Indiana Tribüne, Volume 11, Number 122, Indianapolis, Marion County, 20 January 1888 — Page 3

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Verwandte herzen.

Novelle von J.Schmidt. (Fortsetzung.) Am leichtesten war es in größerer (Sesellschaft, die beiden einander fern zu halten. Sein Interesse ivurdc durch, einen Kreis hübscher Mädchen getheilt,' sußerdenl war es hier den kleinen Listen und Tiplomatenkünsten der klugen Dame ern leichtes, ihn m Schach 511 halten. Und für Hildegard waren die vielen Zerstrcuungen auch nur günstig. Zu Hause war es schwieriger, sie zu hüten. Zwar kam ihr die Bitte des jungen Mädchens, sie an den. häuslichen Arbeiten theilnehmen zu lassen, hier zu statten ; sie nahm dasselbe beim Wort und war über den Eifer und die Freudigkeit ihrer Gebilsin innerlich sehr befriedigt. Ihrem klugen 'Kopf wurde es nicht schwer, immer neue Hilfsleistungen zu ersinnen, die Hildegard in ibrer Nähe festhielten. Aber allen Verkeyr mit dem Gaste des Hauses konnten sie denn doch nicht verhindern. Da waren die schonen frühen Morgenstunden. Man trank den Kaffee auf der Veranda, die der wilde Wein mit dem tiefem Noth seiner Blätter wunderbar schmückte. Hier saß man Abends beisammen, wenn der Duft von Rosen und Reseda in berauschender Fülle auf din Flügeln eines milden Abendbauches heranfluthete, und die Lampe iyren traulichen Lichtkreis von dem dunkelnden Garten abhob. Die Unterbaltung drehte. sich dann zumeist um Eyrichs Erlebnisse ; eS wäre fast ein Wunder gewesen, wenn seine von einem poetischen Hauche durchwehten Schilderungen, seine feine geistvolle Auffassung von Welt und Leben das Intecsse eines Mädchens nicht erweckt hätten, zumal eines Mädchens von Hildegards geistiger Regsamkeit und Vertiefung. Auch seine Persönlichkeit,, seine gewinnende Liebenswürdigkeit konnten den Weg zu dem Herzen eines so unberührten Mädchens nicht verfehlen. Freilich saß sie zumeist schweigsam bei ihrer Stickerei, aber ihr ausdrucksvolles Gesicht verrieth den Antheil, den sie an der Unterhaltung nahm, und sie bewahrte das Gehörte in treuem Gedächtniß, als einen köstlich n Schatz, an dem sie sich oft in einsamen Stunden erfreute. Für sie htte seit jenem Morgen im Walde ein neues Leben angefangen ; es wür ihr, als habe sie bisher im Traume gewandelt und sähe jetzt die Welt im Richte des Tages. Und das war sein Werk, Ehrich Freden'S Werk. Wie reich war ihr Leben durch ihn geworden, welch' eine Fülle von Anregungen verdankte sie ihm! Wie schon dünkte es sie, dem Fluge seines Geistes zu folgen, seine Gedanken nachzudenken! Er war ein Anderer, als Alle, die ihr bis jetzt genaht, dirnie verstanden hatten, auf ihr Seelenleben Einfluß zu gewinncn. Ehrich Freden besaß die Zauberformcl, die ihm Macht über ihr Denken und Fühlen verlieh. Konnte es Schöneres geben, als diese Macht empsinden und ihr zu folgen. Schon in ihrer einsamen Kinderzeit htle Hildegard gelernt, sid über äußere und innere Erlebnisse mit ltch selbst ab zusinden; Frau v. Schönfelden hatte nur trockenen Spott für die Aeußerungen aller weicheren und zarteren Regungen und hatte damit dem jungen Mädchcn oft bitter weh getran. Ihr hätte sie um keinen Preis verrathen mögen, was ihr den Sinn erfüllte; sie hütete es aber auch gegen jeden Andern als Geheimniß, au das sie selbst nur mit süßer Scheu dachte, wenn sie allein war. So gingen die Tage hin, köstlich im Genusse des Augenblicks, köstlich in der Erinnerung. Dr. Freden war so guttg, so ritterlich, so nachsichtig gegen ihr unfertiges Wesen, so geduldig, ihre bescherdenen Ansichten und Urtheile anzuhören und immer und immer ihre Fragen zu beantworten. Und das Alles nur, weil er zene kmdltchen Bnese nicht veraessen hatte, die sie vor Jahren in des Onkels Namen an lhn geichriezen. Einmal während eines Spazierrittes, als sie den Onkel begleiteten, hatte er ihr gesagt, wie glücklich lhn diese Bnese ge macht, wie er sie immer bei sich getragen habe als einen Talisman. Es beschämte sie fast, von ihm dafür Dank anzunehmen, konnte sie ihm doch nicht sagen. wie unendlich viel mehr er ihr gab. Ein anderes Mal betrachtete sie rn des On kels Arbeitszimmer Dr. Fredens Skizzenbuch, die seltenen, schön präparirten Pflanzen, dle wunderlich geformten Muschein und Berftelnerungen, die Ehnch ausqepaflt hatte. Da trat er zu ihr heran. Er hielt ein - .ä r f c m st rr aicyen 111 ver ano, lunjioou aus Ebenholz und Perlmutter gebildet, innen ruhte auf weißem Grunde ein Nosenzweig von rothen Korallen. Ich hatte dies für Onkels kleine Hildegard bestimmt," sagte er leise, nun ist diese inzwischen freilich eine große Dame geworden, aber sie würde mich sehr glücklich machen, wenn sie es behalten wollte. Das ist viel zu kostbar für mich ! erwiderte sie erschrocken. Ehrich Freden schüttelte lächelnd den Kopf und sah mit einem Blicke auf sie n:eder, aus dem sie hatte lefen können: Es giebt nichts Köstliches und Scho neö, das ich nicht gern Dir zu Füßen legte!Hildegard senkte verwirrt die blauen Augen, mit leisem Danke reichte sie ihm Ä -V c t- r ' viz 4panv, oie seme Kippen eyrerolttig berührten. Mit heißen Wanaen saß sie am Abend vor dem Schlafcnaehen. des Augenblicks gedenkend, als sein warmer Blick ihr Herz gesunden hatte. Den aanze Nachmittag und Abend waren sie fort gewesen in fröhlicher, lauter Gesellschaft, und Hildegard hatte nicht ein Wort mit sprechen können, aber immer hatte sie den Blick gesuhlt : Es war heute czemescn wie immer; anfangs hatten dle Herren, alte und junge, den berühmten Gast für sich beansprucht; er war schnell beliebt geworden. denn trotz seiner willia anerkannten Ueberlegenheit war er rücksichtsvoll und zuvorkommend und ging gern auf andere Interessen tut. Nachdem nun aar bekannt aeroorden. daß er in Indien, an einer wirklichen Ti

gerjagd thcligenommen und dle gewalltgen Raubvögel, die man in Schönfelden bewunderte, eigenhändig erlegt hatte, war er der Held des TageS. Jeder wollte die Geschichte seiner Abenteuer aus Ehrich's eigenem Munde hören und sich dann durch die Mitthei lung seiner auch nicht unbedeutenden Jagdcrlebnisse bei ihm in Ansehen bringen. Jagd und Pferde bildeten immer den Hauptgegenstand aller Gespräche. Befand sich Dr. Freden bei den Damen, so war er nicht viel besser daran. Da waren die Zwillingsschwestern Trud-

chcn und Hedchcn von schlichen, die lhn mit liebenswürdiger, kecker Neugler plagten und unalaubllche Dinac zum lntsetzen ihrer' Mutter, einer ehemalige Hofdame, von ihm wissen wollten; dann Eibylla von Morgenstern, eine noch jugendllche tlstsdame, die ein surchtoares" Interesse für ihn an den Tag legte und ihn wie sem Schatten verfolgte. - Sie war überall, wo Schönfelden s zu treffen waren, und stand mit Frau Mathilde so vertraut wie nie zuvor. Das gab der klugen Elfe von Thilo zu denken. welche wohl wußte, wie scharf Frau von Schon,eidcn sonst über das tlftssrauleiu grurtheilt. Diese plötzliche Intimität hatte etwas zu bedeuten, und sicher llch wenig Gutes. Else liebte die Pflegemutter Hilde gards keineswegs, trotzdem die letztere so viel von der Güte derselben rühmte; sie hatte kein Bertrauen zu lhr fassen können, weil sie wußte, wie böse Blicke die dunklen Augen der Dame versenden konnten. Einen solchen hatte sie auch nlDr.' Freden hinüberflammen sehen, als er sich einmal im Gespräch zu ihr niederbeugte. Äle hatte eben mcht die kluge Else sein müssen, um nicht alsbald eine zutressende Erklärung. dafür zu.sinden. Wie es mit Hildegard stand, wußte sie, ohne daß diese ein Wort gesprochen hatte. Else fand es ja auch begreiflich. daß sie den schönen, interessanten Mann r .". r . er r lleoen mure ; yane er vom auai tyr Herz schneller klopfen gelehrt. Sie fühlte, daß eS sich ihm aufthun wurde. wenn er es oeaeyrte. aoer er wurde es nicht thun. Hildegard war die Glückliche, und Elfe Thilo gönnte es ihr neidlos, wenn auch mit schwerem Herzen. Aber eine Freundin durfte sie ihnen sein, ihr und ihm, dle der armen Else fortan die Liebsten sein sollten, an deren Glück sie sich selbst vergessen wollte. Vorerst aber wollte sie die Intrigue durchkreuzen, die Frau v. Schönfelden mit ihrer Intimen spann. Sie setzte eS tr ihrem Vater durch, daß Slbulla v. Morgenstern nicht geladen wurde, als Herr v. Thilo Schönfelden's zu Ehren eine Gesellschaft gab. Es war lhr mcht schwer geworden, denn der Papa that seinem verständigen Tochterchen gern den Willen, nver , freute sich verge- . . w . m - benS. Das Stiftsfräulein erschien ungebeten und gab höchst unbefangen lh rer Freude Ausdruck, so viele gute Bekannte zufällig zu treffen. Elfe musste all ihre Llebenswurdlgkelt , nil,n 11t ir m(R !nm qI yni. ttitt li. uiv vutiiti Vi u I i fc ihres HauseS artia iu bcacancn, aber es war ihr unmöglich, bei SibyllaS überschwangllchen reundschastsvcrslcherungen ein verwundertes Lächeln zu unterdrücken. Fräulein v. Morgenstern hatte sich so hübsch wie möglich gemacht und schloß sich den iungen Mädchen an, die aus dem Rasen Erokett spielten um jedoch so fort oaoonzmausen, als die yerren m Sicht kamen, die einen Abstecher nach dem Vorwerk gemacht hatten, um Herrn v. Thilo s Füllen zu mustern. Bon einem Blick aus ivrau v. Schon felden'S Augen ermuthiqt, ging Sibylla sofort auf daS Opfer ihrer Neigung los und beaann ihr aemohnteS. kokettes Spiel. Elfe Thilo sah wohl, wie diese Zudringlichkeit Ehrich belästigte. Sie flüsterte eine Weile mit dem guten Onkel Alfred, der seinen Urlaub in ArnSdorf zubrachte. Er lachte und drohte lhr mit dem tfmaer: Der Bllhkerl! Hat er an Dlr auch eine Eroberung gemacht? Na, sei gut, r rr.tr. , iK i . i. u iiKixe vjijc, es rn Turai 00s aemeiNl. Kurze Zeit daraus näherte sich der alte Soldat dem Stiftsfräulein und zwang sie durch ern Kreuzfeuer von lustigen Neckereien und amüsanten Bosheiten, lhr Opfer los zu lassen. Mochten Sie mcht das zahme welße Neh sehen, das Papa mir neulich schenkte?" fragte Else, zu Ehnch herantretend. ,Du kommst doch mit, Hildegard iH Beide willigten gern in den Vorschlag, aber als sie den Flur durchschritten. wurde Else von der Mamsell um Anwelsungen für das Arrangement der Tafel angesprochen. Gehen Sie nur voran, nlckte sie freundlich . und folgte den Beiden eme Welle mit lhren treuen, klugen Augen. Hildegard kannte den Weg zu den? kleinen Gehege gut genug, sie führte lh. ren Begleiter durch das BoSket zu dem stlllen Platzchen, das, einer Waldwuse gleich, unter hohen Etchen sich ausbreitete. Es war so . still hier, daß man weither das emtSmge Plcken des Spechts hörte. Sie sehte sich auf die kleine Bank innerhalb des Gitters, und sogleich kam das zahme Thierchen in anmuthigen Sprüngen herbei, um Blatter und Halme aus ihrer Hand zu nehmen. Die Sonnenstrahlen sielen schräg durch die Zweige und ließen das blonde Haar wie eine Glorie über dem lieblichen Madchengeslchte erglänzen. Ehrich sah unverwandt auf sie nieder. Eine Minute ungestörten Beisammenseins mit Hildegard war, trotz seines heißen, Verlangens, eine seltene Gunst des Geschickes. Es war ihm nicht genug. sich aus der Ferne an dem Liebreiz ihrer Erscheinung zu freuen; er sehnte sich nach einem ihrer sor.niaen Blicke, ihrer herzlichen Worte, die ihn hoffen ließen, daß sie Antheil an ihm nehme. Das hatte , ihn ja aus den schlichten Worten lhr Klnderorlese so sreundllch angemuthet, jetzt erfüllte eS ihm die Brust mit berauschendem . Glück. Er liebte Hildegard und wollte ihre Liebe gewinnen. Ihr Wesen, bald lieblicher ir- rt 1 e . ..fr C - C nrnst, Dstio sonniger yroysinn, ooio zartsinniges Vertrauen, bald madchen, hafte Scheu, nahm fein Herz mit fanf, tem Zwang gefangen. Es entzückte ihn, mit welch' wunderbar rem Verständniß sie ihm entgegenkam. mit welchem Ernst , sie von seinen Stu mm, seinen Arbeiten erzählen borte.

Wie wohl die freie Lust thut!" brach er zuerst das Schweigen. Ich bin den Odem der Natur noch zu-.setr gewöhnt, um ihn lange entbehren zu können." Und Sie fühlen - sich nicht wohl in der Enge und Beschränkung unseres bescheidenen Lebens?" In der Familie von aanzem Herzen ; in der Gesellschaft mit Bedingungen." Man macht Ihnen den Lorbeer ein wenig zur Dornenkrone," sagte Hildegard, schalkhaft zu ihm aufsehend. Auch ich plage Sie oft genug mit Fragen

und habe noch jetzt eine rage an Sie auf den Lippen. Würden Sie nicht gern in das schöne Wunderland zurück? kehren?" Nein, ich habe die Ausgabe, die mlch dorthin führte, erfüllt, und heute würde. eS mir schmerer werden, zu scheiden, als damals." ' Ist es Ihnen damals nicht auch schwer gewesen?" fragte sie verwundert. Nicht fo. sehr. Es war für meinen Beruf von hohem Werthe, die Flora jener Gegenden zu einem längeren, eingehenden Studium zu machen. Daneen lockte mich die Gelegenheit, viel Geld zu erwerben ; nicht, daß ich Geld über- .-. ri-Li- -X. : X. t.s.. ti. r Müßig iayie, uver 3; ucuuqic feiner, um eine Ehrenschuld zu tilgen .Dann war ich ein kecker, wanderlustiger Bursch, dem es nicht vor ein paar Abenteuern graute. Vater und Mutter waren todt, Niemand weinte um mich, nur ein paar gute. Freunde drückten mir traurig die Hand zum Abschiede, und ein holder Vchutzgeist begleitete mich " etzt kam .tse yeran: Ich bin lange geblieben, es gab Auf, enthalt über .Aufenthalt. Herr Doktor, Frau u. Schönfelden verlangt nach Jh neni" Am anderen Morgen sprach die Tante den Wunsch aus, daß Hildegard sie beim , 1 r . 1 ?. w . ordnen der nasche unterstützen möge. Die Verstimmung, welche sie am Abend zuvor aus Arnsberg mitgebracht, schien verflogen und hatte, einer heiteren Launc Platz gemacht. Für den Augenblick schien sien nichts weiter zu denken, als an die schönen Damastgewebe, die auf den Tischen ausger sr t orcuci lagen, vsic zeigiellvegaro zum ersten Mal den ganzen Reichthum ihrer Leinenschätze, indem sie sagte, früher habe es ihr so leid gethan, keine Tochter zu zaben, der sie davon hinterlassen kone. tofet aber boffe sie doch, diese Schöbe dereinst in liebe Hände zu legen, die sie ln Ehren halten wurden. Gelt, Hildegard, ')u denkst doch schon daran, wie bald Deine Ausstattung so glänzend und stattlich vor Dir liegen wird?" fragte sie plötzlich neckend. Doch nicht, liebe Tante!" erwiderte das Mädchen ebenso aufrichtig wie unbefangen. Wer welg, wie lange es damit noch dauert?" Nun. einem Mädchen, wie Du. kommen die Freier fast täglich, deshalb habe ich schon längst daran gedacht und Dir r a ct T i'i. m ocl Jenen einen Zllorraly gcsammeii, fuhr die Dame fort, den Deckel einer Truhe hebend. Sich her, Kind, das arrr., c? CTiM l (Fortsetzung folgt.) Vom Littölaildl. Ein furchtbarer Skandal hat die öffentliche Meinung in Italien alarmirt, ein Skandal, der einen Präselten und Senator des Königreiches in einer Weise bloßstcllt, gegen den die Affaire Wllson noch hannloS und reinlich ist. Es handelt sich - der dritte Präfektenskandal, nachdem die Präfckten von Genua und von Palermo jungst dem Ostracismus der Öffentlichkeit ver fielen es handelt sich um den Prafekten von Novara, Senator und Kommandanten (Komthur) Plssanrn. Der alte, nahem siebzigjährige Mann, der unter Deoretls Karriere gemacht und die Se natorenwurde erlangt hat, war dle ganze Zeit seiner" Amtsführung hindurch ein Musterpräfekt nach Depretis Herzen aus der Schule des zweiten Kaiserreichs ; er hat auch und die Beweise liegen in erdrückender Masse vor eine Unzahl von Sittlichkeitverbrechen begangen, deren Opfer, nur zum Theil die jungen Lehrerinnen der Plovinz waren. Das Wesen des größeren Theiles seiner Attentate vermöqe wir hier nicht einmal anzudeuten. Die Bevölkerung von Novara, die die Zustände auf der Präfektur, gegen die sich natürlich kein Staatsanwalt zu erheben wagte, denn der Präfekt ist oder war es wenigstens noch unter Depretis, allmächtig die Bevölkerung, die diese Schandthaten des obersten Beamten der Provmz und Senators lange und qedul dig mit angesehen, erhob sich endlich und ernannte, ln der Hoffnung aus den Beistand des MlMsters des Innern, Erlspl, ein Aktionscomite. Die Führer des letzteren, der Abgeordnete Parona, der Ad vokat Tadino und der Chefredakteur des Aovenlere", Earottl, begaben sich in corpore zum Präfekten, dem sie, unter Darlegung der Beweise, seine Verbrechen ln s Gesicht sagten und den sie gleich zeitig aufforderten, augenblicklich Stadt und Provinz' zu verlassen. Angesichts der drohenden Haltung der Bevölkerung, die ihren Präfekten lynchen wollte, ver ließ derselbe eiligst Novara und begab sich nach Mortara. Inzwischen hat der Minister des Innern, der augenblicklich von dem Vorfall rn Kenntniß gesetzt wor den war, die Suspension des Präfekten Pisfarini verfügt, dessen Verbrechen, da der Angeklagte Z)!itglied des Senats ist, von der letzteren Körperschaft abgeurtheilt werden müssen. Zur Eharakteristik die ses Musterbeamten sei hinzugefügt, daß derselbe nicht bloß bei Parlamentswahlen m -1 r 1 t (f Veskechung, lvlnscyucyreruna uno aischung in großartigem Umfang betrieb, sondern auch dle hberale Presse der Pro vinz in stupider, eines freien Landes unwürdiger Weise terrorisirte. Sache des neuen Ministerpräsidenten wird es nun sein, daS Uebel mlt au der Energie auszurotten, die bei Francesco Crispi sprichwörtlich ist. Das nächste Ereigniß in diesem Jahre, schreibt man der Mönchener Allg. Ztg." auS Paris, dürfte die Erplosion der finanziellen und technischen Katastrophe deS Panama-KanalS fein. Es liegen der Regierung hierüber authen. tische Berichte . vor, welche einen ZeitI räum von sechs Jahren umfassen und so- - .v?. e l v 1. . r r i. E&I oie iicaicraiiji uiur. 09, uiiBmnu

weil sie die' Emission von ObligatlSNen wiederholt gestatteten, mit einer schweren Verantwortung belasten. Tritt diese angekündigte Katastrophe ein, so wird sie weite Kreise auf's Schwerste treffen. Die Panama-Gesellschaft hat nämlich im Laufe der Jahre für mehr als 1500 Millionen Francs Titres emittirt, dafür etwa 1000 Millionen Francs vereinnahmt und diese ganze Summe verauSgabt auf Arbeiten, Gewinne und Reklamen. Das Bureau in Washington zur Beschwichtigung feindlich gesinnter Kreise

soll allein weit mehr als an halbes hun dert Millionen verschlungen haben. Dabei ist biS jetzt nur etwa der fünfte Theil der Arbeiten vollendet und bedürfte eS zu deren Beendigung einer Effektivsumme von noch etwa 3 Milliarden Francs, das ist zumindest 4 Milliarden Titres, so daß die Gesammt-Emissionen 6 Milliarden Francs übersteigen würden. Zur Verzinsung einer solchen Summe und für den übrigen Dienst der Gesellschaft bedürfte es einer Einnahme von 350 Millionen Francs, während Lesseps selbst nicht mehr als 112 Millionen in Aussicht stellt. Der derzeitige Kurs werth der gesellschaftlichen titres durfte sich auf rund L00 Millionen Francs beausen. I n Straßburg gab es im 23. Dezember bei der Aufführung von Meyerbcers Hugenotten" im Stadttheater einen kleinen Feuerschrecken. Es war etwa 9 Uhr geworden, der dritte Akt spielte, als sich ein brenzliger Geruch im Hause verbreitete ; dem Geruch folgte deutlich wahrnehmbarer Rauch. und nun begaben sich einzelne Herren hinaus, um zu sehen, was es gäbe. In einer links neben dem Büffet befindlichen Rumpelkammer waren unerklärlicherweise Bücher und dergleichen in Brand gerathen. Vom Büffet aus hatte man das sofort bemerkt, und mit wirklicher Todesverachtung hatte sich der Theaterwirth Krüger auf das brennende Zeug gestürzt und es gelöscht, nicht achtend der Funken, welche ihm Gesichtshaut und Haare versengten. Als dann die Feuerwehrleute hinzukamen, fanden sie noch glimmende unkcn und viel Rauch, aber r " c rein Heuer meyr vor. so gering oas Feuer, so starr war die Acauchentwlckelung gewesen, sodaß daS Publikum beunruhigt wurde und die Sänger stellenweife die Rauchwirkung beim Sinken verspürten. Regisseur Fuchs hatte durch eine kurze Ansprache die Zuhörerschaft beruhigt und die Oper ohne wesentliche Unterbrechung ihren Fortgang genommen. Man schreibt aus Metz, 2L. December: Heute Vormittag fand, wie solches jedes Jahr am zweiten Weihnachtsfciertage der Fall ist, auf dem hiesi, gen Domplatze der in solcher Ausdehnung wohl einzig dastehende Dienstbotenmarkt statt. An diesem Taae kommen Knechte und Mägde, hauptsächlich aus den landlichen Theilen des Bezirks, hierher, um für das kommende Jahr neue Dienstverträge abzuschließen, welche in den umlieenden Wirthschaften mit einem tüchtigen prunke bekräftigt zu werden pflegen. Heute mögen sich ungefähr 500 S00 Stellensuchende eingefunden haben, von denen jedoch annähernd die Hälfte wieder unverrichteter Dinge abziehen mußte. Wie gewöhnlich zog das eigenartige Schauspiel zahlreiche Neugierige an. Ueber das Alter dieses Marktes" fehlen sichere Anhaltspunkte; e5 steht jedoch fest, daß derselbe schon gegen Ende deS 1V. Jahrhunderts bestand und früher größere Ausdehnung hatte als heute. V 0 r dem P 0 l i z e i g cr i ch t in Lausanne spielte vier Tage lang ein Aufsehen erregender Prozeß gegen elf aroße Weinhändler in Lausan ie und anderen Orten des KantonS, angeklagt wegen Verkaufs unächter Wcine,geliefert von den Weinpanschern" Güntert in Basel und Herdy in Thalweil, Kanton Zürich. Güntert hatte allein im vorigen Jahre über eine Million Liter verkauft, die er aus 300,000 Liter wirklichen Rebensaftes herausgeschlagen. Der Gerichtshof verurtheilte alle elf, nahm aber an, daß sie von der Fälschung nichts gewußt ! Die stärkste Buße erhielt mit 300 Franken Eonstaneon in Morges ; ihm folgten die Gebrüder Eorna; mit 500 Franken ; die neun Anderen kamen mit 250 bis S0 Franken davon. Ueber oie Studenten Unruhen in Rußland wird geschrieben: Der eigentliche Urheber des den Stndenten so verhaßten Statuts vom Jahre 1884 ist der frühere Unterrichtsminister und jetzige Minister des Innern Graf Tolstoi, doch ist dasselbe erst unter dem Regimente des gegenwärtigen Ministers der Volksaufklärung" des Herrn Deljanow erlassen worden. Nach diesem Statut werden die Studenten wie Sträflinge behandelt: jede Verletzung der Regeln", welche sich auf die Kleidung, den Schnitt des Haares, die Wahl der Kameraden u. f. w. beziehen, wird streng bestraft, so daß die Studenten sich cigentlia) beständig in einer Art Rebellion" befinden. Die verhaßteste Einrichtung aber ist diejenige der Inspektoren. Meine Vorlesung," so sagte dieser Tage einer der ältesten Professoren in Odessa dem dortigen Daily News"-Eorrcspondcn-ten, beginnt um O Uhr. Um. 9 Uhr 15 Minuten betrete ich die Vorhalle. Ein Inspektor am Fuße der Tr?ppe nimmt sein Taschenbuch heraus und notirt die Zeit. Am oberen Ende der Treppe thut ein zweiter Inspektor dasselbe, vermuthlich, um seinen Eollcgcn unten zu controliren. Ich trete in's Collegzimmer und ein dritter Inspektor macht wieder Notizen. Während der ganzen Vorlesung bleibt derselbe im Zimmer, stets bereit, eine Bemerkung, welche nicht zu meinem Thema paßt, oder eine Fraae eines Studenten, welche eine politische Bedeutung haben könnte, zu notiren. Daö ist aber noch nicht Alles. Wenn die Professoren nach dem Geiste und Wortlaute ihrer privaten Instruktionen von Seiten des Ministers handeln wärden, wären sie nichts als Spione und T -! ?st . " . C. ... ,?,.... 1 eyclmpollisien gegenuoer oen 2luoen ten innerhalb und außerhalb der Mauern deS UniversitätSgebäude's." Herr Deljanow soll zwar um seine Entlassung gebeten, dieselbe aber nicht erhalten haben, obgleich der Zar mit ihm sehr unzufrieF c oen sein uno es aogeteynt yaoen fou, n Zu empiangen. ... .

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