Indiana Tribüne, Volume 11, Number 73, Indianapolis, Marion County, 30 November 1887 — Page 1
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ReneS per Telkgrapd. IB e 1 1 c ( iallKltn Washington. 30 Nov. Schone Wetter, ein venig wärmer. Der ArenSdorf Prozeß Sioux City,Ja, 30. Nov. In dem Mordprozesse gegen ArenSdoef sagte I. C. Ptterson aliaS JuU ouS. daß er Zeuge der Mordthat genitsen sei und ge sehen habe, daß der Angeklakte denselben beging. Auch bestrast. Chicago. 30 Nov. Paul Wols. der in einer Wirthschaft anarchistische Aeußerunzen gethan hatte, wurde um 550 bestraft und mußte Bürgschaft sür sriedlicheS Verholten stellen. Gbltoriellcs.
Wenn man die Berichte über die Strafmethoden im Frauengefangniß liest, da fällt Einem Schillers Wort ein : Da werden Weiber zu Hyänen." Der Ame rikaner ist und bleibt ein halber Jndia ner, mag er auch noch so sehr über die Auslander schimpfen. Unseren Collegen von der Presse empfehlen wir die Bearbeiiung folgender Ideen zu Leitartikeln : An der großen Dürre im letzten Sommer hatten die Anarchisten Schuld." Den Anarchisten ist es zuzuschreiben. daß so große Kalte eintrat." Wenn im nächsten Jahre Mißernte eintritt, so haben das die Anarchisten ver anlaßt." Daß die Kartoffeln dieses Jahr so theuer sind, daran ist Niemand schuld, als die Anarchisten." Auf Wunsch können wir noch weitere Themata liesern. Most ist also schuldig befunden wor den. Zur selben Zeit, da der Erzbudler Sharp einen neuen Prozeß bekommt, und den Chicagoer Budlern ein Aufschub bewilligt wird. . Wir haben das Z.'uzniß gegen Most ausführlich mitgetheilt. Der Nichter sel&l sagte in seiner Instruktion, daß die Aeußerungen Most's sowie er sie bei dem Verhör gab, nicht strafbar gewesen seien. Eine ganze Anzahl Zeugen gab dieselbe Verston, wie Mot. Es wird bewiesen, daß der Reporter Dreyfus ein Lump ist. es wird bewiesen, daß die beiden Detectives nur wzniz Deutsch verstehen, es Wird bewiesen, daß der eine Detectiv log. als er sagte, Schenck habe den Vorsitz geführt, es wird bewiesen, daß die Aussagen dieses Detectivs vor der Grand Jury anders lauten, als die bei den VerHandlungen, und doch Schuldig. 'Wis soll man dazu sagen? Haben die Geschworenen nicht Meineid begangen. als sie sagten, sie seien im Stande, nach den Zeugenaussagen zu urtheilen? In seiner Instruktion sagte der Nich ter: Revolutionen werden nicht durch Gerechtigkeit, sondern durch Ungerechtig keit hervorgerufen'" Es scheint demnach, als ob die Bourgoisie es darauf abgesehen habe, eine Revolution zu erzeugen. Wir haben wahrhaftig kein Wort des Beifalls für Most und seine lächerlichen Tiraden, aber es gehör: keine Kunst dazu. dem Freunde gegenüber gerecht zu sein. Gerechtigkeit muß auch dem Feinde ge genüber geübt werden. Glaube man aber ja nicht, daß die Bourgeoisie bloß die Anarchisten haßt. Sie haßt in gleicher Weise die Anhänger jeder Form der Arbeiterbewegung und keiner gegenüber wird Gerechtigkeit geübt werden. Draytualgrichteo. Unser LebenöretungSdienst. Washington. 29. Nov. Folgendes ist ein Auszug auS dem Bericht von I. S. ttimball, Superintendent deS LedenS ret'.ungSdiensteS. Der Dienst umfaßte am Schluß des Rechnungsjahres 218 Slationen. nämlich 166 an ter Allan tischen Küste, 44 an den Seen, sieben an der Pacic Küste und eine on dem Fall deS Odio in L?ui?villk. Ky. Es kamen 332 Schiffbruche vcr. bei welchen 6.327 Menschen betheiligt wzrln. .von denen 6.272 gertttct wurden. D,r W:rth dir Sch'ffe wurde auf $1786925 und ihrrr Ladungen aus $2,233.775 geschätzt, zu sammen $7.075700. wovon Eigerthum im Wekthe von $5,773 880 gcretttt wurde und solches zum Betrage von $1 286,880 verloren ging. Vollständig verloren gingen 72 Schiffe. Außerdem wurden noch 135 kleinere Fahrzeuge, sie Segel oder Ruderboote ic. von Unfällen be troffen und von den darin befindlichen
274 Menschen 271 gerettet. Ungemein viel Schneeflürme und häufiger Nebel er schwerten den Dienst sehr, trotzdem gelang eö den Mannschastm der Stationen, viel mehr Menschen und Eigenthum als je zuvor zuritten. In einzelnen Fällen waren die Leistungen geradezu tollkühn. Folgende Zahlen enthalten daS Wisent llche au der Geschichte deS Dienstes vom Jahre 1871 an: Schiffbrüche 2.852. Werth der Schiffe und Ladungen 565. 549.779. gerelt.'t $17.330992. rurloren $18.217.782. Zahl der Menschen aus den Schiffen 35,427. g'nltet 34.883. umgekommen 541. Zu letzteren aetöten die 118 Ovfer bei dem Untergang der Damp fer .Huron" und .MetropoliS-. sowie 14 andere Menschen, welche eigertltch nicht dem Rettungsdienst zugeschrieben wcroen sollten, so daß aus letzteren in diesen 16 Jahren eigentlich nur 347 Umgekommene au? mehr als 35.000 verunglückten kamen Im vergangenen Jahre wurden neue Stationen in Dienst gestellten Frank sort. Pentmater. White Rwer. Holland, South Haven und Sturgeon Bay Canal am Michigan See. Der Bericht emp siehltdie Einrichtung von Stationen in AsNabula am Erie See und in Mar quktte. Mich., am Superior. Eine Com miston ist an der Pacificttäste mit Maß rahmen zur Verbefferung deS DeinfteS daselbst thä'.iz.
Der Prozeß Most'ö. New York, 29. Nov. JameS Creill man. ein Berichterstatter deS Herald", wurde als Zeuge aufgtrasm. Er sagte. e irinn.re sich der Versammlung am 12. Novemb:r und habe nach Beendigung dlrselden mit Dreysuß gisprochm. Dann mute er abtreten und Sam Dreyfuß wurde nochmals auf den Zeugenstand gerufen. Er beschwor, er habe aus dem Wjge von der Versammlung nach dem StütionShause mt Niemandem ge prochen. .Weshalb wurden Sie vor einigen Jahren uS dem Dienste d.-S .Herald" entlaffen?' f:ug Anwalt fcora Dreysuß besann sich eine Weile. .Um die Wadrheit zu sagen ich war bltrun en-, stieß er schlichlich hr?or. .An dem VklsammlungS-Äbende, am 12 November, hatten Sie aub mebrere Gläjer Bier zu sich genommen, nicht wahr?' .3a.DaZ glaube ich." Der Z ue er klärt: dann, ee fei auch einmal ua fiienix ves .'vtrniig I 'ur nal" gen?e'ki, do:t ad.r enllkssen wer den. weil lkgen) Jcmana ih.l h,rt r dem Rücken verlä.lmdet habe. Hieraus wurde Cr.lllrnan wieder aus gerufe.l. Ex jite, Dreifuß habe ihm nach der Versammlung gesagt, er habe Etwas von Most'S Rede im Kopfe, die elde sei jeooch unzusammenhängkno g'c wksen und eS war nichts darin. Most wurde dann selbst aus den Zeu genstznd gerufen. Er erkläre, daß tx nicht Die in Der Antlag enthaltenen Worte bei seiner Rcde gebraucht ;ade. Er fate : .Wie kämpfen nicht gegen eine bestimmte Regierung, nicht speziell gegen die der Ver. Stlot?p, sondern wir kämpfen ge gen die Äuiüoung der RcgieruigSgkwa'.t überhaupt..J?zce Idee fragte der StaatZanmalt. ist die, srleolich zu siegen, wenn S mög l ich ist. und mit Genialt, wenn Sie müf sen?' Da8 lehit die Geschichte. Wir glau ben, daß Gewalt schließlich nöthig sem wird." Glauben sie an ein höh:r s Wesen. welches Diejenigen bestraf', welche fal scheö Zeugniß im Gerichte ablegen ? Dir Vr.heioigik erhob Einwand, ahn der Richter lirß die Frage zu. Most anlwoktete: Ich glaube nicht an ein solches." Der Vertheidiger fragte: Glauben Sie an eine Urzewali V AntIvr. : Ich sage wie Sok:ateS. wir wissen, daß wir nicht wissen." D.r staalSanwalt fragte ihn darauf übt? seine Vergangenheit Most er züh'te er sei in 1869 in Oestreich w?gen HochvirrathS zu einem Jabr Gefängniß verurtheilt worden, und 1870 zu fünf Jahren, sei aber in Folge einer Amnestie entlasten worden. Ja 1872 habe er in B.rlin 1 Jahr bekommen, weil er den Kaiser einen Schlächter genannt habe. In 1874 (ade er ein Jahr und sechö Monate bekommen, will er am Gedenktage Dir Pariser Commune eine Rede hielt. In 1877 bekam er zwei Monate wegen Got teSlüsteranq. In 1881 wurde er in Eng land zu achtzehn Monaten Gefängniß veruitöeilt, weil er in Der Freiheit die Tödtung des Zaren guthieß. Er ist der Verfasser .verschiedener Schristen, wie Die soziale Bewegung im alten Rom". Die Bastille vor Plötzinsee". Die Hölle von B.'ackwellS Island" u. f. w. Uedlr sein Buch Die revolutionäre Kriegsührung" und über die darin em pfohlene Verwendung von ErSlostvstoffen und die ausführliche Beschreibung dersel
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ben befragt, antwortete er : WaS hat daS mit meiner Rede in K ämkr'S Halle zu thun?" Ee weigtite sich, die Fragen zu beantworten. - Damit schloß daS Zeugenverhör. Rich ter Cowing hielt in feiner Instruktion eine lange Rede über Anarchiemus und meinte, derselbe sei in unserem freien Lande" nicht nöt)ig. U.brigens setzte er hinzu, daß in der Version der Rede, wie sie Most in dem Prozesse gab. kein Un recht liege. Die Jury zog sich um 5 Uhr 30 Min. zurück und erschien um 10 Uhr mit einem Wadrspruch. Dtrselbe laut te aus Schul big. Die rief eroßeö Eistaunen hervor, da man allgemein dir Ansicht war. daß daS BeweiSmaterial nicht ausreichend sei. Man vermuthet, daß die Jmy von dem Ruse Most'S beeinflußt war. Der Vertheidigt? stellte einen Antrag aus ein neueS Verfahren. Die UrtheilSsprechung wurde ausgeschoben und Most nach dem Gefängniß abgeführt. Auch natürlich ! Chicago. 29. Nov. DaZ Avpell. tionSgericht Hot in dem Proztsse der .Budler- einen Aufschub bewilligt. Die clbm werden deshalb vorderhand nicht nicht nach Jolttt gebracht. VerÄads;. Neue Hoffnung für den Krönprinzen.i Berlin. 29. Nov. Eine Etsindung des Dr. Scheuerlein. ineS jungen Ajsi sttnorzteS deS Königlichjn Hospitals, welcher den Baccillu?, die Hauptursache deS Krebses, der sich bei fast allen KrebSbildungen in dessen Zellen' 1!findct, iso iren kann, wird hier mit Freuden begrüßt, da man glaubt, daß damit der Kronprinz gerettet werden würZe. Der ange Arzt stellte mit seiner Mithode eine Anzahl von Expttimenten an. die sämmt lich roßen Ersolg hatten. Er weigert sich bis j.tz', Näheres darüber mitzuthei ten Ja ärztlichen Kreisen macht die Eisiadung viel Aussehen. Dies ranzSjische Krisis. Paris. 29. Nov. Die Situation ist noch immer unklor und eS läßt sich noch immer nid t mit Bestimmtheit sagen. waS er Pröstdent zu thun gedenkt. Ür t:r den Radikalen ist eine Bewegung zar Abschaffung der Prästdentschast und deS Senats im Gange. Im Falle der Eewählung Jerry'S zum Präsidenten befürchtet man den AuSbruch einer Revolution Schiffönachricheen. Angekommen in : Liverpool: Venetian" von Boston. Queen?ton: Pennsy'vania von Ntw Pokk. Moville: .ffarnessia" von New Bork räch Glasgow. Plymoutb: Nederland" von Phi ladklphia nach Ai twerpen. Baltimore: Jberia" von Havre America" von Bremen. Vom Ausland?. Taft die pio neu riech er et in vcuttlattd nicht aerade nencitcn Da; tums ist. beweist folgendes Geschichtchen, welches der Odessaer Correspoudcnt deS Grashdanin" erzählt. Als vor fünf Jahren an der Festung Otschakom im tLhersson fchen Gouvernement große Bauten voraenommen wurden, erhielt der dortiqe Gouverneur von einem Gouver uementschef des westlichen Grenzgebiets ein vertrauliches Schreiben mit der Mit theilung, daß ein Hauvtmann deS prcu ßischen Generalstabes nach Otschakow abkommandirt sei. um Pläne von der Festung aufzunehmen. Dieser Hauptmann werde daielbit als cttchlscher Mu sikant eintreffen; man möge daher die Polizei aus ihn ausmerkiam machen und, wenn möglich, ihn verhaften. Nach Einqana dieses Schreibens erließ der Gouverneur eine geheime Vorschrift an den Pollzeimeijter, resp, den Stanomoj Prlstaw und die Landgendarmen. Zwei, drei Monate veraehen, doch der verdach tiae czechische Musikant zciat sich nicht an Horizont von Otschakow, und die geheime Vorschrift kann nicht ausgeführt werden. Nachdem man noch emen Monat vergeb lich aemartet hat, meldet der Stanomo schließlich dem Gouverneur: Beim Bau der Festung Otschakow find mehr als hundert preußische Unterthanen veschas tigt ; unter ihnen befinden sich zweifellos qeaen fünfzehn Hauptleute des preußische! Generalstabs: da aber alle Arbeiter vorschriftsmäßige Pässe. haben, welche so
wohl von den Konsulaten wie aum von
der Polizei bescheinigt sind, so ist eS Nicht möglich, den Verdächtigen irgendwie beizukommen. Den Arbeitern stehen nicht nur alle Pläne und Modelle der Festungsarbcitcn zur Einsicht zu Geböte, sondern auch die schon fertigen unterirdischen Gänge. Außerdem übersteigt die Liebenswürdigkeit und Gastfreunds schaft der Bauingenieure zcgllchcs Mas;; sie zeigen jedem Besucher sowohl die fcrtiaen Arbeiten, wie auch die Pläne und Mod:ll. Im Hinblick hierauf wage ich es,' Zweifel darüber' auszusprechen, das; der preußische Gcneralstab noch eines speciellen Agenten zur Aufnahme der Festungspläne bedürfte, da ja, wie ich wiederhole, dieselben sich schon lange dort befinden." Ein qroßartiqer Wucherproceß ist jetzt vor der Strafkammer ;u Würzburg verhandelt worden, und zwar gegen einen echten Studentenbewucherer, der in dem benachbarten QeidinaSfeld dieses Geschäft mit einem Eigarrenge? schüft verbunden hatte. 27 Zeugen warcn geladen, von denen indeß nur 22 erschienen, .iqeklaqt war der frühere Viehhändler Hirsch Hilder. Als er den Viehhandcl im Jahre 1873 aufgab, betatz er ern Vermöge von 8900 Gulden, und nun versteuerte er über 65,000 M. Seine Vcröindunnen mit Studenten nahmen in der Regel mit geringen Vetragen von 5 20 M. ihren Anfana. War eine größere Summe zusammengekommen, so ließ er sich Ehrcnscheine und Wechsel ausstellen, und so wuchsen die (schuldoctraae unqehcuer. Hlldcr will weder Prolongationen" verlangtghaben. noch vetruaerlsch verfahren sein: nach Einführung dcö Wuchergcsctzcs habe er memals hohe Zinse genommen; er wollte nur den ..armen Herren Etüdenten" helfen, die ihm. aus Freundlichkeit größere Summen bewilligten. Hilder suchte sich dadurch auszureden, daß er stets die Prolongation" in Aussicht gestellt und bei verschiedenen Schuldnern Verlust erlitten habe. Die Verhandlung bot wegen der Art der Vcrthcidiaung viel Komisches. Als Opfer des Wucherers erschienen u. A. praktische Aerzte aus ganz Deutschland. Schließllch wurde nach mehrtägigen VerHandlungen der Angeklagte zu vier Monaten Gefängniß. 1000 M. Geldstrafe. Zwei Jahren Ehrverlust und Tragung sämmtIlcher, nicht unbedcutenoer Kosten verur? theilt. Das Gericht nahm an, daß der Angeklagte die Nothlage der Studirendcn benutzt und sie rn unbczelchenvarer Weise ausgebeutet habe. Von der A h r wird unterm 4. November geschrieben: Der diesjährige Herbst ist für den Winzer noch ein ganz lohnender geworden. Man kann sein Ergebniß dahin zusammenfassen, daß die Güte befriedigt, wo die Menge mittelmäßig und umgekehrt, wo letztere erheblich, erstere theils unter Mittel blieb. Aus den guten Berglagen werden ohne Zweifel recht brauchbare Weine erzielt. In Walporzhcim und Ahrweiler betrug das Mostgewicht der Vergtrauben meistens 60 bis 90 und aus den besten Lagen bis 95 96 Grad nach Oechsle Dementsprechend wurden bei öffentlichen Traubcnverkäufen für beste Walporzheimer Gewächse 3233 Pf. für das Pfund bezahlt. Das obere Ahrthal (Ternau, Rech und Mayfchoß bis Altenahr), welches nicht durch den Frost am 21. 22. Mai gelitten, hat eine ansehnliche Menge aeerntct, jedoch ist wohl 4- als qerinq zu bezeichnen. Das Gute und Verkäufliche hat aber schließlich, eben weaen der qrößeren Menge, einen höheren Werth als das voriahriae Wachsthum. Wenn es ja im Allgemeinen zu beklagen ist, daß die ungünstige Witterung im September und October die sehr schönen Hoffnungen thcilweise zerstört hat, so darf doch nicht übersehen werden, daß die Weinbauern mit dem Ertrage doch noch zufrieden sein dürfen. Nach dem in der v o r l c tzten Octobcrwoche an den Küsten der Ostsee wüthenden Nordoststurmc setzte ein sehr starker Südwind ein, der das namentlich an der hinterpommerfchen Küste zusammengestaute Wasser weit zurücktrieb, so daß weite, sonst vorn Meere bedeckte Strecken jetzt an'S Tageslicht traten. So konnte es sich, wie man uns schreibt, ereignen, daß Besucher des Strandes nahe Treptow an der Ncga drei Kilometer von Deep nach dem Kampfer See zu Trümmer der im 14. Jahrhundert von der Ostsee fortgespülten Stadt Negamünde in dem Sccbodcn erblickten. Das Meer gestattete aber nur kirne Zeit den Anblick dieser Neste einer früheren menschlichen Niederlassung ; schon am andern Tage wälzte es wieder seine Wogen in gleichmäßigem Schwall über diese Trümmer einer versunkener. Stadt. Mucho's Ctaarrenladen befindet stch in No. 199 Ost Washington Straße. auft Mucho'ö Cigars", 'Best Havanna
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