Indiana Tribüne, Volume 11, Number 233, Indianapolis, Marion County, 10 May 1888 — Page 2
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Zndiana Tribune. Erscheint gäglich d Ssnstsgs. ?i tigliche .Tttbün ko1t durch den Trä grr l2 Eent pcx Woche, di SonntaqTridüne 5 Centt jm Woche. Beide ufammen 15 Eenti. Per Post zugeschickt in OorouSbejaZIung J6 xer Jhr. OsSee: 140 S. Mssylsudür. Indianapolis, Ind., 10. Mai 1828. New ?)ork? Deutsches Viertel". Schon vor einer Reihe Jahren hat man einem, nickt genau begrenzten Theil der unteren Stadt ?lcvo Aork, welcher sich von der Bowery ostwärts bis nahezn an den Qaft River, und von der krummen Divisionstraße bis ungefähr zur 8. Straße binauf erstreckt, den schönen Namen Teutsches Viertel" oder KleinTeutschland" gegeben, obwohl dort vielleicht das schlechteste Deutsch in der ganzen cioilisirten Welt gesprochen wird (allerdings auch ein nicht viel besseres Cnglisch!). Die Masse der Bewohner dieses Viertels ist in mehr als einer Veziehung ein bemerkenswerthes Völkchen, welches wohl nie im übrigen New 2)ork ausgehen wird, obwohl es immerhin bedeutend mehr Fühlung mit der umgebenden Welt bat, als man von manchen anderen (soloniki." in Nen 'Sork sagen kann. Es hat etwas sehr Komisches, wenn so ein richtiger Durchschniltsbewohner von Kleindeutschland" einem soeben ringewanderte mit überlegener Miene lehren will, was amerikanische Art ist. und roie man es in Amerika macht", oder wenn ein wohlhabend gewordener Wirth oder Kofthausbesitzer aus diesem Viertel in seine alle Heimath kommt und mit Stolz den Anierikaner" herauszukehren sucht. Izt die Stadt 3ien 5)ork schon überhaupt im Wesentlichen weiter nichts, als eine irisch'.dcutsch'hebräische ?!icderlassung, in welcher Kiew herzlich wenig von Amerika und vom wirklichen Alnerikanerthum zu sehen kriegr, so ist das deutsche Viertel ein besonders ungünstiger Theil in dieser Hinsicht. Man kann dreist behaupten, daß aller? mindestens die Halste dieser biederen Kleindeutsäzcn" nie über New 7)oxt und Umgegend hinausgekommen sind und auch niemals darüber hinauskommen werden. Es ist schon viel, wenn sie sich in Nero 5)ork, Vrooklyn und Hobokcn, alias Hnmbugttt", gut auskcnnen oder vielleicht gar einmal eine Geschäftsreise nack Philadelphia oder nach Baltimore gemach! haben. Aber gar Viele gerathen nur, wenn sie ;ur Arbeit oder auf ein Piknik geben, überhaupt außerhalb deS deutschen Viertels, und ihre thatsächliche Kenntniß geht über letzteres zeitlebens nicht hinaus! Ja man findet dort Hunderrc ecktcr amerikanischer" Spießbürger. welche dem Fremden nie über eine vltm Yorker Straße zweiten und dritten Ranges, wenn sie nicht im deutschen Viertel selbst liegt, Auskunft geben können. Da sind die vielen kleinen Schdorkieper", Wirthe, Kosthaus-Halter und anderc sogenannte selbständige Geschäftsleute, welche überhaupt nur auf ein paar Blocks in der Runde die Welt unsicher uiachen (dieses ihr Weidegebiet kennen sie allerdings in der 3!egel so genau, wie ihre Hosentasche); weiterhin kommen die abhängigen Arbeiter, welche womöglich bei einem andsmann" schaffen und Abends bei einem Landsmann" kneipen und kannegießern, während die Hausfrau bei einem Landsmann" einkauft und mit dessen Frau den ganzen Tag plauscht. Infolge dessen ist eS auch nicht zu verundern, wenn es genug Leute im deutschen Viertel giebt, die schon ihre 10 oder 15 Jahre sich dort placken und kein Wort Englisch spreche weil sie es nie nöthig gehabt haben! In einer Hinsicht erinnert dieses Viertel absolut nicht daran, daß es zu einer der größten Weltstädte gehört: nämlich in Punkts der Klatschsucht! Da nn kann eS mit seinen circa 200,000 Deutschen wohl jedem Kleinstädtchen deS Rutschen Reiches den Rang ablaufen. Davon bekommt man ein ganz besonders schönes Bild, rxnn man Morgens ziemlich früh in einem gut frequentirten Kauf laden daselbst geht. Potztausend, was weiß die breite plattdeutsche (oder auch süddeutsche) Grocersfrau AlleS zu erzählen! Jeder zerrissene Rock deS Nachbars, jedei gestrige Mitternachtsräuschlein, jedeS Logenskandälchen, jeder fight", jede Liebschaft bei Geoatt Schneider und Hardjchuhmacher in mindestens einer halben Meile in der Runde muß ihrem nie rastenden Mäulchen den Stoffen endlosen Kundenunterhaltungs-Klatlch bieten, und in der Auftischung des Neuesten und Saftigsten nimmt sie es einige Zeir" mit jedem Lagerbier-Wirth, ja sogar mit jedem Bartkratzer im deutschen Viertel auf, und das will wahrhaftig schon viel heißen. So unternehmend auch die New Jorker Zeitungen sein mögen, in d i esem Kreise könnten selbst dem gewiegte, sien Lappalienreporterlein noch ganze Bände weltbewegender Neuigkeiten nur so an den Kopf geflogen kommen. Eine besonders große Rolle im GeschäftSleben von Kleindeutschland spielt da Lozir- und t?osthaus-Wesen. wie ja überhaupt im Vcrmiethen von Wohnräuinen in der Empire City" klotzig viel Geld steckt! So unsicher auch sonst die Verhältnisse in New Vork sogar für viele selbständige Geschäftsleute sind, die zu einem Halbdutzend Logen belangen", wer Häuser und Schlafräume vermiethen kann, der ist für alle Zeiten gesäft". mögen fette oder magere Jahre kommen. Bleiben doch Jahr für Jahr Tausende, welche ein nie aussterbender Wahn nach Malhörifa" geführt, in dem Fegfeuer: Ofen New Jorks für alle Zeiten liegen und müssen sich in den vorhandenen begrenzten Raum theilen! In Kleindeutschland müssen die Bordinger" (so heißen nämlich dort meistens die Kostund Schlafgängcr in dem berühmten Epießbürger-Englisch) einen sehr großen Brocken zur bequemen Erhaltung und Bereicherung einer ganz bedeutenden Anzahl Menschenkinder liefern, welche in Folge dessen manchmal schon einige Jahre, nachdem sie die gastlichen Gestade Amerikas" aufgesucht, in der Lage sind, wieder einmal in der alten öeimatb autjuj
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tauchen mit den amerikanischen (Äoldönkel ;N spielen. In der Vermietung von Schlafräumen ist man rührend naiv. Zeitungsanzeigen wie: Gute. reine Betten', persisches Insektenp u ! v e r gratis" sind nichts Seltenes! Gebt man durch die Essigschdritt" (nämlich Esserstraße) oder durch eine der anderen Heerstraßen des Viertels, so sieht man' oft Blocks weit fast lauter Hänser mit Vcrmiethungszetteln ; fragt man nach, so hört man häufig mit Erstaunen, daß überhaupt zur Zeit keine Zimmer n haben sind, und der Zettel blvs dahängt, damit unter keinen Umständen ein halbdunklcr, lebenSmimmelnder Schlafraum auch nur einen Augenblick leer bleibt! Als die geistigen Führer von Klein deutschland l'ind entschieden die Wirthe zu betrachten. In dieser Beziehung unterscheidet sich dieses Viertel nicht viel vom übrigen New Z)ork. Im Saluhn" concentrirt sich auch das riesige Logenleben, und hier bilden sich alle politischen Cliquen; der Wirth in Kleindeutschlano weiß entschieden noch verhältnismäßig das Meiste von dem, was in der großen Welt vorgeht, hat auch viel Zelt und wird so selbstverständlich Häuptling. Einige Menschentnpen, welche in Deutschland etwas sehr Gewöhnliches sind, aber in Amerika bei der ungemüthlichcn Gewlnnjagd meist nicht aufkommen können, finden sich in Kleindcutschland noch ziemlich echt vor; so ;. B. der behäbige zeitnngslesende FrühschoppenTrinker, der nicht etwa am Schanktisch stellend sondern im breiten Stuhl am Tische sitzend, bei einem Bischen Wein oder anch einer Tasse Kaffee Stunden lang die größte und langweiligste deutsche Zeitung, o;e er finden kann, bis zu Ende liest, ohne Abends noch irgend etwas vom Jnbalte ;u wissen. 5ttffb!ld,nde Thiere. Zu den interessantesten Gebilden deS Oceans gehören ohn? Zweifel die unter dem Namen Korallenriffe bekannten Eilande, über deren Entstehung die Gelehrten noch bis jetzt nicht völlig einig sind. Wie überall auf der Erde, so findet auch im Ocean ein lebhafter Kampf um's Dasein statt, und eine der Formen dieses Kampfes im Meere spielt zwischen Lebewesen ulld chemischen Kräften. Dait scheint auch die Bildung der Korallenrift'e in erster Linie znsammenzuhängen. So Mancher, welcher Korallenrisse gesehen hat, ahnt nicht, eine ro'.: unglaublich große Anzahl von Lebewesen mit ihren Gehäusen diese Eilande meist ganz allein zusammengesetzt haben! Der englische GelehrteJohn Murray widmete kürzlich diesem Gegenstand eine Vorlesung, aus welcher wir einige, mit den Ansichten Darwins hierüber im Widerspruch stehende Ideen hervorheben möchten. AlS die wichtigsten Umstände, welche die Verhältnisse des Meerinscl-Lebens bestimmen, sind der Einfluß der herrschen'den Winde und i: sich beständig ändernde Zusammensetzung des Meerwasscrs anzuführen. Die vorherrschenden Winde auf den Meeren der tropischen Region bewirken, daß das warme Oberwasser beständig w e st w ä r t s getrieben wird. Infolge dessen sind die Gewässer an den Ostküsten der Festländer erheblich wärmcr, als die an den Westküsten, und daber auch besser für die Erhaltung von P o l y p e n geeignet, namentlich von denjenigen, welche als rissbildende Korallenthierchcn bekannt sind. So erklärt sich denn auch die Thatsache, daß Korallen an den Ostküsten von Festländern allgemein und meistens sehr reichlich, an den Westküsten dagegen nur selten zu finden sind. Ws nun die Zusammensetzung des Seewaners betrifft, welche ebenfalls maßgebend ist, fo wird dieselbe nicht nur von der Menge der in ihm enthaltenen aufgelösten Salze bestimmt, sondern auch durch das Vorhandensein oder NichtvorHandensein ungeheuer kleiner Lebewesen, welche kalk- oder kieselhaltig sind, wesentlich beeinträchtigt. In den tropischen Meeren sinden sich diese Lebewesen in so colossaler Menge vor, daß wie Murray berechnet eine Quantität Seewasser, welche eine Oberfläche von nur einer englischen Quadratmeile und eine Tiefe von hundertFaden hat, etwa 352 Eentner oder 16 Tonnen kohlensauren Kalk liefern würde, während die Gestimmtmassc des solchergestalt vorhandenen kohlensauren Kalks 'sich auf 623,340,000,000,000 Tonnen beläuft! Alle diese Lebewesen sinken nach dem Tode auf den Giund des MeereS und veranlassen die Bildung riesiger Kalk- und Klesellager. Auf diesen wieder scheinen die Korallenrisse selbst zu entstehen. Die risfbildenden Thiercheu kommen erst ziemlich weit oben im Meere vor (in einer Tiefe von 5 bis 50 Faden, je nach der Wärme und den Ernährungsgelegenheiten.) Diese Thierchen rekrntlren sich aus den meisten Gattungen der Polypen sowie aus einigen Arten Strahlthierchen. Nur die Gehäuse dieser Lebewesen werden in heutiger Zeit Korallen aenannt. Die Vermehrung sindet in Gestalt fortwäh-' render 'Ansehung neuer Höcker statt (jeder Hocker enthält eine Familie von Organismen) und geht ziemlich rasch vor sich. Darwin berichtet, daß sich auf einem Schiffe, das an einem Riff gestrandet war, binnen 20 Monaten schon 60 Eentimeter dicke Korallenschichten gebildet hatten. Das .'Riff steigt, theilweise auch durch das Hinzukommen des Auswurfes von Fifchen und gewissen Würmern, die sich gerne auf Korallcnfeldern aufhalten, immer höher, bis es sich über das Meerwasser erhebt. Dann sindet meist keine bedeutende Zunahme mehr statt, es sei denn, daß vulkanische Ausbrüche vom Meeresgrunde fyr das Riff weiter erheben, oder sich Flugsand und kleines Gestein oben anhäufen. Auf solche Weise sollen auch die V er in udaI n sel n aus Korallenriffen entstanden sein. Darwin hatte behauptet, das ganze Oceanbett sei ursprünglich gleichmäßig mit Korallen bedeckt gewesen, und die Korallenriffe seien nur dadurch entstanden. daß die übrigen Bodentheile sich durch vulkanische Einflüsse weiter gesenkt hätten. Damit würde jedoch, weder die oben erwähnte Art des Vorkommens von Korallenriffen, noch auch eine andere bemerkenLwerthe Thatsache erklärt. Die Tbiercken nämlich, welche durch ibre Ge-
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Hause die Korallenriffe zusamniinsehen sterben damit noch nicht aus wenigstens nicht am Rande der Riffe. Diese Risse sind außen d. h. im Wasser andauernd mit unzähligen Wesen bedeckt (sowohl Polypen, wie Sesternen, Muscheln u. s. w.), und Myriaden von Saugmäulern ziehen beständig kohlensauren Kalk aus dem Mecrwasscr. Weiter innen im Riff aber, wo die Nahrungsversorgung immer mangelhafter wird, sterben die Thicrchen allmälig ab. Die todten lkeberrcste zersetzen sich dann oft wieder, und so kommt es, daß häusig im Riff sich wieder ein See, resp, eine Lagune bildet, und das Riff die Gestalt eines Ringes erhält. Diese Ringkorallen" oder Atoll?" sind die allermerkwürdigsten. Ein hübscher Anblick ist es. wenn das Meer um ein solches Eiland furchtbar stürmt, während die innere Lagune das Bild völliger Ruhe bietet. Tchmalzfälschnng entdeckbar. Einem Chemiker braucht natürlich nicht gesagt zu werden, wie irqend eine Nahrungsmittel - Fälschung bemerkt werden kann. Für jeden Laien dagegen, welcher Schweineschmalz kaufen muß, dürfte folgende einfache Prüfungsmethode, auf welche man bei den neuesten Nahrungsunterfuchungen unseres landwirthschaftlichcn BnndesdepartementZ gekommen ist, gelegentlich von großem Werthe sein: Man thue so viel Schmeines6)malz, wie man mit der Spitze eines großen Messers fassen kann, in eine Theetasse. Dann gieße man j- Unze reiner SchmefelfLure darauf und mische Beides gut. Ist das Schmalz gefälscht, so wird die A!ischung sofort und leicht vor sich gehen ; ist es aber rein, so wird es gerinnen, und das Mischen wird etwas Schwierigkeit haben. Nach einer halben Minute gieße man noch i Unze Schwefelsäure auf und mische auch diese ein. Der ganze Proceß, bis hierher, sollte nicht länger als eine Minute dauern. Dann gieße man die ganze Substanz in ein Prüfungsröhrchen, wie man es in jedem Ehemikergeschäft für einige EentS ha'ben kann. Die Säure wird, etwas geärbt, auf den Bkden sinken, während die fettige Substanz oben bleibt. War es reines Schmalz, so wird seine Farbe die eines hellfarbigen Schwammes sein und nach etwa einer Minute in dunkle Zinnfarbc übergehen. War aber das Schmalz mit Vaummollfamen - Oel ge? fälscht, so wird die Farbe schon anfangs dunkler sein und sofort dunkelbraun werden. Diese Zarbenunterschiede sind deutlich genug, um auch ohne besondere Uebung erkannt zu werden. Uebrigens könnten Karten gedruckt werden, auf welchen diese Farbenschatti? runge dargestellt sind. -Händler, welch: ihre Kunden überzeugen wollen, daß sie echtes Schmalz verkaufen, könnten in höchstens zwei Minuten die Probe machen und die F-rbeiikarte daneben hängen. Vom Inlande. Im K e n n e b e c - D i st r i c t !st die diesjährige Holzschläger - Saison 'ocbcn geschlossen worden. Der Ertrag rar ungewöhnlich günstig. Allein in er Gegend des Moosehead Lake sind N0,000,000 Fuß Holz gefällt worden. Vermont hat in diesem Frühjahr nicht weniger, als 15 Millionen fund Ahorn - Zocker geerntet. Dieser außerordentliche Ertrag rührt nicht von riner größeren Ergiebigkeit der Bäume her. sondern ist auf Rechnung eines ver besserten Verfahrens zu fetzen, welches beim Einkochen und Reinigen des afteS angewendet worden ist. Cowboy spielen scheint ebenso gefährlich zu sein, wie das Spielen mit dein ungeladenen" Revolver. Sechs Knaben versuchten neulich bei Burgettstow in Pennsylvanien das Lassowerfen der Hirtenburschen nachzuahmen. Einer der Jungeil wurde auch wirklich mit dem Lasso so kunstgerecht" eingefangen, daß er todt war, als man ihm die Schlinge wieder vom Halse uahm. In Minnesota und D a k o t a war voriges Jahr um diese Zeit die Aussaat beendet und die Ernteaussichten waren in jeder Hinsicht vorzüglich. Heuer liegt die Sache anders. Das Wetter ist kalt und in ÄÜnnesota hat es im letzten Monat mehr geregnet, als je zuvor. Diese Regengüsse haben die Aussaat sehr behindert und wenn die Witterung sich nicht bessert, so kann mit den bezüglichen Arbeiten in nächster Woche kaum fortgefahren werden. Wie die demokratische Staatsgcsetzgebung von Maryland, ohne es zu wollen', vollends Negergleichheit in jenem Staate eingeführt hat, das schildcrt der Balt. D. Corresv." o: Marylandö Staatsgesetze enthalten aus den Tagen der Sklaverei noch manche Beschränkung für die Neger, welche seit länger als zwanzig Jahren vergeblich zu beseitigen angestrebt worden ist. So war es bisher in Maruland gesetzlich verboten, daß eine Negerin oder Mulat tin einen Weißen wegen außerehelicher Vaterschaft um Alimente verklagen konnte. Seit 1867 ist in jeder Staatsgesetzgebung der Versuch gemacht worden, das Wörtchen weiß" aus dem betreffenden Gesetze zu sireichen, aber in jeder Sitzung blieb die Bill in einem der beiden Häuser hängen ; noch in der letzten Sitzung gehörte die Vorlage wieder zu denen, welche unerledigt blieben. Plötzlich ist aber das Wörtchen weiß" ans dem Bastard-Gesetz Marylands verschwunden, ohne daß es die Gesetzgebung ausdrücklich gestrichen hat. Der Baltimorer Advokat Poe erhielt den Auftrag, die Staatsgefetze neu zu codifiziren; er fertigte einen neuen Coder an, und wo er in einem Gesetze das Wörtchen weiß" fand, ließ er es hinweg, als dem Geiste unserer Zeit nicht mehr entsprechend. Während man nun im März im Senate und im Abgeordnetenhause der Staatsgesetzgebung darüber debattirte, ob man den Negerinnen Maryland'S das Recht der Klage gegen weiße Männer geben solle, wurde ein Beschluß eingereicht und angenommen, wonach das von Herrn Pe ausgearbeitete Gesetzbuch der im Staate giltige Coder ist ; und damit ist auch die von Poe begangene Eigenmachtiakett gesetzlich gemacht worden. Die Gesetzgebuna bat. ohne eS :u wissen und zu wol-
len, tlne lvlchttge Reuerltng gemacht oder doch gutgeheißen." Dr. E v e r e t t W a g n e r , ein excentrischer Arzt, welcher m der Nähe von Elnrerton, Ky., wohnt, hinterließ ein Testament folgenden Inhalts: ..Ich liabe stets ein Zurückgezogenes Leben geführt, und diesem Umstände ist es, wie ich glaube, zuzuschreiben, daß ich nicht viele Reichthümer ausammelte. Meine geliebten Verwandten jedoch, welche wislen, daß ich nicht mehr lange zu leben habe, und glauben, daß ich, den sie stets für einen Geizhals hielten und für fehr reich betrachten, ihnen mein Vermögen hinterlassen' werde, haben sich in letzter Zeit mir mit wahrhaft unheimlicher Zärtlichkcit genähert. Jeder derselben gab mir einen leisen Wink, ich solle ihm doch ein kleines Andenken geben, damit er meiner, deS theuren Verwandten, stets gedenke. Mich ihres früheren' Bctragens gegen mich, sowie der ihrerseits gemachten Anspielungen erinnernd, will ich nun ihren Wünschen entsprechen, und zwar verfüge ich zu diesem Zweck FolgendeS: Meinem geliebten Bruder NapoIcon Bonaparte Wagner vermach: ich meinen linken Arm. Meinem theuren Bruder Geo. A. Wagner hinterlasse ich meinen rechten Arm." In ähnlicher Weife verfügt Dr. Wagner zu Gunsten seiner Verwandten über seine Augen, Nase :c. und bestimmt, daß alle Solche, die er nicht namhaft gemacht, sich getrost an den, die Obduction seiner Leiche vornehmenden Arzt wenden sollten ; derselbe werde ihren Wünschen geru entsprechen. Die Bestattung solle im Armenkirchhose erfolgen und der Testamentsvollstrecker sowie der die Leiche secirende Arzt je ?500 erhalten. Der Rest des sich auf 12,000 belaufenden Nachlasses wird unter wohlthätige Anstalten in Metcalfe Connty venbeilt. E l n e wichtige E n t s ch e i d u n g des Ober-StaatSgerichlS von NebraSka in Bezug auf Eisenbahnen wurde durch folgende Vorfälle herbeigeführt: Die Atchifon- und Nebraska-Eisenbahn, die von Atchison in Kansas nach Nebraskas Staatshauptstadt Lincoln führt, war als Conkurren;linie erbaut worden. . Verschiedene Eounties hatten ihr mit Rückficht darauf Unterstützungen bewilligt. Im Jahre 1880 aber wurde die Bahn von ihrer Conkurrentin, der Burlingtonund Missouri Rioer-Railroad, aufge-' kauft und unter die nänrliche Verwaltung gebracht. Nun verbietet aber die Verfassung NebraSkas die Verschmelzung conkurrirender Linien ausdrücklich. Auf Grund dieses Verfassungsparagraphen beantragte der Ober-Staatsanwalt von Nebrasla, den Freibrief der Atchisonund Nebraska-Eisenbahn für verfallen zu erklären und sie in die Hände von Trustecs" zu geben. Dagegen behauptere die bedrohte Gesellschaft, daß der Staat kein Recht habe, Eigenthum mit. Beschlag zu belegen, selbst wenn äußer lich ein Paragraph der Verfassung verletzt sei ; außerdem sei die Atchison- und )cebraska-Bahn von der Burlingtonund Missouri Rioer-Eisenbahn gar nicht gekauft, sondern nur auf 9 Jahre ge? miethet worden. Im Namen deS obersien Gerichtshofes hat nun Nichter Marvell diesen Einwand zurückgewiesen und Folgendes dargethan: Der angebliche Pachtsertrag auf 99 Jahre fei null und aichtiq. weil er der Verfassung, zuwideraufe; der Freibrief der Atchison- und Nebraska-Bahn sei ferner wegen eben dieses VerfaffungsbruchS dem Staate verfallen. Das Ober - Staatsgericht gebe der Burlington- und Missouri RiverEisettbahn bis zum I. Juli dieses Jahres Frist. Wenn bis dahin nicht genügende Gründe zur Beiscitesetzung dieses Verfahrens vorgebracht feien, werde der Staat die Verwaltung der Atchisonund "Nebraska-Eisenbahn übernehmen, und der Gerichtshof Trnstecs" zu diesem Zwecke anstellen.
om NttSlanve. JnPhilippsthal ist die Landgrafin Marie von Hessen-Philipps thal, eine geborene Herzogin von Württemberg, gestorben. Der Berichterstatter der Hersf. Ztg.", der über die Begräbnißfelerlichkeiten berichtet, spricht wiederholt von der hohen Leiche". Dieje Bereicherung deS LakaienmortfchatzeS sindet hoffentlich gebührende Beachtung. Die verstorbene Landgräsin war übrigens eine edle und einfache, überaus wohlthä tige Dame, deren Andenken lange fortleben wird. Dieser Tage fand in der Tanzschule Boiry in Paris die letzte Gesammtübung vor den Ferien statt und der Tanzlehrer, der sich nun zu sommerlicher Unthätigkeit verdammt sah, arran, girte zur allgemeinen Ueberraschung zum Schlüsse eine Kotillonfigur, bei welcher die Herren in schwarzen Röcken ein großes Kreuz bilden mußten, was einen äußerst düsteren Eindruck machte; die Schüler hielten dies für einen Scherz und verabschiedeten sich von dem Tanzlehrer; als dieser allein war, legte er die weißen Handschuhe an, setzte sich an's Klavier und erschoß sich, nachdem er noch vorher ein Veilchenbouquet in's Knopfloch gesteckt hatte. Eine E n t f ü h r u n g s g eschichte mit blutigem Ende wird aus Neapel gemeldet: Ein junger Mann aus Meiltom entführte kürzlich ein jungcs Mädchen aus der Familie Pagliocca. Diese That rief großes Aufsehen hervor, und die Polizei stellte eingehende Nachforschungen nach den Entflohenen an. Sie entdeckte endlich das Liebespaar in einem kleinen Wirthshause im Gebirge und brachte es nach Caserta. Der Vater des entführten Mädchens wurde geholt, aber ließ sich durch keine Bitte beivegen, dem Entführer zu verzeihen und die Einwilligung zur Heirath zu geben. Das junge Mädchen wurde ihren Verwandten übergeben, und der Liebhaber, der es nicht wagte, nach Melito znrückzukchrcn, blieb in Caserta, wo die Polizei ihm eine Wohnung Zunächst dem Gefängnisse in dem belebtesten Theile der Stadt anwies. Zehn Tage blieb der junge Mann in seiner Wohnung verborgen, endlich am elften empfand er das Bedürfniß, frische Luft zu schöpfen. Er hatte kaum fünfzig Schritte auf der Straße zurückgelegt, als aus einem vorüberfahrenden Wagen ein Schuß abgefeuert wurde, der den jungen Mann mitten in die Brust traf. Der Arme fiel, obne einen Laut von sich
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Zii Mn, lob! niebei : Dir Mörder war entflohen. An ihrenVlUmen sollt ihr sie erkennen, nämlich die Dameii von den Brettern, die die Welt bedeuten, die Anzahl der ihnen dargebrachten Bouquets wird zum Gradmesser ihrer künstlerischen Bedeutung. In dieser Erwägung hatte Mlle. Lili Tumanoir, erste Sängerin des Caf6 chantant Zum goldenen Apscl" in Paris, zu Beginn der Spielzeit mit der Blumenhandlung Vigier ein Äbkommen getroffen, welche ihr täalich einen Kranz und zwei Bouquets auf 'die Bühne sandte, die da zur feierlichen Ueberreichung gelangten und wofür Mlle. Lili eine monatliche Pauschsumme von tausend Francs zahlte. Der Vlumenvertrag lautete auf ein Jahr, und dir Handlung sandte allabendlich äußerst sinnig gebnndene Sträuße in die Hallen der Kunst. Da geschah es, daß Fräulein Lili die bedingungslose Eroberung eines russischen Barons Namens Gregor Nikoleff machte, der es als seine schönste Aufgabe betrachtete, Blumen auf die Wege der Chansonnettensängcrin zu streuen, so daß die junge Künstlerin, der er allabendlich ein halbes Dutzend Bouquets spendete, bald einsah, wie leicht sich die tausend Francs eigentlich sparen ließen. Als der 1. April kam, ließ sie einfach in die Blumenhandlung melden, sie brauche keine Blumen mehr. Der Lieferant aber forderte gerichtlich die Jnnehaltung deS Abkommens. Mlle. Lili, die in einer reizenden Toilette, Stil Empire, zur Verhandlung kommt, sagt neckisch dem Richter: Ich kann mich doch nicht wie eine Todte unter Blumen begraben lassen. UebrigenS Heirathe ich demnächst und der Blumenhändler wird mir nicht die Bouquets jeden Abend auf das Schloß in der Ukraine, daS ich beziehen werde, nachschicken wollen." ?!achdem Mlle. Lili Herrn Vigier die Lieferung des MqrthenkranzeS übertragen, zieht derselbe seine Klage zurück. Folgendes glänzende Ehrendiplom wnrde vor mehreren Tagen in Wien Gegenstand einer Beleidigungsklage. Es lautet: Ernennung. Der unterzeichnete Vorstand sieht sich veranlaßt, Sie für Ihre vorzüglichen Leistungen auf allen Gebieten der höheren Klatscherei durch einstimmigen Beschluß zum Ehrenmitgliededes hiesigen Klatschvereinö" zu ernennen. Ihre rühmliche Thätigkeit auf dem Gebiete der üblen Nachrede, Ihre Fertigkeit im Ehr-A5-schneideil, di Tüchtigkeit, sich in Angelegenheiten Anderer zu mischen, Ehemännern nachzuspüren, Ehefrauen bei ihren Gatten zu verdächtigen, junge Damen in den Augen ihrer Liebhaber herabzusetzen, wie überhaupt die Fähigkeit, an Niemandem ein gutes Haar zu lassen, verbunden mit einer ungewöhnlichen Beharrlichkeit im Schreiben anonynier Briefe, macht Sie der Ihnen zu Theil gewordenen Ehre vollkommen würdig. Da unser Verein in die Sektionen des Kaffeeklatsch, Marktklatsch. Betstundenklatsch, Frauenvcreinsklatsch zerfällt, so bleibt es Ihnen überlassen, diejenige Sektion, der Sie anzugehören wünschen, selbst zu bestimmen, obgleich Ihre Anlagen Sie zur Oberklatschin in sämmtliehen Abtheilungen befähigen. Hoffend, daß Sie in der neuen Würde unfe rem Verein alle Ehre machen und es Ihnen gelingen wird, perJahr zahlreiche hausliche Scenen sowie einige Ehescheidüngen' herbeizuführen, zeichnen wir mit dem Ausdruck größtmöglicher Hochverachtung. Der Vorstand der anonymen Gesellschaft Klatschverein" und N. Xan tippe Ursula Knochenfraß, fünffach geschiedene Ehefran, geborene v. Schlagzung." Ein seltsamer Unfall wird ans Paris gemeldet. Ein junger russischer Baron v. Hagemcistcr probirte bei seinem Schneider Hosen an. Als er sich wieder anziehen wollte, ertönte. xlötzlich ein Schuß und der junge Mann sank mit einem Schrei zusammen. Ein kleiner Revolver, den er in eilier Tasche zu tragen pflegte, war auf den Boden gefallen und so losgegangen, daß die Kugel in den Unterleib Hagcmcister's zu sitzen kam. Dieser versickerte, er empfinde keine Schmerzen und wurde trotz deS Abrathens eines herbeigeholten Arztes nach seinem Hotel zurückgebracht, wo er in der darauf folgenden Nacht einer nneren Blutung erlag. Die .zwischen Oesterreich und der Pforte in der Postfrage bestehenden Meinungsverschiedenheiten haben bereits zu einem Conflict geführt. Die Türken haben einige auf der Bahn UskübSaloniki eingetroffenen Postbeutel an die Adresse des österreichischen Postamtes in dieser Stadt beschlagnahmt und der türfischen Postanstalt zur Vertheilung der Briefe ausgeliefert. Die Wiener Regierung hat geg.cn dieses willkürliche Vorgehen protestirt und erklärt, daß, falls die Rückgabe der Beutel nicht ungesäumt erfolge, Repressalien ergriffen werden würden, der Art, daß alle in OesterreichUngarn von Seiten der türkischen Post abgelieferten Briefe und Packete nicht zur Vertheilung zugelassen würden. -i'rci i u v i ( e Halle beschäftigten jüngst die Aufnrcrksamkeit des Londoner Ehescheidunas - Gerichtshofes. In dem ersten Falle hatte ein fünfzehnjähriger Schul knabe die vier Jahre altere Tochter seines Schulmeisters gcheirathet, die ihn während seiner Abwesenheit in Amerika mit einem Kinde beschenkte, dessen Vater er nicht war; im zweiten gab eine Frau ihrem Mann vier Wochen früher Noti;, daß sie ihn verlassen würde, und führte diese Absicht nach Ablauf der Kündigungsfrist auch wirklich aus, indem sie sich einem anderen Manne anschloß ; und im dritten verließ die Frau eines früheren Officiers ihren Mann, weil's ihr zu Hanse zu ruhig war und sie mehr Leben sehen wollte. In allen drei Fällen wurde die Siüung ausgespro In sinniger Weise sucht ein Herr Asshcton Smith die Erinnerung an das Regiernngsjubiläum der Königin von England beiden späteren Gcschlech, tern wachzuhalten. Er läßt nämlich auf dem Abhang des Berges Moel Rhiwen" 630,000 Bäume anpflanzen, in solcher Ordnung, daß sie die Worte Jubiläum 1887" ergeben. Jeder Buchstabe ist 20 Meter lang und 25 Fuß breit. Der erste Baum würd am Jubiläumstage gepflanzt und seitdem sind 200 Arbeiter ohne Unterbrechung mit der Anlage beäättnt gewesen.
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KscmSK 1 1 TRADE MARK M '? TROPFEN KMM.'ZWM-S 23 gegen Magenleidekl. Stach lS'jährlger Erfahrung. Nach 12-järiqcn Erfahrungen kann ich kestätigrn, daß Dr. August König'S Ham burger Tropfen eine ausgezeichnete Medizin sind und es gegen alle Äagenleiden nichts besseres geben kann, wie diele herrlichen Tropfen. Friedrich Walter, Odebolt, Ja. Halfen immer. Gegen Magenlciden aieit eS nichts bcsse S wie Dr. August König'S Haniburger Tropfen, ich wende dieselben schon seit rielen Jahren an und hsoe stetö gefunden, daß sie aanz vorzüglich argen derln Lidea sind. C. L. Korb ler, Äonroe, WiSc. Lur rechten Zelt empfohlen. Längere Zeit litt iö an heftigen Magenschmerzen, die keinem der viele angewandten Mittel weichen wollten. Schließlich griff ich zu Dr. Aug. König'S Hairöurger Tropfen und in kurzer Zeit war ich wieder hergestellt. Daniel Weidner, Ntw Baden, TeraS. Dr. August Aönig'S Hamburger Tropfen sind in allen Apotheken für 50 Cents die Flasche zu haben. THE CHAELES L TOuELER CO., EalUccr!, 1L Dr. August König' Hamburger Kraeuterpslaster ist ein ganz vorzügliches Heilmittel gegen Se. schwüre, Schnittwunden, Brand und Brüh wunden, Frostbeulen, Hühneraugen, ete. THE CHARLES A. VOGELER CO.. Baltimore. Ml OOOOOO Eine kinderlose Ehe ist selten eine glückliü'e. Wie und wodurch diesem Uebel in k u r z e r Ze i t abzehelfen werden Unn, zeigt der viettungSAnker", 220 Seite, mit natut gerreuen Bildern, welcher von dem alten teun'cken Heil-Justitut in Lt'ew Fork l)erauszegi!ben wird, aus die klarste Weise. Junze Leute, die i den Ctand der Ebe Uetea wellen, sollten den Spruch SchillerS: 3)'rara prüfe, wer sich ewtz bindet", wohl beherzig?, i.d lai vortreffliche Buch lesen, ebe sie den wichtigsten Schritt des LebenS tdun t Wird für 23 Eenls in Postmarten, in deutscher Sprache, sorgsam verv ackt. frei rerntt. Adresse : veutciieI!ei1-lQstitiir,Il Clinton Piaco, Nevr York, N.Y. In Jndisnarclis, Ind., dkiin Buchhändler G. Keyler. 2S Bild DeUware SU 000000 IN! Cures d Rernoves Tarif Lundurn, Bee StlneSf Mos '"qultoand All I hcaM i ' aivv ww0f X J f PIBPLKS, BL0TCUE3, Humors, Eirtli-marts, and every form ofakln bXemlshes, posltively cured on thd moet delicat skin wiUlou leavlnff acar, bj XIox Öl ntment. Price 25cta., SOcts. aaid f 1. A t Irnrnrint ar fcmr nl Th Hop 7U1 7Si.nfg Co., Kew London, Conn. Llttle Hop PllU sor oiclt-head&che, dyepepeiA, bHiouanesa and constipatioa h&ve no oqua-L 25a. I allen Apotheken zu hacen. HisaUfo 23 3 Tür die Saison 188S. A. Eayöor, Office: 400 Porl Wot Str. Teleddon 949. Indianapolis WATES COMPANY 23 Süd Vennshlvaniastr. liefert ausgezeichnete? Waffer zum Trinken, Kochen, Waschen, Baden, für hydrau lische Elevators, Maschinen und Motore, sowie zum Feuerschutz. Kosten außeror deutlich mäßig. Xhoma.si A.. Morris, Präsident. Luxus ! Die Bee Line Route" (l & 8T L UNd C C C & I BAHN). Diese auSgtztlchnete Bahn deförder Paffagiere nach Ginoinxia.ti, Olovelfintl, Biiflalo, und allen Tau England Städlen Schlafwagen zwischen Indianapolis und New Aork ohne Wagenvechsel. Direkte Verbindung nach Missouri, Arkansas, Texas, Kansar, Nebraska, Colorado, Calisor nien und Mexiko. Jtttdrigftt Vate. tn Van wende sich dezen näherer Jnsar matwn an 0. B. Martin, Een'l Paff. Ag,nt. Eleveland. VST. J. Nichols, tn'l West. Agl llt, t. 2 0 u i . ADVERTISERS can learn the exact cost of any proposed line of advertisrng in American papers by addressing Geo. P. Rowell & Co., Nswspaper Advrtising Bureau, IO Spruo St., New York. Vnd lOou sor IOO-Pag Pamilaft.
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