Indiana Tribüne, Volume 11, Number 353, Indianapolis, Marion County, 8 September 1888 — Page 3

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U. H. DOM'S

I. X. L. lSsVllöWC. Zas öege iZöSV ! Bau- imD Unterlage - Filz! &xv und dreifaches Asphalt Dach attrial, Dach-Filz, Pech, Kohlen-Then, Dach-Farben, feuerdichter Asbest - Filz, sich gegen Motten und Wamen. fi. C. SMITHER, (Rachfoltjr von 6t ml SmUycx.) 109 C3fü Marvlandttr. Zlllltm 861. Z?K seytt, Sß5 0ffttU VAKDALIA LTNE er Warum? OtÜ fte die kürzest und defie Linie üd. 13 t. JLonlo, Missouri, Ha, as, Iowff JNetor'Raiiiti, Tesaa, A.rlrana, Oolo rado, IVorr Mexico, Sootct Nd California ist. Das V Hubert ift do CUtn nnb die Schi -R sind aal Stahl. Die Uian habe d c nusi vndessnnugen. Jede? Zug I Schlafwagen. Paffagine,ob fi nun Vill- c Ar Klaffe oder eiantenVillete ha, Dnd durch nst ya?agier,kge erSer lkle , befördert. Ob Si nn ein OiHei j üßtztkn ?rr. icn, rfa tZzenrsivnsbUlet der irgend to Sre öisicchniillett dolln, toarwn Ci, d ? schttid Ole a H. It. Derln&y lftKint Vral PassagterAgni. Btrt Rshwtn ud Jii Str Ind'r 0. C HI, '! vupt. 0t.on1ß, tto. .tk ! a -t. fc aww In Jndiana TVölbmWS CnU)ft)lt ftch iur Anfertigung von Nechnnvgen, Cirkularen. SriekZöpfen, Yreislisteu, Qnitwngen, Ewtrittskarteo. Mitgllederkarten, Brochüreu, Constltnttoneo Mreßkarteo. r -

ZwciFremldinnen.

Raman don W. H ei mburg. (FortstAung.) Wir gehen sonst immer allein zu Bette, aber wir fürchteten uns heute so," weinte die kleine Christine. Der Dammköhlcr hat gesagt, acht Nächte lang käme die Mutter und sähe zu, ob wir auch gut versorgt würden," flüsterte die Aeltejte und in dem mondhellen Gemach sah Lucie deutlich die von unsagbarem Grauen erfüllten Klndcraugen. Sie zog die Kleinen an sich. Eure Mama ist beim lieben Gott im Himmel," sagte sie, und bittet ihn, daß es ihren Kindern wshlergehe. Wieder kommen, Ihr armen Würmer, wird sie nicht!" Die Kleinen begannen abermals bitterlich zu weinen. Lucie küßte, und beruhigte sie und half ihnen die Nachtröckchen anziehen. Sie saß dann, wie früher Mathilde, zwischen den Vettchen nieder. Soll ich Euch Etwas erzählen?" Ja!" rief der Junge, der hinter einem Vorhange seine Schlafstelle hatte, von Rom, Tante! Die Mutter sagte, Du hättest das Kapital gesehen, und wenn Du kämst, dann könntest Du eS uns beschreiben." Sie faßte an die Stirn. Nom ! Ja " murmelte sie. Onkel Alfred hat mir ein Buch von Nom geschenkt, Tante, ich möchte einmal hin, gelt es ist schön?" Onkel Alfred hat uns heute eine Düte mitgebracht, aber die Kousine hat sie eingeschlossen," flüsterte eins der kleinen Mädchen. Morgen muß sie uns aber etwas davon geben, sonst sagen wir es dem Onkel ehe er fortfährt." Er blieb also die Nachthier! - Das Mädchen stand in furchtbarer Unruhe auf. Nur ihn nicht sehen müssen, nur das nicht! Sie setzte sich wieder, weil die Kinder auf's Neue klagten, daß sie Furcht hätten. Schlaft, schlaft!" sagte sie gevreßt, morgen will ich Euch viel erzählen." Gehorsam schmiegen sie; sie lagen mit großen offenen Augen und starrten in den weijzen Mondenschein, der durch die unverhüllten Fenster drang. Nichts war zu hören, als ihr Athemholen. Da klangen Schritte auf dem Gange draußen, die das Mädchen emporfliegen ließen. Hastig sah sie sich um wohin konnte sie entweichen? Vergebens, nur die eine Thür führte hinaus. Aber dort hinter dem großen Kachelofen . Sie flüchtete hinüber in den schwarzen Schatten und setzte sich auf die alte Truhe, in der die Wäsche der Kinder aufbewahrt wurde. Und nun öffnete sich die Thür, und er trat über die Schwelle. In dem hellen Mondlicht sah sie jeden Zug seines Gesichtes. Sie preßte die Hände auf das Her;, so ungestüm begann eS zu klopfen. 3!ahe an ihr schritt er vorüber: durch die offene Röhre des Ofens gewahrte sie, wie sich eine große Gestalt über eins der Vettchen beugte. .Schläfst Du schon, mein Mäuschen?" hörte sie ihn sagen. Unendlich weich klang seine Stimme. Nein, Onkel," kam es schlaftrunken zurück. Fürchtet Ihr Euch noch?" Nein!" flüsterte die Kleine, und ein weißes Aermchen schlang sich um seinen Hals. Tante Lucie hat uns zu Vette gebracht." Er fuhr empor. Tante Lucie?" fragte er. Eben war sie noch hier," wisperte Anne Marie, da hat sie gesessen, und dann ist sie fortgelaufen, ich hab's wohl gesehen." Thut Dir Dein Hälschen noch weh? Hast Du gestern einen nassen Umschlag bekommen? Nicht? Aber heute mußt Du ihn haben sage Tante Lucie, daß sie ihn Dir umlegt, Mäuschen! Tante bleibt nun bei Euch, nicht wahr?" Onkel ! " schrie der Junge, die Kousine will sie gar nicht; sie sagte vorhin, solche Prinzessin könnte ihr gar nichts nützen." Tante ist so fein, so fein," versicherte das kleine Mädchen; und sie hat so geweint." Möchtet Ihr gern, daß sie hier bleiben würde?" Famos wär's!" rief der Junge, sie ist in Nom gewesen und kann Etwas er zählen." Bittet sie nur, sie bleibt gern." Sag' Du's ihr doch, Onkel," rieth der Junge. Er stand jetzt aufrecht. Mein alter Schelm," sagte er bitter, das würde wenig helfen ! Schlaft wohl, Ihr Kinder!" Onkel, soll ich die Tante Lucie von Dir grüßen?" fragte die kleine Anne Marie. Er antwortete nicht; erstand mitten im Zimmer, mitten in dem bläulichen Glanz, ohne zu ahnen, daß nicht weit von ihm heiße, stille Thränen über ein blasses Mädchengesicht Herabflossen, daß sich Lucie krampfhaft an die Truhe klammerte, als müßte sie sich festhalten, um nicht hinüber zu kommen und mit gesenktem Kopf vor ihn zu treten und zu sagen: Vergib mir, was ich Dir gethan!" Was denn?" fragte sie sich, aber sie fand keine Antwort. Und sie sah ihn an durch diese Thränen und fühlte sich so klein und so elend und soschlecht. Langsam wandte er sich und schritt zur Stubenthür hinüber. Gute viaqii" sagte er noch einmal, dann war er gegangen. Und Lucie schlug die Hände vor das Gesicht und schluchzte. Als Lucie am andern Tage in das Wohnzimmer trat, kam sie mit einem Entschluß, den sie in der bangen Nacht sich abgerungen. Sie wollte ihren Schwager bitten: Laß mich bei Dir bleiben, ich will Deine Kinder pflegen und erziehen!" Sie war ruhiger geworden und trat an den Frülistückstisch, vor dem er saß, mit jener Sicherheit, die ein ehrlicher, fester Wille auch in schweren Augenblicken verleiht. Die Hausthür war weit geöffnet ; draußen spielte der Sommerwind in den hohen Bäumen, und die Sonnenstrablen busckten neckend über die

Blondköpfe der Kinder, die aus der Bank

unter der Llnde hockten. Lucie bot ihrem Schwager die Hand, dann deutete sie hinaus und fragte: Georg, kann ich Dir nützlich sein für diese? Sag's, und ich will mir alle Mühe geben, Deine Wünsche zu ersüllen!" Sie sprach eS hastig, denn eben trat ihr das Bild wieder vor die Seele, das sich die ganze Nacht hindurch in ihre Träume gedrangt: Hortense mit der verzweiflungsvollen Miene der letzten Tage ln Dresden. Dort stand ja auch eine geöffnete Schachtel auf der Ecke des Tifches: ein wunderbarer Kranz weißer Rosen lag darin und auf ihm eine zierliche Visitenkarte, unter siebeneckiger Srone den Namen Hortense von Löwen, geborene von Löwen". Der große Mann mit dem bekümmer ten Gesicht schüttelte den Kopf und goß sich ein Gläschen Nordhäuser ein. Mathilde hat noch selbst ein paar Tage vor ihrem Tode eine Erzieherin engagirt; sie kommt zu Johann!." Lucie wurde um einen Schein bleicher. Sie setzte sich auf einen Stuhl ihm ge genüber und sah auf die kleinen Mädchen, die den gelben Teckel vor ein um, gekehrtes Fußbankchen gespannt hatten, in dem sie ihre Puppen spazieren fuhren. Für die Wirthschaft sorgt meine Kou sine," fuhr er fort. Aber mach' Dir deshalb keine Sorgen. Es ist in den schweren Tagen der Krankheit ohne Dich gegangen, es wird auch jetzt gehen, es muß gehen," schloß er; oberer wich dem jammervollen Blick der beiden Augen aus. Mariechen ist kränklich ?" stotterte sie. Eine Kleinigkeit!" wehrte er ab. Laß mich hier bleiben," flüsterte sie, ich will das Kind pflegen, wie es nur seine Mutter gekonnt um Mathildens willen laß mich hier!" Es ist ein trübseliger Aufenthalt in meinem Hause: ich danke Dir. Und warum solltest Du eine Stellung aufgeben, in der Du Dich wohl befindest?" Er erhob sich, trat zu dem Bord, an dem Hut und Gewehr hingen, und nahm das letztere über die Schulter. Aber ich danke Dir vielmal," wiederholte er und psisf seinem Hunde. Ich gebe doch keine Stellung auf!" widersprach sie. Er blieb stehen und sah sie an. Die Frau von Löwen sollte mit ihrer Gesellschafterin kein Abkommen getroffen haben? Das wäre schlimm für Dich und nicht nobel von der Gnädigen. Zudem, es war die einzige Entschuldigung in meinen Augen für Dein Fernbleiben. Als Besuch, wie ich anfänglich wähnte, dünkt mich die Zeit etwas unbescheiden lang." Lucie stand auf. Du verkennst die ganze Sachlage, Georg," sagte sie ruhig. Hortense ist mir eine Freundin, und, und " Meinetwegen nenne sie so," unterbrach er. So lange sie Dich braucht, wirst Du es auch wohl bleiben; aber eines schonen Tages wird sie heirathen und Du bist kaltgestellt. Ich habe übrigens Deiner Schwester versprochen, daß Du jeder Zeit eine Zuflucht hier findest. Guten Morgen!" Er rückte den Hut und ging hinaus. Ueber Luciens blasses Gesicht flog ein trauriges Lächeln. Sie stieg die Treppe hinauf, holte sich den Hut, dann nahm sie den Kranz aus der Schachtel und verließ ebenfalls das Haus. Sie wollte nach dem Kirchhof gehen. ' Die kleinen Mädchen kamen ihr nachgesprungen, sie wehrte ihnen das Mitgehen, sprechen konnte sie nicht, so weh war ihr zu Muthe. Sie fühlte jetzt eine brennend heiße Sehnsucht nach Hörtense, nach dem Augenblick, wo sie ihren Kopf an die Schulter der jungen Frau legen konnte und sagen: Nun habe ich weiter Niemand mehr in der Welt, als Dich ! Meine einzige Zuflucht bist Du!" Nie meinte sie Hortense so lieb gehabt zu haben, wie in diesem Moment, roo man so plump an ihrer Freundschaft zu zweifeln wagte. ' Sie ging mit heißen Wangen und erhobenem Kopf durch den Wald. Sie mußte an der kleinen Haltestelle vorüber. Geht der Zug noch wie früher um fünf Uhr Nachmittags hier ab?" fragte sie den Beamten in dem winzigen Sta tivnsgebäude. Ja, Fräulein." Ich danke!" Und sie schritt weiter die Chaussee nach dem Dorfe entlang. In der Dorfstraße begegnete ihr der alte Briefträger; sie kannte ihn noch gut, er hatte ihr einst schmunzelnd den ersten Brief von dem Bräutigam gebracht. Hier babe ich etwas für Sie," sagte er, und di?s für den Herrn Oberförster. Nehmen Sie es gleich mit? Danke auch schön!" Lucie hielt die Schreiben in der Hand ; das für sie bestimmte war von Hortense. Gott sei Dank von ihr!" sagte sie. Als ob eine warme treue Hand die ihre ergriffen, so tröstlich ward ihr auf einmal zu Muthe. Ob sie ihr wohl zürnte ? Als sie in den Waldweg einbog, wollte sie den Brief öffnen, sie besann sich aber und schritt nur eiliger vorwärts dem Hause zu. Die Cousine füllte eben, auf Mathildeng Platz am oberen Ende der Tafel sitzend, die Suppe auf. Noch fehlte der Hausherr, aber die jungen Forsteleven standen bereits hinter ihren Stühlen, eben so waren die Kinder zur Stelle. Lucie legte die Briefe auf Georgs Platz und flog die Treppe hinan. In ihrem Stübchen legte sie den Hut ab und wusch das erhitzte Gesicht und die Hände, dann zog sie das Schreiben hervor. Nur einen Blick, ehe sie hinunter ging. Hastig rissen ihre Finger das Couvert auf und entfalteten den kleinen starken Bogen. Dann sank sie wie betäubt auf den Stuhl am Fenster. War eS denn möglich ? Sie wandte die Augen wieder auf das weiße Blatt es war nicht anders, da stand es, klar und deutlich : Mein Liebchen! Gestern Abend hebe ich mich mit Weber verlobt! Frage nicht, staune nicht, ich kann Dir schriftlich nicht Auskunft geben wie es aefchab. Da ich annehme, da man Dich vor der Hand nicht entbehren j rann, so komme ich morgen.frud luir:

ein paar Stunden rrsk'Vu doch raoen

für mich. eme Horlen,e." Sie legte den Kopf auf die Fensterbank und faßte mit den Händen in ihr Haar. Sie hatte keine klare Vorstellung mehr von dem Geschehenen, oder was jetzt geschehen sollte. Sie wußte nur Eins: sie hatte nun Alles verloren! Am anderen Morgen saß Hortense dem Mädchen gegenüber in ihrem kleinen Stübchen. Lucie hatte Kaffee und Vuttersemmel herzugebracht, aber die junge Frau genoß nur wenig ; sie zog fröstelnd das Tuch um ihre Schultern und sagte: Wie hältst Du es aus hier, Lucie?" Das Mädchen sah sie still an. Und wirklich, Du willst hier bleiben?" Noch war kein Wort über das jüngst Geschehene zwischen ihnen gefallen. Als Hortense aus dem Coupö stieg, hatte sie gleich gesagt: Fang' jetzt nicht davon an; in Deinem Zimmer werde ich Dir Alles er, zählen." Und Lucie schmieg demgemäß völlig. Jetzt antwortete sie nur: Nein, ich bleibe nicht hier!" Nicht hier?" fragte Hortense. Ja. wie soll ich daö verstehen? Was willst Du thun?" Das weiß ich noch nicht, aber hier bleibe ich nicht." Dann bleibst Du bei mir. Entweder oder! Etwas Anderes als dieses Beides gibt es doch nicht?" Btt Dir V Ja, Lucie!" Hortense war aufaestanden und umarmte sie. Ich glaubte es nicht, daß Du wieder zu mir kommen würdest, ich dachte, Du würdest Dich jetzt fanatisch auf den Haushalt und die Kinder stürzen, um Dein Gewissen zu beruhigen. Desto besser, ich kann Dich weniger als je entbehren." Du? Ich meine, Du wirst bald heirathen?" Eines schönen Tages einmal, ja!" Nun also?" Also? was geht das Dich an, uns an? Herr Weber wird den ganzen Tag auf dem Felde sein, oder im ..Deutschen Hause" in A., oder auf der Jagd, oder sonst irgendwo ; Du siehst, ich habe mich itncrn orientirt. Es ist auch gut so, und Du ziehst mit in das Rococoschloß, Lucie!" Es klang sehr leichthin, und die junge Frau betrachtete dabei angelegentlich die kleine Silhouette von Lucies verstorbener Mutter, die sie von der Wand genommen batte. (Fortsetzung folgt.) Unvermeidliö), Zwischenfälle. ' Die neuesten Ereignisse, schreibt dn Berl. Börs. Courier", welche sich in dem von den italienischen Truppen besetzten Gebiete bei Massauah abgespielt haben, bilden einen unwiderleglichen Beweis dafür, daß die italienische Besitzergreifung, welche vor einiger Zeit sormell erklärt worden ist, noch keinen unbestrittenen Besitz bedeutet. Die Schlappe, welche die italienischen Truppen, sei es durch Verrath, sei es durch die Uebermacht des ortskundigen Feindes, sei selbst durch einen Mangel an Geschick von Seiten der leitenden Ofsiciere erlittrn haben, ist keineswegs eine erschreckende. Von einer Anzahl von etwa siebenhundert Soldaten ist der größere Theil getödtet oder verwundet warden. Das ist ties bedauerlich, und es fallen die Ziffern ungleich schwerer in's Gewicht, als bei einem europäischen Krieae geschehen würde, bei welchem daS Massenaufgebot ein weitaus größeres ist und der Zusammenstoß von Hunderten von Kämpfern kaum als mehr denn ein Scharmützel angesehen wird. Aber selbst, wenn man den unter solchen Verhältnissen gebotenen Maßstab anlegt, wird man in jener Schlappe kein Ereigniß sehen, um dessen willen die Italiener und die freunde Italiens zu erschrecken brauchten. Derartige bedauerliche Zwischenfälle sind von colonialpolitifchen Unternehmungen einmal nicht zu trennen. - Bei solchen Unternehmungen handelt eS sich fast immer um Gebiete, welche so ausgedehnt sind, daß eine dichte Besetzung mit Mannschaften selbst dann ausgeschlossen wäre, wenn die Kosten dieser Besetzung nicht schon allein ein Hinderniß bildeten. Man muß sich begnügen, Truppen an vereinzelten Stellen anzusammeln, und von diesen vereinzelten Stellen aus müssen die erforderlichen militärischen Unternehmungen eingeleitet werden. Die Truppen und deren Führer sind nun des Landes nicht kundig ; es dauert auch naturgemäß sehr geraume Zeit, ehe sie landeskundig werden, und in absehbarer Frist werden sie darin hinter den Eingeborenen zurückstehen, so, diß Letztere trotz ihrer geringeren militärischen Schulung und trotz aller von Seiten der besetzenden Völkerschast aufgewendeten Fürsorge und Ausmerksamkeit zuweilen einen Vortheil erringen und sogar die überlegene Macht überrumpeln. In früheren JahrKunderten wurde dn mangelnde Kenntttiy des Landes reichlich dadurch ausgeglichen, daß die aus Europa kommenden Colonisatoren beziehungsweise Eroberer eine Waffena'usrüstung besaßen, der gegenüber die der Eingeborenen der zu cölonisirenden oder zu erobernden Gebiete geradezn kindliche waren. Auf der einen Seite das ferntreffende Feuergewehr, welches abergläu bische Frucht verbreitete; auf der anderen Seite Waffen, die nur auf kurze Entfernung und gegenüber einem fast nackten Körper wirksam waren. Dieser Unterschied in der Bewaffnung machte es möglich, daß wenige Dutzende von Männern große Reiche unterjochte. Die Europäer haben es nicht verstanden, sich solche Ueberlegenheit zu wahren, sie selbst sind es gewesen, welche die Feuerwaffen und die Lehre von ihrer Behandlung in die fernsten Welttheile trugen. Die Ueberlegenheit der europäischen Bewaffnung ist immer noch vorhanden, aber sie ist nicht sehr bedeutend und wird mehr als ausgewogen dadurch, daß auf der anderen Seite die Zahl eine größereist und die Kenntniß des Landes eine bessere. Sehr zu Ungunsten der Europäer macht sich der Umstand geltend, daß die zur Besetzung von Colonien ausgesandten TruvreR das Klima dieser Colonien nur

laUccyt vertragen rönnen un) unter den vMnx Einwirkungen der ungewohnten U malischen Verhältnisse zum Theil v)lli.s ll',ltcr!ieg'!l, um Theil in der Verwendung ihnr Kräfte, auch ihrer Geschicklichkeit behindcu werden. Allerdings spricht wiederum zu Gunsten der europäischen Erpcditionstruppen ihre höhere moralische und militärische Schulung. Aber so hoch man immer diesen Vorzug anschlagen mag, das alte für die Europäer so außerordentlich günstige Verhältniß ist im Kampfe gegenüber uncivilsirtcn' Völkerschaften weitaus nicht mehr in demselben Maße vorhanden.. Darum ist es heute schwieriger als je, ein Colonial - Unternehmen durchzuführen, bei welchem es sich um die Besetzung eines nicht cllzu schütter bewohnten Landes handelt, dessen Bevölkerung zu be wafsnetcm Widerstände geneigt ist. Die Italiener haben sich auf ein der artiges Unternehmen eingelassen. Wir seyen mit aller Bestimmtheit voraus, daß sie dies unter voller Kenntniß der Schwierigkeiten gethan haben, die ihrer warteten, und daß sie auch in kluger Voraussicht berechnet haben, ob der zu erringende Preis die aufzuwendenden Mühen lohnt. An Letzterem zweifeln wir ganz gewiß nicht, denn nach allen vorliegenden Nachrichten werden die Jtallener von Massauah aus ein Glücken ihrer Unternehmungen vorausgesetzt in der Lage sein, ein ausgedehntes, nicht zu dünn bevölkertes, reiches und betriebsames Land zu gewinnen und für sich und ganz Europa eine wegsame Verbindung nach solchen Gebieten herzustellen, welche in geschichtlicher Zeit bereits hoch culti? virt waren, die aber der Cultur' wiede verloren gegangen sind. Wir wünschen den Italienern besten Erfolg in ihrem Unternehmen, und namentlich diejenige Ausdauer, ohne welche ein Erfolg nicht möglich ist. Zu Colo-nial-Unternehmungen gehört ein gewisses Phlegma. deshalb sind die Engländer und Holländer so gute Colonisatoren gewesen. In dem Naturell der Italicner liegt ds Phlegma eigentlich nicht. Aber der rege politische Sinn der Italicner und die rühmensmerthe politische Schulung, welche sie sich angeeignet haben, lassen erwarten, daß sie für ihre Colonial-Untcrnehmungen auch die unerläßliche Bedachtsamkeit gewinnen werden. Deutsche Loealnachrichten. Provi nz Brandenburg. In Sommerfeld beging das Tuchma chermeister Kobel'sche Ehepaar die gol dcne Hochzeit. Der Bauer Gerschka in Ragaw hat in der Trunkenheit seine Frau mit einer Hacke erschlagen. Der Mörder ist verhaftet. Selbstmord begingen: in Berlin durch Erhängen der Brunnenmacher Kaiser in der Koppenstraße, durch Ertränken die 19jährige Martha Härtung am Grünen Weg, durch Vergiften der Optiker Richard Behrens, Lothringerstr. wohnhaft; eS haben sich erschossen der Schiffseigner Mielitz aus Erkner, der Maurer Paul Hering aus Potsdam und der Sergeant Grunert vom ElisabethRegt, in Spandau; die Tochter des Rentners Sch. in Liebenwalde hat sich erhängt. In Berlin . ertranken der Steindrucker Julius Plessow aus der Kurfürstenstraße und der Vergolder Rezli, Stiefsohn des Restaurateurs Bartelow, Langestraße, und der Kutscher Seiffert wurde todtgefahren; der Maschinist Maler Hentze aus Dölzig wurde von einer Centrifugalmaschine zerquetscht und der Sohn des Arbeiters Kürbis in Ober-Greifenbach todtgefahrcn; ertrunken sind der Schüler Maertener aus Hohen'Lübbichow, der Kutscher Nowak im Dienst der Gräsin Königsmark in Plan? Java i Mokka

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