Indiana Tribüne, Volume 11, Number 172, Indianapolis, Marion County, 10 March 1888 — Page 2
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Snötnna Tridür.k. ! njlll' llAlltl set vviim - teftbefoi M d SS? liÄ flle 'S liche T i!One lo tt fcar& be Ti&f.it 12 4tnt net 2304', o' Sanrt i Tri-mn." 5 Ce.ttl , 23ü. 5f iuf imaun 15 tftutl. V r Poft zugeschickt l fcriuite jalunj 16 xer S'hr. Att Q MsrvlaudÄT JckarapoliS. Ind., 10 März 1&8. Drei Menschenalter. ttaiser Wilhelms bewegte Lauf, bahn. von Erniedrigung zum höchsten Ruhme. Gon Abscheu zur BergStternng. (Sixxc geschichtliche Gestalt. Der Friede von Tilsit war eben abgeschlössen worden im Sommer des Jahres 1807, nach den unglücklichen Schlachten von Jena und Auerstädt, von Eylau und jzriedland. Im Laufe zweier Unglücklicher Kriegsjabre war der preußische Staat zertrümmert worden. Der großartige Bau, gegründet in seinem Wesen von dem großen Kurfürsten nach dem Ende des dreißigjährigen Kriegcs und fortgeführt von dem ersten Könige Friedrich I., von Friedrich Wilhelm L, von Friedrich II. dem Großen, er xoax in seinen Grundlagen erschüttert ; denn dem Könige Friedrich Wilhelm III. war im unglücklichen Frieden von Tilsit kaum die Hälfte seines Landes geblieben. . Das ganze Staatsgebiet war von den Feinden überschwemmt und die wichtigsten Festungen befanden sich in ihren Händen. Dam kam, daß die zweideutig gefaßten Artikel des Friedens dem Nebermuth des Siegers noch Handhaben liefertcn zu immer neuen Quälerelen und Demüthigungen, welchen 3!apolcon im Vollgefühle seiner Macht das ganze Land unterwarf und mit denen er auch die Höchstgcstellten nicht verschonte. Darum hatte sich, die königliche Familie, um dem Anblick des verhaßten Feindes zu entgehen, in den ersten Tagen des Jahres 18,7 in die äußerste Nordostecke des Landes geflüchtet, nach Memel. König Friedrich Wilhelm III., seine Gattin Königin Luise, eine mecklenburgische Prinzessin, sammt den Kindern, bewohnten hier ein einfaches Haus und führten einen äußerst bescheidenen Haushalt. Wie das ganze preußische Volk nach allen AuSsaugungen urd Demüthigungen ein karges, kummervolles Dasein führte, so auch die königliche Familie. Fünf Kinder hatte damals das konigliche Paar. Friv, der älteste Sohn, nachmals im Jahre 1840 Friedrich WilHelm IV., war 1795 geboren ; der zweite Sohn, Wilhelm, nachmals im Jahre 1801 König und später deutscher Kaiser, hatte am 2- März 1797 im kronprinzlichen Palais zn Äerlin das Licht der Welt erblickt. Noch ein Prinz war vorHanden, Karl, und zwei Prinzessinnen, Charlotte und Alcrandrine. In den nächstfolgenden Jahren wurde die Reihe der königlichen Kinder noch vermehrt durch die Geburt der Prinzessin Luise und des Prinzen Albrecht, der als jüngstes Kind der Königin am 4. October 1809 geboren war. Die ersten Kinderjahre waren dem Prinzen Wilhelm in der glänzenden Uns gebung des HofcS vergangen und nunmehr sah er sich an den äußersten Rand des Reiches geschleudert und in die bescheidensten Verhältnisse verseht. In jenen Tagen des bedeutungsvollen und die edclste Frucht hervorbringenden Unglücks, am 1. Januar 1807, war es, daß Prinz Wilhelm zum Ofsicier ernannt wurde. Sein Vater sprach dabei zu ihm: Da an deinem Geburtstage vielleicht keine Gelegenheit sein wird, dich ordentlich einzukleiden, weil ihr nach Memel müßt, so ernenne ich.dich schon heute zum Ofsicier und habe dir auch eine Jnt'.rimsuniform anfertigen lassen." Im Jahre 1808 siedelte die königliche Familie von Memel nach Königsberg über und am 25. December 1809 erfolgte der Einzug in Berlin, wo die Vevölierung auf'S freudigste erregt war. Auch hier, in der alten Heimath angelangt, widmete sich die Königin vor allem der Familie. Sie schreibt aus jenen Tagen: .Ich beklage mich nicht,, daß meine Lebenstage in diese Unglücksepoche sielen. Vielleicht gab mein Dasein Kindern das Leben, die einst zum Wohl der Menschheit beitragen können." An ihren Vater schreibt die Königin: .Gern werden Sie, lieber Vater, hören, daß das Unglück, das uns betroffen, in unser eheliches und häusliches Leben nicht eingedrungen ist, vielmehr dasselbe gefestigt und noch werther gemacht hat. Unsere Kinder sind unsere Schätze und unsere Augen ruhen voll Zufriedenheit und Hoffnung auf ihnen. Unser Sohn Wilhelm wird, wenn mich nicht alles trügt, wie sein Vater, einfach, bieder und verständig. Auch in seinem Acußeren hat er die meiste Aehnlichkeit mit ihm. Es mag kommen was da will, mit und in der Vereinigimg mit unseren Kindern erdr wir glücklich sein." Wahrend aber die Königin in treuer Fürsorge sür Volk und Familie aufainq. wurde ihre Gesundheit mehr und mehr Ichwanrenv. '-Sie Nomgln hatte nnendttch gelitten unter all den Demüthigungen. und unter der übermüthiaen BeHandlung, welche ihre Person, ihre Familie, ihr Land und Volk von den Fremden zu dulden hatten. Auch jetzt noch blieben die Festungen des Landes von den Drangern beseht, die ubermäßi ?tn (Kontributionen wurden mit äußerte? Strenge eingetrieben; alles das unter dem zornigen Knirschen deö Volkes über die Vergewaltigung. ES wurde zu viel für die zarte Seele der Königin; am 19. Juli 1810 starb sie an gebrochenem Herzen. An ihrem Todtenbette stand der Komg und seme beiden ältesten Söhne Fritz und Wilhelm und klagten trostlos um die beste Gattin. um die treueste Mutter. Mit ihnen das r i. c c rfl. ä . ganze ano um oie cociic tfurjnn. Der Könia von Preußen bat feiner;
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vergeben yalleo I u , oaB ouru; uujcii uu. 4b"' einen rächenden Geiz: gewonnen hatte. ?!ach der Vernichtuug der napoleonischcn Armee aus Rußlands eisigen Gcsilden erschien endlich, am 17. März 1813, der langersehnte Ausruf des Königs: An lnein Volk". Unter keinen günstigen Vorbedeutungenbegann zunächst der Kampf Preußens v cn..r.i ..A? v.:.. -: I UNO yiuyiuui'd uic ucuciuiuij? der gesammelten Streitkräfte Napoleons. D'r Frühjnhrsseldzng war ein ungünstiger für die Verbündeten. Aber bald &ei serte sich Preußens Glück. Ein allgemeines Zurückorängen sämmtlicher sran: zösischen treitkräfte gegen Leipzig hin fand statt, wo dann endlich den vereinten Änstrengungen vom 1., 17.' und 18. October es gelang, der französischen Herrschaft in Deutschland für immer ein Ende zu machen. Bald darauf wurde eS dem Prinzen Wilhelm gestattet, ins Feld zu rücken, nnd er ging am 8. November zur Armee ab. Bei Mannheim überschritt er den Rhein nlit dem Eorps Sakens am 1. Januar 1814 und kam mit den Monar chen ins Hauptquartier Schwarzenbergs. Einen Monat später war er auf den Höhen bei la Rothiere Zeuge der blutigen Schlacht. Aber selbst thätig eingreifen und mitkämpfen durste Prinz' WilHelm erst am 27. Februar bei Aar sur Aube, wo er sich das Eiserne Krenz erwarb. Am 31. Mär; 1814 ersolate der Einzug in Paris nnd bald. darauf der erste Pariser Friede. Am 7. August 1814 fand der Einzug m Berlln ttatt. Vorerst aber sollte, wie es sänen, die Ruhe nur von kurzer Dauer sein ; denn Napoleon erlchlen, von Elba nach rankreich zurückgekehrt, wieder im Felde im Junl 1815. Die ganze preusnsche Armee begann nun wieder auszumarschiren ; der Prinz Wilhelm an der Spitze des üklllerbattaillonsocs 1. Gardereglments zu Fuß. Doch verwieg zu Belle Alliance am 18. Juni hatte schon den Krieg tnU schieden und am 13. Juli 1815 zogen die verbündeten Armeen zum zweitenmal in Paris ein ; der zweite Pariser Friede wurde geschlossen. Als endlich die europäischen Staaten nach den langen Kriegswirren Ruhe gefunden hatten, wurde auf der (lonseren; ZU Wien der deutsche Bund gegründet und in Preußen wurde dem Staat diejenige Gestalt gegeben, die er im wesentlichen beibehalten hat, bis zum Herbst des Jahres 1800. Am 19. Oktober 1813 verlobte sich Prinz Wilhelm mit der Prinzessin Auguste von Sachsen-Weimar. Am 11. Juni 1829 folgte die Vermählung und am folgenden Tag wurde das Palais llnier den Linden" bezogen. Am 18. Oktober 1381 erfolgte die Geburt eines Sohnes, der den Namen Friedrich Wilelm Älkolaus ilcivl erhielt, der spatere Kronprinz deö Deutschen Reiches und von Preuiz-en. Am 7. Juni 1840 verschied König Friedrich Wilhelm III. und sein ältester Sohn bestieg den Thron als Friedrich Wilhelm IV. Auf Anordnung des neuen Königs, seines Bruders, führte hinfort Prinz Wilhelm den Titel Prinz von Preußen. So kam das Nevoluttonsjahr 1843 yeran: 7lller zarten say man rn den Tai ." V M " fc gen oes März olksoersammlungen ; aus diesen gingen .Forderungen an die Regierungen hervor. Immer mehr erhrtzten sich Die (elfter. So auch in Berlin, wo große Volksmassen vor das Schloß zogen, zunächst freilich in der friedlichsten Absicht, um nämlich dem König für die bereits zugel. v . . . c zlanoenen oncesnonen zu oanren. Bald aber bewaffnete man sicb und baute Barrikaden. Die Truppen waren im Begriffe, den Aufstand niederzuwersen aber am 19. Man befahl der König den Abmarsch der Truppen aus der Stadt. Gegen den Prinzen von Preußcn richtete iich letzt der ganze Hau des Volkes, da man ihn dafür verantwortlich machte, daß die Truppen überhaupt erngeschritten waren. Der Prinz war bei dem Ausbruch der Revolte für Bewilligung einer constitutionellen Verfassung gewesen, hatte aber befürwortet, da zuvor der Ausstand mit Wafsengewalt unterdrückt werde. Da er überdies, wegen semer ausgesprochenen Vorliebe für das Militärwesen, als die Hauptstütze der absolutistischen Tendenzen galt, gab slch gegen ihn eme solche Aufregung kund, daß man es für geratyen hielt, ihn sur nige Zelt sich entsernen zn lassen. . Der Prinz begab sich am 22. Marz nach London. Dieser Londoner Aufenthalt hat viel dazu beigetragen, die politischen Anschauungen des Prinzen zu klären. Anfang Juni kehrte er nach Berlin zurück. Am . Juni 18 t9 erhielt er den Oberbefehl über die zur Bewältigung der Reoolution in Süddeutschland znsammengezogenen Truppen.- Nachdem er in Mainz glücklich einem Attentate entgangen war. unterwarf er in wenigen Wochen die aufständische Pfalz und Buden. Der Prinz ging bei Germersheim über den Rhein und schlug am 20. Juni 1849 die Aufständischen bei Waghäusel und ebenso am 29. und 30. Juni an der Murg bei Bischweyer und Kuppenheim. Nastatt, der letzte Zufluchtsort des Aufstandes, wurde belagert und ergab sich am 23. Juli. Der.Prinz von Preußen ließ gegen das von seinem Bevollmächtigten, Major v. Alvensleben, den in der Festung Eingeschlossenen gegebene Versprechen die ihm in die Hände gefallenen Leiter des Aufstandes erschießen. Dem Prinzen wurde am 21. Juli 1849 der Orden pour le mSrite verliehen; er wurde zum Gouverneur von Rheinland und Westphalen ernannt; am 31. October hielt er an der Spitze der Gardelandwehr seinen Einzug in Berlin. Allmählich erholte sich das badische Land von den Wunden, welche ihm die Revolution geschlagen. In Preußen wurde am 6. Februar 1850 die neue Verfassung. vom König beschworen und da, durch geschah es besonders, daß der preu? ßische Staat Vertrauen beim deutschen Volke gewann. Oesterreich seinerseits arbeitete auf die jSi, btiviw; 1113 UIVCUCIC UU UIC Wiederherstellung de! alten Bundeswas ntlrr Sfrf.3ltni(i i, I? ,rt,.T ttt -0 jfciw4 w WM
ÄWÄ civonnen worden war. Die Grunouil
g f besser oraamsirten Staa..H(lllllKra M;r W: SrA tenbundcs war sein Zweck. Dadurch verschärfte sich der Gegensah zwischen beiden Staaten immer mehr und die Thätigkeit nach anderen Seiten, namentlich nach auftcn hin, wurde gelähmt. So kam es auch, daß in die schleswigcholsteinische Anqcleg?nhcit sich Nußland und England r. .'1 : r f . . ... CCS. . lt. 1 - u ilers eittmiimen ronnien. iiircrn ic; ! i p ....... c r....ta ten Todeskampf im Sommer und Herbst l. ... c? rr.j. 1650 wurden die chleSwlg-.volstelner fast ganz ohne Unterstützung gelassen und endlich mit gebundenen Händen den Dänen überliefert. Am Ende des Jahres 1850 hatte eS fast den Anschein, als sollten jetzt schon die Gegensätze zwischen Preußen und Oesterreich durch gewaltsames Aufeinanderplatzen zum Austrage kommen. In der kurhessischcn Angelegenheit vertrat m r ,?. C t ' ? Preußen entscyleoen oen freisinnigen . (tnnmintt S""Vstrriisfi den Ttactionai i ViUMV!!! . y " " " reit. Beide Mächte standen bereit, mit den Waffen für die verfochten? Sache einzutreten. Da, im letzten Augenblick, von Rußland beeinflußt, ging Preußen von feinen Plänen ab, fügte sich dem Willen Oesterreichs, um einen Krieg zu vermeiden, und so wurde am 30. Mai 1851 der alte Bundestag wieder in seine Rechte eingesetzt. Dem Prinzen Wilhelm war es be schieden, in seltener Lebensfrische die ganze sich nun allmälig vollziehende Wandlung im Deutschen Reich selbst vorzubereiten und herbeizuführen. Nachdem der Bundestag wieder in seine Rechte eingesetzt war, folgten Jahre politischer Stille, in welchen gerade diejenigen Kräfte thätig waren, welche auf die verminderte Machtstellung und NiederHaltung Preußens und Deutschlands hinarbeiteten. Endlich bereitete das Jahr 1837 eine Aenderung in diesen Verhältnissen vor. Es war dies Jahr bedeutsam für den Prinzen von Preußen nach vielen Rich tungen hin. Der erste Tag des JahreS brachte sein fünfzigjähriges Dicnstjubiläum. Deputationen und Ehrengeschenke trafen Ztl reich bei dem Jubilar ein. Im Juli desselben Jahres erfolgte bis Verlobung feines Sohnes, deö PriL-z Friedrich Wilhelm, mit der Prinß Royal Victoria von England ; die Ämählung fand statt zu London am ii. Januar 1858. Schon im September 1356 hatte sich Prinzessin Luise, dem Prinzen als zweites Kind am 3. December 1833 geboren, mit dem Großherzog Friedrich von Ba den vermählt. Ein tief einschneidendes Ereigniß endlich brachte der 23. October 1857, a welchem Tage Friedrich Wilhelm IV. seinem Bruder die stellvertretende Regie, runa zunächst auf 3 Monate übertrug, welche Frist bis October 1853 verlängert wurde. Schon im September 1857 warder König erkrankt, und bald erkannten die Aerzte, daß eine unheilbare Gehirnkrank heit im Anzüge sei. Die Hossnunz der preußischen Patrio, ten war der Prinz von Preußen, alle: Augen schauten ans ihn, alle hofften von seiner starken Hand das Wiederaufleben der preußischen Machtstellung. Der Zustand des Königs war indessen immer hoffnnngsloser und am 7. Oktober 1858 wurde deshalb von ihm dem dem Prinzen die Regentschaft ganz selbstständig übertragen. Als der Regent sich ein neues liberales Ministerium, mit dem Fürsten von Hohenzoltern - Sigmaringen an der Spitze, gebildet hatte uno am 12. Januar 1859 den Laudtag eröffnete, sprach der Regent: Meine Herren! Als ich vor wenigen.Äionaten von dieser Stelle zum erstenmale als Regent zu den Vertretern des Vaterlandes sprach, forderte ich dieselben auf, mit mir die Fahne Preußens hoch zu tragen. Auf dieser Fahne steht: Königthum von Gottes Gnaden, Festhalten an Gesetz und Versassung, Treue des Volks und des sicgbewußten Heeres, Gerechtigkeit. Wahrheit, Vertrauen, Gottesfurcht. Wohlan, meine Herren! - helfen Sie mir diese Fahne hochtragen. Wer ihr folgt, der folgt mir. Dann werden wir auf Preußens Gegenwart mit demselben Stolz, wie auf seine glorreiche Vergangenheit blicken können und auf spätere Geschlechter den altprcußischen Geist vererben." Der Krieg Frankreichs und Piemonts gegen Oesterreich brach noch im selben Jahre aus. Die Stellung, welche Preußen genöthigt war, zu diesen welterschüt tcrnden Verwicklungen einzunehmen, das Verhalten Oesterreichs und des Deutschen Bundes, sprachen deutlicher als alles andere, das Prenßen, um ein schwerwiegendes Wort mitsprechen zu können, ganz auf eigenell.Füßen stehen müsse und seine Armee so mächtig als nnr immer möglich zu machen habe. Die Mobilmachungen der Jahre 1850 und 1859 hatten gezeigt daß die alte Wehroerfassung, welche sich noch vom Jahre 1814 herschrieb, eine Reihe von W?ifttih,ti mtfr firfi firnrfit tißfSf fntis IPMIIVVII I j V fyj W r dcre war raschere Mobilmachung anzustreben. Die Thronrede vom 12. Januar 1860 kündigte die Hccresreorganisation an. Die Ereignisse drängten ; es war keine Zeit zu verlieren; mit aller Energie ninßte an die Reorganisation gegangen werden, und der Regent hatte mit klarem Blick auch den rechten Mann dazu herausgesunden, indem er im November 1859 den General o. Noon als Kriegsminister berief. Noch waren zwar vom Landtag keine Mittel vermilligt, allein schon im Juli 1360 stand die Reorganisation als fertiges Werk da und um eS als fertig auch äußerlich zu zeigen, wurden bald daraus den neuen Regimentern Fahnen und Standarten verliehen. Ueber der Armee wurde die Marine nicht vergessen. Schon unter dem großen Kurfürsten hatte Preußen angesan t. ff L - fT Jf t (. . - t.fiiw - V " . Z?.'?. ium ?chutze d Handels. D:e a,siieie llttffe aus ver ee zu ' -".ul' sollen Uno OlC UäOXs nan4c in den Jahren 184ß und 1849
hatten noch mehr gemahnt, auf ferstet-
lung einer Achtung gebietenden Flotte bedacht zu sein. Doch hatte Preußen seiner Lage nach mit besonderen Schwierigkeiten zu kämpfen. Erst die (5rwer- , bung deö Jahdebusens 1653 brachte des: sere Bedingnngen und erhöhten A::f: schwung der Flotte; imJahr 1800 zählte dieselbe 77 Fahrzeuge mit 324 Geschützen. In der Folgezeit wurde die Floate ganz bedeutend vermehrt, nainentlich bürg Schisse allerneuester Eonstruktion. Die Armee verblieb im lsesentlichen'in der Formation, wie sie dieselbe im Jahr 1860 erhalten, bis zur Gründung des Norddeutschen Bundes, wo Neusorinationen und neue Armeekorps hinzutraten, was sich wiederholte nach Ausrichtung deö Teutschen Reichs. Die Krankheit König Friedlich WilHelms I V. hatte sich mehr und mehr verschlimmert und am 2. Januar l6l starb er. Der Prinz Regent bestieg den Tkr als König Wilhelm I. ! Meine Pflichten für Prenßen fallen mit Meinen Pflichten für Deutschland zusammen. Als deutschem Fürsten liegt Mir ob, Preußen in derjenigen Stellung : zu kräftigen, welche es vermöge seiner , ruhmvollen Geschichte, seiner entwickelten j Heeresorganisation unter den deutschen Staaten zum Heile aller einnehmen muß. Möge Gottes Segen ailf den Aufgaben ! ruhen, welche sein Rathschluß Mir über- ! geben hat." So sprach der König in . seiner ersten Thronrede. ! Der Landtag war sreilich mit der Reorganlsation der Armee u einem so vedeutenden Umfange nicht einverstanden. Die Regierung führte aber das ilceorga- ! nifationswerk trotz der Opposition des Landtags durch und erst im Jahre 1W6 söhnten sich die Volksvertreter mit den Handlungen der Regierung aus und bewilligten dieser die verlangte Indemnität. Im Jahre 1861 war König Wilhelm einem zweiten Attentat ausgesetzte (5r desand sich damals in Baden-Baden, als auf der Promenade der Leipziger Student Oscar Becker, aus Odessa gebürtig, auf ihn schoß. Die Kugel war durch den Kragen des Nockes gegangen und hatte an der linken Seite des Halses eine Eontusion verursacht ohne ieden gefährlichen Charakter. Um feierlich sich die Krone aufs Haupt zn setzen, hatte der König auf den 18. October 1801 die Krönung zu Königsberg angesetzt. Am' 14. October erfolgte der Einzug zur Krönnngsfcierlichkeit in Königsbergs Vonr Krönungs feste zu; rückreifend, hielt der König am 22. Oct. seinen Einzug in Berlin. Mit dem praktischen Blick, mit welchcm der König den General v.3!oon für den richtigen Platz herausgefunden hatte, berief er nnn ins Ministerium den bisherigcn Gesandten am französischen Hofe, v' Bismarck-Schönhausen, der am 8. October 1862 auch zum Präsidenten des Staatsministerums ernannt würde. Am 15. November 1863 war König Ferdinand VII. von Dänemark gestorden. Avei Tage noch vor seinem Tode war eine Verfassung angenommen worden, welche unbekümmert um die 152 im Londoner Protokoll eingegangenen Verpflichtungen, unbekümmert nm die uralte Vereinigung der beiden Herzog: thümer Schleswig und Holstein, uubekümmert um den Einspruch sämmtlicher Großmächte, eine .förmliche Einverlei--bung SchlcSwegs in den dänischen Gesammtstaat herbeiführte. Der neue König Christian IX. nahm unter dem Drängen des hauptstädtischen VöbelS die neue Verfassung an. Mit Blitzesschnelle verbreitete sich die Kunde von dieser kechtsverletzung durch die deutschen Lande. Ungeduldig, verlangte man in allen Schichten des Volks rasches Handeln, insbesondere vom Bnndestag, der schon früher mit Erecnt o ' gegen die Dänen gedroht hatte. Am 23. Dezember marschirten auch wirklich die Erekutionstruppen, 12,000 Sachsen und Hannoceraner, unter General Hake in Holstein ein. ohne Widerstand zu sinden. Sie besetzten das Land, indem aller Orten der Erbprinz von Au znstenburg als Herzog Friedrich VIII. ausgerufen wurde. Die deutschen Großmächte gingen ihrerseits am 16. Januar 1804 mit einem Ultimatum gegen Dänemark vor. Als dieses 'verworfen wurde, erfolgte sofort öer Einmarsch einer combinirten Armee von 60,0,)0 Mann, darunter 20,000 Oestcrreicher unter General v. Gablenz. Das Oberkommando führte General v. Wrangel, später Prinz Friedrich Karl, bcr zunächst die preußischen Streitkräfte commandirte. Am 1. Februar überschritten die Verbündeten die Eider. Am Tag darauf schon war Prinz Friedrich Karl bei Missunde am Feinde; die Oestcrreicher fochten bei Oberfelk und Jagel. Die dänische, etwa 30,000 Mann starke Armee, unter General de Meza glaubt: ihre Hauptstärke in der Behauptung der Dauewirke zu sinden, einer Linie von Befestigungen, welche 11 Stunden lang von Schleswig aus ostwärts und westwärts sich erstreckt. Sofort nach den ersten Gefechten aber erkannte der dänische Führer, daß für seine Kräfte die Linie, weil zu lang, unhaltbar sei und zog sich nordwärts zurück, ohn eine Vertheidigung der Werke zu wagen. Bei Oeversee gelang es den Oesterreichern, den Nachtrab zu stellen und zu werfen. Die Dänen theilten sich, also gedrängt in zwei Corps, von denen das eine nordwärts zog, Jütland zu, das andere auf die Halbinsel Sundewitt, wo die Düppler Schanzen . gesicherte Ausnähme und feste Stellung boten. Auch 'die Verbündeten marschirten in Jütland ein. Prinz Friedrich Karl aber nahm Stellung vor Düppel, das auf regelrechte Weise belagert werden mußte. Am 7. April begann die Beschießung; am 13. endlich konnten die Sturmkolonnen, e3 waren deren sechs, aus den preußischen Linien hervorbrechen, Vormittags 10 Uhr. Um 17 Uhr Mittags war kein Däne mehr in den Schanzen oder überbauvt auf dem Festland; der Feind war ! nach Alsen .hinübergeflüchtet mit -einem ! Verlust von 5000 Mann ; die Preußen hatten 1200 Todte und Verwundete. Nach dem ruhmvollen Tage deS IS. April entschloß sich der König, selbst zur Armee abzugehen. De,WeZitrd:V.LS. Oktober jw
stcn von Preußen nnd Oesterreich. Die (lbherzogthümer standen ursprünglich unter gemeinsamer, spater unter getrenntcrVerwaltungOesterreichs und Preußens, fo zwar, daß ersteres Holstein, letzteres Schleswig besetzt hielt. Die beiden Regierungen neben einander, wozu noch gewissermaßen eine dritte kam. die des Herzogs von Augustenburg, : den Oestercich besonders in Schutz nahm ; das rege Partciwesen im Lande, das Treiben in der Presse und in Versammlnngen; die Thatsache, daß Preußen, das doch zur Befreiung der Lande am meisten gethan hatte, verdächtigt werden sollte; all dies ließ keine crfreuli: chen Zustande aufkommen, um so weniger, als Oesterreich in Holstein auf eigene Faust vorzugehen begann, statt wie es verabredet war, in gegenseitigem Einversiändniß. Immer mehr verschärften sich die Gegeilfätze zwischen beiden Mächten. Für Preußen gab es nur die Wahl zwischen zwei Wegen : entweder kehrte es zurück in die Bevormundung durch Oestreich und in den durch dieses geleiteten Bundestag wie im Jahre 1850, oder aber es behanptet? seine sclbstständige Politik und seine maßgebende Stellung mit.den Waffen in der Hand aus eigener Karst. Durch die Abstimmung in der Bundesversammlung über Bundesexekntion gegen Preußen vom 14. Juni endlich wurde die Mobilisirung sämmtlicher deutscher Armeecorps mit Ausnahme der preußischen beschlossen. Damit war zugleich eine Kriegserklärung gegen Preußen erlassen und dieses selbst war eben damit aus dem Bunde ausgetreten. Schon am 22. Juni hatte Prinz Fried rich Karl von der Lausitz her die böhmische Grenze überschritten; Herwarth ebenso rechts von ihm; der Kronprinz links von Schlesien aus. Bald hörte man von jeder Armee einen Sieg, dann mehrere. Der König ging selbst zur Armee ab, um den Oberbefehl zu übernehmen. - ' Am Abend des 2. Juli kam in's könig'iche Hauptquartier nach Gitschin die Botschaft, daß der Feind diesseits der Elbe der ersten Armee eine Schlacht anzubieten scheine. Daraufhin wurde im Kriezsrath sofort verabredet, daß dct Prinz Friedrich Karl dem Kampf nicht ausweichen solle, daß die Elbarmce den linken Flügel, der Kronprinz mit der zweiten Armee den rechten Flügel des Feindes zu fassen habe. An die noch ziemlich weit entfernten Eommandclire' gingen in aller Eile Couriere ab. Nach schwerem Ringen war die Schlacht entschieden. Stellung umStellung ging den Oesterreichcrn verloren; die Elbarmee hatte die Sachsen geworfen und um 4 Uhr begann der König die Vcrfolguug der auf allen Stellen zurückweichen: den Oesierreichcr. Der Eindruck der Schlacht bei Königs: grätz war überwältigend für ganz Eu? ropa. Der Krieg war hier entschieden. Vier Tage später wurde in NIkolsburg der Friede geschlossen, dem am 2-i. August der eigentlich: Friedensvertrag zu Prag folgte. Oesterreich trat damit aus dem Vundc aus. trat seine Rechte ans Schles: wlg-Holstein ab und gab seir.e deuischen Bundesgenossen mit geringem Vorbehalt er preußischen !cgierun preis. Nunmehr aber beeilten sich die süd? deutschen Staaten, da von Oesterreich rein nichts mehr zu hossrtt war, ihren Frieden mit Preußen zu machen. Mit diesem war zugleich ein Schutz- und Trutzbüiidniß, welches dein König von Preußen im Krieg den Oberbefehl sicherte, verknüpft. Dank' dem energv. scheu und geschickten Auftreten Bismarck wurde alles dies, als Vorstufe für die Einigung, zu Stande gebracht trotz der Machinationen Napoleons, der endlich leer ausging, während alle Vortheile auf deutscher Seite blieben. Durch Annerion derjenigen norddeutscheu Staaten, welche gegen Preußen im Felde' gestanden, mit Ausnahme von Sachsen, sah Preußen seine Einwohnerzahl von 19 Mill. bis nahe an 24 Mill: wachsen. Dazn traten noch die 5 Mill. derjenigen selbständigen Staaten, welche mit Preußen in den norddeutschen Bund eintraten. Am 18. August 1866 wurde der Bünd, nißvertrag abgeschlossen und am 24. Februar 1867 der erste norddeutsche Reichstag eröffnet, neben welchen bald darauf ein mit den Südstaaten geincisifaniei Zollparlament trat. Der Grund für die durchzuführend Einigung war so gelegt. Das einmüthige Zusammengehen Deutschlands erregte, wie natürlich, vielfach den Neid des Auslandes, insbesondere Frankreichs. Die Regierung Napoleons hatte gehofft, daß sie mit einer territorialeil Vergrößerung ans den VerWicklungen des Jahres 1866 hervorgehen werde ; sie hatte fogar später noch auf Compensation gerechnet. Alles war ge: scheitert an der festen Haltung der von Vismarck geleiteten Politik. Der Stern Napoleons begann zu erbleichen. Zwei Wege gab es, ihn neu aufflammen zu lassen: Demüthigung des Rivalen oder Krieg, und' in Paris konnte man sich ja nur einen glücklichen Krieg denken. An Gelegenheit schien eS nicht zu fehlen. Der spanische Königsthron war erledigt; für die Krone war Prinz Leopold 'ans dem Hanse Hohenzollern-Sig' maringen in Aussicht genommen. ,' Die Nachricht hiervon erhitzte die Ge müther in Paris nicht wenig. Ein wüstes Kriegsgeheul schallte von dortherüber. Man rief: Rache für Sadowa! man beklagte sich, daß in Deutschland sich nichts rühre, daß der wilde Kriegs, ruf kein Echo, sinde. Konig Wilhelm befand sich eben da, mals in Ems und trotzdem, day der Prinz Leopold, um alle Verwicklungen unmöglich zu machen, seine Königscanj didatur zurückgezogen hatte, wurde doch . i c jc ' i :r: :j. c4. ver. onlg ourcu oin jiunjumujcu audi schaster Bencdetti mit allerlei Zümuthungen angegangen, .insbesondere auch mit der. es solle sich der König verpflichten, i niemals seine Zustimmung zu einer ähnlichen Kandidatur zu geben. De? Storni feefr Lanamutb .rjchövkt
Wien geschlossen. Der König von Dancmark verzichtete dabei auf alle seine Rechte auf Schleswig-Holstein zn Gun,
war. sertigte bett uvermntytgen ?5otscyäfter, der ihm auf der Promenade in den Weg trat.' kurz ab und dabei aihmere das ganze deutsche Volk auf. Lnnzst hatte man die Schmähungen nnd Drohungen satt lägnst verlangte man danach.i der bestehenden Unsicherheit ein Envev.vi machen. , ' Trotzdem daß Napoleon zum o-kbla-gen durchaus nicht vollständig geriiset war,mu,s)tc' er doch der Ungeduld der Pariser, welche schon in den nächsten Tagen die Briefe ihrer Angehörige!! ans Berlin datirt erwarteten, etwas bieten.
Er griff daher am 2. August Saarbrücken an, das nur von untergeordneten Streitkräften "vertheidigt und bald ge: ' ränmr wurde. Die Bedeutung des Tref- j fenS ging nicht über die eines kleinen Scharmützels, hinaus ; der Verlust be: trug auf beiden Seiren elwa 80 Mann. I Mit anderem Nachdruck . wurde bis Offensive ans deurscher vtile eröffne!. Der Kronprinz überschritt am 4. August ! die französische Grenze und erfocht den ersten Sieg auf französischem Boden, iin dem er das mu alten Befestigungen versehene Weißenburg nach heftigem Kampfe wegnahm und damit eine stattliche Reihe von nachfolgenden Siegen anbahnte. Die bei Weißenburg geschlagene fran ,zö fische Division hatte sich ans cie Armee MacMahonS zurückgezogen, der- bei Wörth Stellung genommen hatte, eine sehr starke Decknng durch den Sauerbach j vor sich. Dort kam es zur Schlacht. i B , , ' vcaty yetfzcm Kampfe verltefzen tu Franzosen in wilder Flncht das Schlacht feld. Im Verlauf des ganzen Kriegs würd, zwar öfter mit größeren Massen gcfoch, ten und höherer Siegcspreis errungen, allein an moralischem Gewicht, an liesgehendem Eindruck auf beiden Seiten kam kein nachfolgender Sieg dem bei Worth gleich. Dazu kam'am gleichen Tage ein zwei: ter Sieg, der bei Spicherern, den di erste Armee erfochten. Ohne nennenswerten Widerstand sehten dle drei deutschen Armeen ihren Vormarsch fort, Prinz Friedrich Karl in der Mitte, Steinmetz rechts, der Kronprinz links. Einzelne Festungen wurden eingeschlossen, so .Straßburg vo den Ba densern. , . In : rascher Aufeinanderfolge folgten andere., blutige Schlachten. Die erste und zweite Armee erhielten dann die Aus. gäbe, Metz zu umlagern; eine victe Armee unter dem Kronprinzen von Sachsen wurde formirt aus der Garde, Thüringern, Sachsen. Der dritten und vierten Armee lag es ob, Mac . Mahon, der die Neste der französischen Feldarmee führte, zu suchen und zu schlagen. Zunächst wurde gegen. Chalons marschirt. Als aber in rahrung gebracht war, daß Mac Mahön gegen die belgische Grenze hin ausgewtchen sei, wurde die Richtung des Marsches geändert, auf S e d a n zu. . Llm-LI. August waren die deutschen Armcen-'hler aufmarschiert. In Scdan selbst und. dessen nächster Umgebung lag Napoleon mit seiner rasch znsammengerafften .Armee. Deren Lage wurde unrnar, aussichtsloser. Denn in der Schlacht des I. September schloß sich auf be'den Seiten der Maas der Kreis, gebildet von den deutschen Korps, enger und enger um sie.. Napoleon ergab sich am 2. September. sammt seiner ganzen Armee, 35,, 000 Manu, kriegsgefangen. In. Pirris wollte man trotzdem von keinem . Abschluß des Krieges wissen; das Kaiserthum. wurde gestürzt, eine Republik an dessen Stelle gesetzt und die Re gieruyz de?Z nationalen Vertheidigung aufgeste!lr welche entschlossen war, keine Conzessione'n zu machen. Da bedeutete für den König von Preußen Fortsetzung des Krfegs -und ohne Säumen begannen auch dt,e. Armeen den Vormarsch gegen Parisiasam 19. September umlagert warMsl'l der Belagerung von Paris aber galt ef den verschiedenen Entsatz versucheLoelche der Diktktor Frankreichs, Gambetta, in's Leben rief, entge: genzutreten. Jzdessen hatte Metz am 29. October kapitu'tirtuud 173,000 Gefangene sammt masseuateul Material waren in die Hände ',bkSleger gefallen. Bald da: rauf würden auch die französischen Heere aufgerieben,' die vom Norden und vom Süden aus Paris entsetzen wollten. So konntevonanßen ungestört, die Bela: gerug,oKParis weiter gehen. Dte'.Wch'ießung der Werke vor Paris begailviude December. Dazu stieg Nothmich Uyzufriedenheit in der Stadt. KapiÄtlonsoerhandlungen begannen und am 2 6. Januar 1871 wurde in Verfaillcs ' die Konvention unterzeichnet, welche das Ende des Krieges bedeutete und welcher am 10. März der Friede von Frankfurt folgte. - Die herrlichste Frucht des Krieges war ein geeittfgies, großes Deutschland, das hervörgmß aus dem einmüthiäen Zusammengehen seiner tapferen Söhne. Die, süddeutschen Staaten hatten schon im Mokkas September Verhandlungen gepflogenwegen engeren Anschlusses an den norddeutschen Bund, der zu einem deutschen Bunde umgestaltet werden sollte. Vall gewann die Idee mehr Gestalt. In Versailles war es, mitten unter den Denkmälern der alten französischen Größe, daß den König die Kaiscrbotschaft traf. . Am 13. Januar 1871, dem 170. Jahrestag der Aufrichtung des preußischen Königthums zu Königsberg, wurde zu Versailles in Gegenwart vieler deutscher Fürsten und der Truppcndeputationen die Gründung des Deutschen Reichs feierlich verkündet. Der Großberzog von Baden brachte das Lebehoch anf den Kaiser aus und'meiter und weiter schallte eS durch die Reihen der Heere und hinüber zum Rhein in alle Gaue des deut- j schen Landes, von Dorf zu Dorf, von Stadt zu Stadt. Am selben 13. Janua, 1871 erfolgte die Proclamatlon des deut, schen Kaiferreichs. Geistig und körperlich ungemein frisch war der.Kaiser ins Jahr 1878 eingetreten; festliche Freude herrschte in seinem Haus infolge einer Reihe von freudigen Ereignissen. Am 11. Mai fuhr der Kaiser, von Charlottenburz kommend, mit seiner Tochter, der Äroßherzogin LllsevlN Baden, im offenm Wag,n die 1 (For.s.tmng auf der 3. GiUO
TRADE ih'Af--. MARK 5 ? i'.-'X- C : . f U:fjt'A'ilz&:j ci r. .it 7 v-v-DAS GROSSER Scl)mcrzcnlicilmittcl. QCQcn Ncnralgia. Dauernd gebellt. Oriqwal.Bericbk. 1SS4. erneuert 8. Januar. 1887. Litt im Jahre 1884 schreck lich an ?!kural?ia in Gesicdtc. Litt furchttar. Lcrsucbü Ct. Jakods Orl. Ricd die schmerzenden Thcile tti AbendS tüchtig ein und am Morgen roarcn alle Schmerzen wie durch ein Wunder verschwunden. Seit ebrerea Jabrcn keine Nückfall wieder kbatt. Frau Marv K. Checd, Nro. 111 ärzland-Arenuc, Wsshwzü?, D. C. Dauernd geheilt. OriZlnal.Bmcht. NZrz. 1831. Err. ert 6. Februar. 1837. Beinade drei Zaire schrecklich an Neuraleia arlinen. Oendre St.ZakcbS Oel an. süNfM??: c rcn alle Schmerzen verschwunden. Eiue tinzi AnTendunq heilte r.ich. SeU jener Zeit keinen Nückfll wieder eehsöt. SL i). Troll, St. Lsuiö, Mo. Dauernd geheilt. War aezwung sechSzea Taze wegen neurülaiicher Echmerzen im Bette zu blei den. Nahm sechs verschiedene Medizinen odne Erfolg beinahe wahnsinnig ror E tn:erjkN. Gebrauchte Ct. ZakobS Oel und wurde geheilt. Habe seit jener Zerr keine Schmerzen wieder gehabt. Stfarc L. Düvlö, Tcbinsville, Aaltinu? Co !Nd 15. Dezember, 1885. Obige ?uinisse sind Ernklierungen früherer 4 Bericht von Leuten, welche durch St. JatodT Oel ? geteilt wurde und die nach Verlauf von Jahre ' kein !ttückkchc von Cchmkrzen gehabt haben. Allenthalben in den Apotheken zu haben. THE CHARLES A. VOGELER CO- BaRlmoe. Md. i j wmmm Curc3 Romoves Tan Cunburn, Bco SUnsSt Mos qultoand AU - 4 InccctCitoCi ; rorrixs, ELorcuxa, HUXCTS, raift-worV 3.1 c vctt tom es süa bleaiiic3, foaiüvely cnxod orx tb.o i-iost äoLieate cda wiUiou) lc&Tiaj scar, trj Hop 6in.tncixt. rrico Cjcta. OOcta. aod kl A t nfTf 1 vr a-H Th Hop Pül TffwTff Co., ifc-w London, Conn. L'ttle PllU sor sicV-hoadacLe. djspexxii. Mütmsnesa aad coaötipaUoa have eo eqiuiL &a. m Ja aHtn pctbefiti tu (ikn, Of sgen ernst nett gucfl i cm . ' i -i.rfr . fc I itiUTtutäiTUi itvu.taauiu rriu)i-urn, i &i efctlfcbteifranfbeitm iiäirr ani tiurrnt tai nd !lk kiB i,eindzr und?ildar,n sl!n ! teilen, ferner, naae Aufklärurz tber anudarkei:! SBribli.tf clt ! fcbf ! l inder ( , tttti brrso't sM itnK AtilMH Vftff A 1 . fr vkM - t v l Plf3in VMtrti ..Tr M?ttnnalnfrr 'i r - l kviv;iu Ult VHiii 5 v i v Tv rBi ust., 250 Seite mit ,a' tret ttdeus treuen Bildern. Wird in dkutser Errate ?eq?n Einsendung ron 2"t Cent in Posty j etampg, lonsani terrad stet ttrfanct,. I . - i m- . a. I &lirf.t: nutrtirHi i .Iiictliut.il I I n. W in n.irr. usne unwuway, ?sTr iotü, kift.li iinisrtttanarcli?, snc, um Jacbs Händler G. Kejlcr, A Sud UO&waxa Kt. $sZZZS&Z2S XCiiaEicj (02 für die Eaison 1887. A. Taylor, Office: .0 kVorlL Vr ttrr. CT !ele5dou w. iLm H A Jm. Jk mmrm. Z)a öestc fSüz'&eftul As tf r Fortr yeart experienc in tb preparittion of raor I 1 uma vjuv mumi I I fcH 1 1 Thonind applicitlotis fr ptenu ia I I fO 1 I th Lrited hiaira .nd. Forciern connI 1 f5l l I tries, th pabiisbrra of tU tcintiäa LJrTVJ American continue toct olicitori I I for patent. cTet.tni(.eirirk.copybmmmmtM rixbt.9. etc.. for the United iUite. and to obtain pateDts in Canada.. F.nglfnd, iranc. Genuanx, and all other countrip Theirexpeh nc is unjualed and thetr facüitie a uaso paraed. Drawinea and npecificatlona prparei and fl.4 In the Patent Office on eaort notice. l ern,, ver? reaaonble. So rhre for ex&minationcf modela or drawinjrs Advice bjr mailfre Patent obtainrd hrouirh M nun 0rt.arr.otle4 Inthe SCIKXTITIC MEUICAhich haa the larjst circuiation and i tb raol müaential newapaper of it kind pubüfihed in the world, The adeantaces of euch a notice eeery patente uodentanda, Thia larire an4 pVndMiy i11ntratea newfpapar lepablished WKKKLV $3.00 a year. and ta adinitted to be the best paper devoted to ecience. mechanic, inventiona, enjrineerinir worka. and otber departments of lndustrial prnxrea. publianed in anjr eoiintiy. It containa the Dame of all patenteea andtit)of eTeryinvention patentd eicn eek. Try it four month ior one dohar. Sold by all newEdealers. If yoa have an inTention t patent wnt te Mann A Co., publ)hr of Scientibo AJnanea, Kl Broadway, ew York. liandbook abeat paUnU mailel fr. ADVERTISERS can learn the exact cost of any proposed line of advertising in American papers by addressing Geo. P. Rowell & Co., Newapaper Advartiaing Duraau, lO Spruo St., New York. n4 lOatA to 109PaQ paurM
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