Indiana Tribüne, Volume 11, Number 134, Indianapolis, Marion County, 1 February 1888 — Page 1

i M' r' ST" fff, r V VAVnA n "i n n 1 Jahrgang 11. Office : Ko. 140 Oft Marhland Straße. Nummer 134. Jodianapollo, Znviaua, Mittwoch, des 1. Februar i88.

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w luUt Spalte kosten 6 Cent per Beile. Anzeigen in welchen Stellen gesucht, odei offerirt werden, finden unentgeltliche Unfnahme. Dieselben Kleiden l Tage steh:u. können aber nieschräntt erneuert werden. lluzeizku, Kk'.chk bis Rlltag 1 U)r arVgeben werden, finden no& am seliizen Tage Kssnahae. L?erlangt4 erlangt in d'utschtS Mädchen. SkaH,uf.-agn 1A Nord ast Straß'. 4s erlangt: Ein gute nadchen oder F ,au um eine tltiie HaukdiUung , führen; guter ohn und gut Wiganblunj- No. 590 Ud Züer.dta Straße, 3 6 erlangt: Ein janger Deutscher, um in einer l&trbtrti u arbeiten. Ktt HiluAtnbt 0lIN stch Botrnittap uaifchin U und 12 Uhr in 9!o öl Süd r. , . . 'Tz -iti. an siiaBr, miiocn. 3f6 erlangt ctn junger Mann um in einem Saloon u arbeiten. 100 Öufltnia Äo. 2;6 erlangt wird in Mädchen gegen guten Lohn. No. 305 Cft Otzio St:aße. 4f& erlana t roird ein kiästiger junger Rann als Porter im Eirci Hau. 1s 5 rlanat: ffii Metz, er der da Wurst machen ver sieht No.A2 Ost e.rgia trai. lf& Verschiedenes. vollmachten werde auzsrtigt und Gelter au urora inge ,gn von S. 33 il t a 1 1 1, o. 83 Oft Washington L raße. P-omrte und billtge Bedienung. da vollrnaehteni erden aulgefertigt und Selber au uroxa tnge ogen von Stöbert f, öff. Notar. 4 Süd eridtaa Strai. Prort und billig Bedienung. Herren und Damen finden in unserem Geschäft eine prächtige Auswahl von Pelz - Waaren ! Pelzkappen! Pelzbandscbube ! PelZdeSen! Barnb erger Vto. lö OS AZasüiniZtAnSr Frauen Hilss-Bcrcin. Am Freitaz, ton 3. Februar findet eine Versammlung deS obigen Vereins statt. Zahlreiches Erscheinen wird gewünscht. Zrou S. Skappaport, Präs. Trk.I.Schnu. E!: Br. PUTZER Arzt, Aundsrzt und HeöuftstZekfcr Office und Wohnung: üto. 280 OS Market Otraße. Eprechftnnden : 2 4 Uhr Nachmittagk. 7 8 Nhr'Zlbeud. tST Telephon ÖÖO. Dr. A. BLITZ, Deutscher Arzt, ehandlt ausschließlich Angen. Ohren, Nasen u. HalsKrankheiten Ofsice: 22 W.Wasbingtonar., über Sloan & o 'I Sxothkke. Osft Stunde: von 9 dlt Morg. bis 4 Uhr achm Howe Ventilating Base Burner. St perfekter Ventilator. Base Burners und alle Sorten Heizöfen ehr b i ll i g. UUAPTY I S t tt 5 TIIOUGIIT St 1 H Q o RANGE S. Wenn Sie irgend inen Ofen kaufen ollen, sollten i erst vorsprechen tti Wrn. IX. Bonnott Son, 38 Süd ridia Straß, Mozart - Halle ! Jaool Bos, Eigenthümer. Da gise,' fchönfte uud ültefte derartig Lokal in der Stadt. Die geräumig und schön einzerichtete Halle steht Vereinen, Logen ttf Privaten znr Abhaltung von Vällen, Konzerten und Versammlungen unter liberalen Dedw gen ,nr Verfvanna. ,ichni0kflat:er, 25-39 N. Saft Str. tZT Telephon 04Q.

Christian Weese, t$ n yJrtsß . W

Neues ver Telegraph. cd l l e l . u l t H l t n. Washington. 1. Febr. Schönes Wetter, daraus Regen oder Schnee.

Das Monopol. Ntv York. 1. Febr. Die Kabel. Compagnien haben sich geeinigt, den Preis sür Kabeldepeschen aus 25 Cts. per Wort festzusetzen. ffeuer in einem Zuchthaus. Richmond, Va.. 1. Febr. Gestern brach im hiesigen Zuchthause Feuer auS das einen Schaden von über $200.000 an Vorräthen und Maschinerien anrichtete. lSditovielles. Im Fortschritt", dem Organ des sozialen Turnvereins, finden wir einen Artikel des Herrn Clemens Vonnegut sr., überschrieben: Der Luxus". HerrVonnegut bringt in diesem Artikel seine Lieb lingsidee zur Besserung gesellschaftlicher Zustände in den Vordergrund. Sparen und Entsagen falschen Genüssen" ist sein Motto. Herr Vonnegut meint eS gut, ohne Zweifel, aber mit seiner Spartheorie ist er vollständig im Irrthum. Vielleicht würde Herr Vonnegut das selbst einsehen lernen, wenn er bedächte, daß diese Spartheorie seit Anno Tubak von allen wohl wollenden und nicht wohlwollenden Monopolisten und Kapitalisten gepredigt wird. Wenn ein Freund dem ' andern den Rath giebt, sparsam zu sein, dies oder jenes zu entbehren, so ist dagegen ja nie mals etwas einzuwenden. Wir selbst würden Jedem rathen, sich, wie der Amerikaner sagt. Etwas für einen Regentag zurückzulegen. Wir würden jedem Arbeiter, der es kann, rathen, zur Erwerbung eines bescheidenen Heims zu sparen. Aber das ist Privatsache. Das kann ein Freund dem andern rathen. Das schlägt in das Gebiet der Privatwirthschaft. Vom Standpunkte derVoMwirthschast aber liegt die Sache anders und der Unterschied liegt ganz klar. Die Privatwirthschaft beschäftigt sich m t den wirthschastlichen Verhältnissen des Einzel nen unter gegebenen Verhaltnissen, die Volkswirthschast beschäftigt sich mit der Aenderung resp. Besserung der Verhältnisse. Beispielsweise : Die Privatwirthschast lehrt einen Mann, wie er mit zehn Dollars wöchentlichem Ver dienst wirthschaften, haushalten kann. die Volkswirthschast soll lehren, wie der wöchentliche Verdienst gesteigert werden kann. Die Privatwirthschast sagt : Du sollst dich strecken nach der Decken " Die Volkswirthschast sucht die Decke länger zu machen. Nun wird doch wahrhaftig kein Mensch behaupten wollen, daß man seinen Verdienst, seine Arbeitsentschädigung durch Entsagen steigern kann. Davon zu reden vollständig überflüssig. Davön, daß man sich nach der Decke streckt, wird die Decke nicht länger. Herr Vonnegut sagt : . .Wollen dir allgemeinen Wohlstand, so müs. sea wir auch Willen sein, für uns selbst dem Lurut zu entsagen, damit der Uabeaittklte diese Neberflussige zur Linderung seiner Noth der enden kann Das ist sehr human und philantropisch gedacht, aber es ist falsch und entspricht nicht den Thatsachen. Da Herr Vonnegut von allgemeinem Wohlstand" spricht, so ist dies als ein Rath zur Bes serung der Lage der Menschen, als ein volkswirthschaftlicher Rath aufzufassen. Die einzige Auslegung, welche wir obigen Worten geben können, ist die, daß der Reiche sich jeden Genuß, den man als Lurus bezeichnen kann, versagen und da für die entsprechende Summe Unbemittel ten schenken soll. Abgesehen davon, daß gar nichts, was vom Willen des Einzelnen abhängt die allgemeinen Zustände andern kann, sondern nur das, was zum allgemeinen Ge setz, zur allgemeinen Einrichtung wird, so schlägt ein solcherRath auch allen That sachen in's Gesicht. Das was der Kapitalist durch Entsagung" erübrigt, das kapitalistrt er, es fällt ihm nicht ein, es wegzuschenken. Es wird nicht zur Linde rung der Noth des Unbemittelten verwendet, sondern zur Ausbeutung des Unbemittelten. Wenn Herr Vonnegut sich die Mühe geben, und sich mit dem Entsagungslohn der klassischen Oekono men bekannt machen will, wenn er die klassische Oekonomie von Adam Smith bis herab zu Ricardo und Mill fludiren will.

dann wird er dies ebenfalls einsehen lernen. Der Wohlhabende, der dem Luxus entsagt, um das Ueberstüssige zur Linderung der Noth Unbemittelter zu verwenden, der muß erst noch gefunden werden. Wir möchten Herrn Vonnegut ferner rathen, das nicht nur in der klassischen Oekonomie als richtig erkannte, sondern auch von der Sozialökonomie adoptirte eherne Lohngesetz zu studiren, und er wird die Wahrheit entdecken, daß der Lohn der

Lebenshaltung entspricht, und daß sobald die Arbeiterschaft einwilligt schlechter zu leben, ein Fallen des Lohnes eintritt. lim der Ursachen, warum der deutsche Arbeiter schlechter gestellt ist, als der amerikanische, der französische und der englische ist seine Bedürfnißlosigkeit. Herr Vonnegut läuft mit seinen Ideen vollständig in der Irre herum. Es ist nicht der Luxus des Einen der die Existenzmittel des Andern beschränkt, sondern es ist im Gegentheil die Entziehung der Existenzmittel der Einen, welche den Luxus der Andern möglich macht. Der Luxus ist nicht Ursache, sondern Folge. Im Gegentheil, durch den Luxus der Reichen wird wenigstens ein Theil des Ent zogenen wieder zurückgegeben, weil er Anderen Beschäftigung verschafft. Wenn der große Unterschied zwischen Arm und Reich ausgeglichen werden soll. so darf das nicht dadurch geschehen, daß der Reiche zur Lebenshaltung des Armen heruntersteigt, sondern daß im Gegentheil der Arme sich zur Lebenshaltung des Reichen emporhebt. Ein Sozialismus der Armuth und des Entsagens schickt sich nicht für einen Freidenker. Das mag sür Den angehen, der sür das Entsagen auf Erden eine Entschädigung im Himmel erwartet, wer aber den Himmel auf der Erde schaffen will, der darf keinen Sozialismus des Entsagens pre digen. Der Tabak wächst nicht, damit er auf dem Zvelbe verfault, und die Trauben nicht, damit sie an der Rebe verdorren. Der Mensch hat ebensowenig gelernt, aus Gerste und Hopfen Bier zu brauen, damit dasselbe nachher zu Essig werde. wie er gelernt hat, Champagner zu machen, um denselben aus der Ferne anzuschauen. Für die Auster mag es eine richtige Theorie sein, daß es Unrecht ist, Austern zu effen, für den Menschen aber hat die Theorie der Auster nichts Verlockendes. Vor tausend Jahren gab es auch Men schen, die glücklich waren, obwohl sie tausend Dinge, die wir haben, nicht hatten. Wenn diese Entsagungstheorie richtig ist. dann ist der ganze Fortschritt ein Hohn, eine Neckerei, denn die einzige vernünftige Anwendung desselben ist die zur Verschö neruna des Lebens. Und wenn daS Schmücken des Körpers keine Berechtigung hat, dann ist die Natur, welche ColibriS m f m 0 w und Paradlesvozel ae cyanen, eine erbärmliche Pfuscherin, weil sie statt dsrsel ben nicht lauter Spatzen geschaffen hat. Die der physischen Anlage angemessene Beschränkung des Genu,fes ist durch den Wunsch nach körperlichem und geistigem Wohlbefinden von selbst geboten. Es giebt Menschen, welche im Genusse Aus schreitungen begehen, aber Letzteres ist nicht die Regel. Diese Enthaltsamkeit?Vorschläge gehören daher in die Katego rie jener väterlichen Rathschläge, zu der auch der schöne Vers : Ueb immer Treu und Redlichkeit, bis an dein kühlks Grab" gehört. Nicht das was genoffen wird, ist der Menschheit geraubt. Diese Ansicht des Herrn Vonnegut ist irrthümlich. Zum Genoffenwerden ist Alles da. Ge raubt wird ihr, was ungenoffen bleibt. Ein nach Millionen zählendes Vermögen geht über die Fähigkeit des Genießens hinaus. Und es ist auch falsch, daß wie Herr Vonnegut behauptet, der Mensch durch den Genuß verweichliche und an seiner Widerstandsfähigkeit einbüße. Die mitt lere Lebensdauer des Reichen ist länger als die des Armen. Die durchschnittliche Lebensdauer des Menschen ist mit der Zunahme der Genumittel gewachsen und es ist eine nicht wegzuleugnende That fache, wie sie sich bei Kriegen und Expeditionen in fremde Länder noch immer ge zeigt hat, daß der Kulturmensch wider standslähiger ist, als der Wilde, und daß der Gebildete und der an Lebensgenüffe Gewöhnte mehr Strapazen aushalten kann und auch eine größere moralische Widerstandskraft besitzt, als Derjenige, der immer Noth litt oder entbehren mußte. Die Entsagungstheorie ist sowohl vom I moralischen, wie vom Volkswirthschafts llchen Standpunkte au grundfalsch.

DrahtuaHriHten. Vom Felde d e r Arbeit. Rea d in g , 31. Jan. Die Geschästö leute und Fabrikanten beklagen die Situation sehr. In vierzehn Hochöfen wur den bereits die Feuer gelöscht und andere werden bald folgen' Baltimore. ZI. Jan. Die hiesigen Zuschneider gründeien ine TradeS Di

strict Affembly der KnigUS of Labor. PittSburg. 21. Jan. DieNational Tubework Co. v'vn McKeeSport. Pa., welche ungefähr 400$ Arbeiter beschSstigt. hat denselben heute, eine Reduktion deS Lohnes um 10 Prozent angekündigt. Wenn die Arbeiterdieselbe nicht anneh men ollen, soll die Fabrik geschloffen werden. ;; PittSburg. 31. Jan. Die hiesigen CarpenterS stellten an die Bau.Unternehmer das Verlangen der Einführung deS neunstündigen ArbeitttzgeS und gleichzeitige Erhöhung des Lohnes um 10 Prozent. Troy. N. Y.. 31. Jan. Die Still öfen der .Troy Steel & Jron Co wurden heute fküh wirklich geschloffen, und die Feuer gelöscht, nachdem die Angestellten.widerholt erklärt hatten, daß sie aus die ihnen angetragene 10prozentige Lohn Herabsedung nicht eingehen, sondern höchstens tat öprozer.tige Herabsetzung annehmen würden. .Die Bemühungen deS staatlichen SchiedSgerichtSratheS. den Streit zu schlichten, blieben erfolglos. Etwa 30L0 Arbeiter sind dadurch ohne Beschäftigung. Eougreß. ' Washingtov, 31. Jan. Senat. Eine längere Debatte entstand heute über die Resolution, da? Comite sür den Postdienst zu instruiren, ine Untersu. chuna deS PostdiensteS im Westen vorzu nehmen. Die Republikaner bezeichneten die PostVerwaltung und den Postdienst als mangelhaft und unzureichend und suchten auS Zeitungsberichten und Pri votbkikfen nachzuweisen, daß in einzelnen Postämt.rn Buefe zwei und drei Tage lang liegen bleiben, ehe sie abgeliefert werden und zwar bloß, weil der General Postmeister darauf verseffen sei, einen günstigen finanziellen Bericht zu erstat ten. Die Demokraten nahmen natürlich den Generalpostmeifler in Schutz und die Resolution wurde schlichlich bis morgen zurückgelegt. Hau 5. Die Resolution in Bezug aus die Un terfuchung deS Reading Streiks wurde auf die spezielle Tagesordnung für mor gen gesetzt. Die Bill, welche bestimmt, daß Ratio naldanken sür den ganzen Betrag ihrer deponirten BondS Banknoten ausgeben können, wurde auf zwei Wochen zurück gelegt. Eine Anzahl Bills, meist nur von lo kalir Bedeutung, wurde eingereicht. Wer Pabi Der politische Horizont. Berlin. 31. Jan. DaSSt.Ptterö burger Blatt .Rovcje Wremya" sagt: Ur.ter den gegenwärtigen Verhältnissen ist eS schw.r, inen Boden sür in Ein vernehmen betreffs der russischen und österreichischen Interessen im Balkan zu finden. Die bulgarische Frage bietet je denfallS einen solchen Boden nicht; sie ist deraitig gestaltet, daß die Wienir Regie rung vergeblich versuchen würde, um den Preis eines Zugeständnisses in Bulgarien Rußlands Bereitschaft zur Anerkennung eine? Anrecht OestcrreichS aus Entschädi gung zu erkaufen. In Wien hat die TiSza'jche Rede im ungarischen Reichstag den Eindruck gk macht, daß der AuSbruch des Krieges eher möglich li. als die Vermeidung desselben. AuS Constantinopel wird gemeldet, daß nach Berichten der türkischen Botschaft in St. P.terZburg Rußland im Geheimen in ganz unerhörtem Makstabt rüstet. Preußn ausgewiesen. Brlin. 3l. Jan. AuS Warschau sind 57 Preußen auSgewlestn worden. Sieg der Liberalen. Brn, 31. Jan. Die Com-nunal mahlen in der Schweiz sind vorüber, und die Liberalen dabin vollständig gesiegt. Ein neu Grenzassaire. Berlin, 31. Jan. Während gestern mehrere russtchen Soldaten in einem Strom in der Nähe der preußischen Grenze fischten, kamen st über die Grenze, aus deutsches Gebiet hinüber. Zwei preußisch Gendarmen soroeiten sie aus, wieder aus die russische Seite zu gehen. Sie weignten sich indeß, der Aufforderung nachzukommen, feuerten auf die Preußen und verwundeten einen derselben leicht. Die Russen packten den Verwundeten; als aber dessen College

ihn zu rettm suchte, ließen sie den Erste ren los, verhafteten den Anderen und nahmen ihn mit fort. Sozialistenvrfolgung. Berlin, 31. Jan. In Posen ging der Massenproccß gegen Sozialisten. als angeblich Mitzliedlr einer geheimen Ge-sellfchaft-, zu Ende. Slavinöky erhielt 2 Jahre 9 Monate Gefängniß, zwei Andere bekamen je 2

Jahre 6 Morate. zwei Andere je 1 Jahr Monate, sieben Andere 4 bis 9 Monate, und vier wurden freigefprschen. Glaubt an den Frieden. Berlin. 31. Jan. ES heißt, daß BiSmarck sich einem prominenten Bankier gegenüber dabin ausgefprochen habe, daß die LSfung der internotionalen Wirren zwarl.lngfam. aber warfcheinlich friedlich vor sich gehen werde, doch sei zu erwarten. daß Rußland versuchen weide, die bulgar,fche Frage als einen wunden Punkt ossen zu erhalten. chissSuachrtckien. Angekommen in: Philadelphia: .Lord Clive-von Liverpool. Glasgow: .State os Jndiana' von New York. New York: Gallig von Liver Pool. London. 31. Jan. Der Dampser .Vaderland- von Antwerpen pafsirte den Scilly Leuchtihurm. Der holländische Dampfer P. Ca. land", dir am U. Januar von Rotterdam nach New Z)ork abfuhr ist nach Ply mouth zurückgefadren. ' Er hatte drei Flügel seiner Schraube verloren 'und brauchte sieben Tage zur Rückfahrt. Er halte 500 Passagiere an Bord. Der Dampfer 3stnan" brachte den Hamburger Dampfer Suevia- im Schlepptau nach Queenötown. Die .Suevia fuhr am 19. Januar von New Vork nach Hamburg ab, und brach unter weg die Well. t e t g e s. ? ' tS"Dle Bürgschaft deS Patrick Lar kin wurde heute von SkaatSanwalt Mit chell im Superiorgerichr eingeklagt. S& Mathkw Gaynor wurde heute von Sqaire Smock unter zwei Anklag-n gestellt. Eine wegen Friedensgefährdung und ine wegen Gebrauches tödtlicher Waffen. JzmeS Dawney tat beide Verdaftsbefehle hcrauSgeschworen. Beide sind Arbeiter in der Papiermühle. Interessant ist eS zu erfahren, oie die Ueblrführung deS Wirt)eS John HofHerr wegen SonntagSoerkaufS ermöglicht wurde. Hofherr hatte am Nachmittag Besuch ton einer befreundeten Familie und als dieselbe gegen Abend sich zum Heimgehen anschickte, bat der Mann, daß Hofberr ihm etwaS Bier mit nach Haufe geben möchte. Letzterer meinte, daß da? Bier wohl kaum genießbar sei, weil den ganzen Tag über keines verschänkt wurde, adir sein Freund bestand darauf und so gab ihm Hosherr in einem Blechgefäß etwas Bier mit nach Hause. Kaum hotie Hofherr'S Freund besten Haus verlassen, als die Polizisten Corrigan und Hazerman auf ibn zu stürmten, ihm Mit vcrzkhaltenem Revolver (man höre und staune!) daS Blech ftesüd auS der Hand rissen und nachdem sie sich überzeugt hatten, daß dasselbe Bier enthielt, die Anklag gegen Hosherr anhängig machten. Vom Auslande. Wer ncuerdrngs rn Frankreich den Orden der Ehrenlegion erhält, scheint damit auch dem Staatsanwalt zu verfallen. Der Maler Wilctte, bekannt durch seine ziemlich freien Bilder rnr Courrier fran-ais" und die Wandge? mälde der Künstlerkneipe Zur schwarzen Katze", befand sich auf der Liste der zu Neujahr mit dem Kreuz der Ehrenlegion Bedachten.' Gleichzeitig ist er aber von der Staatsanwaltschaft wegen Verletzung der öffentlichen Schamhaftigkeit, begangen durch seinen verwegenen Vleijtift, mit einer Anklage beehrt worden. Weswegen anders erschien Herr Wilette der Regierung wohl einer Auszeichnung durch den höchsten und einzigen Orden der Republik werth und würdig, als wegen seiner künstlerischen Verdienste? Und nun liegen diese gerade aus dem Felde der Schlüpfrigkeit, so daß sie dem Staatsanwalt Anlaß zum Einschreiten eh ' Ueber das wiederausgefundene Grab eines Meistertrinkers" schreibt man aus Nothenburg a. T.: Herrn Privatier Weißbukcr dahicr, dem unermüdlichen Forscher über Rothcnburgs Vergangenheit, ist es gelungen, gestützt auf Urkunden des städtischen Archivs, das Grabmal desAltbürgermeisters Nusch, dessen gewaltiges Trinkcrtalent im historischen Fcstspicl dargestellt wird, auf dem hiesigen Kirchhofe zu entdecken. Dasselbe soll zu dem Z00jährigen Geburtstage des Nusch mit einem würdigen, von der St. Jacobsstiftung, der Stadtkasse und dem Festspielcomite beschafften Grabdenkmal gegiert werden.

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