Indiana Tribüne, Volume 12, Number 95, Indianapolis, Marion County, 22 December 1888 — Page 3

Wie -S arbstttte.

Guten Merzen Ja'! g$ faU dich seit f tncin Monat rt gekchen. Was ist lcZ mit dir ? $a jcheir.s! buch jung ßcnoiten zu sein. SBill Phil, ich bin nwiit tera g-wcr-den C-irntif! du d'H. teit schkeät ich da? lftte Mal auefct ? Krark und dlau undZn tott tniferntf .ftn y-3re. .Nun du jchcinfj it nkücklich und zu stiften zu fftt. (Srit M Dall Z,. odc? ri'lmebr Dar k den Ämeflsr V'lt rZ. Ennnivst du d:cö. fccfj du fit nie ctr.tof 4jlU cIS wir urS zu lcßT latfr ? .Iwodl und iÄ skhe dlrZ LN, daß du bU Mezm dkpötz' Kost (Szmift. und Jkvrmann fallt Mkw des wkS AuNeUp aiif Ich nahm die ölten Bitt,?, okne den bklterkn Gismack zu bttLckstsg.'n. Ich trzr k die f$lft14t in. kkKolb zwei Wrchen LvS. urd blschlob dann bii r.nifst Bitte?? ,u fcrcd;xn. .Nun und saS derkKdu vonders'lbkn? i 35 alaube. dMre ffrau f li. sie ztebe die neue tw. Jb denke sie tot tch. Si? Hub besi r undschkinkn ein kost pieli flii Örfnnat zu fein .Ich awutze aucb, oadfcnfi so ar 65 und Ich wandere rnick, rafc die Mc Vonald T? ua Co. sie so billig rjufaust, tsi bU flidtn. Nun. da flkbt unS nlch!S an. Saae doch wr war ??.de? faaiedakstch L?vte maöchmaZ eindttd? frorn mi s in wnn sie dlok dMSZ trärer? Ei",?lkU ff well:e freir, mzrche L'Lte sind schlecht, und eZ bet bock b?ok dir frit ! Mäzen Üb? hlt twU Mt daran Sckvw. ll d w?nn alle Krank? Wn'öf rf BZ't"? tyetch e-ne glöckch, Welt treVtb'.-?! 11 ich ?u?d: die reu?n VittcrZ ez?v fjfcr, ' ?Wf-!f M$ Kf vor. N"-. eS f.tnnfi tr ach Bi!'b?n handeln, beide st5d tci r.ssl ch. Der pretzk Blu!?kiniz?r un Mwnd eikSittfleLer. I?ar?r! i den Kopfschmerz innnhald dnilu Mwrt?n. Probire S. Sk flSkken da; Gedim und berudZgkn die Nttven. rtguliren die EinaewZide. fiel !en die Bklltznkulalion vieder dir und sichern voLständigt Gesundheit. 9tn HSbsche Buch frei. Ldressi: JOL. II. IVlo 13 033 alt! DniffCo. 552 Washmzton Ctrzße, N v J,:k. ! ! , iÜL : ' $Uu& Jas öege Ü9 fSt ftn I Vtsde;t Seams. Lhzs. F. Pcttnberz. Adams & Posen borg, Lttchenbeßstte? ; : ; ' tS " 1 . Eiftbülsamirer, D.dienvng erste Ranges nrd mäßige Preise. ? dtni'fts ajtntm sie Itn nz,?ftöbar, U Alle üfttlz krden vxosrt au? gefügt Sei Tg Zr 1 tta$t. Off ie d Baartnrknn: fcvo. 43 vdord Illinois Ott tST Telephon 174. N. . Sir fielll atSU4t XufDartonB, f2i tl Hkn?S wird. WABASH EOÖTi3 ! FöZk Sie tl: Stadt ach hnt ii-nm-t,sz z derkasiea beädstchttzes, gehe Ti, zn, LöaZh Zi&tUT)rfit Vs. 56 Z?efi Z3jgtstAn Strafe, 2 lldiaaa p oli, nfrsg die FahrpreUe nsd nähere M tZM2ge,. Vesoubere Aasmettsakeit ttt Laud-Qänsern : "l'ß.-":; Ö'V'"'' QQigranten jDaait. Lddssh?:.TU:et .ach llm Plätzen i? Wßsn und Ä!s?deßist k Dle bitttUüt 2iult ' ' ach F()BT WAYNE, TOLEDO, DETROIT 2 fiUcii östllchtt StUten QÜ$Zi2Z$t ?a!afi'Vhlsfvgzsuk, jamlls?gtt Lsfchloi und vollständige Sich, heit aches die groHs WadaZH Sahs , die M:5!$ Vsffsgier.Bahn in Ummh. k F.P.Waäo, ListrMlaffagier. und Land.Tgm Zndtnz?sli . Ass. V i t h, Venera! TiSet-Manager. f 1 1 1 e, yesPaff.. nd TicketAgt St. Lis. No.

lrkkülNpK? WAuUZU m jif lS-V ? 'V . Iö v yjw vJ WWM

U. kl. DOM'S

Sein Dämon.

iv ;nan vza E. von Vernseld. (Fortledunz.) .Nein,' irtti'ch" nicht."' rrslchrrt: Trossci, verlegen. .Aber Äellheinr will. fcafj Sie c3 wissen sollen, mid verzeihen Sie ich utnjj es Ihnen erzählen, cr tinißt daraus. Cs:c ut cni ,cyicchkes i Wci'. ein arnndschlochtes Wctb. Ut ihn, die Mittel zur Flncht an der Gcfangnii)wälter sei in lhren Handen, da er sich habe von ihr begechen laen, cr mune weircr ymi, imi? 1 wnuc,w il t V.f.. ifim Srr lnirt Ri die eweiZe zeine? Unzchulv verlchaen " - " , - - " "7 1 r r t sie znr Bedingung machte! Es ist empZ renv, es ist toll, die Frau muß vom Teu fel geplagt fein. Sie muffen mirver, zeihen, Fräulein, aber ich habe versprochen, Ihnen die Schlechtigkeit mitzuthei len sie verlangte, da er Ihnen entfagen solle!" .Ah! Und WeNhiim?" fragte Frida stol;. Er r?.lrde nüthend. Er sagte, tvenn , , 1 ... .4 ,.rt . : - w . . st - sie lyn niqji oerlaize. 10 ivzivz er ann rnx&tix und Leute herbeirufen. Aus ihre t..u- L e.:... is l 8 i j WV. S 3" fi K und c) er sehe Nettimg. selbst die A-' orifc ein Nnschxld aus solchn, HZdk ' wie dc ihr. vKt -lle er mit dcu. , ten miffeu. das' er i,, sich j ,r,e. unierarh!. Ab. er hat sich wacker ! tnouirncii. der bravc Mk,ü! I r " 1 : . 1 ctscheinen, das; eö anders hätte sein kön neu, als eZ lvar. Und tut Elende? Was that, was sagte sie?" Sie war auer sich, toll ' fie siel ihm zu Ischen u::d sagte, sie wolle ihn befreien, reZten, sie wolle sich von ihrenr Manne scheiden lassen und ihn hcireihen . . . .rjcijj der Himmel, die Frau ist von Sinnen. Wellheim trat zurück und ersuchte sie, zn gehen, er verachte und ver, abscheue sie. Dann war sie ganz vernichtet und entfernte sich, aber sagte vor, das; sie ihn dennoch retten werde, gegen seinen Willen seiner Verachtung zum Trotz solle er nur ihr, nur ihr allein seine Freiheit, seine Netwnz zu danken haben, seine Ehre solle allein ein Werk ihres ÄaltenS sein.- m 3. Zwölf Uhr oi folgenden Vormittag. Die Stunde von Wangeröw'S nochmali eer Vernehmung und seine? nunmehr be schlössene Vereidigung. In dem dazu bestimmten Gerichtshöfe befindet sich Gehciinrath Ar.fedon? mit dem Nuter suchungsrichtcr, dem Staatöznwalt und dem Protokoll snhrer; vor ihm Wangercrj und Kanimerraih Stahlhardt, den man mit ihm vorgeladen, obwohl er schon beeidigt ist, um Beider wichtige Aussagen einander gegenüber wiederholen zn las sen. ES ist geschehe!! und nichts Neues hat sich ergeben. Nur noch die Veidi gnng Wang?ro:v'S bleibt vorzunehmen, der in heftiger, fast trotziger Erregung. mit einer kaum gczngelten Leivenfchzftlichkeit, welche dem so stillen, in sib ge, kehrten Manne sonst fremd ist, selbst aus dieser Vereidiznng besteht, sie fordert als ein Recht denen Ausübung er kaum erwarten kann. Die Nichter haben sich in den Hintergrund deS ZimmerS zurück, gezogen und pflegen eine leise, kurze Ve rathuug. Die Sihnng ist nur eine Aeugenvec nehmung durch die UntersnchnngScommisswn. daher keine öffentliche. Kein Publikum war zugelassen, doch Warten bnrg von dieser Sitzung und besin dct sich in Aufregung, sie bildet seit gestern das lebhafte Tagesgespräch. Wer im Gerich!sgebande zn thun hat oder einen Vorwand finden kann, sich in dem selben aufzuhalten, bringt seine .Warte,e:t in dem breiten, langen Korridor vor jbern Sitzungszimmer zn. Plaudernd e-s oder muL,si harrende Gruppen haben nch vsr dem EerichtZgrbande angesammett, wo Poli.zeidirekt9r'Sedenberg zur Aus rcchtcrlmltnnz der Ordnung einige SicherheitSbcamte postirt hatte. Auch sor dem Hause Wangerow's steht eine Gruppe Neugieriger, welche wartet sie w itz nicht ttoranf; und selbst vor der vcrla sscnen. geschlossenen Wohnung Wellheim'S finden solche Ansammlungen statt, als od zclbst dort heute .ngen) etwas Neues geschehen" könne. Unter den im Korridor vor dem Sitzungszimmer Anwesenden erblickt man auch den freundlichen Herrn Korner, der Znlasz gefunden Katte, weil er mit allen unteren G.'richtSbeamtcn gut b? kanut ist. ferner sieht man da den Architekten Welcher, den die Ungeheuerlichkeit des Vernommenen veranlaßt hat, nach Wartenburg znrück;ukcbren, und der mit frnsterer, sorgenvoller Miene in dem flüsternden Durcheinander der Anwesenden ans tind ab schreitet. Am Ende des Korridors sitzt bleich und geknickt wie ein Leidtragender oder Schuldiger, Karl von Trsfsen ans einer Van?. Am anderen Ende deS Ganges, in einer halbdunklen, unbeachteten Ecke, bemerkte man auf einer anderen Bank eine Frn in schlichter, dunkler Kleidung, welche im Gegensatz n der Einfachheit ihrer Tracht und obwohl nur eine Kappe, nicht ein Hut ihren Kops bedeckt, doch einen dichten Schleier vor ihr Gmcht gezogen hat. Jetzt öffnete sich die Thür deS SitzuugSzkmmerS ein wenig und ein Diener zwängt sich bezcheieeu heraus, der sich in de:n Zim:n:r etwas zu schassen gemacht k'.'.ttc. .Jetzt schwZrt er!" flüsterte er den Nachstehenden zn, dis Thür leise schlie ZZttw. Die Nachricht wird mit allgemeiner Sensation ausgenommen, die, sich durch ein leise die Gruppen durchlausettdes Murmeln kmmbt.

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, fR I t,,Vr iti, KrÄiif st - alter Still!- kreischte Wangerow in wll, 1 1 T 5 ÄF,Sffi"J2 : d.m E'wn.Hittmi ,a Mbvumln farni! O&j .. rnn3 ; " w? 'N'ch !xem! DrWh,M!

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Ein lichter Strahl der gteade, dc3 : VJ f ltfrs" i, 2taljc5.u d des Triumphes flog über dem sie d,e Menge durchflogen. Zvria S ttZesick-t Es hatte sich wle ne Lahmunz aur .Ich verschmähe jedes Wort darüber 5 Anwesenden gelegt. Niemand ,prach s.,, If fhtfrtA nnh ftflfi c?des Rart em Wort, Niemand ugte. was thun. 2 h55M , .itatÄw ? der Erst.. .-i.. .:..,.rk,.:. der ferne Fa ung nuederaemonnen.

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In bc'r Tgst'kffman int SlhnngZz!m, . mcr jetzt zur Eidesabnahme geschritten. ' Dcr tt ltcrsnchnnzsrichter hzt eiatSniz und mechanisch die formellen Vorfragen cm Wangerow gerichtet, dessen Aussage verlese;! und ihn anfgefordert, sich zur Ableistung des EideS nnnmchr zu nhcs den. Wangersw steht vor ihm. die Hand zu: Schwur erhoben, die Augen duftcr bliveud, das Gestcht von fast wilder Ers. f. r.-'f.L

regung g?ro:yer. 'er mlcyrer ipricgc 5, Eingangsworte vor, die Wangerow ttttsg, ecken fall, schon bat dieser Ne ,v,'eserholt. schon spricht der Züchter die ltetl Worte da entsteht vlötzlich draußen ein heftiger Lärm, der Richter, unterbricht sich, die Thüre wird ausgerl, , w' r t . r tu ntisteLkrank. er ist ein Wahnsinniger! .Waynjmnkg f ys! noam ssnu rt CWt. T'i.'tt I -MttN 'Jlsllinil dq I Ulld wie im Taumel sich um sich selbst drehend, stürzt Herr Wangero besinnungZloZ zn Boden. .'cein Herr mein arme? Herr!" jammert der alte Still, der neben dem Ohnmächtigen auf dle Kniee gesunken ist und ihn emporzurichten sucht. .Es kann sein Tod sein sein Geheimniß ist enthüllt ab:r ich durste die Sünde nicht zugeben ; glaubt mir doch nur, er ist ein gfT? .. WahN lNN." (ÄetsteSkranrer, er Ictoet an verborgenem n.SDit br""f " ? achZdru.,g, da, kt k$t ar. In m Thür ,t,,d g'"bl"ch m,t wett ,mam Tr,,e - an ihm rbe, , da, Sm'mer L,e,n "8 ch b .m Ifl'"" 1"9 V.A.Jla. k. 'VjJclABAM m i M A KViTittf?rtmrt ' innft tr tirr miittih 0j tj . . i mend, Mann, roaö sprechen Sie da? Wahnsinnig, sagten Sie? Dieser Herr dort, den wir Alle seit Langem kennen. ..." .Er ist wahnsinnig! betheuerte der lte Still mit Jammern. , Ein armer unglücklicher Irrsinniger, der sär sein Thun außer Verantwortung ist. Er ist nicht immer geisteskrank, er leidet an zeitweiligem Wahnsinn. Wenn er sein Leiden nahen suhlt, flüchtet er zu mir und verbirgt sich in dem einsamen kleinen Hause, das er mir eingerichtet, unr sein Unrecht, das er durch diesen Wahnsinn einst begangen, vor der Welt geheim zu halten. Glaubt mir doch nur, eS ist so! Seinen Dämon nennt cr den Wahnsinn und er war das Unglück seines ganzen Lebens. Fragt doch Andere, wenn man mir nicht glauben will. Fragt den Herrn Stahlhardt, Kammerrath Stahlhardt, der in dieser Stadt wohnen nuß. Er kennt ja unser Geheimniß, er weiß, daß mein armer Herr ein Wahnsinniger ist. Fragt ihn, sage ich!" Kammerrath Stahlhardt! Wie elekirisch durchzuckte der Name die Versanu melten. Stahlhardt?" fuhr Geheimratb Basedow aus, .er weiß, daß dieser Mann wahnsinnig ist?" Er weiß es von ihm selbst. Mkin armer Herr hat es ihm ja gestanden. Er hatte ihn in meinem Hause überrascht. er drohte, cr zwang uns da5 Geheimniß ab. . . Kammerrath Stahlhardt?" donnerte Vafedow in die Menge der Anwesenden hinein. Er ist hier, ich will ihn sehen." Stahlhardt Kammerrnkh Stahlhardt!" gellte kZ durch die Menge, in welche unruhige Bewegung kam. Man blickte um sich der Kammerrath war nicht zu sehen. E? war hier wo ist er?" hieß eS. .Entschlüpft, entflohen!" gellte eS da plötzlich von den Lippen der verschleierten Frau. Sie riß nun den Schleier zurück und daZ bleiche, wuthverzerrte Gesicht AdelenS wurde sichtbar. .Der Schurke, der Seelenmorder! O, jetzt sänge ich an, ihn zu verstehen. Er ist entflohen, als jener alte Mann dort in daS Zimme? stürzte. Ich sah ihn hinauSschlüpfen und eilte her, um zn erkunden, waS ihn hinauSgetneben. Ich war hier, um ihn zu beobachten, ich hatte längst erratheu, daß er irgend eine teuflische Jntrigk spielte. Ich glaube, der Elende ist mehr alS nur ein hollischer Intrigant. Verfolgt ihn, greift ihn! Er ist vielleicht selbst der Dieb! Sucht ihn bei einem Manne Namens Körner, wenn Ihr ihn in seinem Hause nicht tresst. Er hat Heimlichkeiten mit ihm er schlüpft Nachts in dessen Wohnung Ein Gedränge nach der Thür entstand. Ein Brausen und Durcheinanderruseg brach sich Bahn, dem im Augenblick kein Halt zu gebieten war. .Stahlhardt! Korner!" ertönte eS. der war auch hier wo ist er? wo iß er geblieben? Dort läuft er hinaus greift ihn" Korner? Ja. greift ihn! er wohnt in der Hallenstraße. neben dem Haust des Advokaten, ros der Diebstahl ge schuhen" .Schurke! Halunke! Spitzbube ! brüllte Herr von Trossen und schoß, die ihn Umgebenden rechts und links zut Seite schleudernd, den Korridor entlang, die Treppe hinunter. Allen voran aus du Straße hinaus, wo soeben Jakob Korne, über den Straßendamm flog. Im Nu hatte Troffen ihn erreicht, warf sich auj ihn und packte ihn bei der Gnrgel. .Halunke!" schrie er. .Gestehe, wa? habt Ihr gemacht, o ist Dein Kom: pliee?" Die Beiden waren umringt, man packte den Flüchtling und suchte ihn Tros: seng Griff zn entreißen, der "ihn fast er: dröffelte. Polizcibeamte stürzten herzu, Aller Hände griffen nach dm beiden Nun genden. Gnde! Laßt mich loS! Ich will ja gestehen!" keuchte Jakob Korn balb erstickt, bereits eine Lynchjustiz sürchtend. .Gestehen ! Er lll gestehen, hat n ulaat ! Laßt tta.utä! JkLJinoJ jbv

vor Gericht! heulte, tobte und schrie H ringsumher. .Gestehe oder ich erwarte Dich ! brüllte Troffen, mit dem Polizeibeamicki um den Besitz deS dicken Körner ringend, als sollte er zerrissen werden. Hilfe ! Hclsr mir, laßt ich loS ! Ihr reißt, mich in Stücke," schrie der Ge? ängstigte, der im Schrecken deS Moment teS allen Muth verlor. Gnade! Schlagt mich nicht todt, ich will sa gc: stehen, wir sinds gewesen, der Stahl hardt nnd ich " Es war den Pollzelbcamten gelungen. Körner aus Trossens HZinen zu reißer und ihn itt ihre Mitte zn nehmen, wo sics ein Kalbes hundert neuer Fäuste um G risse, nach ihm ausstreckten. .Ich bin nicht der Hauvtschnlvlge! beulte er, halb in Wutl, bald in Ent. setzen. .Stahlhardt ist'S! Wenn el denn mit mir zn Ende ist, so soll det Schuft auch nicht entkommen. Greiß ihn sucht in meiner Wohnung in Keller von dort die Treppe hinauf zwischen den Wanden. . . . Das Weitere' erstarb in dem Geschrei der Menge, dem Augstgeschrei der Be, drohten, den ein paar Polizeibeamte nack dem Gerichtsgebaude zurückschleppten. Ein Haufen entschloffencr Männer, Trossen und Melcher vorauf, stürm', fort, dem Hause Korners und deö Dr Boltz zu. Zwei Polizeibeamte eilten ihnen nach; eine Gruppe Anderer stob drohend nnl lärmend nach der Wohnung Stahl: hardts. Der Gerichtödirector, von dem Ge: fchchcnen benachrichtigt, gab im Flug, seine Befehle und hastete mit einig schnell beorderten Beamten, wie sie ihn just zur Hand waren, uach der Hallen: straße der Untersuchungsrichter mij einigen anderen nach dem Hause Stahl: hardtö. Ein rasch herbeigeschaffter Wage? brachte den noch immer besinnnngsloser Wangerow mit Hilfe deS alten Still nn eiueS mitleidigen Gerichtsbsten in (ciu Wsbnuna. (Fortsedung folgt.) Wien wird slavifr). Ueber die zunehmende Eutdentschung Wiens hat der Freiherr von Dnmreiher soeben in Broschüren form drei früher von ihm gehaltene Reden erscheinen lassen, und der iin Geiste deS deutschen SchulVereins schon vielfach verdiente Schriftsteller Karl Pröll hat dieselbe mit Geleitworten in Prosa und Poesie herausgegeben. Wir theilen nachfolgend eine Probe von dem Gedankengange des Ver' fafferS mit. Wohl liegt Wien innerhalb des ge, fchloffenen deutschen Sprachgebietes, doch

nnr wenige Meilen von dessen Endpunkren entsernt. Seine wirthschaflliche Zone aber reicht bis an die Gemarkungen d;s Staates, und sie umschließt daher Millionen slavischer Bevölkerung. Böhmen und Mähren geben ihren nie versie? genden Menschenüberschuß an die Reichs-. Hauptstadt ab. In dieser sind die unteren schichten vollgesogen mit ezechifchen Ansiedlern. Von Jahr zn Jahr nimmt die Möglichkeit ab, die Einwanderer mit bemalten Grundstock deS WieuerthumS zn verschmelzen, der schon übersättigt ist mit neuem nationalen Stoss, und so sehr suhlen sich die auSheimischen Elemente schon durch ihre Zahl gehobrn, daß öfter und öster die in den Mittelstand anfgestiegenen Mitbürger slavischer Abkunft den Kitzel spüren, ihren nationalcn Ge: gknsatz gegenüber den Altwienern zn kennzeichnen. So zehrt uns denn das Elaventhum einzelweife wie die Blätter einer Artischocke auf, eine Stellung nnsc: reS Mittelstandes nach der anderen geht verloren, und jede rechtzeitige Warnung scheint in den Wind geredet. Eine beklemmende Dunstschicht lagert über jeder großen Hauptstadt ; sittlicher Ernst und GesinnungStreue stechen nie als Kennzeichen, der obersten Gcsellschast solcher Riesenstädte hervor. Dieser obersie Gesellschast nachzueifern, befleißigt sich aber stetS und überall ein nächst angrenzender KreiS des Mittelstandes. So bald daher von den socialen Hohen Wiens ein widerdeutschcr Geist Besitz ergriffen hatte, so war lS mindeste Folge zn erwarten, ran geUK mittlere Fniek. zu einer unfeinen Erwärmung fürdie Sache ihres Volks tbnmö sich ebenfalls würden hinreißen lassen. Da;:r kommt noch, daß hier, wie bei allen Nationen befcheidenen Reichthums, ein großer Theil ge? rade der besten Intelligenz d?r Mittelklaffen aus der Staatsküche speist und darum fein wahres Denken und Enipsinden in tiefer Brust verschließen muß. So fehlen der nationalen Bewegung manche geistige Impulse, welche von solchen Männern ausgeben könnten. UcbcrdicS zählt der Mittelstand auch unabhängige Leute in feinen Reihen, die sich von ihrer Ehrfurcht in die Knechtfchaft treiben lassen, nd gerade bei vie len wirthschastlich falten 'Eristenzen übt die Eitelkeit fo unwiderstehliche Icei;unqen aus, daß daS nationale Gewissen schweigen muß. wo die Begehrlichkeit nach jedem erfaßbarm Strahl vom Abglänze der SeaatSmacht lechzt. Solchen sittlichen Schwächlingen gesellt sich eine Anzahl entschlossener feiler Seelen zu, die eS bei jedem Wechsel der StaatsGrundsätze an der Zeit halfen, sich a 1 ch umzudenken". Solch? E emente aber strömen ihren vergütenden Hand) in einen weiten Umkreis der Gesellschaft hinein. Selbstischer Sinn frißt zerstorend um sich, und der Gemcingeist verkümmert. Eine stille Ueberzeugung von dem Versall deS öffentlichen Wesens lebt in Allen, aber Keiner will sich jenseits seines engen KmseS bethätigen; Jeder hsfft das Seine ans dein allgemeinen Schissbrnch zu retten. Achtbare Männer stehen, von Ekel übermannt, abseit, nnd anch sie legen die Hände in den Schooß. durchdrungen von einem unr fchütterlichen Glauben an die Fruchtlosigkeit jeder Bemühung. Und vor dieser ganzen willenlos Nlwartcnden Masse schwebt der bemalte Vorhang des VyzautinerthumS. eine ungeheure Fälschung deS wahren Zustandes der Gesellschaft. Wenn von den Erscheinungen deS allezeit ae- . schäftigen ServiliSmuS abgezogen wird, was der Etikette angehört, und waS auf : Rechnung deS Eigennutzes kommt, so erübrigt ein Rest wirklich opferbereiter ' Staatsgesinnnng, der in kritischer Stunde Wut Stfkejwjfsin to.raui,

'T7aS tir tte !s(iltchc Versaffnng, rn welcher ein großer Theil der Gesellschast WicuS den Angriff des rüstigen Slaven-1 thumS erwartet. So wird denn nach' menschlicher Voraussicht das letztere im! öffentlichen Leben von unten auf Stufe! nach Stufe ersteigen, das weichende Dcutfchthum aber sich immer mehr in die höheren Aufstellungen zurückziehen und ' immer knappere Räume der nach oben schmäler werdenden, gesellschaftlichen Pyramide besetzt halten. Dem deutschen Altwienerthum werden sich dann die mächtigem, breiten Wirkungen aus Gemcinde'und Staat versagen. An Kindern und Kindcskindern der heutigen Wiener r'ird sich die Strafe für "vi Sünden der Väter erfüllen, in den crerbten Heimüättcn lässiger Vorfahren werden die späteren Geschlcchttr ein geduldctcS Dasein fristen. Deutsche Lokal -Nachrichten. Provinz H c s s e n - N a s s a u. Vcrurthcilt wurden: der langsährige Landkrankcnhaus-Juspektor Eisenbcrg ln Eassel weacn Untcrschlagnng zu Jj Jahren Zuchthaus; der Kellner Karl Pelzer aus Frankfurt wegen Kuppelei und der Schrciuer Metzung aus Fulda wegen DicbstahlS zu je 2 'Jahren Gefängniß; der Mechaniker Earl G?bel ans Kloppenheim wegen MeineidS zn 1 Jahr Zuchthaus; der Landwlrth Joh. Kaltwasser aus Seitzenhahn wecn 3kau.des zu 7 Jahren Zuchthaus. Erschossen babcn sich: in Dicz der Kadett Hock, in Frankfurt der Bootbaucr Lur, in Marbürg der Stud. med. Neumann und in Obcroellmar der Landwirth Klzpp; in Fulda hat sich der Arbeiter Alb. Brum: mer nnd in Kirchditmold dcr Hauöbnrsch Bischof erhängt. Die 83jährige Mar. cella Och aus Hünhabn wurde todtgcfah: ren und der Steinbrncharbeitcr Johs. Klein aus Schifselbach verschüttet und getödtet. Königreich Sachse n. - f In Dresden: der Oöeringenien, Mant, Vorstand der städtischen Tiksdattten und der Schuldirektor Erust Weber. sTVr Vthitrfr mttv fldslf itur her ntii

v v w r Pestalozzivcreine herausgegebenen Dcntsche Jugcndblätter". 'H)er Kanfmann Müller in Eibenstock ist wegen Maje: stätsbeleidignng zu 4 Monaten Gesang? uiß verurtheilt'worden. In der Flur deS etwa 2000 Einwohner zählenden, bisher ausschließlich Ackerbau treibenden Dorfes Ebcrödorf sind in einer Tiefe von blos S Meter reichhaltige Kohlenlager gesun? den worden. Die Ausbeute wird nio l ich st bald erfolgen. Der Handlungsgehilfe Karl Hngo BruchloZ ,n Großen Hain wurde wegen SittlichkeitSverbres chenS zu 15 Monaten Zuchthaus verur: theilt. Anlaßlich des 50jährigen Ge schäftSjubiläumS der Firma Geör. Koch in Lausigk wnrde deren ältestes Mitglied, Angust Benjamin Koch, zum Commerzienrath ernannt ; vier Arbeiter wurden mit der silbernen Medaille Für Treue in der Arbeit" und 30w5itere mit Ehren: Diplomen bedacht. Hr. Koch hatte 11 der bewährtesten und ältesten feiner Ar heiter je ein Sparkassenbuch über 50 M. geschenkt. f Der ObeUchrer der Taub: stummeuanstalt Hr. Otto H. K. Koerting in Leipzigs UeberdaS Stekttkoblenwerk Aktienverein NeichSzeche" u Oelsnitz ist der Konkurs eröffnet worden. Wegen Unterschlagung und Urkunden: fäl?chnng wnrde der frühere Expedient bei der Superintendent?, Mar Ztichard Rost in Pirna zrl 21 Monaten Gefäng: niß verurtheilt. Folgende Ehepaare feierten die goldene Hochzeit: Christian Karl Leo,.hardt in Gablenz bei Statt- ! berg. Postverwalter Adler in Harthatt, I m ! .Ti. - . CV . f. tl.f -üncfutxr x)01""" vonincD P0Ler ru Hartmannödors. MühlenbesitzerÄilhelnt Schumann in Machern bei ArandiS K o m in t und seht die se'nfle Auswahl in Büchern, w.lche je in JndianzpclÄ gezeigt wurde. Cattocart, Cleland 1 Co Ns. 26 Ost Washington Straße. 5U Ker!a IV ?snrae E-?? Tß,tw al I h! fi? tM (stt Un Ctaat 3tutana Hat Agentur tigaet Charles Ilalilo li Sschflführr rnznnt. Derselbe tjit In Um F'etHrk SbZube seine Okftee fsekchlage. Ti.se ayewh'tl!schI t tt ihre grob Cir .HU CmI aA lli O.ü.t. I ntlll !. H u. ty vtttiu, ; fich, InUjt annehmbar V,digna nie der euefte Fr tt vekftternn. Die Qcfel j schäkt Zacht Tiftrltt nh ,kalgkte w afe 1 tirU4WI CiMUl.

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