Indiana Tribüne, Volume 12, Number 110, Indianapolis, Marion County, 8 January 1889 — Page 3
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Wle eö arbeitete. Gutin Morgen Jal! JH habe dich leit mrm Monat nicht gesehen. Was ist los mit dir ? Du scheinst wiedtr jung geworden u sein. .Well Phil, ich bin wieder junfl g?worden. Erinnerst du dich, vie schleckt ich das letzte Mal aussah ? Krank und blau und in der mifrnibeM'isK Laune. .Nun. du scheisrfl jetzt glücklich und zu frieden zu lein.Gott sei Dank ja. od?r vielmebr Dank den Vin?gar BttterS. Erinnerst du dich, daß du ste mit empfahlst, als wir unS zu Ict säten? .Javodl und ich sehe dirS an, daß du die Medizin benütz, hc st - Gewik, und Jedermann fällt nrnn des sereS Aussehe? auf. Ich nahm die alten BitterS, ohne den bitteren Geschmack zu derückstchtigen. Ich trark die Flasche in. nerhalb zvei Wochen aus, und Keschlob dann die neuen BitterS zu probiren. .Nun und was der.kst du von denselben ? .Ich glaube, deine Frau sagte, sie zied. die neuen vor. Ich denke sie bat rechne Sie find besser und scheinen ein kostZPizligeS Pröparat zu sein. .JH glaube eS auch, habe auch io acKört und ich vnndere mich, daß die Mc Donald Drug Co. sie so billig verkaust, tDit die andern. Nun. da? gebt uns nichts an. S-rae doch wer war eS, der sagte dak sich L?ute manchmal einbilden seon zu sein, wmn sie bkoK biliöS wären? Einerlei! Ich wollte sagen, manche fieuk sind schlecht, und es bt dach bloß der Trarfe Maen ob'" die kranke L?ber daran Schuld. Ud wenn alle die Kranken Vin?arS Bitters nebmen, welch eine glückliche Welt wäre die?! Und ich würde die neuen BititrS emp fehlen. Ich zieht kZetS die alten vor. Nun, es kann a jeder nach Belieben tändeln, b-ide stnd vortresstich. Der große BZutreiniger und Gesund hettShersteller. Kurirt jtden Kopfschmerz innerhalb dreißig Minuten Probire S. Sie stärken daZ Gehirn und beruhigen die Nerven, reguliren die Eingeweide, IttU len die Blutzirkulation wieder her und sichern voLständige Gesundheit. Sin hübsche, Buch frei. Ldressire: II.MoDouuUl DrnffCo, SS2 Washington Straße, New 9 ns. n fi.-ln?.'S,rnthln' ät ! 1 ! tTr, irrna tn mu rar, j .v'tiUctar our Wkin! nd (rotrt! fce k peoj.I cn Mi 'pernin ia eacti locaiity.tbe rny besl ewing-ihlu tnIe ia 1 worUl. wiib II th attsebmenta. tüciQ. 1 wiu na 1 rre to n so will io enl free mpirtt liB9snr eettly ai lubie rt ,mp. In return w tlut you sbow hat a?ni. to tboi who ro.ftjr cU our home.anJ asler S moDtiis all tau m-wmd your w riirorsrtr. TbU mnd miliiua is inate aaer tu nicrr paieu. i hi-i hri rnm out : im- ps,?ia , rep Hit it oW lor SO, wiih th ; nttaphmcot. nd bow 11 toi :0. Ke,,xon?e,k.Wg ". I irki in k ?l. AU it sree. No Capital requtred. Flaia IrieslBKroctioiia Uiva. 1 hu rfto wrn to us at mc can ar sree tfce best vrinjr-nicb";ne i th world. inl IhC Bö Ie of worii a C h!?I art erst howa toetber li A mncfc TCli U fe CO.. li ?40. iVuguatu. Main Sie große L B. & W. Bahn. Kurzeke Linie ach dem Ost.n nsd Westen. Die einzige Linie mit sollten Zügen nacd Bloo minaton und Peoria mit DurchzanzWageo nach den Missouri Rider Punttcu in einigen Stunden weniger al au'e Bahoeu. Ebe-iso Durchgang Schlafwagkn und Stuhl zgen Wagen über Dandille ach Chicago in kürzerer Zeit zu niedrigeren Preisen als andere Bahnen Die kurz? Linie nach Epriuflfield, Columr, Ohia und allen Punkten im südlichen und sft Uchen Ohw. Die kürzeste und emzige inie mit Durchgangs. Schlasmazen nach Urbai.a, Oh-o, BeUefontawe, Kenton. Tifsia, nd San dutky. Die autdorisirte Linie öst'ich mit Ccknellzeit und Tickets nach alle bedeutenden östlichen Stätten dos $1 bis $1.50 weniger alt reguläre Raten. Zuge m IndlanapcliS Vaönyos. 'Rdzang 'nkst ftUH4:i i,:ltorg. s:ubd wem.7::rlrg. S:M mm tt:ibd om Cfttn 7 3org 3:15 m. 10:a66i em Sesten 3:50 10:40 Mz, 8:40 Sdd FeinSe Speise, rnd Schlawagen. Tickett -und oiksnft erthezlt Sen. Paff. Agent, Geo Vuller, !LS Süd Illinois Straße, und jeder andere Agent der Linie. H, V. B k o n s n, Sn. Paff. gint. st. ff. ft ( I c a ftf(. an. 3a1). aent. 33etatscli.e ßnipn-tatiip, Etablirf seit 1859. sifiajleg Mejen esio., Ecke Hassaj end Spnica Street, (Trürcxit E-uiiiing,) llevz York; torra II Arten Ton LmfcMftnrtieijm, Tersona lauff orderunffe mtc Ur die Zeitung, oxcia für alle deutschen Blätter in den Ver. Staaten und Europa. BksuBtlfcii Dentcli-Amerltanlcti Zeitooca tM4Tn ia unserem Geschäft-Lokal was frtitn XlnBtoht da Fublikum auX. XMe rbrtn nmgbT dentecher Blatter - wrda aebtaaifToU nacht, not ihr Pablik- . rar wuwr Bcifltrtttr sa tMiwaawi ADVERTISERS can learn the exact cost of any proposed line of ave tising in American papers by addressmg eo. P. Rowell & Co., riwppr Adrartising Bureau, JO Spnae fit New York. 10w tor lOO-Pag pvrtU
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Die Schatten. Erzählung van Karl Emi! Franzo. (Fortftsuna.) Die beiden Vräuerle wurven wieder einmal bestürzt und blickten zu Boden. Aber die Comtesse hatte gleichfalls die Farbe gewcchsclt; sie fiih!le, daß sie in ihrem Ucbcrmuth zu weit gegangen, und suchte über den bedenklichen Vorschlag raick binwcanlkommen.
Sagen Sie doch, meine Herren," j begann sie wieder, wie kommen Sie nur aus so schöne Namen: Lord, Sphinr, Shakespeare, Nebukadnezar! Sie plüns . dern za dle Mythologie, dre Ltteraturgeschichte, die Geschichte!" Sphinr?- murmelte der General. Der Klang des Namens war ihm ins Ohr gedrungen und rüttelte ihn aus seinen Sinnen wach. Er lauschte aufmerksam. Für ein Pferd pardon Comtesse," erwiderte der Aeltere, .ist kein Name zu schön! .Auch hat ja der Name zuweilen ein, Bedeutung," sagte der General. Lord h:ißt ja wohl ein englischer VollblutHengst? Errathen, General! Uno nannten deshalb zur Erinnerung Sohn Shakespeare soll ja ein englischer Dichter gewesen sein!" Man sagt so!" bestätigte Helene. ' .Aber Sphinx!" fuhr der General fort. Die Stute kommt doch nicht aus Egvpten? Nein, hehe! aus Pernhofen!" erwiderte der Jüngere. .Ort wird Ihnen bekannt sein? Stammgut der Varone Thern stein?" . Kauften sie von Baron Georqe," ergänzte der Aeltere. .Vor fünf Jah ren, ehe er große Neife antrat!" Die Hand des Grafen siel schwer aus den Tisch; er wankte. Dann raffte er all seine Kraft zusam men, wandte sich dem Fenster zu und suchte sein Antlitz zu bergen. Niemand bemerkte feine Bewegung; Helene hatte, seit der Name des Barons genannt worden, genug zu thun, um ihr Erröthen zu verbergen. Dann aber fragte sie mit dem Muthe der Verlegenheit: Kennen Sie den Baron Georg?" Ja ! erwiderte Bräuerle der Ael tere. .DaS heißt nicht näher! Son derbarer Mensch!" Höchst sonderbar!" bestätigte der Jüngere. .Liest viel ! politisirt!" Entsetzlich!" rief Helene. .DaS schickt sich ja für einen Mann gar nicht!" WaS ist entsetzlich?" klang eine scharfe, dünne Stimme hinter ihr. Guten Morgen, Dietrich.... Wag schickt sich für einen Mann nicht, Helene? . . . .Guten Morgen, meine Herren. . . . Was kramst Du wieder für horrende Ansichten aus, Kind?" Es war Elarisse von Thernstein. Die hagere, ältliche Dame, die !e mals schön gewesen, und deren Antlitz nun ganz und gar Nase war, eine lange, scharf gebogene Hakennase, hatte zwei Gewohnheiten, die den Verkehr mit ihr zu einem bescheidenen Vergnügen machten; sie sprach ohne Unterbrechung unj schoß rastloö umher. Es gab Menschen, welche behaupteten, da') sie einmal fünf Minuten lang geschwiegen; aber daß sie ebenso lange in einer Stelle geblieben, dessen wußte sich Niemand zu erinnern. Warum antwortest Du nicht?" fuhr sie hart fort und stürzte aus das Mädchen zu, welches sich lachend erho den. ,,Und zoie Deine Frisur aussieht!" Sie strich ihr über das Haar. Ewig in Unordnung das wird noch mein Tod sein!" Dann e,lte sie zum Mlttcltlsche. Ah! das Portrait des Feldmarschalls! Sehr ähnlich! nicht wahr, meine Herren?!. .. .Aber, Dietrich, ich habe Dir ja noch gar nicht gratulirt! Helene, warum halt Du irnch nicht da ran erinnert? Hast Du es vergessen? Dergleichen darf man nht vergelsen ! . . Also meine hkrzlichsteil' Glückwünsche! Ich komme leider mit leeren Händen! Schon im vorigen Herbste habe ich eine Arbeit für Dich begonnen, aber sie blieb immer liegen ! Mein Gott ! wer sollte auch an Alles denken?. ..." Sie wendete sich zu den beiden von Bräuerle. Sie dürfen deshalb nicht glauben, meine Herren, daß ich vergeßlich bin! Mir entfällt höchstens auf kurze Zeit etwas ! Nun, was ich fragen wollte wie befinden Sie sich ? Neulich sprach ich mit Jemand, ich weiß nicht mehr, mit wem und er äußerte etwas höchst Schmeichelhaftes über Sie aber was war es nur? . . . .Helene ! Ein junge S Mädchen lehnt sich nie ganz in einen Fauteuil zurück! Merke Dir daS, mein ttind, Deine alte Tante weiß, was sich schickt das wird Dietrich bestätigen!" Clorisse," sagte der Graf ungedul' öig, ich bestätige Dir, waS Du willst, aber setze Dich nur auf eine Minute ruhig hin!" Mein Gott, wie Du nur wieder sprichst, Dietrich ! Wer ist von Natur schweigsamer, als ich, wer liebt die Ruhe mehr? Aber ich kann ja nicht, wie ich will mein Gott! maS ich heure noch Alles zu besorgen habe ! Aber ich muß ja auch vorher noch mit Dir reden, Dietrich. Daß mir dies erst jetzt einsällt! Die Herren entschuldigen schon!" Sie zog ihn in's Nebenzimmer, er folgte zögernd. .Was ich nur sagen wollte?" begann sie. Sophie wird gleich Hiersein! Sie ist in höchster Aufregung, sie fiebert und läßt sich durchaus nicht abhalten! Sie meint, Du würdest es ihr als Feigheit anrechnen, wenn sie nicht käme. Als Feigheit! Ich flehe Dich an, sage mir doch sofort, waS zwischen Euch vorgefal len ist?" Nichts, was Dich interefsiren könnte!" erwiderte er scharf. Wß sie, daß wir heute den Baron erwarten?!" Nein ! ja l ich weiß eö wirklich nicht genau!" .Besinm Dich, Clarisse! Er faßte ihren Arm. .Es ist von höchster Wich-tlakcit!"
Ich begreise nicht, was kann daran lieaen? Doch ich besinne mich ich habe
ihr Nichts davon gesagt. Ich hatte zwar die Absicht, sie damit zu überraschen, aber zuerst war Helene dabei, und in ihrer Gegenwart dnrfte ich ja Deinem Wlnsche gemäß nichts über seine Ankunft sprechen, und dann, als das Kind gegangen war, hatte ich es vergessen . .. . Aber ich kann es ja sofort nachholen!" Du bleibst ! " befahl der Graf. Sie erfährt keine Silbe, bis er in's Zimmer tritt verstehst Du?!" , Aber mein Gott, wozu diese Muste neu? Sie weiß ja bisher noch kein Sterbenswörtchen, die Aermste ! Zuerst sagtest Du : Du darsst es nicht eher sagen, als bis wir über Helenens Gefühle im Klaren sind!" Gut das verstand ich ! Dann sagtest Du : Ich werde den Baron einladen. Kommt er, so thut er's nur Helenens wegen! Sagt er ab, so muß ihn das arme Kind vergessen lernen! Schweige also, bis seine Antwort eintrifft ! " Auch darin war noch Ver nunft! Aber jetzt! heute?!" Du wirst schweigen!" Nun ja ! aber warum schneidest Du ein Gesicht dazu, als ob Du die ganze schöne Gotteswclt " Sie stockte. Wie wenig sie auch sonst schärferer Beobachtung sayig sein mochte, selbst sie erkannte, daß in diesem Manne jetzt ei furchtbarer Aufruhr der Empfindungen tobte. .Was hast Du nur ? " fragte sie bestürzt. .Geh!" murmelteer. .Nein, bleib', höre, Clarisse ! ES wäre wohl das Beste, wenn Du sofort mit dem Mädchen nach Wolfenegg zurückkehrtest sofort!" .Ehe der Baron eintrifft? .... WaS ist vorgefallen ? .... Bist Du wahnsinnig?" .Ich war'S!" sagte er. .Ich war'S, als ich das Unmögliche begann, jetzt sehe ich klar! Oh! die Schatten. . . . Aber eö ist zu spat ! ES kommt AlleS, wie eS kommen mug! ES ist iu spät. Clarisse I Aber nun geh!" .Zu spät! Natürlich! Aber....." .Gch!" wiederholteer. Noch einWort!" flüsterte sie. .DaS Wichtigste! Hast Du mit Helene gefprochen? Sie brennt lichterloh, nicht wahr? Aber hast Du sie denn auck vorbereitet? Weiß sie, daß er jeden Augenblick hier eintreten rann f .Nein!" .Aber daS muß ja sofort geschehen! Du kennst die kleine Person nicht. Sie wäre fähig, aufzuschreien oder gar in Ohnmacht zu fallen!.... Rasch, rasch!" sie stürzte rn'S Arbettz,mmer zurück. .Clarisse ! " rief er ihr nach. Sie hörte ihn nicht mehr. Es ist auch dafür zu spät!" murmelte er. Der Grimm, das Grauen, das Mitleid mit dem holden Kinde. dm einnaen Wesen auf Erden, welches er liebte, übermannte ihn. Er wankte, ein rothe? 5 t-rt ' , t ' summerre vor inen Augen, er fühlte sich einer Ohnmacht nahe. Dann aber biß er sich aus die Lippen und ballte die Fauste, daß ihm die Nägel schmerz, hft in's Fleisch drangen. Stark sein!" knirschte er. .Auch dieser Frevel muß geracht werden, und wenn es meine letzte That auf Erden sein jolue, und wenn ich selbst dabei zu Grunde gehe!" strich sich über das Antlitz, als wollte er die Spuren der Erregung daraus hinwegstreichen. Dann 'kehrte er wieder zu seinen Gästen zurück. Vie beiden von Brauerle hatten sich inzwischen bemüht, Helenen nach besten Kräften zu unterhalten und zu belehren. Äle sprachen von Pferdezucht lm Allaemeinen, von der Sphinr" im Besonde ren, überaus beredt, aber ohne gegen das Naturgesetz zu verstoßen, demzufolge ein Bräuerle niemals einen Satz zu Ende bringen konnte. Der Eintritt der StiftS dame hatte sie eben in einer begeistertem Schilderung der Stute unterbrochen. ' .Wer trägt den Kopf so hoch?" fragte sie. .Von wem erzählten Sie da ? Ader Sie sprachen ja auch von einem hellen Gewieher? ! Ah so ! ein Pferd ! Verzeihen Sie, daß ich Sie unterbrechen muß! Sie entschuldigen uns sür einige Sekunden ! " Sie stürzte auf Helenen zu, riß sie ;ur Causeuse hin, drückte sie auf den Sitz nieder und setzte sich neben sie. Helene!" flüsterte sie. Schwöre mir, daß Du nicht errathest oder aufschreist!" .Aber warum sollte ich, Tante?" .Weil ich Dir etwas zu sagen habe. Ich kenne Dich leider! Schwöre!" .Ich schwöre!" sagte Helene feierlich und hob die Schmursinger. Nun denn Baron Georg wird gleich hier sein!" Ach!" seufzte daS Mädchen und schnellte erröthenv empor. Siehst Du!" flüsterte die Stiftsoame zornia und zog ne nieder, .so haltst Du Deine Schwüre! Das Fraulein schreit auf und wird blutroth, wie ein bürgerliches Gänschen! Du wirst nie , . .5 t a ' c . t ictncii, roa, 119 (?tar, oa wiro nocy mein Tod sein!" Der General war eingetreten und wandte ich zu den beiden Junalmaen. die schweigend vor dem Portrait deL Feldmarschalls gestanden und ihm nun einige Bemerkungen hierüber mitthellten. .Gottlob!" seufzte Elarisse auf. .Da ist ja Dietrich und zeigt auch wieder ein menschliches VeZlcht! Nun brauche ich mich wenigstens nicht mehr um die beiden Jungen zu bekümmern; wer Dich zu veausjlchtlgen hat, kann daneben nicht etwas Anderes thun. Weißt Du denn auch, wie Du Dich zu benehmen hast, wenn er eintritt?" O ja, Tante!" .O nein! Nichts weißt Du, nichts! Man muß Dir Alles sagen." Sie erbob sich, zerrte das Mädchen zum Sopha hin, drückte eS in die Ecke und setzte sich ,n die andere. .So!" befahl sie. .Hier sitzest Du nun und rührst Dich nicht von der Stelle! Und wenn er kommt, so bist Du n f ft r .. glcignlig, verireyix -iu, gieicogiiiig!om Vchloßhose her ward das Gerausch einer einfahrenden Equipage hörbar. .Oh mein Gott!" flüsterte die Com tesse und erröthete wieder. .Da ist er woyl schon!" Helene!" Zischelte die StiktIdaine.
gjjjjjdgjjjyi .Werde blasser! werde blässer! oder es wird noch mein Tod sein ! " "Der General war an den Schreibtisch getreten und blickte hinaus. Ein Zucken überflog seinen Körper. Er sieht seinem Vater ähnlich!" dachte n er. .An ihm liegt s, ob er em Ende nimmt, wie sein Vater!" .Herr Baron Georg von Thernstein!" meldete der Diener. Blässer!" flehte Clarisse noch einmal. Seh? angenehm!" Der General schritt auf die Thüre zu ind reichte dem Eintretenden die Hand. Er kannte diese stolzen Züge, diese strahlenden blauen Augen, diese freie, von blondem Haar umringelte Stirne, er hatte sie seit tener Spatyerbltnacht im '4mc zu ipcmijvj c oi in jnncii häßlichsten Träumen gesehen.... wieder ? m . cv r . 5 i. r' ! wollte ihn das grauen übermannen, aber er bezwäng es. Er konnte sogar freundlich lächeln. und nur die Stimme zitterte, als es sagte: .Willkommen, Herr Baron ! Ich hätte Sie unter Taufenden sofort erkannt Sie tragen Namen und Wappen im Antlitz!" Georg verbeugte sich. Ich bin Ihrer Einladung mit Freuden gefolgt, Herr General!" Er schien befangen ; ein spähender Blick streifte die Züge des Grafen und glitt dann rasch, wie verstohlen, durch'S Zimmer. Ich komme," fuhr er fort, wie ich erst gestern aus den Zeitungen erfahren, a einem sezlilcyen age. ceme yerzlichsten Glückwünsche!" .Ich danke Ihnen !" Sie schüttelten einander noch einmal die Hände. Zum sechzigsten (zzedurtstaqe sollte man ergentlich vernünftiger Weise Eondolenzen entgegennehmen." Er sührte den Gast vorwärts, an den beiden von Vräuerle vorüber. .Die Herren kennen einander?" Gewiß durch Sphinr!" sagte der Aeltere. Ich erinnere mich!" .Kapitalpferd ! versicherte der Jüngere. Kauf reut uns nicht!" .Und nun gestatten Sie, daß ich Sie meiner Schwester und meiner Nichte vorstelle!" Helene war nicht blässer geworden, und nun beging sie ein neues Verbrechen. Aber mich kennt ja der Baron schon, Onkel!" .Gewiß!" erwiderte Georg herzlich, und ich freue mich ausrichtig, Sie so unoermuthet " .Auch ich erfuhr eS eben erst und " Die StiftSdame hatte ihr starres Entsetzen überwunden. Sie zupfte das Mädchen so energisch am Aermcl, daß cS auch der Arm deutlich verspürte. (Fortsetzung folgt.) Zwei denNsürdkge Tage. Die zwei größten Republiken der Welt, die Ver. Staaten von Amerika und Frankreich, werden in dem eben begonnenen Jahre wichtige Gedenktage feiern. Am 30. April 1789 wurde auf amerikanischem Boden das großartige Gebäude vollendet, zu dem mit der Um abhLngigkeitserklärung vom 4. Juli 1 776 der Grundstein gelegt worden war. Denn au diesem Tage trat die vollstöndigere Vereinigung- in's Leben, die an Stelle der früheren losen Staatencon föderation gesetzt wurde. Es war der eigentliche Geburtstag der großen mm kanischen Republik. Schon wahrend deö LosreißungskriegeS hatte es sich gezeigt, daß die Eolonien ihre Selbstständigkeit nicht würden be!!aupten können, wenn sie nicht fest zuammenhiilten. Nachdem die Feind(eligkeiten eingestellt und die gemeinchaftlichen Truppen entlassen waren, trat dies noch deutlicher zu Tage. England bedrohte von Neuem die junge Nepubllk, die in keiner Weise centralisirt", und deshalb auch nicht im Stande war, die nöthigen Vorkehrungen zu ihrem Schutze zu treffen. Die ein zelnen Eolonien verhielten sich zum Bunde, wie weiland die kleinen deutschen Raubstaaten zum Reiche. Jede von ihnen war eifersüchtig auf die and:re, und die windigsten unter ihnen pochten am hartnäckigsten auf ihre Sonderrechte. Endlich gelang es, die verschiedenen Mitglieder der Conföderation zur Beschickung einer Convention zu veranlassen, die in Philadelphia stattfand. Dort platzten aber die Geister wieder derartig aneinander, daß man an der Vollendung des Werkes, der Errichtung eines festen Staaten bundeS, schier verzweifelte. Doch die Patrioten jener Tage, unter denen sich Männer von ungewöhnlicher StaatSklugheit befanden, ruhten und rasteten nicht. Am 17. September 1737 konnte die Convention dem Präsidenten des in New Jork tagenden ConaresseS mittheilen, daß sie sich auf einen Verfassungsentwurf geeinigt habe. In dem betreffenden Schreiben heißt eS: .ES geht augenscheinlich nicht an, in einer FSderalregierung dieser Staaten jedem einzelnen sämmtliche Rechte der unbeschränkten Souveränität zu gewähren und gleichzeitig für das Interesse und die Sicherheit aller zu sorgen. Wenn ein Individuum in die Gesellschaft eintritt, so muß eS auf einen Theil seiner Freiheiten verzichten, um die übrigen zu retten. Die Größe des OpferS muß sich sowohl nach der Sachlage und den Umständen richten, wie nach dm Zweck, um den eS sich handelt. In allen unseren Berathungen über diesen Gegenstand hielten wir unS beständig das vor Augen, weS nach unserer Ueberzeugung jedem echten Amerikaner am meisten am Herzen liegt: die Festigung unseres Bundes, mtt dem unser Gedeihen, unser Glück, unsere Sicherheit, vielleicht sogar unsere Existenz als Nation verwachsen ist. Diese wichtige Erwägung, die unseren Gemüthern tief eingeprägt war, veranlaßte jeden einzelnen in der Convention vertretenen Staat, auf Punkten von geringerer Bedeutung weniger starr zu beharren, als wohl sonst zu erwarten gewesen wäre. Deshalb ist die Verfasjung, die wir hiermit unterbreiten, das Ergebniß eines freundschaftlichen EntgeaenkommenS uud jener Nachgibigkeit und. gegenseitigen Unterordnung, welche durch die Eigenthümlichkeit unserer politikSW Zuöände bedingt waren.
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MfiBäfiE a at sls von Mem"Skaake voll und ganz gebilligt werden wird, ist wohl nicht zu erwarten, aber jeder wird ohne Zweisel erwägen, daß man sein Interesse allein nicht zu Nalhe ziehen konnte, ohne die anderen zu verstimmen oder sogar schwer zu schädigen. Wir hoffen und glauben, daß an dieser Verfassung so wenig auszusetzen ist, wie man vern'ünftiger Weise erwarten durfte, und es ist unser innigster Wunsch, dav sie dauernd die Wohlfahrt des Landes fördern möge, das wir so sehr kleben, und daß sie demselben seine Freiheit und sein Glück sichern möge." Wie gut die Convention ihre Arbeit gethan hakte, wußte man damals selbstverständlich noch nicht. Indessen waren die meisten Staaten mit dem Entwürfe im Allgemeinen zufrieden und erklärten sich zur Unterzeichnung desselben unter der Bedingung bereit, daß der erste Congreß sofort eine .Ml! of rights Hinzufüge. Letzteres geschah spater in der Form der ersten zehn AmendementS. welche von den Grundrechten der amerikanischen Bürger handeln. In ihrer ursprünglichen Gestalt trat die Versassung im Jahre 1789 in Kraft. An dem ersten Mittwoch jenes JahreS ernannten die verschiedenen Staaten ihre Electoren. Letztere versammelten sich am ersten Mittwoch im Februar in den verschiedenen Staats-Hauptstädten und erwählten einen Präsidenten. Wieder einen Monat später, am ersten Mittwoch im März, welcher zufällig auf den 4. fiel, trat der erste C o n g r e ß zusammen. Am 6. April wurden in Gegenwart beider Häufer die Electoralstimmen gezählt, die ohne Ausnahme auf George Washington gefallen waren. Am 30. April endlich wurde der Vater des Vaterlandes" zu New York in sein neues Amt eingeführt. Von diesein Tage an datirt also die Existenz des großartigsten politischen Gebildes der Gegenwart. WaS das Jahr 173O für Frankreich und weiterhin für ganz Europa zu bedeuten hatte, braucht kaum weitläusig auseinandergesetzt zu werden. Es bezeichnet den Ansang der fürchterlichsten, blutigsten, aber auch segensreichsten aller Revolutionen, den Zusammenbruch des AbsolutisnmS. der Adels- und KirchenHerrschaft. Am 14. Juli 1769 wurde von der durch lange Unterdrückung rasend gemachten Menge die Zwingburg des Äespotismns, die Pariser Vastille, gestürint, zum Schrecken aller Tyrannen Europas. Die Franzosen werden dieses Ereigniß bekanntlich durch eine Weltausstellung feiern. Hoffentlich wird daS Jubeljahr' nicht den Sturz der dritten Republik und daS Emporkommen .deS niedrigsten aller Menschen" schauen. Vem AnslavB Ein ersch ü t te r nd e S U N: glück erzählt das Wiener .Fremden bla:t" : Nächst der Valznstation Vrandeis am Adler befindet sich ein Wachterhäus: chen. Dort standen jüngst der BahnWächter und seine Frau ; sie erwarteten den Perso:tcnzilg, mit welchem ihr als Bremser brdiensteter Sohn an dem Wächterhäuschen oorüberfahren sollte. Die Frau hielt einen Korb in der Hand, in welchem sich das Essen für ihren Sohn befand, too warteten sie immer auf ihn, so oft er in die Station einfuhr. Allein der Personenzug hatte sich diesmal ein wenig verspätet. Endlich war der Zua in Sicht, und die Mutter bereitete sich vor, ihrem geliebten Sohn den Korb zu reichen. Eben hielt sie den Korb frohlockend empor wre eine Siegestroxhäe ihres wackeren Mutterherzens, und der alte Vater stand neben ihr. In ihrer Freude bemerkten sie gar nicht, daß auf dem Geleise, an welchem sie standen, der in der Richtung nach Wien verkehrende Zug dahcrbrauste. Die Lokomotive erfaßte die alten Leute, ein leichtes wimmerndeö Geräusch und Beide befanden sich unter den Rädern der Maschine. Ein Schrei des Entsetzens ertönte ron beiden Zügen her, denn die Passagiere derselben hatten das schreckliche Unglück mit angesehen, ohne den armen uten helfen zu können. Der alte Babnwächter und seine Frau waren von der Maschine zer malmt worden, auch der unglückliche Sohn, der sich auf den Anblick feiner Eltern so gefreut, mußte das Entsetzliche mit ansehen, ohne dan es ihm möglich qewesen wäre, den geliebten Eltern in lhrer Todesnoth belzusprrngen. Was man auch im Allae' meinen über und gegen die Taktik dei Heilsarmee sagen kann und mag, d Eifer dieser Streiter im Kampf gegen daS grenzenlose Elend in London verdient warme Anerkennung. Dieser Tage hatt William Booth, der Sohn des Gene, ralS," eine Audienz beim Minister de? Innern, ZvcatthewS, um ihn um staat liche Unterstützung der Bestrebungen d Armee, den Armen des Ostendes Lon dons zu helfen, zu ersuchen. Die zu dew Zwecke dem Minister überreichte Den? schrist beleuchtet in grellen Farben das Elend der Armendistricte der Hauptstadt und sucht namentlich den Nachweis zu erbringen, daß es in den meisten Fällen die bitterliche Noth ist, welche die Unglücklichen dem Laster und Verbrechen in die Hände treibt. Die Heilsarmee hat Großartiges in der Armenpflege ge leistet. In den letzten neun Monaten hat sie 1235,000 Schlafquartiere und 470,000 Mahlzeiten gemährt. Sie hegt setzt die Absicht, zehn weitere Nettunqshauser und zehn weitere Speise- und Unterkunftslocale in den Stadtdistricten Whitechapel, Westminster, Clerkenwell, St. Gilcs, Deptford, Rotherhithe, 9!atclisf Highway. Millwall, Somers Town und Sevcn Dials zu errichten, in welchem 1000 Frauen und S00 Männer jede Nacht ein Unterkommen finden können. Die Denkschrift ersucht die Regierung, die zu dem Zwecke nöthige Summe von 16,000 Lstr. der Armee entweder zu schenken oder zinsensrei zu leihen. Der Minister erkannte in seiner Erwiderung die großen Verdienste der Heilsarmee um die Armen Londons an und versprach, die Angelegenheit in reifliche Erwägung ziehen zu wollen. Das Grand ThäZtre in Lyon war kmzlich der Schauplatz eineö skandalösen Austrittes, welcher die be hördliche Schließung des Theaters auf unbestimmte Zeit zur'Folge hatte. ES fand in dem unter der Direktion Campocasso stehenden Bühnenhaus eine VorÜelluna des .Barbier vLnSeMa" statt.
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v . sseire r Areat. aa. C C. WAITS, Vic Pr.t. aad Ge'i Maaarr Während des letzten Aktes stützte 'der Direktor in's Parkett und begann mit lauter Stimme den in der ersten Reihe sitzenden Kritiker des Lyoner Blattes L'Erpreß" zu beschimpfen. Der Larm, den der Direktor verursachte, ivar so groß, daß die Vorstellung unterbrochen werden mußte. Das Publikum remonstrirte in lebhafter Weise gegen die Ruhe: störung und verfolgte den Direktor, der in Anbetracht der drohenden Haltung des Auditoriums schleunigst das Feld räumen mußte. Obgleich der diensthabende Negisseur auf der Bühne erschien und dem Publikum mittheilte, daß der Direktst das Theater verlassen hatte, roar di Ruhe nicht mehr wieder herzustellen und der Vorhang mußte fallen. Eine großk Menge von Theaterbesuchern zog vot das Redaktionsqebäude und brachte den? Redakteur eine Ovation dar. Das Vürgermeisteramt entzog dem Direktor sofor: die Eoncesston und ordnete die Schließung des Theaters bis auf weiteres an. Wiener Blätter zufolge wurde in Hohenmauth die 26jährigk Thkerbändigcrin Vertha Vaumgärtner in Kludskys Wandermenageric" vo:? einem Königstiger zerfleischt und g'etödtet. Die Unglückliche hatte sich in einem neuen Anzüge in den Käsig begeben, um wie gewöhnlich mit den Löwen und dem Kömastiaer eine Schaustellung vorzu: nehmen. Beim Eintritt m den Käsig n: ' .0-..r. r?ii. ... 1 . ver.or sie einen Vcyuy uno zu 10: den. Der Königstiger stürzte sich nur? sofort auf sie, packte sie am Halse und zerfleischte mit seinen Pranken ihren Oberkörper. Der Menageriebcsitzer wik die Wärter eilten herbei und bearbeiteten das Thier mit Eisenstangen ; trotzdem ließ der Tiger sein Opfer nicht los, son, dern schleppte die Aermste in die ander Ecke des Käsigs, wo er ihr den Halö abbiß. Nach langem Kamvf erst konnt, die blutüberströmte, voll ständig zer fleischte Thierbandigerin hervorgeholt und nach dem nächsten Menagcrielvagen gebracht werden, wo sie zwei Minuten spater verschied. Gegen Kludsry, wel eher selbst zugibt, daß dieser Königstiget drei Opfer gefordert habe, wurde die strafgerichtliche Untersuchung eingeleitet. Die Ausregung der Zuschauer watzreni der geschilderten Ereignisse war uube schreiblich. Anläßlich der Feie, der silberneu Hochzeit des Prinzen von Eananano, Ohmn des Königs Humbert, welcher vor 2S Jahren die Tochlet eines einfachen Bauerngntsbesitzers ehelichte, erinnern italienische Zeitungen daran, daß dies die vrcrte morganatifcht Ehe ist, welche im Laufe des letzten Vierteljahrhunderts von Mitgliedern der sa: voylschenK onlgsfamilke geschlossen wurde. Am bekanntesten ist die Ehe Victor Ema: nuels mit der Bella Nostna, der zur Gräsin von Guenerl di Miranort eryo denen Tochter eiues Tambour-Majors ; weniger bekannt dürfte es sein, daß bis Herzogin von Genua, Elisabeth von Sachsen, Wittwe des Prinzen Ferdinand, in zweiter Ehe mit ihrem MajordomuZ Marquis von Zcapallo, welcher vor Jahren starb, verheirathet war. De, vierte Fall betrifst den Herzog Don Amedeo von Racconigi, den letzten Sprossen eines Seitenzweiges des Hau ses Savoyer.-Esrignano. Dieser Son? derling, finanziell ganz abgewirthschaftet, lebte adwech elnv aus oen oerscyleoe nenSchlossern seiner reichen Verwandten j er starb im Jahre 1873 in einem Gast Hose vierten Ranges in Turin, nachdcrr er ewige Monate vorher seine Röchln, eine Bauerm aus (saviglkano, gehet rathet hatte; dieselbe starb vor einiger ' ' . t 1 n Wochen als caoamc oe cacconlgl. Man wird sich noch de? Maanetiseurö Donato erinnern, ocr vst Jahren Europa durchreiste und dessen Productionen in allen Hauptfiädter Aufsehen erregten. Zu den schönster Vorführungen, die er dem Publikum bot, r- r 11 i. gehörte oyne weiset sem festes mm--um, Mademoiselle Lucile, eine wunder: hübsche Blondine. Die junge Dam hatte sich in der Zwischenzeit selbstständic, gemacht; in Petersburg hatte sie sich al Somnambule niedergelassen und zählik die höchste Aristokratie zu ihrer Clientel. Unter den jungen Leuten, die recht häuft kamen, den Rath der jungen Dame ein zuholen, befand sich auch ein reicher Mi nenbcsitzcr, Baron Danow, und Mademoifelle Lucile wußte sich selbst und ihm so guten Rath zu geben, daß am 10. December ihre Hochzeit mit dem Baron stattfand, trotzdem die Familie des erst einundzwanzigzahrigen Maimes die Gel: ster der Holle und des Himmels tn Ve wegung setzte, um die Hcirath zu vcrhin dern. Das junge Paar hat die Hoch zeitsreise nach Paris angetreten. Das Geistersehen hat aber Madame Lucil einstweilen aufgegeben. MtnZchaumvfeifen, wnge tzutsche Weifen, Cigarrensvitztn e!e. tm Wm. Mucho, Ns. 189 OS WaZÄwwn C!r.
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