Indiana Tribüne, Volume 11, Number 71, Indianapolis, Marion County, 28 November 1887 — Page 1

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r ' Szhrgsug 11. OZstee : Ho. 140 KV Maryland Sttche. UnZRcr 71. Zndisnapolto, Znbiana, Montag, den 28. November 1081. r.

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Nszeigerz tn dieser Spalte kosten 5 Cent per geile. VnzeigcA in welchen Stellen gesucht, oder offerirt werden, finden unentgeltliche Unsnahme. Dieselien bleiben 8 Tage stehen, können ad? unbeschränkt ernenert werden. NnzeiL, Kelche bis Rittags 1 Uhr aige zeden werden, finden noch am selbige Tage AesnahOe

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Nenes per Telegraph. 18 t M 1 1 u 1 1 t 3 I t n. Washington. 23 Nov. 28flrnrneS schönes Wetter. Angeklagt. Valparaiso. 23 Nov. Wegen des großen Eisenbahnunglücks reichte die Grand Jury vierzehn Anklagen ein. S B. Park dr Condukteur de Passagier zugeS wurde wegen TodtschlaaS verhaftet

Grubenunglück. London. 23 Nov. Ja den Aber-

naut Kohlengruben bei Aberdeen erfolgte

gestern ine surchtbare Explosion. 350

Bergleute wurden verschütt:!. Ungefähr

300 wurden gerettet.

Editorielles.

In Atlanta, Ga., haben diesmal die Nassen" mit 1000 Stimmen Majorität

gesiegt. Das vorige Mal siegten die

Weklaufen.

Majorität.

verlaufen Hit kich ine Kuh, welche unterm Leib iß tft un lange Hörner bat. Ma bitt dieselbe aegen elohnung zulückjubringkn zu Heinrich WatthiaiinHaugdoille. 2)oo

verschiedenes. ZZollmackten

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Todcs-Attzcigc.

. versandten und Freunren tie traurige Nachricht,

daK unser geliedter Satte und Later, Louiö (5 Scvulmeyer,

ezestern im Tlter von 52 Jahren. 2 Monaten und 4 Tagn an einer Hkrzkrankjeit verschied. Die Beerdigung findet am Diensla?, den 29. No vemker. achmittag 2 Uhr, vom Trauerhausk. Eck

S. und rennsse Siraße, au statt. Die trauernden Hlnterd ledenen.

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Socialer Turvverein urzd Freidenkerverein.

Die Mitglieder dZ Sozialen Turn und d Frei

denker.ZZerein, sind r!ucht, sich am Dinftag. omdr. RachmittagS INS, in der lurrhalle an der TZar?land Straße zur Betheiligung am Begrab

niss d Hrrn L. Schulm, in,ustndn.

kIi!aböttilGk!.4gg,Ul.lifü t, ttzlteder odizr Log siad h'.,mit aufgkfor dert. am Tienstaz. den 23. ooember, Nachmittag;

xunkt t Nhr.in der Log,nh,Le. Boston lock, ,u r-

schtinen, um dlm Begrabnlö Ui verZtorvenen ruUxi LouiS Ich u lmeuer beiznohne?. AS itglieder der Schmefterlozen fiad sreundlichft

iagladen. sich ,u betielligen, atharine Dlppel. Protektorin. Zhas. G. Soulon, Skitä?.

Arbeiter-Halle

(ftüher T.-rnhal ,

V reiak und Logen werden darauf aufm'ik.

sam gemacht, daß obige Halle sich sehr gut zur Lbbaltuna von Versammlungen, Kräkzcheu,

NnterhaltuNgen u. s. v. eignet und für solche

Zwecke billig zu mutheu li. Vian wende sich

an die Office d. BUS.

J.George Müller,

Nachfolger von L. H. Müller.)

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(früher Superintendent dek Jndiaoa) Jrren.AshlS.)

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ganz an Mendlsn Straße.

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tT Telephon 381.

Und nun lese man doch die beschwor

renen Aussagen der Schwester und der

Schwägerin eines der Staatszeugen bei

dem Anarchiftenprozesse und die Antwort,

auf welcher Seite die Verschwörung be-

stand, ist nicht schwer zu geben. Man wird nach und nach zu der Ueberzeugung gelangen, daß das Urtheil nicht umgcstoßen werden durfte, denn bei einem zweiten Prozesse hatte man nicht einen

einzigen der für und von Polizei und

Staatsanwalt gekauften Zeugen wieder

haben können.

Es ist offenbar daß ein gemeiner heim

tückischer Mord beganzen wurde und Cpt.

Schaack, Staatsanwalt Grinnell und

verschiedene Andere waren die Mörder.

Die Unwissenheit der Amerikaner in

allen Dinzen, welche sie nicht selbst di rekt betreffen, speziell aber in allen sozialistischen Angelegenheiten, ist wirklich großartig.

Von Chicago aus, wo die offizielle

amerikanische Gesellschaft jetzt am meisten

auf die unwissenden Ausländer" schimpft.

wird telegraphirt, daß Louis Viereck aus Deutschland hierher gebracht worden sei.

um die Führerschaft der Anarchisten in

den Ver. Staaten zu übernehmen. Nun

ist Herr Viereck ein hervorragender Führer

der deutschländischen Sozialdemokraten

und vertritt unter diesen wieder die äußerste Rechte, das heißt die allergemäßigste Nich-

tung.

Die Sache ist ein würdiges Seitenstück

zu der Entdeckung des hiesigen Journal",

daß Karl Marx. Ferdinand Laffalle, Lieb-

knecht, Vebel :c. ie Führer der Sozia

list en in Philadelphia seien.

Endlich ist die Verfolgung gegen

die Strickwaaren-Fabrikanten in Cohoes,

N. I., eingeleitet worden, welche Kinder

unter 13 Jahren beschäftigen. Die El-

tern der Kinder, welche das Alter der

Letzteren verheimlicht haben sollen, sind

ebenfalls angeklagt. Es ist eine Schande,

daß die Gesetze gegen die Ausnutzung der

Kinderarbeit, trotzdem sie viel zu mild

sind, nirgends in den Ver Staaten durch-

geführt werden. Unter dem Vorwande,

daß sie ohne Schutz" durch die Höhe der Arbeitslöhne ruinirt werden würden, be-

stehen die Fabrikanten auf einem außer-

ordentlich hohen Zolltarif. Hinterher

drücken sie die Löhne, indem sie die Arbei-

ter durch lange Ausschlüsse" geradezu aushungern, oder Frauen und Kinder

anstellen. Im freihändlerischen England gehen die Arbeiterschutz-Gesetze viel weiter als bei uns, und doch werden sie streng

gehandhabt.

Ein gewisser Spektator predigt

im Volksfreund" die Lehren und Folgen

des Chrlstenthums und sagt: Der

Mensch soll die ganze menschliche Gesell-

schaft als eine große Gottes-Familie an-

sehen. Bon ! Das ist gerade, was die

Sozialisten und andere Gesellschaftsum

stürzler auch wollen. Das Uebel ist nur,

einige Wenige von dieser Gottesfamilie

haben den ganzen Tisch mitZBeschlag b

legt und leben herrlich und in Freuden,

und die vielen Anderen, welche aufwar

ten und das Geschirr abwaschen müssen.

bekommen für ihre Mühe nichts, als nur

die Knochen zum Abnagen. Dessen sind

sie überdrüssig geworden und wollen die Sache jetzt so regullren, daß wie in jeder

vernünftigen menschlichen und selbst thie-

rischen Familie Jeder sein Theil bekommt,

und zu dem Zweck ist der große Kick",

den man Arbeiterbewegung nennt, ins

Werk gesetzt worden !

(Cinc'mnati Zeitung.)

In Limerick, Irland, entstand, wie aus den Depeschen hervorgeht, gestern ein Aufruhr, weil die Polizei eine Gedächtniß feier zu Ehren der Märtyrer von Birmingham" nicht dulden wollte. Wer sind die Märtyrer von Birmingham ? Am 23. November 1367 wurden in Birmingham drei Isländer wegen Mor des gehängt. Ihre Namen sind William

Philip Allen, Michael Larkin und Michael!

O'Brien. Mit ihnen wurde der amerika-, nische Bürger Edward O'Meagher Coadon zum Tode verurtheilt, aber in Folge der

Intervention der Ver. Staaten Regierung

begnadigt und nach elfjähriger Haft frei gelassen. Er ist Correspondent der Jrish World" in Philadelphia. Ein fünfter

Theilnehmer an dem Morde, der Marinesoldat Maguire, wurde ebenfalls be-

gnadizt.

Warum wurden sie verurtheilt? In

Birmingham fand ein Hochverrathsprozeß gegen eine Anzahl Jrländer statt, die an

der Vorbereitung eines Aufruhrs bethei-

ligt waren. Darunter der Führer der

Bewegung, Thomas I. Kelly, und ein gewisser Eapt. I. Deasey. Diese beiden Männe? wurden von den die Märtyrer von Birmingham" gewaltsam befreit. Als Kelley und Deasey in einem Gefan-

genenwagen vom Gerichtsgebaude in's

Gefängniß transportirt wurden, stürzten

sich jene Fünf auf das Gefährte ; es entstand ein Kampf mit der Vedeckunzsmann-

schaft ; einer von ihnen schoß se'.ne Pistole durch das Schloß des Wagens ab, um es

aufzusprengen, was auch gelang. Aber der Polizeisergeant Brett von der Eskorte wurde getödtet und dafür die fünf Todesurtheile.

Das ist die Geschichte von den Mär-

tyrern von Birmingham".

Die Jrländer in Amerika feierten den

Tag in verschiedenen Städten ebenfalls.

In Philadelphia hielt der Bundessenator Niddleberger eine Rede und pries die DZviva? ! i"tfirfAlTrtnrtTiffiitt Haarten.

Mt 7 v fc mr wwwwy und die Preß" überschrieb ihren Bericht: Todte irische Helden." Dr. McGlynn

hielt in New Iork die Gedächtnißrede

u. s. w.

Und die Fünf hatten doch wirklich ei-

nen Mord begangen, die Chicago.'? Anar chisten erwiesenermaßen aber nicht. Und

doch behandeln unsere guten Amerikaner

diese Jrländer als politische Verbrecher

und Märtyrer, die Chicagoer aber wollen

sie als gememe Mörder hinstellen.

Haben unsere Amerikaner für das was

in Irland geschieht einen andern Maß

ftab der Beurtheilung als für das was

hier zu Lande geschieht ? Es muß Wohl

so sein.

DrahtnaHriHteu.

Ei Sieg der Kohlen grüber

WilkeSdarre.Po.,27.Nov. Die

AuStreidungS-Prozksse der Stout'schen

Kotzlen'Compaanie zu MilneSville gegen

die stellenden Kohlenaräder wurden heute

früh zu Gunsten der Arbeitkr er.tschieden.

Richter Wooduiard schlug die Artröge der Compagnien, Urtheile zu erlassen.

wtlche zur Austreibung der streikenden Arbeiter auS ihren, der Compagnie ge

hörigen .Wohnungen" berechtigen, nie

der. Mithin werden die Streiker. so

lange der Ausstand noch dauert, nicht

hinausgesetzt w,r)en können. U't:r den

Ausständigen im ganzen Thale herrsch

über diese Entscheidung großer Jubel.

Wie die Chicagoer Polizei

Zeugen kaufte. Chicago. 27. Nov. Die .Arbeiter

Zeitung- veröffentlichte gestern AsfiöavitS

von der Schwester und der Schwägerin

G.ttfmd Wallers, der alZ St iatözeugt

gegen die Anarchisten auftrat. DaS

Affidavit der Schwester Waller lautet,

wie folgt : .

Staat Illinois. Cook Couniy.

Ich. Paullne BrandleS, bln eme

Schroester von Gottfried Wall?, der in

dem sogenannten AnarchisttN'Prozkß als Zeuge für den Staat gegen SvieS und

Genossen auftrat, und bin genau mit den

Handlungen meine? Bruders durch den

Zeitlauf des Prozesses bekannt. Ich weiß

weiter, daß nach der Verhaftung mein

Bruder Got.fried Wzll.r jeden Abend

sich um 8 Uhr zu stellen hatte auf dem

PolizeiBureau an Norlh Chicago Avenue

Station (Esist), und weiß weiter, daß

Geheimpolizist Stift karz vor dem oben

genannten Prozeß meinen Bruder jeden

Abend nach Haufe beförderte, und habe

weitir mit meinem Bruder zu genannte

Zeit oft über den Proziß und die Theil

nähme meines Bruders daran gesprochen

und sage weiter auS. daß mein Bruder

mir erklärte, daß zur Zeit als er. mein Bruder Gottfried Waller, in der Chicago

Avknue.Polizti-Station (Last) war. von dem Capitain Schaack besucht und ihm von Capitain Schaack erklärt wurde, daß, wenn er, mein Bruder, gewisse Aussagen gegen die Anarchisten 'machen würde, daß er dann seine Freiheit, würde bekommen, und wenn er e? nicht würde thun, daß er dann an den Galgen gekracht würde, wie die andern auch ; daß, ihm zu der Zeit die Aussagen, die er zu machen hatte, vorgesagt wurden, daß ihm. meinem Bruder. Geld verabreicht wurde, oftmals durch den

Cap tain Schaack, und ihm noch weitere

$1000 versprochen wurden, wenn r? das

ihm vorgesprochene Zeugniß als Zeuge

n dem Prozeß ablege; daß nach dem

Pfozeß mein Bruder nach Deutschland

durch die Chicagoer Polizei abgeschickt

wurde, daß daö Geld, daS zur Reise noth

wendig war für meinen Bruder u d seine

Frau, von der Chicagoer Polizei gk-

iefert rourde. daß mein Brulnr Gottfried

von dem Capi'ain Schaack den Auftrag

erhielt, seinen Namen von Waller auf

Miller abzuändern.' daß mein Bruder

either in Hamburg ' gewohnt unter dem

hm gegebenen Namen Miller, daß daö

ganze Zeugniß, daS von meinem Bruder

Gottfried abgelegt wurde, nicht die

Wahrheit war, sondern blos falsche AuS-

agen waren, die meinBruder sich gezwun-

gen fühlte durch die Drohungen und Be?

prechungen, die von der Polizei auf ihn

ausgeübt wurden, zu machen, und weiß weiter, daß mein Bruder Gottfried seit der

Zeit seiner Verhaftung nicht gearbeitet

hat und daß er. mein Bruder, seine ganze

Unterstützung für sich und seine Frau von

der Chicago Polizei bekommen hat, daß

eine Unterstützung' ein Theil seiner Beohnun war für daS von ihm abgelegte alsche Zeugniß. Ich erkläre ferner, daß obige Aussagen

nur im Interesse der Humanität ohne ir gend welche Versprechungen, gemacht worden sind.

Pauline BrandieL. 1015 Fahfield Ave. Zeugen :

Carl Hoerste r.

155No,t5 Ave.

Fr. Henkel.

10 Washtenaw.Ave.

8ul)8cribo(1 and sworn to besorc nie

this 23d day of November 1837.

F. Engelhand, Xotary Public. Eine Schwägerin Waller'S, Anna

Salomon, macht urter Anderem in ihrem Affidavit folgende Angaben :

Ich erkläre, daß Gottfried Waller, mein

Schwager, derselbe Waller ist, dev als

Zeuge für den Staat gegen die fogenann-

ten Anarchisten auftrat, daß mein Schwa

ger jetzt unter dem Namen Karl Miller in Hamburg sich aufhält, daß ich im Monat Juni einen Brief von ihm erhielt, der

unterzeichnet ist von Karl Millir, daß mir

mein Schwager Gottfried Waller erklärt

hat, daß ihm von der Chicagoer Polizei der Auftrag gegeben wurde, den Namen

Karl Miller sich anzueignen, daß er mir durch Brief nklärt tat, daß seine ganzen

Aussagen in dem sogenannten Anarchi stenprozeß falsch, daß ihm sein gan

zeS BeweiSmatetial von dem Cap tain Sckaack voraeforocken rourde.

daß mir mein Schwager öfters erklärt

habe, daß ihm Captain Schaack von dcr

Zeit feiner Verhaftung bis zur Zeit des

Prozesses wöchentlich zuerst' fünf Dcllar

und dann zehr. Dollar v rrbreicht:, daß

kurz nach dem Prozeß iH den Gottfried

Waller und einen gewissen Thiel, ein an derer Zeuge für den Staat, nach Califor

nien abreisen habe gesehen, daß, zu der

Zeit mein Schmagzr und Thicl mir er klärtm.'dak Captaii Schaack deren Bil lette gekaust und ihnen das Reisegeld ge liefert habe ($ 100.00). daß mein Süwa

ger weiter erklärte, daß wenn seine Frau

Geld brauchen würde, sie blos zum Cap

tain Schaack zu gehen hätte, daß ich selbst

im Austrage meiner Schwester nach dem

Captain Schaak gegangen bin. und für meine Schwester zwei Dollars bekam, daß

zur Zeit, als mein Schwager nach Deutschland abreiste, derselbe mir er klärte, daß die Billette und Reisekosten

von der Chicagoer Polizei bezahlt war

den, und daß er zu seinen Aussagen ge

gen die Anarchisten blos durch die Dro

hungen und Versprechungen der Polizei gezwungen wurde und daß dieselben

falsch waren.

zisten, woraus diese mit Steinen und

Knüppeln dieFenstkr einwarf. Militär wurde herbeigeholt, doch ehe dasselbe erschien, war es den Behörden gelungen, den Ausruhe lzu dämpfen. Die Polizei hatke mit ihren Knüppeln in brutalster Weise' auf Männer, Frauen und Kinder losgeschlagen und mehr als dreißig Per sonen wurden verwundet nach dem Hosvital gebracht. Allerlei auS Deuts ch lano.

Berlin. 27. Nov. Dk? internatio nale Sozialistenconzreß wird 1883 in London staltfinoen. Bebel Hot daS Pro gramm mit den Fühnrn der sozialistischen Föderation festgestellt. Die Polizei in Dresden hct die Circulation der Amerikanischen Bäckttzeitang" welche in New ty3tt erschkir t. verboten. Eine neue sozialistische Zeitung Die VolkSstimme, wird am 1. Janur lrichei nen. Der Reichstag wird seine erste eigen!liche GkschSftssttzung am Dienstag abhalten, wenn das Budgkt vorgelegt werden wird. Die neue Etkrttdevorlage wird die Billigung der Ixd Regierungsgruppen finden. Man erwatt t allzrdings, daß manch? Natlonalliberale abfallen, je doch nicht genug, um die Annahme der Vorlage mit guter Majorität zu verhindern. Eine neue Anleihe für militärische Zvkcke im Bltrage von 72.464,325 Reich marck, wird die eiflige Zustimmung deS Reichstag erhalten. Gkaf Winterfeld legte bei der Rückkehr von San Remo dem Kaiser einen Bericht Über den Zustand deS Kronprinzen vor. BetrtZfZ des allgemeinen GesundheitZzustandeö deS Patienten lautet auch dieser Bericht günstig, indeß ist von keiner Besserung seines Leidens die Rede. Die französische Krisis. P a : i S, 27. Novembr. Grevy theilte Herrn Rouvier mit, daß er endgiltig beschlössen tade, zu restgniren, und den er am Donners!?, dem Senate und der

Deputirtenkammer seine Resignation einschicken werde.

Die Revolutionare hielten heute meh-

rere Verfammlurgen ab.

Vr Qad,'.

Aufruhr in Limerick. L i m e r i ck. 27. Nov. Ein .Versuch

eine Demonstration zum Andenken an

die Märtyrer von Manchestcr abzuhalten,

wurde von der Polizei verhindert, in

Folge dessen ein ernster Aufruhr statt fand. Die Polizei erschien bei der Ver

sammlung um dieselbe aufzulösen. Die

Menge verhöhnte die Polizei, worau diese versuchte, die Leute mit dem Bayo-

net auseinander zu treiben. Die Bruta

litöt der Polizei machte die Menschen menge wüthend, und di Leute schimpf ten von den Fenstern herab ausie Poli

AuS Berlin. Berlin. 27. Nov. Ein Telegramm

von San Remo meldet, dzß der KrönPrinz sich verhältnißmäß'g wohl befindet.

Der Kaisee empfing heute den Prüsi-

derten und die VZceprüfidentcn des

Reichstags. Er sprach sein Bedauern

däzüber auS. daß er den Rkichktaz nicht

in Person eröffnen konrt?. und sp'ach den

Wunsch auS. daß diesmal di; Militärvor

läge angenommen werök.

Teutsche Lokalnachrichten.

N h e i n p r o v i n z. Der Wasserbau- Vorarbeiter V. üb

bers und der Arbeiter Fitting, beide auS Gricth, sind ertrunken. Die Spin

nerei der Fabnk dcr $ixma I. Pongs jr. in Neuwert bei Eladbach ist abgebrannt. H c s s e n - D a r m st a d t.

Der ehemalige Stationsvorsteher Stein

rn Mullvelm )t weqcn Verbrechens qc

gen die Sittlichkeit zu ö Monaten Gesänaniß verurthcilt worden. In den

letzten zwei Wochen sind nicht weniger als 23 Kinder an Scharlach und Masern

tn Over-Namjtadt gestorben. (schlo) sermcister Miesel, der Schwieacrvatcr ei

ncs wegen Veruntreuungen verhafteten

Äuchhalters dcr Firma Dorr & vitnx

hard, hat sich aus Kummer erhängt. Wer Bauunternehmer Philipp Schmidt

in Worms verlauste fern ncugebautcs Haus in der Vurkhardstraße um 14,500 Mark an den Lehrer Fröhlich und das in der Wielandstraße gelegene an die Wittwe

Dr. Heiliger um 18.000 Mark. Ans der N he i n p f a l z. Spurlos verschwunden sind seit sieben Wochen der Zimmermann und Schreiner Philipp Matthell von Eiscnberg, Vater von I I Kindern, und seit Mai d. J.jder Landwirth Heinrich Herzler von Staus. Eisengießer Hamcr in Kaiserslautern, welcher ein Attentat auf eine Frau im Wald verübte und außerdem einen Diebstahl begangen hatte, ist in Metz vcrhaftet worden. Der aus dcr Irrenanstalt zu Frankcnthal entsprungene Schriftsetzer Fricdr. Schreibusch wurde in LudwigsHafen festgenommen. f In Neustadt a. H., Bankdircctor Theodor Bürklin, der Bruder deS Neichstagsabgeordneten. s In Wachcnheim Frau Echmitt, Wittwe des früheren langjährigen und Mutter des gegenwärtigen Gutsverwalters Schmitt. Der Ackcrcr Jakob Bernhard von Thalfröschcn erhängte sich in der Stcinbach in der Nähe deS Bahnkörpers. In Türkhcim wurde der Sohn des Winzers Chr. Jullmann todt im Bette gefunden ; von einem Pferd wurde der Ackercr Karl Helntz zu Karlstadt erschlagen; in Kricgsfcld. verbrannte dcr Sohn der Margarethe Schulz; durch einen unglücklichen Sturz kamen der Privatmann Jakob Kraus jun. von Alsbrücken um's Leben ; der Winzer Math. Steinmetz von Wochenheim wurde über iutfctt UN0 todiilQ "tci;r3.

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