Indiana Tribüne, Volume 11, Number 147, Indianapolis, Marion County, 14 February 1888 — Page 3
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r,ifrww!, - m Eine Grastntochter Roman von Iosephine Gräfin Schwerin. (Fortsedung.) Momentan amüsirte und schmeichelte es ihn selbst, der Mittelpunkt zu sein, um den sich das ganze Leben gruppirte, und die Liebe, die ihn überall umgab, die aus zedem Äuge leuchtete, that ihm roohl. T as aver waren nur vorübergehende Stimmungen, der eiqentliche Grundton in ihm war eine gänzliche Zerfallenheit, ein tiefer Groll mit dem Schicksal, der j Welt und ihren wie er sie nannte widernatürlichen Einrichtungen und For-, rnen, die auch ihn rn Bann hielten. Es war an einem Morgen nach dem Frühstuck. Joachim hatte hier, wider seinen Willen, die Gewohnheit des Frühaufstehens annehmen müssen; anfangs war er erst aus seinem Zimmer gekommen, nachdem die übrigen Familienglieder das Frühstück längst vergessen, die Kinder bereits zur Schule gegangen waren. Charlotte hatte dann ein Kännchen mit dem für ihn warm gehaltenen Kaffee aus der Küche gebracht. Nach einigen Tagen hatte ihm der Vater gesagt: e5 sei in diesem Hause noch immer Gebrauch, daß d''e Familie zusammen frühstücke und es müsse auf die Kinder einen schlechten Eindruck machen, wenn der große Vruder noch schlafe, wahrend sie bereits an's Lernen müßten. Joachim hatte eine zornige Aufmallung gespürt, daß er sich Vorschriften gefallen lasse mußte, mußte, wie ein Schulkind ; es erschien ihm so entsetzlich kleinbürgerlich, daß um halb sieben Uhr die ganze Familie sich an dem Frühstückstisch versammeln mußte. Er hatte aber dennoch geantwortet: Wie Du wünschst, lieber Vater, ich werde mich bemühen, meine großstädtischen Gewohnheiten abzulegen." Seitdem also frühstückte er mit der ganzen Familie zusammen. Nun waren die Kinder zur Schule gegangen, der Vater war in seinem Arbeitszimmer, die Mutter und die erwachsenen Schwestern besorgten ihre häuslichen Arbeiten. Das Zimmer war voll Tabaksdunst der Vater rauchte am Morgen stets eine Pfeife die Luft in dem nicht großen, niedrigen Zimmer dünkte Joachim schwül und bedrückend, er athmete schwer und fragte sich, wie wohl Melitta dieser einfache, schmucklose Naum, der Wohn- und Eßzimmer zugleich war, erscheinen mußte. Er sprang auf und trat an das Fenster. Die Straße mit den unregelmäßigen, bald großen, bald kleinen Häusern mißsiel ihm ebenso ; ein Seufzer entrang sich seiner Brust, der ungefähr hieß: Warum kann das nach Freiheit und Schönheit dürstende Herz nicht hinaus aus der Enge in die Weite?" Da fiel sein Blick auf eine schlanke, zierliche Mädchengestalt, die quer über die Strafe gerade auf das Haus.ukam und in demselben verschwand. ?ie war sehr einfach gekleidet, trug ein großes Packet im linkcn Arm und in der rechten Hand einen kleinen Korb, aus dem einiges Gemüse herausguckte; sie war also keinesfalls eine Dame, aber ihre Bewegungen waren behende und anmuthig zugleich. Wie sie den Kopf gewandt hatte, so daß er ihr Gesicht sehen konnte, war seine erste Vemerkung gewesen, daß sie hübsch sei, dann folgte der unwillkürliche Ausruf: .Thercse!" Therese Borchardt war die Tochter eines ehrsamen Tischlermeisters, der öfter im Steinitz'schen Hause gearbeitet hatte. Damals hatte der Knabe Joachim hier und da das rollge braunäugige Kmd ge sehen, ibr zugewinkt oder einen Gruß zu gerufen. Als er später als Fähnrich einmal einen achtwöchcntlichen Urlaub im Eltcrnhause verlebt hatte, war Therese, die mittlerweile auch erwachsen, dort viel als Natbcrln besckattlat. Damals hatte das schmucke Mädchen dem warmblütigen Manne gefallen, er r . . Vi ! t yalre es einzunähen gewui, oa er lvr beim Kommen und Gehen auf dem Haus flur begegnete, sie war gegen seine Worte und Blicke nicht unempfindlich, hatte sich dann auch gelegentlich gegen eine umar' mung und einen Kuß nicht gesträubt und in den letzten zwei Wochen war es sogar zu einem regelmäßigen niammentreffen in der späten Abendstunde auf dem Georqendamm, einem die Stadt balb umfassenden Promenadenwege. gekommen. Tort wa? sie an seinem Arme durch die Anlagen gegangen, jie harten auf den lm Buichwcrk verborgenen Banken gesessen und zusammen gescherzt und gelacht, dazwischen auch ein wenig sentü mental von Liebe gesprochen. Die Sache war nach Joachim s Ansicht eine ganz harmlose kleine Liebelei gewesen, bis der letzte Abend gekommen war und Abschied genommen werden mußte. Da hatte Therezc die Arme fest um leinen Hals ge schlungen, den Kopf an seine Brust gelegt und so herzbrechend gemeint, daß auch ihm dabei ganz wehmüthig um's Herz geworden war. Er hatte sie wieder und wlcver aekunt und von Wiederschen und Niemalsocrgessen gesprochen. Danach hatte Joachim lange nett nicht ohne ein Gefühl des Vorwurfs au Therese zu denken vermocht. Ihr Schmerz bei dem Ablchied hatte ihr yilar gemacht, daß ihr Empfinden weit tiefer als das leine gegangen, und er vielleicht m thorichten: Leichtsinn dem jungen Herzen eine nur schwer heilende Wunde Uiat bracht habe. Noch damals, als die Kameraden ihn scherzend nach der Liebe qe- . . - . . I trrtt hnttan fttfttn MU- , "v,""'"' ufl " lltta s Schönheit unempfindlich mache, hatte ihn der Gedanke an Theresa erröthen gemacht. Jetzt waren, unter dem Ansturm neuer und heißerer Gesühle, Monate vergangen, in denen er nicht an sie gedacht, und nun plötzlich sah er sie wieder ebenso zierlich und sauber in Bewegung und Anzug als damals. Die Erinnerung an die Vergangenheit tauchte r-fctfi. lt. .f. v 'V icuirnfi 111 lyui au , uarnais war tani t . . . . T" , c .r- r Die neoe nur pici uno merz, eme Unterhaltung in müßigen Stunden aemesen jetzt war sie ihm zu einem bitteren, schmerzlichen Lebensinhalt geworden. Während er nachdachte und sann, wurde die Thür heftig aeönnet und Gretchen zog die halb widerstrebende Therese über die schwelle. ,,J ja, Therese, Sie müssen Joachim I5en. wie ttattltch er aeryoroen iZk." er-
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aBttM NSrre itc lusiig,- ich vm so suroyfoar stolz aus unseren schönen Bruder, und Sie haben ihn ja auch gekannt, als er noch ein Junge, und dann ein schüchterner Fähnrich war. Sieht er nicht prachtvoll aus?" Aber Gretchen," unterbrach sie Joachim, wie wird man denn seinen Bruder so auspreisen, Dn willst mich wohl in Verlegenheit' setzen?" Dabei kniff er sie in's Ohrläppchen und Gretchen schlug ihm lachend aus die Hand. Ungezogener Bruder! Ich sah Sie über die Straße kommen hnd erkannte Sie sofort, Fräulein Therese," wandte er sich an diese, wie geht es Ihnen? OH Mi? 0 ich muß ja zufrieden lein," stammelte ie, während sie Nes erröthet. in hilflosester Verlegenheit ihm gegenüberstand. Das war auf Joachim rückwirkend, auch er wurde nun befangen und es klang etwas unsicher, als er entgegnete: Sie müssen nur, das scheint fast, als ob Sie es nicht sind." Der Vater ist strenge, es lebt sich nicht leicht mit ihm," lautete Theresens Antwort, während sie nun zum ersten Male die Augen zu ihm erhob, diese braunen Augen, die entschieden schon waren und in deren Tiefe es feucht aufzuschimmern schien. Charlotte war den beiden Madchen auf dem ,Mße gefolgt und hate die kleine Scene mit sichtlicher Mißbilligung beobachtet. Jetzt unterbrach sie dieselbe mit den Worten: Die Arbeit liegt bereit, liebe Therese, dort in dem anderen Zimmer, die Mutter ist da." .Dann will ich nur gleich gehen," sagte Therese, adieu, Herr Lieutenant, adieu, Fräulein." .Wie unschicklich, Gretchen," tadelte Charlotte, als sie das Zimmer verlassen hatte, Therese hier hineinzuführen." . Weshalb denn?" erwiderte Gretchen. wir haben sie doch Alle gern und haben lle immer mehr zu uns gerechnet, als wie eine bloße Näherin, selbst Vater und Mutter halten viel von ihr, da war es nur doch natürlich, daß ich ihr Joachim zeigte." . . ,Du sahst, wie es sie rn Verlegenheit setzte, eben weil sie ein wenig mehr als Andere ihres Standes, und doch keine Dame ist." O, Tante Lotte, wie Du weise bist," rief Gretchen, die Schwester umschlingend und jle lin Krnje drehend. Das Mädchen äußerte sich ja ziemlich unzusrieden, wißt Ihr mehr von ihr, geht es ihr nicht gut?" fragte Joachim. Q, der alte Aorchardt lst ein Gnesgram, der sie furchtbar stirenge halt, meinte Gretchen. Aber ein srhr braver, tüchtiger Mann, fleißig und ehrlich, es ist ganz gut, daß er darauf hält, daß Therese Nicht zu hoch hinaus will," setzte Eharlotte hinzu. Joachim seufzte und biß sich auf die Lippe. Wie ihn dies Wort traf. Das war ja das harte Weltgeietz : Niemand soll über die Schranke hinaus, die ihm ein thörichtes Vorurtheil, irqend ein willkürliches Gebot gezogen hat! 10. Joachim konnte die Begegnung mit hereie nicht verqesten. Immer wieder tauchte das Bild des Mädchens vor ihm aus, immer wieder leih er ihr liebliches Gesicht mit dem schüchtenien Erröthen vor sich, hörte ihre traurigen Worte. Er fragte sich, ob diese quälende Befangenheit eme voimurftvolle oder eme süße Erinnerung an das Damals gewesen sei, ob sie fürchtete oder hoffte, daß er jener Zeit gedenken und an den Moment der Trennung wieder nknüpfen würde. Naturlich fürchtete sie e3, denn jetzt sie waren Beide um vier Jahre älter geworden, sie konnte ja nicht denken, daß der Lieutenant von Cteinitz ein Mädchen, das er als Jüngling einmal geküßt hatte, helratheu werde und lerne Gellebte wollte sie, das brave Mädchen, die Tochter emcs redlichen Vaters, nicht werden! Warum er nur immer wieder an diese braunäugige kleine Theresa denken mußte. Es war wirklich eine Unbesonnenheit von Gretchen geweien, eme viel größere,, als Eharlotte ahnte, sie in's Zimmer zu führen : eS wäre weit besser gewesen, sie bätten sich nie wiedergesehen, Therese hätte gar nichts von seiner Anwesenheit ersahren. is giebt Erinnerungen, die man lieber nicht erweckt. . Weshalb nur Eharlotte gesagt hatte: .Es ist gut, daß Theresens Vater dafür sorgt, daß sie nicht zu hoch hinauswill!" Wovon träumte sie? was wünschte sie? was wußten seine Schwestern davon? Er hätte sie fragen mögen und konnte es doch nicht über sich gewinnen, das Gelprch wieder aus das Madchen zu bringen, es hatte auffällig sem muffen. Es erschien ihm, als ob sie Leidensgeführten seien, Beide in enge Verhältnissc gebannt, über die ihr Sehnen und Wünschen hinausstrebte, Beide unter dem Druck unnatürlicher Zustände, welche es Nicht dulden, daß ein Mensch dem Menschen gegenübersteht, sondern ein Abwagen von Nang, Stellung und Reichthum fordern. Jene alten xelslMlstlschcn Gedanken, jene Unzufriedenheit mit der Welt, dem Leben und den Menschen, die ihn früher überfallen und ibn dann in sC.!! tt( W 4 mmmmn mm-m xijMUi li 'VIUIV 'tttiiiti i hatten, kehrten wieder. Diesmal aber ließen t nch mchr durch die Verse semes geliebten Schiller überwinden, denn sie waren nicht aus einer momentanen stlmmung hervorgegangen, sondern waren die Frucht eines kiesen Grolls gegen sein eigenes Loos. Es hatte eines energi schen Entschlusses bedurft: entweder die Liebe zu einem Mädchen, das für ihn aus unerreichbarer Hohe stand, niederzukämpfen, oder mit dem Stolz, dem übermächtigen Ehrgefühl, die starker waren als die Liebe, zu brechen. Zu Beidem fehlte ihm die Energie, und von der eigenen Schwachheit hm und her gezerrt, alaubte er das Schicksal zum Schuldigen machen zu müssen, und zürnte nicht sich selbst, sondern den Weltgesehen, die er grausam und von Vorurtheilen geschafsen nannte. Es konnte nicht fehlen, daß auch den Seinigen diese veränderte Stimmung aussiel. die hier und da zu manchen? bald scherzhaften, bald zärtlich besorgten yragen Veranlassung gab. Joachim beantwortete sie dann woh mit einem Scherz, dej oft reckt bitter
ironisch klang, und dann schlug- selne Stimmung wohl- auch in eine oft ausgclasscne Lustigkeit um. durch die er Alle, selbst die Mutter, die ihn prüfend und besorgt beobachtete, zu täuschen vcrmochte. Sie kannte ja von früher her diese wechselnden Stimmungen bei ihm, die ihm heute das Leben im rosigsten Lichte, morgen in Wolkenschatten zeigten. Sie, die bescheidene Frau mit dem Hausmütterlichen Sinn, die mit zärtlichem Stolz zu ihrem Lieblingssohne emporsah, fand es ja begreiflich, '.daß es ihm nicht lange in den engen Verhältnissen ihres
Hauses wohl sein konnte. Du gehörst m die grone Welt, Zu. bist für sie und ihre Freuden geschaffen, mein Joachim." sagte sie wohl, so glucklich es Mich macht. Dich hier zu haden, so sehe ich doch ein, daß sür Dich die Zeit zu lang ist, mich soll's nicht wandern, wenn Du Deinen Urlaub abkürzest, für Dich pat das kleinliche Leben in unserem Hause nicht. Er küßte ihr dann gerührt und dankbar bicj Hand und meinte, sie sei die Einzige, die ihn ganz verstehe. Der Vater schüttelte bedenklich den Kopf und brummte in sich hinein: Leider steckt dem Jungen noch immer allerlei dummes Zeug im Kopf, es ist kein ruhiger, klarer Verstand in ihm : trotz seiner guten Anlagen und seiner Liebenswürdigkeit, mit der er die Leute blendet, wird er es, furchte ich, doch Nicht weit bringen, weil er nicht gerade und j unverruckt aus sein Ziel losmarschlrt. Da lobe ich mir Leo's einfach schlichten ' Verstand, der sieht Nicht rechts noch j links." Das Ende von Joachims Urlaub rückte heran. Er hatte hin- und hergeschwankt zwischen dem Wunsch, Therese wiederzusehen, und dem anderen, ihr nicht mehr zu begegnen: bald schien es ihm Pflicht, ihr ohne Zeugen noch einige frrundliche Worte zu sagen, sie zu versichern, daß er. -ia was denn nur . sollte er der Tage vor vier Jahren gedenken, sollte er es nicht? Und dann schien es ihm wieder geboten, ihr auszuweichen. Warum ihn der Gedanke an das Madchen nur nicht loSlie? War es der Vorrourf über ein Unrecht, was er damals an ihr begangen, indem er, vielleicht sie aus den engen Grenzen ihres Lebens aufgeschreckt und die unerfüllbaren Wünsche und Hoffnungen in ihr geweckt hatte, die Eharlottens Worte anzudeuten schienen? oder war es der Vlickder braunen Augen, in deren Tiefe etwas zu liegen schien, nach dessen Deutung es ihn verlanate? (Fortsetzung folgt.) Prima Nierenschmalz. Dem l?onaresse lieat aeaenmärtia der Antrag vor, das Kunstschmalz ebenso zu behandeln, wie die Kunstbutter. Eine Steuer von 1 Eent das Pfund auf den gefälschten Qstoff soll letzteren vertyeuern. Außerdem sollen die Fabrikanten $500 jährlich, die Großhändler $100 und die Kleinhändler $25 zahlen. Schließlich r . ft - r.. -t . r l. r: r. , . svu es lrasvar sem, oas unslscymaiz als 9!aturschmalz in den Markt zu bringen, also unter falscher Flagge segeln, zu lassen. Es ist mindestens fraglich, ob bloße Steuergesetze gegen die Lebensmittel-Ver-fälschuna in Anwendung aebracht werden sollten. Wo ein Betrug vorliegt, da sollte die strafrechtliche Verfolgung eintreten, und die Herstellung und der Verkauf von gesundheirsschädlichen Nahrungsmitteln sollten unter alt c r. r . im icn umsianoen verooren sein, -iucnn aber Jemand z. B. eine harmlose Kunstbutter kaufen will, so hat der Staat nicht die geringste Veranlassung, ihm Hindernisse in den Weg zu legen. Gute Rahmbutter kann sich nicht Jedermann gönnen, weil sie verhältnißmäßig selten und meist sehr theuer ist. Soll nun der weniger Bemittelte sich mit ranziger Butter begnügen oder sein Brot trocken essen, während ihm reinlich hergestelltes frisches Oleomargarin angeboten wird? Ebenso verhält es sich mit anderen Nachahmungen. Solange dieselben unschädlich, wohlschmeckend und preiswürdig sind, braucht man ihre Herstellung und ihren Vertrieb nicht zu erschweren. Der Käufer muß aber stets wissen, daß die ihm angebotene Waare eine Nachahmung ist. Wer Butter verlangt und Oleomargarin erhält, der ist beschwindelt worden. Ihm ist nicht damit gedient, daß der Schwindler eine Steuer bezahlt hat, die schließlich doch der Eonsument aufbringen muß. Es genügt ihm die Bestrafung des betrügerischen Fabrikanten oder des verlogenen Händlers. Doch wie mangelhaft auch die besprochene Bill ist, so hat sie bereits Gutes gestistet. Der Senatsausschuß für Ackerbau, dem sie überwiesen worden ist, hat es sich nämlich angelegen sein lassen, in die Geheimnisse der Schmalzfabrikation hineinzuleuchten. Da kamen denn erbauliche Geschichten an den Tag. Blechkönnen mit Schmalz, die im offenen Markte gekauft worden waren, wurden geöffnet und ihr Inhalt chemisch untersucht. Mehrere dieser Büchsen wiesen den Stempel der großen Schmeinemillionäre Armour & Co. von Chicago auf und enthielten die Aufschrift: Vxire refined farnily lard. Thatsächlich entpuppte sich das Familienschmalz" als ein erbärmliches Gemisch von 60 Procent des schlechtesten Schweinefettes und je 20 Procent Rindstalg und Baumwoll-samen-.Oel. Das Product von Fairbanks & Co. in Chicago unterschied sich von dem Armour'schen hauptsächlich dadurch, daß es nicht pure, sondern prirne genannt war. In Büchsen, welche den Stempel Halstcad & Co. trugen, fand sich sogar nicht die geringste Spur von Schweineschmalz; die ganze Schmiere bestand aus Rindstalg und Vaummoll-samen-Oel. Der Betrug in allen diesen Fällen ging dircct von den Fabrikanten aus, von den ungeheuer reichen Schlacht-Kaus-Monopolisten des Westens. Und so frech sind diese Räuber bereits geworden, daß einer von ihnen, der Herr Fairbanks von Chicaao dem Ausschütte soaar mit cvnischer Offenheit den wahrhaft tj. ::fi... er r. cjcii. . r. uyiuciuiu;cu -proce jiyuucne, uei uci der Herstellung des Familienschmalzes" angewendet wird. Vor 25 .abren. so erzählte Zairbanks, preßte man in Amerika aus dem Schweinefett meist nur das thierische Oel ttarä oil) heraus. Dabei ergab sich ein zruananv. va? ivaenannre rearrn. wei
i 'ntti'th cheZ'sich l) och sie ns für die Kerzenfabrika tion eignete und deshalb schwer verkauflich war. Eine New Dorkcr Firma gerieth zuerst auf den Gedanken, diesen harten Stoff, der nicht den geringsten Nahrungswcrth besitzt, mit dem Schmalze zu vermischen. Diese Mischung hielt sich in den warmen Ländern besser, als reines Schmalz und fand in Folge dessen einen großen Markt. Etwas später wurde in den großen Schlächtereien nicht mchr das Schwcinesett allein ausgeschmolzen, sondern man warf in die Kcsscl auch die Köpfe, Füße und sonstige Abfälle hinein. Es entstand etn Stoss, der so schmutzig war und so abscheulich schmeckte, daß er nochmals rafsinirt werden mußte. Daher bildeten sich besondere Schmalzraffinericn, und seitdem wird die Verfälschung wissenschaftlich" betrieben. Aus je 100 Tiegeln des SchlachthausSchmalzes, sagt Fairbanks, wird beim Reinigen ein Tiegel Dreck und Schmutz" hcrausgepreßt, so schwarz, wie Ihr Rock." Wie viel von diesem appetitliches Zeug noch zurückbleibt, verschweigt der Herr, abcr.cr gibt zu, daß die Rafsineure, um den oben erwähnten scheußlichen Geschmack zu vertreiben, 25 Procent" Baumwollsamen-Oel" hinzuthun. Damit aber dieses Gemcngscl einigermaßen nach Schmalz aussieht, wird cö mittels 15 Proccnt Stearin hart und weiß gemacht. Dieses herrliche Product, behauptct Fairbanks, schmeckt den Leuten so ausgezeichnet, daß sie sich sosort b e -schweren, wenn ihnen einmal durch Zufall reines Nierenschmalz zugeschickt wird. Aus -die rage, warum er dann sein beliebtes Gemisch als "prime re ttnoä larcl" in den Markt bringe, erwiderte er, das amerikanische Volk sei zum Gebrauch von Oclen noch nicht erzogen" worden. Armour, Fairbanks und Genossen haben diese Erziehung übernommen ! Vom Auslande. Ans London wird unter'm 20. Januar geschrieben: Ein kunoser Fall, in welchem ein Theatcrdirector eine fromme englische Dame wegen schadencrsav belangte, wurde gestern von Baron Huddleston entschieden. Director Shine besuchte vor einigen Wochen mit seiner Truppe dcn sehr fashionablen Badeort Llandudno in Wales, wo er die Posse Litile Don Juan" ausführte. Die Mauern der Stadt wurden mit Anschlägen beklebt, auf welchen die Darstellerin der Titelrolle in dem sehr ungenügenden Gewand eines sog. Nautchqm, d. h. einer indischen Tänzerin bildlich zu schen war. Diese Afsiche zog eine große Menge Znschauer heran, und unter den Gaffern befand sich auch nrn Kccn, eine als sehr fromm, aber auch als sehr energisch bekannte Matrone. Beim Anblick der beinahe nackten Gestalt ergriff sie ein jäher Zorn, sie drängte sich dnrch die Menge .,. . : : f -i t rf t UHU UIU lilll lyillU tUlUlUll Wl VUV anstößige Kunstwerk von der Mauer. Bald hatte sie die ganze Stadt von den Anschlägen gesäubert. Ter Theaterdirector verstand jedoch keinen Spaß, belangte die energische Dame wegen Eigenthumsbeschädigung und diese, die einsah, daß sie rechtlich keine Entschuldigung hatte, zahlte ein Pfund Strl. als Schadenersatz. Damit gab sich Herr Shine aber uicht zufrieden, der Obcrrichter Huddleston, der sich die "Anschläge vorweisen ließ, war jedoch der Ansicht, daß die eingezahlte Summe genüge, und wies die Klage ab. Bekanntlich hat Lord Abcrdare vor einigen Jahren in Holywell Street anstößige Anschläge heruntcrgerissen. DaS Abkommen zwischen dem Er-Khedivc und der egyptischen Regiernng,' welches in Kairo unterzeichnet ward, wäre in jeder Hinsicht zu bcwillkommnen, wenn EgYpten damit dcn abgesetzten Herrscher und seine Zettelungen endgiltig los würde. Der Er-Khcdive erhält seine Familicnpension zum vierzehnfachen Betrage capitalisirt und in Land ausgezahlt, welches 1, 30,800 L. werth ist und bei gehöriger Peitschung der Fellahs das Doppelte der bisherigen Pension abweisen dürste. Betreffs seiner Baarfordcrnng von 5,000,000 L., die von der egyptischen Regierung stets verlacht ward, begnügt er sich mit 100,000 L. und drei Valästen. von denen zwei, Ghczirch und Kasr - cl - Ali, in Egypten und der von Emirghian, wo er sich augenblicklich aufhält, am Vosporus liegen. Der Gcsammtwerth der Paläste wird auf 500,000 L. geschätzt. Im Ganzen stellt also der Er:Khcdive eine Quittung für 2 Millionen L. aus und entsagt dafür allen geltend gemachten Ansprüchcn. Die englische Regierung hat dieses Abkommen insofern unterstützt, als sie ihrem Judge Advocate General Mariott gestattete, die achwaltcrschaft Ismails zn übernehmen und in dieser Eigenschaft einen Druck auf Cairo auszuübcn, der seine Wirkung nicht verfehlt hat. Der Judge Advocate General ist der Kronjnrist des englischen KricgSamtes; er wechselt mit dem Cabinct und sollte, dem Herkommen gemäß, gleich dem Attorney und Solicitor General, sich während seiner Amtszeit der gerichtlichen Praris enthalten. Wenn Salisbury trotzdcin seine Einwilligung zu Mariotts Uebernahme des Rechtsstreites im Interesse Ismails gab, so besaß er offenbar von Ismails Seite die Versicherung, daß hinfüro der Er-Khediv für Egvpten eine todte Pcrfon sein werde. Auch ist es nicht undenkbar, daß der von körperlichen und finanziellen Nöthen geplagte Er-Khediv wirklich die Absicht hat, sein Leben am schönen Bosporus in mohamedanischen Landen sriedlich zu beschließen. Sein Palast Emirghian liegt in feenhafter Umgebung und wird Sommer und Winter von frischen Brisen bestrichen. Der Sultan hat sich mit ihm versöhnt, um ihn als Rathgebcr an sich zu ziehen, wenn Jömail die nöthige Unterwürfigkeit bezeigt; an politischer Beschäftigung kann es ihm daher kaum fehlen. Leider kann die Atmosphäre von Konstantinopel für einen Mann von der stürmischen Vcrgangcnhcit Ismails kaum beruhigend wirken. Mit einem Fuße steht er durch seinen Landbesitz und seine zwei Paläste noch immer am Nil; die Verwaltung von großen Palästen kostet Geld, viel Geld; und sein Landbesitz treibt ihn unwillkürlich zu einer beständigen Aufmerksamkeit auf egyptische Dinge. Wenn aber der Sultan als Oberhcrrschcr Egyptens einen neuen Candidaten für dessen Thron braucht, so ist Jömail bei der Hand.
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