aber hartnäckig; imponiren konnte er dieser Fran nicht, so verlegte er sich auf's Bitten und wiederbolte immer wieder, sein Vaterherz werde die Trennung nicht ertragen. Die Baronin vruud, an dessen Einwilligung sie gebun den war. So kam schließlich ein Kompromiß zn Stande. Er willigte darein, daß aus dem Vermögen seiner Tochter das Gut Aenkendors angekauft werde, eine kleine Besitzung rn der Nahe von Petrowltz, weiches eben feil roar; auch überließ er der Baronin die Wahl der Erzieherin und die Ordnnng des neuen Hausstandes, hingegen sollte er anZ den Erträgnissen des Gutes eine kleine Rente erhalten und berechtigt sein, feinen Wohnsitz gleichfalls tn Benkendon zu nehmen. .Das sind harte Bedingungen ! klagte er. .Bessere, clS ich eigentlich vor meinem Gewissen verantworten kann," erwlderte sie hart und nef nach rhrem Sohne .Georg!" Die unglückliche Frau, die da im verdunkelten Zimmer den Fügungen ihres Redens nachsinnt, Hort den Nur wieder im Ohr, so laut und deutlich, als wäre er soeben von der Freitreppe deS Schlos, seS zu Fürstenau hernieder erklnngen, als waren die siebzehn Jahre, die seither verflossen, ein Traum gewesen, und sie fahre, ein eljjahrigeS Mädchen, mit ih rem milden, gütizen Beschützer wieder im Nachen aus dem kleinen See. Sie vewt nicht mm und ixiit nicht wtyi . .
slill und heiter sitzt sie auf dem Hankchen ihm gegenüber und lauscht, was er ihr erzählt. Er ist an die Wasserlilie herangerudert und hat ihr gewiesen, wie die schlanke Blume aus der grünen Fluth emporwachse, die Wurzel, den Stengel, die Blüthe; jedes Vlättchen, jedes Staubsädchen bekommt' Leben, wahrend er es beschreibt, und regt sich ; eö ist kein Märchen, was er ihr erzahlt ; sie kann Alles sehen und mit den Händen greisen, und doch! so schön ist ihr noch nie ein Märchen erschienen. . . . Dann beginnt er von den Libellen zu erzählen, die schillernd im Zickzack über die leise bewegte Fluth huschen, von den Marienfadchen, die langsam in den klaren Lüsten dahinschwimmen. Dem kleinen Mädchen wird schier zauberhaft zu Muthe, sie hat nicht geahnt, dau man nur die Augen aufzuthun brauche, um so Schones nt sehen .... tzeorg!" Mitten in jene Freuden klang bet Ruf und schnitt sie entzwei: Dort droben stand die Fremde und blickte hinab ; fast reute eS sie, die Beiden gestört zu haben, es war ein wundersames Bild, welches sie überschaute der weite Park, geschmückt mit all der stillen, wehmüthigen Schöne der Herbstzeit, der kleine, schimmernde See und im Nachen die beiden jungen, frischen, unschuldigen Menschenkinder. . Ihr Auge wollte sich feuchten, dann aber schüttelte sie sinster das Haupt ; hatte sie jählings eine Ahnung übelkom? men, die ihr Herz beklemmte? ! Sie wiederholte den Nuf schärfer und lauter. Aber der Jüngling ruderte schon dem Ufer zu und sprach dabei ermmhlgend zu der kleinen Gefährtin, welche scheu nach der Fremden blickte. Sie zögerte, ans Land zu treten, dann blieb sie unschlüssig am Mer stehen, und als die Baronin auf sie zukam, erblaßte ihr Gesichtchen. Aber diese blickte nicht mehr zürnend, wie früher und beugte sich liebreich zu ihr nieder: .Ich habe Dich lieb, Sophie, ich bin Deine Tante Agnes, willst Du mit mir kommen?" .Und Papa?" .Kommt nach!" Die Kleine stand unschlüssig. .Und der da?" fragte sie und wies auf Georg. .Bleibt bei uns!"
.Dann neb ick mit!" rief sie rasch und saute seine Sand. Die Baronin blickte den Sohn gerührt an, ihre Augen leuchteten vor Mutterstolz. .Du sollst eS auch nre bereuen, Jcmd faule sie beweat. (Fortsetzung folgt.) Schwere Enttäuschungen. (3Lu3 der .Jarf. elt,") IJabent sna fata lifcclli. (Auch All' eher haben ihr Schicksale.) Die Nichtig keit dleses alten Satzes wud van Neuem bekräftigt durch die unerwartete Aufnähme, welche der im Druck erschienene Entwurf eines deutschen bü r gerlichen Gesetzbuch S gefunden m . , tt m . rf" '. yar. Wer haue vorausgeseycn, caj cie ser Entwurf bei seinem Erscheinen nicht blos mehr oder weniger günstige, sondern auch die abfälligsten Urtheile hervorrufen würde? Man war gewohnt, aus die seit 1874 tagende Commission zur Ausarbeitung des Entwurfs mit dem unbeschranktesten Vertrauen hinzublicken. Zeitwerfe schien dem deutschen Publikum die Zeit etwaS zu lauge, welche die ComMission für ihre Arbeit in Anspruch nahm; aber der Glaube an dieVorneffllchkeit deS zu erwartenden Werks blieb unerschüttert. Noch ehe eS an's TngeSlicht getreten war, hatte man es scheu als ein Werk, dauernder als Erz gepriesen, das bahnbrechend wirken werde in der NechtSemwlckeluug aller Zeiten uns Nationen. S!ach dem Erscheinen des Entwurfs lies frelllch die Ernüchterung nicht lange auf sich warten. Eine Reihe der gewichtigsten Zweifel und Einwände tauchte von den verschiedensten Seiten her auf, und einzelne sehr namhaft Gelehrte nahmen kernen Anstand, das im Heraus hochbelobte Werk geradezu für unbrauchdar zu erklären. Ein Bcrlincr Professor, eine Zierde der dortigen Universität und berühmte Leuchte der deutschen Rechtswissenschaft, hat dem Entwurf allen gesunden praktische Sinn abqcsprochen, und ein anderer bekannter Rechtslehrer, gleichfalls aus Berlin, warnt mit den eindringlichsten Worten vor Annahi . rv t . - r . t. i me oessetoen, va er vus vcecyrsoewuursein deS deutschen Volkes tief verwunde und dem vaterländischen Recht den Todesstoß versetze. Noch andere absprechende Urtheile in ähnlichem Sinne wurden abgegeben und erst neuerdings wieder hat ein Breslauer RcchtSlehrer den Entwurf als völlig l n mmhmbar bezeichnet und die Codisication eines bürgerlichen Gesetzbuchs künftigen Seiten zugewiesen. Unseres Erachtens ist die vorliegende Entwurf als erste Grundlage für die Weiterführung legislatorischer Arbeiten nicht schlechthin zu verwerfen. Aber es wird allseitiger Mitwirkung, gewissenbastester Prüfung und völliger LoSlösrng von den bisherigen Illusionen bedürfen, um auf diesem lückenhaften Fnndamente den Bau eines bürgerlichen Gesetzbuches für das deutsche Reich auszuführen. Wir wollen für heute nur auf zwei der hauptsächlichsten Mängel ausmerksam machen. Wer da glauben sollte, daß der Entwurs, so wie er jetzt vorliegt, das gesammte Civilrecht oder auch nur den größten Theil desselben umfasse, der würde sich gewaltig irren. Der Entwurf bat eine solche Menge civilrechtlicher Materien unberücksichtigt gelassen, daß sich fast die Frage aufwirft, auf welcher Seite denn dle größere Halste sich besinde, auf Seite deS im Entwürfe enthalteneu oder von ibm ausaeschiedenen Rechtsi stosics. DaS Bergrecht, Forstrecht, ! Jagdrecht, Fischerei- und Wasserrecht, das Enteignungsrecht, daS sog,, bauerliche Recht, daS Lehn- und siedeicommißrecht, alle diese ausgedehnten, für RechtSschütz und Volkswirthschast größtentheilS sehr wichtigen Materien hat der Entwurf nicht geregelt. Er hat deren Codisication abgelehnt, wesentlich aus dem Grunde und zu dem Zwecke, damit die particulären Einrichtungen und GewöhnitlivL tx&sltaL iltto J2tin&tv Ab
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oaZ deutsche Volk wird sich nicht degnUgen wollen mit einer so küminerlichen öcechtseinhcit, neben welcher die bisherige ölkchtszersptitternug sür jetzt und für die Zukunft in großen Gebieten bestehen b.cibt und welche zugleich so antiquirte Nichtsittstitnte, wie ehnrecht und FamilieniFidcicommißrecht, von der gemeinsamcn Nechtsentwickelung ausscheidet, auf daß sie ttngehindert von Geschlecht sich zu Geschlecht wie eine ewige Krankheit" Zrt.'rbe i können. Eine andere klafsende Lücke in dem Entwurf ist auf die merkwürdige Angst und Scheu zmückzusühren, welche derselbe vor jeder, auch der entferntesten Berührung mit dem öffentlichen Recht u:d dem herkömmlichen Gebiete der Verwallung zu erkennen gibt. Nur aus diesem Grunde ist es zu erklären, daß daS ganze Kapitel von der Expropriation keine Berücksichtigung gefunden hat, daß die Lehre von den juristischen Personen höchst lückenhast geregelt daS Waffen recht, Forst- und Jag)recht ganz unberücksichtigt geblieben ist, endlich, daß die Frage von der Haftpflicht der Beamten wegen des aus Verletzung von Amtspflichten entstandenen Schadens und von der Verantwortlichkeit des Staates oder der Gemeinden für Ersatz dieses Schadcns unentschieden belassen wurde. In allen diesen, die Nechtssicherheit desBürgers in hohem Maße berührenden Ma terien hatte also der Deutsche, wenn eS beim Entwürfe bliebe, trotz seines gemeitt'amen Gesetzbuchs nicht dieses, sondcrn die Musterkarte der einzelnen Landc(gesetze zu befragen, was Rechtens fei. lteat am Taae. dau der aus der ersten Lesung der Commission hervorgcaangenc Entwurf vel solchen Mangeln weitaus nicht geeignet ist, der Aufgabe gerecht zu wcrdeu, welche das nationale Rechtsbewußtsein an die in Angriff genommene Codisication zu stellen befugt ist. Damit ist deren Endziel übrigens noch Nicht wesentlich gefordert, geschweige denn endgiltig vereitelt. Jene Mängel können verbessert werden.und die sachverständige Kritik ist am Werke, diese Verbesserungeil vorzubereiten. Jedenfalls hoffe wir, daß der Reichstag sich Zeit und Mi'ihe genug gönnen wird, um das zukünftige deutsche Civilgesetzbuch einer gründlichen Berathung zu unterziehen. . Selbstmord. Vor einem zablreicben Auditorium bat sor Kurzem Baron Dr. Mündn in Wien einen Vortrsg über die .Mono- (. , ir..i . - . -i rts nranie oes vseiuinnorocs gcyuucu. jzi Lsrtragende wies auf die Sprache der Statistik hin, welche verkündet, in welch' ? , - f....Lf. . f. n ... - ersHreiienocr jfuizaoi cic vciuiimoiuc seit den Fün sziger-Jahren zugeuommen haben. Leidenjchastliche Liebe, Steid, Rache, Eifersucht, Furcht, Angst, die iu m . L t dem trauern 12) c 9 irn enrsreyenoen zoeen, gekriinkke Ehrliebe, die Sucht uach dem Besitz eines Gegenstandes sind die Ursachen des Selbstmordes. Das größte Eontingent zu den Selbstmördern stellen Geisteskranke. Groß ist die vererb te Neigung zum Selbstmorde, und man hat Beispiele, daß der Tod von Familienangehörtgett iul selben Alter, zur selben Jahreszeit auf die gleiche Art und Weise gesucht wird. Elenv und Armuth liefern zas zweitgrößte Eontingent, dann kominen die Leidenschaften, Krankheiten. Eisersucht und Liebeswahn etc. Dein Alter nach gehören die Selbstmörder der größeren Zahl nach jenem zwischeil 40 und 50 Jahren an. wobei oas mäunlicke Geschlecht Zwei Drittel. oas ! weibliche nur ein Drittel zu der schwarzen Schaar stellt. Vorzugsweise sind, es die Sommermonnte (Juni und Zu!,), in welchen sich dle eldstmoroe uäufeu. Bezüglich der Todesarten, welche gewählt werden, führte Varon il)!ulivv an, daß am meisten die Pistole, str Sims? und dann das (5rbanaen aewählt werden. .Die Slaven erhängen " , ' k . , 5 . , . sVi. V sicy gern, oie jvranzoien, laiiener uiw Deutschen erschießeir sich gern." Selten nnöet das Erdrosseln Anwenduna. ebenso oer Stick, denn diese Arten sind mit großen Schmerzen verbunden. Dagegen , . i . wählen Älele den od vurcy Ertrinken, namentlich Frauen, denn dazu sind keine Lorbereikungen nothwendig. Ein kleines Kontingent stellen der Tod durch Erhungern, Erfrieren und durch Feuer, ein aröüeres der Tod durck Veraiftuna. Räch den abwechselnden Bildern des odeS durch Selbstmord kam der Äortraaende ;u der jrraae. wie die mwarie Sckaar verrinaert werden könnte. Ver volikommnung der Moral, Verringerung es Elends, die im Kerzen türonende Ueberzeugung, daß der Mensch dem Nenschen helfen müsse so lautet die ttntwort. Vom AllklauVe. E i n e E h e sch l i e ß u n g ant Hlndernissen fand unlängst m Ber sten, dem Hauptorte der Zusel !)rugen, statt. An denl Vormittaa des betreffen den TageS erschien der Bräutigam aus : v. . i t jy t i 4 ' . Dem kanvesamle, um ore yescyile'u?iz für ?!achmittagS 4 Uhr anzumelden. ES wurde ihm hier jedoch bedeutet, daß daS Aufgebot, welches auch in einem nicht allzu weit entfernten Dorfe ausgehängt war, noch nicht eingetroffen sei und vor der Eheschließung zur Stelle sein mühte. Infolge dessen machte sich der Bräutigam ans den Weg nach dort, erhielt den bereitö eouvertirten Brief mit dem Allfges bot und trat am Nachmittag mit Braut, Jeugen und dem Dokument vor den Standesbeamten. Nach Oeffnung des Eouverts fand sich jedoch, daß in demselben wohl ein gesetzmäßig auöge bängtes Aufgebot, nicht aber dasselige des betreffenden Brautpaares enthalten war. Au5 allen Himmeln gerissen, trabte der hoffnungsvolle Ehemanu zum zweiten Male nach dem nachbarlicheu Dorfe, wo er die betrübende Kunde empfing, daß daS zweite Aufgcbot bereits durch den Briefträger an die Vost befördert sei. Sckweisttriefettd wie1 der angelangt in Bergen kann auch die ' Pzst ihm den oerhangnißoollen Brief i nicht ausliefern, da er unglücklicher ' Weise an das Standesamt Bergen Land und nicht Stadt adressut ist. Wiederum Lansereien, Ersüllung oou Formalitäten und flehentliche Bitten, bis gegen sieben Uhr Abends der Standesbeamte die beitu Liebeitden endlia) als ehelich oerbun ten erklären rnid diclerselbst erlöstaufatr)men kann.
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por kalt iu5r2U.u, Um ta!:!. ei:.. D.B.TSACT, ' F. P. JEFFRIF. or. r. Agt , Petro, ticli. Dist. Ps. ir.n.nsnFjt, v tr. z zzt., IS...z.,U,,Ick. Ticket Ajft.; Or Ccnertl rsf nrer Xztnt, C. C. WAITE, Viot Prt. nd GeT Maa&fr. Am 20. N o v e m b e r a e a e n fünf Uhr Abends wurde Fräulein Emilie Schies in Grar in ihrer Wohnnna von hrem Neffen, dem neunzehnjährigen Zlnton Komm, überfallen und qeknebelt. Der jugendliche Verbrecher steckte darauf ihre Kleider in Brand und stahl aus der versperrten verthhelm scheu Kasse Werthpapiere im Betrage von 33,000 iilden. Hierauf ergriff der Bursche die Flucht, vie brennende Fran ihrem Schicksale überlassend. Emllle Echtes hatte, als man ihri Fesseln bei der Entdeckung des Verbrechens loste, sehr schwere Brandwunden erlitten und trug überdies durch die ausgestandene Todesangst ein schweres Nervenlciden davon. Anton Komm, cbwohl aus achtbarer Familie stammend sein Vater war Major ist in Graz als ein Taugenichts bekannt. Seit Jahren trieb er sich in Kiel und Hamburg ohne bestrmmte Thätigkeit uncher und schlfste sich, als er seinerzeit durch Vermittelung der Eonsular-Vehörde iu Hamburg eine Anstellung bei der Marine fand, nach Amerika ein. Zuletzt war er aus englischen und uorweglschen chlssen in Dienstcn. In einem an seine ?)!uttcr in Graz gerichteten Briefe schreibt Komm ans Kiel, daß er uach Amerika reise. Seitdem sind zwei Wochen verflossen. Bon dem Signalement des Burschen sind alle SicherheitSbehorden unter dem 10. Tcc. in Kenntniß gesetzt worden, mit dem Ersuchen, nach dem Käuber zu sahllden und desseu Velhastung zn veranlassen. V e i e i n e r v o n d em ka th olischen Geistlichen ArouwerS in Amstcrda m beru se neu V er samm l u v. z, in welcher eine Adresse an den Papst erlassen werden sollte, kam es zu einer großcir Schlägerei. Etwa SOO Socialdemokraten hatten sich in den Saal Zutritt ;u verschaffen gewußt und verhinderten den Zcedner durch Zischen und Schreien am Sprechen. BrouwerS beschwor die Anwesenden, im Namen der Freiheit ihm und seinen katholischen Mitbürgern nicht das Recht ;u versagen. lhre Meknunz und ibre Gefühle auszudrücken, weSbalb er alle, welche mit dem Zweck der B erfammlung nicht übereinstimmten, ersuchte, den Saal zu verlassen. Es half aber nichts, vielmehr schwoll der Lärm nur noch mehr an, als der Redner d?n Entwurf eines nach Rom zu scudendcu Telegramms vorlesen wollte. Ein Sozialist schlug der im Saale ausgestellten Büste des Papstes Leo XIII. rn'S Gesicht, worauf die anwesenden Katholiken sich als Phalanr um das Bild ihres Oberhirten schaarten. Ein unbcfchreib liches Getümmel entstand, und da auf ausdrückliches Verlangen des Vorsitzenden keine Polizei in Saale anwesend war, so entwickelte sich bald ein beinahe regelmäßiges Gefecht zwischen Socialdemokraten und Katholiken. Ein Po-lizei-Jnspector trennte endlich mit gczogencm Säbel die Streitenden ; der Saal leerte sich schließlich, aber Gläser, Fensterscheiben, Stühle und Tische waren schon zertrümmert, " bis eine PolizeiPatrouille erschien und einige Verhastungen vornahm. D e r f r ü h e r e s o c i a l-d c m okratische NeichStagTabgeordnete Hafens clever befindet sich bekanntlich feit einem Jahre geistig erkrankt in einer Jrrenanstatt bei Berlin. Das Berliner Volksblatt" berichtet über einen Besuch bei demselben: In körperlicher Beziehung befindet sich Ha senclever wohl. Er nannte auch deu Besucher bei ö!amen; aber die Unterhaltung war zusammenhanglos, die Worte wirr durcheinanderwirbelnd. Alle Gebiete geistigen Schaffens streifend und sofort in blitzartiger Geschwindigkeit wieder andere Dinge berührend, spricht der Acrmste unanfhörlich nach Aussage seiner Pfleger stundenlang, um nach kurzer, durch körperliche Erschöpfung gezwungener Rast aus's ! neue zu beginnen. Ergriffen horten wir . eurer theils gelungenen, theils platt- ! und hochdeutsch gesprocheuen phantasti- ! scheu Erzählung zu: Politik, Literatur, Geschichte, die Namen deutscher, französischer, englischer und it.ilienischerDlchter, bedeutender Schriftsteller, berühmter Kriegssührer, knrz Alles, was ihn wohl ! in gesunden Tagen beschäftigt haben 'mag, sprudelte unaufhaltsam hervor, und in stets wechselndelr Bildern glaubt C L L.- rt a - -st , W W 'W -www m mr t V Dich. der R.zt in sich .Urrt. ! m, r..r.-..,:..... m.?... f,.t.. er oie Helvcn oes Allerlyums uns rte : Nach halbstündigem Besuch hatte Hasen? ; clever auf die Frage, ob er den Besucher , kenne, keine Idee mehr, mit wem er verkehrte, und vollkommen gleichgiltig lieg . er, ruhig mit sich selbst plaudernd, den Besucher Abschied nehmen. Jobn Weilacder, Saloou n.VlLiszdHüöe QO tl Yesustzlyants Sir.
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ei e s Itez, Flaut, N'ORTHIiKX OTTTO. ? Sldnej n U I pru. f7. -s - 1 " : 31 Stiften LftCroff, Br?tt I" 1 W ü:. !&!: T'TT; l OT. 7Tf,VTST. r Cu i D. v Traisar; Elee-pero IiffLt Tralw. :': 'i ' , .. ..... , ..... ..VWilU.ilS VMM CU1CMG0 (AND CÜWINNMTI. ti " - m,.t- r v. C. U. S D H. 2i. kI5 :. ,? it FMwrwri A - L. Tcltda. i C IZvi l 7Ä . . iw. , r - Rtcliar!, Itd. W. tm"! kgl, Cticltutt,(k SOO VT. Tourtla üt.. C!elsnil!t O. CIIA3. II. ROOtWMLL, Gea'l PsVTd Tilrrt Aftttb MWcksS GMSe ! Jacob Ilo0, EizkJthSmee. V& größte,' ZchSzste cn älteste dersrttz ?okol in der BioXt TAt geräsulig nad schZu elsAerichtlt YoUe f!:ht Vereink, Loge urk Pridc.teu zur AlhaUe?L d$3 üleu, Couzerte cab Pkrssmv.lge uvitx IiBtaIm Cebfau Zk? tur ?et!1c2 L. Hie Brn if? tzH m l jSt r W' H, Jas Löste Fn p kr Me? enl Kt' 1 1 fi 1 1 iyii' A 4 fr ' f & Ai 7: $r H ftßt XiTTt;aBc.) V:re!ue und Löge treiben darauf anfmeri fant acrnscht, daß odiz? Halle sich sehr gut zue Abhaltung Versimmkpzes, Krädzcheu, Uaterhaltuxgen u. s r,. tnti und für solche Z:cke HCia 3 mir 18 ll. 5)? tu Kceste sich it die Ofsiee fc. T.IU. Eissndohn -Ziit-Tabllle. J.ffe?fo?.d'Q,, Mai'oa 6.- Jariaaapsllk. Tbga p : tfrur p üqe 4:0 3m, 4:00 ?Im. -tn'uift : flco:mf& t on 8:So V N. 5 10 fi m 5rS. 11:10 ?5ji, 1V.SS o m. 1.45 ?hz. . c:o uu lu;45. VZkdzIlJ. Argznz : i?xd?kß 7:? ) Vm. 1 1 55 Im. 7:0) Tim. lli' Om. tvom. UOk-Sukanfi i Ql 3. i A'i S5m 4: l V.J. 2 i i Sl-n. :tO Am. Üttjni. l : 0 2 ... B.e 2in, E. C. C. & Jzd:aVapo?ii. t&;anq: L20 Vm. 4:i0 V.i,.7:Z0Vm 11:15 V n. li 5 4:Q lm. f:05 9int 7:25 Titn UcfuHt: Er?. 6:50 a. 1s:f,0 Tm, 11:85 Vm. tm tm. 3.15 Nm. l(?:3i ?! n. Alle obigen 3 iae tsaltet in BriMwsod an. D e foljjenrfn ZS?e laufen nrr nach und tooa Brigtt ros : Abaang : 3 40 Nm 10:10 Nm. Ankunft : 4;10 Vm a.M:45 ftm. Cmiinuct, Wab. & Miiiz'n. Mgarg: 4 iO Vm 11 f 5 Vm. 5 05 !m ?n!unft: I ö! Wm. 3 S0 Um. Iu 85 Nm. Cinrinncti,Jndial!cp'lK, St.LouiS S: dVtßj. C ncinnati D Vision. - Mgznq : S ?5 Wur. 10 SS Vm. 3 Cincinnsri A. ur Sonntag S45 Ria. Lafnite ttt. 6 28 N. -Antuiif! li 45 Ptn. 10 0 ?!m. Kiricik'ti Atc. ni r Eonnt, 11 so Vm Nu'hv Üe Nee. 1 4?; Bm. Cclumdn Nc . S 07 Nm. Ch?c"go Ti Ad'anz: 12 vs ?!m. 11 20 Nm. LYkite V. 7 1' Vm. 6 Si?!m. Ar kauft: 3 2b Bm S 0 Lüfhelte Acc. H 3 j V n. s 13 ?!m. Chirego, St. Louis & Kburg. 5vz'ng : 4 3V:n. Äm. LlvAm. Stluiubui Acc, S Äw. Aickmd T e 4 0) Um., Ankunft: 11 40 Vm Kb ?!n. 10 10 m. LolunduZ Atr. L0m. Siiihsnd Acr.9 4')Nm CdttaAv T'd sion di.r Z?o?amo. Dbzanz : i 1 : 0 tmt li 20 flm infaaft : 8 IQ D. ZtOHlm. Lake grie & 23 flern. 5!b?örg: 7 15 Lm. 1 lOrn. 7 cv ?!. 11 I -m ?, krrfi : 3i) Dm. 10 0 Sn, 3 SOTim.C :0rn. Ö.-cunatoIi & inernre. ?rp'kß-Ab:nz: 7 I" V n Zu 4 ro Vm, t?rtß-Än!r::!ft : s 0 Alk. 1010 Am. C'rcinusti. Hsmitto, & Zn'anopo'iS. ÜMr(: S 55 mLl lOSOßn 8,0 Am. tfll. 6 25 ?lm. 2Uat : 8 ftO Vm. 4 55 Niu. 1 65 Nm Chb, Sartana & Vestkrn. P,s-ia D d'sion 'Zdgaiz : 7 30 In tgl. A . . . . . w , " . 1 ,,:. ill ' ' ; ö ' -in. cest'chj rivsis, . bns: 4 Ist Vm tl. 11 vl, V . 9 oo Nm tzl AkÄnf : 7 Oi V tgl. 10 80 Nm lil Jrtianspol s, tJfcatut fc Tprirffi Ia. tb ano : 7 00 Vm, S 51 Hm tgl 11 0 kgl.-Är:k: S 50 Vm. 1 , 55 tgl, S 10 Nm. 2ndZacp?l S 6? St. Lou S. Siepang: 7 25 V n II 55 Vm tgl. 5 SS Stw. 10 5 Nm sgl Ankunf-: s io Vm ttL 1 VO Äm s 4u Am tz'. 6 6 Nm tgl. L.'uisdiN, Nw Albar h Chicago. Chrrogo utb Mich'g'n Cich D'vinzr.). Tbgsrg 7 10 Vm 12 ol N n 1 t 15 Nm sl. ZHonrn?. 0 0) m. Lukuiist: l Bau 8 10 ÄA tgl. 3 SO lUu
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