Indiana Tribüne, Volume 11, Number 331, Indianapolis, Marion County, 17 August 1888 — Page 1
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JögeiQca ta dies Spalte koften e CtQtt per Zeile. Lnzeigen In welchen Stellen gesucht, ode? offertrt werd, finden unentgeltliche Unfnahme. Dieselbe bleiben 5 Tage fielen, Uunen aber nbeschränü erneuert werden. nieiz, welche bis Mag 1 Uh, adge gebe werden, finde och u selbige Tage lafnaZae. Osrlangt. verlangt: in Widmen oder ine Frau um Waschen in der Dotft Liuadk?, No. 73 ord Jili not Straße. Stetig Äkbeit. 2lag verlangt: Ein junger dentscher ann, welcher deutsch und englisch spricht und im OroefriegefchäH bewandert ist. achzusragen in der Office dieses laue,. P2iag
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Ebitorielles.
Ein spanischer Bürgermeister erließ kürzlich aus Entrüstung über wiederholte Nahrungsverfälschung folgende Prokla mation : Alle Sorten Wein, Spezereiwaarm und Nahrungsmittel, welche nach stattgehabter Untersuchung sich als gesundheitsschädlich erwiesen haben, werden fortan consiszirt und an die verschiedenen Wohlthätigkeitsanflalken vertheilt wer den." Zu diesem Muster moderner Wohlthätigkeit ist jeder Kommentar überflüssig. Kollegen dieses Bürgermeisters sind übrigens in der ganzen Welt vorhanden Die Amerik. Turner Zeitung meldet: .,, . Der Turnverein in Green Bay, Wis., veranstaltet am Sonntag, den 5. August, ein Schauturnen mit Ball und dramati cher Abendunterhaltung zum Besten seiner Preisriege, die am Bezirksfest in Monroe Theil nehmen wird." Wie auf der letzten Bundestagsatzung onstatirt wurde, hat der obige Turn"'' Verein einen, sage und schreibe : Einen ganzen aktiven Turner in seinem Ver bände. Das .Schauturnen von einem Turner ausgeführt mußte hochinteressant sein. Und gar zum Besten seiner Preis iege" ! Von dem Fischereivertrage, der chon seit Wochen im Senate mit und bei großer Hitze erörtert wird, verstehen muthmaßlich neun und neunz'g Hundert stel der Bürger nicht das Geringste. Ebenso wahrscheinlich ist es, daß es einer gleich großen Anzahl der Wähler vollkommen gleichziltig ist, ob der Vertrag zu Stande kommt oder nicht. Die republikanischen Senatoren aber leben in der merkwürdigen Einbildung, sie könnten aus der Streitfrage über die Benützung der canadischen Fischereigründe einen großartigen Wahlissue machen. Siebe-! rächten dieselbe sozusamen als den Hebel. mittelst dessen sie die demokratische Ver waltung aus den Angeln heben können. Sie wollen also den Vertrag ohne Wei eres verwerfen und dem Volke-nachher erzählen, daß sie die große Republik vor einer Demüthigung durch die Briten ge rettet haben. Hingegen behaupten die demokratischen Senatoren, der Vertrag sei für unser Land sehr günstig und würde auch allgemein so aufgefaßt werden, wenn eben nicht ein Wahlfeldzug vor der Thür stände. Sie wollen deshalb die Abstimmung bis zur nächsten Wintersitzunz verschoben wissen und haben einen dahin zielenden Antrag gestellt. Wird letzterer abgelehnt, so werden sie entweder die Schlußabstimmung über den Vertrag selbst durch Filibustern zu verhindern suchen, oder der Präsident wird den Ver trag zurückziehen, um ihn bei kühlerem Wetter und nach efolgter politischer Ab kühlung nochmals vorzulegen. Auf alle Fälle aber werden im Senate noch ganze Bände Makulatur über die Sache ge schwätzt werden. Die Politiker sind in lächerlicher Unkenntnis darüber, was die große Masse des Volkes interessirt. Ein paar Kapitalisten an der Ostküste, die jährlich etliche tausend arme Teufel auf den Fischfang aussenden und eine Masse Familien ihrer Ernährer berauben, kön nen die Aufmerksamkeit der höchsten gesetz gebenden Körperschaft viele Wochen lang in Anspruch nehmen. Die Forderungen von Millionen von Farmern oder Arbei ter dagegen werden selten auch nur ober flächlich geprüft. DraWagriHteu. Wetteraussichten. Washington. 17. August. Hüb scheS Wetter, im südlichen Jndiara Regen; etwa? kühler. Eisenbahnunglück. Chicago. 16 August. Der Cincin natur Passagierzug aus der Illinois Cenlralbahn, welcher um 6 Uhr 45 M Morgens hier fällig ist. fließ ungefähr 15 Meilen von hier mit einem Frachtzug zusammen. Die Wagen stürzten sofort über und durcheinander und (8 ist ein wahres Wunder, deß von den zwei hun dett Passagieren ein einziger extkam. Glücklicher Weise wurden bloß sieben Ptisonen verwundet, nämlich Anderson gobb. Thomas SpZänr, dessen Frau, I. H. SuUivan. John Frazier. John ConeS. sämmtlich Eisenbahnbedlenstete und W. B. Land, ein Passagier. ConeS ist der Einzige, dtsien Verlktzungen ge jährlich sind.
Mglück zur SeeZusammtvstoß zwischm zwei Uni sehen Dampfer.
Ungeführ hundert Personen ertrunken. N ew Vork, 16 Aug. Der Harn burger Dampfer Wieland brachte die Nachricht, daß am 14. August in der Frühe ein Zusammenstoß zwischen den Dampfern Geiser und Thingvalla statt sand. Beide Schiffe gehören zur Thing. valla Linie zwischen Kopenhagen und New Tork und besökdern meistens Skandinavier. Dir Geiser hotte 86 Passagiere an Bord, von denen 72 ertranken. Bon der 50 Mann starken Mannschaft er tranken 33. Der Geiser war am 11. Aug. hier abge gangen und befand sich zunächst aus der Fahrt nach Stettin. Die Thingvalla befand sich auf derHerüberfahrt. Zur Zeit des Zusammenstoßes ging die See außerordentlich hoch und der Nebel war so dicht, daß man auf fünfzig Fuß Ent irnung nicht? mehr unterscheiden konnte. Die Thingvalla sti b den Geiser in der Mitte der Starbordseite an und süns Minuten später versank der Ledtere. Die Thingvalla war selbst sehr schwer be schädigt, aber ohne dies weiter zu beach ten. machte sich die Mannschaft sofort ans Reltungöwcrk, mit freilich Verhältniß mäßig geringem Erfolge. Der Wieland war zur Zeit etwa hun dert Meilen eniferrt. Gegen halb zwölf Uhr Morgens kam derselbe den Schiff brüchigen in Sicht. Dieselben hißten daS Notdsigna! auf und trotz der hohen See schkckie der Wieland sofort seine Boote ab und die grret eten Passagiere des Geisers sowohl, wie die 455 Pasta giere deS Thingvalla wurden trotz groß r Schwierigkeiten auf den Wieland besör dert. worauf der Thingvalla mit der AuSbesierung deS erlittenen Schadens begann und seinen Weg nach Halisox nahm. Die geretteten Pzffagiere des GtifeV' wurden im Hote! Deumark hier unterge bracht. Moller. der Kapitän deS .Geiser sagt. daß aas beiden Seiten die Nähe des and ra Sch'ff; in Folge de dichten Nebels so spät bemerkt wurde, daß es nicht mehr möglich war, die Katastrophe zu verhinbera. Unter den Passagieren entstand sofort eine Pinik, und sie vergaßen die erste Regel im Falle eines Unglücks, die Anlegung der Schwimmgürtel. Einer dahinzielenden Aufforderung des Kapi tänS schenkten sie kein Gehör. D e Leute sprangen in die Boote und diese schlugen um. Die Paffagiere deS .Geiser" waren meist Farmer auS dem Nordwesten, welche nach langjähriger schwerer Arbeit Etwas zusammengebracht hatten, und nun die alte Heimath wieder besuchen wollten. Der zweite Ossizier deS .Geiser giebt folgende Beschreibung des Unglücks : Ich schlief in meiner Koje, alS ich plötzlich einen furchtbaren Stoß verspürte. Ich sprang auf Deck und erfaßte sofort die Situation, rief alle Mann aus Deck. sprang hinüber auf die .Thingvalla und in demselben Augenblicke Zank der Gel sei unter. Fast die meisten der Paffa giere lagen zur Zeit im Schlafe, und wie sich das Schiff mit Waffer füllte, konnte man die von unten kommenden Hilferufe hören. Das Schiff ging so schnell unt r. daß an die Rettung der Meisten gar nicht zu denken war. Die revidirte Liste der Geretteten und Verunglückten des .Geiser ist wie folgt : Verunglückt : 80 Paffagiere. 33 Matro sen, 6 Offiziere, im Ganzen 119. Ge rettet: 14 Paffagiere. 17 Matrosen, 4 Ossiziere, im Ganzen 35. Folgendes ist die ossi,ielle Liste der Geretteten und Verlorenen : Osstziere gerettet: Kapitän Car Moeller, zweiter Steuermann Jörgen sen. driit.r Steuermann John Peterson son und Dr. Pete, DiertS. Offiziere verunglückt : Erster Steuer mann Henry Brovn, erster Ingenieur Are! Job, zweiter Ingenieur Larsev, drit ter Ingenieur Engelbrecht und Zahlmei ster Gregerson. Gerettete Paffagiere: H. G. Peterson, St. Paul; JoHn L Hansen. Perth Amboy; W'. I. Janö Anderson, Philadelphia ; I. Lansen. Por Richmond; Hilda Lind, New York; (ihre zwei Kinder gingen verloren). Pau Paulsen. Chicago; Lauretz Runnerdell Chicago ; John Tenodde. Chicago ; Chri stopher Elcosen. Chicago; H.J.John sen, Chicago; John Colquest, Chicago; Als Andersen, Brooklzzn ; Peter Johnson. St. Paul; A. Wilse. St. Paul. Verunglückte Passagiere Cajüte : Mr. Ellen ZechuS. I. C. Meldborg. L Nillson. Hildo Goelberg, Capt. Georg Hammer, Bertha Eberfeldt und L Clousen. Zwischendeck: Anders Andersen, Car Johansen. Soren Gabrielsen. Peter nm p w ii n..n s..nir yamen, Dcauiao illii, uu uumert, E. Carlson, I. E. Zehn, I. Jredericksen
und zwei Kinder. Frederick Sorensen, I. Gustasson und Kind, I. Janson, H. Randbig. Hilda Baristrom. Karl Hansen. William Liungstrom, Zina KjtlddtS, Maria Morri Josefsen und Kinder. Amanda Andersen, veldja Olson, Io hanna Anderson, Andrew Jnjebrietzehn, Frau und Kind. A. I. Janson. O. W. Olander. Peter Müller. A. I. C. Lild. Zda Malgram und Kind. E. Peterson. ftraie unh tfinh. Nieolina Nimni 9!Inr
J - w-- - ----- - - Olsen, Ostrie Lund, Frl. Anna Peterson, i Kirsten Levenson. NiodS Hansen, Anna Thompson, Louisa Anderson, Jenes Han en, Peter Hansen, Anna Wecker und Kind, Caroline Christensen und zwei Kinder. Ole Christoffiksen, Elizabeth Berg und Kind. C. Brook, O. H. Lie. Frau Sonsen und Kind. Frau I. Ander sen. Andrew SodeSholm. MrS. John Jansen und Kind. Carl Junerberg und Frau. I Bockland. T. E. Stromberg, Bertha Dosterhos und K-nd, Christian Christian Kundser und Christian Chri stian. Die Lage der Arbeiter. Fort setzung der Einwände rung 'Untersuchung. New Vork.16.Aug. Der Damen Mäntelfabrikant JuliuS Oppenheimer be fand sich heute vor dem Comite als Zeuge. Er wurde befragt, warum Marie Preston, welche vor dem Comite gezeugt hatte, entlasten wo den fei. Er sagte, daß sein Paktner. alS er deren Aussagen laS. so aufgeregt wurde, daß er daS Mädchen sofort entließ Jetzt thut eS ihm leid. WaS war in der Aussage, da? Ihren Partner so erregte? Well, ich weiß nicht, aber sie ahmte Herrn WillinSkyS Redeweise so auffal. end nach. War ihr Zeugniß wahr ? Sie sagte die Wahrheit, ab.r sie verspottete meinen Partner. Samuel GamperS. Präsident der Amt rican .Federation of Labor sagte heute auS. Zu der Federation gkiören jetzt 590,000 Mann. Er sagte ferner: Die freiwillige Ein Wanderung ist ein Segen für daS Land, aber die erzwungene, von den Fabrikanten veranlaßte, ein Fluch. Früher waren bloß wenige Ausländer in der Cigarrenindustrie beschäftigt, jetzt aber bilden die Ausländer die weit über wiegende Mehrzahl. Die amerikanischen Arbeit r wurden auS dem Gewerbe getrieben, da sie nicht sür die Löhne arbei ten können, mit welchen die Ausländer fürlieb nehmen. Die ersten Ausländer, die sich in daS Gewerbe drängten, waren Böhmen, die im Jahre 1869 herüberka men. Tann folgten Ungarn, und später kamen noch Andere. Diese Einwände rung wurde von den Fabrikanten veran laßt. AlS die Juden auS Rußland vertrieben wurden, wurden dieselben von den Fabri kanten herübergebracht und angelernt. Cigarren mittels Maschinen zu machen. Zeuge kennt selber Fabrikanten, welche Geldbeiträge zu dem Zwecke zeichneten, ausländische Cigarrenmacher nach Ame rika zu bringen; er sei jedoch nicht in der Lage, Namen nennen zu dürfen. Die Folge dieses ZuströmenS von Ausländern war. daß die Löhne der amerikanischen Arbeiter innerhalb vier Jahren um 60 Procent herabgedrückt wurden. Im Jahre 1864 konnte ein guter Cigarrenmacher mit Handarbeit 550 dleWoche verdienen ; dagegen sind heute '512 ein schöner Wochenlohn. Obwohl die Arbeitslöhne immer mehr herabgesetzt wurden, wurden die Preise der Cigarren doch niemals er niedrigt. Die ausländischen Cigarren macher halten zusammen, lernen nur in wenigen Fällen englisch und werden noch seltener Bürger. Weiter wurde eine Witwe auS Böhmen, B. Beprek mit Namen, vernommen. Dieselbe sagte auS, sie sei Cigarren macherin und habe dieses Gewerbe auch in ihrer Heimath betrieben, wobei sie die Woche 51.50 verdient habe. Hier ver diene sie acht Dollars die Woche. Sie habe drei Kinder bei sich in New York und ein Kind noch in Böhmen. Als ihr vorgehalten wurde, daß eines ihrer Kin der kürzlich wegen Betteln verhaftet worden fei, brach sie in Thränen aus und sagte, sie sei gezwungen, ihre Kinder aus Gelderwerb auszuschicken, damit sie nicht Hungers sterben. Ihr JahreSver dienst belaufe sich jährlich durchschnittlich auf nur 5200. Gegenwärtig müsse sie für eine Fabrik in einer MiethScaserne arbeiten; dorthin habe sie gehen muffen, sonst habe sie keine Arbeit bekommen kön nen. Dort müffe sie elf Dollars monat lich Miethe bezahlen; wenn sie nicht mehr als die verdiene, so behalte die Firma den ganzen Arbeitslohn zurück. In einem solchen Falle sei eS geschehen, daß sie ihre Kinder auf den Bettel auSge schickt habe. In dem Gebäude, in wel chem sie wohnt, gebe eS noch ungefähr itwanzigFamilien welche allevon derselben Firma beschäftigt würden. Manche der
Politische Anzeigen.
Dkmokratisches Ticket ! ' Für Präsident: S'r oder Cleveland von New Fork. FürViee.Präsident: Allen G. Thurmann von Ohio. DemokratlslheS StaatS.Ticket. Souvernör: Courtland C. Matson. Vice.Gouvernör : William R. Mhers. MIiinfR) BTY9YnT Krth,ft ttQ vi v tt ii jj IC i D StaatSanditor: CHarle A. Munson. 4 ? i m. - ' I iaal,a,osmeliter: Tyoma B. BHrae. Reporter Svpreme. Court. John W. Kern Eeneral.Aowalt : Job? R. Wi'.son. Suvermtendent des öffentl. Nnterrit . a. C. Grissith. Richter der SudcemeCourt. 1. Distrikt: W. G. Niblack. 2. Distrikt: G V. Howk. 4. Distrikt : Allen ZollarS. Präsideutschaftö-Elektoren. At Large Thomas N. Cobb und Job, E. Lamb. l. Distrikt. S B. Vanee: 2. Dift ÜL tt. S. Dobbinö ; 3. Distrikt, Charles L. Jewett ; 4. Distrikt. Nicholas Coraet; 5 Distrikt. John R. Sast; 6. Distrikt, Thoma I. Study ; 7. Di. strikt, David T. Gooding ; 8. Distrkt, S. B. Pvett; ö. Distrikt. John F. Mcyugh; 10. Di. iirirr, 5Cötnon; 11. Distrikt, John N. Turver: 12. Distrikt. Joba S. Baa: 13 Di. strikt, VI. A. O. Packard. Tem.kratifches Conuty.Ticket. ffär Corarekmitalikd. 7. Distrikt : William D.Bynum. Für R chter deS 19. CircuitS : Thomas L. Sullivan. Für Staatsanwalt: JameS L. Mitchell. Mi Eenatokea : Wllliam C. Tbsmvso. Henry T Hudson. Für Zomt. Senator (Marion, Hancock und Sbelbh CountieS): JameS B. Cmtis. ür Leaislaturmitalieder: Gabriel Scknnck. William L. HuaikS. Eli ff. Seined. Sedden S. Bigdam, William Langstaff. " rur Sdenss: Jsaac King. Für Echohmeister: John Ostermann. Für Coroner : Nelaten C. Rooker. Für Survehor: William C. Smith. Für Countd Commissäre: l. Distnkt. Josedb L. Huvter; 8. Distrikt, Jacob Emrich. Familien arbeiteten in ihren Wohnräu men. Dieselbe.Firma habe sie schon ein mal entlasten, als sie sich weigerte, in eine MiethScaserne in der 69. Straße zu zie hen.' Sie . fürchtete, daß die Firma sie auch. jetzt entlasten werdewenn eS ke kannt würde, was für Auesagen sie hier gemacht tabe. In neun Fällen unter zehn arbeiteten bei den Ausländern Vater, Mutter und Kinder. Der Amerikaner, der nicht seine ganze Familie an die Arbeit stellen wolle, könne von dem Ver dienst gor nicht leben. Obwohl gegen wältig die Saison für dieses Gewerbe sei. gebe eö doch 30.000 Cigarrenmacher in der Stadt, die keine Arbeit hätten. Nur diejenigen könnten Arbeit erhalten, die lür sehr niedrigen Lohn arbeiten wollten. Mary Fabrici, 116 Mulberry Straße wohnhaft, sagte auS. daß sie Knopflöcher mache, und durch Arbeit von 5 Uhr Mor gens bis 10 Uhr Nacht? 40 Cents täglich verdiene. Sie wohnt mit drei Familien zusammen, welche vier Zimmer inneha ben, die im Ganzen von fünfzehn Perso nen bewohnt werden. Katharina Fabrici, Schwägerin der Vorgebenden, sagte daß sie ebenfalls Knopflöcher mache. Sie verdiene 50 Ct. per Tag und habe damit sich und zwei Kinder zu ernähren. DaS gelbe Fieber. Jacks o nvil le. Fla.. 16. August. Keine neuen Erkrankungen und keine Todesfälle. Die 2a n ist eine bedeutend bessere. BiS jetzt sind im Ganzen 23 Personen erkrankt und vier gestorben. Nati onalconventio n Greenbacker. der Washington. 16. August. DaS Nationalcomite der GreenbackPartei hat auf den 12 September eine Convention nach Circinnati berufen. Ver Kabel. Geht nach Rom. Berlin. 16. Aug. Kaiser Wilbelm wird sich im Oktober nach Rom begeben. und vom 15. bis zum 18. daselbst auf halten. . Der weiße Pascha. London, 16. Aug. Eine Depesche von Suakim an die Times sagt, daß die Berichte in Bezug auf die Anwesenheit eines Weißen im Bahr el Ghazel Distrikt sich bestätigen. Er ist als Abu Digna bekannt und hat eine enorme Zahl von Leuten bei stch. darunter viele halbnackte Männer. Man glaubt, dies als einen Beweis dafür aufnehmen zu können, daß der weiße Pascha Stanley sei. Der Khalisfa von Khartum hat fünftausend Mann gegen ihn , geschickt. Der NeguS von Abesflnien hat geschworen, Khartum ei-zunehmen. Der Papst. R o m. 16. Aug. Der Papst ist noch immer unwohl. DaS äußerste Geheimniß wird in Bezug auf sein Befinden be wahrt.
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