Indiana Tribüne, Volume 11, Number 235, Indianapolis, Marion County, 12 May 1888 — Page 3
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Vvsesg? Des Lootstn Weib. Lsn Jona Lie. Lu? dtrn Norrotgischen von Rarie Htr,ftld. (Fortsedung.) Tas wenig a)mcla)eiyasle, weiryes Salve'S Miene unwillkürlich ausdrückte. während er diese Vergleichung anstellte, ward zufällig von Paolina bemerkt, welche ihm eben in ihrer feurigen Art für Alles danken wollte, was er, wie sie gcbort, für ihren Bruder gethan. Einen Moment stutzte sie uud schwankte; etwas Bleiches, Heftiges zuckte in ihren Zügen auf und das Auge blickte ihn ganz eigenthümlich an. Eie trat zu ihm hin, ergriff seine Hand, so wie sie ihn eö bei der Begrünung batte thun sehen, und sprach dann ziemlich kalt einige Worte, welche ihren Dank bedeuten sollten. Sie sah ihn auch nicht an, als sie ihm gute Nacht wünschte, sondern weckte blos 'das alte Mulattcnweib, welches ihnen im Nebengemach ein paar Rinsenbetten be? reitete. Federigo war indessen zur Mutter hineingegangen und er horte, daß mit Eifer gcreoet wurde. In Salvcs Gemüth war nun unerwartet wieder heraufbeschworen, was er am liebsten vergessen hätte, und lange Zeit lag er mit seinen schweren Gedanken an Elisabeth wach. Dann aber träute er, er sei in ein Schlangennest gerathen und bestehe einen ernsten Kampf mit einer großen Schlange, welche aus der Luft herab, von Dach und Wänden nach ihm Nach und in deren funkelnden Augen er schließlich die Augen Paolina'S erkannte. Die Senorita war, hieß es, diesen Vormittag mit der alten Mulattin ausgegangen, um Einkäufe zu machen, und u beobachten, inwieweit man Nachforjchungen anstellte. Geleitet von dem Wunsche, sich seiner Umgebung anzupassen, zeigte sich Salve in dem feinen, blauen Tuckanzuge, welchen er in seinem Bündel zugleich mit anderen Sachen und dem Geloe mitge-bracht-das er sich von der in Montevideo ausgezahlten Löhnung erübrigt hatte. Daß er sich in der schmucken Seemannstracht gut ausnahm, bemerkte er n dn Uebcrraschung, mit welcher ihn Federigö'S Mutter betrachtete, als er ihr vorgestellt ward. Offenbar hatte sie in diesem Freund ihres Sohnes etwas wie einen rohen brasilianischen Matrosen erwartet, eine Menfchengattung, welche da unten meistens der niedrigsten Hefe des Volkes angehört. Die Mutter selbst war ein eingefallenes, pergamentfarbigcs altes Weib mit dickem, grauem Haar, welches im Nacken ii einem einzigen Knoten zusammenge bunden war. Sie trug an den Fingern massive ö!iuge und schwere Gehänge in den Ohren. Die kleinen, stechenden Augen sprachen von ausgebrannter Lei? dcnschaft, und ihr Gesicht trug in noch höherem Maße den spähenden Rattenausdruck, welchen manchmal auch die Miene des Sohnes zeigte. Uebrigens hatte Salve bald entdeckt, daß die Alte dem Trunke zugethan sei. Den größten Theil des Tages verbrachte sie auf der Schattenseite des Hauses oder auf der kleinen Veranda, hatte stets Acachacas mit Wasser neben sich, während sie unablässig rauchte und Eigarcttcn rollte. Die Geschwister behandelten sie dennoch mit Ehrerbietung, denn offenbar war sie es, welche die Fäden der Unternehmungen leitete, in welche ihre Kinder verwickelt waren. Am Abend um daS Aoe Maria:Läuten lag sie oft berauscht auf deu Knien und drehte den Rosenkranz und murmelte ihre Gcbcte, worauf sie sich dann gleich in's Bett begab. Als die Senorita nach Hause kam, vermied sie es immer noch, sich an Salve zu wenden. Wie er bemerkte, übergab sie dem Bruder ziemlich viel Geld, und nun wurde dessen Antlitz, welches den ganzen Vormittag über etwas traurig gewesen, wieder heiter. .Was hast du meiner Schwester gethan?" fragte Federigo eines Tages lachend. Sie ist dir nicht gut. Sie i''t gefährlich," sagte er ernsthaft; doch fügte er, gleichsam überlegend hinzu: So lang du in diesem Hause bleibst, bist du jedenfalls sicher; allein, gewarnt habe ich dich." Inzwischen begann sich Federigo eben so wie Salve, in dem langen Hausarrest zu langweilen. Am Abend ging er, trotz der Überredungskunst seiner Schwester, aus und kam spät heim. Dann war er in düsterer, aufgeregter Laune, und Salve entnahm seinen abgebrochenen Jleußerungen, daß er all' sein Geld im Spiel verloren. Schon am zweiten Morgen hatte Salve bemerkt, dazz im Hause Geldmangel herrschte. Eines Tages waren beide Geschwister in sehr schlechter Luune. Er hörte sogar, daß sie heftig stritten. Nun führte er in einem passenden Augenblick seinen Entschluß, den er schon vorher gefaßt hatte, ans und übergab Federigo sein ganzes Geld bis auf einen einzigen Sil berpiaster, nachdem er fand, daß er seinen Aufenthalt bezahlen müsse. Dies wurde, obgleich mit Zögern, angenommen, und am Abend war Federigo wieder fort, während Paolina auf der Veranda daheim sitzen blieb. Die Verschiedenheit der Sprache verhinderte sie und Salve, mit einander zu reden, und Salve war fast froh überdies Scheidemauer, welche ihm die volle Unczenirtheit ließ. Doch hatte Paolina ihn in der letzten Zeit öfter mit einem gewls sen Interesse angeschaut und' durch den Bruder Fragen an ihn gerichtet. Ihr Vorstcllungskrcis schien aber AlleS eher als reich ; denn ihre Fragen liefen stet? auf ein und dasselbe hinaus, nämlich, wie die Frauen in seinem Lande aussähen, so daß er bald alle die hiezu nöthigen spanischen Stichmorte auswendig wußte. Während er diesen Abend in seinen Stuhl gelehnt dasaß, ging sie hinter sei, nem Rücken vorbei und strich, wie zufällig, mit der Hand leicht durch sein Haar. Wäre dasselbe elektrisch gewesen, eS hätte Funken gesprüht wie daS einer Katze, so zornig war er über diese Annäherung. Als Federigo heimkam, schleuderte er wüthend seinen Hut auf den Stuhl und trank mit einem einzigen, hastigen Zug dS Glas Rum auö. welche? er auf dem
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Tisch stehen sah Er trug nicht mehr' den hübschen Mantel, mit welchem er fortgegangen war. Ich habe all' dein Geld verspielt!" rief er, ohne sich langer Zwang auszule gen, Salve auf englisch zu und äußerte dann mit unangenehmem Gelachter etwas zur Schwester, deren Gesicht bewies, daß sie den Zusammenhang sogleich begriffen hatte, Hicr ist mein letzter Piaster," sagte Salve rasch und reichte Federigo das Silberstück. Vielleicht läßt sich damit etwas versuchen?" Er hat Glück in der Liebe," bemerkte Paolina verdrießlich und naiv abergläu bisch; er ist verlobt." Der Bruder balancirte den Piaster auf dem Zcigesinger und überfetzte lachend diese Worte dem Freunde; :doch dieser fiel ihm in's Wort und antwortete mit einem ungeduldigen Blick auf die Senorita : Ich bin nicht verlobt werde eS nie!" Unglücklich in der Liebe!" rief sie jubelnd, und den letzten Piaster! morgen gewinnen wir hundert, zweihundert, Federigo!" ES klang wie ihres Herzens tiefste Ueberzeuguug. Sie ergriff eine Man ooline und tanzte einige Pas vor und zunick, wahrend ihre Augen mit einem eigenthümlichen Blick aus Salve rubten. Beeile dich, Federigo, noch yeute Abends!" unterbrach sie sich, plötzlich lachend, und warf die Mandoline auf'S Sofa; bis morgen kann er wieder Pech haben!" Sie ergriff des Bruders Hut, drückte ihm ihn auf die Stirn und trieb ihn lebhaft zur Thür binaus, indem sie ihn be, gleitete und iym daS Gcrrtenpfortchen aufschloß. Während sie und Salve allein da saßen und in dem von der Lampe erleuchteten Gemache warteten, dessen Fenster und Thüren sich der dufterfüllten Mondnacht össneten, die unter den dunklen Bäumen glitzerte, schenkte Paolina ihm Rum und Wasser ein und begann ihm Eigaretten zu drehen eine Kunst, in welcher sie ihn, nach ihrem Gelächter und ihrer Miene zu schließen, sehr unbeholfen fand. Sie war fieberhaft erregt und flog jeden Moment zum Gartenpförtchen hinab. Salve saß ruhia da und rauchte und nippte an seinem Glase, während sie sich, den Nacken gegen das Gesimse gestützt, in einem Nohrttuhle wiegte und ihn ansah. Er hörte sie seufzen und mit leiser Schmeichelstimme sagen: Ich fürchte, Federigo hat Unglück!" Salve war nicht so dumm, um nicht den geheimen Sinn dieser Worte zu verstehen. Er bemerkte auch ganz gut, daß sie schön war, wie sie so mit den Handen um's Knie dasaß und den graziös geformten Fuß vorstreckte; aber er hatte nur ein Gefühl des AergerS darüber, daß solch' eine brasilianische Dirne es wagen konnte, sich mit Elisabeth in eine Linie zustellen. Er schleuderte plötzlich die Cigarre weg und ging, ohne seinen Unwillen zu verhehlen, ln den Garten hinab. Er haßte die Weiber, seitdem die Ein, welche er liebte, ihn getäuscht hatte, und ging mit seinen gewöhnlichen, hastigen schritten auf und ab. Und er ging noch, als Federigo heim kam mit seinem Mantel um die Scbul lern und einem Sack unter dem Arm, triumphirend und erhitzt. .Nahezu dreihundert Piaster!" ruf er und durchmaß den Garten in drei, vin Schritten. Im Gemach lag die Schwe stcr und schlief. Bei dieser Mittheilung sprang sie in Ekstase empor, und Salve sah die beiden Geschwister das Silber mit kindischer Freude auf dem Tische ausbreiten und in drei Theile theilen. Da aber Salve durchaus nicht zu bewegen war, mehr als einen einzelnen Piaster zurückzunehmen, kam in den Blick der Senorita etwas fast demüthig Bewunderndes. Sie begriff diese Aufopferung nicht, doch ahnte sie darin eine verborgene Ucberlegenheit. Nach kurzem Bedenken streckte sie die Hand hin und sagte: Senor, geben Sie mir den Piaster, welchen Sie in der Hand haben ; ich gebe Ihnen einen anderen zurück!" Salve gab ihr denselben und sie küßte die Münze zu wiederholtenmalen. Mit diezem spiele ich morgen Abends ! " rief sie froh und barg den Piaster 'im Busen. Sie gewann auch wirklich und kam strahlend zurück. Salve konnte nichts Anderes entdecken, als daß die Familie geradezu vom Spiel lebte. Außerdem hatte der Sohn Verbindunaen mit irgend welcher Partei und schien Aussicht zu haben, in einem Frei Corps Ossicier zu werden, wenn eine Erhebung zu Stande kam. Ehe die Senorita mit ihren Ausmerksamkeiten begann, batte sich Salve in der Einsamkeit des "Landgutes ziemlich wohl bekunden ; aber nun, da sie auqenscheinlich seinethalben den ganzen Tag daheim war und sich schmückte und auf jede Art kokettirte, wurde ihm der Aufenthalt unerträglich. Kaum war daher die Juno" endlich abgesegelt, so erklärte er, er wolle zum Hafen hinab und eine Heuer suchen. Die Senorita erbleichte, faßte sich aber bald und that sogar scherzhaft. Ihr Bruder überredete jedrch Salv?, seinen Beschluß erst um drei Tage später zur Ausführung zu bringen und vorher oer Zusammenkunft eines Theiles seiner Parteifreunde beizuwohnen, welche sich bei Nacht in einer Vorstadt treffen oll; ten. Am Abend, als der Bruder, wie gewöhnlich, fortgegangen war, um zu spielen, saß Paolina auf der Thürschwelle. Ihr reiches Häar war aufgelöst; sie sah schmachtend aus und klimperte ab und zu auf der Guitarre, indem sie unter leisem Summen ihre schwarzen Augen auf ihn heftete. Salve, welcher iu der Stube saß, fühlte sich acwissermaßeu belagert; er hatte die größte Lust, an ihr vorbei in den Garten hinabzugehen; allein sie nahm den ganzen Platz in der Thür ein, und er wußte, eS würde übel aufgenommen werden. Das einzige Zeichen, daß ihm die Situation nicht gefiel, war, daß er heftig dampfte. Du willst fort?" sagte sie endlich mit wehmüthigem, fast flehentlichem Tone. s.Sisrita!" antwortete er brecht
aüS Herzensgrund ; denn er war ärgerlich und gelangweilt. In demselben Moment griff sie in den Busen und sprang auf. Ein Etilet, welches sie mit der Hand hinausschleu: derte, sauste knapp an seinem Ohre vorbet und blieb gerade neben seinem Kopfe zitternd in der Wand stecken. Noch war ihr elastischer Körper in Bewegung ; das Antlitz war bleich und die Augen blitzten da beugte sie sich plötzlich nach rückwarts und lachte. Bist du erschrocken?" riefsie. Salve
! sah eben nicht so aus ; er war, kalt er, . , . tl c . n jt crncnj oocy außer vsianoc, iiaj ,nz Kamps mit einem Weibe zu denken, ließ er daS Stilet in der Wand stecken, obgleich er anfangs es hatte ergreifen wol, len. Nun schau her!" saate sie, indem sie rasch herzusprang und oas Messer herausriß. Und nun begann sie lachend ein- um's anderemal daS Stilet nach verschiedenen Stellen der Mauer zu wer, sen, welche sie auch immer auf's Haat genau traf. Du warst erschrocken, gesteh' es nur ! sprach sie neckend und setzte sich, noch heiß von der Bewegung an diesem warmen Abend neben ihn hin. Sie schaute ihm in's Gesicht, indem sie die Wang, in die Hand legte und den Elbogen auj den Tisch stützte. Früher warst du erschrocken und nuv bist du böse. Sind die Frauen in beinem Lande denn nicht so?" Salve sah sie eiskalt nd abweisend an. Nein, Senorita!" versetzte er kurz und ging in den Garten hinab. Drinnen ergriff sie wieder die Gui tarre und begann für sich selbst heftig zv derselben zu summen. Es war nicht länger ein Tanz, sondern etwas Drohen, des, wie es auch in ihren Augen lag, während sie die Melodie gewissermaßen durch die Zähne zischte. Doch später, Abends, kam sie mit ko: fettem Lächeln hin zu ihm und reichn ihm nach Landesbrauch eine Eigarette, welche sie selbst angeraucht hatte. Als er dieselbe etwas ungalant zurückwies, rief sie wild, indem ne mit dem Fuß, aufstampfte: 'Senor!" Allein gleich faßte sie sich wieder uni sagte mit scheinbar gutmüthigem Lachen etwas, das ' wohl bedeutete, sie merke, auch dies sei nicht Brauch in seinem Lande. Salve sühlte sich wahrhaft erleichtert, als der Bruder wieder heimkam und erzählte, jene Zusammenkunft zverde an nächsten Abend stattfinden. (Fortsetzung folgt.) Erleichtert ttnfledlu.,. In der Präsident das Gesey unter jNVZttet hat, welches die Abtretung eines theils der großen S i o u r - 1! e s e r v ation an die Regierung gestattet, so dürste dieses Gebier, welches fast so groß ist wie der Staat Jndiana, sehr bald der Ansiedlung eröffnet werden. Allerdings ist nach die Zustimmung der Indianer nöthig, ehe daS Vanb zum Verkaufe gestellt werden kann, indessen wird dieselbe schwerlich vorenthalteii werden. Die Bill ist nämlich mit besonder? Rücksicht auf die Wünsche der Siour und unter den Augen ihrer besten Freunde versaßt worden, sodag die Rothhäute sich über keine Benachtheiligung beschweren können. Immerhin ist es vorläufig nicht gerathen, sick auf der Reservation niederzulassen. Noch gehört das Land .den Jkndiailern, und sollten diese aus irgend welchem Grunde die Unterzeichnung des Vertrages verweigern, der ihnen durch eine besondere Commission vorgelegt werden wird, so müßten die weißen Ansiedler sofort wieder das Feld räumen. ' Daß die Siour-Reservation eine große Anziehungskraft auf die Weißen ausüben wird, ist nicht zu bezweifeln. . Sie ist bereits von eultivirten Gegenden eingeschlossen, wird von vier Flüssen und zahlreichen Bächen bewässert, enthält sehr viel fruchtbaren Boden, der mit Leichtigkeit umgebrochen werden kann, und besitzt längs der Flußläufe auch ziemlich viel Waldung. Für Bauzwecke kann üverdies so viel Holz, wie nöthig, aus den benachbarten Black Hills ohne Schwierigkeiten herbeigeschafft werden. Zu allen diesen natürlichen Vortheilen gesellt sich noch der, daß das neue" Gebiet Eisenbahnen erhalten wird, so bald es überhaupt eröffnet ist. Sowie die Ansiedler ihre erste Ernte eingeheimst haben, werden sie bereits ausreichende Transportgelegenheiten vorfinden. Ja, es wird ihnen jogar nicht an einem Absatzmarkte in der nächsten Nachbarschaft fehlen. Schon wird in den Black Hills ein lebhafter Bergbau betrieben, und sind erst die eben erwähnten Bahnen fertig, so wird diese Industrie einen noch viel größeren Aufschwung nehmen. Man wird dann auch sehr schnell erfahren, welche Vewandtniß es mit den viel besprochenen Z i n n l a g e r n in den Black Hills hat. Sollte es sich bestätigen, daß dieselben noch größer sind, als die engliscyen, so würde sich jene Gegend noch viel rascher entwickeln, als seinerzeit Colorado. Die Eröffnung eines so gewaltigen Gebietes in unseren Tagen legt dcn Vergleich nahe mit den Verhältnissen, unter denen noch vor wenigen Jahrzehnten er Westen" für die Cultur erschlossen wurde. Damals packten die Pioniere ihre wenigen Habseligkeiten auf einen Planwagen und zogen mit Weib und Kind, mit Vieh, Ackergeräthen und dem unvermeidlichen Hunde in eine unbekannte Ferne hinaus. Oft dauerte die Reise Wochen und Monate lang. Die Zehrung unterwegs war äußerst kärglich, wenn eS den männlichen Mitgliedern der Familie nicht gelang, etwas Wild zu schießen. Nicht selten wurden die Wanderer auch von Banditen und wilden Indianern belästigt, oder sie geriethen in eine öde Gegend, wo sie an Wassermangel zu leiden hatten. Waren' sie endlich nach unsäglichen Mühsalen an ihrem Bestimmungsort angelangt, so ging der Kampf um' Dasein erst recht an. Falls der AnsiedlungSplatz waldig war, jo mußten erst Hunderte von Baumstämmen aefällt oder wenigstens anaerinaelt" werden, um Raum für die erste Aussaat ! S l5 u schassen. Vor Ablauf des zweiten ! abreS konnte der Ansiedler auf keine Ernte rechnen, und noch lange nachh rsucb ibn nikbtS. als Mais. 'Nn?
MaiSbrot, aesalzetietil Sihwclneflclsch) Speck und yruv lebten die Pioniere Jahraus Iahrein in völliger Abgeschiedenheit. Der nächste Nachbar wohnte oft Meilen weit entfernt. Schulen gab es wenige, und von Geselligkeit war keine Rede. Etwas leichter hatten eö die Ansiedler auf den Prärien, aber diese hatten wiederum mit Holzmangel, mit schrecklichen Stürmen, mit Dürre und Hcuschrekken zu kämpfen. Die damaligen Pionicrc wurden alt und grau, ehe sie sich durch ungeheuere Arbeit ein einigermaßen behagliches Dasein verschafft hatten. Auch heute noch ist der Ansiedler auf neuem" Lande keineswegs auf Rosen gebettet, aber er hat es doch ungleich leichter, als seine Vorgänger. In wenigen Stunden oder höchstens Tagen bringt ihn die Eisenbahn an seinen VestimmungSort. Zur Bearbeitung des jungfräulichen" Bodens stehen ihm überaus praktische Werkzeuge zur Verfügung. Ist er nicht gänzlich von Mitteln entblößt, so kann er sofort sämmtliche Theile eineZ niedlichen Holzhauses haben, die er ohne besondere Mühe oder Geschicklich keit im Handumdrehen zusammenstellen kann. Die Eisenbahn vermittelt seine Verbindung mit der Außenwelt, sodaß er sofort für den Weltmarkt arbeiten und sich für geringes Geld mit Bequemlichkeiten versehen kann, die dem Ansiedler vor einem halben Jahrhundert als unerschwinglicher Luxus galten. Selbst die wöchentliche Zeitung ist heutzutage dem Pionier unentbehrlich. Sein Vorgänger erfuhr oft Jahre lang nicht, was in der Welt vorging. Die Zeiten, wo selbst eiserne Nägel dem Falmer zu kostspielig waren, wo sich seine ganze Familie in Gewebe kleidete, die sie selbst hergestellt hatte, wo ihre Lebensweise von derjenigen der Indianer nicht allzu verschieden war, diese romantischen" Zeiten sind uuwiederdringlich dahin. Durch die Erschließung der SiourReservation wird Dakota in den nächsten zehn Jahren einen Bevölkerungszuwachs von mindestens 100, 00 Seelen erhalten, ganz abgezehen davon, daß die Erweiterung des angebauten Landes und die Verbesserung der Verkehrsmittel die Einwohnerzahl auch in allen anderen Thcilen des Territoriums stark vermehren wird. Der Vormarsch der Civilisation ist um so unaufhaltsamer, je leichter er geworden ist.
Deutsche Lokal - Nachrichten V r o o l n ; a?j je n. Im Torfe Rottlebcrodc t ortete auz dem Feld der Sohn des Oelonomtü Fritsche, Otto Fritfche, die unverehelichte Auguste Liebau, die Mutter seines Kindes, und das ftrnd mit einer Art, und ertränkte dann sich selbst. Die Liebau hatte ihn dazu zwingen wollen, sie zu heiraten. Im Achenbachfchachte bei Staßfurt wurden durch Zusammensturz einer gewaltigen Salzmasse mehrere Arbciter schwer verletzt. Die Klauber Kleinlein und Müller, sowie der VehrHauer Krämer wurden todt unter dem alzschutt l)ervsrgczogen, der Klauber Arndt, der LehrhZuer Plötz und der För derer Wrdler sind schwer, der Förderer Schnarr leicht verletzt. Der Rittmei: ster der ö. Eskadron des Husaren-Regi ments v. Haugwitz in Stelldal wurde vom Schlage Aetroffen und starb bald darauf. Selbstmord begingen: Bei Döl-. kau der Handelsmann G. Hager; ir. Erfurt Lehrer Steinbach von Weberstadt, der wegen unsittlicher Handlungen ver folgt war; in Gröbers der Arbeitet Berndk, in Roitzsch der Handarbeitel Richliii. In Schwenda brach der Holz Händler Kautz durch einen Sturz von bei Treppe den Hals, in Stolberg wurde bei Waldarbeiter Hager durch einen sollen: den Baum erschlagen. Provinz Hannover, f In Harburg der Senator Kaiser. t Der einzige Veteran des Kreises, Endelmann aus Berumbur. Selbstmord begingen ; in Hannover der Musiker Leonhard Rcike, in Ahlden die unver ehelichte Sophie Beermann, in Göttingen die Frau des Mechanikers H., nach, dem sie zuvor ihre beiden Kinder im Alter von zwei und vier Jahren ebenfalls erhängt hatte ; den Bemühungen des Arztes gelang es jedoch, das älteste Kind wieder ins Leben zurückzurufen. Ferner in Küddelse der Einwohner Küddelsmann und in Gunstorf der Kürschner Spanier. Der Arbeiter Carl Bode aus Steuerwald sand durch Ertrinken seinen Tod und der Bruunenmacher Harm aus WalSrode durch einen unglücklichen Sturz. -Provinz Westfalen. Im Orte Ruttlar, der ca. 1000 Ein, wohner zahll, ist feit dem Juni v. I. kein Erwachsener gestorben, ein Beweis für den guten Gesundheitszustand bei sauerländischen Bewohner. Auf Grube Zufälligglück" hat man einen Crzgang angefahren, der nicht weniger als 2U Meter Mächtigkeit hat und durchaus rei? nes Erz zeigt. Für das Siegerland ist diese Thatsache sehr erfreulich und eröffnct günstige Aussichten für das wirthschaftliche Gedeihen des dortigen Bezirkes auch für die Zukunft. Der Vikar Heinr. Pollack in Borghorst und der Pfarrer Hammer in Nienberge feierten ihr 00jähriges Priesterjubilänm. Ihr 50jährigeS Dienstjubiläum begingen der Justizrath Humperdinck in Dortmund und der Briefträger Jochheim in Neheim. DaS Fest der goldenen Hochzeit feierten die Ehepaare Färber Koch in Haßlingen, Maurer Ed. Meier in Herford und Heinrich AsmuS in Minden. Rheinprovinz. Der Feldwebel Münster der 1. Kompagnie des 63. Regiments in Köln ist plötzlich verschwunden. f Der Generaldirektor der Vercinigungsgesellschaft für Steinkohlenbergbau im Wurmrevier, Bergassessor a. D. Hilt. Der Faktor der Hauptmann'schen Druckerei in Bonn, Franz Singer, feierte kürzlich sein diamantenes StandeS-Jubiläum. f Der Geheime RegierungSrath Jäger in Cochem. Der Sohn des Baumeisters Dreesen in Crefcld wurde todtgefahren und der Barbier und Schneider Ropertz aus Rahm ist ertrunken. Abgebrannt sind : In Barmen die Riemendrehcrei der Firma C. Viller, auf Gut Hammclöheim bei Eschweiler die Oekonomieaebäude. iu Haaropf das Wohnhaus deS Bergmanns Heinrich Kammann.
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