Indiana Tribüne, Volume 11, Number 283, Indianapolis, Marion County, 29 June 1888 — Page 1
4 f-S'-7rt VW f-, v i .v ? ) I fhk u 'i u; www VVW Sahrgaag 11. Office : No. 140 Ost Maryland Straße. Nummer 283. Jadiasapolio, JOdisns, Freitag, den 29. Juni 1008.
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Wie wir vernehmen, wird für den Redakteur des Milwaukee Herold" nach stens von Seiten eines Gönners ein Or den angefertigt werden, auf welchem eine Hundezunge abgebildet ist, welche eine Hand leckt, die eine Peitsche hält. Besagter Redakteur soll seit Jahren nach ei nem solchen Orden streben, und die Aus ficht Karauf scheint ihm in letzter Zeit den Kopf verdreht zu haben, so daß er nahe am Verrücktwerden ist. Es scheint, daß künftighin der Ber liner Hof einen Glanz zu entfalten ge denkt, wie weiland ein gewisser Fürst, der da sagte: L'Etat o'est rnoi." Der Staat bin ich. Dieser Fürst hieß Ludwig der Vierzehnte, und er war König von Frankreich. Man hieß ihn auch Luwig den Großen. Frankreich war stolz auf seinen prachtliebenden König und den Glanz seines Hofes und ganz Europa beugte sich vor ihm. Achtzig Jahre später fiel die Bastille. Wir haben jetzt in Amerika ein schwäbisches Wochenblatt", ein bairi sches Wochenblatt", ein hessisches Wochenblatt", die plattdütsche Post", den Pfälzer in Amerika", die öst reichisch-amerikanische Zeitung" und jetzt ist dazu auch noch die amerikanische Sach senzeitung" gekommen, natürlich nur um einem längst gefühlten Bedürfniß abzu helfen. Das nächste wird wohl eineReußi sche Zeitung, oder ein Lippe-Detmoldi sches Wochenblatt sein und nach und nach bauen wir vielleicht in Amerika das Deutschland von Anno 1400 wieder auf, so daß es nicht Farben genug giebt, um die verschiedenen Landsmannschaften zu unterscheiden. Die Zähl der französischen Zuckerfabriken ist seit 1633 von 433 auf 391 zurückgegangen. So lautet eine kurze trockene Mittheilung. Zu gleicher Zeit wird wiederum sehr trocken gemeldet, daß die Zuckerfabrikation in derselben Zeit um 230.000 Zentner zugenommen hat. Es ist dabei nichts Wunderbares weiter, als daß es noch immer gar so viele Leute giebt, welche durchaus nichts dabei ler nen, denn was bei der Zuckerfabrikation in Frankreich der Fall ist, das ist bei allen Industriezweigen in und außerhalb Frankreichs der Fall. Die Fabrikation wächst fortwährend. aber die Zahl der Fabriken wird positiv oder relativ kleiner. Immer weniger Menschen find im Stande, sich selbststän diz zu machen, und immer mehr Men sehen werden zu Proletariern gemacht, und wenn das unverändert so weiter geht, so kann man an den fünf Fingern abzählen, wohin wir gelangen. Mit der Zivildienstreform ist es sehr gut bestellt. Gleichviel b die Re publikaner oder die Demokraten gewin nen, werden wir eine Zivildienstreform bekommen. Ein kleiner Unterschied wird freilich immer vorhanden sein. In beiden Fällen wird behauptet werden, daß nur die Tüchtiggen und Fähigsten die Aemter bekommen. Der Zufall, der bloße Zu fall natürlich, wird es mit sich bringen, daß wenn die demokratische Partei ge W'mnt, die Tüchtigsten und Fähigsten immer Demokraten sind, und wenn die re publikanische Partei gewinnt, die Tüchtig sten un' .Fähigsten immer unter den Re publik .nern gefunden werden. Diese Art Zivildienstreform hat den Vortheil der Ehrwürdigkeit für sich, inso fern man das was alt ist, ehrwürdig nennt. Denn diese Art der Zivildienst reform ist schon eine ziemlich alte und man hat es darin zu einer sehr großen Kunstfertigkeit gebracht. Man würde sich allerdings vergeblich fragen, was bei einer solchen Zivildienst reform für Denjenigen herauskommt. Welcher kein Amt sucht, aber eine solche Frage kann in Wirklichkeit nur Jemand stellen, der naiv genug ist, zu glauben die Zivildienstreform sei für gewöhnliche Menschenkinder da. Die Zivildienstrefrrm ist eine sehr nützliche Erfindung für den Politiker, Aemterjager, professionel len Platformmacher und Stumpredner, welche so riesige Quantitäten davon ver konsumiren, daß für Andere nichts mehr davon übrig bleibt. Als vor Kurzem der Bauernaul stand in Rumänien auöbrach, und mit blutiger Gewalt unterdrückt wurde, da hieß eS, die Rebellion sei von Rußland
angezettelt worden. Jetzt aber kommt die Wahrheit an den Tag, trotzdem man sich sehr bemühte, sie zu unterdrücken. Es war das sogenannte rothe Gespenst, eö war eine Sozial-Revolution. Der rumanische Bauer konnte kaum mehr existi ren. Nicht der russische Rubel, sondern das soziale Elend, die bittere Noth trieb ihn zum Aufstand. Der Bauer ist überall äußerst konser vativ. Er bestellt gerne im Frieden sei nen Acker und kümmert sich wenig um die Händel der Welt. Wenn die Scholle, die er sein eigen nennt, oder die er gepachtet hat, ihn ernährt, ist er gewöhnlich zufrie den, und jeder Neuerung abhold. ES muß also sehr schlimm aussehen, wenn der Bauer einmal zum Gewehr greift. Freilich find in Rumänien die Zustände eigener Art, denn eS ist noch nicht allzu lange her, daß der rumänische Bauer ein Leibeigener war, und der ihm bei Auf Hebung der Leibeigenschaft zuertheilte Streifen Land genügt eben nicht, ihn und die Seinigen zu ernähren. Aber es zeigt fich daran, daß alle sogenannten Freihei ten keinen Pfifferling werth sind für Die jenigen, welche nicht genug zum Leben haben. Der hungrige Magen hat keine Ideale, er kennt nur ein Bedürfniß und das heißt Brod. Das Brod wird aber auch da immer rarer, wo der Bauer kein Leibeigener war. Wer nichts hat, der ist darum nicht reicher, weil fein Vorfahr kein Leib eigener war, und die Zahl der Nichtsha ber wird in der ganzen Welt fortwährend größer. Die erste Bedingung wirklicher Freiheit ist Sicherheit der Existenz, d. h. die Möglichkeit sich Nahrung, Kleidung und Wohnung ohne übergroße Anstren gung-zu erwerben. Wer aber für die bloße leibliche Existenz seine ganze Kraft einsetzen muß, dem bleibt keine Zeit übrig, an etwas Anderes zu denken bis ihn die Verzweiflung dazu treibt. ,
Draytnal)rilyteo. es 1 1 1 c 9 ? 1 ' $ t n. ZLasbtnaton. 29. Juni. Wär inertS, schöne? Wttttt. Flüsse voll Leichen. - Die Lust weithin verpestet. El Paso, !kx.. 23. Juni. Weitere Nachrichten ouZ Mexico lassen die Verbeerungen dvrch die UeberschaemmungkN längS der Mex'canischen Ceniralbahn noch viel czrööer erscheinen, als bisher gemeldet worden. In Leon allein sind bis Bt schon mehr als tausend Leichkn gefunden worden, und man nimmt an. dak in der genannten Stakt allein gegtn 1 500 Menschen ihr Leben eingebükt ha den. In manchen Theilen deS Ueber schwemmungSgeviettS schwimmen in den Flüssen die Leichen so dicht wie Treibholz. Ueber die ganze Gegend breit. t sich infolge dessen ein sürchttklicher Pest geruch auS. Durch ganz Mtrco sind Sammlungen zur Unterstüdung dir Notleidenden eingeleitet worden. EinAusgleich mit den Jesuit k n. Ottawa, 23. Juni. AlS in 1772 der Papst den Orden der Jesuiten aus lste, wurde deren riesiger Grundbestd in Canada von dlr britischen Regierung kor.fiSznt. In 1814 wurde der Orden vom Papste restaurirt, aber die britische Regierung gab ihnen das konsie zirte Land nicht zurück, welches inzmi schen der Provlnzlalregierung in Qaebek übtltragen worden war. Der Orden machte seitdem stetige Ver suche, da? Land zurückzuerhalten. In der letzten Session der Provlnzialgesetz gebung gelang c8 ihm die Passtrung einer JnkorporationSakte durchzusetzen, und schließlich wurde auch dessen Förde rung in so weit anerkannt, als beschloß sen wurde, eine Entschädigungssumme von V400.V00 zu zahlen, welche dieser Tage ausgehändigt werden wird. Ruhige Wahl. Stadt Mexico. 23. Juni. Die Wahl der Wahlmänner, welche Sonntag über acht Tage den Präsidenten und die Mitglieder des CongresieS zu wählen ha den, ist im ganzen Lande ruhig verlaufen. Die Candidatenliste der Regierungöpar tei. mit General Diaz al Präsidenten, stieß aus keine nennenSwerthe Opposition. Thurm an. ColumduS. O.. 23. Juni. DaS Comite welche! ernannt worden war, um Cleveland und Thmman osfizitll von deren Nominution zu unterrichten, kam heute Morgen um 9 Uhr hier an, und be gab sich kurz nachher zuThurman. Dieser sprach seinen Dank sür die aus ihn gtsal lene Wahl auS. Er erklärte, daß er da
für sei, daß die Besteuerung reduzirt werde, so daß sich im Schotzamte nicht
solch riesige Summen ansammeln. Da? Comite reiste am Abend wieder ab. LVr nabt. Die Eneye li ea des Papste?. Rom. 23. Juni. In seiner Encyclica über Freiheit sagt der Papst: .Mensch, liche Freiheit bedingt bei Einzelnen, in der Gesellschaft oder in Regierungen die Nothwendigkeit, sich einem höheren Gesetz zu fügen, dai von Gott auögtht. Die Kirche ist keine Feindin ehrlicher, gesetz. liehet Freiheit, wohl aber der Zügellostg keit. Sie verdammt falschen LiberallS muß und Naturalismus, welcher behaup tet. 'rS gebe kein höhere? Gesetz und Jeder müsse sich seine eigene Religion machen. Solche Lehren zerstören die Erkenntnis deS Unterschiedes zwischen Gutem und Bösem, Gerechtigkeit und Uigertc'ztigkeit und machen Gewalt zur Grundlage der Gesellschaft. Die Kirche ist kein Feind der Demokratie und vervirs: keinerkt RegitlungSsorm". Wilhelm und Alexander. London, 23. Juni. Großattige Festlichkeiten werden für den Besuch deS Kaisers Wilhelm in St Petersburg vor bereitet. Derselbe wird am 16. Juli mit großem Gefolge aus der Pacht Hohen zoUkri ankommen, heute empsing der Zar den General von Pope, welcher ihm die Thronbesteigung Wilhelm? meldete. Er wurde mit großem Ceremonie! empfangen und dann nach Peterhof zum Diner geladen. In dem Briefe deS Kaiser? an den Zaren erinnert erstim an die Mahnung Wilhelm deö Ersten an seinen Nachfolger den Frieden mit Rußland zu wahren. In manchen Krisen fürchtet man die Freundschast zwischen Wilhelm und AlixanderalS gefährlich für Oestreich. Die Panama Anleihe. Paris. 28 Juni. DaS .Journal des DebottS- sagt, tat Resultat der Zeichnungen sür die Panama Lott.rie Anleihe sei zwar noch richt bekanr.t. aber eS sei anzunehmen, daß der gezeichnete Betrag nur die Häufte der verlanetn Summe erreichen f& Paris. 27. Juni. Das Syndik i, welche sich verpflichtet hatte, in Viert l der Panama'LotterieAnleihe zu über nehmen, wenn die übrigen dreijViertel gezeichnet fein würden, ist des ContrakteZ entbunden worden, da nur die Hälfte der ganzen Anleihe gezeichnet worden sei. SchiffSncr)rikören. Angekommen in : Southampton: .Saale" vonNew Brk. QueenStown: .Gtritatvc" und .Wisconsin" von New York. NewVork; .Zndia- von Ham bürg. Hiesiges. voliiti'Gtttche. Pack schlägt sich. Pack verträgt sich. Da lSN stch auch von Eduard Borman und seiner Frau behaupten, denn trotzdem der Herr Gemahl die Frau im Ge richte denunzirt und auf der Straße ge schlagen hat, bat dieselbe doch heute um schönes Wetter sür denselben und der Mayor ließ ihn mit $5 und Kosten durch schlüpfen. Henry Schäkel und seine Nachbarin Lizzie Quack find schon seit längerer Zeit nicht gut auseinander zu sprechen und an llen Streitigkeiten hatte der Hund der Qaack Schuld. Schäkel sollte sich deute aus die Anklage, die Quack geschlafen zu haben, verantmotten. Er sagte, daß die Beschuldigung einfach nicht wahr sei. und da man keine Zeugen hatte, mußte Scha kel srelgesprochen werden. AlpheuS Thorpe hat eine Fensterscheibe von JameS S. Bradley eingeschlagen; der Spaß kostete $3 und Kosten. Weldie Harter ein 17 Jahre alter Bursche, der nicht an allzugroßer Beschei denheit zu Grunde gehen wird, wurde wegen Waffentragens um 55 und' Kosten bestrast. -Clara HickS. eine Farbige ist angeklagt, eine Uhr von ihrer Schwester. Leota Blackburn gestohlen zu haben. Sie be hauptrt das Opfer einer Verschwörung von Seiten ihrer Schwester und ihre? Schwager? zu sein. Die Verhandlungen sind noch im Gange. -. Dorman tt Off, No. 119 Ost Washington Straße, sühren setzt ein vollständiges Lager von allen in NaturaaSsach einschlagenden Artikeln. Auch übernehmen wir daS Legen der Aöh ren und Einrichtungen sür Naturgas und machen Ueberschlag der Unkosten. Telephon 118. 42 Geburten und 50 Sterbesällt wukden während dieser Woche dem Ge sundheiUamte gemeldet.
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