Indiana Tribüne, Volume 11, Number 342, Indianapolis, Marion County, 28 August 1888 — Page 1
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71 J .; U f PCs ? , taÖi.!:.5Vir PWM? W mm aU vAv ri 1111 II ha 1 I WPWW mm . - Jahrgang 11. Office : No. 140 Ost Marhland Straße. Nummer 342. 4 ' Jodizapoli0, Zodiaoa, Dienstag, den 28. August 1008. I
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Eöitorielles.
Zur Ergänzung des Zuckertrufls haben die Wholesale Grocers" von New Vork einen Verein gegründet, der mittels eines Ausschuffes von Tag zu Tag den Verkaufspreis des Zuckers festsetzen soll. Selbstverständlich kann diesem Borgehen nur die Abficht zu Grunde liegen, den WmJ W I A CmmIj iTMJItlMMilM Uaf JtüM kM UUtU VIC ltlt ViUlllUlltllj UliyCil VCIl Großhändlern gedrückten Preis künstlich in die Höhe zu treiben. Nachdem also der Consument dem Trust eine Abgabe von 1 bis 2 Cents auf das Pfund hat zahlen muffen, wollen die Großhändler nochmals Tribut von ihm erheben. Höchst wahrscheinlich werden nun auch die Klein Händler einen Verein gründen, um sich ihrerseits gegen die Wirkungen des freien Mitbewerbes zu schützen. Es ist merkwürdig. Alles will sich gegen die Konkurrenz schützen, und doch wird von modernen Staatsmännern und Na tionalökonomen die Konkurrenz als Schö pferin unserer Zivilisation und Wohlthä terin des Volkes bezeichnet. Freilich die Staatsmänner und Nationalökonomen sind auch darnach, und es giebt eben Leute, die sich nicht zum Volke zählen. Senator Reagan hat im Bundes senate bekanntlich eine Bill gegen die Trusts" eingereicht, und man kommt jetzt auf die Idee, daß der edle Senator es weniger auf die Trusts", als auf die Gewerkschaften abgesehen hat. Was ge setzlich unter einem Trust" verstanden werden soll, das bezeichnet die Bill wie folgt : Eine von zwei oder mehreren Perso nen bewirkte Verbindung von Kapital oder Geschicklichkeit (Capital r skill). welche den Zweck hat, Einschränkungen des Verkehrs zu bewirken ; die Herstellung von Waaren oder die Preise von Waaren zu begrenzen, herabzusetzen oder zu erhö hen ; oder den freien Mitbewerb in der Herstellung, oder den Verkauf von irgend Etwas zu verhindern.Dazu bemerkt das Philadelphia Tageblatt" Folgendes: .Es liegt auf der Hand, daß mit dieser Bestimmung auch die Gewerkschaften be troffen werden. Das Wort ist jedenfalls nicht blos der Abrundung we gen hineingeschoben, sondern in der Ab ficht, diejenigen zu treffen, welche ihre ge werbliche Geschicklichkeit zum Lebensun: terhalt anwenden. Wenn diese sich nun verbinden, um eine Beschränkung der Ar beitszeit zu erkämpfen, so kann sehr leicht gefolgert werden, daß sie eine Einschrän kung des Verkehrs bewirken und ganz sicher die Herstellung von Waaren zu be grenzen suchen". ES braucht bloß be wiesen zu werden, daß in acht Stunden nicht so viel prouzirt werden kann, als in zehn und die Tiade Union" wäre im Handumdrehen ein Trust", deffen Theil nehmer zu etlichen Jahren Zuchthaus und etlichen Tausend Dollars Geldstrafe ver urtheilt werden können." Die Illinois Staatszeitunz" schreibt über die Bill Folgendes : Prüft man ihn (den Entwurf Rea gans) recht genau, so findet man, daß er auch gegen diejenigen Vereinbarungen" gerichtet ist, welche den Trusts als Vor bild gedient haben, nämlich gegen die Gesellen-Zünfte (traäes uniong) denn was sind diese anders, als Verbindungen zu dem Zwecke, den freien Mitbewerb in der Herstellung von Waaren zu verhin dern" und den Preis derjenigen Waare (Comm((lit)'), welche Arbeit heißt, willkurlich zu bestimmen ? Die Zunft-Ge noffenschaften diktiren nicht nur die Preise ihrer Waaren (Arbeit), sondern verbieten auch den Mitbewerb freier Arbeiter, welche nicht zur Zunft gehören und be schränken die Heranbildung von Lehrlin gen auf solche Weise, daß kein genügen der Nachwuchs entstehen kann, das Gewerbe also immerdar auf Einfuhr frem der Arbeitskräfte angewiesen bleibt. .Die Zunft-Genoffenschaften der Arbei ter sind, wie gesagt, das Ur und Vorbild der Trusts". Sie sind Arbeit?Trusts" in ganz demselben Sinne, wie der Oel-Trust, der Kohlen-Trust, der Zucker-Trust, der Tapeten-Trust Waa-ren-Trusts sind. Gegen beide richtet sich die Neagan'sche Vorlage. Sie will beiden Arten von Gewaltherrschaft und AuSbeutung des Publikums ein Ende machen , will sowohl auf dem Gebiete deS KapitalUmsatzes, wie auf dem .der Arbeit die unbedingte Freiheit deS MitbewerbS wiederherstellen, also die große Maffe deS Volks, die weder auS verruchten Kap!, talisten", noch aus Handwerks-Gesellen
besteht, aus einer doppelten Sklaverei erlösen." Die Gehässigkeit der StaatSzeitung" gegen die Arbeiter ist hier nun allerdings nicht zu verkennen, dafür ist sie eben eine StaatSzeitung" und der Söffel Raster ihr Redakteur. Wenn aber eine solche Auffaffung überhaupt möglich ;ist, so beweist dies nur, was wir schon öfter behauptet haben, daß auf dem Wege der
Gesetzgebung auf Grund der heute maß! ? a. m . 0 mr . geoenven Necylsancyauung ven runs überhaupt nicht beizukommen ist. Wir glauben nicht, daß Reagan bei Abfaffung der Bill einen Angriff auf die Gewerkschaften plante, aber man kann Zehn gegen EinS darauf wetten, daß wenn die Bill zum Gesetze wird, nicht die Trusts", sondern die Gewerkschaften von derselben betroffen werden. Dafür würde die Weisheit unserer Richter, sowie die Gesinnung derselben schon sorgen. Draywagrigteu. Wetterau Ssichten. Washington. 23. August. SchöntS Wetter, bleibende Temperatur. EinVeto. Washingtons?. Aug. DerPrä stdent legte sein Veto gegen die Bewilligung von $150 000 für die Errichtung eineS öffentlichen Gebäude in Siovr City, Iowa vn. C o n g r e ß. Washington 27. Aug. Im Se nate bildete der Bericht des Justizcomites über die Wahlen in Jackson Miss, den Gegenstand der Debatten. Dieselben nahmen selbstverständlich einen politischen Charakter an, und den Demokraten wurde von Seiten der Repudlikan der Vorwurs gemacht, daß sie die Be ftimmungen deS 13. Amendementi zur Bundesverfassung gänzlich unbeeückftch tigt lassen, und zugebiL, daß im Süden der Neger seines SlimmrechtS gewaltsam beraubt werde. Im Hause wurde den beiden Gouver neurkcandidaten von Jndiana Hovey und Matson ein sünfjkhnlägiger Urlaub be willigt. Im Plenarcomite wurde die .Deficiency Bill" pafstrt woraus sich daS Hau ver tagte. DaS gelbe Fieber. Jacksonville, Fla.. 27. August. Heute vor einem Monat kam der erste Geldfieber.Jall vor. Seitdem sind 107 Personen erkrankt, 17 gestorber, 28 ge nesen. 62 in Behandlung. Seit L Udr letzten Abend sind sieden Personen er krankt Henry George. New V o r k. 27 August. Henry George hielt heute Abend im Cooper Institut ine Rede zu Gunsten der Er. wählung Clevtland'ö und Thurman'S Wm. Lloyd Garrison sprach bei derselben Gelegenheit Streik vorbei. EvstnSville. 27. August. Der Eisenbahnstreik ist vorbei. Zwischen den Angestellten und dee Compagnie hat eine Einigung stattgefunden. Ein interessanter Brief SheridanS. N e w V o r k. 27. Aug. Nachstehen der hochinteressanter Brief, den General Ppilipp Sheridan während des deutschsranzöstschen kkriegS an General Grant geschrieben hat und der bisher noch nicht publizirt worden ist. gelangt soeben an die Oeffentlichkeit. - Sheridan gibt in dem Briefe seine Meinung über den rela tiven Werth der Deutschen und der Iran zosen als Soldaten. Der Brief ist da tirt : .Reims, Frankreich, 13. Septem der 1870 Nach einer kurzen Schilde rung der politischen Lage, wie sie durch die Gtsangennahme Napoleons und sei ner Armee geschaffen worden, und einer Begleichung der ttritMhrung der deut schen und sranzöstschen Truppen mit den amerikanischen Armeen im Bürgerkriege, wobei er hauptsächlich da bet der deut schen Armee üblich zerstreute Gesicht her vorhebt, sagt der General: Die Schlachten bei Gravelolte, Beau mont und Sedan trugen alle den Cha rakter deS zerstreuten Gefechtes, indem sie in langen Linien begannen, man möchte sagen. eS war ein vorwärtSschreitendek Fechten, welche stet am Abend damit schloß, daß die Franzosen überall ihre Positionen aufgaben oder daraus ver trieben wurden. Die Preußen verfolgten ihre eigene Strategie, bi sie an die Mo sel vorgedrungen waren, und diese Stra tegke war gut und erfolgreich. Nachdem aber die Preußen diesen Fluß erreicht
hatten, machten die Franzosen die Strategie sür die Preußen und diese war sür Letztere noch erfolgreicher, als ihre eigene. Die preußischen Soldaten sind sehr gute, tapfere Leute, alle jung, und bei den Li vientruppen kaum Einer älter als 27 Jahre. Sie gingen in jede Schlacht mit dem festen Entschlüsse zu siegen. ES ist besonders bemerkenSweeth. daß die Preußen die Franzosen angriffen, woim mer sie sie trafen, ohne zu fragen, ob die Anzahl der Feinde grob oder klein war.
Soweit ich da zu sehen im Stande war. wurden, obschon die allgemeine Angriffs taltik der Preußen ausgezeichnet war. die Schlachten gewonnen durch da? tapfre Drausgehen der Soldaten und der jüngeren Offiziere. ES ist wahr, die Preußen waren, mit Ausnahme der Schlacht vor Metz am 16. August, in allen diesen Schlachten Zvei gegen Einen, aber da gegen hatten die Franzosen den Vortheil äubklst statker Postlionen. Um es kurz zu sagen, die sranzöstschen Soldaten haben sich schlecht geschlagen. ES mag sein, daß die armen Kerle entmuthigt waren durch die Falle, in die sie ihr Kommandeur geführt hatte; aber ich muß gestehen, ich habe bei Sedan daö schimpflichste Davonlausen gesehen, welches mir noch je aus einer Schlacht zur Kenntniß gekommen ist. Dilse Ausreike rei zeigte sich besonders auf dem linken Flügel der sranzöstschen Position - alle Versuche, die Fliehenden zum Stehen zu bringen, schienen nutzlos zu sein. E5 war daö so schmachvoll, daß die sranzö sische Kavallerie sich veranlaßt sühlte, drei zwar sehr schöne, aber ganz zwecklose Attacken zu machen, gleichsam als wolle sie zeigen, daß wenigsten in den berittenen sranzöstschen Soldaten ein Rest von Männlichkeit zurückgeblieben sei. Ich fühle mich angeekelt. All Schwärmerei meiner Jugend, die ich sür die Soldaten des großen Napoleon hegte, ist verflogen. Die Soldaten des .Kleinen CorporalS" haden ihren .Elan- verloren an die ge drechselten Paradesoldaten deS .Mannes der Btstimmung.. Der Brief schließt mit Bemeekungen über die wahrscheinlichen Friedensbedin gungen und mit großer Anerkennung für die dem Schreiber Seiten? König Wilhelm? und BiSmarck?, sowie der preußischen Ofsijiire zu Theil gewordene Ausnahme. Ver üabe'i Die Reisen des Kaiser. Berlin, 26 Aua. Kaiser Wilhelm kam heute in Dresden an. Die Stadt war prächtig dtkorirt. Mindestens 12000 Personen befanden sich am Bahnhof Der Kaiser und dir König machten eine Fahrt durch die Stadt. Im Seplember wird der Kaiser den Großherzog von Ba den, den König von Württemberg und den Prinzregenten von Baiern besuchen. Bon dort geht d'ie Reise nach Rom und heimwärts über Wien. Die Ernten in Europa. Wien, 27. August. Nach osfiziellen Berichten ist die Weizenerrte in Italien, Frankreich. Großbrittanien und Rußland 20 bis 26 Prozent unter dem Durch schnitt, in Oestreich. Ungarn, tm südöst lichtn Europa und in Egypten 7 bis 30 Prozent über dem Durchschnitt. Die Gerste ergab in Großbrittanien, Oestreich Ungarn, Frankreich und Egypten ein Defizit von 1 bis 25 Prozent. Deutsch land hat eine DurchschnittSernte und in der Moldau ist die Ernte 25 Prozent über dem Durschschnitt. Menschen verbrannt. Hamburg. 27. August. JnSUin warde brannten sieben Lagerhäuskr nieder. was einen Verlust von sieben Millionen Ma,k zur Folge hatte. Sechs Personen kamen in den Flammen um. Zustände in Marr ok ko. London, 27. Aug. Muley Hassan, der Sultan von Marrokko ist, um den Tod seines Vetter zu rächen, welcher mi einer Schaa? von 200 Reitern von den Rebellen niedergemacht wurde, mit starker Heeresmacht gegen diese ausgezogen Er hat seinen Soldaten erlaubt, die Städte und Ortschaften der Rebellen zu plündern und dieselben sengen, diennen, rauben und morden noch Herzenslust, weder Weiber noch Kinder verschonend. Die Zustände im Lande sind furchtbar und eine Hungernoth droht einzutreten Der .Reveil de Marokko- ein in Tanger publizirte Blatt glaubt e werde von Seiten der europäischen Mächte nöthig werden, Schiffe abzuschicken, um die Christen und die Juden zu retten. Gewalt gegen Recht. Dublin, 27. August. Die Polizei von Mexford verhaftete John Redmond. dessen Bruder Wm. Redmond, beide ParlamentSmitglitder, und Edward Walfh Redakieur deS .People-. Sie sind der Gesetzesübertretung unter der .ErimeS Akte- angeklagt.
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