Indiana Tribüne, Volume 11, Number 106, Indianapolis, Marion County, 4 January 1888 — Page 1
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UsneS der Telegradh. (8c tut im Washington. 4 Jan. ttalterc? bübscheS Welter. War zu erwarten. St. LouiS, 4 Jznuar. J.i tincr Sitzung der Comite des Schulraths wurde beschlossen, den deutschen Unter, richt abzuschaffen. An der Oeldörsk. New York. 4. Jan. An dir Oel dörse herrscht grobe Ausregun?. Der; Preis ist aus 96 lj8 Cent gestiegen. Gditorielles. A. (5. Hesing. einer der Eigenthü rner der Illinois Staatszeitung", deren N dakteur der Renegat und SchnapSbru der Raster ist, feierte am I.Januar den 25. Jahrestag seines Eintritts in das genannte Blatt. Gewisse Blätter gratuliren ihm. In nicht lanzer Zeit wird He:mg auch den 25. Jahrestag seines Eintrittes in daS Zuchthaus feiern wohin er s. Z. wegen Wh-.öysteuer'Schwinde-leien geschickt wurde. Jedenfalls werden dann jene Blätter auch nicht vergessen ihm zu gratuliren. Man muß ja mit einem Blatts, dessen R.'dakteur der Versass.? der berüchtiztenAdamSBill ist, durch welche dem Präsidenten AuSweifungsge walt ertheilt werden soll, schon der Gefinnunzslumperei halber Freundschaft halten. Appellationsgerichte wurden ursprünglich deshalb eingeführt, weil man von der Annahme ausging, daß der erste Nichter oder die Jury sich durch pelsSn liches Vorurtbeil gegen eine der Parteien, durch örtliche Einflüsse oder durch falsche Gefühle zur Beugung des abstracten Rechtes verleiten lassen könnte. In der That ist auch durch diese Gerichte so manches Unrecht wieder gut gemacht wor den, aber neuerdings scheinen sie ihre Aufgabe nur dahin zu verstehen, daß sie daS Processiren zu erschweren und mög lichst kostspielig zu machen haben. Eil armer Mann kann schon fast gar nicht mehr appelliren, der Reiche aber hat sol cheS Zutrauen zu den höheren Gerichten, daß er immer appellirt, wenn er verurtheilt worden ist. Natürlich hat auch die Standard Oil Co. Berufung gegen das Urtheil eingelegt, das ihre Agenten zu Brandstistern stempelte. Kaum hatte Nichter Haight in Buffalo ihren Antrag auf einen neuen Proceß abgewiesen, als sie auch schon die Appellation anmeldete. Jetzt werden Jahre darüber vergehen, bis das höchste Gericht gesprochen hat, und sollte dasselbe einen neuen Proceß anordnen, so würde eine abermalige Uebersührung der Verbrecher nahezu unmöglich sein. Ein vielleicht noch größerer Fehler unserer Rechtspflege" ist es, daß einerseitS die Verfolgung von Schuldigen un geheuer durch Formelkram erschwert, anderseitS aber die Verjährungsfrist zu kurz bemessen wird. Bis ein County- oder DistriktSanwalt die außerordentlich umständlichen Forma litäten erfüllen kann, die der Erhebung der Anklage vorangehen müssen, tritt sehr häufig schon die Verjährung. So haben neuerdings die Klagen gegen die Holzdiebe von der Northern Pacific Bahn niederge schlagen werden müssen, welche Millionen von Stämmen von der Regierungsdomäne in Montana gestohlen und außerhalb des Territoriums verkaust hatten. Die Spitzbuben, darunter der Vicepräsident der sauberen Gesellschaft, bestritten den Diebstahl gar nicht, beriefen sich aber auf das "Statute o5 limitation" und drangen damit auch durch. Seit mehreren Jahren hat sich das Landamt bemüht, zuerst unter McFarland und dann unter Sparks die frechen Holzdiebe zur Verantwortung zu ziehen. Im Jahre 1835 berichteten die Spezialagenten über 396 Fälle, in denen es sich um Holz zum Werthe von 3 000,000 handelte ; 1886 wurden 1219 Fälle gemeldet, welche nahezu 10,000,000 betrafen und im letzten Rechnungsjahre wurden wieder 1011 Diebftähle zur Anzeige gebracht, durch welche die Negierung um mehr als 56,000.000 geschädigt wurde. Die Sriminalprozesje gegen die Räuber werden aber sämmtlich niedergeschlagen werden müssen, und die Eivilklagen auf Ersatzleistunz für daS gestohlene Holz werden erst recht ergebnißlos bleiben. Wir wollen ja zugeben, daß die für einen Angeklagten vorhandenen Schutz wehren mit guter Abficht errichtet worden
Luvissapolko,
sind, aber so vie es ist, bilden sie FestungSmauern für. den Neichen und sind nur Fadenstränge für den Armen. DaS Gesetz hindert heute den armen, aber ehrlichen Mann, sich sein Recht zu er kämpfen, während es dem reichen Gauner Straflosigkeit zusichert. Drahtnaüril!)ten. Der Streik an der Reading Bahr. Reading. Pa.. 3. Jan. Berichte auS der Kohlenregion melden, daß die Kahlengräber massenhaft die Arbeit einstellen, und daß der Streik ein allgemei ner zu werden draht. Die hiesigen Fabriken stnd höchstens sür'eine Woche mit Kohlen versehen und müssen schliern, wenn der Streik kein Ende nimmt. Während der Nacht lausen in gesöhnli chen Zeiten eti,a 4000 Kahlenmaen hier durch, letzte Nacht warm et dlog 1000 Pittövill,, 3. Iai. Der S'r.ik droht ein allgemeiner zu werden, die KöhltNZkädkr in den hlestgZN der Rea)inz Bahn gehörigen Graben st flh die Arbeit ein. Shamokie. 3. Jan. Die EntecPrise Comvaanie Hai elnatwilliat, den oerproch?nen Ausschlag von 8 Pro,ent zude,ahlen. Lanc aster, P'. 3. Jan. e At menDirk:oren fragten heut; die im ÄrdettZhause befindlichen Tramps ,40 im Ganzen, ob sie WlllenS roüren räch Zteadina zu ehen uns die S'en der steiker lnjunehmen. 25 toillit ien. ein. Philadelphia 3. Z,nuir. Die hiesigen ttshlenhZk-.dl r nehmen iren üit teil war um schrauben )ie 'vciii in sie HSie. Die BundeSfchuld Washln ton, 3 Jn. Die Re duklion der BundUschuld del.es sich mah rend des kouatS Dezemder aus $14, 584.650. WSnenS der ersten stchS Nonale des abgelaufenen Fiskaljahres ditmg die Verminderung $62.555753. Um 1 Januar 183Z betrug die Schuld abzüglich des BaardestandeS im Schatz amte $1 225 593 402. Wahrend des Jahres 1887 wurden 116 Millionen von der Schuld abgettagen. Erdbeben. St Loui. 3 Jan. EineD'pesche von M.z ko meldkt dub gestern Morgen in der Stadt ein lehr heftiges Erdbeben verspült wurde, da? jedoch keinen grrbn Schaden anrichtete. WieJndianerkrtegeentsteben. NopaleS, Ar. T. 3. Jan. Ueber den Feldzug gegen die Vaqui'Jndianer in Mer co. resp über die vorläufige Been digung desselben, treffen hochsensationelle Nachrichten ein. Der .Krieg gegen die VaqulS war unter dem Einverständnib gefühlt, dak nach Schluß desselben daS Land am Paqui und am Moyofluß unter den Jidianern einzeln verthei t werden sollt'. Nur dadurch, daß man den Pa quiS und den MayoS diesen Glauben bribrachte, veranlaßte man die Mehrheit derselben, sich zu unterwerft. Jetzt ist cl herausgekommen, daß daS mixicanische Kanonenboot Democrataheimlich und ur.ter der Form von Einladungen zu verschiedenen Malen In dianer auS der Flubgegend fortgebracht hat, im Ganzen über 1500. Dieselben wurden nach dem Staate Colima dlpor1 ir t, wo sie jetzt an Fieber und anderen Krankheiten sterben. Der Häuptling CajamS. von welchem man geglaubt hatte, daß er nach Krieg? recht erschossen worden sei. und zwar meuchlings, miltkn in der Nacht, und ge rade von der EScoltk, welche man ihm zur Rückkehr nach seinem Dors beigegeben hatte. Man sagt, daßLandgrabscher'. welche in engen Beziehungen zur VundeSregie rung stehen, nach und nach alles bebau bare Land in jener Gegend adsorbiren, und von ihnen stnd wahrscheinlich jene Verbrechen veranlagt worden. Die noch zurückgebliebenen VaquiS sind naturlich sehr ausgebracht, und be reitS ist eS wieder zu mehreren Schar mütztln gekommen, aus welch? abermals im offener Krieg hervorgehen durst'. Die Jndianl? befinden sich in großer Noth. Die Interessen dir .Landgrab scher werden von Militärpatrouillen osfi,iell beschützt. V,r Dabei Die Regentschaft. Berlin. 3 Jan. Die norddeutsche Zeitung stellt entschieden in Abrede, dab Versuche zur Herstellung einer Regent schast gemacht wurden. Diese Erklärung soll von San Remo ausgehen. Au Deutschland. Berlin. 3. Jan. Die Nationalliberalen scheinen zuletzt doch noh ein bischen Schamgefühl zu empfinden. Sie
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ollen ihre Zusilmlnung zu dem neuen Sozialistengesetz nur dann geben, wenn der Paragraph, dk? die deutsche Polizei ermächtigt, verurteilte Sozialisten- au? dem Lande zu treiben, gestrichen werde. Die Konservativen behaupten' allerdings ihre Pappenheimer zu kennen und stnd sicher, dab den Nationalliberalen vor dem Stirnrunzeln BiSmarck'S daZ H.'rz in die Hosen fallen wird und sie ihr Ja und Amen wie gewöhnlich sagen werden. Die vreubischen Spitzel haben herausgeschnüffelt, daß die sozmanntm Rauch ClubS in Berlin ein H:erd sozialistischer Propaganda sind und haben die meisten ausgehoben. Der Redakteur der Hamburger .Bür-ger-Zeitung,Stelnsatz, ist aus Hamburg auSgeaiiesen worden nd nach London gegangen. Der durch den AnarchistenProzeß b:rüchtigte StaatSzeuge Göttsried W lller. der unter dem Namm Karl Müller in der Näbe von Hamburg lebte, ist auS seinem Schlupsminkel ausaeschreckk wor den und, wie man fajt. wieder auf dem Wege nach Amerika Die sozialistische Propaganda firet Eingang unter den io streng d.'tra hZen Soldatkn. Eine lll t rsuchuna in den Garnisonen von Mainz. Br.'Zlau. Span bau und Frankfurt a. M bot ergeben. daz zahlreiche sozialistisch: Schristtn von Soldaten selbst vertheilt wurden Ai le Verhastunen stnd vorgenommen worden. Der Bulqarens ü rst. London. 3. Ja". ES scheint kaum mehr einem Zweifel zu urt'rllegen d:ft die orleanistische Plinzesstn C'ementine. Mutter des Fürsten Ferdinand von Bus garen, die Urheberin der an den (iyutn getankten, angeblich von B:Sma ck ausgebenden gksa'.schten Schriflstücke ist. Noch niemals übrigens ist die Lage des Fürsten Ferdinand, seit ee in Bulgcrlen festen Fuk gesabt het so drohend gewesen wie gerade jetz. Seine Minister laffen ihn auch im Stich Mehrere dkrselben haben bereits erklärt, daß sie. nachdem sie die wahre Sachlage krkannt, nichts mehr mit der ganzen Wirthschaft zu thun haben wollten. . Manche glauben, der Coburger werde gerade noch so lange in Sofia bleiben bis die Rüsten dort einziehen würden. Berlin, 3' Jan. Der .Reichsan. zeige,- coriigi't den neuesten Gothazfchen Hoskalender, weil in demselben der Fürst Ferdinand von Bulgaren mit dem Titel .Königliche Hoheit angesühlt ist DaS Blatt sat. Ferdinand sei gor nicht Fürst vonBulgarien. diS er von den Mächten als solcher anerkannt lverde, und selbst dann noch könne er nur den Titel .Er Hohe't" fü'.rep. SchiffSnchricdt,u. Angekommen in: Boston: .Iowa von Liverpool. QueenStown: Britifh Queen" von Boston. Glasgow: State of Pennsylvania von New Vork. London: .Holland. .Persten Mo-narch-von New Pork. H i e si g e s. Herr La Follette, der Staats superintendent des öffentlichen Unter richtS, unterbreit te dem Gouverneur sei nen Jahresbericht. Demselben zufolge betrug die Zahl der weißen Schulkinder im Staate 742.866. die der farbigen Kinder 17,663. DaS bedeutet eine Zu nähme von 15.478 Schüler gegen daS vorige Jahr. Der tägliche Schulbesuch betrug 75 Prozent der im Schulaltlr be findlichen Kinder. In English'S Opernhaus wäre es am Montaz Nachmittag bei der Matinee beinahe zu einer Panik gekommen. Jemand hatte von der Gallerie ein Programm fallen lasten, dasselbe fiel in einen Kronleuchter, fing Feuer, fiel dann herab auf einen Damenhut und setzte diesen in Brand. Einige waren schnell mit einem Feuer rufe bei d?r Hand und eS dauerte ine Zeit lang, bis die Ruhz wieder hergestellt war. Unter der groben Anzahl von Obdachlosen, welche jetzt jeden Adeid im StctionShauS um Nachtquartier nach suchen, besand sich gestern Abend auch ein GreiS von 91 Jahren. Er erzäylte. daß er DeklniS Sweeney Heike und den Weg vom Soldatenheim in Washington bis hierher zu Fuß zurückgelegt habe. Er habe die Reise unternommen um Kameraden auszusuchen, deren Mithilfe er zur Erlangung einer groben Penston nöthig habe. Er will nun nach Illinois und dann heimwärts wandern. In M. Hanfon'Z Schuhladen. 422 Süd Meridian Straße, stndet man stets eine grobe Auswahl von Stiefeln, . Schu. den. Pantoffeln :e. Beste Qualität und billige Preise. Alle Reparaturen werden prompt besorgt.
. Januar i88S.
Vom VnSlande. Ein interessantes Reise, erlebniß erzählt der Kur. Warsch.": Auf 'einer Fahrt von Kiew nach Brest machte neulich ein Herr K. auS Warschau mit einem Reisegefährten Bekanntschaft, der in Gesellschaft eines 3jährigen Knaden reiste. Die Paffagiere saßen in ei nem Coupö erster Klasse und führten ein lebhaftes Gespräch in französischer Sprache, bis sie zuletzt ermüdet einschliefen. Als Herr K. erwachte, war sein Reisege fährte nicht im Waggon, zu seiner Vermunderung aber lag der Kleine eingeschläfert neben ihm und an den Rücken des Kindes war ein Blatt Papier angesteckt, auf welchem folgende, in Eile mit Bleistift geschriebenen Worte standen: Nehmen Sie das Kind, ich lasse 1000 Rubel in einem Päckchen unter dem Kissen zurück, in einigen Monaten werde ich mich, nach Bekanntmachung in Warschauer Blättern, bei Ihnen melden." DieSituation erschien Herrn K. nichts weniger als angenehm; der u:n Auskunft gefragte Conduktcur sagte, der Mitreisende sei längst ausgestiegen, dem Eisenbahnpersonal habe er erklärt, er lasse den Knaben seinem Cousin zurück, für den er Herrn K. ausgab. Letzterer ließ sofort nach dieser Entdeckung den ganzen Fall zu Protokoll bringen. Da es ihm aber leid that, den Knaben unter fremden Leuten zurückzulassen, so nahm er den Knaben mit sich, der außer seinem Vornamen keine weitere Auskunft über sich geben konnte. Zufolge der auf telegraphischem Wege nachgesandten Steckbriefe erfuhr die Mutter des entführten Kindes den Aufenthalt desselben und machte sich sofort auf den Weg zu seiner Abnahme. Es ist eine reiche Gutsbesitzerin aus dem Gouvernement Kiew, welche bcreit-Z das Kind in Empfang nahm. Die Entführung des Kindes war das Werk des Hrn. v. V., des leiblichen Vaters des Kindes, welcher' auf diese Weise gewisse Zugeständnisse seiner Frau abzwingen wollte. Herr v. V. dürfte bereits im Auslande sein; die Untersuchung wurde bereits eingeleitet, um ihn für seine That zur criminalgcrichtlichen Verantwortung zu ziehen. I n Vordeaur fand dem Gtf Blas" zufolge dieser Tage ein Wohlthätigkeitsbazar statt, bei welchem die Damen der dortigen Gesellschaft als Verkäuferinnen fungirtcn. Unter denselben befand sich auch die jugendliche und schöne Gattin eines Kaufmanns Nisart, die, in der Gesellschaft noch ziemlich unbekannt, sehr schlechte Geschäfte machte. Bei der Ablieferung des Erlöses hatte die junge Frau nur 35 Frcs. vorzuweisen und es schien ihr, als wenn sich die Augen ihrer Konkurrentinnen mit höhnischem Ausdrucke auf sie richteten. Sie eilte nach Hause, schloß sich ein und erstach sich mit einem kleinen spanischen Dolche, den der Gatte ihr neulich von einer Reise mitgebracht hatte. Der vom Feste heimkehrende Gatte fand sie bereits als Leiche. JnWiener militärischen Kreisen erregt der Selbstmord des verdienstvollcn Generals der österreichischen Armee, des Feldmarschall - Lieutenants Greiner. traurige Sensation. Wie dortige Blätter berichten, hat derselbe in einem Anfalle von Verzweiflung Hand an sich gelegt und seinen Tod durch Er hangen herbeigeführt. Die A!otive, welche den greisen General derselbe Zählte bereits siebzig Jahre zu dieser schrecklichen That veranlaßt haben, s n) rein persönlicher Natur. Einerseils dürften, nicht durch eigenes Verschulden hervorgerufene, mißliche Vcrmogensvcrhältnisje, andererseits auch Kränkung über ein langwieriges unheilbares Fuß-übel-seiner einzigen Tochter Eharlctte, die sich beim Gehen der Krücken bedient, den Greis zum Selbstmorde veranlaßt haben. Wie selbst in w 0 h l h a b e nden deutschen Kreisen der nichtswürdige Aberglaube vom Dreizehnten noch herrscht und Untheil anrichtet, beweist folgender trauriger Vorfall in Hamburg. Dort wurde bei einem Kaufmann an .der Nothenbaum-Chaussee eine Gesellschaft gegeben, zu welcher u. A. auch die 18jährige Tochter eines Kaufmanns nn der Johns:Allee eingeladen war. Dieselbe war während der Tafel voll übersprudelnder Laune, wurde aber plötzlich bleich und sank, einer Ohnmacht nahe, in ihren Stuhl zurück.. Man brachte sie bald wieder zu sich, worauf sie erklärte, sie habe plötzlich . entdeckt, daß sie die Dreizehnte bei Tische sei und gerade am Ende der Tafel sitze. Man suchte ihr den Aberglauben lachend auszureden, allein sie blieb still und traurig und verlieff schon zu früher Stunde die Gesellschaft. Am nächsten Tage verschlimmerte sich ihr seelischer Zustand immer mehr und schließlich mußte man die Aermste dem IrrenHause überliefern. Sie erklärte fortgesetzt, daß sie sterben müsse und jammerte um ihr junges Leben. E i n e w e r t h 0 0 l l e C 0 n c e s s i 0 n hat die mencanische Regierung einem amerikanischen Eapitalistcn, William H. McWood von San Francisco, ertheilt: Die Concession zum Bau einer Eisenbahn von Topio im Staate Jalisco nach Maiatlan an der Küste und vonda nordwestlich durch den Staat Sinaloa und schließlich nach Juma im Territorium Arizona, behufs Herstellung einer Verbindung mit Hl südlichen Pacificbahn,
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